Donnerstag, 15. April 2021Der Tag

mit Sabine Oelmann
Sabine Oelmann
22:16 Uhr

Das war Donnerstag, der 15. April 2021

Der 15. April 2021 - den haben sich viele Leute sicher ganz anders vorgestellt. Sie wollten große Geburtstagspartys feiern, ein Konzert besuchen oder sich ganz einfach mit ein paar Freunden zum Essen treffen. Gar nicht so einfach, die gute Laune zu wahren, den Kopf oben und die Schultern gerade. But, what can I say, we are immer noch all in this together. Und so trotzen wir weiterhin den kühlen Temperaturen, sehen staunend den Hahnenkämpfen um politische Ämter zu, sind nicht einmal mehr wirklich erschüttert über neue Entscheidungen, die über vor gar nicht allzu langer Zeit getroffene Entscheidungen getroffen werden (können Sie mir noch folgen?), betrauern uns selbst ein wenig und trösten uns damit, dass es anderen noch schlechter geht. Naja, Trost ist das nicht unbedingt, aber doch das Wissen, dass man nicht vollkommen allein in dem Schlamassel sitzt.

In diesem Sinne - bleiben Sie tapfer, gesund und morgen wieder munter, damit Sie uns auf unserer ausgezeichneten Seite folgen können, wenn es um 6 Uhr mit einer frischen Kollegin - einem frischen Kollegen, soviel Zeit muss sein - wieder heißt: Ein neuer Tag beginnt.

Was war heute sonst noch wichtig?

22:14 Uhr

Claudia Pechstein will für die CDU kandidieren

Wenn sie sich in der Politik so schnell anstellt wie auf dem Eis und obendrein cool bleibt, dann spricht nichts gegen eine erfolgreiche Laufbahn in der Politik: Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein will in den Bundestag.

Die 49-Jährige soll für die CDU im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick kandidieren, teilt die Partei mit. Der CDU-Kreisvorstand sei einem entsprechenden Vorschlag des Kreisvorsitzenden Maik Penn gefolgt. Das letzte Wort über die Nominierung habe der Kreisvorstand. Mit einem Direktmandat dürfte es für Pechstein in Treptow-Köpenick, wo sie auch wohnt, allerdings schwer werden, denn der Linke-Politiker Gregor Gysi gewann den Wahlkreis in der Vergangenheit quasi in Serie und tritt auch dieses Jahr wieder an. Berlins CDU-Chef Kai Wegner kündigte an, Pechstein auch für einen Platz auf der Landesliste für die Wahl am 26. September vorzuschlagen.

21:10 Uhr

"Königin der Nacht" - Schimmerling leben ihre "Philosophia"

Sehr eigen: Mal mit viel Dampf, mal mit viel Gefühl. Mal völlig drüber, mal ganz geerdet: Schimmerling. Die Jungs machen Musik und beweisen, dass sie auch sonst recht gut aufgestellt sind.

Über ihren Song Philosophia sagen sie: "Der Song soll vereinen. Natürlich sind wir gegen Homofeindlichkeit, Sexismus und Rassismus, aber viel wichtiger als unsere Selbstbeweihräucherung sind die Menschen, die diese Unterdrückung und Gewalt erleben. Unsere Devise lautet folglich: Je weniger Täter*innen, desto weniger Leid. Und da gibt es nur zwei Mittel: Bildung und Liebe. Das ist "Philosophia" - so einfach ist das."

Zu ihrem neuen Song "Königin der Nacht" möchte man einfach nur tanzen: "Diese Königin ist für uns der vermeintliche Wahnsinn, den es manchmal braucht, um die Realität zu schlucken und besingt die bittere Wahrheit, wenn du dich von ihr verlassen siehst."

20:48 Uhr

Rudolf Scharping - immer noch fest im Sattel?

Er regierte und radelte, letzteres noch heute, sogar in Amt und Würden: 19 Jahre lang war Rudolf Scharping Mitglied des Landtages in Rheinland-Pfalz, anschließend noch elf Jahre im Bundestag. Läuft alles nach Plan, wird er diese Amtszeiten in seiner Funktion als Präsident des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) sogar noch übertreffen.

Am Samstag stellt sich der frühere Verteidigungsminister und SPD-Kanzlerkandidat zum fünften Mal bei der digitalen Bundeshauptversammlung des BDR zur Wahl. Einen Gegenkandidaten gibt es nicht. Dann würde nach 16 Jahren als Rad-Präsident eine weitere Amtszeit für den 73-Jährigen hinzukommen. In den besten Zeiten des Teams Telekom hatte sich der Politiker auch an der Seite von Ex-Toursieger Jan Ullrich und Sprintstar Erik Zabel gezeigt. Später ging der Hobby-Radsportler nach den Doping-Affären auf Distanz zu Ullrich.

Beim BDR war Scharping stets unangefochten - 2009 und 2013 wurde mal an seinem Stuhl beziehungsweise Sattel gerüttelt, am Ende setzte sich der einstige SPD-Chef jeweils aber durch.

20:37 Uhr
20:09 Uhr

2,5 Milliarden Dinosaurier gab es mal auf der Erde - und jetzt?

Dass Lebensformen endlich sind auf unserer Erde - davon können Dinosaurier ein Lied singen! Vielleicht sollten wir Menschen also mal den Ball etwas flacher halten ... Denn - wie die Forscher im Fachmagazin "Science" berichten, stapften von ihrer Entstehung bis zu ihrer Auslöschung womöglich bis zu zweieinhalb Milliarden Exemplare von Tyrannosaurus Rex über den nordamerikanischen Kontinent. Und jetzt? Merken Sie selber, oder?

Diese doch recht unglaubliche Zahl errechneten US-Forscher unter anderem unter Berücksichtigung von Körpermasse und Energiebedarf der Tiere. Da viele Aspekte des Lebens der Urzeit-Giganten ungeklärt seien, könnten es allerdings auch viel weniger gewesen sein.

Mehr dazu lesen Sie hier.
19:22 Uhr

Drei deutsche Gäste bei Philips Beerdigung

Und das kommt daher: Philip war 1921 als Prinz von Griechenland und Dänemark und Mitglied des Hauses Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg geboren worden. Seine vier älteren Schwestern heirateten allesamt deutsche Adelige. Zeitweise besuchte Philip die Internatsschule in Salem am Bodensee. Die Verbindung Philips nach Deutschland wurde wegen des Zweiten Weltkriegs lange Zeit in Großbritannien heruntergespielt. Seine Schwestern waren nicht einmal zur Hochzeit Philips mit Elizabeth 1947 eingeladen.

Zu seiner Trauerfeier werden nun aber mehrere deutsche Verwandte teilnehmen: Bernhard Prinz von Baden, Heinrich Donatus Prinz von Hessen und Philipp Prinz zu Hohenlohe-Langenburg. Bei der Trauerfeier am Samstag in Windsor dürfen wegen der Corona-Regeln statt der geplanten 800 nur 30 Gäste dabei sein. Dass darunter auch mehrere deutsche Adelige sein werden, wurde von britischen Medien als Beweis gewertet, wie eng sich Prinz Philip dieser Verwandtschaft verbunden fühlte.

18:54 Uhr

Aufgeschoben ist doch aufgehoben - Jennifer Lopez und Alex Rodriguez nur noch Freunde

Man soll den Tag ja nicht vor dem Abend verurteilen (frei interpretiert), aber es war abzusehen: Jennifer Lopez und ihr Verlobter Alex Rodriguez haben sich getrennt. "Wir haben realisiert, dass wir als Freunde besser sind, und freuen uns darauf, das zu bleiben", heißt es in einer Mitteilung der beiden, aus der der TV-Sender NBC zitiert.

Eine Sprecherin des Paares bestätigt den Inhalt der Mitteilung. "Wir werden weiter miteinander arbeiten und uns bei unseren gemeinsamen Unternehmungen und Projekten unterstützen. Wir wünschen uns gegenseitig und unseren jeweiligen Kindern das Beste", heißt es darin.

Die Coronavirus-Pandemie hatte die eigentlich im vergangenen Jahr geplante Hochzeit nach Angaben des Paares auf unbestimmte Zeit verschoben. Seitdem wurde immer wieder über eine Trennung spekuliert. Im Februar hatte Lopez erzählt, dass sie mit Rodriguez eine Paar-Therapie mache, im März hatten beide eine angebliche Trennung dementiert. Sie seien weiterhin in einer Beziehung und arbeiteten sich "gemeinsam durch einige Dinge".

18:41 Uhr

Schwarz ist sich nicht grün - und rot veralbert die ganze Chose

CDU vs. CSU: Dass die SPD durchaus bereit ist, direkt gegen den Noch-Koalitionspartner auszuteilen, zeigt sie jetzt mit einem Motiv, auf dem der Machtkampf zwischen Armin Laschet und Markus Söder um die K-Frage aufgegriffen und mit einer simplen Headline veralbert wird. Mal sehen, was die SPD in den kommenden Monaten noch so im Köcher haben wird. (Gesehen in "Horizont Newsline")

spddddd.PNG

Mehr dazu lesen Sie hier.
17:00 Uhr

Frau bewusstlos während Videokonferenz - Held am anderen Ende

Ein Notruf aus der Ferne rettet ihr Leben! Eine Frau aus München ist während einer Videokonferenz bewusstlos geworden - ein Nürnberger reagierte richtig und wählte sofort den Notruf. Der Mann sei Teilnehmer der virtuellen Konferenz gewesen und habe bemerkt, dass die 32-Jährige auf Ansprache nicht mehr reagierte, berichtete ein Sprecher der Feuerwehr München.

Der in Nürnberg abgesetzte Notruf sei sofort an die Leitstelle in der Landeshauptstadt weitergeschaltet worden. Ein Notarzt versorgte die Frau in München. Sie kam nach dem Vorfall gleich in ein Krankenhaus.

16:48 Uhr

ntv.de als "außergewöhnlich gute digitale Plattform" ausgezeichnet

Schon klar, Eigenlob stinkt, aber falls Ihnen die News doch durchgerutscht sein sollte: Sie sind hier sehr gut aufgehoben. Und ich wiederhole es an dieser Stelle wirklich gerne noch einmal für alle, die erst am Nachmittag dazu geschaltet haben: Beim diesjährigen "European Publishing Congress" am 15. Juni wird ntv.de mit dem Hauptpreis als "European Digital Publishing Platform of the Year" geehrt. In dieser Kategorie wird eine erfolgreiche digitale Plattform oder Marke ausgezeichnet, die handwerklich außergewöhnlich gut und kreativ umgesetzt ist.

Die international besetzte Jury lobt ntv.de besonders für den Umgang mit der Corona-Pandemie. Sebastian Vesper, Vorsitzender der Jury des "European Digital Publishing Awards", sagt zu der Entscheidung: "ntv.de hat sich in den vergangenen Jahren zu einer der führenden deutschen Online-Nachrichtenmarken entwickelt. Mit Engagement, Schnelligkeit, Ausgewogenheit und Faktentiefe ist es der Redaktion gelungen, die Corona-Krise in eine Chance für digitalen Qualitätsjournalismus zu transformieren." ntv.de sei daher "heute eine der meistbesuchten digitalen Publishing-Plattformen - und das mit tragfähigem Geschäftsmodell."

Wir bedanken uns daher auch herzlich bei Ihnen für Ihren Besuch bei uns und hoffen auf weitere, große, gemeinsame Momente - auch wenn Corona irgendwann wieder "vorbei" ist!

16:09 Uhr

Razzia gegen Kinderpornografie in der Oberpfalz

Die Polizei in der Oberpfalz ist mit einer Razzia gegen Besitz und Verbreitung von Kinderpornografie vorgegangen. Unter den 14 männlichen Beschuldigten seien auch vier Jugendliche, teilt das Polizeipräsidium Oberpfalz in Regensburg mit. Der jüngste Verdächtige sei 14 Jahre alt. Festnahmen gab es nicht. Bei der Razzia an zwölf Adressen sei umfangreiches Beweismaterial beschlagnahmt worden.

Die Dateien sollen sich die Verdächtigen über sogenannte Peer-to-Peer-Netzwerke besorgt und dort verbreitet haben. Die Polizei weist darauf hin, dass im Deliktsbereich Kinderpornografie zunehmend Jugendliche als Verdächtige festzustellen seien.

Den Straftaten liege in diesen Fällen oft keine Pädophilie, sondern fehlendes Bewusstsein hinsichtlich des kinderpornografischen Charakters der Dateien zugrunde.

15:50 Uhr

Flugpassagiere sollen bitte Bahn fahren

Inlandsflüge gelten als besonders klimaschädlich. Einen kompletten Verzicht oder gar ein Verbot halten Bahn und Luftverkehrsbranche zwar für falsch, man werde dennoch viel dafür tun, um Passagiere auf die Schiene zu locken. Genauer gesagt: Mit dem Ausbau des Schienennetzes und einer besseren Zusammenarbeit wollen Bahn und Luftverkehrswirtschaft gemeinsam nahezu jeden fünften Passagier deutscher Inlandsflüge in die Züge holen. Einen entsprechenden Aktionsplan haben die Deutsche Bahn und der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) in Berlin unterzeichnet.

Ein Verbot von Inlandsflügen zur Minderung des Treibhausgases CO2 lehnten sie ab. Bei einer optimalen Umsetzung ließen sich nach BDL-Berechnungen jährlich rund 4,3 Millionen bisherige Flugpassagiere auf die Schiene holen, teilen die Beteiligten mit. Das wären rund 18 Prozent des Passagieraufkommens von 23,9 Millionen Inlandsfluggästen aus dem Jahr 2019. Ein genauer zeitlicher Rahmen zum Erreichen dieses Ziels wurde nicht genannt, der Plan enthält aber Elemente für die kommenden zehn Jahre. Kurzfristig rechnen die Fluggesellschaften wegen der Corona-Pandemie mit deutlich geringeren Passagierzahlen und einer nur langsamen Erholung des Geschäftsreise-Segments.

15:28 Uhr

Diplomatischer Fauxpas der EU in Richtung Ukraine

Gerade noch die "Ääh"-Affäre, jetzt schon wieder bad news aus Richtung von der Leyen: Das Team von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat sich im Umgang mit der Ukraine einen schweren diplomatischen Fauxpas geleistet: Diplomaten aus EU-Staaten, die namentlich nicht genannt werden wollten, kritisieren, dass Kabinettschef Björn Seibert eine Antwort auf eine Einladung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj unterzeichnet hat. Wenn ein Staatschef eine persönliche Einladung an die Kommissionspräsidentin schicke, sei es taktlos, wenn diese sie nicht persönlich beantworte, hieß es. Das sei ein "schwerer Fauxpas".

Für besondere Aufmerksamkeit sorgte der Vorgang, weil sich das Einladungsschreiben Selenskyjs auf die Feierlichkeiten zum 30. Jahrestag der Unabhängigkeit der Ukraine bezog und Seibert die Teilnahme von der Leyens wegen eines "besonders vollen Terminkalenders" in dem betreffenden Zeitraum absagte. Kritiker lesen dies als mögliches Zeichen, dass die Deutsche die EU-Kommission so weit wie möglich aus dem zuletzt wieder eskalierenden Konflikt zwischen der Ukraine und Russland heraushalten wolle.

Die Feierlichkeiten in Kiew sollen am 24. August organisiert werden, wenn es in Brüssel wegen der Sommerpause üblicherweise ruhig ist.

Mehr dazu lesen Sie hier.
14:50 Uhr

Maskenaffäre: Bundestag ebnet Weg für Einfrierung von Nüßleins Vermögen

Der Bundestag hat in der Maskenaffäre die Immunität des Abgeordneten Georg Nüßlein aufgehoben und macht damit den Weg für Durchsuchungen und das Einfrieren von Vermögen frei. Das Parlament erteilte die Genehmigung "zum Vollzug gerichtlicher Vermögensarrest- und Durchsuchungsbeschlüsse". Dem früheren stellvertretenden CDU/CSU-Fraktionschef wird vorgeworfen, dass er über eine Beratungsfirma mehr als 600.000 Euro für die Vermittlung staatlicher Aufträge an einen Schutzmasken-Hersteller kassiert haben soll. Nüßlein hatte in diesem Zusammenhang Anfang März zunächst seinen Fraktionsposten aufgegeben und angekündigt, nicht mehr für den Bundestag kandidieren zu wollen. Die Generalstaatsanwaltschaft München hatte Anfang März nach Razzien von einem Anfangsverdacht der Bestechlichkeit und Bestechung von Mandatsträgern gesprochen.

14:30 Uhr

Charles und Camilla lesen Beileidsbekundungen und regeln Kleiderfrage

Die britische Königsfamilie bereitet sich auf die Trauerfeier von Prinz Philip an diesem Samstag vor. Prinz Charles und seine Frau Herzogin Camilla besichtigten ohne Öffentlichkeit Blumen und Beileidskarten, die - trotz der Bitte, davon abzusehen - noch immer von Menschen am Buckingham-Palast abgelegt werden.

Die Royals werden bei der Trauerfeier auf dem Gelände von Schloss Windsor unter anderem aus Rücksicht auf Prinz Harry wohl keine Militäruniformen tragen. Die Queen wolle, dass die Männer der Familie zivile Kleidung tragen, so "The Sun" unter Berufung auf Insider-Quellen. Eine konkrete Stellungnahme des Buckingham-Palasts zur Kleiderordnung und weiteren Details steht noch aus. Neben dem engsten Familienkreis werden auf Schloss Windsor mehrere hundert Militärvertreter Teil der Zeremonie sein. Mit Spannung wird besonders die Gästeliste erwartet.

14:13 Uhr

Schichtwechsel

Ich freue mich, Sie nun, nachdem mein Kollege Maximilian Raudzus in den absolut verdienten Feierabend entschwunden ist, durch den Nachmittag und Abend zu begleiten. Ich werde mir Mühe geben, Sie mit guten Nachrichten zu versorgen - das kann ich jedoch nicht versprechen. Die Stimmung auf den Berliner Straßen ist eher so "pässiv-äggressiv" - hier ist sich jeder selbst der Nächste. Als geborener Berlinerin macht mir das nix, außer heute. Falls Sie mir was Nettes schreiben wollen - das würde unter sabine.oelmann@nama.de bei mir eintrudeln.

13:56 Uhr

Polizei fasst per Haftbefehl Gesuchte bei Maskenkontrolle

Durch Zufall haben Bundespolizisten am Berliner Flughafen BER eine per Haftbefehl gesuchte Frau festgenommen. Eigentlich sollte die 27-Jährige in der Nacht lediglich kontrolliert werden, weil sie keinen Mund-Nase-Schutz trug, teilte die Bundespolizei mit. Dabei sei aufgefallen, dass ein offener Haftbefehl gegen sie vorlag. Die Frau sei bereits im März vom Amtsgericht im baden-württembergischen Konstanz wegen Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 600 Euro verurteilt worden. Da sie nicht zahlte, sei vergangene Woche Haftbefehl erlassen worden. Auch bei der Kontrolle am Flughafen habe die Frau die Summe nicht begleichen können. Deshalb sei sie zum Antritt ihrer Ersatzfreiheitsstrafe von 40 Tagen einer Brandenburger Justizvollzugsanstalt übergeben worden.

13:36 Uhr

Mann gibt Führerschein bei Polizei ab - und rast mit Auto davon

Ein 25 Jahre alter Autofahrer hat seinen Führerschein auf der Polizeiwache im niederrheinischen Wesel abgegeben und ist anschließend mit seinem Wagen davon gebraust. Er sei nach der Abgabe seiner Fahrerlaubnis von zwei Beamten dabei beobachtet worden, wie er in sein Auto stieg und dann mit überhöhter Geschwindigkeit durch die Weseler Innenstadt fuhr. Die Streife konnte den 25-Jährigen nach einer Verfolgungsfahrt wenig später stoppen und zurück auf die Wache bringen, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Dort sei dem Mann wegen des Verdachts auf Drogenkonsum eine Blutprobe entnommen worden.

13:29 Uhr

US-Außenminister überraschend in Afghanistan eingetroffen

Nur wenige Stunden nach der offiziellen Ankündigung des Abzugs der US-Truppen aus Afghanistan ist der US-Außenminister Anthony Blinken zu einem unangekündigten Besuch in Kabul eingetroffen. Das teilte der Präsidentenpalast auf Twitter mit. Blinken habe dem afghanischen Präsidenten Aschraf Ghani mitgeteilt, dass der US-Abzug die strategischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern nicht schwächen werde. Die USA fühlten sich weiter Afghanistan und seinen Menschen verpflichtet.

13:11 Uhr

Radioaktives Gas aus Labor in Niedersachsen entwichen

Aus einem Labor der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) im niedersächsischen Braunschweig ist ein radioaktives Edelgas entwichen. 26 Mikrogramm Krypton-85 seien über den Schornstein in die Atmosphäre gelangt, teilte die Behörde mit. Da es sich um ein bedeutsames Vorkommnis im Sinne der Strahlenschutzverordnung handele, sei es dem zuständigen Staatlichen Gewerbeaufsichtsamt gemeldet worden. "Wie es zu dem offensichtlichen Krypton-85-Leck kommen konnte, ist bisher unklar", hieß es in der PTB-Mitteilung.

Mit einem externen Sachverständigen sollen die Ursachen des Vorfalls ermittelt werden. Mitarbeitende im betreffenden Labor seien nicht zu Schaden gekommen. Für die Umgebung würden nach derzeitigen Kenntnissen keine schädlichen Auswirkungen erwartet. Nach PTB-Angaben zeigten die wöchentlichen Luftprobenanalysen auf dem Gelände, mit denen die Umweltradioaktivität überwacht wird, zu keiner Zeit signifikant erhöhte Krypton-85-Werte. In der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt werden Krypton-85-Quellen nach eigenen Angaben verwendet, um die Partikelmesstechnik bei Abgasuntersuchungen weiterzuentwickeln.

12:59 Uhr
Breaking News

Merkel erhält Astrazeneca-Impfung

Bundeskanzlerin Merkel erhält an diesem Freitag eine Corona-Impfung. Ein erster Impftermin am vergangenen Sonntag soll verschoben worden sein.

Mehr dazu lesen Sie hier.
12:55 Uhr

Windanlagen-Betrug: Anklage gegen deutsche Unternehmer erhoben

Im Fall eines mutmaßlichen Millionenbetrugs mit frei erfundenen Windparkprojekten hat die Staatsanwaltschaft im niedersächsischen Osnabrück Anklage gegen fünf Beschuldigte erhoben. Diese sollen sich wegen banden- und gewerbsmäßigen Betrugs in fünf Fällen vor Gericht verantworten, wie die Behörde erklärte. Die Angeklagten sollen einen italienischen und einen britischen Energiekonzern um beinahe sechs Millionen Euro betrogen haben.

Demnach handelt es sich bei den Beschuldigten um Vertreter einer Unternehmensgruppe aus Niedersachsen. Sie verleiteten die beiden geschädigten Firmen 2019 und 2020 zu Investitionen in angeblich neu entstehende Windparkprojekte in Niedersachsen, die nicht existierten. Dafür benutzten sie laut Anklage unter anderem massenhaft gefälschte Urkunden. Laut Staatsanwaltschaft sind die Ermittlungen in dem Fall noch nicht abgeschlossen, es könnte also weitere Betrugstaten gegeben haben.

12:33 Uhr

"Let's Dance"-Star posiert für den "Playboy"

Ex-Fußballstar und "Let's Dance"-Teilnehmer Rúrik Gíslason posiert im "Playboy" und spricht im Interview mit dem Magazin. Der Isländer ziert das Cover der ersten Stil-Beilage mit dem Namen "Essentials". Ausschnitte vom Cover-Shooting gibt es bereits auf Instagram zu sehen.

"Ein echter Mann empfindet Respekt für andere Menschen, unabhängig vom Geschlecht", sagt der 33-Jährige im Interview. Zudem sei er "hilfsbereit, behandelt andere gut, ist höflich und pünktlich. Und er sollte bescheiden sein". Gíslason, der oft als Frauenschwarm betitelt wird, will von selbigem Begriff noch nie gehört haben. Dennoch interpretiert er ihn als Kompliment für seine Eltern: "Wenn Sie sagen, dass das die Wahrheit ist, dann bin ich stolz auf meine Eltern, dass sie mich so aufgezogen haben." "Als Frauenschwarm" müsse man jedoch "mehr können, als gut auszusehen", glaubt er.

12:09 Uhr

WHO: Wenig Gewinn - Pharmafirmen nicht an Mitteln gegen tödliche Keime interessiert

Die Welt braucht im Kampf gegen resistente Bakterien dringend neue Antibiotika, aber die Entwicklung kommt nicht voran. Deshalb beleuchtet die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in ihrem jährlichen Bericht über den Forschungsstand zur Überwindung der Antibiotikaresistenz erstmals auch mögliche alternative Lösungen zum Kampf gegen bakterielle Infektionen, wie sie am Donnerstag in Genf berichtete.

Einige der gefährlichsten Bakterien der Welt hätten Resistenzen gegen die bekannten Mittel entwickelt. Praktisch alle aktuell in Entwicklung befindlichen Antibiotika wirkten kaum besser als die existierenden Mittel. Als Alternativen beleuchtet die WHO daher nun 27 neue Therapieformen. Dazu gehören Versuche mit Antikörpern und mit Bakteriophagen, also Viren, die Bakterien als Wirtszelle nutzen. Große Investoren und Pharmafirmen hätten aber geringes Interesse, weil solche Mittel keine große Rendite versprechen, wie die WHO schreibt.

Die WHO hat rund ein Dutzend besonders gefährliche Bakterien identifiziert, gegen die dringend wirksame Medikamente gebraucht werden. Höchste Priorität hätten neue Mittel gegen Krankenhauskeime wie Acinetobacter, Pseudomonas und Enterobacteriaceae.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:53 Uhr

ntv.de als "Europäische digitale Publishing-Plattform des Jahres" ausgezeichnet

Die Nachrichtenumgebung, in der Sie sich in diesem Moment bewegen, ist offiziell preisgekrönt. ntv wurde für die App und den Online-Auftritt vom "European Publishing Congress" mit dem Hauptpreis als "Europäische digitale Publishing-Plattform des Jahres" ausgezeichnet. In dieser Kategorie wird eine digitale Plattform oder Marke ausgezeichnet, die handwerklich außergewöhnlich gut und kreativ umgesetzt ist. Die internationale Jury lobte ntv.de insbesondere für die Corona-Berichterstattung. Der Jury-Vorsitzende Sebastian Vesper sagte zur Entscheidung: "Mit Engagement, Schnelligkeit, Ausgewogenheit und Faktentiefe ist es der Redaktion gelungen, die Corona-Krise in eine Chance für digitalen Qualitätsjournalismus zu transformieren."

An dieser Stelle auch an Sie, liebe Leserinnen und Leser, ein großer Dank, dass Sie das alles mit uns gemeinsam möglich machen und uns so zahlreich treu begleiten. Wir nehmen das als Ansporn, Sie auch in Zukunft rund um die Uhr mit top-aktuellen, spannenden, wichtigen Nachrichten und Einordnungen zu versorgen.

11:27 Uhr

Söders Koalitionspartner geht gegen Bundes-Notbremse vor Verfassungsgericht

Die Freien Wähler bereiten eine Verfassungsbeschwerde gegen die geplante Neufassung des Infektionsschutzgesetzes vor. Im Fokus solle die geplante nächtliche Ausgangsbeschränkung stehen, sagte der Freie-Wähler-Bundesvorsitzende und bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger im Bayerischen Rundfunk. Dabei kritisierte er die geplanten Kompetenzerweiterungen für den Bund. "Wir haben Jahrzehnte lang vom Föderalismus geschwärmt, und nun geben wir ohne Not die Kompetenzen an den Bund ab." Aiwanger geht damit auf einen zunehmenden Konfrontationskurs mit seinem bayerischen Koalitionspartner CSU und dessen Ministerpräsident Markus Söder.

10:53 Uhr

"Menschen reagieren empfindlich": Hunziker entschuldigt sich für TV-Auftritt

Die Fernsehmoderatorin Michelle Hunziker hat sich für einen rassistischen Auftritt in einer italienischen Satireshow entschuldigt. Sie hatte sich in der TV-Sendung "Striscia la notizia" zusammen mit ihrem Co-Moderator Gerry Scotti mit Grimassen und L- statt R-Lauten über Chinesen lustig gemacht. "Es tut mir wirklich leid, falls ich jemanden damit verletzt habe", sagte die in der Schweiz geborene 44-Jährige in einem auf Instagram geposteten Video. Die Show des Medienunternehmens Mediaset war am Montag ausgestrahlt worden und hatte daraufhin eine Welle der Empörung vor allem in sozialen Medien ausgelöst. "Mir ist klar geworden, dass wir in Zeiten leben, in denen Menschen empfindlich in Bezug auf ihre Rechte reagieren und ich war so naiv, das nicht bedacht zu haben", erklärte die frühere Co-Moderatorin der ZDF-Samstagabendshow "Wetten dass..?". Sie sei keine Rassistin.

10:39 Uhr

"Kleiner Frosch": Hazel Brugger bringt Baby zur Welt

Komikerin Hazel Brugger und ihr Partner Thomas Spitzer haben eine kleine Tochter bekommen. "Diese winzige kleine Lady hat mich vor ein paar Wochen zu einer stolzen Mutter gemacht", schrieb die 27-Jährige am Donnerstag auf Instagram neben einem Foto von sich und ihrer Tochter. "Wir sind alle drei überglücklich und übermüdet, aber ansonsten ist unser Leben genauso wie vorher. (Kleiner Scherz, natürlich hat sich ALLES verändert)", schrieb die in den USA geborene Schweizerin weiter. Auch Spitzer postete auf seinem Account ein Foto und schrieb dazu: "Dieser kleine Frosch hat uns in den letzten Wochen unendliche Freude bereitet." Das Paar ist seit 2020 verheiratet und lebt in Köln.

10:30 Uhr

Verfassungsschützer fordert bundesweite "Querdenken"-Beobachtung

Der Thüringer Verfassungsschutz hat eine bundesweite Beobachtung der sogenannten Querdenken-Bewegung gefordert. Verfassungsschutzpräsident Stephan Kramer sprach sich in der ARD dafür aus, die Bewegung als Verdachtsfall einzustufen. "Wir haben es mit einer Bestrebung zur Diffamierung und Delegitimierung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung und der Institutionen dieses Staats zu tun", sagte Kramer. Es gebe hinreichende Anhaltspunkte für eine verfassungsfeindliche Bestrebung.

Durch eine Einstufung als Verdachtsfall wäre der Einsatz geheimdienstlicher Mittel wie die Anwerbung von V-Leuten zulässig. Bislang werden Teile der Corona-Protestbewegung nur in Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg und seit Kurzem auch in Berlin vom Verfassungsschutz beobachtet. Eine Einstufung durch das Bundesamt für Verfassungsschutz steht noch aus. Kramer rechnet damit aber "in Kürze". Gleichzeitig kritisierte er den polizeilichen Umgang mit den Corona-Protesten als "Bankrotterklärung des staatlichen Sicherheitsmonopols".

09:54 Uhr

Tür in Ärztehaus steht unter Strom - Mann stirbt, Helfer muss reanimiert werden

Wegen einer unter Strom stehenden Tür in einem Gebäude mit Arztpraxen und Büros ist die Feuerwehr in Bremen zu einem Großeinsatz ausgerückt. Ein 55-Jähriger erlitt einen tödlichen Stromschlag, teilte die Feuerwehr mit. Darüber hinaus wurde ein Feuerwehrmann durch den Strom schwer verletzt und musste reanimiert werden. Acht Kinder wurden aus dem Gebäude gerettet.

Den Einsatzkräften wurden ein lebloser und ein leicht verletzter Mensch gemeldet. Ersten Erkenntnissen zufolge war eine unter Spannung stehende Tür Ursache dafür. Daneben bestand der Verdacht, dass eine weitere Tür zu einem Raum unter Strom stand, in dem sich acht Kinder aufhielten. Sie wurden dazu gebracht, sich von der Tür fernzuhalten und später über eine Drehleiter gerettet.

Mehr dazu lesen Sie hier.
09:28 Uhr

Günther Jauch muss wegen Corona-Infektion auch für nächste Live-Show absagen

Günther Jauch fällt auch am kommenden Wochenende für die Live-Show "Denn sie wissen nicht, was passiert" aus. Wegen einer Corona-Infektion hatte der 64-jährige Moderator bereits am vergangenen Wochenende passen müssen - zum ersten Mal überhaupt in seiner 31-jährigen Karriere. Wie er nun gegenüber "Stern TV" sagte, muss er zur Zeit der Sendung am Samstag (17. April) noch in Quarantäne bleiben. Er werde sich am Freitag erneut testen lassen und dürfe laut Gesundheitsamt dann wohl am Sonntag wieder raus. In der Sendung am vergangenen Samstag wurde er von acht Promi-Frauen vertreten, die alle Masken mit Jauchs Gesicht darauf trugen. Wer ihn diesmal vertritt, wird während der Live-Show am Samstag um 20.15 Uhr bei RTL bekannt gegeben.

09:03 Uhr

Gerücht: Söder soll Laschet Präsidenten-Deal angeboten haben

Im weiter mächtig schwelenden K-Frage-Streit der Union macht nun ein neues Gerücht die Runde: CSU-Chef Markus Söder soll demnach seinem CDU-Konkurrenten Armin Laschet bei einem Verzicht auf die Kanzlerkandidatur stattdessen das Amt des Bundespräsidenten angeboten haben. So könnten beide die höchsten Staatsämter Deutschlands besetzen und durch einen Kompromiss den zu eskalieren drohenden Konflikt lösen.

Entsprechend kursierende Informationen twitterte etwa ein RND-Hauptstadtkorrespondent. Ein solches Szenario ist jedoch allein deshalb wohl eher unwahrscheinlich, weil die Union in der Bundesversammlung, die nächstes Jahr den Bundespräsidenten neu wählt, auf Stimmen anderer Parteien angewiesen wäre. Dass diese sich in den Unions-internen Machtkampf ziehen lassen würden, ist unwahrscheinlich. Zumal bereits etwa eine Frau aus den Reihen der Grünen für das Amt gehandelt wird.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:26 Uhr

"Kognitive Kriegsführung": Foto der US-Navy sorgt in China für Aufregung

Die US-Navy hat mit einem Foto für Irritation in chinesischen Medien gesorgt, wie der "Independent" berichtet. Auf dem online veröffentlichten Foto sind nach Navy-Angaben die Kommandeure Briggs und Slye zu sehen, die von Bord des Zerstörers "USS Mustin" einen chinesischen Flugzeugträger im südchinesischen Meer beobachten. Insbesondere der Umstand, dass einer der beiden Soldaten lässig die Füße hochgelegt hat, veranlasst Kommentatoren in chinesischen und Hongkonger Medien zu der Einschätzung, dies sei "kognitive Kriegsführung", deren einziger Zweck sei, China zu signalisieren, dass man sich von der Präsenz der Marine im heftig umstrittenen Seegebiet nicht einschüchtern lasse.

Navy.jpg

Commander Briggs beobachtet mit hochgelegten Füßen einen chinesischen Flugzeugträger.

(Foto: US Navy)

08:11 Uhr

Schnee und Regen trüben rares Sonnenglück

Der Donnerstag beginnt landesweit frostig kalt. Bei Spitzenwerten von maximal drei Grad am Morgen heißt es dick anziehen. Im weiteren Verlauf zeigt sich zwar häufig die Sonne. Doch später bilden sich im Bergland erste Wolkenfelder, die mitsamt Schnee und Regen Richtung Mitte ziehen.

07:52 Uhr

Nicht einmal drei Prozent der Lebensräume der Erde sind ökologisch intakt

imago0089533642h.jpg

Teile der Sahara gehören zu den wenigen intakten Lebensräumen der Welt.

(Foto: imago/blickwinkel)

Nur wenige Lebensräume auf der Welt sind nach Ansicht eines internationalen Wissenschaftlerteams in ihrer Artenvielfalt noch intakt. Der Anteil ökologisch unberührter Landflächen mit intakter Tierwelt liegt bei gerade mal 2,9 Prozent, berichten die Forscher im Fachjournal "Frontiers in Forests and Global Change". In diesen Gegenden stellten die Forscher nur einen geringen menschlichen Fußabdruck und keinen bekannten Artenverlust fest. Dazu zählten Teile des Kongobeckens, des Amazonas, der russischen Tundra oder einige Wüsten wie die Sahara.

"Wir wissen, dass intakter Lebensraum zunehmend verloren geht", sagt Studienautor Andrew Plumptre laut Mitteilung des Fachmagazins. Bislang werde der Anteil intakter Lebensräume häufig durch Methoden der Fernerkundung beurteilt, erläutert Plumptre. Dabei seien Werte zwischen 20 und 40 Prozent ermittelt worden. Man wisse aber, dass auch in intakten Lebensräumen Arten beeinträchtigt würden. Die Forscher prüften deshalb, wo Arten komplett verschwunden sind oder ihre Populationen so stark dezimiert wurden, dass die Art ihre Rolle im Ökosystem nicht mehr ausfüllen kann.

Mehr dazu lesen Sie hier.
07:39 Uhr

Das wird heute wichtig

Einen schönen guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser, herzlich willkommen zum "Tag" bei ntv.de.

  • Schon in Kürze erwarten wir die erste ganz große Nachricht des Tages: Das Bundesverfassungsgericht verkündet in wenigen Stunden sein Urteil zum in Berlin umgesetzten Mietendeckel. Die Entscheidung wird enorme Tragweite haben, in welche Richtung sie auch ausfällt. Entweder schafft sie eine Grundlage für weitere Regelungen dieser Art und mögliche Nachahmer weit über Berlin hinaus - oder sie bedeutet mindestens, dass Hunderttausende Berliner gesparte Mietkosten nachzahlen müssen.
  • Etwa zur gleichen Zeit erwarten wir außerdem einmal mehr Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und RKI-Chef Lothar Wieler zur Pressekonferenz. Dort wird über die aktuelle Entwicklung der Pandemie in Deutschland und das Vorgehen dagegen berichtet. Die PK sehen Sie ab 9.00 Uhr live bei uns. Alle Nachrichten rund um das Coronavirus lesen Sie außerdem wie immer in unserem Liveticker.
  • Ein Treffen mit nicht unerheblicher Brisanz gibt es heute in Ankara. Dort kommen der türkische Außenminister und sein Amtskollege aus Griechenland zusammen, um über den Konflikt um die Erdgasvorkommen im östlichen Mittelmeer zu beraten. Der Streit hatte sich immer wieder zugespitzt - inklusive militärischer Muskelspiele.
  • Bevor wir uns wieder an den Puls der Zeit werfen, noch kurz ein Blick in den Rückspiegel: Heute jährt sich der verheerende Brand der Kathedrale Notre Dame zum zweiten Mal. Das vernichtende Feuer hinterlässt bis heute tiefe Spuren in Paris und der französischen Erinnerung. In unserer Bilderserie sehen Sie noch einmal, was damals geschah - und was seitdem passiert ist.

Soweit erst mal der kurze Anriss der zu erwartenden größeren Ereignisse des Tages. Mein Name ist Max Raudszus und ich halte Sie bis in den Nachmittag über alle vorhergesehenen und unvorhergesehenen, kuriosen, relevanten, spannenden und wichtigen Geschehnisse in Deutschland und der Welt auf dem Laufenden. Wenn Sie Fragen, Anregungen, Kritik oder Bitten haben, erreichen Sie mich unter max.raudszus[at]nama.de. Ich freue mich, dass Sie da sind!

07:11 Uhr

Hunderttausende Minderjährige schulden dem Staat Millionen - wegen ihrer Eltern

Mehr als 570.000 Minderjährige haben derzeit Schulden beim Staat - für die sie meist gar nichts können. Wie das Bundesarbeitsministerium in einer Antwort auf eine FDP-Anfrage ausführt, belaufen sich die Forderungen mit Stand Anfang April auf 192,1 Millionen Euro. Sie entstünden meist dann, wenn Eltern "mehr Sozialleistungen beziehen als gesetzlich vorgesehen", sagte die FDP-Politikerin Judith Skudelny und forderte Reformen.

Schulden beim Staat entstehen etwa zum Beispiel dann, wenn Eltern eine neue Arbeitsstelle zu spät anzeigen und dann zu hohe Sozialleistungen beziehen, etwa Arbeitslosengeld II oder Kindergeld. Schuldenträger sind bei kinderbezogenen Leistungen allerdings nicht die Eltern, sondern die Kinder - geltend gemacht werden die Forderungen dann bei Volljährigkeit.

  • Die Zahl der betroffenen Minderjährigen sowie die Höhe der Forderungen gingen zuletzt zwar zurück. Dem Ministerium zufolge waren 2020 gut 743.000 Minderjährige betroffen, die dem Staat fast 274 Millionen Euro schuldeten. Doch das seien "immer noch erschreckend hohe Zahlen", kritisierte Skudelny.
06:40 Uhr

Mit Abstand größter der Welt: Neuer Mega-Staudamm im Himalaya geplant

Das bisher größte Kraftwerk der Welt steht in China, der Drei-Schluchten-Staudamm am Jangtse. Doch das neueste Kraftwerksprojekt Pekings lässt selbst diese Anlage klein aussehen: Ein gigantisches Wasserkraftwerk in Tibet soll dreimal so viel Strom erzeugen. Umweltschützer und der Nachbar Indien sind alarmiert. Der Mega-Staudamm ist nicht nur ein massiver Eingriff ins Ökosystem, China würde damit auch einen Großteil der Wasserversorgung Südasiens kontrollieren.

imago0115310681h.jpg

Den Plänen zufolge soll der Staudamm den tiefsten und längsten Canynon der Welt überspannen.

(Foto: imago images/ViewStock)

Der Staudamm ist am Oberlauf des Brahmaputra im Himalaya geplant. Er soll den längsten und tiefsten Canyon der Welt in einer Höhe von mehr als 1500 Metern überspannen und jährlich bis zu 300 Milliarden Kilowatt Strom erzeugen. Der im März verabschiedete 14. Fünf-Jahres-Plan erwähnt das Projekt, nennt aber keine Details zum Zeitrahmen oder den Kosten. Im Oktober unterzeichnete die tibetische Regierung ein Kooperationsabkommen mit dem staatlichen, auf Wasserkraft spezialisierten Unternehmen Powerchina.

06:12 Uhr

Kurioser Notruf: "Mysteriöses" Wesen in Baum versetzt Anwohner in Angst

Passend zum frühmorgendlichen Kaffee tischen wir gleich mal diese leckere Kuriosität auf: Im polnischen Krakau hat eine Frau wegen eines vermeintlich gefährlichen Tieres den Tierschutzverein alarmiert. Das auf einem Baum lauernde "mysteriöse" Wesen habe sich vor Ort jedoch als Croissant entpuppt, teilte der Krakauer Tierschutzverein mit. Die Frau hatte sich demnach an den Verein gewandt, da das angebliche Tier seit zwei Tagen in einem Fliederbaum vor ihrem Haus saß.

"Die Menschen öffnen ihre Fenster nicht, weil sie Angst haben, dass es in ihr Haus kommt", sagte die verzweifelte Anruferin demnach. Die Tierschützer nahmen zunächst an, dass es sich um einen Raubvogel handeln könnte. Die Anruferin ging eher von einem Leguan aus. Bei ihrem Eintreffen stellten die Tierschützer zu ihrer Verblüffung dann fest, dass das Tier weder "Beine noch einen Kopf" hatte und es sich vielmehr um ein Croissant handelte.

06:01 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht

ntv.de Dienste
Software
ntv Tipp
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.