Donnerstag, 01. Oktober 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
21:57 Uhr

Deutscher Neonazi mit 1,2 Kilo Sprengstoff in Polen festgenommen

Ein mutmaßlicher deutscher Rechtsextremist ist in der vergangenen Woche in Polen verhaftet worden. An seinem Arbeitsplatz wurden 1,2 Kilogramm Sprengstoff und Munition beschlagnahmt worden. Zuvor hatte der Verdächtigte Jürgen K. rechtsradikale Meinungen in Online-Netzwerken veröffentlicht. 

Ein Sprecher des zuständigen Ministeriums gab an, der Deutsche werde verdächtigt, einer "organisierten kriminellen Gruppe terroristischer Art" anzugehören. Er wurde des illegalen Waffen- und Sprengstoffbesitzes angeklagt und befindet sich in Untersuchungshaft. Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu acht Jahre Haft.

21:27 Uhr

Gericht: Snowden soll 5,2 Millionen Dollar an US-Staat abtreten

Der Whistleblowers Edward Snowden soll laut einer US-Gerichtsentscheidung rund 5,2 Millionen Dollar an Honoraren an den amerikanischen Staat abtreten. Dabei geht es um 4,2 Millionen Dollar für seine Memoiren "Permanent Record" sowie um gut eine Million Dollar aus 56 Auftritten. Das US-Justizministerium betonte, dass Snowden damit nicht von einem "Vertrauensbruch" profitieren solle.

Das Gericht stellte fest, dass Snowden gegen seine Verpflichtung verstoßen habe, die Veröffentlichungen mit Bezug zu seiner Geheimdiensttätigkeit zur Freigabe vorlegen zu lassen. Snowden habe drei Mal Geheimhaltungsvereinbarungen mit den Geheimdiensten CIA und NSA unterschrieben, die das vorsahen.

Snowden hatte 2013 Dokumente zu Ausspäh-Aktivitäten des US-Abhördienstes NSA und seines britischen Gegenparts GCHQ an Journalisten gegeben. Damit enthüllte er eine ausufernde Überwachung im Internet.

20:54 Uhr

Nicki Minaj ist Mutter geworden

Babyfreuden bei Nicki Minaj: Die Rapperin soll am vergangenen Mittwoch in Los Angeles die Geburt ihres Kindes gefeiert haben. Das bestätigten nicht näher benannte Quellen den US-Medien "TMZ" und "People". Das Baby - Geschlecht und Name sind noch nicht bekannt - soll in Los Angeles das Licht der Welt erblickt haben. Für Minaj und ihren Ehemann Kenneth Petty ist es der erste Nachwuchs.

Im Juli verkündete die Musikerin voller Stolz ihre Schwangerschaft und präsentierte ihren Babybauch auf Instagram. "Schwanger", schrieb Minaj schlicht zu einem Bild, das die 37-Jährige mit knallgelber Lockenpracht, einem knappen Bikini und in Plateauschuhen mit Absätzen von der Seite zeigt.

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20:19 Uhr

Künstlerin Boël ist jetzt offiziell Prinzessin von Belgien

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Das ist die neue belgische Prinzessin.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach jahrelangem Vaterschaftsstreit mit dem früheren König Belgiens hat das zuständige Brüsseler Gericht endgültig im Sinne der Künstlerin Delphine Boël entschieden. Die 52-Jährige ist damit von nun an offiziell Prinzessin von Belgien.

Auch ihre beiden Kinder Joséphine und Oscar werden Prinzessin beziehungsweise Prinz. Boël selbst nimmt den Nachnamen ihres Vaters an: Sachsen-Coburg-Gotha.

Die Künstlerin kämpfte seit Jahren um die Anerkennung als leibliche Tochter des belgischen Ex-Königs Albert II. Nach ihrer Darstellung hatten ihre Mutter und Albert vor Jahrzehnten eine längere Affäre, was Albert stets bestritten hatte. Im Januar lenkte er nach jahrelangem Rechtsstreit ein und gestand die Vaterschaft ein.

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19:48 Uhr

Mann wird wegen fehlender Maske kontrolliert - und landet in Haft

Wer mit Haftbefehl gesucht wird, sollte sich in der Öffentlichkeit eigentlich lieber unauffällig verhalten - und eine Maske tragen.

Im Osnabrücker Hauptbahnhof sprachen Bundespolizisten einen 37-Jährigen wegen der fehlenden Maske an. Als sie die Personalien überprüften, stellten sie fest, dass der Mann von der Justiz gesucht wurde, weil er aufgrund einer Verurteilung wegen Körperverletzung noch eine Geldstrafe von 1800 Euro zahlen musste.

Da er die Strafe nicht bezahlen konnte, musste er eine Ersatzfreiheitsstrafe von 90 Tagen antreten, teilte ein Sprecher der Bundespolizei mit.

19:16 Uhr

Nächstes Bundesland verbietet Reichsflaggen in der Öffentlichkeit

Polizei und Verwaltungsbehörden in Niedersachsen können das öffentliche Schwenken von Reichsfahnen und Reichskriegsflaggen jetzt unterbinden. Ein entsprechender Erlass sei ab sofort gültig, teilte das niedersächsische Innenministerium in Hannover mit. Beim Verwenden der Flaggen sei ein Ordnungswidrigkeitsverfahren einzuleiten, die Fahnen könnten auch sichergestellt werden.

"Wer diese Flaggen öffentlich schwenkt, zeigt damit eine verfassungsfeindliche Haltung", sagte Innenminister Boris Pistorius. Sie seien Symbole für rechtsextremistische Einstellungen und Ausländerfeindlichkeit.

Das Land Bremen hat das Zeigen von Reichs- beziehungsweise Reichskriegsflaggen bereits vor zehn Tagen per Erlass verboten. Viele Politiker fordern eine bundeseinheitliche Regelung.

18:45 Uhr
Breaking News

Lewandowski ist Europas Fußballer des Jahres

Stürmerstar Robert Lewandowski ist zum besten Fußballer des Kontinents gewählt worden. Der Triple-Gewinner vom FC Bayern München wurde in Genf geehrt, er setzte sich gegen seinen Teamkollegen Manuel Neuer und den Belgier Kevin De Bruyne von Manchester City durch. Für den 32 Jahre alten Polen scheint es keine Grenzen mehr zu geben: Torschützenkönig in der Bundesliga (34 Tore), Champions League (14) und im DFB-Pokal (6), dazu die Bayern-Triumphe in allen drei Wettbewerben sowie die beiden Supercup-Siege in dieser Saison. Fehlt nur noch die mögliche Wahl zum Weltfußballer des Jahres.

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18:38 Uhr

Mann stößt Freundin aus Hotel-Fenster: Neun Jahre Haft

Er hat seine Freundin über mehrere Stunden misshandelt und aus einem Hotelfenster gestoßen. Dafür muss ein 35-Jähriger nun für neun Jahre ins Gefängnis.

  • Das Landgericht Hannover verurteilte den Mann wegen versuchten Totschlags und schwerer Körperverletzung. Seiner 23 Jahre alten früheren Freundin muss er 60.000 Euro Schmerzensgeld zahlen. Die junge Frau erlitt bei dem Sturz aus dem vierten Stock im Februar 2020 eine Wirbelkörperfraktur sowie Brüche der Arme, Beine und des Beckens. Sie geht nach Auskunft eines Gerichtssprechers immer noch an Krücken und wird ihr Leben lang stark beeinträchtigt sein.
  • Der Vorsitzende Richter sprach von einem "Martyrium". Der Angeklagte habe aus nichtigem Anlass die Frau gequält, sie gezwungen, auf das Fensterbrett zu steigen und schließlich heruntergeschubst. Zuvor soll er so etwas gesagt haben wie: "Du kannst das Zimmer nur noch durch das Fenster verlassen."
  • Beide hatten in dem Hotel in Hannover gearbeitet.
18:04 Uhr

Erdogan nennt EU "einflussloses Gebilde"

"Es gibt zwei Möglichkeiten", wie sich die Beziehungen der EU zur Türkei entwickeln werden, sagte vor wenigen Stunden EU-Kommissionschefin von der Leyen. Nun meldet sich der türkische Präsident zu Wort. Und so wie es aussieht, entscheidet er sich für die erste Variante.

Recep Tayyip Erdogan äußerte harsche Kritik an der EU. "Die Europäische Union ist als Geisel der Frechheiten Griechenlands und der griechischen Zyprer zu einem einflusslosen und oberflächlichen Gebilde ohne Weitblick verkommen", sagte Erdogan.

Erdogan sagte, es gebe kein einziges Problem in der Region, das auf Initiative der EU gelöst worden sei. "Ganz im Gegenteil: Jede Krise, in die die Union interveniert hat, hat nur neue Ausmaße angenommen und sich vergrößert."

17:39 Uhr

Kreml wirft Nawalny Beleidigung Putins vor

Der Kreml hat die Schuldzuweisungen des vergifteten Oppositionspolitikers Alexej Nawalny gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin als "absolut nicht zulässig" zurückgewiesen. Die Vorwürfe entbehrten jeder Grundlage, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Nachrichtenagentur Interfax zufolge. In einem Interview mit dem "Spiegel" hatte Nawalny Putin vorgeworfen, hinter dem Giftanschlag zu stehen.

Peskow sprach von beleidigenden Äußerungen gegen Putin, die "auch nicht hinnehmbar" seien. In Russland stehen auf Beleidigungen des Präsidenten Strafen.

Nawalny versuche, sich auf eine Stufe mit Putin zu stellen, sagte der Kremlsprecher. "Die echten Konkurrenten des Präsidenten im politischen Kampf sind andere Menschen und Kräfte." Wen genau er meinte, ließ er offen.

17:05 Uhr

Bundesverdienstorden: 15 Menschen, auf die Deutschland stolz ist

Einige von Deutschlands Besten kommen in Berlin zusammen, um eine ganz besondere Auszeichnung entgegenzunehmen: den Bundesverdienstorden. Die von Bundespräsident Steinmeier verliehene Ehrung steht im Zeichen der Corona-Krise und der deutschen Einheit.

 

17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:57 Uhr

Neuer Song von Roxette erscheint am Freitag

Roxette-Sängerin Marie Fredriksson starb vergangenen Dezember, doch ihre Musik lebt weiter. Dank ihres Bandpartners Per Gessle, der auch die letzten Aufnahmen der schwedischen Popsängerin verwahrt, erscheint am Freitag mit "Let Your Heart Dance With Me" eine neue Single von Roxette.

  • Der Song entstand 2016 im Rahmen der Studioaufnahmen zu "Good Karma", Roxettes letztem Album, schaffte es aber nicht auf die fertige Platte.
  • Auf dem Instagram-Channel von Roxette kündigt Gessle an, zur Videopremiere am Freitag ab 16.30 Uhr auf YouTube persönlich im Chat für die Fans da zu sein.
  • Die Single ist Teil des Albums "Bag of Trix", das am 6. November erscheint und weitere unveröffentlichte Aufnahmen von Fredriksson enthält.
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15:50 Uhr

EU-Beziehungen zur Türkei: Von der Leyen sieht "zwei Möglichkeiten"

Seit Monaten gibt es Spannungen zwischen der Türkei und den EU-Staaten Griechenland und Zypern wegen türkischer Erdgaserforschung im östlichen Mittelmeer. Die Beziehungen der EU zur Türkei stehen deswegen aus Sicht von Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Scheideweg. Zum Auftakt des EU-Sondergipfels sagte sie in Brüssel: "Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder steigen die Spannungen weiter, das wollen wir nicht. Oder es gibt eine Deeskalation und wir bewegen uns hin zu einer konstruktiven Beziehung. Das wollen wir." Für beide Fälle habe die EU die nötigen Instrumente zur Hand.

15:15 Uhr

Attila Hildmann vor seinem Restaurant niedergeschlagen

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Hildmann wurde bei der Attacke leicht verletzt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der bekannteste Verschwörungstheoretiker Deutschlands ist vor seinem Restaurant in Berlin-Charlottenburg attackiert worden. Die Rede ist natürlich von Attila Hildmann. Bei dem Angriff wurde der Corona-Leugner und Vegan-Koch leicht verletzt.

  • Der 31-Jährige soll Hildmann laut Polizei am Mittwochabend gegen 21.30 Uhr vor seinem Laden in der Schillerstraße getreten, geschlagen und mit Gegenständen nach ihm geworfen haben. Der rechtsradikale Hildmann, der sich selbst "ultrarechts" und einen Verschwörungsprediger nennt, wurde am Kopf und am Bein leicht verletzt.
  • Laut Polizei zeigten sich beide Männer gegenseitig an. Bei seiner Festnahme habe der Angreifer Widerstand geleistet und Beamte beleidigt. Ein Atemalkoholtest ergab 1,5 Promille.
  • Der Verdächtige ist inzwischen wieder auf freiem Fuß. Gegen ihn wird wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und gefährlicher Körperverletzung ermittelt.
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14:30 Uhr

Trump, Putin und Macron fordern Waffenruhe in Bergkarabach

Die Präsidenten der USA, Russlands und Frankreichs haben in einer gemeinsamen Erklärung die militärische Gewalt in der Konfliktregion Bergkarabach verurteilt. Sie fordern die sofortige Einstellung der Kampfhandlungen und die Rückkehr zur Waffenruhe, wie der Kreml in Moskau mitteilte. Unterzeichnet wurde die Erklärung von US-Präsident Trump, Frankreichs Staatsoberhaupt Macron und Kremlchef Putin.

Update: Die Türkei lehnt die Beteiligung Russlands, der USA und Frankreichs an der Suche nach einer Friedenslösung in dem Konflikt ab. "Da die USA, Russland und Frankreich dieses Problem seit 30 Jahren vernachlässigt haben, ist es unannehmbar, dass sie an den Bemühungen für eine Waffenruhe beteiligt werden", sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan im Parlament in Ankara.

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15:00 Uhr

Schichtwechsel

Volker Petersen verabschiedet sich in den sonnigen Feierabend, ich übernehme den "Tag" und bin noch bis zum späten Abend für Sie da. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

14:08 Uhr

"Ohne Zweifel" - Stoiber traut Söder Kanzlerschaft zu

Markus Söder sagt ja immer, sein Platz sei in Bayern, wenn er gefragt wird, ob er Bundeskanzler werden möchte. Er sagt aber nie ausdrücklich: Ich will kein Bundeskanzler werden. Das verstehen manche als winzige Öffnung in einem Hintertürchen. Dass nun ein Buch über ihn erscheint, das auch noch "Der Schattenkanzler" heißt, dürfte die Frage nicht gerade zerstreuen. Darin sagt nun auch Edmund Stoiber, er traue seinem Nachfolger als Ministerpräsident von Bayern die Kanzlerschaft zu. "Ja, ohne Zweifel - er hat die Kraft, er hat die Kompetenz", sagte Stoiber demnach.

Dass Söder als Kandidat gehandelt werde, sei "auch eine Anerkennung für sein starkes, besonnenes Auftreten in der Corona-Krise". Noch im Mai hatte Stoiber gegenüber dem "Spiegel" Söder von einer Kanzlerkandidatur abgeraten. Stoiber gab sich nun in dem Interview für die Biografie zuversichtlich, dass es im Fall einer Kandidatur Söders kein Bayern-Handicap für den CSU-Bewerber geben würde. "Natürlich kann ein Bayer Kanzler werden - mir hat mein Bayersein 2002 nicht geschadet." Damals hatte Stoiber als Kanzlerkandidat knapp gegen SPD-Mann Gerhard Schröder verloren.

13:49 Uhr

Britische Finanzunternehmen haben schon 7500 Stellen in EU verlagert

Dass der Brexit dazu führen würde, dass britische Jobs auf den Kontinent wandern, haben viele vorausgesagt. Nun zeigt eine Studie, dass bereits 7500 Stellen aus der für Großbritannien überaus wichtigen Finanzbranche in EU-Staaten verlagert wurden.

  • Zahlreiche Unternehmen planten zudem die Verschiebung von Vermögenswerten, teilt die Wirtschaftsberatung EY mit. Ihren Angaben zufolge sind es 24 Firmen. Diese hätten zwar keine genauen Angaben gemacht, EY schätzt den Wert aber auf mehr als 1,2 Billionen Pfund (1,3 Billionen Euro).
  • Die Brexit-Übergangszeit endet am 1. Januar 2021. Drei Monate vor dem Ende der Übergangszeit "vollenden die Unternehmen ihre Vorbereitungen und setzen die Verlagerung von Stellen und Geschäften in die EU fort", heißt es bei EY.
  • Seit der Abstimmung der Briten über den Austritt aus der Europäischen Union im Juni 2016 hätten zudem 44 in Großbritannien ansässige Unternehmen angekündigt, neues Personal in der EU einzustellen. Mehr als 2850 Jobs seien so etwa in Frankfurt am Main, Paris, Luxemburg oder Dublin entstanden, allein in diesem Jahr rund 400.
13:20 Uhr

Schlafender Obdachloser in Berlin angezündet

Warum jemand so etwas macht, das stellt sich vielleicht heraus, wenn der Verdächtige vor Gericht steht - aber der ist abgehauen. In Berlin ist ein schlafender Obdachloser angezündet worden.

  • Ein bislang Unbekannter soll die Kleidung des Mannes am Donnerstagmorgen gegen 6.30 Uhr im U-Bahnhof Richard-Wagner-Platz im Stadtteil Charlottenburg angezündet haben, wie die Polizei mitteilte. Der Angegriffene, der auf einer Bank lag, konnte demnach seine Kleidung selbst abstreifen. Der 46-Jährige erlitt Brandverletzungen am Rücken.
  • Laut Polizei alarmierte ein bislang unbekannter Fahrgast die Rettungskräfte, die den Obdachlosen dann ins Krankenhaus brachten. Der Verletzte sei stationär aufgenommen worden, Lebensgefahr bestehe aber nicht.
  • Der Angreifer könnte laut Angaben ebenfalls ein Obdachloser sein. Der Täter sei mit einem einfahrenden Zug geflüchtet, hieß es. Eine Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen.
12:49 Uhr

Plötzlich kam Merkel rein - Nawalny erzählt

Der Kreml-Kritiker Alexej Nawalny hat das Krankenhaus verlassen und dem "Spiegel" nun ein Interview gegeben. Darin erzählt er nicht nur, dass er glaubt, Putin sei verantwortlich für seine Vergiftung, sondern auch, wie ihn Kanzlerin Merkel besuchte.

  • "Ich habe nur getan, was meine Pflicht war", habe die Kanzlerin beim Besuch in der vergangenen Woche auf seinen Dank hin entgegnet, sagte Nawalny. Der Besuch sei völlig unerwartet gewesen, sagte Nawalny. "Die Tür ging auf, mein Arzt kam herein - und Merkel."
  • Über Details könne er nichts erzählen, "aber wir haben nichts Geheimes oder Sensationelles besprochen", sagte der 44-jährige Oppositionelle. Der Besuch sei eine Geste gewesen. Ihn habe beeindruckt, wie genau die Kanzlerin Russland und seinen Fall kenne. "Wenn man mit ihr redet, versteht man, warum sie schon so lange an der Spitze Deutschlands steht."
12:32 Uhr

Google bezahlt Verlage für Inhalte

Es ist ein Streit, der seit Jahren währt - Zeitungsverlage gegen Google. Der Internet-Gigant zahlt nun Printmedien Geld, um deren Inhalte kostenlos zeigen zu dürfen.

  • Für Angebote in dem "Google News Showcase" werde man in den ersten drei Jahren weltweit mehr als eine Milliarde Dollar (855 Mio Euro) bereitstellen, kündigte das Unternehmen an. "Es ist Googles bislang weitreichendster Schritt, um die Zukunft des Journalismus zu unterstützen", schrieb Philipp Justus, Chef von Google in Zentraleuropa.
  • Der Dienst soll heute in der bestehenden Google News App für Android für Anwender in Deutschland und Brasilien beginnen. Es folgt dann die Google News App für das iPhone. Danach sollen die Inhalte auch auf dem Smartphone in Google Discover sowie in der Google-Suche erscheinen. Anwender müssen sich dafür keine neue App installieren. Sie bekommen künftig über das Angebot auch kostenlos Zugriff auf einige Artikel, die die Verlage hinter eine Bezahlschranke gestellt haben.

Aber Sie wissen ja (Achtung, überhaupt keine Schleich-, sondern eher Trampel-Werbung in eigener Sache:) - am schnellsten bekommen Sie die Nachrichten bei ntv.de.

12:09 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:46 Uhr

Schwesigs erster Einkauf im Westen war "ganz klischeehaft"

Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern.

Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern.

(Foto: Jörg Carstensen/dpa/Archivbild)

Manuela Schwesig war 15 Jahre alt, als die Mauer fiel und auch sie machte gleich danach mal rüber in den Westen - in den westlichen Teil Berlins, um genauer zu sein. Was sie dort kaufte, "klingt jetzt total klischeehaft", sagte die heute Ministerpräsidentin Mecklenburg-Vorpommerns der "Schweriner Volkszeitung". Es waren tatsächlich Bananen. Ich hoffe, sie haben gemundet.

10:59 Uhr

Raketeneinschläge im Irak - Bundeswehr-Soldaten in Schutzbunkern

Im Nordirak, im Kurdengebiet, bilden Bundeswehr-Soldaten noch immer örtliche Kämpfer aus. Nun mussten sie sich selbst vor Raketeneinschlägen in Sicherheit bringen. Mindestens drei Geschosse waren am Mittwochabend in der Nähe des Flughafens der Stadt und eines Stützpunktes der internationalen Anti-IS-Koalition gelandet, wie kurdische Sicherheitskreise berichteten. Ein Sprecher des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr sagte, im deutschen Lager habe es keine Schäden gegeben. Die Bundeswehr-Soldaten hätten aber zeitweise Schutzbauten bezogen.

10:50 Uhr
Breaking News

Wende im Lübcke-Prozess: Mitangeklagter entlassen

Spektakuläre Wende im Prozess um den Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke: Der wegen Beihilfe angeklagte Markus H. wird aus der Untersuchungshaft entlassen.

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10:37 Uhr

Saarländer haben höchste Durchschnittsrente

Kaum ein Thema löst Zukunftsängste aus wie die Rente. Ist sie sicher? Sicher ist wohl nur, dass es eine dicke Lücke zu füllen gilt, wenn man im Alter ein ähnliches Einkommen haben will wie als Arbeitnehmer. Eine neue Statistik zeigt nun, wie viel aktuelle Rentner so bekommen. Am besten ist die Lage im Saarland, dort bekommen die Herrschaften im Ruhestand im Schnitt 1545 Euro. Am Ende der Liste steht Thüringen, wo es nur 1292 Euro sind. Der Osten schneidet weiterhin schwächer ab als der Westen - allerdings bekommen Frauen dort eine höhere Rente.

10:22 Uhr

Bayer-Absturz noch schlimmer als erwartet

Ganz mies läuft es heute für die Bayer-Aktie, ihr Kurs brach noch stärker ein als befürchtet. Der Kurs fällt um 11,7 Prozent auf 47,09 Euro. Damit kommt nun das Jahrestief bei knapp 45 Euro ins Spiel, sagt Christian Henke von IG Markets. Grund für den Kurssturz ist eine Gewinnwarnung von gestern Abend.

Bayer hat nämlich weitere Einsparungen angekündigt und schließt dabei auch einen weiteren Abbau von Arbeitsplätzen nicht aus. Wie die Leverkusener mitteilten, planen sie ab 2024 jährliche operative Einsparungen in Höhe von mehr als 1,5 Milliarden Euro. Diese sollen demnach zusätzlich zu den bereits im November 2018 angekündigten Einsparungen von 2,6 Milliarden Euro pro Jahr ab 2022 erzielt werden.

Bayer
Bayer 42,33

Diese Meldung schrieb Kollege Wolfram Neidhard für den Börsen-Tag, wo sie weitere börsenrelevante Nachrichten finden.

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10:06 Uhr

Polizei beginnt Großeinsatz an A49 in Hessen

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(Foto: dpa)

In Hessen soll die Autobahn 49 weitergebaut werden - doch das gefällt nicht jedem, weil dafür Bäume gefällt werden müssen. Daher ist nun die Polizei angerückt, um die Arbeiten durchzusetzen - sie rechnet mit wochenlangem, massivem Widerstand von Aktivisten.

  • Beamte rückten am Morgen in den Herrenwald bei Stadtallendorf östlich von Marburg vor. Derzeit werde das Areal abgesperrt, sagte ein Polizeisprecher. Anschließend werde begonnen, das Waldstück zu räumen.
  • Für die A49 sollen Bäume im Herrenwald und im nahe gelegenen Dannenröder Forst bei Homberg/Ohm gefällt werden. Aus Protest haben sich Aktivisten in Baumhäusern eingerichtet und Barrikaden errichtet.
09:31 Uhr

Alternativer Nobelpreis geht nach Belarus

Nein, es ist nicht Lukaschenko, der den Alternativen Nobelpreis bekommt, sondern natürlich werden Politiker der Opposition ausgezeichnet. Preisträger sind Alex Bjaljazki und drei weitere Aktivisten.

  • Bjaljazki und das von ihm gegründete Menschenrechtszentrum Wjasna erhalten die Auszeichnung der Stiftung zufolge für ihren "entschlossenen Kampf für die Verwirklichung von Demokratie und Menschenrechten in Belarus", wie die in Stockholm ansässige Right-Livelihood-Stiftung mitteilte.
  • Wjasna ist eine der wichtigsten Nichtregierungsorganisationen in Belarus. Sie dokumentiert Menschenrechtsverletzungen und beobachtet Wahlen. Seit dem Beginn der Proteste nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl vom 9. August spielt Wjasna eine wichtige Rolle in der Demokratiebewegung.
  • Bjaljazki ist auch Mitglied im Koordinierungsrat der Opposition, der einen politischen Wechsel in Belarus herbeiführen will.
09:11 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:54 Uhr

Polizei stoppt Autofahrer mit fünf Promille

Am Mittwochabend hat sich in Hannover ein Autofahrer ein paar alkoholische Getränke zu viel genehmigt und sich hinters Steuer geklemmt. Augenzeugen riefen die Polizei, nachdem sie beobachtet hatten, wie er zu seinem Auto schwankte und ins Auto stieg und losfuhr. Im Stadtteil Marienwerder stoppten die Beamten den 38-Jährigen und testeten seinen Atemalkohol. Ergebnis: fünf Promille. Eine Blutentnahme wurde angeordnet, Autoschlüssel und Führerschein wurden beschlagnahmt. Auch ein Verfahren wurde eingeleitet.

08:28 Uhr

800 Millionen Dollar Entschädigung nach Las-Vegas-Massaker

Geld kann Verstorbene nicht zurückbringen, aber wenn etwas Schlimmes passiert, muss jemand bezahlen - und da eignet sich Geld immer noch am besten. In den USA bestätigt nun ein Gericht in Nevada eine gewaltige Entschädigungssumme von 800 Millionen Dollar (680 Millionen Euro), der allerdings auch ein gewaltiges Verbrechen vorausging - das Massaker von Las Vegas vor genau drei Jahren, am 1. Oktober 2017. Der 64-jährige Stephen Paddock tötete 58 Menschen und verletzte mehr als 800 weitere. Es war das schlimmste Blutbad in den USA in den vergangenen Jahren.

  • Wie aus dem am Mittwoch ergangenen Beschluss des Gerichts im Bundesstaat Nevada hervorgeht, übernimmt der Kasino- und Hotelkonzern MGM Resorts International 49 Millionen Dollar dieser Summe. Den Rest tragen die Versicherer des Unternehmens.
  • MGM gehört das "Mandalay Bay Resort and Casino", von dessen 32. Stock aus der Heckenschütze am 1. Oktober 2017 in die Besuchermenge bei einem Countrymusik-Festival gefeuert hatte.

Überlebende und Angehörige verklagten MGM wegen Nachlässigkeit bei der Kontrolle seiner Räumlichkeiten. Paddock hatte in seiner Suite unbemerkt 24 Schusswaffen und Riesenmengen Munition gehortet.

07:58 Uhr

Nawalny geht von Putin als Drahtzieher aus

Dass in letzter Konsequenz Russlands Präsident Putin hinter seiner Vergiftung steckt, davon geht Kreml-Kritiker Alexej Nawalny aus.

  • "Ich behaupte, dass hinter der Tat Putin steht, und andere Versionen des Tathergangs habe ich nicht", sagte er dem "Spiegel".

  • Der Oppositionspolitiker kündigte demnach an, dennoch in seine Heimat zurückzukehren. "Meine Aufgabe ist jetzt, der Typ zu bleiben, der keine Angst hat. Und ich habe keine Angst!"

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07:33 Uhr

Scorpions-Sänger lacht über "Wind of Change"-Gerücht

Ach, "Wind of Change", was für ein Lied. Es ist die Hymne der Wende um das Jahr 1989 und 1990 und wenn ich die Fernsehbilder von damals sehe und das Stück läuft, kribbelt es immer so wohlig. Auch wenn der Autor Wiglaf Droste es als "Hymne für Greise jeden Alters" bezeichnete. Nun ja, nun gibt es Gerüchte zu dem Lied, der CIA habe es geschrieben. Darüber kann Klaus Meine, Sänger der Scorpions, die das Lied damals intonierten, nur lachen.

"Ich habe das nicht ernst genommen, aber wir leben ja in Zeiten, wo diese Verschwörungstheorien total aufgesogen werden", sagte er nun. Er habe den Song im September 1989 in seinem kleinen Homestudio in der Wedemark bei Hannover eingespielt. "Da, wo halt solche Welthits entstehen", sagte Meine mit einem Lächeln. "Außerdem, glaube ich, wäre das auch viel eher ein Thema für den KGB gewesen, weil der Song wie ein Stadtführer durch Moskau ist."

07:14 Uhr

Rechtsextreme Chatgruppe auch bei Berliner Polizei

In NRW gab es sie und nun deckt ein ARD-Magazin auch in Berlin eine rechtsextreme Chatgruppe bei der Polizei auf.

  • Darin werden laut "Monitor" Muslime als "fanatische Primatenkultur" bezeichnet, Flüchtlinge mit Vergewaltigern oder Ratten gleichgesetzt und Neonazis als mögliche "Verbündete" bei linken Demonstrationen genannt, heißt es in dem Beitrag.
  • Es soll sich um den internen Chat einer Dienstgruppe der Berliner Polizei handeln, in dem sich mehr als 25 Beamte ausgetauscht haben sollen.
07:04 Uhr

Söder bereut Konfrontation mit Merkel im Asylstreit

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Markus Söder, der CSU-Parteivorsitzende und Ministerpräsident von Bayern.

(Foto: Sven Hoppe/dpa)

Seit der Corona-Krise ist Bayerns Ministerpräsident Söder klar an der Seite der Bundeskanzlerin - das war nicht immer so. Erinnern Sie sich an das Jahr 2018? Da ließ der Streit um Asyl und Zurückweisungen an der Grenze fast die Koalition zerbrechen - und die Fraktionsgemeinschaft von CDU und CSU. Doch das bereut Söder nun, wie er den Autoren eines neuen Buches über ihn sagte ("Der Schattenkanzler"), das er übrigens nicht selbst in Auftrag gegeben hat.

  • Durch die erbitterte Auseinandersetzung mit Merkel "entstand der Eindruck, wir stünden mehr auf der 'dunklen Seite der Macht'", sagte Söder. "Das hat sich einfach nicht gut angefühlt." Es sei ein Irrglaube gewesen, man könnte Wähler von der AfD zurückholen: "Das war eine falsche Strategie. Es war eine Fehleinschätzung, die AfD nicht schon früher hart anzugreifen."
  • Den Wahlkampf vor der Landtagswahl 2018 in Bayern habe er als "politische Nahtoderfahrung" wahrgenommen, bekannte der Regierungschef. "Die Wahrscheinlichkeit war nicht gering, dass ich der Ministerpräsident mit der kürzesten Amtszeit werden könnte." Nach seiner ersten Wahl zu dem Posten im März 2018 habe er auch Fehler gemacht.
  • Konkret bedauerte Söder den umstrittenen Kreuzerlass vom April 2018: "Manches würde ich heute anders machen, gerade auch in der Form."
Mehr dazu lesen Sie hier.
06:48 Uhr

Haftstrafe für Millionenerbin in Prozess um Sexsklavinnen

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Clare Bronfman im Juni 2018.

(Foto: REUTERS)

Jahrelang hält der Gründer einer angeblichen Selbsthilfegruppe im US-Bundesstaat New York Frauen wie Sexsklavinnen und brennt ihnen Zeichen in die Haut, um seinen Besitzanspruch deutlich zu machen. Dafür wurde der US-Amerikaner Keith Raniere bereits verurteilt - nun muss auch eine Verbündete, die kanadische Millionenerbin Clara Bronfman, knapp sieben Jahre in Haft. Sie gestand, Kreditkartenbetrug begangen und illegale Einwanderer versteckt zu haben.

Die Staatsanwaltschaft hatte hervorgehoben, ohne Bronfmans finanzielle Unterstützung hätte Keith Raniere seine Verbrechen nicht begehen können. Bronfmans Verteidigung argumentierte dagegen, die Kanadierin habe vom sexuellen Missbrauch durch Raniere nichts gewusst. Sie ist Erbin des Spirituosenkonzerns Seagram.

06:34 Uhr

Das wird heute wichtig

Kalifornien brennt, aber das ganze ließe sich wohl auch für die USA sagen, politisch gesehen. Aber ich muss mich von diesem TV-Duell-Schock lösen. Das war gestern! Heute stehen diese Themen im Kalender:

  • Die EU-Staats- und Regierungschefs treffen sich zu einem zweitägigen Sondergipfel. Thema am ersten Tag sollen die Beziehungen der EU zu China, der Erdgasstreit im östlichen Mittelmeer und mögliche neuen Sanktionen gegen die Türkei sein.

  • Verkehrsminister Andreas Scheuer wird erstmals im Untersuchungsausschuss zur gescheiterten Pkw-Maut vernommen.

  • In den USA werden die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe bekannt gegeben - ein wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Lage des Landes.

  • Die Uefa kürt Europas Fußballer des Jahres.

  • Außerdem werden die Gruppen der diesjährigen Teilnehmer der Fußball-Champions-League ausgelost.

Ich heiße Volker Petersen und werde ihnen nun bis 14 Uhr die Bälle zuspielen, die hoffentlich für Sie relevante und unterhaltsame Nachrichten beinhalten. Guten Morgen! Kontakt: volker.petersen (at) nama.de

06:23 Uhr

Feuer im Napa Valley nur zu zwei Prozent unter Kontrolle

Mehr als 2000 Feuerwehrleute kämpfen in den kalifornischen Weinregionen Napa und Sonoma Valley gegen die um sich greifenden Waldbrände.

  • Das sogenannte Glass-Feuer war trotz des massiven Aufgebots an Helfern nur zu zwei Prozent unter Kontrolle, wie die Behörde Cal Fire mitteilte.
  • Seit Sonntag haben die Flammen Dutzende Gebäude, darunter auch Weingüter, zerstört und zehntausende Menschen in die Flucht getrieben. Über 20.000 Häuser seien in der Gefahrenzone, hieß es.
05:57 Uhr