Donnerstag, 08. August 2019Der Tag

mit Janis Peitsch
22:37 Uhr

Das war Donnerstag, der 08. August 2019

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(Foto: imago images / A. Friedrichs)

Liebe Leserinnen und Leser,

Tag 1 nach meinem ausgedehnten Sommerurlaub neigt sich dem Ende entgegen. Ich hoffe, Sie sind wie ich gut durch den Tag gekommen. Der Vollständigkeit halber - diese Themen waren heute besonders wichtig:

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Abend und eine erholsame Nachtruhe. Wenn Sie wollen, können Sie mich morgen Nachmittag wieder im "Tag" lesen.

22:18 Uhr

Rentnerin schwebt nach Kutschenunfall in Lebensgefahr

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Insgesamt 18 Personen wurden bei dem Unfall verletzt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Erst gestern berichtete meine Kollegin Josephin Hartwig über einen Kutschenunfall in der Lüneburger Heide, bei dem 13 Personen verletzt wurden. Nun ist in der beliebten Urlaubsgegend erneut ein Gespann während der Fahrt umgekippt.

  • Dabei wurde eine 79-Jährige lebensgefährlich verletzt. Sie kam mit einem Rettungshubschrauber nach Hamburg in eine Klinik.
  • Fünf weitere Senioren der Rentnergruppe aus Lehrte bei Hannover wurden schwer verletzt, zwölf leicht.
  • Die Kutsche habe auf einem Gefälle zu viel Fahrt aufgenommen und sei dann umgekippt, nachdem sie über einen Findling gefahren sei, sagte ein Polizeisprecher zu der Unglücksursache.
21:54 Uhr

Thunberg will Zeit nicht mit Trump-Treffen vergeuden

Greta Thunberg und Donald Trump werden wohl keine Freunde mehr. Die junge Klimaaktivistin gab nun bekannt, dass sie bei ihrer kommenden US-Reise kein Gespräch mit dem amtierenden Präsidenten führen möchte.

  • "Wenn er nicht bereit ist, der Wissenschaft und Experten zuzuhören, wie soll ich ihn dann überzeugen? Wie soll irgendjemandem von unserer Bewegung das gelingen?", sagte die 16-jährige Schwedin dem Schweizer Sender RTS. "Ich würde also meine Zeit nicht mit einem Treffen mit Donald Trump verschwenden".
  • Stattdessen werde sie bei ihrer Reise versuchen, die Bevölkerung zu überzeugen, mehr Druck auf den US-Präsidenten zu machen.
  • Thunberg, die generell keine Flugzeuge nutzt, will per Hochseejacht den Atlantik überqueren und dann in die USA und nach Chile reisen. In New York will sie dann am Klimagipfel der Vereinten Nationen teilnehmen.
21:20 Uhr

Muslimische Gemeinde löscht Texte über Schlagen der Frau von Homepage

Das islamistische Zentrum in München steht derzeit im Kreuzfeuer der Kritik. Zu recht, wie ich finde. Grund der Empörung: Auf ihrer Homepage listete die Gemeinde Empfehlungen auf, die das Schlagen der eigenen Ehefrau erlauben.

  • Unter Berufung auf einen Koranvers stand auf der Seite, dass als letztes Mittel im Fall von Eheschwierigkeiten auch das Schlagen der Frau infrage komme. Nach Ansicht der "Gelehrten" habe das Schlagen allerdings "eher einen symbolischen Charakter".
  • Die Kritik an der Textpassage sei nachvollziehbar und berechtigt, sagte ein Sprecher der Deutschen Muslimischen Gemeinschaft. "Vieles ist missverständlich ausgedrückt worden."
  • Die Missverständnisse sollen nun mit einer neuen Webseite und neuen Texten ausgeräumt werden.
20:46 Uhr

Freiwillige bergen Wehrmacht-Flugzeug

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Was mit dem Wrack geschehen soll, ist noch unklar.

(Foto: picture alliance/dpa)

Sensation in Thüringen: Ein Team von Ehrenamtlern hat bei Ballhausen nahe Erfurt das Wrack eines abgestürzten deutschen Jagdflugzeugs aus dem Zweiten Weltkrieg geborgen.

  • Anders als bei Flugzeugabstürzen üblich sind die Überreste der Maschine vom Typ Messerschmitt ME 109 in einem guten Zustand. 
  • Grund dafür ist die Absturzstelle: Die Maschine stürzte in ein Feuchtgebiet und bohrte sich dort in die Erde, anstatt zu zerschellen.
  • "Eine solche Größe und Qualität der Wrackteile gibt es in Deutschland kaum", betont der Gebietsreferent des Thüringischen Landesamts für Denkmalpflege, Christian Tannhäuser.
  • Das Wrack soll vorerst zur wissenschaftlichen Untersuchung in einer Halle der Gemeinde bleiben. Was danach geschehen soll, ist noch nicht entschieden.
  • Experten gehen übrigens davon aus, dass der Pilot den Absturz überlebte.
20:13 Uhr
Breaking News

Salvini fordert Neuwahlen in Italien

Italiens Populisten-Allianz steht vor dem Aus: Angesichts des derzeitigen Koalitionskrachs fordert Vize-Regierungschef Matteo Salvini schnellstmöglich Neuwahlen.

"Wir gehen sofort ins Parlament, um festzustellen, dass es keine Mehrheit mehr gibt", erklärte der Chef der rechtsradikalen Lega-Partei am Abend. Es sei "zwecklos", mit Streitereien wie in den vergangenen Wochen weiterzumachen.

Mehr dazu lesen Sie hier.

20:02 Uhr

33 Jahre nach Reaktor-Gau: Wissenschaftler brennen Tschernobyl-Wodka

Nach einem fehlgeschlagenen Sicherheitstest kommt es im Jahr 1986 im sowjetischen Atomkraftwerks Tschernobyl zu einer Explosion. Auch heute noch sind weite Teil der Umgebung stark verstrahlt. Nun haben britische und ukrainische Wissenschaftler aus Getreide nahe des havarierten Atomkraftwerks Wodka gebrannt.

  • Obwohl der Name "Atomik" das Gegenteil vermuten lässt, ist der Alkohol nach Angaben der Forscher nicht radioaktiv.
  • Demnach wurde beim Getreide zwar Radioaktivität gemessen, im Wodka war davon nach dem Destillationsprozess jedoch nichts mehr nachzuweisen.
  • Die Wissenschaftler wollen bald ein Unternehmen gründen und im kommenden Jahr mit der Serienproduktion des Alkohols starten. Ein Großteil der Gewinne soll der einheimischen Bevölkerung zugute kommen.

 

19:30 Uhr

Mutmaßlicher Honigdieb stirbt nach Bienenstichen

Ein besonders makaberes Ende hat einen mutmaßlicher Honigdieb in der polnischen Stadt Krasnik ereilt.

  • Offenbar versuchte der 58-Jährige gerade Honig aus Bienenstöcken zu stehlen, als er von zahlreichen Tieren gestochen wurde, berichtet die Polizei.
  • Nach Angaben eines Arztes starb der Mann an den Folgen der Attacken.
  • Angehörige des mutmaßlichen Diebes entdeckten später den leblosen Körper des Mannes am Tatort, nachdem dieser nicht nach Hause gekommen war.
18:49 Uhr

Brand in Hamburger Seniorenheim

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Großeinsatz der Hamburger Feuerwehr: In einem Altenwohnheim im Stadtteil Eidelstedt ist am Nachmittag ein Feuer ausgebrochen. Nach Angaben der Einsatzkräfte seien Menschenleben in Gefahr.

  • Wie ein Sprecher der Feuerwehr gegenüber der Morgenpost sagte, seien viele Bewohner der Wohnanlage bettlägerig.
  • Angaben über Verletzte liegen noch nicht vor.
  • Laut der Feuerwehr gibt es eine starke Rauchentwicklung, Flammen schlagen aus dem Dach des Gebäudes. Anwohner in dem betroffenen Gebiet werden gebeten, sofort Fenster und Türen zu schließen. Zudem sollten Lüftungs- und Klimaanlagen abgeschaltet werden.
  • "Schalten Sie Rundfunk und Fernsehen an", heißt es zudem in einer offiziellen Warnung der Stadt.
18:04 Uhr

Bundeswehrsoldat wird in der Türkei festgehalten

In der Türkei ist ein Soldat der Bundeswehr von Behörden festgesetzt worden. Der Mann sei privat unterwegs gewesen, als er vor einigen Tagen in Istanbul aufgegriffen worden sei, sagte ein Sprecher der Bundeswehr. Zu den Hintergründen konnte der Sprecher noch nichts sagen.

  • Der festgehaltene Soldat ist eigentlich im hessischen Stadtallendorf stationiert und gehört der Stabskompanie der Division Schnelle Kräfte an. Er soll keine türkischen Wurzeln haben.
  • Nach Recherchen der "Oberhessischen Presse" scheint ein politischer Vorwurf gegen den Soldaten möglich.
  • "Wir sind natürlich in großer Sorge um den Kameraden angesichts früherer Fälle von Verhaftungen in der Türkei", erklärte ein Sprecher der Division Schnelle Kräfte gegenüber der Zeitung.
17:18 Uhr

Schauspieler Woody Harrelson war bei Trump-Dinner bekifft

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Woody Harrelson konnte das Treffen mit Trump nur schwer ertragen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Im Film Zombieland nimmt es Schauspieler Woody Harrelson locker mit unzähligen Untoten auf. Im echten Leben überstand der US-Star einen Dinner-Abend mit Donald Trump aber nur mithilfe von Marihuana.

Wie Harrelson in einem Interview mit dem Magazin Esquires verrät, war er 2002 zu einem Abendessen eingeladen. Mit dabei waren Donald Trump, seine heutige Ehefrau Melania und der damalige Gouverneur von Minnesota, Jesse Ventura.

Laut dem 58-jährigen Hollywood-Schauspieler gipfelte das Treffen in einem endlosen Monolog des heutigen US-Präsidenten. "Es wurde so schlimm, dass ich nach draußen gehen musste, um eine durchzuziehen", gibt Harrelson zu.

Ein Statement Trumps blieb dem Schauspieler allerdings nachhaltig in Erinnerung. "Er sagte: 'Ich bin viele Milliarden Dollar wert. Aber wenn ich sterbe, egal wie viel es ist, weiß ich, dass sich meine Kinder darum streiten werden'. Das war die einzig wahre Aussage, die er in dieser Nacht gemacht hat“, so Harrelson.

16:41 Uhr

Erdbeben erschüttert Südwesten der Türkei

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Dächer stürzen ein, Menschen rennen panisch auf die Straße: In der Provinz Denizli im Südwesten der Türkei hat ein Erdbeben für Angst und Schrecken gesorgt.

Nach Angaben der Behörden lag das Zentrum des Bebens der Stärke 6 im Bezirk Bozkurt. Laut Medienberichten seien die Erdstöße sogar im rund 185 Kilometer entfernten Badeort Antalya zu spüren gewesen.

Mindestens 23 Verletzte wurden in Krankenhäuser gebracht. Tote habe es nicht gegeben.

Die Türkei gilt als besonders erdbebengefährdet. Die Provinz Denizli war in den vergangenen Monaten schon mehrfach betroffen.

15:52 Uhr

Baggerfahrer verheddert sich in Oberleitung

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Eine Stunde musste der Fahrer in der Führerkabine ausharren.

(Foto: picture alliance/dpa)

Das sieht man auch nicht alle Tage: Ein Bauarbeiter hat sich im Münsterland mit seinem Bagger in einer Bahnoberleitung verfangen.

  • An einem Bahnübergang in Ibbenbüren wollte der Mann eigentlich Baumaterialien über die Gleise transportieren, wie die Feuerwehr mitteilte. Dabei sei der Ausleger des Baggers in die Oberleitungen geraten.
  • Erst nach gut einer Stunde, als der Strom von der Oberleitung genommen war, konnte der Mann befreit werden. Er wurde zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht.
  • Glücklicherweise war der Baggerfahrer während des Unfalls in seinem Führerhaus geblieben. Immerhin führte die Oberleitung 15.000 Volt
  • Der Bahnverkehr zwischen Osnabrück und Amsterdam war für die Rettungsarbeiten knapp drei Stunden unterbrochen, wie die Deutsche Bahn mitteilte.
14:50 Uhr

Explosion in russischer Militärbasis - Bericht über radioaktive Strahlung

Auf einem Militärstützpunkt im Norden Russlands hat sich ein folgenschwerer Unfall ereignet: Bei der Explosion während eines Waffentests sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Sechs Menschen seien verletzt worden, berichten russische Nachrichtenagenturen.

  • Im Umfeld des Stützpunktes wurde nach Angaben des Rathauses in der Stadt Sewerodwinsk "kurzzeitig" ein Anstieg der Radioaktivität gemessen. Mittlerweile hätten sich die Werte aber wieder normalisiert. Das Verteidigungsministerium dementiert Berichte über eine erhöhte radioaktive Strahlung.
  • Den Angaben zufolge war durch die Explosion eines Düsentriebwerks ein Feuer ausgebrochen. Auf dem Stützpunkt werden unter anderem Raketen getestet.
  • Es ist bereits der zweite Unfall beim russischen Militär innerhalb einer Woche. Am Montag war in einem Munitionslager in Sibirien ein Feuer ausgebrochen und hatte zu gewaltigen Explosionen geführt.
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14:20 Uhr

- Anzeige - Schnäppchen des Tages

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(Foto: Amazon)

Der Archer T3U AC1300 Dual Band WLAN-Adapter von TP-Link mit einer hohen WLAN-Geschwindigkeit AC1300 (400Mbit/s auf 2,4GHz und 867Mbit/s auf 5GHz) der nächsten Generation nach dem 802.11ac-Standard liefert flexible Verbindungen über 2,4 und 5GHz. Dank des Mini-Formates ist ein praktischer Einsatz für unterwegs problemlos möglich. Der Adapter verfügt über eine USB-3.0-Geschwindigkeit, die bis zu 10-mal so schnell wie USB-2.0 ist. Er unterstützt Windows 10/8.1/8/7/XP und Mac OS X.

Bei Media Markt muss man für den WLAN-Adapter 26,99 Euro zahlen und auch bei anderen Online-Shops liegt der Preis wegen der Versandkosten nicht unter 20 Euro. Amazon bietet ihn heute für nur 15,99 Euro an. Die Lieferung erfolgt gratis.

13:59 Uhr

"Game of Thrones"-Macher wechseln zu Netflix

Die Macher der Erfolgsserie "Game of Thrones", David Benioff und Dan Weiss, wechseln nach mehr als zehn Jahren vom Sender HBO zur Streaming-Plattform Netflix. Benioff und Weiss hätten einen Vertrag unterzeichnet, in dem sie sich auf mehrere Jahre zum Schreiben von Drehbüchern sowie zur Produktion und Regie von Serien und Filmen auf Netflix verpflichten, teilte der Streaming-Dienst mit.

Welche Art Serien und Filme das "Game-of-Thrones"-Duo für Netflix entwickeln soll, ist noch nicht bekannt. Benioff und Weiss erklärten jedoch, dass sie die Begeisterung mehrerer Netflix-Manager für "dieselben Filme der 80er Jahre" und "dieselben Bücher" teilten.

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Netflix freut sich auf die "meisterhaften Geschichtenerzähler" Benioff und Weiss.

(Foto: Reuters)

 

13:30 Uhr

Londoner Polizist mit Machete angegriffen

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Der Lieferwagen wird nach der Attacke abgeschleppt.

(Foto: dpa)

Mit einer Machete hat ein Mann in London mehrfach auf einen Polizisten eingestochen und ihn schwer verletzt. Scotland Yard sprach von einer "plötzlichen und brutalen Attacke". Der Zustand des Polizisten sei "kritisch, aber stabil". Man gehe nicht von einer Terrorattacke aus. 

Das Opfer und sein Kollege hatten gegen Mitternacht versucht, einen Lieferwagen anzuhalten. Der Fahrer raste zunächst davon, wurde aber von dem Polizeifahrzeug verfolgt. Als der Mann aus dem Lieferwagen ausstieg, schlug er mit der Machete zu. Der verletzte Polizist konnte sich wehren, bis sein Kollege den Täter festnahm. Dieser soll zwischen 50 und 60 Jahre alt sein.

13:04 Uhr

Anstarren hält hungrige Möwen fern

Diese Meldung ist wohl vor allem für diejenigen etwas, die den Mittag am Strand verbringen. Britische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass man hungrige Möwen mit einem simplen Trick fernhält - man muss sie einfach anstarren.

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Wissenschaftler in Cornwall platzierten eine durchsichtige Schale Chips neben einem Menschen und warteten, wie lange Möwen brauchten, um sich etwas davon zu schnappen. Starrte die Versuchsperson die Vögel an, zögerten sie deutlich länger, bis sie Chips stibitzten - oder sie trauten es sich erst gar nicht. "Das zeigt, dass Möwen die Verhaltensweisen von Menschen einbeziehen, wenn sie Entscheidungen im städtischen Umfeld treffen, und dass sie den menschlichen Blick als aversiv empfinden", sagte Studienleiterin Madeleine Goumas der "New York Times". Ob das wohl auch für aufdringliche Schwäne an der Spree gilt?

12:32 Uhr

Mann ruft versehentlich Polizei und wird festgenommen

Zwischendurch eine Meldung aus der Kategorie dumm gelaufen: Ein Kanadier muss mit ernsthaften Konsequenzen rechnen, weil er aus Versehen die Polizei gerufen hat. Statt der Telefonnummer 411 - eine Hotline, die der 73-Jährige eigentlich anrufen wollte - tippte er den Polizeinotruf 911 ein. Am Telefon erklärte der Mann seinen Fehler zwar gleich, die Polizei schaute aber trotzdem vorbei - und fand 100 Schusswaffen. Die besaß der Mann zwar legal, hatte sie aber nicht korrekt gesichert.

Die 94 Gewehre und sechs Pistolen wurden beschlagnahmt, der Besitzer vorübergehend festgenommen. Im Oktober wird er einem Richter vorgeführt.

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12:03 Uhr

NPD muss 1,27 Millionen Euro Strafe zahlen

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Hat falsche Angaben über ihre Finanzen gemacht und muss jetzt zahlen: Die NPD.

(Foto: dpa)

Wegen falscher Angaben in ihrem Rechenschaftsbericht für das Jahr 2007 muss die rechtsextreme NPD Strafgelder in Höhe von 1,27 Millionen Euro zahlen. Mit einem Beschluss bestätigte das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe ein entsprechendes Urteil des Bundesverwaltungsgerichts aus dem Jahr 2012.

Die NPD hatte gegen das Urteil geklagt. Die Partei hält den zu Grunde liegenden Paragrafen 31b des Parteiengesetzes für verfassungswidrig. Er sieht vor, dass Parteien den doppelten Betrag zahlen müssen, über den sie falsche Angaben im Rechenschaftsbericht machen.

11:33 Uhr

Abou-Chaker soll Anschlag auf Kollegah geplant haben

Die Staatsanwaltschaft ermittelt offenbar gegen den Berliner Clan-Chef Arafat Abou-Chaker. Nach Informationen des "Tagesspiegels" und der "Bild-Zeitung" steht er im Verdacht, einen Anschlag gegen die Rapper Farid Bang und Kollegah in Auftrag gegeben zu haben.

Abou-Chaker ist immer wieder im Visier von Ermittlern, viele der mehr als 30 Verfahren gegen den 43-Jährigen wurden jedoch eingestellt. Er soll sich laut "Bild" im Milieu für den Einsatz von Schusswaffen ausgesprochen haben, auch gegen frühere Geschäftspartner. Mit Farid Bang und Kollegah war er immer wieder in Streit geraten.

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Ziel des geplanten Angriffs sollen die Rapper Farid Bang (l.) und Kollegah gewesen sein.

(Foto: dpa)

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10:03 Uhr

Bakterien töten Frau nach Bad in der Ostsee

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Wo genau sich die Frau infizierte, ist nicht bekannt.

(Foto: dpa)

Die anhaltenden hohen Temperaturen und das dadurch aufgewärmte Meerwasser sind der perfekte Nährboden für Vibrionen. Die gesundheitsgefährdenden Bakterien haben in der Ostsee nun ein erstes Todesopfer gefordert. Die "Ostsee-Zeitung" berichtet unter Berufung auf das Landesamt für Gesundheit und Soziales in Mecklenburg-Vorpommern, dass es sich dabei um eine ältere Frau handelt, die zur Risikogruppe der immungeschwächten Personen gehörte. Zusätzlich wurden vier weitere Vibrionen-Erkrankungen registriert.

Vibrionen vermehren sich demnach bei einem Salzgehalt ab 0,5 Prozent und ab einer Wassertemperatur von 20 Grad. Die Keime können beim Baden in Hautverletzungen eindringen und in seltenen Fällen schwere Wundinfektionen hervorrufen. Besonders anfällig sind Menschen mit Immunschwäche, Lebererkrankungen oder Diabetes.

Mehr dazu lesen Sie hier.

10:34 Uhr

Klimarat fordert radikales Umdenken bei Landnutzung

Um die wachsende Erdbevölkerung dauerhaft zu ernähren und zugleich das Klima zu schützen, muss die internationale Gemeinschaft sofort handeln. Wissenschaftler des Weltklimarats IPCC fordern in einem Sonderbericht ein radikales Umsteuern bei der Landnutzung. Sie plädieren dafür, die Ausbeutung von Land, die Lebensmittelverschwendung und die CO2- Belastung durch die Landwirtschaft dringend zu reduzieren. Wie wäre es also nachher zur Mittagspause mit einem vegetarischen Gericht aus regionalen Produkten?

Mehr zu den Ergebnissen des Weltklimarats lesen Sie hier.

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Für gigantische Sojafelder wie hier in Brasilien muss häufig der Regenwald weichen.

(Foto: dpa)

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10:03 Uhr

Krankenkasse warnt vor gefährlichen Impflücken

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Bei Kindern im Einschulungsalter wurde nur eine Impfquote von 90 Prozent festgestellt - mindestens 95 Prozent wären für den Schutz der Gesamtbevölkerung notwendig.

(Foto: dpa)

Knapp 166.000 Zweijährige waren im Jahr 2017 ohne vollständigen Masernimpfschutz. Die Krankenkasse Barmer warnt deshalb vor gefährlichen Impflücken. Mehr als jedes fünfte 2015 geborene Kleinkind sei in seinen beiden ersten Lebensjahren nicht oder unvollständig gegen Masern geimpft worden, teilte Barmer unter Verweis auf eine eigene Studie mit.

"In Deutschland werden immer noch zu wenige Kinder geimpft. Das macht die Ausrottung bestimmter Infektionskrankheiten unmöglich und verhindert den Schutz für all diejenigen, die sich nicht impfen lassen können", warnte Barmer-Vorstandschef Christoph Straub.

09:28 Uhr

Kokainpäckchen in Millionenwert angespült

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Bislang wurden 19 Päckchen Kokain angespült. Es könnten aber noch mehr werden.

(Foto: dpa)

Da geht man ahnungslos am Strand spazieren, sucht den Boden vielleicht nach ein paar schönen Muscheln ab und stößt dann plötzlich auf Kokain im Wert von 1,8 Millionen Euro. So geschehen ist das am beliebten Bethells Beach in der Nähe der neuseeländischen Stadt Auckland. Das dort angespülte Kokain war in 19 Päckchen versteckt, die etwa die Größe einer Videokassette hatten.

Die Ermittler vermuten, dass das Rauschgift von Schmugglern absichtlich ins Wasser gelassen wurde, um es an Land zu bringen - dass dieses durch die Strömung aber einen anderen Weg nahm als geplant. Sie bitten Strandgänger, sich sofort zu melden, falls sie noch mehr Kokain finden.

Mehr zu dem spektakulären Fund lesen Sie hier.

09:02 Uhr

AfD wirbt mit Willy Brandt - und erntet Kritik

Vor der Landtagswahl in Brandenburg am 1. September wirbt die AfD ausgerechnet mit einem Plakat mit dem Konterfei von Willy Brandt. Unter dem Foto des früheren sozialdemokratischen Kanzlers prangt dann auch noch dessen Slogan "Mehr Demokratie wagen".

Das sorgt für viel Empörung: "Die Berufung auf Willy Brandt ist ein grober Missbrauch und schlicht obszön", sagte der langjährige Bundestagspräsident Wolfgang Thierse dem "Tagesspiegel".  Die kommissarische SPD-Vorsitzende Manuela Schwesig sagte, die "Verlogenheit der AfD" sei "kaum zu überbieten". Sie bezog sich dabei auch auf eine Kampagne der AfD, in der diese die heutige Bundesrepublik unter dem Slogan "Wende 2.0" mit der damaligen DDR gleichsetzt.

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Hier gibt's mehr dazu.

08:28 Uhr

Ermittlern gelingt Schlag gegen Autoknacker-Bande

Hunderte Male schlug eine Bande mutmaßlicher Autoknacker zu, jetzt haben Ermittler in Baden-Württemberg mindestens 279 Taten aufgeklärt. Die Diebstähle - darunter vor allem Navigationsgeräte und Autoradios - sollen einen Schaden von mehreren Millionen Euro verursacht haben, teilten die Staatsanwaltschaften Heilbronn und Mosbach mit.

Die Verdächtigen stammen demnach aus Litauen. Das Land ist laut BKA ein führender illegaler Absatzmarkt in Osteuropa. Allzu große Sorgen müssen sich Autobesitzer in Baden-Württemberg aber dennoch nicht machen: Die Zahl der Autoaufbrüche geht stark zurück.

08:12 Uhr

Flausch zum Weltkatzentag

Anlässlich des heutigen Weltkatzentags - und auf vielfachen Wunsch der Kollegen - lockern wir den ohnehin nachrichtenarmen Tag mit etwas Cat Content auf. Kaum vorstellbar, dass es NOCH flauschiger geht. Falls doch, immer her mit Ihren Videos - wir lassen uns gerne vom Gegenteil überzeugen!

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08:01 Uhr

Malta lässt Rettungsschiff nicht tanken

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Die "Ocean Viking" ist derzeit auf dem Weg von Marseille an die libysche Küste.

(Foto: dpa)

Die "Ocean Viking" der Hilfsorganisationen SOS Méditerranée und Ärzte ohne Grenzen ist derzeit auf dem Weg nach Libyen, um dort Migranten aus Seenot zu retten. Doch um überhaupt erst einmal dort hinzukommen, braucht sie Sprit - und genau den verweigert Malta dem Rettungsschiff nun.

Eigentlich war laut einer Sprecherin von SOS Mediterranée eine Uhrzeit am Mittwochabend vereinbart gewesen, zu der die "Ocean Viking" an einer Tankstation betankt hätte werden sollen. Die maltesischen Seefahrtsbehörden hätten dann aber über Funk mitgeteilt, dass es keine Berechtigung für die Betankung gebe.

Hier lesen Sie mehr dazu.

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07:32 Uhr

Wegen Mordes verurteilte Ex-Kinderprostituierte kommt frei

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Cyntoia Brown hat in der Haft ihren Schulabschluss gemacht und bereitete sich auf ihren College-Abschluss vor.

(Foto: Reuters)

Rihanna, Kim Kardashian und andere Promis hatten sich für ihre Freilassung eingesetzt, jetzt ist es so weit: Cyntoia Brown darf das Gefängnis verlassen. Die heute 31-Jährige war wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden, weil sie 2004 als 16-Jährige einen Freier erschossen hatte.

Unterstützer beschrieben Brown jedoch nicht als eiskalte Mörderin, sondern als traumatisiertes Opfer. Sie befand sich demnach unter der Kontrolle eines gewalttätigen Zuhälters. Der Freier, den sie erschoss, soll Scharfschütze bei der Armee gewesen sein. Er soll der damals 16-Jährigen seine Waffen gezeigt und dann brutal zwischen die Beine gegriffen haben. Brown sagte damals aus, dass sie um ihr Leben gefürchtet habe.

07:15 Uhr

Riekes Rückspiegel am 8. August 2019

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Fein, diese Normbrunnenflasche.

Wussten Sie, dass … der Alltag Abertausender Deutscher heute vor 50 Jahren elegant verschönert worden ist? Die Normbrunnenflasche ist heute an fast aller Munde und allseits bekannt - ganz im Gegensatz zu ihrem Schöpfer: Der Industrie-Designer Günter Kupetz kreierte das Glasgefäß mit den 230 gläsernen Tropfen am Halsende sowie mit dem Aluminium-Schraubverschluss, auf das die Genossenschaft Deutscher Brunnen seit 1969 vertraut. Zwar gibt es inzwischen auch PET-Flaschen im Kupetz-Design, doch die sind längst nicht so stilvoll wie das Original. Darauf ein Mineralwasser. Aus der Normbrunnenflasche, versteht sich. Prost!

Wir gratulieren … Jan Josef Liefers, sozialkritischer Schauspieler und Musiker, zum 55. Geburtstag. Da heute auch noch Weltkatzentag ist, suchen wir mal "Madagascar" raus, in dem Liefers einen Löwen spricht. Oder spekulieren wir doch darauf, dass ein drittes Programm eine der 34 Folgen des Münster-"Tatorts" wiederholt? Wie dem auch sei: Alles Gute zum Geburtstag!

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06:56 Uhr

Amnesty warnt USA-Reisende vor Schusswaffengewalt

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Schusswaffen sind in den USA frei verkäuflich. Durch ihren Gebrauch sterben jedes Jahr Tausende Menschen.

(Foto: dpa)

Wegen der "omnipräsenten" Schusswaffen in den USA und den damit verübten Bluttaten fordert die Menschenrechtsorganisation Amnesty International Reisende zu besonderer Vorsicht auf. Niemand sei vor Waffengewalt sicher, Urlauber sollten deshalb immer einen Notfallplan haben.

Dass Amnesty einen solchen Reisehinweis ausspricht ist äußerst ungewöhnlich. Die Organisation will den USA damit einen Spiegel vorhalten: Bei einem ähnlich hohen Gewaltniveau in einem anderen Land würde das US-Außenministerium Amerikaner nämlich vor einer Reise in ein solches Gebiet warnen.

Mehr dazu lesen Sie hier.

06:32 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

anhand der Themen, die ich Ihnen nun präsentiere, merken Sie es schon, bevor Sie den Fuß vor die Haustür setzen: Es ist Sommer - und wenn alle am Strand oder See liegen ist naturgemäß eher wenig los. Das erwartet uns heute:

  • Der Weltklimarat veröffentlicht einen Bericht zu den Auswirkungen des Klimawandels auf Ökosysteme an Land. Ohne ihn schon gelesen zu haben - die Ergebnisse dürften wohl wenig erfreulich sein.
  • In Istanbul geht der Prozess gegen den Attentäter weiter, der in der Silvesternacht 2016/17 einen Club gestürmt und 39 Menschen getötet haben soll.
  • Wie gehen Gefängnisse mit radikalisierten Insassen um? Darüber wird heute in Ratingen unter anderem mit NRW-Justizminister Biesenbach sowie mit Konflikt- und Islamwissenschaftlern diskutiert.
  • Das Bündnis "Döbeln ist bunt" will am Abend gegen die geplante AfD-Wahlkampfveranstaltung mit Thüringens AfD-Chef Höcke demonstrieren.

Was auch immer sonst noch passiert, Sie erfahren es hier im "Tag". Bei Fragen, Anregungen oder Kritik erreichen Sie mich unter franziska.tuerk@nama.de. Ich wünsche einen guten Start in den Tag!

06:24 Uhr

Stürmisches Wochenende steht bevor

Der Tag beginnt stellenweise mit flachen Dunst- oder Nebelfeldern. Wenn die sich aber aufgelöst haben, dann erwartet uns besonders in der Mitte und im Süden ein überwiegend trockener Mix aus Sonne und Wolken. Wechselhafter ist es derweil im Norden mit Regengüssen, die bevorzugt von Schleswig-Holstein bis nach Vorpommern und in die Uckermark von einzelnen Gewittern begleitet sein können. Und auch im Bereich der Mittelgebirge sind gelegentliche Schauer nicht auszuschließen.

Björn Alexander

Björn Alexander

Dementsprechend verteilen sich die Sonnenstunden: häufig sind es 8 bis 12. Schattiger ist es im Norden bei 3 bis 7 sonnigen Betriebsstunden. Die Temperaturen erreichen bei den Nordlichtern somit nur mäßig warme und teils windige 21 bis 23 Grad. Ansonsten erwärmt sich die Luft auf 24 bis 29 Grad. Am wärmsten zeigen sich Ober- und Hochrhein.

Die weiteren Aussichten bleiben äußerst abwechslungsreich. Morgen im Süden und Osten zwar nochmals viel Sonnenschein und hochsommerlich warm bis heiß bei bis zu 34 Grad. Im Westen und Norden klopfen unterdessen aber bereits die nächsten gewittrig-kühlen Duschen an. Und die verlagern sich am Samstag in den Süden und können auch unwetterartig ausfallen. Unterdessen heißt es an der Küste: Urlauber aufgepasst. Denn Sturmtief „Yap“ sorgt am Samstag an der Nordsee für Windspitzen bis um die 100km/h. Doch auch sonst wird der Samstag vor allem in der Nordwesthälfte windig bis stürmisch mit Spitzenböen zwischen 50 und 75km/h. Hierzu bringen es die Temperaturen auf 22 Grad am Alpenrand und bis knapp 30 Grad im Osten. Am Sonntag wird es dann allgemein ruhiger und freundlicher bei einer ähnlichen Temperaturspanne zwischen 21 und 30 Grad. Ihr Björn Alexander