Donnerstag, 19. Dezember 2019Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
22:42 Uhr

Das war Donnerstag, der 19. Dezember 2019

Liebe Leserinnen und Leser,

weiße Weihnachten bleiben in diesem Jahr wohl wieder ein unerfüllter Wunsch. Es sei denn, Sie leben über 500 Metern oder in Bayern, dann haben Sie noch Chancen auf Schnee zum Fest. Mehr dazu lesen Sie hier.

Was war heute wichtig:

Damit verabschiede ich mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht!

22:17 Uhr

Polizei erwischt Paar bei Sex in Nothaltebucht

Ein junges Paar hat die Nothaltebucht der Autobahn 13 in Brandenburg genutzt, um sich bei einer Rast auf der Rückbank ihres Wagens näher zu kommen.

  • Autobahnpolizisten entdeckten die Beiden, als sie sich bei eingeschalteter Warnblinkanlage im Auto vergnügten.
  • "Dem jungen Pärchen waren die Beamten in ihrer hektischen Betriebsamkeit samt nackter Tatsachen gar nicht aufgefallen", teilte die Polizei mit.
  • Mit "hochroten Köpfen" hätten sie den Beamten zugehört, als diese ihnen erklärten, wofür die Nothaltebucht eigentlich gedacht ist. Das Paar sei daraufhin auf den nächsten Rastplatz gefahren.
21:38 Uhr

Massenschlägerei in Essener Einkaufszentrum

92120414.jpg

Im Einkaufszentrum Limbecker Platz in Essen gab es eine Schlägerei mit rund 20 Beteiligten.

(Foto: picture alliance / Roland Weihra)

Während die einen friedlich ihre Weihnachtseinkäufe erledigen, suchen die anderen in einem zentralen Einkaufszentrum in Essen nicht nach Schnäppchen, sondern nach Stress.   

  • Im Shopping-Mall Limbecker Platz hat es am Abend eine Schlägerei mit rund 20 beteiligten Personen gegeben.
  • Einer der Beteiligten sei in Krankenhaus gebracht worden, zwei Leichtverletzte seien vor Ort entlassen worden, sagte ein Polizeisprecher. Wieso es zu der Schlägerei kam, war zunächst unklar.
  • Es seien zwei Gruppen aus jeweils rund zehn Personen aneinander geraten. Beim Eintreffen der Polizei sei die Schlägerei schon wieder vorbei gewesen. Festnahmen habe es nicht gegeben.
20:58 Uhr

USA heben Mindestalter für Kauf von Tabakwaren an

AP_19247784378889.jpg

Ob vapen oder rauchen: Beides darf man in den USA künftig erst ab 21 Jahren.

(Foto: AP)

Die USA heben das Mindestalter zum Kauf von Tabakprodukten und E-Zigaretten von 18 auf 21 Jahre an.

  • Der Senat beschloss ein erstes Gesetzespaket zum Haushalt für das kommende Jahr, an das mehrere andere Vorhaben angehängt waren - wie eben die Änderung mit Blick auf Tabak und E-Zigaretten.
  • Der Tod von Dutzenden Menschen nach dem Gebrauch von E-Zigaretten hat in den USA große Sorge ausgelöst. Der US-Gesundheitsbehörde CDC zufolge starben bereits mehr als 50 Menschen, die Zahl der Erkrankten liegt demnach bei mehr als 2400 Fällen.
  • US-Präsident Donald Trump hatte sich in den vergangenen Monaten mehrfach besorgt über die Nutzung von E-Zigaretten geäußert, insbesondere unter Jugendlichen.
  • Zwischenzeitlich erwog Trump nach eigenen Angaben auch, ausgefallene Geschmacksrichtungen für E-Zigaretten zu verbieten, die Experten zufolge gerade Jugendliche zum Rauchen animieren. Zuletzt war von Trump aber nichts mehr von diesen Plänen zu hören.
20:17 Uhr

Belarus lässt Doppelmörder hinrichten

In Belarus ist ein verurteilter Doppelmörder hingerichtet worden. Das berichten übereinstimmend mehrere russischsprachige Medien.

  • Laut Gerichtsakten hat der 36-Jährige im Juli vergangenen Jahres zwei Frauen im Alter von 26 und 27 Jahren zu sich nach Hause eingeladen. In seiner Wohnung in der Stadt Babrujsk tranken sie demnach gemeinsam Alkohol, dann kam es zu einem Konflikt. Die Frauen schlossen sich daraufhin im Badezimmer ein und riefen die Polizei. Als die Beamten am Tatort ankamen, waren die Frauen bereits tot. Eines der Opfer erhielt 77 Schläge, unter anderem mit einem Hammer. Das andere 16 Messerstiche.  
  • Der Mann bekannte sich schuldig. Im Januar dieses Jahres verurteilte ihn ein Gericht zum Tod durch Erschießen.
  • Die frühere Sowjetrepublik Belarus ist das einzige Land Europas, das die Todesstrafe noch vollstreckt.
19:46 Uhr

Chinesin dringt in Trumps Residenz ein

98649504.jpg

Mar-a-Lago ist eine der drei offiziellen Residenzen Trumps.

(Foto: picture alliance / Richard Graul)

Donald Trumps Domizil Mar-a-Lago scheint bei Frauen aus China besonders beliebt zu sein. Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr hat sich eine Chinesin unerlaubt Zutritt zur Residenz des US-Präsidenten in Florida verschafft.

  • Die Verdächtige sei festgenommen worden, nachdem sie das Gelände trotz vorheriger Abweisung durch einen Sicherheitsmann betreten und Fotos mit ihrem Handy gemacht habe, berichtet die Polizei.
  • Der US-Präsident befand sich zum Zeitpunkt des Vorfalls nicht in Mar-a-Lago. Allerdings wird erwartet, dass er Weihnachten dort verbringt.
  • Nachdem die Chinesin am Haupttor abgewiesen wurde, schaffte sie es laut Polizei über eine Service-Zufahrt auf das Grundstück. Überwachungskameras filmten die Frau, wie sie Fotos davon machte. Zu Fuß sei sie anschließend geflüchtet und später festgenommen worden. Sie habe den Beamten nicht erklärt, warum sie die Bilder gemacht habe, und diese auch nicht gezeigt. Medienberichten zufolge blieb sie zunächst in Gewahrsam, weil ihr Visum für die USA abgelaufen war.
19:10 Uhr

Abgeordneter Herrmann verlässt AfD - wegen Schulden?

Die sächsische AfD hat Darstellungen zum Parteiaustritt ihres Bundestagsabgeordneten Lars Herrmann zurückgewiesen. "Mit seinem Austritt kam Lars Herrmann einem Parteiordnungsverfahren zuvor. Er schuldet seinem Kreisverband rund 4500 Euro", erklärte Sachsens AfD-Vize Siegbert Droese in Dresden. Statt seinen finanziellen Verpflichtungen gegenüber der Partei nachzukommen, habe Herrmann sogar Geld für einen CDU-Direktkandidaten gespendet. "Es ist klar, dass solche Vorgänge zu einem Zerwürfnis führen." Herrmann habe keine Chance mehr gehabt, 2021 erneut über die AfD-Landesliste in den Bundestag einziehen zu können. Zudem habe er sich bereits seit längerem nicht mehr an Veranstaltungen der AfD-Landesgruppe beteiligt.

Herrmann hatte nach eigenem Bekunden die AfD und ihre Fraktion aus Protest gegen den Kurs der Partei verlassen.

Mehr dazu lesen Sie hier.
18:44 Uhr

Bundestag beschließt erleichterten Abschuss von Wölfen

Wölfe dürfen in Zukunft einfacher abgeschossen werden, um Schafe und andere Nutztiere vor dem Raubtier zu schützen. Gegen die Stimmen der gesamten Opposition verabschiedete der Bundestag ein entsprechendes Gesetz, auf das sich die Große Koalition nach monatelangem Ringen verständigt hatte.

  • Durch 639 Wolfs-Übergriffe seien im vergangenen Jahr bundesweit 2067 Tiere gerissen worden, erklärte der CDU-Abgeordnete Hermann Färber.
  • In Zukunft ist ein Abschuss auch dann möglich, wenn unklar ist, welcher Wolf genau zum Beispiel eine Schafherde angegriffen hat.
  • Es dürfen so lange Wölfe in der Gegend geschossen werden, bis es keine Attacken mehr gibt - auch wenn dafür ein ganzes Rudel getötet wird.
  • Trotzdem versicherte der umweltpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Carsten Träger: "Es wird kein unkontrolliertes Rudelschießen geben." Tatsächlich ist vorgesehen, dass jeder weitere Abschuss von den Behörden der Länder einzeln genehmigt werden muss.
Mehr dazu lesen Sie hier.
18:09 Uhr

Böhmermann zieht vor Verfassungsgericht

Im Streit um das Gedicht "Schmähkritik" über den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan hat der TV-Satiriker Jan Böhmermann Verfassungsbeschwerde eingelegt. Die Klage sei bereits im August beim Bundesverfassungsgericht eingegangen, sagte heute ein Sprecher des Gerichts in Karlsruhe.

Nach Urteilen der Hamburger Gerichte sind große Teile des Gedichts verboten. Böhmermanns Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision hatte der Bundesgerichtshof Ende Juli zurückgewiesen.

Böhmermanns Anwalt Christian Schertz hatte schon früher angekündigt, notfalls bis vors Bundesverfassungsgericht zu ziehen. Aus seiner Sicht handelt es sich um eine "künstlerisch-kritische Auseinandersetzung mit den Grenzen der Satire", wie der "Tagesspiegel" schreibt. Es sei "offensichtlich, dass auch staatspolitische Überlegungen eine Rolle spielten".

Mehr dazu lesen Sie hier.
16:52 Uhr

Schüsse an Geheimdienst-Zentrale in Moskau

Ein Unbekannter hat in Moskau nach Medienberichten an der Zentrale des Inlandsgeheimdiensts FSB mit einem Kalaschnikow-Gewehr auf Menschen geschossen. Dabei solle mindestens eine Person getötet worden sein, berichten mehrere russische Medien. Teils gab es Berichte zu zwei verletzten FSB-Mitarbeitern.

Im Radiosender Echo Moskwy war von Schreien und Schüssen am Lubjanka-Platz die Rede. Dort steht die FSB-Zentrale.

Ob es einen oder mehrere Täter gab, war zunächst unklar.

Der Angreifer sei neutralisiert worden, berichtet das Nachrichtenportal "Meduza" unter Berufung auf die Pressestelle des FSB.

 

Mehr dazu lesen Sie hier.
16:28 Uhr

Philip Morris schließt Zigaretten-Werk in Berlin

124768310.jpg

Mach's jut, Marlboro Man.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die gute Nachricht: In Deutschland rauchen immer weniger Menschen. Das Statistische Bundesamt listet für 2018 74,36 Milliarden Zigaretten auf, für die von Tabakunternehmen Steuerkennzeichen beantragt wurden. Im Vergleich zum Vorjahr war das ein Rückgang von 1,9 Prozent. Anfang der 1990er Jahre waren die Zahlen noch fast doppelt so hoch.

Die schlechte Nachricht: Weil der Absatz seit Jahren schrumpft, beendet der Tabakkonzern Philip Morris die Herstellung von Zigaretten in Berlin. 950 Arbeitsplätze werden abgebaut.

Die Produktion im Neuköllner Werk soll am Freitag eingestellt werden, teilte ein Sprecher des Unternehmens mit. Damit geht in Berlin eine jahrzehntelange Tradition zu Ende - seit den 1970er Jahren wurden dort laut Philip Morris Zigaretten produziert. Das Produktionsende war seit längerer Zeit geplant. Der Konzern hatte bislang Produktionsstätten in Berlin und Dresden.

Mehr dazu lesen Sie hier.
15:59 Uhr

Telefonservice für einsame Senioren rund ums Fest

Einsam an Weihnachten oder Silvester? Das Berliner Silbernetz-Telefon steht das erste Mal älteren Anrufern aus ganz Deutschland Tag und Nacht kostenlos zur Verfügung.

  • Vom 24. Dezember bis 1. Januar können diese unter der Telefonnummer 0800 4 70 80 90 Zuhörer am anderen Ende der Leitung erreichen.
  • Das Motto: einfach mal reden. Träger von Silbernetz ist der Humanistische Verband Deutschland. Die Hotline versteht sich als Ansprechpartner für isoliert lebende ältere Menschen.
  • Die Zuhörer wollen für Senioren da sein, die nicht beim Krisendienst und der Telefonseelsorge anrufen möchten. Denn ihr Problem ist meist keine Krise, sondern dauerhafte Einsamkeit.
  • Der Verein Silbernetz schätzt, dass sich in Deutschland rund acht Millionen Menschen im Alter zwischen 60 und 99 Jahren zumindest zeitweise einsam fühlen.
15:50 Uhr
Breaking News

Gekündigte Betreiber der Pkw-Maut fordern 560 Millionen Euro

Die gekündigten Betreiberfirmen der Pkw-Maut fordern vom Bund 560 Millionen Euro. Das teilten die Unternehmen Kapsch und CTS Eventim in einer Pflichtmitteilung für die Börsen mit.

Mehr dazu lesen Sie hier.
15:42 Uhr

Kenia-Koalition in Sachsen steht

Einer Koalition von CDU, Grünen und SPD steht in Sachsen nichts mehr im Weg. Als letzte Partei stimmten die Grünen am Donnerstag mit sehr großer Mehrheit dem Bündnis zu. Der Vertrag soll am Freitag unterzeichnet werden.

Mehr dazu lesen Sie hier.
15:15 Uhr

Lotto wird deutlich teurer

127861531.jpg

Der Spieleinsatz für einen Tipp beträgt künftig 1,20 Euro.

(Foto: picture alliance/dpa)

Wer reich werden will, ohne sich dafür anzustrengen, wird bald tiefer in die Tasche greifen müssen. Denn Lottospielen wird teurer. Ab Herbst 2020 soll der Preis beim klassischen "6 aus 49" für ein Tippfeld um 20 Prozent auf 1,20 Euro steigen, hat die dpa aus einer sicheren Quelle erfahren. Bislang kostet ein Feld für die Ziehungen am Samstag und Mittwoch einen Euro.

  • Dafür soll das Spiel aufgewertet werden. Bereits bei sechs richtig angekreuzten Zahlen soll deutlich häufiger ein Gewinn in Millionen-Höhe möglich sein. Bislang war noch zusätzlich die richtige Superzahl notwendig.
  • Zu dem Preis für ein Feld kommt je nach Landeslotterie bei der Abgabe in einer Annahmestelle noch eine Bearbeitungsgebühr dazu.
  • Weitere Änderung: Der Jackpot soll nicht mehr nach der 13. Ziehung automatisch ausgeschüttet werden, sondern erst, wenn die Grenze von 45 Millionen Euro erreicht ist. Die staatlichen Aufsichtsbehörden müssen den Plänen noch zustimmen.
14:52 Uhr

Klimapaket nimmt weitere Hürde

Der Bundestag hat Änderungen des Klimapakets gebilligt. Für den im Vermittlungsausschuss von Bundesrat und Bundestag erzielten Kompromiss stimmten 426 Abgeordnete, dagegen 221, bei einer Enthaltung. Der Bundesrat soll das Ergebnis an diesem Freitag billigen.

  • Der Kompromiss sieht vor, dass die Länder vom Bund mehr Geld bekommen, als Ausgleich etwa für die geplante Mehrwertsteuersenkung bei Bahntickets im Fernverkehr.
  • Vorgesehen ist auch ein höherer Preis für den Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids (CO2) im Verkehr und bei Gebäuden ab 2021 - dafür soll im nächsten Jahr das entsprechende Gesetz geändert werden.
  • Im Gegenzug sind eine weitere Anhebung der Pendlerpauschale sowie Entlastungen beim Strompreis geplant.
14:20 Uhr

Deutscher bei tödlichem Skiunfall in Tirol verletzt

Bei einem Zusammenstoß auf einer Piste in Südtirol ist ein Skifahrer gestorben. Ein deutscher Jugendlicher erlitt Verletzungen.

  • Bei dem Toten handle es sich um einen Mann aus Slowenien Mitte 40, sagte ein Sprecher der Polizei. Er sei im Skigebiet Kronplatz mit dem 19 Jahre alten Deutschen zusammengestoßen.
  • Der Jugendliche aus Braunschweig wurde mit dem Helikopter in ein Krankenhaus in Bruneck gebracht. Er sei nicht in Lebensgefahr, so der Sprecher der Polizei.
14:00 Uhr

Schichtwechsel

Mein Kollege Janis Peitsch verabschiedet sich in den Feierabend, ich übernehme seinen Platz in der Redaktion. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen entspannten Nachmittag.

13:30 Uhr

Streit um "Neger"-Ruf: Gericht gibt AfD-Politiker recht

110637808.jpg

(Foto: picture alliance/dpa)

Der AfD-Politiker Nikolaus Kramer hat vor dem Verfassungsgericht von Mecklenburg-Vorpommern im Streit mit dem Landtagspräsidium recht bekommen. Demnach hatte Fraktionschef Kramer im November 2018 zu Unrecht einen Ordnungsruf für die Benutzung des Wortes "Neger" bekommen.

Laut den Richtern verstoße der Ordnungsaufruf gegen das in der Landesverfassung verankerte Rederecht des Abgeordneten. Ein Landtagsmitglied kann zur Ordnung gerufen werden, wenn es die Würde oder die Ordnung des Hauses verletzt. Der Ordnungsruf von Landtagsvizepräsidentin Mignon Schwenke erfüllte nach Auffassung des Gerichts diese Voraussetzungen nicht.

Kramer hatte das Wort "Neger" in einer Debatte um Leistungsmissbrauch durch Asylbewerber in einem Zwischenruf verwendet, aber auch in einem Redebeitrag, in dem er erläuterte, dass er das Wort bewusst gewählt habe.

13:01 Uhr

Zahl gemeldeter Diskriminierungen so hoch wie nie

Die Zahl der bei der Antidiskriminierungsstelle des Bundes gemeldeten Fälle ist auf einen neuen Rekordstand gestiegen. Im vergangenen Jahr gab es 4216 Meldungen von Menschen, die sich diskriminiert fühlen, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP hervorgeht. Dies sind über zehn Prozent mehr als im Jahr 2017. Bis Oktober diesen Jahres gab es bereits 3533 neue Meldungen.

  • Mit 1070 Meldungen gab es die meisten Anfragen wegen Diskriminierung wegen der ethnischen Herkunft oder wegen Rassismus.
  • An zweiter Stelle folgten Diskriminierungen wegen des Geschlechts mit 1004 Fällen und wegen Behinderung mit 912 Fällen.
  • Wegen ihres Alters fühlten sich 485 Menschen diskriminiert.
12:31 Uhr

Schweinepest: Zaunbau an Grenze zu Polen startet

Das Land Brandenburg beginnt am Freitag an der polnischen Grenze mit dem Bau von Schutzzäunen gegen die Afrikanische Schweinepest. Das teilte das Verbraucherschutzministerium mit. Das Risiko der Einschleppung durch infizierte Wildschweine aus Westpolen nach Deutschland werde größer, heißt es.

Die ersten Wildschutzzäune sollen in der Nähe von Guben im Landkreis Spree-Neiße errichtet werden. Schwerpunkte der Präventionsmaßnahme sind zudem der Landkreis Oder-Spree sowie die Stadt Frankfurt (Oder).

Geplant ist bislang der Aufbau entlang von 120 Kilometern des insgesamt 280 Kilometer langen Grenzverlaufs zwischen Brandenburg und Polen. Die Zäune kosten insgesamt etwa 160.000 Euro und sind rund 90 Zentimeter hoch. Das Land Brandenburg übernimmt die Kosten.

Mehr dazu lesen Sie hier.
12:06 Uhr

Airlines haften für umgekippten Kaffee

imago84474125h.jpg

(Foto: imago/McPHOTO)

Das kann jedem passieren: Ein Becher mit Kaffee kommt während eines Fluges ins Rutschen und ergießt sich über Arme und Beine. Wenn der Kaffee brühend heiß ist, ist das nicht nur unangenehm, sondern auch äußerst schmerzhaft. Nach einem Grundsatzurteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) können Reisende dann aber von der Fluggesellschaft Schadenersatz fordern.

Die Haftung der Airlines könne nicht davon abhängig gemacht werden, dass der Schaden auf ein luftfahrtspezifisches Risiko zurückgehe, führten die Richter weiter aus. Allerdings könnten Fluggesellschaften sich aus der Haftung befreien, wenn sie nachwiesen, dass Reisende selbst für den Schaden verantwortlich seien.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:22 Uhr

Deutscher macht "Unicef-Foto des Jahres"

127854597.jpg

In Manila gelang Schwarzbach dieses Foto.

(Foto: Hartmut Schwarzbach)

Ein Bild des deutschen Fotografen Hartmut Schwarzbach ist zum "Unicef-Foto des Jahres 2019" gekürt worden. Es zeigt ein kleines Mädchen, das in einem Slum auf den Philippinen nach Plastikmüll fischt.

Das Bild erzähle "vom mutigen Überlebenskampf von Kindern angesichts gleich dreier Tragödien unserer Zeit: Armut, Umweltverschmutzung und Kinderarbeit", erklärte das UN-Kinderhilfswerk in Berlin. 

Für Unicef-Schirmherrin Elke Büdenbender transportiert das Bild die Botschaft: "Kinder sind das Wertvollste, das wir haben. Wir alle tragen Verantwortung für ihr Leben und ihre Zukunft."

10:44 Uhr

Vier Demokraten stimmten nicht für Trump-Impeachment

Als dritter Präsident in der Geschichte der Vereinigten Staaten muss sich Donald Trump einem Amtsenthebungsverfahren im US-Senat stellen. Mit der Mehrheit der Demokraten votierte das Repräsentantenhaus am Mittwochabend (Ortszeit) für die offizielle Eröffnung eines solchen Impeachment-Verfahrens.

Allerdings stimmten nicht alle demokratischen Abgeordneten dafür, dass sich Trump wegen Machtmissbrauchs und Behinderung der Ermittlungen in der Ukraine-Affäre verantworten muss.

Medienberichten zufolge stimmten vier Abgeordnete der Demokraten nicht für das Impeachment. Bei den Abweichlern soll es sich um Tulsi Gabbard, Jeff Van Drew, Collin Peterson und Jared Golden handeln.

10:20 Uhr

Massive Schneewolke verschlingt New York

Gespenstische Bilder aus New York: Wenige Tage vor Weihnachten hat der Winter die größte Stadt der USA erreicht. Aus Westen zog am Mittwochnachmittag (Ortszeit) eine dichte Wolkenfront heran, die die Millionenmetropole innerhalb kurzer Zeit in dichtes Schneetreiben einhüllte.

Aus den Fenstern des "One World Trade Center" hielt eine Kamera den ungewöhnlich heftigen Wetterumschwung fest. Die Zeitrafferaufnahme zeigt, wie sich die Kaltfront binnen Minuten durch die Straßenschluchten wälzt.

 

Mehr dazu lesen Sie hier.
10:04 Uhr

Polizei stürmt Haus von Aaron Carter

124666841.jpg

Rührt nach eigenen Angaben keine Drogen mehr an: Aaron Carter.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ungebetener Besuch bei Aaron Carter: Der US-Sänger ist wegen eines Fehlalarms von der Polizei aus dem Schlaf gerissen worden. Notfallhelfer und Polizisten hätten seine Wohnungstür aufgebrochen, sagte er dem Promi-Portal "TMZ.com". Grund dafür war demzufolge ein eingegangener Notruf bei der Polizei, dass Carter möglicherweise eine Überdosis erlitten habe. Das stellte sich später als falscher Alarm heraus.

Die Sanitäter hätten ihn gefragt, ob er Tabletten genommen habe oder sich etwas antun wolle, sagte Carter "TMZ.com". Das sei aber nicht so gewesen - er sei bloß eingeschlafen. Er werde die Polizei bitten, seine Tür zu reparieren, sagte Carter weiter.

Der Bruder von Backstreet-Boys-Mitglied Nick Carter hat schon mehrfach öffentlich über seine Drogen-Vergangenheit gesprochen. Er ist nach eigenen Angaben aber inzwischen clean.

Mehr dazu lesen Sie hier.
09:29 Uhr

Virus-Alarm: IT-System der Stadt Frankfurt ist offline

*Datenschutz

Das IT-System der Stadt Frankfurt ist derzeit gesperrt. Die Technik sei aus Sicherheitsgründen am Mittwoch heruntergefahren worden, sagte IT-Dezernent Jan Schneider am Morgen. "Hintergrund ist eine E-Mail mit Schadsoftware, die an einen Mitarbeiter geschickt wurde." Ob es sich um einen gezielten Angriff handelt, ist unklar.

Das System solle nun wieder hochgefahren werden. Das könne wegen der Komplexität aber einige Zeit in Anspruch nehmen. "Die technischen Probleme dauern an: Auch am Donnerstag sind die städtischen Online-Angebote vorerst nicht erreichbar und der Publikumsverkehr in allen Ämtern nicht möglich", teilte die Stadt auf Twitter mit.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:53 Uhr

Hunderte Festnahmen bei Mega-Razzia gegen die Mafia

Bei einer großen Operation gegen die Mafia sind der Polizei in Italien und in anderen Ländern Hunderte Verdächtige ins Netz gegangen. Bei dem Schlag gegen die kalabrische 'Ndrangheta seien gegen 334 Menschen Haftbefehle ergangen, teilte die Polizei mit. Einige Verdächtige seien auch in Deutschland, der Schweiz und in Bulgarien gefasst worden. Wo genau, war zunächst unklar.

  • An der Aktion waren rund 2500 Polizisten beteiligt, wie die Agenturen Ansa und Adnkronos berichteten. Güter im Wert von 15 Millionen Euro seien beschlagnahmt worden.
  • Die Aktion konzentrierte sich auf die kalabrische Gegend Vibo Valentina, erstreckte sich aber auch auf viele andere Regionen in Italien.
  • Den Verdächtigen wird unter anderem Erpressung, Mord, Geldwäsche und Zugehörigkeit zu einer mafiösen Organisation vorgeworfen.
Mehr dazu lesen Sie hier.
08:23 Uhr

Ökonom Sinn: "Klimaziele ohne Atomkraft nicht zu erreichen"

64667324.jpg

Ohne Atomstrom sieht Sinn die Klimaziele in Gefahr.

(Foto: picture alliance / dpa)

Deutschland kann nach Meinung des Ökonomen Hans-Werner Sinn seine Klimaziele ohne Atomkraft nicht erreichen. Der frühere Präsident des Münchner Ifo-Instituts sagte der "Passauer Neuen Presse": "Es wird nicht anders gehen. Man kann nicht gleichzeitig aus der Kohle und der Atomenergie aussteigen und dann zusätzlich noch mit dem Umstieg auf Elektroautos den Stromverbrauch massiv erhöhen."

Auf dem eingeschlagenen Weg werde man die Klimaziele nicht erreichen: "Spätestens in zehn Jahren werden die Menschen erkennen, dass das nicht klappt." Das müssten auch die Grünen einsehen, sagte Sinn.

Mehr dazu lesen Sie hier.
07:53 Uhr

Forscher suchen Grab der letzten Aztekenherrscher

127848543.jpg

So soll die Grabanlage einmal ausgesehen haben.

(Foto: picture alliance/dpa)

Mitten in der Millionenmetropole Mexiko-Stadt wollen Archäologen erstmals eine Grabstätte der mächtigen Aztekenherrscher freilegen. Zwar erwarten die Forscher nur ein recht einfaches Grab - die Entdeckung der letzten Ruhestätte eines Aztekenkönigs wäre trotzdem eine wissenschaftliche Sensation.

Auf der Suche nach dem Grab haben Archäologen am Fuße des Haupttempels der Aztekenhauptstadt Tenochtitlan (1325-1521) schon mehrere über 500 Jahre alte Opfergaben gefunden. Zwei weitere sind bereits lokalisiert, wurden aber noch nicht erforscht. Sie befinden sich auf einer kreisförmigen Plattform mit einem Durchmesser von 16 Metern und einer Höhe von 2,5 Metern. Aus historischen Aufzeichnungen geht hervor, dass die Aztekenherrscher auf dieser 2011 entdeckten Plattform begraben wurden.

07:22 Uhr

Boliviens Justiz erlässt Haftbefehl gegen Morales

Die bolivianische Justiz hat Haftbefehl gegen den aus dem Land geflüchteten früheren Staatschef Evo Morales erlassen. Morales solle wegen der Vorwürfe des "Terrorismus" und des Aufruhrs aufgegriffen und der Staatsanwaltschaft in La Paz übergeben werden, heißt es in dem Dokument.

Morales bezeichnete den Haftbefehl in einer Botschaft bei Twitter als "illegal, unfair und verfassungswidrig". Er wolle seinen "politischen und weltanschaulichen Kampf für ein freies und souveränes Bolivien" fortsetzen. Der 60-Jährige hält sich seit einigen Tagen in Argentinien auf.

Morales war Anfang November unter dem Druck wochenlanger Proteste gegen die von Manipulationsvorwürfen überschattete jüngste Präsidentschaftswahl zurückgetreten. Der neue linksgerichtete Präsident von Argentinien, Alberto Fernández, betrachtet Morales als Opfer eines "Staatsstreichs". Seit Morales' Rücktritt gab es immer wieder gewaltsame Proteste der Anhänger des Ex-Staatschefs. Dutzende Menschen wurden bei den Unruhen getötet.

07:00 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

die Woche nähert sich langsam, aber sicher dem Ende. Trotz der Nähe zu den weihnachtlichen Festtagen stehen heute relativ viele Termine auf dem Programm:

  • Kremlchef Wladimir Putin gibt vor knapp 1900 Journalisten aus aller Welt seine 15. große Pressekonferenz.
  • Die britische Königin Elizabeth II. eröffnet das Parlament in London nach der Wahl in der vergangenen Woche. Die Queen verliest dabei das Regierungsprogramm von Premierminister Boris Johnson.
  • Union und SPD wollen über die weitere Arbeit der Koalition nach dem Wechsel an der SPD-Spitze beraten.
  • Der Bundestag soll über Änderungen am Klimapaket abstimmen. Außerdem entscheiden die Abgeordneten über einen erleichterten Abschuss von Wölfen.
  • Die sächsischen Grünen wollen das Ergebnis ihres Mitgliedervotums zum Koalitionsvertrag mit CDU und SPD verkünden.
  • Drei Jahre nach dem islamistischen Anschlag auf den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche erinnern Politiker und Angehörige am Mahnmal am Breitscheidplatz an die Opfer.

Bis zum Nachmittag betreue ich für Sie den "Tag". Fragen, Anmerkungen oder Kritik gerne per Mail an janis.peitsch[at]nama.de. Ich wünsche Ihnen einen guten Start in den Morgen.

06:45 Uhr

Schönster Tag der Wetterwoche verspricht reichlich Sonne

Viele von uns erwartet heute der schönste Tag der Wetterwoche. Denn obgleich wir mit "Xander", "Yadid" und "Zelio" direkt von drei Tiefdruckgebieten umzingelt sind, so nimmt doch keines davon heute richtig Einfluss auf unser Wetter. Insofern können wir uns heute verbreitet auf 4 bis 7 Sonnenstunden freuen. Am sonnigsten zeigt sich der Westen. Und dort sind wir von der maximalen Sonnenausbeute von bis zu 8 Stunden auch gar nicht allzu weit entfernt.

Allerdings wird es nicht überall klappen mit dem Sonnenschein. Mancherorts wabern nämlich bereits jetzt dichte Nebelfelder mit Sichtweiten unter 50 Meter. Und gegen eben diese kompakten Nebelschwaden reicht die Kraft der Sonne derzeit einfach nicht aus. 

Die Temperaturen: Zu Beginn erinnern die Werte mal wieder mehr an den Winter. Oftmals erwarten uns nämlich minus 2 und plus 6 Grad mit recht häufigem Bodenfrost. Deutlich milder ist es hingegen im Westen. Hier gibt es verbreitet schon mit Frühwerten zwischen 7 und 11 Grad los. Tagsüber bringen es die Temperaturen dann auf 4 Grad im zähen Nebel und auf 16 Grad in jenen Regionen, in denen die Sonne durchkommt.

Die weiteren Aussichten: Morgen kommt von Frankreich und Benelux her Regen auf, so dass sich das schöne Wetter mehr auf den Osten konzentriert. Hierbei ist es nochmals sehr mild bei bis zu 17 Grad mit Föhn am Alpenrand. Das vierte Adventswochenende wird dann aber wechselhafter und kühler bei meist nicht mehr als 5 bis 10 Grad. Vor allem am Sonntag weht im Südwesten zudem ein teils stürmischer Wind. Und auch die nächste Woche zeigt sich eher unbeständig.

Dabei bestehen durchaus Chancen, dass sich zu Weihnachten deutlich kühlere Luft bei uns einfindet. Zumindest für das Bergland könnte es somit noch für eine weiße Weihnacht reichen, während Schnee zum Fest in tieferen Lagen nach wie vor ziemlich unwahrscheinlich ist. Ihr Björn Alexander

06:11 Uhr

Ex-Formel-1-Weltmeister steigt bei "Höhle der Löwen" ein

122447106.jpg

Nico Rosberg geht unter die Investoren.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nico Rosberg kann künftig sein Gebrüll üben: Der Ex-Formel-1-Weltmeister wird neuer Investor in der Vox-Sendung "Die Höhle der Löwen". Damit tritt der 34-Jährige die Nachfolge von Frank Thelen an, der seit Staffel eins dabei war und im November seinen Ausstieg öffentlich gemacht hatte.

Laut Medienberichten soll Jurymitglied Carsten Maschmeyer nicht ganz unbeteiligt an dem Deal sein. Im vorletzten Sommer trafen sich die beiden Männer offenbar in Berlin. Hinter den Kulissen einer Frühstücks-TV-Sendung soll Rosberg Maschmeyer nach gemeinsamen Start-up-Investments gefragt haben. Jetzt, nur anderthalb Jahre nach diesem Treffen, also der große Coup: Im kommenden Herbst wird Rosberg in der neuen Staffel von "Die Höhle der Löwen" als Investor neben Maschmeyer Platz nehmen.

*Datenschutz

 

Mehr dazu lesen Sie hier.
06:00 Uhr