Donnerstag, 05. November 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:30 Uhr

Das war Donnerstag, der 5. November 2020

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Philadelphia, die größte Stadt Pennsylvanias. Wird hier die US-Wahl entschieden?

(Foto: imago images / Panthermedia)

Morgen, morgen, nur nicht heute… Wenn ich mich nicht irre, hat seit gestern Abend keiner der verbleibenden US-Bundesstaaten seine Ergebnisse bekanntgegeben. Es bleibt also spannend. Und, wenn Sie morgen aufwachen, haben die USA vielleicht bereits einen Wahlsieger. Denn in Pennsylvania ist man optimistisch, dass die noch offenen Stimmen im Laufe des Tages ausgezählt werden. Biden liegt dort knapp hinter Trump. Doch sollte es ihm gelingen, das Blatt zu wenden, ist er der nächste Präsident. Wenn nicht, dann müssen wir weiter warten. Wie lange - das kann im Moment wohl niemand genau sagen. Hier geht's zum US-Wahl-Ticker.

Was war heute sonst wichtig:

Gute Nacht! Und bis morgen!                                                                                             

22:03 Uhr

Mutter und zwei Söhne sterben innerhalb von fünf Tagen an Corona

Schreckliche Tragödie in Wales: Gleich drei Mitglieder einer Familie sind innerhalb von fünf Tagen gestorben, nachdem sie sich mit dem Coronavirus infiziert hatten.

Das erste Opfer war die 74-jährige Gladys, danach starben die Söhne Dean (44) und Darren (42). Sie lebten nach einem BBC-Bericht in verschiedenen Wohnungen in einem Gebäude im walisischen Dorf Treorchy. Einer der beiden Söhne hatte demnach das Down-Syndrom. Der 81-jährige Vater sei am Boden zerstört, sagte Deans Witwe der BBC. Sie könne nicht nachvollziehen, wie die Familie sich infiziert hatte. Man habe sich vorsichtig in der Corona-Krise verhalten. Sie warnte ihre Landsleute davor, das Virus zu unterschätzen.

21:44 Uhr

Vodafone und 1&1: Störung legt Internet lahm

Wenn Sie das hier lesen können, dann haben Sie noch Glück: Offenbar sorgt derzeit eine bundesweite Internet-Störung bei Vodafone- und 1&1-Kunden für Ärger. Seit ungefähr 20:00 Uhr stieg die Anzahl der gemeldeten Störungen auf der Seite allestörungen.de erheblich. Was dahinter steckt und wann es wieder Internet gibt, ist noch nicht bekannt.  

 

20:56 Uhr

Paar heißt nach Hochzeit White-Christmas

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Herzlichen Glückwunsch, White-Christmas!

(Foto: picture alliance/dpa)

Die beiden haben ab sofort jedes Jahr weiße Weihnachten: Ein britisches Paar heißt nach der Hochzeit offiziell White-Christmas. Die Studentin Tilly Christmas und Keiran White, der in einem Supermarkt arbeitet, hatten am Dienstag - kurz vor dem Teil-Lockdown in England - in Bath geheiratet. Die beiden kennen sich seit dem zwölften Lebensjahr. "Er hat sich wirklich Hals über Kopf in mich verliebt", zitierte der Nachrichtensender Sky News die Studentin. Es habe einige Zeit gedauert, bis sie gemerkt hätten, dass ihre Nachnamen zusammengesetzt White-Christmas bedeuteten.

20:16 Uhr

Minderjährige planten Anschlag - Festnahme bei Aachen

Belgische Ermittler im deutschsprachigen Teil des Landes haben einem Medienbericht zufolge einen Anschlag zweier IS-Sympathisanten auf Polizeikräfte verhindert. Die Jugendlichen im Alter von 16 und 17 Jahren hätten Messerangriffe auf Polizisten geplant, hieß es aus Justizkreisen. Demnach hatten die beiden ein Video aufgenommen, in dem sie behaupteten, IS-Mitglieder zu sein.

Wie der Sender RTBF unter Berufung auf nicht benannte Quellen berichtete, sind die beiden Minderjährigen am Wochenende in der Region Eupen nahe der deutschen Grenze bei Aachen festgenommen worden.

19:42 Uhr

"Die Wicherts von nebenan": Schauspieler Stephan Orlac ist tot

Stephan Orlac ist im Alter von 89 Jahren verstorben. Der deutsche TV-Star starb bereits am 1. November im Kreis seiner Familie, wie Orlacs Agentin Christina Gattys der "Bild"-Zeitung bestätigte.

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Stephan Orlac in der Serie "Parkhotel Stern".

(Foto: imago images/United Archives)

Mitte der 1970er-Jahre war Orlac vermehrt im TV zu sehen, unter anderem in den Serienproduktionen "Die Buddenbrooks" (1979), "Parkhotel Stern" (1997-2002) oder "Die Wicherts von nebenan" (1986-1991). In dem beliebten ZDF-Format spielte Orlac Familienoberhaupt Eberhard Wichert.

Zudem war der TV-Darsteller in mehreren "Tatort"-Filmen und in den Mehrteilern "Wallenstein" und "Ein Kapitel für sich" zu sehen. Seine letzte TV-Rolle übernahm er 1998 im Rosamunde-Pilcher-Film "Rückkehr ins Paradies".

19:03 Uhr

Frauke Petry hat wieder Ärger mit der Justiz

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Muss wieder vor Gericht: Frauke Petry.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die ehemalige AfD-Chefin Frauke Petry muss sich erneut wegen Steuerhinterziehung und Subventionsbetrugs vor Gericht verantworten. Das Landgericht Leipzig verhandelt vom kommenden Donnerstag an über die Berufung der Staatsanwaltschaft. 

Das Amtsgericht hatte Petry am 8. Januar 2020 vom Vorwurf der Steuerhinterziehung und des Subventionsbetrugs freigesprochen. Das Gericht hatte es nicht als zweifelsfrei erwiesen angesehen, dass die Bundestagsabgeordnete 2014 Fördermittel für ihre in Schieflage geratene Firma unrechtmäßig verwendet hatte. Gegen das Urteil hatte die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt. Sie hatte Petry vorgeworfen, eine Förderung für eine sogenannte Turn-Around-Beratung für ihr Unternehmen erhalten zu haben. Die Beratung habe indes nicht der Firma, sondern ausschließlich der Vorbereitung und Begleitung ihrer persönlichen Insolvenz gegolten.

18:27 Uhr

Anleger bleiben optimistisch: Dax gewinnt vierten Tag in Folge

Dax
Dax 13.240,50

Der deutsche Aktienmarkt präsentiert sich am Tag eins nach der weiter offenen US-Wahl unverändert in starker Form. Der Dax beendet den Handel mit einem kräftigen Aufschlag von 1,98 Prozent auf 12.568 Punkte. Damit schließt er nur knapp unter seinem kurz zuvor erreichten Tageshoch.

Die hohen Verluste aus der vergangenen Woche, als neue Corona-Lockdowns beschlossen wurden, sind damit so gut wie aufgeholt. Seit seinem Tief am vergangenen Freitag bei 11.450 Zählern hat der deutsche Leitindex schon wieder mehr als 1100 Punkte gewonnen.

Mehr börsenrelevante Meldungen finden Sie im Börsen-Tag.

18:17 Uhr

Lehrer muss sich verstecken - wegen Karikatur

Bereits seit fünf Jahren hängt in einem Klassenzimmer in einer Rotterdamer Schule eine Dschihadisten-Karikatur. Ein Bild, das im Laufe der Jahre niemanden störte, wird nun zu einem Problem. Der Lehrer, der die Zeichnung anbrachte, wird bedroht und muss sich aus Sicherheitsgründen verstecken.

  • Wie die niederländische Zeitung "NRC" berichtete, zeigt die Zeichnung einen enthaupteten Mann, der einem Dschihadisten die Zunge herausstreckt. Der Mann trägt ein T-Shirt mit dem Logo des französischen Satiremagazins "Charlie Hebdo".
  • Am Montag hatten muslimische Schüler der Emmaus-Schule laut "NRC" gesagt, die Zeichnung von Joep Bertram sei "blasphemisch" und würde sie beleidigen. Am gleichen Tag gedachte die Schule des bei einem islamistischen Anschlag in Paris ermordeten Lehrers Samuel Paty, der im Unterricht Mohammed-Karikaturen gezeigt hatte.
  • Daraufhin wurde ein Bild der aufgehängten Zeichnung auf Instagram vielfach geteilt. Ein Nutzer kommentierte das Foto mit den Worten: "Wenn es nicht sehr schnell entfernt wird, dann werden wir uns anders darum kümmern."
  • Die Polizei erklärte, sie nehme diese Drohungen "sehr ernst" und habe Ermittlungen eingeleitet.
17:43 Uhr

Jugendliche fahren unfreiwillig 100 Kilometer auf Güterzug mit

Es sollte nur ein kleiner - wenn auch lebensgefährlicher - Abstecher von Fürth nach Nürnberg werden, doch dann fuhr der Zug plötzlich in eine andere Richtung.

Zwei 17-Jährige sind im bayerischen Fürth auf einen Güterzug geklettert - und mit diesem unfreiwillig bis ins fast 100 Kilometer entfernte Würzburg gefahren.

Wie die beiden "Reisenden" der Polizei später erzählten, waren sie in Fürth auf einen Kesselwagen des Güterzuges gestiegen, um sich ins nahe gelegene Nürnberg mitnehmen zu lassen. Als sie jedoch bemerkten, dass der Zug in Wirklichkeit in Richtung Würzburg unterwegs war, hätten sie Panik bekommen und die Eltern per Telefon informiert.

17:08 Uhr

Mädchen wird bewusstlos - Mann beklaut sie statt zu helfen

Wie kann man nur so erbärmlich sein? Als eine Jugendliche an einer Dortmunder U-Bahn-Haltestelle plötzlich ohnmächtig wird, zögert der auf dem Foto abgebildete Mann nicht. Er eilt zur Hilfe - angeblich. Während andere Passanten der 16-Jährigen Erste Hilfe leisten und sich ihr Kreislauf wieder stabilisiert, nimmt der Täter der Jugendlichen das Handy aus der Hand und verschwindet. Der Vorfall ereignete sich bereits am 7. Juni. Die Polizei veröffentlicht nun Fotos und sucht Zeugen.

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Wer kennt ihn?

(Foto: Polizei Dortmund)

17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:32 Uhr

"Panda! Aka! Riki!": Trump-Beraterin betet sich in Ekstase

Schon in der Wahlnacht erklärt Donald Trump sich zum Sieger der US-Wahl. Nach der weiteren Auszählung kippt das Bild jedoch. Damit der Amtsinhaber weiter im Oval Office bleibt, betet auch seine geistliche Beraterin Paula White für ihn.

Und hier eine weitere Fassung:

Mehr dazu lesen Sie hier.
15:50 Uhr

Polizei durchsucht Nawalny-Büro und beschlagnahmt Technik

Die Polizei in Russland hat ein Büro des Kremlkritikers Alexej Nawalny durchsucht, der sich nach seiner Vergiftung noch in Deutschland aufhält. Er veröffentlichte auf Twitter Fotos von Beamten mit Sturmhauben in den Räumen des Fonds zur Bekämpfung von Korruption (FBK), der von Nawalny gegründet wurde.

  • "Ich hatte völlig Recht, als ich sagte, dass die einzige rechtliche Konsequenz meiner Vergiftung eine neue Welle des Drucks auf den FBK sein würde", schrieb der 44-Jährige.
  • Der Grund der Durchsuchung bleibt unbekannt. Die Behörden teilten lediglich mit, dass Fonds-Chef Iwan Schdanow ein Gerichtsurteil ignoriert habe. Deshalb sei gegen ihn ein Strafverfahren eingeleitet worden.
  • Nach Angaben von Nawalnys Team blockierten Polizisten auch den Eingang zu einem Sendestudio, in dem der Oppositionelle normalerweise donnerstags seine wöchentliche Internetsendung aufnimmt. Sie hat bei Youtube ein Millionen-Publikum. Auch die bekannte Oppositionelle Ljubow Sobol sei nicht ins Studio gelassen worden. Die Kameras seien ausgeschaltet und Arbeitsgeräte beschlagnahmt worden, hieß es.
14:57 Uhr

Hunderte bei Party auf Klinikgelände: Lager für Notfallkrankenhaus zerstört

Asozial sowas: In der Nacht zum Sonntag feierten rund 200 Menschen in Gauting bei München eine Halloweenparty. Illegal. Und das auf einem Klinikgelände. Sind Sie schon aufgeregt? Dann lesen Sie lieber nicht weiter.   

Bei ihrer Party zerstörten sie Teile eines Lagers für Katastrophenfälle. "Das Material war für ein Corona-Notfallkrankenhaus eingelagert worden", teilte Björn Schraad von der Asklepios-Klinik mit. Bei dem zerstörten und teils gestohlenen Material handle es sich größtenteils um Matratzen, Betten und Bezüge, teilte der Klinikmanager weiter mit.

Erst als die Party fast schon vorbei war, umstellte die Polizei das Gelände. Nur rund 15 Partygäste wurden ermittelt.

14:15 Uhr

Schichtwechsel

Hallo liebe Leserinnen und Leser, mein Name ist Uladzimir Zhyhachou und ich begleite Sie bis zum späten Abend durch den "Tag". Meine Kollegin Hedviga Nyarsik verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend.

13:38 Uhr

Nach illegalem Autorennen: Männer treten Zeugen zusammen

Nach einem mutmaßlichen illegalen Autorennen auf der Autobahn 61 in Rheinland-Pfalz ist ein Zeuge getreten und verletzt worden. Die Täter hätten dem 53-Jährigen mehrfach gegen den Kopf getreten, dabei habe er Prellungen und Schürfwunden erlitten, teilte die Polizei mit.

Der Mann sei am Mittwochabend auf der Autobahn zwischen Ludwigshafen und Mainz mehrfach von zwei Kleinwagen, deren Fahrer sich ein Rennen geliefert haben sollen, ausgebremst und geschnitten worden. Er habe die Polizei alarmiert und sei den Autos bis nach Worms gefolgt. Laut Polizeibericht wurde er dort eingekesselt. Vier bislang unbekannte Männer seien dann auf ihn losgegangen. Noch vor Eintreffen der Polizei flüchteten die Täter, von ihnen fehlte zunächst jede Spur.

12:47 Uhr

Mutter verabreicht Kindern Heroin und Meth - Tochter stirbt

In den USA muss sich eine Mutter wegen Mordes vor Gericht verantworten: Sie soll ihrer Tochter und einem anderen Kind Heroin und Meth gegeben haben. Die 14-jährige Tochter starb. Die Autopsie habe ergeben, dass das Kind durch eine Überdosis ums Leben kam, teilte das örtliche Sheriffbüro im Onslow County (North Carolina) mit. Das Heroin sei mit dem starken Opioid Fentanyl versetzt gewesen. Die Kombination der verschiedenen Drogen habe zum Tod geführt. Retter hätten nichts mehr für das Kind tun können, nachdem sie zur Hilfe gerufen worden waren.

Bisher hatten die Behörden nach dem Tod der Neuntklässlerin am 15. Februar lediglich wegen Kindesmisshandlung ermittelt, diese Woche jedoch dann die Anklage verschärft. Die Mutter stellte sich der Polizei und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Das zweite Kind, das die Angeklagte unter Drogen gesetzt haben soll, gehört ebenfalls zur Familie. In welchem Verwandtschaftsverhältnis sie und ihr Opfer genau stehen, ist bislang nicht öffentlich gemacht worden.

12:22 Uhr

Schlagzeilen zum Mittag

11:57 Uhr

Holocaust-Leugnerin Haverbeck wieder auf freiem Fuß

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Ursula Haverbeck gilt als Gallionsfigur der rechten Bewegung. Sie wird in der Szene als eine Art Märtyrerin verehrt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die wiederholt wegen Volksverhetzung angeklagte Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck hat heute das Gefängnis in Bielefeld verlassen. Nach zweieinhalb Jahren im geschlossenen Vollzug habe sie ihre volle Haftstrafe wegen Volksverhetzung verbüßt, sagte ein Sprecher der Anstalt.

Das Landgericht Detmold hatte die 91-Jährige aus Vlotho in Ostwestfalen in zwei Fällen zu 14 Monaten Gefängnis verurteilt. Das Landgericht Verden in Niedersachsen hatte sie wegen Volksverhetzung in acht Fällen zu zwei Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt. Beide Haftstrafen waren zu einer Gesamtstrafe von zweieinhalb Jahren zusammengezogen worden, die sie seit Mai 2018 in Bielefeld absaß.

Haverbeck wurde bereits mehrmals wegen Volksverhetzung verurteilt. Sie behauptete wiederholt, dass das Konzentrationslager Auschwitz kein Vernichtungslager, sondern ein Arbeitslager gewesen sei. Am 27. Januar 1945 hatten sowjetische Truppen das Lager befreit. Allein in Auschwitz waren etwa 1,1 Millionen Menschen ermordet worden.

11:31 Uhr

Hier scheint heute überall die Sonne

Nach Nebelauflösung darf man sich in weiten Teilen Deutschlands auf einen sonnigen Donnerstag freuen. Einzig im Norden spielt das Wetter nicht mit - es bleibt grau und windig. Die Temperaturen bleiben überall verhalten und erreichen maximal frische zwölf Grad.

10:35 Uhr

Haltestelle vor Einfahrt sorgt bei Bonn für mächtig Ärger

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"Sie hätten wenigstens fragen können", sagt Anwohner Arno Zaun.

picture alliance/dpa

"Einfahrt freihalten" steht auf dem gelben Schild, das an einem Metalltor in Euskirchen bei Bonn hängt. Bislang hielt sich auch jeder daran. Nur die Stadtverkehr Euskirchen GmbH (SVE) nicht: Sie baute eine neue Bushaltestelle unmittelbar vor die Hauseinfahrt von Arno Zaun. "Das ist wirklich nicht zu glauben", beschwert sich der 58-Jährige. Eine direkte Zufahrt auf den Hof sei nun nicht mehr möglich. Damit Fahrgäste bequem in den Bus einsteigen können, wurde die Bordsteinkante bereits auf knapp 30 Zentimeter angehoben. Demnächst soll noch ein Wartehäuschen installiert werden.

"Da vor dem Tor ein Blumenkübel steht, ist die SVE wohl davon ausgegangen, dass die Einfahrt nicht mehr genutzt wird", mutmaßt Anwohner Zaun. "Aber ob ich da was vor stelle oder nicht - Einfahrt bleibt doch Einfahrt." Er hat zwar kein Auto, aber dennoch müsse das Tor vollständig passierbar bleiben, meinte er. Sein Holzlieferant zum Beispiel könne das Holz nun nicht mehr bis zur Tür bringen. Sein Vermieter habe nun einen Anwalt eingeschaltet.

09:52 Uhr

Klopapier, Mehl, Seife: Jetzt wird wieder gehamstert

Fast wirkt es wie ein Naturgesetz: Mit der Zahl der Corona-Infektionen steigen in Deutschland auch wieder die Toilettenpapierverkäufe. Inzwischen herrscht in den Toilettenpapier-Regalen, aber auch bei Mehl, Hefe oder Seife erneut gähnende Leere. Aber warum? Haben die Menschen aus dem Frühjahr nichts gelernt? "Auslöser der Hamsterkäufe ist ein großes Ohnmachtsgefühl", erklärt Psychologe Stephan Grünewald. Mit den Hamsterkäufen demonstriere der Verbraucher sozusagen seine Handlungsfähigkeit.

Psychologisch mag das Hamstern also helfen. Für den Handel ist es aber nicht unproblematisch. "Wenn jeder sagt, ich kaufe nur eine Toilettenpapierpackung mehr als sonst, ist das auf den ersten Blick nicht viel. Aber es macht sich doch in den Regalen deutlich bemerkbar", erklärt Christian Böttcher vom Handelsverband Lebensmittel. Daher fordert er alle Kunden auf, trotz aller Ängste nur das zu kaufen, was auch wirklich benötigt wird. "Dann ist auch genug für alle da." Amen.

09:05 Uhr

McDonald's-Angestellte mussten trotz Corona-Symptomen arbeiten

Angestellte eines McDonald's-Restaurants in Chicago erheben schwere Vorwürfe gegen die Filialleitung: SIe seien von ihrer Chefin unter Druck gesetzt worden, arbeiten zu gehen, obwohl sie sich mit dem Coronavirus infizierten hatten.

Laut ihrem Bericht sind zwei Mitarbeiter nach einer Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben. Anschließend fühlten sich sechs Kollegen krank und wollten zu Hause bleiben, heißt es im Business Insider. Doch die Leiterin des Franchise-Restaurants habe die Beschwerden der Mitarbeiter nicht ernst genommen. So sorgte sie sich angeblich auch nicht darum, dass die Abstandsregeln eingehalten werden können, stellte keine Schutzausrüstung zur Verfügung und verwehrte die bezahlten Krankentage. Zudem habe sie die Mitarbeiter gezwungen, trotz Quarantäneanordnung weiterhin zur Arbeit zu kommen. Sie wandten sich nun an die örtliche Gesundheitsbehörde, die den Fall genauer prüft.

Eine ähnliche Beschwerde erhielt die Behörde im US-Bundesstaat Kalifornien. Dort wurden McDonald's-Mitarbeiter per Post angeschrieben, wenn sie krank zu Hause seien und darüber informiert, dass sie keinen Lohn erhalten würden. Auch diese Vorwürfe werden nun geprüft.

*Datenschutz

08:22 Uhr

Kanadier infiziert sich mit seltener Form der Schweinegrippe

In Kanada hat sich erstmals ein Mensch mit dem H1N2-Virus, einer seltenen Form der Schweinegrippe, infiziert. Der Fall trat nach Angaben der kanadischen Gesundheitsbehörden Mitte Oktober in der westlichen Provinz Alberta auf. Derzeit bestehe "kein erhöhtes Risiko" für die Bevölkerung, erklärten die dortigen Behörden. Es gebe keine Anzeichen dafür, dass sich das Virus ausgebreitet habe.

Der Patient habe leichte grippeähnliche Symptome aufgewiesen und sich von der Erkrankung schnell erholt, teilten die Behörden weiter mit. Seit 2005 wurden weltweit nur 27 Infektionen mit dem H1N2-Virus gemeldet. Infektionen mit dem Schweinegrippe-Virus H1N1 treten häufiger auf. Nach Angaben von Gesundheitsexperten wird das H1N2-Virus durch den Kontakt mit infizierten Schweinen übertragen.

07:47 Uhr

Mädchen stirbt bei Brand in Mehrfamilienhaus in Leipzig

Tragödie in Leipzig: Bei einem Brand in der Dachgeschosswohnung eines Mehrfamilienhauses ist ein zwölf Jahre altes Mädchen ums Leben kommen.

Nach Polizeiangaben stand der Dachstuhl des Gebäudes in Flammen. Nachdem vier Bewohner über eine Drehleiter der Feuerwehr befreit worden waren, gingen die Rettungskräfte davon aus, alle Menschen hätten das Gebäude rechtzeitig verlassen. Doch während der Löscharbeiten wurde schließlich das leblose Mädchen im Inneren des Hauses entdeckt. Jede Hilfe kam zu spät.

Ob das Kind allein in der Wohnung war, sei jetzt Gegenstand der Ermittlungen, erklärte eine Polizeisprecherin. Wie es zu dem Feuer kommen konnte, ist bislang unklar.

07:08 Uhr

Boris Beckers Familienvilla steht zum Verkauf

Vor zwei Wochen musste sich Tennis-Legende Boris Becker vor einem Londoner Strafgericht verantworten, weil er in seinem Insolvenz-Verfahren unter anderem die Familienvilla in Leimen nicht angegeben haben soll. Jetzt steht das Haus laut der "Bild"-Zeitung im Internet zum Verkauf.

Demnach hat die Villa 449 Quadratmeter Wohnfläche, das gesamte Grundstück etwa 825 Quadratmeter. Sie soll für den stolzen Preis von 1,97 Millionen Euro verkauft werden. Wer das nötige Kleingeld zusammen hat und sich für den Promi-Wohnsitz interessiert, sollte allerdings wissen, dass der Erwerb mit einer Bedingung einhergehen soll: "lebenslanges Wohnrecht" für Beckers Mutter Elvira.

Wer hinter dem Verkauf steckt, ist unklar. Angeblich hat der britische Insolvenzverwalter den Verkauf in die Wege geleitet. Äußern wollte er sich bislang allerdings nicht dazu.

06:52 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

in den USA wird immer noch ausgezählt. Auch an Tag zwei nach Schließung der Wahllokale ist offen, wer das gespaltene Land künftig als Präsident anführt. Die Entscheidung fällt in einer Handvoll umkämpfter Bundesstaaten, in denen die Kandidaten teils nur wenige Tausend Stimmen auseinander liegen. Experten sehen inzwischen leichte Vorteile für den Demokraten Joe Biden: Ihm fehlt nur noch ein Staat zum Wahlsieg. Doch Amtsinhaber Donald Trump will auch dann nicht kampflos aufgeben. Letztlich könnte sich alles vor Gericht entscheiden. Das und noch viel mehr erfahren Sie heute den ganzen Tag über in unserem Liveticker zur US-Wahl. Außerdem werden diese Themen heute noch wichtig:

  • In England tritt zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ein Teil-Lockdown mit ähnlichen Regeln wie in Deutschland in Kraft. Gastronomie, Kulturstätten, Sportzentren und Freizeiteinrichtungen müssen schließen, Schulen bleiben geöffnet. Anders als in Deutschland wird auch der Handel - abgesehen von als notwendig eingestuften Geschäften - für einen Monat lang zu bleiben.
  • Die US-Notenbanker entscheiden nach den US-Präsidentschaftswahlen über ihre weitere Geldpolitik.
  • EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni stellt die neue Konjunkturprognose für Eurozone und EU vor.
  • Der Prozess gegen einen Polizeibeamten wegen fahrlässiger Tötung einer 21-jährigen Autofahrerin wird in Berlin fortgesetzt.
  • Nach acht Monaten Stillstand wird in Deutschland wieder Eishockey gespielt: Heute Abend beginnt der Deutschland Cup in Krefeld mit dem Duell des Nationalteams gegen die Olympia-Perspektivauswahl.
  • Der neue Handball-Bundestrainer Alfred Gislason gibt im EM-Qualifikationsspiel gegen Bosnien-Herzegowina sein Debüt.

Mein Name ist Hedviga Nyarsik und ich begleite Sie heute bis in den frühen Nachmittag durch den Tag. Bei Fragen oder Anregungen schreiben Sie mir gerne unter hedviga.nyarsik@nama.de.

06:24 Uhr

Großmutter findet dreijährige Enkelin tot in Berliner Wohnung

Mittwochabend ist in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses in Berlin ein totes Kind entdeckt worden. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung handelt es sich um ein dreijähriges Mädchen, das nach bisher unbestätigten Angaben mit massiven Schnittverletzungen gefunden worden sein soll.

Nachbarn hätten Feuerwehr und Polizei zu der Wohnung in unmittelbarer Nähe des Treptower Parks gerufen, nachdem Zeugenaussagen zufolge "furchtbare Schreie aus der Wohnung" zu hören gewesen seien. Einsatzkräfte fanden dann das leblose Kleinkind vor. Reanimationsversuche der Sanitäter blieben vergeblich. Der alarmierte Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen. In der Wohnung soll sich auch die Großmutter des Kindes befunden haben. Sie musste von Rettungskräften versorgt und von Seelsorgern betreut werden.

Ein Mann flüchtete dem Blatt zufolge vom Tatort und erschien kurz darauf bei der Bundespolizei. Es soll sich bei dem verwirrt anmutenden Mann um den Vater des getöteten Kindes handeln. Eine männliche Person werde von der ermittelnden Mordkommission befragt, bestätigte eine Polizeisprecherin.

Die Hintergründe und Umstände der Tat sind bislang unklar. Laut Zeugen sei der Vater nach einem heftigen Streit mit der Mutter des Mädchens ausgerastet.

05:58 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht