Donnerstag, 26. November 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:31 Uhr

Das war Donnerstag, der 26. November 2020

Liebe Leserinnen und Leser,

das war's für heute. Bevor ich mich in den Feierabend verabschiede, stelle ich Ihnen noch ganz kurz die wichtigsten Artikel des Tages vor:

Ich wünsche Ihnen einen schönen Restabend und eine gute Nacht! Bis morgen!

22:06 Uhr

Sie ist 21 Jahre jünger: "Friends"-Star Matthew Perry ist verlobt

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Matthew Perry

(Foto: imago/Future Image)

Der ehemalige "Friends"-Schauspieler Matthew Perry (51) und seine Partnerin Molly Hurwitz (29) sind verlobt. Das hat Perry dem US-Magazin "People" bestätigt. "Ich habe beschlossen, mich zu verloben. Zum Glück war ich zu dieser Zeit mit der wunderbarsten Frau auf diesem Planeten zusammen", erklärte der Serienstar, der mit der "Friends"-Rolle des Chandler Bing berühmt wurde.

Das Paar lernte sich 2018 kennen. Im Mai 2020 kamen Trennungsgerüchte auf. Matthew Perry war zuvor mit Lizzy Caplan liiert. Die beiden trennten sich 2012 nach sechs Jahren Beziehung.

Im Frühjahr 2021 wird Matthew Perry auf seine alten "Friends" Kollegen treffen. Gemeinsam mit Jennifer Aniston, Courteney Cox, Lisa Kudrow, Matt LeBlanc und David Schwimmer feiert er eine TV-Reunion für ein Special. Anfang März soll die Aufzeichnung stattfinden, wie Perry selbst auf Twitter verkündete.

21:23 Uhr

Corona-Infizierte unter Quarantäne fährt Bekannten zum Corona-Test

Sie sollte eigentlich zu Hause in Quarantäne sitzen, doch eine Corona-Infizierte im Rheinland hatte etwas Besseres vor.

In Grevenbroich erwischte die Polizei bei einer Verkehrskontrolle eine Frau, die unter Corona-Quarantäne stand und während der Fahrt ihr Handy benutzte. Am heruntergelassenen Fenster teilte die Frau den Ordnungshütern mit, dass sie mit dem Coronavirus infiziert sei und unter Quarantäne stehe, wie die Polizei mitteilte.

Schlimm genug, doch wohin fuhr die Frau? Sie hatte einem Bekannten angeboten, ihn zu seinem anstehenden Corona-Test zu fahren, erklärte sie der Polizei.

20:48 Uhr

Clans geraten durch Pandemie unter Druck

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Kennt sich bestens mit Clans aus: Andreas Geisel.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die kriminellen Clans sind nach den Worten von Berlins Innensenator Andreas Geisel durch die Corona-Pandemie unter Druck geraten - durch die Schließung der Lokale, der Bordelle oder durch geringeren Drogenverkauf. "Sie versuchen sich neue Geschäftsfelder zu erschließen", sagte Geisel der "Welt". "Das wird dann auch mal brutaler." Es gebe Verletzte und Revierkämpfe. "Die tschetschenische organisierte Kriminalität ist äußerst brutal und versucht verstärkt auf den Markt zu dringen. Wir sehen aber noch keine komplett neue Qualität."

Laut Geisel mag die organisierte Kriminalität im Grunde keinen öffentlichen Trubel. "Da läuft viel im Hintergrund." Bei einigen arabischstämmigen Clanmitgliedern sei das anders: Diese suchten geradezu die Öffentlichkeit. "Das muss uns aber nicht zu stark beeindrucken. Ich habe etwas gegen die Selbstverzwergung des Staates. Wir sind die viertstärkste Wirtschaftsmacht der Welt. Wir sind ein starker Rechtsstaat. Wir regieren hier, nicht die Clans. Punkt."

20:30 Uhr

Die Videos des Tages

19:57 Uhr

Maradonas Ex darf nicht zum Sarg

Die Ex-Lebensgefährtin des verstorbenen Fußballstars Diego Maradona, Rocío Oliva, hat ihren Ausschluss von der Totenwache im engsten Familienkreis beklagt. "Sie sagten, dass ich um sieben Uhr kommen solle, wenn alle Leute kommen", beschwerte sich Oliva weinend vor Journalisten in Buenos Aires. Nach der Trauer im engsten Familienkreis am Sarg des verstorbenen Fußballidols nahmen Zehntausende Menschen in Argentinien von Maradona Abschied, der im Präsidentenpalast in Buenos Aires aufgebahrt war.

Enge Freunde und die Familie des Fußballers hatten vor Beginn der öffentlichen Totenwache Abschied genommen.

Oliva, die bis 2018 sechs Jahre lang Maradonas Lebensgefährtin war, kam am frühen Morgen am Präsidentenpalast an. Nach einem Gespräch mit dem Sicherheitspersonal verließ sie den Ort wieder. "Es heißt, dass Claudia (Villafañe, Ex-Frau Maradonas) nicht wollte, dass ich reinkomme aber sie sagt, sie habe damit nichts zu tun", erzählte Oliva dem Sender TN.

19:01 Uhr

Kein Gratis-Porno mehr? Dorf Fucking ändert seinen Namen

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(Foto: imago images / Volker Preußer)

Schluss mit lustig: Das weltweit berühmte Dorf Fucking in Oberösterreich heißt künftig anders. Der Ort mit rund 100 Einwohnern hat keine Lust mehr auf Touristenströme und immer wieder gestohlene Ortsschilder. Ab dem 1. Januar heißt das Dorf Fugging. Überlegungen der leidgeplagten Fuckinger, ihren Ortsnamen zu ändern, gab es laut Medienberichten in den vergangenen Jahren häufig.

2018 erklärte das Pornoportal "Pornhub" Fucking zu einem sogenannten "Premium Place": Alle Bewohner erhielten einen Gratiszugang zum kostenpflichtigen Abo-Angebot des Anbieters. Ob die künftigen Fugginger diesen Vorteil weiterhin genießen können, ist unklar.

18:14 Uhr

Zehntausende Fans trauern um Madonna

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"Konzerte mit Prince und Michael Jackson"?

(Foto: imago/Future Image)

Während die Welt um Fußballlegende Diego Maradona trauert, nehmen viele Menschen bei Twitter Abschied von Pop-Ikone Madonna. Wie kommt es dazu? Sie scheinen sich verlesen zu haben und verwechseln Maradona mit Madonna.

Wie die britische "Daily Mail" schreibt, sei Madonna einen Tag nach dem Tod des argentinischen Fußballspielers Maradona vor allem bei Australiern vermehrt Thema gewesen. Bei Twitter hätte es demnach rund 114.000 Posts gegeben, die sich auf das vermeintliche Ableben der Sängerin beziehen.

Unter anderem ist zu lesen, Madonna sei "eine Pionierin der Popmusik" gewesen, mit ihr sei eine "wahre Legende" gegangen und sie werde nun vereint mit Prince und Michael Jackson Konzerte spielen.

17:41 Uhr

Dänemarks Premier kämpft mit Tränen bei Besuch von Nerzfarm

Das Schicksal der Nerzzüchter in Dänemark geht auch Ministerpräsidentin Mette Frederiksen an die Nieren. Die Züchter sollten wissen, dass es nicht ihre Schuld sei, dass all die Tiere getötet werden müssten, sagte die Regierungschefin sichtlich berührt auf einer Nerzfarm in der Nähe von Kolding.

Den Tränen nahe berichtete sie von ihrem emotionalen Besuch auf der Farm, wo ein Vater und sein Sohn innerhalb kürzester Zeit das Ende ihres Lebenswerks miterleben müssten. "Das war nicht wegen ihnen, nicht, weil sie schlechte Nerzzüchter gewesen wären. Das ist wegen Corona", sagte sie, wie ein Mitschnitt der Sender TV2 und DR zeigte. Darüber hinaus bat Frederiksen nach Angaben der Nachrichtenagentur Ritzau die Züchter um Entschuldigung.

Frederiksen hatte am 4. November angekündigt, dass alle Nerze im Land getötet werden sollen, weil das Coronavirus in den Tieren mutiert sei und sich bereits auf den Menschen übertragen habe.

17:02 Uhr

Opfer trifft Messerangreifer zufällig wieder - und macht ein Foto

Das war wohl keine angenehme Begegnung, dafür aber eine folgenreiche. Ein 28-Jähriger hat in Bielefeld zufällig einen Mann getroffen, der ihn Monate zuvor mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt hat. Das Opfer machte ein Foto von dem Täter und übergab es der Polizei.

Die Beamten veröffentlichten das Bild - nach nur einer Stunde bekamen sie Hinweise zu der Identität des Tatverdächtigen.

Der 45-Jährige ist polizeibekannt. Er soll dem 28-Jährigen Ende März ein Messer ins Auge gerammt haben, als dieser einem Angegriffenen am Bielefelder Bahnhofsplatz helfen wollte. Zwei Männer attackierten damals einen dritten. Einer der Angreifer verletzte dann den jungen Mann. Die drei unbekannten Männer flüchteten anschließend. Der 28-Jährige kam ins Krankenhaus und erstatte Strafanzeige. Seine Sehkraft wird auch nach der ärztlichen Behandlung dauerhaft beeinträchtigt bleiben.

16:16 Uhr

Junger Mann wirft brennenden Bengalo vor ICE

Am Bahnhof Gelnhausen in Hessen hat ein junger Mann einen brennenden Bengalo vor einen durchfahrenden ICE geworfen. Der Zug musste notbremsen. Zum Glück wurde keiner der 200 Fahrgäste verletzt. Mehrere Züge verspäteten sich jedoch wegen der kurzzeitigen Sperrung der Strecke.

Durch Hinweise des Lokführers konnte die Polizei den 22-Jährigen in der Nacht am Bahnhof vorläufig festnehmen. Die Beamten fanden bei einer Durchsuchung weitere pyrotechnische Gegenstände. Der 22-Jährige muss sich nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr sowie des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz verantworten.

15:54 Uhr

Dagmar Ziegler ist neue Bundestagsvizepräsidentin

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Dagmar Ziegler

(Foto: imago images/Christian Spicker)

Die Brandenburger SPD-Bundestagsabgeordnete Dagmar Ziegler ist zur Vizepräsidentin des Bundestags gewählt worden.

  • Die SPD-Fraktion hatte sie nach dem überraschenden Tod von Thomas Oppermann nominiert, der im Oktober im Alter von 66 Jahren kurz vor einem Fernsehinterview zusammengebrochen war. 
  • Ziegler erhielt am Donnerstag 536 von 657 abgegebenen Stimmen der Abgeordneten.
  • Die 60-Jährige war bisher eine von vier parlamentarischen Geschäftsführern der Fraktion. Der Fraktionsvorstand hatte sie für das Amt unter anderem wegen ihrer Herkunft aus Ostdeutschland vorgeschlagen. Sie ist seit 2009 im Bundestag.
Mehr dazu lesen Sie hier.
15:12 Uhr

Brand in Mehrfamilienhaus - Feuerwehr entdeckt Leiche

Bei einem Brand in einem fünfstöckigen Mehrfamilienhaus in Hamburg-Eilbek hat die Feuerwehr eine Leiche gefunden. Die tote Person wurde in der Wohnung im Erdgeschoss entdeckt. Der Brand im Wohnzimmer konnte schnell gelöscht werden. Nähere Angaben konnte die Feuerwehr bisher nicht machen.

14:31 Uhr

Awo Frankfurt unterschlug 900.000 Euro Kindergartengebühren

Die ehemalige Führung der Frankfurter Arbeiterwohlfahrt (Awo) steht im Mittelpunkt eines Finanzskandals, der im vergangenen Jahr öffentlich wurde.

Wie nun bekannt geworden ist, soll die Awo allein mit ihren Kindergärten mehr als 900.000 Euro hinterzogen haben. Das gehe aus dem Gutachten eines von der Stadt beauftragten Wirtschaftsprüfers hervor, sagte Bildungsdezernentin Sylvia Weber in Frankfurt. Demnach habe die ehemalige Führung des Awo-Kreisverbandes Frankfurt in den Jahren 2017 und 2018 vor allem erhaltene Pauschalen für Kindergartenplätze zweck- und rechtswidrig verbucht, die sie der Stadt hätte zurückzahlen müssen. Das Geld sei inzwischen von der Awo zurückgefordert worden. Ein finanzieller Schaden sei Frankfurt nicht entstanden.

14:15 Uhr

Schichtwechsel

Juliane Kipper verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend, ich übernehme ihren Platz in der Redaktion. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

13:58 Uhr

Rottweiler überfordert Herrchen - und legt Bahnverkehr lahm

Ein verängstigter und aggressiver Rottweiler hat am Bremer Hauptbahnhof seinen neuen 23 Jahre alten Halter völlig überfordert und für eine Bahnsteigsperrung gesorgt. Der Mann hatte das Tier laut Polizei unter dubiosen Umständen am Mittwochabend von einem Mann für 50 Euro am Bahnhof gekauft. Der verunsicherte Hund biss sein neues Herrchen.

Der Mann wusste sich nicht anders zu helfen, als den abgemagerten, etwa 30 Kilogramm schweren Rottweiler an einem Pfeiler am Bahnsteig 2 festzubinden und per Notruf die Polizei zu alarmieren. Der Rüde ließ jedoch niemanden in seine Nähe, fletschte die Zähne auch gegen die Bundespolizisten. An Maulkorbanlegen war nicht zu denken. Auch war unklar, ob die Leine reißen könnte. Zum Schutz der Fahrgäste wurden die Bahnsteige 1-3 gesperrt und Züge verlegt. Dem Hund konnte schließlich ein Beruhigungsmittel über Futter verabreicht werden. Diensthundeführern der Bundespolizei gelang es, ihn mit einer Haltestange in eine Transportbox zu bugsieren. Der unterernährte Hund ist nun in einem Tierheim und kann hoffentlich mit der nötigen Fürsorge eines Tages in gute Hände vermittelt werden.

13:28 Uhr

Polizei lässt Fahrer nach Auto-Attacke auf Kanzleramt frei

Die erste Aufregung war groß, als ein Auto gestern das Tor des Kanzleramtes rammte. Nun geht die Sache ihren unaufgeregten Gang bei den Ermittlern des Berliner Staatsschutzesl, denn einen Tag nach der Attacke ist der Täter von der Polizei entlassen worden. Es gebe keine Gründe für eine Haft oder eine Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung, sagte eine Polizeisprecherin. Die Ermittlungen durch den für politisch motivierte Taten zuständigen Staatsschutz im Landeskriminalamt (LKA) laufen weiter.

12:51 Uhr

72-Jähriger klaut etliche Kaugummiautomaten

Klar, für Kinder sind Kaugummiautomaten früher der Hit schlechthin gewesen. Die Begeisterung muss aber im Alter keinesfalls abnehmen, wie ein Fall aus Baden-Württemberg zeigt. Dort hat die Polizei nämlich einen mutmaßlichen Seriendieb von Kaugummiautomaten gefasst. Als der 72-Jährige sich mit Hammer und Schraubenzieher an einem Exemplar in Brühl zu schaffen machte, beobachtete das eine Zeugin - und rief die Polizei. Die Beamten entdeckten nach Angaben im Auto des Seniors acht Kaugummiautomaten, Werkzeug und zahlreiche Schlüssel. Sie gehen von einem besonders schweren Fall des Diebstahls aus. Der 72-Jährige habe am Mittwoch widersprüchliche Angaben dazu gemacht, woher die Automaten kommen. Die Ermittler stellten das mögliche Diebesgut sicher, ließen den Mann aber wieder gehen.

12:18 Uhr

Polizei warnt am Black Friday vor Fake Shops

Die Polizei warnt vor Betrügern, die rund um den Rabatttag Black Friday von der Schnäppchenjagd der Verbraucher profitieren wollen. Fast jeden Tag erreichten die Behörden Anzeigen von Betrugsopfern, die auf Fake-Shops hereingefallen seien, berichtete die Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis.

Angeboten werde von den Fake Shops alles, vom teuren Gartengrill über die edle Kaffeemaschine bis zum Laptop für mehrere Hundert Euro. Das einzige "Wahre" dieser Fake-Shops sei die Konto-Verbindung: Sie liege entweder weit entfernt im Ausland oder sei in Deutschland mithilfe falscher Dokumente eröffnet worden, berichtete die Polizei. Sie rechnet in den nächsten Wochen bis Weihnachten mit steigenden Betrugszahlen.

11:42 Uhr

Mehr als 2000 HIV-Neuinfektionen registriert

In Deutschland ist die Zahl der neuen HIV-Infektionen im vergangenen Jahr leicht gestiegen. Im Jahr 2019 wurden 2600 Neuinfektionen registriert und damit rund hundert Fälle mehr als im Vorjahr, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin mitteilte. Ende vergangenen Jahres stieg damit die Zahl der Infizierten insgesamt auf 90.700, schätzungsweise 10.800 wussten demnach nichts von ihrer Ansteckung.

Wer von seiner Infektion nichts weiß, kann das Virus laut RKI unbeabsichtigt weitergeben. Außerdem sei die Sterblichkeit bei Spätdiagnosen höher. Im Jahr 2019 starben geschätzt 380 Menschen an HIV. Seit Beginn der Epidemie in den 80er Jahren schätzen die RKI-Experten die Zahl der Todesfälle auf 29.500.

11:20 Uhr

Vier weitere Verdächtige nach Mord an französischem Lehrer

Rund sechs Wochen nach dem brutalen Mord an dem Lehrer Samuel Paty sind in Frankreich Ermittlungsverfahren gegen vier weitere Schüler eröffnet worden. Drei von ihnen werde Beihilfe zu einem Mord mit Terrorhintergrund vorgeworfen, hieß es aus Justizkreisen. Gegen die vierte Person werde wegen verleumderischer Denunziation ermittelt. Damit ermittelt die Justiz nun insgesamt gegen 14 Menschen - darunter auch Minderjährige.

Nach Angaben soll es sich bei der Person, gegen die wegen Verleumdung ermittelt wird, um die Tochter des Mannes handeln, der im Netz gegen Paty gehetzt hat. Gegen den Vater wurde bereits im Oktober ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Den anderen drei Schülern werde vorgeworfen, den Lehrer Paty für den Attentäter identifiziert zu haben. Alle vier sollen unter Justizaufsicht gestellt worden sein.

10:46 Uhr

Mordversuch im Gefängnis: Ungünstige Prognose für 19-jährigen Angeklagten

Im Jugendgefängnis in Hameln kommt es 2019 zu einem Mordversuch. Ein 19-Jähriger soll damals versucht haben, einen anderen Gefangenen der Jugendanstalt zu töten, um in die Sicherheitsabteilung verlegt zu werden. Ein heute 22 Jahre alter Mitgefangener soll das Opfer ausgewählt haben, das wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern im Jugendgefängnis saß. Die beiden sollen überzeugt gewesen sein, der Mann habe den Tod verdient. Der 19-Jährige soll mehrfach mit dem Kugelschreiber auf seinen Hals und Kopf eingestochen haben. Das Opfer erlitt Schnitt- und Platzwunden.

In dem Prozess gegen die beiden jungen Männer wegen versuchten Mordes und Beihilfe zum versuchten Mord wird voraussichtlich noch heute das Urteil gesprochen. Die Sachverständigen haben dem 19-Jährigen jetzt im Vorfeld eine ungünstige Prognose bescheinigt. Der junge Mann zeige antisoziale Tendenzen, eine ausgeprägte Rückfallneigung und eine schwere Persönlichkeitsstörung, sagte der Experte für Kinder- und Jugendpsychiatrie im Prozess am Landgericht Hannover. Er sprach von "Zerrissenheit" und Gewaltfantasien des jungen Mannes. Eine intensive Psychotherapie sei nötig.

10:10 Uhr

Gegen 27 Angeklagte: Gericht verhängt lebenslange Haft wegen Putschversuchs in Türkei

In der Türkei hat ein Gericht 27 Angeklagte wegen des gescheiterten Putschversuchs 2016 zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Sie wurden des "versuchten Sturzes der verfassungsmäßigen Ordnung", des "versuchten Mordes am Präsidenten" und des Totschlags für schuldig befunden, wie eine AFP-Reporterin vom Prozess in Ankara berichtete. Insgesamt standen 475 Beschuldigte in dem Hauptverfahren wegen des Umsturzversuchs gegen die Regierung von Präsident Recep Tayyip Erdogan vor Gericht.

Die Mehrheit der 27 zu lebenslanger Haft Verurteilten sind Offiziere und Piloten. Die Piloten sollen mehrere Gebäude in Ankara aus der Luft bombardiert haben. Die Offiziere werden beschuldigt, den Putsch von der Militärbasis Akinci aus angeführt zu haben.

09:32 Uhr

73-Jährige bei Explosion von Sauerstoffflaschen gestorben

Bei einem Wohnungsbrand mit einer Explosion in Rieseby in Schleswig-Holstein ist eine Frau ums Leben gekommen. Ihre Identität stand zunächst noch nicht fest, wie die Polizei mitteilte. In der betroffenen Wohnung soll den Angaben zufolge eine 73-Jährige gelebt haben, die aus gesundheitlichen Gründen Sauerstoff benötigte. Der Grund für die Explosion wurde ermittelt: Aus zwei Gasflaschen sei aufgrund der Hitzeentwicklung des Brandes Sauerstoff ausgetreten. Die Kriminalpolizei Eckernförde nahm Ermittlungen zur Brandursache auf.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:53 Uhr

Mann flieht nach Verfolgungsjagd zu Fuß vor Polizei

Bei Höhr-Grenzhausen (Westerwaldkreis) hat sich ein Mann eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert und mehrere Unfälle verursacht, ehe er zu Fuß flüchten konnte. Beamte hatten den Autofahrer am Mittwochabend auf der Autobahn 48 anhalten wollen, wie die Polizei in der Nacht mitteilte.

Der Mann habe sich den Signalen widersetzt und seine Fahrt "mit zum Teil sehr hohen Geschwindigkeiten und ohne Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer" fortgesetzt. Auf der Landstraße 307 Richtung Bendorf sei der Fahrer beim Überholen mehrfach in den Gegenverkehr geraten. Sein erheblich beschädigtes Auto kam in der Bendorfer Innenstadt zum Stehen. Der Mann setzte seine Flucht zu Fuß fort und konnte nicht gefasst werden. Geschädigte werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

08:22 Uhr

Verkaufsoffene Sonntage sollen Umsatzausfälle kompensieren

Angesichts der Umsatzeinbrüche bei vielen Einzelhändlern in der Corona-Krise regt Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier an, im kommenden Jahr mehr verkaufsoffene Sonntage zu gestatten. "Ich würde mir wünschen, dass das, was an Umsatzausfällen in diesem Jahr angefallen ist, über weitere verkaufsoffene Sonntage im nächsten Jahr wieder reingeholt werden kann", sagte er der "Bild"-Zeitung.

Er habe alle Landesregierungen und Kommunen gebeten, mit den Öffnungszeiten möglichst großzügig und flexibel umzugehen. Altmaier sieht den Erhalt des stationären Einzelhandels als eine "nationale, ja auch eine patriotische Aufgabe", wie er sagte. "Unsere Innenstädte sind das Ergebnis eines historischen Prozesses. Bäckereien, kleine Lebensmittelgeschäfte, Buchläden, Antiquitätengeschäfte haben sich über einen langen Zeitraum entwickelt und machen unsere Innenstädte zu Orten der Begegnung und attraktiv für viele Menschen."

07:40 Uhr

Deutscher Tourist stirbt nach Vulkanausbruch in Neuseeland

Fast ein Jahr nach einem verheerenden Vulkanausbruch in Neuseeland ist nun bekannt geworden, dass ein weiterer Mensch an den Folgen seiner Verletzungen gestorben ist. Bei dem Toten handelt es sich um einen 64 Jahre alten Reisenden aus Deutschland, wie die neuseeländische Polizei heute mitteilte. Er sei bereits am 2. Juli gestorben.

Die Bestätigung seines Todes in einem ausländischen Krankenhaus sei "so schnell wie praktisch möglich" erfolgt, nachdem zunächst ein Rechtsmediziner festgestellt habe, dass sein Tod auf die bei dem Ausbruch erlittenen Verletzungen zurückzuführen sei, teilte die Polizei weiter mit. Damit stieg die Zahl der Todesopfer auf 22. Als es am 9. Dezember zu dem Ausbruch kam, befanden sich gerade 47 Touristen auf einer Sightseeingtour auf der Vulkaninsel White Island vor der Ostküste Neuseelands.

Mehr dazu lesen Sie hier.
07:32 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

insgesamt einigten sich Bund und Länder auf dem Corona-Gipfel gestern darauf, den zuvor beschlossenen Teillockdown bis zum 20. Dezember zu verlängern. Damit sind die Bürger gehalten, alle nicht notwendigen Kontakte zu vermeiden und möglichst zu Hause zu bleiben. Reisen, beruflich, privat oder touristisch, sollten vermieden werden. Das gilt auch für Skireisen ins Ausland. Bundeskanzlerin Angela Merkel gibt dazu heute im Bundestag eine Regierungserklärung ab. Sie will dabei den Kurs für die Wochen bis zum Jahresende noch mal erläutern. Außerdem werden heute noch diese Themen wichtig:

  • Im Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke geht es zunächst erneut um die Messerattacke auf einen irakischen Flüchtling. Der Angriff im Januar 2016, bei dem ein heute 27 Jahre alter Mann schwer verletzt wurde, wird dem mutmaßlichen Mörder Lübckes zur Last gelegt.
  • Der polnische Ministerpräsident Mateusz Morawiecki wird zu einem Gespräch mit dem ungarischen Regierungschef Viktor Orbán in Budapest erwartet. Zweck des Treffens sei es, die Positionen Ungarns und Polens in Hinblick auf die von beiden Ländern blockierten EU-Haushaltsverhandlungen abzustimmen, ließen polnische Diplomaten vorab wissen.
  • Der Strafprozess gegen den französischen Ex-Staatschef Nicolas Sarkozy wegen mutmaßlicher Bestechung wird fortgesetzt. Das spektakuläre Gerichtsverfahren war am Montag kurz nach Eröffnung unterbrochen worden.
  • Die Bundesdrogenbeauftragte Daniela Ludwig legt ihren Jahresbericht zu aktuellen Entwicklungen vor. Angesichts der Corona-Krise dringen die CSU-Politikerin und Suchthilfe-Verbände darauf, Unterstützungsangebote trotz verschärfter Alltagsbeschränkungen aufrechtzuerhalten.
  • Muss ein Jobcenter bei drohender Unfruchtbarkeit die Kosten für die Aufbewahrung von eingefrorenem Sperma übernehmen? Mit dieser Frage befasst sich das Bundessozialgericht in Kassel.
  • Im Prozess gegen zwei junge Männer wegen versuchten Mordes und Beihilfe zum versuchten Mord im Jugendgefängnis Hameln wird voraussichtlich das Urteil am Landgericht Hannover gesprochen. Der Vorwurf: Im Oktober 2019 soll ein heute 19 Jahre alter Häftling geplant haben, einen anderen Gefangenen der Jugendanstalt zu töten, um in die Sicherheitsabteilung verlegt zu werden.

Mein Name ist Juliane Kipper und ich begleite Sie heute bis in den frühen Nachmittag durch den Tag. Sie haben Fragen oder Anregungen? Sie erreichen mich unter: juliane.kipper@nama.de.

07:09 Uhr

Der Tag startet im Dauergrau

In der Mitte und im Süden startet der Tag wieder mit Nebel oder Hochnebel, der sich im Bereich der Mittelgebirge sowie in weiten Teilen Bayerns erneut den ganzen Tag halten dürfte. In Teilen Baden-Württembergs sowie generell auf den Bergen im Süden wird es sonnig. Nördlich der Mittelgebirge ziehen dichte Wolken durch und stellenweise fällt etwas Regen. Ab Mittag lockert es dann in Schleswig-Holstein wieder auf. Die Temperaturen erreichen 7 bis 12 Grad, im Dauergrau nur 0 bis 6 Grad.

06:48 Uhr

Johnny Depp muss weitere Schlappe einstecken

Die Zeitung "Sun" hat den Schauspieler Johnny Depp 2018 in einem Artikel als "Ehefrauen-Schläger" bezeichnet. Der Hollywoodstar verklagte die Zeitung daraufhin, er verlor jedoch nicht nur den Prozess Anfang November. Der 57-jährige Schauspieler muss zudem für die Gerichtskosten der Boulevardzeitung in Höhe von 705.000 Euro aufkommen, wie aus den Gerichtsunterlagen hervorging. Jetzt muss Depp einen weiteren Rückschlag in dem Verleumdungsprozess hinnehmen. Ein Gericht wies Depps Antrag auf Berufung ab. Er sehe keine "vernünftige Chance auf Erfolg", urteilte ein Richter.

Auch wenn Depp erst kürzlich auf Instagram schrieb: "Mein Leben und meine Karriere werden nicht durch diese Phase definiert werden." Die Realität sieht anders aus: Die Prozesse haben schon jetzt Auswirkungen auf seine Karriere. Wie Depp selbst berichtete, wurde er von der Produktionsfirma Warner Bros. "gebeten", seine Rolle als Grindelwald in der Fantasy-Film-Reihe "Phantastische Tierwesen" aufzugeben. Dies habe er "akzeptiert".

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06:21 Uhr

Plant China bald auch bemannte Flüge zum Mond?

Viele Raumfahrtnationen haben derzeit ein Augenmerk auf den Mond geworfen. Die Chinesen wollen Proben vom Trabanten zur Erde bringen, was seit Jahrzehnten keine Nation mehr getan hat. Die komplizierte Mission könnte aber auch ein Test für weitere Vorhaben sein. Denn im Start der jüngsten chinesischen Mondmission sieht Paolo Ferri von der europäischen Raumfahrtagentur Esa auch einen Technologietest für bemannte Flüge zum Erdtrabanten.

"Die Chinesen haben eine sehr komplizierte Mission gewählt, um Proben vom Mond auf die Erde zu bringen", sagte der frühere Leiter des Esa-Missionsbetriebs im Raumfahrtkontrollzentrum. Es werde vermutet, dass die ganze Technik erprobt werden soll, die eines Tages für eine bemannte Landung nötig ist. "Sie hätten das viel einfacher machen können." China startete am Dienstagmorgen eine unbemannte Mission zum Mond. Ein Lander der nach der chinesischen Mondgöttin "Chang'e 5" benannten Raumsonde soll dort landen und erstmals seit 44 Jahren wieder Gesteinsproben zur Erde bringen.

05:57 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht