Freitag, 02. Dezember 2022Der Tag

Heute mit Alexander Schultze und Johanna Ohlau
22:31 Uhr

Das war Freitag, der 2. Dezember 2022

Liebe Leserinnen und Leser,

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Frostigere Temperaturen und Schneefall sorgen in vielen Teilen Deutschlands für weihnachtliche Stimmung wie in Wernigerode.

(Foto: picture alliance/dpa)

die Arbeitswoche ist für die meisten von Ihnen hoffentlich geschafft! Das zweite Adventswochenende steht an mit Weihnachtsmarktbesuchen und Vorbereitungen für die Feiertage - oder wie bei mir mit Entspannen. Denn ich kämpfe immer noch mit einer hartnäckigen Erkältung. Da bin ich momentan nicht alleine, also an alle, die gerade mit Schnupfnase, Husten oder Fieber durch den Alltag müssen: gute Besserung!

Für alle von Ihnen habe ich zum Abschluss wie üblich ein paar Leseempfehlungen:

In Syrien zeigt sich Putins Schwäche

Russische Firmen zahlen hohen Preis für Putins Mobilmachung

Fußball-WM: Was wird aus Katar, wenn Deutschland nicht mehr da ist?

Das tiefe Dilemma der "Letzten Generation"

Schlimmer Boom der Holzheizungen: "Das Ausland baut seine Wälder für Deutschland in Plantagen um"

Dürfen Nepo-Babys über ihr Leben jammern?

Im Ukraine-Ticker halten wir Sie über die Gefechte und Entwicklungen rund um den russischen Krieg gegen die Ukraine auch in der Nacht auf dem Laufenden. Schönes Wochenende wünschen Ihnen

Ihre Johanna Ohlau

21:45 Uhr

Habeck will Elektroautos als Stromspeicher nutzen

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Fahrende Stromspeicher zum Mitfahren: Dafür will Habeck E-Auto-Batterien nutzen.

(Foto: dpa)

Wohl seit Strom erzeugt wird, arbeiten Menschen an dem Problem, dass man Strom nicht lange und gut speichern kann. Robert Habeck kann sich Deutschland übersät mit rollenden Batterien vorstellen. Okay, ich kläre das auf: Der Wirtschaftsminister will Elektroautos in Deutschland zu potenziellen Stromspeichern machen. "Wir brauchen batterieelektrische Speicher, die meisten davon werden wir auf der Straße sehen: in Form von Autos, die Energie aufnehmen, zum richtigen Zeitpunkt wieder ins Netz einspeisen und dafür Geld bekommen", sagte Habeck der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Dafür brauche es intelligente Messgeräte, die helfen, den Verbrauch zu steuern. Dem Grünen-Politiker ist es damit ernst: "Das nötige Gesetz werden wir noch dieses Jahr in die Ressortabstimmung geben", kündigte Habeck an. "Damit schaffen wir die Voraussetzung für digitale Preissignale im Markt." Das sei auch deswegen nötig, weil der Strombedarf in Deutschland bis 2030 von heute 560 Terawattstunden im Jahr auf dann 750 Terawattstunden steigen werde.

21:34 Uhr

Kriminelle schneiden Banksy-Bild aus Hauswand in Hostomel

In der Ukraine ist kurz nach der Entstehung ein Bild des legendären britischen Streetart-Künstlers Banksy von Kriminellen aus der Wand geschnitten worden. Im Kiewer Vorort Hostomel hätten Polizisten eine Gruppe von acht Personen im Alter zwischen 27 und 60 Jahren festgenommen, teilt der Polizeichef des Gebietes Kiew, Andrij Njebytow, mit. Das Bild einer Frau im Morgenmantel mit Lockenwicklern und einer Gasmaske sei vor Ort beschlagnahmt worden. Der Organisator sei ein im Jahr 1990 geborener Kiewer. Ein Motiv wurde zunächst nicht bekannt. Die Polizei war nach einem Anruf von Anwohnern aktiv geworden. Sie hatten beobachtet, wie das Bild aus der Wärmedämmung geschnitten wurde.

21:15 Uhr

Ein Junge als "Aschen Puttel" - Theater krempelt Märchenklassiker um

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Hat optisch eher etwas von Musical als von Märchen: In "Aschen Puttel" gibt es viel Glitzer.

(Foto: picture alliance/dpa/G2 Baraniak/Winterhuder Fährhaus)

In Hamburg gibt es momentan ein besonderes Weihnachtsmärchen zu sehen: Es heißt "Aschen Puttel - Auf die Schuhe kommt es an" und basiert auf dem Grimmschen Klassiker mit einer großen Abweichung: Die Hauptfigur ist ein Junge. So hatte es sich Autor Christian Berg, der über viele Jahre für das Weihnachtsmärchen in der Komödie Winterhuder Fährhaus verantwortlich war, ausgedacht. Doch Berg war mit 55 Jahren Anfang des Jahres überraschend verstorben. Bei der Premiere heute Abend gab es viel Applaus für die außergewöhnliche Inszenierung des Märchenklassikers. In der nun aufgeführten Fassung des Autorenteams Alexandra Kurzeja und Torben Padanyi wird "Aschen Puttel" wie im Original von seiner Stiefmutter und seinem Stiefbruder (Stiefschwester im Original) schikaniert. Doch ein sprechender Schuh verhilft dem Jungen zu dem Mut, für seine Liebe zu der Prinzessin zu kämpfen. Die moderne Fassung in Hamburg wartet mit jeder Menge Glitzer auf, aber auch bekannte Merkmale des Märchens wie das Sortieren von Erbsen, das Schlagen der Turmuhr um Mitternacht und der verlorene Schuh sind Teil der modernen Inszenierung. Das Stück ab vier Jahren läuft noch bis zum 31. Dezember.

20:38 Uhr

Jumbo reaktiviert: Erster A380 der Lufthansa wieder in Frankfurt gelandet

Ein richtiger Jumbo hat heute zum Landeanflug auf den Frankfurter Flughafen angesetzt und das hat mit der zurzeit großen Ticketnachfrage zu tun: An dem hessischen Airport ist der erste A380-Großraumjet der Lufthansa gelandet, der zum kommenden Sommer wieder reaktiviert werden soll. Die Maschine kam am Abend aus dem spanischen Teruel. Dort stand der Riesen-Jet mehr als zwei Jahre seit dem 5. Mai 2020 quasi auf einem "Dauerparkplatz" seit dem Corona-Schock. Wie die Lufthansa bestätigt, musste der gesamte Flug mit ausgefahrenem Fahrwerk absolviert werden, weil ein vor dem Einklappen vorgeschriebener Test in Teruel nicht durchgeführt werden kann.

Die neun Jahre alte Maschine mit der Kennung D-AIMK und dem Taufnamen "Düsseldorf" ist die erste von vier oder fünf Maschinen, die der Konzern reaktivieren will. Ursprünglich hatte die Lufthansa mal 14 Exemplare des größten Passagierflugzeugs der Welt. Die Fluggesellschaft benötigt die schon vor Corona aussortierten Riesen-Jets mit jeweils 509 Sitzen, weil der US-Hersteller Boeing die Lieferung neuer Langstreckenflugzeuge verschoben hat. Nach der Reparatur der hagelgeschädigten Außenhaut und weiteren grundlegenden Arbeiten in der Frankfurter A380-Halle ist das "Makeover" aber noch nicht vorbei: Dann geht es für das Flugzeug zu einem längeren Wartungsintervall bei Lufthansa Technik in Manila.

19:58 Uhr

Protest gegen türkische Angriffe auf Kurden: Aktivisten besetzen Grünen-Geschäftsstelle

15 Aktivisten der Initiative "Defend Kurdistan Bremen" haben die Landesgeschäftsstelle der Bremer Grünen besetzt. Sie fordern ein Gespräch, um über die ihrer Ansicht nach völkerrechtswidrigen Angriffe der Türkei auf kurdische Gebiete in Syrien zu diskutieren, wie eine Parteisprecherin mitteilt. Mit der Landesvorstandssprecherin Alexandra Werwath und der Sprecherin für Europapolitik, Henrike Müller, sei für nächste Woche ein Gesprächstermin mit den Aktivistinnen und Aktivisten vereinbart worden. Nach knapp einer Stunde sei die Gruppe vor die Tür gegangen und habe ihren Protest dort fortgesetzt. Der Vorfall sei friedlich verlaufen, die Polizei sei nicht eingeschaltet worden.

19:35 Uhr

Polizei findet zwei tote Babys in Gefrierschrank - Frau festgenommen

Grausiger Fund in Südfrankreich: In dem Gefrierschrank in der Wohnung einer 41 Jahre alten Frau in dem kleinen Ort Bédoin entdeckten Polizisten zwei tote Babys. Die Frau wurde festgenommen. In welcher Beziehung die Babys zu der Frau stehen, stehe nach Angaben der Staatsanwältin Hélène Mourges noch nicht fest. Demnach sei die Polizei sei gestern in die Wohnung der Frau, nachdem sie von einer anderen Person über die grausige Entdeckung informiert worden war. Ob die 41-Jährige bei der Polizei ausgesagt und eine Erklärung zu dem Fund gegeben hat, sagte die Staatsanwältin nicht. Wie die Zeitung "La Provence" berichtet, habe eine 16-jährige Tochter der Frau den Hinweis gegeben, dass ihre Mutter vor drei Jahren alleine zu Hause ein Baby zur Welt gebracht habe. Die Mutter habe mit drei Kindern in dem Haus gelebt, in dem die Babys gefunden wurden. Die Mutter solle psychiatrisch untersucht werden.

18:56 Uhr

Mehr Menschen achten auf stromsparende Weihnachtsbeleuchtung

So schön und in diesem Jahr so teuer: Weihnachtsbeleuchtung.

LEDs eignen sich gut als stromsparende Alternative.

(Foto: Mascha Brichta/dpa-tmn)

Die Weihnachtsdeko schon komplett in Stellung gebracht für die nächsten Wochen? Drei Viertel der Bundesbürger achten einer Umfrage zufolge dabei darauf, dass ihre Weihnachtsbeleuchtung wenig Strom verbraucht. In einer ähnlichen Erhebung im Jahr 2020 seien es nur zwei Drittel gewesen, wie der Auftraggeber der Umfrage, der Energiekonzern Eon, mitteilt. Das Marktforschungsunternehmen Civey hatte die Angaben von 2500 Bundesbürgern Ende November online eingeholt. Um den Stromverbrauch von Lichterketten gering zu halten, rät Eon zur Nutzung von Zeitschaltuhren.

18:21 Uhr

13-Jährige vergewaltigt und getötet: Lange Haftstrafen für drei Männer

Der brutale Tod einer 13-Jährigen in Wien schockierte im Sommer vergangenen Jahres nicht nur Österreich: Drei Männer, die heute 19 bis 24 Jahre alt sind, mischen der Teenagerin Ecstasy in ein Getränk - sechs Pillen. Dann vergehen sie sich an dem wehrlosen Mädchen. Als die 13-Jährige aufgrund einer dreifachen Überdosis, wie die Ermittlungen später ergeben, im Todeskampf ist, helfen die Männer ihrem Opfer nicht, einer von ihnen filmt das sogar. Dann entledigen sie sich des toten Mädchens auf einem Grünstreifen am Straßenrand.

Nun sind die drei jungen Männer wegen Mordes und Vergewaltigung verurteilt worden. Das Wiener Landgericht verhängte lange Haftstrafen. Der älteste Angeklagte, ein 24-Jähriger, wurde wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Die Geschworenen sahen es als erwiesen an, dass er dem Mädchen eine tödliche Drogendosis verabreichte. Sie urteilten weiter, dass die Mitangeklagten im Alter von 19 und 20 Jahren als Mittäter Mord durch Unterlassung begingen, indem sie den Tod der 13-Jährigen nicht verhinderten. Die zwei jungen Männer erhielten Haftstrafen von je 20 und 19 Jahren. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig.

17:59 Uhr
Breaking News

EU-Staaten einigen sich auf Preisdeckel für russisches Öl

Die EU-Staaten haben sich auf die Höhe eines Preisdeckels für russisches Öl geeinigt. Sie wollen Russland gemeinsam mit internationalen Partnern dazu zwingen, Erdöl von Montag an für zunächst höchstens 60 US-Dollar (etwa 57 Euro) pro Barrel (159 Liter) an Abnehmer in andere Staaten zu verkaufen. Eine entsprechende Absprache trafen Regierungsvertreterinnen und -vertreter nach langen Verhandlungen in Brüssel, wie mehrere Diplomaten der Deutschen Presse-Agentur bestätigen. Der Ölpreisdeckel soll Russlands Einnahmen aus Ölexporten verringern - und damit auch die finanziellen Mittel, um die Offensive in der Ukraine fortzusetzen.

Mehr dazu lesen Sie hier.
17:41 Uhr

Es weihnachtet sehr in den Charts

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Alles, was die Deutschen "for Christmas" wollen: Mariah Careys Weihnachtshit ist immer noch sehr beliebt.

(Foto: AP)

Als ich Teenager war, habe ich regelmäßig Zeit damit verbracht, eine bestimmte Liste zu checken: die Charts. Ja, Ende der 90er, Anfang der 2000er war das noch nötig, wenn man wissen wollte, was gerade angesagt ist. Die Weihnachtszeit katapultiert mich musikalisch regelmäßig in diese Zeit (und mit Wham! gern nochmal in die Zeit davor) zurück. Bei der festlichen Musik scheint man wohl "old but gold" am meisten zu schätzen. Denn Mariah Careys Single "All I Want For Christmas Is You" stürmt tatsächlich gerade mal wieder die Spitze der Charts (ja, diese Statistiken werden tatsächlich noch erhoben). Zusammen mit dem 80er-Schmalzsong "Last Christmas" von Wham! besetzen die beiden Weihnachtsklassiker schon wieder Anfang Dezember die Doppelspitze in den Single-Charts, wie GfK Entertainment mitteilt. "Beachtliche 40 Weihnachtslieder sorgen in der Single-Tabelle für viel Festtagsstimmung", heißt es. Mit "Merry Christmas Everyone" von Shakin' Stevens findet sich ein weiterer Song in den Top 5. Diese werden komplettiert von "Zukunft Pink" von Peter Fox und Inéz auf Platz drei sowie "Unholy" von Sam Smith und Kim Petras auf Platz vier.

Ob weit oben in den Charts oder (noch) nicht: Ich persönlich möchte an dieser Stelle noch Melanie Thornton mit ihrem Hit "Wonderful Dream" hervorheben - um sie hatte ich als 13-Jährige doch sehr geweint. Sie kam genau einen Monat vor Weihnachten 2001 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Ihr Song bekam damit für mich bis heute eine sehr traurige Note.

Hier hätte ich noch eine kleine Umfrage passend dazu:

17:31 Uhr

Verschwörungsideologe Alex Jones meldet Privatinsolvenz an

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(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Gegen besseres Wissen verbreitete der US-amerikanische Verschwörungsideologe Alex Jones immer wieder Lügen über den Amoklauf an der Sandy-Hook-Grundschule. So behauptete er vehement, dass es den Amoklauf, bei dem ein 20-Jähriger im Jahr 2012 20 Kinder und sechs Lehrer erschossen hatte, nie gegeben habe, sondern er mit Schauspielern inszeniert worden sei. Ein Jahrzehnt später bekommen die Hinterbliebenen des Massakers wenigstens einen Funken Gerechtigkeit mit mehreren Gerichtsurteilen, in denen der Gründer der rechten Webseite Infowars zu einer Zahlung von rund 1,5 Milliarden US-Dollar (rund 1,4 Milliarden Euro) verdonnert wurde. Jones hat zwar mit der Verbreitung von Fake News wohl viel Geld gemacht, aber das Folgende ist kaum überraschend: Der US-Verschwörungstheoretiker hat angesichts der immensen Schadenersatzforderungen in Milliardenhöhe Privatinsolvenz beantragt. Der 48-Jährige stellte den Antrag für Gläubigerschutz bei einem Insolvenzgericht im US-Bundesstaat Texas. Daraus geht hervor, dass Jones Verbindlichkeiten in Höhe von einer bis zehn Milliarden US-Dollar bei 50 bis 99 Gläubigern habe. Das Vermögen von Jones ist mit einer bis zehn Millionen US-Dollar angegeben.

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16:52 Uhr

EU-Behörde warnt vor Hustenmedikamenten mit Pholcodin

Gerade hustet und schnieft gefühlt jede und jeder um einen herum. Wir sind mitten in der Erkältungszeit. Wer zum Hustenstiller greifen will, sollte nochmal genau aufs Etikett schauen: Die europäische Arzneimittelbehörde EMA warnt vor Medikamenten zur Behandlung von trockenem Husten, die den Wirkstoff Pholcodin enthalten. In einer Mitteilung empfiehlt die Behörde, die EU-Zulassung dafür zu widerrufen. In Deutschland sind pholcodinhaltige Arzneimittel bereits seit dem 5. September nicht mehr zugelassen, wie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) dazu erklärt.

Pholcodin ist nach Angaben des Instituts "ein Opioid, das zur Behandlung von unproduktivem (trockenem) Husten bei Kindern und Erwachsenen eingesetzt" wurde. Es wirke direkt im Gehirn und unterdrücke den Hustenreflex, indem es die Nervensignale an die am Husten beteiligten Muskeln reduziert.

16:21 Uhr

"Vampir vs. Werwolf" - angriffslustiger Obama spottet über politischen Rivalen

Der Republikaner und Trump-Sympathisant Herschel Walker fällt zuletzt wiederholt wegen teils bizarrer Äußerungen auf. So sinniert er auf einer Wahlkampfrede Mitte November darüber, ob Vampire oder Werwölfe cooler seien. Ex-Präsident Barack Obama greift das nun auf.

16:02 Uhr

Weihnachtshaus in Niedersachsen erhält Drohbrief

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Das Ehepaar hat die Beleuchtung wegen der Energiekrise auf umweltfreundlichere LED-Lampen umgestellt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Manche Sachen lassen einen doch sehr staunen: Das Delmenhorster Weihnachtshaus in Niedersachsen hat einen Drohbrief erhalten - wegen ihrer in der Adventszeit eingeschalteten 60.000 Lichter. Als Grund für die Drohung würden die Energiekrise und das damit notwendige Energiesparen genannt. Anonym werde in dem Schreiben gedroht, in einer Nacht-Aktion die weihnachtliche Dekoration am Haus zu zerstören, wenn die Lichter nicht bis zu einem bestimmten Tag ausgehen, sagte Martina Borchart, die das Haus mit ihrem Mann seit Jahren weihnachtlich dekoriert. "Wir waren geschockt", sagte Borchart. Das Paar habe Anzeige bei der Polizei erstattet. Um das Weihnachtshaus vor Übergriffen zu schützen, fährt dort nun auch die Polizei Kontrollfahrten. Wer der Absender des Briefes sei, sei bislang unbekannt. Einschüchtern lassen wollen sich die Borcharts nicht und wollen das Weihnachtshaus weiter erstrahlen lassen. Mit der Aktion werden auch Spenden für den guten Zweck gesammelt. Am ersten Advent seien wieder zahlreiche Menschen gekommen, um die Lichter zu bestaunen.

15:25 Uhr

Pony der verstorbenen Queen zum "Horse of a Lifetime" gekürt

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Royaler Vierbeiner: Pony "Emma".

(Foto: picture alliance/dpa/PA Wire)

Die Anfang September verstorbene Queen Elizabeth II. hatte viel für Vierbeiner übrig. Neben ihren Corgis waren das vor allem Pferde. Besonders geschätzt hat die verstorbene britische Monarchin Pony "Emma". "Ihre Majestät hat Emma angehimmelt. Sie ist bequem zu reiten und sicher im Tritt. Und Emma hat nach dem Reiten immer gern eine Karotte aus einer braunen Papiertüte genossen", sagte der jahrzehntelange Gestütsleiter der Queen, Terry Pendry, der BBC. Bei der Trauerprozession für die Queen stand das schwarze Fell-Pony in Windsor sogar am Rande der Prozessionsroute. Nun wird "Emma" eine besondere Ehre zu teil: Die Fachzeitschrift "Horse & Hound" kürt das Pferd zum "Horse of a Lifetime", also sinngemäß zum "Pferd eines Lebens", wie die BBC berichtet. Der Preis sei zusammen mit einer Tüte Karotten übergeben worden, heißt es.

Emma - mit vollem Namen Carltonlima Emma - war rund 15 Jahre lang an der Seite der Queen im Great Park von Windsor. Der letzte gemeinsame Ausflug soll dem Bericht zufolge im vergangenen Juli stattgefunden haben.

15:00 Uhr

Schichtwechsel

Mein geschätzter Kollege Alexander Schultze entschwindet in den Feierabend. Ich übernehme für ihn im "Tag" und halte Sie hier bis zum späten Abend mit Nachrichten und Wissenswertem aus Deutschland und der Welt auf dem Laufenden. Mein Name ist Johanna Ohlau. Hinweise, Fragen und Kritik bekomme ich gern per E-Mail: dertag@n-tv.de. Los geht's!

14:44 Uhr

Mordprozess startet: Verdächtiger kann sich nicht an 13 Messerstiche erinnern

Weil er seine Ehefrau mit mindestens 13 Messerstichen getötet haben soll, steht ein 62-Jähriger vor dem Landgericht Hannover. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann heimtückischen Mord aus Habgier vor. Er soll im Juni 2022 in der gemeinsamen Wohnung auf seine Partnerin eingestochen haben. Zuvor hatte die 57-Jährige laut Anklage ihrem Mann angekündigt, dass sie sich von ihm trennen wollte. Die Frau verblutete. Der Angeklagte sagte schluchzend im Gerichtssaal, er wünsche, er könne die Uhr zurückdrehen. "Ich habe meine Frau geliebt. Ich habe alles für sie eingesetzt", betonte er. An den Messerstich könne er sich nicht erinnern. Es sei ein "totaler Blackout" gewesen. Seine Erinnerung setze erst wieder ein, als die Polizei ihn in Gewahrsam genommen habe. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft brachte er nach der Tat Gold und Bargeld seiner Frau in den Laden eines Bekannten, um die Wertgegenstände dort für seine Kinder zu hinterlegen. Danach trank er sehr viel Alkohol und rief selbst die Polizei.

14:24 Uhr

Wegen Protesten: Bundesregierung setzt Abschiebungen in den Iran aus

Die Bundesländer haben die Abschiebungen in den Iran angesichts der dortigen angespannten Lage ausgesetzt. Ausnahmen gibt es bei Einzelfallprüfung nur für Gefährder und bei schweren Straftaten, wie der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Bayerns Ressortchef Joachim Herrmann, im Anschluss an Beratungen in München vor Journalisten sagte. Die Abschiebungen seien "bis auf Weiteres" ausgesetzt. Bundesinnenministerin Nancy Faeser begrüßte das einheitliche Vorgehen der Länder als "gutes und richtiges Signal". Die politische Führung im Iran lasse den friedlichen Protest der Bevölkerung niederschlagen. Es müsse deshalb hierzulande alles getan werden, was zum Schutz der mutigen iranischen Zivilgesellschaft möglich sei, sagte Faeser.

13:59 Uhr

Bericht: 4G-Einführung in Zügen dauert zwei Jahre länger

Die für diesen Dezember angekündigte Verbesserung des Handyempfangs in der Bahn verzögert sich einem Medienbericht zufolge um zwei Jahre. Die Bundesnetzagentur habe die dafür nötige Inbetriebnahme einer neuen 4G-Funkfrequenz untersagt, berichtete der "Spiegel". Das Problem ist demnach eine technische Umrüstung zahlreicher Züge, die dafür zunächst geschehen muss, und bei der insbesondere kleinere private Anbieter hinterherhinken. Bei der neuen Frequenz handelt es sich laut "Spiegel" um jenes Spektrum, auf dem bislang nur Zugführer und Fahrdienstleiter miteinander kommunizieren. Damit nach der Freischaltung für Fahrgäste das Bahnpersonal weiterhin darüber telefonieren kann, muss an allen rund 15.000 in Deutschland verkehrenden Lokomotiven eine technische Veränderung vorgenommen werden. Die Frist für den Umbau sei bereits einmal verlängert worden, obwohl der Staat die Kosten für die Umstellung übernehme.

13:43 Uhr

Neue Unwetterwarnung auf Ischia - Behörden retten 1000 Menschen

Wegen einer neuen Unwetterwarnung sind mehr als 1000 Menschen auf der zuletzt von heftigen Erdrutschen heimgesuchten Insel Ischia zum Verlassen ihrer Häuser aufgefordert worden. Die Evakuierungen sollen um 16 Uhr beginnen, wie die Behörden ankündigten. Die Menschen in der am heftigsten betroffenen Gemeinde Casamicciola, wo wegen der Unwetter des vergangenen Wochenendes elf Menschen gestorben sind und eine Frau noch vermisst wird, werden in Hotels oder Sporthallen untergebracht, wie es hieß. Sonderkommissar Giovanni Legnini stellte klar, dass niemand gezwungen werde, sein Haus zu verlassen. Er hoffte aber auf die Vernunft der Einwohner. Der Zivilschutz stufte die Gefahrenlage zwar als gelb ein und damit noch nicht als orange oder rot, die zwei höchsten Warnstufen. Allerdings könnten die neuen Niederschläge erneut zu Erdrutschen führen in den Gebieten, in denen zuletzt riesige Schlamm- und Wassermassen durch die Wohngebiete geströmt waren.

13:31 Uhr

Bund darf sich für Katastrophenschutz mehr Zeit lassen

Die Innenminister der Länder geben dem Bund mehr Zeit für den Ausbau des Zivil- und Katastrophenschutzes in Deutschland. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus dem Umfeld der Teilnehmer der Innenministerkonferenz (IMK) in München fordern sie vom Bund nun dem Vernehmen nach erst ab 2024 ein tragfähiges Konzept. Seit Mittwoch tagen die Ressortchefs von Bund und Ländern in München bei ihrer Herbstkonferenz. Bereits im Frühjahr hatte die IMK für die nächsten zehn Jahre rund zehn Milliarden Euro für einen Pakt zum Bevölkerungsschutz gefordert - eigentlich ab 2023. Wegen der hohen Ausgaben des Bundes infolge des Ukraine-Krieges müssen die Fachministerien der Bundesregierung aber derzeit deutlich sparsamer wirtschaften. Auch bei anderen Bund-Länder-Konferenzen hatte es deswegen in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder Streit gegeben. Mit Blick auf den Krieg in der Ukraine, die unsichere Energieversorgung und wegen der Erfahrungen aus Hochwasserereignissen wie im Jahr 2021 gebe es aber weiter einen dringenden Bedarf, die bestehenden Strukturen weiterzuentwickeln und zu stärken, hieß es dem Vernehmen nach aus dem Kreis der Länder.

13:12 Uhr

Zu viel Vorfreude aufs Fest? Diebe stehlen 76 Weihnachtsbäume

Unbekannte haben im nordrhein-westfälischen Moers auf einen Schlag 76 Weihnachtsbäume gestohlen. Sie entwendeten die Bäume zwischen Donnerstag und Freitagmorgen aus einem umzäunten Verkaufsstand auf dem Parkplatz eines Einkaufsmarkts, wie die Kreispolizeibehörde in Wesel mitteilte. Bei den Bäumen handelte es sich um Nordmanntannen. Die Unbekannten öffneten den Angaben zufolge die Sicherungen des Bauzauns um den Verkaufsstand. Vermutlich brachten die Täter die Bäume mit einem Transporter oder Anhänger weg. Die Polizei suchte nach Zeugen.

12:54 Uhr

Helfen, nicht kaufmännisch denken - Ärztevertreter warnen vor Einsparung bei Pflege

Vor dem Bundestagsvotum über Maßnahmen zur Entlastung des Krankenhaus-Pflegepersonals haben Ärztevertreter davor gewarnt, die Neuregelungen zur häuslichen Übernachtung für Sparmaßnahmen zu missbrauchen. Das Ziel sei richtig, praktikable Möglichkeiten zur tagesstationären Behandlung zu schaffen, sagte die Vorsitzende der Ärztegewerkschaft Marburger Bund, Susanne Johna, den Funke-Zeitungen. Das könne in manchen Fällen das Pflegepersonal entlasten und auch dem Patientenwunsch entsprechen. Es dürfe aber keinen Druck auf die Ärztinnen und Ärzte geben. "Wir müssen unbeeinflusst von wirtschaftlichen Erwägungen der kaufmännischen Leitungen entscheiden können", sagte Johna. "Ökonomische Erwartungen müssen immer hinter medizinischen Erfordernissen zurücktreten." In einer älter werdenden Gesellschaft häuften sich die Eingriffe bei Menschen, die auf Hilfe angewiesen seien. Auch Singlehaushalte nähmen in Deutschland zu, gab Johna zu bedenken. "Wir müssen den Menschen weiterhin die Möglichkeit geben können, nach einem Eingriff im Krankenhaus zu bleiben, wenn sie sich nicht ausreichend allein versorgen können", betonte sie. 

12:34 Uhr

EU will Verbraucher besser vor Schulden bei Onlinekauf schützen

Verbraucherinnen und Verbraucher in der EU werden künftig bei der Aufnahme von Schulden im Internet sowie bei Online-Käufen auf Kredit besser geschützt. Am frühen Morgen einigten sich Unterhändler des Europaparlaments und der EU-Staaten auf die sogenannte Verbraucherkreditrichtlinie. So sollen Informationen über Kredite besonders klar und verständlich gemacht werden. Zugleich soll die Kreditwürdigkeit von Verbrauchern besser kontrolliert werden. Ziel ist es, Menschen vor Überschuldung und finanziellen Schwierigkeiten zu schützen. Die neuen Regeln zielen etwa darauf ab, dass bestehende Schutzregeln in Zukunft auch für Kredite unter 200 Euro gelten sowie für Crowdlending, wobei etwa eine Online-Plattform Geld von Privatpersonen an andere Personen oder Unternehmen vermittelt. Auch Online-Käufe, bei denen Verbraucher erst später zahlen, fallen unter die neuen Regeln.

12:15 Uhr

US-Kriegsschiffe kollidieren beinahe vor San Diego

Zwei Kriegsschiffe der US-Navy steuern im Hafenbereich des kalifornischen San Diego frontal aufeinander zu. Ihr Ausweichmanöver entspricht nicht den eigentlich geltenden Richtlinien - verhindert aber dennoch eine Kollision.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:41 Uhr

Wolfsburgerin terrorisiert Polizei mit Daueranrufen - Auf der Wache ist Schluss

Mehr als 50 grundlose Notrufe haben eine 51-jährige Wolfsburgerin in Polizeigewahrsam gebracht. Wie die Beamtinnen und Beamten mitteilten, kontaktierte die betrunkene Frau am Donnerstag willkürlich und über Stunden hinweg immer wieder die regionale Polizeileitstelle über die Nummer 110. Sogar eine richterlich angeordnete Beschlagnahme ihres Mobiltelefons half nichts. Sie setzte die Anrufe über Festnetz fort. Nach wiederholten Einsätzen in der Wohnung der Frau und vergeblichen Ermahnungen wurde es den Einsatzkräften nach eigenen Angaben am frühen Freitagmorgen schließlich "zu bunt". Sie nahmen die stark alkoholisierte Daueranruferin in Gewahrsam und ließen sie auf der Polizeiwache ihren Rausch ausschlafen. Der Grad ihrer Trunkenheit blieb demnach zunächst unklar, weil sie "aufgrund ihrer Alkoholisierung nicht in der Lage war, einen Atemalkoholtest durchzuführen". Nach Angaben der Polizei erwartet die Frau nun eine Rechnung für die Gewahrsamkosten und ein Verfahren wegen Notrufmissbrauchs.

11:22 Uhr

Serbischer Präsident Vucic schäumt - und bleibt Gipfeltreffen fern

Aus Ärger über den kosovarischen Ministerpräsidenten Albin Kurti bleibt der serbische Präsident Aleksandar Vucic einem geplanten Gipfeltreffen der Europäischen Union (EU) mit sechs Westbalkan-Staaten fern. Dies kündigte er am Donnerstagabend im regierungsnahen Fernsehsender Pink TV an. Zu dem Treffen am 6. Dezember in Tirana wird auch Bundeskanzler Olaf Scholz erwartet. Vucic empörte sich über den Umstand, dass Kurti am Donnerstag den kosovo-serbischen Politiker Nenad Rasic zum Minister für Volksgruppen ernannt hatte. Rasic ist Chef der gemäßigten Progressiven Demokratischen Partei (PDS), die nicht von der Regierung in Belgrad kontrolliert wird. In den kosovarischen Regierungen hält meist ein Vertreter der Serbischen Liste (SL) einen Ministerposten. Diese Partei stimmt ihre Politik eng mit der Führung in Belgrad ab. Im Fernseh-Interview gab sich Vucic wütend über die Ernennung von Rasic. "Sie zeigt, dass man die Vertreibung der Serben aus Kosovo und Metohija will", behauptete er. Die EU würde eine "erbärmliche, anti-serbische Haltung" an den Tag legen.

11:02 Uhr

Der Hannibal Lecter Japans ist tot - Issei Sagawa wurde nie verurteilt

Der bekannte japanische Kannibale Issei Sagawa ist tot. Er sei am 24. November an einer Lungenentzündung gestorben, hieß es in einer Erklärung seines Bruders und eines Freundes. Der aus seinen Memoiren, Interviews und einer Dokumentation bekannte Mörder wurde demnach in kleinem Kreise beigesetzt. Sagawa wurde 73 Jahre alt. Sagawa hatte im Auslandsstudium in Paris im Jahr 1981 eine niederländische Studentin bei sich zu Hause erschossen, vergewaltigt und über drei Tage verteilt Teile von ihr gegessen. Als er versuchte, ihre Überreste im Park Bois de Boulogne zu entsorgen, wurde er festgenommen. Sachverständige hielten Sagawa für unzurechnungsfähig, sodass er zunächst in einer psychiatrischen Einrichtung in Frankreich untergebracht wurde, bevor er nach Japan abgeschoben wurde. Die japanischen Behörden hielten ihn zwar für zurechnungsfähig - da die Anklage in Frankreich jedoch fallengelassen worden war, gelangte Sagawa auf freien Fuß. Der Japaner machte nie ein Geheimnis aus seinem Verbrechen - er schlug daraus sogar Kapital: In seinen romanartigen Memoiren (englischer Titel: "In the Fog") beschreibt er die Tat im Detail.

10:45 Uhr

Verfassungsbeschwerde scheitert: Bushido-Album bleibt auf dem Index

Mehr als sieben Jahre, nachdem das Album "Sonny Black" von Bushido als jugendgefährdend auf den Index gesetzt wurde, ist der Rapper auch mit einer Verfassungsbeschwerde gescheitert. Die Indizierung verletze ihn nicht in seiner Kunstfreiheit, teilte das Bundesverfassungsgericht mit. Die Karlsruher Richterinnen und Richter nahmen die Klage deshalb gar nicht zur Entscheidung an. Die Bundesprüfstelle hatte die CD mit 15 Titeln im April 2015 auf die Liste jugendgefährdender Medien gesetzt. Damit ist es verboten, das Album Kindern und Jugendlichen zugänglich zu machen, es ihnen gegenüber zu bewerben und zu verbreiten. Die Begründung: Die Texte würden verrohend wirken, einen kriminellen Lebensstil verherrlichen und Frauen sowie homosexuelle Menschen diskriminieren. Dagegen war Bushido vor Gericht gezogen. Der Streit ging bis zum Bundesverwaltungsgericht, wo der Rapper 2019 unterlag.

Mehr dazu lesen Sie hier.
10:28 Uhr

Innenminister rücken "Letzter Generation" zu Leibe

Die Innenminister der Länder wollen sich einen bundesweiten Überblick über Aktionen von Klima-Aktivisten verschaffen. Notwendig sei ein möglichst rasches umfassendes Lagebild dazu, sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann im ZDF-"Morgenmagazin". Man sei sich im Kreise der Innenministerkonferenz einig, dass "erhebliche Straftaten" von Anhängern der Gruppe "Letzte Generation" bekämpft werden müssen. Sachsens Innenminister Armin Schuster sagte der "Leipziger Volkszeitung" ebenfalls, die Strafverfolgungsbehörden müssten ermitteln, ob netzwerk- oder gruppenartige Strukturen vorlägen und der Frage nachgehen, "wer die Steuerung innehat". Es gelte, "vor die Lage" zu kommen, sagte der CDU-Politiker. Die Ergebnisse der Innenministerkonferenz (IMK) sollten Freitagmittag in München vorgestellt werden, Herrmann ist Gastgeber der IMK. Ebenfalls am Freitag wollte die Aktivistengruppe ihr weiteres Vorgehen bekannt geben.

10:10 Uhr

Zurück zu alter Stärke? Trailer für "Indiana Jones 5" ist da!

Nach dem Totalausfall "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels" hoffen Fans im fünften Teil wieder auf gewohnte Abenteuer-Kost ihres namensgebenden Helden. Der wird erneut vom mittlerweile 80-jährigen Harrison Ford verkörpert. Erstmals wird nicht Steven Spielberg Regie führen, sondern James Mangold. Im Deutschen hat der Film noch keinen Unterteil - im Original heißt er "Dial of Destiny". Der nun veröffentlichte Trailer deutet die Zutaten der ersten drei, sehr erfolgreichen Filme an: Reisen in ferne Länder, rasante Jagden zu Auto, Motorrad und zu Pferd und, na klar, Nazis.

09:53 Uhr

Polizei stoppt Geisterfahrer nach zwölf Kilometern Irrfahrt

Kein moderner Odysseus: Nach einer gefährlichen Falschfahrt auf der Autobahn 6 hat die Polizei in der Nacht zum Freitag einen angetrunkenen Autofahrer gestoppt. Eine Vollsperrung in Richtung Saarbrücken an der Anschlussstelle Mannheim-Sandhofen habe den 52-jährigen Mann dazu verleitet, entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung auf die Rheinstrecke in Richtung Viernheimer Dreieck aufzufahren, teilte die Polizei mit. Nach mehr als zwölf Kilometern sei er dort auf der Fahrbahn Richtung Frankfurt von der Autobahnpolizei gestoppt worden. Glücklicherweise sei es zu keinem Unfall gekommen. Die Ursache für die Verwirrung dürfte nach Polizeiangaben gewesen sein, dass der Mann Alkohol getrunken hatte. Sein Führerschein wurde sichergestellt. Augenzeugen wurden gebeten, sich bei der Autobahnpolizei Südhessen zu melden.

09:35 Uhr

USA, Japan und Südkorea sanktionieren Nordkorea für Waffentests

Als Reaktion auf die jüngsten nordkoreanischen Raketentests haben die USA zusammen mit Südkorea und Japan neue Sanktionen gegen Pjöngjang verhängt. Das nordkoreanische Vorgehen bedeute "ein enormes Sicherheitsrisiko für die Region und die ganze Welt", erklärte US-Außenminister Antony Blinken. Die Strafmaßnahmen seien in Abstimmung mit den Regierungen in Seoul und Tokio ergriffen worden. Nordkorea hatte unter anderem vor knapp zwei Wochen in einem der bisher schlagkräftigsten Raketentests des Landes eine Interkontinentalrakete abgefeuert, die nach japanischen Angaben westlich der Insel Hokkaido im Meer niederging. Bei der Rakete handelte es sich offenbar um Nordkoreas jüngste Interkontinentalrakete mit einer potenziellen Reichweite, die das US-Festland treffen könnte. Experten bezeichnen sie als "Monsterrakete". Die nun von den USA sowie Japan und Südkorea neu verhängten Strafmaßnahmen richten sich unter anderem gegen Verantwortliche des Waffenentwicklungsprogramms des isolierten Landes.

09:16 Uhr

Ein Toter bei Bahnunfall bei Halle

Bei einem Bahnunfall auf der Strecke bei Halle-Ammendorf ist in der Nacht zum Freitag ein Mensch ums Leben gekommen. Drei weitere Bahnmitarbeiter wurden verletzt, wie die Bundespolizei mitteilte. Der Unfall ereignete sich den Angaben nach gegen 3.00 Uhr. Warum sich die Bahnmitarbeiter an den Gleisen aufhielten und wie es genau zu dem Vorfall kam, konnte die Polizeisprecherin noch nicht sagen. Auch ob starker Schneefall den Unfall auslöste, ist noch unklar. Die Bahnstrecke ist für den Verkehr gesperrt. Welche Strecken von den Sperrungen genau betroffen waren, konnte eine Sprecherin der Bundespolizei zunächst nicht sagen. Die Bahn meldete auf ihrer Internetseite am Morgen Verspätungen zwischen Halle und Erfurt.

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08:57 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:36 Uhr

Was heute wichtig wird

Liebe Leserinnen und Leser,

ich hoffe, Sie haben sich vom WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft erholen können. Den ein oder anderen wird trösten, dass heute Freitag ist und damit für viele zwei freie Tage nahen.

Gestartet ist der Tag ja schon mal aufregend - mit der Sperre von Kanye West auf Twitter. Ansonsten lässt sich der Freitag aber eher ruhig an.

Aus dem Statistischen Bundesamt gibt es um 8 Uhr viele Zahlen: unter anderem über die deutschen Exporte im Oktober, die Konsumausgaben der privaten Haushalte und den Energieverbrauch im Verkehrsbereich.

Im Bundestag soll heute unter anderem über ein Gesetz zur erleichterten Einbürgerung abgestimmt werden. Zudem soll ein Entwurf eingebracht werden, wie Krankenhäuser im Bereich der Pflege entlastet werden können.

Politisch ist sicher auch die mündliche Verhandlung über den Rauswurf Gerhard Schröders aus der SPD interessant. Sozialdemokraten hatten Berufung eingelegt. Ein Gericht sah in Schröders Arbeit für russische Konzerne keinen Verstoß gegen die Parteiordnung.

International ist das Treffen der OSZE im polnischen Lodz von Interesse. Das endet heute. Im Zentrum des Gipfels stand die russische Invasion der Ukraine und deren Folgen.

Auch der Deutsche Nachhaltigkeitstag endet heute, ab 18.30 Uhr wird der Deutsche Nachhaltigkeitspreis verliehen.

Um 16 und um 20 Uhr finden die letzten Partien der WM-Vorrunde statt. Danach wissen wir, welche Teams im Achtelfinale stehen und sich Hoffnungen auf den WM-Titel machen dürfen.

Ich begleite Sie bis zunächst bis 14 Uhr durch den Tag. Mein Name ist Alexander Schultze. Falls Sie Fragen, Anregungen und Kritik haben, schreiben Sie mir unter dertag@ntv.de. Auf geht's!

07:54 Uhr

Twitter sperrt Kanye West wegen "Anstiftung zur Gewalt"

Lobreden auf Hitler gehen zu Recht selten gut, Kanye West kostet sie nun seinen Twitter-Account. Damit wird wohl erstmals seit dem Kauf Twitters durch Elon Musk eine namhafte Person gesperrt. Bisher lief es, angetrieben vom radikalen "Free-Speech-Fürsprecher" Musk, eher andersherum.

Kanye West fiel zuletzt mit kruden Verschwörungsmythen, Beleidigungen und antisemitischen Äußerungen auf. Ganz aktuell sagte er in einer Talkshow von Verschwörungserzähler Alex Jones, dass er die Juden liebe, aber auch Hitler. Da wusste kurz sogar Jones nicht, was er sagen sollte. Auch die Autobahnen, die Hitler hat bauen lassen, begeisterten West. Die Eskalation reichte ihm jedoch nicht aus. Er postete zudem noch ein Hakenkreuz, das über einen Davidstern gelegt wurde. Twitter löschte den Tweet. Im Anschluss soll es zu einer verbalen Auseinandersetzung auf dem in rechten Kreisen beliebten Netzwerk Truth Social zwischen Musk und West gekommen sein, infolgedessen Musk Wests Twitter-Account sperren ließ.

West war bereits vor dem Kauf Twitters durch Musk auf der Plattform gesperrt, wegen antisemitischer Äußerungen. Musk ließ ihn am 21. November zurückkehren, ähnlich wie Ex-US-Präsident Donald Trump. Nun dauerte es nur wenige Tage, bis Wests Account erneut gesperrt wurde.

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07:30 Uhr

Klima-Engagement ade? Neutralität könnte Royals verstummen lassen

Das Engagement der britischen Royal Family für Klimaschutz könnte nach Ansicht eines Verfassungsexperten mit der Zeit schwieriger werden. Wenn sich die Krise verschärfe und der Kampf gegen den Klimawandel in der Zukunft ein zentralerer Fokus der täglichen Politik werde, könne es sein, dass sich die Familie aus der Debatte zurückziehen müsste, sagte der Verfassungsrechtler und Royal-Experte Craig Prescott von der Universität Bangor. "Es besteht das Risiko, dass Mitglieder der Royal Family zu stark mit dem Thema Umwelt verbunden und dadurch in die politische Debatte verstrickt werden." Die Monarchie ist traditionell der politischen Neutralität verpflichtet. Thronfolger Prinz William ist derzeit mit seiner Frau Kate in Boston in den USA, um dort seinen Earthshot-Preis für innovative Klimaschutz-Projekte zu vergeben. Die prominent besetzte Verleihung findet zum zweiten Mal statt und ist ein Herzensprojekt von William.

07:13 Uhr

40 Jahre verspätet: Podcast überführt Australier des Mordes an seiner Frau

Nachdem ein Podcast neue Erkenntnisse ans Licht brachte, ist in Australien ein Mann 40 Jahre nach der Tat wegen Mordes an seiner Frau verurteilt worden. Der Ex-Lehrer Chris Dawson muss laut Urteilsspruch für 24 Jahre ins Gefängnis. Der 74-Jährige hatte zum Tatzeitpunkt eine Affäre mit der Babysitterin, die zuvor seine Schülerin war. Die Leiche seiner Frau war nach der Tat vor 40 Jahren niemals gefunden worden und die Ermittlungen zunächst ins Leere gelaufen. Erst ein 2018 veröffentlichter und in Australien zum Hit gewordener Podcast zu dem Fall brachte diesen wieder ins Interesse der Öffentlichkeit und führte zu neuen Erkenntnissen. Wenige Monate nach Ausstrahlung der ersten Episoden wurde Dawson festgenommen. Er beteuerte im Prozess seine Unschuld. Das Gericht aber sah es nun als erwiesen an, dass der Angeklagte seine Frau getötet hat. Die Affäre mit seiner Ex-Schülerin sei das Motiv für den Mord gewesen, erklärte Richter Ian Harrison.

06:54 Uhr

Oh, du fröhliche! - Deutsche kaufen Weihnachtsbaum immer früher

Der Weihnachtsbaum wird heutzutage viel früher aufgestellt als anno dazumal. "Früher war das letzte Wochenende vorm Fest bei den meisten der Termin, an dem man den Baum kaufte, jetzt ist es eher der Zweite oder Dritte Advent", sagt Eberhard Hennecke, der erste Vorsitzende des Bundesverbands der Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger. In den letzten zehn Jahren habe sich der Trend beschleunigt, sich den Weihnachtsbaum beizeiten zu holen - und ihn auch recht pünktlich wieder zu entsorgen. Eine aktuelle Umfrage des Portals "Statista" ergab, dass nur noch 12 Prozent der Weihnachtsbaumkäufer bis zum 24. Dezember warten, um den Baum aufzustellen. Mehr als die Hälfte stellt den Baum schon Anfang bis Mitte Dezember auf. 33 Prozent der Befragten platzieren und schmücken den Tannenbaum "wenige Tage vor Heiligabend". Jedes Jahr werden etwa 27 Millionen Weihnachtsbäume in Deutschland verkauft, der Umsatz liegt bei über 500 Millionen Euro.

06:34 Uhr

18,8 Millionen eingenommen - Hamburg blitzt sich an die Spitze

Mindestens elf deutsche Städte haben im vergangenen Jahr mehr als eine Million Euro durch Blitzer-Bußgelder eingenommen. Das sei eine Stadt mehr als im Jahr 2020, heißt es in einer Umfrage der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) unter deutschen Großstädten. Spitzenreiter 2021 sei erneut Hamburg mit rund 18,8 Millionen Euro. Danach folgten in großem Abstand Frankfurt/Main mit mehr als 6 Millionen Euro und Chemnitz mit etwa 3,8 Millionen Euro, teilte der DAV mit. Weitere Blitzer-Millionäre seien Schwerin, Salzgitter, Ludwigshafen, Nürnberg, Villingen-Schwenningen, Friedrichshafen, Pforzheim und Tübingen. Die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht befragte nach eigenen Angaben die 150 größten Städte in Deutschland. 45 hätten geantwortet, aber nur 29 einer Veröffentlichung der Daten zugestimmt. Die mit Abstand meisten Blitzer - nämlich 70 - werden in Hamburg betrieben, gefolgt von Leipzig (36) und Frankfurt (34).

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06:18 Uhr

30.420 Neuinfektionen: Inzidenzwert steigt auf 205

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Freitagmorgen mit 205,0 angegeben. Am Vortag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 201,9 gelegen (Vorwoche: 190,8; Vormonat: 279,1). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 30.420 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 30.016) und 166 Todesfälle (Vorwoche: 274) innerhalb eines Tages. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 36.530.020 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

05:40 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht

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