Freitag, 06. September 2019Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
22:43 Uhr

Das war Freitag, der 6. September 2019

Das ist bitter - Die DFB-Elf unterliegt den Niederlanden in der EM-Qualifikation. Mehr zum Spiel lesen Sie hier.

Sie wollten einen Menschen sterben sehen, deswegen töteten zwei junge Männer auf Usedom die 18-jährige Maria. Nun bekommen die beiden die volle Härte des Gesetzes zu spüren. Während der Haupttäter nach einer Jugendstrafe in die Psychiatrie eingewiesen wird, bekommt sein Mittäter eine lebenslange Haftstrafe.

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In der nordenglischen Stadt West Yorkshire begegnet der britische Premier Boris Johnson auf der Straße einem sehr höflichen Mann. Er schüttelt dem Politiker die Hand und sagt ihm freundlich: "Please leave my town" - "Bitte verlassen Sie meine Stadt". Der charmante Brite wird im Internet als Held gefeiert.

Die Istanbuler Chefin der türkischen Oppositionspartei CHP muss fast zehn Jahre in Haft. Canan Kaftancioglu wird Terrorpropaganda und Präsidentenbeleidigung vorgeworfen.

Ein Gutachten vom früheren Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, hat es in sich: Die Mietpreisbremse des Bundes sei der Grund, warum das Berliner Mietendeckel-Konzept verfassungswidrig sei.

Und last but not least: Hier erfahren Sie, warum ein Karottensaft jetzt plötzlich mehr als doppelt so viel kostet als vorher.

Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht und ein schönes Wochenende!

22:04 Uhr

Indische Raumsonde im Landeanflug auf den Mond

Indien könnte in wenigen Minuten die vierte Mondlandenation der Welt werden: mit der um kurz nach 22 Uhr geplanten Landung der Mondfähre der Chandrayaan-2-Mission.

Technische Probleme hatten die Mission zunächst verzögert, Ende Juli erfolgte dann der Start. Das südasiatische Schwellenland folgt damit einem internationalen Trend. Denn 50 Jahre nach dem ersten Menschen auf dem Mond übt der Erdtrabant eine neue Faszination auf alte und neue Raumfahrer-Nationen aus. Die USA hatten 1969 mit ihrer Apollo-11-Mission und dem ersten Menschen auf dem Mond einen Welterfolg gefeiert.

Die Mondlandung können Sie hier live verfolgen:

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21:48 Uhr

Kletterin stürzt in Yosemite Park 150 Meter in den Tod

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Das für seine steilen Granitwände und tosenden Wasserfälle bekannte Yosemite-Tal wird jährlich von rund vier Millionen Menschen besucht.

(Foto: imago images / Panthermedia)

In einem berühmten Klettersteig im kalifornischen Yosemite-Park ist eine 29-jährige Kletterin tödlich verunglückt. Die Besucherin aus dem US-Staat Arizona sei in dem steilen und steinigen Gelände mehr als 150 Meter tief abgestürzt, teilte die Parkverwaltung am Freitag mit. Ranger hätten die Frau nach dem Unfall am Vortag tot aufgefunden.

Der Absturz ereignete sich am Half Dome, einem halbkugelförmigen Granitfelsen, der jedes Jahr Tausende Besucher aus aller Welt anlockt. An einem Steilstück können sich dort auch weniger erfahrene Kletterer an senkrecht aufgehängten Stahlseilen zum Gipfel hochhangeln.

21:07 Uhr

Kleinflugzeug streift Baum und stürzt ab

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Das Flugzeug wurde komplett zerstört.

(Foto: Polizei Nordrhein-Westfalen)

Im Kreis Düren in Nordrhein-Westfalen ist ein Ultraleichtflugzeug abgestürzt. Der Pilot überlebte, wurde aber schwer verletzt.

  • Nach ersten Erkenntnissen der Polizei war das Flugzeug im Landeanflug, dabei streifte es einen Baum und der Pilot verlor die Kontrolle über das Fluggerät, das dann aus geringer Höhe auf ein Feld stürzte.  
  • Rettungskräfte brachten den verunglückten 54 Jahre alten Piloten mit einem Hubschrauber in die Uniklinik nach Aachen.
  • Lebensgefahr ist nach Auskunft eines Polizeisprechers nicht ausgeschlossen.
20:43 Uhr

Seemann stirbt bei Brand auf Frachter in der Elbmündung

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Die Verletzten wurden mit Hubschraubern ins Krankenhaus gebracht.

(Foto: picture alliance/dpa)

Bei einem Brand auf einem Seefrachter in der Elbmündung ist ein Mann ums Leben gekommen.

  • Das Feuer brach am Nachmittag im Maschinenraum des unter maltesischer Flagge fahrenden Schiffs aus. Zwei weitere Seeleute wurden schwer verletzt.
  • Der Containerfrachter war auf dem Weg von Rotterdam nach Kaliningrad gewesen und hatte auf der Elbe in Höhe Otterndorf (Landkreis Cuxhaven) notankern müssen.
  • Der Brand wurde von Einsatzkräften gelöscht. Die Brandursache muss noch geklärt werden.
20:22 Uhr

Porsche rast auf Gehweg - vier Tote in Berlin

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In Berlin-Mitte ist es zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Laut einem Bericht der "Berliner Morgenpost" ist ein Porsche an der Invaliden- Ecke Ackerstraße auf den Gehweg gefahren und hatte dabei mehrere Personen erfasst. Vier Menschen kamen dabei ums Leben, darunter ein Kleinkind, heißt es im Bericht weiter.

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19:39 Uhr

Zahl der Toten nach E-Zigaretten-Konsum steigt weiter

Die Zahl der Todesfälle in den USA nach Benutzung von E-Zigaretten ist auf mindestens drei gestiegen. Ein vierter Tod werde in diesem Zusammenhang untersucht, sagte Dana Meaney-Delman von der US-Gesundheitsbehörde CDC. "Wir wissen von drei Toten und einem Fall, der untersucht wird." Insgesamt seien den Behörden mittlerweile 450 mögliche Erkrankungen in mehr als 30 Bundesstaaten gemeldet worden.

In den USA hatten sich die Meldungen ungeklärter Lungenerkrankungen, die nach dem Konsum von E-Zigaretten auftreten, in den vergangenen Wochen gehäuft. Die Symptome reichten von Atembeschwerden, Atemnot und Brustschmerzen bis hin zu Fällen von Magen-Darm-Erkrankungen mit Erbrechen und Durchfall.

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19:00 Uhr

Polizei sucht seit einer Woche verschwundenes Mädchen

Seit rund einer Woche fehlt von einem 13-jährigen Mädchen aus Dahlen im Landkreis Leipzig jede Spur.

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Mit diesem Bild sucht die Polizei nach dem vermissten Mädchen.

(Foto: Polizei Leipzig)

  • Trotz öffentlicher Suche gibt es bisher keine Hinweise, wo das Kind sein könnte. Eine Straftat könne nicht ausgeschlossen werden, es werde in alle Richtungen ermittelt, teilte die Polizei mit.
  • Die 13-jährige Rondik Kaniwar wurde zuletzt am 31. August in Dahlen gesehen. Sie wollte mit dem Zug zu einer Freundin nach Wurzen fahren. Dort kam sie aber nicht an.
  • Das gesuchte Mädchen stammt aus dem Irak. Das Kind spricht den Angaben zufolge gut Deutsch mit Akzent. Rondik hat einen Gehfehler und humpelt deutlich.

Zeugen, die Angaben zu der Vermissten machen können, sollen sich bei der Kriminalpolizei melden.

18:28 Uhr

Spesenaffäre gefährdet von der Leyens Kommissionskandidaten

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Janusz Wojciechowski soll in seiner Zeit als Europaabgeordneter Reisen nicht richtig abgerechnet haben.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der künftigen EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen droht nach einem Bericht des "Spiegels" Ärger wegen eines möglichen Kommissars.

  • Gegen den Polen Janusz Wojciechowski, der als Landwirtschaftskommissar im Gespräch ist, ermittele die EU-Anti-Betrugsbehörde Olaf wegen angeblicher Unregelmäßigkeiten bei der Erstattung von Reisekosten, berichtet das Magazin. Dies bestätigte demnach eine Olaf-Sprecherin.
  • Die Vorwürfe beziehen sich auf Wojciechowskis Abrechnungen in seiner Zeit als Europaabgeordneter von 2004 bis 2014. Nach Angaben aus dem Parlament handele es sich um Summen "im fünfstelligen Bereich".
  • Wojciechowski ist derzeit Mitglied des Europäischen Rechnungshofs in Luxemburg. Gegenüber dem "Spiegel" räumt der Pole ein, er habe für den Zeitraum 2009 bis 2011 "auf eigene Initiative" 11.250 Euro für "nicht ausreichend dokumentierte" Reisekosten erstattet. Die Olaf-Ermittlungen beziehen sich laut "Spiegel" jedoch auf weitere Vorgänge.

Von der Leyen will am Dienstag die Mitglieder ihrer neuen EU-Kommission bekannt geben.

17:56 Uhr

Noel Gallagher nennt seine Fans "Idioten"

Ja, das nervt bestimmt, wenn du seit vielen Jahren eine neue Band hast, deine Fans aber die alte immer noch besser finden.

Noel Gallagher hat sich mal wieder unbeliebt gemacht. Denn der Sänger hat seine jüngere Fangemeinde als "F...... Idioten" bezeichnet. Der Grund: Sie wollten während einer Liveshow seiner aktuellen Band High Flying Birds Songs von Oasis hören. So eine Frechheit!

Wie "The Sun" berichtete, ist Gallagher frustriert darüber, dass die Forderungen nach Oasis-Songs von Fans kommen, die zu jung sind, um die Gruppe wirklich zu kennen. Denn die Blütezeit von Oasis war in den 1990er Jahren - weshalb die jüngeren Fans diese Zeit nur durch den im Jahr 2016 erschienen Dokumentarfilm "Oasis: Supersonic" kennen würden. "Du kleiner f...ing Idiot, du bist erst 15. Was zum Teufel! Du warst erst zehn, als sich die Band getrennt hat!", soll der 52-Jährige laut der Boulevardzeitung gesagt haben.

Für alle, die nur "Wonderwall" kennen - Noels neue Songs sind auch nicht schlecht. Hier ein Video zu "Black Star Dancing".

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17:17 Uhr

Mann ohne Führerschein blockiert Rettungsgasse

Er hatte keinen Führerschein aber ein Handy am Ohr. Und er blockierte eine Rettungsgasse auf der A4 bei Bergisch Gladbach in Nordrhein-Westfalen.

Der 28-Jährige fiel der Polizei auf, weil er telefonierend die Rettungsgasse blockierte. Als er den Beamten sagte, dass er keinen Führerschein habe und dennoch weiter Auto fahren werde, konfiszierten die Beamten den Ford Fiesta an Ort und Stelle. Jetzt hat er weder Führerschein noch Auto.

16:46 Uhr
Breaking News

Oberhaus verabschiedet Gesetz gegen No-Deal-Brexit

Trotz anfänglich heftigen Widerstands der Regierung hat das Gesetz gegen einen ungeregelten EU-Austritt Großbritanniens die letzte parlamentarische Hürde genommen. Das britische Oberhaus verabschiedete das Gesetz vor wenigen Minuten. Nun fehlt nur noch die Unterschrift von Königin Elizabeth II., damit es in Kraft treten kann.

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16:27 Uhr

Undicht? Billy Boy ruft Kondome zurück

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Haben Sie Billy-Boy-Kondome zu Hause oder in der Tasche? Dann prüfen Sie unbedingt, ob sie nicht vom Rückruf betroffen sind.

(Foto: imago/McPHOTO)

Der Hersteller der Kondommarken Billy Boy und Fromms ruft mehrere Chargen zurück. Einzelne Kondome könnten beschädigt sein, heißt es auf der Internetseite von Billy Boy: "Dies kann zu einer Beeinträchtigung der Schutzwirkung führen."

Betroffen sind verschiedene Kondompackungen von Billy Boy und Fromms, die zwischen Juni und August 2019 an den Handel geliefert wurden. In einer Tabelle listet der Hersteller 16 verschiedene Verpackungssorten von Billy Boy und drei von Fromms auf. Über die IDENT- oder LOT-Nummer können Verbraucher prüfen, ob gekaufte Kondome vom Rückruf betroffen sind.

Bei beschädigten Kondomen kann eine Materialschwäche auftreten, die während der Anwendung in seltenen Fällen zu Undichtigkeiten führen könnte.

Wer betroffene Kondome zurückgibt, erhält den Kaufpreis zurück.

16:00 Uhr

73-Jährige bringt Zwillinge zur Welt

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"Es ist ein medizinisches Wunder".

(Foto: picture alliance/dpa)

Sie ist nicht nur die wahrscheinlich älteste Mutter der Welt - eine 73 Jahre alte Frau in Indien hat auch gleich Zwillinge geboren! Erramatti Mangayamma wurde durch künstliche Befruchtung schwanger. Nach der Geburt per Kaiserschnitt geht es der Mutter und ihren beiden Töchtern gut.

"Ich bin sehr glücklich", sagte die neue Mutter laut der indischen Nachrichtenagentur IANS. Für ihren Arzt ist klar: "Es ist ein medizinisches Wunder - eine Errungenschaft der modernen Medizin."

Mangayamma und ihr 80 Jahre alter Ehemann waren 57 Jahre verheiratet und wollten schon immer Kinder. Auf natürlichem Wege wurde die Frau aber nie schwanger, bei der künstlichen Befruchtung hingegen gleich beim ersten Versuch. "Die Frau war sehr gesund und deshalb hat es geklappt", erklärte ihr Arzt.

15:35 Uhr

"Dorian" trifft in USA auf Land

Hurrikan "Dorian" ist nach der tödlichen Verwüstung auf den Bahamas mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometern pro Stunde in den USA auf Land getroffen. Das Auge des auf einen Sturm der Kategorie 1 heruntergestuften Hurrikans sei bei Cape Hatteras auf der Inselkette Outer Banks im Bundesstaat North Carolina angekommen, teilte das Nationale Hurrikan-Zentrum in Miami mit.

15:06 Uhr

Istanbuler CHP-Chefin muss fast zehn Jahre in Haft

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Canan Kaftancioglu ist Vorsitzende der oppositionellen CHP in Istanbul.

(Foto: AP)

Die Istanbuler Vorsitzende der oppositionellen Republikanischen Volkspartei (CHP) ist zu fast zehn Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht in Istanbul befand Canan Kaftancioglu wegen alter Tweets und anderer Äußerungen der "Terrorpropaganda", der "Präsidentenbeleidigung" und der "Beleidigung der Türkischen Republik" schuldig, wie ihre Partei mitteilte. Die Haftstrafe lautet demnach auf neun Jahre, acht Monate und 20 Tage.

14:35 Uhr

Frau wird von Lkw überrollt und bleibt nahezu unverletzt

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Der Fahrer hatte die Frau einfach nicht bemerkt und war weitergefahren.

(Foto: picture alliance/dpa)

Eine 51-Jährige in Österreich kann ihren zweiten Geburtstag feiern. Sie wurde in Vorarlberg von einem Lastwagen überrollt - und blieb nahezu unverletzt.

  • Die Frau stand auf dem Parkplatz eines Einkaufsmarktes in Rankweil gerade vor dem Laster, als dieser losfuhr. Dabei kam die Frau zu Fall.
  • Der 48-jährige Lkw-Fahrer habe die Frau nicht bemerkt und die Fahrt fortgesetzt, teilte die Polizei mit.
  • Zu ihrem großen Glück lag die Frau mittig unter dem Wagen, so dass die Räder des Dreiachsers sie nicht berührten.
  • "Dadurch blieb sie bis auf ein großflächiges Hämatom an der linken Körperseite, welches vermutlich vom Sturz herrührte, nahezu unverletzt", so die Polizei über den Vorfall.
14:30 Uhr

Schichtwechsel

Es ist Freitag, die Sonne scheint. Was kann denn nur besser sein, als draußen ein Eis zu genießen? Ich habe aber was Schöneres zu tun, nämlich Sie, liebe Leserinnen und Leser, mit Nachrichten aus der ganzen Welt zu versorgen. Und das noch bis zum späten Abend. Mein Name ist Uladzimir Zhyahachou, ich löse an dieser Stelle Friederike Zörner ab, die sich vor wenigen Minuten in das Wochenende verabschiedet hat. 

14:01 Uhr

Baby in Tasche versteckt: Philippinen ermitteln gegen US-Amerikanerin

Menschenhandel, Kindesmissbrauch und Entführung: Das wirft die philippinische Bundespolizei NBI einer US-Amerikanerin vor. Die Frau hatte einen erst wenige Tage alten Jungen in ihrer Tasche versteckt und wollte wohl von den Philippinen in ihre Heimat USA fliegen. Die 43-Jährige war am Mittwoch am Flughafen der philippinischen Hauptstadt Manila festgenommen worden, als sie am Abflug-Gate auf eine Maschine in die USA wartete.

Sie hatte das Kind nach Angaben der Ermittler weder bei den Kontrollen am Flughafen vorgezeigt noch hatte sie gültige Papiere für das Baby dabei. "Die Situation des Kindes muss während der Zeit, als es in dieser Tasche steckte, sehr schwierig gewesen sein", sagte Polizeisprecherin Auralyn Pascual. Bei der Frau aus dem US-Bundesstaat Ohio handele es sich nicht um die Mutter des Kindes. Diese habe aber einer Adoption zugestimmt, nachdem die beiden Frauen sich über das Internet kennengelernt hatten.

13:33 Uhr

Umfrage: Zu dieser Uhrzeit wollen Schulkinder zum Unterricht

Ich kann mich noch ziemlich gut an diesen Schrecken erinnern: Zu Schulzeiten klingelte jeden Morgen um 5.50 Uhr mein Wecker, damit ich in Ruhe frühstücken und es rechtzeitig zum Zug schaffen konnte. Die erste Stunde begann dann um 7.30 Uhr. Genauso wie meine Klassenkameraden war ich in dieser Zeit jedoch kaum ansprechbar, geschweige denn aufnahmefähig. Auch Jahre später sehen es Schulkinder genauso wie ich damals. Nach einer repräsentativen Umfrage des Kinderkanals Kika unter rund 1300 Erst- bis Sechstklässlern wünschten Kinder sich im Schnitt einen Schulbeginn um 8.40 Uhr.

Gefragt hatten die Interviewer in persönlichen Gesprächen: "Wann hättest du den Beginn der ersten Stunde an liebsten?" Rund 98 Prozent der Kinder gaben als Antwort eine konkrete Uhrzeit an, zumeist lagen die Angaben zwischen 8.30 und 8.50 Uhr. Das Votum der Kinder deckt sich mit Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin. Sie plädiert für einen späteren Schulstart. Bereits eine halbe Stunde weniger Schlaf könne die Leistungsfähigkeit in der Schule um 30 Prozent reduzieren. In Deutschland beginnt die Schule oft zwischen 7 und 8 Uhr.

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13:07 Uhr

Brandenburger CDU-Chef steht offenbar vor Rücktritt

Ingo Senftleben, Landesvorsitzender der CDU in Brandenburg. Foto: Monika Skolimowska

Ingo Senftleben steht offenbar vom dem Rückzug.

(Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa)

Er führte die CDU zu lediglich 15,6 Prozent bei der Landtagswahl in Brandenburg - das schlechteste Ergebnis seit 1990. Nun zieht Landeschef Ingo Senftleben offenbar die Konsequenzen. Wie der Berliner "Tagesspiegel" berichtet, tritt der 45-Jährige in Kürze zurück, um die Bildung einer stabilen Regierung mit der Union zu ermöglichen. Demnach soll Senftleben sich entschlossen haben, am kommenden Dienstag nicht erneut für den Fraktionsvorsitz im Landtag zu kandidieren. Des Weiteren wolle er offenbar seinen sofortigen Rücktritt als Parteivorsitzender verkünden und auch das Sondierungsteam der Union für die Regierungsbildung verlassen. Bisher war er dort christdemokratischer Verhandlungsführer.

Wie das Blatt weiter berichtet, soll Senftleben bereits Vertraute in der CDU sowie die Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer über seine Entscheidung informiert haben. Er wolle mit diesem "klaren Schnitt" eine Zerreißprobe seiner Partei abwenden, um eine "Kenia"-Koalition unter Führung der SPD und mit Beteiligung der Grünen für Brandenburg zu retten.

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12:47 Uhr

Umstellung in Japan: Aus Shinzo Abe wird Abe Shinzo

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Abe Shinzo

(Foto: imago images / Russian Look)

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts beginnt Japan damit, sich für die Außenwelt zu öffnen. Im Zuge der Modernisierung und Internationalisierung ahmt das Land die westliche Schreibweise von Namen nach. Seitdem hebt sich Japan - das einzige Land Asiens, das zur Gruppe der G7-Staaten gehört - von anderen asiatischen Ländern wie China oder Südkorea ab. Diese Staaten folgen auch in ausländischen Sprachen ihrer eigenen Tradition und setzen den Familiennamen an den Anfang. So heißt der chinesische Präsident in deutscher Sprache Xi Jinping und Südkoreas Präsident Moon Jae-in.

Nun kehrt auch Japan zurück zu den Ursprüngen: Die rechtskonservative Regierung beschloss, künftig in offiziellen, in Fremdsprachen verfassten Dokumenten die bisherige Reihenfolge von Vor- und Nachnamen zu ändern. Ministerpräsident Shinzo Abe hieße dann im Deutschen oder Englischen künftig Abe Shinzo. Details müssen allerdings noch ausgearbeitet werden. Auch ist unklar, ob Japans Privatsektor die Umstellung mitmacht.

12:10 Uhr

Faultier im Wappen: Bayernpartei stänkert gegen Berlin

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Aus Sicht der Bayernpartei (BP) passt der Bär nicht länger als Wappentier zur Bundeshauptstadt. "Berlin sollte über ein neues Wappen nachdenken. Ein - natürlich genderneutrales - Faultier, das Geld mit beiden Händen aus dem Fenster wirft. Geld, das aus einem weiß-blauen Füllhorn herabregnet", meinte der Landesvorsitzende der Partei, Florian Weber. Auf der Website der BP wird die Idee damit erklärt, dass sich das ansässige Landesparlament eine Erhöhung der Bezüge genehmigt habe. "Um gut 58 Prozent. Der Mehraufwand ist überschaubar. Denn bisher gab es 16 Parlamentssitzungen im Jahr, künftig sollen es 18 sein."

Was die BP, die bei der Landtagswahl in ihrem Bundesland 2018 auf 1,7 Prozent der Stimmen kam, verschweigt: Die Berliner Abgeordneten werden künftig statt in einem Halbtags- in einem Ganztagsparlament arbeiten. Die Diäten werden in diesem Kontext von bislang 3944 Euro auf rund 6250 Euro steigen. Damit läge Berlin weiter unter dem Bundesschnitt von etwa 6500 Euro für Landesparlamentarier. Mit dem angesprochenen "weiß-blauen Füllhorn" ist wohl der Länderfinanzausgleich gemeint. Bayern ist mit das größte Geberland, während Berlin regelmäßig am meisten empfängt. Im vergangenen Jahr bezahlte der Freistaat 6,67 Milliarden Euro, Berlin bekam 4,4 Milliarden Euro.

11:49 Uhr

Klage gegen Zwangspause des britischen Parlaments abgewiesen

Teilerfolg für den britischen Premierminister Boris Johnson: Ein Gericht in London hat eine Klage gegen die verhängte Zwangspause des britischen Parlaments abgewiesen. Die Richter ließen jedoch eine Berufung am höchsten britischen Gericht, dem Supreme Court, ausdrücklich zu. Dort soll es am 17. September weitergehen.

Geklagt hatten unter anderem die Geschäftsfrau und Aktivistin Gina Miller und Ex-Premierminister John Major. Sie sehen in der bis zu fünf Wochen langen Sitzungsunterbrechung ein unzulässiges politisches Manöver von Johnson, um seinen Brexit-Kurs durchzudrücken. Johnsons Anwälte hatten Millers Vorwürfe hingegen als "akademisch" abgetan.

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11:27 Uhr

Rapperin Nicki Minaj verwirrt mit Rücktritts-Tweet

Mit einem Tweet hat Nicki Minaj nicht nur ihre Fans, sondern auch uns geschockt. Die Rapperin hatte verkündet: "Ich habe mich dazu entschlossen, mich zurückzuziehen." Als Grund gab sie ihre Familie an. Der vielfach als Rücktrittsankündigung verstandene Tweet verbreitete sich zehntausendfach. Das Boulevard-Magazin "TMZ" interpretierte die Nachricht so, dass Minaj schwanger sei.

Doch Stunden später sorgte die 36-Jährige für einen Hoffnungsschimmer am Horizont und entschuldigte sich. "Der Tweet war schroff und instinktlos." Sie werde das Thema in ihrer nächsten Radioshow ansprechen. Nähere Einzelheiten nannte sie nicht. Wir bleiben dran.

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11:01 Uhr

Schottland dringt auf zweites Unabhängigkeitsreferendum 2020

Seit Jahren empfindet es Nicola Sturgeon als "höchst frustrierend", dass "über Schottlands Schicksal ohne unsere Kontrolle bestimmt" werde. "Es ist viel besser, selber die Kontrolle zu haben, und die kommt mit der Unabhängigkeit". Das sagte die schottische Regierungschefin im Interview mit der "Welt". Vor einem Besuch des britischen Premierministers Boris Johnson bekräftige Sturgeon ihre Pläne für ein neues Unabhängigkeitsreferendum 2020. "Ich denke, und die Umfragen zeigen das auch, dass die Schotten unabhängig sein wollen", fügte die Chefin der Schottischen Nationalpartei (SNP) hinzu.

Johnson erwartet also gehöriger Gegenwind im Norden. Der Tory-Chef wird nach Regierungsangaben einen Fischmarkt in Aberdeenshire besuchen und ein Hilfspaket für schottische Landwirte für die Zeit nach dem Brexit ankündigen. Danach wird er Königin Elizabeth II. auf ihrem schottischen Landsitz Balmoral besuchen und mit ihr zu Abend essen. Normalerweise besucht der britische Regierungschef die Queen jeden Sommer für ein ganzes Wochenende in Balmoral. Wegen der Brexit-Turbulenzen in London muss Johnson seinen Besuch aber abkürzen. Ganz unglücklich wird er darüber wohl nicht sein ...

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10:40 Uhr
Breaking News

Mord an Maria: Lebenslänglich und Einweisung in Psychiatrie

Für den Mord an der 18-jährigen Maria aus Zinnowitz hat das Landgericht Stralsund für den Haupttäter die Unterbringung im Maßregelvollzug in einer Psychiatrie angeordnet. Zusätzlich wurde er zu einer zwölfjährigen Jugendhaftstrafe verurteilt. Der andere Täter erhielt eine lebenslange Haftstrafe. Das Gericht stellte bei ihm die besondere Schwere der Schuld fest.

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10:34 Uhr

Hotelgast sieht Nazi-Symbole, schreibt schlechte Kritik und wird verklagt

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Hitler in Österreich 1938

(Foto: picture alliance / Votava/dpa)

Sie merken schon an der Überschrift, dass es bei dieser Meldung einer gewissen Erklärung der Hintergründe bedarf, die aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Mehrere Medien (wie der "Standard" und der "Guardian") berichten, dass ein deutscher Tourist im vergangenen Jahr in einem österreichischen Hotel in Tirol verweilte. Was er dort an der Wand hängen sah, brachte ihn jedoch in Rage: Auf zwei schwarz-weißen Porträtfotos waren Männer zu sehen, von denen einer eine Wehrmachtsuniform trug. Außerdem war ein Hakenkreuz zu erkennen.

Auf zwei Online-Plattformen hinterließ der Urlauber daraufhin kritische Bewertungen. Eine trug die Überschrift: "Am Hoteleingang: Bild vom Nazi-Opa". Der Hotelbesitzerin passte diese Kritik an ihren Vorfahren (Onkel und Großvater) gar nicht. Sie verklagte den Mann wegen Beleidigung und falscher Tatsachenbehauptung und erwirkte, dass nach und nach die Einträge gelöscht wurden. Für sie war durch die Kritiken der Eindruck erweckt worden, dass sie mit dem Nationalsozialismus sympathisiere. Zudem seien ihre Verwandten keine Nazis im eigentlichen Sinne gewesen, sondern "lediglich" Wehrmachtsangehörige.

Und tatsächlich wurde ihr guter Ruf vom Landesgericht Innsbruck als höher bewertet als die freie Meinungsäußerung des Gastes. Doch Letzterer konnte im Laufe des Verfahrens nachweisen, dass die beiden Abgebildeten auch Mitglieder der NSDAP waren. Die juristische Auseinandersetzung ist noch nicht abgeschlossen. Die Bilder wurden jedoch inzwischen abgehängt.

 

10:07 Uhr

Indische Mondlandung ist billiger als Hollywood-Blockbuster

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Zugegeben, im Vergleich zu den Welten, Dimensionen und Galaxien, die in dem Streifen "Interstellar" dargestellt werden, ist eine Landung auf dem Mond ziemlich mickrig. Doch im Gegensatz zu dem Hollywood-Blockbuster hat Letztere einen realen Hintergrund: Indien will als vierte Nation überhaupt eine Sonde auf dem Erdtrabanten platzieren. Die Mission mit dem Namen Chandrayaan-2 ist allerdings relativ billig: Rund 127 Millionen Dollar soll es gekostet haben, die Rakete mit der Raumsonde in den Orbit zu schicken, berichtet die "New York Times".

"Interstellar", der im Jahr 2014 in die Kinos kam, verbuchte dagegen Produktionskosten von mehr als 160 Millionen Dollar. Das lag vermutlich auch an den Gagen von Stars wie Matthew McConaughey und Anne Hathaway. Trostpflaster: Der Film nahm rund 677 Millionen US-Dollar ein. Von der indischen Mission erwartet man sich eher ideelle Werte, wie die Kartierung der Oberfläche, eine Analyse des Bodens und das Finden etwaiger Spuren von Wasser.

Was hinter der Mondmission Indiens steckt, hat mein Kollege Kai Stoppel aufgeschrieben.

09:41 Uhr

Miserable Zustimmungswerte: AKK gibt sich unverdrossen

Von der aktuellen Kanzlerin zur möglicherweise zukünftigen Kanzlerin: Annegret Kramp-Karrenbauer. Anders als Angela Merkel hat die derzeitige CDU-Vorsitzende in den jüngsten Umfragen mit schlechten persönlichen Werten zu kämpfen. Doch davon will sich die Saarländerin nicht entmutigen lassen: "Das ist ein Ausdruck der Tatsache, dass wir mitten im Prozess der Erneuerung stehen", sagte die Parteichefin in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner".

  • Im jüngsten ZDF-"Politbarometer" hatten 71 Prozent der Befragten zu Protokoll gegeben, dass sie AKK nicht zutrauen, ihre Partei erfolgreich in die Zukunft zu führen.
  • "Diese Partei ist in einem Umbruch, sowohl personell mit Blick auf (die Kanzlerin und vorherige Parteivorsitzende) Angela Merkel, als auch inhaltlich", sagte Kramp-Karrenbauer. Dieser Umbruch werde erst seit wenigen Monaten vorangetrieben. "Und deswegen ist das ein Zwischenstand."
  • Entscheidend sei, "was am Ende, etwa in Form des neuen Grundsatzprogramms, für die CDU herauskommt und was getragen wird".
09:14 Uhr

Messner: Merkel schafft locker 1000 Höhenmeter ohne Rast

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Wandern verbindet: Merkel und Messner.

(Foto: picture alliance / Matteo Villan)

Südtirols Bergsteiger-Legende Reinhold Messner ist von der Kondition von Kanzlerin Angela Merkel beeindruckt: "Ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage: Die Frau ist viel zäher als die meisten denken. Sie schafft locker 1000 Höhenmeter. Ohne zu rasten." Diese Eindrücke gab der 74-Jährige im "Focus" zum Besten. Ihn und die 65-jährige Regierungschefin verbindet demnach eine Wanderfreundschaft. Diese wurde durch Merkels Ehemann Joachim Sauer eingefädelt: "Wir lernten uns bei einem Abendessen kennen, als sie noch nicht Kanzlerin war. Irgendwann fragte Herr Sauer, ob ich einen Tipp für ihren Urlaub in den Dolomiten hätte. Schlussendlich gingen wir auf unsere erste gemeinsame Tour."

Messner empfindet Gespräche mit Merkel als "sehr bereichernd - nicht nur politisch, sondern oft sehr lustig". Er habe viele Politiker kennengelernt, jedoch "keinen so bescheidenen wie sie". Er rufe die Kanzlerin aber nie an oder habe dies nur ein Mal getan, betonte Messner. "Ich will sie nicht stören."

08:35 Uhr

Brite erteilt Johnson höfliche Abfuhr - und wird gefeiert

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Die Internet-Gemeinde feiert einen Briten: Der augenscheinlich etwas ältere, hörbar sehr höfliche Mann wurde dabei gefilmt, wie er Premierminister Boris Johnson die Hand schüttelt und freundlich sagt: "Bitte verlassen Sie meine Stadt." Johnson blieb daraufhin nichts anderes übrig, als zu erwidern, dass er dies bald tun werde. Er klopfte dem Mann kumpelhaft auf die Schulter und machte Anstalten zu verschwinden.

Die kurze Szene, die von der BBC in West Yorkshire festgehalten wurde, machte in den sozialen Medien schnell die Runde. Auf Twitter verbreitete sich zudem der Hashtag #PleaseLeaveMyTown. User lobten die Interaktion als "brillant" und würdigten den unbekannten Herren als "Legende". Mit seiner Brexit-Politik macht sich Johnson derzeit anscheinend auch auf der Insel viele Feinde.

Mehr dazu lesen Sie hier.
08:14 Uhr

Spider-Man-Comeback bei Avengers rückt in weite Ferne

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Hängepartie für Spider-Man

(Foto: picture alliance/dpa)

Obwohl sich Sony und Disney in monatelangen Verhandlungen nicht im Hinblick auf die Produktion künftiger "Spider-Man"-Filme einigen konnten, hegten Fans der freundlichen Spinne aus der Nachbarschaft bis zuletzt die Hoffnung, dass ihr Held zu den "Avengers" von Marvel zurückkehren könnte. Doch Sony-Chef Tony Vinciquerra erteilte dem nun fürs Erste eine klare Abfuhr, wie die US-Seite "Variety" berichtet.

Während des Entertainment & Technology Summit sagte er dem Bericht zufolge: "Im Moment ist die Tür zu. (...) Wir haben versucht einen Weg zu finden, es zu klären. Die Leute bei Marvel sind wundervolle Menschen, wir respektieren sie sehr, aber auf der anderen Seite haben wir selbst auch einige ziemlich tolle Menschen." Klingt zumindest im ersten Moment nach einer recht blumigen Art und Weise, verhärtete Fronten anzusprechen.

Hier lesen Sie die Hintergründe des Streits.

07:51 Uhr

Obdachlose in Berlin angegriffen und schwer verletzt

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An der Warschauer Brücke herrscht zu jeder Tages- und Nachtzeit reger Betrieb.

(Foto: imago/Jürgen Ritter)

Die Warschauer Brücke ist bei Berlinern berüchtigt - und zugleich ein Touristen-Hotspot. Normalerweise ist in der Gegend im Stadtteil Friedrichshain viel los. Dennoch konnte es am Abend zu einem gewaltsamen Übergriff kommen. Unbekannte attackierten dort drei obdachlose Männer und verletzten zwei von ihnen schwer. Wie die Polizei schildert, rissen die beiden Täter zunächst einen 30-Jährigen aus dem Schlaf, schlugen und traten ihn. Einer der Täter nahm dann eine Flasche und schlug sie einem 54-Jährigen auf den Kopf. Anschließend verletzte er mit der abgebrochenen Flasche einen 35-Jährigen am Hals schwer. Die Täter flüchteten.

07:32 Uhr

Pkw-Maut: Scheuer gab mehr Geld frei als bisher bekannt

Am 18. Juni kippte der Europäische Gerichtshof die Pkw-Maut. Seitdem werden gefühlt jeden zweiten Tag neue Hiobsbotschaften über das Prestigevorhaben der CSU bekannt. Nun berichtet der "Focus", dass Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer mehr Geld für die Umsetzung der Maut freigab als bisher bekannt. Insgesamt gehe es um Aufträge im Wert von 895 Millionen Euro an Tochterfirmen der Betreiberunternehmen CTS Eventim und Kapsch Trafficcom. Das sind rund 320 Millionen Euro mehr, als ein Anwalt des Verkehrsministeriums zuletzt in einem Schreiben an die Betreiber genannt hatte.

Erst am Montag war publik geworden, dass die Bundesregierung die Betreiberfirmen beschuldigt, auch nach dem Stopp des Projekts noch Aufträge vergeben zu haben. Einem Anwaltsschreiben zufolge ging es dabei um 576 Millionen Euro. Der "Focus" beruft sich bei der neuen Zahl auf Vertragsunterlagen.

07:15 Uhr
Breaking News

Simbabwes Ex-Präsident Mugabe gestorben

Simbabwes Ex-Präsident Robert Mugabe ist tot. Der langjährige Machthaber starb im Alter von 95 Jahren, wie Staatschef Emmerson Mnangagwa mitteilte. Mugabe hatte das südafrikanische Land seit 1980 als Ministerpräsident und ab 1987 als Präsident mit harter Hand regiert und war im November 2017 vom Militär abgesetzt worden.

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07:09 Uhr

Raser landen nach Unfall in Bach - fünf Verletzte

Zwei junge Männer rasen am Abend mit ihren Autos durch die nordrhein-westfälische Gemeinde Beckum. Als eine 54 Jahre alte Frau vor ihnen links in einer Einfahrt wenden will, kollidieren die Wagen der 20- und 21-Jährigen nacheinander mit dem Auto. Durch den Aufprall werden ihre Fahrzeuge in einen parallel zur Straße verlaufenden Bach geschleudert. Der Wagen des 20-Jährigen überschlägt sich und landet auf dem Dach im knietiefen Wasser. Das Auto der Frau dreht sich mehrfach, kommt aber auf der Straße zum Stehen. Die Männer und ihre jeweiligen Beifahrer können sich selbst aus den Autos befreien. Der 21-Jährige wird schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht, alle anderen tragen leichte Verletzungen davon.

06:55 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen,

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zu Beginn des Tages blicke ich (nicht ganz so weit wie mein Kollege Christoph Rieke) zurück - und in die USA. Denn dort hat eine der größten Sportlerinnen aller Zeiten zum zehnten Mal den Sprung in das Endspiel der US Open geschafft. Gemeint ist natürlich Serena Williams, die sich am Abend in New York in ihrem Halbfinale gegen Jelina Switolina aus der Ukraine mit 6:3, 6:1 durchsetzte.

Williams benötigte nur 70 Minuten für ihren Erfolg. Die 37-Jährige greift nun nach ihrem 24. Grand-Slam-Titel - im Falle eines Finalsiegs würde sie den Rekord der Australierin Margaret Court einstellen. Ich verneige mich vor dieser unglaublichen Leistung und erwarte ehrfürchtig das morgige Finale gegen die Kanadierin Bianca Andreescu.

Diese Themen bestimmen heute die Schlagzeilen:

  • Bundeskanzlerin Angela Merkel verweilt derzeit in China. Bei ihrem insgesamt zwölften und wohl schwierigsten Besuch steht viel auf dem Spiel. Nach dem morgendlichen Treffen mit Ministerpräsident Li Keqiang steht am Abend ein Essen mit Chinas Staatspräsident Xi Jinping auf dem Programm. Ob Merkel hier um Mäßigung im Umgang mit den Protesten in Hongkong bitten wird?
  • Das britische Oberhaus wird heute voraussichtlich das Gesetz gegen einen ungeregelten EU-Austritt Großbritanniens am 31. Oktober verabschieden. Mit einer Abstimmung wird gegen 18 Uhr (MESZ) gerechnet. Sollten die Lords Veränderungen an dem Gesetzentwurf vornehmen, müsste er am Montag nochmal ins Unterhaus gehen, bevor das Gesetz Königin Elizabeth II. zur Unterschrift vorgelegt werden kann.
  • Mit Beschlüssen zur Europapolitik und zur Pflege beendet die SPD-Fraktion im Bundestag in Berlin ihre Klausurtagung. Unter anderem will sie die Gewinne privater Pflegeheime begrenzen. Auch die Grünen-Bundestagsabgeordneten schließen in Weimar ihre Klausur ab. Erwartet werden Beschlüsse zu Klimaschutz und zum Kampf gegen Rechtsextremismus.
  • Im Prozess um die Ermordung der 18-jährigen Maria aus Zinnowitz auf Usedom wird um 10.30 Uhr vor dem Stralsunder Landgericht das Urteil erwartet. Angeklagt sind ein 19- und ein 21-Jähriger. Die beiden Deutschen sollen die junge Frau heimtückisch und aus Mordlust heraus getötet haben. Meine Kollegin Franziska Türk hat sich vorab mit dem Fall beschäftigt
  • Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft startet mit dem Länderspiel-Klassiker gegen die Niederlande in die EM-Saison. Bundestrainer Joachim Löw will um 20.45 Uhr in Hamburg nach bislang drei Siegen in drei Spielen den Aufwärtstrend auf dem Weg zur Endrunde 2020 fortsetzen.
  • Heute Nacht wagt Indien als vierte Nation überhaupt eine Landung auf dem Mond. Technische Probleme hatten die Chandrayaan-2-Mission zunächst verzögert. Die Mondfähre startete schließlich erfolgreich Ende Juli. Ziel des rund 126 Millionen Euro teuren Projekts Indiens ist es, die Oberfläche der Südpol-Region zu kartieren, den Boden zu analysieren und Wasser zu suchen.

Mit diesen galaktischen Aussichten begrüße ich Sie im "Tag". Mein Name ist Friederike Zörner. Ich versorge Sie heute bis in den frühen Nachmittag mit allerlei Meldungen aus der Welt (und vielleicht auch dem All). Bei Fragen und Anregungen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]nama.de

06:43 Uhr

Riekes Rückspiegel am 6. September 2019

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Die Hütte auf dem Kickelhahn hat's dem Goethe angetan.

(Foto: imago/Arkivi)

Wussten Sie, dass … eines der berühmtesten deutschen Gedichte heute vor 239 Jahren als Graffito veröffentlicht worden ist? Niemand Geringeres als Johann Wolfgang von Goethe nutzte am Abend des 6. September 1780 die Wandfläche einer Jagdhütte bei Ilmenau, um dort mit Bleistift seine geistigen Ergüsse niederzuschreiben: "Über allen Gipfeln ist Ruh" lautet der erste Vers des Gedichtes, das - auch bekannt als "Ein gleiches" - den zweiten Teil des weltberühmten Goethe-Werkes "Wandrers Nachtlied" bildet.

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Die Hütte auf dem Kickelhahn im Thüringer Wald ist 90 Jahre nach dem kulturellen Akt des Vandalismus übrigens abgebrannt. Vier Jahre später wurde sie restauriert und trägt seither den Namen "Goethehäuschen". Angefixt? Stiefeln Sie doch mal bei Gelegenheit den Goethewanderweg von Ilmenau nach Stützerbach entlang - und vergessen Sie nicht, den Ersten Band von Goethes Werken einzupacken!

Wir gratulieren … Nina Persson, Gesicht der schwedischen Band The Cardigans, zum 45. Geburtstag. Wie schön wäre es, wenn sie mit ihrer anmutig trägen Stimme "Dag på bergens kammar" und den Rest von Goethes "Ein gleiches" in ihrer Landessprache singen würde. "Lovefool" klingt aber auch nicht schlecht. Grattis på födelsedagen!

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06:24 Uhr

Am Wochenende sind dickere Jacken angebracht

Björn Alexander

n-tv Meteorologe Björn Alexander

Heute sorgt ein kleines Zwischenhoch erst einmal für ganz gute Aussichten, bevor uns Tief "Götz" am Wochenende einen Vorgeschmack auf den Herbst bringt. Damit sinkt die Schneefallgrenze in den Alpen am Samstag auf 2000 Meter. Am Sonntag kann es sogar bis auf etwa 1500 Meter runter schneien. Dabei bleibt es an beiden Tagen ziemlich wechselhaft, teilweise windig und auch abseits der Berge recht kühl. Der Samstag bringt 13 bis 20 Grad. Am Sonntag werden es sogar nur noch 11 bis 19 Grad. Da passt dann schon mal eine dickere Jacke und es einfach etwas gemütlicher angehen lassen.

Heute schaut es sonnentechnisch für viele von uns hingegen noch besser aus. Oft erwarten uns 7 bis 12 Sonnenstunden. Weniger Sonne gibt es nur im Norden und Nordwesten sowie ganz im Süden, wo heute bei 1 bis 5 sonnigen Betriebsstunden bereits Schluss ist. Zudem sind im Nordseeumfeld und an den Alpen immer wieder Schauer unterwegs.

Die Temperaturen: Im Rhein-Main-Gebiet und im Berliner Raum sind sie am oberen Ende der Temperaturspanne. Aber mehr als 21 Grad sind es dennoch nicht. Im übrigen Land werden es maximal 17 bis 20 Grad. Einzig der graue Alpenrand zeigt sich kühler mit 14 Grad. Außerdem ist es besonders im Norden windig bis stürmisch mit Sturmböen auf den Inseln. Damit wünsche ich Ihnen einen guten Start in den Tag und ein ganz entspanntes Wochenende. Ihr Björn Alexander

 

06:06 Uhr

Totenzahl in Bahamas steigt nach Hurrikan-Katastrophe auf 30

"Ich habe so etwas noch nie durchgemacht, und ich will so etwas auch nie wieder durchmachen." Der Gesundheitsminister der Bahamas, Duane Sands, zieht eine verheerende Bilanz. Hurrikan "Dorian" hat in der Karibik für schwere Verwüstungen gesorgt. Während der Sturm weiter Richtung USA zieht, läuft in dem Inselstaat die verzweifelte Suche nach Überlebenden. Bewohner durchkämmten die Trümmer auf der Suche nach Angehörigen. Die offizielle Totenzahl kletterte inzwischen auf 30, wie Behördenvertreter dem Sender CNN sagten. "Ich glaube, die Zahl wird erschütternd sein", sagt Sands.

Die Sachschäden dürften sich nach ersten Schätzungen auf sieben Milliarden Dollar belaufen. Die Vereinten Nationen schätzen, dass 70.000 Menschen dringend auf Lebensmittel, Wasser und Unterkünfte angewiesen.

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