Freitag, 11. Dezember 2020Der Tag

mit Hedviga Nyarsik
Hedviga Nyarsik
22:31 Uhr

Das war Freitag, der 11. Dezember 2020

Liebe Leserinnen und Leser,

ich hoffe, Sie haben bereits alle Weihnachtsgeschenke zusammen. Denn ein harter Lockdown wird immer wahrscheinlicher: Immer mehr Bundesländer wollen lieber heute oder morgen als über bundesweite härtere Maßnahmen sprechen. Auch ein Herunterfahren des öffentlichen Lebens schon ab der kommenden Woche ist dabei eine Option. Alle Entwicklungen in der Pandemie können Sie hier in unserem Liveticker verfolgen.

Bevor ich Sie und mich ins wohlverdiente Wochenende entlasse, möchte ich Ihnen noch folgende Artikel ans Herz legen. Stichwort: lesenswert!

Das war's von mir. Ich wünsche Ihnen ein erholsames Wochenende und eine schönen dritten Advent.

21:44 Uhr

Ex-Freundin verklagt Shia LaBeouf wegen Missbrauchs

Die britische Musikerin FKA twigs hat ihren Ex-Freund, den Schauspieler und "Transformers"-Star Shia LaBeouf, wegen physischem und emotionalem Missbrauch verklagt. Die bei einem Gericht in Los Angeles eingereichte Klage beschuldige LaBeouf des "unerbittlichen Missbrauchs", darunter sexueller Übergriffe, Tätlichkeiten und der Ausübung von emotionaler Qual, berichteten US-Medien.

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Musikerin FKA twigs erhebt schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Freund Shia LaBeouf.

(Foto: imago images/Matrix)

"Ich will auf die Taktiken aufmerksam machen, die Menschen, die andere Menschen missbrauchen, nutzen, um einen zu kontrollieren und einem die eigene Handlungskraft zu nehmen", sagte FKA twigs, die eigentlich Tahliah Debrett Barnett heißt, der "New York Times". Viele der Anschuldigungen seien falsch, verteidigte sich LaBeouf gegenüber der Zeitung - sagte aber auch: "Ich habe keine Entschuldigungen für meine Alkoholabhängigkeit oder meine Aggression, nur Rationalisierungen. Ich missbrauche mich selbst und jeden um mich herum seit Jahren." Er schäme sich dafür und es tue ihm leid.

In der Zeit der Beziehung mit LaBeouf 2018 und 2019 habe sie "das Schlimmste" ihres Lebens durchgestanden, sagte FKA twigs. "Ich glaube nicht, dass die Menschen denken würden, dass mir das passieren würde. Aber das ist genau das Ding. Es kann jedem passieren."

21:12 Uhr

Heilpraktiker dürfen in Indien jetzt operieren - Ärzte protestieren

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In Indien wird Ayurveda als Heilmethode auch wissenschaftlich gelehrt.

(Foto: imago/ZUMA Press)

In Indien haben Zehntausende Ärzte gegen die Entscheidung ihrer Regierung protestiert, künftig auch Ayurveda-Heilpraktikern gewisse chirurgische Operationen zu erlauben. Darunter fallen etwa Hauttransplantationen, Operationen der Augenkrankheit Grüner Star, die Entfernung gutartiger Tumore und Zahnwurzelbehandlungen. An mehr als 10.000 Krankenhäusern und Kliniken hätten Ärzte, die ambulante Patienten betreuen, ihre Arbeit teilweise oder ganz niedergelegt, sagte ein Sprecher der indischen Ärztevereinigung (IMA).

Ayurveda ist in Indien eine traditionelle und auch heute noch beliebte Heilkunde, bei der unter anderem pflanzliche Präparate und Massagen eingesetzt werden. Die hindu-nationalistische Regierung unter Premierminister Narendra Modi hat sich für die Förderung alternativer Heilkunde eingesetzt. Nach seinem Regierungsantritt im Jahr 2014 wurde ein Ministerium unter anderem für Ayurveda, Yoga, Naturheilkunde und Homöopathie gegründet.

20:37 Uhr

Kopftuchverbot an Österreichs Grundschulen ist verfassungswidrig

Das Kopftuchverbot an Grundschulen in Österreich ist vom Verfassungsgericht des Landes aufgehoben worden. Das Gesetz verstoße gegen den Gleichheitsgrundsatz und sei damit verfassungswidrig, urteilten die Richter. Es greife eine bestimmte Religion, den Islam, ohne nähere Begründung heraus, was dem Gebot der religiösen und weltanschaulichen Neutralität des Staates widerspreche.

  • Das Kopftuchverbot galt seit Herbst 2019, nachdem das äußerst umstrittene Gesetz im Frühsommer von der rechtskonservativen ÖVP-FPÖ-Regierung beschlossen worden war.
  • Zwar bezieht sich das Verbot - "das Tragen weltanschaulich oder religiös geprägter Bekleidung, mit der eine Verhüllung des Hauptes verbunden ist" - nicht ausdrücklich auf das Tragen eines islamischen Kopftuches.
  • In den Materialien zum Gesetz komme jedoch die Absicht des Gesetzgebers zum Ausdruck, dass konkret das Tragen eines islamischen Kopftuches untersagt werden solle, erklärte der Präsident des Verfassungsgerichtshofs, Christoph Grabenwarter
  • Geklagt hatten zwei Kinder und deren Eltern, die darin einen Eingriff in Religionsfreiheit und religiöse Kindererziehung sahen.
20:03 Uhr

Bein abgebissen: Frau in der Karibik von Hai getötet

Saint-Martin in der Karibik lockt Urlauber aus aller Welt mit seinen weißen Sandstränden und Palmen. Doch im türkisblauem Wasser lauern auch Raubtiere: Ein Hai hat eine Frau beim Baden im Meer angegriffen. Die 39-Jährige erlag den Folgen ihrer schweren Verletzungen, wie die Präfektur der Karibikinsel mitteilte. Sie war rund 150 Meter von einem Touristenstrand entfernt geschwommen, "als sie zu schreien begann". Zwei Helfer versuchten daraufhin, sie mit einem Boot zu retten. Sie fanden die ohnmächtige Frau mit abgetrenntem Bein im Wasser. Sanitäter konnten nichts mehr für sie tun: An Land erlag die 39-Jährige ihren schweren Blutungen.

19:24 Uhr

Baby-Giraffe "Margaret" nach erster Impfpatientin benannt

Baby-Giraffe "Margaret" ist nicht nur zuckersüß, sondern hat auch eine ganz besondere Namensvetterin. Sie wurde nach der ersten Corona-Impfpatientin Großbritanniens benannt. Die beiden verbindet das außergewöhnliche Timing: Die 90-jährige Margaret Keenan war - fast gleichzeitig mit der Geburt der jungen Giraffe - als erster Mensch weltweit mit dem Corona-Impfstoff der Firmen Biontech und Pfizer geimpft worden.

"Die Geburt unseres kostbaren Giraffenkalbs am gleichen Tag wie die ersten ersehnten Corona-Impfungen fühlt sich wie ein echter Moment der Hoffnung an, den wir feiern und erinnern wollen", sagte der Teamleiter des Whipsnade Zoo, Mark Holden. Giraffe "Margaret" gehört laut Angaben des Zoos nördlich von London zu einer vom Aussterben bedrohten Unterart, von der es weltweit nur noch weniger als 9000 Tiere gibt. "Wir hoffen sehr, dass Margaret Keenan eines Tages ihre Namensvetterin besuchen kann, sodass wir die beiden einander persönlich vorstellen können", sagte Holden. Bei der niedlichen Schnute lässt sich das die Seniorin sicherlich nicht entgehen.

18:47 Uhr

Banksy-Graffiti an der Wand: Eigentümer wollen Haus doch (noch) nicht verkaufen

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picture alliance/dpa/PA Media/Bansky.co.uk

Dank des geheimnisumwitterten Streetart-Künstlers Banksy ist aus ihrem Haus über Nacht ein Kunstwerk geworden - nun will die Eigentümerin das zum Kauf ausgeschriebene Gebäude doch nicht mehr loswerden. Sie habe den Verkauf eine Woche vor der geplanten Unterschrift abgeblasen, sagte Nicholas Makin, der Sohn der Eigentümerin, in Bristol dem Regionalprogramm des Senders ITV News. Erwartet wird, dass der Preis für die Immobilie in die Höhe schnellt. Nach Angaben der Immobilienplattform Zoopla kostet ein Haus in der Straße im Durchschnitt 300.000 Pfund (327.000 Euro). Doch für die Werke von Banksy, der aus Bristol stammen soll, wurden schon Millionen gezahlt.

Der Künstler hatte am Donnerstag ein Foto des Graffitis auf Instagram veröffentlicht - so bestätigt er normalerweise seine Urheberschaft. Makin und sein Stiefbruder haben das Werk mittlerweile mit Plexiglas geschützt.

18:06 Uhr

Leiche auf einem Boot in Berlin gefunden

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In der Rummelsburger Bucht in Berlin liegen viele Boote und Hausboote.

imago images/Jannis Große

Ein Mann ist in einem Boot in Berlin tot aufgefunden worden. Wie die Polizei mitteilte, hatte eine Frau am Donnerstagabend die Leiche am Ufer der Rummelsburger Bucht entdeckt. Derzeit gebe keine Hinweise auf eine Gewalttat, sagte die polizei. Der Mann habe keine Ausweispapiere bei sich gehabt und müsse deshalb erst noch identifiziert werden.

"Tag24"-Informationen zufolge soll es sich jedoch um den Besitzer des Bootes, einem Obdachlosen, der seit Jahren in der Koje übernachtete, handeln.

17:36 Uhr

Hunderte tote Robben an Russlands Ufer gespült - Behörden rätseln

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Eine "ansteckende Krankheit" oder doch "äußerliches Einwirken" - was ist die Ursache für das dramatische Robbensterben?

picture alliance / Oleg Machullskiy/AP/dpa

Russische Behörden untersuchen nach eigenen Angaben den mysteriösen Tod von fast 300 Kaspischen Robben, deren Art als vom Aussterben bedroht gilt. Seit Sonntag seien 272 tote Tiere an mehreren Orten in der südlichen Region von Dagestan angespült worden, teilte die staatliche Fischereibehörde mit. Einer Sprecherin zufolge könnten noch weitere tote Tiere entdeckt werden.

Die Behörde untersucht nun, ob eine "ansteckende Krankheit" oder "äußerliches Einwirken" als Ursache für das Massensterben infrage kommen. Es sei eine Untersuchung wegen Tiermisshandlung eingeleitet worden.

Nach Meinung von Experten leiden die im Kaspischen Meer lebenden Robben seit Jahrzehnten unter Überjagung durch den Menschen sowie der industriellen Meeresverschmutzung. Schätzungsweise gibt es derzeit noch rund 70.000 Kaspische Robben, zu Beginn des 20. Jahrhunderts soll die Population bei mehr als einer Million gelegen haben.

17:04 Uhr

Escobars Erbe: Mächtiger Drogenboss in Kolumbien gefasst

Den kolumbianischen Sicherheitskräften ist ein harter Schlag gegen das Verbrechersyndikat Oficina de Envigado gelungen. Der Anführer der Bande, John James Pulgarín alias "Servi", sei im Department Antioquia festgenommen worden, sagte Verteidigungsminister Carlos Holmes Trujillo.

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    Durch groß angelegten Drogenschmuggel wurde Pablo Escobar als Oberhaupt des Medellín-Kartells zu einem der reichsten Menschen der Welt.

    (Foto: picture alliance/dpa)

    Die Oficina de Envigado gilt als Nachfolgeorganisation des Medellín-Kartells des legendären Drogenbarons Pablo Escobar.
  • Insgesamt wurden bei dem Einsatz 18 Verdächtige festgenommen, gegen zehn liegt ein Auslieferungsantrag vor.
  • Pulgarín wird in den USA wegen Drogenschmuggels gesucht.
  • Er soll mit dem Verbrechersyndikat Golf-Clan und der linken Guerillaorganisation ELN zusammenarbeiten und über Mittelamerika große Mengen Kokain in die Vereinigten Staaten geschafft haben.

Kolumbien ist der größte Kokain-Produzent der Welt. Seit der Zerschlagung der großen Drogenkartelle von Medellín und Cali in den 1990er Jahren haben kleinere Verbrechersyndikate das illegale Geschäft unter sich aufgeteilt.

16:29 Uhr

Jogger retten Kind aus Fluss: 24-Jähriger festgenommen

Im Fall der aus einem Fluss geretteten Sechsjährigen aus Halle haben Ermittler einen 24 Jahre alten Verdächtigen gestellt. Der Mann sei am Mittag auf seiner Arbeitsstelle vorläufig festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Gegen den Mann bestehe "dringender Tatverdacht". Zuvor seien mehrere Hinweise aus der Bevölkerung bei den Beamten eingegangen. Eine neunköpfige Ermittlungsgruppe mit dem Namen "Elsa" beschäftigte sich seit Tagen mit dem Fall. Auch zwei veröffentlichte Phantombilder sollten zu dem Verdächtigen führen.

Der Mann soll am frühen Sonntagmorgen die Sechsjährige höchstwahrscheinlich überwiegend auf dem Arm durch die Innenstadt getragen haben. Später wurde das Mädchen von zwei Joggern aus der Saale vor dem Ertrinken gerettet.

15:56 Uhr

Nach Unten-Ohne-Fotos: Karnevalsprinz wehrt sich gegen Rauswurf

Pikanter Prozess vor dem Wuppertaler Amtsgericht: Nachdem Nacktfotos eines Karnevalsprinzen aufgetaucht waren, hatte das Carneval Comitee Wuppertal ihm den "Prinzenvertrag" gekündigt. Die Selfie-Aufnahmen sollen den Prinzen in Ornatsjacke, aber "unten ohne" zeigen. Dafür gab es mächtig Ärger: "Du bist im Prinzen-Ornat in unmöglicher, schamverletzender, fast pornografischer Pose und damit eines Prinzen der Stadt Wuppertal unwürdiger Art abgebildet, deine Amtszeit ist mit dem heutigen Tag beendet", heißt es in dem Kündigungsschreiben an den Prinzen.

Der Prinz gab nun vor Gericht zu, sich entsprechend fotografiert zu haben. Die Fotos habe er aber nur einem Intimpartner geschickt. Mit diesem, seinem Ex-Freund, habe er öfter entsprechende Fotos ausgetauscht. Falls ein Schaden in der Öffentlichkeit entstanden sein sollte, trage dafür nicht der Prinz die Verantwortung, sondern der, der die Bilder strafbar weiterverbreitet habe, sagte sein Anwalt.

15:33 Uhr

Vater erschießt Sohn versehentlich auf Jagdausflug

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Damit es nicht zu fatalen Verwechslungen kommt, sollen Jäger orangefarbene Kleidung tragen.

(Foto: picture alliance / Friso Gentsch/dpa)

Tragische Verwechslung in Delaware, USA: Ein Mann erschießt versehentlich seinen 28-jährigen Sohn während eines Jagdausflugs. Die Polizei glaubt, dass der 63-Jährige, seinen Sohn Andrew versehentlich tötete, während sie in der Abenddämmerung auf der Suche nach Tieren waren. Es soll ihn mit einem Reh verwechselt haben.

Eigentlich sind Jäger in dem US-Bundesstaat gesetzlich verpflichtet, vor Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang orangefarbene Kleidung zu tragen, um sie leicht erkennbar zu machen. Zum Zeitpunkt seines Todes hatte der 28-Jährige laut den Ermittler allerdings keine Warnweste an.

Eine Anklage wegen der Tötung seines Sohnes muss der Mann US-Medienberichten zufolge nicht fürchten.

15:08 Uhr
Breaking News

Bau der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 geht weiter

Der Bau der deutsch-russischen Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 ist heute wieder aufgenommen worden. Die US-Regierung will die Vollendung der zum großen Teil fertigen Gasleitung verhindern und droht mit Sanktionen für Firmen, die an dem Projekt beteiligt sind.

14:58 Uhr

Grünen-Politikerin Künast beleidigt: Mann muss Geldstrafe zahlen

Wegen der Beleidigung der Grünen-Politikerin Renate Künast im Internet muss ein 71-Jähriger aus dem Raum Leipzig eine Geldstrafe zahlen. Wie die Staatsanwaltschaft Leipzig mitteilte, wurde ein entsprechender Strafbefehl erlassen. Der Mann habe den Schuldspruch akzeptiert und muss nun die Strafe in Höhe einer Monatsrente zahlen.

Künast geht seit einiger Zeit juristisch gegen Hass und Hetze im Internet vor. Den Kommentar des 71-Jährige auf Facebook hatte das Berliner Kammergericht im März als Beleidigung eingestuft. Die Bundestagsabgeordnete erreichte so die Herausgabe der Daten des Mannes und anderer Nutzer. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war der Rentner bislang nicht vorbestraft.

14:23 Uhr

Ungarns Polizei ermittelt gegen vier Corona-Leugner

Die ungarische Polizei hat Strafermittlungen gegen vier mutmaßliche Corona-Leugner eingeleitet. Dazu gab es mehrere Hausdurchsuchungen, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Die Ermittlungen sollten klären, ob sich der Verdacht auf Verbreitung von strafrechtlich relevanten Falschmeldungen erhärten lasse. Namen nannte er nicht.

  • Unter den Verdächtigen dürfte sich einer der bekanntesten Corona-Leugner des Landes, der Apotheker György Gödeny, befinden.
  • Dessen Ehefrau hatte wenige Stunden vor der Erklärung der Polizei auf Facebook bekannt gegeben, dass ihr Mann nach einer Durchsuchung vorläufig festgenommen worden sei.
  • Gödeny handelt mit Nahrungsergänzungsmitteln und Vitaminpräparaten.
  • Seit Beginn der Corona-Pandemie schwang er sich zu einem Fürsprecher von Menschen auf, die sich weigern, die Gefährlichkeit des Virus oder gar dessen Existenz anzuerkennen.
  • Am Samstag wollte er ein Buch über "Geheimnisse, Irrtümer und Lehren" der Corona-Pandemie vorstellen, das im Selbstverlag erscheint.

14:09 Uhr

Schichtwechsel

Meine Kollegin Anja Rau hat sich in den wohlverdienten Feierabend verabschiedet. Ich übernehme ab jetzt und versorge Sie bis in den späten Abend mit Nachrichten aus aller Welt. Mein Name ist Hedviga Nyarsik. Bei Fragen oder Anregungen können Sie mich unter hedviga.nyarsik@nama.de erreichen.

13:50 Uhr

Schulen leiden anhaltend unter Lehrermangel

Viele Schulen in Deutschland dürften in den nächsten Jahren weiterhin mit einem Lehrermangel zu kämpfen haben. Wie aus den von den Kultusministern der Länder vorgelegten aktuellsten Modellrechnungen bis 2030 hervorgeht, bleibt die Lage vor allem im Sekundarbereich I - also oberhalb der Grundschule - angespannt. Hier wird mit "durchgehenden Engpässen" gerechnet.

  • Gebraucht werden demnach vor allem Mathe-, Chemie-, Physik- und Musiklehrer.
  • Die Lücke im Sekundarbereich I wird sich den Prognosen zufolge aber zumindest verkleinern, von jetzt 4770 auf 1300 fehlende Lehrkräfte im Jahr 2030.
  • Auch an Berufsschulen wird mit einem jährlichen Unterangebot von im Schnitt fast 1000 Lehrern gerechnet.
  • Einen Lehrerüberschuss gibt es dagegen an Gymnasien. Hier gehen die Kultusminister von einem deutschlandweiten "Überangebot" von durchschnittlich 2200 Lehrkräften pro Jahr aus.
  • Insgesamt gibt es in Deutschland rund 40.000 Schulen und Berufsschulen, 11 Millionen Schülerinnen und Schüler und mehr als 800.000 Lehrkräfte.
13:31 Uhr

Argentinien macht Weg frei für legale Abtreibungen

In Argentinien hat die Abgeordnetenkammer den Weg für die Legalisierung von Abtreibungen bis zur 14. Schwangerschaftswoche freigemacht. Nach fast 20-stündiger Debatte stimmten 131 Parlamentarier dafür. 117 waren dagegen, sechs enthielten sich. Nun muss noch der Senat der Reform zustimmen.

  • Vor zwei Jahren war eine ähnliche Gesetzesinitiative in der zweiten Kammer des Kongresses gescheitert. Bislang sind Schwangerschaftsabbrüche in dem südamerikanischen Land nur nach einer Vergewaltigung oder bei Gefahr für das Leben der Mutter erlaubt.
  • Schätzungen zufolge gibt es dort pro Jahr zwischen 370.000 und 520.000 heimliche Abtreibungen. Dabei kommt es immer wieder zu Komplikationen und auch zu Todesfällen.
13:05 Uhr

Ungewöhnliche Bescherung: Tannenbaumwurf über die Reling

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Guten Flug und frohe Weihnachten! (Archivbild)

(Foto: picture alliance / dpa)

Trotz Corona bleibt diese hanseatische Tradition erhalten: Bei typisch norddeutschem Schmuddelwetter überbrachte der Weihnachtsmann den Besatzungen der Schiffe im Hamburger Hafen Weihnachtsbäume - mal schwungvoll über die Reling geworfen, mal mit dem Tampen oder dem Bordkran auf die Schiffe gehievt.

  • Der Tannenbaum soll an Bord für etwas weihnachtliche Stimmung für die Seeleute sorgen.
  • Die Aktion des Nordmann-Informationszentrums fand in diesem Jahr unter strengen Hygienemaßnahmen und mit weniger Menschen an Bord statt. Sie ist ein kleines Dankeschön an die Besatzungen der Schiffe für ihren harten Job auf den Meeren. Wegen der Corona-Krise können in diesem Jahr viele Seeleute an den Feiertagen nicht zu ihren Familien nach Hause.
  • Das Tannenbaumwerfen im Hafen hat Tradition: Die Aktion gab es bereits zum 24. Mal.
12:49 Uhr

Offenbar Fehlalarm: Suche nach Containern in Nordsee eingestellt

Die deutsche Küstenwache hat bei einer Suche weit draußen auf der Nordsee keine verlorenen Container gefunden. Das Küstenwachschiff "Neuwerk" kehrte am Morgen in den Heimathafen Cuxhaven zurück.

  • Die Warnung für die Schifffahrt in dem Seegebiet etwa 100 Seemeilen westlich von Sylt sei aufgehoben worden, sagte ein Mitarbeiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes (WSA) Cuxhaven. Fischkutter in der Region sollten aber weiter vorsichtig sein.
  • Niederländische Fischer hatten von Hindernissen im Meer berichtet und vermutet, dass ein Schiff dort Container verloren haben könnte. Die dreitägige Suche habe aber keine Hinweise ergeben, dass dort tatsächlich Container liegen, sagte der WSA-Mitarbeiter
12:24 Uhr

Freiheit für "Goofy": Ochse entzweit Schulklasse und Tierschützer

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Goofy lebt in Hamburg.

(Foto: imago images/Chris Emil Janßen)

Mit Plakaten und Kerzen haben Demonstranten vor dem Hamburger Museumsdorf Volksdorf Freiheit und Gerechtigkeit für den Ochsen "Goofy" gefordert. Ein Sprecher der rund 30 Tierschützer begrüßte, dass Schüler eines benachbarten Gymnasiums "Goofy" als Kalb in Österreich retteten. "Jetzt gilt es, "Goofy" auch in der entscheidenden Phase seines Lebens nicht im Stich zu lassen", erklärte der Sprecher. Auch als Zugochse werde er vermutlich nach einigen Jahren getötet.

  • Das von einer Schulklasse betreute Rind sollte artgerecht in Kooperation mit dem Museumsdorf aufgezogen und schließlich geschlachtet werden. Nach heftigen Protesten wurde die Schlachtung abgesagt, wie der Hamburger Senat auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion bestätigte. Die Schüler seien in sozialen Netzwerken massiven Angriffen ausgesetzt gewesen, hieß es.
  • Im Rahmen des Projekts sollten die Schüler selbst erleben, wie aufwendig die Fleischproduktion sei. Das Bildungsziel sei ein reflektierter und wertschätzender Umgang mit einem Nutztier gewesen.
  • Nach Angaben des Museumsdorf-Vereins soll das inzwischen anderthalb Jahre alte Rind als Zugochse bei der Pflege von Heideflächen helfen und bei Veranstaltungen gezeigt werden. Die Tierhaltung lehne sich an die Vorgaben des Bioland-Verbandes an.
12:09 Uhr

NRW-Polizei bekommt Demokratie-Nachhilfe vom Innenminister

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Reul präsentiert den Kalender.

(Foto: dpa)

Womöglich ein smarter Weg für mehr Nachdenken: Nachdem bei der Polizei - auch in Nordrhein-Westfalen - einige rechtsextremistische Vorfälle bekannt geworden sind, lässt der Innenminister Herbert Reul Kalender mit Grundgesetz-Artikel an die Polizei in NRW schicken, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland.

  • "Wie viele von Ihnen, haben auch mich die rechtsextremistischen Vorkommnisse in den eigenen Reihen verstört", heißt es in Reuls Vorwort des Kalenders: "Meine Überzeugung ist, dass wir nicht einfach so zur Tagesordnung übergehen dürfen."
  • Der Kalender solle daran erinnern, dass NRW das "feste und großartige Fundament" des Grundgesetzes habe, so Reul weiter.
  • Es steht für ihn allerdings auch außer Frage, dass die "allermeisten" Polizistinnen und Polizisten das Grundgesetz sowie die Landesverfassung als Grundlage ihres Handelns ansehen.
12:00 Uhr

Schlagzeilen zum Mittagessen

11:46 Uhr

Zusteller lässt seinen 15-jährigen Neffen Pakete ausfahren

Dieser Paketbote kommt einem also nicht nur so jung vor ... Mit seinem 15 Jahre alten Neffen am Steuer hat die Polizei in Nordrhein-Westfalen einen Paketzusteller gestoppt. Den Beamten zufolge hatte der 33-Jährige bei der Kontrolle in Burbach bei Siegen auch eine Begründung für die ungewöhnliche Arbeitsteilung parat: Er könne die Pakete so schneller ausliefern.

Den privaten Zusteller und seinen Neffen erwartet nun ein Strafverfahren, wie die Polizei mitteilte. Eigentlich hätten die Beamten den Wagen am Donnerstagnachmittag gestoppt, weil das Kennzeichen stark verschmutzt gewesen sei.

11:18 Uhr

Biden lässt das Weiße Haus vor seinem Einzug desinfizieren

Im Januar muss Donald Trump das Weiße Haus räumen. Und mit ihm soll wirklich alles verschwinden. Denn der gewählte Präsident Joe Biden will alle Räumlichkeiten gründlich desinfizieren lassen, bevor er und sein Stab einziehen, berichtet "The Hill".

  • Grund ist, dass die weitere Ausbreitung des Coronavirus verhindert werden soll. Im Weißen Haus gab es bereits Dutzende Covid-19-Infektionen, viele weitere Fälle werden mit Personen aus dem Trump-Stab in Verbindung gebracht.
  • Jeder Partikel, jedes Tröpfchen, das sich auf irgendeiner Oberfläche oder einem Gegenstand festgesetzt haben könnte, soll auf Bidens Wunsch entfernt werden.
11:02 Uhr

Mutmaßlicher Drahtzieher des berüchtigten Ibiza-Videos ist verhaftet

Der mutmaßliche Drahtzieher des Ibiza-Videos, das in Österreich eine Regierungskrise ausgelöst hatte, ist in Berlin verhaftet worden. Der 40-jährige österreichische Staatsbürger sei gestern im Berliner Stadtteil Pankow verhaftet worden, sagte eine Polizeisprecherin. "Die Berliner Beamten handelten aufgrund eines Rechtshilfegesuchs der Wiener Staatsanwaltschaft und auf Basis eines europäischen Haftbefehls." Laut Polizeisprecherin befand sich der Mann heute noch in Berlin, das weitere Verfahren werde jedoch in Wien geführt.

In dem Video, das 2017 in einer Villa auf der spanischen Insel Ibiza aufgenommen wurde, hatte der spätere österreichische Vizekanzler Heinz-Christian Strache von der rechten FPÖ mit einer angeblichen russischen Oligarchin unter anderem über illegale Parteispenden und Großaufträge gesprochen und anfällig für Korruption gewirkt. Strache hat bisher stets alle Vorwürfe bestritten.

Mehr dazu lesen Sie hier.
10:35 Uhr

34-Jähriger wird vor seinem Haus erschossen

Ein 34-jähriger Mann ist in Ahlen (Nordrhein-Westfalen) vor seinem Mehrfamilienhaus erschossen worden. Laut Polizei entdeckten Zeugen das Opfer am Donnerstagabend kurz nach 22 Uhr.

  • "Zum jetzigen Zeitpunkt liegen uns keine Hinweise auf den oder die Täter oder eine mögliche Motivlage vor", erklärte die Staatsanwaltschaft.
  • "Wir ermitteln mit Hochdruck in alle Richtungen und werden dabei auch besonders das private und berufliche Umfeld des 34-Jährigen beleuchten", hieß es von der Mordkommission.
  • Laut den Ermittlern hatte der Mann am Donnerstag bis etwa 21.20 Uhr in einem Imbiss gearbeitet. Man untersuche jetzt sein berufliches und privates Umfeld.
10:33 Uhr

Zu viel Müll: Prospekte sollen nur noch auf Wunsch im Briefkasten landen

Ich habe so einen Aufkleber bereits, pule ihn aber gern wieder ab: Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) will mit einer Petition erreichen, dass Werbeprospekte nur noch in Briefkästen von Menschen landen, die sie auch ausdrücklich haben wollen. Sie werden die gemeinsam mit der Initiative "Letzte Werbung" gesammelten rund 96.000 Unterschriften dem Bundesjustizministerium in Berlin übergeben.

  • Bislang muss über einen Aufkleber wie "Stopp - Keine Werbung!" deutlich gemacht werden, dass man keine Prospekte wünscht. Nach dem Willen der DUH soll die Regelung umgekehrt werden und Prospekte nur noch in Briefkästen mit Aufklebern wie "Werbung - Ja bitte" wandern.
  • Pro Jahr werden laut DUH in Deutschland derzeit 28 Milliarden Werbeprospekte gedruckt, es entstehen rund 1,1 Millionen Tonnen Müll.
  • Das Justizministerium teilte mit, mit einer solchen Regelung könnten Abfälle vermieden werden, sie würde aber die unternehmerische Freiheit beschränken. Hinzu komme - im Fall lokaler Anzeigenblätter - das hohe Gut der Pressefreiheit.
10:06 Uhr

Kuba schafft System der Doppelwährung ab

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Bislang gelten zwei Währungen.

(Foto: dpa)

Kuba will zum Beginn des kommenden Jahres eine seiner zwei Währungen abschaffen. Ab dem 1. Januar soll nur noch eine Währung namens Peso zirkulieren, wie der Präsident des Karibiklandes, Miguel Díaz-Canel, im Staatsfernsehen verkündete.

  • Der Wechselkurs werde 24 Peso zu einem US-Dollar betragen. Die Vereinheitlichung der Währung werde bessere Bedingungen schaffen, um den Bürgern Kubas Chancengleichheit und soziale Gerechtigkeit zu garantieren.
  • Seit 1994 hat der sozialistische Inselstaat ein System der Doppelwährung. Neben der offiziellen Landeswährung Peso (CUP) gilt im Zahlungsverkehr der Peso Cubano Convertible (CUC). Der CUC-Wert entspricht dem des US-Dollar, der Umtauschkurs zum CUP liegt bei 1 zu 25. Während der CUP von Kubanern im stark subventionierten Staatssektor verwendet wird, zahlen ausländische Touristen in CUC.
  • Im Juli hatte Kuba bereits wegen fehlender Tourismuseinnahmen in der Coronavirus-Pandemie eine seit 2004 geltende, zehnprozentige Steuer auf den Dollar-Ankauf abgeschafft. Seitdem können in einigen Geschäften bestimmte Produkte auch per Karte in der Währung der USA bezahlt werden.
09:34 Uhr

Freude im schwedischen Königshaus: Prinzessin Sofia ist wieder schwanger

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(Foto: picture alliance / dpa)

Der schwedische Prinz Carl Philip und seine Frau, Prinzessin Sofia, erwarten ihr drittes gemeinsames Kind. "Wir sind glücklich und erwartungsvoll und freuen uns, unser drittes Kind, ein Geschwisterchen für Prinz Alexander und Prinz Gabriel, willkommen heißen zu dürfen. Ein neues kleines Mitglied für unsere Familie", wurde das Paar in einer Mitteilung des schwedischen Königshauses zitiert.

Es werde damit gerechnet, dass der Nachwuchs Ende März oder Anfang April 2021 zur Welt komme. Carl Philip ist der jüngere Bruder von Schwedens Thronfolgerin Victoria. Er und Sofia hatten Ende November bekannt gegeben, dass sie beide positiv auf das Coronavirus getestet wurden.

09:11 Uhr

Robbie Williams: "Meine Kinder denken, ich sei ein Vollzeitvater"

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Williams ist vierfacher Vater.

(Foto: picture alliance/dpa)

Musiker Robbie Williams, der Anfang des Jahres zum vierten Mal Vater wurde, gewinnt der Corona-Pandemie auch Positives ab. "Egoistischerweise bin ich sehr froh, dass ich jeden Tag bei meinen Kindern bin und sie mich jeden Tag sehen", sagte der 46-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Eigentlich wäre er in diesem Jahr drei Monate am Stück unterwegs gewesen.

  • "Ich bin dankbar für diese kleinen Geschenke. In England sagen wir: Jede Wolke hat einen Silberstreifen. Meiner ist, dass meine Kinder denken, ich sei ein Vollzeitvater", sagte Williams weiter.
  • Im Februar brachte eine Leihmutter Söhnchen Beau zur Welt. Williams und seine Frau Ayda Field haben außerdem den sechsjährigen Sohn Charlton und die Töchter Colette (2) und Theodora (8).
08:54 Uhr

Studie bescheinigt Raben hohe Intelligenz

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Raben sind für kognitive Herausforderungen gewappnet.

(Foto: dpa)

Raben gelten als schlau. Wie clever sie tatsächlich sind, haben nun Kognitionswissenschaftler der Universität Osnabrück und der Max-Planck-Gesellschaft genauer erforscht. Sie verglichen die physischen und sozialen Fähigkeiten von Kolkraben mit denen von Schimpansen und Orang-Utans, wie die Universität Osnabrück mitteilte.

  • Dabei zeigte sich, dass die getesteten Raben bereits im Alter von vier Monaten eine vergleichbare kognitive Leistung haben wie die Menschenaffen. Die Studie wurde im Fachjournal "Scientific Reports" veröffentlicht.
  • Das Forscherteam nutzte einen ursprünglich für Primaten entwickelten experimentellen Test und passte ihn an die Raben an. So wollten die Wissenschaftler etwa herausfinden, ob Raben wissen, wo sich Futter befindet.
  • Dazu versteckten sie Leckereien in einem Becher, der zwischen anderen Bechern versteckt und hin- und herbewegt wurde wie beim Hütchenspiel. Die Raben zeigten mit dem Schnabel auf den richtigen Becher und pickten auf ihn ein.
08:35 Uhr
Breaking News

EU-Gipfel einigt sich auf verschärftes Klimaziel für 2030

Die Europäische Union verschärft ihr Klimaziel für 2030 deutlich. Um mindestens 55 Prozent soll der Ausstoß von Treibhausgasen unter den Wert von 1990 sinken. Dies beschloss der EU-Gipfel in Brüssel am Freitagmorgen, wie Ratschef Charles Michel mitteilte. Bisher galt ein Ziel von minus 40 Prozent.

Mehr dazu lesen Sie hier.
08:08 Uhr

SPD-Generalsekretär: AfD-Beobachtung durch den Verfassungsschutz wäre richtig

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hält die voraussichtliche Beobachtung der AfD als Gesamtpartei durch den Verfassungsschutz für richtig. "Das ist an der Zeit", so Klingbeil im RTL/ntv "Frühstart".

  • "Wenn man sich anguckt, wie die AfD versucht, die Gesellschaft mit extremistischen Gedanken zu spalten, dann ist die AfD ein klarer Fall für den Verfassungsschutz. Es ist richtig, wenn es dazu kommt, dass die AfD als Ganzes beobachtet wird."
  • Der "Spiegel" hatte darüber berichtet, dass Verfassungsschutz-Präsident Haldenwang davon ausgeht, dass die Partei in den nächsten Wochen zum Rechtsextremismus-Verdachtsfall erklärt wird.
  • Klingbeil sagte, die AfD sei keine konservative Partei, sie sei "voll mit Nazis". Man sehe zudem, wie sie im Moment versuche, Bewegungen von Verschwörungstheoretikern zu "kapern".
07:45 Uhr

Zwölfjähriger stürzt aus Fenster zehn Meter in die Tiefe

Ein zwölfjähriger Junge hat sich bei einem Sturz aus einem Wohnungsfenster in Mecklenburg-Vorpommerns Hauptstadt Schwerin lebensgefährlich verletzt. Wie ein Polizeisprecher sagte, fiel das Kind aus einer Höhe von etwa zehn Metern im vierten Stockwerk des Mehrfamilienhauses. Ersten Erkenntnissen zufolge handelt es sich um ein Unglück.

Die Mutter habe angegeben, am Donnerstag gegen 23 Uhr plötzlich Hilfeschreie des Jungen gehört zu haben. Als sie ins Kinderzimmer sah, sei das Fenster offen gewesen und der Junge schon abgestürzt. Der Zwölfjährige soll allein im Zimmer gewesen sein.

07:30 Uhr

Nackter Karnevalsprinz? Abservierter wehrt sich gegen Rauswurf

Vor dem Wuppertaler Amtsgericht wehrt sich heute ein Karnevalsprinz gegen seinen Rauswurf. Das hat eine Gerichtssprecherin mitgeteilt. Nachdem Nacktfotos des Karnevalisten aufgetaucht waren, hatte das Carneval Comitee Wuppertal ihm den "Prinzenvertrag" gekündigt.

  • Bei den Fotos, die den Prinzen in Ornatsjacke, aber "unten ohne" zeigen sollen, soll es sich um Selfies handeln. Vier Fotos sollen dem Präsidenten der Wuppertaler Narren anonym zugesandt worden sein. Das Comitee hatte dies als eines Prinzen unwürdiges Verhalten gewertet.
  • Der so abservierte Prinz argumentiert laut "Wuppertaler Rundschau", er sei für die Verbreitung der Bilder nicht verantwortlich. Er habe die Fotos zwar in seiner Wohnung vor einem Spiegel aufgenommen, sie als Spaß aber nur seinem Ex-Freund geschickt.
07:16 Uhr

Trübes Wetter birgt Glatteisgefahr

Sollten Sie in den Alpen wohnen, haben Sie Glück: Sie bekommen Deutschland-exklusiv eine Portion Sonnenschein. Im Rest des Landes geht es mit ruhigem, aber meist trübem Frühwinterwetter los. Ab Mittag bringen dichte Wolken im Westen und Südwesten im höheren Bergland Schneefall, in tieferen Lagen Regen. Dabei kann sich auf dem teils noch gefrorenen Boden stellenweise Glatteis bilden. In der Osthälfte bleibt es trocken, aber meist grau. Die Höchstwerte schwanken zwischen 0 Grad im Dauernebel und +6 Grad am Oberrhein.

In der Nacht zu Samstag breiten sich Schnee und Regen weiter ostwärts aus, am Morgen besteht dann vor allem in Bayern, Sachsen und Thüringen örtlich Glatteisgefahr.

06:59 Uhr

US-Regierung lässt Häftling hinrichten

Die Regierung des abgewählten US-Präsidenten Donald Trump hat knapp sechs Wochen vor dessen Ablösung einen wegen Mordes verurteilten Schwarzen hinrichten lassen - trotz prominenten Widerstands. Der 40-jährige Brandon Bernard wurde im Gefängnis in Terre Haute im US-Bundesstaat Indiana mit einer Giftspritze getötet, wie US-Medien übereinstimmend berichteten.

  • Bis zur Amtsübernahme des siegreichen Trump-Herausforderers Joe Biden am 20. Januar will die US-Regierung nach Angaben des Death Penalty Information Centers noch vier weitere Todesurteile vollstrecken. Der künftige Präsident Biden - ein Demokrat - hat sich für die Abschaffung der Todesstrafe auf Bundesebene ausgesprochen. Der Republikaner Trump ist dagegen ein Befürworter von Hinrichtungen.
  • Das Oberste Gericht der USA hatte einen Antrag auf Aussetzung der Hinrichtung Bernards abgelehnt. Reality-TV-Star Kim Kardashian - die gute Beziehungen zu Trump pflegt - hatte sich für Bernard eingesetzt, der als 18-jähriges Gangmitglied wegen Mordes festgenommen und von einer Jury zum Tode verurteilt worden war. Kardashian schrieb auf Twitter: "Es ist der Tag der Menschenrechte, und hier in den Vereinigten Staaten richten wir jemanden hin, der zum Zeitpunkt des Verbrechens 18 war, nicht der Schütze war und sich rehabilitiert hat. So beschämend."
06:53 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, werte Leserinnen und Leser!

Ich würde gern mit Ihnen gemeinsam mit erfreulichen Nachrichten in diesen Freitag starten, aber die Zahlen des Robert-Koch-Instituts bieten keinen Anlass zur Freude. Sie lesen es im Corona-Liveticker - fast 30.000 Neuinfektionen gibt es allein in Deutschland.

Da passt es, dass sich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier heute zum Online-Gespräch mit Bürgerinnen und Bürgern zu ihrer Lage in der Pandemie trifft. Und wie soll das eigentlich mit den Impfungen laufen? Da könnte das Statistische Bundesamt mitwirken, das mit Blick darauf Zahlen zur älteren Bevölkerung präsentiert.

Was steht sonst noch so an?

  • Der Bundestag stimmt abschließend über den Haushalt für das kommende Jahr ab. Die Große Koalition will im Kampf gegen die Corona-Krise erneut erhebliche Kredite aufnehmen - mehr als ein Drittel der Ausgaben sollen durch neue Schulden finanziert werden. Insgesamt sind Ausgaben von fast einer halben Billion Euro geplant. Das ist etwas weniger als im laufenden Jahr, in dem Finanzminister Olaf Scholz kurzfristig Milliardenhilfen für die Wirtschaft auf die Beine stellen und zwei Nachtragshaushalte einbringen musste.
  • Zum Abschluss der virtuellen Herbstkonferenz von Innenministern aus Bund und Ländern werden die Ergebnisse bei einer Pressekonferenz vorgestellt. Am Donnerstagabend war bereits bekannt geworden, dass der seit 2012 geltende Abschiebestopp nach Syrien nicht verlängert werden soll.
  • Ebenfalls um das Coronavirus geht es bei der Weltgesundheitsorganisation WHO sowie bei der Weltbank, die die wirtschaftlichen Auswirkungen beleuchtet.
  • Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union wollen bei einem Euro-Gipfel die Reform des Rettungsschirms ESM billigen.
  • Das Bundesverfassungsgericht veröffentlicht eine Entscheidung zu neuen Befugnissen bei der Auswertung der Antiterrordatei. Die 2007 eingerichtete Datensammlung soll helfen, durch schnellen Informationsaustausch zwischen Polizeibehörden und Nachrichtendiensten insbesondere islamistische Terroranschläge zu verhindern.
  • Sportlich wird es auch: Die Skiflug-WM beginnt in Planica. Deutschlands Top-Athlet Markus Eisenbichler zählt bei dem Wettbewerb, der sich über je zwei Flüge am Freitag und Samstag erstreckt, zu den Favoriten auf Gold. Zudem eröffnen der VfL Wolfsburg und Eintracht Frankfurt den elften Spieltag der Fußball-Bundesliga.

Lassen wir uns außerdem überraschen, was sonst noch so passiert. Sie erfahren es natürlich bei ntv.de und hier in "Der Tag". Mein Name ist Anja Rau, Sie erreichen mich unter anja.rau(at)nama.de.

06:28 Uhr

"Friday"-Star Tommy Lister ist tot

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Seine Statur brachte Lister die harten Rollen ein.

(Foto: imago images/Mary Evans)

Tommy "Tiny" Lister ist tot, der Schauspieler verstarb mit 62 Jahren, meldet unter anderem das Portal TMZ. Freunde und Geschäftspartner hätten sich am Donnerstag im Sheriffs Department von Los Angeles County gemeldet, als sie nichts mehr von ihm gehört hatten. Bei einer Kontrolle fanden Polizisten dann den Toten.

  • Bislang wird davon ausgegangen, dass Lister eines natürlichen Todes starb, eine Autopsie soll die genaue Ursache klären.
  • Lister wurde bekannt für seine Rolle in "Friday", wo er an der Seite von Ice Cube die Rolle des Deebo, einen einschüchternden, aber liebenswerten harten Kerl spielte.
  • Außerdem spielte er Präsident Lindberg im Sci-Fi-Film "Das fünfte Element" und hatte Rollen in "The Dark Night" sowe vielen weiteren Filmen. Zudem hatte er zwei kurze Auftritte als Wrestler, wo er neben Hulk Hogan spielte.
06:03 Uhr

Disney kündigt neuen "Star Wars"-Film an

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(Foto: imago images/Prod.DB)

"Star Wars"-Fans können sich auf einen neuen Film der Weltraum-Saga freuen. Die Regisseurin des Action-Films "Wonder Woman", Patty Jenkins, werde den Film mit dem Titel "Rogue Squadron" (etwa: "Schurkenschwadron") inszenieren, teilte der Disney-Konzern mit. Er spiele in "einem zukünftigen Zeitalter der Galaxie" und komme voraussichtlich an Weihnachten 2023 in die Kinos.

  • In dem neuen Film werde "eine neue Generation von Sternenkämpfer-Piloten" eingeführt, sagte Lucasfilm-Präsidentin Kathleen Kennedy beim Disney-Investorentag. Sie würden "ihr Leben riskieren in einer Grenzen verschiebenden Hochgeschwindigkeitsfahrt voller Nervenkitzel".
  • Mit Jenkins führt erstmals eine Frau Regie bei einem "Star Wars"-Film. Sie schilderte im Onlinedienst Twitter, dass dabei ihr Vater, ein früherer Luftwaffenpilot, ihre Inspiration sei. "Also als er sein Leben im Dienste für sein Land verloren hat, hat das in mir den Wunsch entfacht, diese ganze Tragödie und Aufregung eines Tags umzukehren in den großartigsten Pilotenfilm aller Zeiten", sagte die Filmemacherin.
05:47 Uhr

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