Freitag, 11. Januar 2019Der Tag

Heute mit Michael Bauer und Friederike Zörner
22:33 Uhr

Das war Freitag, der 11. Januar 2019

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Diese Meeresschildkröte muss mit einem immer wärmer werdenden Lebensraum klar kommen. Denn der Klimawandel wirkt sich auch auf die Ozeane aus.

(Foto: picture alliance/dpa)

Friedrich Merz hat keine Lust. So könnte wohl - polemisch gesprochen - die alternative Überschrift für diesen Text lauten: "Niemand muss mir eine Aufgabe zuweisen". Der knapp unterlegene Kandidat für den CDU-Vorsitz will seiner Partei also doch irgendwie beratend zur Seite stehen. Doch will er weiterhin Impulse nur von außen gebe. "Ich bin bereit zu helfen, aber ich werde in keine Kommission und in kein Gremium der Partei gehen." Als Annegret Kramp-Karrenbauer gestern noch mitteilte, Merz werde den "Expertenkreis aus Vertretern der Wirtschaft und Wissenschaft" verstärken, klang das Ganze noch etwas vollmundiger.

Merz will also weiterhin seinen "beruflichen und ehrenamtlichen Aufgaben" nachgehen und - wenn sein Rat gefragt sei - sich nach Bedarf mit seiner wirtschaftlichen Kompetenz einbringen. Ob dass seine "Anhänger" zufrieden stellen wird, bleibt abzuwarten.

Diese Themen bestimmten heute außerdem die Schlagzeilen:

Heute ist übrigens auch der Startschuss für die 13. Auflage des "Dschungelcamps" gefallen. Sollten Sie zum Wochenausklang also noch etwas Unterhaltung benötigen, sei Ihnen ein Blick in unseren Vorbericht und unsere Bildergalerie empfohlen.

Kommen Sie gut durch die Nacht und haben Sie ein entspanntes Wochenende.

22:13 Uhr

Weltmeere heizen sich immer schneller auf

2018 gilt weltweit nicht nur als viertwärmstes Jahr seit Beginn der Messungen. Dem Wissenschaftler Zeke Hausfather von der Universität Kalifornien zufolge geht es auch als wärmstes Jahr in den Ozeanen in die Geschichte ein - "genauso wie bereits 2017 und 2016". Hausfather verfasste zusammen mit Forschern der Chinesischen Akademie der Wissenschaften eine Studie, wonach sich die Weltmeere immer schneller aufheizen.

  • "Die Erwärmung der Ozeane ist ein sehr wichtiger Indikator des Klimawandels und wir haben solide Beweise, dass sie sich schneller erwärmen als wir dachten", so Hausfather.
  • Die neue Analyse zeigt, dass die Erwärmung der Ozeane den Messdaten der steigenden Lufttemperaturen entspricht. Sollte der Ausstoß an Treibhausgasen nicht gesenkt werden, könnte die Temperatur bis zu einer Meerestiefe von 2000 Metern bis Ende des Jahrhunderts um 0,78 Grad Celsius steigen.
  • Weil das Meereswasser sich dadurch ausdehnen würde, zöge das einen Anstieg des Meeresspiegels um bis zu 30 Zentimeter nach sich.
21:40 Uhr

Trump will Notstand nicht "so schnell" ausrufen

Die Mauer muss stehen. Das ist dieser Tage das Credo von Donald Trump. Komme, was wolle. Selbst, wenn gar keine Steine verbaut, sondern ein Stahlzaun errichtet wird. Für den US-Präsidenten ist der Mauerbau an der Grenze zu Mexiko ein zentrales Wahlkampfversprechen und Allheilmittel im Umgang mit illegalen Migranten aus Mittel- und Südamerika. Trump prangert die illegale Zuwanderung, das Schleuserwesen und den Drogenschmuggel als "Sicherheitskrise" an, für deren Bekämpfung die Mauer dringend gebraucht werde. Die oppositionellen Demokraten bestreiten, dass es eine solche "Krise" gibt, und nennen die Mauer überflüssig und unmoralisch.

Trumps Beharren auf die Finanzierung des Walls lähmt derzeit die Verhandlungen im US-Haushalt. Der Republikaner drohte daher in den vergangenen Tagen mehrfach damit, er könnte den Notstand ausrufen, um sich unter Umgehung des Kongresses die von ihm verlangte Milliardensumme zu beschaffen. Doch nun entschärft er seine Wortwahl. Im Gespräch mit Reportern in Washington versichert er nun, dass er nicht "so schnell" den nationalen Notstand ausrufen werde. Dies wäre für ihn zwar eine "leichte Lösung", aber "ich werde es nicht so schnell tun", sagte Trump.

21:13 Uhr

Immunität des AfD-Politikers Magnitz aufgehoben

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Kommt gerade nicht zur Ruhe: Frank Magnitz.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der AfD-Politiker Frank Magnitz befindet sich derzeit bundesweit in den Schlagzeilen. Grund ist die Attacke auf den Bremer Bundestagsabgeordneten, der mit einer schweren Kopfverletzung im Krankenhaus versorgt werden musste. Während die Behörden fieberhaft nach den unbekannten Tätern fahnden, holt Magnitz nun eine Strafanzeige aus dem vergangenen Dezember ein.

Die Staatsanwaltschaft Bremen ermittelt gegen ihn wegen des Verdachts der Untreue. Dem Sprecher der Staatsanwaltschaft, Frank Passade, zufolge gehe es inhaltlich um Parteigelder. Die Behörde habe den Bundestag über die Ermittlungen gegen Magnitz informiert. Innerhalb der Frist von 48 Stunden habe das Parlament die Immunität des Abgeordneten nicht wieder hergestellt, erläuterte Passade. "Dadurch ist ein ordnungsgemäßes Verfahren möglich." Im Gespräch mit dem Bremer Regionalmagazin "buten un binnen" wies Magnitz die Vorwürfe zurück und vermutete parteiinterne Gegner hinter der Anzeige.

20:43 Uhr

Deutsches U-Boot vor Frankreich wieder aufgetaucht

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Vorneweg eine Entschuldigung: Das Wortspiel in der Überschrift musste einfach sein. Wenn Sie die Meldung lesen, werden Sie hoffentlich nachvollziehen können, warum: Das Wrack eines deutschen U-Boots ist vor der nordfranzösischen Küste wieder... zum Vorschein gekommen. Die rostigen Überreste des Unterseeboots sind bei Ebbe vor dem Badeort Wissant westlich von Calais zu sehen, wie der Touristenführer Vincent Schmitt schildert. Das Boot UC-61 war dort vor mehr als hundert Jahren während des Ersten Weltkriegs gesunken.

Nach Angaben von Schmitt legt das Meer bei Ebbe zwei Wrackteile von rund acht und drei Metern Länge frei. Das U-Boot der kaiserlichen Marine maß insgesamt rund 50 Meter und kam im Juli 1917 vor die französische Opalküste am Ärmelkanal. Meistens liege das Wrack im Sand und sei deshalb nicht zu sehen. "Es ist das erste Mal, dass es so weit freiliegt", so Schmitt.

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20:18 Uhr

Auch Söder wirbt für Bundesbehörden im Osten

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Markus Söder blickt gen Osten. (vielleicht auch auf diesem Bild)

(Foto: picture alliance/dpa)

Das gibt es selten: Einigkeit zwischen der CSU und den Grünen. Doch ganz offensichtlich kann auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder der Vorstellung etwas abgewinnen, große Bundesbehörden in den östlichen Bundesländern anzusiedeln. "Und zwar nicht 20 Kilometer von Berlin entfernt, sondern gerade in strukturschwache Bereiche", sagte der designierte CSU-Chef dem Deutschlandfunk. Wenn es darüber einen Konsens gäbe in Berlin, könne das sehr helfen.

Vor wenigen Tagen hatte bereits der Bundesvorstand der Grünen bei seiner Klausur im brandenburgischen Frankfurt (Oder) vorgeschlagen, Behörden und Forschungseinrichtungen vorrangig in den Kohleregionen Ostdeutschlands anzusiedeln. Im Herbst sind Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg.

19:49 Uhr

Krankenschwestern überführen falschen Arzt

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Der "Arzt" fiel bereits nach den ersten Diensten negativ auf.

(Foto: picture alliance / dpa)

Weil er den Krankenschwestern verdächtig inkompetent vorkam, ist ein falscher Arzt in einer Klinik in Hessen aufgeflogen. Der 38-Jährige hatte sich mit gefälschten Unterlagen beworben. Das kleine Krankenhaus stellte den Mann für Bereitschaftsdienste im Sommer als Aushilfe an. Nach drei bis vier Diensten sei er allerdings aufgefallen. Er habe standardisierte Verfahren bei der Bluttransfusion nicht eingehalten. Eine Krankenpflegerin schöpfte Verdacht. "Er ist an den Schwestern gescheitert", sagte Gunther Claus, ärztlicher Leiter im Melsunger Asklepios Klinikum. "Es ist der Vorteil von kleinen Kliniken, dass man dort noch miteinander spricht."

Das Krankenhaus im Schwalm-Eder-Kreis erstattete gegen den mutmaßlichen Hochstapler Anzeige. Der Mann war wegen ähnlicher Vergehen vor der Tat zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden. Das Urteil war noch nicht rechtskräftig, er war gegen Auflagen auf freiem Fuß.

19:25 Uhr

Minister Heil umgeht Zahl 13 bei neuem Gesetz

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"Eine Frage von Sensibilität", sagt Hubertus Heil.

(Foto: picture alliance/dpa)

"Wir Politiker brechen uns nichts ab, wenn wir auf solche Empfindungen Rücksicht nehmen." Mit diesen Worten begründet Arbeitsminister Hubertus Heil, warum er dem neuen geplanten Sozialgesetzbuch die Nummer 14 (SGB 14) gibt - und nicht, wie laut Chronologie eigentlich vorgesehen - die 13.

  • Aus Rücksicht auf Menschen, die bei der Zahl 13 Unglück befürchten, will der SPD-Politiker die Zahl überspringen. "Ich bin kein abergläubischer Mensch und habe auch keine Angst vor Zahlen", erklärte Heil.
  • Hier gehe es aber um ein Entschädigungsgesetz für Opfer von Gewalttaten. Mehrere Opferverbände hätten darauf hingewiesen, dass viele Betroffene "bei so einer Zahl ein ungutes Gefühl haben".
  • "Das ist jetzt weder ungewöhnlich, noch ein besonderer Aufreger", sagte der Minister. Bei vielen Fluglinien gebe es keine 13. Reihe und in den Hotels fahre man auch oft von der 12. zur 14. Etage. Es sei "nicht Aufgabe von Politik, Gefühle von Menschen zu verletzen", vielmehr gehe es um "eine Frage von Sensibilität".
19:03 Uhr

Deutsche Touristin stirbt bei Busunglück in Kuba

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Auf einer nassen Straße zwischen Guantánamo und Baracoa verliert ein Busfahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug. Augenzeugen berichten, er habe ein riskantes Überholmanöver gewagt. Der Bus überschlägt sich. Bei dem schweren Unfall am Donnerstagnachmittag im Osten Kubas kommen sieben Menschen ums Leben - darunter eine deutsche Touristin. Das bestätigte nun die deutsche Botschaft. Örtliche Medien gaben das Alter des Opfers mit 59 Jahren an.

Bei dem Unfall wurden 33 Menschen verletzt. Fünf von ihnen befanden sich noch in Lebensgefahr. Von den 40 Passagieren stammten 22 aus dem Ausland. Die Straßen in Kuba befinden sich in der Regel in einem sehr schlechten Zustand. Sie weisen viele Schlaglöcher auf und sind nachts so gut wie unbeleuchtet. Im Jahr 2017 gab es amtlichen Angaben zufolge fast 11.200 Unfälle mit 750 Toten und 8000 Verletzten.

18:38 Uhr

128 Kriminelle bei Beerdigung von Clan-Mitglied identifiziert

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Rund 2000 Personen nahmen im September 2018 von Nidal R. Abschied.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der berüchtigte Berliner Intensivtäter und Clan-Zugehörige Nidal R. wird am 9. September vergangenen Jahres von unbekannten Tätern erschossen. Bei seiner anschließenden Beerdigung pilgern rund 2000 Besucher und Trauergäste auf den Friedhof im Stadtteil Schöneberg. Darunter: 128 Personen, die "direkt der organisierten Kriminalität (OK) zuzuordnen".

Das geht aus einer Antwort der Senatsinnenverwaltung auf eine aktuelle Anfrage des SPD-Abgeordneten Tom Schreiber hervor. Die betreffenden Kriminellen seien durch szenekundige Polizisten "zweifelsfrei namentlich identifiziert" worden. 101 dieser Männer gehörten zur Clankriminalität und 27 zum Bereich der Rockerkriminalität. 18 Teilnehmer würden zudem der islamistischen Szene zugerechnet.

18:11 Uhr

Vorsicht vor Sellerie: Gemüsebrühe zurückgerufen

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Wohl bekomms, ob mit oder ohne Sellerie.

(Foto: imago/blickwinkel)

Bevor Sie sich zum Abendessen eine wohlschmeckende Suppe zubereiten, sollten Sie sich vergewissern, welche Gemüsebrühe Sie dafür verwenden. Denn das Unternehmen Dennree hat Produkte zurückgerufen, die möglicherweise mit Spuren von Sellerie verunreinigt sind. Für Menschen, die allergisch dagegen sind (oder einfach den Geschmack von Sellerie verabscheuen - soll es ja auch geben), könnten die Produkte eine gesundheitliche Gefahr sein, teilte der Händler mit. Alle anderen Käufer könnten die Brühe ohne Bedenken verzehren.

Die Produkte seien bundesweit verkauft worden in allen Denn's-Märkten und wohl vielen Biomärkten, die zur Unternehmensgruppe gehören, sagte eine Sprecherin. Kunden können die Gemüsebrühe zur Verkaufsstelle zurückbringen und bekommen den Kaufpreis erstattet.
Betroffen sind alle Chargen und Mindesthaltbarkeitsdaten der Dennree Gemüsebrühe hefefrei 130 Gramm, die Nachfüller hefefrei 250 Gramm und mit Bio-Hefe 250 Gramm sowie die Gemüsebrühwürfel hefefrei 60 Gramm und mit Bio-Hefe 66 Gramm.

17:45 Uhr

Nach Trump sagt auch Macron Davos-Treffen ab

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Daheim mit Problemen konfrontiert: Macron und Trump (rechts).

(Foto: picture alliance/dpa)

Anhaltende Ausnahmesituationen zwingen sowohl US-Präsident Donald Trump als auch seinen französischen Amtskollegen Emmanuel Macron zu einer kurzfristigen Absage. Während der Republikaner bereits gestern twitterte, die Demokraten und der anhaltende Haushaltsstreit im Zeichen der Mauer an der Grenze zu Mexiko würden ihm keine Wahl lassen, als daheim zu bleiben, teilte nun das Präsidialamt in Paris mit: Macron hat einen vollen Terminplan und kann nicht zum Weltwirtschaftsforum in Davos fahren.

Der Präsident sieht sich unter anderem mit anhaltenden Protesten der sogenannten Gelbwesten gegen seine Reformpolitik konfrontiert. Das Weltwirtschaftsforum findet vom 22. bis 25. Januar in dem Schweizer Skiort statt. Erwartet werden rund 2500 internationale Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft.

 

17:14 Uhr

Fahrer von Schneepflug stirbt bei tragischem Unfall

Der Fahrer eines Schneepflugs hat seinen Einsatz mit dem Leben bezahlt. Der 48-Jährige kippte im bayerischen Lenggries mit seinem Fahrzeug beim Schneeräumen von einer Brücke und stürzte in einen Wasserlauf der Isar, wie die Polizei in Rosenheim mitteilte. Der Mann wurde im Führerhaus eingeklemmt und konnte sich daher nicht aus eigener Kraft befreien.

Die Rettungskräfte konnten den Unfallort nur schwer erreichen. Mit Hilfe eines Krans wurde der Lastwagen schließlich angehoben, sodass der Mann herausgeholt werden konnte. Der 48-Jährige wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus nach Innsbruck in Österreich gebracht, wo er jedoch an den Folgen des Unfalls starb.

16:52 Uhr

Geflüchtete Saudi-Araberin fliegt nach Kanada

Die weltweit beachtete Flucht aus ihrer Heimat Saudi-Arabien hat für eine junge Frau offenbar ein glückliches Ende genommen. Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, darf die 18-jährige Rahaf Mohammed al-Kunun noch am heutigen Freitag nach Kanada fliegen.

*Datenschutz

Al-Kunun war nach eigenen Angaben geflohen, weil sie in Saudi-Arabien von männlichen Verwandten misshandelt wurde. Sie nutzte einen Besuch mit der Familie in Kuwait, um sich nach Thailand abzusetzen. Ziel war Australien. In Bangkok hinderten sie die Behörden am Wochenende jedoch an der Weiterreise. Zwischenzeitlich drohte ihr auch die Abschiebung in ihre Heimat.

Mit einer Kampagne auf Twitter gelang es ihr, Aufmerksamkeit auf den Fall zu lenken. Ihrem Account, der inzwischen deaktiviert ist, folgten zwischenzeitlich mehr als 100.000 Menschen. Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR erkannte sie als Flüchtling an und nahm die junge Frau in seine Obhut.

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16:21 Uhr

Fritz Wepper trauert um Ehefrau Angela

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Angela und Fritz Wepper waren seit 1979 verheiratet.

(Foto: imago/Sven Simon)

Die Ehefrau des Schauspielers Fritz Wepper, Angela Wepper, ist tot. Sie starb in der Nacht zum Freitag, wie der Bruder des Schauspielers, Elmar Wepper, über sein Management auf Anfrage bestätigte. Die Zeitschrift "Bunte" berichtet, die 76-Jährige sei wegen gesundheitlicher Probleme in eine Klinik eingeliefert worden. Nachts sei es dann zu einer tödlichen Hirnblutung gekommen.

Angela und Fritz Wepper waren seit 1979 verheiratet. Ihre gemeinsame Tochter Sophie ist ebenfalls Schauspielerin. Elmar Wepper sei "zutiefst erschüttert", teilte die Agentur des Fernsehschauspielers in München mit. Fritz Wepper stand zuletzt vor allem als Bürgermeister Wolfgang Wöller für die ARD-Serie "Um Himmels Willen" vor der Kamera.

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16:03 Uhr

Polizist soll Neonazigruppe mit Daten versorgt haben

Das hessische Innenministerium ermittelt gegen einen früheren hessischen Polizisten wegen des Verdachts auf Geheimnisverrat. Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, wird dem Mann vorgeworfen, eine Bekannte aus der gewaltbereiten Neonazigruppe "Aryans" mit Daten versorgt zu haben. Es gebe aber bislang keine Anhaltspunkte für eine rechtsextreme Gesinnung des Mannes, erklärte ein Sprecher von Minister Peter Beuth in Wiesbaden.

  • Das Innenministerium betonte auch, dass es keinerlei Hinweise gebe, dass der Polizeivollzugsbeamte in irgendeiner Verbindung zu den suspendierten sechs Polizisten stehe, gegen die das hessische Landeskriminalamt ermittele.
  • Bei dem nun bekanntgewordenen Fall handele es sich um ein Ermittlungsverfahren aus dem Jahr 2017, erklärte das Ministerium. Der Polizist sei auf eigenen Wunsch mittlerweile in ein anderes Bundesland versetzt worden.
  • Deswegen habe kein Disziplinarverfahren gegen ihn eingeleitet werden können. Die neue Dienststelle sei aber umfassend über das laufende Strafverfahren gegen den Beamten informiert worden.
15:34 Uhr

70-Jähriger scheitert mit bewaffnetem Banküberfall

Das war wohl nur halb durchdacht: Zwar bedrohte ein älterer Herr mit einer Schusswaffe drei Angestellte in einer Bank im Hamburger Stadtteil St. Georg und konnte auf diese Weise einen vierstelligen Geldbetrag erbeuten. Doch seine Flucht war dann etwas zu optimistisch geplant.

Eine Zeugin hatte zwei zufällig anwesende Polizisten im Umkreis der Sparkassenfiliale auf den Überfall am Donnerstagabend aufmerksam gemacht. Die Beamten konnten den 70-Jährigen dann seelenruhig festnehmen, als dieser gerade im Begriff war, sich auf seinen Drahtesel zu schwingen und davon zu radeln.

15:11 Uhr

Schneebruchgefahr: Vogtlandkreis sperrt Waldgebiete

In einer verregneten Großstadt wie Berlin ist das Schneechaos in weiten Teilen Deutschlands gar nicht so recht vorstellbar. Nicht auszudenken, was passieren würde, wenn hier einmal derartig viel Schnee in so kurzer Zeit fallen würde. Der heftige Niederschlag zwingt jedenfalls den Vogtlandkreis in Sachsen nun dazu, zahlreiche Waldgebiete zu sperren. "Zahlreiche Bäume sind bereits unter der Schneelast zusammengestürzt. Es ist für Spaziergänger und Sportler derzeit einfach zu gefährlich in den Wäldern", sagte ein Sprecher des Landratsamtes in Plauen.

Das Betreten der Wälder und der nicht dem öffentlichen Verkehr gewidmeten Wege wurde per Allgemeinverfügung bis auf weiteres untersagt. Bereits am Mittwoch waren die Wälder in und um Annaberg-Buchholz im Erzgebirge gesperrt worden.

14:30 Uhr

Polizei veröffentlicht Video von Magnitz-Überfall

Viel war die vergangenen Tage spekuliert worden - nun kann sich ein jeder/ eine jede selbst ein Bild von der Attacke auf den Bremer AfD-Landeschef Frank Magnitz machen. Die Polizei veröffentlichte vor wenigen Minuten eine entsprechende Videosequenz, die das Geschehen am frühen Montagabend zeigt. Auf den schwarz-weißen Bildern ist zu erkennen, wie der Politiker von einem Mann hinterrücks angesprungen und auch geschlagen wird.

Die Behörden erhoffen sich von der Veröffentlichung Hinweise zu den Tätern. Zeugen werden gebeten, sich unter folgender Telefonnummer zu melden: 0421-362-3888. Für Hinweise die zur Ergreifung und rechtskräftigen Verurteilung der Täter führen, lobt die Staatsanwaltschaft Bremen eine Belohnung von 3000 Euro aus

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14:19 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser, mein Kollege Michael Bauer reißt die Hände hoch und verabschiedet sich ins Wochenende. Ab jetzt übernehme ich die Tastatur und halte Sie mit Nachrichten aus aller Welt auf dem Laufenden. Mein Name ist Friederike Zörner. Bei Fragen oder Anregungen erreichen Sie mich unter friederike.zoerner[at]nama.de

14:15 Uhr

Merkel schließt EU-Beitritt der Türkei vorerst aus

Kanzlerin Angela Merkel hat angesichts der türkischen Defizite bei Meinungs-, Religions- und Pressefreiheit ihre Ablehnung einer EU-Vollmitgliedschaft des Landes unterstrichen. "Ich sehe es auf absehbare Zeit nicht, dass die Türkei Mitglied sein wird", sagte Merkel in einer Diskussion mit Schülern der Deutschen Schule in Athen.

Der EU-Beitrittsprozess mit der Türkei stagniere. Dennoch sollten die Verhandlungen nicht einfach abgebrochen werden. "Das würde mehr Verletzungen mit sich bringen."

13:54 Uhr

Blauzungenkrankheit: Rheinland-Pfalz zur Sperrzone erklärt

In Rheinland-Pfalz ist erstmals seit zehn Jahren wieder die Blauzungenkrankheit nachgewiesen worden. Das gesamte Bundesland wurde zum Sperrgebiet erklärt, wie der Sprecher des Landesuntersuchungsamtes (LUA), Achim Ginkel, in Koblenz sagte.

  • Mindestens ein Tier wurde bereits vorsorglich getötet. Für den Menschen gilt die Virusinfektion als ungefährlich.
  • Die Sperrzone müsse mindestens zwei Jahre aufrechterhalten werden und schränke den Transport und Handel von Rindern, Schafen und Ziegen ein, hieß es. Der Süden von Rheinland-Pfalz und das Saarland sind ebenso wie Teile Hessens bereits seit Dezember 2018 Sperrgebiet, nachdem das Virus bei Tieren im angrenzenden Baden-Württemberg nachgewiesen wurde.
  • Die Beschränkungen in der Sperrzone könnten durch Impfungen abgemildert werden, sagte Ginkel. Für geimpfte und nachweislich nicht mit dem Virus infizierte Tiere gebe es Ausnahmen.
13:36 Uhr

Mädchen taucht Monate nach Mord an Eltern wieder auf

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Nachdem Unbekannte ihre Eltern im Oktober erschossen hatten, verschwand die Tochter spurlos. Nun ist sie wieder aufgetaucht. Die 13-Jährige wurde in der Stadt Gordon im US-Staat Wisconsin gefunden, berichtete der Nachrichtensender CNN unter Berufung auf das örtliche Sheriff-Büro. Ein Verdächtiger sei kurze Zeit später festgenommen worden. Das Mädchen habe sie in Gordon um Hilfe gebeten, als sie gerade mit ihrem Hund spazieren ging, sagte eine Frau, die anonym bleiben wollte, der Zeitung "Star Tribune". Daraufhin habe sie bei einer Nachbarin geklopft. Diese habe die Polizei verständigt.

"Das sind die Nachrichten, auf die wir seit drei Monaten gewartet haben. Ich kann es kaum erwarten, sie in den Arm zu nehmen", sagte eine Tante der 13-Jährigen in einem Telefoninterview der "Star Tribune". Sie und andere Familienangehörige hätten ebenfalls noch keine detaillierten Informationen.

13:19 Uhr

Frankreich rechnet mit mehr Gewalt durch "Gelbwesten"

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Landesweit hat die Regierung ein Großaufgebot von 80.000 Sicherheitskräften mobilisiert - fast so viele wie zuletzt am 8. Dezember vor dem Anschlag auf den Straßburger Weihnachtsmarkt.

(Foto: imago/PanoramiC)

Die französischen Behörden rechnen am neunten Protestwochenende der "Gelbwesten" am Samstag mit einem größeren Zulauf und mehr Gewalt: Landes-Polizeichef Éric Morvan sagte dem Radiosender France Inter, die Beteiligung könne wieder den Stand vom Dezember erreichen, als landesweit bis zu 140.000 Menschen auf die Straße gegangen waren.

Der Pariser Polizeipräfekt Michel Delpuech erwarte in der Hauptstadt mehr Demonstranten als die 3500 Menschen vom vergangenen Samstag und ein höheres Maß an Radikalität. In Paris werden nach seinen Worten am Wochenende 5000 Polizisten und 14 gepanzerte Fahrzeuge der Militärpolizei im Einsatz sein.

13:01 Uhr

Bundeshaushalt schließt mit Überschuss von 11 Milliarden

Höhere Steuereinnahmen und geringere Ausgaben als geplant haben Bundesfinanzminister Olaf Scholz im vergangenen Jahr nach Angaben aus Regierungskreisen einen Überschuss von 11,2 Milliarden Euro beschert. Die für die kommenden Jahre noch nicht konkret verplante Rücklage des Bundes steigt damit nach Angaben eines hochrangigen Regierungsvertreters auf 12,8 Milliarden Euro.

Der vorläufige Abschluss bringe dennoch "keine weiteren Haushaltsspielräume gegenüber dem, was wir in der Finanzplanung schon berücksichtigt haben". Die Mittel werden demnach für bekannte Vorhaben benötigt, wie etwa die Umsetzung des Ganztagsschulprogramms und die Finanzierung der geplanten steuerlichen Forschungsförderung in Unternehmen.

12:35 Uhr

Spanische Polizei stellt 2,7 Tonnen Marihuana sicher

Falls Sie sich fragen: Wie sehen 2,7 Tonnen Gras aus? Bitteschön:

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Die Drogen wurden in Lastwagen transportiert und dort unter anderem in Dekorationsmaterialien, Wein- und Bierbehältern sowie Gemüsepaletten versteckt.

(Foto: Guardia Civil)

 

Im Kampf gegen den internationalen Drogenschmuggel ist der spanischen Polizei in Katalonien ein gewichtiger Schlag gelungen. 2,7 Tonnen Marihuana konnten die Beamten sicherstellen. Es handele sich um die bislang größte jemals in Spanien sichergestellte Menge dieser Droge, teilte die "Guardia Civil" mit. Das bereits weiterverarbeitete Marihuana sei für den Markt in Großbritannien und den Niederlanden bestimmt gewesen, hieß es. 25 Verdächtige, darunter Briten, Holländer, Spanier und Rumänen, seien festgenommen worden.

12:14 Uhr

Zweijähriger büxt aus und klaut Süßigkeiten im Supermarkt

Das nennt man dann wohl einen "zielstrebigen Kleinkriminellen" - mit einem Augenzwinkern natürlich. In Celle ist ein zweijähriger Junge ausgebüxt und hat sich auf den Weg zum nächsten Supermarkt gemacht. Dort ging es gleich in die Süßwarenabteilung, teilte die Polizei mit. Nachdem er sich bedient hatte, verließ er ohne zu bezahlen den Laden.

Auf dem Parkplatz fiel er einer aufmerksamen Kundin auf, zumal er bei einem Grad Außentemperatur nur mit einer Art Schlafanzug bekleidet war. Die alarmierten Polizisten nahmen den Jungen erstmal zum Aufwärmen mit auf die Wache. Kurz darauf meldete sich die Mutter und nahm ihr Kind wieder in Obhut. Warum der Junge überhaupt weglaufen konnte, werde das Jugendamt klären müssen, so die Polizei.

11:37 Uhr

Spahn will Fettabsaugen zur Kassenleistung machen

Der Speck muss weg: Allerdings nur bei Übergewicht, das gesundheitsgefährdend ist. In diesem Fall sollen künftig die Krankenkassen die Kosten für das Fettabsaugen übernehmen. Das fordert Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. "Bis zu drei Millionen Frauen mit krankhaften Fettverteilungsstörungen leiden täglich darunter, dass die Krankenkassen ihre Therapie nach einem Gerichtsurteil nicht bezahlen", sagte Spahn der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. "Ihnen wollen wir schnell und unbürokratisch helfen."

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11:10 Uhr

Bombendrohung in fünf deutschen Landgerichten

Nach einer Serie von Bombendrohungen sind am Freitagvormittag Landgerichte mehrerer Städte in Deutschland geräumt worden. Betroffen waren Gebäude in Potsdam, Magdeburg, Erfurt, Wiesbaden und Kiel.

In allen Fällen sei die Drohung per E-Mail eingegangen, bestätigte die Polizei. Laut Polizei Magdeburg wurde in der Mail mit einem Anschlag auf bundesweiter Ebene gedroht. Der Absender sei anonym, hieß es weiter.

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10:48 Uhr

Erneute Flieger-Panne: Müller sitzt weiter fest

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Entwicklungsminister Gerd Müller sitzt nach einer Flugzeugpanne während seiner Afrika-Reise weiter in Sambia fest. Die Maschine soll eigentlich repariert worden sein, doch aus dem Rückflug wird nichts.

An der zweistrahligen Bombardier "Global 5000" aus der Flotte der Flugbereitschaft der Bundeswehr sei ein erneuter technischer Defekt aufgetreten, berichtet ARD-Korrespondentin Janina Lückoff. Die Journalistin begleitet den Minister auf seiner Afrikareise. Nun müsse der Entwicklungsminister einen Linienflug nach Deutschland nehmen.

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10:19 Uhr

Michael J. Fox präsentiert erstes Tattoo

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Schauspieler Michael J. Fox hat sich unter die Nadel gelegt. Stolz präsentiert er nun sein erstes Tattoo – und die Geschichte dahinter:

  • Auf dem rechten Unterarm des "Zurück in die Zukunft"-Darstellers prangt jetzt eine Schildkröte, die durch fünf Ringe schwimmt.
  • Der 57-Jährige spielt damit auf eine Begebenheit in seinem Leben an. Beim Schwimmen vor der karibischen Insel Saint John entdeckte er eine Meeresschildkröte mit einer verletzten Flosse und einer Narbe im Gesicht. Das Tier ließ ihn etwa eine halbe Stunde mit sich schwimmen, was den Schauspieler so beeindruckte, dass er eine übergeordnete Entscheidung hinsichtlich seiner Karriere traf.
10:03 Uhr

USA beginnen mit Truppenabzug aus Syrien

Der US-Truppenabzug aus Syrien hat begonnen, wie ein Sprecher der Militärkoalition mitteilte. Nach Behördenangaben werde zuerst ein Teil seiner Ausrüstung weggebracht. Das bestätigte ein Verteidigungsvertreter.

US-Präsident Donald Trump hatte kurz vor Weihnachten mit der Ankündigung überrascht, umgehend alle US-Soldaten aus dem Bürgerkriegsland abzuziehen, da der Kampf gegen den IS gewonnen sei. Aus Protest gegen die Ankündigung war Verteidigungsminister Jim Mattis zurückgetreten.

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09:27 Uhr

Ärzte kurieren Alkoholvergiftung mit Dosenbier

Ja, das geht: Eine Alkoholvergiftung mit Bier behandeln - zumindest in Vietnam und anderen weniger entwickelten Ländern. Denn dort entstehen die Vergiftungen vorwiegend durch gepanschten Schnaps und die große Menge Methanol, die darin enthalten ist.

  • Mit Dosenbier haben Ärzte in Vietnam nun einen 48-jährigen Mann von einer schweren Alkoholvergiftung geheilt. Die Mediziner des Krankenhauses Quang Tri in der gleichnamigen Provinz flößten ihrem Patienten nach und nach 15 Dosen des Gerstensafts ein.
  • Methanol entsteht, wenn beim Destillieren von Alkohol nicht richtig gearbeitet wird. Wenn die Leber dann versucht, den Körper vom Alkohol zu entgiften, wird das Methanol zu Formaldehyd und Ameisensäure umgewandelt. Dies kann sogar zum Tod führen.
  • Bei ihrer ungewöhnlichen Behandlung nutzten die Ärzte einen Trick, um die Umwandlung des Methanols zu verhindern. Sie beschäftigten die Leber anderweitig, indem sie dem Patienten Ethanol, also "normalen" Alkohol, in Form von Bier verabreichten. Das gefährliche Methanol wird dann nach und nach durch die Atmung und den Urin ausgeschieden.

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08:44 Uhr

Durchfallerreger in jedem zweiten Supermarkt-Hähnchen

Im deutschen Lebensmitteleinzelhandel ist mehr als jede zweite Hähnchenfleischprobe mit einem Durchfallerreger kontaminiert. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Frage des Grünen-Fraktionschefs Anton Hofreiter hervor. Demnach enthielten 51,8 Prozent der Proben im Jahr 2017 den Erreger Campylobacter, während es 2011 noch 31,6 Prozent waren.

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08:36 Uhr

Adventskranz löst Wohnungsbrand aus - 20.000 Euro Schaden

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Der 4. Advent ist jetzt bereits vier Wochen her - also raus mit dem Weihnachtsplunder.

(Foto: imago/Seeliger)

Die Weihnachts-Deko sollte so langsam verschwunden sein, finden Sie nicht? Die Feuerwehr warnt, besonders vorsichtig mit älteren Adventskränzen und Tannenbäumen zu sein. Denn mehrere Wochen nach Weihnachten sind die Zweige oft sehr trocken.

Ein lichterloh brennender Adventskranz hat nun im hessischen Groß-Umstadt einen Wohnungsbrand und einen Schaden von rund 20.000 Euro verursacht. Nach Angaben der Polizei war der Adventskranz im Wohnzimmer einer Wohnung im Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses in Brand geraten, die Flammen griffen auf das Zimmer über.  Die Feuerwehr löschte den Brand, Rettungskräfte brachten alle vier Hausbewohner zur Untersuchung in ein Krankenhaus.

08:17 Uhr

Japan klagt Ex-Nissan-Chef Ghosn erneut an

Heute soll entschieden werden, ob Ex-Nissan-Chef Carlos Ghosn vorläufig freigelassen wird. Der Automanager sieht sich allerdings neuen Vorwürfen ausgesetzt. Die japanische Staatsanwaltschaft hat eine neue Anklage gegen ihn erhoben. Dies gab das Bezirksgericht bekannt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 64-Jährigen vor, Verluste aus Devisen-Absicherungsgeschäften während der Finanzkrise 2008/2009 auf Nissan übertragen und damit gegen Unternehmensgesetze verstoßen zu haben. Zuvor hatte sie Ghosn bereits wegen Verstoßes gegen Börsenauflagen angeklagt.

07:48 Uhr

83-Jähriger droht vor Kaserne mit Sprengstoff im Auto

Ein 83 Jahre alter Autofahrer hat am Donnerstagabend vor einer Kaserne der US-Streitkräfte in Kaiserslautern behauptet, Sprengstoff im Wagen zu haben. Grund dafür war offenbar, dass er sich über Sicherheitskontrollen geärgert hatte, wie die Polizei mitteilte. Zur Sicherheit wurde der Bereich rund um die Kleber Kaserne abgeriegelt, mehrere Straßen wurden gesperrt.

Nach rund zwei Stunden gaben die Beamten Entwarnung. Sie konnten ihren Angaben zufolge zusammen mit US-Kräften keine verdächtigen Gegenstände finden. Der 83-Jährige wurde vorübergehend festgenommen. Es werde nun geprüft, ob er für die Kosten des Einsatzes aufkommen muss.

07:23 Uhr

Tief "Donald" bringt Regen und Glatteis

Tief "Donald" liegt mit seinem Zentrum zwar im Norden Skandinaviens. Dennoch schickt es uns heute seine Ausläufer und Form eines Wolkenbandes, das von Nordwest nach Südost etwas Schnee oder Regen bringt. Vor allem von der Mitte südwärts müssen Sie dabei mit Glätte rechnen. Die ganz großen Mengen kommen nicht vom Himmel. Jedoch liegen die Frühwerte im Frostbereich und somit besteht stellenweise sogar die Gefahr von Glatteis. Trockener geht es unterdessen im Norden sowie in Richtung Alpen durch den Tag. Zeitweise zeigt sich dort die Sonne.

Die Temperaturen: zu Beginn in einigen Alpentälern sowie am Bayrischen Wald um oder unter minus 10 Grad. Ansonsten startet der Tag südlich einer Linie vom Rheinland bis rüber ins nördliche Brandenburg oft mit minus 7 bis 0 Grad. Weiter nordwärts ist es hingegen meistens frost- und glättefrei bei 1 und 7 Grad. Tagsüber erreichen die Höchstwerte im Norden und Westen zum Teil windige und eher milde 4 bis 8 Grad, während im Süden und Südosten maximal minus 3 bis plus 2 Grad drin sind.

Die weiteren Aussichten: nach einer vorübergehenden Verschnaufpause in Sachen Schnee im Alpenraum spitzt sich dort die Lage ab Sonntag wieder zu. Und auch im übrigen Land verläuft das Wochenende leider vielfach grau, nass und zum Teil stürmisch, bevor im Laufe der nächsten Woche der Winter auch im Flachland Anlauf nimmt. Hier die Details. Trotz der turbulenten und mitunter sehr ungemütlichen Aussichten wünsche ich Ihnen ein entspanntes Wochenende.

Ihr Björn Alexander

07:00 Uhr

Bergung der Container in der Nordsee beginnt

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Insgesamt 270 Container müssen aus der Nordsee geborgen werden.

(Foto: imago/blickwinkel)

Gut eine Woche nach der Havarie des Frachters "MSC Zoe" in der Nordsee beginnt die Bergung der vielen am Meeresgrund verstreuten Behälter. Ein erstes niederländisches Bergungsschiff sollte heute an der Emsmündung nahe der deutschen Grenze eintreffen und dort zunächst zwei Container bergen. Das sagte ein Sprecher des niederländischen Ministeriums für Infrastruktur und Wasserwirtschaft.

Das Containerschiff hatte auf dem Weg nach Bremerhaven in der Nacht zum 2. Januar nach neuesten Angaben 291 Container verloren, darunter 2 mit gefährlichen Stoffen. Rund 20 waren an den Stränden angespült worden. Die meisten Behälter im Meer wurden geortet. Insgesamt müssen rund 270 Container vom Boden der Nordsee gehoben werden.

06:27 Uhr

Poggenburg gründet eigene Partei nach AfD-Ausstieg

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André Poggenburg blickt in eine ungewisse Zukunft.

(Foto: dpa)

André Poggenburg hat die AfD verlassen. Der ehemalige Partei- und Fraktionschef in Sachsen-Anhalt geht nun mit seiner eigenen Partei in die Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg. Und einen Namen hat er sich dafür auch schon ausgedacht: "Aufbruch deutscher Patrioten - Mitteldeutschland". Das berichtet die "Welt".

Die Differenzen mit der AfD-Parteiführung in Berlin hätten "letztlich ein unüberbrückbares Ausmaß angenommen, sodass ich mich dazu entschieden habe, meinen politischen Kampf für dieses Land außerhalb der AfD weiterführen zu müssen", sagte Poggenburg der "Welt". Auch Frauke Petry gründete nach dem Ausstieg aus der AfD eine eigene Partei - "Die Blauen", allerdings ohne groß damit aufzufallen. Ähnlich erging es Parteigründer Bernd Lucke, der im Sommer 2015 die AfD verlassen hatte.

06:20 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

die Woche neigt sich dem Ende entgegen und wir starten noch einmal voll durch. Das Wetterchaos in Süddeutschland wird uns auch heute weiterhin beschäftigen, ebenso wie der Haushaltsstreit der US-Amerikaner.

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Renault-Chef Carlos Ghosn.

(Foto: imago/Kyodo News)

Und das wird heute sonst noch wichtig:

  • Kanzlerin Angela Merkel wird um 9.15 Uhr zum Abschluss ihres zweitägigen Besuches in Griechenland von Staatspräsident Prokopis Pavlopoulos empfangen. Dabei dürfte Pavlopoulos erneut die Forderung nach Reparationen für Schäden während des Zweiten Weltkriegs zur Sprache bringen.
  • Sozialwohnungen sind in Deutschland knapper geworden - der Bundesgerichtshof (BGH) befasst sich ab 9 Uhr mit den Förderbedingungen.
  • Seit fast zwei Monaten sitzt Ghosn in Japan in Untersuchungshaft. Er soll gegen Börsenauflagen verstoßen und private Investitionsverluste auf Nissan abgewälzt haben. Bis heute muss die Staatsanwaltschaft entscheiden, ob sie ihn freilässt.
  • Der sachsen-anhaltische Landtagsabgeordnete und einstige Landespartei-Chef André Poggenburg verlässt die AfD. Er hat bereits angekündigt, eine neue Partei zu gründen. Die Delegierten der AfD treffen sich dagegen heute im sächsischen Riesa, um ihr Programm für die Europawahl im Mai zu beschließen.
  • Nach dem Auftaktsieg gegen eine vereinigte Korea-Mannschaft geht es für die deutschen Handballer in die Vorbereitung auf das zweite Gruppenspiel. Trainer Christian Prokop spricht gegen 14 Uhr auf einer Pressekonferenz.

Alle weiteren wichtigen und wissenswerten Meldungen aus aller Welt werde ich Ihnen natürlich ebenfalls nicht vorenthalten. Mein Name ist Michael Bauer und bis es dann für mich um 14 Uhr "Hoch die Hände, Wochenende" heißt, werde ich Sie begleiten. Bei Fragen oder Anregungen schicken Sie mir doch einfach eine Mail unter michael.bauer[at]nama.de.

06:02 Uhr

Karriereende - Tennis-Olympiasieger Murray hört auf

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Hüftbeschwerden beenden die Karriere von Andy Murray.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Der zweimalige Tennis-Olympiasieger Andy Murray steht vor dem Ende seiner erfolgreichen Karriere. Der 31 Jahre alte Brite kündigte im Vorfeld der Australian Open in Melbourne (ab 14. Januar) unter Tränen seinen Abschied vom Profisport an. "Die Schmerzen sind wirklich zu stark. So will ich nicht weiterspielen", sagte Murray, der sich vor einem Jahr hatte an der Hüfte operieren lassen. Spätestens beim Grand Slam in Wimbledon soll Schluss sein, "aber ich bin nicht sicher, ob ich das schaffe", sagte Murray, der auf dem Heiligen Rasen zweimal triumphiert hatte (2013, 2016).

Schon die Australian Open, bei denen der Schotte in der ersten Runde auf den Spanier Roberto Bautista Agut trifft, könnten sein letztes Turnier sein. "Ich kann noch immer auf einem gewissen Niveau spielen, mit dem ich aber nicht glücklich bin", sagte er.

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