Donnerstag, 03. Juni 2021Der Tag

mit Friederike Zörner
Friederike Zörner
22:37 Uhr

Das war Donnerstag, der 03. Juni 2021

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Man muss keine Glaskugel besitzen, um vorherzusagen: Autofahren wird in Deutschland künftig teurer.

(Foto: picture alliance / Jörg Carstensen)

Zwei Themen trieben die Autofahrernation Deutschland heute um. Da ist zum einen das vernichtende Urteil des Europäischen Gerichtshofs, wonach die Stickoxid-Werte in der Bundesrepublik jahrelang viel zu hoch waren. Ein Umstand, der auf den Straßenverkehr zurückzuführen ist und der schon jetzt laut der verantwortlichen Politikerinnen und Politiker nachhaltig besser sein soll.

Zum anderen nimmt die Debatte über einen höheren Benzinpreis - Achtung Wortwitz - an Fahrt auf. Annalena Baerbock wagte sich jüngst mit der Aussage an die Öffentlichkeit, der Preis für Kraftstoffe solle sich dem Klima zuliebe um insgesamt 16 Cent erhöhen. Im Wahlkampf lösen derartige Vorschläge bei der politischen Konkurrenz und den einschlägigen Interessenverbänden naturgemäß Empörung aus. Das letzte Wort ist in der Sache definitiv noch nicht gesprochen.

Diese Themen bestimmten heute außerdem die Schlagzeilen:

Kommen Sie gut durch die Nacht. Bis morgen.

22:13 Uhr

Umfrage sieht CDU in Sachsen-Anhalt kurz vor der Wahl deutlich vor AfD

Nur eines lässt sich wohl mit Sicherheit sagen: Der Wahlausgang in Sachsen-Anhalt ist vollkommen offen. Je nach Umfrage sehen Meinungsforscher derzeit entweder einen deutlichen Sieg der regierenden CDU von Ministerpräsident Reiner Haseloff oder ein Kopf-an-Kopf-Rennen der Christdemokraten mit der AfD.

  • In dem am Abend veröffentlichten ZDF-Politbarometer Extra für Sachsen-Anhalt kommt die CDU auf 30 Prozent, ein Prozentpunkt mehr als in der Vorwoche. Die AfD bleibt bei 23 Prozent. Die Linke gewinnt einen halben Prozentpunkt auf 11,5 Prozent hinzu. Die SPD verharrt bei 10 Prozent, die Grünen bleiben bei 9 Prozent. Die FDP büßt anderthalb Prozentpunkte auf 6,5 Prozent ein und würde dem Umfrageergebnis zufolge nach zehn Jahren Pause wieder in den Landtag einziehen.
  • Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für den "Spiegel" sah die CDU wenige Stunden zuvor derweil mit 29 Prozent nur knapp vor der AfD mit 28 Prozent. Es folgen Linke und SPD mit jeweils rund 10 Prozent und die Grünen mit 8 Prozent. Die FDP würde dem Umfrageergebnis zufolge sechs Prozent der Stimmen holen.
  • Bei den derzeitigen Umfragen handelt es sich nicht um eine Prognose des Wahlausgangs am Sonntag, sondern um ein Stimmungsbild zum Zeitpunkt der Befragung. Laut ZDF wissen 37 Prozent noch nicht, sicher, wen oder ob sie wählen wollen.
21:46 Uhr

22-Jährige tot in Weser gefunden - Ermittlungen gegen Ehemann

Am Morgen bergen Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr die Leiche einer 22-Jährigen in der Weser bei Minden. Die junge Frau war vor einigen Tagen als vermisst gemeldet worden. Die Behörden in Nordrhein-Westfalen gehen inzwischen davon aus, dass sie Opfer eines Gewaltverbrechens wurde. Die Ermittlungen richten sich gegen ihren 42-jährigen Ehemann, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Bielefeld mit. Dieser befinde sich in Polizeigewahrsam. Die näheren Tatumstände und die möglichen Hintergründe sind bislang unklar. Eine Mordkommission ermittelt.

21:34 Uhr

Russischer Oppositioneller Gudkow überraschend aus Polizeigewahrsam entlassen

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Seine Frau Valeria nahm ihn nach der Freilassung in Empfang: Dmitri Gudkow.

(Foto: imago images/ITAR-TASS)

Das ging schneller als gedacht: Der russische Oppositionelle und ehemalige Abgeordnete Dmitri Gudkow ist nach seiner Festnahme vor zwei Tagen wieder aus dem Polizeigewahrsam entlassen worden. Gegen ihn sei keine Anklage erhoben worden, sagte sein Anwalt. Der 41-Jährige war am Dienstag wegen des Vorwurfs der Mietprellerei festgenommen worden. Bei einer Anklage hätten ihm fünf Jahre Gefängnis gedroht. Die Polizei hatte am Dienstag Gudkows Landhaus nahe Moskau durchsucht. Auch in Wohnungen von weiteren Oppositionellen fanden Razzien statt.

Wenige Monate vor der Parlamentswahl in Russland gehen die Behörden mit aller Härte gegen Oppositionelle vor. Während Gudkow überraschend freigelassen wurde, muss der frühere Chef der aufgelösten Oppositionsorganisation Open Russia, Andrej Piwowarow, für zwei Monate in Untersuchungshaft. Er war am Montag kurz vor dem Abflug nach Warschau aus einer Maschine am St. Petersburger Flughafen geholt worden.

20:59 Uhr

US-Präsident nimmt sich frei für Geburtstags-Radtour mit seiner Frau

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Auch im höheren Alter noch sportlich unterwegs: Joe (78) und Jill (70) Biden.

(Foto: AP)

Wenn ich mir vorstelle, wie US-Präsidenten ihre Freizeit verbringen, denke ich eigentlich immer an einen Golfplatz. Dieses Image hat Donald Trump wie kein anderer geprägt, aber auch seine Vorgänger wie Barack Obama waren dem Sport nicht ganz abgeneigt. Mit Joe Biden ist nun alles anders. Das Staatsoberhaupt nutzt seine freien Minuten, um mit seiner Ehefrau Jill eine Radtour zu unternehmen. Sie lesen richtig: Anlässlich des 70. Geburtstags von Jill strampelten die First Lady und der 46. Präsident der Vereinigten Staaten durch einen Park im US-Bundesstaat Delaware. Mit Helm, in Turnschuhen, T-Shirts und natürlich begleitet von Sicherheitsleuten des Secret Service. Nach Angaben des Sprechers von Jill Biden verbrachte das Paar den Tag in Rehoboth Beach zu zweit - ohne Familie oder Freunde. Die beiden feiern in diesem Jahr ihren 44. Hochzeitstag.

20:32 Uhr

Moskau beginnt "Entdollarisierung der russischen Wirtschaft"

Ökonomen sprechen von einem politischen Signal vor dem Gipfeltreffen zwischen Wladimir Putin und Joe Biden am 16. Juni: Russland hat nach eigenen Angaben den Dollar aus seinem Nationalen Vermögensfonds gestrichen. Die Regierung strebe eine "Entdollarisierung der russischen Wirtschaft" an, erklärte das Wirtschaftsministerium in Moskau. Seit dem 20. Mai sei der Anteil der Dollar-Aktiva im Fonds daher von 35 Prozent auf null Prozent reduziert worden. Der Kreml reagiere so auf "makroökonomische und geopolitische Tendenzen der letzten Jahre".

Russland hatte wegen der Sanktionen des Westens infolge der Annexion der Krim-Halbinsel 2014 den Anteil seiner Dollarbestände bereits schrittweise reduziert. Der US-Dollar ist als Währung für den internationalen Handel unerlässlich, macht das Land aber auch anfälliger für Sanktionen. Nach Angaben von Finanzminister Anton Siluanow umfasst der Euro künftig 40 Prozent des Investitionsfonds. Weitere enthaltene Währungen sind demnach der chinesische Yuan mit 30 Prozent, das britische Pfund und der japanische Yen mit jeweils fünf Prozent. Die restlichen 20 Prozent des Fonds sind in Gold angelegt.

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20:16 Uhr

Jacinda Ardern glaubte, sie sei nicht hart genug für ihren Job

Mit ihrem erfolgreichen Krisenmanagement während der Coronavirus-Pandemie hat sich Jacinda Ardern weltweit einen Namen gemacht. Dass sie sich einmal als neuseeländische Premierministerin einen solchen Ruf erarbeiten würde, hat die 40-Jährige nach eigenem Bekunden lange Zeit nicht zu träumen gewagt. Wie sie nun in einem Podcast des US-Nachrichtensenders CNN offenbarte, glaubte sie zunächst, sie sei "nicht hart (tough) genug" für einen derartigen Job. "Die größte Hürde war für mich wahrscheinlich die Tatsache, dass ich nicht unbedingt dachte, dass die Eigenschaften, die ich am meisten schätze, auch in der Politik leicht akzeptiert werden würden."

Ardern sagte, sie sei davon ausgegangen, dass Menschen in der Politik "wirklich dickhäutig sein müssen" und keine "sensible Person" sein können oder "nach außen hin ihr Mitgefühl oder ihre Empathie zeigen". Sie sollte sich irren: 2017 wurde die authentische Labour-Politikerin tatsächlich zur Premierministerin gewählt. Und im vergangenen Jahr bestätigten sie die Wählerinnen und Wähler in einer zweiten Amtszeit.

20:00 Uhr

Videos des Tages

19:44 Uhr

Seehofer ist nicht mehr durstig und freut sich auf Karriereende

Horst Seehofer (CSU) bei einer Pressekonferenz. Foto: Kay Nietfeld/dpa/Archivbild

Hat (fast) fertig: Horst Seehofer.

(Foto: Kay Nietfeld/dpa/Archivbild)

"In der Abwägung überwiegt eindeutig eine Sehnsucht nach Privatheit, nach dieser Freiheit von Terminen und Zwängen." Horst Seehofer befindet sich auf der Zielgeraden seiner politischen Laufbahn. Wer kann ihm da verdenken, dass er schon jetzt an den Abschied denkt? Im Gespräch mit dem Magazin der "Süddeutschen Zeitung" lässt der Langzeitminister nach mehr als 40 Jahren in der Politik erkennen: Es reicht jetzt irgendwie auch. Der CSU-Politiker drückt das so aus: Er sei nun "eigentlich weit über den Durst", eine Grenze sei nun erreicht.

Seehofer bekleidet derzeit das Amt des Bundesinnenministers, war aber auch schon Gesundheits- sowie Landwirtschaftsminister. Zudem war er mehrere Jahre CSU-Vorsitzender und bayerischer Ministerpräsident. Dem SZ-Magazin sagte der 71-Jährige, seine schlechteste Eigenschaft sei "Verführbarkeit, etwa durch Stimmungen". Er würde heute auch manche Rede nicht mehr halten. "Da schießt mir das Blut in die Wangen." Dazu zähle etwa die Bemerkung von 2011, sich "bis zur letzten Patrone" gegen die Zuwanderung in deutsche Sozialsysteme wehren zu wollen.

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19:20 Uhr

Tesla will auch Batteriefabrik in Brandenburg bauen

Noch ist kein einziges Auto vom Brandenburger Band gerollt, doch Elon Musk denkt schon an den nächsten großen Schritt. Sein Unternehmen will an seinem neuen Standort in Grünheide bei Berlin nicht nur Elektroautos bauen, sondern auch Batteriezellen herstellen. Das geht aus einem entsprechenden erweiterten Genehmigungsantrag hervor, den Tesla nun bei den Landesbehörden einreichte. In den nächsten Tagen werde entschieden, ob die Öffentlichkeit erneut beteiligt werden müsse, teilte das zuständige Landesamt für Umwelt mit. Die letzte Erörterung des Vorhabens im Herbst hatte viele Kritiker auf den Plan gerufen, die Beantwortung der Fragen dauert an.

Ursprünglich wollte Tesla die Produktion in Grünheide im Sommer starten. Firmenchef Musk hatte davon jedoch jüngst Abstand genommen und bei einem Besuch der Baustelle im Mai erklärt: "Aktuell sieht es danach aus, dass wir mit der Herstellung Ende des Jahres beginnen können." Bisher baut der weltgrößte Elektroautohersteller nur auf Basis von vorläufigen Baugenehmigungen. Trotzdem ist der Bau bereits weit fortgeschritten. Bereits im April hatte Tesla angekündigt, nun auch die Anlage zur Batterieherstellung in den Genehmigungsantrag aufnehmen zu wollen.

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18:57 Uhr

Verdacht auf Kindesmissbrauch: Thüringer Polizist an der Ostsee gefasst

Die Thüringer Polizei ermittelt wegen des Verdachts des Kindesmissbrauchs gegen einen Beamten aus ihren eigenen Reihen. Der 54-jährige Polizeivollzugsbeamte der Landespolizeiinspektion Saalfeld steht in dringendem Verdacht, ein neunjähriges Mädchen sexuell missbraucht zu haben, teilte die Landespolizeidirektion in Erfurt mit.

  • Der Mann wurde am Mittwoch nach einer Zielfahndung in Warnemünde an der Ostsee festgenommen. Er sitzt inzwischen in Untersuchungshaft.
  • Am Montag hatte der Vater der Neunjährigen Anzeige erstattet. Das Kind hatte sich ihm zuvor anvertraut und gesagt, es sei sexuell missbraucht worden.
  • Der Tatverdacht richtete sich gegen den 54-jährigen Polizeibeamten. Bei den anschließenden Ermittlungen der Abteilung für interne Ermittlungen der Thüringer Polizei erhärtete sich der Verdacht.
18:36 Uhr

Weiteres russisches Medium hört unter staatlichem Druck auf

Am 12. Juni ist Schluss. Am "Tag der Unabhängigkeit" stellt die Redaktion des Wirtschaftsportals VTimes ihre Arbeit ein. Der politische Druck auf das unabhängige Medium sei einfach zu groß, die drohende Verfolgung durch die russische Justiz zu realistisch geworden. Letztere hatte das Portal im Mai zum "ausländischen Agenten" erklärt. Eine solche Brandmarkung schrecke Werbekunden ab und dränge die Seite zu Unrecht in eine Ecke der politischen Opposition, beklagten die Redakteure.

Laut Gesetz müssen sich in Russland Medien als "ausländische Agenten" registrieren, wenn sie sich mit Geld aus dem Ausland finanzieren. Auch das kremlkritische Portal Meduza wurde vom Justizministerium kürzlich in dieses Register aufgenommen und kämpft nun ums Überleben. Die EU und die Organisation Reporter ohne Grenzen kritisieren das Vorgehen der russischen Justiz als Angriff auf die Pressefreiheit. Am Montag hatte zudem mit newsru.com eines der ältesten unabhängigen Nachrichtenportale Russlands seine Arbeit eingestellt.

18:15 Uhr

Sprengstoffverdacht: Gelandetes Flugzeug in Paris isoliert

Die gute Nachricht zuerst: Die Passagiere haben das Flugzeug bereits verlassen. Ersten Informationen zufolge ist niemand zu Schaden gekommen. Die Aufregung ist dennoch groß: Weil es den Verdacht auf einen Sprengsatz an Bord gibt, ist ein Passagierflugzeug der Air France auf dem Pariser Großflughafen Charles-de-Gaulle isoliert worden. Auf Wunsch von Frankreichs Premierminister Jean Castex wurde ein besonderes Krisengremium einberufen. Das Flugzeug, das aus dem Tschad kam, landete um 16.01 Uhr ohne Zwischenfälle auf dem Hauptstadt-Airport. Laut Innenminister Gérald Darmanin laufen derzeit noch Untersuchungen.

Update 19:45 Uhr: Bei der Durchsuchung der Maschine wurde kein Sprengstoff gefunden.

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17:55 Uhr

Angelina Jolie offenbart: "In mir schlummert ein Tier ..."

Ohne Angelina Jolie jemals begegnet zu sein oder ihren Werdegang genauer verfolgt zu haben, hat sich bei mir der Eindruck verfestigt, dass dieser Frau ihre Kinder alles bedeuten. Deswegen streitet sie schon seit Jahren unermüdlich mit ihrem Ex-Mann Brad Pitt über das Sorgerecht. "Ich bin sehr beschützerisch, was meine Kinder angeht", bestätigte die Schauspielerin und sechsfache Mutter nun in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung. "Als meine Kids noch jung waren, gab es Situationen, in denen die Löwenmama in mir zum Vorschein kam." Plötzlich habe sie gemerkt: "In mir schlummert ein Tier, das seine Jungen beschützen will."

Wenn die eigenen Kinder noch jung seien, gehe es mehr darum, sie körperlich zu beschützen. Später mache man sich plötzlich Gedanken darüber, wie es ihnen mental gehe. "Es wird dann wichtiger, mit wem sie sich umgeben und wer ihr Leben destabilisieren oder ganz aus der Bahn werfen könnte", sagte die 45-Jährige dem Blatt. Mittlerweile passten ihre Kinder in vielen Situationen auch auf sie auf. "Sie erinnern mich häufig daran, etwas zu mir zu nehmen und sagen: 'Mama, du hast heute noch nichts gegessen. Das solltest du schleunigst ändern'."

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17:43 Uhr

Deutsches Eishockey-Nationalteam erreicht WM-Halbfinale

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft ist erstmals seit elf Jahren wieder in ein WM-Halbfinale eingezogen. Die Auswahl von Bundestrainer Toni Söderholm gewann in Riga ihr Viertelfinale gegen die Schweiz 3:2 nach Penalty-Schießen und spielt damit um die erste WM-Medaille seit 1953.

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17:22 Uhr

Schüsse aus fahrendem Auto: Mann in Hannover tot

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Der Insasse des Porsches wurde bei dem Schusswechsel tödlich verletzt.

(Foto: dpa)

Am helllichten Tag fallen in der Innenstadt von Hannover Schüsse. Insassen zweier Autos eröffnen das Feuer. In einem Wagen wird ein Mann getroffen. Das Fahrzeug rollt über eine Kreuzung und bleibt an einem Verkehrsschild stehen. "Ein Insasse des Porsche, nach bisherigen Erkenntnissen 30 Jahre alt, ist infolge der Auseinandersetzung verstorben", heißt es am Nachmittag von der Polizei. Auch den anderen beteiligten Wagen, einen Mercedes, lassen der oder die mutmaßlichen Täter stehen. Nach ihnen wird gefahndet. Zu den Hintergründen lasse sich noch nichts sagen, dies sei Gegenstand der Ermittlungen, sagt ein Polizeisprecher. "Zum Glück haben wir viele Zeugen, die wir befragen können."

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17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:54 Uhr

Braun muss Doktorarbeit anpassen: "Aufwand von einem Nachmittag"

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Kann sich mit den Korrekturen Zeit lassen: Dr. Helge Braun.

(Foto: imago images/photothek)

Die Uni Gießen hat Kanzleramtsminister Helge Braun Hausaufgaben aufgegeben: Sechs Monate hat der CDU-Politiker Zeit, seine Doktorarbeit anzupassen und Mängel zu verbessern. In einem Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" erklärte Uni-Präsident Joybrato Mukherjee, dass es nicht um eine inhaltliche Überarbeitung, sondern um eine korrekte Zitierweise gehe. Es handele sich um circa zehn Textstellen, die beanstandet wurden. "Ob man in diesem Fall also wirklich von einer 'Überarbeitung' sprechen sollte, sei dahingestellt", sagte Mukherjee. Die Korrekturen vorzunehmen sei "ein Aufwand von einem Nachmittag".

Am gestrigen Mittwoch hatte die Universität nach der Überprüfung der Dissertation bekannt gegeben, dass Braun seinen Doktortitel behalten kann. Es sei keine Täuschungsabsicht, sondern lediglich an einigen Stellen formale Fehler festgestellt worden. Diese seien zu korrigieren, hieß es. Braun, der auch Vorsitzender des CDU-Kreisverbands Gießen ist, promovierte 2007 im Alter von 35 Jahren zum Doktor der Medizin. Seine Doktorarbeit befasste sich mit dem Einfluss intraoperativer Tachykardien (Herzrasen während einer Operation) auf die postoperative Prognose.

16:32 Uhr

Notruf in Frankreich fällt aus - mindestens drei Tote

Durch eine technische Panne waren die Nummern der französischen Rettungsdienste wie die "112" zwischen Mittwochabend 18 und 24 Uhr landesweit nicht zu erreichen. Auch bei Kurzwahlnummern für Polizei und Feuerwehr kamen viele Anrufer nicht durch. Das hatte gravierende Folgen: Nach Angaben der Regierung sind vermutlich mindestens drei Todesfälle auf den Ausfall zurückzuführen. Die französische Justiz leitete Ermittlungen ein.

Innenminister Gérald Darmanin nannte die Panne bei dem größten Telekom-Anbieter Orange "gravierend und inakzeptabel". Er sagte, nach ersten Erkenntnissen hätten drei Herzkranke nicht rechtzeitig Hilfe holen können. In der bretonischen Stadt Vannes etwa brachte eine Frau ihren 63-jährigen Lebensgefährten mit dem Auto ins Krankenhaus, weil die Rettungsdienste nicht zu erreichen waren. Für ihn kam jede Hilfe zu spät. Er erlitt einen Herzstillstand. Zwei weitere Menschen kamen nach Regierungsangaben auf der im Indischen Ozean gelegenen französischen Insel La Réunion ums Leben. Orange - das frühere Staatsunternehmen France Télécom - bat die Kunden für die Panne um Entschuldigung. Konzernchef Stéphane Richard sagte, wahrscheinlich sei ein "Software-Fehler" für die Panne verantwortlich.

Update 21:02 Uhr: Auch ein zweieinhalb Jahre altes Kind ist am Mittwochabend im Westen Frankreichs gestorben, teilte das Département Vendée mit. Die Behörden sprachen von einer "Tragödie". Eine Untersuchung sei eingeleitet worden, um zu ermitteln, inwiefern der Ausfall des Notrufs zur Verzögerung bei der Rettung des Kindes geführt haben könnte.

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16:11 Uhr

Die Queen trifft den 13. US-Präsidenten in ihrer Regentschaft

Seit beinahe 70 Jahren sitzt Elizabeth II. auf dem britischen Thron. In ihrer langen Regentschaft sah die Königin bereits ein Dutzend US-Präsidenten kommen und gehen. In wenigen Tagen wird sich auch das amtierende Staatsoberhaupt der Vereinigten Staaten in diese Liste einreihen. Am 13. Juni empfängt die Queen mit Joe Biden den 13. Präsidenten. Der Demokrat und dessen Ehefrau Jill werden auf Schloss Windsor erwartet, teilte der Buckingham Palast mit.

Anfang Juni 2019 hatte die Queen Bidens Vorgänger Donald Trump zu einem Staatsbankett im Buckingham-Palast empfangen. Dabei lobte die Monarchin die enge Freundschaft zwischen den beiden Staaten, mahnte Trump jedoch ungewöhnlich deutlich zur Wahrung internationaler Institutionen. Außer Trump wurde nur George W. Bush und Barack Obama die Ehre eines Staatsbesuchs in Großbritannien zuteil.

15:59 Uhr

United Airlines will Boom-Überschallflugzeuge in Flotte aufnehmen

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imago images/Cover-Images

Die US-Fluggesellschaft United Airlines will die künftigen Überschallflugzeuge von Boom Supersonic kaufen, sollten diese die Sicherheits- und Nachhaltigkeitsziele erfüllen. Wie die beiden Gesellschaften mitteilten, erklärte sich United bereit, 15 der von Boom geplanten Overture-Flugzeuge zu erwerben. Diese sollen in der Lage sein, mit Mach 1,7 zu fliegen - also mit 1,7-facher Schallgeschwindigkeit. Die derzeitigen Verkehrsflugzeuge überschreiten die Schallgeschwindigkeit nicht.

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Der Vertrag beinhaltet eine Option für weitere 35 Flugzeuge. Mit der Overture könnte ab 2029 der erste kommerziellen Passagierjet mit Überschallgeschwindigkeit seit der Concorde in den Linienbetrieb gehen.

Zukünftig geplante Routen beinhalten einen dreieinhalbstündigen Flug von Newark nach London, von Newark nach Frankfurt in vier Stunden und von San Francisco nach Tokio in nur sechs Stunden, so die beiden Unternehmen weiter.

Diese Meldung stammt von meinen Kollegen aus dem Börsen-Tag. Hier lesen Sie Nachrichten aus der Welt des Aktienhandels.

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15:44 Uhr

Ausgebrannter Frachter: Sri Lanka bereitet sich auf "das Allerschlimmste" vor

350 Tonnen Öl, 1486 Container mit 25 Tonnen teils gefährlichen Chemikalien, darunter Salpetersäure und Mikroplastikgranulate: Das vor der Küste Sri Lankas ausgebrannte Schiff "X-Press Pearl" ist eine tickende Zeitbombe. Der unter der Flagge von Singapur registrierte Frachter hatte gut eineinhalb Wochen gebrannt, bis das Feuer am Dienstag nach Angaben der Marine ganz gelöscht werden konnte. In den vergangenen Tagen waren an den Küsten des Urlaubsparadieses aufgrund ausgetretener Giftstoffe bereits Hunderte tote Fische, einige tote Schildkröten und viel Mikroplastikgranulat gefunden worden. Es könnten noch viel mehr werden.

Im Wasser um das halb versunkene Frachtschiff sind heute Öl und grüne Verfärbungen registriert worden. Die Verfärbungen stammten vermutlich von Chemikalien aus Containern auf dem Schiff, sagte die Chefin der Meeresschutzbehörde des Inselstaates, Dharshani Lahandapura. Sie sagte, dass der Treibstofftank auf dem Schiff zwar noch intakt sei, sie aber einen möglichen größeren Ölaustritt aus dem Tank befürchte. Sie habe deshalb eine von den Schiffsbetreibern beauftragte Firma angewiesen, den Treibstoff aus dem Tank zu holen. Die Meeresschutzbehörde und Marine hielten zudem schwimmende Barrikaden bereit, die zur Eindämmung eines möglichen Ölteppichs verwendet werden könnten. Die Behörden erklärten, sie bereiteten sich auf "das Allerschlimmste" vor.

15:18 Uhr

Scheuer ätzt gegen Baerbock: "Kandidatin Ahnungslos"

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer ist nicht gerade dafür bekannt, störungsarm und mit unbestrittener Fachkompetenz sein Ministerium zu leiten (Stichwort: Pkw-Maut). Doch das hält den CSU-Politiker nicht davon ab, sich lautstark über die angebliche Inkompetenz anderer Personen auszulassen. Über die Aussagen der Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock zu einem Rechtsanspruch auf schnelles Internet sagte Scheuer nun: "Frau Baerbock läuft der Zeit hinterher und wird damit immer mehr zur Kandidatin Ahnungslos. Wir haben das Recht auf schnelles Internet im April längst mit der TKG-Novelle beschlossen. Da haben die Grünen im Bundestag aber dagegen gestimmt."

Baerbock hatte zuvor zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse in Deutschland eine Änderung des Grundgesetzes vorgeschlagen. "Regionale Daseinsvorsorge" solle als neue Gemeinschaftsaufgabe in das Grundgesetz aufgenommen werden, sagte sie den Funke-Zeitungen. Unions-Fraktionsvize Ulrich Lange bewertete den Vorstoß mit folgenden Worten: "Die Grünen sind nicht ganz auf der Höhe der Zeit." Das novellierte Telekommunikationsgesetz werde Anfang Dezember in Kraft treten. Demnach können alle Bürger für ihre Häuser und Wohnungen ab Mitte 2022 bessere Internetverbindungen einfordern. Die Bundesnetzagentur würde solche Beschwerden prüfen. Mal sehen, ob das die gewünschte Wirkung entfaltet. Wir bleiben dran.

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14:50 Uhr

Zwei junge Ibiza-Touristen sterben bei Sturz von Balkon

Die Unglücksursache ist noch vollkommen unklar: Zwei junge Touristen sind bei dem Sturz aus ihrem Zimmer im vierten Stockwerk eines Hotels auf Ibiza ums Leben gekommen. Bei den Toten handele es sich um eine 21-jährige Frau mit spanischer und italienischer Staatsbürgerschaft, der 26-jährige Mann sei Marokkaner gewesen, teilte die Polizei mit. Demnach stürzte zunächst die Frau vom Balkon des Hotels an der Playa d'en Bossa, dann der Mann. Sanitäter konnten nur noch den Tod der beiden Urlauber feststellen. Die Polizei ermittelt.

14:31 Uhr

Vierstöckiges Gebäude in Rio de Janeiro eingestürzt

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Drei Menschen konnten aus den Trümmern befreit werden.

(Foto: REUTERS)

In der Millionenmetropole Rio de Janeiro gibt es einige Viertel, in denen der Staat wenig zu sagen hat. Sie werden von Milizen kontrolliert. Die paramilitärischen Gruppen bestehen aus aktiven und ehemaligen Polizisten, Feuerwehrleuten und städtischen Beamten, die in Drogenhandel und Schutzgelderpressung verwickelt sind. In den von ihnen kontrollierten Gebieten entscheiden sie unter anderem über den Bau von neuen Häusern und über den Zugang zu Strom, Gas und fließendem Wasser.

In genau so einem Stadtteil ist nun ein vierstöckiges Gebäude eingestürzt. Drei Menschen wurden nach dem Unglück aus den Trümmern geborgen und ins Krankenhaus gebracht, wie das Nachrichtenportal G1 unter Berufung auf die brasilianischen Rettungskräfte berichtete. Nach dem Einsturz brach auf dem Gelände ein Feuer aus, das von der Feuerwehr gelöscht wurde. Nach ersten Erkenntnissen war das eingestürzte Gebäude illegal errichtet worden.

14:10 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser, mein Kollege Max Perseke hat sich in den Feierabend verabschiedet und mir das Ruder übergeben. Bis zum späten Abend versorge ich Sie im "Tag" mit Nachrichten aus aller Welt. Daten und Fakten rund um das Coronavirus entnehmen Sie wie gewohnt unserem Liveticker. Bei Fragen und Anregungen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]nama.de

14:03 Uhr

Trump-Regierung beschaffte auf zweifelhafte Art Reporter-Daten

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Donald Trump und die New York Times waren sich schon während seiner Amtszeit nicht gewogen.

(Foto: picture alliance / zz/Dennis Van Tine/STAR MAX/IPx)

Der Trump-Tower und die Zentrale der "New York Times" liegen nur einige Häuserblocks voneinander entfernt in Manhattan. Ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis herrscht zwischen Ex-US-Präsident Donald Trump und der Zeitung aber anscheinend nicht. Laut einem Bericht der eben genannten Zeitung soll sich die US-Regierung während Trumps Amtszeit heimlich Zugang zu Telefondaten von vier NYT-Reportern verschafft habe. Das Justizministerium unter Trumps Amtsnachfolger Joe Biden habe die Zeitung demnach nun darüber informiert.

NYT-Chefredakteur Dean Baquet verurteilte das Vorgehen der Regierung. "Das Beschlagnahmen der Telefondaten von Journalisten untergräbt die Pressefreiheit zutiefst". Dies könne Quellen zum Schweigen bringen, auf die man angewiesen sei, "um die Öffentlichkeit mit wichtigen Informationen darüber zu versorgen, was die Regierung macht."

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13:39 Uhr

Dutzende Verdächtige nach Kupierung von Hunden

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Kupieren bezeichnet das teilweise Wegschneiden zum Beispiel von Ohren, zu sehen an dieser amerikanischen Bulldoge.

(Foto: picture alliance / imageBROKER)

Mehr als zwei Jahre haben Ermittler in Italien gegen Dutzende Tierquäler ermittelt. Nun drohen knapp 30 Züchtern und rund zehn Veterinärmedizinern, die über Jahre Hunde misshandelt haben sollen, Freiheitsstrafen sowie hohe Geldstrafen. Die Verdächtigen sollen der Polizei in Ancona zufolge bei Dutzenden Hunden, unter anderem Pitbulls, die Ohren oder den Schwanz illegal kupiert haben.

Die Tiere sollten den Ermittlern zufolge dadurch aggressiver wirken und für mehr Interesse bei den Käufern sorgen. Die Verdächtigen hatten außerdem Bescheinigungen gefälscht.

13:17 Uhr

In Corona-Zeiten: Tripper und Chlamydien auf absteigendem Ast

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Der Krankheitserreger Chlamydia trachomatis kann auch Entzündungen in den Augen hervorrufen.

(Foto: picture-alliance / OKAPIA KG, Germany)

In Norwegen hat die Pandemie und das durch sie notwendig gewordene soziale Abstandhalten auch positive medizinische Auswirkungen - und zwar unter der Gürtellinie. Eine entsprechende Statistik legte am Donnerstag das Nationale Gesundheitsinstitut (FHI) in Oslo vor. Demnach sanken im Jahr 2020 die Tripper-Fälle um 39 Prozent, Chlamydien-Infektionen um 11 Prozent und HIV-Infektionen um 20 Prozent.

"Der Rückgang der sexuell übertragbaren Krankheiten ist offensichtlich in den Anti-Corona-Maßnahmen begründet", erklärte FHI-Vertreter Oivind Nilsen. Er nannte dabei vor allem die Reisebeschränkungen, die soziale Distanz und die Schließung von Bars, Clubs und Diskotheken. Nichtsdestotrotz plädierte Nilsen für die Nutzung von Kondomen: "Kondome sind wie Anti-Corona-Masken: Sie bilden eine Barriere gegen Infektiöses."

12:57 Uhr

Elke Heidenreich kann Gendern "auf den Tod nicht leiden"

Gendern ist eines der Themen, die immer wieder besonders meinungsstark diskutiert werden. Die Schriftstellerin und Literaturkritikerin Elke Heidenreich hat dies nun getan und ihre vehemente Ablehnung gegen diese Sprachpraxis geäußert. "Ich kann es auf den Tod nicht leiden, die Sprache so zu verhunzen", sagte die 78-Jährige in einem Podcast des "Kölner Stadt-Anzeiger". Sie empfinde Gendersternchen und Co. als grauenhaft.

"Wenn ich Künstler sage, meine ich alle Menschen, die Künstler sind, auch die Frauen. Dieses feministische Betonen in der Sprache geht mir gegen den Strich", so Heidenreich weiter. "Ich bin vehement dagegen und lade gern den Zorn der ganzen Nation dafür auf mich - ist mir vollkommen egal."

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12:00 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:39 Uhr

Artikel-7-Abstimmung: Ungarns Klage abgewiesen

Viktor Orbans Regierung hat auf dem internationalen Rechtsparkett einen empfindlichen Rückschlag erlitten: Der Europäische Gerichtshof hat eine Klage Ungarns gegen eine Entschließung des EU-Parlaments zur Rechtsstaatlichkeit in dem Mitgliedstaat abgewiesen. Was war geschehen?

  • Das EU-Parlament hatte im September 2018 für ein Rechtsstaatsverfahren nach Artikel 7 gestimmt und vom Rat eine Feststellung gefordert, ob Ungarn Gefahr laufe, die Grundwerte der EU zu verletzen.
  • Gegen den Parlamentsentscheid zog Ungarn vor den EuGH und argumentierte mit einem angeblich unkorrekten Abstimmungsmechanismus. Das Gericht folgte dem in seinem Urteil nicht.
11:11 Uhr

Amerikanische Geburtstage: Jill Biden wird 70, Raúl Castro 90

Auf dem amerikanischen Kontinent feiern zwei Persönlichkeiten, die vielen womöglich in erster Linie als Familienmitglieder noch exponierterer Persönlichkeiten bekannt sind, heute runde Geburtstage.

Jill Biden, Lehrerin und "First Lady" der USA, wurde am 3. Juni 1951 in Hammonton im Bundesstaat New Jersey geboren. Seit 1977 ist sie mit Joe Biden verheiratet, dem derzeitigen US-Präsidenten. Mit ihrer beruflichen Erfahrung macht sie sich im Weißen Haus auch für Bildungsinitiativen stark.

Raúl Castro, kubanischer Politiker und ehemaliger Vorsitzender des Staatsrates, wird 90. Er wurde 1931 als Sohn eines Großgrundbesitzers geboren. Lange Zeit stand er im Schatten seines vor fünf Jahren verstorbenen Bruders Fidel Castro.

10:34 Uhr

Journalisten nach Kolonialzeit-Gesetz verurteilt

Schlag gegen die Pressefreiheit mit antiquiertem Gesetz: Ein Gericht der neuen Junta in Myanmar hat zwei Journalisten zu je zwei Jahren Haft verurteilt. Die beiden Reporter wurden in der südlichen Stadt Myeik nach einem Strafgesetz aus der Kolonialzeit der Aufwiegelung für schuldig befunden. Aung Kyaw, der für den Sender "Democratic Voice of Burma" (DVB) arbeitet, und Zaw Zaw, ein Freelance-Reporter des Online-Portals "Mizzima News", hätten über die Proteste gegen den Militärputsch berichtet, bis sie vor einigen Wochen festgenommen worden seien, teilten ihre Arbeitgeber und Menschenrechtsorganisationen mit.

Am 12. Mai war erstmals ein Journalist unter dem Artikel 505a verurteilt worden, den das Militär derzeit benutzt, um Kritiker zum Schweigen zu bringen. Min Nyo, der ebenfalls für "Democratic Voice of Burma" arbeitet, war zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden.

10:23 Uhr

Müll fliegt aus den Fenstern, Ratten kommen

In der Kanalisation Kölns leben Millionen Ratten. Dass sie sich in Scharen an der Oberfläche tummeln, ist jedoch eher selten. In der Hochhaussiedlung Kölnberg im Brennpunkt-Stadtteil Meschenich aber fliegt bergeweise Müll einfach aus den Fenstern. Das löst eine regelrechte Plage aus.

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10:06 Uhr
Breaking News

EuGH verurteilt Deutschland wegen Stickoxid-Werten

Der Europäische Gerichtshof hat Deutschland verurteilt, weil jahrelang in vielen Städten die Grenzwerte für den Luftschadstoff Stickoxid erheblich überschritten wurden. Die Bundesrepublik habe damit EU-Recht gebrochen, entschieden die höchsten EU-Richter am Donnerstag in Luxemburg. Die Klage hatte die EU-Kommission eingereicht.

09:51 Uhr

18-Jähriger von Lkw erfasst und getötet

Tragischer Unfall in Bayern: Ein Lkw hat auf der Autobahn 96 in Bayern einen nach einer Panne auf dem Seitenstreifen stehenden 18-Jährigen erfasst und tödlich verletzt. Der Unfall ereignete sich vor der Ausfahrt Bad Wörishofen, der junge Mann starb noch vor Ort, wie die Polizei mitteilte.

Der 18-Jährige und sein 21 Jahre alter Beifahrer seien wegen der Panne auf den Seitenstreifen gefahren, hätten ein Warndreieck aufgestellt und außerhalb des Autos gewartet. Aus zunächst ungeklärten Gründen kam der Lastwagen vom rechten Fahrstreifen ab, krachte in das Heck des abgestellten Autos erfasste danach den jungen Mann. Der Beifahrer und der Lkw-Fahrer blieben unverletzt.

09:12 Uhr

Scholz sieht stabile Staatsfinanzen in zehn Jahren

Bundesfinanzminister Olaf Scholz will mit Wachstum nach der Corona-Krise ähnlich wie nach der Finanzkrise von 2009 eine Stabilisierung der Staatsfinanzen innerhalb von zehn Jahren erreichen.

  • "Wenn die Krise etwa 2022 zu Ende ist ökonomisch, dann werden wir auch in zehn Jahren wieder eine Stabilisierung bekommen", erklärte der SPD-Politiker im ZDF-Morgenmagazin.
  • Scholz verteidigte die Maßnahmen des vor einem Jahr aufgelegten Konjunkturpaketes. Deutschland sei durch die umfangreichen Hilfen "viel besser durch die Krise gekommen, als alle vorhergesagt haben".
  • "Am Ende der Krise werden wir etwa 400 Milliarden zusätzliche Kredite aufgenommen haben", sagte er. Die Budgetplanung sieht nach 130 Milliarden im vergangenen Jahr 240 Milliarden Neuschulden in diesem und 81 Milliarden im kommenden Jahr vor.
08:55 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:19 Uhr

Giffeys Ehemann zahlte Geldauflage

Nachdem Ex-Familienministerin Franziska Giffey durch ihren Rücktritt Schadensbegrenzung in der Plagiatsaffäre um ihre Doktorarbeit betrieben hat, hat nun ihr Ehemann Karsten Giffey laut einem Bericht des "Business Insider" Schadensbegrenzung in einer anderen Sache betrieben: Demnach stellte die Berliner Staatsanwaltschaft ein Betrugsverfahren gegen ihn gegen eine Geldauflage von 10.000 Euro ein.

Es ging um wiederholten Betrug bei Dienstzeit, Nebentätigkeiten und Reisekosten während Karsten Giffeys Tätigkeit als Berliner Amtsveterinär. 2016 hielt er während seiner Arbeitszeit unerlaubt Vorträge und Seminare - und das 54 Mal. Mehr als 150 Stunden soll er dadurch unentschuldigt gefehlt haben. Giffey - also Karsten - schummelte laut "Business Insider" bewusst bei seinen Arbeitszeitbögen, um seine unerlaubten Vortragstätigkeiten zu verheimlichen und doppelt abzukassieren.

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07:49 Uhr

13-Jährige bei Badeunfall in Köln verunglückt

Update 14:59 Uhr: Die 13-Jährige ist in einem Krankenhaus gestorben. Das teilte die Polizei am Nachmittag mit.

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Der Rather See gehört zu einem Kieswerk. Baden ist dort laut Polizei nicht erlaubt.

(Foto: picture alliance / dpa)

Update 11:50 Uhr: Das leblos aus dem Rather See in Köln geborgene Mädchen ist in einem Kölner Krankenhaus in Behandlung. Der Kölner Stadtanzeiger, welcher noch am Morgen den Tod der 13-Jährigen vermeldet hatte, hat seine Berichterstattung mittlerweile korrigiert. Nach den jüngsten Informationen vom Donnerstagvormittag ist die 13-Jährige aber in einem kritischen Zustand und wird intensivmedizinisch behandelt. Was war geschehen?

  • Das Mädchen sei mit einer Freundin am Mittwochabend in dem See geschwommen und plötzlich verschwunden, teilte die Feuerwehr mit. Rettungskräfte suchten aus der Luft, vom Land, auf und unter Wasser nach der Vermissten.
  • Ungefähr 45 Minuten nach dem Notruf fanden Taucher das Mädchen in etwa zweieinhalb Meter Tiefe und brachten es an das Ufer. Der Rettungsdienst habe umgehend mit Reanimationsmaßnahmen begonnen, die im Rettungshubschrauber fortgesetzt wurden, hieß es.
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07:34 Uhr

US-Armee räumt unbeabsichtigte Tötungen ein

Man nennt die Opfer "Casualties of War": Die US-Armee hat im Jahr 2020 nach eigenen Angaben 23 Zivilisten in ausländischen Kriegsgebieten unbeabsichtigt getötet - Nichtregierungsorganisationen sprechen allerdings von viel höheren Zahlen. Einem Bericht des US-Verteidigungsministeriums zufolge übernimmt das Militär die Verantwortung für unabsichtlich getötete Zivilisten im Irak, in Afghanistan, Somalia, Jemen und Nigeria.

Das Verteidigungsministerium muss seit 2018 einen jährlichen Bericht vorlegen. Teile davon bleiben geheim, ein Teil des Dokuments wird jedoch veröffentlicht. Die meisten zivilen Todesopfer gab es demnach im Jahr 2020 in Afghanistan. Dort wurden 20 Zivilisten unabsichtlich getötet, wie aus den öffentlichen Teilen des diesjährigen Berichts hervorgeht.

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07:03 Uhr

Bankenverband erwartet keine Pleitenwelle

Die privaten Banken in Deutschland rechnen nicht mit einer riesigen Pleitewelle als Folge der Corona-Krise. "Das zuletzt niedrige Niveau von Insolvenzen in Deutschland zeichnet ein verzerrtes Bild. Klar ist, dass die Unternehmensinsolvenzen zunehmen werden", sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes deutscher Banken, Christian Ossig, der Deutschen Presse-Agentur. "Wir erwarten allerdings keinen sprunghaften Anstieg, sondern einen Prozess, der sich über mehrere Monate hinziehen wird."

Die Experten des Verbandes rechnen mit 24 000 Firmenpleiten in diesem Jahr - und damit weniger, als zunächst von einigen Beobachtern befürchtet. "Das sind Zahlen, die verkraftbar erscheinen", stellte Ossig fest.

06:47 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

manche von uns können heute länger schlafen. Vor allem in den südlicheren Bundesländern ist Fronleichnam ein Feiertag. Andere träumen vielleicht schon vom Wochenende. Vielleicht eine Limo oder ein Glas Wein unter erleichterten Bedingungen in einer Bar? Ein Blick auf die neuesten RKI-Zahlen ist dabei nicht verkehrt: 4640 Corona-Neuinfektionen wurden registriert, die Inzidenz sinkt unter den Wert von 35, Weiteres hierzu finden Sie im Corona-Ticker. Was heute sonst so ansteht:

  • Seit Beginn der Corona-Pandemie treffen sich die G7-Gesundheitsminister das erste Mal wieder persönlich: in Großbritannien. Mit Oxford wurde ein symbolischer Ort gewählt. Forscher der dortigen Universität hatten an der Astrazeneca-Entwicklung mitgewirkt.
  • Der Europäische Gerichtshof urteilt heute über eine Klage gegen Deutschland wegen zu schmutziger Luft in Städten. Die Klage hatte die EU-Kommission eingereicht.
  • Nur vier Monate vor der Parlamentswahl muss sich der tschechische Regierungschef Andrej Babis einem Misstrauensvotum stellen.
  • Die deutsche U21-Fußballnationalmannschaft strebt den dritten Einzug in ein EM-Finale in Serie an. Gegner im Halbfinale ab 21.00 Uhr in Szekesfehervar sind die Niederlande.
  • Außerdem ist der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen in Deutschland. Ein Gespräch mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist geplant und auch eines mit NRW-Ministerpräsident und CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet. Und das, obwohl Fronleichnam sowohl in Österreich als auch in NRW ein Feiertag ist.

Mein Name ist Max Perseke und ich versorge Sie heute mit Nachrichten. Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, erreichen Sie mich per E-Mail an maximilian.perseke[at]nama.de. Ich wünsche Ihnen einen schönen Start in den Donnerstag!

06:20 Uhr

97-jährige macht wohltätige Rollator-Runden

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Zwei Beine und mehrere Rollen: Frau Wübken ist nicht zu stoppen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Das Aufstehen am Morgen fällt schwer? Zweifelsohne geht das den meisten von uns so. Motivierend könnte die Geschichte dieser 97-Jährigen aus dem münsterländischen Nottuln sein: Mit Rollator-Runden sammelt sie Spenden für Schulkinder aus armen Ländern, bisher täglich etwa 3,7 Kilometer. "Ich freue mich sehr darüber, dass so viel für einen guten Zweck zusammenkommt", sagt Marietheres Wübken dazu.

Mit ihrem Rollator-Lauf beteiligt sich Wübken an einer Spenden-Challenge der Hilfsorganisation "Mary's Meals", deren Ziel es ist, Schulkindern in armen Ländern eine Mahlzeit und so die Möglichkeit auf Bildung zu finanzieren. Vormittags und nachmittags dreht Wübken jeweils eine genau abgemessene Runde durch den Ort. "Das ist jetzt ein Pflichtpensum für mich", sagt die Seniorin.

05:56 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht

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