Donnerstag, 25. Februar 2021Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:39 Uhr

Das war Donnerstag, der 25. Februar 2021

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Wanderer beobachten schönen Sonnenuntergang im Papago Park in Arizona.

(Foto: AP)

Zum Feierabend nur positive Nachrichten: Corona-Fallzahlen bei den über 80-Jährigen sinken signifikant, deutlich weniger Menschen sterben an Covid-19. Die Impfungen wirken. Der Rückgang könnte aber noch weitere Gründe haben. Welche, erfahren Sie hier.

Was war heute wichtig:

Ich wünsche Ihnen einen schönen Restabend und eine gute Nacht! Bis morgen!

21:56 Uhr

Gorilla und Löwen im Prager Zoo mit Corona infiziert

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Richard ist 29 Jahre alt, seit 2003 lebt er im Prager Zoo.

(Foto: picture alliance/dpa/CTK)

Nicht nur Menschen und Katzen können sich mit dem Coronavirus anstecken. Im Zoo von Prag hat sich ein Gorilla infiziert. Das Gorillamännchen Richard zeige nur sehr milde Symptome, vor allem Appetitlosigkeit und Müdigkeit, teilte Zoodirektor Miroslav Bobek mit. Richard war im November 1991 in Frankfurt am Main zur Welt gekommen und lebt seit 2003 in der tschechischen Hauptstadt. Ebenfalls positiv getestet wurden die Löwen Jamwan und Suchi.

Bobek geht davon aus, dass sich die Erkrankung "trotz aller Vorsicht und der ergriffenen Schutzmaßnahmen" vom Pflegepersonal auf die Tiere übertragen habe.

21:13 Uhr

Raser mit 200 km/h geblitzt - erlaubt waren 80

Das dürfte teuer werden: Auf der Autobahn 4 bei Frechen in Nordrhein-Westfalen ist ein Autofahrer mit knapp 200 Stundenkilometern geblitzt worden - erlaubt war aber nur Tempo 80. Wie die Autobahnwache weiter mitteilte, wurde die Fahrt des 28-Jährigen, der am Mittwoch Richtung Köln unterwegs war, beweiskräftig dokumentiert.

20:40 Uhr

Johnson: Midlife-Crisis trieb mich in die Politik

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Midlife-Crisis änderte sein Leben: Boris Johnson.

(Foto: dpa)

Boris Johnson hatte als Journalist einen "wundervollen Job, den ich liebte", sagte der britische Premierminister bei einem Besuch in einer Bildungseinrichtung in Nordwest-England. Doch als er ungefähr 35 Jahre alt gewesen sei, habe er die Anfänge einer Midlife-Crisis erlebt, so der inzwischen 56 Jahre alte Politiker. "Ich wusste, dass ich etwas tun musste. Ich hatte das Gefühl, mehr beitragen zu müssen, deswegen ging ich in die Politik."

Johnson arbeitete vor seiner Politiker-Karriere unter anderem für den "Telegraph", für den er als Korrespondent aus Brüssel berichtete. Mit seinen blumigen Stories über die EU und ihre angeblich so absurden Verordnungen und Richtlinien erwarb er sich dort bereits den Ruf eines Mannes, der es mit der Wahrheit nicht immer sehr genau nimmt.

20:02 Uhr

Zum "Strip-Poker" aufgefordert? Belästigungsvorwürfe gegen Cuomo

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Cuomo erlangte in der Corona-Krise weltweite Bekanntheit, weil er die Öffentlichkeit mit ungeschminkten Worten über das Ausmaß der Pandemie unterrichtete.

(Foto: picture alliance / zz/Dennis Van Tine/STAR MAX/IPx)

Der Gouverneur des US-Bundesstaates New York, Andrew Cuomo, ist durch Belästigungsvorwürfe einer früheren Mitarbeiterin unter Druck geraten.

  • Cuomos frühere Wirtschaftsberaterin Lindsey Boylan hatte am Mittwoch in einem Blog schwere Vorwürfe gegen Cuomo erhoben. Die 36-Jährige beschuldigt ihn unter anderem, sie gegen ihren Willen auf den Mund geküsst zu haben. Er habe sie außerdem immer wieder am unteren Rücken, an den Armen und Beinen berührt und einmal in einem Flugzeug zum "Strip-Poker" aufgefordert.
  • "Gouverneur Andrew Cuomo hat in seiner Regierung eine Kultur geschaffen, in der sexuelle Belästigung und Mobbing so weit verbreitet sind, dass sie nicht nur geduldet, sondern erwartet werden", schrieb Boylan. Er habe Frauen gegenüber immer wieder "unangebrachtes Verhalten" gezeigt und "Einschüchterung" verwendet, um "Kritiker zum Schweigen zu bringen".
  • Cuomo ließ die Vorwürfe seiner früheren Mitarbeiterin umgehend zurückweisen: Diese seien "ganz einfach falsch".
19:23 Uhr

Lady Gagas Hundesitter angeschossen - Bulldoggen entführt

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Lady Gaga bietet 500.000 Dollar für Hinweise zu dem Überfall.

(Foto: picture alliance / XPX/STAR MAX/IPx)

Der Hundesitter von Lady Gaga ist in Los Angeles überfallen worden, wie mehrere US-Medien unter Berufung auf Polizeiquellen berichtet.

  • Der 30-jährige Mann wurde angeschossen, der Schütze nahm anschließend zwei der drei Hunde von Lady Gaga mit. Eine der Französischen Bulldoggen konnte fliehen und wurde später wohlauf gefunden.
  • Der Hundesitter soll bereits auf dem Weg der Besserung sein.
  • Ein Sprecher der Sängerin bestätigte dem US-Magazin "People", dass es sich bei den Hunden um Koji and Gustav handle. Die Sängerin biete 500.000 US-Dollar (rund 409.000 Euro) für Informationen und Hinweise zu dem Überfall.
18:40 Uhr

Schauspieler Ronald Pickup gestorben

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Ronald Puckup

(Foto: AP)

Der britische Schauspieler Ronald Pickup, unter anderem bekannt als Erzbischof von Canterbury in der Netflix-Serie "The Crown", ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Pickup sei bereits am Mittwoch nach langer Krankheit im Kreise seiner Familie "friedlich entschlafen", hieß es in einer Mitteilung.

  • Einer seiner größten Erfolge war die Komödie "Best Exotic Marigold Hotel" aus dem Jahr 2015. Er spielte auch in dem Zweiter-Weltkriegs-Drama "Darkest Hour" mit.
  • Pickup blickte aber auch auf eine lange Karriere am Theater und in Fernsehproduktionen zurück.
  • Sein Durchbruch gelang ihm 1964 mit einer Nebenrolle in der britischen Kultserie "Doctor Who".
18:11 Uhr

New Yorker Staatsanwaltschaft erhält Trumps Steuerunterlagen

Der New Yorker Staatsanwaltschaft liegen die Steuerunterlagen des früheren US-Präsidenten Donald Trump vor.

  • Man habe die Unterlagen bereits am Montag erhalten, erklärte Sprecher Danny Frost. Das oberste US-Gericht, der Supreme Court in Washington, hatte am Montag Trumps Ansinnen zurückgewiesen, die Herausgabe seiner Steuerunterlagen an die Staatsanwaltschaft zu unterbinden.
  • Staatsanwalt Cyrus Vance hatte bei der Buchhalterfirma Mazars Steuerunterlagen von Trump und dessen Firmen über einen Zeitraum von acht Jahren angefordert.
  • Bei den Ermittlungen soll es unter anderem um angebliche Schweigegeldzahlungen gehen, die Trumps Ex-Anwalt Michael Cohen dem Pornostar Stormy Daniels und dem ehemaligen Playmate Karen McDougal gezahlt haben soll. Beide Frauen geben an, Affären mit Trump gehabt zu haben, was dieser dementiert.
17:28 Uhr

Einbrecher entdeckt Kinderpornos - und zeigt Wohnungsinhaber an

Ein Einbrecher benutzt ein Brecheisen, um eine Tür zu öffnen. Foto: Silas Stein/dpa/Symbolbild

Der Einbrecher suchte nach Wertgegenständen, entdeckte stattdessen Kinderpornos.

(Foto: Silas Stein/dpa/Symbolbild)

Ein pädophiler Mann aus Hennef in Nordrhein-Westfalen hatte an einem Tag doppelt Pech: Als ein Einbrecher in seine Wohnung einstieg - und dort unerwartet kinderpornografisches Material entdeckte. Der Dieb zeigte den Fall an, als er später selbst gefasst wurde.

  • Wegen Besitzes von rund 16.000 kinderpornografischen Bilddateien wurde der Wohnungsinhaber, ein 41-Jähriger, nun vor dem Bonner Landgericht zu einem Jahr Haft mit Bewährung verurteilt.
  • Der Einbrecher kam dagegen glimpflicher davon: Er erhielt einen Strafbefehl über 750 Euro.
  • In erster Instanz hatte der heute 41-Jährige noch behauptet, Nachbarn hätten ihm das strafbare Material in seiner Abwesenheit untergeschoben. In der Berufung hielten die Richter seine Geschichte für unglaubwürdig, daher räumte er die Wahrheit ein.
17:09 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:47 Uhr

14-Jähriger tot im Waldteich gefunden

Eine aufwendige Suche nach einem 14-Jährigen aus dem sächsischen Lichtenstein hat ein trauriges Ende genommen. Der Junge wurde leblos in einem Waldteich gefunden. Die Ermittlungen zur Todesursache dauern noch an. Doch deute alles auf einen tragischen Unfall hin, teilte die Polizei mit.

16:19 Uhr

"Jerusalema Challenge" kostet NRW-Polizei 2675 Euro

Das nordrhein-westfälische Innenministerium hat für Videos der Polizei im Rahmen der "Jerusalema Challenge" 2675 Euro an Lizenzgebühren an Warner Music gezahlt.

  • Die SPD im Landtag hatte nach den Lizenzgebühren gefragt, nachdem entsprechende Forderungen von Warner Music bekannt geworden waren. Ein Ministeriums-Vertreter betonte, dass es sich bei der Summe nicht um "Straf- oder Mahngebühren" gehandelt habe.
  • Bei der "Jerusalema Challenge" tanzen Rettungskräfte, Ärzte, Krankenschwestern, Polizisten oder Bürogemeinschaften zu dem eingängigen Song der südafrikanischen Künstler DJ Master KG und Nomcebo Zikode. Die Internet-Videos sollen Hoffnung in der Corona-Pandemie machen.
  • Warner Music war nachträglich in vielen Fällen in Lizenzgebührenverhandlungen eingetreten und dafür im Internet vielfach kritisiert worden.
15:41 Uhr

Riesige Luxus-Yacht kracht in Hafenanlage

Die Besitzer einer Luxus-Yacht erleben auf St. Martin ihren persönlichen "Fluch der Karibik". Die Bordtechnik versagt und das Schiff bohrt sich kreischend durch Holz und Stahl. Erst der Beton der Kaimauer stoppt das riesige Boot - doch da ist der Schaden schon angerichtet.

15:09 Uhr

Bewaffnete Junta-Anhänger greifen Demonstranten in Myanmar an

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Militär-Anhänger attackierten in Yangon friedliche Demonstranten.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

In Myanmar ist es dreieinhalb Wochen nach dem Putsch zu Zusammenstößen zwischen Gegnern und Anhängern des Militärs gekommen. Im Zentrum der größten Stadt Yangon griffen etliche mit Messern und Knüppeln bewaffnete Unterstützer des Militärs Gegendemonstranten an. Andere warfen Steine und schossen mit Zwillen. An mehreren Stellen in der Wirtschaftsmetropole eskalierten die Schlägereien.

  • Sicherheitskräfte hinderten Hunderte Studenten daran, ihren Campus zu verlassen und sich Demonstrationen gegen den Putsch anzuschließen. Zur selben Zeit versammelten sich rund 1000 Anhänger des Militärs im Zentrum Yangons.
  • Videoaufnahmen zeigten eine Gruppe offenkundiger Anhänger des Militärs, aus der heraus ein Mann einen anderen Mann mit einem Messer angriff. Mindestens eine weitere Person wurde niedergestochen.
  • "Die heutigen Ereignisse zeigen, wer die Terroristen sind", sagte die Aktivistin Thin Zar Shun Lei Yi der Nachrichtenagentur Reuters. "Sie haben Angst vor dem Eintreten des Volkes für die Demokratie. Wir werden unseren friedlichen Protest gegen die Diktatur fortsetzen."
14:34 Uhr

Gruppe soll mit Babys gehandelt haben

Ermittler haben in Russland drei Männer und eine Frau festgenommen, denen der Handel mit Neugeborenen vorgeworfen wird.

  • In der sibirischen Stadt Krasnojarsk seien insgesamt neun Babys in Obhut genommen worden, die wohl verkauft werden sollten, teilten die Ermittler mit.
  • Eines der Kinder wurde demnach von einer 27 Jahre alten kasachischen Staatsbürgerin ausgetragen, die einer der ebenfalls tatverdächtigen Männer angeworben hatte. Für den Verkauf des kleinen Jungen soll sie 13.000 US-Dollar (rund 10.600 Euro) bekommen haben. Über die Mütter der anderen Babys ist nichts bekannt.
  • Gegen die vier Festgenommenen wird nun wegen des Handels mit hilflosen Menschen ermittelt.
14:30 Uhr

Schichtwechsel

Meine Kollegin Anja Rau kann nun endlich die Sonne genießen, für mich beginnt erst jetzt der Arbeitstag. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou und ich begleite Sie bis zum späten Abend durch den "Tag". Los geht's!

14:00 Uhr

Gerichtssprecher: AfD zieht vors Bundesverfassungsgericht

Die AfD will in zwei juristischen Streitfragen vor das Bundesverfassungsgericht ziehen. Das teilte ein Sprecher des Verwaltungsgerichts Köln mit. Zuvor war die Partei in diesen Streitfragen in zwei Instanzen unterlegen.

  • Das Verwaltungsgericht Köln hatte einen Antrag der AfD auf eine Zwischenregelung im Streit um die Einstufung als Verdachtsfall durch das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) abgelehnt. Ebenso lehnte das Verwaltungsgericht Köln den Erlass einer Zwischenregelung ab, durch die dem Verfassungsschutz verboten worden wäre, bekannt zu geben, dass der sogenannte "Flügel" der AfD bis zu seiner Auflösung etwa 7000 Mitglieder gehabt habe und seine Mitgliederzahl auch weiter 7000 betrage.
  • Gegen diese beiden Beschlüsse legte die AfD Beschwerde vor dem Oberverwaltungsgericht in Münster ein. Dieses Gericht bestätigte jedoch die Entscheidungen aus erster Instanz. Nun wolle die AfD deshalb Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe erheben, sagte der Sprecher des Kölner Gerichts.
13:39 Uhr

Verendetes Rind gegessen: Milzbrand tötet zwei Menschen

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Milzbrand wird durch ein Bakterium verursacht.

(Foto: imago/Science Photo Library)

In Burkina Faso sind zwei Menschen an Milzbrand gestorben. Ein dritter Mensch, der sich vermutlich bei einem infizierten Rind mit dem Anthrax-Erreger angesteckt habe, werde in einem Krankenhaus behandelt, teilte die Regierung des westafrikanischen Landes mit.

  • Die Infektionskrankheit brach in Guéguéré in der Provinz Bougouriba im Südwesten Burkina Fasos aus, der wegen Milzbrand-Fällen bei Rindern schon seit Januar unter Beobachtung stand.
  • Die Menschen erkrankten nach Angaben der Regierung, weil sie ein verendetes Rind gegessen hatten. "Unmittelbar danach haben wir zwei Todesfälle festgestellt", sagte Viehzuchtminister Modeste Yerbanga. "Untersuchungen der Gesundheitsbehörden haben ergeben, dass sie an Milzbrand gestorben sind."
  • Um die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen, hat die Regierung in Ouagadougou 4000 Impfdosen für kostenlose Impfungen zur Verfügung gestellt. Die Regierung hat zudem eine Aufklärungskampagne gestartet. Sie warnt insbesondere davor, die Kadaver verendeter Tiere zu essen.
  • Milzbrand wird durch ein Bakterium verursacht und befällt meist Paarhufer wie Rinder, Schafe und Ziegen. Auch Menschen können erkranken, wenn sie Milzbrand-Sporen ausgesetzt sind. Die Sporen können Jahrzehnte im Boden überleben und auch von Tier zu Mensch übertragen werden. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch gilt als unwahrscheinlich.
13:10 Uhr

Polizei warnt eindringlich vor Wolfstourismus auf Luftwaffen-Übungsplatz

Auf einem Übungsplatz der Luftwaffe in Niedersachsen hat sich nach Polizeiangaben ein gefährlicher Wolfstourismus entwickelt. Die Beamten warnen vor dem Betreten des militärischen Sicherheitsgeländes Nordhorn Range im Grenzgebiet zu den Niederlanden, in dem sich Munitionsrückstände aus etwa hundert Jahren befinden.

  • Die mutmaßlichen Hobby-Wolfsbeobachter hätten dort sogar kleine Lagerfeuer entzündet. Dies könne wegen der Sprengstoff-Altlasten tödlich enden.
  • Nach Recherchen des polizeilichen Staatsschutzes in sozialen Medien gibt es auf Facebook eine Gruppe von mehr als 700 vermeintlichen Wolfsfreunden, die dem auf der Nordhorn Range ansässigen Rudel nachstellen.
  • Wer den militärischen Sicherheitsbereich ohne Berechtigungsnachweis betrete, dem drohe ein Strafverfahren, hieß es weiter. Das Gelände sei zudem ein Naturschutzgebiet und der Wolf gehöre zu den streng geschützten Tierarten. Eine absichtliche Störung solcher Tierarten sei verboten.
12:54 Uhr

Mindestens sechs Tote bei Einsturz von illegaler Goldmine

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Die Goldmine ist zusammengebrochen.

(Foto: dpa)

Beim Einsturz einer illegalen Goldmine in Indonesien sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Rettungskräfte suchen in den Erdmassen noch nach mindestens einem Verschütteten, wie die Behörden mitteilten.

  • Ein Erdrutsch hatte die abgelegene Mine im Bezirk Parigi Moutong am Mittwochabend zum Einsturz gebracht. Fünf Frauen und ein Mann starben, 16 weitere Menschen konnten gerettet werden.
  • Im an Bodenschätzen reichen Indonesien werden zahlreiche nicht zugelassene Goldminen betrieben. Immer wieder ereignen sich dort schwere Unfälle. Im Oktober waren bei einem Erdrutsch nach heftigen Regenfällen in Süd-Sumatra elf Bergleute ums Leben gekommen. Im Februar 2020 hatte es bei einem ähnlichen Unglück in einer verlassenen Goldmine in West-Sumatra neun Tote gegeben.
12:31 Uhr

Mehr als sieben Millionen Euro Schaden: Festnahme bei versuchter Ausreise

Im Zusammenhang mit einem Millionenbetrug im Sicherheitsgewerbe ist ein 50-jähriger Tatverdächtiger am Düsseldorfer Flughafen bei der versuchten Ausreise festgenommen worden. Gegen den Beschuldigten besteht unter anderem der Verdacht der Insolvenzverschleppung, des Sozialversicherungsbetrugs sowie der Urkundenfälschung in mehr als 900 Fällen, wie die Kölner Staatsanwaltschaft mitteilte.

  • Nach derzeitigem Ermittlungsstand belaufe sich der Schaden für Gläubiger auf mehr als sieben Millionen Euro.
  • Der Tatverdächtige sei bereits am Dienstag nach 15 Monate andauernden Ermittlungen festgenommen worden. Den Angaben zufolge waren an dem Einsatz mehr als 250 Kräfte der Polizei, des Zolls und der Staatsanwaltschaft beteiligt. Insgesamt richte sich das Verfahren gegen 36 Beschuldigte aus dem Sicherheitsgewerbe.
12:04 Uhr

Prinzessin Latifa ruft englische Polizei um Hilfe

Die entführte Prinzessin Latifa aus Dubai hat einem Medienbericht zufolge die englische Polizei dazu aufgerufen, im Fall ihrer ebenfalls entführten Schwester Schamsa weiter zu ermitteln. Das geht aus einem Brief der Tochter des Emirs von Dubai an die Polizei in Cambridge hervor, den Freunde der Prinzessin nun der BBC zur Verfügung stellten.

  • Der handgeschriebene Brief soll aus dem Jahr 2019 stammen, als die heute 35 Jahre alte Latifa nach ihrer missglückten Flucht in einer Villa in Dubai eingesperrt war. Um zu vertuschen, dass sie Kontakt zur Außenwelt hatte, soll der Brief auf ein früheres Datum datiert worden sein.
  • Die mittlerweile 39-jährige Prinzessin Schamsa war bereits im Jahr 2000 in Cambridge aufgegriffen und zwangsweise nach Dubai geflogen worden, nachdem sie aus einem Anwesen ihres Vaters in der englischen Grafschaft Surrey geflohen war. Schamsa, die zu großen Teilen in Großbritannien aufgewachsen war, ist seitdem nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen worden.
  • Der Fluchtversuch von Prinzessin Latifa aus Dubai ist mittlerweile drei Jahre her. Per Schlauchboot und Yacht hatte sie versucht, das Land zu verlassen, bis sie schließlich von einem Sonderkommando vor der indischen Küste gestoppt und gewaltsam zurückgebracht worden sein soll, wie Unterstützer Latifas behaupten.
12:00 Uhr
11:36 Uhr

500 Meter hohe Lava-Fontänen: Spektakulärer Ausbruch des Ätna

Auf der italienischen Insel Sizilien ist der Vulkan Ätna erneut spektakulär ausgebrochen. Lava-Fontänen schossen bis zu 500 Meter hoch in den Nachthimmel, wie das Institut für Geophysik und Vulkanologie mitteilte. Aus dem Krater auf der Südost-Seite stieg eine dicke Asche- und Rauchwolke mehrere Kilometer in die Luft.

  • Anders als in der vergangenen Woche habe sich dieser Ausbruch etwas ruhiger angefühlt, sagte eine Augenzeugin aus der Stadt Catania am Fuße des Ätna.
  • Es sei der sechste Ausbruch innerhalb von acht Tagen gewesen, erklärte der Vulkanologe Marco Viccaro dem "Corriere della Sera". Für den Südost-Krater sei das gewissermaßen ein Rekord.
  • Der Ätna liegt im Osten der Insel. Für die Menschen um den mehr als 3300 Meter hohen Berg besteht bei den Ausbrüchen meist keine Gefahr. Oft regnet es danach Asche vom Himmel. Zuletzt ereigneten sich die Ausbrüche meist am Abend und in der Nacht.

11:06 Uhr

Tiger "singt" wie eine Operndiva

Das Brüllen eines Tigers im Dschungel kann einem das Blut in den Adern gefrieren lassen und schlägt so ziemlich jedes Lebewesen in die Flucht. Sherhan aber fehlt diese majestätische Stimme. Sein "Brüllen" erinnert eher an die Königin der Nacht - und macht ihn im Internet zum Star.

10:52 Uhr

Verbotener islamistischer Verein hatte Bezug zu Anis Amri

Der vom Berliner Senat verbotene islamistische Verein war eine Art Nachfolge-Organisation der 2017 geschlossenen Fussilet-Moschee, die vom Attentäter vom Berliner Weihnachtsmarkt besucht wurde. Die salafistische Gruppe habe die Leerstelle füllen wollen, die durch das Verbot des Fussilet-Vereins entstanden sei, sagte Berlins Innensenator Andreas Geisel.

  • Ein geistiger Führer des Nachfolge-Vereins habe damals regelmäßig die Fussilet-Moschee besucht. Eine erneute Gefahr durch diese Islamisten habe man mit dem aktuellen Verbot "im Keim ersticken" wollen.
  • Der Islamist Anis Amri hatte am 19. Dezember 2016 in Berlin einen Lastwagen entführt und war damit auf den Weihnachtsmarkt gefahren. Er tötete zwölf Menschen und verletzte Dutzende. Wenige Tage später wurde er in Italien von der Polizei erschossen.
  • Geisel sagte, die Gruppierung Jama'atu Berlin mit rund 20 Mitgliedern befürworte den bewaffneten Glaubenskrieg, Terroranschläge auf Zivilisten und Selbstmordattentate. Sie werbe für die Ziele des sogenannten Islamischen Staates (IS) und lehne Demokratie und Rechtsstaat ab.
10:29 Uhr

Deutscher wird wegen Spionage für Russland angeklagt

Die Bundesanwaltschaft hat eine Spionageanklage wegen der Weitergabe von Grundrissen aus dem Bundestag an den russischen Militärgeheimdienst GRU erhoben. Ein Mitarbeiter einer für das Parlament tätigen Firma soll 2017 Dateien mit Grundrissen von Liegenschaften an einen Geheimdienstmitarbeiter in der russischen Botschaft in Berlin übergeben haben, wie die Anklagebehörde in Karlsruhe mitteilte.

Der deutsche Staatsbürger soll sich dafür vor dem Berliner Kammergericht verantworten. Die Bundesanwaltschaft wirft dem Mann sogenannte geheimdienstliche Agententätigkeit vor. Nach ihren Angaben arbeitete der als Jens F. identifizierte Beschuldigte für ein Unternehmen, das mehrfach als Dienstleister für den Bundestag tätig war. Es war beauftragt, "gesetzlich vorgeschriebene Überprüfungen von ortsveränderlichen elektrischen Geräten" in Bundestagsliegenschaften vorzunehmen.

10:16 Uhr

Ermittler bitten um Mithilfe nach Briefbombenserie

Nach der Serie mit drei an Lebensmittelhersteller und -händler verschickten Briefbomben haben Polizei und Staatsanwaltschaft ein Video des mutmaßlichen Täters veröffentlicht. Die Bilder stammen vom 15. Februar und wurden in einer Postannahmestelle in Ulm aufgenommen, wie das baden-württembergische Landeskriminalamt in Stuttgart und die Staatsanwaltschaft Heidelberg mitteilten. Darauf zu sehen sein soll, wie der Tatverdächtige die Postsendungen dort abgab.

  • Die Ermittler bitten die Öffentlichkeit um Mithilfe und erbaten nähere Informationen zu dem auf dem Video zu sehenden Mann. Dieser trug neben Mütze und Mundschutz auch einen auffälligen Schal.
  • In Untersuchungshaft sitzt ein 66 Jahre alter Rentner aus dem Raum Ulm. Er soll an den Discounter Lidl und die Wild-Werke (Capri-Sonne) in Baden-Württemberg Briefbomben geschickt haben. Eine an den Babykosthersteller Hipp gerichtete Briefbombe konnte im Verteilzentrum am Flughafen München abgefangen werden.
10:00 Uhr

Toter 13-Jähriger: Verdächtiger wird Haftrichter vorgeführt

Nach dem gewaltsamen Tod eines 13-Jährigen in Sinsheim in Baden-Württemberg soll der 14 Jahre alte Verdächtige heute einem Haftrichter vorgeführt werden. Die Hintergründe der Tat sind weiter unklar, wie Staatsanwaltschaft und Polizei am Morgen mitteilten.

  • Man ermittle derzeit im persönlichen Umfeld des mutmaßlichen Täters und des Opfers. Die Beamten gehen davon aus, dass sich die beiden Jugendlichen kannten.
  • Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler handelte es sich um ein Gewaltverbrechen mit einem Messer. Der verdächtige 14-Jährige ist nach den Angaben polizeibekannt.
  • Der tote Jugendliche war Mittwochnachmittag in einem Feldgebiet gefunden worden. Beamte nahmen den 14-Jährigen in unmittelbarer Nähe fest.
09:44 Uhr

Saudi-Arabiens Kronzprinz wegen Blinddarmentzündung operiert

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Bin Salman wird der Mord an Khashoggi angelastet.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der saudi-arabische Kronprinz Mohammed bin Salman ist wegen einer Blinddarmentzündung operiert worden. Staatliche Medien berichteten am Mittwochabend, der Eingriff sei erfolgreich verlaufen. Die amtliche Nachrichtenagentur SPA veröffentlichte auf Twitter Fotos, die den 35-jährigen Kronprinzen und seine Entourage beim Verlassen der König-Faisal-Klinik zeigen.

  • Der Kronprinz hat eine Reihe wirtschaftlicher und sozialer Reformen in dem ultrakonservativen Land angestoßen. Gleichzeitig geht er entschieden gegen Kritiker vor, darunter prominente Geistliche, Aktivisten und Mitglieder des Königshauses.
  • Seit der Ermordung des regierungskritischen Journalisten Jamal Khashoggi sieht er sich scharfer Kritik ausgesetzt. Ein US-Geheimdienstbericht, der laut dem Weißen Haus in Kürze veröffentlicht werden soll, geht mutmaßlich davon aus, dass der Kronprinz hinter dem Verbrechen steht.
09:29 Uhr

Weniger Verkehr durch Pandemie führt zu Rekordtief bei Todesfällen

Wegen Corona sind im vergangenen Jahr laut vorläufigen Zahlen so wenige Menschen im Straßenverkehr gestorben wie noch nie seit Beginn der Statistik. Das berichtete das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. Demnach starben 2020 auf deutschen Straßen 2724 Menschen bei Unfällen im Straßenverkehr.

  • Das waren 322 Todesopfer oder 10,6 Prozent weniger als im Jahr 2019. Damit erreichte die Zahl der Verkehrstoten laut Amt den niedrigsten Stand seit Beginn der Zählung vor mehr als 60 Jahren.
  • "Dies ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass wegen der Corona-Pandemie im Jahr 2020 auf deutschen Straßen deutlich weniger Kilometer zurückgelegt wurden als im Vorjahr", berichteten die Statistiker.
  • Auch die Zahl der Verletzten ging 2020 gegenüber dem Vorjahr deutlich zurück, und zwar um 14,7 Prozent auf rund 328.000 Personen. Insgesamt hat die Polizei im Jahr 2020 rund 2,3 Millionen Unfälle aufgenommen, 15,8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.
09:05 Uhr

Internet-Hit: Experte fängt bei Ausschusssitzung Taube ein

Eine skurrile Situation während einer Ausschusssitzung im nordirischen Parlament hat in sozialen Medien für Belustigung gesorgt. Dabei spielte ausgerechnet eine Taube während der per Videokonferenz durchgeführten Befragung eines Experten eine Rolle, dessen Name fast gleichlautend mit dem englischen Wort für den Vogel ist.

  • In einem kurzen Clip, der auf Twitter kursiert, ist zu sehen, wie Colin Pidgeon von seinem Platz aufspringt und ruft: "Ich habe buchstäblich gerade eine Taube (Pigeon) eingefangen". Er hält den Vogel in die Kamera.
  • Die Abgeordneten in dem Finanzausschuss scheinen hocherfreut über die Abwechslung. "Das ist viel interessanter", ist eine Stimme zu hören. Der Vorsitzende sagt schließlich: "Colin, lassen Sie die Taube raus, wir überspringen die Frage."
  • Wie genau der Vogel in die Wohnung des Experten gelangt war, wurde nicht klar. Er schien jedoch bei offenem Fenster in einem Dachraum zu sitzen.
  • Möglicherweise spielte die Katze Pidgeons eine Rolle. Der Experte, sichtbar erleichtert, dass er den Vogel wieder losgeworden war, versicherte jedenfalls den amüsierten Abgeordneten: "Sie ist weggeflogen, also die Katze hat sie nicht umgebracht."
09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:47 Uhr

"Rotztröpfchen" nötigen Jutta Hoffmann Respekt ab

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Hoffmann wird nächste Woche 80 Jahre alt.

(Foto: dpa)

Die Schauspielerin Jutta Hoffmann sieht im Social Distancing den effektivsten Schutz vor einer Ansteckung vor Corona. Gerade lese sie "1918 - die Welt im Fieber" von Laura Spinney über die Spanische Grippe, sagte sie. Darin sage die Autorin, dass "Rotztröpfchen" ziemlich effektive Geschosse seien.

  • "Wir halten uns an die Regeln, setzen die Maske auf, halten Abstand und waschen uns die Hände", sagte Hoffmann zum Verhalten in Zeiten von Corona.
  • Am 3. März wird die bei Halle an der Saale geborene Schauspielerin 80 Jahre alt - aber die Feier fällt wegen Corona aus. Dem Warten auf eine Geburtstagsparty möglicherweise im nächsten Jahr gewinnt die Jubilarin auch etwas Positives ab: "Ich bleibe in meinen Siebzigern."
08:25 Uhr

First Lady verteilt Ratschläge zur Scheidung

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Ohne die Scheidung hätte sie ihren heutigen Mann nicht kennengelernt.

(Foto: AP)

Ratschläge von höchster Stelle: First Lady Jill Biden hat Sängerin Kelly Clarkson Mut zugesprochen für den Umgang mit ihrer Scheidung. "Meine Mutter hat immer zu mir gesagt: Die Dinge werden morgen besser aussehen. Und wenn du einen Tag nach dem anderen nimmst, werden die Dinge besser werden", sagte Biden in der Talkshow von Clarkson. Mit der Zeit werde sie heilen und überrascht sein.

  • "Wenn ich mich nicht hätte scheiden lassen, hätte ich Joe nie kennengelernt", sagte Biden, die sich nach fünf Jahren Ehe von ihrem ersten Ehemann, dem Barbesitzer Bill Stevenson, hatte scheiden lassen. "Ich hätte nicht die wunderbare Familie, die ich jetzt habe, also glaube ich wirklich, dass die Dinge zum Besten geschehen."
  • 1975 lernte sie ihren heutigen Ehemann, US-Präsident Joe Biden, kennen. Die Bidens heirateten im Jahr 1977.
  • Die 38 Jahre alte Clarkson hatte im vergangenen Juni die Scheidung von ihrem Ehemann Brandon Blackstock eingereicht. "Mein Leben war ein bisschen wie ein Müllcontainer", hatte sie im vergangenen Jahr die Zeit nach ihrer Trennung beschrieben.
08:03 Uhr

Kriminologe: Kritik an Woelki ist "verlogen"

Der Kriminologe Christian Pfeiffer hat die Kritik am Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki als "verlogen" bezeichnet. Er denke dabei besonders an den ehemaligen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Marx, sagte Pfeiffer.

  • Der Münchner Kardinal hatte es als "verheerend" bezeichnet, dass Woelki ein Gutachten zum Umgang von katholischen Geistlichen mit Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen unter Verschluss hält. "Das ist ein so verlogener Umgang mit Woelki", kritisierte der ehemalige SPD-Justizminister von Niedersachsen.
  • "Wenn jetzt Marx über Woelki herfällt, dann ist das im Glashaus sitzen und mit Steinen werfen, weil er ja dasselbe getan hat." Marx habe sich jahrelang unabhängigen Untersuchungen in seinem Bistum widersetzt, weil er Angst gehabt habe, dass Vertuschungen durch den früheren Kardinal Joseph Ratzinger, später Papst Benedikt XVI., herauskommen könnten.
07:41 Uhr

Boeing-Abstürze offenbaren: Flugsicherheitsbehörde muss Aufsicht verstärken

Die US-Flugsicherheitsbehörde hat noch viel Arbeit vor sich: Die Reformen, die nach den Abstürzen von zwei Boeing 737 Max umgesetzt wurden, reichen noch nicht aus. Ein Regierungsbericht kam zu dem Schluss, dass die Federal Aviation Administration (FAA) ihre Aufsicht über die Flugsicherheit verstärken muss.

  • Eine Untersuchung der erneuten Zertifizierung der Max zeigte zudem, dass die Beziehung zwischen Boeing und der FAA immer noch problematisch ist, was die Identifizierung zukünftiger Sicherheitsherausforderungen behindern könne.
  • Die FAA erklärte sich bereit, 14 Empfehlungen aus dem Bericht umzusetzen, auch in Bezug auf die Art und Weise, wie sie Neuerungen bei bestehenden Flugzeugmustern und eine verbesserte Kommunikation mit Boeing angeht.
07:06 Uhr

Großrazzia gegen islamistische Unterstützer

In Berlin und Brandenburg läuft seit dem frühen Morgen eine großangelegte Razzia gegen islamistische Unterstützer. Das teilt die Berliner Senatsverwaltung für Inneres mit. Kriminalpolizei und Einsatzhundertschaften durchsuchen Privatwohnungen und sollen Beweismittel sicherstellen.

Die Durchsuchungen stehen im Zusammenhang mit dem Verbot der "Jihad-ssalafistischen Vereinigung Jama'atu Berlin", so die Senatsverwaltung. Berlins Innensenator Andreas Geisel will um 9 Uhr weitere Details bekannt geben.

06:54 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, werte Leserinnen und Leser!

Wir zelebrieren heute, und da werden Sie vielleicht überrascht, bei genauerem Lesen aber nicht verwundert sein, denn dieser Satz deutet deutlich darauf hin, den Tag der Schachtelsätze. Damit soll's aber auch genug sein: Ich möchte Ihnen die wichtigsten Nachrichten des Tages aufgeräumt präsentieren.

Diese Termine gibt es heute:

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    Merkel ist heute mit ihren EU-Kollegen verabredet.

    (Foto: REUTERS)

    Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihre EU-Kollegen beraten bei einem Videogipfel, wie die Corona-Impfungen beschleunigt und die gefürchteten Virusvarianten bekämpft werden können. Thema werden dabei auch die verschärften Kontrollen an den deutschen Grenzen zu Tschechien, der Slowakei und Österreich, die bei einigen EU-Nachbarn und der EU-Kommission auf Kritik stoßen.
  • Die angepeilte Frauenquote in Unternehmensvorständen beschäftigt den Bundestag. In erster Lesung debattieren die Abgeordneten am Nachmittag über einen entsprechenden Gesetzentwurf der Bundesregierung. Darin ist vorgesehen, dass in börsennotierten und paritätisch mitbestimmten Unternehmen mit mehr als drei Vorständen künftig mindestens eine Frau im Vorstand sitzen muss.
  • Dürfen Kontrolleure einem Mann den Zugang zu einer Party verwehren, weil er zu alt aussieht? Mit dieser Frage befasst sich der Bundesgerichtshof in Karlsruhe. Der damals 44 Jahre alte Kläger und zwei Begleiter waren im Sommer 2017 nicht auf ein Open-Air-Event in München gelassen worden. Die Veranstaltung sei nicht für ein allgemeines Publikum vorgesehen, sondern für Personen im Alter von 18 bis 28 Jahren gedacht.
  • Wer vertritt Deutschland beim Eurovision Song Contest? Der Hamburger Sänger Jendrik Sigwart hat das Lied auf seiner Glitzer-Ukulele komponiert. Heute stellt der 26-Jährige sich selbst und seinen Beitrag für das Event in Rotterdam vor.
  • Die beiden Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen und TSG 1899 Hoffenheim kämpfen in der Europa League um den Einzug ins Achtelfinale.
  • Zudem startet die Nordische-Ski-WM. Die ersten Medaillen werden bei den Skispringerinnen vergeben. Wer wird Weltmeisterin auf der Normalschanze?

Diese und weitere Nachrichten werden Sie heute in "Der Tag" und auf ntv.de lesen. Mein Name ist Anja Rau, Sie erreichen mich unter anja.rau(at)nachrichtenmanufaktur.de. Ich koche mir jetzt noch einen Tee, dann geht es los. Ganz geradeaus, ohne viele Verschachtelungen.

06:07 Uhr

Terrorexperte: IS hat deutlich an Stärke verloren

Der deutsche Terrorismusforscher Peter Neumann vom King's College London glaubt, dass die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) erheblich an Schlagkraft verloren hat. "Lange geplante, komplexe Aktionen, wie 2015 in Paris, kann der IS derzeit nicht mehr durchführen", sagte der Professor für Sicherheitsstudien der "Augsburger Allgemeinen".

  • Terroristen hatten damals an fünf verschiedenen Orten in der französischen Hauptstadt zeitgleich zugeschlagen. Insgesamt 130 Menschen kamen damals ums Leben.
  • Als Grund für die Schwächung der Terrormiliz sieht Neumann unter anderem den Verlust ihrer Kontrolle über Teile des Iraks und Syriens an. "Das Kalifat existiert nicht mehr", so Neumann.
  • Einzeltäter würden aber weiterhin eine Gefahr darstellen. "Den Dschihadismus wird es weiter geben, ich bin mir aber nicht sicher, ob es den IS in zehn Jahren noch gibt", sagte der Wissenschaftler.
05:52 Uhr

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