Freitag, 29. Januar 2021Der Tag

mit Kai Stoppel
Kai Stoppel
22:29 Uhr

Das war Freitag, der 29. Januar 2021


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Das Jagdschloss Augustusburg im winterlichen Erzgebirge.

(Foto: imago images/Sylvio Dittrich)

Heute stand erneut der Pharmakonzern Astrazeneca im Fokus - vor allem mit einer guten Nachricht: Die EU-Kommission hat dem Covid-19-Impfstoff des Herstellers eine Zulassung erteilt. Damit sind mittlerweile drei Corona-Impfstoffe in der EU zugelassen. Gleichzeitig gab es Neuigkeiten zum Streit zwischen der EU und Astrazeneca um Impfstoff-Lieferungen: Die EU hatte den gemeinsamen Vertrag offen gelegt - allerdings gab es dabei eine Panne.

Es gab aber noch andere Themen, die bewegten:

Nicht zu vergessen das Freitagabendspiel in der 1. Bundesliga: Der VfB Stuttgart besiegte Mainz 05 zu Hause mit 2:0.

Damit geht die letzte Woche im Januar 2021 zu Ende. Mal sehen, was der Februar bereithält - hoffentlich werden die guten Nachrichten im Kampf gegen die Pandemie endlich die Oberhand gewinnen. Erholen Sie sich gut und danke fürs hereinschauen in "Der Tag" bei ntv.de.

Ihr Kai Stoppel

21:54 Uhr

Gamestop hält Wall Street weiter in Atem - plus 70 Prozent

GameStop Corporation
GameStop Corporation 103,00

Es gibt derzeit kaum ein größeres Thema an den US-Börsen als die wilden Kurssprünge kriselnder Firmen, deren Aktien jedoch von auf der Online-Plattform Reddit organisierten Kleinanlegern gepusht werden. Erneut ragen an der Wall Street die Aktien von Gamestop und dem Unterhaltungskonzern AMC Entertainment heraus, die zwischenzeitlich um 70 beziehungsweise 65 Prozent zulegen. Der Börsenindex Dow Jones verliert hingegen zwischenzeitlich mehr als zwei Prozent, ebenso der breiter aufgestellte Index S&P 500.

Online-Finanzdienstleister wie Robinhood und TD Ameritrade hatten gestern vorübergehend den Handel mit diesen Aktien gebremst, heute wurde er im Großen und Ganzen aber wieder aufgenommen. Die US-Börsenaufsicht SEC erklärte unterdessen, sie überwache die "extreme Preisvolatilität".

21:16 Uhr

Gefährlicher Mafioso in Versteck aufgespürt - Zugriff

Eine Spezialeinheit der italienischen Polizei hat einen seit Monaten flüchtigen Mafioso festgenommen. Der Mann soll nach Behördenangaben zu den 100 gefährlichsten Mafia-Mitgliedern zählen, nach denen zurzeit in dem Land gesucht wird. Die Polizei habe den mutmaßlich der 'Ndrangheta-Mafia Angehörenden in einem abgelegenen Landhaus in der süditalienischen Region Kalabrien ausgemacht, teilten die Carabinieri mit. Der Mann sei seit dem 19. Dezember 2019 auf der Flucht gewesen.

Die Beamten hatten lange nach ihm gesucht. Der Mann hatte es demnach nämlich geschafft, geschickt seine Spuren zu verwischen, und den Beamten damit die Arbeit erschwert. Als der Aufenthaltsort klar war, überraschten die Spezialkräfte den Mann bei ihrem nächtlichen Zugriff im Schlaf und nahmen ihn fest.

20:55 Uhr

Simon Verhoeven erhält Filmpreis für Komödie "Nightlife"

Der Regisseur, Produzent und Drehbuchautor Simon Verhoeven wird in diesem Jahr mit dem Ernst-Lubitsch-Preis ausgezeichnet. Der 48-Jährige werde für seine Komödie "Nightlife" geehrt, in der seine beiden Hauptdarsteller Elyas M'Barek und Frederick Lau von einem Missgeschick ins nächste rutschten, sich aber nicht unterkriegen ließen, begründete der Club der Filmjournalisten Berlin seine Wahl. Die Überreichung des Preises werde wegen der Corona-Pandemie zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Der traditionsreiche, undotierte Lubitsch-Preis würdigt die beste Leistung in einer deutschsprachigen Filmkomödie.

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Preisträger Simon Verhoeven (v. li.) mit Palina Rojinski, Elyas M'Barek und Frederick Lau bei der Premiere von "Nightlife".

(Foto: imago images/Future Image)

20:25 Uhr

Seniorin mit Schockanruf um 300.000 Euro gebracht

Mit einem sogenannten Schockanruf haben Trickbetrüger eine Rentnerin in Mecklenburg-Vorpommern um 300.000 Euro erleichtert. Die 86-jährige Seniorin im Landkreis Rostock war laut der Polizei von ihrem vermeintlichen Sohn angerufen worden. Er habe einen schweren Unfall verursacht und brauche dringend Geld, wurde ihr gesagt. Ein befreundeter Rechtsanwalt werde als Bote vorbeikommen, um das Geld bei der Frau zu Hause einzusammeln. So geschah es auch. Erst als die Frau später ihren wirklichen Sohn anrief, flog der Schwindel auf.

20:00 Uhr

Videos des Tages

19:49 Uhr

Wetter verrückt - Nach Schnee in Spanien nun Hitze-Rekord

Der Norden und Osten Deutschlands darf sich heute über Schnee freuen. Vor allem in einem Streifen von der Nordsee, über Niedersachsen, bis nach Südbrandenburg und Sachsen gibt es heute kräftige Schneefälle zwischen 5 und 10 Zentimeter, berichtet der Deutsche Wetterdienst (DWD). Doch in Südeuropa zeigt sich unterdessen ein eher unterwinterliches Bild.

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Hamburg ist mit einer feinen Schneeschicht überzogen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Anfang Januar türmten sich noch Schneemassen in spanischen Städten wie Madrid. Doch der Winter scheint auf der iberischen Halbinsel vorerst beendet: Das Land erlebt derzeit eine außergewöhnliche Hitzewelle. Eine Station nahe Valencia meldete gestern 29,7 Grad - das ist laut DWD die höchste jemals im Januar gemessene Temperatur in Spanien.

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Sommerliche Temperaturen herrschen derzeit an der spanischen Mittelmeerküste.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

19:11 Uhr

Biden stellt Trumps Abkommen mit China auf Prüfstand

Die neue US-Regierung hat sich vorgenommen, die gesamte Politik von Vorgänger Donald Trump auf den Prüfstand zu stellen. "Alles, was die letzte Regierung eingeführt hat, wird geprüft", sagte die Sprecherin des US-Präsidialamts, Jen Psaki. Dazu zählt auch das von Trump mit China geschlossene Handelsabkommen. Man werde sich der Beziehung zu China "aus einer Position der Stärke heraus" nähern, sagte Psaki. "Das bedeutet, uns mit unseren Verbündeten und Partnern abzusprechen und mit ihnen zu kommunizieren darüber, wie wir mit China zusammenarbeiten werden."

18:32 Uhr

Kripo warnt vor schädlicher Fake-SMS zu Paketversand

Während der Corona-Pandemie erhält der Versand von Waren gehörig Auftrieb - der klingelnde Paketbote ist in vielen Haushalten mittlerweile ein alltägliches Phänomen. Auch die digitale Paketverfolgung will wohl niemand mehr missen - doch aufgepasst: Es kursieren Fake-SMS zu einem angeblichen Paketversand, die Schadsoftware enthalten, warnt die Berliner Kriminalpolizei auf Twitter.

Die gefälschten SMS kursierten bundesweit und enthielten eine Aufforderung: "Ihr Paket wurde verschickt, bitte überprüfen Sie es." Dann folge ein Link mit der Endung "duckdns.org". Die Schadsoftware werde im schlimmsten Fall auf das Telefon geladen, versende und empfange weitere SMS und lasse unter Umständen eine Fernsteuerung des Smartphones zu. Daher sollten keine Links von unbekannten Absendern angeklickt werden.

18:05 Uhr

Nawalnys Bruder zu zwei Monaten Hausarrest verurteilt

Seit den Massenprotesten am vergangenen Wochenende zeigt Russlands Staatsmacht Härte: Das Team des Oppositionellen Alexej Nawalny wird weiter massiv unter Druck gesetzt. Nachdem am Mittwoch Sicherheitskräfte zahlreiche Büros und Privatwohnungen durchsucht hatten, wird nun der Bruder des Kremlkritikers zu zwei Monaten Hausarrest verurteilt.

Oleg Nawalny dürfe sich bis zum 23. März nicht mehr frei bewegen und weder Telefon noch Internet benutzen, entschied ein Moskauer Gericht. Die Strafe wurde im Zusammenhang mit Verstößen gegen Corona-Hygieneauflagen bei den Massenprotesten am vergangenen Wochenende verhängt, zu denen auch Oleg Nawalny mit aufgerufen haben soll.

17:23 Uhr
Breaking News

Einreisesperre für Corona-Mutationsgebiete ab Samstag

Für Länder, in denen sich besonders ansteckende Varianten des Coronavirus stark ausgebreitet haben, gilt in Deutschland ab Samstag eine weitreichende Einreisesperre. Das Kabinett beschloss ein Beförderungsverbot für Fluggesellschaften, Bahn-, Bus- und Schiffsunternehmen bis zum 17. Februar, das aber zahlreiche Ausnahmen vorsieht, wie das Bundesinnenministerium bestätigte. Mehr dazu lesen Sie hier.

17:22 Uhr

Klage gegen Subway - nur "Mischmasch" in Thunfisch-Sandwich?

In den Thunfisch-Sandwiches und -Wraps der Sandwich-Kette Subway in den USA soll gar kein Thunfisch drin sein, behaupten zwei Frauen. Sie klagen deshalb gegen das Unternehmen und werfen ihm unter anderem Betrug, vorsätzliche Täuschung und ungerechtfertigte Bereicherung vor. Subway ahme das Aussehen von Thunfisch mit einem Mischmasch an Zutaten nach. "Wie unabhängige Prüfungen wiederholt bestätigt haben, sind die Produkte aus allem außer Thunfisch gemacht", heißt es in der Klage.

Das will Subway nicht auf sich sitzen lassen: Eine Sprecherin des Unternehmens erklärte, entsprechende in Kalifornien vorgebrachte Vorwürfe seien "einfach nicht wahr". Subway serviere 100 Prozent wild gefangenen Thunfisch. Er werde mit Mayonnaise vermischt und für frisch zubereitete Sandwiches, Wraps und Salate verwendet. Man darf gespannt sein, wer am Ende die Wahrheit sagt.

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Es ist nicht die erste kuriose Auseinandersetzung für Subway: 2016 akzeptierte das Unternehmen einen Vergleich, nachdem Kunden geklagt hatten, die beliebten Footlong-Sandwiches seien in Wirklichkeit gar nicht einen Fuß (30,5 Zentimeter) lang.

(Foto: imago images/Levine-Roberts)

17:00 Uhr
16:38 Uhr

Der "Pate von Berlin" verlässt Deutschland

Immer wieder hatte das Land Berlin versucht, den als "Paten von Berlin" bekannten Clan-Chef Mahmoud Al-Zein abzuschieben - nun verlässt der 54-Jährige offenbar freiwillig das Land, berichtet die "Bild"-Zeitung. Sein Ziel: die Türkei. Al-Zein soll laut dem Bericht damit einer Ausreiseaufforderung nachgekommen sein. Seine Maschine von "Turkish Airlines" hob am frühen Nachmittag mit 27 Minuten Verspätung um 14.27 Uhr vom Flughafen BER in Richtung Istanbul ab.

Al-Zein saß mehrere Jahre im Gefängnis und trat als Clan-Boss in Dokumentationen über das kriminelle Berlin auf, berichtet die "Berliner Morgenpost". Im Oktober 2020 hatte er eine Autobiografie veröffentlicht. Mehr dazu lesen Sie hier.

16:19 Uhr
Breaking News

EMA gibt grünes Licht für Covid-19-Impfstoff von Astrazeneca

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA gibt grünes Licht für den Einsatz des Covid-19-Impfstoffs von Astrazeneca. Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der EMA empfahl eine bedingte Zulassung des Impfstoffs ab 18 Jahren. Die finale Entscheidung muss nun noch von der Europäischen Kommission gefällt werden. Diese gilt als Formsache. Mehr dazu lesen Sie hier.

16:13 Uhr

13.700 Kilometer - Lufthansa wagt Rekord-Nonstop-Flug

Im Auftrag der Wissenschaft unternimmt die Lufthansa am Sonntag den längsten Nonstop-Flug ihrer Geschichte. Wie das Unternehmen am Freitag in München mitteilte, wird ein Airbus A350-900 in Hamburg unter strengsten Hygiene- und Quarantänebedingungen zu einem 13.700 Kilometer langem Sonderflug zu einer Militärbasis auf den Falklandinseln abheben. An Bord sind zahlreiche Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) sowie Besatzungsmitglieder des Forschungseisbrechers "Polarstern". Der etwa 15-stündige Nonstop-Flug ist Teil einer aufwendigen logistischen Operation zur sicheren Versorgung der deutschen Antarktis-Forschungsstation Neumayer III.

15:59 Uhr
Breaking News

EU beschließt Exportkontrollen für Impfstoffe

Die EU kann künftig die Exporte von Corona-Impfstoffen überwachen und gegebenenfalls beschränken. Die EU-Kommission habe eine entsprechende "Ausfuhrgenehmigungspflicht", heißt es aus Brüssel. Alle Pharmakonzerne, die mit der EU Lieferverträge über Corona-Impfstoffe abgeschlossen haben, müssen demnach künftig Lieferungen an Drittstaaten in Brüssel anmelden. Mehr dazu lesen Sie hier.

15:46 Uhr

Berliner findet beim Aufräumen Münze - sie ist 210.000 Euro wert

Wenn man das Folgende liest, bekommt man richtig Lust, zu Hause mal wieder ordentlich aufzuräumen: Denn beim Aufräumen war auch ein 70-jähriger Berliner auf ein Erbstück von seinem Vater gestoßen - eine alte russische Goldmünze aus dem Jahr 1757 mit dem Porträt der Kaiserin Elisabeth (1709-62), berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung". Der Versuch, sie zu Geld zu machen, war zunächst jedoch mäßig erfolgreich: Ein befragter Händler erklärte die Münze für gefälscht, ein zweiter wollte nur 900 Euro dafür zahlen.

Weitere Recherchen ergaben jedoch, dass die Münze wesentlich mehr wert sein dürfte. Ein Experte des Auktionshauses Künker in Osnabrück erkannte schließlich, dass es von dieser Zehnrubelmünze in Gold nur wenige Exemplare gibt. Schließlich kam es zur Auktion - und am Ende wechselte das gute Stück für 210.000 Euro den Besitzer. Von dem Geld will der Berliner dem Zeitungsbericht zufolge seine Wohnung abbezahlen. Mehr dazu lesen Sie hier.

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Die wertvolle Münze mit dem Porträt von Kaiserin Elisabeth - der Vater des Verkäufers war noch zu Zarenzeiten 1904 in St. Petersburg geboren worden.

(Foto: dpa)

15:18 Uhr

Hyperloop-Animation - so soll die Zukunft des Reisens aussehen

Sie wollten immer schon mal wissen, wie die Zukunft aussieht? Die Macher des Hyperloops One - einem ultraschnellen Magnetschwebezug in einer Vakuum-Röhre - zeigen in einer Animation, wie die Zukunft aussehen könnte, wenn mit ihrem Projekt alles glattläuft. Was dabei erstaunt: Die Rohrpost für Menschen ist im Innern unerwartet geräumig. Auch aufwendige Sicherheitsgurte scheinen nicht vonnöten - dabei soll das Gefährt laut Entwickler Virgin im besten Fall mit mehr als 1000 Kilometern pro Stunde durch die Röhre donnern. Aber sehen Sie selbst:

14:45 Uhr

Berliner greift über Funk gefährlich in Luftverkehr ein

Das hätte böse enden können: Ein 32-Jähriger aus Berlin hat sich vom Boden aus in den Funkverkehr am Himmel eingemischt und laut Polizei gefährliche Anweisungen an Piloten von Flugzeugen und Hubschraubern gegeben. Die Fluganweisungen sollen im vergangenen halben Jahr "immer professioneller" gewirkt haben und hätten so "gefährliche Flugmanöver" auslösen können. Der falsche Fluglotse soll mehrfach Kontakt zu Passagier- und Transportflugzeugen sowie einem Polizeihubschrauber aufgenommen haben.

Allerdings muss der Funk-Pirat sein gefährliches Hobby vorerst an den Nagel hängen: Die Polizei fasste den Mann in der Nacht zu Freitag auf frischer Tat in Berlin-Köpenick und nahm ihn fest. Die Entfernung von dort zum Berliner Flughafen beträgt etwas mehr als zehn Kilometer. Bei dem Berliner wurden zudem zwei Funkgeräte, die die entsprechenden Frequenzen aufwiesen, gefunden. Mehr dazu lesen Sie hier.

14:21 Uhr

Explosion vor israelischer Botschaft in Indien

Zum Glück wurde niemand dabei verletzt: Auf die israelische Botschaft in Neu Delhi ist möglicherweise ein Sprengstoffanschlag verübt worden. Laut der örtlichen Polizei explodierte ein Sprengsatz vor dem Gebäude - allerdings sei die Sprengkraft "sehr niedrig" gewesen: Durch die Explosion seien lediglich die Scheiben mehrerer Fahrzeuge in der Nähe zerstört worden. Die Gegend um die Botschaft wurde von der Polizei abgeriegelt, der Kampfmittelräumdienst war im Einsatz.

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Sicherheitsleute in der Nähe der Botschaft nach der Explosion.

(Foto: REUTERS)

14:00 Uhr

Schichtwechsel

Nach einem Feuerwerk an Nachrichten aus der Kategorie "Oh mein Gott, wirklich?" verabschiedet sich meine liebe Kollegin Vivian Micks in den Feierabend. Ab jetzt übernehme ich für sie die zweite Hälfte von "Der Tag" bei ntv.de und wünsche gute Information. Wenn Ihnen etwas auf den Nägeln brennt, dann behalten Sie es nicht für sich, sondern schreiben Sie mir unter kai.stoppel@nachrichtenmanufaktur.de.

Ihr Kai Stoppel

13:56 Uhr

Tierpark Cottbus zeigt erstmals Leoparden-Zwillinge

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Noch haben die Leoparden-Babys keine Namen.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Wäre der Tierpark geöffnet, könnten Besucher die Jungtiere jetzt schon sehen. Doch auch die Fotos lohnen einen Blick: Der Cottbusser Tierpark hat erstmals den Nachwuchs seines China-Leoparden-Paares gezeigt. Die zwei Jungtiere sind sechs Wochen alt und rund drei Kilogramm schwer, sagte Direktor Jens Kämmerling. Noch haben die beiden Kater keinen Namen. Erst seit einer Woche sei klar, dass beide Tiere männlich sind. Die Zwillinge werden in den kommenden Wochen weiter von der Mutter gesäugt. Nach der ersten Zeit in der Wurfhöhle hätten sie nun bereits begonnen, ihr Gehege zu erkunden. In drei bis vier Wochen sollen sie dann die meiste Zeit draußen spielen. China-Leoparden sind eine in der Natur durch Lebensraumverlust und Jagd stark bedrohte Leopardenunterart.

13:38 Uhr

Missbrauch in Kirche: Gutachten enttarnt 61 Geistliche als Täter

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Das Gutachten wurde heute in Berlin vorgestellt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Autoren sprechen von "systematischer Verantwortungslosigkeit": Ein unabhängiges Gutachten, das im Auftrag der Kirche erstellt wurde, bringt etliche Täter und Opfer von Missbrauch ans Licht. Mindestens 61 Geistliche waren im Bereich des katholischen Erzbistums Berlin zwischen 1946 bis Ende 2019 am sexuellen Missbrauch von Minderjährigen beteiligt. Insgesamt sind in dieser Zeit 121 Opfer aus den Akten bekannt geworden. Die Dunkelziffer könnte weit höher liegen, heißt es in dem Bericht der Kanzlei Redeker Sellner Dahs. Bei den Beschuldigten handele es sich vor allem um Priester und Ordensmitglieder, die im Bereich des Bistums tätig waren. Hierarchische Strukturen und mangelnde Kommunikation hätten Aufklärung und Prävention behindert, vermerkt das Papier. Man habe mit allen Mitteln versucht, "Schaden von der Institution Kirche abzuwenden", sagte Mitautorin Sabine Wildfeuer. Die Kirchenleitung habe eine größere Empathie für die Täter als für die Opfer gehabt. Betroffene, die sich bisher noch nicht gemeldet hätten, sollten sich an die Kirche wenden. Eine Kommission aus Priestern und Laien soll nun das Gutachten aufarbeiten und Vorschläge für den künftigen Umgang mit Missbrauchsfällen vorlegen.

13:04 Uhr

Bodycams filmen brutale Jagd auf US-Schwerverbrecher

Ein zu 100 Jahren verurteilter Schwerverbrecher entkommt zusammen mit einem Sexualstraftäter aus einem Gefängnis im US-Staat Arizona. Mit einer riesigen Fahndungsaktion jagt die US-Polizei die beiden Ausbrecher. Dabei durchsuchen sie in nur 16 Stunden rund 800 Häuser. Der entscheidende Hinweis führt die Ermittler schließlich zu den Verdächtigen. Bodycams filmen, wie die Verurteilten auf einem Feld getasert und niedergerungen werden.

12:50 Uhr

Nächste Runde im Gamestop-Hype: Kurs steigt 100 Prozent

Nach einem Rekord-Tagesverlust von gut 44 Prozent steht Gamestop vor einem erneuten dreistelligen prozentualen Kurssprung. Die Papiere des Videospiele-Händlers steigen im vorbörslichen US-Geschäft um mehr als 100 Prozent. Zuvor hatten mehrere Brokerhäuser auf öffentlichen Druck hin ihre Beschränkungen für den Handel mit den Papieren gelockert.

In den vergangenen beiden Wochen stieg der Gamestop-Kurs um insgesamt rund 2000 Prozent. Auslöser der Rally waren konzertierte Käufe von Kleinanlegern. Sie zwangen große Hedgefonds, ihre Wetten auf einen Verfall der Papiere in großem Stil aufzulösen. Dies trieb die Aktien in die Höhe und einige Fonds an den Rand des Ruins. Diese Meldung lief zuerst im Börsen-Tag.

GameStop Corporation
GameStop Corporation 103,00

12:16 Uhr

Zweitklässler sehen während Online-Unterricht Pornografie

Online-Videokonferenzen begleiten derzeit viele Schüler durch das Homeschooling. Das birgt Gefahren: In Hessen kam es nun zu einem schwerwiegenden Vorfall.

  • Lehrerinnen hatten mit Schülerinnen und Schülern der zweiten Klasse aus Florstadt eine Videokonferenz über eine externe Software organisiert. Dabei habe sich ein Teilnehmer mit einem angeblichen Mädchennamen eingewählt, die Lehrerinnen von der Konferenz ausgeschlossen und Pornografie gezeigt. Ein Elternteil habe den Vorfall bemerkt und gemeldet.
  • Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt hat Ermittlungen wegen Verdachts des sexuellen Missbrauchs von Kindern übernommen, sagte eine Sprecherin der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT). Man versuche derzeit, an Daten zu gelangen, um den oder die Täter identifizieren zu können.
  • Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art: Zuletzt hatte es mehrere ähnliche Hacker-Angriffe bei Fernunterricht in Deutschland gegeben.
12:01 Uhr

Schlagzeilen zum Mittag

11:19 Uhr

Junger Bürgermeister in NRW bekommt Anzeige wegen Corona-Impfung

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Deutlich unter 80 und ohne Vorerkrankungen: Bürgermeister Mario Dahm aus Hennef ist 31 Jahre und jetzt schon geimpft.

(Foto: SPD in Hennef)

Diese Corona-Impfung könnte ein juristisches Nachspiel haben: Der Hennefer Bürgermeister Mario Dahm hat sich frühzeitig mit dem Biontech-Vakzin impfen lassen - obwohl er mit seinen 31 Jahren noch gar nicht dran gewesen wäre. Wie der "Kölner Stadtanzeiger" berichtet, war nach einer Impfaktion in Hennef noch Vakzin übrig geblieben. Damit dieser nicht weggeschmissen wird, hat sich Dahm kurzerhand selbst impfen lassen. Doch dafür hagelte es Kritik: Dahm hätte den Impfstoff älteren Menschen überlassen sollen, beschwert sich NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Ein Arzt aus Hennef habe den Bürgermeister nun sogar wegen unterlassener Hilfeleistung angezeigt. Dahm sieht das offenbar gelassen. "Es ist völlig in Ordnung, dass über die kurzfristigen Entscheidungen, damit Impfstoff nicht weggeworfen wird, kontrovers diskutiert wird. Die Anzeige und selbst der Vorwurf entbehren jedoch jeder juristischen Grundlage", sagte er dem "Express". Zuvor hatte ein Sprecher die Aktion mit der kurzen Haltbarkeit des Impfstoffs gerechtfertigt: "Entscheidungen mussten schnell getroffen werden, da die Impfstoffe sonst unbrauchbar geworden wären".

10:28 Uhr

Explosion zerstört Wohnhaus in Österreich - mehrere Verletzte

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Rund 150 Einsatzkräfte versuchten das Feuer in dem Haus zu löschen und Menschen zu bergen.

(Foto: REUTERS)

Ein lauter Knall erschreckte um 8 Uhr morgens die Bewohner der kleinen Gemeinde Langenzersdorf in Österreich. Schuld war eine Explosion in einem vierstöckigen Haus. Das Gebäude mit zahlreichen Wohnungen stürzte teilweise ein, das obere Stockwerk des Hauses wurde fast komplett weggerissen. Drei Menschen wurden verletzt, ein Bewohner davon schwer, wie das Rote Kreuz mitteilte. Ein Mieter konnte mit einer Drehleiter unverletzt aus dem Haus gerettet werden. Rund 150 Einsatzkräfte kämpften gegen den Brand. Wieso es zu der Explosion in dem Ort nahe Wien gekommen war, ist noch unklar. Das Gebiet wurde großräumig gesperrt.

10:05 Uhr

Zahl der Arbeitslosen steigt im Januar auf 2,9 Millionen

Im Januar sind - wie saisonal üblich - mehr Menschen arbeitslos als im Dezember. Die Zahl der Arbeitslosen ist in Deutschland um 193.000 auf 2,901 Millionen gestiegen. Die Arbeitslosenquote stieg damit laut Bundesagentur für Arbeit um 0,4 Prozentpunkte auf 6,3 Prozent.

Mehr dazu lesen Sie hier.
09:25 Uhr

Schneeballschlacht kostet Briten 11.000 Euro Strafe

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In den sozialen Netzwerken kursierten Bilder der Hunderten Schneewütigen im Hyde Park.

Dieser Winterspaß wurde teuer: Nach einem Aufruf in den sozialen Medien haben sich trotz Shutdowns Hunderte Menschen im englischen Leeds eine Schneeballschlacht geliefert. Zwei Briten müssen dafür nun tief in die Tasche greifen. Die 20 und 23 Jahre alten vermeintlichen Organisatoren müssen nun jeweils 10.000 Britische Pfund (ca. 11.300 Euro) Strafe zahlen. "Es macht uns keine Freude, solche heftigen Strafen an diese beiden jungen Männer zu verhängen", hieß es von der Polizei in West Yorkshire. "Aber ihre Handlungen haben Hunderte dazu ermutigt, sich nahe beieinander aufzuhalten." Das habe das Risiko, dass sich das Coronavirus weiter verbreite, massiv erhöht. Einer der beiden Männer hatte zudem bereits im November Corona-Auflagen ignoriert.

09:03 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:31 Uhr

Vermeintliche Rauchwolke löst Großeinsatz am Kölner Dom aus

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Kurios: Am 09.01.2020 verwirrte ebenfalls eine Wolke neben dem Dom die Kölner.

(Foto: picture alliance/dpa/NonstopNews)

Eine dramatisch anmutende vermeintliche Rauchwolke hat am Kölner Dom zu einem Großeinsatz der Feuerwehr geführt. Ein Anwohner hatte am Morgen eine Rauchentwicklung am Südturm des Doms gemeldet. Daraufhin sind laut Feuerwehr fast 40 Lösch- und Rettungsfahrzeuge sowie 100 Einsatzkräfte aus der ganzen Stadt zum Wahrzeichen Kölns geeilt. Da war aber - nichts. Nach 45 Minuten konnte Entwarnung gegeben werden, denn die vermeintliche Rauchwolke entpuppte sich als tief sitzender Nebel und Regen, der von der Dombeleuchtung angestrahlt worden war. Das habe von unten wie Rauch am Turm ausgesehen. Es ist nicht das erste Mal, dass diese optische Täuschung zu einem Feuerwehreinsatz führt: Vor fast genau einem Jahr hatte Nebel im Domlicht für ähnliche Aufregung gesorgt.

07:58 Uhr

AKK macht Friseure für Soldaten dicht

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Ob damit wohl ein korrektes Erscheinungsbild gemeint ist? Haarschnitte in der NVA Im Militärhistorischen Museum der Bundeswehr in Dresden.

(Foto: imago images/Joko)

Soldatinnen und Soldaten müssen vorerst auf einen neuen Haarschnitt verzichten. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat Friseursalons in den Bundeswehrkasernen bis auf Weiteres geschlossen, sagte eine Ministeriumssprecherin der "Augsburger Allgemeinen". Eigentlich war es Soldaten - im Gegensatz zum Rest der Bevölkerung - erlaubt, auch in Pandemiezeiten einen professionellen Haarschnitt verpasst zu bekommen. Das war nach Angaben des Ministeriums wegen des geforderten "korrekten Erscheinungsbilds" erforderlich. Doch diese Regelung hat für Verärgerung gesorgt. "Es geht nicht an, dass sich Fußballer oder eben auch Soldaten professionell die Haare schneiden lassen, alle anderen dies aber nicht dürfen und ja meistens auch nicht tun", sagte etwa die Geschäftsführerin des bayerischen Landesinnungsverbands des Friseurhandwerks, Doris Ortlieb, der Zeitung. Jetzt ist jedenfalls erst mal Schluss mit der Sonderbehandlung.

Mehr dazu lesen Sie hier.
07:24 Uhr

Hochwasser-Gefahr: Schmelzwasser flutet große Teile Deutschlands

Im Südwesten Deutschlands kann es in den kommenden Tagen teils zu massiven Überflutungen kommen. In den Bergen im Schwarzwald schmilzt Schnee und stürzt flutartig in die bewohnten Gebiete. In Freiburg ist das Wasser bereits über die Ufer getreten. Die Wassermengen könnten auch in anderen Teilen Deutschlands Straßen und Wege fluten.

07:09 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

das Thema Impfen beschäftigt weiterhin ganz Deutschland und die EU: Gestern hat die Ständige Impfkommission empfohlen, den Corona-Impfstoff von Astrazeneca nicht an Senioren über 65 Jahre zu verabreichen. Heute soll dann die Europäische Arzneimittel-Behörde (EMA) über die Zulassung entscheiden. Auch im Streit über die vereinbarte Liefermenge zwischen der EU und Astrazeneca bewegt sich etwas: Der britisch-schwedische Pharmakonzern will nun offenbar doch mehr als 31 Millionen Dosen liefern. Druck und Drohungen seitens der EU scheinen offenbar geholfen zu haben.

Alle wichtigen Entwicklungen zur Pandemie können Sie auch in unserem Coronavirus-Liveticker nachlesen.

Was sonst heute noch wichtig wird:

  • Spahn informiert zur Corona-Lage: gemeinsam mit RKI-Chef Lothar Wieler und anderen gibt Gesundheitsminister Jens Spahn um 10 Uhr eine Pressekonferenz und berichtet über den Stand der Pandemie

  • EMA entscheidet über Zulassungsempfehlung von Astrazeneca: Pressekonferenz voraussichtlich gegen 15 Uhr

  • Regierungskrise in Italien: Italiens Staatspräsident Mattarella will nach dem Rücktritt von Ministerpräsident Giuseppe Conte letzte Beratungsgespräche führen

  • Urteil im Prozess gegen Shell in Den Haag: Wegen Verschmutzung und Verseuchung von Dörfern in Nigeria mit Öl. In erster Instanz war Shell schuldig gesprochen worden, nun folgt das Urteil im Berufungsverfahren.

  • Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer im Online-Dialog mit Corona-Kritikern: Online-Konferenz des Politischen Bildungsforums Sachsen zur Corona-Krise mit Titel: "Fakten statt Fake News - Fragen und Antworten zur Corona-Krise am Beispiel des Dreiländerecks". Die Teilnahme Kretschmers ist umstritten.

Es ist Freitag und das Wochenende steht vor der Tür - den Tag schaffen Sie also auch noch. Mein Name ist Vivian Micks und ich begleite Sie heute bis in den frühen Nachmittag durch den Tag. Sie haben Fragen oder Anregungen? Melden Sie sich gern unter: vivian.micks[at]nama.de.

06:23 Uhr

Sechs Tote nach Auslaufen von Flüssigstickstoff in US-Geflügelfabrik

Im US-Bundesstaat Georgia kommt es am Donnerstag zu einer schrecklichen Tragödie: In einer Geflügelfabrik in Gainesville ist aus einer Leitung flüssiger Stickstoff ausgetreten. Sechs Menschen starben, elf weitere wurden teils schwer verletzt. Ein bei dem Vorfall anwesender Lkw-Fahrer berichtete, "zwei oder drei Menschen" seien in Ohnmacht gefallen, nachdem sie aus dem Fabrikgebäude getaumelt seien. Alle Verletzten litten nach Angaben der regionalen Gesundheitsbehörde unter schweren Atemwegsproblemen. Nach Angaben der Firma, welche die Geflügelfabrik betreibt, mussten 130 Mitarbeiter in Sicherheit gebracht werden. Gainesville befindet sich rund 80 Kilometer nordöstlich der Großstadt Atlanta.