Freitag, 03. Januar 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
22:26 Uhr

Das war Freitag, der 3. Januar 2020

Nach der Tötung des iranischen Top-Generals Ghassem Soleimani durch die USA im Irak stehen die Zeichen auf Eskalation: Teheran droht Washington "schwere Vergeltung" an. Die USA entsenden 3000 bis 3500 zusätzliche Soldaten in den Nahen Osten. UN-Generalsekretär António Guterres warnt vor der Gefahr eines neuen Golfkriegs. Es droht eine Spirale der Gewalt.

Was war heute außerdem wichtig:

Liebe Leserinnen und Leser, damit verabschiede ich mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine ruhige Nacht.

22:03 Uhr

Müllsammler entdecken Leiche von vermisstem Bonner

Seit zwei Jahren wurde ein 53-Jähriger aus Bonn vermisst. Bei einer Müllsammelaktion sind nun am Rheinufer in Dormagen in Nordrhein-Westfalen Teile eines skelettierten Leichnams entdeckt worden. Die Polizei ist sich sicher: Es handelt sich um die Leiche des vermissten Bonners.

  • Die Leiche sei an einer schwer zugänglichen Stelle am Rheinufer entdeckt worden, berichten die Beamten. Es bestünden "keine begründeten Zweifel an der Identität des Leichnams".
  • Der damals 53-jährige Mann wurde im Dezember 2017 das letzte Mal in Bonn gesehen. Von der Polizei eingesetzte Suchhunde verloren damals am Rheinufer die Spur des an Demenz erkrankten Mannes.
  • Laut Polizei gebe es keine Hinweise auf ein Fremdverschulden.
21:43 Uhr

Trump: "Wir haben gehandelt, um einen Krieg zu beenden"

US-Präsident Donald Trump, auf dessen Befehl der iranische Top-General Ghassem Soleimani getötet wurde, betont nun, er wolle keinen Krieg mit Teheran.

  • "Wir haben gehandelt, um einen Krieg zu beenden", sagte Trump in Florida. "Wir haben nicht gehandelt, um einen Krieg zu beginnen." Die Vereinigten Staaten wollten Frieden, Partnerschaft und Freundschaft mit anderen Ländern. Die USA wollten auch keinen Regimewechsel im Iran erreichen. Die Vereinigten Staaten täten aber alles, um die eigenen Diplomaten, Soldaten und Bürger zu schützen.
  • "Ich bin bereit und vorbereitet, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen - und das bezieht sich insbesondere auf den Iran", sagte Trump.
  • Soleimani habe an "finsteren" Angriffsplänen gegen US-Ziele gearbeitet und sei deshalb ausgelöscht worden. Wäre er schon früher getötet worden, hätten viele Leben gerettet werden können, sagte der US-Präsident.
21:00 Uhr

Zirkusartisten stürzen zehn Meter in die Tiefe

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Das Duo "Sky Angels" ist international bekannt.

(Foto: imago/Sven Ellger)

Zwei Zirkusartisten sind bei einer Vorstellung in Amsterdam aus gut zehn Metern Höhe in die Manege gestürzt. Beide wurden verletzt ins Krankenhaus eingeliefert. Lebensgefahr besteht aber nicht.

Das international bekannte Duo "Sky Angels" war im Weltweihnachtszirkus im Traditionstheater Carré aufgetreten.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur ANP handelt es sich um ein russisches Ehepaar, das ohne Fangnetz auftritt. Es wurde bereits mehrfach für seine spektakuläre Trapez-Nummer ausgezeichnet. Die Vorstellung war abgebrochen und das Theater evakuiert worden.

20:18 Uhr

New Yorks Polizei rüstet aus Angst vor Iran auf

Nach der Tötung des iranischen Generals Ghassem Soleimani sind in New York die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt worden.

  • "Sie werden viel mehr Polizisten sehen, die sehr schnell einsatzbereit sind", sagte Bürgermeister Bill de Blasio bei einer Pressekonferenz. "Es gibt keine Möglichkeit vorherzusagen, was als nächstes passiert."
  • Zuvor hatte De Blasio bereits per Twitter geschrieben, dass er mit der New Yorker Polizei beraten habe, wie zentrale Orte in New York "von jeglichem Versuch des Irans oder seinen terroristischen Verbündeten, Vergeltung gegenüber Amerika zu suchen" geschützt werden könnten. "Wir werden gegenüber dieser Bedrohung auf lange Zeit wachsam sein müssen."
  • Polizeichef Dermot Shea betonte allerdings, dass es derzeit keine "spezifische glaubhafte Bedrohung" gebe.
19:45 Uhr

Madrid setzt katalanischen Regionalpräsidenten ab

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Quim Torra hatte sich geweigert, Symbole der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung vom Sitz der Regionalregierung zu entfernen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die spanische Wahlkommission hat die Absetzung des katalanischen Regionalpräsidenten Quim Torra verfügt. Die Behörde ordnete an, dem Unabhängigkeitsbefürworter sein Mandat im Regionalparlament in Barcelona zu entziehen - damit muss er auch sein Amt als Regionalpräsident abgeben.

Ein Gericht in Barcelona hatte Torra im Dezember wegen "Ungehorsams" für 18 Monate die Berechtigung zum Ausüben öffentlicher Ämter entzogen. Der 56-Jährige hatte sich im Frühjahr der Anordnung der spanischen Wahlbehörde widersetzt, eine gelbe Solidaritätsschleife und ein Banner vom Sitz der Regionalregierung zu entfernen, auf dem "Freiheit für politische Gefangene und Exilierte" stand.

19:15 Uhr

USA entsenden weitere 3000 Soldaten in den Nahen Osten

Die USA entsenden Insidern zufolge knapp 3000 zusätzliche Soldaten in den Nahen Osten. Dies sei eine Vorsichtsmaßnahme angesichts einer verstärkten Bedrohung für amerikanische Kräfte in der Region, verlautete aus Washingtoner Regierungskreisen. Die Truppen der 82. Luftlandedivision würden sich den rund 750 Soldaten anschließen, die in den vergangenen Tagen schon nach Kuwait geschickt worden seien.

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18:59 Uhr

"Bachelor" Daniel Völz ist wieder Single

Daniel Völz scheint kein Glück in der Liebe zu haben, der einstige RTL-Rosenkavalier ist wieder Single.

  • Im März 2018 vergab er seine letzte Rose in der Kuppelshow "Der Bachelor" an Kristina Yantsen - die Beziehung hielt aber nicht lange. Im April 2018 gaben sie ihre Trennung bekannt. Seit Frühjahr 2019 schwelgte er mit Lisa im Liebesglück, doch jetzt teilte er in seiner Instagram Story mit, dass er wieder Single ist.
  • Zu den Gründen für das Ende der Beziehung will sich Völz nicht äußern. "Habt bitte Verständnis dafür, dass die Gründe dafür zwischen Lisa und mir bleiben. Ich habe sie sehr geliebt und sie wird auch immer in meinem Herzen bleiben. Danke für die schöne Zeit, die wir zusammen hatten", schrieb der 34-Jährige.
  • Gemunkelt wurde über das Liebes-Aus schon länger, das letzte gemeinsame Foto auf Instagram veröffentlichte Völz im Oktober.
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18:32 Uhr

Britisches Gericht: Veganismus ist philosophischer Glaube

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Ethisch motivierte Veganer wie Jordi Casamitjana verzichten auf sämtliche tierische Erzeugnisse und meiden Produkte, bei deren Herstellung Tierversuche eingesetzt werden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Eine aus ethischen Gründen vegane Lebensweise hat in Großbritannien den Status einer philosophischen Weltanschauung und ist damit vom Diskriminierungsverbot geschützt. Das entschied ein Arbeitsgericht im ostenglischen Norwich.

  • Geklagt hatte ein 55 Jahre alter Mann, der nach eigenen Angaben wegen seiner Überzeugung entlassen wurde.
  • Seinen Job hatte Jordi Casamitjana nach eigenen Angaben verloren, weil er den Rentenfonds seines Arbeitgebers kritisiert hatte. Der hat seiner Ansicht nach in Unternehmen investiert, die in Tierversuche verwickelt sind.
  • Seinem ehemaligen Arbeitgeber, der Tierschutzorganisation League Against Cruel Sports (Liga gegen grausame Sportarten), zufolge war das nicht der Grund für die Entlassung. Ob sie rechtmäßig war, wurde bislang nicht vom Gericht entschieden. Die Schutzwürdigkeit von Casamitjana Überzeugung hatte die Tierschutzorganisation nicht in Zweifel gezogen.
17:58 Uhr

Tour-Lkw der Ehrlich Brothers in schweren Unfall verwickelt

Ein Tour-Lastwagen der Magier-Brüder Andreas und Chris Ehrlich ist auf der Autobahn 2 bei Beckum in Nordrhein-Westfalen in einen Unfall verwickelt worden.

  • Die Ehrlich Brothers selbst waren nicht beteiligt. Bei dem Unfall wurden sieben Menschen verletzt, einige von ihnen schwer.
  • Nach Polizeiangaben war ein 29 Jahre alter Autofahrer am späten Donnerstagabend auf den Lkw aufgefahren. Durch den Aufprall drehte sich sein Auto auf der Fahrbahn und kam zum Stehen. Zwei weitere Autos prallten auf den Unfallwagen.
  • Der 29-Jährige und seine Mitfahrerinnen im Alter von 12 und 60 Jahren erlitten schwere Verletzungen, insgesamt vier der Insassen der beiden auffahrenden Autos wurden leicht verletzt. Der Fahrer des Lastwagens mit dem Tour-Equipment blieb unverletzt.
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17:14 Uhr

Konzert in der Elbphilharmonie abgebrochen

In der Hamburger Elbphilharmonie ist erstmals ein Konzert abgebrochen worden - wegen technischer Probleme.

  • Während eines Galakonzerts des St. Pauli Theaters versagte schon beim ersten Künstler das Mikrofon, und die Veranstaltung musste unterbrochen werden.
  • Die Zuschauer reagierten unterschiedlich: Während einige protestierten, stimmten andere spontan den Klassiker "Auf der Reeperbahn nachts um halb Eins" an. Nachdem auch Moderatorin Gerburg Jahnke nicht mehr zu verstehen war, wurde das Konzert endgültig abgebrochen.
  • Der technische Defekt sei bei einem angemieteten Tonmischpult aufgetreten und habe sich im Laufe der Veranstaltung nicht beheben lassen, teilte ein Sprecher der Elbphilharmonie mit. In Abstimmung mit dem Veranstalter des Abends, dem St. Pauli Theater, soll nun ein Ersatzangebot für die Besucher des Konzerts erarbeitet werden.
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16:39 Uhr

UN-Generalsekretär warnt vor neuem Golfkrieg

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António Guterres

Die Welt kann sich keinen neuen Golfkrieg erlauben

(Foto: picture alliance/dpa)

UN-Generalsekretär António Guterres hat nach der gezielten Tötung des iranischen Generals Ghassem Soleimani bei einem US-Drohnenangriff im Irak vor der Gefahr eines Krieges gewarnt. "Die Welt kann sich keinen neuen Golfkrieg erlauben", erklärte Guterres. Zugleich rief er die beteiligten Staaten zu "maximaler Zurückhaltung" auf und forderte eine "Deeskalation".

Der Iran hat Vergeltung angedroht. International wird eine Eskalation des Konflikts zwischen Washington und Teheran befürchtet, die zu einem Flächenbrand im Nahen Osten führen könnte.

16:06 Uhr

Prinzessin Estelle hat sich das Bein gebrochen

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Prinzessin Estelle setzt ihren Urlaub mit gebrochenem Bein fort.

(Foto: imago images / PPE)

Die siebenjährige schwedische Prinzessin Estelle hat sich im Skiurlaub das Schienbein gebrochen. Die Tochter von Kronprinzessin Victoria und Prinz Daniel trage einen Gips und ihr gehe es gut, sagte eine Sprecherin des Königshauses. Ihren Neujahrsurlaub in den Alpen habe die Familie wegen des Unfalls nicht abbrechen müssen - Estelle sei vor Ort in einem Krankenhaus behandelt worden.

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15:32 Uhr

UN-Expertin: Tötung Soleimanis wohl Menschenrechtsverletzung

Nach Auffassung einer UN-Menschenrechtsexpertin haben die USA mit der gezielten Tötung des iranischen Generals Ghassem Soleimani wohl gegen internationales Recht verstoßen.

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"Rechtfertigungen für solche Tötungen sind sehr eng definiert, und es ist schwer vorstellbar, wie eine davon auf diese Tötungen angewendet werden kann", twitterte Agnes Callamard, die unabhängige Berichterstatterin des UN-Menschenrechtsbüros für außergerichtliche, summarische oder willkürliche Hinrichtungen.

Der Einsatz von Drohnen oder anderen Mitteln für gezielte Tötungen sei außer bei aktiven Kampfhandlungen fast nie legal. Tödliche Gewalt sei höchstens erlaubt, wenn unmittelbar Gefahr für Leben bestehe. "Dass jemand in der Vergangenheit an Terrorangriffen beteiligt war, reicht nicht aus, um eine solche Tötung legal zu machen", schrieb Callamard.

14:55 Uhr

Mann greift bei Paris Menschen mit Messer an

Ein Mann hat Berichten zufolge bei Paris mehrere Menschen mit einem Messer angegriffen. Der Täter sei "neutralisiert" worden, berichtete der Sender BFMTV. Wenn die Sicherheitskräfte in Frankreich von "neutralisieren" sprechen, meinen sie in der Regel, dass der Täter außer Gefecht gesetzt wurde. Es ist aber nicht klar, ob er getötet wurde oder nicht.

Nach Informationen von RTL.fr wurden bei dem Angriff mehrere Menschen verletzt.

Die Polizeipräfektur von Paris bestätigte einen Einsatz in Villejuif rund um einen größeren Park. Man solle den Bereich meiden.

Update: Nach BFMTV-Informationen wurden vier Personen verletzt, eine davon lebensgefährlich. Der Angreifer starb demnach durch Polizeischüsse.

Update 15:43 Uhr: Nach Angaben aus Ermittlerkreisen hat der Angreifer mindestens einen Menschen getötet. Mindestens zwei weitere Menschen wurden demnach verletzt.

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14:33 Uhr

Pompeo: "Wir wollen keinen Krieg mit dem Iran"

Nach der gezielten Tötung des iranischen Generals Ghassem Soleimani durch das US-Militär hat US-Außenminister Mike Pompeo Teheran zur "Deeskalation" aufgefordert. Iran solle sich nun wie ein normales Land verhalten und nicht mehr Terroristen in der ganzen Region unterstützen, sagte Pompeo im Gespräch mit dem US-Sender Fox News. "Wir wollen keinen Krieg mit dem Iran", sagte Pompeo.

  • Er hoffe, dass die Führung in Teheran die "Entschlossenheit" der US-Regierung anerkenne und "dass sie sich entscheidet, zu deeskalieren", sagte Pompeo.
  • Sollte Iran einen anderen Weg verfolgen und die USA erneut herausfordern, seien Präsident Donald Trump und die gesamte US-Regierung bereit, "angemessen zu antworten".
  • Die USA "werden nicht zusehen, wie die Iraner eine Eskalation betreiben und weiterhin die Leben amerikanischer Staatsbürger in Gefahr bringen", warnte Pompeo.
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14:30 Uhr

Schichtwechsel

Meine Kollegin Juliane Kipper verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend, ich übernehme ihren Platz in der Redaktion und begleite Sie bis zum späten Abend durch den "Tag". Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

14:00 Uhr

Netanjahu: USA haben Recht auf Selbstverteidigung

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Benjamin Netanjahu

Trump gebührt alle Anerkennung, schnell, energisch und bestimmt gehandelt zu haben. Israel steht an der Seite der USA in ihrem Kampf für Frieden, Sicherheit und Selbstverteidigung.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach der gezielten Tötung des iranischen Generals Ghassem Soleimani durch die USA stellt sich Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu an die Seite Amerikas. "So wie Israel das Recht zur Selbstverteidigung hat, haben auch die Vereinigten Staaten exakt dasselbe Recht", sagte Netanjahu nach Angaben seines Büros.

 "Ghassem Soleimani ist verantwortlich für den Tod amerikanischer Bürger und vieler anderer unschuldiger Menschen." Er habe weitere solche Angriffe geplant. Netanjahu sagte zudem: "Trump gebührt alle Anerkennung, schnell, energisch und bestimmt gehandelt zu haben." Israel stehe an der Seite der USA in "ihrem Kampf für Frieden, Sicherheit und Selbstverteidigung".

Israel befindet sich nach dem Vorfall im Irak in erhöhter Alarmbereitschaft. Israel und der Iran sind Erzfeinde. Vertreter des Irans haben in der Vergangenheit mit Vergeltungsschlägen gegen den US-Verbündeten Israel gedroht.

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13:23 Uhr

Australische Elstern imitieren Feuerwehrsirenen

Australien erlebt gerade eine der schlimmsten Dürreperioden seit Jahrzehnten. Währenddessen bricht eine Hitzewelle im Dezember den Rekord für die höchste landesweite Durchschnittstemperatur. Allein in New South Wales (NSW) sind in dieser Brandsaison 3,6 Millionen Hektar (8,9 Millionen Acres) Land verbrannt. Im ganzen Bundesstaat wurden mehr als 1.300 Häuser zerstört und über 500 beschädigt, teilt die Feuerwehr mit. Die Brände haben aber auch umfangreiche Schäden an der Tierwelt angerichtet - beziehungsweise äußern sich auf kuriose Weise.

Im Südosten des Landes hat der ehemalige Beauftragte für bedrohte Tierarten, Gregory Andrews, ein Video aufgenommen, das einen Singvogel zeigt, der die Geräusche von Notsirenen der Feuerwehr nachahmt. Andrews hat den Clip in die Facebook-Gruppe "Australian Native Birds" hochgeladen. Er wurde inzwischen mehr als 2600 Mal geteilt. "OK, das ist eine der coolsten Sachen überhaupt. Heute traf ich eine australische Elster in Newcastle NSW, die gelernt hatte, die Rufe von Feuerwehr- und Rettungswagen zu singen", schreibt Andrews auf Facebook.

Die australische Elster ist in ganz NSW gesetzlich geschützt und hat einen der komplexesten Vogelgesänge der Welt. Die Regierung von NSW sagt, dass Elstern den Gesang von mehr als 35 Vogelarten nachahmen können, und sogar die Geräusche anderer Spezies, einschließlich Hunde, Pferde und Menschen.

 

12:26 Uhr

Thailands TV-Sender machen Plastiktüten unkenntlich

Im thailändischen Fernsehen sollen ab sofort weniger Plastiktüten zu sehen sein. In dem südostasiatischen Land trat am 1. Januar eine neue Regelung in Kraft, nach der Supermärkte und Einzelhändler keine kostenlosen Plastiktüten mehr verteilen dürfen. Nun stimmten auch acht öffentliche und private Sender zu, Bilder von Plastikbeuteln in ihren Programmen künftig zu reduzieren oder unkenntlich zu machen, wie Umweltminister Warawut Silpa-archa mitteilte.

Hintergrund der Maßnahme ist eine Regierungskampagne zur Bekämpfung von Plastikmüll. Laut einer Regierungsstudie fielen 2017 in Thailands Haushalten mehr als 27 Millionen Tonnen Müll an. Nicht einmal ein Drittel davon wurde recycelt oder wiederverwendet. Auch gehört das südostasiatische Land laut der Organisation Greenpeace zu den größten Verschmutzern der Meere mit Müll - und dieser bestehe etwa zur Hälfte aus Plastik.

12:05 Uhr

Schlagzeilen zum Mittag

12:00 Uhr

Downing Street sucht "supertalentierte Spinner"

Datenwissenschaftler, Projektmanager, Politikfeld-Experten und "ausgewählte Spinner". Mit einer ungewöhnlichen Stellenausschreibung sorgt der wichtigste Berater von Premierminister Boris Johnson in Großbritannien derzeit für Wirbel. Die britische Regierung brauche rasch hoch qualifizierte Mitarbeiter, um die Herausforderungen durch den EU-Austritt zu bewältigen, schreibt Dominic Cummings auf seinem privaten Blog.

"Der Brexit macht viele große Veränderungen in politischen Strategien und der Struktur der Entscheidungsfindung notwendig." Vor allem Fähigkeiten aus der Physik, Mathematik, Wirtschaft, Informatik und der Werbebranche sind demnach gefragt. Aber auch "supertalentierte Spinner" hätten eine Chance, so Cummings. "Wir brauchen ein paar echte Joker, Künstler, Leute, die nie zur Universität gegangen sind und sich aus einem widerwärtigen Höllenloch gekämpft haben", schreibt der Johnson-Berater.

Der Wahlkampfstratege Cummings gilt als genialer, aber auch unberechenbarer Kopf hinter dem überwältigenden Erfolg Johnsons bei der Parlamentswahl im Dezember und dem Brexit-Votum im Jahr 2016. Er ruft dazu auf, Bewerbungen an eine private Googlemail-Adresse zu senden. Eine der zu besetzenden Stellen sei die seines persönlichen Assistenten.

Für den Job seien große Entbehrungen notwendig: "Sie werden keine freien Abende unter der Woche haben, Sie werden viele Wochenenden opfern - offen gesagt, es wird schwer sein, überhaupt einen Freund oder eine Freundin zu haben." Der Lohn seien Einblicke, wie sie sonst kaum junge Menschen hätten. Er warnte aber: "Wenn Sie nicht passen, werde ich Sie innerhalb von Wochen entsorgen."

11:27 Uhr

Verunglückter Skifahrer stammt aus Bielefeld

An einer Pistenkreuzung auf etwa 2500 Metern Höhe, nahe der schweizerischen Bergstation Corviglia nördlich von St. Moritz, verunglückt gestern bei einem Unfall ein 57-jähriger Mann. Wie jetzt bekannt wurde, stammt er aus Bielefeld. Er war mit einem Schweizer Skifahrer zusammengestoßen und dabei über den Pistenrand hinaus geschleudert worden. Er starb noch am Unfallort. Der Schweizer wurde verletzt in eine Klinik gebracht.

10:37 Uhr

Haftbefehl nach Angriff auf Polizisten in Silvesternacht erlassen

Das Amtsgericht Leipzig hat Haftbefehle gegen vier Männer erlassen, die in der Silvesternacht am Connewitzer Kreuz in Polizeigewahrsam genommen worden waren. Das bestätigte Tom Bernhard vom Landeskriminalamt (LKA) Sachsen. Die Männer im Alter von 27, 29, 30 und 32 Jahren waren schon am Donnerstag einem Haftrichter vorgeführt worden.

Den drei älteren wird von der Staatsanwaltschaft tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte, versuchte und vollendete Körperverletzung sowie Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte vorgeworfen. Wegen dieser Vorwürfe sei nun auch Haftbefehl erlassen worden, sagte Bernhard.

Gegen den 27-Jährigen wurde ein sogenannter Hauptverhandlungshaftbefehl erlassen, zur Durchführung eines beschleunigten Verfahrens. Ihm wird tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte und vorsätzliche Körperverletzung vorgeworfen. Das LKA ermittelt im Zusammenhang mit den Ausschreitungen in Connewitz außerdem weiterhin wegen versuchten Mordes gegen Unbekannt.

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10:08 Uhr

Justin Bieber ist mit neuer Musik zurück

Bieber is back: Seine letzte eigene Single veröffentlicht Sänger Justin Bieber vor vier Jahren. Zuletzt arbeitete der 25-Jährige mit Künstlern wie Ed Sheeran und Billie Eilish zusammen. Auf Instagram hatte Bieber Ende Dezember 2019 ein Video veröffentlicht, in dem er unter dem Hashtag "#Bieber2020" neben einem Album auch eine Tour durch Nordamerika ab Mai und eine Dokumentation über sich versprach. Darin spricht er über die vergangenen vier Jahre. Bieber redet in dem Video über die "Fehler" seiner Vergangenheit und das, was er durchgemacht habe: "Ich bin der Meinung, dass dieses Album anders ist als die vorherigen - wegen der Phase, in der ich mich gerade in meinem Leben befinde."

Mit "Yummy" veröffentlicht der Sänger jetzt das erste Lied seines angekündigten fünften Studio-Albums. Das Video dazu soll am Samstag folgen.

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09:16 Uhr

Randalierer wüten an Wolfsburger Schule

Es sind unfassbare Szenen aus der Silvesternacht: Mehr als 30 junge Randalierer wüten an einer Wolfsburger Schule. Die jungen Täter zerstören Scheiben, werfen Feuerwerk in Klassenräume. Die Videos, die die Krawalle zeigen sollen, haben die Täter offenbar selbst ins Internet gestellt. Als die Polizei an den Einsatzort kommt, sollen die Jugendlichen die Einsatzkräfte mit Raketen beschossen haben. Vier Tatverdächtige zwischen 18 und 23 Jahren nahm die Polizei vorläufig fest.

 

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09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:43 Uhr

Ex-Vize-Präsident Biden: USA am Rande eines neuen Nahostkonflikts

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Nach der Tötung eines iranischen Generals bei einem US-Angriff im Irak stehen die Vereinigten Staaten nach Meinung des früheren US-Vizepräsidenten Joe Biden möglicherweise "am Rande eines größeren Konflikts im Nahen Osten".

US-Präsident Donald Trump habe soeben "eine Stange Dynamit in ein Pulverfass geworfen", schrieb der Präsidentschaftskandidat der Demokraten in einer verbreiteten Stellungnahme. 

Zwar habe der Kommandeur der iranischen Al-Kuds-Brigaden, Ghassem Soleimani, es verdient, "für seine Verbrechen gegen amerikanische Soldaten" zur Rechenschaft gezogen zu werden. Doch habe der US-Angriff die bereits gefährliche Lage in der Region unnötig eskaliert, schrieb Biden.

08:05 Uhr

Tausende Geldspenden nach Brand in Krefelder Zoo

Nach dem verheerenden Brand im Affenhaus öffnet der Zoo in Krefeld heute wieder. In dem traditionsreichen Tierpark waren in der Silvesternacht mehr als 30 Tiere, darunter mehrere Menschenaffen, bei einem Feuer ums Leben gekommen. Das Affenhaus wurde zerstört und ist einsturzgefährdet.

Bereits jetzt sind Tausende Spenden eingegangen. "Die Spendenbereitschaft ist enorm. Bis Mittwochabend sind bei uns bereits weit mehr als 4000 Geldspenden von unterschiedlichen Menschen eingegangen", sagte der Vorsitzende der Krefelder Zoofreunde, Friedrich Berlemann, der "Rheinischen Post" . "Ich kann aber noch nicht sagen, wie hoch die Spenden sind. Das müssen wir erst noch eruieren."

Sie möchten auch Spenden? Das sind die Spendenkonten des Zoos Krefeld und der Zoofreunde Krefeld:

Zoo Krefeld gGmbH
Sparkasse Krefeld
IBAN: DE 41 3205 0000 0000 0070 70
BIC: SPKRDE33XXX
Verwendungszweck: Spende Affenhaus

Zoofreunde Krefeld
Sparkasse Krefeld
IBAN: DE42 3205 0000 0000 3177 43
BIC: SPKRDE33
Verwendungszweck: Spende Affenhaus

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07:35 Uhr

Berliner Flughäfen knacken Passagierrekord

Trotz der in die Jahre gekommenen Infrastruktur an den Berliner Flughäfen ist das Passagieraufkommen in der Hauptstadt im vergangenen Jahr noch einmal gewachsen. Rund 35,5 Millionen Passagiere sind im vergangenen Jahr über Tegel und Schönefeld gereist, wie Flughafen-Chef Engelbert Lütke Daldrup sagte. Das waren 2,2 Prozent mehr als noch im Jahr davor.

"Der Flughafen Tegel hat trotz allgemeiner Konsolidierung im Flugverkehr und Streckenstreichungen ein Wachstum von über zehn Prozent hingelegt", sagte Lütke Daldrup. "Das beweist, dass reine Kapazitätsprognosen kaum Aussagekraft auf tatsächliche Passagierzahlen haben."

06:44 Uhr

Irans Außenminister: Tötung von Soleimani "extrem gefährliche" Eskalation

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Der iranische Außenminister Mohammad Dschawad Sarif hat den tödlichen US-Raketenangriff auf den iranischen General Ghassem Soleimani als "extrem gefährlich" und als "dumme Eskalation" verurteilt.

Sarif bezeichnete die Tötung des Generals in einer veröffentlichten Botschaft auch als "Akt des internationalen Terrorismus". US-Präsident Donald Trump hatte nach Angaben des Pentagon den Raketenangriff in Bagdad auf Soleimani befohlen, der Kommandant der für Auslandseinsätze zuständigen Al-Kuds-Brigaden war.

06:36 Uhr

Es wird ungemütlich

Beim Wetter gilt: Hoch "Xia" geht, Tief "Fabio" kommt. Und letzteres liegt heute mit seinem Zentrum über Nordskandinavien und sorgt dort für einen sehr stürmischen Tag. Und auch bei uns wird es durch die dazugehörige Kaltfront ungemütlicher mit einem teils stark bis stürmisch auffrischenden Wind.

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Gleichzeitig breiten sich Regenwolken immer weiter aus. Nur der Südosten startet nach frostiger Nacht noch freundlicher, bevor hier nachmittags und abends ebenfalls Regen oder Nieselregen aufziehen. Am zum Teil noch gefrorenen Boden stellenweise mit der Gefahr von Glatteis.

Die Temperaturen erreichen in Niederbayern 3, am Erzgebirge 4, in Berlin 7 und am Alpenrand sowie am Niederrhein bis 10 Grad. Hierbei drohen bevorzugt an den Küsten sowie auf den höheren Bergen einzelne Sturmböen.

Und auch der Start ins Wochenende bringt uns einen mitunter ruppigen Wind und Schneeschauer im Bergland. Dort sind sogar Schneeverwehungen nicht auszuschließen, bevor am Sonntag das nächste Hoch zu uns kommt. Hier der Fahrplan für unser Wochenendwetter und der Blick nach Australien, wo sich die Lage bei den Buschbränden leider weiter zuspitzen dürfte. Damit wünsche ich Ihnen einen guten Start in den Tag und ein hoffentlich ganz entspanntes Wochenende. Ihr Björn Alexander

06:22 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

es ist ein neuer Höhepunkt im Konflikt zwischen Washington und Teheran. Kurz vor der Bestätigung durch das Pentagon twittert Donald Trump nur eine Nationalflagge: Auf Anordnung des US-Präsidenten wurde bei einem Raketenangriff nahe dem Flughafen von Bagdad einer der hochrangigsten iranischen Generäle getötet. Ghassem Soleimani, Kommandeur der iranischen Al-Kuds-Brigaden, habe aktiv an Plänen gearbeitet, um amerikanische Diplomaten und Einsatzkräfte zu attackieren, erklärten die USA.

Außerdem werden heute noch diese Themen wichtig:

  • Das Statistische Bundesamt gibt die erste Schätzung für die durchschnittliche Teuerungsrate des Jahres 2019 in Deutschland bekannt. Nach Einschätzung von Volkswirten hat sich der Preisauftrieb im Vergleich zu 2018 abgeschwächt. So rechnen etwa die Sachverständigen zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung mit einer Inflation von durchschnittlich 1,5 Prozent.
  • Die Bundesagentur für Arbeit stellt die Arbeitsmarktstatistik für Dezember vor. Außerdem will die Behörde einen Rückblick auf das abgelaufene Jahr und einen Ausblick auf 2020 geben.
  • Nach der Attacke auf einen Polizisten will sich Sachsens Innenminister Roland Wöller mit Polizisten austauschen. Wöller werde sich mit am Silvestereinsatz in Leipzig beteiligten Polizisten treffen, hieß es von der Bereitschaftspolizei.
  • Nach dem verheerenden Brand im Affenhaus öffnet der Zoo in Krefeld wieder. In dem traditionsreichen Tierpark waren in der Silvesternacht mehr als 30 Tiere, darunter mehrere Menschenaffen, bei einem Feuer ums Leben gekommen.

Mein Name ist Juliane Kipper. Sie Haben Kritik oder Anregungen? Sie erreichen mich per Mail unter juliane.kipper@nama.de.

05:59 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht