Donnerstag, 10. Dezember 2020Der Tag

Heute mit Johanna Ohlau
22:44 Uhr

Das war Donnerstag, der 10. Dezember 2020

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(Foto: picture alliance / dpa)

Liebe Leserinnen und Leser,

wir sind am Ende angekommen, also am Ende von "Der Tag" für heute. Bis der ereignisreiche Donnerstag tatsächlich zu Ende ist, sind es noch ein paar Minuten. Die Pandemie, zu der wir auch im Corona-Ticker in der Nacht weiter informieren, und der Brexit haben uns heute unter anderem beschäftigt - ein kleiner Überblick über die Themen des Tages:

Johnson: "Hohe Wahrscheinlichkeit" für No-Deal-Brexit

EU-Gipfel billigt Haushaltskompromiss

Franzosen müssen Silvester zu Hause bleiben

Höchstwert: Fast 27.000 Corona-Neuinfektionen

Banksy-Werk ziert steilste Straße Englands

Die Aussichten auf die nächsten Tage und Wochen sind trotz der bevorstehenden Feiertage eher bescheiden. Uns steht wie anderen Ländern auch in Deutschland wahrscheinlich ein "harter" Lockdown bevor. Bei den wenigen Begegnungen, die wir momentan haben, wünsche ich Ihnen deshalb eine mit jemandem wie dem japanischen Taxifahrer Kenji Tsutsui. Der 69-Jährige verschenkt vierblättrige Kleeblätter an seine Fahrgäste - als kleine Aufmunterung. Ihnen schenke ich hier jetzt auch so ein Kleeblatt und hoffe, dass das auch bei Ihnen für ein kleines Lächeln sorgt und Glück bringt. Gute Nacht!

22:14 Uhr

US-Moderatorin Ellen DeGeneres an Covid-19 erkrankt

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Ellen DeGeneres hat ihre Covid-19-Erkrankung öffentlich gemacht.

(Foto: REUTERS)

Die amerikanische Komikerin und Talkshow-Moderatorin Ellen DeGeneres ist mit dem Coronavirus infiziert. Dies gab die 62-Jährige in den sozialen Medien bekannt. Sie sei positiv getestet worden, fühle sich aber glücklicherweise gut, schrieb DeGeneres.

  • Menschen, die mit ihr Kontakt hatten, seien informiert worden. Sie werde alle nach den Feiertagen wiedersehen, teilte sie ihren Fans mit.
  • DeGeneres moderiert eine nach ihr benannte Show im US-Fernsehen und war auch schon Gastgeberin der Oscars.

21:58 Uhr

Künftiger "Second Gentleman" Emhoff lehrt bald an der Uni

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Die zukünftige Vizepräsidentin und der "Second Gentleman" Doug Emhoff.

(Foto: AP)

Der Ehemann der gewählten US-Vizepräsidentin Kamala Harris - der künftige und erste "Second Gentleman" in der Geschichte der USA - Doug Emhoff, wird Gastdozent an der renommierten Georgetown-Universität. Der 56-jährige Anwalt wird an der Hochschule in der Hauptstadt Washington unter anderem über Rechtsstreitigkeiten in der Unterhaltungsbranche doziere n, wie die Juristische Fakultät mitteilt.

  • Der auf Medien, Sport und die Unterhaltungsbranche spezialisierte Emhoff, der seinen Job bei der Anwaltskanzlei DLA Piper während des Präsidentschaftswahlkampfes auf Eis gelegt hatte, zeigte sich erfreut über die Berufung. "Ich will schon seit langem unterrichten und der nächsten Generation junger Anwälte dienen", erklärte der Jurist.
  • Harris wird am 20. Januar als erste Vizepräsidentin der US-Geschichte vereidigt. Ihr Ehemann Douglas - kurz Doug - Emhoff wird folglich der erste "Second Gentleman" der Geschichte.
  • Auch die Ehefrau des künftigen Präsidenten Joe Biden, Jill, will sich künftig nicht auf ihre Rolle als First Lady beschränken: Die 69-Jährige will weiterhin an einem Community College unterrichten, einer Art Zwischenstufe zwischen Schule und Universität. "Dr. Biden" wird damit die erste Präsidentengattin, die neben ihren Verpflichtungen als First Lady einer geregelten Arbeit nachgeht.
21:20 Uhr

280.000-Euro-Gemälde landet versehentlich im Müll

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Nochmal gut gegangen: Kriminalhauptkommissar Michael Dietz mit dem Gemälde des französischen Malers Yves Tanguy.

(Foto: picture alliance/dpa/Polizei Düsseldorf)

Ist das Kunst oder kann das weg? Bei einem Gemälde des Surrealisten Yves Tanguy wäre unbeabsichtigt beinahe Letzteres passiert. Im Düsseldorfer Flughafen ist ein Gemälde im Wert von 280.000 Euro versehentlich im Altpapiercontainer gelandet. Ein Geschäftsmann auf dem Weg nach Tel Aviv vergaß das Bild Ende November beim Einchecken "aus unklaren Gründen", wie die Polizei mitteilt.

  • Dass er seine Reise ohne den etwa 40 mal 60 Zentimeter großen Pappkarton im Handgepäck antrat, sei ihm erst später aufgefallen.
  • Zunächst habe der Mann von Israel aus versucht, herauszufinden, was mit dem Bild passierte. Dann habe er seinen in Belgien wohnhaften Neffen auf die Suche angesetzt - ohne Erfolg.
  • Schließlich machte sich der Neffe auf den Weg nach Düsseldorf und erstattete eine Verlustanzeige bei der Flughafenpolizei.
  • Die Ermittler überprüften nach einem Gespräch mit der Reinigungsfirma die Altpapiercontainer - und entdeckten ganz unten das wertvolle Gemälde des Surrealisten Yves Tanguy. Das Werk wurde gestern seinem rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben.

Andere Kunstwerke hatten nicht so viel Glück: 2016 sorgte etwa ein Fall aus Mannheim für Aufsehen, bei dem eine Reinigungskraft Teile der Installation "Behausung 6/2016" der Künstlerin Romana Menze-Kuhn, die aus goldfarbenen Rettungsfolien bestand und die Flüchtlingskrise thematisierte, im Mülleimer entsorgte. Dem Künstler Joseph Beuys passierte es gleich zwei Mal, das seine Werke verkannt und unbewusst zerstört wurden.

20:45 Uhr
20:28 Uhr

Deutschland investiert ab 2022 mehr Geld in Schienen als in Straßen

Gleise sind vor einem Hauptbahnhof zu sehen. Foto: Hendrik Schmidt/zb/dpa/Symbolbild

Mehr Geld ins Gleis soll in Deutschland fließen.

(Foto: Hendrik Schmidt/zb/dpa/Symbolbild)

Zu wenig Züge, überlastete Strecken, Verspätungen, ausbaufähiger Internetempfang an Bord - im weltweiten Vergleich macht der Zugverkehr in Deutschland keine gute Figur. Das will die Regierung ändern und das zeigt sich jetzt auch an den Ausgaben: Der Bund will in den kommenden Jahren deutlich mehr Geld in die Schiene investieren. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer von der CSU sagte bei den Haushaltsberatungen im Bundestag mit Blick auf mittelfristige Planungen, im Jahr 2022 solle im Haushalt des Ressorts erstmals mehr Geld in die Schiene investiert werden als in die Straße.

  • 2021 steigen die Mittel laut Ministerium von zuvor 7,6 Milliarden Euro auf 8,5 Milliarden Euro.
  • Redner der Grünen und der Linken kritisierten allerdings, das Geld reiche bei weitem nicht aus, um den Sanierungsstau bei der Bahn aufzulösen. Damit werde das Ziel, die Fahrgastzahlen bis 2030 zu verdoppeln, verfehlt, sagte Cem Özdemir von den Grünen.
  • Scheuer verwies darauf, dass die Investitionen im Verkehrsressort auf einen Rekordwert stiegen. Alleine Infrastrukturinvestitionen in Straße, Schiene und Wasserstraße beliefen sich 2021 auf 19,6 Milliarden Euro.
19:32 Uhr
Breaking News

Johnson sieht "hohe Wahrscheinlichkeit" eines No-Deal-Brexit

Großbritannien wird die EU wohl mit "hoher Wahrscheinlichkeit" ohne neues Handelsabkommen verlassen. Das sagt Premierminister Boris Johnson. Gleichwohl gingen die Verhandlungen weiter.

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19:23 Uhr

"Aachoo!!" - Banksy verziert steilste Straße Englands mit niesender Frau

Für Banksy ist dieses Graffiti eine Art Heimspiel: In Bristol ist ein neues Werk des geheimnisumwitterten Streetart-Künstlers aufgetaucht. Banksy veröffentlichte heute ein Foto des Graffitis auf Instagram - die übliche Art des aus Bristol stammenden Künstlers, seine Urheberschaft zu bestätigen. Sein neustes, auf eine grüne Hauswand gesprühtes Werk zeigt eine ältere Frau mit Kopftuch, die beim starken Niesen ihr Gebiss verliert. Weil das Haus am Anfang der Vale Street liegt, die als steilste Straße Englands gilt, sieht es auf einem der von Banksy veröffentlichten Fotos so aus, als hätte das Niesen der Frau eine Mülltonne umgeworfen und die benachbarten Häuser zum Kippen gebracht. Warum sie wohl niest? Hoffentlich nicht wegen einer Corona-Infektion.

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19:08 Uhr
Breaking News

EU-Gipfel billigt Haushaltskompromiss

Der Weg für den EU-Haushalt und die milliardenschweren Corona-Hilfen ist frei. Die Staats- und Regierungschefs einigten sich heute in Brüssel auf einen Kompromiss zum neuen Rechtsstaatsmechanismus, wie ein Sprecher von EU-Gipfelchef Charles Michel auf Twitter mitteilte. Ungarn und Polen hatten wichtige Entscheidungen wochenlang blockiert.

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18:45 Uhr

Mallorca: Taxifahrer müssen Deutsch büffeln

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Das Rundum-sorglos-Paket für deutsche Touristen gibt es bald in Calvià auf Mallorca.

(Foto: picture alliance/dpa/Zuma Press)

Jeder, der schon mal im Ausland ins Taxi gestiegen ist, kennt wahrscheinlich die kleinen Tücken, die Sprachbarrieren zwischen Fahrgast und Fahrer so mit sich bringen. Eine Gemeinde auf Mallorca will deutschen Urlaubern die Fahrt angenehmer machen: Alle Taxifahrer der Gemeinde Calvià sollen ab sofort Deutsch pauken und müssen einen Sprachtest in Deutsch und Englisch bestehen.

  • Es geht um einfache Sätze zur Begrüßung und zur Frage nach dem Fahrtziel. "Die Taxifahrer müssen sich jetzt nicht stundenlang mit den Touristen unterhalten können", sagte Vizebürgermeister Juan Recasens.
  • Das Bürgermeisteramt biete zudem kostenlose Sprachkurse an.
  • Zudem ist eine Uniform für alle Taxifahrer in Calvià obligatorisch, um es "schwarzen Schafen" zu erschweren, illegal Fahrgäste zu transportieren.

Sollten Sie also dort einen Urlaub planen, könnten Sie ja vielleicht auch etwas Spanisch lernen. Das könnte hilfreich sein, wenn Sie auf dem Weg zum Flughafen etwas im Hotel vergessen haben - auch da bietet die Taxizentrale zukünftig an, die Gegenstände schnell hinterher zu bringen.

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18:10 Uhr

Monolith nahe Neuschwanstein entdeckt

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Zur Abwechslung mal ein Monolith im Schnee.

(Foto: picture alliance/dpa)

Heute sind die Monolith-Beauftragten weltweit wieder fleißig - und zum zweiten Mal in Deutschland: Nach dem Fund einer Metallsäule an einem Flussufer in Polen ist auch nahe dem Schloss Neuschwanstein ein solcher Monolith entdeckt worden.

  • Wer die rund zwei Meter große Metall-Stele in dem Feld im Landkreis Ostallgäu aufgestellt hat, ist noch unklar. Die Gemeinde teilte mit, man habe keinerlei Erkenntnisse dazu.
  • Mitte November war im US-Bundesstaat Utah ein erster Monolith aufgetaucht. Zuletzt wurden eine Reihe ähnlicher Stelen weltweit entdeckt - etwa auf der britischen Isle of Wight, in einem Naturgebiet im Norden der Niederlande oder in der südhessischen Taunusgemeinde Sulzbach, an mehreren Orten in den USA und Rumänien.
  • Im November hatte im Allgäu noch eine andere Skulptur mediale Aufmerksamkeit ausgelöst: Ein rund zwei Meter hoher Holzpenis am Gipfel des Grünten.
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17:46 Uhr

Grau und Gelb sollen die Farben des Jahres 2021 werden

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Das sind die Farbtöne, die laut einer US-Firma im Jahr 2021 im Trend liegen sollen.

(Foto: Pantone)

Sie wollen farblich ganz im Trend liegen? Dann sind Grau und Gelb die Farben der Wahl für 2021 - zumindest wenn es nach einer US-Firma geht. Genauer gesagt "Ultimate Grey", ultimatives Grau, und "Illuminating", ein grelles Gelb, seien als definierende Farben des kommenden Jahres ausgewählt worden, teilte die Firma Pantone mit. Die beiden Farben zusammen strahlten "eine Botschaft von Glück, unterstützt von Stärke" aus.

  • Seit rund 20 Jahren veröffentlicht die Firma jährlich eine - ihrer Einschätzung zufolge - definierende Farbe für das kommende Jahr
  • Die Auswahl dient dann unter anderem Designern bei der Erstellung von Möbeln, Kleidungsstücken und Ähnlichem als Inspiration.
  • Für 2020 war "klassisches Blau" ausgerufen worden.
17:25 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

17:01 Uhr

Gericht stoppt vorläufig Rodung auf Tesla-Baustelle

Der US-Elektroautobauer Tesla muss die Rodung von Wald auf seiner Baustelle in Grünheide bei Berlin vorläufig wieder stoppen. Das entschied das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg. Das Verwaltungsgericht Frankfurt (Oder) hatte zuvor entschieden, dass Tesla weiter Bäume fällen darf, dagegen wandten sich die Umweltverbände Nabu und Grüne Liga.

16:44 Uhr

Zwischenfall in Atomkraftwerk in Finnland

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In dem finnischen AKW Olkiluoto hat es einen Zwischenfall gegeben.

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

In einem finnischen Atomkraftwerk hat es einen schwerwiegenden Störfall gegeben. Dieser habe zu einem automatischen Betriebsstopp im Kernkraftwerk Olkiluoto 2 geführt, teilte die Strahlenschutzbehörde Säteilyturvakeskus (STUK) mit. Messsysteme hätten in der Anlage erhöhte Strahlenwerte gemessen. Bisherigen Erkenntnissen zufolge sei aber keine Strahlung aus dem Reaktor ausgetreten, eine Gefahr für die Umgebung bestehe nicht.

  • Besondere Schutzmaßnahmen seien nicht notwendig. Auch der Kraftwerksbetreiber TVO sprach davon, dass die Situation weder Menschen noch die Umwelt gefährdet habe.
  • Olkiluoto ist eine Insel vor der Westküste Finnlands. Sie liegt rund 250 Kilometer nordwestlich von Helsinki.
16:25 Uhr

Facebook, Youtube und Co. müssen Terrorpropaganda schneller löschen

Im Internet rekrutieren Terroristen Nachwuchs. Junge Menschen kommen dort häufig zum ersten Mal mit Terrorinhalten in Berührung. Künftig sollen Internetdienste in der EU deshalb stärker in die Pflicht genommen werden. Dienste wie Facebook oder Youtube müssen Terrorpropaganda in der EU künftig binnen einer Stunde löschen, nachdem sie von der zuständigen Stelle eines EU-Staats dazu aufgefordert worden sind. Darauf einigten sich Unterhändler von EU-Parlament und EU-Staaten. Für systematische Verstöße drohen den Seiten-Betreibern hohe Strafen.

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16:08 Uhr

Noch ein Monolith entdeckt - dieses Mal in Polen

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Monolithe hinstellen - der neue weltweite Trend? (Archivbild aus den USA)

(Foto: AP)

Es ist mal wieder so weit: Erneut ist ein Monolith aufgetaucht - dieses Mal in Polen. Nach ähnlichen Funden in den USA, Großbritannien, Rumänien, in den Niederlanden und hier bei uns in Deutschland ist nun auch eine solche Metallsäule in Polen entdeckt worden. "Eine mysteriöse und ungewöhnliche Installation" sei am Flussufer der Weichsel aufgetaucht, teilte die örtliche Bezirksverwaltung in Warschau im Online-Netzwerk Facebook mit. Bis jetzt bekannte sich niemand zum Aufstellen der Säule. Die Säule ist wie ihre vermutlichen Vorbilder etwa drei Meter hoch, hat eine matte silberfarbene Oberfläche und wird von Schrauben zusammengehalten. Sie steht im Sand am Ufer der Weichsel nahe einer großen Brücke. Nach M edienberichten wurde die Säule zuerst von Joggern entdeckt.

15:37 Uhr

Zoll entdeckt bei Fluggast 350.000 Euro in Unterhose und Schuhen

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Wie das ganze Geld wohl in die Unterhose und in ein paar Schuhe gepasst hat?

(Foto: Hauptzollamt Düsseldorf)

Ein Fluggast am Düsseldorfer Flughafen hatte ganz schön die Hosen voll - genauer gesagt die Unterhose und auch noch die Schuhe: Ein Mann soll versucht haben, 350.000 Euro in Schuhen und Unterhose am Zoll vorbeizuschmuggeln. Zunächst wurden die Zollbeamten auf sein Schuhwerk mit "Geheimfächern" aufmerksam. Der 50-jährige Düsseldorfer hatte 250.000 Euro in seinen speziell präparierten Schuhen versteckt, mit denen er in die Türkei fliegen wollte. Weniger Aufwand hat der Mann offenbar beim Versteck in der Unterhose betrieben: Die Zollbeamten fanden darin "freischwebend gelagert", wie die Behörde mitteilt, weitere 100.000 Euro. Die Geldsumme bestand vor allem aus 500-Euro-Scheinen.

  • Er habe das Geld von einem Bekannten bekommen und solle es in die Türkei transportieren, gab er laut Zoll an. Er habe sich allerdings weder an den Namen noch die Kontaktdaten dieses Bekannten erinnern können.
  • Die Beamten stellten das Geld sicher. Geprüft wird nun, ob es aus legalen Quellen stammt oder ob es Anhaltspunkte für Geldwäsche gibt.
  • Gegen den 50-Jährigen wird außerdem wegen Nichtanmeldung von Barmitteln ermittelt. Der Fund wurde schon vor zwei Wochen gemacht, aber erst heute vom Zoll mitgeteilt.
15:11 Uhr

Erzieherin klaut - um Kinder glücklich zu machen

Etwa 80 Spielfiguren hat eine Erzieherin in einem Drogeriemarkt in Donauwörth gestohlen, um sie Kindergartenkindern zum Spielen zu geben. Es handle sich um akkubetriebene sogenannte Hörbuchfiguren, die bekannte Helden von Zeichentrickserien darstellen und Geschichten erzählen können, sagte ein Polizeisprecher.

  • Die 31-jährige Frau sei gestern ertappt worden, als sie solche Figuren aus der Verpackung nahm, einsteckte und die Verpackung wieder ins Regal stellte.
  • Die bisherigen Ermittlungen ergaben, dass die Erzieherin seit Anfang November rund 80 derartige Figuren im Gesamtwert von 1260 Euro gestohlen hatte.
  • Alle Spielfiguren wurden in dem Kindergarten gefunden, in dem die Frau arbeitet. Die Polizei stellte das Diebesgut sicher.
  • "Sie wollte den Kindern eine Freude machen", sagte der Polizeisprecher. "Leider mussten wir die Freude kaputt machen."
14:32 Uhr

Grund für mysteriöse Krankheit in Indien wohl gefunden

In Indiens Provinz West Godabari werden plötzlich Hunderte Menschen krank. In der Region grassiert auch Corona, ein Virus aber wird schnell ausgeschlossen. Nun glauben Ärzte, den Grund gefunden zu haben. Der Auslöser könnte vor allem für Kinder lange Schäden bedeuten.

14:15 Uhr

Schichtwechsel

Anja Rau verabschiedet sich in den Feierabend. Ich heiße Johanna Ohlau und begleite Sie bis zum späten Abend durch den "Tag". Los geht's!

13:45 Uhr

Lidl erhöht Fleisch-Preise - Reaktion auf Bauernproteste

Der Discounter Lidl hat als Reaktion auf die jüngsten Protest- und Blockadeaktionen von Landwirten die Preise für Schweineprodukte erhöht. Lidl habe den Einkaufspreis für zehn Artikel aus dem Schweinefleischsortiment um einen Euro pro Kilogramm angehoben, als Folge steige der Verkaufspreis im gleichen Umfang, teilte Lidl mit.

  • Lidl hatte vergangene Woche schon angekündigt, 50 Millionen Euro zusätzlich an die Landwirte über die Initiative Tierwohl auszuzahlen. Jetzt folge eine weitere Soforthilfemaßnahme für die unter Druck stehenden Schweinebauern, hieß es.
  • Am Freitag will Lidl-Konkurrent Aldi Gespräche unter anderem mit der Bauern-Protestbewegung "Land schafft Verbindung" führen.
  • Die sich in Existenznot sehenden Bauern klagen über zu geringe Erzeugerpreise und ein aus ihrer Sicht unfaires Gebaren der Einzelhandelsketten. In den vergangenen zwei Wochen blockierten sie mit ihren Traktoren in vielen Städten Zentrallager.
13:13 Uhr

Verlorene Container? Suche in Nordsee geht weiter

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Die "Neuwerk" ist auf Spurensuche.

(Foto: imago stock&people)

Auf der Nordsee läuft weiter die Suche nach möglicherweise verlorenen Containern - bislang haben die Behörden aber nichts gefunden. "Wir konnten bislang keine Container identifizieren", sagte Mike Brodhagen, erster nautischer Sachbearbeiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Cuxhaven. Das Mehrzweckschiff "Neuwerk" sei weiter vor Ort und habe auch in der Nacht mögliche Stellen mit einem Sonar abgesucht.

  • Sofern es Container gebe, seien diese auf dem Meeresgrund zu suchen. "Wir gehen nicht davon aus, dass da etwas treibt", sagte Brodhagen.
  • Die Suche im Gebiet Weiße Bank, etwa 100 Seemeilen (185 Kilometer) westlich von Sylt, war am Mittwoch gestartet worden, nachdem ein niederländischer Fischer von dort gemeldet hatte, dass sein Netz sich an versunkenen Containern verfangen habe. Auch die niederländische Küstenwache hatte aufgrund dieser Angaben von Containern in dem Gebiet berichtet.
12:43 Uhr

Todesschüsse auf Ex-Verlobte: Fluchthelfer wird freigesprochen

Nach tödlichen Schüssen auf eine junge Frau soll ein 36-Jähriger dem mutmaßlichen Schützen zur Flucht ins Ausland verholfen haben - vom Vorwurf der Strafvereitelung ist er aber freigesprochen worden. Der Mann sei nicht nur der Cousin des mutmaßlichen Mörders, sondern auch sein Schwager, teilte das Amtsgericht Hannover mit. Daher sei er "aus Rechtsgründen" freigesprochen.

  • Wegen Strafvereitelung werde nicht bestraft, wer die Tat zugunsten eines Angehörigen begehe - demnach seien Angehörige in diesem Sinne nicht Cousins oder Cousinen, wohl aber Geschwister der Ehegatten (Az. 206 Ls 97/20). Das Gericht habe während der Hauptverhandlung festgestellt, dass es sich bei dem Angeklagten um den Schwager des Todesschützen handele. Die Ehefrau des Angeklagten sei die Schwester des mutmaßlichen Mörders.
  • Die Tat hatte Entsetzen in Hannover ausgelöst: Bei einer Hochzeitsfeier im März 2016 wurde eine 21-Jährige von einem Partygast gezielt erschossen - mit fünf Schüssen in den Kopf. Der Mann soll der Ex-Verlobte gewesen sein, der es nicht hinnehmen wollte, dass die junge Frau sich von ihm getrennt hatte. Er soll die Tat aus Rache begangen haben.
  • Der Mann flüchtete unmittelbar danach in den Irak. Er habe sich bis jetzt der Strafverfolgung entziehen können, teilte das Amtsgericht mit.
12:24 Uhr

Berliner Zoll beschlagnahmt 240 Kilogramm Marihuana

Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin haben Zollfahnder 240 Kilogramm Marihuana und 710 Gramm Kokain beschlagnahmt. Die Beamten nahmen am Montag außerdem drei Tatverdächtige fest, wie das Zollfahndungsamt jetzt erklärte.

  • Die Drogen waren demnach per Spedition aus Spanien geliefert worden und auf den Frachtpapieren als Pistazien deklariert.
  • Ein erster Verdächtiger wurde gefasst, nachdem die Beamten die Lieferadresse der Drogenlieferung in einem Gewerbegebiet im Berliner Bezirk Lichtenberg beobachtet hatten. Die beschlagnahmte Lieferung enthielt 142 Kilogramm Marihuana.
  • Kurz darauf erschien ein weiterer Mann, dem die Ermittler in eine Wohnung in Berlin-Mitte folgten. Bei der Durchsuchung der Wohnung und von Fahrzeugen fanden die Beamten weitere 98 Kilogramm Marihuana sowie das Kokain und verhafteten zwei weitere Tatverdächtige.
  • Gegen die drei Tatverdächtigen im Alter zwischen 28 und 37 Jahren wurden Haftbefehle erlassen.
12:02 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:57 Uhr

Sängerin Michelle litt unter gewalttätigem Vater

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Michelle konnte ihrem Vater vergeben.

(Foto: imago images/Eibner)

Die Sängerin Michelle fühlt in der Coronakrise mit den Opfern häuslicher Gewalt. Dass vor allem Kinder unter dem Lockdown zu leiden hätten, habe ihr "persönlich sehr zugesetzt", sagte die 48-Jährige den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

  • Sie litt nach eigenen Angaben selbst unter einem gewalttätigen Vater. "Ich dachte als Kind immer, dass es normal sei, wenn jeden Tag Gewalt ausgeübt wird", sagte Michelle. Kinder wüssten es nicht besser.
  • Mittlerweile habe sie ihrem Vater vergeben. "Nur wenn man vergibt, dann kann man weitergehen", sagte Michelle. "Wer wütend ist und hasst, der stagniert und bleibt im Leben stehen."
  • Michelle wuchs bei einer Pflegefamilie auf und lebte als Jugendliche auf der Straße. Heute hat die Sängerin drei Töchter.
11:43 Uhr

Belarus verbietet Ausreisen - Corona oder eher Fluchtverhinderung?

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Kritiker werfen Lukaschenko eine perfide Taktik vor.

(Foto: imago images/ITAR-TASS)

Belarus schränkt die Ausreise aus dem Land vorübergehend massiv ein und nennt den Schritt eine Corona-Schutzmaßnahme. Vom 21. Dezember an dürfen Belarussen und Ausländer mit einer Aufenthaltsgenehmigung nicht mehr über Kontrollpunkte an Straßen, Bahnhöfen und Häfen ausreisen, wie aus einem Beschluss der Regierung hervorgeht.

  • In den Augen der Bürgerrechtlerin Swetlana Tichanowskaja benutzt Machthaber Alexander Lukaschenko Corona nur als Vorwand: "Covid hat ihn bislang nicht gekümmert", schrieb Tichanowskaja auf Twitter. "Nun können unterdrückte Belarussen nicht fliehen und im Ausland Asyl beantragen."
  • Das unabhängige Nachrichtenportal tut.by erinnerte daran, dass Lukaschenko im März eine Grenzschließung wegen Corona noch als "hohl" bezeichnet hatte.
  • Belarus steckt seit der Präsidentenwahl am 9. August in einer schweren innenpolitischen Krise. Der als "letzter Diktator Europas" kritisierte Lukaschenko hatte sich mit 80,1 Prozent der Stimmen zum Sieger erklären lassen. Die Opposition hingegen sieht Tichanowskaja als wahre Gewinnerin. Seit Monaten fordert die Demokratiebewegung Lukaschenkos Rücktritt, ein Ende der Polizeigewalt gegen friedliche Demonstranten, die Freilassung aller politischen Gefangenen und Neuwahlen.
11:24 Uhr

"Schweizer-Käse-Modell" für Corona-Maßnahmen macht Käse-Verband unglücklich

Gerade in den USA werden Corona-Maßnahmen gerne mit dem "Swiss Cheese Model" veranschaulicht. Der Verband Emmentaler Switzerland ist nicht begeistert, wenn dadurch Corona und Emmentaler in Verbindung gebracht werden, wie Vizedirektor Alfred Rufer der Deutschen Presse-Agentur sagte.

  • Medien und Wissenschaftler nutzen bei dem "Swiss Cheese Model" gerne Grafiken mit mehreren löchrigen Käsescheiben. Bei der ersten Scheibe, die die Maßnahme "Abstand halten" darstellt, rauschen noch Viren durch ein Loch, bei der zweiten Scheibe "Masken" werden es weniger, weil das Loch an anderer Stelle ist, bei der dritten Maßnahme "Hände waschen" noch weniger, und so weiter.
  • Für die Amerikaner heiße "Swiss Cheese" ja einfach Käse mit Löchern - da habe der Verband nichts gegen solche Illustrationen, sagte Rufer. Wenn aber eine Verbindung zum Emmentaler hergestellt werde, sei das etwas anderes.
  • Dass nun auch die Schweizer Zeitung "Blick" etwa mit "Emmentaler schützt vor Corona!" titelt, "ist nicht in unserem Sinne", sagte Rufer.
  • In dem Verband sind mehr als 2000 Milchbauern sowie über 100 Käsehersteller und Handelsfirmen organisiert.

10:56 Uhr

Forscher filmen wohl unbekannte Wal-Art

Eigentlich wollten Meeresforscher vor Mexiko nur einen seltenen und schüchternen Wal aufspüren. Als sie ihre Daten auswerten, fällt ihnen jedoch Bahnbrechendes auf: Sie haben wohl zufällig eine neue Wal-Art entdeckt.

10:33 Uhr

Illegales Hochladen: Youtube muss nur Namen und Anschriften herausgeben

Die Videoplattform Youtube muss lediglich Namen und Anschriften von Raubkopierern herausgeben. Ein Kläger habe keinen Anspruch auf E-Mail-Adressen, Telefonnummern und IP-Adressen, entschied der Bundesgerichtshof (BGH) am Donnerstag in Karlsruhe. Man sei an eine entsprechende Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) gebunden, sagte der Vorsitzende Richter des I. Zivilsenats, Thomas Koch.

  • Geklagt hatte der Filmverleiher Constantin. Er wollte Schadenersatz von drei Nutzern, die 2013 und 2014 die Kinofilme "Parker" und "Scary Movie 5" bei Youtube eingestellt hatten. Dort wurden sie tausendfach abgerufen.
  • Die Verantwortlichen verbargen sich hinter Decknamen. Anders als in Internet-Tauschbörsen hinterlassen Nutzer auf Plattformen wie Youtube nicht sichtbar ihre IP-Adresse.
10:15 Uhr

Kanadier werden seit zwei Jahren in China festgehalten

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Zwei Jahre sitzen Kovrig und Spavor nun schon in China fest.

(Foto: REUTERS)

Vor dem Hintergrund der Affäre um den chinesischen Telekom-Riesen Huawei jährt sich in China zum zweiten Mal die Festnahme zweier Kanadier. Der frühere Diplomat Michael Kovrig und sein Landsmann Michael Spavor waren am 10. Dezember 2018 in China festgenommen worden. Beide waren nur Tage nach der Festnahme der Finanzchefin des chinesischen Telekom-Riesen Huawei, Meng Wanzhou, in Kanada festgesetzt worden.

  • Diplomaten und Kritiker vermuten, dass dies eine Vergeltungsaktion ist und werfen China "Geiseldiplomatie" vor. Offiziell wurden beide wegen des Verdachts der Spionage angeklagt.
  • Die unabhängige Organisation Crisis Group, in dessen Auftrag Kovrig arbeitete, verurteilte erneut die Festnahme. Kovrig sei festgesetzt worden, "nur, weil er ein Kanadier in China am falschen Ort zur falschen Zeit war", sagte Robert Malley, Präsident der Crisis Group, in einer Videobotschaft.
  • Meng Wanzhou, die Huawei-Finanzchefin und Tochter des Unternehmensgründers Ren Zhengfei, war im Dezember 2018 auf Betreiben der US-Behörden in Vancouver festgenommen worden. Die US-Regierung wirft ihr Bankbetrug im Zusammenhang mit der Umgehung der Sanktionen gegen den Iran vor. Bei einer Verurteilung in den USA könnte ihr eine lange Haftstrafe drohen.
09:41 Uhr

Chinesische Behörde empfiehlt Flug-Crews, Windeln zu tragen

Das Coronavirus sorgt für kuriose Auswüchse. Die chinesische Luftfahrtaufsichtsbehörde empfiehlt den Crews von Charterflügen, die in risikoreiche Covid-19-Destinationen gehen, Windeln zu tragen. So sollen sie die Toiletten meiden können und so das Infektionsrisiko senken. Das berichtet Bloomberg.

Die weiteren Maßnahmen, die empfohlen werden, klingen längst nicht so schräg: So gehört auch das Tragen von Einwegschutzkleidung, Schuhüberzügen und Gummihandschuhen zur Vorsorge.

09:26 Uhr

Cage erforscht Schimpfworte - für Netflix

Oscarpreisträger Nicolas Cage bekommt Medienberichten zufolge eine eigene Serie bei Netflix. In der sechsteiligen Doku-Reihe soll es um die Geschichte von Schimpfworten und deren Gebrauch in der Popkultur gehen, wie mehrere Medien berichteten.

  • In jeder Episode von "History of Swear Words" (deutsch: "Geschichte der Schimpfworte") sind demnach Interviews mit Historikern, Entertainern und Experten zu einem Schimpfwort geplant. Auf der Liste stehen Begriffe wie "fuck", "shit" und "damn".
  • Einen kleinen Vorgeschmack gibt es in einem Trailer des Streamingriesen, in dem Cage eine Minute lang über das Wort "pussy" philosophiert, während er auf eine Leinwand malt. "Es kann auch eine Katze sein", sagt er zum Schluss.
  • Die Netflix-Serie soll ab 5. Januar 2021 zu sehen sein.
09:08 Uhr

Trump-Retweet: Account der chinesischen Botschaft wird angeblich gehackt

Pikante Situation: Der Twitter-Account der chinesischen Botschaft in den USA ist nach Darstellung der Regierung in Peking gehackt worden, was zur Folge hatte, dass eine umstrittene Nachricht von US-Präsident Donald Trump retweetet wurde.

  • Wie so oft in den vergangenen Wochen hatte Trump gestern ohne jeden Beweis behauptet, dass die Demokraten bei der Präsidentschaftswahl im November betrogen hätten. "Wenn jemand bei der Wahl betrogen hat, was die Demokraten getan haben, warum sollte die Wahl dann nicht sofort aufgehoben werden? Wie kann ein Land so geführt werden?", hatte Trump geschrieben.
  • Diese Nachricht war dann laut Screenshots von Twitter-Nutzern von der chinesischen Botschaft in Washington weiterverbreitet worden. Später stellte die Botschaft klar, dass es sich nicht um eine eigene Initiative gehandelt habe.
  • Vielmehr sei der Account der Botschaft gehackt worden. "Der Twitter-Account der chinesischen Botschaft wurde heute Nachmittag gehackt, und wir verurteilen eine solche Tat", hieß es in einer Mitteilung auf Tweet. Die Botschaft habe an diesem Tag keinen Retweet durchgeführt.
08:41 Uhr

12-Jähriger verletzt sich schwer beim Schneeräumen mit Traktor

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Der Traktor überschlägt sich, der Junge muss gerettet werden.

(Foto: dpa)

Was für ein furchtbarer Unfall: Ein 12-jähriger Junge hat sich beim Schneeräumen mit einem Traktor überschlagen und ist dabei schwer verletzt worden. Der Junge räumte am Mittwochabend gemeinsam mit seinem Vater Schnee auf dem heimischen Hof in Weitnau im Oberallgäu, wie die Polizei mitteilte. Dabei verlor er offenbar die Kontrolle über das Fahrzeug und fuhr in einen angrenzenden Bach. Der Traktor überschlug sich und klemmte das Kind ein.

Der 51-jährige Vater konnte sich durch einen Sprung vom Traktor retten und blieb unverletzt. Mithilfe der Feuerwehr wurde der Junge befreit und in ein Krankenhaus gebracht.

08:24 Uhr

Polizei fahndet nach Überfall in Hamburg nach 27-Jährigem

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Ruben Freudenberg wird polizeilich gesucht.

(Foto: Polizei Hamburg)

Nach einem Überfall in Hamburg fahndet die Polizei nach dem 27-jährigen Ruben Freudenberg. Dieser habe ersten Erkenntnissen zufolge gestern Abend ein Familienmitglied in dessen Büro in der Innenstadt überfallen und zwei Waffen aus einem dortigen Waffenschrank entwendet, sagte ein Polizeisprecher. Anschließend sei der Mann geflüchtet.

  • Freudenberg soll psychisch erkrankt sein und benötigt nach Polizeiangaben dringend ärztliche Hilfe.
  • Weil nicht ausgeschlossen werden kann, dass er bewaffnet ist, rät die Polizei, ihn nicht anzusprechen, sondern die Ermittler zu informieren.
  • Die Polizei war am Mittwochabend mit einem Großaufgebot rund um das Bürogebäude im Einsatz. Mit rund 50 Streifenwagen fahndeten die Beamten den Angaben zufolge nach dem mutmaßlichen Täter. Die Suche sei bislang jedoch erfolglos verlaufen.
07:53 Uhr

Foto von Roth taucht in Klageschrift gegen Deutsch-Türken auf

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Claudia Roth sitzt seit 1998 im Bundestag.

(Foto: imago images/Political-Moments)

Der inhaftierte Deutsch-Türke Enver Altayli hat von einem Gericht in der Türkei Aufklärung über ein Foto mit der Grünen-Politikerin Claudia Roth verlangt, das in der Anklageschrift als Beweismittel gegen ihn aufgeführt wird. "Ich verstehe nicht, für welche Straftat dies ein ergiebiges Beweismittel darstellen sollte", schreibt Altayli in einem Antrag, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, an das Gericht für schwere Straftaten in Ankara. "Für die Führung einer Terrororganisation? Oder etwa für Spionage?"

  • Bundestagsvizepräsidentin Roth sagte, es lasse "tief in die Seriosität der türkischen Justiz blicken", falls solch ein Foto als Beweis herangezogen werde. Das sei "an Absurdität nicht zu überbieten".
  • Das Foto stammt der Anklage zufolge von Altaylis Mobiltelefon. Seine Anwältin und Tochter Dilara Yilmaz sagte, es sei 2011 bei Dreharbeiten für einen Film aufgenommen worden, in dem Roth einen Auftritt hatte.
  • Altayli war 2017 im südtürkischen Urlaubsort Antalya festgenommen worden. Ihm werden Gründung oder Führung einer Terrororganisation vorgeworfen. Zudem wird er beschuldigt, Staatsgeheimnisse mit dem Ziel der militärischen oder politischen Spionage erworben zu haben. Der Prozess wird am 22. Dezember fortgesetzt.
07:31 Uhr

Die Sonne lässt sich am trüben Tag kaum blicken

Ziehen Sie sich warm an, nehmen Sie Mütze und Handschuhe mit: Es bleibt heute kalt mit Höchstwerten zwischen einem und drei Grad. Im Bergland sowie in Odernähe gibt es sogar leichten Dauerfrost. Vormittags kann es in einem Streifen von Schleswig-Holstein über die zentralen Mittelgebirge bis nach Bayern sogar regnen oder gar schneien. Meist bleibt es dabei trüb, etwas Sonne gibt es höchstens im Westen sowie zunehmend auf den Bergen im Süden.

Am Freitag setzt sich zunächst das ruhige, aber meist trübe Frühwinterwetter fort, nur in den Alpen scheint die Sonne. Ab Mittag bringen dichte Wolken im Westen und Südwesten anfangs Schneefall, der aber bald in Regen übergeht.

07:25 Uhr

500 Polizisten bei Großrazzia gegen organisierte Kriminalität im Einsatz

Bei einer Razzia in Berlin und Hamburg sind derzeit rund 500 Polizisten im Einsatz. Der Einsatz sei Teil von Ermittlungen gegen die organisierte Kriminalität, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Berlin mit. Die Beamten der Berliner Polizei sowie der Bundespolizei vollstreckten 27 Durchsuchungsbeschlüsse und drei Haftbefehle in den beiden Städten, hieß es weiter.

Ermittelt werde wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung und weiterer Straftaten, sagte der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, Martin Steltner. Es gehe um Tatverdächtige aus arabischstämmigen Großfamilien und zum Beispiel um Querverbindungen zum Rockermilieu.

07:02 Uhr

Syphilis-Diagnosen erreichen Höchststand in Deutschland

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Kondome schützen.

(Foto: imago images/YAY Micro)

Die Zahl der Syphilis-Diagnosen in Deutschland hat im vergangenen Jahr einen Höchststand seit Einführung des Infektionsschutzgesetzes 2001 erreicht. Gemeldet wurden 7889 Fälle der Geschlechtskrankheit, rund sieben Prozent mehr als im Jahr zuvor, wie aus einem Bericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht.

  • Die meisten Nachweise im Verhältnis zur Einwohnerzahl unter den Bundesländern weist demnach das Land Berlin auf. Dort sticht insbesondere der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg mit fast 93 Fällen pro 100.000 Einwohner hervor (Berlin gesamt: 39,7).
  • Ebenfalls über dem Bundesschnitt von 9,5 Fällen pro 100.000 Einwohner liegen der Stadtstaat Hamburg und Nordrhein-Westfalen.
  • Vorwiegend wird die Krankheit laut RKI bei homo- und bisexuellen Männern diagnostiziert, darunter viele HIV-Positive. Der Frauenanteil an den 2019 gemeldeten Fällen liege bei knapp sechs Prozent.
  • Syphilis wird von Bakterien hervorgerufen und ist mit Antibiotika heilbar. In Deutschland ist die Übertragung beim Sex am häufigsten. Kondome senken das Risiko einer Übertragung.
06:51 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, werte Leserinnen und Leser!

Ich wünsche Ihnen bereits am frühen Morgen Prost! Das ist freilich zu früh am Tag, denn ich meine nicht "Prost Kaffee" - ach doch, auch das -, aber vielleicht freuen Sie sich ja schon auf ein Kaltgetränk am Abend. Heute ist in den USA nämlich "National Lager Day", der Tag, an dem das Lagerbier gefeiert, vermutlich kräftig begossen, wird.

Mit einem Schluck bester Wünsche können Sie mit den diesjährigen Preisträgern der Nobelpreise feiern, die heute online ausgezeichnet werden. Ebenfalls einen Grund zu feiern haben heute die Juden, es ist das Lichterfest Chanukka, das im Kreis der Familie zelebriert wird. In Berlin werden Chanukka-Lichter am Brandenburger Tor entzündet.

Nun aber zu den knallharten Fakten dieses Tages, diese Termine stehen an:

  • Der zweite Untersuchungsausschuss "Pkw-Maut" tagt öffentlich, warten wir ab, was das für Verkehrsminister Andreas Scheuer bedeutet.
  • Der Sozialverband Deutschland stellt sein Gutachten zu Einsamkeit vor. Ich befürchte, da wird das Coronavirus ordentlich Anteil an einer Verschärfung haben …
  • Das Statistische Bundesamt präsentiert gleich eine ganze Reihe von Zahlen, etwa zum Inlandstourismus, zu Erzeugerpreisen landwirtschaftlicher Produkte, zu den Beschäftigten und dem Umsatz im Handwerk sowie den Bildungsfinanzbericht.
  • In Karlsruhe verhandelt der Bundesgerichtshof über die Zulässigkeit der Erhebung eines Entgelts für die Zahlung mittels PayPal und Sofortüberweisung. Außerdem soll das Urteil darüber fallen, ob Youtube Daten von Nutzern herausgeben muss, die urheberrechtlich geschützte Filme illegal hochgeladen haben.
  • Die Innenminister von Bund und Ländern treffen sich virtuell zur Herbstkonferenz. Dabei geht es unter anderem um die Querdenken-Bewegung, Antisemitismus und den Abschiebestopp für syrische Flüchtlinge, den Bundesinnenminister Horst Seehofer mindestens für Straftäter und Gefährder aufheben möchte.
  • In Aserbaidschan wird der Gebietsgewinn durch Waffenstillstandsabkommen im Bergkarabach-Konflikt mit Armenien groß gefeiert. Dafür findet eine Militärparade statt, bei der auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan anwesend sein wird.
  • Welche Tier- und Pflanzenarten bedroht sind, darüber informiert die Weltnaturschutzunion mit ihrer aktualisierten Roten Liste.
  • Wer wird wohl die Persönlichkeit des Jahres? Für jeden könnte das individuell ganz unterschiedlich sein, das US-Magazin "Time" aber legt sich ganz öffentlich fest. Derjenige könnte dann auch ein Lagerbier auf seinen Erfolg trinken …

In diesem Sinne - lassen Sie es sich gut gehen. Für alle aktuellen Informationen schauen Sie regelmäßig auf ntv.de vorbei. Bis zum Nachmittag begleite ich Sie hier in "Der Tag". Mein Name ist Anja Rau, Sie erreichen mich unter anja.rau(at)nama.de.

06:32 Uhr

Gescheiterte Klage: Johnny Depp gibt sich nicht geschlagen

Hollywood-Star Johnny Depp will sich nach seiner Niederlage im Verleumdungsprozess gegen die britische Boulevardzeitung "The Sun" weiter nicht geschlagen geben. Nachdem ein Londoner Gericht Ende November seinen Berufungsantrag abgelehnt hatte, schaltete der 57-jährige US-Schauspieler das Berufungsgericht in der britischen Hauptstadt ein, wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht. Wann eine Entscheidung darüber fällt, wurde nicht mitgeteilt.

  • Die "Sun" hatte Depp 2018 in einem Artikel als "Ehefrauen-Schläger" bezeichnet. Der 57-Jährige verklagte die Zeitung daraufhin, verlor den Prozess Anfang November aber. Depp wurde angewiesen, für die Gerichtskosten der Boulevardzeitung in Höhe von 705.000 Euro aufzukommen.
  • Der Artikel sei "im Wesentlichen wahr" gewesen, hatte Richter Andrew Nicol geurteilt. In dem Artikel hatte Chefredakteur Dan Wootton die Schriftstellerin Joanne K. Rowling dafür kritisiert, dass sie dem "Ehefrauen-Schläger" Depp eine Rolle in der Filmreihe "Phantastische Tierwesen" gegeben habe.
  • Wootton bezog sich auf Aussagen von Depps Ex-Frau Amber Heard, wonach sich Depp ihr gegenüber gewalttätig verhalten habe. Depp bestreitet die Vorwürfe seiner Ex-Frau.
06:03 Uhr

Prototyp von SpaceX-Rakete geht in Flammen auf

Ein Prototyp der neuen großen SpaceX-Rakete Starship ist beim Landemanöver nach einem Testflug in Flammen aufgegangen. Das private US-Raumfahrtunternehmen zeigte sich dennoch zufrieden mit dem Testflug im Süden des Bundesstaates Texas: "Super Test. Glückwunsch an die Starship-Mannschaft", schrieb SpaceX zu einem Bild von den Überresten der Rakete. Starship soll eines Tages Astronauten zum Mars bringen.

  • Der Start des Prototyps der Rakete war korrekt verlaufen. Nachdem die Rakete eine Strecke auf gerader Linie geflogen war, wurden die drei Antriebe nacheinander abgeschaltet. Nach 4 Minuten und 45 Sekunden begann die Rakete mit der Landung.
  • Bei dem Landemanöver wurden die Antriebe wieder aktiviert, um die Rakete in die richtige Position zu bringen. Offenbar reagierten die Antriebe aber zu stark, sodass der Aufprall zu heftig war. Einer der Antriebe explodierte und verwandelte die Rakete in einen Feuerball.
  • SpaceX-Gründer Elon Musk hob aber die gelungenen Etappen des Testflugs hervor: den Start, den Positionswechsel während des Fluges und die Präzision des Landeanflugs. "Mars, da sind wir", twitterte der Raumfahrt-Pionier überschwänglich. Vorab hatte SpaceX auf seiner Website erklärt, bei solchen Testflügen gehe es vornehmlich darum, dazuzulernen.
05:47 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht