Donnerstag, 08. Dezember 2022Der Tag

mit Heidi Ulrich
Heidi Ulrich
22:38 Uhr

Das war Donnerstag, der 8. Dezember 2022

Zum ersten Mal seit Beginn der systemkritischen Massenproteste im Iran ist dort ein Todesurteil gegen einen Demonstranten vollstreckt worden. Zahlreiche Regierungen, Institutionen und Menschenrechtsorganisationen verurteilen die Hinrichtung des 23-jährigen Mohsen Schekaris. Er habe keinen fairen Prozess bekommen, sagen Experten des UN-Menschenrechtsrats. Dutzenden weiteren Demonstranten, die verurteilt wurden, drohe die Hinrichtung. Wichtig waren heute außerdem diese Meldungen:

Nun wird es Zeit, den Rechner runterzufahren und auch sonst für heute abzuschalten. Ich wünsche Ihnen eine erholsame Nacht!

22:13 Uhr

Frau eines Diplomaten nach tödlichem Unfall verurteilt

Mehr als drei Jahre nach dem Unfalltod eines jungen Briten ist die Ehefrau eines US-Diplomaten zu acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Sie war in der Nähe eines US-Luftwaffenstützpunkts in Südengland mit ihrem SUV auf der falschen Seite der Straße gefahren und mit dem 19-jährigen Motorradfahrer kollidiert. Sie verließ Großbritannien nach dem Unfall und reklamierte als Familienangehörige ihres Mannes Immunität für sich. Die USA lehnten eine Auslieferung ab, was zu diplomatischen Verstimmungen zwischen Washington und London führte. Vom Gericht heißt es, die 45-Jährige habe sich schuldig bekannt und aufrichtige Reue gezeigt. Die Mutter des 19-Jährigen hatte drei Jahre dafür gekämpft, dass die Unfallverursacherin zur Rechenschaft gezogen werden würde. Nun sei diese vorbestraft - "das ist etwas, womit sie nie gerechnet hätte. Das ist etwas, womit die US-Regierung nie gerechnet hätte." Da die 45-Jährige in den USA ist, ist unklar, wie ein möglicher Bruch der Bewährungsauflagen geahndet werden könnte. "Es ist offensichtlich, dass das Urteil nicht vollstreckt werden kann", sagt die Richterin.

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Die Familie des 19-Jährigen vor der Presse - der Fall erregt international Aufmerksamkeit.

(Foto: AP)

21:40 Uhr

Nazi-Symbole - Tausende Chats von Polizisten geprüft

Ein Polizist soll Bilder von Adolf Hitler und Hakenkreuzen in verschiedenen Chatgruppen verbreitet haben. Gegen den 28-Jährigen werde unter anderem wegen des Verdachts der Volksverhetzung ermittelt, schreiben die Staatsanwaltschaft Ulm und das baden-württembergische Landeskriminalamt. Fünf weitere Polizistinnen und Polizisten würden ebenfalls verdächtigt, Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verbreitet zu haben. Die Behörden schreiben, das LKA habe die Handys der Beamten beschlagnahmt und fast 6000 Chatgruppen geprüft, bei 13 Gruppen seien strafrechtlich relevante Inhalt gefunden worden. "Rund 70 Polizeibedienstete von zehn Polizeipräsidien und Einrichtungen der Polizei des Landes wurden bislang als Teilnehmer in den Chatgruppen identifiziert", heißt in der Mitteilung. Ein Beamter wurde demnach vom Dienst suspendiert. Gegen die weiteren beschuldigten Beamten sollen Disziplinarverfahren eingeleitet werden. Die Auswertung der Handys laufe noch.

21:00 Uhr

Gestohlener Goldschatz - Belohnung ausgelobt

Es winken 20.000 Euro Belohnung im Fall des gestohlenen Goldschatzes von Manching. Die bekommt, wer den entscheidenden Hinweis liefern kann, der zur Aufklärung der Tat oder zur Festnahme der Täter führt. Nicht hilfreich war das "total veraltete" Kamerasystem im Kelten Römer Museum, heißt es vom bayerischen Landeskriminalamt. Auf den sichergestellten Festplatten seien keine Bilder vom Tattag. Ein anderer Fund könnte die Ermittler hingegen weiterbringen. Polizeitaucher haben gestern und vorgestern Gewässer in der Nähe des Museums abgesucht. Gefunden haben sie zum Beispiel Brechstanden und ein Strommessgerät. Die Gegenstände werden nun auf Spuren untersucht. Ob es einen Zusammenhang mit der Tat gibt, ist aber noch unklar. Vor gut zwei Wochen waren Unbekannte ins Museum eingebrochen hatten den 3,7 Kilogramm schweren und etwa 2000 Jahre alten Goldschatz gestohlen. Er bestand vor allem aus Münzen. Der reine Materialwert wird auf 250.000 Euro geschätzt.

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Die Funde der Taucher werden jetzt auf Spuren geprüft.

(Foto: dpa)

20:24 Uhr

Steuerbetrugsermittlungen führen nach Deutschland

Von Berlin und Leipzig aus sollen Betrüger Millionen gemacht haben. Die Europäische Staatsanwaltschaft EPPO hat 21 Verdächtige im Visier. Sie sollen Rechnungen für Internettelefonie-Dienstleistungen gefälscht und dann die Mehrwertsteuer zurückgefordert haben. Dem deutschen Staat sei durch die Masche ein Schaden von etwa 80 Millionen Euro entstanden. Die Betrugsbande soll auch in Italien, Schweden, Portugal, Rumänien, Malta und Großbritannien aktiv gewesen sein. Heute habe es zeitgleich mehrere Durchsuchungen gegeben, bei denen unter anderem Chatverläufe sichergestellt worden seien, erklären die Ermittler. Eine Festnahme habe es auch in Rumänien gegeben.

19:32 Uhr
Breaking News

Deutschland-Ticket endgültig vereinbart

Der Streit ist beigelegt: Bundeskanzler Olaf Scholz verkündet, dass sich Bund und Länder beim bundesweiten 49-Euro-Ticket für den Nahverkehr einig seien. "Das Deutschlandticket wird jetzt kommen, auch sehr zügig", sagt der SPD-Politiker nach Beratungen mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder. "Wir haben jetzt alle Hürden beseitigt." Bund und Länder wollen sich im Jahr 2023 die Gesamtkosten für das neue Angebot je zur Hälfte teilen. Details wie den Starttermin nennt Scholz allerdings nicht. Nur soviel: Das Ticket werde "bis zum Ende des ersten Quartals" 2023 kommen.

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19:28 Uhr

Smaragd versteigert, der vor 400 Jahren mit Galeone unterging

18 Bieter haben miteinander konkurriert, am Ende kam der grüne Stein bei Sotheby's für umgerechnet 1,1 Millionen Euro unter den Hammer. Wer der erfolgreiche Bieter ist, verrät das Auktionshaus nicht. Viel wichtiger ist aber auch, dass die bisherige Besitzerin, die Autorin Mitzi Perdue, den Erlös für humanitäre Hilfe für die Ukraine spenden will. Entdeckt wurde der Smaragd laut Sotheby's vor rund 40 Jahren vor der Küste Floridas in dem 1622 untergegangenen Schiff "Nuestra Señora de Atocha".

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Der Stein wechselt wieder den Besitzer.

(Foto: IMAGO/UPI Photo)

18:45 Uhr

Perus abgesetzter Staatschef soll um Asyl gebeten haben

Kurz vor seiner Festnahme soll Perus abgesetzter Präsident Pedro Castillo noch versucht haben, in Mexiko Asyl zu bekommen. "Er rief hier im Büro an und bat darum, mir mitzuteilen, dass er auf dem Weg zur Botschaft sei", sagt der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador. Seine Regierung sei zwar bereit gewesen, ihm Asyl zu gewähren, Castillo habe es allerdings nicht mehr geschafft, die diplomatische Vertretung Mexikos in der peruanischen Hauptstadt Lima zu erreichen. Dem mexikanischen Außenminister Marcelo Ebrard habe er sogar die Anweisung gegeben, die Türe der Botschaft für Castillo zu öffnen, sagt López Obrador weiter. Zuvor hatte Ebrard hingegen gesagt, Castillo habe Mexiko nicht kontaktiert, um Schutz zu suchen.

Castillo hatte gestern versucht, den Kongress aufzulösen, um einem Misstrauensvotum im Parlament zuvorzukommen. Zahlreiche Mitglieder seiner Regierung und die Opposition sprachen von einem Staatsstreich. Das Parlament enthob ihn schließlich seines Amtes. Castillo wurde festgenommen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Rebellion vor.

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18:13 Uhr

In Frankreich kriegen junge Leute gratis Kondome

"Das ist eine kleine Revolution bei der Prävention", sagt der französische Präsident Macron. Bei einer Gesundheitskonferenz kündigt er an, dass junge Menschen zwischen 18 und 25 Jahren ab dem neuen Jahr in der Apotheke umsonst Kondome erhalten. Schon seit diesem Jahr können in unserem Nachbarland Frauen bis 25 Jahren kostenlos die Pille oder andere Verhütungsmittel bekommen. Die Kosten dafür schätzt die Regierung auf jährlich 21 Millionen Euro.

17:51 Uhr

Flieger mit Notfall-Patient umgeleitet - laut Polizei wegen Protest

Am Münchner Flughafen konnte ein Flugzeug mit einem Notfall-Patienten heute Morgen erst etwa 20 Minuten später landen als vorgesehen. Grund dafür soll die Protestaktion der Gruppe "Letzte Generation" gewesen sein. Nach Angaben der Polizei hatte eine Maschine im Anflug auf München um 8.30 Uhr einen medizinischen Notfall gemeldet. Demnach sollte der Flieger um 9.18 Uhr auf der nördlichen Landebahn aufsetzen, musste wegen der dortigen Sperrung auf die Südbahn umgeleitet werden, wo er erst um 9.38 Uhr landen konnte. Bayerns Innenminister Herrmann sagt, ein 80-jähriger Passagier habe über Schmerzen in der Brust geklagt. "Eine schwerere Akut-Erkrankung wie ein Herzinfarkt hatte sich Gott sei Dank nicht bestätigt. Das war aber nur Glück, und als die Maschine noch in der Luft war, noch nicht absehbar", betont Herrmann. Der 80-Jährige sei nach jetzigem Stand in einem stabilen Zustand. Der CSU-Politiker wirft "diesen Klimawahnsinnigen" vor, mit dem Leben anderer Menschen zu spielen. "Einerseits sich als Weltverbesserer aufzuspielen und andererseits Leben zu gefährden, passt nicht zusammen."

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17:23 Uhr

Über Viertel Million Menschen wohnungslos

Wohnungslos zu sein, bedeutet nicht zwangsläufig, auf der Straße zu leben. Der Wohnungslosenbericht der Bundesregierung geht davon aus, dass Anfang des Jahres rund 263.000 Menschen in Deutschland kein festes Obdach hatten. Rund 178.000 von ihnen seien in der Wohnungsnotfallhilfe untergebracht gewesen, gut 49.000 Menschen seien bei Freunden oder Bekannten untergekommen und gut 37.000 Menschen hätten auf der Straße und in Behelfsunterkünften gelebt, heißt es. Fast Zweidrittel der Wohnungslosen seien männlich. Wegen der schwierigen Erfassung erhebt der Bericht jedoch keinen Anspruch auf eine Gesamtschau. Klar ist aber, dass viele Wohnungslose gesundheitliche Probleme haben. Mehr als die Hälfte aller Befragten sagt, an einer langfristigen Erkrankung oder Behinderung zu leiden, ein Viertel ist suchtkrank - bei denjenigen ohne Unterkunft sind es sogar 35 Prozent. Bauministerin Klara Geywitz sagte, der Bericht gebe einen Überblick über die Situation der Betroffenen. Ziel sei es, Wohnungslosigkeit bis 2030 zu beseitigen. "Gemeinsam mit allen beteiligten Akteuren wird die Bundesregierung daher im kommenden Jahr einen Nationalen Aktionsplan Wohnungslosigkeit erarbeiten und verabschieden", sagt sie. 2024 soll ein zweiter Bericht vorgelegt werden.

17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:28 Uhr

Dortmunderin als IS-Terroristin verurteilt

Eine deutsche IS-Rückkehrerin wird zu drei Jahren Haft verurteilt. Das Düsseldorfer Oberlandesgericht spricht die 25-Jährige der Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung schuldig. Weil sie zum Beginn des Tatzeitraums noch minderjährig war, handelt es sich um eine Jugendstrafe. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Laut Anklage war Emilie R. 2014 nach Syrien gereist und hatte sich dort der Terrormiliz Islamischer Staat angeschlossen. Während ihr Mann für den IS als Kämpfer unterwegs war, habe sie Geld vom IS erhalten und sich um Haushalt und Kinder gekümmert, warf ihr die Bundesanwaltschaft vor. Das Paar habe sich zu Selbstmordanschlägen in Deutschland bereiterklärt, dieses Vorhaben jedoch nicht weiter verfolgt. Emilie R. habe außerdem den Umgang mit Schusswaffen erlernt und Frauen und Mädchen über das Internet Tipps für eine Ausreise nach Syrien gegeben. 2019 wurde sie von kurdischen Kräften gefangengenommen. Dieses Frühjahr wurde sie bei ihrer Wiedereinreise nach Deutschland festgenommen.

15:54 Uhr

Gericht weist Ansprüche von Adlon-Erben zurück

Das Berliner Verwaltungsgericht entscheidet: Der Familie Adlon steht keine Entschädigung für die Enteignung des berühmten Luxushotels am Brandenburger Tor kurz nach dem Zeiten Weltkrieg zu. Die Kläger wollten erreichen, dass ein früheres Verfahren zur Rückübertragung wieder aufgegriffen wird. Einen ersten Antrag der Adlon-Erben hatte das Landesamt zur Regelung offener Vermögensfragen abgelehnt. Die Kläger sagen, es gebe jedoch neue Beweise dafür, dass die Adlons selbst Opfer nationalsozialistischer Verfolgung geworden seien. Das Gericht sieht dafür aber keine ausreichenden Beweise. Zwar sei das Hotel von den Nazis "instrumentalisiert" worden. Die Hotelbetreiber seien aber nicht vollständig aus ihrem Eigentum verdrängt worden, erklärt das Verwaltungsgericht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Felix Adlon – der Ur-Ur-Enkel von Hotel-Erbauer Lorenz Adlon – kündigt weitere rechtliche Schritte an. Heute gehört das Adlon zur Luxushotelgruppe Kempinski.

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15:42 Uhr

BMW verkauft Autos bald nur noch über Zentrale

BMW-Händler können Autokäufern bald keine Rabatte mehr geben. Der DAX-Konzern will den Kaufvertrag mit den Kunden künftig selbst abschließen. Vertriebsvorstand Pieter Nota sagte der "Automobilwoche": "Wir werden 2024 mit der Marke Mini in Europa starten und 2026 ein Agenturmodell für alle BMW-Modelle einführen."

Damit tritt der Händler nur noch als Vermittler und Kundenberater im Auftrag von BMW auf. Der Konzern kann so deutschlandweit einheitliche Preise für seine Neufahrzeuge durchsetzen. Für jedes verkaufte Fahrzeug werde BMW dem Händler eine Provision zahlen, sagte Nota.

Dieser Eintrag erschien zuerst im "Börsen"-Tag.

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15:22 Uhr

Baerbock wirft Teheran grenzenlose Menschenverachtung vor

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock wirft der Führung im Iran eine "grenzenlose Menschenverachtung" vor. Der Demonstrant Mohsen Schekari sei in "einem perfiden Schnellverfahren" abgeurteilt und hingerichtet worden, "weil er anderer Meinung als das Regime war". Die Drohung einer Hinrichtung werde aber "den Freiheitswillen der Menschen nicht ersticken", sagt sie. Laut iranischen Justizangaben wurde der 23-Jährige am Morgen hingerichtet. Ihm war vorgeworfen worden, bei einer Straßenblockade in Teheran ein Mitglied der paramilitärischen Basidsch-Milizen verletzt zu haben. Menschenrechtsaktivisten sprechen von einem "Schauprozess".

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15:05 Uhr

Razzien gegen "Reichsbürger" - 23 Verdächtige in U-Haft

Es gibt ein Update nach den Razzien in der "Reichsbürger"-Szene: Alle 23 Verdächtigen, die in Deutschland festgenommen wurden, sitzen inzwischen in Untersuchungshaft. Wann die beiden in Österreich und Italien gefassten Männer den Ermittlungsrichtern vorgeführt werden, konnte die Bundesanwaltschaft hingegen nicht sagen. Die Durchsuchungen würden fortgesetzt, heißt es. Die Behörde hatte 25 Menschen festnehmen lassen. 22 von ihnen wirft sie vor, Mitglied einer terroristischen Vereinigung zu sein, die das politische System in Deutschland stürzen wollte. Drei weitere Festgenommene sollen Unterstützer sein.

14:51 Uhr

Kroatien kann Schengen-Raum zu Januar beitreten

Der Weg für den Beitritt Kroatiens zum Schengen-Raum ohne Grenzkontrollen ist frei. Darauf verständigen sich die zuständigen Ministerinnen und Minister der 26 Schengen-Staaten bei einem Treffen in Brüssel. Die Passkontrollen an den Landgrenzen sollen bereits Anfang des kommenden Jahres wegfallen - an den Flughäfen aus technischen Gründen erst am dem 26. März. Die Aufnahme Bulgariens und Rumäniens in den Schengen-Raum scheiterte dagegen vor allem am Veto Österreichs. Wien begründet sein Nein mit der hohen Zahl von Migranten auf der Balkanroute.

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14:33 Uhr

Fischerboot sinkt nach Kollision im Ärmelkanal – drei Vermisste

Mit Schiffen und Hubschraubern wird im Ärmelkanal nach drei Menschen gesucht: Sie waren auf einem Fischerboot, das vor der Insel Jersey mit einer Fähre zusammengestoßen ist. Das 18 Meter lange Fischerboot sei daraufhin gesunken, schreibt der Verband Jersey Fishermen's Association. Es sei in einer Tiefe von rund 50 Metern in der Bucht von Saint Ouen geortet worden. Von der Besatzung fehle jede Spur. Die Fähre, die auf dem Weg von der Nachbarinsel Guernsey nach Jersey war, hat den Zusammenprall überstanden und den Hafen sicher erreicht. Der Fähranbieter Condor sagt, den Passagieren und der Crew sei nichts passiert. Warum es zu dem Zusammenstoß kam, ist noch unklar.

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14:20 Uhr

Basketballerin Griner kommt aus Straflager frei

Die US-Basketballerin Brittney Griner kommt durch einen Gefangenenaustausch aus dem russischen Straflager frei. Sie wird Berichten zufolge gegen den berüchtigten Waffenhändler Viktor Bout ausgetauscht.

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14:15 Uhr

Schichtwechsel

Hallo, liebe Leserinnen und Leser!

Ich weiß nicht, wie es bei Ihnen am Vormittag war, aber ich war ganz kurz irritiert, von welchem Gerät denn dieser Alarm kommt, bis mir wieder einfiel, dass es der großangekündigte Probealarm ist und der vom Handy kommt. Nicht vergessen habe ich hingegen meine geschätzte Kollegin Kristin Hermann, die ich hier gerade abgelöst habe. Ich bin Heidi Ulrich, bis heute Abend für Sie im "Tag" zur Stelle und erreichbar über dertag(at)n-tv.de.

13:58 Uhr

Eine Stufe mit anderen Erkrankungen: Dänemark verabschiedet sich von Corona-Isolation

In Dänemark wird nicht mehr dazu geraten, sich nach einer Corona-Infektion von seinen Mitmenschen zu isolieren. In neuen Richtlinien zum Umgang mit dem Coronavirus im Gesundheitswesen stellte die dänische Gesundheitsbehörde Sundhedsstyrelsen Covid-19 am Donnerstag auf eine Stufe mit anderen Erkrankungen wie Grippe. Damit wird nicht länger ausdrücklich empfohlen, sich nach einem positiven Corona-Test für mindestens vier Tage in Selbstisolation zu begeben.

Da die Zahl der ins Krankenhaus gekommenen Erkrankten im Herbst stabil geblieben sei und nur eine geringe Steigerung in der kommenden Zeit erwartet werde, könne man Schritte hin zu mehr Normalität gehen, teilte die Behörde mit. Sie betonte jedoch, dass man zu Hause bleiben solle, wenn man sich krank fühle - unabhängig davon, womit man sich angesteckt habe. Auf Covid-19 solle man sich nur testen lassen, wenn man Symptome zeige und wenn man zu einer Risikogruppe zähle.

13:31 Uhr

Heulende Sirenen, läutende Handys: Nationale Probe-Warnung kam nicht überall durch

Punkt elf Uhr schlagen Handys Alarm, erscheinen Warnhinweise im TV und Radio und läuten Sirenen. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz probt am nationalen Warntag, wie gut Frühwarnsysteme funktionieren. Auch wenn nicht jedes Smartphone schellt, ist eine deutliche Verbesserung im Vergleich zum letzten Test zu verzeichnen.

13:03 Uhr

Dreijährige stirbt an Bahnübergang in Mittelhessen

Ein drei Jahre altes Mädchen ist bei einem Unfall an einem Bahnübergang in Mittelhessen ums Leben gekommen. Dieser ereignete sich nach Angaben der Polizei am Mittwoch an einem mit Geländern versehenen offiziellen Fußgängerübergang in Lahntal-Sarnau. Die Mutter erlitt demnach leichte Verletzungen, ein im Kinderwagen liegendes Kleinkind blieb unverletzt. Was genau passierte, sei noch unklar, sagte ein Sprecher. Die Kriminalpolizei untersuche die näheren Umstände des Unglücks. Demnach war an der Stelle ein Zug auf der Fahrt von Bad Laasphe nach Marburg unterwegs. Ob es eine Kollision zwischen Zug und Kind gab oder das Mädchen etwa durch den Sog zu Schaden kam - das sei noch alles Gegenstand der Ermittlungen, hieß es weiter.

12:34 Uhr

FDP-Generalsekretär Djir-Sarai kritisiert Söder: polemisch und irreführend

FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder für Äußerungen zu einer möglichen Klage gegen eine Erhöhung der Erbschaftsteuer kritisiert. "Markus Söders Aussagen sind polemisch und irreführend. Es gibt keine Erhöhung der Erbschaftsteuer durch den Bundesfinanzminister", sagte Djir-Sarai. Das Verfassungsgericht verlange aber, dass ein realistischer Wert bei Erbschaften angelegt werde. Dass es diese Anpassung bei der Immobilienbewertung geben müsse, "geht paradoxerweise auf den ehemaligen Bundesminister Horst Seehofer von derselben CSU zurück, die jetzt lautstark dagegen protestiert", sagte der FDP-Mann.

Bundesfinanzminister Christian Linder habe sich aufgrund der gestiegenen Immobilienpreise offen dafür gezeigt, die Freibeträge bei der Erbschaft- und Schenkungssteuer zu erhöhen. "Solch eine Initiative muss aber von den Ländern kommen, weil die Erbschaft- und Schenkungssteuer ausschließlich in die Länderkassen fließt", sagte Djir-Sarai. Söder hatte der "Bild"-Zeitung gesagt, er prüfe eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die geplante Erhöhung der Erbschaftsteuer. Die neuen Regeln seien ungleich und damit ungerecht.

12:11 Uhr

Größter Betrugsfall seit 1945: Wirecard-Prozess hat begonnen

Zweieinhalb Jahre nach der Wirecard-Pleite hat vor dem Münchner Landgericht der Strafprozess um den mutmaßlich größten Betrugsfall in Deutschland seit 1945 begonnen. Mit 45-minütiger Verspätung eröffnete der Vorsitzende Richter Markus Födisch das Großverfahren gegen den früheren Vorstandschef Markus Braun und seine zwei Mitangeklagten.

Die Staatsanwaltschaft wirft Braun vor, mit seinen Komplizen in der Chefetage des Unternehmens eine Betrügerbande gebildet, Bilanzen gefälscht und die Kreditgeber um 3,1 Milliarden Euro geprellt zu haben. Die Kammer hat über 100 Verhandlungstage bis ins Jahr 2024 angesetzt.

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12:07 Uhr

Paris Hilton hat sich Eizellen entnehmen lassen

US-Realitystar Paris Hilton hat sich nach eigenen Angaben Eizellen entnehmen lassen. "Wir haben Tonnen davon, die auf uns warten", sagte die 41-Jährige dem US-Magazin "People". Sie und ihr Partner Carter Reum hätten sich zu diesem Schritt während des pandemiebedingten Lockdowns entschlossen, erklärte Hilton. "Wir wussten, dass wir eine Familie gründen wollten, und ich dachte mir: Das ist das perfekte Timing. Normalerweise bin ich 250 Tage des Jahres mit dem Flugzeug unterwegs, lass uns einfach alle Eizellen lagern und bereit machen." Hilton und Reum hatten im November 2021 geheiratet. Vergangenen Januar hatte die Hotelerbin dem Promi-Portal "E! News" gesagt, dass sie vermutlich zwei oder drei Kinder haben wolle.

12:04 Uhr

Erste britische Münzen mit Abbild von neuem König Charles III. ausgegeben

Drei Monate nach dem Tod der britischen Königin Elizabeth II. sind die ersten Münzen mit dem Konterfei ihres Nachfolgers König Charles III. in Umlauf gekommen. Von den neuen 50-Pence-Münzen würden 4,9 Millionen Stück an die Postfilialen des Landes ausgeliefert, teilte die Münzprägeanstalt Royal Mint am Donnerstag mit.

Das Bild des Königs auf den neuen Münzen hatte der britische Künstler Martin Jennings nach einem Foto des ältesten Sohns von Elizabeth II. gestaltet. Der Entwurf wurde von Charles III. persönlich abgesegnet. Gemäß der Tradition schaut Charles nach links und damit in die entgegengesetzte Blickrichtung seiner Vorgängerin, die auf den Münzen nach rechts blickt. Die Rückseite der neuen Münzen ziert ein Motiv, das an die Krönung von Elizabeth II. im Jahr 1953 erinnert.

11:54 Uhr
Breaking News

Bundesweiter Warntag 2022: Entwarnung

In Deutschland fand heute der Warntag 2022 mit einer bundesweiten Probewarnung für alle Warnmittel statt. Die bundesweite Probewarnung ist hiermit aufgehoben.

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11:39 Uhr

Gesundheitlich angeschlagen: Céline Dion verschiebt erneut Deutschland-Konzerte

Sängerin Céline Dion verschiebt aus gesundheitlichen Gründen erneut die fünf Konzerte ihrer "Courage World Tour" in Deutschland - neue Termine in Köln, Berlin, München, Hamburg und Mannheim sind nun im Frühjahr 2024 angesetzt. Alle bereits gekauften Tickets behalten ihre Gültigkeit für die neuen Konzertdaten, wie die FKP Scorpio Konzertproduktionen mitteilten. Dion hatte demnach die ersten 52 Termine der "Courage World Tour" in Nordamerika bereits absolviert, bevor die Corona-Pandemie ausbrach und die Tour ab März 2020 pausieren musste. "Seitdem betreut ein Ärzte-Team die Künstlerin intensiv wegen schwerer und anhaltender Muskelkrämpfe, die sie aktuell an Auftritten hindern."

Die Veranstalter zitierten Dion mit den Worten: "Es tut mir weh, euch mitteilen zu müssen, dass ich nicht in der Lage sein werde, meine Tournee in Europa im kommenden Februar fortzusetzen." Und: "Ich gebe immer 100 Prozent bei meinen Shows, aber genau das ist mir zur Zeit nicht möglich." Sie habe die Hoffnung, sich auf dem Weg der Besserung zu befinden.

11:24 Uhr

Gewaltverbrechen an zwei Mädchen: Zeitweise Verdächtiger von Illerkirchberg begeht Suizid

Zwei Tage nach dem Gewaltverbrechen an zwei Mädchen in Illerkirchberg bei Ulm hat sich ein vorübergehend Verdächtiger nach Angaben der Ermittler selbst getötet. Wie Staatsanwaltschaft und Polizei berichteten, war der 25-Jährige aus Eritrea festgenommen und verhört worden und kam wenig später wieder frei. Es habe keinen Tatverdacht gegen ihn und einen weiteren Mann gegeben, betonten die Behörden. Der mutmaßliche Angreifer sei nach der Tat in die Wohnung des 25-Jährigen geflüchtet.

Ein 27-Jähriger - ebenfalls Eritreer - soll am Montag in Illerkirchberg bei Ulm zwei Mädchen auf dem Schulweg angegriffen und schwer verletzt haben. Eines der Opfer starb später in der Klinik. Die Obduktion ergab, dass die 14-Jährige mit türkischem Migrationshintergrund nach Stichverletzungen verblutete. Das zweite Mädchen im Alter von 13 Jahren wurde schwer verletzt. Die Polizei fand bei dem 27-Jährigen ein Messer, das die Ermittler für die Tatwaffe halten. Gegen den Verdächtigen wurde Haftbefehl wegen Mordes und versuchten Mordes erlassen. Der Mann befand sich zuletzt verletzt in einem Justizvollzugskrankenhaus. Warum er die beiden Schülerinnen angriff, blieb weiter unklar.

10:50 Uhr

Nicht nur in München: Klimaschutz-Demonstranten wollten auch Flugbetrieb in Berlin stören

Erneut haben Klimaschutz-Demonstranten nach eigenen Angaben versucht, den Betrieb am Berliner Flughafen zu stören. Nach Angaben des Flughafens gelang ihnen das am Donnerstagvormittag zunächst nicht. Der Flughafen betonte: "Der Flugbetrieb ist aktuell nicht eingeschränkt." Es habe einen Einsatz im Sicherheitsbereich "wegen unbefugten Zutritts" gegeben. Mehr sei noch nicht bekannt. Eine Sprecherin der Bundespolizeidirektion Berlin sagte, einige Personen hätten sich Zugang zum Sicherheitsbereich verschafft. Der Einsatz dauere noch an. Die Protestgruppe "Letzte Generation" teilte mit, Mitglieder seien in das Gelände eingedrungen und befänden sich auf dem Rollfeld des Flughafens. Ein dpa-Fotograf berichtete, eine Gruppe von Klimaschützern habe ein Loch in einen Zaun geschnitten, sei dann aber von Wachpersonal oder Polizisten abgefangen worden. Der Flugbetrieb lief den Beobachtungen zufolge weiter. Die Klimaschützer teilten mit, zeitgleich seien sie auch auf das Gelände des Flughafens München eingedrungen.

10:15 Uhr

Neue Doku: Prinz Harry wirft Medien "Ausbeutung" und "Bestechung" vor

Prinz Harry hat erneut schwere Vorwürfe gegen Teile der britischen Medien erhoben. "Es ist meine Pflicht, die Ausbeutung und Bestechung in unseren Medien aufzudecken", sagte der 38-Jährige gleich zu Beginn einer neuen Netflix-Dokumentation über den Abschied von sich und seiner Frau Herzogin Meghan aus dem britischen Königshaus. Meghan erhebt in der gleichen Sequenz den Vorwurf, die Medien hätten das Paar "zerstören" wollen.

Die ersten drei Folgen der sechsteiligen Dokureihe "Harry & Meghan" sind seit Donnerstagmorgen beim Streamingdienst-Netflix verfügbar. Harry wirft darin auch einen Blick zurück auf seine frühen Erfahrungen mit der medialen Dauerbegleitung als Teil der Royal Family: Kein Familienurlaub habe stattgefunden, ohne dass Paparazzi aus einem Busch gesprungen seien. Seine Mutter Prinzessin Diana habe damals alles getan, um ihre Söhne zu beschützen, und aufdringliche Kameraleute oft direkt konfrontiert, erzählt Harry. Die 1997 bei einem tragischen Autounfall gestorbene Diana sei konstant von Kameras "belästigt" worden, bedauert Harry.

10:07 Uhr
Breaking News

Luftverkehr gestört: Klimaaktivisten blockieren Landebahn in München

Wegen eines Klimaprotests ist nach Angaben des Münchner Flughafens eine der beiden Start- und Landebahnen des Airports gesperrt worden. Laut einem Sprecher des Flughafens haben sich Aktivisten am Rollfeld im Norden des Flughafens festgeklebt. Mit Beeinträchtigungen im Luftverkehr sei zu rechnen.

09:50 Uhr

Union scheitert in Karlsruhe mit Eilantrag gegen Nachtragshaushalt

Zur Bekämpfung der Corona-Krise gedachte Gelder im Bundeshaushalt dürfen nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zunächst weiter zugunsten des Klimaschutzes verwendet werden. Das höchste deutsche Gericht folgte einem Eilantrag der Union im Bundestag nicht, die Übertragung der Kreditermächtigung in Höhe von 60 Milliarden Euro im Nachtragshaushalt 2021 zu stoppen. Es wird die Fragen aber in einem Hauptsacheverfahren im Detail prüfen, wie es in Karlsruhe mitteilte. (Az. 2 BvF 1/22)

Zur Begründung hieß es, die Folgen einer einstweiligen Anordnung wären zu schwer gewesen, sollte sich später im Hauptsacheverfahren herausstellen, dass die Änderungen doch verfassungskonform sind. Als Beispiel nannte der Zweite Senat, dass die sogenannte EEG-Umlage dann womöglich nicht mehr aus den umgeschichteten Mitteln finanziert werden könnte, was mit einer Strompreiserhöhung und Mehrbelastungen für Verbraucher und Unternehmen verbunden wäre.

09:40 Uhr

Henkel verkauft Zahnpasta-Marken an Katjes

Henkel
Henkel 65,62

Der Konsumgüterriese Henkel gibt seine Zahnpflege-Marken wie Theramed und Vademecum an den Süßwaren-Hersteller Katjes International weiter. Katjes habe das Oral-Care-Geschäft des DAX-Konzerns inklusive aller Markenrechte erworben, teilte Henkel mit. Einkaufpreis wurde nicht genannt.

Henkel befindet sich im Umbau. Konzernchef Carsten Knobel legt das kriselnde Kosmetikgeschäft mit der Waschmittelsparte zusammen. Dabei trennt sich der Düsseldorfer Konzern auch von Marken, die Knobel nicht mehr als Teil des künftigen Kerngeschäfts sieht.

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09:16 Uhr

Kind im Auto eingesperrt: Jennifer Lawrence und Viola Davis gestehen unachtsame Mutter-Momente

Die Oscarpreisträgerinnen Jennifer Lawrence und Viola Davis fühlen sich über unachtsame Momente als Mütter verbunden. "Ich habe mein Kind im Auto eingesperrt, als es draußen brütend heiß war", gestand Davis ihrer Schauspiel-Kollegin in einem Gespräch des Branchenmagazins "Variety". "Ich verließ das Auto, schloss die Tür und merkte, dass ich meine Schlüssel nicht hatte. Ich warf mich auf den Boden, Jennifer. Ich habe geschrien." Als sie den Notruf gewählt habe, sei schnell Hilfe gekommen, und ihre Tochter sei aus dem Auto befreit worden.

Lawrence erzählte ihrerseits von einer Autofahrt, bei der sie zu spät bemerkt habe, dass ihr Sohn nicht sicher in seinen Kindersitz geschnallt war. "Er schwankte einfach herum", sagte sie zu Davis. "Gut zu wissen, dass wir alle mal fast unsere Kinder umgebracht hätten", scherzte sie. Davis' Tochter Genesis ist heute zwölf Jahre alt. Die Geburt von Lawrences Sohn Cy wurde im Februar bekannt.

08:41 Uhr

Thüringens Innenminister: AfD ist Schnittstelle von Rechtsextremen

Nach der Großrazzia gegen eine "Reichsbürger"-Gruppierung sieht Thüringens Innenminister Georg Maier eine Verbindung zur in seinem Land vom Verfassungsschutz beobachteten AfD. "Die AfD hat sich immer weiter radikalisiert. Sie verbreitet diese Verschwörungsmythen, sie verbreitet diese Verschwörungsfantasien und Umsturzfantasien", sagte der SPD-Politiker am Donnerstag im Deutschlandfunk. "Aber schlimmer noch ist: letztendlich fungiert sie wie eine Organisationszentrale, eine Schnittstelle für die Vernetzung von rechtsextremen Organisationen. Und das ist das, was diese Partei immer gefährlicher macht."

Maier sprach von einem schwierigen Umfeld mit schwerwiegenden Krisen. "Die Menschen machen sich Sorgen, viele haben Angst. Und das ist genau das, was die AfD natürlich auch adressiert", so Maier. Die Partei versuche, den Menschen zusätzlich Angst einzujagen. "Sie fantasiert von einem autoritären Staatssystem. Das ist im Grunde das, was sie anstreben." Der Minister rechnete mit weiteren Festnahmen.

08:40 Uhr
Breaking News

Berichte: Irans Regime richtet 23-Jährigen nach Protesten hin

Im Iran ist erstmals ein Todesurteil im Zusammenhang mit den seit fast drei Monaten anhaltenden Protesten gegen die Führung in Teheran vollstreckt worden. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete, wurde am Donnerstag ein Mann hingerichtet, der Ende September bei einer Straßenblockade in Teheran ein Mitglied der paramilitärischen Basidsch-Milizen verletzt hatte.

08:09 Uhr

Nach Kussfotos mit anderer Frau: Toni Collette kündigt Scheidung von Ehemann an

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Schauspielerin Toni Collette

(Foto: picture alliance / Taylor Jewell/Invision/AP)

Gut einen Monat nach ihrem 50. Geburtstag gibt Hollywoodstar Toni Collette auf Instagram die Trennung und Scheidung von Ehemann Dave Galafassi bekannt. Nach 20 Jahren gehen sie nun getrennte Wege. Zuvor waren Kussfotos von ihm und einer anderen Frau aufgetaucht. Collette teilte das Statement im Namen von ihr und Galafassi. Darin heißt es: "Mit Anmut und Dankbarkeit geben wir bekannt, dass wir uns scheiden lassen." Und weiter: "Wir sind uns in unserer Entscheidung einig und trennen uns mit anhaltendem Respekt und Fürsorge füreinander." Sie fügten hinzu, dass ihre Kinder - die 14-jährige Tochter Sage Florence und der 11-jährige Sohn Arlo Robert -ihrer beider Prioritäten seien. "Unsere Kinder sind für uns von größter Bedeutung, und wir werden weiterhin als Familie wachsen, wenn auch in einer anderen Form".

Abschließend schrieben sie: "Wir sind dankbar für den Raum und die Liebe, die ihr uns gebt, während wir uns weiterentwickeln und friedlich durch diesen Übergang gehen. Vielen Dank." Collettes Botschaft kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Fotos von Galafassi und einer anderen Frau aufgetaucht waren, die sich am Vortag an einem Strand in Sydney, Australien, geküsst hatten. Die "Daily Mail" hatte die Bilder veröffentlicht.

07:34 Uhr

Geminidenschwarm im Anflug: Dieses Sternschnuppenspektakel erwartet Sie zur Adventszeit

Wer noch schnell einen Weihnachtswunsch loswerden will, hat demnächst die Chance dazu: Der alljährliche Meteorstrom der Geminiden ist im Anflug. Mitte Dezember wird das vorweihnachtliche Spektakel mit bis zu 150 Sternschnuppen pro Stunde seinen Höhepunkt erreichen. Ihren Höhepunkt erreichen die Geminiden am 14. Dezember gegen 14 Uhr. Für Interessierte in Mitteleuropa bieten sich daher die Nächte davor und danach für die Beobachtung an. Besonders in der Nacht vom 14. auf den 15. Dezember sind nach Angaben des Hauses der Astronomie in Heidelberg, je nach Aufhellung des Nachthimmels, 30 bis 60 Meteore sehen. Alle ein bis zwei Minuten zieht dann eine Sternschnuppe über den Himmel. Da der abnehmende Halbmond an den betreffenden Tagen gegen 21 Uhr beziehungsweise 22 Uhr aufgehen wird, bieten sich die Abendstunden zur Beobachtung an.

Der nach dem Sternbild Zwillinge - lateinisch Gemini - benannte Schwarm bringt erfahrungsgemäß auch viele helle Sternschnuppen hervor. Zum Beobachten der vorweihnachtlichen Himmelsflitzer eignen sich zwar am besten dunkle Orte fernab der lichtdurchfluteten Städte, die hellsten Geminiden sind aber auch am Großstadthimmel zu sehen. Wer den Meteorstrom fotografieren will, sollte eine Kamera mit einem Weitwinkelobjektiv auf ein Stativ montieren und eine Langzeitbelichtung wählen.

07:09 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) will heute um 11 Uhr in ganz Deutschland einen Probealarm auslösen. Mit dem bundesweiten Warntag will die Behörde herausfinden, wie viele Menschen eine Warnung vor Gefahren im Ernstfall erreichen würde. Die Warnmitteilung soll auf verschiedenen Kanälen verbreitet werden, etwa in Radio und Fernsehen, über Warn-Apps wie Nina und Katwarn sowie auf Stadtinformationstafeln. Zusätzlich werden Sirenen genutzt. Gewarnt wird zudem über Lautsprecherwagen, die Infosysteme der Deutschen Bahn und erstmals auch über das Cell-Broadcast-Verfahren per automatischer Benachrichtigung an alle Handys.

Ansonsten sind heute noch diese Themen wichtig:

  • Die deutschen Sicherheitsbehörden rechnen nach der Großrazzia gegen eine "Reichsbürger"-Gruppierung wegen Umsturzplänen mit weiteren Beschuldigten und Durchsuchungen. Die Präsidenten von Verfassungsschutz und Bundeskriminalamt (BKA) sowie der Generalbundesanwalt zeigten sich in Interviews überzeugt von der Ernsthaftigkeit der Umsturzpläne. Die Bundesanwaltschaft hatte am Mittwoch in elf Bundesländern sowie in Italien und Österreich insgesamt 25 Menschen festnehmen lassen.
  • Die Bundesländer beraten in Berlin mit Bundeskanzler Olaf Scholz erneut über die Umsetzung geplanter Entlastungen in der Energiekrise. Klärungsbedarf gibt es nach Angaben der Landesregierung Niedersachsens, die den Vorsitz der Ministerpräsidentenkonferenz innehat, etwa noch bei der Unterstützung für Unternehmen sowie beim 49-Euro-Ticket für den Nahverkehr.
  • In München beginnt der Wirecard-Strafprozess um den mutmaßlich größten Betrugsfall in Deutschland seit 1945. Die Staatsanwaltschaft wirft dem früheren Wirecard-Vorstandschef Markus Braun und seinen beiden Mitangeklagten vor, eine kriminelle Bande gebildet, die Konzernbilanzen gefälscht und Kreditgeber um 3,1 Milliarden Euro geprellt zu haben.
  • Das Streaming-Portal Netflix will die ersten drei Folgen seiner mit Spannung erwarteten Doku-Serie "Harry & Meghan" veröffentlichen. Prinz Harry und seine Frau Herzogin Meghan erzählen darin, was sie zu ihrem Abgang aus dem britischen Königshaus vor knapp drei Jahren bewogen hat und wie sie diesen erlebt haben.

Die Entwicklungen an der Börse können Sie unter anderem in unserem Börsen-Tag verfolgen.

Mehr Nachrichten zum Thema Sport finden Sie in unserem Sport-Tag.

Mein Name ist Kristin Hermann und ich versorge Sie bis zum frühen Nachmittag mit Nachrichten. Sie haben Fragen oder Anregungen? Sie erreichen mich unter: kristin.hermann@nachrichtenmanufaktur.de. Kommen Sie gut durch den Tag!

06:42 Uhr

RKI: Atemwegserkrankungen aktuell über dem Niveau schwerer Grippewellen

Experten des Robert-Koch-Instituts (RKI) schätzen die Verbreitung von akuten Atemwegserkrankungen in der Bevölkerung als außergewöhnlich hoch ein. "Die Werte liegen aktuell sogar über dem Niveau der Vorjahre zum Höhepunkt schwerer Grippewellen", heißt es im Wochenbericht der Arbeitsgemeinschaft Influenza des RKI. Die mithilfe von Bürger-Angaben geschätzten Angaben beziehen sich auf die vorige Woche. Die Werte sind demnach im Vergleich zur Woche zuvor noch weiter angestiegen. Angenommen werden laut Bericht insgesamt circa 9,5 Millionen akute Atemwegserkrankungen in der Bevölkerung in der betrachteten Woche - unabhängig von einem Arztbesuch.

Die Zahl der Arztbesuche wegen Atemwegserkrankungen lag in der betreffenden Woche "über den Werten der Vorjahre zu dieser Zeit und in einem Bereich, der sonst nur in Spitzenwochen starker Grippewellen erreicht wurde", schreibt das RKI. Dies Geschehen sei zu einem Großteil durch Grippeinfektionen bestimmt worden. Die Zahl der gemäß Infektionsschutzgesetz im Labor bestätigten und ans RKI gemeldeten Grippefälle für die vergangene Woche betrug rund 27.200, dies sei ebenfalls ein starker Anstieg im Vergleich zur Vorwoche.

06:10 Uhr

Zufrieden mit Ampel-Koalition: Scholz will für zweite Amtszeit kandidieren

Bundeskanzler Olaf Scholz will bei der nächsten Bundestagswahl für eine zweite Amtszeit kandidieren. "Natürlich trete ich an", sagte er der Funke-Mediengruppe und der französischen Zeitung "Ouest-France". "Ich will, dass die Regierungskoalition so gut dasteht, dass sie erneut das Mandat erhält." Scholz zog zugleich zum ersten Jahrestag der Ampelkoalition eine positive Bilanz. Er sei "zufrieden, dass wir in diesen aufgeregten Zeiten mit vielen Herausforderungen als Regierung ziemlich stabil dastehen", sagte er.

"Unser Land wird wohl gut durch den Winter kommen. Wir unterstützen die Ukraine, damit sie sich der russischen Aggression widersetzen kann. Und wir haben den Erneuerbaren Energien neuen Schwung verliehen und die Modernisierung unserer Wirtschaft eingeleitet", sagte der Kanzler. Diese Bilanz sei eine Gemeinschaftsleistung der drei Regierungsparteien, betonte Scholz. Angesprochen auf die derzeit schlechten Umfragewerte sagte er: "Ich bin dankbar für das Maß an Unterstützung, das ich habe - und für die Möglichkeit, noch weitere Unterstützung zu gewinnen."

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