Freitag, 26. Februar 2021Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:25 Uhr
22:10 Uhr

Vier Tote und mehr als 100 Verletzte bei Protesten im Irak

Bei gewaltsamen Protesten im Irak sind vier Demonstranten getötet worden. Mehr als 100 weitere Menschen seien in der Stadt Nassirija im Süden des Landes verletzt worden, hieß es aus medizinischen Kreisen und von Augenzeugen.

  • Bei den Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften seien scharfe Munition, Steine und Tränengas eingesetzt worden, teilte die vom Parlament gewählte Menschenrechtskommission mit.
  • Sie appellierte an die Regierung der betroffenen Provinz, auf die Forderungen der Demonstranten einzugehen und das Blutvergießen zu beenden. 
  • Die Menschen fordern die Absetzung des Gouverneurs und weiterer lokaler Politiker, die sie für Korruption und hohe Arbeitslosenzahlen verantwortlich machen. Sie pochen zudem auf die Freilassung inhaftierter Aktivisten. Die Proteste dauern bereits seit fünf Tagen an.
21:36 Uhr

Jugendlicher in Pariser Vorstadt erschossen

Ein Jugendlicher ist in einem Pariser Vorort Medienberichten zufolge erschossen worden.

Im Pariser Vorort Bondy ist ein 15-Jähriger getötet worden. Der Jugendliche wurde vor einem Gemeindezentrum erschossen. Laut dem Sender Franceinfo sind die Schüsse von Unbekannten abgegeben worden, die auf einem Motorroller flüchteten. Nach ihnen wird gefahndet.

Der Hintergrund des Vorfalls ist noch unklar. Der Sender BFM TV berichtete, dass das Opfer polizeibekannt gewesen sei.

21:20 Uhr

Die Videos des Tages

20:52 Uhr

United Airlines muss wegen Betrugs 50 Millionen Dollar zahlen

Die US-Fluggesellschaft United Airlines kommt der Vorwurf jahrelanger Falschangaben gegenüber der US-Post beim Transport internationaler Luftfrachtsendungen teuer zu stehen. Das Unternehmen zahlt bei einem Vergleich insgesamt rund 49,5 Millionen US-Dollar (41,0 Millionen Euro), um straf- und zivilrechtliche Verfahren beizulegen. Das teilte das US-Justizministerium mit. Frühere Mitarbeiter von United sollen zwischen 2012 und 2015 ein Komplott betrieben haben, bei dem der US-Post falsche Lieferscans übermittelt wurden, um den Sendungsstatus zu manipulieren. Die Airline habe so illegalerweise Millionen von Dollar eingestrichen. Bei der Strafe sei aber berücksichtigt worden, dass United rasch reagiert und den für den Betrug zuständigen Manager gefeuert habe.

20:03 Uhr

Hochzeitsfeier mit Dutzenden Gästen aufgelöst

Ordnungskräfte haben in Duisburg eine Hochzeitsfeier mit Dutzenden Gästen, Musik und Buffet aufgelöst. 43 Erwachsene und 14 Kinder hätten am Freitagnachmittag in einem Wohnhaus im Stadtteil Marxloh ohne Abstand und teilweise ohne Mund-Nasenschutz gefeiert, erklärte die Polizei. Einige Gäste seien von außerhalb angereist, hieß es. Das Ordnungsamt verhängte Bußgelder wegen Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnung und löste die Feier auf.

19:22 Uhr

Riesen-Eisberg in Antarktis abgebrochen - halb so groß wie das Saarland

In der Antarktis ist ein riesiger Eisberg vom Schelfeis abgebrochen. Der Eisberg mit einer Fläche von 1270 Quadratkilometern (etwa halb so groß wie das Saarland) war Teil des Brunt-Schelfeises.

Schon lange hatten britische Forscher von der Organisation British Antarctic Survey, die in der Nähe eine Forschungsstation betreiben, einen Riss beobachtet. Der habe sich im Januar nun mit bis zu einen Kilometer pro Tag verlängert, hieß es in einer Mitteilung. Heute war es schließlich soweit.

 

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19:20 Uhr

USA: Kronprinz Mohammed genehmigte Tötung Khashoggis

Der saudi-arabische Kronprinz Mohammed bin Salman hat die Operation zur Tötung des Journalisten Jamal Khashoggi im Oktober 2018 nach Einschätzung der US-Geheimdienste genehmigt. Das geht aus einem Bericht hervor, den das Büro von US-Geheimdienstkoordinatorin Avril Haines in Washington veröffentlichte. Khashoggi war am 2. Oktober 2018 im saudischen Konsulat in Istanbul von einem Spezialkommando aus Riad getötet worden.

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18:12 Uhr

Prinz Philip muss weiter im Krankenhaus bleiben

Prinz Philip muss eine weitere Woche im Krankenhaus bleiben. Das will der britische "Mirror" aus royalen Kreisen erfahren haben. Demnach bleibe der 99-Jährige ein zweites Wochenende und "bis in die nächste Woche" im Londoner King Edward VII's Hospital, in das er Mitte Februar eingeliefert wurde.

Laut einem Statement des Buckingham Palasts kämpft der Ehemann von Queen Elizabeth II. seit einigen Tagen gegen eine nicht näher spezifizierte Infektion an. Zuletzt hieß es aber, dass er sich wohl fühle und auf die Behandlung anspreche.

17:40 Uhr

Staatsanwaltschaft fordert Haft für Rapper Fler

Schlechte Nachrichten für Rapper Fler und seine Fans: Am Amtsgericht Berlin-Tiergarten hat die Staatsanwaltschaft eine Haftstrafe für ihn gefordert.

Der Antrag laute auf ein Jahr und zehn Monate Freiheitsstrafe, sagte eine Gerichtssprecherin. Die Verteidigung forderte eine Bewährungsstrafe von sieben Monaten. Im Prozess werden dem Musiker, der mit bürgerlichem Namen Patrick Losensky heißt, Beleidigung, Sachbeschädigung und Fahren ohne Fahrerlaubnis vorgeworfen.

In dem Verfahren ging es ursprünglich auch um Beleidigungen gegen den Rapper Bushido, den Losensky als "Bastard" und "ekligen Hund" bezeichnet haben soll. Die Tatbestände zum Nachteil von Bushido wurden jedoch von dem laufenden Verfahren abgetrennt.

17:29 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

17:02 Uhr

Poser schrottet Miet-Auto: "Versicherung regelt das schon"

Ein 19 Jahre alter Autoposer hat unter einer Kölner Rheinbrücke ein gemietetes Auto geschrottet. Danach versuchte er, sich auf Badeschlappen davonzumachen, doch Zivilfahnder stoppten ihn. Daraufhin erklärte er ihnen: "Egal, die Versicherung regelt das schon." Dies dürfte sich jedoch als Fehleinschätzung herausstellen, da Versicherungen den Schaden bei fahrlässigem Verhalten nicht erstatten, sagte ein Polizeisprecher.

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30.000 Euro Schaden, für den der 19-Jährige nun wohl aufkommen muss.

Der Parkplatz unter der Deutzer Brücke ist als Poser-Treffpunkt bekannt. Sie testen dort unter anderem die Belastungsgrenze ihrer Reifen und fahren scharfe Kurven, so dass sie ins Schleudern kommen. Der 19-Jährige habe seine Fahrkünste dabei offenbar überschätzt, erklärte die Polizei. Seine Fahrt vor etwa 20 bis 30 Zuschauern endete an einem einbetonierten Zaun.

Nach ersten Schätzungen beläuft sich der Schaden auf mehr als 30.000 Euro. Ob die Versicherung das regeln wird?

16:23 Uhr

"Guernica" verlässt UN-Hauptquartier - nach Forderung von Rockefellers Sohn

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"Guernica" hing jahrzehntelang im UN-Hauptquartier.

(Foto: picture alliance/AP Photo)

Nach mehr als 35 Jahren vor dem Eingang des Sicherheitsrats im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York ist der berühmte "Guernica"-Wandteppich abgehängt worden. Das Kunstwerk sei eine Leihgabe des früheren US-Vizepräsidenten Nelson Rockefeller gewesen, dessen Sohn die UN vor kurzem darüber informiert habe, dass er es zurückhaben wolle, teilte ein UN-Sprecher mit.

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So sieht es jetzt aus.

(Foto: picture alliance / Luiz Rampelotto/EuropaNewswire)

"Wir danken der Rockefeller-Familie, dass sie dieses kraftvolle und ikonische Kunstwerk mehr als 35 Jahre lang ausgeliehen hat."

Der Wandteppich basiert auf dem Werk "Guernica", das Pablo Picasso 1937 als Reaktion auf die Zerstörung der spanischen Stadt Guernica durch deutsch-italienische Luftangriffe malte. Das Original gilt als eines der berühmtesten Mahnmale gegen den Krieg und hängt heute in Madrid.

15:36 Uhr

88-Jähriger rast mit 191 km/h zum Impftermin

Wenn man einen langersehnten Impftermin bekommt und dann zu spät kommt, ist das ärgerlich. Damit das nicht passiert, gab ein 88-jähriger Elsässer richtig Gas. Doch den Termin verpasste er trotzdem - nachdem er mit 191 Stundenkilometern in eine Radarfalle raste.

Als die Polizisten ihn nahe dem Ort Bischoffsheim anhielten, begründete der Mann die massive Geschwindigkeitsübertretung mit einem Corona-Impftermin, zu dem er sonst zu spät kommen würde. Auf der Strecke waren maximal 110 Stundenkilometer erlaubt.

Durch die Raserei verlor der Senior seinen Führerschein. Auch sein Auto wurde vorerst stillgelegt, sodass er seine Corona-Impfung nun zu einem späteren Termin nachholen muss.

15:07 Uhr

CSU-Politiker Nüßlein lässt Amt als Unionsfraktionsvize ruhen

Der CSU-Politiker Georg Nüßlein lässt aufgrund der Korruptionsermittlungen gegen ihn sein Amt als stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ruhen. Dies teilte der Anwalt Nüßleins mit.

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14:55 Uhr

Mann stirbt im Kühlraum eines Obsthofs

Im baden-württembergischen Stockach ist ein 54-Jähriger in einem Kühlraum ums Leben gekommen - offenbar an Sauerstoffmangel.

  • Wie die Polizei in Konstanz mitteilte, wurde der Mann am Donnerstag von Zeugen leblos in dem Kühlraum eines Obsthofs entdeckt. In dem Raum werde Obst eingelagert. Um es frisch zu halten, weise er einen sehr niedrigen Sauerstoffgehalt auf.
  • Der Mann habe den Raum ohne ein erforderliches Sauerstoffgerät betreten und sei kurz darauf bewusstlos geworden, erklärte die Polizei.
  • Die alarmierten Rettungskräfte konnten nur noch den Tod feststellen. Hinweise auf Fremdeinwirkung gibt es nicht.
14:30 Uhr

Schichtwechsel

Kristin Hermann verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich begleite Sie ab sofort und bis zum späten Abend durch den "Tag". Ich wünsche Ihnen einen guten Start in das Wochenende!

13:56 Uhr

Tod eines 13-Jährigen in Sinsheim: 14-Jähriger bestreitet Tat

Nach der tödlichen Messerattacke auf einen 13-Jährigen in Sinsheim bestreitet der dringend verdächtige 14-Jährige die Tat. Er habe seine Unschuld bei der Eröffnung des Haftbefehls beteuert, teilte die Staatsanwaltschaft Heidelberg mit. Nach dem Obduktionsergebnis starb der 13-Jährige an "Verbluten nach innen". Hinter der Tat stehen Eifersuchtsstreitigkeiten um ein 12-jähriges Mädchen. Der 14-Jährige war am Mittwoch mit einem Küchenmesser in der Hand neben der Leiche des Jungen und dem Mädchen im Stadtteil Eschelbach festgenommen worden. Der 14-Jährige hatte im vergangenen November an einer Realschule in Östringen (Kreis Karlsruhe) einen Mitschüler mit einem Messer schwer verletzt.

13:29 Uhr

Leiter des Strafvollzugs bestreitet Vorwürfe: Keine Gefahr für Nawalnys Leben

Nach der Verlegung Alexej Nawalnys aus einer Moskauer Haftanstalt in ein Straflager hat Russlands Strafvollzug betont, dass der Kremlkritiker dort in Sicherheit sein werde. "Ich garantiere, dass es keinerlei Bedrohungen für seine Gesundheit und erst recht nicht für sein Leben gibt", sagte der Direktor der Behörde, Alexander Kalaschnikow, der Agentur Interfax. Nawalny könne im Lager auch Arbeit finden, wenn er das wünsche. Menschenrechtler hatten zuvor erklärt, Angst um den Oppositionspolitiker zu haben. Russlands Straflager sind berüchtigt für rohe Gewalt, Folter und auch Todesfälle.

Nawalnys Anwalt hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass sein Mandant das Untersuchungsgefängnis in Moskau verlassen habe. Unterstützer kritisierten, dass weder sie noch Nawalnys Familie wüssten, wohin der 44-Jährige gebracht worden sei. Kalaschnikow erklärte lediglich, Nawalny sei auf Entscheidung des Gerichts nun "dort, wo er sein soll".

13:03 Uhr

Gericht entscheidet: Ehemalige IS-Anhängerin darf nicht nach Großbritannien zurück

Eine ehemalige Anhängerin der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) darf aus Syrien nicht wieder nach Großbritannien einreisen, um den Entzug ihrer Staatsbürgerschaft dort anzufechten. Das entschied das Oberste Gericht in London. Auch einen Antrag, ihr die britische Staatsbürgerschaft direkt wieder zu verleihen, lehnte das Gericht ab. Das Urteil gilt als wegweisend für viele ähnliche Fälle.

Shamima Begum war 2015 als 15-Jährige mit zwei weiteren Schülerinnen aus London nach Syrien in die damalige IS-Hochburg Al-Rakka gereist und hatte dort einen Dschihadisten geheiratet. Im Jahr 2019 bat sie von einem syrischen Flüchtlingslager aus darum, wieder nach Großbritannien zurückkehren zu dürfen. Sie war damals hochschwanger.

12:36 Uhr

Autofahrer brettert in Schleswig-Holstein über Friedhof

Die Kriminalpolizei in Schleswig-Holstein fahndet nach einem Autofahrer, der auf dem Friedhof in Brokstedt die Totenruhe gestört hat. Der Unbekannte bretterte über anonyme Gräber, wie die Polizeidirektion Itzehoe mitteilte. Auf seiner Tour zerstörte er unter anderem einen Zaun und knickte kleinere Bäume. Der Sachschaden wurde auf rund 500 Euro geschätzt. Tatzeit war vermutlich die Nacht zum Donnerstag. Die Polizei sucht nach Zeugen.

12:02 Uhr

Fast nackt über den Laufsteg: Aktuelle GNTM-Folge gerät in die Kritik

Ein Laufsteg-Walk mit fast nackten, schaumbedeckten jungen Frauen hat der Castingshow "Germany's Next Topmodel" hohe Einschaltquoten gebracht - aber auch Kritik. Bei dem Gang über den Laufsteg trugen die Frauen nur hautfarbene Slips und hohe Schuhe, die Brustwarzen waren abgeklebt. Vor dem Loslaufen wurden sie mit Schaum bedeckt. Model Heidi Klum sagte in der Sendung: "Möchte ja gern mal wissen, wer sich da schämt. Weil als Model darf man sich ja nicht schämen, man muss sich ja eigentlich immer gut fühlen in seiner Haut."

In den sozialen Medien gab es unterschiedliche Reaktionen, neben Lob für die Frauen auch Spott und Unverständnis. Die Siegerin der Castingshow von 2015, Vanessa Fuchs, sagte der "Bild"-Zeitung: "Ich hätte das nicht gemacht. Meine Modenschauen waren keine Nacktshows. Das wird es für mich auch nicht geben." "Germany`s Next Topmodel" ist bereits mehrfach wegen Sexismusvorwürfen in die Kritik geraten. 2018 etwa protestierten im Netz zahlreiche junge Frauen mit dem Schlagwort #NotHeidisGirl gegen die Sendung.

11:59 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:42 Uhr

Angreifer verschleppen erneut Hunderte Schulkinder in Nigeria

Im westafrikanischen Staat Nigeria sind erneut mehrere hundert Schulkinder verschleppt worden. Bewaffnete Angreifer stürmten nach Behördenangaben am Freitagmorgen die Jangebe-Schule im nördlichen Bundesstaat Zamfara. "Zwei meiner Töchter im Alter von 10 und 13 Jahren sind unter den 300 Schülerinnen, die nach Angaben der Schule vermisst werden", sagte die Mutter Nasiru Abdullahi. Die Attacke kommt gut eine Woche nach dem Angriff auf eine Schule in Kagara, bei der mehrere Dutzend Menschen verschleppt wurden.

Vor knapp zwei Monaten hatte die islamistische Terrorgruppe Boko Haram im nördlich gelegenen nigerianischen Bundesstaat Katsina Hunderte Schulkinder entführt, sie eine Woche später aber wieder freigelassen. Unklar blieb, ob Lösegeld gezahlt wurde. Boko Haram, aber auch Splittergruppen terrorisieren seit Jahren die Bevölkerung in Nordnigeria. 2014 hatten sie aus der Schule in Chibok 276 Mädchen entführt. Die Tat hatte international für Entsetzen gesorgt.

11:27 Uhr
Breaking News

Wieler: "Deutliche Signale einer Trendumkehr"

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, hat vor einer Trendwende im Kampf gegen die Corona-Pandemie gewarnt. Insbesondere die Virusmutation B.1.1.7 sei "deutlich gefährlicher, und zwar in allen Altersgruppen", sagte er auf einer Pressekonferenz in Berlin. Es würden nun "deutliche Signale einer Trendumkehr" deutlich. Deshalb appellierte Wieler an die Bevölkerung, die AHA+L-Regeln einzuhalten. "Lassen Sie uns das letzte Frühjahr dieser Pandemie klug nutzen", sagte der RKI-Chef. Ansonsten steuere das Land in eine dritte Welle. Zugleich lobte Wieler "einige positive Entwicklungen". Dies sei wahrscheinlich schon ein Effekt der Impfungen.

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11:12 Uhr

800 bis 900 Schweine sterben bei Stallbrand in NRW

Bei einem Stallbrand in Nordrhein-Westfalen sind am Morgen 800 bis 900 Schweine getötet worden. Menschen kamen bei dem Vorfall in Kerken am Niederrhein nicht zu Schaden, die Höhe des Sachschadens stand zunächst nicht fest, wie eine Polizeisprecherin sagte. Wegen der starken Rauchentwicklung seien Anwohner gebeten worden, im Haus zu bleiben. Gegen 6.30 Uhr wurde Alarm ausgelöst, inzwischen sei der Brand gelöscht, sagte die Polizeisprecherin. Brandort seien zwei aneinander angrenzende Ställe auf einem Bauernhof.

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Gegen 6.30 Uhr wurde Alarm ausgelöst.

(Foto: picture alliance/dpa)

11:06 Uhr

Neue Eigner übernehmen Mehrheit bei Birkenstock

Der weltbekannte Sandalenhersteller Birkenstock geht mehrheitlich an die amerikanisch-französische Beteiligungsgesellschaft L Catterton und die Familienholding Financière Agache. "Über die Details der Vereinbarung wurde Stillschweigen vereinbart", teilte das Unternehmen mit Stammsitz im rheinland-pfälzischen Linz am Rhein am Freitag mit. Die Transaktion stehe unter dem Vorbehalt der Genehmigung der zuständigen Wettbewerbsbehörden. Die Partnerschaft sei für Birkenstock "der nächste logische Schritt, um auch in Zukunftsmärkten wie China und Indien weiter stark zu wachsen".

10:43 Uhr

Bundesministerien melden bei Scholz milliardenschwere Zusatzausgaben an

Mehrere Bundesministerien haben einem Bericht zufolge im Rahmen der Haushaltsaufstellung 2022 und der Finanzplanung bis 2025 Mehrausgaben von insgesamt rund 200 Milliarden Euro angemeldet. Allein Gesundheitsminister Jens Spahn fordere rund 120 Milliarden Euro zusätzlich von Bundesfinanzminister Olaf Scholz, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf Regierungskreise. Bereits für das kommende Jahr wolle Spahn etwa 25 Milliarden Euro mehr.

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer fordert laut der Zeitung etwa 30 Milliarden Euro mehr für die nächsten vier Jahre. Bei Entwicklungshilfeminister Gerd Müller seien es zehn bis 15 Milliarden Euro, Verkehrsminister Andreas Scheuer will zehn bis 20 Milliarden Euro mehr. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil habe allein für 2023 einen höheren Rentenzuschuss in Höhe von zehn Milliarden Euro beantragt.

10:17 Uhr

Vier Männer in Schweden tot aus zugefrorenem See geborgen

Vier ältere Männer sind in Schweden tot aus einem Loch im Eis eines zugefrorenen Sees geborgen worden. Trotz Wiederbelebungsmaßnahmen konnten die Männer im Alter von 65 bis 75 Jahren nicht mehr gerettet werden, wie die schwedische Polizei mitteilte. Die Todesumstände blieben zunächst unklar. Es gebe aber keine Anzeichen für eine Straftat, sagte eine Polizeisprecherin der Zeitung "Aftonbladet". Warum sich die Männer auf dem Eis befunden hatten, ist noch unbekannt. Nach Polizeiangaben waren die Behörden am Donnerstagabend wegen eines Notfalls auf einem See nahe Sävsjö rund 200 Kilometer östlich von Göteborg alarmiert worden. Zuvor hatte jemand einen Rettungsring auf dem Eis gesehen, aber keine Menschen.

09:52 Uhr

Mike Tyson ist sauer über angekündigte Mini-Serie und ruft zum Boykott auf

Box-Legende Mike Tyson ärgert sich über die angekündigte Mini-Serie "Iron Mike" des Streamingdienstes Hulu. "Hulus Ankündigung einer unautorisierten Miniserie über die Tyson-Geschichte ohne Entschädigung kommt leider nicht überraschend", heißt es in einem Statement auf dem Instagram-Profil des 54-Jährigen. Eine eigene - von Tyson autorisierte - Serie sei gerade in Arbeit und solle in den nächsten Tagen angekündigt werden.

Medienberichten zufolge soll "I, Tonya"-Regisseur Craig Gillespie bei der achtteiligen Hulu-Serie Regie führen. Tyson wirft dem Konzern Gier vor und kritisiert den Zeitpunkt der Ankündigung. "Hollywood muss sensibler mit schwarzen Erfahrungen umgehen, ganz besonders nach all dem, was 2020 passiert ist", heißt es bei Instagram. In den USA wird alljährlich im Februar ("Black History Month") die Geschichte der Afroamerikaner gefeiert.

09:29 Uhr

Kramp-Karrenbauer besucht überraschend deutsche Soldaten in Afghanistan

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer ist heute zu einem öffentlich nicht angekündigten Besuch bei deutschen Soldaten in Afghanistan eingetroffen. Nach dem Kabinettsbeschluss zur Verlängerung des Mandats für den Einsatz wolle sie sich über die Lage informieren, teilte das Verteidigungsministerium mit. Die Ministerin wolle sich im Feldlager Masar-i-Scharif im direkten Austausch mit den Männern und Frauen der Bundeswehr einen Überblick über die Situation in Afghanistan verschaffen. "Afghanistan braucht dringend Perspektiven und den gesellschaftlichen Ausgleich zwischen verfeindeten Gruppen. Unsere Soldatinnen und Soldaten können diese Prozesse nicht ersetzen", zitierte das Ministerium Kramp-Karrenbauer.

09:10 Uhr

Camper finden Fuß: Rätsel um Tod einer australischen Geschäftsfrau

Der mysteriöse Tod einer prominenten und vor drei Monaten spurlos verschwundenen Geschäftsfrau sorgt in Australien für Schlagzeilen. Am Wochenende hatten Camper am Bournda Beach rund 400 Kilometer südlich von Sydney einen Turnschuh mit den Überresten eines menschlichen Fußes gefunden. Heute bestätigte die Polizei nun, dass es sich laut DNA-Proben um den Fuß von Melissa Caddick handelt.

Die 49-Jährige, die verdächtigt worden war, Investoren um Millionengelder betrogen zu haben, wurde für tot erklärt. Der Fall erregte in "Down Under" viel Aufsehen. Caddick war zuletzt am 11. November in ihrer Luxusvilla in Dover Heights, einem Küstenvorort von Sydney, gesehen worden.

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08:45 Uhr

Boeing 777 muss nach Triebwerksausfall in Moskau notlanden

Nach einem Triebwerksausfall ist eine Boeing 777 in der russischen Hauptstadt Moskau notgelandet. Das linke Triebwerk des Großraumjets sei auf dem Flug von Hongkong nach Madrid ausgefallen, meldete die Agentur Interfax unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen. Die Passagiermaschine, die demnach zum Transport von Fracht genutzt wurde, sei sicher auf Moskaus größtem Flughafen Scheremetjewo aufgesetzt. "Es wurde niemand verletzt", schrieb Interfax. Vor gut einer Woche waren in den USA nach einem Triebwerksausfall große Flugzeugteile einer Boeing 777 von United Airlines in der Nähe von Denver als Trümmer in Wohngebiete gestürzt.

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07:58 Uhr

Amnesty: Eritreische Soldaten in Äthiopien haben Massaker verübt

Im Äthiopienkrieg haben Truppen aus dem benachbarten Eritrea Menschenrechtlern zufolge systematisch Hunderte Menschen getötet. Zu dem zweitägigen Massaker sei es in der Stadt Axum in der Region Tigray Ende November gekommen, teilte Amnesty International mit. Augenzeugen berichteten demnach, dass Bewohner der Stadt getötet, Häuser willkürlich beschossen und Gebäude geplündert worden seien.

Während der Offensive zur Einnahme Axums hätten äthiopische und eritreische Truppen etliche Kriegsverbrechen begangen, sagte Deprose Muchena, der Leiter für Ostafrika und das südliche Afrika bei Amnesty International. Amnesty sprach nach eigenen Angaben mit 41 Überlebenden und Augenzeugen sowie mit 20 weiteren Menschen, die Kenntnisse von dem Massaker haben. Die Menschenrechtsorganisation erfasste nach eigenen Angaben die Namen von mehr als 240 Todesopfern.

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07:36 Uhr

Großangelegte Razzia gegen Neonazi-Netzwerk in mehreren Bundesländern

Mit einer großangelegten Razzia ist die Polizei in mehreren Bundesländern gegen ein Neonazi-Netzwerk vorgegangen. Bei den Durchsuchungen in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Hessen ging es um den Verdacht des großangelegten Drogenhandels und der Geldwäsche, wie das Landeskriminalamt Thüringen mitteilte. Mehr als 500 Einsatzkräfte der Polizei, darunter auch Spezialeinsatzkräfte, durchsuchten seit den frühen Morgenstunden 27 Wohn- und Geschäftsräume.

Im Rahmen des Einsatzes sollten nach Angaben der Polizei acht Beschuldigte im Alter zwischen 24 und 55 Jahren festgenommen werden. Nach Informationen des "MDR" sollen mehrere Beschuldigte zu den rechtsextremen Bruderschaften "Turonen" und "Garde 20" gehören.

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07:08 Uhr

Mann aus Niedersachsen verschläft Zimmerbrand samt Löscheinsatz

Ein 56-Jähriger ist am Donnerstagabend im Erdgeschoss seines Hauses von der Feuerwehr geweckt worden - im Obergeschoss hatte es in einem Zimmer gebrannt. Die mit Atemschutzgeräten ausgerüsteten Einsatzkräfte hätten sich erst oben um das Feuer gekümmert und dann unten den schlafenden Mann gefunden, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Der Bewohner habe von dem Einsatz in dem Haus in Moordorf (Niedersachsen) zunächst nichts mitbekommen. Er wurde mit einer leichten Rauchgasvergiftung im Krankenhaus behandelt. Der 56-Jährige lebte demnach allein in dem Haus, das nun vorerst nicht bewohnbar ist.

06:41 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

Familien, Geringverdiener und Unternehmen können zeitnah auf neue Hilfen in der Corona-Pandemie zählen. Der Bundestag will das Paket heute beschließen. Für Unternehmen geht es beispielsweise um Steuererleichterungen. Auf Speisen in Restaurants und Bars soll - wenn diese wieder öffnen - bis Ende 2022 ein geringerer Mehrwertsteuersatz anfallen. Unternehmen mit Verlusten in der Corona-Krise sollen diese in größerem Umfang mit Gewinnen aus dem Vorjahr verrechnen können. Doch diese Regelung kritisieren Wirtschaftsvertreter als unzureichend. Alle Entwicklungen dazu finden Sie in unserem Corona-Liveticker.

Außerdem werden heute noch diese Themen wichtig:

  • Die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten wollen in einer Videokonferenz über weitere Schritte für eine Stärkung der gemeinsamen europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik beraten. Ziel dabei ist es auch, ein unabhängigeres Handeln der Europäischen Union in internationalen Krisen und Konflikten zu gewährleisten.
  • Die Linke kommt heute und morgen zu einem Online-Parteitag zusammen, um eine neue Führung zu wählen. Die seit fast neun Jahren an der Spitze stehenden Vorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger treten nicht mehr an. Das neue Führungstandem wird voraussichtlich aus der hessischen Landtagsfraktionschefin Janine Wissler und der thüringischen Linken-Vorsitzenden Susanne Hennig-Wellsow gebildet.
  • Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe befasst sich am Vormittag mit einer für Immobilienkäufer wichtigen Frage. Es geht darum, wie Schadenersatz-Ansprüche an den Verkäufer bei Mängeln zu berechnen sind.
  • Der frühere Reemtsma-Entführer Thomas Drach wird heute erneut einem Amsterdamer Richter vorgeführt. Dort soll über seine Auslieferung nach Deutschland beraten werden, kündigte eine Gerichtssprecherin an.
  • Knapp fünf Jahre nach ihrem Abstiegskampf-Endspiel in der Fußball-Bundesliga treffen Werder Bremen und Eintracht Frankfurt diesmal unter völlig anderen Umständen aufeinander. Der Tabellenzwölfte aus Bremen hat zwar auch in dieser Saison noch nicht den Klassenverbleib sicher. Die Frankfurter dagegen sind nach neun Siegen in den vergangenen zehn Spielen ein Champions-League-Kandidat.

Mein Name ist Kristin Hermann und ich begleite Sie bis in den frühen Nachmittag durch den Tag. Sie haben Fragen oder Anregungen? Schreiben Sie mir! Sie erreichen mich unter: kristin.hermann@nama.de.

06:16 Uhr

Pandemie erinnert Queen an die Pest

Königin Elizabeth II. fühlt sich angesichts der Corona-Krise an andere schwere Pandemien erinnert. "Ich meine, es ist ein bisschen wie eine Pest, nicht wahr?", sagte die Queen bei einer Videokonferenz mit den Verantwortlichen für die Impfkampagne in Großbritannien. "Weil wir nicht nur hier das Virus haben, sondern es überall ist, ist es ein seltsamer Kampf, den wirklich alle führen." Die Monarchin lobte den gemeinsamen Einsatz gegen die Pandemie. Das Gemeinschaftsgefühl erinnere sie an den Zweiten Weltkrieg. "Es ist sehr ähnlich wie damals, wissen Sie, als alle am gleichen Strang gezogen haben."

Die 94-Jährige habe den Eindruck, dass die Kriegserinnerungen das heutige Gemeinschaftsgefühl im Kampf gegen Corona inspiriert hätten. Die Queen und ihr Ehemann Prinz Philip hatten am 9. Januar ihre erste Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Nun äußerte sich die Königin zu ihren Erfahrungen. "Es hat überhaupt nicht weh getan", sagte sie. "Sobald man geimpft wurde, hat man das Gefühl, geschützt zu sein. Das halte ich für sehr wichtig."