Freitag, 23. Oktober 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:31 Uhr

Das war Freitag, der 23. Oktober 2020

So, der Freitag neigt sich dem Ende entgegen, das Wochenende kann beginnen. Die gute Nachricht: Dieses Wochenende wird das längste des Jahres sein. Die schlechte: Danach wird es früher dunkel. Ja, in der Nacht von Samstag auf Sonntag wird wieder an der Uhr gedreht. Also genießen Sie die "geschenkte" Stunde und den relativ langen Tag morgen.  

Was war heute wichtig:

Ich verabschiede mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht!

22:02 Uhr

Trump spottet mit "Bibi" Netanjahu über "Sleepy Joe" Biden

Oh Mann, so redet der US-Präsident… Bei einer Telefonkonferenz mit den Regierungen des Sudans und Israels, in der Donald Trump vor Journalisten verkündete, dass sich die beiden Länder unter seiner Vermittlung auf eine Normalisierung ihrer Beziehungen geeinigt hätten, hat der Präsident auch über seinen Herausforderer Joe Biden gelästert.

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Hahaha

(Foto: picture alliance/dpa)

"Denkst Du, Sleepy Joe hätte diesen Deal machen können, Bibi?", fragte Trump Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. "Das glaube ich nicht."

Netanjahu antwortete diplomatisch: "Wir schätzen die Hilfe für Frieden von jedem in Amerika." Zur selben Zeit waren der Ministerpräsident des Sudan, Abdullah Hamduk, und der Vorsitzende des Souveränen Rates des Landes, Abdel Fattah Burhan, in der Leitung. 

Trump verspottet seinen 77-jährigen Herausforderer Biden regelmäßig als "Sleepy Joe" ("Schläfriger Joe"). Trump unterstellt dem früheren Vizepräsidenten Biden immer wieder mangelnde körperliche und geistige Fitness und zweifelt öffentlich an, ob er dem Präsidentenamt gewachsen sei.

21:12 Uhr

Metallteile in Produkt - Hersteller ruft Käse zurück

Ein Hersteller von Zopfkäse ruft mehrere Sorten wegen des Verdachts von Metallteilen in dem Produkt vorsorglich zurück. Betroffen sind die Sorten "GAZi Yumak Örgü Peyniri - Fein geschnittener Zopfkäse 200g vakuumiert" beziehungsweise in der ca.-200-Gramm-Packung und "GAZi Örgü Peyniri - Zopfkäse - ca. 250g vakuumiert", wie der Hersteller Garmo AG mit Sitz in Stuttgart mitteilte.

Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass sich in dem Käse kleine Metallteile befänden, heißt es. Packungen mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 01.01.2021, 08.01.2021, 15.01.2021,  22.01.2021, 29.01.2021, 23.02.2021, 26.02.2021, 02.03.2021, 09.03.2021, 16.03.2021 und 23.03.2021 seien betroffen. Die Packungen seien deutschlandweit verkauft und bereits vorsorglich aus dem Verkauf genommen worden. Der Kaufpreis für bereits gekauften Käse werde bei Rückgabe im Geschäft erstattet.

20:44 Uhr

Messerattacke in Dresden: Islamist observiert, aber nicht am Tatort

Der mutmaßliche islamistische Extremist ist am Tag der tödlichen Messerattacke in Dresden weder am Tatort noch in dessen Umfeld beschattet worden.

"Der Tatverdächtige wurde während der Tatbegehung nicht nachrichtendienstlich observiert", stellte das Landesamt für Verfassungsschutz in Sachsen klar.

Am Donnerstag hatten die sächsischen Sicherheitsbehörden mitgeteilt, dass der mutmaßliche Täter seit seiner Entlassung aus einem Jugendgefängnis observiert wurde, allerdings nicht rund um die Uhr.

20:30 Uhr

Die Videos des Tages

19:59 Uhr

Vermisster Familienvater Tim W. tot aufgefunden

Vier Wochen lang war Tim W. aus Berlin verschwunden. Nicht nur seine Familie und Polizei, auch Hunderte Helfer waren an der Suche beteiligt. Doch nun ist es traurige Gewissheit: Der 39-jährige Familienvater ist tot. Ein Passant entdeckte im Gebüsch die Leiche eines Mannes, der eindeutig als der Vermisste identifiziert wurde. Hinweise auf ein Fremdverschulden liegen laut Polizei nicht vor.

Tim W. war seit dem 23. September vermisst. Zuvor hielt er sich im Berliner Krankenhaus Charité auf. Zeugen berichteten, dass sie W. gegen 7.40 Uhr im Bereich des Hauptbahnhofes gesehen haben. Etwa 20 Minuten später haben seine Angehörigen noch mit ihm telefoniert. Seitdem fehlte von dem 39-Jährigen jede Spur.

 

19:25 Uhr

Auch Sudan normalisiert Beziehungen mit Israel

Nach den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain hat nach Angaben der US-Regierung nun auch der Sudan die Normalisierung der Beziehungen mit Israel angekündigt. Das teilte der Vizesprecher des Weißen Hauses, Judd Deere, unter Berufung auf US-Präsident Donald Trump mit.

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18:47 Uhr

Mann stößt Frau auf Gleise - Polizei sucht Täter mit Foto

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Die Polizei sucht diesen Mann.

(Foto: Bundespolizei)

Dieser Mann hat auf einem Berliner S-Bahnhof eine Frau von hinten aufs Gleis gestoßen. Die Polizei sucht nun mit einem Foto nach dem Angreifer. Die 54 Jahre alte Frau war nach Polizeiangaben am 17. August abends am Innsbrucker Platz mit dem Täter verbal aneinander geraten. Dann habe der Mann die Frau unvermittelt gestoßen, so dass sie das Gleichgewicht verloren habe und ins Gleisbett gefallen sei. Sie erlitt schwere Kopfverletzungen und Prellungen. Zeugen konnten sie retten, kurz bevor eine S-Bahn einfuhr.

Der Täter trug einen weißen Kapuzenpullover mit Tribal-Muster. Hinweise nimmt die Bundespolizei rund um die Uhr unter 030 29 777 9 - 0, der kostenfreien Servicenummer 0800 6 888 000 sowie jeder Polizeidienststelle entgegen.

18:08 Uhr

Altenpfleger ging trotz Corona-Infektion arbeiten

Ganz schön unverantwortlich. Ein 61-Jähriger kam trotz eines positiven Corona-Tests mehrfach zum Dienst. Besonders brisant: Der Mann ist Altenpfleger in einem Pflegeheim. Nun hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt gegen ihn Anklage erhoben. Dem Mann drohen bis zu zwei Jahre Haft.

Er stehe im Verdacht, mit dem Verstoß gegen das Infektionsschutzgesetz eine Straftat begangen zu haben, sagte Oberstaatsanwältin Nadja Niesen. Dem 61-Jährigen war vom Kreisgesundheitsamt des Main-Taunus-Kreises eine Quarantäne und ein Test auferlegt worden, nachdem es im April dieses Jahres in dem Pflegeheim im Kreis zu Infektionen gekommen war. Der Test fiel positiv aus, dennoch kam der Mann noch dreimal in das Heim und brachte laut Anklage auch seine Tochter mit dem Auto zur Schule.

17:32 Uhr

USA stellen Visa-Vergabe in Türkei ein - Terrorgefahr

Die USA stellen ihre Visa-Vergabe in der Türkei wegen "glaubhafter Berichte über mögliche Terroranschläge" ein. Auch "Entführungen von US-Bürgern oder Bürgern anderer Nationalitäten" in Istanbul und an anderen Orten in der Türkei zählten zu den Bedrohungen, teilte die US-Botschaft in Ankara in einer Erklärung auf ihrer Website mit.

Auch die diplomatischen Dienste für US-Bürger werden in den US-Niederlassungen in der Türkei eingestellt. Die Botschaft rief alle US-Bürger in der Türkei zu "erhöhter Wachsamkeit" an Orten auf, an denen sich US-Bürger und andere Ausländer treffen - "darunter große Bürogebäude oder Einkaufszentren". Auch sollten US-Bürger große Menschenansammlungen meiden.

17:01 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:49 Uhr

Mann muss ins Gefängnis, darf aber nicht - Polizei hilft

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JVA Bielefeld: Ohne Ausweis kommt hier niemand rein.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Bundespolizei hat einem an der JVA in Bielefeld abgewiesenen 46-Jährigen geholfen, doch noch in das Gefängnis zu kommen. Der Mann habe zum Haftantritt keinen Ausweis bei sich gehabt, teilten die Beamten mit. Der Abgewiesene wandte sich demnach an die Bundespolizei im Hauptbahnhof. Die identifizierte den Dinslakener über ihren Computer und benachrichtigte die JVA. Danach "stand dem Strafantritt nichts mehr im Wege", hieß es. Der 46-Jährige hat eine dreimonatige Haftstrafe wegen Schwarzfahrens zu verbüßen.

16:07 Uhr

Maskenverweigerer prügelt auf Tramfahrer ein

Wir bleiben beim Thema "Covidioten". In Halle hat ein Fahrgast einen Tramfahrer angegriffen und verletzt - nach einem Hinweis auf die Maskenpflicht.

Es handle sich um eine "überhaupt nicht nachvollziehbare und gemeine Tat", kommentierte Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand den Vorfall. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei attackierte der Fahrgast kurz nach Mitternacht an einer Haltestelle den Tramfahrer. Das Opfer musste laut Wiegand ärztlich versorgt werden. Dem Angriff ging ein Hinweis des Tramfahrers zur Maskenpflicht in der Straßenbahn voraus, so Wiegand. Gegen den Angreifer sei eine Anzeige erstattet worden.

15:26 Uhr

Lukaschenko empfiehlt Käse gegen Coronavirus

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"Cheese!"

(Foto: imago images/ITAR-TASS)

Dieser Mann weiß, wie man Corona bekämpft! Bereits im März empfahl der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko Wodka, Sauna und Traktor gegen das Virus. Diese Maßnahmen brachten aber offenbar nicht viel: Obwohl nach offiziellen Angaben "nur" 949 Menschen am Virus starben, schnellte die Sterberate im ersten Halbjahr - warum auch immer - nach oben.

Doch jetzt stellt der Diktator ein neues Wundermittel vor: "Käse ist ein gutes Heilmittel gegen Covid", sagte Lukaschenko vor Journalisten während eines Arbeitsbesuchs in der Region Sluzk. Das Video davon veröffentlichte Lukaschenkos Pressedienst bei Telegram.    

14:40 Uhr

Fast 50 Millionen US-Amerikaner haben schon gewählt

Elf Tage vor der Präsidentenwahl in den USA haben bereits mehr Wahlberechtigte von der Möglichkeit einer frühen Stimmabgabe Gebrauch gemacht als vor der Wahl 2016 insgesamt. Nach Daten des "U.S. Elections Project" des Politikwissenschaftlers Michael McDonald von der Universität Florida haben bereits mehr als 49,3 Millionen Amerikaner ihre Stimme abgegeben - das entspricht mehr als einem Drittel aller Stimmen bei der Wahl vor vier Jahren. Damals nutzten insgesamt gut 47 Millionen Bürger die Möglichkeit der frühen Stimmabgabe. 

Nach den Daten des Projekts scheinen bislang erheblich mehr registrierte Demokraten als Republikaner ihre Stimme frühzeitig abgegeben zu haben. Die Registrierung bei einer Partei sagt aber nicht unbedingt etwas über das Stimmverhalten aus. 

14:30 Uhr

Schichtwechsel

Juliane Kipper verabschiedet sich in das Wochenende. Ich übernehme den "Tag" und versorge Sie weiter mit den wichtigsten Nachrichten aus der ganzen Welt. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Freitagnachmittag!

13:57 Uhr

Schlafender Obdachloser in Hanau krankenhausreif geprügelt

Ein schlafender Obdachloser ist in der Innenstadt von Hanau krankenhausreif geprügelt worden. Die Polizei nahm nach dem Angriff in der Nacht zum Freitag einen 50-Jährigen fest, wie die Staatsanwaltschaft in Hanau und die Polizei in Offenbach mitteilten.

Der ebenfalls wohnsitzlose Mann soll den 43-Jährigen getreten und geschlagen haben, nachdem sich dieser auf eine Bank gelegt habe. Ermittelt werde wegen eines versuchten Tötungsdelikts. Das Opfer kam mit schweren Kopfverletzungen in eine Klinik. Lebensgefahr bestehe aber nicht, hieß es. Der 50-Jährige sitzt in Untersuchungshaft.

13:35 Uhr

Brauerei belohnt Gäste für korrekte Datenspende mit Freibier

Viele Menschen machen sich Gedanken, was mit ihren Kontaktdaten passiert, die sie in Restaurants und Bars abgeben müssen und verzichten deswegen gleich lieber ganz darauf oder denken sich Fantasie-Adressen aus. Eine Brauerei im baden-württembergischen Ehingen ist erfinderisch geworden, damit Gäste in der Corona-Pandemie im Wirtshaus korrekte Kontaktdaten hinterlassen. Statt Kontaktlisten erhalten die Gäste im Gasthaus der Brauerei Postkarten, auf denen sie ihre Daten eintragen sollen. Was die Postkarte ebenso enthält: Einen Gutschein für ein Freibier. "Wir wollten dem Gast die Scheu nehmen, uns seine persönlichen Daten zu geben, indem wir ihm mit der Versendung der Postkarte seine Daten zurückgeben", teilte Franz Weisser von der Brauerei mit.

13:08 Uhr

24-Jähriger probiert Kartoffeln aus dem Zweiten Weltkrieg

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In den Kisten fand Rügge mit seinen Kollegen je zwei Dosen mit auf Pommesformat geschnittenen und dehydrierten Kartoffeln, ebenso eine Anleitung zur Zubereitung.

dpa

Ein 24-Jähriger aus Bielefeld hat in einer Dachkammer kistenweise Dosen aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden und den Inhalt gleich mal probiert: 76 Jahre alte getrocknete Kartoffeln der australischen Streitkräfte. "Schmeckt muffig-erdig und nur noch ganz entfernt nach eher mehliger Kartoffel", sagte Marius Rügge. Seine Recherchen zu den Trockenpommes hätten ergeben: Sie stammen aus Melbourne in Australien und waren wohl zur Versorgung der Soldaten gedacht.

"Ich kann mir vorstellen, dass sie dann in der Kriegs- oder Nachkriegszeit irgendwie in der Kohlenhandlung hier gelandet sind, die sich hier früher befand", sagte Rügge. Der Jungunternehmer hatte vor anstehenden Umbauarbeiten mit einem Klempner das Nebengebäude seines Arbeitsortes betreten und war auf die offenbar jahrzehntelang unbeachtet auf dem Dachboden lagernden Kisten aufmerksam geworden. "Die sahen aus wie im Film", sagte Rügge. Die staubigen und fest verschlossenen Holzkisten tragen Stempel: "Dried Potato", getrocknete Kartoffel - "da wird man natürlich neugierig".

12:26 Uhr

Polizeiwagen stößt mit Fluchtauto eines Einbrechers zusammen

Drei Verletzte und zweimal Totalschaden bei einer nächtlichen Verfolgungsjagd im Rheinland: Ein Streifenwagen ist in Langenfeld in das liegen gebliebene und unbeleuchtete Auto eines mutmaßlichen Einbrechers gekracht. Bei dem Zusammenstoß riss die Beifahrertür des Streifenwagens ab, wie die Polizei zu der Kollision in der Nacht mitteilte.

Eine 28 Jahre alte Polizistin und ihr 38-jähriger Kollege erlitten leichte Verletzungen. Der mutmaßliche Einbrecher war ersten Erkenntnissen zufolge bei seiner Flucht Richtung Autobahn von der Straße abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Durch die Wucht wurde sein Wagen zurück auf die Straße geschleudert. Der 26-jährige Duisburger wurde schwer verletzt und floh zunächst zu Fuß, wie die Polizei weiter mitteilte. Der Streifenwagen, der ohne Sichtkontakt die Verfolgung aufgenommen hatte, stieß dann mit dem auf der Fahrbahn stehenden Wagen zusammen.

Mit einem Hubschrauber und einem Polizeihund spürten Beamte den Tatverdächtigen auf. Der junge Mann, der augenscheinlich eine Kopfverletzung erlitten hatte, wurde festgenommen. Er werde in einer Klinik behandelt. In seinem Auto entdeckten Beamte einen Müllsack voller Zigarettenschachteln - die mutmaßliche Beute aus dem Einbruch in eine Lotto-Annahmestelle.

11:54 Uhr

Weniger Verkehrstote auf deutschen Straßen

Während der Pandemie sind die Menschen viel mehr zu Hause als sonst. Daraus folgt auch ein geringeres Verkehrsaufkommen auf den deutschen Straßen - und das macht sich in der Zahl der Verkehrstoten deutlich. Im August ist sie im Vergleich zum Vorjahresmonat nämlich um 13 Prozent gesunken.

Im August 2020 starben 279 Menschen bei Verkehrsunfällen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das waren 41 Menschen weniger als im August 2019. Die Zahl der Verletzten sank im August 2020 gegenüber dem Vorjahresmonat um 6,1 Prozent auf 34.100. Zwischen Januar und August 2020 erfasste die Polizei insgesamt 1,5 Millionen Straßenunfälle. Das waren rund 16 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt kamen in den ersten acht Monaten dieses Jahres 1840 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben - ein Minus von fast elf Prozent gegenüber den ersten acht Monaten 2019. Seit Jahresbeginn wurden zudem 15,7 Prozent weniger Menschen bei Verkehrsunfällen verletzt als im Vorjahreszeitraum.

11:15 Uhr

160 sexuelle Übergriffe in Deutschland: Polizei nimmt Italiener in Straßburg fest

Die französische Polizei hat einen Italiener verhaftet, dem in Deutschland 160 Fälle von Vergewaltigung und sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen vorgeworfen werden. Der 52-Jährige sei bereits vor einer Woche aufgrund eines von Deutschland beantragten europäischen Haftbefehls in der Nähe von Straßburg gefasst worden, teilte die Polizei mit. Demnach soll er sich in den Jahren 2000 bis 2014 an den Kindern seiner Partnerinnen und seiner eigenen Tochter vergangen haben.

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10:42 Uhr

Mann überfährt Siebenjährigen und flieht vom Unfallort

Ein Mann soll in Friedrichshafen am Bodensee einen siebenjährigen Jungen überfahren haben und vom Unfallort geflohen sein, ohne sich um das schwer verletzte Kind zu kümmern. Wie die Polizei mitteilte, konnte der Fahrer etwa 20 Minuten später ausfindig gemacht werden, weil er zu Fuß zur Unfallstelle zurückkehrte.

  • Nach den Worten der Ermittler hatte der Junge vermutlich nicht auf den Verkehr geachtet, als er am Donnerstagabend die Straße überqueren wollte. Er wurde vom Auto des 57-Jährigen erfasst, auf die Motorhaube und dann auf die Fahrbahn geschleudert und überrollt.
  • Der Fahrer stieg laut Zeugenaussagen zunächst aus, sah das Kind unter dem Wagen liegen und fuhr davon - weil er unter Schock gestanden habe, wie er der Polizei sagte.
  • Ob er den Jungen bei der Flucht ein zweites Mal überfuhr, war noch unklar. Gegen den Mann wird ermittelt. Die Polizei beschlagnahmte seinen Führerschein und sein Auto.
  • Das Kind kam ins Krankenhaus.
09:22 Uhr

Säugling stirbt an schweren Kopfverletzungen, Vater in U-Haft

In Nordrhein-Westfalen ist ein drei Monate alter Säugling an den Folgen massiver Kopfverletzungen gestorben. Der alleinerziehende Vater des Jungen wurde festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft, teilte die Polizei Duisburg mit. Das schwer verletzte Kind wurde demnach bereits am 15. Oktober von Beamten in einer Wohnung in Duisburg entdeckt. Ein Rettungswagen brachte das Kind in ein Krankenhaus.

Die Staatsanwaltschaft ermittelte gegen den dringend tatverdächtigen Vater zunächst wegen einer versuchten Tötung. Die Kriminalpolizei richtete eine Mordkommission ein. Der 37-Jährige sitzt nun wegen des Verdachts der schweren Körperverletzung und Misshandlung von Schutzbefohlenen in Untersuchungshaft. Am vergangenen Wochenende erlag der Säugling den Angaben zufolge seinen Verletzungen.

08:48 Uhr

Unbekannte beschmieren Gebäude der jüdischen Gemeinde in Halle

In Halle haben in der Nacht zum Freitag Unbekannte ein Gebäude der jüdischen Gemeinde beschmiert. Die Schriftzüge seien unleserlich gewesen. Die Polizei könne deshalb noch keine Angaben zu einem etwaigen antisemitischen Hintergrund machen, sagte ein Polizeisprecher. Es werde wegen Sachbeschädigung ermittelt. Erst am Dienstag entdeckten Polizisten Schmierereien am jüdischen Denkmal in der Innenstadt von Halle. In diesem Fall wird ein antisemitischer Hintergrund nicht ausgeschlossen; der Staatsschutz ist in die Ermittlungen involviert.

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08:14 Uhr

Toter auf Kinderspielplatz entdeckt

Auf einem Kinderspielplatz in Grönwohld in Schleswig-Holstein wurde am Donnerstagmittag eine blutüberströmte Person mit angeblich mehreren Stichen im Rücken gemeldet, das berichtet die "Bild"-Zeitung. Der Notarzt in einem angeforderten Rettungshubschrauber habe allerdings nur noch den Tod des Mannes feststellen können. "Wir gehen von einem Tötungsdelikt aus. Die Identität des Opfers ist noch unklar. Die Ermittlungen dauern an", zitiert die Zeitung die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Ulla Hingst.

Update: Bei dem gefundenen Toten handelt es sich um einen 22 Jahre alten Mann. Er komme aus dem kleinen Ort Grönwohld im Kreis Stormarn, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Nach jetzigem Stand sei das Verbrechen wahrscheinlich bereits am Mittwoch gegen 22.30 Uhr begangen worden. Zu der Art der Verletzungen des Mannes und zur mutmaßlichen Tatwaffe, die noch nicht gefunden worden sei, machten Staatsanwaltschaft und Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben.

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06:59 Uhr

US-Astronautin hat im All gewählt

Zu den Millionen von US-Bürgern, die schon vor dem eigentlichen Termin der Präsidentschaftswahl am 3. November gewählt haben, gehört auch eine Astronautin im All. "Ich habe heute gewählt", erklärte Kate Rubins, die sich derzeit in der Internationalen Raumstation (ISS) aufhält. Die Astronautin gab ihre Stimme auf elektronischem Weg ab.

Zu Rubins' Internetbotschaft stellte die Weltraumbehörde Nasa ein Foto der 42-Jährigen, auf dem ihr langes blondes Haar in der schwerelosen Umgebung horizontal von ihrem Kopf absteht. Sie steht vor einem Schrank, an dem ein Zettel mit den Worten "ISS Wahlurne" hängt. Ihr war ein elektronischer und gegen Datenraub geschützter Wahlzettel per E-Mail vom texanischen Verwaltungsbezirk Harris County zugeschickt worden. Zu dem Bezirk gehört die Großstadt Houston, wo die Nasa eines ihrer Zentren hat. Rubins füllte den Wahlzettel elektronisch aus und schickte ihn auf gleichem Wege zurück.

06:26 Uhr

Fury in the Slaughterhouse sind zurück

Um ehrlich zu sein: Als sich Fury in the Slaughterhouse 1986 gründen, bin ich noch nicht einmal geboren und als sich die Band auflöste, habe ich gerade Abitur gemacht. Aber sei es drum. Mit ihrer heute veröffentlichten Single "Sometimes (Stop to Call)" beendet die deutsche Rockband eine mehrjährige Schaffenspause. Die Fans können sich nun auch auf ein neues Studioalbum der Hannoveraner freuen. 13 Jahre nach der bisher letzten Veröffentlichung soll im April 2021 das Album "NOW" erscheinen, wie die Plattenfirma mitteilte. Für ihr Comeback hat sich die Band mit Produzent Vincent Sorg zusammengetan, der schon mit den Donots, Broilers und Die Toten Hosen gearbeitet hat.

05:56 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht