Freitag, 02. August 2019Der Tag

mit Astrid Ehrenhauser
22:28 Uhr

Das war Freitag, der 02. August 2019

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

an dieser Stelle möchte ich Ihnen noch einmal besonders wichtige und ein paar unterhaltsame Themen des heutigen Freitags in Erinnerung rufen:

Ich verabschiede mich nun in den Feierabend und wünsche auch Ihnen ein wunderschönes Wochenende. Am Montag geht es hier wieder mit Nachrichten im "Tag" weiter.

21:10 Uhr

Bulgarin Georgiewa soll neue Präsidentin des IWF werden

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Nach dem Willen der EU soll Kristalina Georgiewa neue Präsidentin IWF werden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die europäischen Finanzminister haben beschlossen, dass die Bulgarin Kristalina Georgiewa neue Präsidentin des Internationalen Währungsfonds (IWF) werden soll. Die Geschäftsführerin der Weltbank-Institute IBRD und IDA setzte sich bei den Vertretern der 28 EU-Mitgliedsstaaten gegen den niederländischen Finanzminister Jeroen Dijsselbloem durch. Dijsselbloem gratulierte ihr bereits auf Twitter.

Georgieva soll der Französin Christine Lagarde folgen, die neue Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) werden und das Amt im November antreten soll. Der IWF wird traditionell von einem Europäer geleitet, die Schwesterorganisation Weltbank dagegen von einem US-Bürger - entsprechend hat Georgiewa gute Chancen.

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21:48 Uhr

Nach Fund ihres toten Säuglings wird Mutter bei Wacken festgenommen

Auf einem Feld in Schleswig-Holstein ist ein toter Säugling entdeckt worden. Wie die Staatsanwaltschaft in Kiel mitteilte, ist die Identität der Mutter des Babys bekannt. Der Säugling sei am Donnerstagabend in Rieseby gefunden worden. Weitere Ermittlungen und ein Gutachten der Rechtsmedizin müssten nun klären, "ob es sich um eine Totgeburt gehandelt hat oder anderenfalls ein Tötungsdelikt in Betracht kommt".

Die Mutter sei vorläufig in Polizeigewahrsam genommen worden, inzwischen aber wieder auf freiem Fuß, sagte ein Staatsanwalt. Sie sei Mitte 20 und stamme aus der Region. Sie wurde in der Nacht zu Freitag beim Wacken Open Air festgenommen und anschließend vernommen. Die Frau habe angegeben, dass es sich um eine Totgeburt gehandelt habe. Der Säugling soll schon länger auf dem Feld gelegen haben.

21:30 Uhr

USA wenden Gefahr eines Regierungsstillstands ab

Aus haushaltspolitischer Sicht konnte US-Präsident Donald Trump heute eine positive Nachricht vermelden: Er hat ein Haushaltsgesetz für die nächsten zwei Jahre unterzeichnet, mit dem die Schuldenobergrenze vorübergehend ausgesetzt wird. Damit ist die Gefahr eines Regierungsstillstands über die US-Präsidentenwahl 2020 hinaus abgewendet. Das Gesetz gibt außerdem einen Rahmen für den Haushalt in den kommenden zwei Jahren vor, regelt aber noch keine Details.

Am Donnerstag hatte nach dem Abgeordnetenhaus auch der Senat dem Kompromiss zugestimmt, den Trump und führende Vertreter aus dem Kongress ausgehandelt hatten. Widerstand dagegen gab es auch in den Reihen von Trumps Republikanern. Im Senat stimmten 29 Republikaner für das Paket und 23 dagegen. Trump hatte um Zustimmung geworben und den Kompromiss "phänomenal" genannt.

21:03 Uhr

Trumps geplanter Geheimdienstkoordinator Ratcliffe kneift

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Nicht nur mit Rindfleisch - auch mit seinem Geheimdienstkoordinator ist US-Präsident Donald Trump derzeit beschäftigt. Denn er muss sich nach einem neuen Kandidaten für diesen Posten umsehen. Erst am Sonntag hatte Trump bekanntgegeben, dass der bisherige Amtsinhaber Dan Coats seinen Posten am 15. August verlassen wird. Als Nachfolger hatte Trump den republikanischen Abgeordneten John Ratcliffe vorgesehen, der als treuer Gefolgsmann des Präsidenten gilt.

Jetzt schreibt Trump aber auf Twitter, Ratcliffe habe sich angesichts unfairer Medienberichte dafür entschieden, sich aus dem Nominierungsprozess zurückzuziehen. Die "Washington Post" hatte zuvor berichtet, Ratcliffe habe falsche Angaben zu seiner Vergangenheit als Staatsanwalt in Texas gemacht, um so seine Erfahrung auf dem Feld der nationalen Sicherheit aufzuhübschen. Die "New York Times" hatte bereits vor wenigen Tagen gemeldet, intern hätten mehrere Republikaner Bedenken angemeldet, Ratcliffe sei zu parteipolitisch ausgerichtet für den Posten.

20:45 Uhr

Europäer sollen bald mehr US-Rindfleisch essen

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Für Trump ist amerikanisches Rindfleisch "das beste der Welt".

(Foto: picture alliance/dpa)

Eigentlich hatte ich erwartet, dass sich US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus vor Medienvertretern zum Handelsstreit mit China äußern würde. Am Ende ging es dann aber doch nur um Fleisch: Denn Rindfleischproduzenten aus den Vereinigten Staaten sollen künftig besseren Zugang zum Markt der Europäischen Union bekommen. Trump verkündete dies als einen "bedeutenden Erfolg" für amerikanische Landwirte und europäische Verbraucher. "Amerikanisches Rindfleisch wird als das beste der Welt angesehen", sagte er bei der Unterzeichnung eines entsprechenden Handelsabkommens mit der EU.

Die EU-Kommission hatte bereits Mitte Juni angekündigt, dass künftig Teile des globalen Einfuhrkontingentes von jährlich 45.000 Tonnen fest für US-Anbieter reserviert werden sollen. Innerhalb von sieben Jahren könnte der US-Lieferanteil so auf 35.000 Tonnen pro Jahr steigen. Nur noch 10.000 Tonnen würden dann aus den anderen Hauptlieferländern Argentinien, Uruguay und Argentinien kommen. Das Abkommen muss auf EU-Seite noch final bestätigt werden.

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20:30 Uhr

US-Rapper ASAP Rocky kommt vorerst wieder frei

Der in Schweden inhaftierte US-Rapper ASAP Rocky kommt vorerst wieder frei. Nach den Schlussplädoyers ordnete das Gericht in Stockholm an, den Musiker vorläufig freizulassen. Der 30-Jährige komme bis zur Verkündung des Urteils am 14. August auf freien Fuß. In dem Verfahren wegen Körperverletzung forderte die Anklage eine sechsmonatige Haftstrafe, die Verteidigung verlangte die Freilassung von ASAP Rocky.

Der US-Rapper war am 30. Juni in Stockholm nach einem Konzert an einer Schlägerei beteiligt gewesen. Er und zwei seiner Begleiter müssen sich deshalb vor Gericht verantworten. Der Vorfall sorgte international für Aufsehen und für diplomatische Verwerfungen zwischen Washington und Stockholm - denn auch US-Präsident Donald Trump setzte sich für den Rapper ein.

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20:20 Uhr

Immer weniger Schüler und Studenten bekommen Geld vom Staat

Immer weniger Schülerinnen und Schüler sowie Studierende bekommen BAföG. Im vergangenen Jahr haben nur 727.000 von ihnen finanzielle Unterstützung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) erhalten. Im Vergleich zum Vorjahr waren das 55.000 BAföG-Empfänger weniger, wie das Statistische Bundesamt mitteilte - ein Rückgang um 7,1 Prozent. Damit ist Zahl der Geförderten das sechste Jahr in Folge gesunken.

BAföG kann unter anderem beantragen, wer studiert oder wer noch zur Schule geht, aber - so der Regelfall - nicht mehr bei den Eltern wohnt. Die Hälfte vom erhaltenen BAföG, maximal aber 10.000 Euro, muss später in Raten zurückgezahlt werden. Das gilt nicht für Schüler. Sie sind von der Rückzahlung befreit.

Eine BAföG-Reform, die seit Anfang August in Kraft ist, soll dem Trend entgegenwirken, dass immer mehr Studenten und Schüler aus dem Kreis der BAföG-Berechtigten rausfallen, weil die Einkommen der Eltern steigen. Fortan soll etwa eigenes Vermögen und auch das Einkommen der Eltern weniger streng angerechnet werden und die entsprechenden Freibeträge erhöht werden. Kritiker bezweifeln aber, dass das ausreicht.

19:58 Uhr
Breaking News

USA kündigen nach Ende des INF-Vertrags Entwicklung neuer Raketen an

Heute ist der INF-Abrüstungsvertrag ausgelaufen - und schon wenige Stunden später kündigen die USA die Entwicklung neuer Raketensysteme an. Das US-Verteidigungsministerium erklärte, nach dem Ausstieg aus dem INF-Vertrag von 1987 werde es sich "vollauf" der Entwicklung neuer Boden-Luft-Raketen widmen. Dabei handele es sich um eine "umsichtige Antwort auf die Aktionen Russlands".

Die USA schüren mit dem Ausstieg Sorgen vor einem neuen globalen Rüstungswettlauf. Der INF-Vertrag verbot landgestützte Raketen und Marschflugkörper mit einer Reichweite zwischen 500 und 5500 Kilometern, die Atomsprengköpfe tragen können.

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19:50 Uhr

US-Richterin: Polizist wegen Eric Garners Tod 2014 entlassen

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Aktivistinnen und Aktivisten protestierten in New York gegen die Entscheidung des US-Justizministeriums die Ermittlungen gegen einen Polizisten einzustellen

(Foto: picture alliance/dpa)

"I can't breathe" waren Eric Garners letzte Worte, "ich kann nicht atmen", als ihn Polizisten in eine Art Schwitzkasten nahmen. Der 43-jährige Afroamerikaner starb im Juli 2014 kurz nach der Polizeikontrolle in einem New Yorker Krankenhaus - bis heute ist nicht geklärt, woran genau, der Würgegriff hatte aber laut Autopsie mit zu seinem Tod geführt. Nun empfielt eine behördeninterne Richterin die Entlassung des zuständigen Polizisten. Bevor der Chef der New Yorker Polizeibehörde die finale Entscheidung trifft, können die Anwälte des Polizisten nun darauf reagieren.

"Das war ein langer Kampf, fünf Jahre zu lang", sagte Garners Tochter Emerald Snipes Garner bei einer Pressekonferenz nach Bekanntwerden der Empfehlung. "Und endlich gibt es jemanden, der gesagt hat, dass es Informationen gibt, wonach der Polizist etwas falsch gemacht hat." Das US-Justizministerium hatte die Ermittlungen gegen den Polizisten zuvor ohne Anklage eingestellt. Die Familie hatte von der Stadt New York als Entschädigung eine Zahlung von 5,9 Millionen Dollar (etwa 5,3 Millionen Euro) erhalten.

Garners Tod hatte weltweit für Schlagzeilen gesorgt und seine letzten Worte - "I can't breathe" - waren zu einer Parole der "Black Lives Matter"-Bewegung geworden. Diese setzt sich in den USA für Gleichberechtigung von Schwarzen und Weißen und gegen Polizeigewalt ein.

19:35 Uhr

Polizeibeamte in Zivil überführen "falsche Polizistin"

Ein seltsames Aufeinandertreffen konnten Passanten heute in Berlin-Gesundbrunnen in der Nähe des Osloer Bahnhofs beobachten: Zwei in Zivil gekleidete Polizisten stellten dort nämlich eine "falsche" Polizistin zur Rede. Die beiden echten Beamten waren auf Streife, als sie eine Person in originaler Berliner Polizeiuniform erspähten, die "ihnen irgendwie bekannt" vorkam, wie die Polizei auf Facebook schreibt.

Die Transfrau trug demnach eine Schutzweste mit zwei "Pfefferspray"-Dosen, ein Basecap der Polizei Berlin und einen Einsatzgürtel mit einer Waffe, bei der die Polizisten jedoch erkannten, dass sie kein Magazin enthielt. Die Polizei schreibt: "Bei unseren beiden Zivis läuten daraufhin alle Alarmglocken." Denn die Person sei schon mehrfach als "falsche Polizeibeamtin" aufgefallen. Bis uniformierte Kollegen der Polizisten vor Ort waren, durchsuchten die beiden Beamten - wohlgemerkt in Zivil - die als Polizistin verkleidete Person. Entsprechend verblüfft hätten Passanten die Szene beobachtet.

️Gegen die 22-jährige Transperson, die sich eigenen Angaben nach in jüngerer Vergangenheit häufiger als "Polizistin" durch Berlin bewegte, wird nun wegen des Verdachts der Amtsanmaßung sowie des Verstoßes gegen das Waffen- und Betäubungsmittelgesetz ermittelt, teilte die Polizei mit.

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19:12 Uhr

Gasleck bedroht Tausende Menschen in Mexiko-Stadt

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Nach einem Gasleck im Zentrum von Mexiko-Stadt sind Tausende Menschen in Sicherheit gebracht worden. Mindestens 3000 Anwohner hätten in einer Notunterkunft Schutz gesucht, schrieb der Gouverneur des Bundesstaats México, Alfredo del Mazo, auf Twitter. "Es hat sehr stark nach Gas gerochen. Ich habe meine Töchter aufgeweckt, und wir sind im Schlafanzug aus dem Haus", sagte Rocío Velázquez im Fernsehsender Milenio. In Videos war eine große weiße Wolke über der Ortschaft Nextalpan nördlich von Mexiko-Stadt zu sehen. Die Feuerwehr spritzte Wasser in die Wolke, um sie aufzulösen.

Offenbar war die Leitung, in der Flüssiggas und andere Treibstoffarten transportiert werden, illegal angezapft worden, wie der Leiter des Zivilschutzes, David León, im Fernsehsender Foro TV sagte. In Mexiko zapfen kriminelle Banden immer wieder Pipelines an, um Benzin zu stehlen. Bei der Explosion einer Leitung im Bundesstaat Hidalgo waren im Januar 135 Menschen ums Leben gekommen.

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Die Feuerwehr spritzte Wasser in die Wolke, um sie aufzulösen.

(Foto: picture alliance/dpa)

18:50 Uhr

Sind Kunstrasen doch keine Mikroplastik-Monster?

Eine Studie des Fraunhofer-Instituts zur Entstehung von Mikroplastik durch Kunstrasenplätze hat für viel Kritik gesorgt. Denn das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik in Oberhausen war vor einem Jahr zu der Erkenntnis gekommen, dass eine wesentliche Quelle für die Belastung der Umwelt "Verwehungen von Sport- und Spielplätzen" sei. Demnach kämen durch die Plätze bis zu 11.000 Tonnen Mikroplastik zusammen, mehr beispielsweise als durch Kosmetika oder Faserabrieb bei Textilwäsche. Das würde pro Platz und Jahr bis zu drei Tonnen entsprechen.

Die Kunstrasenindustrie hatte erhebliche Zweifel an diesen Zahlen und sie als viel zu hoch bemängelt. In einem Brief unter anderem an Industrievertreter räumt Studienautor Jürgen Bertling nun laut "Spiegel" ein, dass es "Anhaltspunkte" gebe, "dass die in Deutschland dominierenden Kunstrasentypen deutlich geringere Emissionen" aufweisen. Es solle eine neue Untersuchung geben, um künftig zu einer "ganzheitlichen Bewertung" zu kommen. An der Studie sollten sich jedoch Betriebe und Kommunen mit jeweils bis zu 20.000 Euro beteiligen. Entsprechend wollen die Wissenschaftler erst beginnen, sobald sich mindestens zehn Geldgeber gefunden hätten.

18:20 Uhr

Bahnsteigtüren sollen Münchner U-Bahnen sicherer machen

Mehr Sicherheit an Bahnhöfen wird aktuell stark diskutiert, nachdem ein achtjähriger Junge am Montag im Frankfurter Hauptbahnhof ins Gleis gestoßen und dabei von einem ICE überrollt wurde. In München sollen Bahnsteigtüren den U-Bahnverkehr sicherer und pünktlicher machen. Sie grenzen den Bahnsteig vom Gleisraum ab und öffnen sich erst, wenn ein Zug im Bahnhof steht. In einem Pilotprojekt im U-Bahnhof Olympiazentrum sollen derartige Bahnsteigtüren von 2023 an zunächst an einem Gleis getestet werden, sagte der Betriebsleiter der U-Bahn, Michael Frieß.

Die Münchner Pläne zu den Bahnsteigtüren gab es bereits vor der tödlichen Attacke in Frankfurt. Die Stadtwerke München (SWM) hatten eine entsprechende Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse nun vorlägen. Sollte der Test am Olympiazentrum erfolgreich sein, wollen die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) und die SWM nach und nach alle 100 U-Bahnhöfe mit Bahnsteigtüren ausstatten. Anfangen wollen sie mit den hoch frequentierten Stationen in der Innenstadt. Möglich wird die Neuerung durch eine Digitalisierung des Zugsicherungssystems bis 2028.

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Das von der Münchner Verkehrsgesellschaft zur Verfügung gestellte und am Computer bearbeitete Bild zeigt automatische Bahnsteigtüren am Bahnsteig.

(Foto: picture alliance/dpa)

17:54 Uhr

Bremer Polizei stürmt Wohnung eines Nazis

Spezialkräfte der Polizei haben in Bremen Waffen und verfassungsfeindliche Symbole wie das Hakenkreuz in der Wohnung eines psychisch auffälligen 54-jährigen Bremers gefunden. Die Beamten stürmten die Wohnung, nachdem der Mann in der Nacht in seinem Garten mehrfach eine Pistole abgefeuert hatte. Er wurde von den Einsatzkräften zwangsweise in einer Psychiatrie gebracht.

Bei der Razzia stieß das Spezialeinsatzkommando demnach auch auf zwei Äxte sowie ein Schwert, die der Besitzer "griffbereit" neben der Eingangstür deponiert hatte. Darüber hinaus besaß der Mann unter anderem eine Machete, eine Armbrust und einen Säbel. Bei der mutmaßlichen Tatwaffe handelte es sich um eine Signalpistole. Die Polizisten fanden auch als verfassungswidrig verbotene Zeichen, etwa auf Flaggen. Auch Drogen und Hanfpflanzen beschlagnahmten sie. Während des Einsatzes habe der Verdächtige "fremdenfeindliche und rechtsgesinnte Parolen" gerufen, teilte die Polizei mit.

17:32 Uhr

So reich kann ein Harry-Potter-Buch machen

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So sieht ein Exemplar der Erstausgabe aus.

(Foto: picture alliance / dpa)

Auch wenn ich alle Harry-Potter-Bücher mehrmals gelesen habe, so viel Geld würde ich dann doch nicht für ein Exemplar bezahlen: Ein Buch der englischen Erstausgabe von "Harry Potter und der Stein der Weisen" hat bei einer Aktion in Großbritannien 28.500 Pfund erzielt - das sind umgerechnet gut 31.000 Euro. Der bisherige Besitzer hatte es vor 20 Jahren gekauft. Damals hatte es eine Bibliothek ausrangiert und für ein symbolisches Pfund verkauft. Das nenne ich eine spektakuläre Wertsteigerung.

Tatsächlich haben Bücher dieses ersten Drucks aber schon weitaus höhere Summen eingebracht. Denn weltweit gibt es nur 500 Stück des im Jahr 1997 veröffentlichten ersten Harry-Potter-Bandes. Man erkennt sie übrigens an zwei Tippfehlern: Das Wort "philosopher" (Deutsch: Weiser) auf der Buchrückseite ist falschgeschrieben. Auf Seite 53 ist "1 wand" (Deutsch: 1 Zauberstab) doppelt in einer Liste aufgeführt. Wer also ein altes, englisches Exemplar zu Hause hat, kann direkt nachsehen, ob es auch so viel wert sein könnte. Leider ist das wohl eher unwahrscheinlich: Die meisten der Erstausgaben liegen in Bibliotheken.

17:10 Uhr

Nach 37 Jahren ohne Führerschein fliegt ein Autofahrer auf

Ich fahre zwar nicht mehr so oft Auto - in einer Stadt wie Berlin geht das auch ganz gut. Einen Führerschein habe ich dennoch. Nicht so ein Mann in Niedersachsen, der trotzdem seit 37 Jahren ohne Führerschein Auto gefahren ist. Nur wegen eines recht harmlosen Unfalls ist er jetzt aufgeflogen. Er fuhr zu nah an der Mittellinie, sodass er mit dem Seitenspiegel gegen ein entgegenkommendes Fahrzeug stieß, wie die Polizei in Celle mitteilte.

Die Unfallbeteiligten hätten sich zuerst noch unterhalten, doch dann habe der Verursacher den Ort des Geschehens aus Angst vor der Polizei verlassen. Die Fahndung führte die Beamten zu einem 63 Jahre alten Mann. Er war, wie sich zeigte, bereits seit fast vier Jahrzehnten ohne Fahrerlaubnis mit dem Auto unterwegs.

16:48 Uhr

Polizei nimmt drei Tatverdächtige am Frankfurter Hauptbahnhof fest

Der Frankfurter Hauptbahnhof ist nach einem Polizeieinsatz am Freitagnachmittag wieder offen. Grund für den Polizeieinsatz sei gewesen, dass mehrere Täter sich in einer Bank am Bahnhof "unerlaubt Zugriff auf Schließfächer verschafft und Alarm ausgelöst" hätten, erklärte die Polizei auf Twitter. Drei Tatverdächtige seien festgenommen worden. Während der Flucht der Täter sei es zu einer Schussabgabe durch die Polizei gekommen.

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16:30 Uhr

Berliner Mauer bekommt neuen künstlerischen Anstrich

Ich bin erst nach dem Fall der Berliner Mauer geboren - und verbinde die Mauer persönlich daher vor allem mit der entsprechenden Gedenkstätte oder der East Side Gallery. Jetzt freue ich mich, dass es nun auch anderswo einen neu gestalteten Teil des alten Grenzverlaufs zwischen Ost und West geben soll: Die Street-Art-Künstler Kiddy Citny und Thierry Noir restaurieren 30 Jahre nach dem Fall der Mauer zwei denkmalgeschützte Segmente auf dem Leipziger Platz.

Schon 1984 bemalten die beiden Künstler in Kreuzberg den Westteil eines Mauerverlaufs mit ihren großformatigen Figuren und Herzgesichtern. "Wir haben immer spontan etwas gemacht, je nachdem wie das Wetter war", erinnerte sich Noir, "es wäre lächerlich gewesen, mit einer Skizze eine tödliche Grenze zu bemalen." Laut Citny kamen damals immer wieder mal DDR-Grenzsoldaten vorbei - die Mauer stand auf ostdeutschem Gebiet -, um die Arbeiten zu behindern. "Dann sind wir halt ein paar Meter zurückgegangen", schilderte Citny, "das war kein Kunstprojekt damals, sondern eher eine Herzensangelegenheit, die Tristesse und das Tödliche durch Farbe zu überwinden."

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Die Street-Art-Künstler Kiddy Citny und Thierry Noir restaurieren zwei denkmalgeschützte Segmente der Mauer.

(Foto: picture alliance/dpa)

16:07 Uhr

Frankfurter Hauptbahnhof nach Raubüberfall gesperrt

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Wegen eines Polizeieinsatzes ist der Frankfurter Hauptbahnhof derzeit komplett gesperrt. Die Polizei Frankfurt twitterte, dass derzeit zahlreiche Einsatzkräfte im Bereich der Düsseldorfer Straße aktiv sind. Die Polizei rief dazu auf, den Bereich rund um den Hauptbahnhof zu meiden.

Aus Polizeikreisen heißt es, die Beamten hätten Schüsse abgegeben, schreibt die "FAZ". Es habe vermutlich einen Raubüberfall auf eine Sparkasse gegeben, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei. Dabei sei es zu einer Flucht der Täter in den Hauptbahnhof gekommen. Daher sei der Zugverkehr eingestellt worden.

Die Bahn twitterte, dass sich Reisende auf zahlreiche Zugausfälle und Verspätungen einstellen müssten. Züge des Fernverkehrs führen derzeit nicht, die Bahn versuche, Ersatzhalte in Frankfurt Süd einzurichten.

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15:52 Uhr

Jede zweite Woche wird ein jüdischer Friedhof geschändet

Sehr betroffen macht mich diese Meldung der Polizei zu antisemitischen Angriffen: Mindestens jede zweite Woche wird in Deutschland ein jüdischer Friedhof geschändet. Im vergangenen Jahr stellte die Polizei insgesamt 27 antisemitisch motivierte Angriffe auf die letzten Ruhestätten von Jüdinnen und Juden fest. Nur drei Fälle konnte sie aufklären. Die Zahlen veröffentlichte das Bundesinnenministerium auf eine Anfrage von Linken-Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau, der "Tagesspiegel" berichtete darüber.

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Im Jahr 2018 gab es 27 antisemitisch motivierte Angriffe auf jüdische Friedhöfe in Deutschland.

(Foto: picture alliance/dpa)

Immer wieder werden auch Synagogen zum Ziel von Attacken: Das Ministerium berichtet für 2018 über "21 antisemitische Straftaten mit dem Angriffsziel 'Religionsstätte/Synagoge'". Bei lediglich fünf Delikten gelang es der Polizei, Täter zu ermitteln.

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, reagierte bitter. "Regelmäßige Schändungen von jüdischen Friedhöfen und Angriffe auf Synagogen sind leider Alltag in Deutschland", sagte Schuster dem "Tagesspiegel". Vielen nicht-jüdischen Bürgern werde dies vermutlich gar nicht bewusst sein. "Deutschland darf sich nicht an diese Situation als Normalzustand gewöhnen", betonte er.

15:38 Uhr

Nach Erdbeben in Jakarta gilt eine Tsunami-Warnung

Ein Erdbeben der Stärke 7,4 erschüttert die indonesische Hauptstadt Jakarta. Für Teile der Inseln Java und Sumatra gilt eine Tsunami-Warnung. Medien berichteten über Panik von Einwohnern eines Wohnhauses in Jakarta. Sie seien auf die Straße gestürzt, als das Hochhaus schwankte und Knackgeräusche zu hören waren. Noch ist nichts über Schäden oder Opfer bekannt. Jakarta liegt an der Nordwestküste der Insel Java. Das Epizentrum des Bebens befand sich 147 Kilometer südwestlich von Sumur in der Provinz Banten im Westen Javas.

In Indonesien gibt es jedes Jahr Tausende, meist kleinere Erdbeben. Ausgelöst werden sie von der Bewegung der Erdplatten, die dort aufeinanderstoßen. Besonders verheerend war ein Erdbeben am 26. Dezember 2004. Damals löste ein Beben der Stärke 9,1 vor Sumatra einen gewaltigen Tsunami aus, der rund um den Indischen Ozean etwa 230.000 Menschen tötete.

Update 18:05 Uhr: Mittlerweile haben die indonesischen Behörden die Tsunami-Warnung nach rund drei Stunden wieder aufgehoben.

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15:20 Uhr

In Dortmund und Genf geht es um unsere Zukunft

Die Aktivistinnen und Aktivisten der Fridays-for-Future-Bewegung machen keine Sommerpause: Heute haben rund 1500 von ihnen in Dortmund für mehr Klimaschutz demonstriert. "Es darf niemals so weit kommen, dass sich die Erde um zwei Grad erwärmt. Wir sind schon sehr nahe daran, und das macht uns riesengroße Angst", sagte eine Rednerin bei einer Kundgebung.

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Demonstrierende in Köln bei Fridays-for-Future

(Foto: dpa)

Ähnlich eindringlich klingt Inger Andersen, Geschäftsführerin des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (Unep). Sie spricht jedoch nicht bei Fridays-for-Future in Dortmund, sondern per Videobotschaft bei der Debatte zum neuen Weltklimareport in Genf: "Zu einer Zeit, in der wir es uns am wenigsten erlauben können, verlieren wir fruchtbaren Boden und biologische Vielfalt in einem alarmierenden Tempo." Es gehe darum, für heute und die zukünftigen Generationen die Nahrungsmittelproduktion zu sichern. Die Zukunft haben also sowohl die Demonstrierenden in Dortmund als auch der Weltklimarat IPCC im Blick. Letzterer berät ab heute über seinen Sonderbericht zu Klima und Landnutzung, den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus mehr als 30 Ländern weltweit erstellt haben.

14:55 Uhr

Veranstalter räumen Teile des Wacken-Festivals

Das Wacken Open Air hat bei seinem 30-jährigen Jubiläum ziemliches Pech mit dem Wetter. Zum zweiten Mal ist das Gelände in der schleswig-holsteinischen Gemeinde wegen Unwetters teilweise geräumt worden. Seit Mittwochabend sind die ersten Heavy-Metal-Fans auf dem Gelände - und mussten es schon am selben Abend direkt wegen eines Unwetters verlassen.

Auch jetzt pausiert das Bühnenprogramm, weil ein Gewitter im Anmarsch sei, teilten die Veranstalter mit. Das Infield, also der Bereich, in dem die Konzerte stattfinden, werde geräumt. Für alle Besucher vor Ort gilt: Am besten in ein Auto setzen und warten, bis das Gewitter vorbeigezogen ist.

Update 16:40 Uhr: Das Gewitter ist mittlerweile abgezogen. Nach knapp zweistündiger Unterbrechung geht das Bühnenprogramm daher wieder weiter.

14:35 Uhr

Von der Leyen schlägt Italien "neuen Migrationspakt" vor

Ursula von der Leyen, designierte EU-Kommissionspräsidentin, hat den italienischen Ministerpräsidenten Giuseppe Conte in Rom getroffen. Dort versprach sie, Italien in Sachen Migration zu entlasten. Wörtlich sagte von der Leyen: "Ich schlage einen neuen Migrationspakt vor (...) und einen neuen, frischen Start bei der Migration." Es brauche "eine neue Art der Lastenverteilung" von Asylsuchenden innerhalb der Europäischen Union. Italien, Spanien und Griechenland seien wegen ihrer geografischen Lage besonders dem Problem ausgesetzt.

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Von der Leyen und Conte

(Foto: imago images / Independent Photo Agency Int.)

Was zunächst aus Sicht Italiens vielversprechend klingt, schränkte von der Leyen jedoch ein: Solidarität sei keine Einbahnstraße, sie müsse von beiden Seiten kommen. Auch wie der neue Ansatz aussehen soll, sagte die CDU-Politikerin nicht. Das Problem ist bekannt - und tragisch: Vor allem EU-Staaten wie Ungarn und Polen lehnen es strikt ab, sich zur Aufnahme von Asylsuchenden verpflichten zu lassen. Italiens populistische Regierung - insbesondere Innenminister Matteo Salvini - will Schiffe mit geretteten Migranten nicht anlegen lassen. Deshalb werden diese immer wieder auf dem Meer blockiert - wie auch derzeit die deutsche "Alan Kurdi" und die spanische "Open Arms".

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14:30 Uhr

Schichtwechsel

Guten Tag liebe Leserinnen und liebe Leser! Meine Kollegin Josephin Hartwig verabschiedet sich in den Feierabend und ich freue mich sehr, Sie ab sofort und bis zum späten Abend mit spannenden Nachrichten aus der ganzen Welt versorgen zu dürfen. Mein Name ist Astrid Ehrenhauser. Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, schreiben Sie mir einfach eine Mail an astrid.ehrenhauser (at) nama.de

14:24 Uhr

Zahnärzte in Indien machen erstaunliche Entdeckung

Es ist eine unglaubliche Laune der Natur:  Ärzte im Südosten Indiens entdeckten im Kiefer eines Siebenjährigen eine unglaubliche Anzahl an Zähnen. "Wir haben 526 Zähne in der Größenordnung von 0,1 Millimeter bis 15 Millimeter entfernt", sagte Pratibha Ramani, Chefin der Fachabteilung im Krankenhaus Saveetha Dental College and Hospital in Chennai. Alle Zähne hätten Wurzel, Krone sowie Zahnschmelz. Ramani zufolge ist dies der bisher größte dokumentierte Fund von Zähnen im Mund eines Menschen.

Der Siebenjährige habe zuvor über Kieferschmerzen und Schwellungen geklagt, ohne dass die im rechten Unterkiefer versteckten und nicht sichtbaren Zähne entdeckt worden seien. Demnach litt er an einem sogenannten Odontom, einer gutartigen Geschwulst, die viele rudimentäre Zähne enthalten kann. Der Junge habe nach dem fünfstündigen Eingriff nun eine "gesunde Anzahl von 21 Zähnen" und sei drei Tage nach der Operation entlassen worden.

13:57 Uhr

Angeklagter kommt im Krankenwagen zu Lügde-Prozess

Das Landgericht Detmold hat den Prozess um hundertfachen sexuellen Missbrauch von Kindern gegen Andreas V. aus Lügde fortgesetzt. Da der 56-Jährige krank ist, wurde er per Rettungswagen und in medizinischer Begleitung nach Detmold gebracht. Er liegt derzeit im Justizvollzugskrankenhaus in Fröndenberg. Entgegen dem Rat seiner Ärzte wollte Andreas V. an dem sogenannten Sprungtermin teilnehmen. Nach der Strafprozessordnung dürfen zwischen zwei Terminen nicht mehr als drei Wochen liegen - sonst platzt ein Verfahren und muss neu aufgerollt werden. Da Andreas V. derzeit nicht verhandlungsfähig ist, tagte das Gericht um die Vorsitzende Richterin Anke Grudda nur rund zehn Minuten.

Mehr zu diesem Thema und dem Inhalt des Prozesstages lesen hier auf n-tv.de.

13:38 Uhr

Krokodile greifen Hunde in indischer Stadt an

Keine Sorge, das Video zeigt nicht, wie ein Krokodil einen Hund auffrisst. Das hätte ich mir selbst, als früheres Frauchen, kaum ansehen können. Die Szene, die derzeit in den sozialen Medien tausendfach geteilt wird, zeigt allerdings, dass durch einen übergelaufenen Fluss in die indische Millionenstadt Vadodara Krokodile angespült wurden. Wie die Polizei mitteilte, fielen innerhalb von 24 Stunden 50 Zentimeter Regen, und der Vishwamitri-Fluss trat über die Ufer. Auf der Suche nach Nahrung sei es inzwischen vorgekommen, dass Krokodile Hunde angegriffen haben. Laut Polizei starben bisher fünf Menschen infolge der Überflutungen, darunter zwei durch Stromschlag und zwei weitere durch eine einstürzende Mauer. Zahlreiche Straßen, Brücken und der Bahnhof der Stadt waren gesperrt, ganze Stadtviertel von der Außenwelt abgeschnitten.

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13:17 Uhr

Rentner für Tötung seiner Frau angeklagt

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Die Staatsanwaltschaft Essen erwirkte den Haftbefehl.

(Foto: picture alliance/dpa)

Eine 65-jährige Frau ist auf einem Parkplatz im nordrhein-westfälischen Dorsten überfahren worden und später an ihren Verletzungen gestorben. Das geschah bereits im September des vergangenen Jahres. Nun wird ihr 79-jähriger Ehemann angeklagt, wegen des Verdachts auf Totschlag. Das teilte die Staatsanwaltschaft Essen mit. Bei den Ermittlungen erhärtete sich zuletzt durch ein von der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegebenes Sachverständigengutachten der Verdacht gegen den Ehemann und damaligen Fahrer des Wagens.

13:00 Uhr

"Alan Kurdi" soll nach Malta fahren

Italien hat Malta aufgerufen, sich für das Schiff "Alan Kurdi" einzusetzen. Das teilte die deutsche Hilfsorganisation Sea-Eye auf Twitter mit. Die Einsatzleitstelle der italienischen Küstenwache hätte ihnen mitgeteilt, dass die maltesischen Behörden zuständig seien, "obwohl das Schiff genau vor Lampedusa liegt", twitterte Sea-Eye. "Malta ist mehr als 20 Stunden entfernt. Ein unerträglicher Streit wird auf dem Rücken von Flüchtenden ausgetragen." Die "Alan Kurdi" der Regensburger Organisation Sea-Eye hatte 40 Migranten vor Libyen gerettet und liegt nun südlich der italienischen Insel Lampedusa. Italiens rechter Innenminister Matteo Salvini hat dem Schiff die Einfahrt bereits verboten und gedroht, es zu beschlagnahmen, sollte es in Italien anlanden.

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12:37 Uhr

Schwert-Angreifer hatte offenbar persönliches Motiv

Persönliche Beweggründe sollen zu der schockierenden Tat mit einem Schwert geführt haben. Das teilte die Staatanwaltschaft mit. "Es gibt weder religiöse noch politische Motive", sagte Staatsanwalt Heiner Römhild. Ob sich der in Untersuchungshaft sitzende geständige Mann schon zu Details geäußert hat, teilte er nicht mit. Derzeit werde die Identität des 28-Jährigen geklärt, der am Mittwoch einen 36-Jährigen nach einem Streit mit zahlreichen Stichen umgebracht haben soll. Bislang ging die Polizei davon aus, dass er Syrer ist und seit 2015 in Deutschland mit einem gültigen Aufenthaltsstatus lebt. Er war in Stuttgart polizeibekannt, erklärte ein Polizeisprecher - ohne zu sagen weshalb.

12:17 Uhr

Polizei stoppt Angreifer durch Schuss ins Bein

In Mittelfranken schossen Polizisten auf einen Mann, der sie mit einer Metallstange bedrohte. Zuvor soll der 39-Jährige seinen 70-jährigen Vermieter mit der Stange geschlagen haben. Der Rentner kam mit schweren Verletzungen an Kopf und Körper ins Krankenhaus, sei aber außer Lebensgefahr, teilte ein Sprecher der Polizei mit. Als die Beamten in dem Mehrfamilienhaus eintrafen, sei der 39-Jährige noch immer mit der Eisenstange bewaffnet gewesen - die Polizei stoppte den Mann durch einen Schuss ins Bein. Er sei dann zusammengesackt und von den Beamten überwältigt worden. Zuvor hätten sie den Mann mündlich gewarnt, Pfefferspray eingesetzt und einen Warnschuss abgegeben.

11:51 Uhr

Katy Perry muss hohe Strafe zahlen

Im Streit um das Urheberrecht für den Song "Dark Horse" hat eine US-Jury nun entschieden, wie viel Schadenersatz die Sängerin Katy Perry, die Plattenfirma und fünf Mitarbeiter zahlen müssen. Sie wurden zur Zahlung von 2,8 Millionen Dollar, umgerechnet etwa 2,5 Mio Euro verurteilt. Auf die 34-jährige Musikerin selbst entfallen demnach nur 550.000 Dollar, auf das Platten-Label fast 1,3 Millionen Dollar. Der Rest verteile sich auf beteiligte Songwriter. Bereits am Montag war die Jury zu dem Schluss gekommen, dass Perry Teile ihres Hits aus dem Jahr 2013 vom Lied "Joyful Noise" des christlichen Rappers Flame kopiert habe.

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11:30 Uhr

Grüne rechnen mit Klöckners Politik ab

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Steht in der Kritik, die falschen Prioritäten zu setzen: Julia Klöckner

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Grünen finden deutliche Worte, für die Landwirtschaftspolitik von  Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner. Die Partei wirft ihr eine falsche Prioritätensetzung bei ihrer Amtsführung vor. Klöckner stehe für die "alte Landwirtschaftspolitik: größere Ställe mit mehr Tierquälerei, mehr Pestizide und eine Konzentration der Erzeugung", sagte Fraktionsvize Oliver Krischer dem "Tagesspiegel". Einer Antwort des Ministeriums auf eine Grünen-Anfrage zufolge traf sich Klöckner bisher mindestens 25 Mal zu Einzelgesprächen mit Lebensmittelkonzernen und der Agrar-, Fleisch- und Ernährungswirtschaft - aber es gab offenbar nur fünf Treffen mit Umweltverbänden und der ökologischen Landwirtschaft. Von den Verbänden habe der Deutsche Bauernverband mit drei Einzelgesprächen die meisten Termine bekommen.

10:58 Uhr

Wird sie im zweiten Anlauf SPD-Chefin?

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Oberbürgermeisterin in Flensburg: Simone Lange

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Oberbürgermeisterin Flensburgs, Simone Lange, will zum zweiten Mal für den Vorsitz der SPD kandidieren. Die  Politikerin tritt gemeinsam mit dem Oberbürgermeister von Bautzen, Alexander Ahrens, an. "Ich fühle mich bestärkt durch das Ergebnis meiner Kandidatur des vergangenen Jahres und trete deshalb erneut an", sagte Lange. Sie war im April bei der Wahl des SPD-Vorsitzenden Andrea Nahles zwar unterlegen, hatte mit 27,6 Prozent der Stimmen aber einen überraschenden Achtungserfolg erzielt. Drängendste Themen der Zeit seien die soziale Sicherheit, menschzentrierte Klimapolitik und die Demokratie.

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10:41 Uhr

Rekordmenge Kokain im Hamburger Hafen gefunden

Der Zoll hat in einem Schiffscontainer im Hamburger Hafen die Rekordmenge von viereinhalb Tonnen Kokain mit einem Straßenverkaufswert von fast einer Milliarde Euro beschlagnahmt. Die Drogen seien vor rund zwei Wochen bei einer Kontrolle entdeckt worden, teilte das Hamburger Hauptzollamt jetzt mit. Es handle sich um die größte Kokainlieferung, die in Deutschland je entdeckt worden sei.

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10:22 Uhr

Air Force soll Dammbruch in England stoppen

Rund 6400 Menschen sind in Whaley Bridge im Norden Englands bereits evakuiert worden. Ihre Heimat droht durch Wassermassen völlig zerstört zu werden. Nun ist auch ein Hubschrauber der Royal Air Force im Einsatz um das Brechen eines Dammes zu verhindern. Schwere Säcke mit einer Mischung aus Sand, Kies und Schotter werden abgeworfen, um umliegende Wasserläufe umzuleiten, berichteten örtliche Medien. Auf diese Weise solle Druck von der Staumauer des Toddbrook Reservoirs in der Nähe des bedrohten Ortes genommen werden. Bei tagelangen schweren Regenfällen war das Reservoir nahe dem Städtchen südöstlich von Manchester nach Angaben der Umweltbehörde schwer beschädigt worden. Der Pegel des Flusses River Goyt könne schnell steigen, sollte Wasser aus dem Staudamm austreten, hieß es. Experten befürchteten, dass ein beschädigter Überlauf endgültig einbrechen und "massive Überflutungen" auslösen könne. Der Stausee beinhalte etwa 1,3 Millionen Tonnen Wasser.

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09:57 Uhr

Altmaier will Postgesetz reformieren

Wirtschaftsminister Peter Altmaier will eine Reform für das 20 Jahre alte Postgesetz erwirken. Darüber berichtete die "Süddeutsche Zeitung". Der Bund wolle prüfen, ob die Post an weniger Wochentagen Briefe zustellen kann. Laut Vorgaben der EU müsse das nur an fünf Tagen geschehen. Möglich wäre auch, dass die Post künftig selbst über Porto-Erhöhungen entscheidet. Auch Wettbewerb und Verbraucherschutz sollen stärker in den Fokus rücken. "Wir wollen sicherstellen, dass auch in Zeiten der Digitalisierung weiterhin eine gute Versorgung mit Postdienstleistungen in den Städten und auf dem Land gewährleistet ist", sagte Altmaier. Angesichts einer Zunahme von Beschwerden in den vergangenen Jahren sehen die Eckpunkte auch eine Ausweitung der Befugnisse der Netzagentur vor.

09:28 Uhr

Kennedy-Enkelin an Überdosis gestorben

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Die drei Kennedy-Brüder: John, Robert und Edward (v.l.)

(Foto: picture alliance / John F. Kenne)

Saoirse Kennedy Hill, die Enkelin von Robert F. Kennedy, ist tot. Medienberichten zufolge starb sie im Alter von 22 Jahren. Wie die "New York Times" berichtete, brachten Rettungskräfte Saoirse Kennedy Hill in ein Krankenhaus, nachdem sie zum Familienanwesen der Kennedys in Hyannis Port gerufen worden waren. Dort wurde sie für tot erklärt. Wie unter Berufung auf das familiäre Umfeld berichtet wurde, starb die 22-Jährige an einer Überdosis. "Unsere Herzen sind gebrochen wegen des Verlusts unserer geliebten Saoirse. Ihr Leben war erfüllt von Liebe, Hoffnung und Liebe", erklärte die Familie. Als Schülerin soll Kennedy Hill in ihrer Highschool-Zeitung offen über ihre Probleme mit Depressionen und psychischen Krankheiten geschrieben haben. Tragödien überschatten den Kennedy-Clan seit Jahrzehnten. Saoires Großvater war 1968 während seines Wahlkampfes für das Präsidentenamt ermordet worden, knapp fünf Jahre nach dem Attentat auf seinen Bruder, den Präsidenten John F. Kennedy.

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09:07 Uhr

Japan vollstreckt zwei Todesurteile

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Japans Ministerpräsident Shinzo Abe

(Foto: imago images / AFLOSPORT)

Die Regierung in Japan hat erneut zwei Todesurteile vollstrecken lassen. Das berichteten japanische Medien unter Berufung auf informierte Quellen. Demnach hätten die beiden Männer "äußerst brutale" Morde begangen und "aus egoistischen Gründen" unschuldige Menschen getötet. Der 64-jährige Koichi Shoji wurde Medienberichten zufolge zum Tode verteilt, weil er 2001 zwei Frauen getötet und ihnen Geld gestohlen hatte. Der 50-jährige Yasunori Suzuki hatte 2004 drei Frauen ermordet und sie bestohlen. Mit diesen beiden Hinrichtungen starben seit Amtsantritt des rechtskonservativen Ministerpräsidenten Shinzo Abe 2012 bislang 38 Menschen am Galgen. Japan, die drittgrößte Wirtschaftsnation der Welt, gehört zu den wenigen Industrieländern, die an der Todesstrafe festhalten. Menschenrechtsaktivisten prangern seit Jahren den Umgang mit Hinrichtungen und die Haftbedingungen in dem G7-Land an. Als besonders grausam kritisieren auch ausländische Regierungen, dass den Todeskandidaten der Zeitpunkt ihrer Hinrichtung nicht mitgeteilt wird. Die zum Tode Verurteilten leben oft jahrelang in Einzelhaft.

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08:50 Uhr

Airbnb-Vermieter pfeifen auf Verbote

Vor genau einem Jahr endete die Frist zum Zweckentfremdungsverbot in Berlin. Demnach darf niemand mehr sein Zimmer über Airbnb oder ähnliche Portale vermieten, ohne eine bestimmte Nummer beim Bezirksamt zu nutzen. Laut einer Datenauswertung des RBB haben 85 Prozent der aktiven Inserate bei Airbnb keine Registrierungsnummer. Den Anbietern drohen Strafen bis zu 500.000 Euro. Deren Anteil sei in den letzten Monaten kontinuierlich gestiegen, bleibt aber auf niedrigem Niveau, berichtet der RBB. Im November 2018 seien 90 Prozent der Inserate ohne Registriernummer verzeichnet gewesen, im März dieses Jahres 87 Prozent. Die Bezirksämter hätten jedoch kaum eine Chance, Namen und genaue Adressen hinter den Inseraten herauszufinden. Die Plattformbetreiber müssen darüber nämlich keine Auskunft geben. Derzeit gibt es fast 14.000 Berlin-Inserate bei Airbnb.

08:32 Uhr

Ungarische Ärzte trennen siamesische Zwillinge

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Eine Hilfsorganisation hatte die Operation möglich gemacht.

(Foto: imago images / Westend61)

Einem ungarischen Ärzte-Team ist es gelungen, siamesische Zwillinge zu trennen. Nach der 30-stündigen Operation in Dhaka teilten die Ärzte mit, den beiden dreijährigen Mädchen Rabeya und Rukaya gehe es gut. Die am Kopf zusammengewachsenen Zwillinge aus Bangladesch seien "nach der letzten Trennung stabil", sagte der leitende Neurochirurg Andras Csokay. "In der postoperativen Phase müssen wir aber sehr vorsichtig sein." An dem riskanten Eingriff war ein Team von 35 Spezialisten aus Ungarn beteiligt, ausgeführt wurde er in einem Militärkrankenhaus. Die Ärzte trennten zunächst die Schädel und Gehirne der beiden Mädchen und verschlossen die Operationswunde dann mit Gewebe.  Bei einer ersten 14-stündigen Operation in Bangladesch waren zunächst die Blutgefäße der Mädchen getrennt worden. Im Januar wurden sie dann für sechs Monate nach Budapest gebracht, wo die Ärzte ihnen ein spezielles Implantatsystem einsetzten, um Haut und Bindegewebe zu dehnen. Ende Juli kehrten die Zwillinge und die ungarischen Ärzte dann für die letzte Operationsphase nach Bangladesch zurück.

08:04 Uhr

Das ist die schönste Frau Venezuelas

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Thalia Olvino

(Foto: picture alliance/dpa)

Eine 19-jährige Marketingstudentin ist zur Miss Venezuela gekrönt worden. Thalia Olvino aus dem Bundesstaat Delta Amacuro wird das Land bei der Wahl zur Miss Universe vertreten. Sieben Misses Universe und sechs Misses World stammen aus dem südamerikanischen Land. Um die Auswahl und das Training von Models und Schönheitsköniginnen ist in Venezuela eine ganze Industrie entstanden.

07:44 Uhr

Mann in Südfrankreich bei Parkplatz-Streit erschossen

Wegen eines Streits um einen Parkplatz musste ein Mann in Südfrankreich offenbar sterben. Er wurde in einer Seitenstraße in der Innenstadt von Béziers durch Schüsse niedergestreckt, wie Kommissarin Caroline Ravoux sagte. "Wir haben es mit einem Mord auf offener Straße zu tun, der laut ersten Zeugenaussagen wegen eines Parkplatzes verübt wurde." Das Opfer starb noch vor Eintreffen der Rettungskräfte. Der Täter flüchtete mit seinem Auto. Zeugenaussagen ermöglichten es aber, einen Verdächtigen zu identifizieren. Nach ihm wird gefahndet, wie die Kommissarin sagte. Béziers liegt nahe der französischen Mittelmeerküste zwischen den Städten Narbonne und Montpellier.

07:24 Uhr

Saudi-Arabien erlaubt Frauen jetzt mehr

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In Saudi-Arabien regt sich zunehmend Widerstand gegen die strikten, unfairen Regeln, an die sich Frauen halten müssen.

(Foto: picture alliance / Peter Klaunze)

Endlich macht Saudi-Arabien einen Schritt in Richtung Zukunft: Das Land lockert nach und nach die extremen Regeln, an die sich Frauen in dem erzkonservativen Land halten müssen. Sie sollen künftig ohne die Erlaubnis eines Mannes Reisepässe erhalten und ins Ausland reisen dürfen, wie die staatliche Zeitung "Umm Al-Kura" berichtete. Das soll für Frauen über 21 Jahren gelten. Bislang benötigen sie für Reisen, ein Studium oder die Ausübung bestimmter Berufe die Zustimmung ihres Mannes, Vaters, Bruders oder eines anderen männlichen Verwandten. Dieses Vormundschaftssystem sorgt dafür, dass Frauen ihr ganzes Leben lang den rechtlichen Status einer Minderjährigen haben.

Mehr dazu lesen Sie hier.

07:10 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

die Sonne strahlt über den Dächern Berlins - kann ein Tag schöner beginnen? Endorphine und Kaffee sind heute Morgen fester Bestandteil meines Starts. Und ich freue mich sehr auf das Wochenende, denn die Einschulung meines Neffen steht an. Das wird ein Fest!

Die Themen des Tages:

  • US-Präsident Donald Trump will sich zu den Handelsbeziehungen mit der Europäischen Union äußern. Das Weiße Haus kündigte eine Stellungnahme des Präsidenten an.
  • Die Europäer wollen über einen gemeinsamen Anwärter für die Spitze des Internationalen Währungsfonds (IWF) abstimmen.
  • Das Modellprojekt zum solidarischen Grundeinkommen in Berlin startet. Die ersten Arbeitslosen unterschreiben ihre Verträge.
  • Berlins Innensenator Andreas Geisel nimmt an einer Veranstaltung zum Gedenken an die letzten 1944 in Auschwitz-Birkenau ermordeten Sinti und Roma teil.
  • In Stockholm geht der Prozess gegen den US-Rapper ASAP Rocky und seine zwei Begleiter zu Ende.
  • Der wegen sexuellen Missbrauchs angeklagte US-Sänger R. Kelly hat seinen ersten Gerichtstermin in New York.

Schön, dass Sie im "Tag" dabei sind. Mein Name ist Josephin Hartwig und ich werde Sie bis zum frühen Nachmittag über alles Wichtige informieren. Bei Fragen und Anregungen, melden Sie sich gern unter: josephin.hartwig@nama.de.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag!

06:41 Uhr

Riekes Rückspiegel am 2. August 2019

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Pfiffiges Kerlchen: Gustav Simon.

(Foto: imago/United Archives International)

Liebe Leserinnen und Leser, seit diesem Monat gibt's im "Tag" ein neues Format: In "Riekes Rückspiegel" stöbert Redakteur Christoph Rieke verschiedene Jubiläen auf. Ob bedeutende Erfindungen, prägende Ereignisse oder Geburtstage - freuen Sie sich auf den täglichen Kurztrip in die Vergangenheit!

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Wussten Sie, dass … einem 45-jährigen Hessen heute vor 150 Jahren ein Meilenstein in der Geschichte der Urologie gelang? Bis zum 2. August 1869 hatte Gustav Simon bereits 30 Probe-Operationen an Hunden durchgeführt, ehe sich der Heidelberger Chirurg schließlich an eine Nieren-OP am Menschen wagte. Seine Patientin Margaretha Kleb überstand den 40-minütigen Eingriff gut. Mit der ersten erfolgreichen Nierenentfernung der Geschichte hat Simon nachgewiesen, dass Menschen auch mit nur einer Niere leben können.

Wir gratulieren … Isabel Allende, chilenische Bestseller-Autorin, zum 77. Geburtstag. Bevor wir "Das Geisterhaus" aus der hinteren Ecke des Bücherregals heraussuchen, sagen wir: Feliz cumpleaños!

06:26 Uhr

Stürmische Böen im Norden erwartet

Björn Alexander

Björn Alexander

Heute geht es oft mild und freundlich los. Einzig im Nordwesten sind schon schnell Regengüsse unterwegs. Und die breiten sich im Tagesverlauf weiter aus und können vor allem in der Nordhälfte kräftig ausfallen. Stellenweise mit Starkregen, Hagel und starken bis stürmischen Windböen. Zum Teil drohen hierbei Regenmengen zwischen 30 und 50 Liter pro Quadratmeter binnen einer Stunde. Und auch an den Alpen und im Bereich der östlichen Mittelgebirge sind nachmittags örtliche Gewitter möglich. Ansonsten ist es im Süden aber häufiger trocken und zeitweise sonnig. Dementsprechend wird es dort am wärmsten. Am Oberrhein und in Niederbayern mit Spitzenwerten zwischen 26 und 28 Grad. Im übrigen Land werden es häufig 22 bis 25 Grad.

Die weiteren Aussichten: morgen vom Erzgebirge bis an die Alpen Schauer und Gewitter. Im großen Rest ist es schöner bei 20 bis 27 Grad. Der Sonntag bringt uns dann einen überwiegend trockenen Mix aus Sonne und Wolken bei 21 bis 29 Grad. Damit wünsche ich Ihnen einen guten Start in den Tag und ein hoffentlich ganz entspanntes Wochenende. Ihr Björn Alexander

06:06 Uhr

Familie in Zagreb erschossen

Sechs Menschen sind in der vergangenen Nacht in der kroatischen Hauptstadt Zagreb förmlich hingerichtet worden. Die Fahndung nach dem Täter lief auf Hochtouren, hatte aber bis zum frühen Morgen nach Medienberichten noch zu keinem Ergebnis geführt. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei hatte ein Mann am späten Abend vermutlich aus Eifersucht eine sechsköpfige Familie - drei Frauen, zwei Männer und ein zehnjähriges Kind - erschossen und danach die Flucht ergriffen. Ein sieben Monate altes Baby sei unversehrt in dem Gebäude im Süden von Zagreb entdeckt worden, teilte Polizeichef Marko Rasic mit. Die kroatischen Medien schrieben von einem "Massaker in Zagreb". "In 30 Jahren Ermittlungsarbeit an Tatorten habe ich so etwas noch nie gesehen", wurde ein Kriminalbeamter zitiert. Schwer bewaffnete Polizisten waren nach Medienberichten in der ganzen Stadt auf der Suche nach dem Täter. Am Morgen wurde die Fahndung auf das ganze Land ausgeweitet.

Update 07:51: Der Verdächtige wurde in der Nähe des Tatorts tot aufgefunden. Er hat offenbar Selbstmord begangen.

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