Donnerstag, 24. Juni 2021Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:29 Uhr

Das war Donnerstag, der 24. Juni 2021

Ein Tag ohne Fußball - und schon ist das Coronavirus wieder in aller Munde. Auch wenn die Infektionszahlen sehr niedrig sind, wächst die Angst vor der Delta-Variante und einer möglichen vierten Welle im Herbst. Sind die Sorgen berechtigt? Lesen Sie hier.

Was war heute sonst wichtig:

Liebe Leserinnen und Leser, ich wünsche Ihnen eine gute Nacht! Bis morgen!

22:03 Uhr

Bombenalarm in Merkels Wahlkreisbüro

Im Wahlkreisbüro von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Stralsund hat es einen Bombenalarm gegeben.

Ein Mann habe am Nachmittag ein verdächtiges Paket am Briefkasten des Gebäudes in der Innenstadt befestigt, teilte die Polizei mit. Aufgrund der unklaren Gefahrensituation seien der Munitionsbergungsdienst und der Gefahrgutzug der Feuerwehr angefordert worden. Die Umgebung wurde für Passanten gesperrt, Anwohner verließen vorsorglich die anliegenden Häuser. Schließlich konnte die Polizei Entwarnung geben: In dem Paket waren nur Alltagsgegenstände.

21:42 Uhr

Radfahrer stößt mit Auto zusammen und stirbt

In der Nähe von Celle in Niedersachsen ist ein Radfahrer beim Zusammenstoß mit einem Auto ums Leben gekommen. "Die Person hat mit ihrem Fahrrad gerade die Fahrbahn überquert, als sie von dem Pkw erfasst wurde", berichtete die Polizei. Der Unfall ereignete sich demnach auf der Landstraße 282 zwischen Lachtehausen und Beedenbostel im Osten Celles.

21:03 Uhr

Kölnerin in Türkei zu langer Haft verurteilt - darf aber zurück nach Deutschland

 

Die Kölner Kurdin Gönül Örs ist in der Türkei zu mehr als zehn Jahren Haft verurteilt worden, darf aber nach Deutschland zurückkehren. "Das ist ein völlig absurdes Urteil", sagte der SPD-Bundestagsabgeordnete Frank Schwabe. Das Gericht in Istanbul habe offenbar mit einer möglichst hohen Strafe "abschrecken" wollen, "aber gleichzeitig war sich die Türkei einer möglichen weiteren Belastung der Beziehung zu Deutschland sehr bewusst".

Örs war 2019 in die Türkei gereist, um ihre dort inhaftierte Mutter Saide Inac zu besuchen, die als Sängerin unter dem Künstlernamen Hozan Cane bekannt ist. Die Justiz verhängte damals eine Ausreisesperre gegen Örs. Später wurde sie festgenommen, kam wieder frei, aber blieb weiter unter Hausarrest. Es folgte eine Anklage wegen "Terrorpropaganda" und "Mitgliedschaft in einer Terrororganisation". Hintergrund ist Örs' Teilnahme an einer kurdischen Protestaktion auf einem Ausflugsschiff auf dem Rhein im April 2012. Einem Bericht des SWR zufolge, übermittelte das Bundeskriminalamt damals Informationen über Örs an die türkischen Behörden.

20:18 Uhr

Stefan Raab arbeitet offenbar heimlich am "TV Total"-Comeback

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"TV Total" lief von 1999 bis 2015 auf ProSieben.

(Foto: imago images/Eventpress)

Kaum ist bei "DSDS" die Katze aus dem Sack, rollt schon der nächste TV-Hammer auf uns zu: Laut Informationen des "Spiegel" arbeitet Stefan Raab an einer Neuauflage von "TV Total". Das erfuhr das Magazin aus Branchenkreisen. Demnach plant Raab die Rückkehr der Erfolgsshow unter strenger Geheimhaltung bereits seit dem vergangenen Jahr.

Allerdings wird er mit seiner Firma Raab TV das Format lediglich produzieren. Moderieren soll ein anderer: Kabarettist Sebastian Pufpaff.

20:04 Uhr
19:34 Uhr

Kartellamt stimmt Verkauf zu: "Spreewälder Gurken" sind jetzt französisch

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Dietmar Woidke mit einer echten Spreewaldgurke aus dem Spreewald.

(Foto: imago images/Martin Müller)

"Eine Spreewaldgurke aus Kalifornien wird's mit uns nicht geben", sagte einst Dietmar Woidke. Brandenburgs Ministerpräsident hält bis jetzt sein Wort. Der Obst- und Gemüseverarbeiter Spreewaldkonserve kommt nun aber in französische Hände. Doch keine Sorge, die Gurken werden weiterhin in Brandenburg geerntet!

Das Bundeskartellamt gab heute den Verkauf des vor allem für seine "Spreewälder Gurken" bekannten Familienunternehmens aus Brandenburg an den französischen Wettbewerber Andros frei.

Spreewaldkonserve hat nach Angaben des Kartellamts im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 100 Millionen Euro ganz überwiegend in Deutschland erzielt. Andros, das ebenfalls ein Familienunternehmen ist, erzielte europaweit einen Umsatz von 2 Milliarden Euro und ist auch in Deutschland tätig.

18:49 Uhr

Lukaschenko droht EU-"Dreckskerlen" mit Kriegsrecht

Die EU setzt weitreichende Wirtschaftssanktionen gegen Belarus in Kraft - und Machthaber Lukaschenko dreht völlig durch.

Die Sanktionen richten sich vor allem gegen Staatsunternehmen und sehen eine Beschränkung des Zugangs zum Kapitalmarkt der EU vor. Betroffen sind unter anderem Unternehmen, die mit Erdölerzeugnissen, Kalidüngemitteln und Waren zur Herstellung von Tabakprodukten Geld verdienen.

Lukaschenko drohte indes als Reaktion auf die Strafmaßnahmen mit der Verhängung des Kriegsrechts. Dies könnte für die westliche Region Grodno gelten, die an das EU-Land Polen grenzt, sagte der 66-Jährige bei einem Besuch in dieser Region. Mit Blick auf die neuen Sanktionen drohte Lukaschenko: "Wir müssen diesen Dreckskerlen auf der anderen Seite der Grenze zeigen, dass ihre Sanktionen ihre eigene Ohnmacht sind." Bei einer Betriebsbesichtigung machte sich der Machthaber lustig über die Demokratie. "Diktatur ist doch nicht schlecht (...) Für die Produktion ist eine Diktatur notwendig", meinte er mit einem Lachen.

18:11 Uhr

Dutzende Kühe fliehen von Schlachthof und machen L.A.-Vorort unsicher

40 frei laufende Kühe machen einen Vorort der US-Metropole Los Angeles unsicher. Ein Schlachthof-Mitarbeiter hatte versehentlich ein Tor offen gelassen, durch das die Tiere flüchteten. Ranger rücken an, um sie Rinder wieder einzufangen. Doch nicht alle Rinder kehren auf den Hof zurück.

 

17:56 Uhr

Hochhaus-Einsturz in Florida - 51 Menschen vermisst

Nach dem Einsturz eines Hochhauses im US-Bundesstaat Florida suchen die Behörden nach weiteren möglichen Opfern. Mindestens ein Mensch kam ums Leben. Die Feuerwehr spricht davon, dass sie insgesamt 35 Menschen aus dem Gebäude gerettet hat. Nach Angaben der "Washington Post" ist der Aufenthaltsort von 51 Bewohnern derzeit noch unklar. "Unklar, weil wir, ihre Freunde oder Familien noch nichts von ihnen gehört haben", sagte Sally Heyman, County Commissioner des Bezirks Miami-Dade County, zu dem Surfside gehört, der Zeitung.

Mehr dazu lesen Sie hier.
17:33 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

17:13 Uhr

Das sind die großen Plastikmüllverursacher

Gerade in der Corona-Krise, wo alles besonders hygienisch sein soll, boomen Einwegprodukte aus Plastik. Die FFP2-Maske oder die Styroporbox vom Lieferdienst werden nur einmal benutzt und fliegen dann in den Müll. Plastiktüten und Shampooflaschen ergeht es ähnlich: 2019 wurden mehr als 130 Millionen Tonnen Einwegkunststoffe auf Deponien gekippt, verbrannt oder in die Umwelt entsorgt. Daran sind nur wenige große Unternehmen schuld, wie eine neue Studie zeigt. Hören Sie rein in die neue Folge des "Wieder was gelernt"-Podcasts.

"Wieder was gelernt"-Podcast

"Wieder was gelernt" ist ein Podcast für Neugierige: Bekommt die Deutsche Bank ihr Geld von Donald Trump zurück? Warum bezahlen manche Berufspiloten Geld für ihren Job? Warum ziehen Piraten von Ost- nach Westafrika? Hören Sie rein und werden Sie dreimal die Woche ein bisschen schlauer.

Alle Folgen finden Sie in der ntv-App, bei Audio Now, Apple Podcasts und Spotify. "Wieder was gelernt" ist auch bei Amazon Music und Google Podcasts verfügbar. Für alle anderen Podcast-Apps können Sie den RSS-Feed verwenden. Kopieren Sie die Feed-URL und fügen Sie "Wieder was gelernt" einfach zu Ihren Podcast-Abos hinzu.

16:42 Uhr

Frau stirbt in Polizeigewahrsam in Kassel

In Kassel ist eine Frau im Gewahrsam der Polizei ums Leben gekommen. Mitarbeiter entdeckten die 42-Jährige bei einer Routinekontrolle in der Zelle. Woran die Frau starb, ist noch unklar. Die Staatsanwaltschaft leitete ein Ermittlungsverfahren ein und beantragte die Obduktion der Leiche.

Die wohnsitzlose Frau war wenige Stunden vorher in der Innenstadt von einer Streife aufgegriffen worden, weil sie betrunken auf die Straße gestürzt war und dabei beinahe von einem Auto überfahren worden wäre. Bei ihrer Eingangsuntersuchung durch einen Arzt zeigte die Frau keine Auffälligkeiten.

16:09 Uhr

Höchstes Hotel der Welt eröffnet

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Der Shanghai Tower ist das zweithöchste Gebäude der Welt.

(Foto: picture alliance / Wang Gang / Costfoto)

In der chinesischen Metropole Shanghai ist das höchste Hotel der Welt eröffnet worden. Das "J Hotel" bietet in einer Höhe von bis zu rund 630 Metern Zimmer an. Es befindet sich in den obersten der 128 Etagen des Shanghai Towers. Mit einer Höhe von 632 Metern ist dies nach dem 828 Meter hohen Burj Khalifa in Dubai das zweithöchste Hochhaus der Welt.

Die neue Luxusherberge hat 165 Zimmer, darunter eine Suite mit Kronleuchtern und Sauna für umgerechnet rund 8660 Euro pro Nacht.

15:57 Uhr

Doku-Highlight auf ntv: "SOS im Suez-Kanal - Bergung eines Superfrachters"

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Die "Ever Given" blockierte tagelang den Suez-Kanal, eine der wichtigsten Handelsstraßen der Welt.

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Heute Abend gibt es keinen Fußball, dafür aber eine tolle Doku auf ntv! Im März 2021 blockierte das 400 Meter lange Containerschiff "Ever Given" tagelang den Suez-Kanal. Für Hunderte Schiffe gab es kein Durchkommen mehr. Die Doku "SOS im Suez-Kanal - Bergung eines Superfrachters" untersucht, wie es zu dem verheerenden Missgeschick kommen konnte, beleuchtet die dramatische Bergungsaktion und zeigt, wie schnell ein kleiner Fehler zu einem gigantischen Problem für den Welthandel werden kann.

Heute um 21:05 Uhr auf ntv und TVNOW.

15:22 Uhr

Gericht: Airbnb muss Behörden Kunden-Daten weitergeben

Wer seine Wohnung in Berlin über Airbnb illegal vermietet, riskiert satte Strafen. Und die Wahrscheinlichkeit, aufzufliegen, wird jetzt viel höher. Denn der Apartment-Vermittler muss nach einem Gerichtsurteil die Daten privater Vermieter an Behörden herausgeben, wenn es den Anfangsverdacht einer Zweckentfremdung gibt. Das Verwaltungsgericht Berlin wies die Klage des irischen Unternehmens dagegen zurück.

Im Dezember 2019 hatte das Berliner Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg das Unternehmen verpflichtet, Namen und Anschriften zahlreicher Anbieter und die genaue Lage ihrer Quartiere zu übermitteln. Die Vermieter waren in Online-Listen aufgeführt worden. Das Bezirksamt hatte laut Gericht den Verdacht, dass gegen das Zweckentfremdungs-Verbot von Wohnungen verstoßen wird, weil die Inserate keine oder falsche Registriernummern hatten oder die Geschäftsdaten gewerblicher Vermieter nicht zu erkennen waren.

Mehr dazu lesen Sie hier.
14:49 Uhr

Tichanowskajas Mann drohen 15 Jahre Haft

Er hat sich getraut, Diktator Alexander Lukaschenko bei der Präsidentschaftswahl in Belarus herauszufordern - und sitzt deswegen seit mehr als einem Jahr hinter Gittern. Heute ist ein Prozess gegen den Ehemann von Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja eröffnet worden. Eine erste Anhörung des bekannten Bloggers Sergej Tichanowski und fünf anderer angeklagter Aktivisten fand hinter verschlossenen Türen in einer Haftanstalt in Gomel statt, wie die Menschenrechtsgruppe Wjasna mitteilte.

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Swetlana Tichanowskaja hält vor der Vorführung des Films "Courage" bei der Berlinale ein Porträt ihres Mannes.

(Foto: picture alliance/dpa/POOL AP)

Der Blogger wollte ursprünglich bei der Präsidentschaftswahl im vergangenen August gegen Lukaschenko antreten. Kurz nach Bekanntgabe seiner Kandidatur wurde er jedoch wegen angeblicher Verstöße gegen die öffentliche Ordnung festgenommen. Seine Frau Swetlana trat daraufhin an seine Stelle und forderte Lukaschenko heraus.

Tichanowski und seinen Mitstreitern wird vorgeworfen, über Online-Netzwerke das "öffentliche Bewusstsein manipuliert" zu haben. Ihre "unwahren Aufrufe" hätten hunderte Menschen dazu getrieben, sich an Ausschreitungen und anderen Aktivitäten zu beteiligen, welche "die öffentliche Ordnung grob verletzt" hätten, erklärten die Ermittler. Tichanowski drohen 15 Jahre Haft.

14:30 Uhr

Schichtwechsel

Max Raudszus sagt Tschüss, ab sofort begleite ich Sie durch den "Tag". Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou und ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

14:03 Uhr

In rechtsextremen Polizei-Chats soll auch Kinderpornografie verbreitet worden sein

Im Zusammenhang mit rechtsextremen Chats bei der hessischen Polizei wird auch wegen des Anfangsverdachts der Kinderpornografie ermittelt. Innenminister Peter Beuth von der CDU sagte im Innenausschuss des Landtags in Wiesbaden, in einer der Chatgruppen seien Inhalte geteilt worden, bei denen sich dieser Verdacht ergeben habe. Der Inspekteur der hessischen Polizei, Hans Knapp, erklärte, es gehe konkret um zwei Dateien. In dem Chat seien insgesamt Beiträge in vierstelliger Zahl ausgetauscht worden. Nach Bekanntwerden von rechtsextremen Chats bei der hessischen Polizei hatte Beuth das SEK des Frankfurter Polizeipräsidiums aufgelöst. Mittlerweile sei bekannt, dass 50 aktive Polizisten an den sieben fraglichen Chats teilnahmen, davon 36 Beamte vom SEK Frankfurt, sagte der Minister. Sechs weitere Teilnehmer sind keine aktiven hessischen Polizisten.

13:39 Uhr

Schüler in NRW entreißen Mädchen Regenbogenfahne, zünden sie an und jubeln

An einer Schule im nordrhein-westfälischen Siegerland hat nach Angaben der Schulleitung eine johlende Menge eine brennende Regenbogenfahne gefilmt, die einer Schülerin entrissen worden war. In einer Mitteilung auf der Schulhomepage der Gesamtschule Freudenberg berichtete der Schulleiter über den Vorfall und verurteilte das Verhalten "aufs Schärfste". "Wir sind enttäuscht, dass Schüler*innen unserer Schule so handeln." Dies sei nicht das, wofür die Schule eintrete. An der Schule sei kein Platz für Intoleranz oder Gewalt, es seien alle Menschen willkommen, egal welcher Herkunft und sexueller Orientierung, betonte der Schulleiter.

13:11 Uhr

Orban: Habe mich im Kommunismus selbst für Homosexuelle eingesetzt

Ungarns Regierungschef Viktor Orban hat die Kritik anderer EU-Staaten an einem Gesetz zur Beschränkung der Information über Homo- und Transsexualität zurückgewiesen. Die Kritiker hätten das Gesetz offenbar nicht gelesen, sagte Orban beim EU-Gipfel in Brüssel. Es richte sich nicht gegen Homosexuelle, sondern gebe Eltern das Recht zu entscheiden, wie ihre Kinder erzogen würden. Er selbst habe sich zur Zeit des Kommunismus für die Rechte von Homosexuellen eingesetzt.

Einen Rückzug des umstrittenen Gesetzes schloss Orban aus. Das Gesetz sei bereits verkündet und in Kraft, sagte er kurz vor dem Beginn des EU-Gipfels in Brüssel.

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Der Kommunismus endete übrigens auch in Ungarn vor inzwischen mehr als 30 Jahren.

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Das Gesetz gegen "Werbung" für Homosexualität war in der vergangenen Woche vom ungarischen Parlament verabschiedet worden. Bildungsprogramme zu Homosexualität oder Werbung von Großunternehmen, die sich mit Homosexuellen solidarisch erklären, werden demnach verboten, ebenso wie Aufklärungsbücher zu dem Thema. Offizielles Ziel ist der Schutz von Minderjährigen.

13:01 Uhr

DIW: Steuerpläne der Union würden mindestens 30 Milliarden im Jahr kosten

Die im Wahlprogramm der Union geplanten Steuersenkungen verursachen nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) Einnahmeausfälle von mindestens 30 Milliarden Euro im Jahr. Die Deckelung der Steuerlast für Unternehmensgewinne auf 25 Prozent koste den Staat mehr als 17 Milliarden Euro, sagte DIW-Steuerexperte Stefan Bach dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Hinzu komme die komplette Abschaffung des Solidaritätszuschlags, was mit zehn Milliarden Euro zu Buche schlage. Die Anhebung des Kinderfreibetrags auf die Höhe des Grundfreibetrags verursache Mindereinnahmen von zusätzlich 500 Millionen Euro. Die Wirkung von weiteren geplanten Steuersenkungen ließen sich hingegen nicht beziffern, da sie im Wahlprogramm nicht konkretisiert seien. So wird von der Union unter anderem eine bessere Berücksichtigung haushaltsnaher Dienstleistungen und eine Entlastung "kleiner und mittlerer Einkommen bei der Einkommensteuer" in Aussicht gestellt.

12:32 Uhr

Renten werden nächstes Jahr voraussichtlich wieder steigen

Nach der Renten-Nullrunde in diesem Jahr können sich die Rentnerinnen und Rentner im kommenden Jahr voraussichtlich wieder auf steigende Bezüge einstellen. "Steigen die Löhne in diesem Jahr wie erwartet, wird es im nächsten Jahr voraussichtlich wieder eine positive Rentenanpassung geben", sagte die Vorstandsvorsitzende der Rentenversicherung, Anja Piel, bei einer Bundesvertreterversammlung. Genaueres wisse man derzeit aber noch nicht. "Die Höhe steht erst im Frühjahr 2022 fest", sagte Piel. Aufgrund des Corona-Einbruchs stagnieren die Renten in diesem Jahr im Westen. In den neuen Bundesländern steigen die Renten zum 1. Juli um 0,7 Prozent. Die Einnahmen der Rentenversicherung aus Beiträgen stiegen im vergangenen Jahr um 0,9 Prozent. Nach den aktuellen Schätzungen dürften sich die Pflichtbeiträge im Jahr 2021 um 1,9 Prozent erhöhen. Diese Entwicklung weise auf eine langsame Normalisierung hin, so Piel.

12:09 Uhr

Sofortige Entschärfung nötig: Sieben Bomben in Köln gefunden - A4 wird gesperrt

Auf einem Grundstück in Köln sind gleich sieben Fliegerbomben gefunden worden. Alle Blindgänger müssten noch im Laufe des Tages entschärft werden, teilte die Stadt mit. Rund 260 Anwohner im Stadtteil Rondorf müssten vorübergehend ihre Häuser verlassen. Die Autobahn 4 werde voraussichtlich gegen Mittag ab Köln-Süd in Fahrtrichtung Aachen vorübergehend gesperrt. Bei den Bomben handele es sich um vier Fünf-Zentner- und drei Ein-Zentner-Bomben amerikanischer Bauart. Sie wurden bei Sondierungsarbeiten entdeckt.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:41 Uhr

Doch nicht "finanziell abgeschnitten"? Harry bekam nach Megxit noch viel Geld

Auch nach der Aufgabe seiner royalen Pflichten hat Prinz Harry noch Geld vom britischen Königshaus erhalten. Sein Vater Prinz Charles habe den Queen-Enkel und dessen Frau Herzogin Meghan mit einer "erheblichen Summe" unterstützt, sagte ein Sprecher des Thronfolgers. Charles habe dem Paar dabei helfen wollen, nach dem Umzug in die USA finanziell unabhängig zu werden. Da dies seit Sommer 2020 der Fall sei, seien dann die Zahlungen eingestellt worden. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, hat Charles seinen Söhnen William und Harry im vergangenen Jahr insgesamt 4,452 Millionen Pfund (5,21 Mio Euro) gezahlt. Harry hatte in dem aufsehenerregenden Interview mit US-Moderatorin Oprah Winfrey im März gesagt: "Meine Familie hat mich finanziell abgeschnitten." Das Königshaus habe ihm im ersten Quartal 2020 den Geldhahn zugedreht. Ein Sprecher Harrys sagte nun, der Prinz habe sich auf das erste Quartal des Geschäftsjahres bezogen, das in Großbritannien im April beginnt. Aus Charles' Unterlagen geht hervor, dass der Thronfolger seinen Söhnen und deren Familien gut eine Million Pfund weniger überwies als im Vorjahr. Britische Medien erklärten dies mit der Einstellung der Zahlungen an Harry und Meghan.

11:15 Uhr

Flugzeug stürzt in Windpark in Thüringen - Pilot stirbt

Bei dem Flugzeugabsturz in einem Windpark im ostthüringischen Gefell ist der Pilot ums Leben gekommen. Zum Zeitpunkt des Unglücks herrschten aufgrund von starkem Nebel schlechte Sichtbedingungen, wie eine Polizeisprecherin sagte. Ob die Zivilmaschine gegen ein Windrad geflogen sei, sei noch Gegenstand der Ermittlungen. Der Pilot, dessen Identität noch nicht eindeutig geklärt sei, war der Sprecherin zufolge allein in dem Kleinflugzeug.

Das Trümmerfeld sei groß und verteile sich über ein Waldgebiet und eine Wiese, hieß es. Für Übersichtsaufnahmen an der Absturzstelle im Dreiländereck von Thüringen, Sachsen und Bayern setzten die Beamten auch eine Drohne ein. Die Trümmerteile sollen heute eingesammelt werden. Die Polizei sucht zudem nach Zeugen.

11:12 Uhr

Ungarn-Fans ohne Masken, ohne Abstand - und mit wenig Anstand

Das Corona-Thema trifft die Fußball-EM mit voller Wucht. In Dänemark müssen sich Tausende Fans laut behördlicher Anweisung Corona-Schnelltests unterziehen. Beim Spiel Deutschland gegen Ungarn werden die Maßnahmen im Stadion oft nicht eingehalten, berichtet ntv-Reporter Nico Holter.

Stephan Uersfeld im "Sport-Tag"

11:05 Uhr
Breaking News

Lokführer-Streik bei der Bahn für Sommerzeit abgewendet

Entwarnung zu Beginn der Sommerferien in mehreren Ländern: Bei der Bahn wird es zunächst keine Streiks geben. Die Lokführergewerkschaft will sich für weitere Schritte erst die Zustimmung der Mitglieder einholen. Im August aber könnte dann die Arbeit niedergelegt werden.

Mehr dazu lesen Sie hier.
10:44 Uhr

Deutscher stirbt beim Wingsuit-Springen in den Alpen

Im Schweizer Kanton St. Gallen ist ein deutscher Basejumper tödlich verunglückt. Der 33-Jährige sei zusammen mit zwei anderen Männern in sogenannten Wingsuits in der Gegend der Bergkette Churfirsten aus dem Helikopter abgesprungen, teilte die Kantonspolizei mit. Nach der Landung des Hubschraubers sei das Fehlen des 33-Jährigen festgestellt und ein Suchflug gestartet worden.

Der Deutsche wurde schließlich zwischen dem Berg Zuestoll und der Alp Tschingla gefunden. Ein Arzt konnte nur noch seinen Tod feststellen. Die Kantonspolizei leitete Ermittlungen zum genauen Hergang des Unfalls ein.

10:16 Uhr

Harry und Meghan lehnten Titel für Archie ab - weil er das Wort "dumm" enthält

Der ewige Streit zwischen Harry und Meghan und dem britischen Königshaus um royale Titel, Thronfolge und Teilhabe ist einmal mehr um ein skurriles Kapitel reicher. Wie der britische "Telegraph" berichtet, lehnten Harry und Meghan es ab, ihrem Sohn Archie den Titel "Earl of Dumbarton" zu verleihen. Die Entscheidung begründete das Paar demnach mit der Angst, Archie könne gemobbt werden, weil der Titel das Wort "dumb" enthalte - zu Deutsch: dumm. Der Herzog und die Herzogin von Sussex (so der vorrangig gebräuchliche Titel der beiden) tragen seit ihrer Hochzeit selbst den schottischen Adelstitel "Dumbarton". Vollständig heißen sie übrigens "Herzog und Herzogin von Sussex, Graf und Gräfin von Dumbarton und Baron und Baronin von Kilkeel". Dumbarton ist eine kleine Stadt in Schottland. Prinz Harry soll generell dagegen sein, seinen Sohn Titel führen zu lassen. In diesem Fall bestand er - und nicht nur Meghan - aber insbesondere auf den Verzicht dieses speziellen Zunamens.

10:02 Uhr

Hochhaus in Florida stürzt mitten in der Nacht ein

Nahe Miami Beach im US-Bundesstaat Florida ist ein mehrstöckiges Wohnhaus teilweise eingestürzt, wie die örtliche Polizei auf Twitter bestätigte. Auf Bildern ist zu erkennen, dass ein gesamter Flügel des zwölfstöckigen Hauses in sich zusammengebrochen ist. Es seien zahlreiche Einheiten im Einsatz, teilte die Feuerwehr in der Nacht (Ortszeit) auf Twitter mit. Medienberichten zufolge stürzte das Haus etwa zwischen 1.00 Uhr und 2.00 Uhr nachts ein. Nähere Einzelheiten wurden nicht genannt. Über die Ursache des Einsturzes oder mögliche Opfer ist bislang ebenfalls nichts bekannt.

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09:47 Uhr

Toter fährt sechs Stunden unbemerkt in Straßenbahn umher

In einer Straßenbahn im Schweizerischen Zürich ist am Montag ein 64-jähriger Mann verstorben. Nun erhebt sein Sohn schwere Vorwürfe: Niemand in der Tram habe bemerkt, dass sein Vater einem Herzstillstand erlegen sei. Statt nach 30 Minuten Fahrt auszusteigen, zeigen Überwachungsvideos aus der Straßenbahn, wie der zusammengesackte Mann auf seinem Platz sitzen bleibt. Erst nach ganzen sechs Stunden habe eine Mitfahrerin bemerkt, dass etwas nicht stimme, berichtet der Sohn. Sie habe daraufhin den Fahrer alarmiert, der wiederum den Notruf wählte. Der Sohn des Verstorbenen beklagt, dass stundenlang niemand den Toten bemerkt habe: "Diese Ignoranz der Leute macht mich fassungslos und traurig. Zivilcourage ist leider nicht mehr alltäglich. Die Leute sind heutzutage zu sehr auf sich konzentriert und nehmen ihre Umwelt gar nicht mehr wahr."

09:29 Uhr

Kokain und Waffen: Razzia gegen Clan im Ruhrgebiet

Bei einer Clan-Razzia im Ruhrgebiet haben Einsatzkräfte am frühen Morgen 21 Objekte in Dortmund und angrenzenden Städten durchsucht. Es gehe um bandenmäßigen Handel mit Kokain im zweistelligen Kilogramm-Bereich und Verstöße gegen das Waffengesetz, sagte eine Sprecherin der federführenden Polizei Dortmund. Auch in Bochum gab es Durchsuchungen.

Der Einsatz richte sich gegen einen in Dortmund ansässigen Clan und weitere Tatverdächtige, sagte die Sprecherin weiter. Ziel sei, Beweismittel zu sichern und Tatverdächtige festzunehmen. Ob bereits Personen festgenommen wurden, sagte die Sprecherin nicht. Das Verfahren laufe bereits seit 2020.

09:07 Uhr

Vanessa Mai schürt Aufmerksamkeit im Regenbogen-Bikini

Die bei der Fußball-EM losgetretene Regenbogen-Welle der Solidarität mit der LGBT-Gemeinschaft und des Protests gegen das neue ungarische Gesetz rollt seit Tagen durch Europa - und erreicht zum Spiel des DFB-Teams gegen Ungarn ihren vorläufigen Höhepunkt. Selbst mitten in (kleinen) Wellen stehend, macht das Thema auch vor Schlagerstar Vanessa Mai nicht halt. Die 29-Jährige postet bei Instagram ein Bild im Regenbogen-Bikini. Dazu konfrontiert sie die UEFA: "Menschenrecht hat mit Politik nichts zu tun", freut sich aber, dass "das Thema wichtige Aufmerksamkeit" bekommt - wenngleich es eigentlich längst kein Thema mehr sein solle.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:37 Uhr

Drogendealender Priester schleudert Säure auf Bischöfe

Ein griechisch-orthodoxer Priester hat in Athen eine ätzende Flüssigkeit auf sieben Bischöfe geschleudert. Zuvor hatten sie gegen ihn Disziplinarmaßnahmen beschlossen, weil er Drogenhandel betrieben haben soll, wie die griechische Polizei mitteilte. Die Bischöfe erlitten Haut- und Augenverletzungen, wie ein Athener Krankenhaus mitteilte. Der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis verurteilte die Aktion des Priesters als "abscheulich". Wie ein Sprecher der orthodoxen Kirche Griechenlands der Deutschen Presse-Agentur sagte, seien die sieben verletzten Bischöfe außer Lebensgefahr. Der Täter habe allen Anzeichen nach Schwefelsäure auf die Bischöfe geschleudert, nachdem sie seine Strafe verkündeten. Auch ein Polizist sei bei dem Vorfall leicht verletzt worden. Der Priester sei festgenommen worden, er solle am Donnerstag der Justiz vorgeführt werden, berichtete der Staatsrundfunk ERT. Es blieb zunächst unklar, worin genau die Disziplinarstrafe für den Mann bestand.

08:26 Uhr

Küsten im Sonnenglück: Gewitterfront teilt Deutschland

Auch am Donnerstag setzt sich der Wetter-Trend der vergangenen Tage fort. Während sich der Norden über Sonne freuen darf, kracht es ordentlich im Süden und der Mitte Deutschlands. Dafür steigen die Temperaturen in der Südhälfte bis auf 27 Grad, während es der Norden teilweise nur auf 19 Grad schafft.

08:24 Uhr

Hitlergruß bei der Bundestagspolizei: "Vor diesen Geschmacklosigkeiten habe ich Angst"

Bundestagspolizei, SEK, KSK - aus immer mehr Abteilungen von Polizei und Bundeswehr werden rechtsextreme oder verfassungsfeindliche Äußerungen bekannt. Erst vergangene Woche hatte die taz berichtet, dass bei der Bundestagspolizei alltäglicher Rassismus wohl ganz normal ist. So habe sich ein Polizist in einer Reichsbürgerpartei engagiert, ein weiterer habe nach Aussage eines Kollegen mehrfach im Pausenraum den Hitlergruß gezeigt und dabei die Stimme von Adolf Hitler imitiert.

"Vor diesen Geschmacklosigkeiten habe ich Angst", sagt Kriminologe Rafael Behr im Podcast "heute wichtig". Er fordert, es brauche eine innere Haltung, die menschenrechtskonform sei. "Polizisten in SEKs lassen sich immer mit ihren dicken Gewehren abbilden. Was ist denn das für ein Symbol? Und diese Bilder der Überwältigung, der Siegermentalität, das löst doch ein Unbehagen aus. Aber es ist juristisch nicht verwerflich. Und das finde ich so krass falsch."

"heute wichtig"

"heute wichtig" ist der neue Morgen-Podcast des "Stern" in Kooperation mit RTL und ntv. Mit einem Mix aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Unterhaltung steht der Podcast von Montag bis Freitag immer ab 6 Uhr zum Abruf bereit - auf Audio Now und auf allen anderen gängigen Podcast-Plattformen.

08:14 Uhr

Das wird heute wichtig

Einen wunderschönen guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser und willkommen zum "Tag" bei ntv.de. Hier in Berlin ist das Wetter ähnlich grau und trist, wie der gestrige Auftritt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Ich hoffe, Ihnen ist im Rest des Landes etwas Sonne vergönnt. Und wie uns der gestrige Abend ja lehrt: Es muss nicht immer alles gut sein, manchmal reicht auch gut genug.

Ich möchte Sie nun also mitnehmen in diesen Tag, der hoffentlich nicht nur gut genug, sondern wirklich gut wird. Und auch wenn die Fußball-EM heute pausiert: Es steht ein bisschen was an. Beginnen wir gleich mal mit etwas wohl wirklich Historischem.

  • Die Abschiedstour von Bundeskanzlerin Angela Merkel wird langsam aber sicher Realität. Heute gibt sie vor dem Bundestag ihre (planmäßig) allerletzte Regierungserklärung ab. Dabei geht es um den bevorstehenden EU-Gipfel, den Amri-U-Ausschuss, die Bundeswehr und, und, und … Aber es geht doch eben auch ein bisschen um Abschied.
  • Der bereits angesprochene EU-Gipfel in Brüssel wird ein bisschen durcheinander gebracht. Eigentlich sollte es dort um die Pandemie, den Wiederaufbau danach, Migrationspolitik und dergleichen gehen. Nun aber dürfte aus der massiven Debatte heraus einmal mehr Ungarn ganz oben auf die Tagesordnung drängen. Das heftig umstrittene neue Homosexuellen-Gesetz in dem Mitgliedsland hat gerade erst das x-te mögliche Vertragsverletzungsverfahren ins Rollen gebracht.
  • Außenminister Heiko Maas hat derweil weiter seinen US-Amtskollegen Antony Blinken zu Gast. Beide wollen heute am Denkmal für die ermordeten Juden Europas eine Vereinbarung zu engerer Zusammenarbeit unterzeichnen.

Und mit diesem kurzen Rundumblick starten wir nun durch. Mein Name ist Max Raudszus und ich werde Sie in den nächsten Stunden mit wichtigen, bewegenden, erheiternden und sicher auch einigen skurrilen Geschichten aus Deutschland und der Welt versorgen. Für Fragen, Anregungen oder Kritik können Sie mich gerne per Mail an max.raudszus[at]nama.de kontaktieren. Nun legen wir aber mal los. Ich freue mich, dass Sie da sind!

07:47 Uhr

Tennisballgroßer Hagel prasselt vom Himmel - mehrere Verletzte in Reutlingen

Bei einem Unwetter in der Region Reutlingen sind fünf Personen verletzt worden. Tennisballgroße Hagelkörner seien gestern Abend vom Himmel gekommen, sagte ein Polizeisprecher. Zum Grad der Verletzungen konnte er zunächst jedoch keine Angaben machen. Auch in Tübingen sei das Wasser "in Sturzbächen" durch die Stadt gelaufen. Der Verkehr sei stark beeinträchtigt, zahlreiche Häuser und Autos beschädigt worden.

Mehr dazu lesen Sie hier.
07:19 Uhr

Heftige Allergien möglich: Invasive Pflanze breitet sich von Bayern her aus

Die allergieauslösende Ambrosia breitet sich in Bayern weiter aus. 35 neue Bestände sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums im vergangenen Jahr entdeckt worden. Damit steigt die Zahl der großen Bestände seit Beginn des Ambrosia-Monitorings im Jahr 2007 auf 544. Die Ambrosia stammt ursprünglich aus Nordamerika und wurde vermutlich über Vogelfutter nach Europa eingeschleppt. Außer in Bayern tritt die Pflanze vereinzelt auch in fast allen anderen Bundesländern auf, ähnlich stark jedoch nur im benachbarten Baden-Württemberg.

Ihre Pollen fliegen meist ab Mitte Juli bis in den Oktober und können schon in geringer Konzentration allergische Reaktionen wie Heuschnupfen oder Asthma auslösen. 3000 bis 60.000 Samen kann sie innerhalb ihres einjährigen Lebenszyklus abwerfen und bis zu eine Milliarde Pollen in die Luft entlassen.

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Ausreißen kann helfen.

(Foto: imago/blickwinkel)

Die Ambrosia profitiert in Deutschland vom Klimawandel. Nach Angaben des Ministeriums kommt sie mit Trockenheit besser zurecht als andere Pflanzen und kann bei höheren Temperaturen besser Samen bilden. Deshalb sei zu erwarten, dass die Art auch in Regionen wie den höheren Mittelgebirgen neue Lebensräume finden werde, die bisher klimatisch nicht so geeignet für sie seien.

06:50 Uhr

Lkw mit alten Batterien brennt: A3 voll gesperrt, kilometerlanger Stau

Die Autobahn 3 bei Wiesbaden ist gestern Nachmittag zeitweise gesperrt worden, nachdem ein mit Altbatterien beladener Lastwagen kurz vor dem Wiesbadener Kreuz in Brand geraten war. Wie die Autobahnpolizei Wiesbaden mitteilte, hatte die Fahrerin den Schwelbrand selbst bemerkt und die Rettungskräfte verständigt.

Es kam zu einer starken Rauchentwicklung. Laut Polizei musste die Autobahn für eineinhalb Stunden vollgesperrt werden und es entstand ein kilometerlanger Rückstau. Aufgrund der Verkehrssituation hätten einige Feuerwehrfahrzeuge über die A 66 entgegengesetzt der Fahrtrichtung auffahren müssen, um die Unfallstelle zu erreichen. Nachdem die Feuerwehr den Brand gelöscht hatte, habe der Lkw selbstständig weiterfahren können. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Die Ursache des Brandes ist bislang unklar. Die Polizei ermittelt.

06:22 Uhr

Richter verkündet erstes Urteil nach Sturm auf US-Kapitol

Mehr als fünf Monate nach der Erstürmung des Kapitols hat ein US-Bundesrichter ein erstes Urteil gegen eine Teilnehmerin gesprochen. Anna Morgan-Lloyd aus dem US-Bundesstaat Indiana wurde zu drei Jahren Haft auf Bewährung, gemeinnütziger Arbeit und einem Bußgeld in Höhe von 500 Dollar (420 Euro) verurteilt. Die 49-Jährige entging einer Gefängnisstrafe, weil sie vor der Gerichtsverhandlung ein Schuldbekenntnis ablegte.

Morgan-Lloyd räumte ein, sich illegal Zutritt zum Kapitol verschafft zu haben, als dort am 6. Januar der Wahlsieg des Demokraten Joe Biden bei der Präsidentschaftswahl vom 3. November zertifiziert werden sollte. "Ich war dort, um Präsident (Donald) Trump meine Unterstützung zu zeigen, und ich schäme mich dafür, dass es ein unzivilisiertes Schauspiel der Gewalt wurde", erklärte sie per Videoschalte vor dem Bundesgericht in Washington.

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