Freitag, 12. Februar 2021Der Tag

mit Michael Bauer
Michael Bauer
22:30 Uhr

Das war Freitag, der 12. Februar 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

die Woche neigt sich dem Ende. Es bleibt kalt in Deutschland und auch das Coronavirus sorgt weiterhin für Schlagzeilen. Während sich "Der Tag" verabschiedet, bleibt unser Corona-Ticker am Ball. Hier bleiben Sie auf dem Laufenden.

Und diese Artikel kann ich Ihnen noch als Bettlektüre empfehlen:

Wieder einmal steht Tirol im Fokus: Diesmal ist es das gehäufte Auftreten der südafrikanischen Variante von Sars-CoV-2, das Forscher und Politiker in Österreich und Deutschland alarmiert. Mehr als 400 Fälle könnten es schon sein. Im angrenzenden Bundesland Bayern wächst die Unruhe.

Trägt der ehemalige Präsident Trump eine Mitschuld an dem Sturm auf das Kapitol am 6. Januar? Die Demokraten sagen ja und machen dem Republikaner im Senat den Prozess. Dessen Verteidiger nutzen ihr Plädoyer für Relativierungen - und eine Renaissance der "Hexenjagd".

Die weltweit größte Studie zur Wirksamkeit bekannter Mittel gegen Covid-19 zeigt, dass das Rheuma-Mittel Tocilizumab bei schwer kranken Covid-19-Patienten die Sterblichkeit senken kann. Das gilt vor allem in Kombination mit einem bereits erprobten Wirkstoff. Es gibt allerdings noch Fragezeichen.

Hansi Flick führt den FC Bayern durch eine historisch erfolgreiche Saison. Am Ende, als eine unübertreffbare Bestmarke gesetzt ist, hat der Erfolgstrainer auch noch den Blick und das Gespür für eine große Geste - mit einer klaren Botschaft.

Das soll es für heute gewesen sein. "Der Tag" kehrt morgen in aller Früh wieder zurück. Bleiben Sie uns treu! Ich wünsche Ihnen eine erholsame Nacht.

22:04 Uhr

Weißes Haus suspendiert Vize-Sprecher nach Streit mit Journalistin

Das Weiße Haus hat einen Vize-Sprecher für eine Woche suspendiert, nachdem er eine Journalistin in einem Streit bedroht haben soll.

  • Sein Verhalten sei "völlig inakzeptabel" gewesen und er wisse das, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, am Freitag. Die Bestrafung folgte auf einen Artikel im Magazin "Vanity Fair".
  • Darin hieß es, der Vize-Sprecher T.J. Ducklo habe einer Reporterin der Website "Politico" gedroht, sie zu "vernichten" und ihre Reputation zu zerstören. Die Journalistin hatte Fragen zu Ducklos Beziehung zu einer Reporterin der Website "Axios" gestellt.
21:31 Uhr

Die Videos des Tages

21:19 Uhr

Justin Timberlake entschuldigt sich bei Britney Spears

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Einst das Traumpaar der Musikindustrie: Spears und Timberlake.

(Foto: picture-alliance / dpa)

Justin Timberlake hat sich bei seiner früheren Partnerin Britney Spears und seiner Kollegin Janet Jackson auf Instagram entschuldigt. Dabei richtete er seine Worte auch direkt an die beiden.

Timberlake erklärte, dass er wisse, in vielen Momenten nicht richtig gehandelt "und von einem System profitiert zu haben, das Frauenfeindlichkeit und Rassismus duldet". Es tue ihm leid, dass er in Zeiten seines Lebens mit seinen Taten zu dem Problem beigetragen oder sich etwa nicht für das Richtige eingesetzt habe. Im Speziellen wolle er sich bei Spears und Jackson entschuldigen, weil sie ihm wichtig seien, er sie respektiere "und weil ich weiß, dass ich versagt habe".

Anfang Februar war in den USA die Dokumentation "Framing Britney Spears" veröffentlicht worden, in der auch die Beziehung von Timberlake und Spears, die zwischen 1998 und 2002 ein Paar waren, teils thematisiert wird.

Timberlake und Jackson waren hingegen der Mittelpunkt einer Kontroverse, die unter dem Namen "Nipplegate" bekannt wurde. Während eines gemeinsamen Auftritts in der Halbzeitpause des Super Bowl im Jahr 2004 riss Timberlake Jackson einen Teil ihres Kostüms ab. Dabei wurde die Brust der Sängerin entblößt.

20:41 Uhr

Feuerwehr rettet Rehe aus Wasserbecken

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Wenig später ging das Reh ins Netz.

(Foto: dpa)

Feuerwehrleute haben im Kreis Diepholz zwei Rehe aus einem Wasserbecken gerettet. Die Tiere waren in das zu einem Wasserwerk gehörende Becken gestürzt und konnten es aus eigener Kraft nicht mehr verlassen, teilte die Feuerwehr Syke mit. Einem Feuerwehrtrupp gelang es, die geschwächten Tiere mit einem Kescher an den Rand des Beckens zu leiten und sie aus dem Wasser zu ziehen. In einem Stall konnten sich die beiden Rehe dann unter einer Wärmelampe erholen. Sie wurden später wieder frei gelassen. Um in das Becken zu gelangen, haben die Rehe offenbar vorher einen Zaun überwunden, der 1,30 Meter hoch war - an einigen Stellen sogar 1,80 Meter.

20:19 Uhr

Deutsch-russische Hochstaplerin aus US-Haft entlassen

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(Foto: AP)

Anna Sorokin soll durch geschickte Lügen und selbstbewusstes Auftreten zwischen November 2016 und August 2017 von verschiedenen Banken Kredite in Höhe von Zehntausenden Dollar erhalten haben, umsonst in Privatflugzeugen gereist und monatelang in Luxushotels im New Yorker Stadtteil Manhattan gelebt haben, ohne die Rechnungen zu begleichen. Die Gesamtsumme des Betrugs belief sich auf rund 275.000 Dollar.

Die in New York zu jahrelanger Haft verurteilte deutsch-russische Hochstaplerin ist nun wieder frei. Die 30-Jährige wurde auf freien Fuß gesetzt, wie die Gefängnisbehörden des Bundesstaates New York bestätigten. Sorokin selbst veröffentlichte auf Instagram ein Foto, das sie mit Sonnenbrille in einem Bett zeigt. "Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie anstrengend das Gefängnis ist", schrieb sie dazu.

19:57 Uhr

Fünf Tote bei Wohnhausbrand im Bergischen Land

Bei einem Brand in einem Wohnhaus in Radevormwald bei Wuppertal im Bergischen Land sind fünf Menschen ums Leben gekommen. Das teilte ein Sprecher der Polizei Köln mit.

  • Die Polizei und Staatsanwaltschaft hätten Ermittlungen aufgenommen. Nähere Einzelheiten gab die Polizei zunächst nicht bekannt. Auch über die Opfer und die Ursache des Brandes wurden zunächst keine Informationen bekannt gegeben. Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Köln sagte, die Pressehoheit liege bei der Staatsanwaltschaft.
  • Die Feuerwehr sei am Abend weitgehend abgerückt, sagte ein Fotograf vor Ort der Deutschen Presse-Agentur. Die Polizei sei vor Ort. Fensterscheiben seien zerborsten. Starke Spuren von Feuer seien nicht an dem Haus zu erkennen. Das Haus liege an einer Hauptverkehrsstraße am Rande von Radevormwald in Richtung Remscheid. Der Unglücksort wurde abgesperrt.
19:42 Uhr

Action-Klassiker "Im Körper des Feindes" bekommt Fortsetzung

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Cage und Travolta in einem ihrer kultigsten Filme - "Face/Off".

(Foto: imago/United Archives)

Der Actionklassiker "Im Körper des Feindes" aus dem Jahr 1997 bekommt eine Fortsetzung. Das gab der verantwortliche Regisseur Adam Wingard in einem Instagram-Post bekannt. Bislang war vermutet worden, dass der im englischen Original "Face/Off" genannte Kultstreifen mit Nicolas Cage und John Travolta lediglich ein Remake verpasst bekommt.

Eine Rückkehr von Travolta und Cage als Darsteller scheint allerdings dennoch unwahrscheinlich. "Deadline" geht davon aus, dass neue Hauptdarsteller zu sehen sein werden.

19:13 Uhr

Lebensmittelwarnung bei Grissini Brotgebäckstangen

Das Bundesland Nordrhein-Westfalen hat eine Lebensmittelwarnung für Brotgebäckstangen herausgegeben. Während einer Eigenkontrolle wurde festgestellt, dass bei dem im Produkt enthaltenen Sesam der Maximalwert der Substanz "Ethylenoxid" überschritten wurde. "Ethylenoxid" kann zu Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit führen.

Betroffen sind die Produkte Grissini Brotgebäckstangen mit Leinsamen, Sesam und Mohn 230g der Marke "STIRATINI" (EAN: 9002859090912) // Grissini Brotgebäckstangen mit Sesam 250g der Marke "STIRATINI" (EAN: 078548293062) // Grissini Brotgebäckstangen mit Sesam 150g der Marke "STIRATINI" (EAN: 9002859095153).

18:49 Uhr

Knoblauchpüree sorgt für Gefahrstoffeinsatz der Feuerwehr

Gibt es eine Obergrenze bei "zu viel Knoblauch"? Offenbar ja! Ein übel riechendes, zehn Kilogramm schweres Paket mit Knoblauchpüree hat bei einem Paketdienst im nordrhein-westfälischen Neuss einen Gefahrstoffeinsatz der Feuerwehr ausgelöst.

  • Zwei besorgte Mitarbeiter hätten den Notruf 112 gewählt, nachdem sie beim Entladen eines Lastwagens den als "gasähnlich und sehr intensiv" beschriebenen Geruch wahrgenommen hätten, teilte die Feuerwehr mit.
  • Vier Löschzüge und ein Gefahrstoffzug rückten an. Mitarbeiter des Paketdienstes wurden befragt. Gefahrstoffmessgeräte kamen zum Einsatz. Feuerwehrleute mit Atemschutzmasken entluden den gesamten Lastwagen.
18:28 Uhr

"Ikonische New Yorker" Promis machen jetzt U-Bahn-Ansagen

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Awkwafina macht den New Yorkern jetzt Ansagen.

(Foto: imago images/MediaPunch)

Stars wie Comedian Jerry Seinfeld und Schauspielerin Whoopi Goldberg übernehmen in den kommenden Wochen die Ansagen zur Erinnerung an Masken und Abstand in der New Yorker U-Bahn. Mehr als 25 "ikonische New Yorker" seien für diese Aufgabe ausgesucht worden, teilten die New Yorker Verkehrsbetriebe MTA mit.

Mindestens vier Wochen sollen die Ansagen immer wieder in U-Bahn-Stationen, den U-Bahnen selbst und auch in Bussen zu hören sein. Neben Seinfeld und Goldberg sind unter anderem Ilana Glazer und Abbi Jacobson dabei. Auch die Schauspielerin Awkwafina hat mitgemacht - sie hatte im vergangenen Jahr anlässlich einer neuen Serie schon einmal Ansagen aufgenommen, die vorübergehend in der U-Bahn-Linie 7 zu hören waren.

18:06 Uhr

Biden setzt Demontage von Trump-Politik fort

Die neue US-Regierung von Präsident Joe Biden treibt ihre Demontage der restriktiven Einwanderungspolitik von Vorgänger Donald Trump voran. Das US-Heimatschutzministerium kippte die Vorschrift, dass Asylsuchende in Mexiko auf die Entscheidung ihrer Anträge warten müssen. Dadurch leben Menschen zum Teil über ein Jahr in Zeltlagern südlich der Grenze zu den USA.

Nach Angaben des Ministeriums sind rund 25.000 Menschen von der bisherigen US-Politik betroffen. Die Asylsuchenden sollen schrittweise in die USA kommen können, der Prozess dafür soll kommende Woche beginnen. Angesichts ihrer Lage versuchten einige, unter anderem mithilfe von Menschenschmugglern, illegal über die Grenze zu gelangen.

17:26 Uhr

Kölner Ordnungsamt löst illegale Karnevalspartys auf

Das Kölner Ordnungsamt hat an Weiberfastnacht mehrere illegale Karnevalspartys aufgelöst. Insgesamt wurden nach Hinweisen aus der Bevölkerung gegen 80 Menschen Bußgelder wegen Kontaktverstößen im privaten oder öffentlichen Raum verhängt, wie die Stadt Köln mitteilte. So hätten sich in einem Park rund 30 Kostümierte versammelt, die eine Party gefeiert hätten. Diese sei offenbar von einem Gewerbebetrieb veranstaltet worden: "Einsatzkräfte fanden in dem Betrieb alkoholische Getränke sowie Speisen, die verkauft wurden. Eine Kasse wurde ebenso entdeckt." Den Teilnehmern der Party drohten Strafen von bis zu 250 Euro.

Am Abend wurde dem Ordnungsamt unter anderem eine mutmaßliche Feier in einer Wohnung im Stadtteil Deutz gemeldet. Dazu heißt es in der Mitteilung: "Bei Eintreffen des Ordnungsdienstes war laute Musik aus dem Haus hörbar. Drei Personen verließen eine Wohnung, unter ihren Jacken und Mänteln trugen die Personen Karnevalskostüme. Der Gastgeber öffnete den Einsatzkräften im Hasenkostüm samt Kölschglas in der Hand." Auch hier würden Bußgeldverfahren eingeleitet.

16:57 Uhr

Chinesischer Sender in Deutschland vom Netz genommen

Der Fernsehsender China Global Television Network (CGTN) wird nach dem Lizenzentzug in Großbritannien auch in Deutschland nicht mehr ausgestrahlt.

  • Nach dem Entzug der Lizenz durch den britischen Regulierer Ofcom dürfe das Programm einem europäischen Abkommen zufolge auch in der Bundesrepublik nicht mehr verbreitet werden, sagte ein Sprecher der Landesmedienanstalt NRW.
  • Ein Sprecher der Kabel-Firma Vodafone sagte, das Unternehmen habe den Sender ausschließlich im Netz der ehemaligen Unitymedia-Gesellschaften in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg verbreitet. Zurzeit kläre Vodafone die rechtliche Situation. Die Ausstrahlung sei deshalb "pausiert", auf dem Programmplatz sei ein Standbild zu sehen.
  • Die britische Medienaufsicht Ofcom hatte CGTN Anfang Februar die Sendelizenz entzogen und dies mit politischem Einfluss begründet.
16:27 Uhr

Betrunkener demoliert Nachbarschaft beim Schnee-Räumen mit DDR-Traktor

Mit einem Oldtimer-Traktor aus DDR-Zeiten hat ein Betrunkener in Diedrichshagen in Mecklenburg-Vorpommern Schnee geschoben - und ist nun seinen Führerschein los. Wie eine Polizeisprecherin erklärte, war der 56-Jährige gestern bei dichtem Schneefall mit einem Schneepflug am Schlepper unterwegs. Dabei räumte der Mann mit seinem ZT-300 aber nicht nur die weiße Pracht, sondern auch mindestens zwei Zäune zum Teil mit weg. Ein Briefkasten, eine Straßenlaterne und ein Verkehrsspiegel wurden ebenfalls von dem Schneepflug gerammt. Anwohner riefen die Polizei. Die Beamten suchten den Mann, der weitergefahren war, und fanden ihn in einem Nachbarort in seiner Wohnung. Ein Atemalkoholtest ergab 2,34 Promille. Der Sachschaden wurde auf mehrere Tausend Euro geschätzt.

16:01 Uhr

Scholz verzichtet wohl auf "Schattenkabinett"

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz verzichtet nach "Spiegel"-Informationen im Wahlkampf auf ein sogenanntes Schattenkabinett. Normalerweise versammeln Kanzlerkandidaten in einem solchen Team Leute um sich, die später Kabinettsposten erhalten sollen. Scholz halte davon wenig, weil aus Schattenministern selten echte Minister würden, berichtete das Magazin unter Berufung auf das Umfeld von Scholz.

Der Wahlkampf im Willy-Brandt-Haus wird dem Bericht zufolge in diesem Jahr insgesamt reduziert. Um wie angekündigt zehn Millionen Euro zu sparen, verzichte die Partei auf zahlreiche Elemente. So plane Scholz nur noch wenige Veranstaltungen auf Marktplätzen. Auch an Plakaten und externer Beratung solle gespart werden. Dafür wolle die SPD in Onlinewerbung investieren.

14:59 Uhr

AfD-Rechtsaußen Höcke erwägt erneute Spitzenkandidatur

Thüringens umstrittener AfD-Landespartei- und Fraktionschef Björn Höcke kann sich eine erneute Spitzenkandidatur bei der anvisierten Landtagswahl im Herbst vorstellen. "Ich würde zur Verfügung stehen", sagte Höcke der Zeitung "Freies Wort" auf die Frage, ob er noch einmal als Spitzenkandidat antreten wolle. Höcke gilt innerhalb der AfD als Rechtsaußen und als Begründer des inzwischen formal aufgelösten "Flügels" in der Partei. Der Bundesverfassungsschutz stufte Höcke als rechtsextreme Führungsperson ein. Der Thüringer Landesverband wird vom Landesverfassungsschutz als Verdachtsfall im Bereich Rechtsextremismus geführt. In Thüringen soll am 26. September - zeitgleich mit der Bundestagswahl - ein neuer Landtag gewählt werden.

14:22 Uhr

Friseur versteigert ersten Termin nach Lockdown

Bevor die Empörung einsetzt, gleich vorweg: Es geht um einen guten Zweck. Weil der Andrang auf den ersten Termin nach dem Lockdown riesig ist, will ein Bayreuther Friseur diesen nun versteigern. Mehr als 150 Anrufe habe er erhalten, seit klar ist, dass er am 1. März wieder öffnen dürfe, sagte Friseur Andreas Nuissl.

  • Immer wieder sei nach dem ersten freien Termin am 1. März um 8 Uhr gefragt worden, deshalb habe er sich entschlossen, ihn nicht direkt zu vergeben, sondern auf Ebay zu versteigern. Das Schlussgebot will Nuissl anschließend an die Tafel Bayreuth und eine Hilfsorganisation spenden, die sich für bedürftige Kinder einsetzt. Am frühen Freitagnachmittag lag das höchste Gebot bei 282 Euro.
  • Nach Bekanntwerden der Versteigerung hatte eine Kundin die Spendenaktion erweitert: Sie hat einen späteren Termin am selben Tag gebucht - für 500 Euro, die Nuissl ebenfalls spenden will.
  • Zwar könne er das Geld gerade selbst gut gebrauchen, sagte der 57-Jährige aus Oberfranken, aber "auf einen Haarschnitt mehr oder weniger" komme es jetzt auch nicht mehr an.
14:10 Uhr

Schichtwechsel

Mein Kollege Max Raudzus befindet sich im wohlverdienten Feierabend. Bis zum späten Abend begleite ich den Tag für Sie. Mein Name ist Michael Bauer und ich wünschen Ihnen einen schönen Nachmittag!

13:43 Uhr

17-Jähriger sticht auf Pflegeheim-Bewohner ein - schwer verletzt

Ein 17-Jähriger muss sich vor dem Haftrichter verantworten, weil er einen 75 Jahre alten Verwandten in einem Pflegeheim im nordrhein-westfälischen Siegen mit mehreren Stichen schwer verletzt haben soll. Der Teenager habe selbst die Polizei angerufen, sich in der Nähe des Tatortes gestellt und sei festgenommen worden. Nun soll über Untersuchungshaft wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung entschieden werden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Die Hintergründe der Attacke sind bislang unklar. Das Pflegepersonal hatte sich laut Polizei um den Mann gekümmert, bis der Notarzt eintraf. Es bestehe keine Lebensgefahr, hieß es.

13:37 Uhr

SEK stellt Armbust bei mutmaßlichem "Reichsbürger" und Corona-Leugner sicher

Mit Unterstützung von Spezialeinsatzkräften hat die Düsseldorfer Polizei in Meerbusch die Wohnung eines 32-jährigen Manns durchsucht, den die Ermittler der "Reichsbürger"- und Corona-Leugner-Szene zurechnen. Dabei wurde "entsprechendes Beweismaterial" gefunden, wie die Polizei in Düsseldorf mitteilte. Scharfe Schusswaffen wurden demnach nicht entdeckt, jedoch eine Gaspistole, eine Armbrust sowie diverse NS-Devotionalien.

Der Beschuldigte erlitt bei dem Zugriff leichte Verletzungen und befindet sich seit Abschluss der Durchsuchung wieder auf freiem Fuß. Die Polizei prüft nun, ob sich der Mann strafbar machte. Der 32-Jährige soll zuletzt massive Drohungen gegen Nachbarn ausgesprochen und auch von Schusswaffen gesprochen haben. Der polizeiliche Staatsschutz und die Staatsanwaltschaft Düsseldorf erwirkten daraufhin die Durchsuchungsbeschlüsse.

13:26 Uhr

Gewalteskalation in El Alto: Wütender Mob steckt Auto in Brand und verprügelt Insassen

Schockierende Szene in der bolivianischen Stadt El Alto: Ein wütender Mob geht auf angebliche Einbrecher los. Die behaupten jedoch, die Hauseigentümer zu sein. Als sie versuchen zu fliehen, eskaliert der ohnehin schon gewaltvolle Streit dramatisch.

13:02 Uhr

Chinas Raumsonde sendet Videos vom Mars

Zwei Tage nach ihrem Eintritt in eine Mars-Umlaufbahn hat die chinesische Raumsonde Tianwen-1 Videoaufnahmen des Roten Planeten zur Erde gefunkt. In den vom Staatsfernsehen veröffentlichten Aufnahmen ist die von Kratern übersäte Marsoberfläche zu sehen.

Tianwen-1 hatte am Mittwoch nach siebenmonatiger Reise eine Umlaufbahn um den Mars erreicht. Im Mai oder Juni soll die Sonde einen Rover landen lassen, der den Mars rund drei Monate lang erforschen soll. Das gut 200 Kilogramm schwere Fahrzeug soll die Atmosphäre und den Boden des Roten Planeten untersuchen, Bilder aufnehmen sowie einen Beitrag zur Kartierung der Oberfläche leisten.

12:30 Uhr

Unfall bei Fastnachts-Umzug: 17-Jähriger in Affenkostüm schwer verletzt

Bei einem Autokorso zur Fastnacht ist im rheinland-pfälzischen Morbach ein 17-Jähriger schwer verletzt worden. Der Jugendliche saß in einem Affenkostüm im offenen Kofferraum eines Wagens und ließ die Beine hinaus baumeln, wie die Polizei in Trier am Freitag mitteilte. Als der Fahrer des Autos bremste, fuhr ein nachfolgender Wagen auf. Der Jugendliche erlitt dabei vermutlich Frakturen an beiden Beinen. Zur Teilnahme an dem Autokorso war laut Polizei in sozialen Netzwerken aufgerufen worden. Insgesamt neun Wagen nahmen demnach daran teil. Der Verletzte wurde in ein Krankenhaus gebracht. Gegen die 18 und 19 Jahre alten Fahrer der Unfallfahrzeuge wird wegen fahrlässiger Körperverletzung im Straßenverkehr ermittelt.

12:21 Uhr

Baden-Württembergs Ministerpräsident Kretschmann schränkt Wahlkampf ein

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann von den Grünen zieht sich aus privaten Gründen teilweise aus dem laufenden Wahlkampf für die anstehende Landtagswahl Mitte März zurück. Seine Frau sei erkrankt, teilte er über das Staatsministerium in Stuttgart mit. Seine Regierungsgeschäfte werde er aber weiterführen.

Mehr dazu lesen Sie hier.
12:00 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:47 Uhr

Russland: Wir sind auf Bruch mit der EU vorbereitet

Im Falle weiterer EU-Sanktionen ist Russland laut Außenminister Sergej Lawrow auf einen Bruch mit der Europäischen Union vorbereitet. "Wir wollen uns nicht vom Leben in der Welt isolieren, aber wir müssen darauf vorbereitet sein", sagte Lawrow in einer Sendung des Journalisten Wladimir Solowjow. "Wenn du Frieden willst - bereite dich auf den Krieg vor", fügte Lawrow hinzu. Der Kreml kritisierte wenig später, Lawrows Worte seien von einigen Medien verkürzt wiedergegeben worden. Es sei "ein großer Fehler", diese Aussagen ohne Kontext zu veröffentlichen, erklärte der Kremlsprecher Dmitri Peskow vor Journalisten. "Der Punkt ist, dass wir das nicht wollen. Wir wollen die Beziehungen zur Europäischen Union ausbauen, aber wenn die Europäische Union diesen Weg beschreitet, dann ja, dann sind wir bereit", sagte Peskow. Die EU-Außenminister wollen im Zusammenhang mit der Inhaftierung des Kremlkritikers Alexej Nawalny am 22. Februar über weitere Sanktionen gegen Russland beraten. Sollte Europa erneut Sanktionen verhängen, "die ein Risiko für unsere Wirtschaft darstellen (...), dann ja", antwortete der russische Außenminister nun auf Solowjows Frage, ob man auf einen Bruch mit Brüssel zusteuere.

10:50 Uhr

117 Quadratkilometer Eis: Deutschlands größter Binnensee ist zugefroren

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Eis, so weit das Auge reicht.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Dauerfrost hat nun in Mecklenburg-Vorpommern auch die Müritz - den größten Binnensee in Deutschland - und die angrenzenden großen Seen zufrieren lassen. Das Eis auf der 117 Quadratkilometer großen Müritz ist etwa 10 und 15 Zentimeter dick, wie Olaf Schatzki vom Wasser- und Schifffahrtsamt in Waren mitteilte. Wegen des starken Ostwindes bis vor wenigen Tagen könne es auch dünnere und ab und zu offene Stellen geben. In den vergangenen Tagen war der Wind abgeflaut, die Temperaturen sanken nachts auf bis zu minus zwölf Grad. Die Müritz bildet mit Kölpinsee, Fleesensee und Plauer See die Mecklenburger Oberseen, die alle den gleichen Wasserstand haben. Auf dem flachen Kölpinsee in Waren tummeln sich seit gut einer Woche bereits viele Schlittschuhläufer. Behörden warnen aber immer wieder davor, die Einbruchgefahr zu unterschätzen. Unter dem Schnee sei die Eisdicke schwer abschätzbar. Der starke Ostwind hatte das erste Eis zudem gebrochen und am Müritz-Ostufer zusammengeschoben.

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Und noch mehr Eis.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

10:27 Uhr

Hund beißt Kleinkind in Brustkorb - Besitzerin joggt einfach weiter

Ein Dreijähriger ist in Neuburg an der Donau von einem Hund angegriffen und verletzt worden. Der Junge war mit seiner Großmutter spazieren, als den beiden eine Joggerin mit einem großen schwarzen Hund entgegenkam, wie die Polizei mitteilte. Nach Angaben eines Sprechers griff das Tier das Kind grundlos an und biss ihm in den Brustkorb. Die Joggerin lief demnach weiter, ohne sich um den Jungen zu kümmern. Er wurde am Donnerstag verletzt ins Krankenhaus gebracht. Die Polizei sucht nun nach der Hundehalterin.

10:03 Uhr

Pfefferspray und Tritte: Zoff um "Einkaufswagen-Pflicht" eskaliert

Bei einer heftigen Auseinandersetzung zwischen zwei Männern in einem Einkaufsmarkt im hessischen Geisenheim ist einem 30-Jährigen Pfefferspray ins Gesicht gesprüht worden. Der verletzte Kunde soll zuvor den vorgeschriebenen Einkaufswagen verweigert und versucht haben, einen Mitarbeiter zu treten, sagte eine Sprecherin der Polizei. Zudem habe der Mann den Marktverantwortlichen beleidigt. Dieser benutzte dann das Pfefferspray, wie es in einer Mitteilung hieß. Gegen beide Männer laufen Ermittlungsverfahren wegen "wechselseitiger Körperverletzung". Der "Einkaufswagenverweigerer" kam nach dem Streit in ein Krankenhaus. In der Corona-Pandemie helfen die Einkaufswagen den Geschäften beim Einhalten der maximal erlaubten Kundenzahl. Gibt es keinen Wagen mehr, dürfen keine Kunden mehr in den Laden.

09:40 Uhr

Scheuer gibt in nur einem Jahr fast 49 Millionen Euro für Berater aus

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer von der CSU hat im Jahr 2019 insgesamt 48,7 Millionen Euro für externe Berater ausgegeben. Wie die Zeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft berichten, waren das sieben Prozent oder 3,19 Millionen Euro mehr als noch im Jahr zuvor. Das gehe aus einem aktuellen Bericht der Bundesregierung hervor. Die größten Posten waren dem Bericht zufolge die Lkw-Maut, der Aufbau der Autobahngesellschaft und die gescheiterte Pkw-Maut. In die sogenannte Infrastrukturabgabe, die im Juni 2019 vom Europäischen Gerichtshof gekippt und damit auf Eis gelegt wurde, seien rund acht Millionen Euro geflossen.

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Nimmt für seine teuren Projekte teure Beratung in Anspruch: Verkehrsminister Andreas Scheuer.

(Foto: picture alliance/dpa)

09:13 Uhr

20-Jährige bringt Kind bei minus 15 Grad auf der Straße zur Welt

Eine obdachlose Frau hat im Nürnberger Stadtgraben bei minus 15 Grad im Freien ein Kind zur Welt gebracht. Eine Polizeistreife fand die 20-Jährige, ihren Begleiter und das Neugeborene wenig später gegen 5.00 Uhr morgens auf einem Lüftungsgitter in der Nähe einer U-Bahnstation. Wie die Polizei mitteilte, versuchte die Frau sich und ihr Baby dort mit einem Schlafsack gegen die eisige Kälte zu schützen. Beide wurden vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:40 Uhr

Massencrash mit 130 Autos: Zahl der Todesopfer in Texas steigt

Nach der Massenkarambolage mit mehr als 130 Fahrzeugen auf einer Autobahn im US-Bundesstaat Texas ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens sechs angestiegen. Rund 65 Menschen seien in nahen Krankenhäusern behandelt worden, sagte ein Sprecher des örtlichen Rettungsdienstes Medstar. Ein Vertreter der Polizei erklärte, die Untersuchung dauere noch an, es werde jedoch angenommen, dass die Karambolage durch Eisentwicklung wegen überfrierenden Regens ausgelöst worden sei. Örtliche Medien hatten berichtet, dass sich die Unfallzone über rund 2,5 Kilometer erstreckte. Auf Bildern von Augenzeugen waren zahlreiche ineinander gequetschte Autos und auch Lastwagen zu sehen. Die Massenkarambolage ereignete sich im morgendlichen Berufsverkehr.

08:32 Uhr

Polizei in Myanmar setzt Schusswaffen bei Protesten ein

In Myanmar sind bei dem Versuch der Polizei, Proteste aufzulösen, mindestens sechs Schüsse gefallen. Das zeigen Video-Aufnahmen aus der Stadt Mawlamyine, die "Radio Free Asia" auf Facebook postete. Auf den Bildern ist zu sehen wie die Polizei einen der Demonstranten greift. Es wurden Geschosse auf die Polizisten geworfen, bevor die Schüsse abgefeuert wurden. In Myanmar kommt es seit Tagen zu Protesten gegen den Militärputsch. Die Demonstranten fordern unter anderem die Freilassung der entmachteten De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi. Ihre Partei Nationale Liga für Demokratie (NLD) hatte die Parlamentswahl im November klar gewonnen. Das Militär erkennt dies aber nicht an und hatte am 1. Februar geputscht - dem Tag, an dem das neu gewählte Parlament zu seiner ersten Sitzung hätte zusammenkommen sollen.

07:59 Uhr

Nasa-Fotos aus dem All zeigen riesige "Gold-Flüsse" im Amazonas

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Die vielen reflektierenden Wasserbecken sehen aus dem All aus wie Flüsse aus Gold.

(Foto: Nasa)

Die Nasa hat Fotos veröffentlicht, die von der ISS aus aufgenommen wurden und riesige "Flüsse aus Gold" im Amazonas in Peru zeigen. Bei den "Flüssen" handelt es sich eigentlich um Gruben, von denen angenommen wird, dass sie durch Goldgräber ausgehoben wurden - die meisten von ihnen wohl illegal. Normalerweise sind diese geheimen Ausgrabungsstätten vor menschlichen Augen verborgen, reflektierendes Sonnenlicht machten sie aber für den Blick aus dem All im Dezember gut sichtbar.

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(Foto: Nasa)

Das Bild ergibt sich aus den vielen unmittelbar nebeneinanderliegenden, mit Wasser gefüllten Löchern, in denen nach Gold geschürft und gesiebt wird. Peru ist eines der führenden goldexportierenden Länder der Welt. Der "Goldrausch" in dem Land hat jedoch für Mensch und Natur einen hohen Preis. Neben der hier sichtbaren Zerstörung durch die Grabungen selbst werden Natur und umliegende Dörfer auch durch tonnenweise Quecksilber vergiftet, das bei dem Prozess zum Einsatz kommt.

07:37 Uhr

Eisiger Ostwind pfeift durch sonnigen Freitag

Der Freitag hat mächtig was an Sonnenschein zu bieten. Von Mecklenburg-Vorpommern bis runter nach Sachsen sind noch vereinzelte Schneeschauer möglich. Ansonsten ist es aber verbreitet klar und sonnig. Die Temperaturen bleiben jedoch weiterhin frostig.

07:28 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser, ich wünsche Ihnen einen guten Morgen und heiße Sie herzlich willkommen zum Endspurt dieser Woche.

  • Corona und die jüngst verlängerten und teils modifizierten Maßnahmen bleiben auch heute das große Thema. Um 10.15 Uhr laden dazu Gesundheitsminister Spahn, RKI-Chef Wieler und die Virologin Ciesek zu ihrer regelmäßigen Pressekonferenz, um über die Entwicklungen in der Krise zu informieren. Die Pressekonferenz sehen Sie live bei uns und im Fernsehen bei ntv.
  • Der Bundestag kommt heute zusammen, um über ein Gesetz von einiger Tragweite zu beraten: Die "epidemische Notlage nationaler Tragweite" soll verlängert werden - so sind etwa weitgehende Kompetenzen für Gesundheitsminister Spahn dadurch geregelt. In einer anderen Lesung soll es auch um Hilfen für Familien, Geringverdiener und Unternehmen gehen.
  • Über alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise hält Sie wie immer unser Liveticker umfassend auf dem Laufenden.
  • In den USA geht der Impeachment-Prozess gegen Ex-Präsident Trump weiter. Nach Tagen der teils emotionalen Beweisführung der demokratischen Ankläger soll nun die Verteidigung des mutmaßlichen Aufruhr-Anstifters Trump zu Wort kommen.
  • Derweil wird vor dem Amtsgericht Haßfurt heute das Urteil gegen den Musiker Angelo Kelly erwartet. Gegen ihn steht der Vorwurf der Kinderarbeit, weil bei einer Tournee im Juli 2019 sein damals vier Jahre alter Sohn mit ihm auf der Bühne stand.
  • Sportlich geht es heute Abend etwa in der Fußball-Bundesliga zu. Der FC Augsburg reist zu RB Leipzig nach Sachsen, um dem wohl letzten noch verbliebenen Meisterschafts-Herausforderer des FC Bayern München in die Suppe zu spucken. Was sportlich sonst den Tag über noch ansteht, lesen Sie im "Sport-Tag".

Mein Name ist Max Raudszus und ich freue mich, heute im "Tag" mit Ihnen den Blick durch Deutschland und die Welt schweifen zu lassen. Wenn Ihnen etwas ins Auge sticht - Anregungen, Kritik, Bitten - können Sie mich unter max.raudszus[at]nama.de erreichen. Und damit: Auf, auf, gen Wochenende!

07:09 Uhr

#ihrmachtunsnackt: Tätowierer*innen ziehen sich aus Protest aus

Deutsche Tätowierer protestieren nackt gegen stockende Auszahlungen der Corona-Hilfen. Mit dem Hashtag "ihrmachtunsnackt" kreiden Gewerbetreibende und Selbstständige auf Instagram fehlende oder unvollständig überwiesene Beiträge aus dem November und Dezember an. "Ich habe die Aktion ins Leben gerufen, weil es ein stiller Protest ist, er aber durch die Nacktheit Aufmerksamkeit findet", sagte der Bayreuther Tätowierer Dawid Hilgers-Lehner.

Im Internet finden sich Beiträge, in denen Menschen - teils nur mit einem Schild mit dem Slogan bekleidet - vor winterlicher Kulisse auf das Thema aufmerksam machen. Hilgers-Lehner startete die Aktion Mitte Januar. Er berichtet von Bekannten, die keine Hilfen oder nur einen Abschlag bekommen haben - einige seien bereits pleite, sagte er. Die als "Bazooka" angekündigten Hilfen seien ein Rohrkrepierer, die Liquidität der betroffenen Unternehmen werde branchenübergreifend immer dramatischer, heißt es vom Bundesverband. Man müsse davon ausgehen, dass Versäumnisse von Bund und Ländern einer "nennenswerten Anzahl von Unternehmern die berufliche Existenz kosten werden".

06:43 Uhr

Biden hält an Trumps Strafzöllen für EU fest

Die Regierung von US-Präsident Joe Biden will im Zoll-Streit mit der EU wegen Subventionen für Luftfahrtkonzerne zunächst nicht auf Strafzölle für einige europäische Importe verzichten. Es sei "zum jetzigen Zeitpunkt unnötig, die Abgaben zu überarbeiten", hieß es in einer Mitteilung des US-Handelsbeauftragten (USTR), die heute veröffentlicht werden soll. Bidens Amtsvorgänger Donald Trump hatte die jüngsten Strafzölle am 12. Januar, wenige Tage vor der Amtsübergabe an Biden beschlossen.

Biden hatte angekündigt, die Beziehungen zu den Verbündeten der USA wieder verbessern zu wollen, die während Trumps "America First"-Politik stark belastet worden waren. Die EU hatte daher zunächst nicht mit Gegenmaßnahmen auf die neu verhängten US-Zölle reagiert.

06:10 Uhr

Gefahr giftiger Gase: Feuerwehr kämpft gegen Großbrand in Berlin

Ein Brand in einer metallverarbeitenden Fabrik in Berlin-Marienfelde hat in der Nacht einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Anwohner wurden wegen der starken Rauchentwicklung gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Betroffen sei ein Umkreis von etwa drei Kilometern rund um den Brandort, teilte die Feuerwehr mit. Verletzte gebe es bislang nicht. Die Löscharbeiten waren auch am frühen Morgen noch im vollen Gang und könnten sich laut Einschätzung der Feuerwehr bis in den Vormittag ziehen. Ersten Erkenntnissen zufolge war der entstandene Rauch nicht gesundheitsgefährdend, auch wenn Spezialfahrzeuge der Feuerwehr teils erhöhte Messwerte in der Luft meldeten. Die Einsatzkräfte versuchten unter sehr gefährlichen Bedingungen zu verhindern, dass sich der Brand auf weitere Bereiche ausbreitet, schrieb die Feuerwehr auf Twitter. Gefährlich sei der Einsatz, weil in der Halle verschiedene Chemikalien reagieren oder giftige Gase entstehen könnten. Die Feuerwehr sei mittlerweile mit rund 160 Kräften vor Ort.

06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht