Donnerstag, 24. Oktober 2019Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
22:40 Uhr

Das war Donnerstag, der 24. Oktober 2019

Man muss schon zugeben: Als Entertainer ist Donald Trump gar nicht so schlecht. Mit seinen Auftritten sorgt er immer wieder für Lacher. So wie heute in Pittsburgh. Man darf aber nicht vergessen, dass er eigentlich kein Entertainer mehr ist.

Hier sind noch ein paar Themen, die Sie heute interessant fanden:

Ich verabschiede mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht!

22:05 Uhr

Zirkus-Bär geht auf Dompteur los

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Bei einer Zirkusaufführung in Russland hat ein Bär seinen Dompteur angefallen. Das Tier, das einen Maulkorb trug, schob bei einem Kunststück zunächst eine Karre vor sich her. Dann ging der Bär plötzlich bei einer Abendvorstellung auf seinen Trainer los. Ein Kollege versuchte, den Mann zu retten, und trat auf das Tier ein.

  • Die Zuschauer, darunter viele Kinder, liefen aus dem Zirkuszelt hinaus. Der Dompteur wurde nicht schwer verletzt. 
  • Der Zirkus werde seine Vorstellungen fortsetzen, jedoch ohne einen Bärenauftritt, teilten die Organisatoren mit. Sie gehen davon aus, dass der Bär durch Blitze von Kameras und Handys geblendet worden sein könnte (Oder vielleicht hatte er einfach genug von der Quälerei? - Anm. d. Red.).
  • Gegen den Zirkusbetreiber wird wegen Verstößen gegen Sicherheitsregeln ermittelt. Die Arena und die Publikumsränge waren weder durch einen Zaun noch durch andere Absperrungen gesichert.
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21:34 Uhr

Bundestag schafft den "gelben Schein" ab

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In ein paar Jahren nur noch im Museum zu finden: Der "gelbe Schein".

(Foto: picture alliance/dpa)

Der "gelbe Schein" zur Krankmeldung beim Arbeitgeber wird zum 1. Januar 2021 abgeschafft. Der Bundestag beschloss die Einführung der digitalen Krankmeldung als Teil des "Dritten Bürokratieentlastungsgesetzes". Damit können sich Arbeitgeber elektronisch bei den Krankenkassen über Beginn und Dauer der Arbeitsunfähigkeit eines Mitarbeiters informieren, nachdem dieser sich krank gemeldet hat.

21:13 Uhr

AKK kritisiert russisch-türkischen Syrien-Plan

Das russisch-türkische Abkommen zur Stabilisierung von Nordsyrien bietet nach Einschätzung von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer keine dauerhafte Lösung. Am Rande eines Treffens mit ihren Nato-Kollegen in Brüssel sagte die CDU-Chefin, sie sei sich mit ihren britischen und französischen Kollegen einig gewesen, "dass die Situation mit dem Abkommen von Sotschi nicht befriedet ist, nicht auf Dauer die Basis für eine politische Lösung bietet". Vielmehr sei eine internationale politische Lösung nötig. Damit spielte Kramp-Karrenbauer auf die von ihr vorgeschlagene Variante einer Sicherheitszone in Nordsyrien an.

20:30 Uhr

AfD droht weitere hohe Strafe

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Die AfD wird wohl eine weitere Strafe zahlen müssen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die AfD muss sich in der Affäre um Spenden aus der Schweiz einem Bericht zufolge auf eine weitere Strafzahlung in sechsstelliger Höhe einstellen. Die Bundestagsverwaltung habe in einem Schreiben an die Partei letztmalig um Stellungnahme gebeten und eine Strafzahlung in Höhe von 396.000 Euro wegen illegaler Parteispenden angekündigt, berichten WDR, NDR und "Süddeutsche Zeitung".

Demnach geht es um eine Spende aus der Schweiz an den Kreisverband von Fraktionschefin Alice Weidel. Über die Züricher Pharmafirma PWS flossen vor der Bundestagswahl 2017 rund 130.000 Euro auf das Konto des AfD-Kreisverbands Bodenseekreis. Das Geld wurde zurückgezahlt, allerdings erst Monate später.

Mehr dazu lesen Sie hier.
19:56 Uhr

Aldi und Netto rufen Fertigsalate zurück

Sieht so aus, dass ich heute ohne Abendessen ins Bett gehe… Ein Hersteller aus den Niederlanden hat Hähnchensalate zurückgerufen, die in Deutschland bei Aldi Nord, Aldi Süd und bei Netto verkauft wurden.

  • In Kidneybohnen seien unerwünschte Bakterien gefunden worden, die grippeähnliche Symptome auslösen könnten, teilte die Staay Food Group mit. Besonders bei Schwangeren, Kleinkindern und Menschen mit geschwächtem Immunsystem könnten bei Verzehr schwerwiegende Krankheiten auftreten, hieß es.
  • Betroffen sind die bei Netto in verschiedenen Bundesländern verkauften Produkte "Fresh Care Hähnchensalat mit Sylter Dressing" mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 22.10.2019 bis 28.10.2019 sowie "Fresh Care Hähnchensalat mit Senf Dressing" mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 22.10.2019 bis 28.10.2019.
  • Ebenfalls zurückgerufen wird der "Trader Joe's Frische Salat Hähnchen" mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 22.10.2019 bis 29.10.2019, der im gesamten Vertriebsgebiet von Aldi Nord verkauft wurde, außerdem das Produkt "Snack Time Salatcup Hähnchen", das mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 22.10.2019 bis 29.10.2019 in verschiedenen Bundesländern verkauft wurde.
19:17 Uhr

Trump kündigt Zeitungs-Abos

Was für eine Erleichterung! US-Präsident Trump, seine Familie und Mitarbeiter müssen sich nicht länger mit morgendlicher Lektüre der "Fake News" quälen. Das Weiße Haus hat seine Abonnements der "New York Times" und "Washington Post" gekündigt.

  • Damit würden "erhebliche Einsparungen" im Haushaltsposten für Abos erzielt, erklärte die Sprecherin der US-Regierungszentrale, Stephanie Grisham.
  • Beide Zeitungen werden von Trump regelmäßig attackiert. Er wirft den kritisch über ihn berichtenden Blättern vor, ihn "schrecklich" zu behandeln und "Falschnachrichten" zu verbreiten.
  • Die Kündigung der Abos hatte Trump bereits am Montag in einem Interview des rechtsgerichteten Fernsehsenders Fox News als "wahrscheinlich" bezeichnet.
19:04 Uhr

Rot-schwarz-grüne Koalition in Brandenburg steht

Brandenburg soll künftig von einer rot-schwarz-grünen Koalition regiert werden: SPD, CDU und Grüne haben sich auf die Bildung einer Koalition geeinigt. Das sagte Ministerpräsident Ditmar Woidke nach der letzten Verhandlungsrunde in Potsdam. Bei der Landtagswahl am 1. September hatte das bisherige rot-rote Regierungsbündnis seine Mehrheit verloren.

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18:12 Uhr

Johnson schlägt Termin für Neuwahl vor

Großbritanniens Premierminister Boris Johnson hat eine Neuwahl für das britische Unterhaus für den 12. Dezember vorgeschlagen. Das sagte er in einem Interview mit der BBC. Das Parlament müsse dem zustimmen. Der Brexit könne noch für eine lange Zeit aufgeschoben werden.

Mehr dazu lesen Sie hier.
17:38 Uhr

Erneut stirbt ein Jugendlicher bei Arbeitsunfall

Bei einem tragischen Arbeitsunfall ist im nordrhein-westfälischen Euskirchen ein 16-Jähriger ums Leben gekommen. Der Jugendliche geriet mit einem Knickgelenk-Radlader von einem Schotterweg ab und rutschte eine Böschung hinunter, teilte die Polizei mit. Dabei wurde der 16-Jährige aus der offenen Fahrerkabine geschleudert. Das Gerät kippte um, fiel auf den Jugendlichen und verletzte ihn tödlich.

Erst vorgestern kam ein 16-Jähriger bei einem Arbeitsunfall in Hannover ums Leben.

17:02 Uhr

Russland schickt Raketenabwehr S-400 nach Serbien

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S-400 wurde auch bereits in die Türkei geliefert, was zu einem Streit mit deren Nato-Partner USA führte.

(Foto: picture alliance/dpa)

Zum ersten Mal hat Russland sein umstrittenes Luftabwehrsystem S-400 für ein gemeinsames Militärmanöver mit Serbien ins Ausland geschickt.

  • Die Abwehrsysteme sollen bei der mehrtägigen Übung gemeinsam mit anderen Systemen wie vom Typ Panzir-S1 eingesetzt werden. Serbiens Präsident Aleksandar Vucic betonte, dass er sich die S-400 bei dem Manöver persönlich ansehen werde.
  • Die hochmodernen Systeme sollen Ziele wie zum Beispiel Bomber und Raketen im Luftraum vernichten. Die Abwehranlagen sind vor allem in Russland stationiert. Russland hat aber auch in Syrien das System zum Schutz seiner Militärbasen im Einsatz.
16:31 Uhr

Rentner-Bankräuber muss lange in Haft

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Der Senior-Bankräuber wird nun seinen Lebensabend hinter Gittern verbringen müssen.

(Foto: imago stock&people)

Was tun, wenn die Rente nicht reicht? Man kann arbeiten gehen, nach Bulgarien auswandern oder eben Banken ausrauben. Wer sich für Letzteres entscheidet, muss allerdings mit aller Härte des Gesetzes rechnen.

  • Ein 80 Jahre alter Serienbankräuber ist heute vom Landgericht Hechingen in Baden-Württemberg zu sieben Jahren Haft verurteilt worden.
  • Der Angeklagte aus Kirchzarten bei Freiburg hatte zum Prozessauftakt gestanden, zwischen 2009 und 2019 mehrere Banken unter anderem in Villingen-Schwenningen und Rastatt überfallen zu haben. Anfang Mai wurde er nach einem Überfall in Balingen verhaftet.
  • Der Mann ging bei seinen Überfällen immer nach einem ähnlichen Schema vor: Er betrat die Banken mit einer Bombenattrappe und überreichte den Mitarbeitern ein Schreiben, in dem er Geld forderte. In drei Fällen kamen die Angestellten dem nach.
15:36 Uhr

Trump hält seine Gegner für "Abschaum"

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US-Präsident Donald Trump hält seine Gegner für "Abschaum". Wer gegen den Präsidenten arbeite, "verdient so eine starke Ausdrucksweise", erklärte Trumps Sprecherin Stephanie Grisham im Gespräch mit Fox News.

  • Der Präsident hatte Republikaner, die ihn ablehnen, über Twitter als "Abschaum" bezeichnet - was sogar im Vergleich zu Trumps oft aggressiver Sprache eine neue Eskalation darstellte.
  • Auf die Frage, ob Trump die Verwendung des Ausdrucks "Abschaum" bereue, sagte Grisham: "Die Leute, die gegen ihn sind und die gegen ihn waren und jene, die seit dem Tag seines Amtsantritt gegen ihn arbeiten, sind genau das."
  • Es sei "schrecklich", dass es Leute gebe, die gegen den Präsidenten arbeiteten, obwohl dieser sich um das Wohl des Landes bemühe, sagte sie weiter.
14:59 Uhr

Mann bricht in Gefängnis ein

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Schatz, wir müssen reden.

(Foto: picture alliance / dpa)

Eine 18-Jährige trennt sich per Telefon von ihrem Freund. Der junge Mann will seine Geliebte aber unbedingt zurückgewinnen. Er macht sich also auf den Weg - er muss mit ihr reden.

Blöd nur, dass sein Schatz im Gefängnis sitzt und nur zu bestimmten Zeiten Besucher empfangen darf. Dem jungen Romeo bleibt nichts anderes übrig, als in die JVA Vechta einzubrechen.

  • Er klettert erst über eine vier Meter hohe Mauer und dann über die vergitterten Fenster zur Zelle der Frau. Dort stellen Mitarbeiter der JVA den jungen Mann.
  • Da er sich aber weigert, wieder herunterzuklettern, muss die Feuerwehr ihn per Leiter herunterholen. Gegen ihn wird nun wegen Hausfriedensbruchs und der unerlaubten Kontaktaufnahme mit Gefangenen ermittelt.
  • Ob er durch die Aktion letzte Woche seine Ex-Freundin zurückgewinnen konnte, blieb zunächst unklar.
14:23 Uhr

Diktator Franco aus dem Grab geholt

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Bei der Exhumierung durften nur Mitglieder der Familie Franco und Justizministerin Dolores Delgado anwesend sein.

(Foto: picture alliance/dpa)

Fast 45 Jahre lag er in seinem schicken Mausoleum "Tal der Gefallenen" nordwestlich von Madrid, jetzt muss der spanische Diktator Francisco Franco umziehen.

  • Unter den Protesten Hunderter Anhänger wurden seine Überreste heute aus dem Grab geholt.
  • Viele Menschen riefen immer wieder "Viva Franco!" und hoben den rechten Arm zum faschistischen Gruß. Der Leichnam wurde mit einem Hubschrauber der Streitkräfte zum Friedhof El Pardo-Mingorrubio am Nordrand der Stadt geflogen, wo auch Francos Witwe begraben liegt.
  • Die Umbettung war von der sozialistischen Regierung beschlossen worden, um den Wallfahrten von Rechtsextremen zum gigantischen Mausoleum ein Ende zu bereiten.
14:10 Uhr

Schichtwechsel

Mein Kollege Michael Bauer verabscheidet sich in den Feierabend, ich übernehme seinen Platz in der Redaktion und versorge Sie bis zum späten Abend mit den neuesten Nachrichten aus der ganzen Welt. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag.

13:56 Uhr

Nur noch Grüne übrig: Kurz gehen die Koalitionspartner aus

Für die Sondierungen der konservativen ÖVP zur Bildung einer neuen Koalition in Österreich sind nur noch die Grünen im Rennen. Nach der SPÖ haben auch die liberalen Neos erklärt, dass sie nur noch für echte Koalitionsverhandlungen zur Verfügung stünden.

Zuvor hatte Neos-Chefin Beate Meinl-Reisinger dem ÖVP-Chef Sebastian Kurz einen Forderungskatalog zu Bildung, Rechtsstaatlichkeit und Generationen-Gerechtigkeit übergeben. Wahlsieger Kurz erklärte, "der Fokus liegt nun auf den Gesprächen mit den Grünen".

Die ÖVP hatte die Wahl am 29. September klar gewonnen. Eine Wiederauflage des Bündnisses von ÖVP und rechter FPÖ gilt aktuell als unwahrscheinlich. Die FPÖ steckt in erheblichen parteiinternen Querelen rund um ihren Ex-Parteichef Heinz-Christian Strache. Die Rechtspopulisten sehen sich in der Opposition, haben aber angekündigt, im Fall eines Scheiterns von Koalitionsverhandlungen für Gespräche zur Verfügung zu stehen.

13:07 Uhr

Kim lobt "besondere Beziehung" zu Trump

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Wer reitet so spät durch Nacht und Wind? Kim, Schimmel, Schnee. Einfach schön.

(Foto: imago images/ZUMA Press)

Die beiden sind schon etwas Besonderes: Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un und US-Präsident Donald Trump. Und ebenso "besonders" soll das Verhältnis beider zueinander sein, wie nun ein nordkoreanischer Sprecher betonte. Das soll Kim selbst gesagt haben. Der außenpolitische Berater Kim Kye Gwan sagte laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA außerdem, politische Entscheidungsträger in Washington seien allgemein "feindlich" gegenüber Pjöngjang eingestellt.

Nach Ansicht von Experten deuten die Äußerungen darauf hin, dass Kim eine Vereinbarung über das nordkoreanische Atomabkommen weiterhin mit Trump persönlich aushandeln will.

12:43 Uhr

Tote in Lkw waren chinesische Staatsbürger

Nach dem Fund von 39 Leichen in einem Kühllastwagen in der Nähe von London soll nun die Identität der Toten klar sein. Laut britischer Polizei handelt es sich um chinesische Staatsbürger. Die Leichen waren am Mittwoch in einem Industriegebiet in Grays östlich von London entdeckt worden.

Nach der Festnahme des Lkw-Fahrers wegen Mordverdachts hatte die britische Polizei in der Nacht zum Donnerstag zwei Wohnungen in Nordirland durchsucht. Diese sollen im Zusammenhang mit dem 25-jährigen Fahrer stehen.

12:22 Uhr

Rubik's Cube: Der Zauberwürfel verliert seine Markenrechte

Der Rubik's Cube - oder im Deutschen auch Zauberwürfel - ist ein dreidimensionales Puzzle, das die ganze Welt kennt und liebt. Doch über die Namensrechte wird gestritten. Ein jahrelanger Rechtsstreit beschäftigte sich mit der Frage, was die wesentlichen Merkmale des in sich verdrehbaren Würfels mit verschiedenfarbigen Seiten sind.

Das europäische Amt für Markenschutz EUIPO befand ursprünglich, dass man das Spiel der Firma Rubik's Brand Limited als dreidimensionale Marke schützen lassen kann, und registrierte sie entsprechend. Simba Toys mit Sitz in Fürth hielt dem schon 2006 entgegen, das Wichtigste bei dem Würfel sei die Drehbarkeit. Das sei eine "technische Lösung" und die könne nicht als Marke, sondern nur durch ein Patent geschützt werden. Das EU-Gericht entschied nun, dass der Name des Würfels nicht als Marke geschützt werden kann.

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11:48 Uhr

Linken-Politiker fordert staatliche Abgabe von Heroin und Kokain

Der Görlitzer Park in Berlin-Kreuzberg ist ein großer Drogenumschlagsplatz. Das Problem könnte mit kontrollierten Abgaben von härteren Drogen gelöst werden, ist sich der Sprecher der Linksfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, Niklas Schrader, sicher. "Wer den Schwarzmarkt im Görli austrocknen will, muss auch über die kontrollierte Abgabe von härteren Drogen nachdenken", sagte er dem "Tagesspiegel".

Schrader plädiert für staatliche Ausgabestellen, an denen auch härtere Drogen wie Kokain oder Heroin zu erhalten sind. "Das heißt nicht, ständige Verfügbarkeit, sondern strengere Kontrolle", sagte Schrader dem Tagesspiegel. Als Ausgabestellen seien etwa Apotheken denkbar.

11:11 Uhr

USA lehnen Unterstützung von Syrien-Schutztruppe ab

US-Verteidigungsminister Mark Esper hat die Syrien-Initiative seiner deutschen Amtskollegin Annegret Kramp-Karrenbauer zwar begrüßt, will aber keine Truppen beisteuern. Die USA würden es "politisch" unterstützen, wenn die europäischen Partner sich in Nordsyrien engagieren würden, sagte Esper beim German Marshall Fund in Brüssel. Er fügte aber hinzu: "Wir beabsichtigen nicht, Bodentruppen oder irgendetwas anderes zu dieser Operation beizutragen."

Kramp-Karrenbauer hatte angesichts der türkischen Militäroffensive in Nordsyrien die Einrichtung einer Sicherheitszone im Grenzgebiet zur Türkei vorgeschlagen, die von einer UN-Truppe geschützt werden soll.

 

10:42 Uhr

Von Storch nennt FDP-Politiker "Terrorist"

Die stellvertretende AfD-Fraktionsvorsitzende Beatrix von Storch hat heute im Bundestag für Aufsehen gesorgt. Sie nannte FDP-Parlamentsgeschäftsführer Marco Buschmann einen "Terroristen". Sie wurde dafür von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble zur Ordnung gerufen. Buschmann hatte zuvor in einer Debatte zur Geschäftsordnung die Gegenrede zu einem Antrag der AfD gehalten.

Unions-Fraktionschef Ralph Brinkhaus ging das Vorgehen Schäubles nicht weit genug. Für die Verwendung des Ausdrucks "Terrorist" sei ein Ordnungsruf "zu wenig", rief er Schäuble zu. Brinkhaus kritisierte in seinem Zwischenruf weiter eine "Verrohung" der Sitten im Parlament. Schäuble drohte daraufhin auch Brinkhaus einen Ordnungsruf an und belehrte ihn, nicht außerhalb der Rednerliste das Wort zu ergreifen.

10:16 Uhr

Entwicklungsminister fordert Klimaneutralität von Kreuzfahrtriesen

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Kreuzfahrtschiffe verbrennen Unmengen von Schweröl. Klimatechnisch sind die Riesen ein großes Problem.

(Foto: imago images/Fotoagentur Nordlicht)

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller fordert von den Anbietern von Schiffskreuzfahrten einen stärkeren Beitrag zum Schutz der Meere und damit der Rettung des Weltklimas. "Die Schiffsreisebranche müsste Ökotourismus auf dem Meer anbieten, stattdessen verbrennen Kreuzfahrtschiffe Unmengen von Schweröl, des schmutzigsten Treibstoffs überhaupt", sagte der CSU-Politiker der "Augsburger Allgemeinen".

Er rief die Touristikkonzerne und Reedereien dazu auf, die Schiffreisen klimaneutral zu stellen. "Wie bei Flügen müssen Kreuzfahrten ihre Klimabilanz mit Ausgleichszahlungen, etwa an Wiederaufforstungs- und Meeresschutzprojekte, kompensieren. Kreuzfahrtschiffe müssen klimaneutral werden", sagte Müller. Auch die Containerschifffahrt, die ebenfalls auf der Verbrennung von Schweröl beruhe, müsse weit stärker als bisher beim Klimaschutz in die Pflicht genommen werden.

Was denken Sie?

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09:48 Uhr

Ratten fahren Mini-Autos und entspannen dabei

Ratten! Sie werden uns wohl alle überleben. Forscher der Universität in Richmond bringen ihnen jetzt sogar bei, kleine Miniaturautos zu fahren. Beim Erlernen der Fahrkünste werden die Nager mit Froot Loops belohnt. Dabei haben sie etwas Ungewöhnliches festgestellt: Die Ratten entspannen beim Autofahren. Der Stresslevel werde deutlich gesenkt, erklärten die Forscher.

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Das Ratten-Gefährt hat keine Hupe.

(Foto: University of Richmond)

 

Die Studie zeige laut Universität nicht nur die Komplexität des Rattengehirns, sondern soll auch dazu dienen, medikamentenfreie Behandlungen von psychischen Krankheiten beim Menschen zu lindern. "Es gibt kein Heilmittel für Schizophrenie oder Depression", sagte Forschungsleiterin Kelly Lambert der AFP. "Und da müssen wir aufholen. Ich denke, wir müssen uns verschiedene Tiermodelle und verschiedene Arten von Aufgaben ansehen und wirklich respektieren, dass Verhalten unsere Neurochemie verändern kann."

09:15 Uhr

#MeToo-Vorkämpferin verklagt Harvey Weinstein

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Rose McGowan

(Foto: imago images/ZUMA Press)

Rose McGowan war eine der ersten Frauen, die Vorwürfe der sexuellen Gewalt gegen Harvey Weinstein publik gemacht hatte. Nun reichte die Schauspielerin Klage bei einem Gericht in Los Angeles gegen den Regisseur ein. Es gehe "um einen teuflischen und illegalen Versuch eines der mächtigsten Männer der USA und seiner Vertreter, Opfer sexueller Gewalt zum Schweigen zu bringen."

Neben Weinstein zielt die Klage auf zwei frühere Anwälte des einstigen Filmproduzenten und auf einen privaten Nachrichtendienst. Die Vorwürfe lauten unter anderem auf Verletzung der Privatsphäre und Betrug.

Weinstein wird von mehr als 80 Frauen sexuelle Belästigung oder Vergewaltigung vorgeworfen. Darunter sind Filmstars wie Angelina Jolie, Ashley Judd oder Salma Hayek. Die Vorwürfe führten zur weltweiten #MeToo-Kampagne gegen sexuelle Übergriffe und Gewalt gegen Frauen. Dem früheren Hollywoodmogul soll im Januar der Prozess gemacht werden.

08:39 Uhr

Der berühmteste Youtuber der Welt wird 30

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Felix Kjellberg

(Foto: imago/Kamerapress)

Vergessen Sie Greta oder Zlatan, im Netz ist dieser Schwede ein Megastar. Der in Göteborg geborene Felix Kjellberg, weltweit bekannt unter seinem Pseudonym PewDiePie, wird am heutigen Donnerstag 30 Jahre alt.

Auf seinem Kanal zockt Kjellberg Videospiele und kommentiert Videos. Er bezieht allerdings auch politisch Stellung, was ihm im Fall von Hongkong eine Sperre in China einbrachte. Heute hat Kjellberg etwa 101 Millionen Abonnenten und nähert sich schnell der Marke von 24 Milliarden Videoabrufen - bei fast 4000 Clips, die auf seinem Kanal zu finden sind. Machen Sie nicht den Fehler und schauen nach, was Youtube pro Klick zahlt. Ich hab's getan und musste weinen.

08:16 Uhr

Die Gründung des ersten Fußballklubs der Welt

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Wussten Sie, dass … ein 25-jähriger Weinhändler und ein 26-jähriger Jurist heute vor 162 Jahren eine Revolution begonnen haben? Am 24. Oktober 1857 gründeten die beiden Engländer William Prest und Nathaniel Creswick den Sheffield Football Club - der somit der älteste Fußballklub der Welt ist.

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Da staunt selbst Pelé: Zum 150. Jubiläum von Sheffield FC machte sich die brasilianische Fußballikone ein Bild vom Klubmuseum.

(Foto: REUTERS)

Neugierig geworden? Dann lesen Sie hier mehr dazu.

Das passierte außerdem am 24. Oktober:

  • Vor 56 Jahren sterben 29 Bergleute bei einer plötzlichen Überflutung eines Schachts im niedersächsischen Lengede.
  • Vor 95 Jahren läuft "Zauberei auf dem Sender" auf Welle 467 des Frankfurter Rundfunks - das Werk von Hans Flesch ist das erste Hörspiel im deutschen Radio.
  • Vor 371 Jahren unterzeichnen Protestanten und Katholiken in Münster und Osnabrück den Westfälischen Frieden. Der Dreißigjährige Krieg mit bis zu neun Millionen Toten ist damit beendet.

Wir gratulieren …

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    Christoph Daum, Frohnatur.

    (Foto: imago images / Team 2)

    Christoph Daum, unsteter Erfolgstrainer mit Heldenstatus von Köln über Stuttgart bis Istanbul, zum 66. Geburtstag.
  • Herbert Diess, oberster Volkswagen-Lenker und Hobby-Motorradfahrer aus Österreich, zum 61. Geburtstag.
  • Kevin Kline, komischer US-Schauspieler mit Oscar ("Ein Fisch namens Wanda"), zum 72. Geburtstag.
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Redakteur Christoph Rieke wirft in "Riekes Rückspiegel" täglich einen Blick in die Vergangenheit.

07:47 Uhr

Russische Agentin wird aus US-Haft entlassen

Maria Butina ist die bislang einzige russische Staatsbürgerin, die aufgrund der weitverzweigten Ermittlungen zu verdeckter russischer Einflussnahme auf die US-Politik der vergangenen Jahre verurteilt wurde. Sie hatte enge Kontakte zur US-Waffenlobby NRA geknüpft und auch in hochrangigen Kreisen der Republikanischen Partei von Präsident Donald Trump verkehrt.

Für ihre Aktivitäten musste sie 18 Monate ins Gefängnis, morgen kommt sie wieder frei. Butina beteuerte stets, sie habe sich lediglich für bessere Beziehungen zwischen den USA und Russland einsetzen wollen.

07:33 Uhr

Macron schlägt Ex-Wirtschaftsminister Breton als EU-Kommissar vor

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Breton und Macron

(Foto: imago/Stephane Lemouton)

Nach dem Scheitern seiner EU-Kommissionskandidatin Sylvie Goulard hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron den ehemaligen französischen Wirtschaftsminister Thierry Breton als EU-Kommissar für Industrie und Binnenmarkt vorgeschlagen. Das teilte der Elysée-Palast mit. Breton ist derzeit Geschäftsführer des französischen IT-Unternehmens Atos.

Mehr dazu lesen Sie hier.
07:12 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser!

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Ran an die Bücher!

(Foto: imago images/tagesspiegel)

Diese Anrede könnte heute kaum passender sein. Heute ist Tag der Bibliotheken. Seit dem 24. Oktober 1995 machen an diesem Tag die Bibliotheken in ganz Deutschland mit Veranstaltungen auf ihre Rolle als Wissensspeicher und Informationsvermittler aufmerksam. Vielleicht werden Sie doch heute einfach mal zum Bücherwurm und statten Ihrer Bibliothek im Ort einen Besuch ab - Ihr Handy können Sie ja mitnehmen und weiterhin "Der Tag" auf n-tv.de lesen.

Das wird heute wichtig:

  • Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer wirbt heute bei einem Nato-Treffen um Verbündete für ihren Syrien-Vorstoß. Die CDU-Chefin wird die Idee einer internationalen Schutztruppe im Norden Syriens bei dem zweitägigen Treffen der Verteidigungsminister in Brüssel vorstellen.
  • Der Bundestag soll heute eine neue Mindestvergütung für Auszubildende beschließen. Die sollen von nächstem Jahr an mindestens 515 Euro im Monat erhalten. Wer 2021 seine Lehre beginnt, soll mindestens 550 Euro bekommen, 2022 sollen es 585 Euro sein und im Jahr darauf 620 Euro.
  • Auf einer Konferenz beraten Experten in Berlin über Strategien gegen kriminelle Mitglieder arabischstämmiger Clans.
  • Volkswagen stellt heute die jüngste Version des Golf vor. Die inzwischen achte Auflage seines wichtigsten Modells will der Konzern um 19 Uhr am Stammsitz in Wolfsburg enthüllen.
  • Borussia Mönchengladbach hat vor dem Auswärtsspiel bei AS Rom (18.55 Uhr/DAZN) in der Europa-League-Gruppe J nur einen Zähler auf dem Konto. Bei einer Niederlage wäre das Überwintern im Wettbewerb fraglich. Eintracht Frankfurt kann zu Hause gegen Standard Lüttich (21 Uhr/RTL Nitro) ebenso einen großen Schritt Richtung Zwischenrunde machen wie der VfL Wolfsburg in Belgien bei KAA Gent (18.55 Uhr/DAZN).

Bei Fragen und Anregungen schreiben Sie mir doch einfach eine E-Mail unter michael.bauer[at]nama.de. Mein Name ist Michael Bauer und ich wünsche Ihnen einen guten Start in den Tag.

07:02 Uhr

Trump erntet Spott für neue Mauerbau-Idee

Mit der Ankündigung einer Mauer im Bundesstaat Colorado sorgt US-Präsident Donald Trump für Erstaunen: Colorado liegt fernab der Grenze zu Mexiko. Bei einer Rede in Pittsburgh sprach Trump zunächst über den Bundesstaat New Mexico, der tatsächlich an der Grenze zu Mexiko liegt und an den Colorado nördlich angrenzt. "Wissen Sie, warum wir New Mexico gewinnen werden? Weil sie Sicherheit an ihrer Grenze wollen", sagte der Präsident. "Und wir bauen eine Mauer an der Grenze von New Mexico und wir bauen eine Mauer in Colorado." Die Mauer werde "schön" und "groß" und "wirklich funktionieren".

In den sozialen Netzwerken sorgten die Äußerungen des Präsidenten für Erstaunen und Spott. Der demokratische Senator Patrick Leahy veröffentlichte auf Twitter ein Bild einer US-Karte mit einer mit Filzstift eingezeichneten Grenze zu Mexiko, die auch um New Mexico und damit an Colorado entlangführt. Das "New" in New Mexico ist durchgestrichen.

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06:40 Uhr

Attentäter Amri machte Selfie vor Merkels Wohnung

Das ausländerrechtliche Verfahren sowie die Beobachtung und Strafverfolgung des späteren Attentäters vom Berliner Breitscheidplatz, Anis Amri, strotzt nur so vor Mängeln. Und nun kommt offenbar ein weiterer hinzu. Wie die ARD berichtet, hatte Amri sich vor knapp drei Jahren vor der Privatwohnung von Bundeskanzlerin Angela Merkel fotografiert - ein Verweis in den Ermittlungen gibt es jedoch nicht.

Die Bilder, die dem Sender vorliegen, zeigen, wie Amri ein Selfie in schwarzer Daunenjacke vor Merkels Wohnhaus macht. Das Gebäude in Berlin-Mitte wird rund um die Uhr von Polizisten bewacht.

Amri hatte am 19. Dezember 2016 einen Lastwagen gekapert, mit dem er über den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche raste. Er tötete zwölf Menschen. Nach der Tat floh er nach Italien, wo ihn die Polizei vier Tage später erschoss.

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06:30 Uhr

Deutlich kühler Richtung Wochenende

So ganz langsam wird es für unser ruhiges und sehr mildes Herbstwetter immer enger. Spätestens im Laufe des Wochenendes geht es nämlich wechselhafter und windiger weiter, bevor es dann in der nächsten Wetterwoche auch noch spürbar kühler wird. Damit werden auch die Nächte immer öfter frostig.

Björn Alexander

Björn Alexander

Doch bis dahin ist es ja noch ein wenig hin und wir können heute abermals einen einen milden Start in den Tag erleben. Die Frühwerte liegen oft bei 7 bis 13 Grad. Noch milder ist es mit Föhn auf den Bergen im Süden mit teils über 15 Grad. Später bringen es die Temperaturen dann auf Höchsttemperaturen zwischen 16 und 22 Grad. Am wärmsten ist es im Alpenvorland sowie im südlichen Ostdeutschland.

Wettertechnisch starten wir den Tag dabei noch oft mit Dunst- oder Nebelfeldern. Zum Teil beträgt die Sichtweite unter 50 Metern. Später lichten sich die meisten Nebel- und Hochnebelfelder aber, so dass es meistens freundlich bis sonnig durch den Tag geht.

Die weiteren Aussichten: Morgen und am Samstag überwiegt abseits beziehungsweise nach Nebelauflösung noch oft die Sonne. Nur der Norden bekommt zum Start ins Wochenende neben einem lebhaften Wind erste Schauer ab.

Am Sonntag bleibt es im Süden noch am längsten schön, während es im großen Rest unbeständiger und windiger wird. Die Temperaturen erreichen am Freitag 13 bis 19 und am Samstag 14 bis 22 Grad. Der Sonntag bringt einen ersten kleinen Dämpfer bei maximal noch 11 bis 20 Grad.

Ihr Björn Alexander

06:08 Uhr

Bundeswehr bildet weiter türkische Soldaten aus

Unabhängig vom militärischen Vorgehen der Türkei im Norden Syriens hält die Bundeswehr an der Ausbildung türkischer Soldaten fest. "Die gegenwärtige Praxis ist unverändert, keine Nato-Partner im Rahmen internationaler Ausbildungskooperationen einseitig auszuschließen", sagte eine Sprecherin des Bundesverteidigungsministeriums dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die Ausbildung solle auch fortgesetzt werden. "Gegenwärtig liegen keine gegenteiligen Bestrebungen und Weisungen seitens des Bundesverteidigungsministeriums vor, den Nato-Alliierten Türkei von diesen Maßnahmen auszuschließen."

Dem Vorabbericht zufolge unterhält Deutschland nach Angaben des Wehrressorts sicherheits- und militärpolitische Kontakte zu rund hundert Ländern. "Die Türkei als Nato-Partner nimmt regelmäßig in einem geringen Umfang an Ausbildungsmaßnahmen der Bundeswehr teil."