Freitag, 24. Mai 2019Der Tag

mit Heidi Ulrich
22:37 Uhr

Das war Freitag, der 24. Mai

Liebe Leser,

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(Foto: REUTERS)

es war ein turbulenter Tag! Die britische Premierministerin May hat ihren Rücktritt angekündigt, aber wie es weitergeht, das weiß im Grunde keiner. "Zum Abschied hat May noch mal Recht", schreibt mein Kollege Hubertus Volmer in seinem Kommentar.

Mit diesem Tagesüberblick endet meine Schicht nun. Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!

22:17 Uhr

Wiener Anwalt legt Geständnis zum Ibiza-Video ab

Ein Wiener Anwalt hat seine Mitwirkung am Enthüllungsvideo zur Ibiza-Affäre eingeräumt. "Es handelte sich um ein zivilgesellschaftlich motiviertes Projekt, bei dem investigativ-journalistische Wege beschritten wurden", ließ er über den Rechtsanwalt Richard Soyer mitteilen, wie österreichische Medien berichten. "Aufgrund der Reaktionen der betroffenen Politiker entfaltete sich in der Folge eine Eigendynamik", hieß es weiter. Für seinen Mandanten seien aber nur "demokratiepolitische und rechtliche Überlegungen" relevant, erklärte Soyer weiter. Er habe sich nicht an strafbaren Handlungen beteiligt. Ein "verdeckter Kameraeinsatz" sei "zur Aufdeckung von Missständen zulässig und durch die Meinungsfreiheit geschützt". Mehr dazu hier.

21:58 Uhr

Schwein übersteht Sturz auf A1 und findet neues Zuhause

Einen Schutzengel hat ein Ferkel in Niedersachsen gehabt. Es ist auf der A1 bei Oyten bei voller Fahrt von einem Tiertransporter gefallen. Der Lastwagen war da gerade mit etwa 80 bis 90 Stundenkilometern unterwegs.

Das Schwein hatte sich irgendwie aus dem Laderaum befreit. Dann fiel es herunter und überschlug sich mehrfach, bis es neben der Autobahn liegenblieb. Wie durch ein Wunder wurde das Ferkel nur leicht verletzt. Zufälligerweise fuhr eine Tierschützerin hinter dem Laster. Sie rief die Autobahnpolizei und half den Beamten anschließend bei Suche nach dem Schwein. In Absprache mit der Tiertransport-Firma darf sie das Schwein behalten.

21:27 Uhr

Prinz Charles empfängt Trump zum Tee

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Ob sich Prinz Charles auf den Besuch freut?

(Foto: picture alliance / Arthur Edward)

Das dürfte US-Präsident Trump gefallen: Er ist jetzt ganz offiziell auf ein Tässchen Tee bei Prinz Charles eingeladen. Noch konkreter: zum Nachmittagstee im Clarence House in London. In anderthalb Wochen kommt Trump zu seinem ersten Staatsbesuch nach Großbritannien. Zwar war er schon im letzten Sommer da, allerdings war seine Visite wegen heftiger Proteste von einem offiziellen Staatsbesuch zu einem Arbeitstreffen herabgestuft worden. Damit blieben ihm eine Kutschfahrt durch London und ein Staatsbankett verwehrt. Auch sollen sich Charles und seine Söhne William und Harry geweigert haben, Trump zu treffen – wegen seiner Aussagen zum Klimawandel, hieß es damals in Medienberichten.

Jetzt gibt es also Tee für Trump. Und nicht nur das: Er darf auch mit Königin Elizabeth II. im Buckingham-Palast speisen. Der britische Oppositionsführer Corbyn hat keine Lust auf das Dinner und hat seine Teilnahme wegen Trumps "rassistischer und frauenfeindlicher Rhetorik" abgesagt. Keine Lust auf den Besuch haben auch etliche Trump-Gegner, sie haben schon heftige Proteste angekündigt.

20:56 Uhr

Gerüchte über zweite Explosion in Lyon zurückgewiesen

In sozialen Netzwerken haben Gerüchte über weitere Explosionen in Lyon die Runde gemacht. Die örtliche Präfektur hat diese aber zurückgewiesen. Außerdem rief die Polizei dazu auf, keine falschen Informationen zu verbreiten.

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Die Rue Victor Hugo wurde abgesperrt.

(Foto: Mohamed-Amine KHAMASSI)

In der Innenstadt hatte es nahe einer Bäckerei eine Explosion gegeben. Der Sender Franceinfo berichtet unter Berufung auf das französische Innenministerium, dass dort auf dem Boden ein Beutel oder Koffer, der einen Sprengsatz mit Schrauben enthalten haben soll, explodiert sei. Die Zahl der Verletzten ist inzwischen auf 13 gestiegen. Die Polizei fahndet weiterhin nach einem Verdächtigen, der die Bombe an der Bäckerei deponiert haben und danach mit einem Fahrrad geflohen sein soll. Eine ausführliche Meldung finden Sie hier.

 

20:18 Uhr

Niesattacke führt zu schwerem Unfall

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Eines der Autos überschlug sich und landete im Seitengraben.

(Foto: Polizeiinspektion Verden/Osterholz)

Durch eine heftige Niesattacke hat ein Autofahrer in der Gemeinde Lilienthal nahe Bremen die Kontrolle über sein Auto verloren. Der 30-Jährige geriet mit seinem Auto auf die Gegenfahrbahn und stieß mit einem entgegenkommenden Auto zusammen. Der 30-Jährige und eine 48-Jährige wurden schwer verletzt.

Nach dem Unfall bildete sich ein langer Stau. Oft gibt es in solchen Situationen ja Probleme mit Gaffern (siehe Tag-Eintrag von 15:20 Uhr), hier aber nicht. Die Polizei lobte sogar ausdrücklich mehrere Ersthelfer, "die sich nicht nur kompetent und engagiert um die Unfallopfer kümmerten, sondern auch bis zum Eintreffen der Rettungskräfte die Verkehrsregelung übernahmen. Ihnen gebührt aus Sicht der Beamten in dickes Dankeschön".

20:12 Uhr

FC Ingolstadt steht vor Rettung

Der FC Ingolstadt hat gute Aussichten auf eine weitere Saison in der 2. Fußball-Bundesliga. Das Team von Trainer Tomas Oral gewann das Relegationshinspiel beim Drittligisten SV Wehen Wiesbaden mit 2:1 (1:0). Mann des Abends ist Dario Lezcano, er traf dopllelt (1. und 47./Foulelfmeter). Das Tor für Wiesbaden machte Kofi Kyereh in der Nachspielzeit (90.+6). Das Rückspiel ist Dienstag in Ingolstadt. Mehr dazu hier.

19:37 Uhr

Formel-1-Piloten ehren Niki Lauda bei Rennen

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Lewis Hamilton und Niki Lauda im Jahr 2013 in Monte Carlo.

(Foto: imago images / LaPresse)

Beim Großen Preis von Monaco wollen die Formel-1-Piloten Niki Lauda gedenken. Vor dem Rennen übermorgen ist eine Schweigeminute geplant. Dabei sollen die Piloten und alle anderen auf dem Startfeld eine rote Kappe in den Händen halten – Niki Laudas Markenzeichen. Die Teams luden auch alle Zuschauer und Menschen in der Umgebung ein, der Formel-1-Ikone Tribut zu zollen – sei es durch rote Kappen, Banner oder einfach durch Applaus oder per Hupkonzert im Yachthafen.

 

19:17 Uhr

Homosexualität bleibt in Kenia strafbar

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Kenianische LGBT-Aktivisten und Unterstützer weinen und umarmen sich gegenseitig nach der Niederlage vor Gericht.

(Foto: dpa)

Ein Gericht in Kenia hat ein seit Jahrzehnten geltendes Verbot gleichgeschlechtlicher sexueller Handlungen aufrechterhalten. Der Richter erklärte, die Gesetze stellten keine Diskriminierung dar und seien mit der Verfassung vereinbar.

  • Geschlechtsverkehr entgegen der "natürlichen Ordnung" kann dem kenianischen Strafgesetzbuch zufolge mit bis zu 14 Jahren Haft bestraft werden.
  • Die Gesetze aus der Kolonialzeit werden selten angewendet, sie belegen Homosexuelle jedoch mit einem Stigma und werden zur Grundlage für Diskriminierung.
  • Die Nationale Menschenrechtskommission für Schwule und Lesben erklärte, tagtäglich würden Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender-Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung von Polizisten belästigt und ausgebeutet, im Job benachteiligt und von der Gesellschaft marginalisiert.
  • In Afrika verbieten laut Human Rights Watch 33 Länder homosexuelle Handlungen.
19:00 Uhr
Breaking News

USA schicken zusätzliche Soldaten in Nahen Osten

Wegen der Spannungen mit dem Iran schicken die USA rund 1500 zusätzliche Soldaten in den Nahen Osten. Sie sollten dort vorwiegend "schützende" Aufgaben übernehmen, sagte US-Präsident Trump. Er warf der iranischen Führung erneut vor, "Terror auf der ganzen Welt" zu verbreiten.

Der geschäftsführende Verteidigungsminister Shanahan hatte gestern zur möglichen Verstärkung der Truppen gesagt: "Unsere Aufgabe ist Abschreckung. Es geht nicht um Krieg."

Derzeit sind im Nahen und Mittleren Osten zwischen 60.000 und 80.000 Soldaten stationiert. Washington hatte letzten Monat schon angekündigt, unter anderem einen Flugzeugträger und eine Bomberstaffel in die Golfregion zu verlegen.

Mehr dazu hier.

18:42 Uhr

Vergewaltiger aus Fußball-Fanzug verurteilt

Ein 31-Jähriger hat eine Frau in der Toilette eines Fußball-Fanzugs vergewaltigt, deshalb muss er nun jahrelang ins Gefängnis. Das Amtsgericht Mönchengladbach hat ihn außerdem der gefährlichen Körperverletzung schuldig gesprochen, weil er in dem Zug einen anderen Fußballfan geschlagen hat. Die Richter verurteilten den einschlägig vorbestraften Mann zu drei Jahren und neun Monaten Haft. Außerdem ordneten sie die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt an, weil auch schon bei Straftaten in der Vergangenheit immer wieder Alkohol im Spiel gewesen sei. Die Tat hatte sich im April 2018 nach dem Spiel Bayern München gegen Mönchengladbach ereignet - in dem Sonderzug, der Fans zurück nach Nordrhein-Westfalen brachte. Mehr dazu hier.

18:26 Uhr
Breaking News

Verletzte bei Explosion in Lyon

In einer Fußgängerzone in Lyon hat es eine Explosion gegeben. Mindestens acht Menschen wurden verletzt. In Lebensgefahr schweben sie dem Innenministerium zufolge nicht. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass in einem Geschäft eine Paketbombe detoniert ist. Mehrere Medien berichten, sie sei unter anderem mit Nägeln und Schrauben versehen gewesen. Die zuständige Präfektur hat Passanten aufgerufen, das Gebiet zu meiden, und einen Sicherheitsbereich eingerichtet. Frankreichs Präsident Macron sprach von einem "Angriff". Die Polizei fahndet jetzt nach einem Verdächtigen, der mit einem Fahrrad geflohen sein soll. Anti-Terror-Spezialisten der Pariser Staatsanwaltschaft haben die Ermittlungen übernommen.

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Mehr dazu hier.

18:12 Uhr

Domscheit-Berg bekommt Freispruch

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Anke Domscheit-Berg ist parteilose Bundestagsabgeordnete für Brandenburg in der Linksfraktion.

(Foto: dpa)

Die Bundestagsabgeordnete und Netzaktivistin Anke Domscheit-Berg ist vom Vorwurf der Körperverletzung freigesprochen worden. Sie hatte vor rund vier Jahren mit Polizisten um einen Blumenstrauß gerungen. Der Vorfall war bei einer Mahnwache für im Mittelmeer ertrunkene Flüchtlinge vor dem Bundestag passiert. Der Rechtsstreit drehte sich um einen Kratzer am Finger einer Beamtin. Wodurch er verursacht wurde und was genau bei dem Gezerre geschah, sei nicht geklärt worden, begründete das Berliner Landgericht seine Entscheidung. In erster Instanz war Domscheit-Berg zu einer Strafe von 600 Euro verurteilt worden. Sie sagte im Prozess, die Polizisten hätten sie unbegründet attackiert.

17:49 Uhr

Scheuer will Prämie für E-Autos verdoppeln

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Es fehlt in Deutschland noch an Infrastruktur für E-Autos. Mehr E-Autos bräuchten dann auch mehr E-Tankstellen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Zahl der Elektroautos auf den Straßen hält sich ja bisher in Grenzen. Verkehrsminister Scheuer will mit einer höheren Prämie für reine E-Autos nachhelfen. Sie soll ab dem nächsten Jahr von derzeit 2000 auf 4000 Euro steigen – das will Scheuer am Mittwoch zumindest im neuen "Klimakabinett" vorschlagen. Gelten solle die Prämie für Kleinwagen mit Batterie oder Brennstoffzelle bis zu einem Kaufpreis von 30.000 Euro, berichtet der "Spiegel" und beruft sich auf Ministeriumsangaben.

Das "Klimakabinett" besteht aus den Ministerinnen und Ministern für Umwelt, Landwirtschaft, Wirtschaft, Verkehr, Finanzen und Inneres sowie Bundeskanzlerin Merkel. Es soll dafür sorgen, dass Deutschland seine Klimaziele für 2030 noch erreicht.

Vor allem die Bereiche Verkehr, Landwirtschaft und Gebäude müssten jetzt liefern, sagt SPD-Fraktionsvize Miersch bei uns im Interview: "Die Verkehrsminister haben in den letzten Jahren viel erzählt und wenig geleistet."

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17:20 Uhr

Diesel-Urteil: Drei VW-Kunden bekommen Neuwagen

Im Rechtsstreit um die Rücknahme manipulierter Dieselautos von Volkswagen hat erstmals ein Oberlandesgericht zugunsten von Klägern geurteilt. Ein Senat des Oberlandesgerichts Karlsruhe gab in drei Fällen Klagen von Käufern neuer VW-Diesel mit einer unzulässigen Abschalteinrichtung statt.

  • Das Gericht verurteilte die beklagten Autohäuser zur Lieferung fabrikneuer, typengleicher Ersatzwagen.
  • Für die mit den manipulierten Fahrzeugen zurückgelegten Kilometer müssen die Käufer keinen Nutzungsersatz bezahlen.
  • Die Kläger hatten in den Jahren 2009, 2011 und 2013 Dieselwagen der Marken VW (Touran und Sharan) sowie Audi (Modell A3) bei ihren Autohändlern gekauft.
  • Volkswagen nannte die Urteile "rechtsfehlerhaft" und kündigte Revision vor dem Bundesgerichtshof an.
  • Bislang gab es bundesweit 25 Verfahren vor Oberlandesgerichten, die laut VW allesamt zugunsten des Autobauers ausgingen. Davon richteten sich 24 Klagen gegen Händler.
16:31 Uhr

"Reichsbürger" lebt mit Kindern in Erdbehausung

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Die Erdbehausung von außen.

(Foto: dpa)

In dieser Erdbehausung in einem Steinbruch hat ein "Reichsbürger" mit seinen beiden Kindern gelebt. Der 50-jährige wurde mit Haftbefehl gesucht. Am Samstag hat ihn die Polizei in Oberfranken in seiner selbstgebauten Behausung festgenommen. Der Mann habe sich dort schon länger mit den minderjährigen Kindern versteckt, heißt es von der Polizei. Die Kinder seien wohlauf gewesen, das Jugendamt kümmere sich jetzt um sie.

Sogenannte Reichsbürger erkennen die Bundesrepublik nicht als Staat an. Sie sprechen Grundgesetz, Behörden und Gerichten die Legitimität ab und akzeptieren keine amtlichen Bescheide. Die Bewegung wird seit Herbst 2016 vom Verfassungsschutz beobachtet. Mehr dazu hier.

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Und die Erdbehausung von innen.

(Foto: Polizei Oberfranken)

 

16:11 Uhr

"Spiegel" zieht Lehren aus Relotius-Affäre

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Claas Relotius hat alleine für den "Spiegel" rund 60 Texte geschrieben oder war daran beteiligt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein preisgekrönter Journalist hat viele seiner Geschichten einfach erfunden – und das auch noch beim "Spiegel". Erst nach Jahren fliegt der Betrug von Claas Relotius auf. Die Relotius-Affäre war ein Schock. Jetzt, gut fünf Monate später, hat der "Spiegel" einen 17-seitigen Abschlussbericht dazu vorgelegt.

  • "Die gute Nachricht: Es wurden keine Hinweise darauf gefunden, dass jemand im Haus von den Fälschungen wusste, sie deckte oder gar an ihnen beteiligt war", schreiben Chefredakteur Steffen Klusmann und Verlags-Geschäftsführer Thomas Hass.
  • "Die schlechte Nachricht: Wir haben uns von Relotius einwickeln lassen und in einem Ausmaß Fehler gemacht, das gemessen an den Maßstäben dieses Hauses unwürdig ist."
  • "Und: Wir sind, als erste Zweifel aufkamen, viel zu langsam in die Gänge gekommen und haben Relotius' immer neuen Lügen zu lange geglaubt."
  • Als Konsequenz soll eine unabhängige Ombudsstelle eingerichtet werden, die möglichen Hinweisen auf Ungereimtheiten in Beiträgen nachgehen soll.
  • Außerdem will der "Spiegel" seine Recherche-, Dokumentations- und Erzählstandards überarbeiten.

Den Abschlussbericht finden Sie hier.

15:51 Uhr

17 Kinder werden bei Schulbusunfall verletzt

Einen weiteren schweren Unfall gab es am frühen Nachmittag in Bayern. 17 Kinder wurden verletzt, zwei von ihnen schwer. In der Gemeinde Glonn in Oberbayern waren zwei Schulbusse zusammengestoßen. Wie es zu dem Unfall kam, untersucht die Polizei noch. Auch in Göggingen in Baden-Württemberg gab es einen Unfall mit zwei Schulbussen, dabei wurden sieben Kinder verletzt. Mehr dazu hier.

15:20 Uhr

Polizei ermahnt Gaffer nach schwerem Unfall

Es passiert leider immer wieder, dass Gaffer Rettungskräfte bei ihrer Arbeit behindern. So jetzt auch nach einem schweren Unfall auf der A5 in Hessen. In der Nacht waren zwischen Weiterstadt und Langen fünf Fahrzeuge aufeinander gekracht, sechs Menschen wurden verletzt. Von der Polizei heißt es, sie habe mehrere Gaffer ermahnen müssen, einige hätten Videos gemacht. Außerdem seien die Einsatzkräfte nur schwer zum Unfallort durchgekommen, weil keine Rettungsgasse gebildet worden sei.

 

Vor Kurzem war auch einem Polizisten in Bayern der Kragen geplatzt, als Gaffer nach einem tödlichen Unfall auf der A6 abremsten und Videos machten. Hier können Sie sehen, wie er mit ihnen umgeht:

 

14:58 Uhr

Zehntausende Schüler demonstrieren für Klimaschutz

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"Fridays for Future" in Stuttgart.

(Foto: dpa)

Ich hab's grad schon angesprochen. Viele junge Menschen sind heute wieder für die Umweltbewegung "Fridays for Future" auf die Straße gegangen – und nicht in die Schule. Deutschlandweit waren es Zehntausende. In Hamburg demonstrierten rund 17.000 Menschen, sagt die Polizei. In München waren es nach einem ersten Zwischenstand bis zu 3000. In Berlin waren es auch mehrere Tausend, eine genaue Zahl von der Polizei gibt es dazu allerdings nicht. Die Organisatoren sprachen von 12.000 Teilnehmern in Köln. Deutschlandweit sind es heute rund 300 "Fridays for Future"-Demos. Mehr dazu hier.

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Auch in Dresden fordern Schülerinnen und Schüler, dass das Pariser Klimaabkommen umgesetzt wird.

(Foto: dpa)

 

14:45 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leser,

es ist Freitag und das heißt, das Wochenende ist zum Greifen nah. Es heißt aber auch, dass wieder Schüler für mehr Klimaschutz demonstrieren und heute sind es besonders viele. So wie hier in Berlin. Ein paar von ihnen habe ich eben im S-Bahnhof Brandenburger Tor mit ihren Plakaten gesehen. Während ich mich frage, wie oft ich eigentlich als Schülerin bei Demos war, löse ich meine Kollegin Friederike Zörner ab, die jetzt das Wochenende genießen kann. Ich bin Heidi Ulrich, hallo! Bei Fragen oder Kritik rund um unsere Rubrik "Der Tag" erreichen Sie mich via heidi.ulrich@nama.de.

 

14:26 Uhr

79-Jähriger tuckert mit Traktor über frisch geteerte Straße

Die Sperrung war eigentlich nicht zu übersehen. Trotzdem fuhr ein 79-Jähriger mit seinem Traktor über die frisch asphaltierte Straße im nordrhein-westfälischen Bad Laasphe. Er kam zum Stehen, als eine Straßenwalze vor ihm auftauchte. Wie die Polizei in Siegen mitteilt, kam es anschließend zum Streit mit den Straßenarbeitern. Einen von ihnen fuhr er gegen das Knie - vermutlich weil er von der Kupplung des Traktors abrutschte. "Anstatt sich um den angerichteten Schaden zu kümmern, wurde der Traktor gewendet und der Mann entfernte sich", so die Polizei. Sein stures Verhalten verursachte einen Sachschaden von mehreren Tausend Euro.

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Trecker fahr'n

(Foto: picture alliance/dpa)

13:54 Uhr

Bauern schlagen Alarm: Töten Windräder Kühe?

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Symbolbild aus Frankreich

(Foto: imago stock&people)

Auf den ersten Blick scheint diese Vermutung in die Kategorie "Chemtrails" zu gehören. Doch in Frankreich sind sich einige Bauern tatsächlich sicher: Ihre Kühe sind Windrädern zum Opfer gefallen. Innerhalb von sechs Jahren seien 250 Kühe verendet. Die mysteriösen Todesfälle sollen aufgetreten sein, nachdem in der Region im Westen Frankreichs Windräder aufgestellt wurden.

Zunächst hätten die Kühe nur weniger Milch gegeben und Probleme beim Kalben gehabt, berichtet das Ehepaar Didier und Murielle Potiron. Dann aber seien die Kühe wie die Fliegen gestorben. Die Bauern selbst klagen über Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit und schmerzende Beine. Seit April werden sie wie 20 weitere Anwohner von der Uniklinik in Nantes untersucht. Die Vorfälle haben jetzt auch die Behörden auf den Plan gerufen: "Wir wollen herausfinden, ob die Symptome eine gemeinsame Ursache haben", erklärt Serge Boulanger von der örtlichen Präfektur - womöglich "magnetische Felder".

13:24 Uhr

Bienenschwarm hindert Mann am Verlassen seines Hauses

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Jede Menge Bienen

(Foto: picture alliance/dpa)

Diese Meldung verdient eindeutig das Label "fleißige Biene": Nur 45 Minuten brauchten unzählige Bienen, um ein Nest von der Größe eines Autoreifens zu bilden. Das ist für einen Schwarm vermutlich in der Natur nichts Ungewöhnliches, doch wenn es unmittelbar vor einem Wohnhaus passiert, findet diese Leistung den Weg in die Öffentlichkeit. Ein Mann in Bergheim bei Köln konnte aufgrund der Insekten nicht seine Wohnung verlassen.

Der 43-Jährige rief deswegen die Polizei, weil er dringend weg musste und sich nicht aus dem Haus traute. Die Beamten machten sich vor Ort ein Bild von der Lage und informierten das Ordnungsamt. Ein Imker fing den Schwarm schließlich ein, sodass der Mann seinen kleinen Sohn noch rechtzeitig von der Kita abholen konnte.

12:53 Uhr

Einkaufszentrum stellt zur Adoption stehende Kinder zur Schau

*Datenschutz

In Brasilien sorgt eine in einem Einkaufszentrum abgehaltene Parade von zur Adoption stehenden Kindern für Empörung. Internetnutzer verglichen die Veranstaltung mit dem Titel "Adoption auf dem Laufsteg" mit Sklaven- oder Viehauktionen.

  • "Werden Tiere oder Sklaven verkauft?", fragte ein Facebook-Nutzer. "Beschämend, es ist wie eine Zurschaustellung von Kindern in Form eines Viehmarktes", schrieb ein anderer. "Wie Sklaven - haben sie ihre Zähne gezeigt?", empörte sich eine weitere Nutzerin.
  • Veranstaltet wurde die Aktion am Dienstagabend von der Anwaltschaft und einem Verband in Cuiabá im Bundesstaat Mato Grosso.
  • Ziel sei es gewesen, "zur Adoption stehende Kinder und Jugendliche sichtbar zu machen", hieß es in einer Erklärung der Organisatoren. Jegliche Parallelen zu "dunklen Kapiteln unserer Geschichte" würden entschieden abgelehnt.
12:18 Uhr

Live übertragene Giraffen-Geburt endet dramatisch

Giraffen sind etwa 14 bis 15 Monate trächtig. Dementsprechend groß war die Vorfreude auf den Giraffen-Nachwuchs im Magdeburger Zoo. Doch die freudige Erwartung ist nun in Bestürzung umgeschlagen: Internet-Nutzer konnten per Live-Übertragung mitverfolgen, wie Giraffenmutter Femke ein regloses Junges zur Welt brachte. Die Geburt wurde auf Youtube gezeigt. Mitarbeiter des Zoos kümmerten sich um das Neugeborene. Schließlich rollten sie das reglose kleine Wesen zusammen und ließen Mutter Femke mit ihm zurück im Stall.

Per Facebook gingen binnen kürzester Zeit Trauerbekundungen in mehreren Sprachen ein. Der Zoo hatte wochenlang dafür geworben, die Giraffengeburt live mitzuerleben. Der Stream wurde inzwischen abgeschaltet. Der Zoodirektor gab ein kurzes Statement ab.

*Datenschutz

 

11:41 Uhr

Moby und Natalie Portman streiten weiter über Date

*Datenschutz

"Ehrlich, was soll ich tun, wenn Menschen Anschuldigungen glauben und nicht beweisen?" US-Musiker Moby kann das Verhalten von Natalie Portman nicht nachvollziehen. Auf Instagram beschwerte sich der 53-Jährige: "In meiner Biografie 'Then It Fell Apart' beschreibe ich respektvoll und ehrlich die kurze, unschuldige und einvernehmliche romantische Verwicklung, die ich mit Natalie Portman 1999 hatte. Aber sie bestreitet, dass wir uns jemals gedatet haben." Es gebe ausreichend Fotos, die das bewiesen. Die Lügen verletzten ihn, vor allem, weil er Portman immer respektiert und gedacht habe, sie seien Freunde. Aber er habe anonyme Gewaltandrohungen ihrer Fans erhalten, die seine Arbeit und seine Gesundheit beeinträchtigten.

Die 37-jährige Portman hatte dem US-Magazin "Harper's Bazaar" das Verhältnis zu Moby bekanntlich anders geschildert. Demnach seien sie nur Freunde gewesen.

11:13 Uhr

Rasantes Video zeigt Tesla-Rennen im "Loop"

*Datenschutz

Mit gut 200 Stundenkilometern durch einen engen Tunnel? Mit Tesla soll das möglich sein. In einem von der Boring Company verbreiteten Video ist ein spektakuläres Rennen zwischen zwei Elektroautos der Marke zu sehen. Während sich ein Wagen oberirdisch relativ mühsam durch den Verkehr zu einem Zielpunkt schlängelt, taucht sein Gegner per Fahrstuhl ab und fährt durch einen Tunnel ("Loop" genannt). Nach 1:36 Minuten ist Letzterer am Ziel angekommen. Sein Mitstreiter braucht 4:44 Minuten.

Die Firma von Tech-Milliardär Elon Musk liefert keine Informationen zu dem auf Twitter verbreiteten Clip, der in Los Angeles aufgenommen wurde. Ein User fragt jedoch, ob der Fahrer mittels Autopilot den Wagen durch den Tunnel "steuert", was Musk mit "pretty much" (so ziemlich) kommentiert. Im Dezember hatte Musk eine seiner Tunnelröhren in Los Angeles vor Journalisten vorgestellt. Damals war ein Tesla SUV Model X mithilfe von einer Art Stützrädern geleitet worden. Mit Loop will Musk eines Tages den Personentransport revolutionieren und Verkehrschaos in Großstädten beseitigen.

11:07 Uhr
Breaking News

Premierministerin May tritt zurück

Die britische Premierministerin Theresa May tritt zurück. Sie werde am 7. Juni zunächst ihren Posten als Chefin der Konservativen Partei räumen, um den Weg frei zu machen für die Wahl eines Nachfolgers, sagte May in einer emotionalen Rede in London. Sie werde Regierungschefin bleiben, bis ihr Nachfolger feststehe. Es sei im besten Interesse des Landes, wenn ein anderer Premierminister Großbritannien aus der EU führe.

Mehr dazu lesen Sie hier.

10:42 Uhr

Waldbrände in Israel - Temperaturen bis fast 50 Grad

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Feuerwehrleute sind derzeit an vielen Orten in Israel im Einsatz.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im Süden Israels herrschen zurzeit Temperaturen um die 48 Grad Celsius. In Folge der Hitzewelle und extremer Trockenheit haben sich in dem Land etliche Brände entzündet. Rund 3000 Menschen mussten nach Angaben der Feuerwehr zeitweise ihre Häuser verlassen, 45 Gebäude gingen in Flammen auf. Feuerwehrleute aus Zypern seien bereits zur Unterstützung im Land, teilte das israelische Außenministerium mit. Löschflugzeuge aus Zypern, Griechenland, Kroatien und Italien würden im Laufe des Tages erwartet.

Nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom wurden acht Menschen in Krankenhäuser gebracht, weil sie Rauch eingeatmet hatten. Ein 70-Jähriger Mann starb laut einem Bericht der "Times of Israel" am Donnerstag an einem Hitzschlag.

10:15 Uhr

102-jährige Bewohnerin von Altersheim unter Mordverdacht

Die greise Bewohnerin eines französischen Altersheims im Nordosten des Landes wird verdächtigt, ihre 92-jährige Zimmernachbarin im Heim mit bloßen Händen getötet zu haben. Nach Angaben des Staatsanwalts Frédéric Trinh wurde das Opfer bereits vergangenen Samstagabend gefunden. Die Autopsie ergab, dass die 92-Jährige durch Erwürgen und Schläge auf den Kopf gestorben sei.

Die 102-jährige Verdächtige sei nach der Tat "in großer Aufregung" gewesen und habe jemandem vom Heimpersonal gesagt, dass sie jemanden getötet habe, erläuterte Trinh. Wegen ihres verwirrten und aufgebrachten Zustands wurde die Frau nach Tests in eine psychiatrische Station eingewiesen. Bislang habe sie nicht befragt werden können.

09:58 Uhr

Orban: "Was Strache gesagt hat, ist inakzeptabel"

Generell wolle er sich nicht in die österreichische Innenpolitik einmischen, aber ... Ungarns rechtsnationalistischer Ministerpräsident Viktor Orban geht öffentlichkeitswirksam auf Distanz zum früheren FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache. "Das, was Strache gesagt hat, ist inakzeptabel", sagte Orban der "Bild"-Zeitung und spielte damit auf das infame Ibiza-Video an. "Das Wichtigste für einen Politiker ist das Vertrauen der Menschen. Strache war ein Kämpfer in eigener Sache, aber er hat das Vertrauen der Menschen verloren."

Orban hatte Strache erst Anfang des Monats in Budapest freundschaftlich empfangen. Damals pries er Österreichs Koalition aus Bürgerlichen und Rechtspopulisten als "Modell für Europa". Die Koalition in Wien ist inzwischen bekanntlich Geschichte.

09:24 Uhr

Bergsteiger sterben im Stau auf Mount Everest

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Mindestens zwei Bergsteiger sind auf dem Mount Everest ums Leben gekommen. CNN und die Nachrichtenagentur AFP berichten, dass zahlreiche Menschen zuvor in einer Schlange anstehen mussten, um zum Gipfel des höchsten Bergs der Erde zu gelangen. Eine indische Bergsteigerin sei demnach auf dem Rückweg gestorben. Zuvor habe sie in einem Stau über dem vierten Zeltlager in rund 8000 Metern Höhe festgesteckt. Ähnlich soll es einem US-Amerikaner ergangen sein, der aufgrund der Höhenkrankheit sein Bewusstsein verloren hatte und später verstarb. Beide Bergsteiger sollen 55 Jahre alt gewesen sein. AFP berichtet sogar von drei Toten.

Der erfahrene Bergsteiger Nirmal Purja teilte ein Bild auf Instagram, das eine lange Menschenschlange auf dem Everest am Mittwoch zeigen soll. Es sollen rund 320 Personen unterwegs zum Gipfel gewesen sein. Das Gebiet ab einer Höhe von 8000 Metern wird auch als "Todeszone" bezeichnet, schreibt CNN. Auf dem Gipfel (8848 Meter über dem Meeresspiegel) sei die Luft so dünn, dass nur ein Drittel des Sauerstoffs, der normalerweise eingeatmet wird, in die Lungen gelangt. Der menschliche Körper könne in so einer Umgebung nicht lange ohne künstliche Sauerstoffzufuhr überleben. Wird also dann der Auf- oder Abstieg durch lange Wartezeiten verzögert, setzt das den Körper zusätzlichen Stress aus.

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08:52 Uhr

Seehofer wechselt Merkel aus

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Sein Faible für Modelleisenbahnen ist auch in China kein Geheimnis: Im Mai 2017 bekam Seehofer von dem Gouverneur der Provinz Shandong einen chinesischen Schnellzug überreicht.

(Foto: picture alliance / Sven Hoppe/dp)

Mit dieser Schlagzeile führe ich Sie ein bisschen in die Irre. Aber es stimmt - also sinnbildlich. Für seine Modelleisenbahn im heimischen Ingolstadt hat Bundesinnenminister Horst Seehofer, wie er nun in kleiner Runde verriet, endlich eine Figur von Kanzlerin Angela Merkel im Maßstab 1:87 erworben. Die zuvor aufgestellte übergroße Merkel wird durch die neue Figur ersetzt. "Sieht viel besser aus", so Seehofer. Eine passende Plastik-Variante der CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer habe er leider noch nicht entdeckt.

Service-Hinweis: Wenn Sie Ihre Modelleisenbahn auch mit der Kanzlerin schmücken wollen, finden Sie hier eine passende Figur.

08:27 Uhr

Bericht: Nahles wehrte sich gegen mutmaßlichen Schulz-Putsch

Die Partei- und Fraktionsvorsitzende der SPD Andrea Nahles sieht sich seit geraumer Zeit massiver Kritik ausgesetzt - auch aus den eigenen Reihen. Kurz vor der Europawahl, bei der die Sozialdemokraten mit einem desolaten Ergebnis rechnen müssen, scheint sich die Lage nun zuzuspitzen. Wie der "Spiegel" berichtet, soll Ende vergangener Woche ein Vieraugengespräch zwischen Nahles und dem ehemaligen Parteichef und früheren Kanzlerkandidaten Martin Schulz stattgefunden haben. Der Anlass: Nahles witterte offenbar eine drohende Ablösung an der Fraktionsspitze durch Schulz. Das Magazin beruft sich auf Angaben aus Parteikreisen. Schulz soll in dem Gespräch zwar "Putschpläne" verneint, gleichwohl aber grundsätzliche Überlegungen nicht abgestritten haben. Nahles muss sich Ende September in der Bundestags-Fraktion zur Wiederwahl stellen.

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08:05 Uhr

Feuerwehr rettet 16 Menschen aus brennendem Haus

Es war ein dramatischer Einsatz - mit glimpflichen Ende: Die Feuerwehr hat 16 Menschen mit Drehleitern aus einem brennenden Haus in Bochum gerettet. Zehn von ihnen, darunter eine Schwangere, erlitten bei dem Brand am frühen Morgen eine Rauchvergiftung, teilte die Feuerwehr mit. Um kurz nach 3 Uhr brach das Feuer demnach im Treppenhaus aus. "Hilfe, in unserem Haus brennt es, und wir kommen nicht aus unserer Wohnung", habe einer der Notrufe gelautet.

Als die Rettungskräfte kurz darauf eintrafen, schlugen den Angaben zufolge bereits Flammen aus der Tür, und mehrere Menschen riefen aus dem Haus laut um Hilfe. Insgesamt seien vor Ort 27 Bewohner behandelt worden. Auch mehrere Katzen konnten die Einsatzkräfte retten und ihren Besitzern übergeben. Nach einer Dreiviertelstunde war der Brand unter Kontrolle.

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07:53 Uhr

Gabalier und Schwarzenegger nehmen Schlager-Hymne auf

Es tut mir leid, aber ich kann Ihnen diese Meldung nicht vorenthalten: Andreas Gabalier und Arnold Schwarzenegger haben gemeinsam ein Lied aufgenommen. Und das ist noch nicht alles. Es handelt sich um eine Schlager-Hymne, deren Aufnahme den beiden nach eigenen Angaben viel Spaß gemacht hat. Aber sehen und hören Sie selbst.

 

07:35 Uhr

"Digital Immigrant" Schäuble spottet über Rezo-Video

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Fühlt sich in der digitalen Welt "schlecht integriert": Wolfgang Schäuble.

(Foto: picture alliance/dpa)

"Der Siegeszug des Internets, die sozialen Netzwerke, verändern den Ton und erschweren den Austausch von Meinungen, weil jeder in seiner Filterblase bleibt. Dadurch wird es schwer, zu Entscheidungen zu kommen." Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble sieht durch soziale Medien eine Verflachung der politischen Debatte. Es fänden sich nur noch Mehrheiten gegen eine Lösung, aber keine mehr für eine Lösung, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Dabei könne die Zuspitzung in sozialen Medien auf sehr kurze Botschaften den Kern eines Themas oft nicht mehr darstellen. Sich selbst bezeichnete der 76-Jährige als "Digital Immigrant", der in der digitalen Welt "schlecht integriert" sei. Dennoch (oder gerade deswegen?) ließ sich Schäuble zu einem Kommentar über das viel zitierte und millionenfach abgerufene Anti-CDU-Video des Youtubers Rezo hinreißen: "Niki Lauda ist gestorben, das haben bestimmt 150 Millionen Leute in Deutschland geklickt, obwohl wir nur 80 Millionen Einwohner haben."

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07:12 Uhr

Kinderschwund: Bürgermeister will Viagra verteilen

Wie ernst Jean Debouzy diese Ankündigung meint, weiß nur er selbst. Der Bürgermeister des französischen Dorfes Montereau erließ Mitte Mai eine Gemeindeverordnung, die die Verteilung von Viagra an Paare zwischen 18 und 40 Jahren vorsieht. Er wolle die Bewohner zur Produktion von mehr Kindern anregen, so Debouzy - denn Montereau und die Nachbargemeinde La Cour-Marigny im Département Loiret südlich der Hauptstadt Paris haben ein Nachwuchsproblem. Es gebe nicht genügend Kinder, um künftig alle Schulklassen zu füllen, sagte der Bürgermeister

Wer für die Kosten des Potenzmittels aufkommen und wie viel die Sondermaßnahme die kleine Gemeinde kosten könnte, werde man sehen, wenn das erste Paar nach einer Schachtel Viagra im Rathaus frage, so der Bürgermeister der 600-Einwohner-Gemeinde.

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07:01 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen,

dass die junge Generation die Nase gestrichen voll hat, zeigen nicht nur Youtube-Abrechnungen mit den regierenden Parteien, sondern seit Monaten auch die "Fridays for Future"-Bewegung. Zwei Tage vor dem Haupttag der Europawahl plant die Gruppe heute Kundgebungen an mehr als 1600 Orten in rund 120 Ländern weltweit. Dabei sind auch Schüler in mindestens 215 deutschen Städten - so viele wie in keinem anderen Land. Besonders viele Protestaktionen sind außerdem in Italien, Großbritannien, den USA und der schwedischen Heimat der Klimaschützerin Greta Thunberg angekündigt.

Den Auftakt des weltweiten Klimastreiks machten bereits Zehntausende Schüler in Neuseeland. In der Hauptstadt Wellington sowie in mehr als 20 anderen Städten blieben Schüler dem Unterricht fern und gingen stattdessen auf die Straße. Die Sprecherin der Kampagne in Neuseeland, Sophie Handford, forderte die Regierung des Pazifikstaats auf, einen "Klima-Notstand" auszurufen.

Diese Themen sind heute außerdem wichtig:

  • Die britische Premierministerin Theresa May trifft sich mit dem Vorsitzenden des 1922-Ausschusses der konservativen Partei, Graham Brady. Der Ausschuss entstand aus einer Initiative von Abgeordneten im Jahr 1922, um innerparteiliche Zusammenarbeit sowie Wahl und Abwahl des Parteichefs zu regeln. Medien spekulieren, dass May bereits heute gezwungen sein oder gezwungen werden könnte, ein Datum für ihren Rücktritt zu nennen.
  • Nach den Briten und Niederländern können am zweiten Tag der Europawahl die Iren und Tschechen abstimmen. In Deutschland und anderen Ländern geht heute der Wahlkampf in die Schlussphase. Insgesamt können in den 28 EU-Staaten bis zum Sonntag mehr als 400 Millionen Bürger über die 751 Abgeordneten entscheiden.
  • In Kenia sind gleichgeschlechtliche Handlungen verboten - wie in den meisten afrikanischen Ländern. In dem ostafrikanischen Land herrscht viel Diskriminierung gegen Schwule und Lesben. Nun entscheidet ein Gericht, ob das Verbot aus der Kolonialzeit endlich abgeschafft werden soll.
  • Gut fünf Jahre nach der verheerenden Explosion einer Weltkriegsbombe in Euskirchen beschäftigen Haftungsfragen den Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe. Der Blindgänger war Anfang 2014 beim Zerkleinern von Bauschutt auf dem Gelände eines Recyclinghofs detoniert. Ein Baggerfahrer starb, 13 Menschen wurden verletzt.
  • Für seinen geschrotteten Porsche will ein Autofahrer von seiner Versicherung mehr als 82.000 Euro. Weil diese dem Mann aber die Teilnahme an einem Autorennen vorwirft und deswegen nicht zahlen will, muss das Oberlandesgericht München (OLG) in einer Berufung entscheiden.

Angesichts dieser Summe bin ich froh, mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren zu können. Mein Name ist Friederike Zörner. Ich begleite Sie heute bis in den frühen Nachmittag mit dem "Tag". Bei Fragen und Anregungen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]nama.de

06:50 Uhr

Bei den Nordlichtern bleibt es etwas kühler

Heute geht es erst einmal oft freundlich oder sonnig mit nur harmlosen Wolken los. Erst später bilden sich einzelne Schauer oder Gewitter. Insgesamt wird es aber ein überwiegend schöner Tag, sodass wir oft 8 bis 12 Sonnenstunden bekommen.

Björn Alexander

n-tv Wetterexperte Björn Alexander

Die Temperaturen bringen es bei den Nordlichtern zum Teil nur auf windige 16 bis 18 Grad. Ansonsten können wir uns aber vielerorts auf frühsommerliche 19 bis 24 Grad freuen.

Die weiteren Aussichten: Der Süden bleibt in Sachen Sonne und Frühsommerfeeling besser im Rennen, während es im Norden bereits morgen wieder wolkiger und kühler weitergeht. Hier die Einzelheiten für unser Wochenendwetter sowie ein Rückblick auf die Unwetterlage der vergangenen Tage im Alpenraum. Damit wünsche ich Ihnen ein ruhiges und entspanntes Wochenende. Ihr Björn Alexander

06:36 Uhr

Frauenmörder in Florida hingerichtet

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Lisa Noland überlebte die Attacke des Serienmörders und half bei seiner Ergreifung durch die Polizei.

(Foto: AP)

Er wurde "Kleinanzeigen-Vergewaltiger" getauft. Robert Long kontaktierte Anfang der 80er Jahre über Annoncen in Lokalzeitungen Frauen, die Gegenstände verkaufen wollten, suchte sie zuhause auf und vergewaltigte sie. 1984 begann der US-Amerikaner dann seine Mordserie. Innerhalb von nur acht Monaten entführte, vergewaltigte und ermordete er mindestens acht Frauen. Eine von ihm vergewaltigte 17-Jährige konnte ihn überreden, sie laufen zu lassen. Sie brachte schließlich die Polizei auf seine Spur.

Rund 35 Jahre nach seinen Taten ist der Serienmörder im US-Bundesstaat Florida hingerichtet worden. Die Exekution des 65-Jährigen sei "ohne Zwischenfälle verlaufen", erklärte die Strafvollzugsbehörde von Florida.

06:24 Uhr

Bund ist an 109 Unternehmen beteiligt

Das Portfolio ist umfangreich: Deutsche Telekom AG, Deutsche Post AG, Deutsche Bahn AG, Flughafengesellschaften sowie kulturelle Einrichtungen und wissenschaftliche Forschungsinstitutionen. Der Bund ist insgesamt an 109 Unternehmen beteiligt. Das geht aus dem Beteiligungsbericht des Bundesfinanzministeriums für 2018 hervor, der dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) vorliegt.

Die Beteiligungen würden nicht in erster Linie gewinnorientiert geführt, heißt es dem RND zufolge in dem Bericht, sondern nach den zugrundeliegenden Bundesinteressen. 34 Unternehmensbeteiligungen erhielten im Geschäftsjahr 2017, über das der Bericht Auskunft gibt, Zuwendungen aus dem Bundeshaushalt in Höhe von insgesamt rund 7,9 Milliarden Euro. Das meiste Geld floss mit knapp 5,6 Milliarden Euro an die Deutsche Bahn AG.

06:10 Uhr

Trumps Justizminister startet "Gegen-Untersuchung" in Russland-Affäre

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Ziemlich beste Kollegen.

(Foto: REUTERS)

US-Präsident Donald Trump ist nach eigenen Angaben ein "extrem stabiles Genie". Und mit dieser Fähigkeit ist er nun bei der Nachlese der Russland-Affäre, die seine Administration und seinen Wahlkampf betrifft, zu der Erkenntnis gekommen, dass die Ursprünge des Ganzen aufgespürt werden sollten. Wie seine Sprecherin Sarah Sanders mitteilte, habe Trump die Sicherheitsbehörden angewiesen, schnell und umfassend mit Justizminister William Barr zusammenzuarbeiten. Barr soll nun Nachforschungen zu möglichen Überwachungsaktionen während des Präsidentschaftswahlkampfes 2016 betreiben. Barr bekomme dabei umfangreiche Befugnisse, auch geheim eingestufte Dokumente offenzulegen.

Barr hatte bereits vor einigen Wochen angekündigt, er wolle den Ursprüngen der Russland-Untersuchung der Bundespolizei FBI gegen Trumps Wahlkampf-Lager auf den Grund gehen. Bei einer Anhörung vor dem Kongress hatte Barr im April gesagt, er glaube, das FBI könnte das Trump-Lager ausgespäht haben. "Ich denke, dass Spionage stattgefunden hat."

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