Freitag, 13. September 2019Der Tag

mit Friederike Zörner
22:37 Uhr

Das war Freitag, der 13. September 2019

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Weniger Meereis bedeutet auch weniger Platz für Eisbären.

(Foto: picture alliance/dpa)

Während die 16-jährige Klima-Aktivistin Greta Thunberg ihren Protest über den Atlantik nach Washington verlagert hat, vermelden Forscher aus Bremerhaven eine beunruhigende Entwicklung. Die von Meereis bedeckte Fläche in der Arktis ist so klein wie seit sieben Jahren nicht mehr. Nur noch rund 3,9 Millionen Quadratkilometer des Arktischen Ozeans seien zum Ende der Schmelzperiode mit Meereis bedeckt, teilte das Alfred-Wegener-Institut (AWI) mit.

So sank das jährliche Minimum erst zum zweiten Mal seit Beginn der Satellitenmessungen im Jahr 1979 unter vier Millionen Quadratkilometer. Die Wissenschaftler werden erst im Oktober die endgültige Bilanz für 2019 ziehen. Mit einem neuen Negativrekord rechnen sie aber nicht. Ein klitzekleines Trostpflaster also bei ansonsten düsteren Nachrichten für das Weltklima.

Diese Themen bestimmten heute die Schlagzeilen:

Ich hoffe, Sie blicken auf eine gute Arbeits-/Schul-/Urlaubswoche zurück und starten entspannt ins Wochenende. Kommen Sie gut durch die Nacht.

22:16 Uhr

Mann ohne Bordkarte im Flieger: Sperrung am Airport Hamburg

*Datenschutz

Wie konnte das passieren? Ein Mann hat sich ohne Bordkarte Zutritt zu einem Flugzeug am Hamburger Airport verschafft. Der blinde Passagier hatte weder einen Ausweis noch Handgepäck dabei. Bundespolizisten sagte er, er sei auf dem Flughafen nicht kontrolliert worden.

Der Mann ist der Polizei bereits bekannt. Seine Aktion löste eine Suche nach möglichen gefährlichen Gegenständen aus. Der Sicherheitsbereich des Airports wurde dafür am Abend vorübergehend gesperrt. Gefunden wurde nichts, wie ein Sprecher der Bundespolizei sagte. Der Mann sei der Polizei übergeben worden. Viele Ankünfte und Abflüge verzögerten sich wegen des Polizeieinsatzes deutlich.

22:05 Uhr

Whistleblower Snowden wirbt für Asyl in Deutschland

"Ich glaube, dass jeder, der einigermaßen objektiv auf die Geschichte blickt, erkennen wird, dass, wenn Deutschland mich aufnehmen würde, es inzwischen nicht mehr als ein feindlicher Akt gegen die USA aufgefasst würde." Der Whistleblower Edward Snowden, der eine ausufernde Internet-Überwachung durch westliche Geheimdienste enthüllte, würde immer noch gern politisches Asyl in der Bundesrepublik bekommen.

  • Wie er der "Welt" sagte, würde ein Asyl in der Europäischen Union für ihn bedeuten, "dass Europa für die Vereinigten Staaten eintritt, auch in Augenblicken, wenn diese gerade nicht für sich selbst und ihre Werte einstehen können."
  • Der Ex-Geheimdienstler hatte 2013 Dokumente zu Ausspäh-Aktivitäten des US-Abhördienstes NSA und seines britischen Gegenparts GCHQ an Journalisten gegeben.
  • Auf der Flucht über Hongkong wollte er nach eigenen Angaben nach Ecuador, strandete aber am Moskauer Flughafen, nachdem die US-Regierung seinen Reisepass annulliert hatte. Snowden bekam Asyl in Russland, nach einer Verlängerung aktuell bis 2020.
21:46 Uhr

Forscher weisen nach: Kinder mit Weichmachern belastet

Das Umweltbundesamt und das Robert-Koch-Institut haben bei einer Studie beunruhigende Erkenntnisse gewonnen. Wie der "Spiegel" berichtet, fanden die Forscher bei sehr vielen Kindern und Jugendlichen Inhaltsstoffe von Plastik im Körper. Demnach wurden Urinproben von 2500 Studienteilnehmern zwischen drei und 17 Jahren ausgewertet. In fast allen Proben seien Rückstände von Plastikinhaltsstoffen gefunden worden, insbesondere von Weichmachern.

  • Die Untersuchung zeige "eindeutig, dass Plastikinhaltsstoffe mit steigender Produktion auch vermehrt im Körper auftreten", sagte Mitautorin Marike Kolossa-Gehring vom Umweltbundesamt dem Magazin.
  • Untersucht wurden laut "Spiegel" 15 verschiedene Stoffe. Für einige existierten keine gesundheitskritischen Grenzwerte, für zwei andere seien die geltenden Grenzwerte überschritten worden.
  • Kolossa-Gehrings Angaben zufolge waren in der Studie die jüngsten Kinder am stärksten betroffen. Das sei "wirklich besorgniserregend", da die Jüngsten auch die sensibelste Gruppe seien.
21:20 Uhr

US-Demokrat von Republikaner mit Gewalt bedroht

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Mit einem emotionalen Appell hat sich der demokratische Präsidentschaftsbewerber Robert Francis "Beto" O'Rourke für eine Einschränkung des privaten Waffenbesitzes stark gemacht: "Verdammt nochmal, ja. Wir werden Eure AR-15 und Eure AK-47 wegnehmen. Wir werden nicht zulassen, dass sie weiterhin gegen unsere amerikanischen Mitbürger eingesetzt werden", sagte er bei der gestrigen Debatte der Kandidaten im texanischen Houston.

Diese Aussage brachte O'Rourke nun eine schamlose Gewaltandrohung eines republikanischen Politikers ein. "Meine AR wartet auf Dich", schrieb der texanische Regionalabgeordnete Briscoe Cain auf Twitter. Die in den USA weitverbreitete AR-15 ist ein halbautomatisches Gewehr. Den Tweet Cains bezeichnete O'Rourke als "Todesdrohung". An die Adresse des Republikaners twitterte er: "Sie sollten eindeutig keine AR-15 besitzen, ebenso wie niemand anderes."

20:51 Uhr

Eine Tonne Möhren landet auf A2 - Sperrung und Stau

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Ungewöhnlicher Straßenbelag auf der A2

(Foto: Polizeipräsidium Bielefeld)

Autofahrer bekamen es heute auf der A2 mit ungewöhnlichen Hindernissen zu tun. Auf der Autobahn bei Porta Westfalica verlor ein Laster rund eine Tonne Möhren. Das Gemüse verteilte sich auf einer Strecke von rund 200 Metern, wie die Polizei berichtete. Zwei Spuren in Fahrtrichtung Hannover mussten über mehrere Stunden gesperrt werden, damit die Karotten weggeräumt werden konnten. Es bildete sich ein Stau über einige Kilometer. Weshalb der Laster seine Ladung verlor, ist bislang unklar.

20:23 Uhr

Thunberg protestiert vor Trumps Amtssitz fürs Klima

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Zwar ist kein Treffen geplant, aber US-Präsident Donald Trump dürfte spätestens heute mitbekommen haben, dass Klima-Aktivistin Greta Thunberg in Washington weilt. Zusammen mit mehreren Hundert Kindern und Jugendlichen zog die Schwedin vor das Weiße Haus, um für mehr Klimaschutz zu demonstrieren. Die 16-Jährige mischte sich unter ihre Mitstreiter und zog mit der anfänglich sehr übersichtlichen Menge vor den südlichen Garten des Amtssitzes von Trump - gefolgt von Dutzenden Journalisten. Thunberg sagte in einer kurzen Ansprache, sie sei überwältigt angesichts der Vielzahl der Teilnehmer an dem Protest. "Gebt nie auf - wir machen weiter!"

Thunberg ist in den USA längst nicht so berühmt wie in Europa. Sie war vor rund zwei Wochen mit einer Segeljacht in New York eingetroffen. Sie verzichtet auf Flugreisen. In Washington soll sie sich insgesamt sechs Tage aufhalten und wird dort mit anderen Aktivisten bei einer Anhörung eines Unterausschusses des Repräsentantenhauses erwartet. Seit mehr als einem Jahr demonstriert Thunberg jeden Freitag für mehr Klimaschutz. Trump wiederrum zieht den menschengemachten Klimawandel in Zweifel.

19:46 Uhr

Mann will Freund aus Gleis retten - beide von Zug überrollt

Als ein Mann aus bislang unbekannter Ursache ins Gleis am Bahnhof Neuwied stürzt, eilt ihm ein Bekannter zur Hilfe. Doch der heldenhafte Rettungsversuch endet in einer Tragödie: Die beiden Mitglieder eines Kegelclubs werden von einem hereinfahrenden Güterzug erfasst und getötet. Nach Angaben der Bundespolizei habe mutmaßlich Alkohol eine Rolle bei dem Unglück gespielt.

Mehrere Menschen, die sich auf dem Bahnsteig aufhielten, muss seelsorgerisch betreut werden. Der betroffene Lokführer erlitt einen Schock. Die rechtsrheinische Bahnstrecke blieb bis zum Abend gesperrt, da die Toten zunächst nicht geborgen werden konnten. Es gab erhebliche Störungen im Zugverkehr.

19:21 Uhr

Späti verkaufte Koks, Pilz-Schokolade und andere Drogen

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Ein "gut sortierter" Späti im Berliner Stadtteil Schöneberg bot seinen Kunden diverse Drogen an: Kokain, die synthetische cannabisähnliche Droge Bonzai sowie Dutzende Schokoriegel, die Pilze mit einem rauscherzeugenden Stoff enthielten. Das meiste davon war schon portionsweise abgepackt. Mit diesem Kundenservice ist nun Schluss. Wie die Berliner Polizei auf Twitter verkündete, konnten die Produkte "unter der Ladentheke" ausfindig gemacht werden.

Mit der ungewöhnlichen Ware ist derweil nicht zu spaßen: Schon vor zwei Jahren warnte die Polizei über Facebook vor Bonzai: "Wer konsumiert, spielt mit dem Leben." Die Droge werde zusammengepanscht und enthalte hochgiftige Substanzen. "Konsumenten fallen regelmäßig nach wenigen Zügen vom Joint in Ohnmacht. Hinzu kommen Symptome wie langanhaltende Krämpfe, Blaufärbung der Lippen, Schaumbildung vor dem Mund oder stundenlanges Erbrechen."

19:04 Uhr

"Take me Home Tonight"-Sänger Eddie Money gestorben

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Erst vor wenigen Wochen, gab Eddie Money in seiner eigenen Reality-TV-Show bekannt, dass er an Speiseröhrenkrebs erkrankt ist. Nun ist der US-Sänger im Alter von 70 Jahren an den Folgen seiner Erkrankung gestorben. Money, der in den 70er und 80er-Jahren bekannt wurde, starb "friedlich" in Los Angeles, wie seine Familie mitteilte. "Mit schwerem Herzen verabschieden wir uns von unserem liebevollen Ehemann und Vater." Er werde durch seine Musik für immer weiterleben.

In jungen Jahren startete der gebürtige New Yorker in der US-Ostküstenmetropole die Ausbildung zum Polizisten, doch sein musikalisches Talent blieb nicht lange unentdeckt. Mit Liedern wie "Take me Home Tonight" oder "Two Tickets to Paradise" landete er Hits.

18:38 Uhr

Berliner Mini-Pandas wächst schwarz-weißes Fell

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Flausch hoch vier

(Foto: picture alliance/dpa)

Weil es der drängende Wunsch einzelner Mitglieder dieser Redaktion ist und das Wochenende vor der Tür steht, möchte ich Ihnen diese Nachricht und vor allem diese knuffigen Bilder nicht länger vorenthalten: Berlins kleinen Panda-Zwillingen wächst rund zwei Wochen nach ihrer Geburt ganz langsam ein schwarz-weißer Fell-Flaum.

Auch auf der Waage haben die Bärchen kräftig zugelegt. Mit rund 430 und 340 Gramm sind sie mehr als doppelt so schwer wie Ende August, teilte der Berliner Zoo mit. Pandamutter Meng Meng hat weiter rund um die Uhr ein menschliches Pflege-Team an ihrer Seite. Denn in der Natur würde sie nur ein Jungtier aufziehen. In Berlin bekommt sie ihren Nachwuchs deshalb abwechselnd zum Säugen gereicht. Voraussichtlich Ende des Jahres sollen die Pandas für Besucher zu sehen sein.

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18:15 Uhr

Kubicki: Kramp-Karrenbauer wird nicht Kanzlerin

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Ein Mann, ein Wort: Wolfgang Kubicki.

(Foto: picture alliance / Frank Molter/)

FDP-Vize Wolfgang Kubicki hat offenbar nicht viel für die aktuelle CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer übrig. Im Interview mit n-tv.de räumte er der 57-Jährigen keine Chancen ein, Angela Merkel auch als Kanzlerin zu beerben. "Kramp-Karrenbauer wird es nicht werden." In Anspielung auf die Herkunft von AKK ergänzte er: "Ich weiß, warum die Kanzlerin sie zur Verteidigungsministerin gemacht hat. Weil die Bundeswehr zur Verteidigung des Saarlands immer noch ausreicht."

Die K-Frage beantwortete Kubicki derweil mit zwei männlichen Kandidaten: "Ich setze auf Jens Spahn oder vielleicht später Daniel Günther, den Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein." Früher hätte er immer Friedrich Merz genannt, der mit Kramp-Karrenbauer um den CDU-Vorsitz konkurriert hatte. "Doch der hat sich nach seiner Nichtwahl sehr ungeschickt gegenüber der eigenen Partei verhalten." Keine Aussichten auf das Kanzleramt hat aus Sicht des FDP-Politikers auch der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet. "Ich mag ihn wirklich gerne, aber die Wirkung von Herrn Laschet außerhalb von NRW wird überschätzt."

Service: Das komplette Interview, das meine beiden Kolleginnen Barbara Mauersberg und Gudula Hörr mit Wolfgang Kubicki geführt haben, können Sie am Sonntagvormittag auf n-tv.de lesen.

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17:59 Uhr

Mann sticht mit Teppichmesser auf Werk von Daniel Buren ein

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Buren ist für seine Werke mit charakteristischer Streifentechnik bekannt.

(Foto: imago/PanoramiC)

Es muss alles recht schnell gegangen sein: Ein Mann greift im Pariser Centre Pompidou zu einem Teppichmesser, geht gezielt auf ein Werk von Daniel Buren zu und sticht drauf los. Er will fliehen. Doch er schafft es nicht einmal aus dem Museum heraus, weil es Mitarbeitern dank Videoüberwachung gelingt, den Täter zu identifizieren und dingfest zu machen. Die Polizei nimmt den Mann fest. Sein Motiv ist unklar.

Der 81-jährige zeitgenössische Künstler wurde über den Vorfall informiert. Sein Bild befindet sich nun in der Reservatenkammer des Museums. Dort soll das genaue Ausmaß der Schäden untersucht werden. Daniel Buren gilt als Vertreter der französischen Konzeptkunst. Im Centre Pompidou sind mehrere Werke mit seiner charakteristischen Streifentechnik zu sehen.

17:25 Uhr

Mutter und Sohn sterben bei Familienstreit in Hessen

Zwei Kriminaltechniker gehen auf ein Grundstück. Foto: Swen Pförtner

Kriminalpolizei und Spurensicherung untersuchten den Tatort.

(Foto: Swen Pförtner/dpa)

Eine 60-jährige Frau und ihr 32-jähriger Sohn sind bei einer gewalttätigen Auseinandersetzung im nordhessischen Hofgeismar ums Leben gekommen. Der 62-Jährige Ehemann und Vater trug schwere Verletzungen davon und schwebt noch in Lebensgefahr. Ein Sprecher der Polizei in Kassel sagte: "Wir gehen derzeit davon aus, dass es sich um eine Familientragödie handelt."

Laut Polizei war ein Notruf aus dem Einfamilienhaus abgesetzt worden. Es seien "aus der Familie heraus" Streitigkeiten gemeldet worden. Beim Eintreffen fanden die Beamten die Schwerverletzten. Die 60-Jährige starb noch vor Ort. Vater und Sohn wurden in Krankenhäuser gebracht. Der 33-Jährige sei in der Klinik ebenfalls an seinen Verletzungen gestorben. Wer wen verletzte, ist noch unklar. "Es gibt aber keine Hinweise, dass andere Personen an der Auseinandersetzung beteiligt gewesen sind", erklärte die Polizei. Vater, Mutter und Sohn hätten in dem Haus allein gelebt.

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17:07 Uhr

Rechnungshof: Flüchtlingsprojekt der Bundeswehr "unwirksam"

2 von 217 Flüchtlingen: Das ist offenbar die Bilanz eines Ausbildungsprojektes der Bundeswehr, das geflüchteten Menschen einen Job vermitteln wollte. In einem vertraulichen Bericht schreiben Prüfer des Bundesrechnungshofes nun, das Programm sei "sowohl unwirtschaftlich als auch unwirksam" gewesen. Das berichtet der "Spiegel". 217 Flüchtlinge hätten 2016 und 2017 an vierwöchigen Schnupperkursen zu Themen wie Technik, Handwerk und Sanitätswesen teilgenommen. Dies habe fünf Millionen Euro gekostet.

Für jeden Flüchtling gab die Bundeswehr demnach also rund 23.000 Euro aus. Ähnliche Programme der Bundesagentur für Arbeit kosteten rund 1800 Euro pro Teilnehmer. Hintergrund der hohen Kosten bei der Bundeswehr seien Planungsfehler: Da etwa das Deutsch der Syrer schlechter gewesen sei als angenommen, seien für fast 900.000 Euro Dolmetscher angeheuert worden.

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16:34 Uhr

Johnson ist "vorsichtig optimistisch" - Juncker spricht von "Tragödie"

In der festgefahrenen Situation - landläufig als Brexit bekannt - versucht Großbritanniens Premierminister Boris Johnson mit positiven Phrasen, gute Stimmung zu verbreiten. Im Ringen um ein Austrittsabkommen mit der EU ließ der Tory-Chef nun verlauten, er sei "vorsichtig optimistisch". Bei den Verhandlungen habe es "viele Fortschritte" gegeben. Es sei "der grobe Umriss eines Abkommens" zu erkennen, sagte Johnson bei einem Besuch im nordenglischen Rotherham.

Irlands Regierungschef Leo Varadkar ließ derweil eher pessimistischere Töne anklingen. Zwischen Brüssel und London klaffe nach wie vor eine "sehr große Lücke", sagte Varadkar dem irischen Radiosender RTE. "Aber wir werden bis zur letzten Minute um ein Abkommen kämpfen und dafür arbeiten, allerdings nicht um jeden Preis."

Fast schon theatralisch äußerte sich der scheidende EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker zu der Angelegenheit. Den geplanten Austritt Großbritanniens aus der EU bezeichnete er im Deutschlandfunk als "Höhepunkt einer kontinentalen Tragödie" und als "ahistorisch". Er sei der Problemlage, die es in Europa gebe, nicht angemessen. Die Entscheidung der Briten müsse aber respektiert werden.

 

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15:58 Uhr

Kaffee verschüttet: Passagiermaschine kehrt über Atlantik um

Ein kleines Malheur auf einem Flug zwischen Frankfurt am Main und dem mexikanischen Cancun hätte unter Umständen in einer Katastrophe enden können. Wie "Spiegel Online" unter Berufung auf den Report einer britischen Flugbehörde berichtet, ging alles aber noch recht glimpflich aus. Ein Airbus A330 musste auf halber Strecke über dem Atlantik umkehren, weil der Pilot Kaffee verschüttet hatte. Das Missgeschick geschah demnach im Februar - gelangte aber erst jetzt ans Licht der Öffentlichkeit.

Das heiße Getränk ergoss sich nicht nur über den Schoß des Piloten, sondern auch auf wichtigen Armaturen. Das Audio-Bedienfeld, das für Funksprüche und Durchsagen verwendet wird, erhitzte sich derart stark, dass es ausfiel. Einige Minuten später, als sich der Schaden auch auf das Bedienfeld des Co-Piloten ausweitete, entschied sich die Crew, umzukehren. Ohne Funksprüche empfangen oder senden zu können, landete die Maschine sicher auf dem Flughafen von Shannon in Irland. Die 326 Passagiere und elf Crewmitglieder blieben unverletzt.

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15:32 Uhr

Gesichtsmasken benötigt: Kuala Lumpur in dichten Rauch gehüllt

Auf den indonesischen Inseln Borneo und Sumatra wüten seit Wochen heftige Waldbrände. Sie hüllen ganze Regionen in Südostasien in dichten Rauch. Darunter auch Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur. Hier werden eine halbe Million Gesichtsmasken verteilt, um die Menschen zu schützen.

 

14:59 Uhr

Neu entdeckter Komet stammt nicht aus unserem Sonnensystem

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Suchbild: Das Teleskop-Foto zeigt (irgendwo) den Kometen C/2019 Q4.

(Foto: picture alliance/dpa)

Sein Name ist unscheinbar. Doch "C/2019 Q4" ist eine echte Rarität. Der Ende August entdeckte Komet stammt nämlich möglicherweise von außerhalb unseres Sonnensystems. Sollte das stimmen, wäre der Himmelskörper nach dem im Oktober 2017 beobachteten "Oumuamua" erst der zweite solche bestätigte Komet, wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa und die Europäische Weltraumorganisation Esa mitteilten. Die Nasa spricht von "interstellaren Besuchern".

Der Komet "C/2019 Q4" befindet sich Angaben der Nasa zufolge derzeit 420 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt und bewegt sich mit der unvorstellbaren Geschwindigkeit von 150.000 Stundenkilometern darauf zu. Damit ist er deutlich schneller als andere Objekte, welche die Sonne in einer solchen Entfernung umkreisen. Dies deute darauf hin, "dass das Objekt möglicherweise von außerhalb unseres Sonnensystems stammt", sagte Davide Farnocchia vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) der Nasa in Pasadena. Aufgrund seiner hohen Geschwindigkeit nehmen die Forscher an, dass der Komet mittelfristig gesehen wieder in den interstellaren Raum zurückkehren wird.

14:49 Uhr

Datenschützer verbietet AfD-Meldeportal "Neutrale Schule"

Der Landesdatenschutzbeauftragte Heinz Müller. Foto: Stefan Sauer/Archivbild

Der Landesdatenschutzbeauftragte Heinz Müller.

(Foto: Stefan Sauer/zb/dpa)

"Es darf nicht sein, dass Lehrer durch so ein Portal in ihrer Unterrichtstätigkeit eingeschüchtert werden." Der Datenschutzbeauftrage von Mecklenburg-Vorpommern, Heinz Müller, schiebt dem umstrittenen AfD-Meldeportal "Neutrale Schule" einen Riegel vor. Die dort veröffentlichten Textpassagen, in denen Schüler zur Meldung angeblicher Verstöße von Lehrern gegen das Neutralitätsgebot aufgefordert werden, müssen bis zum 20. September entfernt werden. Müller drohte sogar mit der Verhängung eines Zwangsgeldes, sollte die Anweisung nicht befolgt werden.

  • Der AfD-Landesverband erhebe in seinem Portal nicht nur personenbezogene Daten von Schülern, die eine Meldung verfassen, sondern sammle gezielt auch die politischen Meinungen der gemeldeten Lehrer.
  • Als spezielle Kategorie personenbezogener Daten stehe die politische Meinung jedoch unter besonderem rechtlichen Schutz.
  • Der AfD-Landessprecher Leif-Erik Holm nannte das Verbot "eine parteipolitisch motivierte Willkürentscheidung". Es diene offensichtlich dazu, "Schüler, Eltern und Lehrer einzuschüchtern, damit sie Verletzungen des Neutralitätsgebots kritiklos über sich ergehen lassen".
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14:31 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser, graue Wolken verdunkeln gerade den Himmel über Berlin. Ich bin ganz froh, dass ich den "Tag" nun von meiner Kollegin Josephin Hartwig übernehmen und mich im trockenen Büro verkriechen kann. Mein Name ist Friederike Zörner. Bei Fragen und Anregungen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]nama.de

14:22 Uhr

Studie zeigt: Leichen "bewegen" sich noch nach einem Jahr

Bei menschlichen Leichen kann es auch noch nach mehr als einem Jahr nach dem Tod zu deutlich sichtbaren Bewegungen kommen. Ein australisches Team von Wissenschaftlern hat das nachgewiesen. "Wir glauben, dass die Bewegungen auf den Prozess der Verwesung zurückgehen, während der Körper mumifiziert und die Bänder austrocknen", sagte Forschungsleiterin Alyson Wilson. Ihre Erkenntnisse könnten die Arbeit von Kriminalisten und Pathologen bei der Aufklärung von Mordfällen verändern. Zudem könnte ein besseres Verständnis von postmortalen Bewegungen auch dazu beitragen, Fehler bei der Feststellung der Todesursache oder bei der Interpretation eines Tatortes zu reduzieren.

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13:59 Uhr

Tausende müssen Wohnungen in Köln verlassen

Wegen der Entschärfung einer Weltkriegsbombe in Köln müssen am Freitag rund 4000 Menschen vorübergehend ihre Häuser verlassen. Im Evakuierungsradius im Stadtteil Sülz liegt auch das sogenannte Uni-Center, ein Hochhaus mit fast 1000 Wohnungen, wie die Stadt mitteilte. Während der Entschärfung müsse auch kurzzeitig der Luftraum gesperrt werden. Die englische Fünf-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg war bei Sondierungsarbeiten gefunden worden und sollte im Laufe des Freitags entschärft werden. Der genaue Zeitpunkt war zunächst unklar.

13:29 Uhr

Angeklagter gesteht Giftanschlag auf Vermieter

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Die beiden anderen Angeklagten sind erst 19 Jahre alt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein 23-jähriger Angeklagter hat vor dem Landgericht Lübeck gestanden, einen Giftanschlag auf seinen Vermieter verübt zu haben. Er soll seinem Vermieter in Lütjensee etwas aus einer mit "Gift - E605" beschrifteten Flasche in dessen Portweinflasche geschüttet und diese wieder ins Wohnzimmer zurückgestellt haben. Den tödlichen Schluck aus der präparierten Flasche nahm das Opfer am darauffolgenden Morgen. Er konnte noch einen Notruf absetzen, starb aber kurz darauf im Rettungswagen. Der Angeklagte muss sich wegen heimtückischen Mordes vor der Jugendkammer verantworten. Der 23-Jährige betonte, er habe sich über den Vermieter geärgert und ihm nur eins auswischen wollen. Der Mann habe ihn immer wieder verspottet und beleidigt, sagte er. Die Jugendkammer des Landgerichts hat bislang fünf Verhandlungstage anberaumt. Auch die beiden Mitangeklagten, die ebenfalls in der Wohnung lebten, wollen aussagen.

12:54 Uhr

Johnson trifft Juncker in Luxemburg

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2012 konnte Johnson sich offenbar nicht zwischen Vanille und Schokolade entscheiden - und nahm beide Sorten.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ob es zum Dessert eine süße Einigkeit geben wird? Der britische Premierminister Boris Johnson wird sich am Montag mit dem EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker treffen. Das teilte Junckers Sprecherin via Twitter mit. Geplant sei ein gemeinsames Mittagessen. Bei dem Treffen dürfte es vor allem um den geplanten EU-Austritt Großbritanniens gehen.

12:27 Uhr

Nach Skandal: Arzt erhält über eine Million Entschädigung

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Der Arzt (r.) und sein Anwalt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein im Göttinger Transplantationsskandal freigesprochener Chirurg soll mit mehr als einer Million Euro vom Land Niedersachsen entschädigt werden. Das hat das Landgericht Braunschweig entschieden. Das Land müsse dem Mediziner rund 1,1 Millionen Euro zahlen, sagte der Richter. Der Mediziner forderte Schadenersatz, weil er wegen der knapp einjährigen U-Haft eine gut dotierte Stelle in Jordanien mit einem Gehalt von 50.000 Dollar pro Monat nicht hatte antreten können.

In einem bundesweit aufsehenerregenden Prozess hatte das Landgericht Göttingen den Arzt 2015 vom Vorwurf des elffachen versuchten Totschlags und der dreifachen Körperverletzung mit Todesfolge freigesprochen. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der 51-Jährige einen Verdienstausfall wegen der Untersuchungshaft erlitten hat.

12:05 Uhr

Erneute Sturmwarnung für Bahamas ausgesprochen

Die Bahamas kommen einfach nicht zur Ruhe: Nach dem verheerenden Hurrikan "Dorian" steuert ein weiterer Sturm auf die Inseln zu. Wie der US-Wetterdienst mitteilte, befand sich der Sturm am späten Abend etwa 70 Kilometer vor der östlichen Insel Cat Island. Bis Samstag werde der Sturm über den Karibikstaat hinwegziehen, hieß es weiter. Der Wetterdienst warnte vor Windgeschwindigkeiten von rund 90 km/h und heftigen Regenfällen. Es seien "tropensturmartige Bedingungen" zu erwarten. Der Sturm, der derzeit noch den Namen "Potenzieller Tropensturm Neun" trägt, werde in diesem Fall in "Humberto" umbenannt.
"Dorian" hatte am 1. September die Abaco-Inseln im Norden der Bahamas als Hurrikan der höchsten Kategorie 5 getroffen. Nach Schätzung des Roten Kreuzes wurden etwa 13.000 Wohnhäuser schwer beschädigt oder zerstört. Derzeit werden noch rund 1300 Menschen vermisst, es wird von 50 Toten ausgegangen.

11:31 Uhr

Junge Mutter stirbt durch elektrischen Fensterheber

Sie wollte ihre Tochter aus dem heruntergelassenen Fenster ihres Autos heben, nun ist eine junge Mutter aus Weißrussland tot. Offenbar hatte sich die 20-Jährige den Kopf im Fenster eingeklemmt, weil ihre zweijährige Tochter womöglich unbewusst den elektrischen Schließ-Mechanismus der Scheibe ausgelöst hatte, berichteten weißrussische Medien. Der Ehemann habe seine Frau bewusstlos gefunden und sofort die Scheibe eingeschlagen, wenige Tage später sei sie dennoch im Krankenhaus gestorben.

Nach Angaben des Automobilclubs ADAC stoppen heute die meisten elektrischen Fensterheber, wenn der Sensor einen Widerstand erkennt. Bei einigen Automodellen funktioniere dies allerdings nicht, wenn der Knopf zum Öffnen der Fenster permanent betätigt werde.

10:24 Uhr

Thunberg: Ältere denken, Klimawandel betrifft sie nicht

Klima-Aktivistin Greta Thunberg nutzt ihren Aufenthalt in den USA, um auch in einer Talkshow über den Klimawandel zu sprechen. Als Gast in der "The Daily Show" sagte sie etwa, jüngere Menschen seien mehr an der Klimakrise interessiert. Das liege auch daran, dass die älteren denken würden, sie seien dann ohnehin tot, der Klimawandel betreffe sie ja nicht mehr. "Wenn ich mir nur eine Sache wünsche könnte, die die Menschen jetzt tun sollen, wäre es, sich zu informieren, versuchen zu verstehen, worum es geht und die Politik zum Handeln zu bewegen", sagt Greta Thunberg zum Moderator.

Einen Teil des Interviews können Sie sich hier anschauen:

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09:56 Uhr

Mysteriöse Fehlbildung bei Babys beschäftigt Krankenhaus

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Im Sankt Marien-Hospital Buer in Gelsenkirchen häuften sich zuletzt die Fälle von Babys, die mit einer Fehlbildung geboren wurden.

(Foto: imago/Hans Blossey)

Zwischen Juni und Anfang September sind in einem Krankenhaus in Gelsenkirchen drei Kinder zur Welt gekommen, die deformierte Gliedmaßen haben sollen. Wie RTL.de berichtet, sollen die Babys ohne Hände geboren worden sein. In Frankreich hatte es in den vergangenen Jahren mehrere solcher Fälle gegeben, deren Ursache noch immer nicht geklärt werden konnte.

Statistisch kämen laut Klinik etwa ein bis zwei Prozent aller Babys mit einer Fehlbildung auf die Welt. Der kurze Zeitraum, in dem die Fehlbildungen aufgetreten seien,  sei dem deutschen Krankenhaus nun aber aufgefallen. Laut "Bild"-Zeitung haben sich inzwischen 20 weitere Familien bei einer Hebamme in Gelsenkirchen gemeldet, deren Kinder ebenfalls betroffen seien.

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09:26 Uhr

Neue "GoT"-Auskopplung in Planung?

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Daenerys Targaryen, im Original gespielt von Emilia Clarke, war die Königin der Drachen.

(Foto: picture alliance / HBO/Sky/dpa)

Für Fans von "Game of Thrones" könnte eine neue Serie, die in dem gleichen Universum spielt, die Trauer über das Ende der Geschichte vielleicht ein wenig lindern. Denn "GoT" soll ein zweites Spin-off erhalten. "Deadline" berichtet, dass der Sender HBO kurz davor stehe, eine Pilot-Folge für ein weiteres Prequel in Auftrag zu geben. Die Geschichte soll demnach vom Haus Targaryen handeln.

Spielen soll die neue Serie demnach aber drei Jahrhunderte vor der Handlung in "Game of Thrones". Sie folgt dem "Anfang vom Ende des Hauses Targaryen", heißt es. Die Show soll auf George R.R. Martins Buch "Feuer und Blut - Erstes Buch: Aufstieg und Fall des Hauses Targaryen von Westeros", das im vergangenen Jahr erschienen ist, basieren. Eine offizielle Bestätigung für die mögliche neue Serie gibt es allerdings noch nicht. Bisher wurde nur ein geplantes "Game of Thrones"-Prequel bestätigt.

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09:04 Uhr

Mann bei Feuer in Anlage für betreutes Wohnen gestorben

Ein Drehleiterwagen der Feuerwehr fährt mit Blaulicht an einer Unfallstelle vorbei. Foto: Marcel Kusch/Archiv

Der Brand konnte relativ schnell gelöscht werden, teilte die Feuerwehr mit.

(Foto: Marcel Kusch/dpa)

Bei einem Brand in einer Anlage für betreutes Wohnen in Sachsen-Anhalt ist ein 77-Jähriger ums Leben gekommen.

  • Demnach brach der Brand am Abend in einer Wohnung der Anlage in Magdeburg aus.
  • Ersten Ermittlungen zufolge starb der Mann an seinen schweren Verbrennungen und einer Rauchvergiftung, teilte die Polizei mit.
  • Mehrere Versuche, ihn zu reanimieren, blieben erfolglos. Er starb wenig später an seinen Verletzungen.
  • Eine Fremdeinwirkung schließen die Ermittler aus.
  • 20 weitere Bewohner wurden in Sicherheit gebracht. Die Brandursache ist bislang unklar.
08:36 Uhr

Tierklinik entfernt Speer aus Hals einer Schildkröte

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Meeresschildkröten sind in den USA eigentlich per Gesetz geschützt. Wer sie angreift, dem drohen hohe Strafen und Gefängnis.

(Foto: picture alliance/dpa)

Mitarbeiter einer Tierklinik in Florida haben einer Schildkröte das Leben gerettet: Das Tier war von einer Bootsfahrerin an einem Riff vor Key Largo entdeckt worden - durchbohrt von einem Speer und eingewickelt in eine Fangschnur. Die etwa 70 Kilogramm schwere Schildkröte wurde notoperiert und von dem 90 Zentimeter langen Speer und der Schnur befreit. Sobald sie ganz geheilt ist, soll sie wieder in die Freiheit entlassen werden.

Bereits vor einigen Wochen war eine mit einem Speer beschossene Schildkröte im Süden von Florida entdeckt worden, allerdings bereits tot. Die Mitarbeiter der Tierklinik gehen davon aus, dass beide absichtlich beschossen wurden.

08:20 Uhr

Demonstranten wollen London-Heathrow lahmlegen

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Täglich fliegen mehr als 200.000 Passagiere mit rund 1300 Flügen von und nach Heathrow.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Aktivisten der Gruppe Heathrow Pause planen, ferngesteuerte Drohnen rund um den Airport Heathrow aufsteigen zu lassen und so den Flugverkehr massiv zu stören. Die Protestaktion sollte eigentlich am Morgen mit der morgendlichen Öffnung des Flughafens um 04.30 Ortszeit starten, die ersten Maschinen aus Asien konnten jedoch planmäßig landen. Offizielles Ziel der Kampagne Heathrow Pause ist es, den Bau einer dritten Start- und Landebahn für den Flughafen Heathrow zu verhindern und den Ausstoß klimaschädlicher Gase bis zum Jahr 2025 auf Null zu senken.

07:49 Uhr

Abflüge an Terminal 1 in München gestoppt

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Ein Mann ist am Morgen am Münchner Flughafen unkontrolliert in den Sicherheitsbereich gelangt. Die Abflüge in zwei Bereichen von Terminal 1 wurden gestoppt.

  • Die Bundespolizei will den Abflugbereich teilweise räumen, wie ein Sprecher sagte.
  • Ein Reisender war den Angaben nach durch eine alarmgesicherte Tür gegangen und nicht wie erforderlich durch die Sicherheitskontrolle.
  • Wie viele Flüge von der Sperrung des Terminals betroffen sind, ist bislang unklar.
  • Erst vor zwei Wochen war ein Fluggast am Münchner Flughafen vor der Einreisekontrolle durch eine Notausgangstür in einen Bereich gelangt, in den nur kontrollierte Passagiere dürfen.

08:23, Update: Am Münchner Flughafen ist der Flugbetrieb wieder aufgenommen worden. Die Sperrung zweier Bereiche des Terminal 1 sei abgeschlossen, sagte ein Polizeisprecher.

07:27 Uhr

Spektakulär: Vermisstenfall mit Google Earth aufgeklärt

Nach 22 Jahren ist in Florida ein vermisster Mann tot gefunden worden. Nur durch einen Zufall konnten seine Überreste aus einem Autowrack, das sich in einem Teich befand, geborgen werden. Ein Mann in Florida wollte sich im Internet sein altes Haus ansehen und entdeckte auf Satellitenaufnahmen des Internet-Dienstes Google Earth im Teich hinter dem Haus das Wrack. Das teilte das Sheriffbüro in Palm Beach County mit. Gerichtsmediziner hätten die Leichenteile identifiziert und dem seit 8. November 1997 vermissten Mann zugeschrieben, erklärte das Sheriffbüro weiter. Unklar blieb bislang, unter welchen Umständen das Auto in den Teich geraten war.

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07:07 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

ich hoffe, Sie sind heute morgen mit dem richtigen Fuß aufgestanden, nicht durch eine Leiter hindurchgelaufen und haben keine schwarze Katze gesehen. Oder glauben Sie nicht an das Unheil eines Freitag den 13.?

Diese Themen interessieren uns heute außerdem:

  • Der Bundestag schließt die Haushaltswoche mit den Beratungen über die Etats der Ministerien für Arbeit und Gesundheit ab. Arbeitsminister Heil verfügt mit rund 148,5 Milliarden Euro über den größten Einzeletat.
  • Europas Finanzminister beraten über den künftigen Haushalt für die Eurozone. Die Minister befassen sich in der finnischen Hauptstadt insbesondere mit der noch offenen Frage der Finanzierung. Im Gespräch sind bisher 17 Milliarden Euro für den EU-Finanzzeitraum von 2021 bis 2027.
  • Die schwedische Aktivistin Greta Thunberg will an einer Demonstration für den Klimaschutz vor dem Weißen Haus in Washington teilnehmen. Die 16-Jährige wirft US-Präsident Trump vor, die wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Erderwärmung zu ignorieren.
  • Im Bestechungsskandal um Zulassungen zu US-Eliteuniversitäten wird heute eine Richterin das Strafmaß für die Schauspielerin Felicity Huffman verkünden. Die aus der Fernsehserie "Desperate Housewives" bekannte 56-Jährige hatte vor dem Gericht in Boston ihre Schuld eingestanden. Sie hofft, dadurch einer Gefängnisstrafe zu entgehen.
  • In einem Prozess am Amtsgericht Mönchengladbach verklagt ein Jäger einen Reiseveranstalter auf Schadenersatz für einen nach seiner Meinung nicht geschossenen Elch.

Lassen Sie sich von dem Datum nicht beeinflussen und genießen Sie einen hoffentlich unfallfreien, schönen Freitag.

Mein Name ist Josephin Hartwig und ich werde Sie bis zum frühen Nachmittag über alles Wichtige auf dem Laufenden halten. Bei Fragen, Wünschen. Anregungen und Kritik schreiben Sie mir gern: josephin.hartwig@nama.de

06:53 Uhr

Riekes Rückspiegel am 13. September 2019

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Melli Beese hat die deutsche Luftfahrt aufgewirbelt.

(Foto: picture alliance / dpa)

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Wussten Sie, dass … eine tollkühne Sächsin heute vor 108 Jahren im heutigen Südosten Berlins ein neues Kapitel in der deutschen Luftfahrtgeschichte geschrieben hat? Am frühen Morgen des 13. September 1911, ihrem 25. Geburtstag, meldete sich Melli Beese auf dem Flugplatz Johannisthal zur Flugprüfung an und absolvierte diese kurze Zeit später in einer "Rumpler-Taube" mit Bravour. Der Pilotenschein Nr. 115 macht es amtlich: Beese ist die erste deutsche Pilotin.

Im Jahr darauf eröffnete die Pionierin gemeinsam mit ihrem späteren Ehemann, dem Franzosen Charles Boutard, die "Flugschule Melli Beese GmbH". Der Erste Weltkrieg hat später nicht nur ihre Ehe, sondern auch sie selbst zermürbt.

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Nicht nur zu D-Mark-Zeiten beliebt: Clara Schumann.

Kurz vor Weihnachten 1925 erschoss sich die verarmte Beese schließlich. Auf einem Zettel soll sie folgende Botschaft hinterlassen haben: "Fliegen ist notwendig. Leben nicht."

Wir erinnern uns an … Clara Schumann, ebenfalls Sächsin, aber virtuos klimpernd, die heute vor 200 Jahren Geburtstag hatte. Die Pianistin verdrehte nicht nur dem Komponisten Robert Schumann den Kopf, sondern war selbst 100 Jahre nach ihrem Tod noch Covergirl. Denken Sie mal an die 100-Mark-Scheine zurück, die Frau Schumann einst zierte!

06:31 Uhr

Adele hat die Scheidung eingereicht

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Adele ist eine der erfolgreichsten Sängerinnen der Welt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die britische Sängerin Adele hat die Scheidung von ihrem Ehemann Simon Konecki eingereicht. Das berichtet das Promiportal tmz.com. Das Paar war sieben Jahre zusammen. 2012 war der gemeinsame Sohn Angelo zur Welt gekommen. Die beiden wollen trotz Trennung den Sohn "zusammen liebevoll großziehen". Im April hatte Adele bekannt gegeben, dass sie und ihr Ehemann sich getrennt hätten.

Der britischen "Mirror" schätzt Adeles Reichtum auf 145 Millionen britische Pfund, also rund 167 Millionen Euro. Ihr Vermögen sei nicht durch einen Ehevertrag geschützt worden. Somit könnte dem 35-jährigen Geschäftsmann sogar die Hälfte des Vermögens seiner Frau zustehen.

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06:13 Uhr

Im Süden klettert das Thermometer auf 26 Grad

Björn Alexander

Björn Alexander, n-tv Wetterexperte

Beim Blick auf die Frühwerte werden heute schon mal Erinnerungen an den Sommer wach. Denn vor allem in der Nordhälfte geht es sehr mild mit 16 bis 18 Grad los. Richtung Süden und Südosten ist es hingegen mit Frühwerten von 8 bis 14 Grad spürbar frischer.

Wettertechnisch ist es hierbei noch verbreitet wolkig oder trüb und geht zum Teil mit etwas Regen oder Nieselregen los. Der Wolkenbringer ist - nach dem ehemaligen Hurrikan "Dorian" - ein weiterer ehemaliger Tropensturm. Nämlich "ex-Gabrielle", der mit seinem Zentrum über Skandinavien liegt und dessen Ausläufer es jetzt gleich mit zwei Hochdruckgebieten zu tun bekommen. Im Alpenraum mit dem abziehenden Hoch "Friederike" und vom Atlantik her mit Hoch "Gaia". Insofern wird an der Wetterbesserung schon fleißig gearbeitet.

Einerseits lockern die Wolken im Tagesverlauf von Nordwesten her immer weiter auf. Andererseits ist der äußerste Süden heute oft richtig schön. Am längsten halten sich die Wolken dementsprechend in einem breiten Streifen von der Eifel und dem nördlichen Baden-Württemberg bis herüber an den Bayrischen Wald und herauf ins südliche Brandenburg. Die Temperaturen erreichen ganz im Süden und Südwesten sommerliche 24 bis 26 Grad. Im übrigen Land werden es meist 18 bis 22 Grad, wobei im Norden ein teilweise kräftiger Wind weht.

Die weiteren Aussichten: Für viele von uns wird es ein Wochenende zum Genießen mit ganz viel Altweibersommer. Jedoch hält das nicht allzu lange an. In der nächsten Woche klopft mal wieder Polarluft bei uns an und sorgt für eher herbstliche Gefühle. Hier die Details, mit denen ich Ihnen ein schönes und hoffentlich ganz entspanntes Wochenende wünsche. Ihr Björn Alexander