Freitag, 27. September 2019Der Tag

mit Michael Bauer
22:28 Uhr

Das war Freitag, der 27. September 2019

imago92292380h.jpg

Gute Nacht Berlin, Gute Nach Rest der Welt!

(Foto: imago images / CHROMORANGE)

Die Arbeitswoche endet und auch heute hat uns die Ukraine-Affäre beschäftigt. Der Bericht eines anonymen Whistleblowers über das umstrittene Telefonat zwischen Trump und Selenskyi bringt den US-Präsidenten in Bedrängnis. Ein Audiomitschnitt, in dem sich Trump über den Informanten auslässt, sorgt nun für zusätzliche Aufregung.

Und das war heute sonst noch wichtig:

Damit entlasse ich Sie in Wochenende. Erholen Sie sich gut und schauen Sie auch nächste Woche wieder bei der Tag vorbei!

Update 0.10 Uhr: Der Tatverdächtige von Göttingen ist inzwischen gefasst worden.

22:09 Uhr

US-Repräsentantenhaus hebelt Trumps Notstandserklärung aus

imago93754904h.jpg

Will weiterhin den Nationalen Notstand ausrufen.

(Foto: imago images/UPI Photo)

Im Streit über eine Mauer an der US-Grenze zu Mexiko hat nach dem Senat auch das Repräsentantenhaus erneut gegen den von Präsident Donald Trump verhängten Notstand gestimmt. Die von den Demokraten dominierte Kongress-Kammer votierte am Freitag in Washington mit 236 zu 174 Stimmen für eine Resolution, die den Notstand beenden würde. Mehrere republikanische Abgeordnete schlossen sich den Demokraten bei der Abstimmung an. Trump dürfte allerdings ein Veto dagegen einlegen, wie bereits vor einigen Monaten. Dies wiederum könnte nur mit einer Zweidrittelmehrheit in beiden Kongresskammern überstimmt werden - und die ist nicht in Sicht.

21:36 Uhr

Mindestens 52 Tote bei Einsturz von Goldmine

Mindestens 52 Menschen sind beim Einsturz einer illegalen Goldmine im Norden des Tschad ums Leben gekommen. 37 Menschen wurden nach Angaben eines Regierungsvertreters verletzt, 21 von ihnen schwer. Die Behörden waren anfangs von rund 30 Toten ausgegangen.

Der Unfall ereignete sich in der Nähe der Stadt Kouri Bougoudi in der Provinz Tibesti. Die abgelegene Wüstenregion nahe der libyschen Grenze, in der verschiedene kriminelle Banden aktiv sind, entzieht sich weitgehend der Kontrolle der Zentralregierung.

21:08 Uhr

Bratpfannenfett explodiert - zwei Kinder verletzt

Bei einer Fettexplosion sind am Freitag in Bochum zwei Kinder (7 und 8 Jahre alt) leicht verletzt worden. Sie kamen mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus, wie die Feuerwehr mitteilte. Zusammen mit einem 15-Jährigen hatten sie demnach am Nachmittag versucht, Essen in einer Bratpfanne zuzubereiten.

Das Fett in der Pfanne sei plötzlich in Brand geraten. Die beiden jüngeren Kinder hätten versucht, das brennende Fett mit Wasser zu löschen, und so die Explosion ausgelöst. Nur mit viel Glück hätten sie keine Verbrennungen erlitten, so die Feuerwehr. Brennende Fette und Öle dürften generell nicht mit Wasser gelöscht werden.

20:41 Uhr

Flüchtiger Gewalttäter von Göttingen in Hannover gesichtet

Bei der Fahndung nach einem flüchtigen Gewalttäter aus Göttingen ist die Polizei einem Hinweis in Hannover nachgegangen. Das sagte eine Polizeisprecherin in Göttingen auf Anfrage. Nach Informationen von "Bild.de" soll sich der 52 Jahre alte Verdächtige am Freitagabend zuerst bei einem Anwalt in Hannover gemeldet haben und dann direkt wieder untergetaucht sein. Dazu äußerte sich die Polizeisprecherin zunächst nicht.

Der Gesuchte soll am Donnerstag eine Frau in Göttingen getötet und eine zweite schwer verletzt haben. Am Freitagmorgen war der Mann in Elze bei Hildesheim der Polizei aus einem Zug entkommen.

20:09 Uhr

Das ergab die Tüv-Prüfung am BER-Flughafen

122995759.jpg

Noch steht alles still am BER.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach großangelegten Tüv-Prüfungen im Terminal des künftigen Hauptstadtflughafens haben die Betreiber die geplante Eröffnung im Oktober nächsten Jahres bestätigt. Dies sei sicher, sagte Aufsichtsratschef Rainer Bretschneider nach einer Sitzung des Kontrollgremiums.

  • Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup sagte, es seien noch Mängel im Terminal abzuarbeiten. "Wir haben viele Detailthemen, aber einen echten Showstopper haben wir nicht." Er versicherte, der Zeitplan bis zur Inbetriebnahme enthalte noch Puffer.
  • Es gibt jedoch Hinweise, dass die zeitliche Reserve nicht mehr allzu groß sein dürfte. Die Baufertigstellungsanzeige soll nun im Laufe des ersten Quartals 2020 beim Bauamt eingereicht werden, zu Jahresbeginn war das für diesen Herbst vorgesehen.
  • Hunderte Mängel an Stromkabeln sind noch zu beheben; der Tüv will diese noch bis Februar prüfen. Außerdem sind Brandschutzprobleme am Übergang zum Bahnhof unter dem Terminal noch nicht gelöst.
19:39 Uhr

Spider-Man bleibt für einen Film im Marvel-Universum

imago92037326h.jpg

Tom Holland wird zum dritten Mal in die Rolle von Spider-Man schlüpfen.

(Foto: imago images / Prod.DB)

Nachdem sich Sony Pictures und Marvel über die Rechte an Spider-Man zerstritten haben, sah alles danach aus, als würde die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft wohl keine Rolle mehr im Superhelden-Universum von Marvel spielen. Nun haben beide Parteien wohl doch einen Weg.

Die beiden Unternehmen gaben gemeinsam bekannt, dass Marvel Studios und sein Präsident Kevin Feige den dritten Film in der Reihe "Spider-Man: Homecoming" produzieren werden. Wieder wird Tom Holland seine Rolle als Titelheld wiederholen. Der postete auf Instagram ein Video aus dem Film "The Wolf of Wall Street" - darin hält Leonardo DiCaprio seine berühmte Rede mit den Worten "I'm not leaving! The show goes on!"

 

19:09 Uhr

Russland erlässt Rauchverbot auf Balkonen

Wir hatten im Tag bereits über das uneingeschränkte Rauchverbot in niederländischen Kneipen berichtet, die Russen gehen sogar noch weiter. Ein neues Dekret der Regierung verbietet das Rauchen auf Balkonen von Wohnhäusern und Hotels. Das ab Dienstag gültige Gesetz wurde bereits von Ministerpräsident Dmitri Medwedew unterzeichnet und soll dazu dienen, Feuer infolge unachtsamen Zigarettenkonsums zu verhindern, wie das Katastrophenschutz-Ministerium mitteilte.

In 60 Prozent aller Fälle hätten unvorsichtige Raucher die Brände auf Balkonen verursacht, erklärte das Ministerium. Allein in diesem Jahr habe es bereits 2000 Mal auf russischen Balkonen gebrannt. Allerdings führe die Regierung keinen Kampf gegen Raucher.

18:39 Uhr

Mutmaßlicher Mörder von Göttingen ist mehrfacher Vergewaltiger

Nach der tödlichen Attacke auf eine Frau in Göttingen sucht die Polizei in Niedersachsen unter Hochdruck nach dem Tatverdächtigen. Nun kommen weitere Details ans Tageslicht. Der 52-Jährige Frank N., nach dem zurzeit gefahndet wird, saß bereits drei Mal wegen Vergewaltigung im Gefängnis. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft.

Bei einem Streit auf offener Straße soll der gesuchte 52 Jahre alte Mann am Donnerstag in Göttingen eine Bekannte umgebracht haben. Sie starb noch am Tatort. Zeugen, die dem 44 Jahre alten Opfer helfen wollten, wurden laut Polizei ebenfalls von dem Täter attackiert.

Mehr dazu lesen Sie hier.
18:05 Uhr

Schottische Regierungschefin würde Johnson stürzen

imago93494465h.jpg

Nicola Sturgeon

(Foto: imago images / Reiner Zensen)

Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon hat sich für einen Sturz des britischen Premierministers Boris Johnson ausgesprochen. Sie befürworte ein Misstrauensvotum, erklärte Sturgeon auf Twitter. Die Opposition solle sich auf einen Interimsregierungschef einigen, dessen einzige Aufgabe sein solle, den EU-Austritt zu verschieben. Dann solle es unverzüglich eine Neuwahl geben. "Nichts ist risikofrei, aber Johnson im Amt zu lassen, damit er einen No Deal erzwingt - oder sogar ein schlechtes Abkommen - sieht für mich nach einem fürchterlichen Einfall aus", so Sturgeon.

Großbritannien soll nach dem Willen Johnsons die EU am 31. Oktober notfalls auch ohne Abkommen verlassen. Und das, obwohl ein Gesetz den Regierungschef dazu verpflichtet, einen Antrag auf Verlängerung der Brexit-Frist zu stellen, sollte bis zum 19. Oktober kein Deal ratifiziert sein.

Mehr dazu lesen Sie hier.
17:49 Uhr

Hochzeitsgesellschaft blockiert A3

Die Autobahn 3 ist erneut von einem Hochzeitskorso blockiert worden. Am Autobahnkreuz Breitscheid mehrere hochwertige Wagen in Richtung Köln in Schlangenlinien gefahren und hätten so die Fahrbahn blockiert, berichtete die Autobahnpolizei in Düsseldorf. Weil einer der Boliden auffällig geschmückt gewesen sei, hätten Zeugen von einer Hochzeitsgesellschaft berichtet. Die Polizei kontrollierte fünf Wagen und stellte drei von ihnen sicher, bei denen es sich um Mietwagen handelte.

Von einem der Autofahrer sei der Führerschein sichergestellt worden. Es handele sich um einen 28-Jährigen. Eine aufsehenerregende "Hochzeits-Blockade" auf der Autobahn 3 ebenfalls bei Ratingen hatte im Mai eine bundesweite Diskussion über verkehrsgefährdende Hochzeitskorsos ausgelöst.

16:52 Uhr

Sprengsatz explodiert an Haus mit AfD-Büro

Unbekannte haben in Neustrelitz einen selbst gebauten Sprengsatz im Vorraum eines Gebäudes gezündet, in dem sich auch ein Bürgerbüro der AfD befindet. Eine politisch motivierte Straftat könne nicht ausgeschlossen werden, daher sei der Staatsschutz eingeschaltet worden, sagte eine Polizeisprecherin.

Durch die Wucht der Explosion wurden vermutlich kurz nach Mitternacht eine Decke aus Gipskarton und eine Tür beschädigt, wie eine Polizeisprecherin am Freitag mitteilte. Der Sprengsatz sei durch ein verschlossenes Gitter in den Vorraum geworfen worden. In dem Gebäude befinden sich auch mehrere Einkaufsmöglichkeiten.

16:30 Uhr

Frankreich erlaubt Singles und Lesben künstliche Befruchtung

In Frankreich können bald auch lesbische Paare und unverheirateten Frauen eine künstliche Befruchtung erlaubt werden. Ein neues Bioethikgesetz macht es möglich. Die Nationalversammlung stimmte dem emtsprechenden Artikel zur künstlichen Befruchtung zu. Gegen die Reform hatte es zuvor viel Kritik von katholischen Verbänden und Politikern aus dem rechten Spektrum gegeben.

Gesundheitsministerin Agnès Buzyn strebe eine endgültige Verabschiedung des Gesetzes vor Sommer kommenden Jahres an. Es ist die erste große Gesellschaftsreform unter dem sozialliberalen Präsidenten Emmanuel Macron, der seine Amtszeit vor knapp zweieinhalb Jahren begonnen hatte.

16:00 Uhr

SPD-Kandidaten rütteln an möglichem Doppelamt für Scholz

Olaf Scholz und Klara Geywitz. Foto: Marijan Murat/Archivbild

Olaf Scholz und Klara Geywitz wollen die SPD in bessere Zeiten führen.

(Foto: Marijan Murat/dpa)

Olaf Scholz ist zurzeit Finanzminister und will zusammen mit Klara Geywitz Parteivorsitzender der SPD werden. Wenn es nach den anderen Kandidatenduos geht, muss er sich im Falle eines Sieges von seinm Ministeramt verabschieden. Mehrere Kandidaten fordern eine strikte Trennung von Partei- und Regierungsämtern. "In der schwierigen Lage, in der die SPD derzeit ist, sollte niemand die Partei führen, der gleichzeitig Minister in der Bundesregierung ist", sagte SPD-Vize Ralf Stegner dem "Spiegel".

Stegner betonte: "Es funktioniert nicht, montags bis mittwochs mit Angela Merkel am Kabinettstisch Kompromisse zu machen und donnerstags bis freitags zu sagen: Jetzt mache ich 100 Prozent SPD." Die künftige Parteispitze müsse unabhängig von der Regierung sein.

15:20 Uhr

"Joker"-Verfilmung alarmiert US-Militär und FBI

imago93146702h.jpg

Joaquin Phoenix als "Joker"

(Foto: imago images / Prod.DB)

Mit seiner Rolle als "Joker" in der gleichnahmigen Comic-Verfilmung gilt Joaquin Phoenix als heißer Oscar-Anwärter. Der düstere und brutale Streifen, der am 4. Oktober in den USA in die Kinos kommt, sorgt bei den US-Behörden allerdings für Bedenken. Dort steigt offenbar die Angst, dass es zu Anschlägen bei den Vorführungen kommen könnte.

Die größte Gefahr bestehe laut FBI und US-Militär nun offenbar erneut in Hinsicht auf das hohe Identifikations-Potenzial, das die Gefährder mit der Hauptfigur des neuen Films haben könnten. Im Jahr 2012 stürmte ein junger Mann das Kino in der US-Stadt Aurora während der Mitternacht-Premiere von "The Dark Knight Rises", erschoss zwölf Menschen und verletzte viele weitere teils schwer. Er habe sich mit dem von Heath Ledger verkörperten Batman-Widersacher verbunden gefühlt, sich als "The Joker" bezeichnet, wurde damals vermeldet.

Mehr dazu lesen Sie hier.
14:53 Uhr

Unfallfahrer verliert Dackel bei Flucht

Bei einer Unfallflucht hat ein Autofahrer in Essen seinen Dackel verloren. Der kleine Hund habe "offenbar das unrechte Verhalten seines mutmaßlichen Herrchens nicht dulden" wollen, teilte die Polizei mit. Sein Besitzer suchte unerkannt das Weite. Das Tier war durch eine aufgesprungene Beifahrertür entkommen.

Das unbekannte Herrchen hatte zuvor versucht, seinen Kleinwagen zu wenden und dabei ein geparktes Auto beschädigt. Zeugen wiesen den Unfallfahrer noch auf den Schaden hin - vergeblich. Die Polizei versorgte den Dackel laut Mitteilung "mit Leckerchen und Wasser" und brachte ihn in ein Tierheim. Die Beamten hoffen nun, dass sich der Besitzer trotz der Unfallflucht doch noch meldet.

14:29 Uhr

Niederlande erteilen Kneipen totales Rauchverbot

Seit 2008 darf in holländischen Cafés, Kneipen und Restaurants schon nicht mehr geraucht werden, eine Ausnahmeregelung erlaubte jedoch das Qualmen in speziellen Raucherräumen. Damit ist jetzt Schluss.

Denn die Ausnahmeregelung verstößt nach Auffassung der Richter gegen einen Vertrag der Weltgesundheitsorganisation WHO, den die Niederlande unterzeichnet hatten. Der Hohe Rat bestätigte damit auch das Urteil der früheren Instanz. Auch Deutschland hat das sogenannte Rahmenübereinkommen der WHO zur Eindämmung des Tabakgebrauchs übernommen.

14:00 Uhr

Bestatter lagert acht Leichen in alter Kfz-Werkstatt

In einer alten Kfz-Werkstatt in Brandenburg lagerte ein Bestatter acht Leichen. Die Staatsanwaltschaft geht dabei jedoch bisher nicht von dem "Straftatbestand der Störung der Totenruhe" aus, wie eine Sprecherin sagte. Eine etwaige Ordnungswidrigkeit müsse vom Landkreis verfolgt werden.

In der Gemeinde Briesen westlich von Frankfurt (Oder) hatte der Bestatter aus dem Landkreis Oderspree die acht Leichen in der Halle einer Kfz-Werkstatt in Kühlzellen gelagert. Er soll als Subunternehmer gearbeitet haben, wie die Sprecherin der Staatsanwaltschaft weiter sagte. Inzwischen seien alle Kühlboxen aus der Halle abtransportiert worden.

124845448.jpg

In dieser alten Halle einer Kfz-Werkstatt hatte ein Bestatter Leichen zwischengelagert.

(Foto: picture alliance/dpa)

13:38 Uhr

China muss dem Berliner Zoo helfen, um ...

... das Geschlecht der neuen Panda-Babies zu bestimmen. Denn es ist gar nicht so leicht, Geschlechter zuzuschreiben - eben auch nicht bei Panda-Babies. Daher holt sich der Berliner Zoo genau dafür jetzt Hilfe aus China. Dort soll das Geschlecht der kürzlich in Berlin geborenen Panda-Zwillinge ermittelt werden. Am Donnerstag schickte der Zoo Fotos der beiden Tiere an die Panda-Forschungsstation in der Stadt Chengdu, wie Zoo-Sprecherin Anna Ohl sagte. Nun muss der Berliner Zoo abwarten und hofft, in den kommenden zwei Wochen bekannt geben zu können, welches Geschlecht die Panda-Babys haben.

Zwei Kolleginnen aus Chengdu sollen zudem sechs Monate lang bei der Aufzucht helfen, wie Ohl berichtete. Pandadame Meng Meng ist am 31. August das erste Mal Mutter geworden. Im Zoo ist es die erste Panda-Geburt. Die 90-Kilo-Bärin zeigte sich von Beginn an als liebevolle Mutter und kuschelt zärtlich mit ihrem Nachwuchs.

124265311.jpg

Mit zwei Wochen sahen die mittlerweile einen Monat alten Panda-Babies schon langsam aus wie "richtige" Pandas.

(Foto: picture alliance/dpa)

13:11 Uhr

Russland nimmt mehr als 260 nordkoreanische Fischer fest

Russland hat Medienberichten zufolge vor seiner östlichen Küste 262 nordkoreanische Fischer wegen Wilderei festgenommen. Sie seien in die ostrussische Hafenstadt Nachodka gebracht worden, zitierten russische Nachrichtenagenturen den russischen Sicherheitsdienst FSB. Neben Fischereiausrüstung wurden nach Angaben des FSB an Bord der drei nordkoreanischen Schoner und fünf Motorboote auch rund 30.000 Tintenfische beschlagnahmt. Im Japanischen Meer, an dem neben Nordkorea und Russland auch Japan und Südkorea liegen und das nach südkoreanischer Lesart Ostmeer heißt, gibt es immer wieder Streit um Fischereirechte.

Vergangene Woche hatten die russischen Behörden bereits rund 160 nordkoreanische Fischer im Japanischen Meer festgenommen. Dabei wurden nach Angaben Moskaus drei Mitglieder der russischen Küstenwache verletzt. Ein ebenfalls verwundeter Nordkoreaner starb dem FSB zufolge später an seinen Verletzungen.

12:44 Uhr

Bratpfannen-Explosion im Siegerland fordert zweites Todesopfer

Vor knapp drei Wochen explodierte eine riesige mit Öl gefüllte Bratpfanne auf einem Dorffest im Siegerland. Eine Frau starb bereits an ihren Verletzungen. Jetzt hat das Unglück ein zweites Todesopfer gefordert. Am Donnerstagabend erlag eine 31-Jährige in einer Spezialklinik ihren Verletzungen, wie die Kreispolizei Siegen-Wittgenstein am Freitag berichtete.

Bei dem Brauchtumsfest in Freudenberg-Alchen war am 8. September eine doppelwandige Groß-Pfanne explodiert, in der zwei Frauen für die Festbesucher Kartoffeln gebraten hatten. Die Pfanne platzte auf und verursachte einen Feuerball. Eine 67-Jährige war am Tag nach dem Unglück gestorben, mehr als ein Dutzend Menschen wurde verletzt. Noch immer dauern die Ermittlungen an.

12:29 Uhr
Breaking News

Fritz Keller einstimmig zum neuen DFB-Präsidenten gewählt

Neuer Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ist Fritz Keller. Der 62-Jährige wurde beim Bundestag in Frankfurt am Main einstimmig zum 13. Chef des größten Einzelsportverbands der Welt gewählt. Der scheidende Klubchef des Bundesligisten SC Freiburg hatte keinen Gegenkandidaten.

*Datenschutz

Mehr dazu lesen Sie hier.
12:25 Uhr

Regierung streicht Wirksamkeits-Angaben aus Klimapaket

Das Klimaschutzprogramm der Bundesregierung wurde bereits als unzureichend kritisiert. Jetzt stellt sich außerdem heraus: Darin fehlen fast vollständig jegliche Angaben, wie viel die geplanten Maßnahmen zum Klimaschutz beitragen sollen. Das geht aus einem neuen Entwurf für die Langfassung des Programms hervor.

Ursprünglich hatten die einzelnen Ministerien zu jedem Vorschlag auch Zahlen liefern sollen. Das sollte sicherstellen, dass das Paket tatsächlich die Lücke zu den Klimazielen schließt. In einem Entwurf des Klimaschutzprogramms von Anfang vergangener Woche waren solche Zahlen auch weitgehend enthalten gewesen, wenn auch mit einigen Lücken. Allerdings hatte es damals Zweifel gegeben, ob die Angaben vor allem für den Bereich des Verkehrsressorts realistisch seien. Eine in dem früheren Entwurf enthaltene Tabelle mit den prognostizierten CO2-Minderungswirkungen aller vorgesehenen Maßnahmen ist in dem neuen Entwurf ebenfalls nicht mehr enthalten.

Mehr dazu lesen Sie bald auf n-tv.de.

12:05 Uhr

Erster Mensch in Deutschland an West-Nil-Virus erkrankt

Erstmals ist in Deutschland eine durch Mücken übertragene Erkrankung an dem West-Nil-Virus bei einem Menschen festgestellt geworden. Der Patient aus Sachsen war an einer Gehirnentzündung erkrankt und ist nach einer Behandlung in einem Leipziger Klinikum inzwischen wieder gesund, wie das Robert Koch-Institut (RKI) und zwei weitere Wissenschaftsinstitute mitteilten.

"Das Risiko weiterer Fälle nimmt derzeit ab, da die Zahl der Mücken im Herbst zurückgeht", erklärte RKI-Präsident Lothar Wieler. In den kommenden Sommern müsse in Deutschland jedoch mit weiteren West-Nil-Virus-Infektionen gerechnet werden. "Glücklicherweise verläuft der Großteil der Fälle mild", fügte Wieler hinzu. Das West-Nil-Virus stammt ursprünglich aus Afrika und gelangte durch Zugvögel und Stechmücken hierher. Die Erreger werden von Stechmücken zwischen Vögeln übertragen. Aber auch Säugetiere, vor allem Pferde, und Menschen können durch Mückenstiche infiziert werden. Übertragungen sind auch durch Bluttransfusionen möglich.

11:47 Uhr

Chef der Stasi-Unterlagenbehörde verteidigt den Akten-Umzug

Der Chef der Stasi-Unterlagenbehörde, Roland Jahn, hat den Umzug der Akten in das Bundesarchiv gegen die Kritik einstiger DDR-Bürgerrechtler verteidigt. "Das ist eine positive Entscheidung, für dieses Symbol der Revolution", sagte Jahn am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin". "Die Akten bleiben offen, die Bürgerinnen und Bürger können weiter Einsicht nehmen." Daran werde sich dank des Stasi-Unterlagen-Gesetzes nichts ändern, wenn die Unterlagen in das Bundesarchiv verlegt worden seien.

Kritiker des am Donnerstag im Bundestag beschlossenen Umzugs befürchten, dass die Verlegung einem Ende der Behörde gleichkomme und einen Schlussstrich unter der Aufarbeitung bedeute. Das Gegenteil sei der Fall, sagte Jahn. Vielmehr gehe es darum, das Archiv für kommende Generationen "als Teils des Gedächtnisses der Nation" zu erhalten. Unter dem Dach des Bundesarchivs könne man Herausforderungen wie die Digitalisierung und die Bestandserhaltung bestehen, sagte Jahn. "Das Papier soll nicht verrotten".

11:30 Uhr

AKKs Berufung in Sommerpause so teuer wie ganze Sitzungswoche

122621430.jpg

Vor allem wegen der Flugkosten wurde die Berufung von Kramp-Karrenbauer so teuer.

(Foto: picture alliance/dpa)

Damit der Bundestag Annegret Kramp-Karrenbauer als neue CDU-Verteidigungsministerin berufen konnte, musste ganz schön viel Geld fließen. Die Berufung kostete insgesamt 193.530 Euro. Die hohen Kosten lagen daran, dass die Abgeordneten mitten in der Sommerpause zusammenkommen mussten.

Diese Summe teilte Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble auf Anfrage des AfD-Abgeordneten Ulrich Oehme mit, wie dieser bekannt gab. Fast die komplette Summe, nämlich 189.561 Euro, seien reine Flugkosten gewesen, erklärte ein Sprecher der Bundestagsverwaltung. Das restliche Geld sei etwa für Hotels oder Taxifahrten ausgegeben worden. In etwa entsprechen die Flugkosten denen, die dem Parlament in einer normalen Sitzungswoche entstehen.

11:01 Uhr

Immer mehr Tote in Zusammenhang mit E-Zigaretten in USA

In den USA erkranken immer mehr Menschen im Zusammenhang mit E-Zigaretten. Auch die Zahl der Todesopfer steigt weiter an. Mittlerweile sind zwölf Menschen gestorben. Noch immer ist die Ursache für die Lungenschäden völlig unklar - noch scheinen sich die Vorfälle auch auf die USA zu beschränken.

Inzwischen gibt es 805 bestätigte und wahrscheinliche Verletzte in diesem Zusammenhang, teilte die US-Gesundheitsbehörde CDC mit. Zuletzt hatte die CDC von rund 530 Verletzten und sechs Todesfällen gesprochen. Einer Studie im "New England Journal of Medicine" zufolge gab es bereits mehr als 900 Betroffene, rund 500 davon bestätigt.

10:38 Uhr

Polizisten als Spielzeug: #TetrisChallenge geht auf Instagram viral

Weltweit posieren Feuerwehrleute und Polizeibeamte wie Actionpuppen neben ihren Fahrzeugen und sauber aufgereihtem Zubehör. Unter dem Hashtag #TetrisChallenge finden sich Tausende Bilder auf Instagram, die das Innenleben von Polizeiautos, Krankenwagen oder Feuerwehrfahrzeugen zeigen. Und zwar auf besondere Weise: Sowohl Equipment als auch Personal liegen neben den Fahrzeugen, aufgenommen sind die Bilder aus der Drohnenperspektive. Die Menschen wirken wie verpackte Actionpuppen. Sogar ein ausgeräumtes Flugzeug und eine Panzerhaubitze samt ausgepackter Ausrüstung, Waffen und Munition finden sich unter dem Hashtag.

Los ging alles mit einem Post der Kantonspolizei Zürich. Jetzt hat sich auch die Bundespolizei im niedersächsischen Duderstadt für #TetrisChallenge ablichten lassen. "Fast wie ein Modellbausatz", steht unter dem Bild auf einem Instagram-Kanal, auf dem die Bundespolizei um Nachwuchs wirbt. Solche und ähnliche Aktionen sollten die Bundespolizei als modernen Arbeitgeber darstellen, sagte eine Sprecherin. Die Seriosität der Polizei sei damit nicht in Frage gestellt. Das sieht auch Angela Sielaff von der Gewerkschaft der Polizei so: "Das zeigt, dass bei der Polizei Menschen arbeiten, die eben auch mal einen Spaß mitmachen."

*Datenschutz

10:27 Uhr

Städte- und Gemeindebund: Ruheständler als Kita-Personal erhalten

Nach einer Studie der Bertelsmann-Stiftung fehlen 106.500 pädagogische Fachkräfte, um an Kitas und in Kindergärten einen pädagogisch optimalen Betreuungsschlüssel zu erreichen. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat sich deswegen dafür ausgesprochen, auch durch finanzielle Anreize Quereinsteiger anzuwerben und vor dem Ruhestand stehende Betreuungskräfte im Job zu halten. "Nur mit flexiblen Lösungen und einer gemeinsamen Kraftanstrengung von Bund, Ländern und Kommunen wird es gelingen, in der Kindertagesbetreuung voranzukommen", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Außerdem forderte Landsberg, die in Teilzeit arbeitenden Erzieher zu Mehrarbeit zu bewegen. Diese Kräfte seien allerdings nur bei wirklich guten Angeboten bereit, ihre Stundenzahl zu erhöhen oder sogar in Vollzeit zu arbeiten. Um besser an Nachwuchs zu kommen, sprach sich Landsberg für vergütete Ausbildungsformen und eine duale Ausbildung aus. Dies müsse auch für Quereinsteiger gelten.

09:57 Uhr

Passagierin in Bord-Toilette eingesperrt - Flieger wird umgeleitet

Weil eine Passagierin in der Bord-Toilette eingesperrt war, ist ein Flug von United Airlines umgeleitet worden. Die WC-Tür sei während des Fluges 1554 von Washington nach San Francisco blockiert gewesen, teilte die Airline laut US-Medien mit. Bei einer außerplanmäßigen Zwischenlandung am Mittwochabend (Ortszeit) in Denver konnte die Frau schließlich aus der engen Kabine befreit werden.

Etwa eine Stunde sei sie darin eingesperrt gewesen, schrieben US-Medien unter Berufung auf andere Passagiere. Zum Weiterflug in Richtung San Francisco mussten die Fluggäste die Maschine wechseln.
In einem im Internet verbreiteten Video, das laut US-Medien von Flug 1554 stammen soll, ist zu sehen, wie mehrere Menschen versuchen, die Frau zu befreien. "Wir arbeiten im Moment daran, die Tür zu öffnen, Ma'am. Wir holen Sie bald raus, Okay?", sagt darin ein Mann. Die Fluggesellschaft habe sich bei allen Fluggästen entschuldigt. Offen ist bislang, ob die Frau eine Entschädigung erhält.

*Datenschutz

09:39 Uhr

"Afghanistan versinkt im Chaos": Abschiebepraxis entsetzt Pro Asyl

Die Sicherheitslage in Afghanistan ist schlecht, besonders kurz vor den Präsidentschaftswahlen. Daher fordert die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl erneut einen Abschiebestopp nach Afghanistan. Zum heutigen "Tag des Flüchtlings" erklärt Pro-Asyl-Geschäftsführer Günter Burkhardt: Kaum ein Tag vergehe "ohne Meldungen über Tote und Verletzte". Er kritisierte auch, dass häufig gut integrierte afghanische Flüchtlinge abgeschoben würden, obwohl diese über Arbeits- oder Ausbildungsperspektiven verfügten.

Zur schlechten Sicherheitslage in Afghanistan erklärte Burkhardt: "Kurz vor der Präsidentschaftswahl am morgigen Samstag versinkt Afghanistan im Chaos." Die Friedensverhandlungen seien ausgesetzt, "bei blutigen Anschlägen und Angriffen in zahlreichen Provinzen kamen binnen weniger Tage Dutzende Menschen ums Leben oder wurden verletzt". Besonders scharf kritisierte er die Praxis in Bayern, von wo die meisten Menschen nach Kabul abgeschoben werden. Häufig würden diese erst am selben Tag abgeholt, um das Einlegen von Rechtsmitteln oder andere Interventionen zu erschweren.

09:24 Uhr

Justin Bieber bereitet Fest für kirchliche Hochzeit vor

Sänger Justin Bieber und seine Frau Hailey bereiten sich auf ihr Hochzeitsfest vor. Das Model postete in ihren Instagram Stories mehrere Partyfotos, auf denen sie im weißen Hochzeitslook zu sehen ist. Reality-Star Kendall Jenner und andere hatten dem "People"-Magazin zufolge einen Junggesellinnenabschied in Los Angeles organisiert.

Justin postete mehrere bunte, unter anderem mit Bananen bedruckte Anzüge auf Instagram und bat seine Anhänger: "Helft mir, meinen Smoking für die Hochzeit auszuwählen." Medienberichten zufolge will das Promi-Paar am kommenden Wochenende kirchlich heiraten. Die Biebers haben sich vor einem Jahr in einem New Yorker Standesamt das Ja-Wort gegeben. Ein größeres Fest hatte es damals nicht gegeben.

09:06 Uhr

Berliner Abgeordnete sollen deutlich mehr Geld bekommen

Die Mitglieder des Berliner Abgeordnetenhauses bekommen ab 2020 deutlich mehr Geld. Ihre Diäten steigen um fast 60 Prozent. Im Gegenzug soll das bisherige Teilzeitparlament mehr und länger arbeiten. Der Beschluss stößt auf heftige Kritik.

08:45 Uhr

Oktoberfest statt Landtag: Ministerpräsident Laschet erntet Kritik

*Datenschutz

Die SPD im Düsseldorfer Landtag regt sich über einen Besuch von CDU-Ministerpräsident Armin Laschet auf dem Kölner Oktoberfest auf. Über eine Kleine Anfrage wollen die Sozialdemokraten von Laschet wissen, warum er vergangene Woche unentschuldigt die Plenarsitzung verließ - und zu einem Oktoberfest der CDU in Köln fuhr. "Fassanstich statt Plenarsitzung" schrieb die SPD über ihre Anfrage. Laschet habe unter anderem die Fragestunde zur umstrittenen Räumung des Hambacher Forstes verpasst.

Die SPD bezieht sich auf einen Tweet der NRW-CDU, die mit den Worten "O'zapft is" am 18. September von Laschets Auftritt bei den "Fühlinger Wiesn" berichtete, bei dem er "rund 400 Mitglieder mit starker Rede bei Laune" gehalten habe. Das sei um 18 Uhr gewesen. Der Landtag saß an dem Abend laut Protokoll bis 20.43 Uhr zusammen. Ebenfalls im Protokoll des Landtags sind vier Minister und fünf Abgeordnete genannt, die sich vorher entschuldigt hatten, weil sie nicht da waren oder früher weg mussten. Laschet ist nicht darunter. Dabei sind Mitglieder des Landtags verpflichtet, sich zu entschuldigen.

08:27 Uhr

Saudi-Arabien will mehr Touristen anlocken - und damit verdienen

Mit einem neuen Visa-System will Saudi-Arabien künftig mehr internationale Touristen anziehen. Bis 2030 wolle man die Zahl der internationalen und heimischen Besucher auf 100 Millionen pro Jahr steigern, teilte die Tourismuskommission mit. Details zu den neuen Visa-Regeln sollten bei einer Gala am Freitagabend bekannt gegeben werden, hieß es weiter.

Saudi-Arabien ist für Touristen bislang schwer zugänglich. Visa werden gewöhnlich nur für kurze Geschäftsreisen, religiöse Pilgerreisen oder Besucher mit Angehörigen in dem Wüstenstaat vergeben. Mit den neuen Regeln erhofft sich das erzkonservative Königreich mehr Einnahmen aus dem Tourismusgeschäft.

08:10 Uhr

Feuerwehr besiegt gefährlichen Brand in französischem Chemiewerk

Der Großbrand in einem als besonders gefährlich geltenden Chemiewerk in der nordfranzösischen Stadt Rouen ist endlich gelöscht. Das Feuer war in der Nacht zu Donnerstag ausgebrochen und hatte die Feuerwehr mit rund 200 Löschfahrzeugen auf den Plan gerufen. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Anwohner waren jedoch aufgerufen gewesen, ihre Häuser nicht zu verlassen. Gebäude im Umkreis von 500 Metern wurden evakuiert, Schulen und Kindergärten blieben am Donnerstag geschlossen.

In dem Chemiewerk am Ufer der Seine werden Zusatzstoffe für Schmierstoffe hergestellt. Die Fabrik gehört zum Unternehmen Lubrizol von US-Milliardär Warren Buffett und unterliegt der sogenannten Seveso-Richtlinie der EU, die besonders strenge Sicherheitsauflagen vorschreibt.

Update um 11.17 Uhr: Bei dem Brand wurden laut Behördenangaben keine gesundheitsgefährdenden Stoffe freigesetzt. Schulen und Kinderkrippen in der Region blieben am Freitag geschlossen und sollen erst am Montag nach gründlicher Reinigung wieder öffnen.

124809548.jpg

Heftig wütete der Großbrand in dem Chemiewerk.

(Foto: picture alliance/dpa)

07:54 Uhr

Schwester des britischen Premiers Johnson rüffelt ihren Bruder

RTX6TS4C.jpg

Die Journalistin Rachel Johnson gilt als Brexit-Gegnerin.

(Foto: REUTERS)

Jetzt bekommt der britische Premierminister Boris Johnson auch noch von seiner Schwester - einer Journalistin und wohlgemerkt Brexit-Gegnerin - ordentlich auf den Deckel: Als "geschmacklos" und "verwerflich" bezeichnet Rachel Johnson die Rhetorik ihres Bruders in einer Sendung von "Sky News". Sie kritisierte, dass ihr Bruder am Mittwoch im Parlament von "aufgeben" und "Kapitulation" spreche, als ob Menschen, die sich dem Brexit entgegenstellten, "gehängt, langgezogen, geviertelt, geteert und gefedert werden sollten." Sie erkenne diese Version ihres Bruder nicht wieder.

Auch britische Parlamentarier warfen Boris Johnson vor, dass er damit die Debatte um den Brexit grundlos aufheizen würde. Ebenso verurteilten alle 118 Bischöfe der Church of England die Sprache Johnsons. Besonders heftige Kritik erntete Johnson zudem, als er die ermordete Abgeordnete Jo Cox anführte, um seinen Brexit-Kurs zu verteidigen. So sagte er: "Der beste Weg, das Andenken an Jo Cox zu wahren und unser Land zusammenzubringen, wäre, den Brexit durchzuziehen." Auch das prangerte seine Schwester als höchst "geschmacklos" an.

*Datenschutz

Mehr dazu lesen Sie hier.
07:35 Uhr

Türkei widersetzt sich drohenden US-Sanktionen

Die Türkei will einem Medienbericht zufolge trotz drohender US-Sanktionen weiter Öl und Gas aus dem Iran kaufen. Sein Land könne nicht darauf verzichten, sagte Präsident Recep Tayyip Erdogan am Freitag auf dem Rückflug von der UN-Vollversammlung in New York laut dem türkischen Sender NTV. Die Türkei habe keine Angst vor US-Strafmaßnahmen und werde den Handel mit dem Iran fortsetzen.

US-Präsident Donald Trump hat das internationale Atomabkommen mit dem Iran aufgekündigt und will die Islamische Republik mit Sanktionen zu einem strengeren Abkommen zwingen. Dabei hat er insbesondere auch die iranische Ölindustrie im Visier. Die USA drohen deshalb auch Ländern mit Sanktionen, die weiterhin mit dem Iran Ölgeschäfte betreiben. Die Türkei liegt mit den USA bereits wegen des Kaufs eines russischen Luftabwehrsystems über Kreuz.

07:23 Uhr

Diese zwei Superstars liefern die Halbzeitshow beim Super Bowl

Jetzt ist raus, wer die begehrte Halbzeitshow des kommenden Super Bowls liefern wird: die Superstars Shakira und Jennifer Lopez. Das gab die Football-Liga NFL bekannt. "Ich fühle mich unglaublich geehrt und demütig, neben JLo die Latino-Community zu repräsentieren. Denn diese hat eine unglaubliche Stärke in den USA", teilte Shakira mit.

Das kommende Finale der US-amerikanischen Football-Liga findet am 2. Februar in Miami statt. In der Metropole an der Südspitze Floridas leben viele Menschen mit lateinamerikanischen Wurzeln. Shakira ("Waka Waka") kommt aus Kolumbien, Lopez ("On the Floor") ist puerto-ricanischer Herkunft. Der Super Bowl ist das größte US-Sportereignis und zugleich ein gigantisches Werbespektakel. Musiker wie Justin Timberlake, Beyoncé, Lady Gaga, Katy Perry, Madonna, Bruno Mars und die Rolling Stones sorgten dort für Furore. In der Regel schauen beim NFL-Finale weit über 100 Millionen Fernsehzuschauer zu.

*Datenschutz

06:57 Uhr

Deutsche Thomas Cook streicht alle Reisen bis Ende Oktober

Die deutsche Thomas Cook sagt einen Tag nach ihrem Insolvenzantrag alle Reisen bis Ende Oktober 2019 ab. Die Reisen könnten "aus insolvenzrechtlichen Gründen nicht angetreten werden", teilt das Unternehmen mit. Davon betroffen seien auch Buchungen der Marken Thomas Cook Signature, Thomas Cook Signature Finest Selection, Neckermann Reisen, Öger Tours, Bucher Reisen und Air Marin, auch wenn sie bereits angezahlt oder vollständig bezahlt seien.

Für Reisen mit Reiseantrittsdatum ab dem 1. November 2019 werde in Abstimmung mit der Insolvenzversicherung die weitere Vorgehensweise geprüft. Die Thomas Cook GmbH hatte am 25. September beim Amtsgericht Bad Homburg für sich und zwei ihrer Tochtergesellschaften Anträge auf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Die britische Mutter Thomas Cook hatte in der Nacht auf Montag Insolvenz angemeldet.

06:40 Uhr

Bundeswehr vermisst 19.445 Schuss Munition - und einige Waffen

Nicht nur bei der Beschaffung, auch beim Bestand scheint es bei der Bundeswehr nicht ganz so gut zu klappen: Seit Anfang 2014 verbucht die Bundeswehr den Verlust von 39 Waffen, 39 Waffenteilen und 19.445 Schuss Munition. Das geht aus einer internen Auflistung des Bundesverteidigungsministeriums hervor, die dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (RND) vorliegt. Laut dem Papier aus dem Büro von CDU-Verteidigungsstaatssekretär Peter Tauber sind bislang zwei Waffen, ein Waffenteil und 3474 Schuss Munition wieder aufgetaucht.

Die Linken-Bundestagsabgeordnete Martina Renner nannte das, RND zufolge, "beängstigend". Dies gelte umso mehr, da im Zuge von Ermittlungen kaum etwas wieder aufgefunden worden sei.

Mehr dazu lesen Sie hier.
06:30 Uhr

In München steht ein Hofbräuhaus ... seit 430 Jahren

imago55120369h.jpg

Oans, zwoa, gsuffa! "In München steht ein Hofbräuhaus" - und das schon seit 430 Jahren.

(Foto: imago stock&people | Illustration von circa 1886)

Wussten Sie, dass … das wohl berühmteste Wirtshaus der Welt heute vor 430 Jahren gegründet worden ist? Am 27. September 1589 einigten sich Herzog Wilhelm V. von Bayern und seine Berater darauf, ein "aigen Preuhaus" am Alten Hof zu errichten: das Münchener Hofbräuhaus. Warum nicht preiswert selber brauen, dachte sich der Fürst wohl - zuvor hatte er sein Lieblingsbier aus dem niedersächsischen Einbeck importieren lassen.

Rieke-NEU-final.jpg

Bis wirklich alle dem feucht-fröhlichen Vergnügen in der Top-Adresse der bajuwarischen Hauptstadt frönen durften, verging aber noch ordentlich Zeit: König Ludwig I. genehmigte 1828 offiziell den öffentlichen Ausschank im Hofbräuhaus, das damals bereits am Platzl gastierte. Die Brauererei Hofbräu braut mittlerweile am Stadtrand von München - als Unternehmen des Freistaats Bayern. Prost!

Wir gratulieren … Avril Lavigne, die mit dem "Sk8ter Boi", zum 35. Geburtstag. Ihre schwere Krankheit hat die Sängerin glücklicherweise überwunden und Musik macht sie mittlerweile auch wieder. Gut so! Nur der Beziehungsstatus der Kanadierin ist noch complicated.

*Datenschutz

In eigener Sache: "Riekes Rückspiegel" gibt's nun schon seit acht Wochen mit unterschiedlichen Geschichten - von der Erfindung der Thermos-Flasche bis zur Einführung des Emoticons. Uns interessiert, was Sie von dem Format halten. Stimmen Sie hier unten ab.

*Datenschutz

 

06:23 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

Vor einer Woche setzte der bislang größte internationale Klimastreik ein Zeichen für mehr Klimaschutz. Heute wollen erneut mehrere Tausend Menschen deswegen auf die Straßen gehen.

  • Zum Abschluss einer internationalen Klimastreikwoche plant "Fridays for Future" erneut Aktionen und Kundgebungen in Dutzenden Ländern - auch in mindestens 65 deutschen Städten. Klimaaktivistin Greta Thunberg will an einer Großkundgebung im kanadischen Montreal teilnehmen.
  • In der Ukraine-Affäre um US-Präsident Donald Trump sorgen zwei brisante Dokumente für neuen Zündstoff. Auch heute wird spannend, wie es um den Fall des möglichen Machtmissbrauchs und der angestrebten Amtsenthebung des Präsidenten weiter geht.
  • Im Streit zwischen Union und SPD um die Einführung einer Grundrente tagt in Berlin erstmals eine zehnköpfige, hochrangige Arbeitsgruppe. Sie soll eine Lösung finden, SPD-Arbeitsminister Hubertus Heil, CDU-Kanzleramtschef Helge Braun, SPD-Finanzminister Olaf Scholz und CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt.
  • Commerzbank-Vorstandschef Martin Zielke und Finanzvorstand Stephan Engels äußern sich heute Morgen zur künftigen Strategie des Geldhauses. Gestern Abend hatte der Aufsichtsrat das Sparpaket gebilligt, wonach unter anderem Tausende Stellen abgebaut werden sollen und jede fünfte Filiale schließen soll.
  • Ein knappes halbes Jahr nach dem Rücktritt von Reinhard Grindel wählt der Deutsche Fußball-Bund heute einen neuen Präsidenten. Der Freiburger Fritz Keller ist beim DFB-Bundestag in Frankfurt einziger Kandidat. Die Wahl des 62-Jährigen zum 13. DFB-Chef gilt als sicher.

Mein Name ist Astrid Ehrenhauser, ich wünsche Ihnen einen guten Start in den Tag!

06:09 Uhr

Das herbstliche Wochenende kündigt sich an

Zum Start in den Tag sind die Temperaturen relativ einheitlich und mild mit meist 13 bis 17 Grad. Nur der Alpenrand zeigt sich bei um die 10 Grad etwas frischer. Und auch tagsüber ist die deutschlandweite Temperaturspanne eher übersichtlich. Meistens sind es zwischen 16 und 20 Grad. Lediglich der Süden und der Südosten Bayerns zeigen sich bei 20 bis 23 Grad ein wenig wärmer. 

Björn Alexander

Björn Alexander

Das liegt daran, dass es südlich der Donau heute noch lange sonnig weitergeht. Hier werden die Wolken erst später immer dichter. Vom Niederrhein bis herauf an die Nordsee und rüber nach Schleswig-Holstein ist es zu Beginn ebenfalls zeitweise sonnig, bevor sich ab dem Mittag einzelne Schauer bilden.

Überwiegend grau geht es unterdessen im restlichen Land weiter. Denn in einem Streifen von der Eifel bis herüber nach Vorpommern und Sachsen überwiegen die Wolken und bringen neben teilweise kräftigen Regengüssen auch lokale Gewitter mit.

Die weiteren Aussichten: das Wochenende verläuft verbreitet herbstlich, aber mild und sehr windig bis stürmisch mit örtlichen Orkanböen. Doch auch die Sonne hat vor allem im Süden ihre Anteile bei bis zu 25 Grad. Kurzum: Es erwarten uns kontrastreiche Tage, die von Spätsommer bis Vollherbst reichen. Hier die Details. Damit wünsche ich Ihnen einen guten Start in den Tag und ein hoffentlich ganz entspanntes Wochenende. Ihr Björn Alexander