Donnerstag, 28. Januar 2021Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:08 Uhr

Sexismus-Vorwürfe: Britische Regierung zieht Corona-Kampagne zurück

Ein Plakat der britischen Regierung zum richtigen Verhalten in der Corona-Pandemie sorgt in den sozialen Medien für viel Kritik - und wird nun zurückgezogen.

Auf der Grafik mit dem Slogan "Stay Home. Save Lives" ("Bleibt zuhause. Rettet Leben") sind Frauen zu sehen, die in den eigenen vier Wänden Aufgaben wie Putzen oder Kinderbetreuung erledigen. Der einzige abgebildete Mann sitzt auf dem Sofa - während sich eine Frau an seine Schulter schmiegt.

Das Plakat werde in der Kampagne nicht mehr verwendet, bestätigte ein Regierungssprecher. "Ich möchte klarstellen, dass dies nicht der Sicht der Regierung auf Frauen entspricht. Deshalb haben wir es zurückgezogen."

21:38 Uhr

Sechs Tote bei Chemieunfall in USA

Bei einem Chemieunfall in einer Geflügelfabrik im US-Bundesstaat Georgia sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Mindestens neun weitere Menschen wurden bei dem Unglück verletzt, wie die Polizei der Stadt Gainesville mitteilte. Demnach lief in der Fabrik flüssiger Stickstoff aus.

Flüssiger Stickstoff hat eine Temperatur von minus 196 Grad Celsius. Er wird unter anderem in der Lebensmittelindustrie zum Schockfrosten eingesetzt.

20:52 Uhr

Berlin beschließt bundesweit erstes Fußgängergesetz

Das Berliner Abgeordnetenhaus hat das bundesweit erste Fußgängergesetz beschlossen.

  • Das von SPD, Linken, Grünen und FDP unterstützte Gesetz sieht längere Grünphasen für Fußgänger, abgeflachte Bordsteine und mehr "Sitzgelegenheiten ohne Konsumzwang", also öffentliche Sitzbänke, vor.
  • Der Zusatz zum bestehenden Berliner Mobilitätsgesetz misst dem Fußverkehr einen größeren Stellenwert zu. "Jeder Mensch soll in ganz Berlin auf direkten und zusammenhängenden Fußwegen seine Ziele erreichen können", hieß es in der Beschlussvorlage.
  • Ziel sei es, Menschen dazu zu "befähigen und anzuregen, sowohl kürzere als auch längere Strecken zu Fuß zu bewältigen".
20:16 Uhr

Mörder von US-Journalist Daniel Pearl freigesprochen

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Daniel Pear wurde 2001 in Pakistan entführt und enthauptet.

(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

Dieser Mord löste auf der ganzen Welt Entsetzen aus. Daniel Pearl, Mitarbeiter von Wall Street Journal, recherchierte in Pakistan die Hintergrunde der Anschläge vom 11. September 2001. Er wurde entführt und enthauptet. Die Mörder veröffentlichten das Video im Internet. 2007 wurde der Fall verfilmt.

Ein Islamist, der in Pakistan damals wegen der Enthauptung von Pearl verurteilt worden war, kommt nun auf freien Fuß. Das hat das Oberste Gericht angeordnet. Zwei von drei Richtern hätten Ahmed Omar Scheich zusammen mit einer Reihe anderer Männer freigesprochen, sagte der Provinz-Generalanwalt Salman Talibuddin.

19:24 Uhr

Polizei findet tote Frau auf brennendem Hochsitz

Im nordrhein-westfälischen Meerbusch haben Polizei und Feuerwehr bei einem Einsatz auf einem brennenden Hochsitz eine tote Frau entdeckt. Die Brandursache und die Identität des Brandopfers stehen noch nicht fest. Es wird nun geprüft, ob ein mit Gas betriebenes Heizöfchen mit dem Ausbruch des Feuers zusammenhängen könnte. Hinweise auf ein Fremdverschulden gab es den Angaben zufolge zunächst nicht.

18:48 Uhr

Forscher entdecken winziges Chamäleon

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Kleiner geht's kaum: Brookesia nana ist 13,5 Millimeter lang.

(Foto: picture alliance/dpa/SNSB-ZSM)

Ein internationales Forscherteam hat auf Madagaskar eine neue winzig kleine Chamäleonart entdeckt. Das Mini-Männchen habe eine Körperlänge von nur 13,5 Millimetern, teilte die Zoologische Staatssammlung in München zur Veröffentlichung in dem Fachjournal "Scientific Reports" mit.

  • Es sei damit das kleinste bekannte Männchen unter fast 11.500 Reptilienarten, erläuterte der Münchner Erstautor der Studie, Frank Glaw von der Staatssammlung.
  • Das Weibchen sei mit 19 Millimetern Körperlänge größer als das Männchen.
  • Die neue Art wurde bei einer deutsch-madagassischen Expedition im Norden der Insel entdeckt und trägt den Namen Brookesia nana.
18:11 Uhr

Bewaffnete überfallen Geldtransporter in Frankfurt

In Frankfurt haben mehrere Bewaffnete einen Werttransporter überfallen. Sie konnten fliehen.

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Nach dem Überfall am Morgen sind die Täter noch auf der Flucht.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Überfall ereignete sich am Morgen im Eingangsbereich einer Bank im Stadtteil Bergen-Enkheim. Die Angreifer hatten Schusswaffen dabei und bedrohten die Sicherheitsmitarbeiter. "Durch das schnelle und besonnene Handeln der Geldboten gelang es den Räubern nicht, sich des Geldkoffers zu bemächtigen", teilte die Polizei mit. Bei dem Überfall sei mindestens ein Schuss gefallen, verletzt wurde aber niemand.

Die Räuber flüchteten mit einem Auto. Später fand die Polizei ein paar Straßen weiter ein in Flammen stehendes Auto. Dabei könnte es sich um das Fluchtauto handeln.

17:42 Uhr

Aufräum-Queen Marie Kondo erwartet drittes Kind

Die japanische Beraterin und Bestsellerautorin Marie Kondo ist schwanger. Sie erwartet ihr drittes Kind, wie sie nun bei Instagram verraten hat. "Ich habe Neuigkeiten! Ein weiterer Wonneproppen ist auf dem Weg", schreibt Kondo, die einer breiten Masse besonders durch ihre Netflix-Show "Aufräumen mit Marie Kondo" bekannt wurde. Zusammen mit ihrem Ehemann Takumi Kawahara, mit dem sie seit 2012 verheiratet ist, hat Kondo bereits zwei Töchter - Miko und Satsuki.

17:13 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

17:08 Uhr

Inventar des Flughafens Tegel kommt unter den Hammer

Luftfahrtnostalgiker aufgepasst! Knapp drei Monate nach der Schließung des Berliner Flughafens Tegel wird nun Inventar aus dem Terminal versteigert. Zahlreiche Monitore und Bänke können ersteigert werden, wie das Auktionshaus Dechow mitteilte. Im Angebot sind auch Gepäckbänder, Tore, Schneeräumfahrzeuge und eine Buswaschanlage. Besichtigungen sind nicht möglich. Die Auktionen enden am 11. und 12. Februar.

16:36 Uhr

Brandenburger AfD-Fraktion stellt Kalbitz für Kontrollgremium auf

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Kalbitz.

(Foto: dpa)

Bei einem neuerlichen Anlauf zur Besetzung eines Postens in der Parlamentarischen Kontrollkommission des brandenburgischen Landtages hat die AfD-Fraktion für Wirbel gesorgt. Für das Gremium, das den Landesverfassungsschutz kontrolliert, schlug die Fraktion zunächst den Abgeordneten Andreas Kalbitz vor.

  • Kalbitz wurde aus der AfD ausgeschlossen, weil er frühere Mitgliedschaften bei den Republikanern und bei der inzwischen verbotenen "Heimattreuen Deutschen Jugend" verschwiegen haben soll.
  • Nach harscher Kritik aus anderen Fraktionen zog die AfD-Fraktion kurz vor der Wahl Kalbitz zurück und stellte den Abgeordneten Felix Teichner auf, der aber keine Mehrheit erhielt.
  • "Es ist unvorstellbar, dass ein Rechtsextremist den Brandenburger Verfassungsschutz kontrolliert und Zugang zu geheimen Informationen erhält", hatte die Grünen-Landtagsabgeordnete Marie Schäffer vor der Wahl im Landtag zur Kandidatur von Kalbitz erklärt.
15:51 Uhr

Tod in Ostsee vorgetäuscht - Urteilsverkündung überraschend verschoben

Im Betrugsprozess um einen vorgetäuschten Tod in der Ostsee hat das Kieler Landgericht überraschend die Urteilsverkündung verschoben. Es bestehe noch Klärungsbedarf, sagte der Vorsitzende Richter Carsten Teppein zur Begründung.

Ein angeklagtes Ehepaar muss sich wegen versuchten Versicherungsbetrugs in Millionenhöhe verantworten. Sie sollen versucht haben, durch den vermeintlichen Tod des Mannes rund 4,1 Millionen Euro von 14 Risiko-, Lebens- und Unfallversicherungen zu erschwindeln.

15:45 Uhr
Breaking News

Commerzbank streicht 10.000 Stellen

Deutschlands zweitgrößte Bank, die Commerzbank, will 10.000 Vollzeitstellen streichen. Die Zahl der Filialen solle von 1000 auf 450 verringert werden, teilte das Kreditinstitut mit. Die Maßnahmen sollen helfen, die Kosten bis 2024 um 1,4 Milliarden Euro zu senken.

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15:44 Uhr

Ermittlungen gegen 48-Jährige nach Tod zehnjähriger Tiktok-Nutzerin

Nach dem Tod einer Zehnjährigen bei einem sogenannten Erstickungsspiel auf Tiktok ermittelt die italienische Polizei wegen Anstiftung zum Suizid gegen eine 48-jährige Frau. Die Frau habe ein "äußerst gefährliches" Video hochgeladen, erklärte die Polizei.

  • Vergangene Woche war im sizilianischen Palermo ein zehnjähriges Mädchen bei einer sogenannten "Blackout-Challenge" gestorben. Es hatte sich im Badezimmer selbst mit dem Handy dabei gefilmt, wie es sich mit einem Bademantelgürtel die Luft abschnürte. Das Mädchen wurde bewusstlos und starb kurz darauf im Krankenhaus.
  • Auf dem Video, welches die 48-Jährige hochgeladen hatte, waren die Frau und ein Mann zu sehen, die sich Mund und Nase mit Klebeband zuklebten.
  • Die Polizei machte keine Angaben dazu, ob sich die Zehnjährige genau dieses Video angesehen hatte. Minderjährige könnten dieses oder andere Videos aber nachahmen, erklärte die Polizei. Die Frau hatte demnach noch zahlreiche andere Mutproben aufgenommen.
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15:01 Uhr

Familie von Lübcke enttäuscht über Urteil - Revision angekündigt

Die Familie des ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke hat sich schwer enttäuscht über das Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Frankfurt am Main geäußert. Insbesondere der Freispruch des Mitangeklagten Markus H. vom Vorwurf der Beihilfe zum Mord sei für die Familie "nicht nachvollziehbar und schwer zu verkraften", erklärte deren Sprecher Dirk Metz. Darüber hinaus blieben auch "zentrale Fragen zum Tatablauf offen".

Der Generalbundesanwalt will Teile des Urteils überprüfen lassen. Der Vertreter der Bundesanwaltschaft, Dieter Kilmer, kündigte in Frankfurt an, in Revision zu gehen. Dabei geht es neben dem Freispruch für den Mitangeklagten H. auch um den Freispruch des Hauptangeklagten Stephan Ernst im Fall des Messerangriffs auf einen irakischen Flüchtling.

Mehr zum Urteil im Lübcke-Prozess lesen Sie hier.

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14:30 Uhr

Delfin aus Eckernförder Bucht ist tot

Seit dem vergangenen Jahr wurde in der Eckernförder Bucht in Schleswig-Holstein immer wieder ein Delfin gesichtet. Nun ist das Tier gestorben.

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Der Delfin wurde mehrmals in der Eckernförder Bucht gesichtet.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Kadaver werde im Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung in Büsum untersucht, um die Todesursache herauszufinden, bestätigte eine Sprecherin. Taucher hätten das tote Tier in etwa 15 Metern Tiefe am Ostseegrund gefunden und geborgen, berichtete die "Eckernförder Zeitung". Äußere Einflüsse für den Tod des Delfins seien nicht zu erkennen gewesen.

Das weibliche Tier, das von Einheimischen und Touristen "Finchen", "Lucy" oder "Sandy" genannt wurde, wurde im Februar 2020 erstmals in der Eckernförder Bucht gesichtet.

14:15 Uhr

Schichtwechsel

Juliane Kipper verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, bis zum späten Abend versorge ich Sie mit den aktuellsten Nachrichten aus aller Welt. Ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

13:53 Uhr

Nach Erdrutsch in Norwegen: Einsatzkräfte geben Hoffnung nicht auf

Fast einen Monat nach dem verheerenden Erdrutsch in Norwegen geben die Einsatzkräfte ihre Hoffnung nicht auf, die Überreste von drei weiterhin vermissten Menschen zu finden. Nach rund einwöchiger Unterbrechung unternahmen die Suchmannschaften dafür einen neuen Anlauf im Katastrophengebiet in der Gemeinde Gjerdrum.

Bagger sollen dabei nun helfen. Darüber hinaus wird weiterhin per Hand gegraben, auch Hunde sind an der Suche beteiligt. Vermisst werden nach wie vor zwei Frauen im Alter von 49 und 50 Jahren sowie ein 13-jähriges Mädchen. Zu dem mehrere hundert Meter langen und breiten Erdrutsch war es am 30. Dezember in der Gemeinde Gjerdrum nordöstlich von Oslo gekommen.

13:17 Uhr

Altenpflegerin geht zu früh zur Arbeit - und muss Strafe zahlen

Baden-Württemberg geht mit besonders strengen Maßnahmen gegen das Coronavirus vor. In dem Bundesland herrschen von 20:00 bis 5:00 Uhr Ausgangsbeschränkungen. Weil eine junge Altenpflegerin ihr Haus in Stuttgart bereits um 4:50 verlassen hat, um zur Arbeit zu gehen, muss sie jetzt 340 Euro Strafe zahlen, das berichtet die "Stuttgarter Zeitung". Als sie nämlich von der Polizei angehalten wurde, konnte sie keinen Passierschein vorzeigen. Die Behörden brummten ihr wegen zehn Minuten eine Geldstrafe auf - drei Wochen später flatterte der Bescheid ins Haus. Auch ihr Arbeitgeber soll wenig kooperativ gewesen sein und die Frau gebeten haben kein "Tam Tam" zu machen.

Mit der Frage der Verhältnismäßigkeit solcher Strafen beschäftigt sich inzwischen auch das Innenministerium von Baden-Württemberg. Staatssekretär Wilfried Klenk sagte der Zeitung, es laufe eine umfassende behördliche Aufklärung, die auch die Höhe der Strafe erkläre. "Der Fall bewegt mich", sagte er demnach. Generell würde die Polizei "mit Augenmaß" bei Kontrollen vorgehen, betonte er.

12:39 Uhr

Tier biss sich am Kopf fest: Australier schlägt Krokodil mit bloßen Händen in die Flucht

Ein Schwimmer in Australien hat einen wahrhaft kühlen Kopf bewiesen und so einen Krokodil-Angriff überlebt. Dem 44-Jährigen gelang es, den Kiefer des Tieres mit bloßen Händen von seinem Kopf zu lösen und zu entkommen, wie Rettungskräfte mitteilten. Der 44-Jährige war zum Schwimmen im Lake Placid nahe der bei Touristen beliebten Stadt Cairns im Norden Australiens. Im Wasser habe er plötzlich gespürt, wie das Krokodil sich in seinem Kopf festbiss, berichtete der Sanitäter Paul Sweeney.

"Er griff mit seinen Händen nach dem Kiefer, um ihn zu lösen, und als ihm das gelang, schnappte das Maul auf seinem linken Zeigefinger zu." Der Mann habe noch eine beträchtliche Strecke bis zum Ufer zurückschwimmen müssen, bevor er sich an Land schleppen konnte, erklärte Sweeney. Die Rettungskräfte trafen den Australier in einem "bemerkenswert ruhigen" Zustand an. Die Zähne des Tieres hinterließen Wunden am Kopf, im Gesicht, an der Schulter und an der Hand des Mannes, ernsthaft verletzt wurde er jedoch nicht. "Er hat sehr viel Glück gehabt", erklärte Sweeney. Der 44-Jährige habe darauf bestanden, bald wieder im Lake Placid schwimmen zu gehen.

12:04 Uhr

Schlagzeilen zum Mittag

11:26 Uhr

Lkw-Fahrer tröstet falsch verbundene Impfhotline-Anrufer

Weil seine Handynummer in acht Ziffern gleich mit den Impfhotlines für NRW ist, bekommt Lkw-Fahrer Michael S. aus Dortmund seit Montag zahlreiche Anrufe - und ist zu einem Trostspender für viele ältere Menschen geworden. "Um 8 Uhr Morgens fing das am Montag plötzlich an", sagt Michael S. Es seien inzwischen "unendlich viele" Anrufe bei ihm eingegangen: "Einmal hatte ich 63 Anrufe in Abwesenheit. Der späteste war um 21.20 Uhr." Am Donnerstagmorgen "waren es erst vier."

Der Dortmunder ging - so weit es die Arbeit zuließ - auch ran und sprach mit den Senioren oder deren Kindern, die für die Eltern einen Termin zur Coronaschutz-Impfung ausmachen wollten. "Die älteren Menschen waren wirklich verzweifelt", so der Dortmunder: "Ein 80-Jähriger sagte mir, dass er seit 10 Stunden versucht, einen Termin zu kriegen." Michael S. spendete Trost: "Ich habe versucht, die älteren Herrschaften zu beruhigen. Und ihnen gesagt, dass sie ganz bestimmt auch noch einen Termin kriegen." Letztlich hätten sich die Anrufer "zig Mal entschuldigt", so Michael S. bei WDR2. "Aber viele Gespräche haben mich wirklich gerührt", so der Lkw-Fahrer.

10:49 Uhr

Befreiung von Maskenpflicht: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen sieben Ärzte

Wegen mutmaßlich falscher Atteste für Maskenbefreiungen ermittelt die Staatsanwaltschaft Paderborn gegen mehrere Ärzte. Anhängig seien sieben Verfahren gegen Mediziner aus Paderborn sowie einen aus Porta-Westfalica, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Sie stehen demnach im Verdacht, falsche Gesundheitszeugnisse zur Befreiung von der Maskenpflicht in der Corona-Pandemie ausgestellt zu haben.

Laut Radio Hochstift waren die Atteste vor allem auf Demos gegen die Corona-Eindämmungsmaßnahmen in Paderborn aufgetaucht. Kürzlich hatte die Staatsanwaltschaft Paderborn ein ähnliches Verfahren wegen geringer Schuld eingestellt. In dem Fall habe der Mediziner lediglich einen Formfehler gemacht, in dem er das Attest unbefristet ausgestellt hatte, wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte.

10:31 Uhr
Breaking News

Lübcke-Mordprozess: Höchststrafe und Sicherheitsverwahrung für Hauptangeklagten Stephan E.

Im Prozess um den Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke ist der Hauptangeklagte Stephan E. zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main stellte in seinem Urteil wegen Mordes am Donnerstag zudem die besondere Schwere der Schuld des 47-Jährigen fest. Demnach wird außerdem die Anordnung der Sicherungsverwahrung nach der Haftverbüßung vorbehalten.

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10:08 Uhr

Großrazzia im Baugewerbe: Polizei beschlagnahmt mehr als halbe Million Euro

Bei einer Großrazzia in Hessen im Zusammenhang mit Betrugsfällen im Baugewerbe haben die Ermittler insgesamt Bargeldbeträge in Höhe von mehr als 500.000 Euro beschlagnahmt. Die Durchsuchungen erstreckten sich auf insgesamt 20 Einsatzorte, davon 15 in Hessen und fünf in Bayern, wie die Polizei in Darmstadt erklärte.

Bei der Razzia waren vier Hauptverantwortliche eines Bauunternehmens wegen des Verdachts auf Betrug, Lohnsteuerhinterziehung teils im zweistelligen Millionenbereich sowie der Erstellung von Scheinrechnungen festgenommen worden. Den Ermittlern zufolge handelt es sich um ein "stark verwobenes Kettenbetrugsgeflecht", in das eine Baufirma als Rechnungskäufer und verschiedene Aussteller von Scheinrechnungen verstrickt seien. Insgesamt waren 59 Wohnungen und Geschäftsgebäude durchsucht worden, mehr als 550 Ermittler waren im Einsatz.

09:29 Uhr

Auf Reiterhof fangen etwa 300 Strohballen Feuer

Etwa 300 Strohballen sind auf einem Reiterhof in Bochum in Brand geraten. Ein Feuerwehrmann wurde bei den Löscharbeiten verletzt und kam in ein Krankenhaus, wie die Feuerwehr am Morgen mitteilte. Das Feuer war in der Nacht zu Donnerstag auf einem Feld ausgebrochen. "Die Löscharbeiten gestalten sich schwierig", erklärte eine Sprecherin.

Um den Brand zu löschen, müssten die Strohballen zunächst auseinandergezogen werden. Die Brandbekämpfung dauerte am Morgen der Feuerwehr zufolge noch an. Im Bochumer Osten konnte es dadurch zu einer Geruchsbelästigung kommen. Die Brandursache war zunächst unklar.

09:04 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:51 Uhr

"Bridgerton" bricht Netflix-Rekord

Die Historien-Serie "Bridgerton" hat in den ersten Wochen einen Netflix-Rekord gebrochen. Innerhalb von 28 Tagen streamten weltweit 82 Millionen Haushalte die Serie von Produzentin Shonda Rimes ("Grey's Anatomy"), wie der Streaming-Dienst mitteilte. Außer in Japan habe es die Show zudem weltweit in die Top 10 geschafft - in 83 Ländern sogar auf den ersten Platz, hieß es. Auch die gleichnamigen Romane der Autorin Julia Quinn seien inzwischen zum New-York-Times-Bestseller geworden. Die Serie dreht sich um das Leben und die Tanzbälle der Londoner High Society im frühen 19. Jahrhundert. Vergangene Woche hatte Netflix eine zweite Staffel angekündigt.

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08:13 Uhr

Krankenhaus verbotenerweise verlassen: Covid-Patient fährt zum Einkaufen nach Mainz

Ein Covid-19-Patient ist trotz seiner Erkrankung mit dem öffentlichen Nahverkehr von Wiesbaden nach Mainz gefahren und dort im Supermarkt einkaufen gegangen. Wie die Bundespolizei mitteilt, habe sich der 21-Jährige am späten Dienstagabend am Mainzer Hauptbahnhof an Sicherheitskräfte gewandt und erklärt, er habe Corona und benötige medizinische Hilfe. Ein Rettungswagen brachte ihn dann in die Mainzer Uniklinik. Ermittlungen ergaben, dass der Covid-Patient stationär behandelt worden war und sich verbotenerweise von einem Wiesbadener Krankenhaus aus auf den Weg nach Mainz gemacht hatte. Der Supermarkt, den der Mann besucht hatte, wurde von Beamten abgesperrt, wie die Bundespolizei mitteilte. Gegen den 21-Jährigen wurde ein Straf- und ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

08:00 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

im Mordprozess um den Tod des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke wird heute das Urteil verkündet. Seit Juni vergangenen Jahres verhandelt der 5. Strafsenat des Oberlandesgerichts Frankfurt gegen den mutmaßlichen Täter Stephan Ernst und den wegen Beihilfe angeklagten Markus H. Außerdem werden heute noch diese Themen wichtig:

  • Als letzter Zeuge im Untersuchungsausschuss des Bundestags zur gescheiterten Pkw-Maut wird erneut Verkehrsminister Andreas Scheuer vernommen. Der CSU-Politiker war Anfang Oktober ein erstes Mal befragt worden und hatte zentrale Vorwürfe zurückgewiesen.
  • Nach der Inhaftierung des Kremlkritikers Alexej Nawalny will ein Gericht in der Nähe von Moskau in einem Berufungsverfahren über die 30-tägige Haftstrafe entscheiden. Nawalnys Anwälte wollen im Stadtgericht von Chimki die Freilassung des 44-Jährigen erreichen.
  • Mit der Befragung von zwei ehemaligen Innenministern beendet der Untersuchungsausschuss des Bundestages zum Anschlag auf den Breitscheidplatz die öffentliche Zeugenbefragung. Der Ausschuss hat die Aufgabe, Behördenfehler rund um den Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt aufzuklären.
  • Mitten in der Regierungskrise muss der zurückgetretene italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte im Fall "Gregoretti" aussagen. Konkret geht es um ein Verfahren in Catania auf Sizilien gegen den Ex-Innenminister Matteo Salvini. Dem Chef der rechten Partei Lega werden Amtsmissbrauch und Freiheitsberaubung vorgeworfen. Salvini hatte Ende Juli 2019 rund 130 Migranten auf dem Küstenwache-Schiff "Gregoretti" ausharren lassen. Es durfte erst in einen Hafen, nachdem andere EU-Länder sich zur Aufnahme der Menschen bereiterklärt hatten.
  • Muss eine Heilpraktikerin einem fünf Jahre alten Jungen Schmerzensgeld zahlen, weil seine Mutter an Krebs starb? Mit dieser Frage befasst sich das Oberlandesgericht (OLG) München. Der Vater verlangt für das Kind insgesamt 170.000 Euro Schadenersatz und Schmerzensgeld von der Heilpraktikerin seiner Partnerin - weil sie ihr dazu geraten haben soll, auf eine schulmedizinische Behandlung zu verzichten, obwohl sie an Gebärmutterhalskrebs erkrankt war.

Mein Name ist Juliane Kipper und ich begleite Sie heute bis in den frühen Nachmittag durch den Tag. Sie haben Fragen oder Anregungen? Melden Sie sich gern unter: juliane.kipper@nama.de.

07:35 Uhr

Biden nach einer Woche Amtszeit beliebter als Trump in vier Jahren

Der neue US-Präsident Joe Biden kann sich zum Ende seiner ersten Amtswoche über höhere Zustimmungswerte in der Bevölkerung freuen, als sie sein Vorgänger Donald Trump jemals hatte. In einer am Mittwoch veröffentlichten Erhebung der Monmouth-Universität bewerteten 54 Prozent der befragten US-Bürger die bisherige Amtsführung des Demokraten positiv. 30 Prozent sahen sie negativ.

Trump hatte einen solchen Zustimmungswert während seiner gesamten vierjährigen Amtszeit nie erreicht. In seinen ersten sechs Monaten im Weißen Haus hatte laut der Website fivethirtyeight.com Trumps durchschnittliche Zustimmungsrate in den Umfragen bei 41,4 Prozent gelegen. Zu seinem Ausscheiden aus dem Amt am Mittwoch vergangener Woche sahen laut einer Gallup-Umfrage nur 34 Prozent der US-Bürger die Amtsführung des Republikaners positiv.

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06:55 Uhr

Jared Leto ist sein Oscar verloren gegangen

Vor sieben Jahren triumphierte US-Schauspieler Jared Leto auf der Oscar-Bühne, doch nun kann er die vergoldete Statue nicht mehr finden. Beim Umzug in Los Angeles habe er bemerkt, dass der Oscar schon seit drei Jahren vermisst werde, sagte Leto in der "Late Late Show" von Moderator James Corden. Keiner habe es ihm sagen wollen, mutmaßte der Schauspieler.

Auch nach langer Suche sei die Trophäe nicht aufgetaucht. "Ich hoffe, sie ist in guten Händen", fügte Leto hinzu. Er wollte nicht ausschließen, dass jemand die Statue habe mitgehen lassen. "Das ist gut möglich, es ist ja nichts, was man versehentlich in den Müll wirft", witzelte der Star. Den Oscar hatte Leto 2014 für seine Nebenrolle als aidskranke Trans-Frau in dem Drama "Dallas Buyers Club" gewonnen.

06:16 Uhr

Sanders sammelt mit "Grumpy chic"-Look Geld für guten Zweck

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Olivfarbener Parka, Strickhandschuhe, Brille, Mund-Nasen-Bedeckung - und fertig ist der mittlerweile weltberühmte "Grumpy chic"-Style.

(Foto: dpa)

Olivfarbener Parka, Strickhandschuhe, Brille, Mund-Nasen-Bedeckung - und fertig ist der mittlerweile weltberühmte "Grumpy chic"-Stil von US-Senator Bernie Sanders. Trotz aller Planung und Symbolik bei der Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Joe Biden - am Ende war es das eher pragmatische Outfit des linken Demokraten-Politikers aus dem Bundesstaat Vermont, das allen anderen in puncto Internet-Hype den Rang ablief.

Der Schnappschuss von Sanders am Tag von Bidens Amtseinführung wurde von Tausenden Usern und auch vielen Prominenten in unterschiedlichen Umgebungen im Netz gepostet. Das Team des 79-Jährigen reagierte auf den auch nach Tagen noch nicht endenden Hype mit Humor: Auf der Internetseite von Sanders' Kampagne gibt es das Foto im "Grumpy chic"-Look nun auch auf Kleidungsstücken zu kaufen. Der Pullover kostet 45 Dollar, das T-Shirt 27 Dollar. Die Einnahmen sollen komplett an die Hilfsorganisation "Meals on Wheels" im Bundesstaat Vermont gespendet werden, die Bedürftigen Essen nach Hause liefert. Nach kurzer Zeit waren Statement-Sweater und T-Shirt bereits ausverkauft. Auf der Internetseite wird um Geduld gebeten - vier bis acht Wochen könne es dauern, bis Fans ihre Artikel erhalten.

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05:55 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht