Donnerstag, 13. Juni 2019Der Tag

mit Volker Petersen
22:42 Uhr

Das war Donnerstag, der 13. Juni 2019

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Soll das Kükenschreddern verboten werden?

Zum Ende des Tages komme ich noch einmal auf ein Thema zurück, über das am Vormittag berichtet wurde: das Kükenschreddern. In unserer nicht repräsentativen Umfrage dazu spricht sich eine überwältigende Mehrheit der Leser dagegen aus. Auf Eier möchten vermutlich nicht so viele Menschen verzichten. Diese Artikel fanden heute besonders viele Leser:

Ich wünsche Ihnen einen schönen Restabend und hoffe, Sie schauen morgen wieder vorbei. Gute Nacht!

22:22 Uhr

Trumps Sprecherin Sarah Sanders hört auf

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Wieder ein Wechsel auf einer wichtigen Position im Weißen Haus: Sarah Sanders hört auf.

(Foto: REUTERS)

Das ist doch noch einmal eine Überraschung am späten Abend: Trumps oberste Erklärerin, seine Sprecherin Sarah Huckabee Sanders hört auf. Das gab der Präsident selbst bei Twitter bekannt. Hier sein wörtliches Statement:

"Nach 3 1/2 Jahren wird unsere wundervolle Sarah Huckabee Sanders das Weiße Haus Ende des Monats verlassen und in den großartigen Staat Arkansas heimkehren. Sie ist eine ganz besondere Person mit außerordentlichen Talenten, die unglaubliche Arbeit gemacht hat! Ich hoffe, sie entscheidet sich dazu, als Gouverneur von Arkansas zu kandidieren - sie wäre fantastisch. Sarah, danke für einen gut gemachten Job!"

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Sanders hatte den Posten von dem glücklosen und überfordert wirkenden Sean Spicer übernommen. Wie diesem warfen Kritiker auch Sanders vor, für den Präsidenten offensichtlich gelogen zu haben. Doch sie füllte das Amt wesentlich zurückhaltender aus, als der mitunter aufbrausende Vorgänger.

21:54 Uhr

Insider: Kein Torpedo-Einsatz bei Angriff auf Tanker

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(Foto: dpa)

Torpedos sollen bei den Angriffen auf die beiden Öltanker im Golf von Oman nicht zum Einsatz gekommen sein - das berichtet Reuters, Quelle ist ein Insider. In US-Regierungskreisen heißt es, am Rumpf eines der Schiffe sei ein Sprengsatz entdeckt worden, vermutlich eine Haftmine. Sollte sich dies bestätigen, würde es sich um die gleiche Angriffsmethode wie vor einem Monat handeln, als vier Öltanker vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate attackiert wurden. Die USA gehen davon aus, dass der Iran wahrscheinlich für diese Angriffe verantwortlich war. Die Islamische Republik weist diesen Vorwurf zurück.

21:39 Uhr

Gefährlicher Salafist in Mönchengladbach festgenommen

Er war der Polizei bereits bekannt und musste sich regelmäßig auf dem Revier melden - doch nun haben die Beamten in Mönchengladbach den Salafisten Raschid K. bei einem solchen Termin gleich dabehalten. Der Tschetschene traf am Abend ein, die Polizei setzte dann einen Haftbefehl wieder in Vollzug. Gegenüber n-tv sagte NRW-Innenminister Herbert Reul: "Ich bin froh, dass wir ihn haben. Wir waren schon längere Zeit an ihm dran. Ich bin stolz auf die professionelle Arbeit der NRW-Polizei."

21:13 Uhr

Scholz verlangt 625 Millionen Euro Einsparungen

Olaf Scholz (SPD), Bundesfinanzminister. Foto: Michael Kappeler/Archivbild

Olaf Scholz (SPD), Bundesfinanzminister. Foto: Michael Kappeler/Archivbild

(Foto: Michael Kappeler/dpa)

Die Zeiten, in denen die Steuereinnahmen steigen und steigen, sind vorbei. Sie steigen zwar noch, aber langsamer. Daher verlangt Finanzminister Olaf Scholz nun von den Ministern, 625 Millionen Euro einzusparen. Das berichtet das "Handelsblatt".

Schon in den Eckwerten war den Ministerien eine Kürzung von insgesamt 625 Millionen Euro auferlegt worden, was diese auch einlösten. Dies würde nun mit der neuen Sparrunde verdoppelt, hieß es.

Das Verteidigungsministerium müsste demnach mit knapp 30 Prozent den größten Sparbeitrag leisten, gefolgt vom Verkehrsministerium mit 19 und dem Bildungsministerium mit zehn Prozent.

20:44 Uhr

Herrenloses Gepäckstück legt ICE-Strecke lahm

Am Ende war es tatsächlich so, dass jemand einfach nur seinen Koffer vergessen hatte. Aber der Reihe nach: Die ICE-Strecke von Frankfurt am Main nach Köln war heute für zwei Stunden gesperrt. Grund war ein herrenloses Gepäckstück, das die Bundespolizei auf den Plan rief. Der Zug wurde gegen 16 Uhr im Bahnhof Montabaur gestoppt, nachdem in Frankfurt ein Mann ausgestiegen war und den Koffer zurückgelassen hatte. Zwischen 150 und 200 Fahrgäste mussten den Zug verlassen. Experten röntgten den Koffer und stellten fest, dass er harmlos war. Um 18 Uhr fuhr der ICE dann weiter.

20:09 Uhr

Spanien ruft Jugendliche zu Nutzung von Kondomen auf

In Spanien mehren sich sexuell übertragbare Krankheiten - die Regierung reagiert nun mit Aufklärung. Sie ruft junge Leute dazu auf, beim Sex Kondome zu verwenden. Zielgruppe einer Anzeigenkampagne sind Menschen zwischen 14 und 29.

Insbesondere 15- bis 18-Jährige würden seit einigen Jahren zunehmend auf Kondome verzichten, sagte Gesundheitsministerin Maria Luisa Carcedo gegenüber Journalisten. Carcedo sprach auch von einer Gleichgültigkeit gegenüber sexuell übertragbaren Krankheiten, HIV eingeschlossen.

19:36 Uhr

Maas will Albanien und Nord-Mazedonien in EU lotsen

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Maas und sein albanischer Kollege Gent Cakaj heute in Berlin.

(Foto: imago images / photothek)

Trotz Krise und Kritik hat die EU immer noch Anziehungskraft - mit Albanien und Nord-Mazedonien gibt es zwei weitere eintrittswillige Länder. Einen Fürsprecher haben sie in Außenminister Heiko Maas. Der SPD-Politiker sprach sich für Beitrittsverhandlungen aus. Die würden natürlich noch Jahre dauern. Und Maas macht auch nicht gerade Druck: Er deutete an, dass dazu beim EU-Außenministertreffen kommende Woche noch keine Entscheidung fallen solle. Das hat Gründe - Frankreich ist höchst skeptisch und auch aus CDU und CSU kommt Kritik.

19:06 Uhr

Feuerwehr rettet Hündin mit Frikadelle

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Ari auf der Markise, im oberen Bildbereich.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ich wünschte, mir würden auch immer dann Frikadellen gereicht, wenn ich auf größere Probleme stoße, dann hätte man immerhin schonmal die Fleischbällchen. Zu diesem Glück inspiriert mich eine Hündin in Essen, die die Feuerwehr von einer Markise im ersten Obergeschoss gerettet hatte. Darauf befand sich das Tier vermutlich nach einem Sprung aus dem Stockwerk darüber. Aber von dort weiter mochte Ari, so ihr Name, auch nicht. Die Feuerwehr kam und einer aus ihren Reihen hatte eine Idee. Mit einem Frikadellenbrötchen schafften sie es, die Hündin in den Korb der Drehleiter zu locken. Guten Appetit.

18:16 Uhr

Sachsen-Anhalt steigt bei Facebook aus

Ein iPhone mit dem Logo von Facebook liegt auf der rot beleuchteten Tastatur eines Laptops. Foto: Lino Mirgeler/Archivbild

Ein iPhone mit dem Logo von Facebook liegt auf der rot beleuchteten Tastatur eines Laptops. Foto: Lino Mirgeler/Archivbild

(Foto: Lino Mirgeler/dpa)

Wie geht es eigentlich weiter mit Facebook? Junge Leute, so höre ich immer wieder, nutzen das Netzwerk schon gar nicht mehr. Ein junges Bundesland tut das künftig auch nicht mehr: Die Staatskanzlei von Sachsen-Anhalt hat angekündigt, ihren Facebook-Auftritt zu löschen. Begründung: Zu schlechter Datenschutz. Immerhin 12.000 Abonnenten müssen sich nun andere Info-Quellen suchen. Aber Sachsen-Anhalt will sein Konto reaktivieren, sobald Facebook doch noch etwas in Sachen Datenschutz tut.

18:00 Uhr

Staatsanwalt ermittelt gegen Strache

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Strache.

(Foto: imago images / Viennareport)

Das "Ibiza-Video" mit Österreichs Rechtsaußen Heinz-Christian Strache in der Hauptrolle hat unser Nachbarland erzittern lassen. Darin bot der FPÖ-Mann einer vermeintlichen russischen Spenderin Gefälligkeiten an - und gab ihr Tipps, wie sie am Fiskus vorbeispenden konnte. Das Geld sollte über einen gemeinnützigen Verein zur Partei geschleust werden. Das interessiert nun die Staatsanwaltschaft. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft in Wien ermittelt nun wegen Untreue.

17:37 Uhr

Sturmtief Klaus zerstört Märchenwald

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Klaus mag offenbar keine Märchen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Klaus, das Sturmtief, hat nicht nur Bäume entwurzelt, sondern in Thüringen auch den Wünschendorfer Märchenwald zerstört. Der liegt südlich von Gera im Kamnitzgrund. Dort waren 19 historische, mechanische Modelle mit Märchenmotiven und anderen Themen aufgestellt - die ältesten davon 92 Jahre alt. "Von denen ist kein einziges mehr ganz", sagte Bürgermeister Marco Geelhaar. "Alles liegt kreuz und quer wie ein Mikadospiel." Den Schaden könne man nicht beziffern.

17:01 Uhr

120.000-DM-Postraub nach 18 Jahren aufgeklärt

Es passiert in Würzburg, Tatort ist eine Postfiliale. Ein Mann dringt ein, bedroht eine Angestellte mit einem Messer und zwingt sie zur Herausgabe von Geld. Viel Geld: 120.000 DM raubt der Mann und verschwindet. Das war 2001 - und jetzt ist es der Polizei doch noch gelungen, den Täter ausfindig zu machen. Er saß bereits wegen ähnlicher Vergehen im Gefängnis. Der heute 53-Jährige wurde anhand eines Handabdruckes überführt. Das Landgericht Würzburg verurteilte ihn nun zu fünf Jahren und drei Monaten Haft - die Strafe wird mit früheren Verbrechen auf sechseinhalb Jahre verrechnet. Die Postmitarbeiterin sagte übrigens, sie leide noch immer unter dem Raubüberfall. Und der Mann? Sagt, er könne sich nach mehreren Herzstillständen an nichts mehr erinnern.

16:25 Uhr

Whales? Netz amüsiert sich über Trump-Vertipper

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Der US-Präsident tippt gerne und viel, nun hat sich wiedermal ein Fehler eingeschlichen, ich tippe auf die Autokorrektur. Er schrieb in einem Tweet, er habe den Prinzen von Wales getroffen, daraus machte sein Handy dann aber "Prince of Whales", also den Prinzen der Wale. Bitte lächeln Sie nun. Aber dann bitte wieder über echte Inhalte diskutieren, gell?

16:10 Uhr

Diebe stehlen 170.000 Euro teuren Mercedes-Oldie

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Um so einen Flitzer handelte es sich.

(Foto: picture alliance / dpa)

Er soll 170.000 Euro wert sein, der Mercedes 190 SL aus den 50er Jahren. Ein Traum-Cabrio für Oldtimerfans - und ein Besitzer aus der Nähe von Düren in NRW muss nun ohne ihn auskommen. Diebe haben das Schmuckstück gestohlen, wie die Polizei mitteilt. Die setzten die elektronische Wegfahrsperre außer Kraft und luden das Auto auf einen Lkw - ein klares Zeichen, dass es sich um Profis handelte.

15:34 Uhr

Gewitterregen füllt Freibadbecken über Nacht

*Datenschutz

Man könnte sich darüber freuen, bis man das tatsächliche Resultat sieht: In Thüringen hat der Gewitterregen über Nacht ein Freibadbecken gefüllt. Doch Bilder in der "Ostthüringer Zeitung" zeigen eine braune Suppe, in der sicher niemand schwimmen möchte. Nun müsse es wieder gereinigt werden, heißt es in dem Bericht.

15:16 Uhr

Iran: Trump ist keiner Antwort würdig

Die Stimmung zwischen Iran und den USA ist am Gefrierpunkt - die US-Regierung wirft dem Regime vor, heimlich weiter Atomwaffen bauen zu wollen und hat daher das entsprechende Atomabkommen gekündigt. Israel sieht das ähnlich - doch Teheran beruft sich auf den Vertrag, an den es sich laut Experten bislang gehalten hat.

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Rohani, Abe und Chamenei.

(Foto: dpa)

Nun herrscht erstmal Funkstille, wie der oberste Führer Ajatollah Ali Chamenei klarstellt. "Der Iran vertraut den USA nicht, (...) wir haben mit den Amerikanern bereits die bittere Erfahrung beim Atomabkommen gemacht und wollen diese Erfahrung nicht wiederholen", sagte er bei einem Treffen mit dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe.

Chamenei würdigte im Gespräch mit Abe den guten Willen Japans als Vermittler. "Aber (US-Präsident Donald) Trump ist einer Botschaft oder einer Antwort nicht würdig", fügte der Ajatollah hinzu. Trump sei aus dem Wiener Atomabkommen von 2015 ausgestiegen. "Wieso sollte Teheran sich auf erneute Verhandlungen mit solch einer Person einlassen", fragte Chamenei. Außerdem sei es Trumps Ziel, einen Regimewechsel im Iran zu erzwingen. Den aber werde es nicht geben.

14:43 Uhr

Mehr als 200.000 Afghanen kehren zurück

Mehr als fünf Millionen Afghanen, fast ein Drittel der Bevölkerung, fliehen ins Ausland, vor allem nach Pakistan und Iran.

Millionen Afghanen sind vor dem Krieg in ihrer Heimat geflohen - sie leben unter anderem in solchen Lagern im Iran oder in Pakistan.

Sie lebten im Iran und in Pakistan - rund 205.000 Afghanen, die seit Anfang des Jahres wieder in ihre Heimat zurückgekehrt sind. Die allermeisten kamen aus dem Iran.

  • Das zeigen Zahlen des Flüchtlingshilfswerks UNHCR - es wurden also nur dort registrierte Flüchtlinge erfasst.
  • Im vergangenen Jahr kehrten 773.000 Flüchtlinge aus dem Iran zurück.
  • Der Grund: Die schlechte wirtschaftliche Lage im Iran, dort sind die Afghanen oft Schwarzarbeiter.
  • Zugleich flohen knapp 130.000 Afghanen aus dem Norden und Osten ihrer Heimat vor Gefechten.
14:23 Uhr

Elfjähriger klaut Vibrator - "für eine Freundin"

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Wie alt die "Freundin" ist, sagte der Junge nicht.

(Foto: picture alliance / Malte Christi)

Der Diebstahl eines Sexspielzeugs hat einen Elfjährigen aus dem thüringischen Saalfeld früh mit dem Gesetz in Konflikt gebracht.

  • Der Junge hatte in einer Drogerie einen Vibrator eingesteckt. Er wurde ertappt, weil er die Diebstahlwarnanlage am Ausgang auslöste.
  • Der junge Ladendieb wurde nach seiner Entdeckung vom Personal in das Geschäftsbüro gebracht und gab den Vibrator heraus.
  • Den hinzugerufenen Polizisten sagte er, es habe sich um eine Mutprobe gehandelt. Er wollte das Gerät demnach für eine Freundin stehlen.
  • Das ging "gehörig schief", kommentierten die Beamten in ihrer Mitteilung den Einsatz. Der Junge wurde seiner Mutter übergeben.
13:49 Uhr

Iran verspricht Japan, keine Atomwaffen zu bauen

Obwohl der Iran Verhandlungen mit den USA kategorisch ausschließt, macht die Islamische Republik nun doch ein wichtiges Versprechen.

  • Japan hat vom Iran die Zusage erhalten, dass das Land keine Atomwaffen bauen oder gar einsetzen will.
  • Dies habe ihm das geistliche und staatliche Oberhaupt der Islamischen Republik, Ajatollah Ali Chamenei, versichert, sagte der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe vor Reportern nach einem Treffen in Teheran.
  • Er habe von Chamenei "seinen tiefen Glauben an den Frieden" vernommen, sagte Abe. "Ich betrachte das als einen großen Fortschritt hin zu Frieden und Stabilität in der Region."
13:10 Uhr

Bach reißt deutsche Touristen in Auto mit

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Die beiden Männer hatten gestern "definitiv ihren zweiten Geburtstag".

(Foto: picture alliance/dpa)

Dramatische Rettungsaktion in der Schweiz. Im Starkregen sind zwei deutsche Touristen in ihrem Auto von einem reißenden Bach mitgerissen worden. Die Männer setzten einen Notruf ab, die Polizei konnte sie mit einem zufällig in der Nähe stehenden Kran retten.

  • "In den Fluten wäre das Überleben wohl schwierig geworden", sagte Einsatzleiter William Kloter laut der Boulevardzeitung "Blick". "Sie hatten heute definitiv ihren zweiten Geburtstag."
  • Die Männer - nach Informationen des "Blick" 26 und 27 Jahre alt - hatten auf einem Parkplatz neben dem Hüscherenbach im Südosten der Schweiz im Auto übernachtet. Durch starken Regen schwoll der Bach enorm an. Am frühen Mittwochmorgen brach das Ufer ein, der Minibus der beiden Deutschen fiel in den Bach und wurde ein Stück mitgerissen.
  • Die alarmierten Retter konnten sie aus dem Auto holen, anseilen und mit dem Kran zurück auf trockenen Boden hieven.
  • Die beiden seien unterkühlt gewesen, aber ansonsten unverletzt, teilte die Polizei mit.
12:36 Uhr

Ex-"Tagesschau"-Sprecher Wilhelm Wieben ist tot

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Wilhelm Wieben war von 1973 bis 1998 Sprecher der "Tagesschau".

(Foto: picture alliance/dpa)

Der frühere "Tagesschau"-Sprecher Wilhelm Wieben ist nach ARD-Angaben gestorben. Er sei 84 Jahre alt geworden, berichtete der Sender ohne Nennung von Details auf der Internetseite der "Tagesschau".

  • Wieben war von 1973 bis 1998 als Sprecher der ARD-Nachrichtensendung regelmäßig auf den Bildschirmen zu sehen.
  • Der 1935 im schleswig-holsteinischen Hennstedt geborene Wieben begann seine Fernsehkarriere in den 60er Jahren beim Sender Freies Berlin.
  • Später wechselte Wieben in die Redaktion der "Tagesschau". Ab 1973 war er als deren Sprecher im Einsatz und prägte über 25 Jahre hinweg maßgeblich die Sendung mit.

Mehr dazu lesen Sie hier.

11:49 Uhr

Trio verletzt mehrere Menschen bei Flucht vor Polizei

Auf der Flucht vor der Polizei haben ein Autofahrer und seine beiden Mitinsassen in Brandenburg mehrere Menschen verletzt.

  • Polizisten wollten das Fahrzeug in Berlin kontrollieren. Daraufhin flüchtete das Trio mit dem Auto auf die A12 Richtung Polen.
  • An der Anschlussstelle Storkow fuhr das Auto auf einen Streifenwagen der Polizei auf, das die Flüchtenden dort erwartet hatte. Dabei wurden zwei in dem Fahrzeug sitzende Polizisten leicht verletzt.
  • Anschließend stieß das Fluchtauto mit einem weiteren Streifenwagen zusammen. Die beiden Polizisten und auch die drei Insassen des Fluchtautos wurden verletzt.
  • Als die Polizei das Trio festnehmen wollte, leisteten der 34-jährige Fahrer, sein 27-jähriger Mitfahrer und eine 32-jährige Insassin Widerstand. Dabei wurde ein weiterer Polizist verletzt. Im Fluchtauto fanden die Beamten Drogen und diverses Einbruchswerkzeug.
11:24 Uhr

London lässt US-Auslieferungsersuchen für Assange zu

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Ob Assange tatsächlich an die USA ausgeliefert wird, entscheidet morgen ein Gericht.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der britische Innenminister Sajid Javid hat das Auslieferungsersuchen der USA für Wikileaks-Gründer Julian Assange zugelassen. Er habe den Antrag formell bestätigt, sagte Javid in einem Interview mit dem BBC-Radio.

  • Über eine Auslieferung muss nun die britische Justiz entscheiden. An diesem Freitag soll die nächste Anhörung in dem Fall stattfinden. Erwartet wird, dass Assange daran per Videoschalte aus dem Gefängnis teilnehmen wird.
  • Die USA werfen Assange vor, der amerikanischen Whistleblowerin Chelsea Manning - damals noch Bradley Manning - geholfen zu haben, geheimes Material von US-Militäreinsätzen im Irak und in Afghanistan zu veröffentlichen. Insgesamt liegen 18 Anklagepunkte vor. Bei einer Verurteilung in allen Punkten drohen ihm 175 Jahre Haft.
11:02 Uhr

Hochwasser in Tirol - Radfahrer vermisst

In Tirol haben Rettungskräfte vielerorts mit einem gewaltigen Hochwasser durch viel Schmelzwasser aus den Bergen zu kämpfen.

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Die Pegelstände in Innsbruck bleiben nur knapp unter der Marke von 6,50 Metern.

(Foto: imago images / Zeitungsfoto.at)

In Sautens stürzte ein Radfahrer in die Hochwasser führende Ötztaler Ache. Der Mann wird weiter vermisst, seine Identität ist noch nicht geklärt. Bei der Polizei ging bisher keine Vermisstenanzeige ein.

  • Auch in Schwaz bei Innsbruck wurde eine Suchaktion gestartet, nachdem vermutlich eine leblose Person im Inn gesehen wurde.
  • Vielerorts wurden Straßen und Brücken gesperrt. Der Inn führt seit einigen Tagen Hochwasser, die Pegelstände in Innsbruck erreichten heute einen Höchstwert von 6,32 Meter.
  • Vorsorglich wurden mobile Hochwassersperren aufgebaut. Für Donnerstag und Freitag wird eine Entspannung der Situation erwartet, da nicht mit Niederschlägen zu rechnen sei, sagte Elmar Rizzoli von der Stadt Innsbruck der DPA. 
10:28 Uhr

Kleiner Junge stürzt aus Fenster und stirbt

Ein 13 Monate alter Junge ist in Wuppertal nach einem Sturz aus einem Fenster im dritten Stock gestorben. Wieso der Junge aus dem Fenster in einem Wohnhaus stürzte, muss noch ermittelt werden.

Das Kleinkind hatte bei dem Sturz am Mittwoch lebensgefährliche Verletzungen erlitten und war in ein Krankenhaus gekommen. Dort starb es laut Polizei noch im Laufe des Mittwochs. Die Eltern wurden von Seelsorgern betreut.

10:26 Uhr
Breaking News

Urteil: Kükentöten vorerst erlaubt

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Das Kükentöten kann vorerst weitergehen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Das massenhafte Töten von männlichen Küken in der deutschen Geflügelwirtschaft bleibt nur noch übergangsweise erlaubt. Das entschied das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Wirtschaftliche Interessen seien für sich genommen kein "vernünftiger Grund" für das Töten der männlichen Küken.

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Soll das Kükenschreddern verboten werden?

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10:21 Uhr

Angriff im Golf von Oman: Deutsche Reederei betroffen

Nach dem möglichen Angriff im Golf von Oman sind zwei Tanker in Brand geraten. Die Hamburger Reedereigruppe Bernhard Schulte Shipmanagement teilte in Singapur mit, ihr Tanker "Kokuka Courageous" sei bei einem mutmaßlichen Angriff beschädigt worden. Das Schiff sei evakuiert worden, eines der 21 Besatzungsmitglieder sei leicht verletzt worden, erklärte ein Sprecher.

  • Bei dem anderen Tanker soll es sich Schifffahrtskreisen zufolge um einen Öltanker der norwegischen Gesellschaft Frontline handeln. Er sei vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate von einem Torpedo getroffen worden, berichtete die Schifffahrtszeitung "Tradewinds" unter Berufung auf Branchenkreise.
  • Laut einem anderen Insider könnte das Schiff auch von einer Seemine getroffen worden sein. Die Besatzung sei von einem anderen Schiff an Bord genommen worden.
  • Die iranische Nachrichtenagentur Irna meldete, ein iranisches Schiff habe 44 Seeleute der beiden beschädigten Öltanker aufgenommen. Sie seien in einen Hafen des Irans gebracht worden.

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10:04 Uhr

Offenbar zwei Tanker im Golf von Oman attackiert

Nach angeblichen neuen Zwischenfällen mit Tankern im Golf von Oman hat die US-Marine zwei Notrufe erhalten. US-Schiffe seien in der Region unterwegs und leisteten Hilfe, teilte die 5. Flotte der US-Marine in Bahrain mit. Es gebe Berichte, dass dort zwei Tanker angegriffen worden seien.

  • Auch die Informationsplattform UKMTO der britischen Marine berichtete von einem Zwischenfall. Die Organisation registriert und untersucht Angriffe auf Handelsschiffe in der Region.
  • Anrainer der dortigen Meerenge sind der Iran sowie die Vereinigten Arabischen Emirate und der Oman.
  • Bereits vor vier Wochen hatten die VAE Sabotageakte gegen vier Handelsschiffe im Golf von Oman gemeldet.
09:32 Uhr

Auto stürzt in 15 Meter tiefe Sandgrube

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Gestern Nachmittag sah eine Polizeistreife im Saarland auf dem Seitenstreifen einer Landstraße Unfallspuren und einen beschädigten Zaun. Als die Beamten anhielten, machten sie eine weitere grausige Entdeckung: ein zerstörtes Auto in einer 15 Meter tiefen Sandgrube.

  • Für den 40-jährigen Fahrer kam jede Hilfe zu spät.
  • Wie und wann es zum tödlichen Unfall auf der L130 zwischen Remmesweiler und Urexweiler kam, ist noch unklar.
  • Die Bergung des Leichnams und des Autos zog sich über mehrere Stunden hin. Zur Unterstützung musste sogar ein Kran angefordert werden, berichtet die Feuerwehr.  
08:58 Uhr

Oscarpreisträgerin Sorvino berichtet von Vergewaltigung

Es war wohl einer der schwierigsten öffentlichen Termine, den sie in ihrem Leben jemals wahrnehmen musste. Während einer Pressekonferenz enthüllte Mira Sorvino, dass sie vergewaltigt wurde.

*Datenschutz

  • "Ich habe das noch nie in der Öffentlichkeit erzählt und ich will nicht ins Detail gehen", erklärte die Oscar-Preisträgerin unter Tränen. Sie habe niemals darüber gesprochen, "weil es manchmal unmöglich ist, derartige Dinge zu teilen."
  • "Man fühlt Scham", fuhr Sorvino fort. "Man fühlt sich, als ob es irgendwie die eigene Schuld wäre, dass man schlauer hätte sein sollen, dass man sich besser schützen hätte sollen, dass man diesen einen Drink nicht hätte zu sich nehmen sollen - denn wer weiß schon, was da drin war. Man fühlt sich, als ob man sich selbst in diese Situation gebracht habe."
  • Zusammen mit New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo setzte sich Sorvino auf der Pressekonferenz unter anderem dafür ein, dass es Opfern von sexueller Belästigung erleichtert wird, Fälle zu melden.
08:26 Uhr

Frauenleiche in Hamburg gefunden

Die Polizei hat heute Nacht eine Frauenleiche in einem Waldstück in Hamburg gefunden. Die Frau sei vermutlich das Opfer eines Gewaltdeliktes, das sich bereits am Dienstag nur wenige Straßen weiter in einer Kneipe ereignet hat, teilte ein Polizeisprecher mit. Ein tatverdächtiger Mann wurde bereits festgenommen und sitzt nun in Untersuchungshaft. Die genauen Hintergründe der Tat sind noch völlig unklar.

08:05 Uhr

Auto fährt in Gruppe von Kindern in Japan

In Japan ist eine Autofahrerin in eine Gruppe von Kindern gefahren und hat zwei von ihnen verletzt.

  • Ein sechsjähriges Mädchen sei zwar bei der Einlieferung ins Krankenhaus bei Bewusstsein gewesen, das Ausmaß der Verletzungen sei aber noch unklar, sagte ein Polizeisprecher. Ein fünfjähriges Mädchen wurde mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.
  • Das Unglück ereignete sich in Nishinomiya im Westen Japans. Die 69-jährige Fahrerin fuhr ihr Auto in die Gruppe eines örtlichen Kindergartens und wurde anschließend festgenommen.
  • Zuletzt hatte es in Japan mehrfach teils tödliche Autounfälle gegeben, die von älteren Fahrern verursacht wurden.
07:43 Uhr

Geisel: Abschiebungen sind kein Allheilmittel gegen Clans

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Berlins Innensenator Geisel: Abschiebungen sind nur "eine Möglichkeit".

(Foto: picture alliance/dpa)

Berlins SPD-Innensenator Andreas Geisel will versuchen, kriminelle Clan-Mitglieder in den Libanon abzuschieben.

  • Er habe mit den libanesischen Behörden während eines Besuchs in Beirut vor drei Wochen darüber gesprochen, "welche Möglichkeit besteht, Aufenthaltsbeendigung umzusetzen", sagte Geisel gestern Abend am Rande der Innenministerkonferenz von Bund und Ländern in Kiel. "Da brauchen wir libanesische Pässe, die den Betreffenden ausgestellt werden."
  • Das Aufenthaltsrecht sei aber nur eine von mehreren Stellschrauben, an denen die Senatsverwaltung drehen könne, um den Clans das Leben schwer zu machen. Auch das Jobcenter, das Jugendamt und die Finanzverwaltung seien in diese Bemühungen eingebunden.
  • Das Aufenthaltsrecht sei hier "kein Allheilmittel", betonte Geisel. Schließlich besäßen inzwischen etwa drei von vier Clan-Mitgliedern die deutsche Staatsbürgerschaft. Von den restlichen 25 Prozent seien viele mit deutschen Staatsbürgern verheiratet oder hätten deutsche Kinder. Es sei einfach "zu viel Zeit ins Land gegangen, um zu sagen, an dieser Stelle würden wir über Abschiebung das Problem lösen". Dies sei nur "eine Möglichkeit, und die nutzen wir natürlich".
*Datenschutz

 

07:14 Uhr

Serienmörder auf Zypern: Mädchenleiche gefunden

Bei der Suche nach den Opfern eines Serienmörders auf der Mittelmeerinsel Zypern hat die Polizei eine weitere Leiche entdeckt. Taucher fanden sie in einem Koffer, der in einem Baggersee versenkt worden war.

  • Laut einem Bericht des Staatsrundfunks (RIK) handle es sich allen Anzeichen nach um die Leiche eines sechsjährigen Mädchens. Dies müsse aber noch gerichtsmedizinisch bestätigt werden, hieß es.
  • In der für die Insel beispiellosen Mordserie steigt die Zahl der bisher gefundenen Opfer damit auf sieben.
  • Der mutmaßliche Täter, ein 35-jähriger Hauptmann der zyprischen Nationalgarde, hat nach Polizeiangaben bisher sieben Morde gestanden. Die Opfer - fünf Frauen und zwei Kinder - sollen aus Asien und Rumänien stammen.
07:03 Uhr

Das wird heute wichtig

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Sie sind so süß, und doch werden männliche Küken jedes Jahr millionenfach getötet.

(Foto: picture alliance/dpa)

Da männliche Küken später keine Eier legen und wenig Fleisch zu bieten haben, betrachten die Brütereien sie als nutzlos. Die Folge: Jahr für Jahr werden hierzulande rund 45 Millionen Junghähne kurz nach dem Schlüpfen getötet. Tierschützer und Geflügelwirtschaft blicken heute mit Spannung nach Leipzig. Das Bundesverwaltungsgericht verkündet sein Urteil, ob das millionenfache Töten mit dem Tierschutzgesetz vereinbar ist.

Was wird heute sonst alles wichtig:

  • Die Innenminister von Bund und Ländern beraten in Kiel über Polizeieinsätze bei Fußballspielen und bessere Zusammenarbeit im Kampf gegen Clan-Strukturen. Insgesamt 69 Themen stehen bei dem bis morgen laufenden Treffen auf der Tagesordnung. Konflikte gibt es vor allem um Abschiebungen nach Afghanistan und Syrien. Weitere Themen sind der Kampf gegen Cyberkriminalität und die Auswertung digitaler Spuren.
  • Die geschäftsführenden Vorstände der Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und SPD treffen sich zu einer zweitägigen Klausur in Berlin. Die Fraktionsspitzen wollen ausloten, wie es nach den Verlusten bei der Europawahl und dem Rücktritt von Andrea Nahles weitergeht und welche Projekte aus dem Koalitionsvertrag angegangen werden sollen. Themen des Treffens sind der Ausbau des neuen Mobilfunkstandards 5G, die Wirtschaftspolitik und hier insbesondere der vereinbarte Abbau des Solidaritätszuschlages.
  • Im Rennen um die Nachfolge Theresa Mays als Parteichefin der britischen Konservativen und Premierministerin stimmen die Abgeordneten der Tory-Fraktion heute erstmals ab. Zehn Bewerber haben ihren Hut in den Ring geworfen. Als Favorit gilt der ehemalige Außenminister Boris Johnson.

Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen guten Start in den Tag!

06:42 Uhr

Nach dem Gewitter ist vor dem Gewitter

Nach den zum Teil schweren Gewittern und Windböen bis über 100 km/h, wie beispielsweise in Berlin-Schönefeld mit 109 km/h, kehrt heute endlich mal wieder Ruhe ein. Denn zumindest vorübergehend macht sich Hoch "Sibylle" für unser Wetter stark, bevor sich schon morgen wieder Saharaluft auf den Weg zu uns macht und die Unwettergefahr damit ab Freitagnachmittag neuerlich ansteigt.

Björn Alexander

Björn Alexander

Doch zuvor gibt es heute endlich mal wieder überall ruhiges und entspanntes Wetter. Auch die letzten Schauerreste aus der Nacht lösen sich vormittags nämlich auf und dann scheint meist die Sonne. Am späten Nachmittag bilden sich auch nur ganz vereinzelte Schauer oder Gewitter über dem Bergland und an der Grenze zu den Niederlanden. Die haben aber kein Unwetterpotenzial mehr. Die Höchstwerte liegen bei angenehmen 23 bis 28 Grad. An der Nordsee und in der Eifel bleibt es noch etwas frischer bei 20 bis 22 Grad.

Die weiteren Aussichten: Morgen kommt bei viel Sonne erneut sehr heiße Luft aus der Sahara heran und die Temperaturen klettern auf 27 bis 33 Grad, an der See auf 23 bis 25 Grad. Im Westen ziehen bei zunehmender Schwüle jedoch bald die nächsten Gewitter auf. Und auch am Samstag bilden sich im Tagesverlauf immer wieder gewittrige Regengüsse, die in der Osthälfte unwetterartig ausfallen können. Denn es bauen sich mal wieder große Temperaturkontraste auf. Während es im Westen und Südwesten maximal für 20 bis 25 Grad reicht, werden es zwischen Vorpommern und Sachsen 30 bis 35 Grad. Am Sonntag geht es im Südwesten noch mit Regengüssen und Gewittern weiter. Insgesamt wird es aber ruhiger bei Höchstwerten zwischen 20 am Alpenrand und bis zu 28 Grad in Brandenburg. Ihr Björn Alexander

06:24 Uhr

Ecuador erlaubt gleichgeschlechtliche Ehe

In einer historischen Entscheidung hat Ecuadors Verfassungsgericht die gleichgeschlechtliche Ehe gebilligt. Das Gericht gab damit den Klagen von zwei schwulen Paaren statt. Es begründete seinen Beschluss mit der Gleichberechtigung aller Menschen und dem Diskriminierungsverbot.

  • Die bindende Entscheidung der Verfassungsrichter ist ein historischer Schritt in dem traditionell konservativen und katholischen südamerikanischen Land. In Ecuadors Verfassung wird die Ehe als Bund zwischen Mann und Frau definiert. 2015 wurden aber durch eine Gesetzesreform gleichgeschlechtliche Partnerschaften anerkannt.
  • Der ecuadorianische Verfassungsrechtler Gustavo Medina sagte, die Entscheidung des Verfassungsgerichts sei "verpflichtend". Der Beschluss müsse deswegen von den Behörden des Landes umgesetzt werden.
  • Als erstes südamerikanisches Land hatte Argentinien die Homo-Ehe im Jahr 2010 eingeführt. Es folgten Uruguay, Brasilien und Kolumbien.