Donnerstag, 09. Juli 2020Der Tag

mit Janis Peitsch
Janis Peitsch
22:39 Uhr

Das war Donnerstag, der 9. Juli 2020

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(Foto: picture alliance/dpa)

Liebe Leserinnen und Leser,

wieder geht ein ereignisreicher Tag zu Ende. Um sicherzugehen, dass Sie heute keine wichtige Nachricht verpasst haben - hier die Top-Themen:

Hier an meinem Schreibtisch gehen jetzt die Lichter aus. Morgen früh begleitet Sie mein geschätzter Kollege Maximilian Raudszus durch den "Tag". Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Abend. Schlafen Sie gut und bleiben Sie gesund.

22:11 Uhr

Ex-Anwalt von Trump im Hafturlaub erneut festgenommen

Michael Cohen, der ehemalige Anwalt von US-Präsident Donald Trump, ist erneut von der Bundespolizei verhaftet worden. Dem Juristen war erst vor sieben Wochen Hafturlaub gewährt worden. Sein Anwalt Jeffrey Levine bestätigte CNN-Reportern, dass Cohen bei einem Termin vor Gericht in Manhattan festgenommen wurde. Dort seien ihm Auflagen präsentiert worden, wonach ihm der Kontakt mit Medien künftig verboten sei. Als er dies abgelehnt habe, sei er in Gewahrsam gekommen.

Cohen verbüßt derzeit eine dreijährige Haftstrafe. Er hatte sich 2018 vor Gericht mehrerer Vergehen schuldig bekannt, unter anderem einer Falschaussage vor dem US-Kongress und Verstöße gegen Gesetze zur Wahlkampffinanzierung. Bei Letzterem handelte es sich um Schweigegeldzahlungen, die Cohen nach eigener Aussage im Auftrag Trumps ausgeführt hatte.

21:24 Uhr

Asylbewerber unter Folterverdacht

Der Generalbundesanwalt ermittelt wegen Folter-Vorwürfen gegen sieben Asylbewerber aus Gambia. Nun sind die Behörden mit einer Razzia gegen die Männer vorgegangen. Die Ermittler durchsuchten mehrere Wohnungen und Unterkünfte in Baden-Württemberg und Hessen, wie die dpa in Karlsruhe erfuhr. Festgenommen wurde niemand.

Die Beschuldigten sollen in ihrem Heimatland Oppositionelle misshandelt und zum Teil auch ermordet haben. Einer der Männer etwa soll Gefangene mit Stromstößen gefoltert haben. Einem anderen werfen die Ermittler Beihilfe zur Tötung vor. Die Taten liegen schon einige Zeit zurück, alle Männer sind seit mindestens 2017 in Deutschland.

Einem Medienbericht zufolge hatten sie in ihren Asylanhörungen selbst angegeben, als Angehörige einer berüchtigten Einheit des gambischen Militärs an Misshandlungen in Gefängnissen beteiligt gewesen zu sein. In dem kleinen Land hatte der autoritäre Präsident Yahya Jammeh bis Anfang 2017 gut 20 Jahre lang mit harter Hand regiert. Er wird für zahlreiche Menschenrechtsverletzungen verantwortlich gemacht.

20:50 Uhr
Breaking News

Spion bei Merkels Pressesprecher Seibert enttarnt

Spionagefall innerhalb der Bundesregierung: Ein Mitarbeiter von Regierungssprecher Steffen Seibert soll über Jahre hinweg für den ägyptschen Geheimdienst gearbeitet haben. Das geht aus dem heute vorgestellten Verfassungsschutzbericht hervor.

Demnach soll das Bundeskriminalamt im Dezember 2019 "Exekutivmaßnahmen" gegen den Mitarbeiter des Bundespresseamtes durchgeführt haben. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung soll es sich um einen Mann handeln, der für den Besucherdienst des Bundespresseamtes arbeitete. Seine Räumlichkeiten seien durchsucht worden.

Der Generalbundesanwalt bestätigte der "Bild", dass gegen den Mann wegen des Verdachts der geheimdienstlichen Agententätigkeit ermittelt werde.

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20:13 Uhr

Ire Donohoe neuer Chef der Eurogruppe

Mit erst 45 Jahren übernimmt der irische Finanzminister Paschal Donohoe einen der mächtigsten Posten in Brüssel. Die 19 Staaten der Gemeinschaftswährung erklärten ihn in einer Videokonferenz zum neuen Chef der Eurogruppe, wie sein scheidender Vorgänger Mario Centeno auf Twitter mitteilte.

Donohoe setzte sich gegen zwei Mitbewerber durch: die Spanierin Nadia Calviño und den Luxemburger Pierre Gramegna.

Die Eurogruppe ist ein informelles Gremium der Wirtschafts- und Finanzminister aus den 19 Staaten der Währungszone. Sie beraten normalerweise einmal im Monat und koordinieren sich in Fragen der Wirtschafts- und Finanzpolitik. Der oder die Vorsitzende gilt als einflussreicher Koordinator und Wortführer.

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19:31 Uhr

Salmonellen-Gefahr: Aldi ruft Salami zurück

Die bei Aldi Süd verkaufte Salami "Salame Felino" ist vom Produzenten wegen des Verdachts einer Salmonellen-Verunreinigung zurückgerufen worden. Das teilte das Unternehmen Herm. Schepers & Comp. GmbH & Co. KG mit.

Konkret gehe es um das Salami-Produkt "Salame Felino g.g.A. 100g" mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 28. August 2020 und 4. September 2020. Es handele sich um eine "vorbeugende" Maßnahme.

Die Ware sei in Aldi Süd-Filialen im Saarland, Teilen von Nordrhein-Westfalen, Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz vertrieben worden. Die Salami könne zurückgegeben werden, der Preis werde auch ohne Kassenbon erstattet.

18:39 Uhr

Neue Raser-Regeln liegen auf Eis

Seit April gibt es eigentlich einen neuen Bußgeldkatalog, wonach ein Monat Führerscheinentzug schon dann droht, wenn man innerorts 21 Kilometer pro Stunde zu schnell fährt oder außerorts 26 km/h zu schnell. Doch die verschärften Regeln werden wegen eines Formfehlers nun bundesweit vorerst außer Vollzug gesetzt.

Alle Länder seien sich in dem Punkt einig, sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann nach einer Schalte der zuständigen Länderminister. Fahrverbote für Raser nach dem neuen Bußgeldkatalog werden demnach derzeit überall nicht verhängt, in den meisten Ländern wird vorerst wieder der alte Katalog angewandt.

Wer für den Formfehler verantwortlich ist, blieb bisher unklar. Ebenso ist unklar, ob nun die gesamte StVO-Novelle noch einmal neu verhandelt werden muss. Offen ist auch die Frage, wie mit Autofahrern umzugehen ist, die bereits nach dem neuen Bußgeldkatalog bestraft wurden. Das Bundesverkehrsministerium wollte sich heute nicht äußern - auch nicht dazu, wie es nun weitergeht.

17:59 Uhr

Bericht: Flüchtiger Wirecard-Manager Marsalek war FPÖ-Informant

Der ehemalige Wirecard-Manager Jan Marsalek soll laut einem Zeitungsbericht geheime Behörden-Daten an die rechtspopulistische FPÖ weitergegeben haben. Wie die "Presse" schreibt, hat der flüchtige Marsalek vertrauliche Informationen aus dem österreichischen Bundesamt für Verfassungsschutz und dem Innenministerium an den Ex-FPÖ-Politiker Johann Gudenus und dessen Vertrauten Florian S. übermittelt. Das österreichische Innenministerium kündigte an, den Vorwürfen nachzugehen.

Seit dem Bilanzskandal bei Wirecard ist Marsalek untergetaucht. Der Manager steht im Verdacht, Bilanzsumme und Umsatzvolumen des Zahlungsabwicklers künstlich aufgebläht zu haben. Marsalek war nach Bekanntwerden des Skandals fristlos entlassen worden.

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17:05 Uhr

Gericht verbietet Werbeslogan von Hipp

Schlappe für Babynahrung-Hersteller Hipp: Das Landgericht München I hat eine Kindermilch-Werbung des Unternehmens untersagt. Das bestätigte eine Gerichtssprecherin. Konkret geht es um Sätze wie "siebenmal mehr brauchst du als ich, wirst groß, gesund - ganz sicherlich" und "Kleinkinder benötigen bis zu dreimal mehr Calcium und sogar siebenmal mehr Vitamin D als Erwachsene pro Kilogramm Körpergewicht".

Diese Slogans seien irreführend, urteilte das Gericht. Die pauschale Aussage, dass ein Kind siebenmal mehr Vitamin D benötige als ein Erwachsener, müsse erläutert werden. "Eltern sollten nicht den Eindruck bekommen, dass bestimmte Produkte nötig sind, damit ihr Kind ausreichend versorgt wird", teilte die Verbraucherzentrale mit, die gegen die Hipp-Werbung geklagt und recht bekommen hatte. "Kinder über einem Jahr brauchen in der Regel keine speziellen Lebensmittel."

17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:30 Uhr
Breaking News

Justiz bekommt Einsicht in Trump-Finanzen

Der Supreme Court erlaubt die Übergabe der Finanzunterlagen von US-Präsident Trump an die Staatsanwaltschaft. Bisher hielt Trump diese Informationen unter Verschluss.

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16:17 Uhr

Fahndung: 30-Jähriger aus Psychiatrie in NRW geflohen

Ein 30-Jähriger ist aus einer psychiatrischen Einrichtung in Bad Salzuflen getürmt. Der Mann werde seit Mittwochmittag vermisst und gelte als gefährlich, erklärte die Polizei. "Sprechen Sie ihn bitte nicht an, sondern informieren Sie die Polizei", hieß es. Der mit einem Foto Gesuchte sei 1,75 Meter groß, habe braune Haare und einen Dreitagebart. Nach Polizeiangaben trug er zuletzt eine graue Hose und ein schwarzes T-Shirt. Die Beamten vermuten, dass der 30-Jährige mit einem Bus unterwegs gewesen sein könnte.

Die Polizei bittet um Hinweise.

15:35 Uhr

SPD-Politiker und Ex-Lufthansa-Chef Heinz Ruhnau ist tot

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Heinz Ruhnau wurde 91 Jahre alt.

(Foto: picture-alliance / dpa)

Der frühere Lufthansa-Chef und SPD-Politiker Heinz Ruhnau ist tot. Der Gewerkschafter und ehemalige Hamburger Innensenator starb im Alter von 91 Jahren bereits am Dienstag, wie das Unternehmen mitteilte.

Ruhnau war von 1966 bis 1974 stellvertretender SPD-Landesvorsitzender in Hamburg. Von 1961 bis 1974 gehörte er der Bürgerschaft in der Hansestadt an. Von 1982 bis 1991 führte Ruhnau die damals noch staatliche Lufthansa. Während dieser Zeit trieb er maßgeblich die Expansion der Airline nach Asien an.

14:48 Uhr

Wie eine Spinne: Neue fleischfressende Pflanze entdeckt

Ein internationales Forscherteam hat auf Madagaskar eine neue fleischfressende Pflanze entdeckt. Sie ähnelt mit länglichen, dünnen, behaarten Blättern einer Spinne und bekam den Namen Drosera arachnoides, spinnenartiger Sonnentau, wie die Botanische Staatssammlung München mitteilte.

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Drosera arachnoides ist 2,5 bis 6 Zentimeter groß und wächst im Osten Madagaskars.

(Foto: Aina Razanatsima, Missouri Botanical Garden, Madagascar Research and Conservation Program.)

"Es handelt sich um die erste neubeschriebene fleischfressende Pflanze von der Insel seit über 40 Jahren", sagte der Botaniker Andreas Fleischmann.

Bei der Pflanze handele es sich zwar nicht um den sagenumwobenen "menschenfressenden Baum Ya-te-veo", dem laut Mythen die Ureinwohner Menschenopfer dargebracht haben sollen, sagte Fleischmann. "Aber für Insekten stellt sie durchaus eine tödliche Falle dar."

14:10 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

meine Kollegin Juliane Kipper verabschiedet sich in den regnerischen Feierabend. Bis zum Abend übernehme ich das Ruder im "Tag". Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an janis.peitsch[at]nama.de

Los geht's!

14:10 Uhr

Bürgermeister von Seoul als vermisst gemeldet

Der Bürgermeister der südkoreanischen Hauptstadt Seoul, Park Won Soon, ist als vermisst gemeldet worden. Die Polizei habe die Suche nach dem 64-Jährigen aufgenommen, nachdem dessen Tochter eine Vermisstenanzeige erstattet habe, berichteten südkoreanische Sender und die nationale Nachrichtenagentur Yonhap.

Die Polizei setze Drohnen und Spürhunde ein. Bis 19 Uhr habe es kein Lebenszeichen von Park gegeben. Ihr Vater habe vier bis fünf Stunden vorher seine Wohnung verlassen und dabei etwas gesagt, was sich wie "letzte Worte" angehört habe, wurde die Tochter zitiert. Die Stadtverwaltung der Zehn-Millionen-Metropole hatte zuvor erklärt, Park habe seine Termine für den Tag abgesagt. Park hatte sein Smartphone den Berichten zufolge ausgestellt.

Das letzte Signal von dem Gerät sei in der Nähe eines Tempels im nordöstlichen Teil der Stadt geortet worden. Die Polizei konzentriere daher die Suche in diesem Stadtgebiet.

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13:40 Uhr

Metaller müssen doch nicht auf Wacken verzichten

Als Ersatz für das coronabedingt in diesem Sommer abgesagte Heavy-Metal-Festival im schleswig-holsteinischen Wacken planen die Veranstalter ein Online-Event. "Das gesamte Team hat in den letzten Wochen und Monaten mit viel Ehrgeiz und Motivation an der Umsetzung des neuen Konzepts zu Wacken World Wide gearbeitet, um ein beispielloses Gesamtpaket auf die Beine zu stellen", sagte Festival-Mitbegründer Thomas Jensen.

Das Digitalfestival findet demnach vom 29. Juli bis 1. August statt. Es soll dann kostenlos auf der Webseite wacken-world-wide.com sowie bei MagentaMusik 360 und auf MagentaTV zu sehen sein. Die Veranstalter hatten das nach ihren Angaben größte Heavy-Metal-Festival der Welt mit 75.000 Besuchern aus mehr als 80 Nationen wegen der Corona-Krise Mitte April abgesagt.

13:12 Uhr

Schnäppchen wider Willen: Mann muss Auto bei Ebay nicht für einen Euro verkaufen

Aus dem Mega-Schnäppchen auf der Internet-Plattform Ebay ist nichts geworden: Das Oberlandesgericht Frankfurt hat den Verkäufer eines gebrauchten Autos davor bewahrt, dass er seinen BMW im Wert von mindestens 12.000 Euro für nur einen Euro herausgeben muss. Der Mann hatte sich in seiner Auktionsbeschreibung fehlerhaft ausgedrückt und "Preis 1?" geschrieben, damit aber lediglich den Startpreis der Auktion gemeint.

Das automatisiert bestätigte Sofortkaufgebot des Klägers über einen Euro führte nicht zu einem bindenden Kaufvertrag. Bereits das Landgericht Frankfurt bewertete als Vorinstanz die Preisangabe als Versehen. Unter anderem mit dem Zusatz "Sofortangebote sind gerne erwünscht" sei deutlich geworden, dass der Anbieter das Auto versteigern und nicht für einen Euro verkaufen wollte. Auch habe er rechtswirksam dem Geschäft sofort widersprochen. Dem Kläger stehe daher auch kein Schadenersatz für das nicht ausgehändigte Auto zu.

12:33 Uhr

14-Jährige vergewaltigt: Fünf Angeklagte schweigen zu Prozessauftakt

Zum Auftakt des Prozesses um eine mutmaßliche Gruppenvergewaltigung einer 14-Jährigen haben die vor dem Landgericht Ulm angeklagten fünf jungen Männer geschwiegen. Dabei hatte einer der Beschuldigten die Taten laut Staatsanwaltschaft eingeräumt. Die übrigen bestreiten die Vorwürfe. Sie wollten auch weder zur Tat noch zu ihren Lebensläufen Angaben machen. Die Verhandlung endete nach kurzer Zeit und soll am 20. Juli fortgesetzt werden.

Den jungen Männern zwischen 15 und 27 wird vorgeworfen, die Schülerin Ende Oktober 2019 im Illertal in Baden-Württemberg mit Betäubungsmitteln wehrlos gemacht zu haben. Vier der Männer sollen sich laut Staatsanwaltschaft neunmal an ihr vergangen haben. Den angeklagten Asylbewerbern aus Afghanistan, dem Iran und dem Irak wird mehrfache Vergewaltigung oder Beteiligung vorgeworfen.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zum Mittag

11:08 Uhr

Tödlicher Polizeieinsatz: Mutmaßlicher Messerangreifer obduziert

Der bei einem Polizeieinsatz in einer Mainzer Wohnanlage getötete mutmaßliche Messerangreifer ist heute obduziert worden. Dabei sollte unter anderem geklärt werden, ob der 57-Jährige unter Alkohol- oder Drogeneinfluss stand, wie die Staatsanwaltschaft in Mainz berichtete. Zudem gehe es darum, von wie vielen Schüssen aus der Polizeiwaffe er getroffen wurde und welche davon tödlich waren. "Erfahrungsgemäß liegen die Ergebnisse dieser Untersuchungen nicht zeitnah vor", sagte Oberstaatsanwältin Andrea Keller.

Der Mann soll am Dienstagabend einen 76 Jahre alten Nachbarn mit einem Messer schwer verletzt haben. Das Opfer liegt weiterhin im Krankenhaus und kann voraussichtlich auch in den nächsten Tagen noch nicht vernommen werden. Die Hintergründe der Tat sind weiterhin unklar.

Bei der Festnahme ging der mutmaßliche Angreifer nach Polizeiangaben mit einem Messer auf die Beamten zu und soll auch durch Pfefferspray und einen Elektroschocker (Taser) nicht zu stoppen gewesen sein. Daraufhin schoss einer der Beamten auf den 57-Jährigen und tötete ihn.

10:22 Uhr

Melania in Flammen: Statue von First-Lady angezündet

Eine hölzerne Statue von Melania Trump ist in ihrem Heimatland Slowenien offenbar angezündet worden. Das berichtet unter anderem "rtvslo.si". Demnach konnte die Feuerwehr den Brand am Sonntag löschen. Die Skulptur sei durch das Feuer aber beschädigt worden. Die Statue der First Lady der USA war im Juli 2019 in der Nähe ihrer Heimatstadt Sevnica errichtet worden. Sie wurde vom amerikanischen Künstler Brad Downey entworfen.

Die Statue, die die Frau von US-Präsident Donald Trump in einem blauen Mantel zeigt, der dem ähnelt, den sie bei der Amtseinführung ihres Mannes trug, war von Anfang an umstritten. Medienberichten zufolge bezeichneten einige Bewohner der Stadt die Statue als "Schande" und "Vogelscheuche" und beschwerten sich, dass sie eher Schlumpfine als der First Lady ähnele.

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09:42 Uhr

Mann pumpt versehentlich 1200 Liter Heizöl in Keller

Ein folgenschweres Missgeschick ist einem Tankwagenfahrer in Rinteln (Kreis Schaumburg) passiert. Der Mann habe einen Einfüllstutzen verwechselt und aus Versehen rund 1200 Liter Heizöl statt in den vorgesehenen Tank in den Keller eines Nachbarhauses gepumpt, teilte die Polizei mit. Weil der Öltank hinter dem Einfüllstutzen wegen einer Umstellung der Heizung auf Gas längst abgebaut war, floss das Heizöl den Angaben zufolge in den leeren Keller und von dort in die Kanalisation. Die Feuerwehr und ein Abwasserbetrieb konnten es dort auffangen. Das betroffene Haus ist wegen der Ausgasungen des Öls vorerst unbewohnbar. Gegen den Fahrer wird ermittelt.

09:02 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:57 Uhr

Sabia Boulahrouz ist mit 42 Jahren Oma geworden

Das Model Sabia Boulahrouz ist gerade einmal 42 Jahre alt - und schon Oma. Das bestätigte die ehemalige Spielerfrau nun in der "Bild"-Zeitung. Demnach freut sie sich über ihren Enkelsohn Leonardo, den ihre 24-jährige Tochter Katharina in einer Hamburger Klinik im Stadtteil Barmbek zur Welt gebracht habe. "Dem Kleinen geht es prächtig", verriet die Ex der Fußball-Stars Rafael van der Vaart und Khalid Boulahrouz.

Sie habe kurz vor Weihnachten 2019 von der Schwangerschaft erfahren: "Ein tolles Gefühl, mit 42 Oma zu sein!" Während der Geburt habe leider außer Freund Timmy niemand dabei sein dürfen, jedoch habe man am Handy mitgefiebert. Sabia Boulahrouz hat insgesamt vier Kinder: Katharina, ihre erstgeborene Tochter, stammt aus einer Beziehung vor der Hochzeit mit dem Ex-HSV-Star Boulahrouz, mit dem sie drei weitere Kinder hat.

08:35 Uhr

Maximaler Neidfaktor: Sommer im Süden, Regen im Norden

Auch heute erwartet uns ein kontrastreicher Wettertag mit maximalem Neidfaktor. Im Süden mit leichtem Hochdruckeinfluss und bis zu 13 Sonnenstunden. Von der Mitte nordwärts zieht hingegen ein Tiefdruck-Doppelpack durch. Zuerst ist es Tief "Xochil", dem anschließend der ehemalige Tropensturm "ex-Edouard" folgt. Dementsprechend dominieren in der Mitte und im Norden die Wolken und bringen zum Teil kräftigen Regen mit. Durchaus mal mit Regenmengen von 10 bis 20 Litern pro Quadratmeter binnen 12 Stunden.

Dazu erlebt der Norden erneut den gefühlten Herbst bei Höchstwerten von 15 bis 17 Grad. In der Mitte werden es 18 bis 23 Grad, während es Richtung Süden sommerlich bis hochsommerlich weitergeht. Am heißesten ist es am Oberrhein bei bis zu 32 Grad.

Die weiteren Aussichten: Morgen im Süden noch länger schön und warm bis heiß bei bis zu 32 Grad. Im übrigen Land sind teilweise kräftige Gewitter möglich. Stellenweise mit der Gefahr von Starkregen und Sturmböen. Am Samstag kann es dann im äußersten Süden noch heftiger krachen. Dahinter wird es aber zum Sonntag immer sonniger und trocken bei 17 bis 27 Grad.

Ein Trend, der am Montag und Dienstag bestehen bleibt. Auch wenn es nicht unbedingt strahlend schön wird, so ist der Sommer dann allmählich wieder in der Spur. Am Montag mit 20 bis knapp 30 Grad. Der Dienstag bringt zwischen 21 im Norden und bis zu 31 Grad am Rhein. Ihr Björn Alexander


08:25 Uhr
Breaking News

Deutsche Exporte im Mai um fast 30 Prozent eingebrochen

Die deutschen Exporte bleiben wegen der Corona-Pandemie weiter deutlich hinter den Vorjahreswerten zurück: Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, lagen die Ausfuhren um 29,7 Prozent niedriger als im Mai 2019. Zugleich wuchsen die Exporte im Vergleich zum April kalender- und saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat April 2020 um neun Prozent.

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07:41 Uhr

Unbekannte klauen 85 Einkaufswagen und blockieren Straße

Unbekannte haben im saarländischen St. Ingbert 85 Einkaufswagen entwendet und eine Straße hinunterrollen lassen. Die Wagen kamen nach etwa 80 Metern zum Stehen und blockierten die Fahrbahn, wie die Polizei mitteilte. Zu einem Unfall, einer konkreten Gefährdung oder zu Sachschaden kam es demnach in der Nacht nicht. Die Einkaufswagen stammten laut den Beamten aus einem nahen Lebensmittelgeschäft. Nun werde wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ermittelt.

07:02 Uhr

"Am Bizeps zugelegt": Altmaiers Hanteltraining zahlt sich aus

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat sich in der Corona-Krise sportlich betätigt - und sieht nun erste Erfolge. "Es macht großen Spaß, ich fühle mich seither viel dynamischer und habe am Bizeps auch schon zugelegt", sagte Altmaier der "Augsburger Allgemeinen". Die Zunahme gelte allerdings leider und in begrenztem Maße auch für seinen Bauchumfang - "obwohl das so nicht vorgesehen war".

Im April hatte der Minister der Zeitung verraten, dass er in der Corona-Krise wieder mit Sport und Hanteltraining begonnen habe. Durch die Auswirkungen der Krise habe er die Hanteln wieder angefasst "und festgestellt, dass man auch in meinem Alter und mit meiner Figur noch "Bodybuilding" treiben kann", sagte er damals.

06:38 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

etwas später als geplant stellt Bundesinnenminister Horst Seehofer heute den Verfassungsschutzbericht für 2019 vor. Den ursprünglich für Ende Juni geplanten Termin mit dem Chef des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Thomas Haldenwang, hatte sein Ministerium ohne Angabe von Gründen abgesagt - vielleicht, weil die Diskussion um eine polizeikritische Kolumne der "taz" damals viel Raum einnahm. Außerdem werden heute noch diese Themen wichtig:

  • Nach Prüfung des Hygienekonzepts von Tönnies wollen die Behörden erneut über die Wiederaufnahme des Betriebs in der Fleischfabrik beraten. Im Anschluss soll es erste Entscheidungen geben, wie es an dem Standort in Rheda-Wiedenbrück (Kreis Gütersloh) weitergeht.
  • Siemens geht die letzten Schritte auf dem Weg zur Trennung von seinem Energiegeschäft. Die außerordentliche Hauptversammlung soll die Abspaltung und den Börsengang von Siemens Energy Ende September beschließen. Auch wenn es teilweise Kritik von Aktionären an dem Schritt gibt, gilt eine Mehrheit für die Abspaltung als sicher.
  • Die Corona-Krise macht Deutschlands Exportunternehmen schwer zu schaffen. Wie sich die Ausfuhr von Waren "made in Germany" im Mai nach dem Absturz im April entwickelt hat, gibt das Statistische Bundesamt bekannt.
  • Im Prozess um einen Angriff auf einen Wirtschaftsanwalt in Frankfurt wird das Urteil gegen den Hamburger Unternehmer Alexander Falk erwartet. Falk wird vor dem Landgericht Frankfurt Anstiftung zur gefährlichen Körperverletzung vorgeworfen. Der Wirtschaftsanwalt war im Februar 2010 angeschossen und schwer am Oberschenkel verletzt worden. Er bereitete zu der Zeit eine Millionenklage in einem Verfahren vor, bei dem es um manipulierte Umsätze beim Verkauf eines Internetunternehmens ging, das Falk gehörte.

Mein Name ist Juliane Kipper und ich versorge Sie bis in den frühen Nachmittag mit Nachrichten. Sie haben Fragen oder Anregung? Sie erreichen mich unter: juliane.kipper@nama.de.

06:23 Uhr

Superreiche haben ihr Vermögen kräftig vermehrt

Die Reichen und Superreichen gehen mit einem kräftigen Finanzpolster in die Corona-Krise. Sie profitierten im vergangenen Jahr unter anderem vom Anstieg der Aktienkurse. Insgesamt legte das Vermögen der Dollar-Millionäre weltweit gegenüber dem Vorjahr um 8,6 Prozent auf 74 Billionen Dollar (65,58 Billionen Euro) zu, wie aus einer veröffentlichten Untersuchung des Beratungsunternehmens Capgemini hervorgeht. Zugleich gewann der Club der Reichen mehr Mitglieder.

Welche Folgen die Corona-Krise hat, lässt sich den Angaben zufolge aktuell schwer abschätzen. "Die Ungewissheit ist groß", sagte Capgemini-Experte Klaus-Georg Meyer. Rund um den Globus gab es im vergangenen Jahr 19,6 Millionen Menschen, die über ein anlagefähiges Vermögen von mehr als einer Million Dollar verfügten. Das waren 8,8 Prozent mehr als im Jahr 2018. Knapp 1 Prozent kamen auf mehr als 30 Millionen Dollar. In Deutschland stieg die Zahl der vermögenden Privatanleger den Angaben zufolge um 8,6 Prozent auf 1,466 Millionen.

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06:02 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht