Donnerstag, 07. Juli 2022Der Tag

Heute mit Michael Bauer und Johanna Ohlau
22:30 Uhr

Das war Donnerstag, der 7. Juli 2022

Liebe Leserinnen und Leser,

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Ob es noch ein drittes Treffen zwischen Johnson und Selenskyj als offizielle Vertreter ihres Landes geben wird?

(Foto: picture alliance/dpa/Ukrainian Presidential Press Office/AP)

zwei große Themen (bis auf so eine Hochzeit auf Sylt, auf die ich hier nicht weiter eingehen will, Glückwunsch!) beherrschten heute vor allem die Schlagzeilen: Zum einen natürlich der Krieg gegen die Ukraine. Zum anderen - auch keine Überraschung - der britische Premier Boris Johnson. Kommen wir zu Letzterem, zu dem ich diese Empfehlungen hätte:

Boris Johnson tritt zurück: Der letzte Akt des Teflon-Premiers

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Zum Krieg gegen die Ukraine:

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Fünf Szenarien: Was plant Putin für die Ukraine?

Enteignung und Parallelimporte: Wieso Russland wieder iPhones hat

Rätselhafte Todesserie: Gazprom-Umfeld stirbt "wie die Fliegen"

Damit verabschiede ich mich und wünsche Ihnen noch einen schönen Abend!

Ihre Johanna Ohlau

22:17 Uhr

Urlauberin infiziert sich in Ostsee mit Vibrionen

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Wo genau die Frau sich infiziert hat, bleibt vorerst unklar.

(Foto: dpa)

Schüttelfrost, Durchfall, Fieber und Hautausschlag - eine Vibrionen-Infektion ist alles andere als angenehm. Deshalb fühle ich sehr mit einer 81 Jahre alten Urlauberin aus Nordrhein-Westfalen, die sich an der Ostseeküste in Mecklenburg-Vorpommern damit infiziert hat. Das bestätigt eine Sprecherin des Landesamts für Gesundheit und Soziales (Lagus) dem "Zeitungsverlag Schwerin". Stillschweigen bewahrt das Lagus allerdings darüber, an welchem Küstenabschnitt sich die Seniorin die Infektion zugezogen hat - wahrscheinlich zur Freude der lokalen Tourismusbranche. Zurück zur Frau: Sie sei in ein Krankenhaus gebracht worden. Sie habe Vorerkrankungen, heißt es weiter in der Mitteilung.

Was Vibrionen sind? Ein Bakterium, das natürlicherweise in Meer- und Brackwasser vorkommt - und das sich bei Temperaturen ab circa 20 Grad rasch vermehrt. Laut Lagus sind jedoch nur sehr wenige Badegäste gefährdet; besonders ältere Menschen mit einer offenen Wunde sowie Personen, die eine schwache Immunabwehr haben oder wegen von Vorerkrankungen in ihrer Immunabwehr geschwächt sind.

22:03 Uhr

Rapinoe und Biles mit "Presidential Medal Of Freedom" geehrt

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Biden verleiht die "Presidential Medal Of Freedom" an Rapinoe.

(Foto: AP)

Besondere Ehrung für Fußball-Weltmeisterin Megan Rapinoe und Ausnahme-Turnerin Simone Biles: US-Präsident Joe Biden hat die beiden Sportlerinnen mit der höchsten zivilen Auszeichnung der USA geehrt. Biden bezeichnete Biles bei der Verleihung im Weißen Haus in Washington als "Vorreiterin und Vorbild". Rekord-Weltmeisterin Biles nahm an den Olympischen Spielen in Tokio teil, machte dort mentale Probleme öffentlich und verzichtete deswegen auf mehrere Starts. Die 25-Jährige gehörte zudem zu Hunderten Turnerinnen und deren Eltern, die wegen sexuellen Missbrauchs gegen den früheren amerikanischen Teamarzt Larry Nassar geklagt hatten. Rapinoe wurde von Biden bei der Verleihung als "eine Verfechterin der grundlegenden amerikanischen Wahrheit, dass jeder Mensch ein Recht darauf hat, mit Würde und Respekt behandelt zu werden". Die 37-Jährige hatte zuletzt erfolgreich den Kampf um die Gleichstellung von US-Fußballerinnen angeführt.

21:33 Uhr

Siebter US-Bundesstaat: Mississippi verbietet Abtreibungen

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"Abtreibung ist Gesundheitsversorgung" und ähnliche Parolen standen auf Plakaten protestierender Frauen.

(Foto: AP)

Auch im US-Bundesstaat Mississippi werden die Frauenrechte nach der Entscheidung des Supreme Courts massiv eingeschränkt. Schwangerschaftsabbrüche sind nun auch dort - und damit in sieben Bundesstaaten - verboten. Um dagegen zu protestieren oder um - aus meiner Sicht unfassbar zynisch und ekelhaft - den "historischen Tag" zu feiern, versammelten sich Unterstützer und Gegner von Abtreibungen vor der berühmten "Rosa Haus"-Frauenklinik in Jackson. Diese stand im Zentrum des Rechtsstreits, der letztlich zur Aufhebung des landesweiten Grundrechts auf Schwangerschaftsabbrüche führte.

20:59 Uhr

Messerangriff auf Gotland: Behörden gehen von gezieltem Attentat aus

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Für die Frau kam jede Hilfe zu spät.

(Foto: VIA REUTERS)

Gestern sticht ein Mann auf der schwedischen Ostsee-Insel Gotland auf eine Frau ein. Sie stirbt an den schweren Verletzungen. Die Polizei geht bei dem Messerangriff von einem gezielten Attentat aus. Die 64-jährige Ing-Marie Wieselgren sei vermutlich wegen ihrer Arbeit als Psychiaterin und ihres "öffentlichen Profils" angegriffen worden, sagte die Staatsanwältin Petra Gotell. Der mutmaßliche Täter, ein 32 Jahre alter Mann, leide offenbar unter psychischen Problemen und habe die Tat unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln begangen. Er habe die Tat gestanden. Wieselgren war in Schweden sehr bekannt und beim schwedischen Städte- und Gemeindebund als Psychiatrie-Expertin tätig. Auf der Insel fand ein Treffen führender Vertreter aus Politik und Wirtschaft statt.

Schwedische Medien hatten nach dem Angriff über Verbindungen zwischen dem Verdächtigen und der Neonazi-Gruppe NMR berichtet. Gotell sagte aber, es gebe bisher keine Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen der Tat und dem politischen Hintergrund des Verdächtigen. Seine Aussage deute vielmehr darauf hin, dass die "psychiatrische Versorgung" sein Tatmotiv sei.

20:38 Uhr

"Der Pate"-Star James Caan mit 82 Jahren gestorben

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James Caan bei einer Veranstaltung im Jahr 2016.

(Foto: dpa)

Durch Filme wie "Der Pate" und "Misery" wurde James Caan weltbekannt. Gestern Abend ist im Alter von 82 Jahren gestorben, wie seine Familie auf Twitter mitteilt. Caans Sprecher bestätigt der Deutschen Presse-Agentur den Tod des Schauspielers. Die Todesursache ist noch nicht bekannt.

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20:05 Uhr

Inhaftierter "Querdenker" Ballweg erhält rund 400 Briefe


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Wegen Fluchtgefahr in U-Haft: Michael Ballweg.

(Foto: dpa)

"Querdenkerinnen" und "Querdenker" sind nicht nur demonstrationsfreudig und resistent gegen jede Form von Fakten, sie sind offenbar auch alten Kommunikationswegen nicht abgeneigt: Rund 400 Briefe sind für den Gründer der "Querdenken"-Bewegung, Michael Ballweg, seit Beginn seiner Untersuchungshaft laut einem Anwalt im Gefängnis eingetroffen. Ballweg bedanke sich für die Solidarität, die darin bekundet werde, sagte Rechtsanwalt Alexander Christ in Stuttgart. Er ist Teil eines Anwaltsteams und hat die Medienarbeit übernommen.

Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft Stuttgart gegen Ballweg sind alles andere als Kavaliersdelikte: Betrug und Geldwäsche. Seit gut einer Woche sitzt er in Untersuchungshaft. Seine Anwälte hätten bisher keine Akteneinsicht erhalten oder mit ihm persönlich sprechen können. "Ich halte das für ungewöhnlich", sagte Christ dazu. Ein persönliches Gespräch soll es nach seinen Angaben am Freitag in der Justizvollzugsanstalt Stuttgart-Stammheim geben. Bis dato habe der 47-Jährige seinen Verteidiger nur anrufen können. Wie ich eingangs bereits schrieb, sind Ballwegs Unterstützer demonstrationsfreudige Menschen. Planungen für eine Demo am kommenden Samstag vor dem Gefängnis laufen bereits. Die Stadt erwartet eine niedrige dreistellige Teilnehmerzahl.

19:20 Uhr

Österreich beschließt mehrere Verbote in der Nutztierhaltung

Schweine stehen in einem Schweinestall.

Für die Schweine wird es in Österreich erst in mehr als 15 Jahren besser.

(Foto: Marijan Murat/dpa)

Unterschriftensammlungen bringen nichts? In Österreich hat eine Volksinitiative mehrere Verbote für umstrittene Tier-Haltebedingungen bewirkt - zumindest langfristig. Das Parlament hat heute Ablaufdaten für sogenannte Vollspaltenböden in Schweineställen ab 2040 und für die sogenannte Anbindehaltung von Rindern ab 2030 beschlossen. Die schlechte Nachricht: Das sind ganz schön lange Übergangsfristen. Diese will die Regierung den Landwirtinnen und Landwirten jedoch einräumen, damit sie Zeit für Umbauten haben, statt sie kurzfristig zu Großinvestitionen zu zwingen. Das erklärten Abgeordnete der gemeinsam regierenden ÖVP und der Grünen. 

Kurzer Blick in die Niederlande: Da sorgen Proteste von Bauern, die ihre Existenz am Abgrund sehen, gerade für unschöne Szenen mit der Polizei, leere Supermarktregale und Stillstand in Häfen und an anderen Verkehrspunkten. Der Grund: Die niederländische Regierung hat strikte Umweltauflagen zu Stickstoff-Emissionen verhängt, die das Aus für 30 Prozent der Viehhalter bedeuten. Zurück nach Österreich: Hier tastet man sich an Veränderungen also etwas vorsichtiger heran, was für die Landwirtinnen und Landwirte gut ist, aber für die Tiere schlecht. Schneller passiert etwas beim Massentöten von männlichen Küken: Diese Gesetzesänderung tritt sofort in Kraft. Der Deutsche Bundestag hatte eine entsprechende Regelung im Mai verabschiedet.

18:50 Uhr

RKI: Millionen Menschen müssen Corona-Impfung auffrischen

Im Sommer mag man gar nicht an den Herbst und die Erkältungszeit denken, aber die Mitarbeitenden des Robert-Koch-Instituts (RKI) werfen den Blick auf die kalte Jahreszeit und wahrscheinlich steigende Coronazahlen. Das RKI ist besorgt wegen des Impfschutzes von Millionen Menschen in Deutschland - auch wegen der Omikron-Variante. "Neben dem Beginn der Impfung bei Ungeimpften besteht auch bei den bisher lediglich Grundimmunisierten der Bedarf, Impflücken zu schließen", geht aus einem neuen Monatsbericht zu Covid-19-Impfungen eines RKI-Teams hervor. "So müssten noch circa 1,3 Millionen Personen im Alter ab 60 Jahren und circa 7,9 Millionen Personen im Alter von 18 bis 59 Jahren ihren Impfschutz mit mindestens einer Impfung auffrischen." Noch gar keine Impfung erhalten hätten rund 7,3 Millionen Erwachsene unter 60 Jahre und 1,9 Millionen ab 60. Nach der Auffrischungsimpfung bestehe guter Schutz vor schweren Covid-Verläufen.

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18:21 Uhr

Mann stiehlt während Verfolgungsjagd vier Autos

Vier Autos stiehlt ein Mann im US-Bundesstaat North Carolina binnen zwei Stunden - auf der Flucht vor der Polizei. Kameras halten die sonderbare Verfolgungsjagd fest, während der es auch zu zwei Unfällen kommt, ehe die Irrfahrt endet. Es sind Szenen, die aus einem Thriller stammen könnten.

17:53 Uhr

Ein Jahr Haft wegen Hassrede gegen in Kusel getötete Polizisten

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Der Mann ist einschlägig vorbestraft.

(Foto: dpa)

Er hatte die im pfälzischen Kusel getöteten Polizisten als "Bastarde" bezeichnet und ihren Münchner Kollegen das gleiche Schicksal gewünscht: Dafür muss ein 35 Jahre alter Mann nun ins Gefängnis: Das Amtsgericht München verurteilte den einschlägig vorbestraften Mann für seine verbalen Entgleisungen. Der 35-Jährige entschuldigte sich vor Gericht dafür und schob sein Verhalten auf seinen problematischen Alkoholkonsum. Nach Angaben seines Verteidigers hatte er zur Tatzeit Anfang Februar 2,5 Promille im Blut. Verurteilt wurde er unter anderem wegen Belohnung und Billigung von Straftaten und dem Verunglimpfen des Andenkens Verstorbener. Diese Äußerungen tat der Verurteilte übrigens nicht im Internet kund, sondern sagte sie Polizisten ins Gesicht, die zu seiner Wohnung gefahren waren, weil er dort betrunken randaliert hatte.

17:31 Uhr
Breaking News

Ferda Ataman zur Antidiskriminierungsbeauftragten gewählt

Die Publizistin Ferda Ataman ist zur neuen Antidiskriminierungsbeauftragten der Bundesregierung gewählt worden. Sie erhielt im Bundestag 376 von 668 gültigen Stimmen. Es gab 278 Gegenstimmen und 14 Enthaltungen. Damit wurde das notwendige Quorum von 369 Ja-Stimmen knapp erreicht.

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16:55 Uhr

Taxi-Betrügereien enden für "Staatsminister" auf der Wache

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Gebeutelt von der Pandemie, gestiegene Spritpreise - Taxifahrer haben es gerade eh nicht leicht.

(Foto: picture alliance / Panama Pictures)

Den "neuen Minister der Staatspolizei" fährt man nicht alle Tage, oder? Ein erstes Indiz auf einen Betrüger: Polizei ist Ländersache, insofern gibt es keine "Staatspolizei" in Deutschland. Was einen Taxifahrer im niedersächsischen Uelzen skeptisch gemacht hat, ist unbekannt, aber er traute dem angeblichen "hohen Tier" bei der Polizei nicht über den Weg. Deshalb chauffierte er den 64-Jährigen nicht zum gewünschten Ziel nach Hamburg, sondern direkt zur echten Polizeiwache. Das berichten die Polizeibeamten aus Lüneburg. Der verwirrt wirkende Mann gab auch auf der Wache quasi "Anweisungen": Er brauche nicht nur das Taxi, sondern alle Fahrzeuge und Beamten für eine Razzia in Berlin. Später stellt sich heraus: Es ist nicht die erste "Spezialoperation", die der 64-Jährige mithilfe von Taxifahrern durchgeführt hat: Erst vor wenigen Tagen hatte er einen anderen Taxifahrer um fast tausend Euro geprellt. Ihm hatte der Mann in Bückeburg aufgetischt, dass er ein "Geheimagent" sei. Der ahnungslose Taxifahrer fuhr ihn daraufhin bis nach Bremen und wieder zurück - für nichts. Denn die Fahrt konnte er natürlich nicht bezahlen. Und das bei diesen Spritpreisen!

16:21 Uhr
Breaking News

Tatjana Maria kämpft vergeblich ums Wimbledon-Finale

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Aus der Traum vom Wimbledon-Finale.

(Foto: AP)

Der sensationelle Lauf von Tatjana Maria in Wimbledon ist vorbei. Die 34-Jährige verlor das Halbfinale gegen die Weltranglisten-Zweite Ons Jabeur aus Tunesien mit 2:6, 6:3, 1:6 und verpasste damit ihren ersten Finaleinzug bei einem Grand-Slam-Turnier. Maria zeigte erneut einen starken Kampf, musste sich aber ihrer guten Freundin verdient geschlagen geben.

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16:10 Uhr

Behörde warnt vor "Schlankmacher"-Kapseln

Als Schlankmacher werden die "Zotreem Power Plus"-Kapseln im Internet beworben. Doch so unbedenklich ist die Einnahme nicht laut Landesuntersuchungsamt (LUA) Rheinland-Pfalz. In dem Produkt ist der verbotene Arzneiwirkstoff Sibutramin nachgewiesen worden. Das Produkt ist somit ein nicht zugelassenes Medikament und darf in Deutschland nicht verkauft werden, wie das Landesuntersuchungsamt (LUA) Rheinland-Pfalz in Koblenz mitteilt. Sibutramin sei früher als letztes Mittel gegen Adipositas unter ärztlicher Aufsicht verabreicht worden. Wegen gravierender Nebenwirkungen habe der appetithemmende Wirkstoff allerdings keine Zulassung mehr. "Sibutramin kann den Blutdruck stark erhöhen und Herzerkrankungen hervorrufen", heißt es in der Mitteilung weiter. Auch Todesfälle im Zusammenhang mit dem Arzneiwirkstoff seien bekannt.

15:49 Uhr

Frau durch Stichflamme an Buffet schwer verletzt

Ein schwerer Unfall am Buffet - das klingt erstmal seltsam. Doch wenn ich Ihnen sage, dass Spiritus involviert war, haben Sie sicherlich keine Fragen, wie es zu Brandverletzungen zweiten und dritten Grades kommen konnte in einer Gastwirtschaft in Bayern: In dem Lokal in Lindau ist eine Frau gestern Abend durch eine Stichflamme am Buffet schwer verletzt worden. Die 58-Jährige war dort mit ihrem Mann zu Gast. Die Verletzungen waren so schwer, dass sie mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht werden musste, wie die Polizei in Kempten heute mitteilt. Auch ihr 63-jähriger Ehemann zog sich Brandverletzungen an den Armen zu, als er seiner Frau helfen wollte. Das Unglück passierte, als ein Angestellter Brennstoff an einer beheizten Warmhalteplatte auffüllen wollte. Da es keine sonst übliche Brennpaste mehr gab, verwendete der Mann flüssigen Spiritus - wohl auf Anweisung der Wirtin. Die Kriminalpolizei ermittelt gegen den Angestellten und die Besitzerin des Gasthauses.

15:01 Uhr

Verband: Flughäfen brauchen nur halb so viele Aushilfen aus der Türkei

Das Chaos an deutschen Flughäfen ist seit Tagen immer wieder in den Schlagzeilen. Drei Bundesministerien haben sich dahinter geklemmt, um wieder Ruhe in die Abläufe zu bringen. Nun stellt sich heraus: Der Bedarf bei deutschen Flughäfen an Aushilfsarbeitern aus dem Ausland ist offenbar weit geringer als gedacht. Die Bodenverkehrsdienstleister hätten weniger als 1000 Kräfte angefordert, sagte der Chef des Arbeitgeberverbandes ABL, Thomas Richter. In den aufwendigen politischen Gesprächen war stets von einem Bedarf von rund 2000 Menschen die Rede gewesen, die möglichst schnell zu deutschen Tarifbedingungen vor allem in der Türkei angeworben werden sollten.

14:38 Uhr

EU-Parlament: Abtreibung soll Grundrecht werden

Nachdem das höchste Gericht der USA das Recht auf Abtreibung gekippt hat, will das EU-Parlament das Recht auf Schwangerschaftsabbrüche besser schützen und deshalb in die Charta der Grundrechte der Europäischen Union aufnehmen. Die Abgeordneten nahmen heute in Straßburg eine entsprechende Resolution an, in der sie sich auch mit den Mädchen und Frauen in den USA solidarisierten. Das Europaparlament verurteile nachdrücklich den Rückschritt bei Frauenrechten, heißt es in der Erklärung. Ende Juni hatte der US-amerikanische Supreme Courts das bis dahin verhältnismäßig liberale Abtreibungsrecht des Landes gekippt. Viele Abgeordnete der Konservativen und Christdemokraten - darunter EVP-Fraktionschef Manfred Weber von der CSU - stimmten gegen die Resolution.

In einigen EU-Mitgliedstaaten gibt es strikte Regelungen oder sogar Verbote: So sind Abtreibungen in Malta verboten. Polen hatte sein strenges Abtreibungsgesetz im Herbst 2020 weiter verschärft. Seitdem sind Abtreibungen nur nach Vergewaltigungen erlaubt oder wenn das Leben oder die Gesundheit der Mutter in Gefahr sind.

14:15 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

mein lieber Kollege Michael Bauer hat jetzt Feierabend, aber "Der Tag" ist natürlich noch nicht vorbei. Ich übernehme bis zum späten Abend und halte Sie hier mit spannenden Nachrichten und Unterhaltsamem aus aller Welt auf dem Laufenden. Über die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg informieren wir hier im Ukraine-Ticker.

Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an dertag[at]n-tv.de.

Ihre Johanna Ohlau

13:56 Uhr

Gesundheitskioske sollen Ärztemangel ausgleichen

In Regionen oder Stadtteilen ohne Arzt sollen die Bürgerinnen und Bürger künftig zu sogenannten Gesundheitskiosken gehen können. In vielen Stadtteilen und Landkreisen in Deutschland gebe es keine ausreichende medizinische Versorgung mehr, hieß es aus Regierungskreisen in Berlin. "Dem sollen flächendeckend deutschlandweit sogenannte Gesundheitskioske entgegenwirken", hieß es in den Kreisen weiter.

Die geplanten Einrichtungen sollen den Vorstellungen zufolge zum Beispiel helfen, dass die Versicherten an Arzttermine oder eine Physiotherapie kommen. Zudem soll man sich dort Befunde erklären lassen können, wie es hieß. Angebunden an die neuen Gesundheitskioske werden sollen auch Sozialdienste. Mit den bereits bestehenden Pflegestützpunkten sollen die neu zu schaffenden Einrichtungen zusammenarbeiten. Geplant ist ferner, dass dort Gesundheitsvorsorge und Ernährungsberatung angeboten werden, wie es in den Regierungskreisen weiter hieß.

13:35 Uhr

Warum Quentin Tarantino ein Fan von "Peppa Wutz" ist

US-Regisseur Quentin Tarantino sieht sich mit seinem zweijährigen Sohn Leo gern die britische Kinderserie "Peppa Wutz" an. "Ich sage es einfach - 'Peppa Wutz' ist der großartigste britische Import dieses Jahrzehnts", sagte Tarantino dem britischen Magazin "Empire".

Sein Sohn sei "ziemlich jung", erklärte Tarantino. Daher habe Leo bislang nur einen Film gesehen - die Animationskomödie "Ich - Einfach unverbesserlich 2". "Er schien sich für den Vorspann zu interessieren", sagte Tarantino weiter. Also habe er die ersten 20 Minuten des Films für seinen Sohn laufen lassen - bis es Zeit war, in den Park zu gehen. Am nächsten Tag hätten sie sich dann weitere 15 Minuten angeschaut und so habe Leo im Laufe einer Woche häppchenweise den ersten Film seines Lebens gesehen.

13:10 Uhr

Kater "Larry" macht Druck auf Johnson: "Entweder er oder ich"

Die Ratten verlassen bekanntlich das sinkende Schiff - in London sind es aber wohl eher die Katzen. Seit 2011 lebt dort der berühmte Kater Larry in Downing Street Number 10, der Amtswohnung des britischen Premierministers. Auch an ihm - genauer gesagt am satirischen Twitteraccount "@Number10cat", der in seinem Namen geführt wird - geht die aktuelle Regierungskrise nicht spurlos vorbei.

"Ich kann nicht mehr mit gutem Gewissen mit diesem Premierminister zusammenleben. Entweder er geht, oder ich", twitterte der Account. "@Number10cat" erfreut sich in Großbritannien großer Beliebtheit. Das Erfolgsrezept: politische Kommentare mit süßen Katzenfotos und tierischen Anspielungen.

Der Beitrag, der bereits am Dienstag veröffentlicht wurde, bekam am Donnerstag neue Aktualität, als es erste Berichte über den erwarteten Rücktritt von Boris Johnson als Premierminister gab. Bis zum Donnerstagmittag sammelte der Post über 230.000 Likes. Übrigens: Auch Winston Churchill hatte in den 1940er Jahren schon einen sogenannten Chief Mouser - Nelson.

12:44 Uhr

RKI registriert 135.402 Corona-Neuinfektionen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstag mit 690,6 angegeben. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 678,8 gelegen (Vorwoche: 668,6; Vormonat: 199,9).

  • Allerdings liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem, weil bei Weitem nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen.
  • Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zur Verzerrung einzelner Tageswerte führen. Der Vormonatstag (7. Juni) war der Dienstag nach Pfingsten mit vergleichsweise wenigen angegebenen Fällen.
  • Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 135.402 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 132.671) und 108 Todesfälle (Vorwoche: 83) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen und Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich.
12:13 Uhr

Elbe bei Hamburg wird für Fische zur lebensbedrohlichen Zone

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Ein toter Zander treibt in der Elbe.

(Foto: dpa)

Die Elbe bei Hamburg ist für Fische seit Wochen eine lebensbedrohliche Zone: Obwohl die Sauerstoffwerte in der Elbe rund um Hamburg in den vergangenen Tagen wieder leicht gestiegen sind, sind die Daten noch immer im für Fische kritischen Bereich. Die Sauerstoffsättigung im Hafen lag zuletzt lediglich bei rund 20 Prozent, wie David Kappenberg, Sprecher der Umweltbehörde, sagte.

Und das ist deutlich zu wenig. "Die Zone mit geringen Sauerstoffkonzentrationen innerhalb der Hamburger Tideelbe erstreckt sich aktuell über eine Strecke von etwa 45 Kilometern." Die massiven Folgen des riesigen Sauerstofflochs spüren auch die Elbfischer, die weniger Fische fangen.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:48 Uhr

Fernanda Brandão berichtet von Schwangerschaftsvergiftung

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Fernanda Brandão

(Foto: picture alliance / dpa-Zentralbild)

Fernanda Brandão und ihr Verlobter Roman Weber haben im April 2022 die Geburt ihrer Tochter verkündet. "Es ist ein wunderschönes Geschenk, ich habe mir lange Zeit gewünscht, Mutter zu werden", erklärt die Sängerin und Fitnesstrainerin im Interview mit RTL. Doch die Schwangerschaft und die Geburt von Aurora stellten die junge Familie vor große Herausforderungen.

  • Eigentlich hätte sich das Paar eine Hausgeburt in seiner Holzhütte in der Wildnis Lapplands gewünscht, im neunten Monat traten jedoch Probleme bei Brandão auf. Die Sängerin wurde ins Krankenhaus eingeliefert.
  • "Ich habe beim Anblick der Ärzte gesehen, dass es ernst war", beschreibt die Mutter rückblickend die Situation. Sie habe eine Präeklampsie, auch Schwangerschaftsvergiftung genannt, erlitten, "bei der der Blutdruck ansteigt und sowohl Mutter wie auch Kind in großer Gefahr sind", erklärt die 39-Jährige. Ihre Tochter musste daraufhin per Kaiserschnitt entbunden werden. "Wäre ich ohne Ärzte und zu weit vom Krankenhaus gewesen, wüsste ich nicht, ob ich jetzt hier sitzen würde, oder meine Tochter - das macht einen sehr demütig", sagt die Sängerin.
11:29 Uhr

Söder fordert von Habeck Stresstest für die Gasversorgung

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert vom Bund einen Stresstest für die heimische Gasversorgung. "Es wird befürchtet, dass im Falle einer Gasmangellage möglicherweise der Gasdruck nicht ausreichen könnte, um die in Bayern zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit notwendigen Gaskraftwerke ausreichend zu versorgen", heißt es in einem Brief von Söder an Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck.

"Es ist in diesem Kontext irritierend, dass dieser für Mai 2022 zugesagte Stresstest trotz der sich verschärfenden Lage noch immer nicht vorgelegt wurde." Söder bezieht sich in dem am Dienstag versandten Schreiben auf Berechnungen der Bundesnetzagentur, wonach eine Gasmangellage auch dann eintreten werde, wenn die russischen Gaslieferungen über die Pipeline Nord Stream 1 auf dem aktuell gedrosselten Niveau von 40 Prozent bestehen blieben.

11:08 Uhr

Auto brennt, Türen versperrt - Polizei rettet Fahrer

Ein Batteriebrand auf einem Parkplatz in New Jersey endet beinahe tödlich. Der Fahrer kommt nicht aus seinem Wagen, weil die Türen versperrt sind. Dann eilen Polizisten zu Hilfe. Ihre Bodycams dokumentieren den heldenhaften Einsatz.

10:47 Uhr

Immobilienriese Vonovia drosselt Mietern nachts die Heizung

Angesichts drohender Gasengpässe werden Bundesbürger zum Energiesparen aufgerufen. Der Immobilienriese Vonovia nimmt diese Entscheidung seinen Mietern einfach ab und drosselt in Wohnungen die Gas-Zentralheizung zwischen 23 und 6 Uhr. Heizkörper werden dann nicht wärmer als 17 Grad. "Wir nehmen die Alarmstufe sehr ernst. In den Vorstufen zu einer Gasnotlage leisten wir einen Beitrag zur Erdgas-Einsparung durch optimierten Betrieb unserer Anlagen. Um möglichst viel Gas in unseren Beständen einzusparen, werden wir in unseren Beständen sukzessiv eine Nachtabsenkung der Heizungstemperatur bei den Gas-Zentralheizungen einführen", sagte eine Sprecherin der "Bild"-Zeitung. Die Warmwasserversorgung sei davon nicht betroffen. Vonovia besitzt rund 565.000 Wohnungen, die meisten davon in Deutschland.

10:29 Uhr

Fünf Verletzte bei umstrittener Stierhatz in Pamplona

Bei der ersten Stierhatz des diesjährigen "Sanfermines"-Festes sind in Pamplona im Norden Spaniens mindestens fünf Läufer verletzt worden. Es habe allerdings keine Verletzungen durch Hornstöße gegeben, teilten die Organisatoren der ebenso berühmten wie umstrittenen Veranstaltung mit. Die fünf verletzten jungen Männer seien mit Prellungen und Quetschungen ins Krankenhaus gebracht worden, hieß es.

Täglich werden am frühen Vormittag sechs zum Teil über 600 Kilogramm schwere Kampfbullen und auch mehrere zahme Leitochsen durch die engen Gassen der Altstadt für die Stierkämpfe am Abend bis in die Arena gejagt. Bei den Mutproben der vorwiegend jungen Männer über die 825 Meter lange Strecke werden jedes Jahr Dutzende Läufer verletzt. Seit 1924 gab es 16 Todesopfer, das letzte 2009.

10:06 Uhr

Schock für Johnson: Britische Bildungsministerin wirft nach rund 24 Stunden hin

Die britische Regierung wackelt und damit auch Premier Boris Johnson. Mit Michelle Donelan tritt die Bildungsministerin nach nur einem Tag im Amt zurück. "Mit großem Bedauern muss ich aus der Regierung ausscheiden", schrieb die Abgeordnete auf Twitter.

09:59 Uhr
Breaking News

Neuer Finanzminister ruft Johnson öffentlich zum Rücktritt auf

Der erst am Dienstag ins Amt berufene britische Finanzminister Nadhim Zahawi hat Premierminister Boris Johnson öffentlich zum Rücktritt aufgefordert. "Premierminister, in Ihrem Herzen wissen Sie, was das Richtige ist. Gehen Sie jetzt", schrieb Zahawi in einem auf Twitter veröffentlichten Brief an Johnson.

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09:45 Uhr

NRW-Minister sieht Schuld für Flug-Chaos bei Airlines

Angesichts der teils chaotischen Zustände an den Flughäfen in Nordrhein-Westfalen hat Landesarbeitsminister Karl-Josef Laumann die Arbeitgeber kritisiert. Diese seien aus seiner Sicht "ganz klar" für die Situation verantwortlich, sagte Laumann der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). "Zum einen konnte das Personal über die Pandemie trotz Kurzarbeitergeld und staatlicher Unterstützung nicht gehalten werden. Zum anderen haben sich die Betreiber nicht frühzeitig vorbereitet."

  • Laumann bemängelte zudem, dass viele freie Stellen gar nicht erst gemeldet würden. "Es wundert mich schon sehr, dass die Arbeitgeber bisher nur vereinzelt Stellen in der Jobbörse aufgegeben haben, zum Beispiel in Düsseldorf nur 13 Stellen für Gepäckabfertiger und nur eine Stelle für einen Luftsicherheitsassistenten." Er erwarte, "dass die Arbeitgeber ihre Aktivitäten auf dem Arbeitsmarkt schnellstmöglich hochfahren und sich um zusätzliches Personal bemühen".
  • Mit Blick auf den möglichen Einsatz ausländischer Arbeitskräfte auf den Flughäfen sagte Laumann: "Wenn Arbeitgeber Anträge auf eine Vorrangprüfung stellen, sollen diese deutlich unterhalb der gesetzlichen Frist von zwei Wochen durch die Agenturen für Arbeit entschieden werden."
09:20 Uhr

Bundestag dreht im Sommer an der Kühlung und im Winter an der Heizung

Der Deutsche Bundestag will angesichts der ausbleibenden Gaslieferungen aus Russland mit gutem Beispiel vorangehen. Mit geringerer Klimatisierung im Sommer und weniger Heizen im Winter soll der Energieverbrauch gedrosselt werden. Das sieht ein Konzept mit dem Titel "Einsparung von Energie beim Gebäudebetrieb des Deutschen Bundestages" vor, das dem "Tagesspiegel" vorliegt. Das Konzept wird nun im Ältestenrat beraten.

  • "Generelle Absenkung der Raumtemperatur im Heizbetrieb um 2 Grad von 22 Grad Celsius auf 20 Grad Celsius" wird darin für tausende Büroräume mit Blick auf den Herbst und Winter verfügt. Im jetzt schon sehr heißen Sommer sollen die Räume zudem nicht mehr so stark heruntergekühlt werden.
  • Auch für den Plenarsaal, die Fraktions- und Ausschusssäle soll die Raumtemperatur im Heizbetrieb um 2 Grad auf 20 Grad Celsius sinken, bei der Klimatisierung sollen es nun 2 Grad mehr sein, maximal 24 bis 26 Grad. Die Anpassung der Raumtemperatur werde zentral "durch Änderung der Kennlinien für Heizung und Kühlung (…) vorgenommen".
08:44 Uhr

Weiterer Minister verlässt Johnson-Regierung

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Zum Amtsantritt grölte Johnson noch vor Freude beim Treffen mit Brandon Lewis.

(Foto: imago images / i Images)

Der Druck auf den britischen Premierminister Boris Johnson, sein Amt niederzulegen, wächst weiter. Mit Nordirland-Minister Brandon Lewis trat bereits das vierte Kabinettsmitglied von seinem Posten zurück. Einen weiteren Minister hatte Johnson entlassen.

Zuvor waren bereits Rishi Sunak vom Amt des Finanzministers, Sajid Javid vom Posten des Gesundheitsministers und Simon Hart als Minister für Wales abgetreten. Zudem hatten mehr als 40 konservative Abgeordnete ihre Ämter in der Regierung oder Tory-Fraktion niedergelegt. Chefjustiziarin Suella Braverman legte Johnson am Mittwochabend im Live-Fernsehen den Rücktritt nahe und brachte sich selbst als Nachfolgerin ins Spiel.

08:18 Uhr

"Maximale Fluchtgefahr" - Mallorca-Richter lehnt Freilassung der Kegelbrüder ab

Die Justiz-Saga um auf Mallorca inhaftierte Deutsche geht weiter. Der für den Fall der Reisegruppe eines Kegelvereins zuständige Richter will der "Bild"-Zeitung zufolge die Freilassung gegen Solidarhaftung nicht akzeptieren. Der Richter sehe "maximale Fluchtgefahr" bei den Deutschen. Von den 13 festgenommenen Männern sind mittlerweile noch 8 inhaftiert.

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Die Bar "Why not Mallorca" war kurz nach der Wiedereröffnung durch das Feuer beschädigt worden.

(Foto: picture alliance / Eibner-Pressefoto)

Den Touristen wird vorgeworfen, am 20. Mai einen Brand in der Nähe des Ballermanns ausgelöst zu haben. Sie hätten vom Balkon ihrer Hotelzimmer brennende Kippen und Alkohol auf das Schilfdach der Terrasse einer darunterliegenden Gaststätte geworfen. Das Dach fing Feuer und zwei Gaststätten, eine Wohnung und Teile des Restaurants wurden beschädigt. Zwei Menschen erlitten leichte Verletzungen. Die jungen Leute bestreiten den Vorwurf der Brandstiftung.

Laut "Bild"-Zeitung soll es sich um einen Fehler der Anwälte handeln, die dem Gericht eine Bürgschaft über 500.000 Euro angeboten hätten. Der Richter habe sich dadurch verhöhnt gefühlt. Die 500.000 Euro hätten stattdessen als "Solidarhaftung" für die entstandenen Schäden an der Gaststätte auf ein spanisches Konto überwiesen werden sollen.

07:57 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser!

Wir werden uns heute weiter mit dem Krieg in der Ukraine beschäftigen. Alle wichtigen Infos bekommen Sie in unserem Ticker. Derweil zittert Boris Johnson in Großbritannien um sein Amt. Verbündete nehmen ihren Hut, oder Johnson entlässt sie gleich selbst. Berichten zufolge musste nun sein alter Weggefährte Michael Gove das Feld räumen. Gove galt als eines der größten Schwergewichte im britischen Kabinett.

Diese Themen kommen ebenfalls auf uns zu:

  • Der Bundestag stimmt heute über ein umfangreiches Gesetzespaket für einen schnelleren Ausbau des Ökostroms aus Wind und Sonne in Deutschland ab. Dies spielt eine Schlüsselrolle in der Strategie der Bundesregierung, um Klimaziele zu erreichen.
  • Um angesichts der Drosselung russischer Lieferungen Gas einzusparen, sollen wieder mehr Kohlekraftwerke bei der Stromproduktion zum Einsatz kommen. Der Bundestag will heute über entsprechende Gesetzesänderungen abstimmen.
  • Im Streit um Zuschläge für Nachtarbeit in der deutschen Lebensmittelindustrie urteilt um 9.30 Uhr der Europäische Gerichtshof (EuGH). Es geht um die Frage, ob unterschiedlich hohe Zuschläge für regelmäßige und unregelmäßige Nachtarbeit gegen den Gleichheitssatz verstoßen.
  • Der Bundestag stimmt heute über eine neue Leitung der Antidiskriminierungsstelle des Bundes ab. Aus der Union, der AfD und der Regierungspartei FDP kommt Kritik an der Kandidatin, der Publizistin Ferda Ataman.
  • Tennisspielerin Tatjana Maria hat beim Grand-Slam-Turnier in Wimbledon die Chance auf den Einzug ins Endspiel. Die 34-Jährige trifft auf dem Centre Court um 14.30 Uhr auf die Weltranglisten-Zweite Ons Jabeur aus Tunesien. Für Maria ist es das bislang beste Resultat ihrer Karriere, sie könnte es als sechste Deutsche ins Wimbledon-Finale schaffen.
  • Bundesfinanzminister Christian Lindner und seine Partnerin Franca Lehfeldt wollen heute standesamtlich auf Sylt heiraten.

Alle weiteren wichtigen und wissenswerten Nachrichten wird ihnen "Der Tag" ebenfalls liefern. Mein Name ist Michael Bauer und ich wünsche Ihnen einen guten Start in den Tag.

07:43 Uhr

Netflix-Star Jerry Harris muss wegen Kinderpornografie ins Gefängnis

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Jerry Harris

(Foto: AP)

Jerry Harris, bekannt aus der Netflix-Doku "Cheer", ist zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Er stand wegen Verbrechen im Zusammenhang mit Kinderpornografie vor Gericht. Vor der Urteilsverkündung entschuldigte er sich für seine Taten.

Im Dezember 2020 wurde in sieben Punkten Anklage gegen Harris erhoben, wie CNN berichtet. Damals bekannte sich der Netflix-Star zu zwei der Anklagepunkte schuldig: Der 22-Jährige erklärte, Kinderpornografie erhalten zu haben und Reisen unternommen zu haben, um einen 15-jährigen Jungen zu treffen, mit dem er sexuelle Beziehungen einging. Im September 2020 war Harris bereits verhaftet worden.

07:06 Uhr

Zukünftige Lindner-Gattin nimmt Nachnamen nur auf dem Papier an

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Traumhochzeit auf Sylt & Crazy in Love: Franca und Christian

(Foto: IMAGO/Sven Simon)

Aus Franca Lehfeldt wird heute Franca Lindner - allerdings nur auf ihrem Pass. Die zukünftige Ehefrau des Bundesfinanzministers wird für die Zuschauer des Nachrichtensenders "Welt" weiterhin als Franca Lehfeldt vor die Kamera treten. Das will die "Bild"-Zeitung erfahren haben.

Bei der "Welt" ist die 33-Jährige als Chefreporterin im Ressort Politik aktiv und berichtet vom Geschehen rund um die Bundesregierung. Da wirkt es sicher professioneller, wenn Habeck und Co. nicht von Lindner interviewt werden.

Standesamtlich werden sich Christian Lindner und Franca Lehfeldt heute auf Sylt das Ja-Wort geben. Am Samstag erfolgt dann die kirchliche Trauung.

06:50 Uhr

Wetterdienst geht von trockeneren Sommern aus

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) geht in einer Klimastudie zur Trockenheit in Europa davon aus, dass trockene Sommer, aber auch Niederschlagsmangel im Winter künftig das Wetterbild in Teilen des Kontinents prägen können.

  • Langfristig nehmen je nach Ausmaß der zukünftigen globalen Erwärmung die Niederschläge im Mittelmeerraum ab, hieß es in der Studie. Im Sommer bestehe für die Zukunft die Gefahr verstärkter Trockenheit auch in Mittel- und vor allem Westeuropa.
  • Zur Entwicklung in diesem Jahr erklärten die DWD-Klimatologen, seit dem Frühjahr sei in Europa eine ausgedehnte Trockenheit mit zum Teil bedeutenden Auswirkungen auf die Wasserstände und die Landwirtschaft sowie Einschränkungen bei der Wassernutzung verzeichnet worden.
  • Einige Teile Europas, darunter Norditalien, waren auch im Winter trocken. In der zentralen Mittelmeerregion war das Frühjahr das vierttrockenste seit 1901, in Deutschland waren fast alle Frühjahre seit 2009 zu trocken. Auch in den kommenden drei Monaten könne in großen Teilen Europas Trockenheit auftreten. Ein Niederschlagsdefizit zeichnet sich der Studie zufolge fast in allen der elf untersuchten Regionen Europas ab.
06:23 Uhr

Iran nimmt Diplomaten wegen Spionageverdacht fest

Im Iran sollen die Revolutionsgarden nach Angaben staatlicher Medien mehrere ausländische Diplomaten wegen des Vorwurfs der Spionage festgenommen haben. Unter den vom Geheimdienst der Revolutionsgarden festgenommenen Diplomaten befinde sich auch ein Brite, der bereits des Landes verwiesen worden sei.

  • Der Mann sei mit seiner Familia "als Touristen" in ein Wüstengebiet gereist, berichtete das Staatsfernsehen weiter. Er habe dann in einem Sperrgebiet Fotos gemacht, während dort eine Militärübung abgehalten worden sei.
  • Die britische Regierung wies die Angaben entschieden zurück. "Berichte über die Festnahme eines britischen Diplomaten im Iran sind komplett falsch", erklärte ein Sprecher des Außenministeriums in London.
  • Aus welchen Ländern die anderen angeblich festgenommenen Diplomaten stammen, berichteten die iranischen Medien nicht.
06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht

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