Freitag, 21. Januar 2022Der Tag

Heute mit Sabine Oelmann und Alexander Schultze
22:32 Uhr

Das war Freitag, der 21. Januar 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

dieser Freitag hatte wieder alles dabei: Vorsichtige (Vor)freude darüber, dass die Omikron-Welle zumindest in ersten Bundesländern ihren Höhepunkt erreicht, oder schon überschritten haben könnte. Trauer über den Tod von Meat Loaf, einen der wohl unkonventionellsten Musiker der Rockgeschichte mit dem Gespür für die ganz große orchestrale Rock-Ballade, von denen "Objects in the Rear View Mirror may appear closer than they are" wohl noch immer seine beste ist. Das große Bangen mit dem Schicksal unserer coronageplagten Handball-Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft - leider ohne positives Ergebnis. Und Spaß am Start der neuen IBES-Staffel aka "Das Dschungelcamp" - Hier ein kleiner Rückblick für Sie.

Was heute sonst noch wichtig war?

Ich trete nun den Heimweg an. Kommen auch Sie gut ins Wochenende. Die Kolleginnen und Kollegen sind auch morgen und übermorgen für Sie da und versorgen Sie mit allem Wichtigen. Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht. Bleiben Sie gesund. Bis bald.

22:21 Uhr

UN-Generalsekretär sieht Großbrand an fünf Fronten - nur gemeinsam zu schaffen

Puh, mit apokalyptischen Worten dem Wochenende entgegen gehen ist unschön. Aber es hilft ja nichts. Und es besteht Hoffnung.

Die Welt muss nach den Worten von UN-Generalsekretär António Guterres in diesem Jahr einen Großbrand an gleich fünf Fronten bekämpfen. Die Coronavirus-Pandemie, die Klimakrise, der Zustand des globalen Finanzsystems, Gesetzlosigkeit im Internet sowie Bedrohungen für Frieden und Sicherheit seien die größten Herausforderungen für die Welt derzeit, sagte Guterres am Freitag vor der UN-Vollversammlung.

Der Zustand der Welt bilde "kein schönes Bild" ab, sagte Guterres im Anschluss vor Journalisten. "Wir haben aber nicht den Luxus, unsere Herausforderungen nur zu katalogisieren. Wir müssen sie angehen - und wir können sie angehen." Das gehe aber nur als Staatengemeinschaft solidarisch gemeinsam, sagte Guterres.

22:10 Uhr

Alles neu in Chile: Jüngster Präsident und Kabinett mit viel Frauenpower

In der neuen chilenischen Regierung werden erstmals in der Geschichte des Landes mehr Frauen als Männer sitzen. Dem Kabinett werden 14 Frauen und 10 Männer angehören, sagte der designierte Präsident Gabriel Boric bei der Vorstellung seiner Regierungsmannschaft. Frauen werden unter anderem das Innen-, Außen-, Verteidigungs-, Justiz-, Arbeits- und Gesundheitsministerium führen. "In diesem Kabinett sind Menschen unterschiedlicher Herkunft und Generationen vertreten, so unterschiedlich wie unser Land, denn wir sind überzeugt, dass der Reichtum Chiles gerade in der Vielfalt seiner Menschen liegt", sagte der künftige Staatschef.

Boric wird am 11. März sein Amt antreten und mit dann 36 Jahren der bislang jüngste Präsident Chiles sein. Der Linkspolitiker hatte sich im Dezember in der Stichwahl gegen den deutschstämmigen Rechtsaußenkandidaten José Antonio Kast durchgesetzt. Der frühere Studentenführer Boric will das Bildungswesen und die Gesundheitsversorgung verbessern sowie die Rechte von Frauen, Migranten, Indigenen und Homosexuellen stärken.

21:56 Uhr

"Kannibale aus den Pyrenäen" flieht aus Psychiatrie und attackiert Frau

Im französischen Toulouse ist ein Mann aus einer Psychiatrie ausgebrochen und hat auf offener Straße eine Frau attackiert. Erst durch Androhung von Gewalt sei es einem Anwohner am gelungen, den Mann zu überwältigen, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Der Patient habe eine Unaufmerksamkeit des Personals genutzt, um aus der Einrichtung zu entkommen. In einem Stadtviertel schlug er dann die 72-Jährige mit einem Knüppel zu Boden. Gegen den Mann werde nun wegen versuchten Mordes ermittelt, so die Staatsanwaltschaft.

Nach dem als "Kannibalen aus den Pyrenäen" bezeichneten Mann war nach seinem Entkommen aus der Klinik intensiv gefahndet worden. Wegen zwei Mordfällen und Kannibalismus-Verdachts wurde 2013 gegen ihn ermittelt. Der ehemalige Soldat wurde 2016 von einem Gericht für unzurechnungsfähig erklärt und in die Psychiatrie eingewiesen. Seinen eigenen Angaben zufolge will der junge Mann damals Stimmen gehört haben, die ihm die Tat aufgetragen haben. Nach einem Afghanistan-Einsatz litt er unter posttraumatischem Stress und paranoiden Bewusstseinsstörungen.

21:37 Uhr

Künftig oben ohne! Kein Union Jack mehr auf Belfaster Rathaus an Prinz Andrews Geburtstag

Wegen der Missbrauchsvorwürfe gegen Prinz Andrew soll die britische Fahne nicht mehr am Geburtstag des Queen-Sohns über dem Rathaus von Belfast wehen. Der Rat der nordirischen Hauptstadt stimmte für die Maßnahme, wie die Zeitung "Belfast Telegraph" berichtete. Lediglich die loyalistische Democratic Unionist Party (DUP) votierte dagegen. Es wäre "völlig unverhältnismäßig", die Flagge an Andrews Geburtstag am 19. Februar zu hissen, sagte ein Sprecher der Partei Sinn Fein, die für die Wiedervereinigung mit dem EU-Mitglied Irland eintritt. Eine US-Amerikanerin wirft Andrew vor, sie vor gut 20 Jahren als Minderjährige mehrfach sexuell missbraucht zu haben. Sie sei vom mittlerweile gestorbenen Geschäftsmann Jeffrey Epstein und dessen Ex-Partnerin Ghislaine Maxwell unter Druck gesetzt worden. Andrew weist die Vorwürfe strikt zurück. Dennoch rückt ein Zivilprozess in New York näher.

21:12 Uhr

Altar in Berliner Kirche bei Brand zerstört - Verdacht auf Corona-Protestler

Ja, so sah er einst aus, der Altar der evangelischen Paul-Gerhardt-Kirche in Berlin-Prenzlauer Berg. Nun ist er vollständig verbrannt. Eine Sprecherin der Berliner Polizei sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND), ein Zusammenhang mit Anti-Corona-Maßnahmen-Proteste sei "möglich". Es könnte aber auch andere Motive geben. "Dem wird nachgegangen." In der Kirche hatte es am Donnerstagabend gebrannt. Dabei wurde unter anderem der Altar zerstört, der Innenraum wurde erheblich beschädigt. Die Polizei geht von schwerer Brandstiftung aus. Ersten Ermittlungen zufolge soll kurz vor Ausbruch des Brandes ein Zeuge einen ihm unbekannten Mann beim hastigen Verlassen des Gotteshauses gesehen haben.

Die Paul-Gerhardt-Kirche gehört zur Evangelischen Kirchengemeinde Prenzlauer-Berg Nord, zu der auch die Gethsemanekirche gehört, die zuletzt häufiger Zielscheibe von Protesten gegen die Corona-Beschränkungen war. Die Pfarrerin der Gemeinde, Aljona Hoffmann, sprach unlängst auf einer Kundgebung der Gegenproteste und forderte die Kritiker der Corona-Maßnahmen auf, Grenzen einzuhalten.

20:50 Uhr

Ohne AfD - Holocaust-Gedenken nur geimpft oder genesen

An der jährlichen Holocaust-Gedenkveranstaltung am kommenden Donnerstag im Bundestag werden viele AfD-Abgeordnete nicht teilnehmen können. Ein Sprecher der Bundestagsverwaltung bestätigte, dass Abgeordnete, die weder geimpft noch genesen sind, bei der Gedenkstunde auch nicht mit negativem Test auf die Besuchertribünen ausweichen können, so wie das bei Plenarsitzungen möglich ist. Im Bundestag gelten seit vergangener Woche neue Corona-Regeln. Zutritt zu Plenarsitzungen hat nur noch, wer einen Impf- oder Genesenennachweis plus zusätzlichem Negativtest oder Booster vorweisen kann. Abgeordnete, die die Bedingungen nicht erfüllen - das sind vorwiegend AfD-Politiker - können mit negativem Test von der Tribüne aus teilnehmen.

Die Bundestagsfraktionen hatten mit Ausnahme der AfD den neuen Regeln zugestimmt. Diese sehen auch vor, dass es bei allen anderen Veranstaltungen des Bundestages - und darunter fällt das Holocaust-Gedenken - keine Ausnahmen von der 2G-plus-Regel, also auch keine Ausweichmöglichkeit auf die Tribüne gibt. Die AfD-Fraktion hatte vor dem Bundesverfassungsgericht bereits Klage gegen die neuen Regeln eingereicht. Laut Klageschrift ist mehr als die Hälfte der 80 Abgeordneten nicht geimpft. 28 davon hätten auch keinen Genesenenstatus.

20:24 Uhr

Sorge vor dem GAU? Luxemburg hat Fragen zu Frankreichs AKW

Luxemburg hat von Frankreich Aufklärung über mögliche technische Probleme des Atomkraftwerks Cattenom verlangt. "Wir haben die französische Atomaufsicht gefragt, warum das Atomkraftwerk in Penly abgeschaltet wurde, nicht aber das in Cattenom", sagte der luxemburgische Energie-Minister Claude Turmes. Das Atomkraftwerk Cattenom liegt nahe der Grenze zu Luxemburg und gehört derselben Generation an wie das in Penly. "Sind die Reaktoren des Atomkraftwerks in Cattenom von derselben Anomalie betroffen?", heißt es in einem Schreiben des luxemburgischen Energieministers an die Aufsichtsbehörde. In dem Schreiben wird auch gefragt, in welchem Zeitraum mit Kontrollen der Aufsichtsbehörde in Cattenom zu rechnen sei und ob Luxemburg darüber informiert werde. Die französische Atomaufsichtsbehörde hatte in der vergangenen Woche ein mögliches Sicherheitsproblem bei dem Atomkraftwerk in Penly am Ärmelkanal eingeräumt.

20:00 Uhr

Die Videos des Tages

19:37 Uhr

Militärgericht in Myanmar verurteilt Oppositionelle zum Tode

Ein Militärgericht in Myanmar hat einen Abgeordneten der gestürzten Regierungspartei Nationale Liga für Demokratie (NLD) sowie einen bekannten Demokratieaktivisten zum Tode verurteilt. Das Gericht habe Phyo Zeyar Thaw und Kyaw Min Yu wegen "Terror"-Delikten verurteilt, teilte die Militärjunta mit. Phyo Zeyar Thaw, dessen wirklicher Name Maung Kyaw ist, wurde demnach vorgeworfen, mehrere Angriffe auf Regimekräfte organisiert zu haben - darunter einen bewaffneten Angriff in einem Pendlerzug der Metropole Yangon, bei dem im August fünf Polizisten getötet wurden.

Kyaw Min Yu, ein unter dem Namen Ko Jimmy bekannter Studentenaktivist während der Massenproteste von 1988, war im Oktober verhaftet worden, nachdem Polizisten sein Versteck in einem Vorort von Yangon gestürmt hatten. Die Behörden warfen ihm vor, mit Kommentaren in Online-Netzwerken soziale Unruhen angestachelt zu haben. Seit ihrem Putsch vor bald einem Jahr hat die Junta bereits dutzende Demokratie-Aktivisten zum Tode verurteilt. Die entmachtete De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi wird seit dem Putsch mit einer Reihe von Anschuldigungen überzogen. Ihr wird unter anderem Korruption, Geheimnisverrat und Wahlbetrug vorgeworfen.

19:13 Uhr

Der Wurst-Drohne sei dank! Clevere Idee rettet Hund vor dem Ertrinken

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(Foto: picture alliance/dpa/PA Media)

Wo ein Wille ist, ist manchmal auch eine Wurst. So war es zumindest im englischen Havant. Dort kam beides mit einer Drohne zusammen und sorgte für die Rettung eines Hundes. "Millie hatte sich bei einem Spaziergang losgerissen und war in ein Gebiet gelaufen, das von der herannahenden Flut überspült zu werden drohte. Kurzerhand kam ein Drohnenpilot auf die Idee, den Hund mithilfe einer an der Drohne befestigten Wurst in sicheres Gelände zu locken. Das gelang, zumindest ein wenig. denn zunächst verschwand das Tier dann wieder, konnte aber schließlich zwei Tage später eingefangen werden. "Glücklicherweise blieb sie dann in dieser Gegend, wir haben sie also vom Ertrinken abgehalten."

18:55 Uhr

Schneller genehmigen: Bundesregierung will Tempo machen - ab Sommer

Es geht voran, also ab Sommer. So verkündet es zumindest die Bundesregierung. Dann nämlich sollen kürzere Planungs- und Genehmigungsverfahren geliefert werden. Finanzminister Christian Lindner sagte nach einer Kabinettsklausur in Berlin, im Laufe des ersten Halbjahres wolle man "vorzeigbare Ergebnisse" haben. "Unser Land ist gefesselt, wir haben uns selbst gefesselt", sagte Lindner. Es gebe zu viel Bürokratie.

Bundeskanzler Olaf Scholz sagte, es sei wichtig, viel schneller zu werden. Er nannte den Bau neuer Wohnungen, die digitale Infrastruktur und die Energiewende. Es gehe um Tempo und Beschleunigung. Klimaschutzminister Robert Habeck sagte mit Blick auf die Energiewende mit neuen Windenergieanlagen oder dem Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur, in den derzeitigen Planungszeiträumen sei dies nicht zu schaffen. Es müssten "ein paar alte Zöpfe" abgeschnitten werden.

18:36 Uhr

Ess"gewohnheit" ist Grund für Liebesaus von Anthony Hopkins und Martha Stewart

Martha Stewart hat in der Talkshow von Ellen DeGeneres eine Anekdote aus ihrem Liebesleben ausgeplaudert. Die US-Moderatorin und Autorin datete in der Vergangenheit Schauspieler Anthony Hopkins. Doch als dieser mit dem Thriller "Das Schweigen der Lämmer" 1991 Erfolge feierte, verlor Stewart das Interesse.

"Ich habe ein großes, gruseliges Haus in Maine, das im Wald steht, und ich konnte mir nicht einmal vorstellen, Anthony Hopkins dorthin mitzunehmen", erklärte sie der Talkshow-Gastgeberin lachend. Immerzu habe sie daran denken müssen, "was er da so isst", führte Stewart aus. "Und deshalb hast du aufgehört, mit ihm auszugehen?", fragte DeGeneres ungläubig nach. Stewart antwortete mit einem Schmunzeln und kurz und knapp: "Ja."

18:17 Uhr

Starkes Erdbeben erschüttert Japan

Ein starkes Erdbeben hat sich in der Nacht zum Samstag (Ortszeit) vor der Küste Japans ereignet. Laut der US-Erdbebenwarte USGS betrug die Stärke der Erschütterung 6,3. Das Epizentrum des Bebens lag demnach 24 Kilometer entfernt von der Stadt Saiki im Süden des Landes - unmittelbar vor der Küste. Berichte über mögliche Schäden oder Verletzte lagen zunächst nicht vor. Auch eine Tsunami-Warnung war am Freitagabend (MEZ) nicht bekannt. In und um Japan herum gibt es immer wieder Erdbeben (siehe Foto von 2021).

17:59 Uhr

Anhänger hoffen: Gericht entscheidet über Assanges Berufungsantrag

Im Rechtsstreit um den US-Auslieferungsantrag für Wikileaks-Gründer Julian Assange rechnen dessen Unterstützer am kommenden Montag mit einer Entscheidung über seinen Berufungsantrag. Der Londoner High Court hatte im Dezember ein zuvor erteiltes Auslieferungsverbot aufgehoben. Diese Entscheidung will Assange nun beim obersten britischen Gericht, dem Supreme Court, überprüfen lassen. Ob ihm das erlaubt wird, soll demnach nun am 24. Januar entschieden werden.

"Der UK High Court wird am Montagmorgen seine Entscheidung verkünden, ob er Assange erlaubt, gegen die Entscheidung zur Auslieferung in die USA vor dem Supreme Court wegen rechtlicher Gründe von allgemeiner öffentlicher Bedeutung Berufung einzulegen", hieß es in einer Mitteilung der Initiative Don't Extradite Assange. Seine Verlobte Stella Moris werde vor Ort sein und eine Erklärung abgeben, hieß es weiter.

17:38 Uhr

Pressesprecherin: Trump hielt vor Kapitol-Sturm geheime Treffen ab

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hat nach Angaben der früheren Pressesprecherin des Weißen Hauses vor der Erstürmung des US-Kapitols Geheimtreffen abgehalten. Es habe Treffen in den Wohnräumen des Präsidenten im Weißen Haus gegeben, sagte Stephanie Grisham dem Sender CNN. Grisham hat dies auch dem Untersuchungsausschuss zur Kapitol-Attacke am 6. Januar 2021 mitgeteilt. "Ich habe keinen Einblick in das, was dort besprochen wurde", so Grisham. Aber sie gehe davon aus, dass neben den juristischen Beratern Trumps auch der damalige Stabschef Mark Meadows anwesend gewesen sei. Trump habe oft Treffen in den Wohnräumen abgehalten, weil er Angst vor "undichten Stellen" im Weißen Haus gehabt habe, so Grisham.

Ein "sehr, sehr kleiner Kreis" sei bei solchen Gesprächen dabei gewesen. Mit Blick auf Trumps Tochter Ivanka sagte Grisham: "Ich kann sagen, dass Ivanka oft die Stimme der Vernunft war." Der Untersuchungsausschuss zur Kapitol-Attacke möchte auch sie als Zeugin befragen und erhofft sich Informationen zu den Vorgängen und Gesprächen im Weißen Haus rund um den Angriff auf den Sitz des US-Kongresses. Sie wisse nicht, welche Rolle Ivanka Trump, die zu dem Zeitpunkt eine ranghohe Beraterin ihres Vaters war, rund um den 6. Januar gespielt habe, sagte Grisham weiter. "Ich kann sagen, dass Mitarbeiter (...) oft zu ihr gingen, wenn sie in einer brenzligen Situation waren." Diese hätten Ivanka Trump dann gebeten, mit ihrem Vater darüber zu sprechen.

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17:19 Uhr

Opposition übers Thermostat: Die Linke will niedrigere Energiekosten

Die Linke im Bundestag will die aus den steigenden Energiepreisen resultierenden Belastungen für Geringverdiener zu einem zentralen Thema in der politischen Auseinandersetzung machen. "Das Leben muss bezahlbar sein für alle", sagte Fraktionschefin Amira Mohamed Ali zum Beschluss der Jahresauftaktklausur der Linken-Fraktion in Berlin. Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen litten immer mehr unter den erhöhten Energiekosten. Ko-Fraktionschef Dietmar Bartsch sagte, die Ampel-Koalition müsse "endlich einen Entlastungsplan für die Bürgerinnen und Bürger vorlegen".

Er regte an, den Mehrwertsteuersatz für Energie zeitweise zu senken. Denkbar sei etwa, den Steueranteil auf maximal 50 Prozent zu deckeln. Auch in einem auf der Klausurtagung beschlossenen Positionspapier der Linken-Fraktion heißt es mit Blick auf die Pläne der Ampel-Koalition, etwa für Menschen mit kleinen Renten werde es fast keine Verbesserung geben. "Viele werden weiterhin in Armut leben müssen." Zudem fehle ein konkreter Plan gegen die Mietenexplosion "und die ausufernden Energiepreise". Anstatt die Armut in Deutschland zu bekämpfen, "bastelt die Koalition mit wohlklingenden Worten an aufgehübschten Fassaden".

17:00 Uhr

Die Schlagzeilen zum Feierabend

16:47 Uhr

Günstlingswirtschaft: Sarkozys Ex-Mitarbeiter zu Haftstrafe verurteilt

Franzosen hinter schwedischen Gardinen. Das trifft gleich auf mehrere frühere Mitarbeiter des französischen Ex-Präsidenten Nicolas Sarkozy zu. Sie wurden in einer Affäre um Meinungsumfragen zu Haftstrafen verurteilt. Ein Gericht verurteilte den ehemaligen Generalsekretär des Elyséepalasts, Claude Guéant, wegen Günstlingswirtschaft zu einem Jahr Haft, davon acht Monate ohne Bewährung. Er sitzt ohnehin schon wegen einer anderen Affäre in Haft und war nicht vor Gericht erschienen. Sarkozys ehemalige Kabinettschefin Emmanuelle Mignon wurde wegen Günstlingswirtschaft zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt, Präsidentenberater Patrick Buisson erhielt zwei Jahre Haft auf Bewährung. Ein weiterer Elysée-Mitarbeiter wurde dagegen freigesprochen.

In dem Verfahren ging es um Umfragen im Volumen von mehreren Millionen Euro, die während Sarkozys Amtszeit ohne öffentliche Ausschreibung in Auftrag gegeben worden waren. Sarkozy selbst war durch die Amts-Immunität vor einer Anklage geschützt. Das Gericht hatte ihn aber überraschend als Zeuge einbestellt. Sarkozy hatte sich vor Gericht über seine Vorladung ereifert und keine inhaltlichen Aussagen zu der Affäre gemacht. Es war das erste Mal, dass ein französisches Gericht einen ehemaligen Präsidenten wegen Vorgängen während seiner Amtszeit in den Zeugenstand berief.

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16:31 Uhr

Wenn Krieg kommt: Immer mehr Sozis skeptisch gegenüber Nord Stream 2

In der SPD mehren sich die Stimmen dafür, bei einer russischen Aggression gegen die Ukraine das Pipeline-Projekt Nord Stream 2 zu stoppen. "Sollte Russland die Ukraine angreifen, müssen alle Optionen auf dem Tisch liegen, auch Nord Stream 2", sagte die SPD-Europabeauftragte Katarina Barley dem Magazin "Spiegel". Barley ist auch Vizepräsidentin des Europaparlaments. "Wir müssen diese Bazooka in der Hinterhand behalten", sagte der SPD-Europaparlamentarier und Vorsitzender des Handelsausschusses, Bernd Lange. "Wenn Sanktionen gegen Russland Wirkung entfalten sollen, muss man auf die Energiewirtschaft zielen", fügte er hinzu. "Wenn Russland mitten in Europa einen Krieg vom Zaun bricht, muss und wird das harte Konsequenzen haben", sagt Verteidigungsministerin Christine Lambrecht dem Magazin. Zuvor hatte auch der frühere SPD-Chef Sigmar Gabriel Nord Stream 2 in Frage gestellt. Bundeskanzler Olaf Scholz hatte eine solche Möglichkeit zumindest angedeutet. Es liege "alles auf dem Tisch", hatte er auf eine Frage nach Nord Stream 2 für den Fall eines russischen Angriffs gesagt.

16:11 Uhr

276 Werke ringen um Oscar als "Bester Film"

Am 8. Februar gibt die Academy of Motion Picture Arts and Sciences die Nominierungen für die diesjährigen Oscars bekannt. Die werden am 27. März verliehen. Jetzt gab die Vereinigung bereits preis, dass 276 Werke im Rennen um den Preis als "Bester Film" sind. Unter den Filmen befinden sich unter anderem "Being the Ricardos", "Belfast", "Don't Look Up", "Encanto", "The Harder They Fall", "House of Gucci", "In the Heights", "King Richard", "The Power of the Dog", "Spencer", "Spider-Man: No Way Home", "West Side Story" und viele weitere.

Die Wahl der Jury findet vom 27. Januar bis zum 1. Februar statt, die endgültige Auswahl der nominierten Filme soll am 8. Februar bekannt gegeben werden. 2021 hatte die Academy das Bewerbungsfenster aufgrund der Covid-19-Pandemie bis zum 28. Februar verlängert, dieses Jahr wurde es dafür auf zehn Monate verkürzt.

15:52 Uhr

EZB-Chefin Lagarde hofft auf sinkende Inflation

EZB-Chefin Christine Lagarde zeigt es mit ihrem Finger an: Nach oben. Nur in diese Richtung ging es zuletzt für die Inflationsrate, in Deutschland, im gesamten Euro-Raum. Und das ist auf Dauer nicht gesund für die Volkswirtschaften. Rund Zwei Prozent Teuerungsrate werden jährlich angenommen, die aktuellen fünf Prozent sind deutlich zu viel. Allerdings ist die Europäische Zentralbank guter Dinge, dass sich besonders die Energiepreise, die die Inflation aktuell massiv treiben, im Laufe des Jahres ein wenig stabilisieren werden.

Eine höhere Inflation schwächt die Kaufkraft von Verbrauchern, weil sie sich für einen Euro weniger kaufen können als zuvor. Kritiker werfen der EZB vor, mit ihrer ultralockeren Geldpolitik inklusive milliardenschwerer Anleihenkäufe die Teuerung noch anzuheizen. Eine gefährliche Lohn-Preis-Spirale, die die Inflation dauerhaft nach oben treiben könnte, sieht die EZB bislang nicht, wie Lagarde bekräftigte. Zumindest im Moment gebe es keine Anzeichen, dass die Inflationsentwicklung dadurch außer Kontrolle geraten könnte.

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15:33 Uhr

Österreich: Gefundene Waffen waren offenbar nicht für Milizgründung gedacht

Hm, ob einen diese Erkenntnis beruhigt? Die umfangreichen Waffenfunde der vergangenen beiden Jahre in Österreich haben laut Ermittlern zu keinen Hinweisen auf eine rechtsradikale Miliz geführt. Im Juli 2021 hatte das Innenministerium noch über Verdächtige berichtet, die sich über den Aufbau einer "Miliz der Anständigen" ausgetauscht hätten. "Das hat sich nicht erhärtet", sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Wien, Nina Bussek.

Gegen den Hauptverdächtigen, einen bekannten Neonazi, liegt laut einer Sprecherin des Wiener Landgerichtes eine Anklage wegen Verstößen gegen das Kriegsmaterialgesetz sowie wegen schwerer Drogendelikte vor. Die Anklage, die noch nicht rechtswirksam ist, enthalte keine Anschuldigungen zu neonazistischen oder staatsfeindlichen Aktionen. Dem Verdächtigen drohen bis zu 15 Jahre Haft. Im Dezember 2020 und Juli 2021 fanden Ermittler zahlreiche Waffen, Munition und NS-Devotionalien. In Österreich, Bayern und Nordrhein-Westfalen wurden mehrere Verdächtige festgenommen.

15:21 Uhr

Sender befürchtet Programmausfälle wegen Omikron-Welle

Bleibt die Kiste schwarz? Das ganz sicher nicht. Allerdings könnte im Südwestrundfunk demnächst weniger Aktuelles zu sehen sein. Der Grund ist die Omikron-Welle, die auch vor Medien natürlich nicht Halt macht.

So bereitet sich der Südwestrundfunk (SWR) auf einen möglichen Ausfall von Sendungen vor. "Auch bei uns im SWR drohen erhebliche Personalengpässe durch Infektionen und Quarantäne", teilte Intendant Kai Gniffke mit. "Es kann also in den kommenden Tagen und Wochen sein, dass unsere Havarie-Szenarien Wirklichkeit werden." Der öffentlich-rechtliche Sender will Ausfälle so weit wie möglich vermeiden. "Aber wir dürfen uns selbst und unsere Kolleginnen und Kollegen nicht überfordern", mahnte Gniffke in seinem Intendantenblog.

"Wenn es nicht mehr geht, geht es nicht mehr. Dann müssen wir auch mal die Waffen strecken und unserem Publikum sagen, dass wir es aufgrund der Pandemie gerade nicht schaffen."

15:00 Uhr

Nach Missbrauchs-Gutachten steigt Interesse an Kirchenaustritt

Das kommt wohl wenig überraschend. Das Vertrauen besonders in die katholische Kirche sinkt seit Jahren, nun wird auch noch die offenbar unrühmliche Rolle des "deutschen" Papstes Benedikt XVI. publik. Das ist vielen Gläubigen dann wohl doch zu viel und sie erwägen einen Austritt, zumindest im Südosten der Republik. "Heute verzeichnen wir am Servicetelefon und per Mail einen deutlichen Anstieg an Fragen rund ums Thema Kirchenaustritt", sagte der Sprecher des Kreisverwaltungsreferates der Stadt München (KVR), Johannes Mayer.

Am Tag zuvor hatte die Anwaltskanzlei Westpfahl Spilker Wastl (WSW) ein von der Erzdiözese in Auftrag gegebenes Gutachten vorgestellt. Das kommt zu dem Ergebnis, dass Fälle von sexuellem Missbrauch im Bistum über Jahrzehnte nicht angemessen behandelt wurden. Von mindestens 497 Opfern und 235 mutmaßlichen Tätern sprechen die Gutachter, gehen aber von einem deutlich größeren Dunkelfeld aus.

Mehrere Tausend Münchner treten nach KVR-Angaben pro Jahr aus der Kirche aus. Im Jahr 2020 sanken die Zahlen coronabedingt zwar im ersten Lockdown. Dafür war die Zahl 2021 so hoch wie noch nie: 22.323 Münchner kehrten ihrer Kirche den Rücken. Wie viele davon Katholiken und wie viele Protestanten waren, schlüsselt die KVR-Statistik nicht auf.

14:15 Uhr

Schichtwechsel

Meine Kollegin Sabine Oelmann verabschiedet sich in den Feierabend und ihr wohlverdientes Wochenende. Ich übernehme den "Tag" und begleite Sie durch den Nachmittag und den Abend. Mein Name ist Alexander Schultze. Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik, mailen Sie mir unter dertag@ntv.de. Lassen Sie uns gemeinsam das Wochenende einläuten. Auf geht's!

13:59 Uhr

Max Mutzke - Geschichtenerzähler, Sänger, Universaltalent

Max Mutzke ist viel mehr als nur ein Sänger und Songwriter: Genau betrachtet, ist Max Mutzke ein echter Storyteller, der in seinen Tracks nicht nur seine eigenen Gedanken und Gefühle, sondern auch persönliche Beobachtungen festhält. Fast ein Chronist. Auch seiner selbst, wenn er ins Nachdenken über frühere Zeiten gerät: "Ich weiß, das dachten am Anfang meiner Karriere viele, aber ich war nie der schüchterne Junge, für den ich gehalten wurde", erzählte er ntv.de einmal am Rande einer Veranstaltung, bei der er sich ehrenamtlich engagiert. Mutzke steht gerne für Dinge ein. Sein Lohn: "Dass ich das Gefühl habe, die Leute freuen sich, wenn ich komme. Und vielleicht kann ich anderen sogar helfen, sie zum Nachdenken anregen"

In seinem immer wieder überraschenden Soundmix aus Pop, Rock, Soul, Funk, Jazz, HipHop und unzähligen anderen Einflüssen verarbeitet Max das Leben. Auf seiner neuen Single nun gibt Max Mutzke ein deutliches Statement ab: Er möchte allen Fans Mut machen, die Hoffnung auch in schwierigen Zeiten - wie diesen - nicht zu verlieren, positiv zu denken und sich darauf zu konzentrieren, nur "Gute Geschichten" zu erzählen - und auch aktiv mitzugestalten.

Mit seinem neuen Song sagt er gesellschaftlicher Spaltung, Hetze und jeder Form von Unwahrheit den Kampf an: "Leider erzählen wir uns häufig nur die schlimmen Geschichten von Leid und Lügen. Warum fangen wir nicht an, uns stattdessen die guten Geschichten zu erzählen? Die von Wahrheit, von Liebe und von Zusammenhalt. Wir alle sind in der Verantwortung, gute, wahre Geschichten zu erschaffen und etwas Positives zu hinterlassen. Denn am Ende sind es nur die guten Geschichten, die bleiben.

Damit wünsche ich Ihnen, liebe Leser, ein schönes Wochenende und übergebe an den Kollegen Alexander Schultze.

13:37 Uhr

Biden lacht über Fox-Reporterin

Eigentlich will US-Präsident Joe Biden bei einem Treffen mit Wissenschaftlern die Fortschritte präsentieren, die sein Land macht. Eine Reporterin von FOX-News aber stellt stattdessen eine Frage zum Ukraine-Konflikt - und wird vom Präsidenten dafür lachend abgekanzelt.

13:26 Uhr

Kleinkind sperrt Mutter auf Balkon - Essen brennt auf Herd an

Eine Mutter ist von ihrem kleinen Sohn versehentlich auf dem Balkon ausgesperrt worden, während auf dem eingeschalteten Herd ein Topf mit Essen stand. Die 35-Jährige habe sich mit ihrem eineinhalb Jahre alten Sohn auf dem Balkon des Mehrfamilienhauses im Landkreis Lörrach aufgehalten, teilt die Polizei mit. In einem unbeobachteten Moment sei der Junge in die Wohnung in Rheinfelden gelaufen und habe die Balkontüre hinter sich geschlossen.

Mittlerweile sei das Essen auf dem Herd angebrannt. Durch die enorme Rauchentwicklung schlug den Angaben zufolge der Rauchmelder an. Der Hausverwalter versuchte, die Wohnungstür mit dem Generalschlüssel zu öffnen. Dies sei aber nicht gelungen, weil von innen der Schlüssel steckte. Die alarmierte Feuerwehr öffnete die Türe schließlich mit Gewalt. Das Kind blieb trotz der Rauchentwicklung laut Polizei unverletzt.

13:06 Uhr

Tennis ist so viel mehr als Sport

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(Foto: dpa)

Das Bild dient nur der Aufmerksamkeit: Eine Tennis-Profi-Spielerin sitzt bei einer Pressekonferenz der Australian Open. Auffällig: Sie trägt eine Sonnenbrille. Noch auffälliger: Sie hat ihren Sohn auf dem Schoß (der wahrscheinlich für Corona-Schnelltests übt, oder was soll der Finger in der Nase?).

Egal, darum geht's nicht, es geht darum, dass die frühere Weltranglisten-Erste Viktoria Asarenka sich, wie allen anderen Spieler auch, Gedanken über die Corona-Teststrategie bei den Australian Open macht: "Wir hatten rigoroses Testen und Leute waren nicht glücklich. Jetzt scheint es, dass die Leute auch nicht glücklich sind. Ich denke, es wird schwierig, den Mittelweg zu finden", so die 32-Jährige aus Belarus in Melbourne nach ihrem Achtelfinaleinzug beim ersten Grand-Slam-Turnier der Saison. Daher sei es wichtig, die eigene Verantwortung für die Vorsichtsmaßnahmen und fürs Testen zu übernehmen.

Nach ihrer Ankunft mussten die Teilnehmer der Australian Open einen PCR-Test absolvieren. Nach fünf bis sieben Tagen war ein Schnelltest erforderlich. Abgesehen davon werden nach Veranstalter-Angaben Schnelltests zur Verfügung gestellt, sie sind aber freiwillig. Nach dem ganzen Drama um Novak Djokovic erscheint einem das alles wie eine Farce. Oder?

Wenn Sie mehr wissen wollen: Die Kollegen vom Sport-Tag sind hier zu finden.

Und unser Corona-Ticker versorgt Sie ebenfalls zuverlässig rund um die Uhr.

12:46 Uhr

Merkel sagt Dinnereinladung bei Merz ab

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Das hätte so ein schöner Abend werden können!

(Foto: imago/photothek)

Sie hatten nie das beste Verhältnis: Angela Merkel und Friedrich Merz. Als ein Zeichen der Versöhnung* könnte man daher die Einladung zum Essen ansehen, die Merz an Merkel, Kramp-Karrenbauer, Wolfgang Schäuble und Armin Laschet aussprach. Die Herren folgen der Bitte des designierten Parteivorsitzenden auch, die Damen passen allerdings. Das meldet der "Spiegel".

Tja, so jung kommen die momentan lebenden CDU-Parteivorsitzenden dann wohl nicht mehr zusammen: Aus dem Büro der ehemaligen Kanzlerin heißt es, es gebe "terminliche Gründe" für die Absage, bei Kramp-Karrenbauer sollen es private Angelegenheiten sein.

* Vielleicht aber ist das Datum auch ein wenig ungünstig: Am Samstagabend, direkt nach der als sicher geltenden Wahl zum Parteichef zum Dinner zu bitten, ist vielleicht nicht besonders klug. So einen Abend sollte man dann doch mit seinen besten Freunden verbringen - wenn man sie dann hat.

12:16 Uhr

Lage zwischen Belarus und Litauen laut Grenzschutz stabil

Die Lage an der EU-Außengrenze zwischen Litauen und Belarus ist nach Angaben des Leiters des Grenzschutzes des baltischen EU-Landes stabil. Gegenwärtig erscheine ihm die Situation "stabiler als vor ein paar Wochen oder Monaten", so Behördenchef Rustamas Liubajevas an der Grenze bei Kurmelionys vor Journalisten. "Wir müssen jedoch weiterhin wachsam sein, um die Kontrolle und den Schutz der Staatsgrenze zu gewährleisten."

Seit Monaten versuchen Tausende Migranten, aus Belarus über die EU-Außengrenzen nach Polen oder in die baltischen Staaten zu gelangen. Die EU wirft dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko vor, gezielt Menschen aus Krisengebieten wie dem Irak oder Afghanistan nach Minsk eingeflogen zu haben, um sie dann in die EU zu schleusen. Besonders betroffen davon war anfangs Litauen, das eine fast 680 Kilometer lange Grenze zu Belarus hat.

Die Regierung in Vilnius hat darauf mit einem verstärkten Schutz der Grenze und dem Bau von Hunderten Kilometern Grenzzaun reagiert. Seit August 2021 weist der litauische Grenzschutz Migranten ab. Mehr als 8100 Menschen wurden seitdem am illegalen Grenzübertritt gehindert, zuletzt mit deutlich fallender Tendenz.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:33 Uhr

SPD erwägt Hilfen für ärmere Haushalte

Die SPD erwägt zusätzliche Hilfen für ärmere Haushalte wegen der stark gestiegenen Gas- und Strompreise. "Die Entwicklung der Energiepreise werden wir deshalb sorgfältig im Blick behalten und dort, wo nötig, insbesondere mit Blick auf die niedrigen Einkommen, unterstützend eingreifen", heißt es im Beschlussentwurf zur SPD-Fraktionsklausur. "Auch die bestehenden Regelungen auf dem Strommarkt werden wir diesbezüglich überprüfen." Die Strompreise würden verringert, weil die EEG-Umlage bis 2023 auf null abgesenkt werde.

Diese Formulierung lässt offen, ob die Umlage bereits früher als im Koalitionsvertrag beschrieben zu Beginn des Jahres 2023 entfällt. Das hatte Fraktionschef Rolf Mützenich bereits angesprochen. Dem Papier zufolge dringt die SPD auch darauf, dass die Klimaschutz-Pläne sozial abgefedert werden. "Nur wenn die Kosten des Klimaschutzes in der Gesellschaft sozial gerecht geteilt werden, werden die Menschen in unserem Land die Veränderungen annehmen und akzeptieren können", heißt es im Beschlussentwurf.

11:10 Uhr

Mehr Atomkraft verhindern - mit Österreich und Luxemburg?

Die europäischen Umwelt- und Energieminister beraten in Amiens über das weitere Vorgehen bei der Einstufung von Atomkraft und Gas als nachhaltige Energiequellen. Die luxemburgische Umweltministerin Carole Dieschbourg appelliert dabei an Deutschland, sich einer geplanten Klage anzuschließen, falls es dazu komme. "Wir würden es begrüßen, wenn Deutschland sich beteiligen würde", so Dieschbourg.

Österreich und Luxemburg haben rechtliche Schritte angekündigt, um die Aufnahme der Atomkraft in die Liste grüner Investitionen zu verhindern. "Dafür gibt es juristische und inhaltliche Gründe", sagte Dieschbourg. Die Einstufung von Atomkraft als nachhaltig würde zudem ein falsches Signal senden. "Wenn es dazu kommt, ist es Greenwashing", sagte sie. Am Freitag läuft die Frist für die Mitgliedstaaten ab, zu einem ersten Entwurf der EU-Kommission zur sogenannte Taxonomie Stellung zu nehmen. Deutschland hat sich gegen die Aufnahme von Atomkraft in die Liste ausgesprochen.

Die Umwelt- und Energieminister beraten in Amiens außerdem über die Rolle von Wäldern beim Umwelt- und Klimaschutz. Am Samstag soll es um den europäischen Energiemarkt gehen.

10:48 Uhr

Die vielen Gesichter des Meat Loaf

Bye bye, Michael Lee Aday! We will miss you! Nie wieder wird Hackbraten dasselbe sein! 74 ist definitiv kein Alter zum Sterben.

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Meat Loaf (aka Marvin Lee Aday), 1975 in der "Rocky Horry Picture Show

(Foto: imago images/Everett Collection)

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Meat Loaf auf der 6. German Comic Con Dortmund 2019

(Foto: imago images/Future Image)

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Prinz Charles mit Meat Loaf bei der Capital Radio Party, die zu Gunsten des Prince's Trust veranstaltet wurde (2003).

(Foto: dpa)

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Mit Deborah Gillespie

(Foto: dpa)

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2011 mit Thomas Gottschalk bei "Wetten, dass..."

(Foto: imago/DeFodi)

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Modisch in den Achtzigern ...

(Foto: imago stock&people)

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2007 bei einem Konzert in Vancouver

(Foto: 424d146de7b9fffb1fb04b4ebf57889b.jpg)

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"I'd do anything for you!"

(Foto: imago images/APress)

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2007 während eines Konzerts in Düsseldorf

(Foto: 0053b4f3136d2bd2d23419f3f8d2b2dd.jpg)

10:27 Uhr

"Squid Game" geht in die zweite Staffel

Der koreanische Serienhit "Squid Game" bekommt eine zweite Staffel. Das habe Ted Sarandos, Co-CEO von Netflix, bestätigt, berichten mehrere US-Branchenblätter übereinstimmend. "Das Universum von 'Squid Game' hat gerade erst begonnen", wird Sarandos vom Magazin "Deadline" zitiert. 'Squid Game' ist für Netflix der bisher größte Hit. Die Thrillerserie wurde in den ersten vier Wochen nach dem Start im vergangenen Herbst in 142 Millionen Haushalten angesehen.

Der Erfolg des Formats sei dem koreanischen Team zu verdanken, so Sarandos weiter. "Sie haben versucht, all die Elemente des koreanischen Kinos und des koreanischen Dramas zu finden und sie auf eine Art und Weise aufzubauen, die den Produktionswert auf ein neues Niveau gehoben hat." Die Welt sei auch vorher schon neugierig auf "K-Drama" gewesen, doch erst die leichte Zugänglichkeit durchs Streaming habe den Mainstream-Erfolg gebracht. "

'Squid Game' ist eine Mischung aus Thriller und Gesellschaftskritik: In einer Spielshow treten Hunderte hoch verschuldeter Menschen von völlig unterschiedlicher sozialer Herkunft in Kinderspielen gegeneinander an, um ein Preisgeld in Millionenhöhe zu gewinnen. Verlierer werden in dem makabren Wettbewerb umgehend getötet.

09:41 Uhr

Reporterin bei Live-Schalte von Auto umgefahren

Schreck bei der Arbeit: Der US-Fernsehsender WSAZ schaltet gerade live zu seiner Reporterin im Bundesstaat West Virginia. Plötzlich taucht hinter der Frau ein Auto aus der Dunkelheit auf - und fährt die Reporterin vor laufender Kamera um. Chapeu - die Journalistin nimmt den Vorfall recht sportlich ...

09:19 Uhr

Der Ölprinz reitet wieder

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Sascha Hehn und Katy Karrenbauer

(Foto: imago images/Eventpress)

Nach zwei Jahren Unterbrechung wegen der Corona-Pandemie sollen in diesem Sommer die Karl-May-Spiele in Bad Segeberg wieder starten. Auf dem Programm ab dem 25. Juni steht "Der Ölprinz", der eigentlich schon 2020 aufgeführt werden sollte. "Wir sind sehr optimistisch, dass wir trotz der aktuell hohen Inzidenzen eine tolle Saison mit dem Abenteuer "Der Ölprinz" erleben werden, teilt die Geschäftsführerin der Kalkberg GmbH, Ute Thienel, mit. "Wir spielen im Sommer und an der frischen Luft - und damit haben wir in der aktuellen Situation die besten Voraussetzungen für ein entspanntes und sicheres Theatererlebnis."

Die Vorbereitungen für das Bühnenbild laufen schon, die Proben sollen wie immer etwa fünf Wochen vor der Premiere im Mai beginnen. "Der Ölprinz" mit Alexander Klaws als Winnetou, Sascha Hehn als Ölprinz Grinley und Katy Karrenbauer als Rosalie Ebersbach soll bis zum 4. September 72 Mal aufgeführt werden. Im April 2021 hatte Thienel die Absage mit dem hohen wirtschaftlichen Risiko begründet. "Wenn wir die Produktionskosten von rund fünf Millionen Euro erst einmal aktiviert haben, gibt es kein Zurück mehr", hatte sie damals gesagt.

Nach Thienels Angaben müssen mindestens 200.000 Zuschauer kommen, um die Kosten einzuspielen. Seit 2013 hatte es jeweils neue Besucherrekorde gegeben. Zuletzt war sogar die Marke von 400.000 Besuchern übertroffen worden.

08:46 Uhr

Flugzeug dreht wegen Maskenverweigerer um

Ein Flugzeug der US-Fluggesellschaft American Airlines muss am Donnerstag auf dem Weg von Miami nach London mitten im Flug umkehren, weil sich ein Passagier weigert, eine Maske zu tragen. Das Unternehmen teilt mit, dass der Flieger nach Miami zurückkehrte, weil "ein störender Kunde sich weigerte, die vorgeschriebene Maske zu tragen". Die Polizei wartete am Flughafen bereits auf den Maskenverweigerer.

Sie begleitete den Passagier ohne Zwischenfälle von Bord, so ein Polizeibeamter dem US-Sender CNN. Die Maschine des Typs Boeing 777 hatte insgesamt 129 Passagiere und 14 Besatzungsmitglieder an Bord. American Airlines teilte mit, dass dieser Passagier bis zur weiteren Untersuchung des Vorfalls auf eine Liste von Personen gesetzt wurde, die nicht mehr mit der Fluggesellschaft fliegen dürfen.

Die US-Luftfahrtbehörde FAA hatte im Januar vergangenen Jahres eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Maskenverweigerern ausgesprochen. Zuvor hatten zahlreiche Flugbegleiter über verbale und körperliche Übergriffe durch Reisende berichtet, die sich weigerten, die Vorschrift zu befolgen.

08:16 Uhr

Adele verschiebt Las Vegas-Show unter Tränen - der echte Skandal ist aber ein anderer

Unter Tränen hat die britische Sängerin Adele die Verschiebung ihrer Show in Las Vegas verkündet - einen Tag, bevor diese beginnen sollte. "Es tut mir so leid, aber meine Show ist nicht bereit", sagt sie in einem Video. Sie habe "alles versucht, um sie rechtzeitig auf die Beine zu stellen", aber "wir sind durch Lieferverzögerungen und Covid absolut zerstört worden."

Die Hälfte des Teams sei krank, und sie sei "am Boden zerstört", so die vollkommen verzweifelte Sängerin. "Es tut mir leid, dass es so kurzfristig ist, wir waren über 30 Stunden lang wach und haben versucht, eine Lösung zu finden, und uns ist die Zeit ausgegangen." Sie sei "verärgert" und es sei ihr "peinlich". Besonders leid tue es ihr für alle, die bereits für die Show nach Las Vegas angereist waren.

Echt skandalös ist jedoch die Tatsache, dass Karten für den Auftritt des Popstars im Colosseum des Caesars Palace am Freitag und Samstag Berichten zufolge unter der Hand für bis zu 30.000 Dollar (26.500 Euro) das Stück gehandelt wurden. Die Show mit dem Titel "Weekends With Adele" sollte zweimal pro Woche vom 21. Januar bis zum 16. April laufen.

08:00 Uhr

Was heute wichtig wird

Gemütlich in den Untergang schlittern - das geht! Heute ist Internationaler Tag der Jogginghose und Atomkraft ist neuerdings nachhaltig. Außerdem ist Netflix quasi am Ende - zumindest versucht der Corona-Gewinner sich gegen die immer stärker werdende Konkurrenz von Apple TV, Disney und Co zu wehren. Naja, nicht unser Problem: Hoch die Hände Wochenende! Und zwar schon morgen. Oder naja, heute Abend. Für manche Regionen auch schon ab 13 Uhr, "ab eins macht jeder seins" ist vielerorts das Motto, und das klingt doch recht vernünftig! Oh mein Gott, wie gern wär' ich in Bayern! Apropos Gott: seine Angestellten halten uns momentan ganz schön auf Trab, aber nun soll wirklich alles auf den Tisch in Sachen Missbrauchsskandale, Benedikt betet schonmal. Genug der Worte, jetzt kommen Taten: Ich begleite Sie durch den Tag bis 14 Uhr mit News, und Sie schreiben mir, wenn Ihnen etwas auffällt. Sie etwas loswerden wollen. Rechtschriebfewhler finden, so Dinge halt. Mein Name ist Sabine Oelmann und ich bin erreichbar unter DERTAG@N-TV.DE.

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Auch für Sportmuffel unverzichtbar: die Jogginghose.

(Foto: imago images/Shotshop)

Was heute wichtig wird

  • Die Außenminister Russlands und der USA kommen heute in Genf zu Beratungen über die Ukraine-Krise zusammen.

  • Der ukrainische Botschafter in Berlin, Andreii Melnyk, fordert von Deutschland den Ausschluss Russlands aus dem internationalen Banken-Zahlungssystem Swift: "Diese harte Strafmaßnahme muss im Werkzeugkasten von höllischen Sanktionen als effiziente Abschreckung gegenüber Putin unbedingt bleiben."

  • Österreich hat im Kampf gegen die Corona-Pandemie als erstes EU-Land eine allgemeine Impfpflicht beschlossen. Mal sehen, was die europäischen Nachbarn dazu sagen.

  • Wir blicken nach Südafrika: Dort beginn heute das erstaunlicherweise immer noch allseits beliebte RTL-"Dschungelcamp", und wir sind schon sooooo gespannt auf Glööckler, Renzi & Co in Funktionskleidung

  • Die erste Klausurtagung des neuen Bundeskabinetts findet statt, und ab 17 Uhr erwarten wir Statements von Scholz, Habeck und Lindner

07:34 Uhr

Identität der Toten nach Hausbrand in Hagen weiter unklar

Nach dem tödlichen Brand in einem Haus in Hagen ist die Identität der beiden Toten weiter unklar. Allerdings deute einiges darauf hin, dass es sich um zwei namentlich bekannte Vermisste handle - eine Frau und einen Mann - so ein Sprecher der Polizei. Zur Brandursache konnte er noch keine Angaben machen. Zunächst müsse ein Statiker hinzugezogen werden, da das Gebäude wohl einsturzgefährdet sei.

Bei dem Unglück am Donnerstag hatten Feuerwehrleute zunächst eine Leiche entdeckt, am Abend dann eine zweite. Zudem wurden bei dem Feuer zwei Menschen schwer und sechs weitere leicht verletzt.

07:20 Uhr

Mit Erdnüssen gegen die Allergie

Einer neuen US-Studie zufolge kann die Aufnahme von Erdnüssen in den Speiseplan von Kleinkindern Allergien gegen Hülsenfrüchte lindern. Laut der US-Langzeit-Studie führte die schrittweise Einführung von Erdnussprodukten in den Speiseplan von allergischen Kindern zu einer größeren Toleranz gegenüber weit verbreiteten Allergien.

An der Studie nahmen insgesamt 146 Kinder mit Erdnuss-Allergie im Alter zwischen null und drei Jahren teil. Die Forscher untersuchten über einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren, wie sich die Zugabe von Erdnüssen in deren Ernährung auf ihre allergische Reaktion auswirkte. Dabei erhielt eine Gruppe von 96 Kindern täglich Erdnussproteinpulver, wobei die Dosis schrittweise auf das Äquivalent von sechs Erdnüssen erhöht wurde. Die anderen Kinder Hafermehl als Placebo. 20 der Kinder aus der Erdnuss-Gruppe zeigten sechs Monate nach dem Ende der Zugabe von Erdnüssen keine allergische Reaktion mehr. Sie vertrugen eine Dosis, die 16 Erdnüssen entsprach. Bei der Placebo-Gruppe wurde dies nur bei einem Kind festgestellt. Weitere 20 Kinder der Erdnuss-Gruppe zeigten eine höhere Toleranz gegenüber den Hülsenfrüchten. Diese Kinder konnten sechs Monate nach Beendigung der Behandlung eine Dosis vertragen, die zwischen sechs und 12 Erdnüssen entsprach.

Die Studie wurde unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt. Dabei kam es häufig zu leichten allergischen Reaktionen wie Hautausschlag, Darmproblemen und Atembeschwerden. Bei 21 Kindern mussten jedoch auch Adrenalininjektionen gegeben werden, um ernstere allergische Schocks zu bekämpfen.

07:08 Uhr

17 Tote nach heftiger Explosion in Ghana

Im westafrikanischen Ghana sind durch eine heftige Explosion 17 Menschen getötet und 59 verletzt worden. Ein mit Sprengstoff beladener Lastwagen sei mit einem Motorrad und einem weiteren Fahrzeug in der Nähe eines elektrischen Transformators kollidiert, berichtet der ghanaische Informationsminister Kojo Oppong Nkrumah.

Dieser Unfall löste eine gewaltige Detonation aus, durch die eine Ortschaft in der Nähe der Stadt Bogoso komplett zerstört worden sei, so Nkrumah. Der Sprengstoff auf dem Lastwagen sollte im Bergbau eingesetzt werden. In der Region wird vor allem Gold gefördert. Zur Unterstützung der Rettungsarbeiten sind Polizei, Armee und nationaler Katastrophenschutz im Einsatz. Nach Angaben des ghanaischen Katastrophenschutzes sind 500 Gebäude betroffen, viele davon sollen verbrannt sein. Die Anwohner umliegender Orte wurden angewiesen, Hilfesuchende aufzunehmen und Schulen und Kirchen als Unterkünfte zur Verfügung zu stellen.

06:57 Uhr

Sexueller Missbrauch in der Kirche - eine einzige "Bilanz des Schreckens"

Zum Gutachten über sexuellen Missbrauch im Erzbistum München und Freising und zu den schweren Vorwürfen gegen den emeritierten Papst Benedikt XVI. schreibt die Wiener Zeitung "Der Standard": "Dass der emeritierte Papst Benedikt XVI. eines Tages noch etwas Bedeutendes zu verkünden hat - nämlich dass er als Münchner Erzbischof Joseph Ratzinger fehlbar war und Missbrauch vertuscht hat -, ist leider nicht zu erwarten. Er lebt abgeschottet in seiner eigenen Welt, seine Zeit in München erscheint wohl sehr weit weg. Für viele allerdings wäre Reue ein gewichtiges Zeichen."

Barbara Leyendecker (l-r), Ulrich Wastl, Marion Westpfahl und Martin Pusch von der Münchner Anwaltskanzlei Westpfahl Spilker Wastl bei der Vorstellung des Gutachtens zu Fällen von sexuellem Missbrauch im katholischen Erzbistum München und Freising.

Barbara Leyendecker (l-r), Ulrich Wastl, Marion Westpfahl und Martin Pusch von der Münchner Anwaltskanzlei Westpfahl Spilker Wastl bei der Vorstellung des Gutachtens zu Fällen von sexuellem Missbrauch im katholischen Erzbistum München und Freising.​

(Foto: Sven Hoppe/dpa POOL/dpa)

"Umso wichtiger ist, dass nun das Gutachten vorliegt - auch wenn es eine 'Bilanz des Schreckens' aus dem Erzbistum München und Freising ist, wie die Gutachter selbst sagen. Das Motto 'Augen zu und mit Weihrauch durch' darf es nicht mehr geben. Das ist die Kirche den viel zu vielen Opfern schuldig. Zudem dient dies der Selbsterhaltung. Sonst sind auch im katholischen Bayern die Kirchen bald leer."

06:38 Uhr

Ukraine-Einmarsch "reales, hohes, echtes Risiko"

Stell' dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin" hieß es einmal. Jetzt lautet der Slogan wohl eher "Stell' dir vor, es ist Krieg und alle sehen hin" - aber keiner hat die Macht, diesen Wahnsinn zu stoppen! US-Außenminister Antony Blinken zumindest hat erneut vor einem russischen Einmarsch in die Ukraine gewarnt. "Es ist ein reales Risiko und es ist ein hohes Risiko", so Blinken im ZDF-"heute journal". Jüngst seien bereits russische Soldaten nach Belarus geschickt worden. "Es ist also ein echtes Risiko."

Zu den Äußerungen von US-Präsident Joe Biden, der am Mittwoch erklärt hatte, eine kleinere Aggression Russlands würde eine mildere Reaktion des Westens auslösen als eine großangelegte Invasion, sagte Blinken: "Wenn ein russischer Soldat über die Grenze in die Ukraine eindringt, dann haben wir es mit einem wirklich profunden Problem zu tun." In einem solchen Fall handele es sich um einen ganz klaren Angriff auf die Ukraine - "ob es sich nun um einen oder um tausend Soldaten handelt". Biden habe sich mit seinen Aussagen auf Szenarien bezogen, "die eben nicht so weit gehen, dass russische Kräfte in der Ukraine einmarschieren". Dabei könne es beispielsweise darum gehen, einen Staatsstreich herbeizuführen.

Auf die Frage, ob er am Freitag bei seinem Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow Sicherheitsgarantien abgegeben werde, sagte Blinken: "Wir haben bereits ein Entgegenkommen gezeigt. Nicht nur in den vergangenen Wochen, sondern über viele Jahre hinweg. Unglücklicherweise sind wir immer wieder zurückgewiesen worden." Zu möglichen deutschen Waffenlieferungen an die Ukraine sagte Blinken, jedes Land treffe eigene Entscheidungen.

06:16 Uhr

Atomkraft ja bitte?

Der Vorschlag kommt aus Brüssel, aber der Druck aus Paris: Die EU-Kommission möchte Investitionen in klimafreundliche Vorhaben einleiten. Aus französischer Sicht zählt auch die Atomenergie dazu, da sie weitgehend emissionsfrei ist. Frankreich möchte seine EU-Ratspräsidentschaft nutzen, um dieses Vorhaben voranzutreiben. Die Bundesregierung betont, dass sie das anders sieht, wird sich aber in der EU damit kaum durchsetzen können.

Bis Freitag haben die Mitgliedsländer Zeit, zu einem ersten, in der Silvesternacht versandten Entwurf der Kommission Stellung zu nehmen. Darin steht, dass Investitionen in Atomkraftwerke der jüngsten Generation als nachhaltig eingestuft werden können, wenn zudem ein Plan für die Lagerung der radioaktiven Abfälle vorliegt.

Auch Gaskraftwerke sollen unter Auflagen übergangsweise das Gütesiegel bekommen - ein Zugeständnis an Deutschland, das auf Gas angewiesen ist, solange die erneuerbaren Energien Atomkraft und Kohle nicht ersetzen. Die französische Atomindustrie benötigt in den nächsten Jahren massive Investitionen, um die alternden Atomkraftwerke zu erneuern. Emmanuel Macron hat bereits angekündigt, dass neue Reaktoren gebaut werden sollen, aller Voraussicht nach EPR-Reaktoren, von denen der Prototyp in Flamanville noch immer nicht am Netz ist. In Deutschland steht die Koalition unter Druck der Atomgegner, die in der Taxonomie in erster Linie ein Greenwashing sehen - also genau das, was mit dem Text ursprünglich hatte verhindert werden sollen.

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