Mittwoch, 11. März 2020Der Tag

mit Janis Peitsch
Janis Peitsch
22:47 Uhr

Das war Mittwoch, der 11. März 2020

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(Foto: imago images/Dirk Sattler)

Liebe Leserinnen und Leser,

ich fasse mich kurz. Folgende Nachrichten zum Coronavirus waren heute von besonderer Bedeutung:

Abseits der vielen Pandemie-Meldungen sorgten zwei Videos von Xavier Naidoo für einen neuen Eklat und seinen Rauswurf bei RTL. Zudem ging Prinz Harry zwei russischen Komikern auf den Leim.

Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Abend. Und bleiben Sie gesund!

 

22:13 Uhr

Lkw-Fahrer verliert unter Drogeneinfluss Hunderte Kisten Leergut

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Unter welchen Drogen der Fahrer stand, teilte die Polizei nicht mit.

(Foto: Polizei Dortmund)

Dieser Trip ging ordentlich nach hinten los: Ein unter Drogen stehender Lastwagenfahrer hat bei Hagen auf der Autobahn rund 800 Kisten Leergut verloren. Verletzt wurde bei dem Unfall auf der Auffahrt von der Autobahn 45 zur Autobahn 46 niemand, wie die Polizei mitteilte. Einige Glasflaschen trafen aber den vorbeifahrenden Wagen eines 56-Jährigen. Außerdem war die Auffahrt für mehr als sechs Stunden gesperrt.

Nach ersten Erkenntnissen war die Fracht mangelhaft gesichert und durchschlug in der Auffahrt in der Kurve die Lastwagenplane, wie die Polizei mitteilte. Eine Blutprobe habe bestätigt, dass der 33 Jahre alte Lastwagenfahrer unter Drogen am Steuer saß.

21:24 Uhr

Irak: Offenbar drei Tote bei Raketenangriff auf US-Stützpunkt

Ein US-Stützpunkt im Irak ist nach Angaben der irakischen Armee von mehreren Raketen getroffen worden. Bei dem Angriff auf die Armeebasis in Tadschi nahe der Hauptstadt Bagdad hat es offenbar auch Todesopfer gegeben. Wie der Sender "Fox News" und die "Washington Post" berichten, wurden zwei Amerikaner und ein Brite getötet. Zehn weitere Personen sollen verwundet worden sein. Die irakischen Streitkräfte meldeten zuvor, es habe keine Todesopfer oder größere Schäden gegeben. Wer hinter dem Raketenangriff steckt, ist noch unklar.

In den vergangenen Monaten wurden mehr als 20 Angriffe auf US-Stützpunkte im Irak verübt, laut Washington standen pro-iranische Gruppierungen hinter den Anschlägen.

Die Lage in der Region war Ende Dezember eskaliert, als bei Raketenangriffen im Norden des Irak ein US-Bürger getötet wurde. Als Reaktion darauf flogen die USA zwei Tage später Luftangriffe auf pro-iranische Milizen und töteten mindestens 25 Kämpfer. Anfang Januar wurde bei einem gezielten US-Drohnenangriff im Irak der iranische General Kassem Soleimani sowie der irakische Milizen-Anführer Abu Mehdi al-Muhandis getötet.

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20:48 Uhr
Breaking News

US-Börsen im späten Handel erneut mit heftigen Verlusten

Erneuter Kurseinbruch an der Wall Street: Im späten Handel büßt der Dow Jones Industrial bis zu 6,8 Prozent auf 23.328 Punkte ein und fällt auf den niedrigsten Stand seit Anfang vergangenen Jahres.

Mehr dazu lesen Sie hier.
20:38 Uhr

Obdachlosen tagelang gefoltert - Mann muss acht Jahre in Haft

Über fünf Tage lang hält ein 30 Jahre alter Mann aus Siegburg einen Obdachlosen in seiner Wohnung gefangen und foltert ihn. Wegen Geiselnahme, Vergewaltigung, gefährlicher Körperverletzung, Nötigung sowie Bedrohung hat das Bonner Landgericht den Mann nun zu acht Jahren Haft verurteilt.

Der 19-jährige Obdachlose sollte bestraft werden, weil er dem Mann eine geringe Menge Drogen gestohlen hatte. Ein Nachbar, der die Misshandlung bemerkte, alarmierte die Polizei. Der Angeklagte hatte in dem viermonatigen Prozess geschwiegen.

19:51 Uhr

Johnsons Verlobte dementiert Hunde-Rauswurf

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Johnson und Symonds erwarten ein Kind.

(Foto: REUTERS)

Viel Gebell um nichts: Der britische Premierminister Johnson und seine Verlobte Carrie Symonds wollen sich auch nach der Geburt ihres Kindes weiter um ihren Hund Dilyn kümmern. Symonds dementierte einen Bericht der "Times", wonach sich der Jack-Russell-Mischling ein neues Zuhause suchen müsse.

Der Bericht sei "hundertprozentiger Blödsinn", kritisierte die 31-Jährige auf Twitter. Johnson und seine Verlobte hatten den Jack-Russell-Mischling, der vorher in einem Tierheim lebte, im vergangenen September bei sich aufgenommen.

Die "Times" zitierte in ihrem Text mehrere Quellen, die behaupteten, das Paar sei von dem Hund mittlerweile genervt. Demnach soll Dilyn ein "ziemlich kränkliches" Tier sein, das seine Hinterlassenschaften oftmals in der Wohnung in der Downing Street verteile.

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19:00 Uhr

Charlie Sheen wehrt sich gegen Vergewaltigungsvorwürfe

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Charlie Sheen bestreitet die Vorwürfe.

(Foto: imago images/MediaPunch)

Zahlreiche Hollywoodfilme wie "Platoon" und "Wall Street" machen Charlie Sheen berühmt. Als Lebemann Charlie Harper in der Serie "Two and a Half Men" feiert der Schauspieler ab 2003 weitere internationale Erfolge.

Doch nun sieht sich Sheen mit Vergewaltigungsvorwürfen konfrontiert. Der Schauspieler Corey Feldman wirft Sheen in einer Dokumentation vor, den 2010 gestorbenen Schauspieler Corey Haim einst vergewaltigt zu haben. Das habe der ehemalige Kinder-Star Haim ihm erzählt.

Sheen ließ daraufhin heute über sein Management mitteilen, dass "diese kranken, verdrehten und seltsamen Behauptungen nie stattgefunden haben", wie das Magazin "People" berichtete. Sheen hatte ähnliche Vorwürfe in diesem Zusammenhang schon in der Vergangenheit stets zurückgewiesen.

18:51 Uhr

Nach umstrittenen Videos: RTL schmeißt Xavier Naidoo raus

Die Veröffentlichung von Videos, in denen Xavier Naidoo fremdenfeindliche Textzeilen singt und über die "Wir sind mehr"-Initiative herzieht, hat Konsequenzen: RTL trennt sich von dem bisherigen Juroren bei "Deutschland sucht den Superstar".

Mehr dazu lesen Sie hier.
18:40 Uhr

Börsen finden keinen Halt

Immer noch ist kein Licht im Tunnel zu erkennen: Auch heute hat der Dax zum Sprung ins Plus angesetzt und ist im Minus gelandet. Die bisher verkündeten Hilfspakete der Regierungen und Zentralbanken weltweit reichen nicht aus, um den Anlegern die Angst vor einer handfesten globalen Wirtschafts- und Finanzkrise zu nehmen.

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Das "furchtlose Mädchen" an der Wall Street: für die Börsianer derzeit offenbar keine Inspiration.

(Foto: imago images/ZUMA Press)

"Wie schon in den vergangenen Tagen scheinen Bewegungen nach oben momentan eher zum Positionsabbau genutzt zu werden", sagt Thomas Metzger, Head of Asset Management beim Bankhaus Bauer, ntv.de. "So konnte der Markt nach der heute Morgen verkündeten Zinssenkung der britischen Notenbank zwar zu einer Erholung ansetzen, diese ist aber schon wieder verpufft."

Der Dax schließt 0,4 Prozent tiefer bei 10.438,68 Punkten, so niedrig stand der Index seit fast einem Jahr nicht mehr. Noch ärger erwischt es die mittelgroßen Werte im MDax der 1,2 Prozent nachgibt.

Absturzmäßig geht es derweil an den US-Börsen bergab. Der Dow Jones liegt am Nachmittag fast fünf Prozent im Minus. Max Borowski

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18:20 Uhr

Erster Bundestagsabgeordneter positiv auf Corona getestet

Im Bundestag gibt es einen ersten Corona-Fall. Ein FDP-Abgeordneter wurde nach Informationen von RTL durch die Parlamentsärztin positiv auf das Virus getestet.

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18:08 Uhr

Spektakuläre Aussichtsplattform in New York eröffnet

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"The Edge" - die wohl höchste Aussichtsterrasse der westlichen Welt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Wohl fast jeder schwindelfreie New-York-Tourist möchte die Stadt auch von oben sehen. Jetzt gibt es dafür eine spektakuläre neue Möglichkeit: die Aussichtsplattform "The Edge".

Wie ein Schnabel ragt die spitz zulaufende, gläserne Plattform schon seit einigen Monaten aus dem 100. Stockwerk des Wolkenkratzers "30 Hudson Yards". Seit heute dürfen nun endlich auch Besucher auf die - nach Angaben der Bauherren - höchstgelegene öffentlich zugängliche Outdoor-Aussichtsterrasse der westlichen Welt.

Die Neugier auf die spektakuläre neue Aussichtsplattform auf 335 Metern ist selbst im Ausblick-verwöhnten New York riesig. Viele der rund 36 Dollar teuren Tickets waren schon im Vorfeld ausverkauft.

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17:40 Uhr
Breaking News

WHO bezeichnet Verbreitung des neuen Coronavirus als Pandemie

Die Weltgesundheitsorganisation stuft die Verbreitung des neuen Coronavirus Sars-CoV-2 nun als Pandemie ein. Das sagt WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus.

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17:22 Uhr

Mit Schreckschusswaffe hantiert? Ermittlungen gegen Polizeischüler

Die Berliner Polizei ermittelt gegen einen ihrer Auszubildenden. Der Polizeischüler soll vor einem Lokal mit einer Schreckschusswaffe geschossen haben.

Die Polizei wurde nach eigenen Angaben in der Nacht zum 2. März wegen mutmaßlicher Schüssen gerufen. Vor dem Lokal fanden die Beamten demnach Platzpatronen und trafen auf einen alkoholisierten Gast mit Schreckschusswaffe, der einen Dienstausweis als Polizeischüler hatte.

Der Auszubildende bestritt demnach, geschossen zu haben, und zeigte seinen kleinen Waffenschein. Seine Kollegen nahmen ihm dennoch die Waffe, die dazugehörige Munition und den Schultergurt ab.

16:45 Uhr

Erdogan-Rivale Babacan stellt neue Partei vor

Einst war Ali Babacan türkischer Wirtschaftsminister und enger Verbündeter von Präsident Erdogan. Nun hat der 52-Jährige eine neue Partei gegründet. In Ankara hat er heute seine "Partei für Demokratie und Fortschritt" (Deva) vorgestellt.

"Die Zeit für die Demokratie ist gekommen, die Zeit für den Fortschritt in der Türkei ist gekommen", sagte Babacan bei der Gründungsfeier. In seiner Rede plädierte Babacan für ein Gegenmodell zu dem von Erdogan eingeschlagenen politischen Kurs. Ohne den Präsidenten beim Namen zu nennen, forderte Babacan eine Reihe von Reformen, darunter eine neue Verfassung zur Stärkung der Gewaltenteilung.

Experten gehen davon aus, dass Babacan vor allem auf das Überlaufen konservativer Muslime sowie von über die wirtschaftlichen Folgen der Währungskrise besorgten Wählern von Erdogans AKP zu seiner Partei setzt.

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16:07 Uhr
Breaking News

Harvey Weinstein zu 23 Jahren Gefängnis verurteilt

Der frühere Hollywood-Produzent Harvey Weinstein ist wegen Vergewaltigung und schwerer sexuellen Nötigung zu 23 Jahren Haft verurteilt worden.

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16:04 Uhr

Große Mengen Chemikalien gekauft: Polizei schnappt Kokain-Bande

Der Kauf einer großen Menge Aceton hat belgische Drogenfahnder auf die Spur einer Kokain-Bande gebracht. Die Chemikalie wird vor allem genutzt, um das Rauschgift von anderen Substanzen zu reinigen.

Nach monatelangen Recherchen schlug die Polizei am Dienstag zu und durchsuchte 15 Objekte in und um Brüssel. Dabei stellten die Beamten 770 Kilogramm Kokain sicher, sieben Verdächtige wurden festgenommen. 

Die Dealer sollen große Mengen Kokain gereinigt und auf den Markt gebracht haben. Neben dem Rauschgift beschlagnahmte die Polizei nach Angaben der Staatsanwaltschaft von Löwen auch 600.000 Euro, sechs Schusswaffen und fünf Autos.

15:40 Uhr

Milliardenübernahme: Pepsi schluckt Energy-Drink-Konzern

Der Coca-Cola-Konkurrent Pepsico will den Getränkehersteller Rockstar Energy Beverages kaufen. Beide Unternehmen haben sich auf einen Kaufpreis von 3,85 Milliarden US-Dollar (3,39 Mrd Euro) geeinigt.

Rockstar stellt vor allem Energy-Drinks her. Die Firmen arbeiten seit 10 Jahren im Vertrieb zusammen. Das Management von Pepsico geht davon aus, dass der Kauf innerhalb des ersten Halbjahres abgeschlossen werden kann und sich 2020 nicht wesentlich auf Umsatz und Gewinn auswirken wird. Die Behörden müssen der Übernahme noch zustimmen.

 Der Hersteller von Pepsi-Cola und der Rivale Coca-Cola vergrößern beide in einem Kopf-an-Kopf-Rennen ihr Getränke-Portfolio. Max Borowski

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15:21 Uhr

Afghanistans Präsident manövriert Wahlrivalen ins Abseits

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Ghani (r.) gilt als Gewinner der Wahl und damit als Präsident Afghanistans.

(Foto: picture alliance/dpa)

Zwei Tage nach seinem Amtsantritt hat Afghanistans Präsident Aschraf Ghani seinen Regierungsgeschäftsführer und Wahlrivalen Abdullah Abdullah abgesetzt. Das Büro des Regierungsgeschäftsführers existiere nicht mehr in der Struktur der afghanischen Regierung, sagte Ghanis Sprecher während einer Pressekonferenz.

Abdullah äußerte sich zunächst nicht. Er erkennt das Ergebnis der Präsidentenwahl vom September 2019 nicht an und hatte sich am Montag während Ghanis Amtseinführung ebenfalls zum Präsidenten erklären lassen. Bereits nach der Präsidentenwahl 2014 hatten Ghani und Abdullah über den Sieg im Streit gelegen. Als Kompromiss wurde damals nach Monaten eine Einheitsregierung mit Vermittlungen der USA gebildet.

14:36 Uhr

Telefonstreich: Russische Komiker legen Prinz Harry rein

Prinz Harry ist nach einem Bericht der "Sun" von russischen Komikern hereingelegt worden. Demnach gaukelten die Comedians Wowan und Lexus dem Royal in zwei Telefonaten vor, mit Klimaaktivistin Greta Thunberg und deren Vater zu sprechen. Dabei entlockten sie ihm einige private Meinungen.

  • Über Donald Trump sagte Harry, dass Blut an den Händen des US-Präsidenten klebe.
  • Positiver soll Harrys Meinung über Premierminister Boris Johnson sein: Dieser sei "ein guter Mann", der aber eben seine festgefahrene Meinung habe, zitierte die "Sun" aus dem Telefonat.
  • In den Telefonaten soll Harry auch erläutert haben, warum er seine royalen Pflichten aufgibt.
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Wowan und Lexus haben in der Vergangenheit schon mehrfach Prominente reingelegt.

(Foto: imago/Russian Look)

Die Russen sollen in dem von Harry gemieteten Haus in Kanada angerufen haben. Eines der beiden Gespräche wurde im Netz veröffentlicht.

Das Komiker-Duo legte bereits mehrfach Prominente rein, darunter auch Boris Johnson und Popstar Elton John. Die beiden geben sich zwar als unabhängige Spaßvögel. Seit Langem hält sich aber der Verdacht, dass sie etwa über den staatsnahen Fernsehsender NTW Kontakte in die russischen Machtstrukturen haben, um so auch an die öffentlich nicht zugänglichen Telefonnummern zu kommen.

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14:20 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

meine geschätzte Kollegin Ina Bullwinkel verabschiedet sich in den Feierabend. Bis zum Abend haue ich nun für Sie in die Tasten. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an janis.peitsch[at]nama.de.

Los geht's!

13:51 Uhr

Razzien bei Logistikfirma: Geschäftsführer unter Schleuserverdacht

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Die Geschäftsführer des Unternehmens werden verdächtigt, Ausländer illegal eingeschleust zu haben.

(Foto: picture alliance/dpa)

Rund 570 Bundespolizisten und Zollbeamte haben eine Logistikfirma bei Eisenach sowie deren Niederlassungen in Hessen, Bayern und Nordrhein-Westfalen durchsucht. Ermittelt werde gegen drei Geschäftsführer des Unternehmens, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Sie stünden unter anderem in Verdacht, Ausländer gewerbsmäßig eingeschleust und illegal beschäftigt zu haben. Die Rede ist von 95 Arbeitern aus der Ukraine seit dem vergangenen Jahr.

Bei der heutigen Aktion wurden nach Angaben der Bundespolizei zwölf Ukrainer in Gewahrsam genommen. Nun werde ihr genauer Aufenthaltsstatus geprüft. Die Ermittler haben den Verdacht, dass sie illegal nach Deutschland geholt wurden. Hier hätten sie in der Firma in Werra-Suhl-Tal zu Dumpinglöhnen unterhalb des Mindestlohns gearbeitet. Zusätzlich sei ihnen vom Verdienst Geld für eine kärgliche Unterkunft abgezogen worden. Auch sollen Beiträge zur Sozialversicherung nicht oder nicht in voller Höhe gezahlt worden sein.

13:30 Uhr

Untersuchung: Vorwürfe gegen Plácido Domingo "glaubwürdig"

Eine Untersuchung im Auftrag der Oper von Los Angeles hat die Belästigungsvorwürfe gegen Opernstar Plácido Domingo als "glaubwürdig" beurteilt. Auch wenn die befragten Frauen über unterschiedliche Grade "unangemessenen Verhaltens" des Spaniers berichtet hätten, stimmten ihre Berichte im Wesentlichen überein, heißt es in dem Untersuchungsbericht. Demnach gibt es aber keine Belege, dass der 79-Jährige sexuelle Handlungen als Gegenleistung für Rollen verlangte.

  • Einige der Frauen hätten starke "Traumatisierungen" durch die Vorfälle geschildert, heißt es in dem Bericht der unabhängigen Kanzlei Gibson, Dunn & Crutcher LLP im Auftrag der Oper von Los Angeles. Andere hätten hingegen ausgesagt, sie hätten sich durch Domingos Verhalten "nicht unwohl" gefühlt.
  • Die Kanzlei hatte 44 Menschen zu Domingos sexuellem Fehlverhalten befragt, darunter den Sänger selbst. Domingo bestritt dem Bericht zufolge bei seiner Befragung jegliches aggressives Verhalten gegenüber Frauen.
  • Er versicherte demnach, alle seine Beziehungen zu Frauen seien im gegenseitigen Einvernehmen abgelaufen. Allerdings hätten seine Aussagen in einigen Punkten "weniger glaubwürdig" gewirkt oder seien unklar gewesen, erklärte die Kanzlei. Domingos Sprecher wollte sich zunächst nicht zu der Untersuchung äußern.
12:58 Uhr

Bundeswehr-Hubschrauber muss Flug abbrechen

Wegen eines technischen Defekts hat die Besatzung eines Transporthubschraubers der Bundeswehr einen Flug abgebrochen. Die Maschine vom Typ CH-53 sei bei Holzdorf, etwa 80 Kilometer südlich von Berlin, zu einer Sicherheitslandung aufgesetzt, teilte die Luftwaffe mit. Es gebe keine Verletzten.

Techniker des Hubschraubergeschwaders 64, das auf dem Fliegerhorst Holzdorf stationiert ist, seien auf dem Weg zum Landeplatz, um die Maschine zu untersuchen. Dieser Platz liege etwa drei Kilometer östlich von Holzdorf. Der Transporthubschrauber CH-53 wird zur Beförderung von Soldaten und Material sowie für Sonderaufgaben genutzt.

12:35 Uhr

Nach Attacke auf Feuerwehrmann: U-Haft von 17-Jährigem nicht rechtens

Das Bundesverfassungsgericht hat der Verfassungsbeschwerde gegen die Untersuchungshaft eines 17-Jährigen stattgegeben, der zu den sieben Tatverdächtigen im Zusammenhang mit der tödlichen Attacke auf einen Feuerwehrmann in Augsburg gehört. Das höchste deutsche Gericht in Karlsruhe entschied mit einem Beschluss, dass das Oberlandesgericht München erneut die Voraussetzungen für eine U-Haft prüfen muss. Der Jugendliche wurde demnach in seinem Grundrecht auf Freiheit der Person verletzt.

Ein 49-jähriger Feuerwehrmann war Anfang Dezember nach einem privaten Weihnachtsmarktbesuch mit seiner Frau und einem befreundeten Paar erschlagen worden. Auch der Mann des anderen Paars wurde schwer verletzt. Unter Verdacht geriet eine Gruppe von sieben Jugendlichen. Gegen den 17-Jährigen, der erfolgreich in Karlsruhe Verfassungsbeschwerde einlegte, wird wegen des Verdachts der Beihilfe zum Totschlag und der gefährlichen Körperverletzung ermittelt. Es handelt sich nicht um den mutmaßlichen Haupttäter.

12:01 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:54 Uhr
Breaking News

Merkel: Corona-Krise stellt "unser Herz füreinander auf Probe"

Bundeskanzlerin Merkel appelliert an die Bevölkerung, sich wegen der Corona-Krise solidarisch zu verhalten. "Es geht um den Schutz gerade auch älterer Menschen, Menschen mit Vorerkrankungen."

Mehr dazu lesen Sie hier.
11:50 Uhr

Norbert Blüm seit Blutvergiftung gelähmt

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Der ehemalige Arbeitsminister Norbert Blüm ist seit einer Blutvergiftung auf den Rollstuhl angewiesen.

(Foto: picture alliance / Patrick Seege)

Der ehemalige Arbeitsminister Norbert Blüm ist seit einer Blutvergiftung im vergangenen Jahr von den Schultern abwärts gelähmt. In einem Gastbeitrag für die Wochenzeitung "Die Zeit" schrieb CDU-Politiker Blüm: "Noch nehme ich das Urteil nicht ganz so ernst, wie ich eigentlich müsste, weil mein Lebensgefühl es nicht akzeptiert, auf Dauer gelähmt zu sein."

Blüm war der "Zeit" zufolge nach einer Sepsis in ein Koma gefallen und kann seitdem weder Arme noch Beine bewegen. Das Krankenhaus verließ der 84-Jährige demnach nach monatelangen Aufenthalten in der vergangenen Woche. "Ich fühle mich wie eine Marionette, der sie die Fäden gezogen haben, sodass ihre Teile zusammenhanglos in der Luft baumeln", schrieb Blüm in dem Beitrag, den er laut "Zeit" seiner Frau diktierte.

Er habe ein intensives öffentliches Leben geführt - "zeitweise als Rummelboxer der Politik", schrieb Blüm weiter. Im Horizont des Rollstuhls falle der Rückblick anders aus als in der herkömmlichen Panoramasicht. "Ich beurteile manche Ereignisse meines Lebens anders als bisher, und der Rollstuhl bildet die Wasserscheide." Er habe sich nun wieder in die Arme der Familie geflüchtet. "Ich bin daheim."

11:32 Uhr

Angriff aus Hass: Mann sticht Libyer in den Hals

Nach einem mutmaßlich rassistisch motivierten Messerangriff in einer Dresdner Straßenbahn sitzt ein Tatverdächtiger in Untersuchungshaft. Der 36-Jährige soll am Montag einem Libyer mit einem Messer in den Hals gestochen haben, wie die Dresdner Staatsanwaltschaft mitteilte. Das Opfer wollte demnach einen Streit zwischen dem Tatverdächtigen und zwei Syrern schlichten, worüber der 36-Jährige in Wut geraten sein soll.

Zugleich soll er nach Angaben der Ermittler "aus Hass über die ethnische Herkunft des Geschädigten" gehandelt haben. Bei dem Angriff erlitt der Libyer demnach eine etwa zehn Zentimeter lange und etwa anderthalb Zentimeter tiefe Schnittwunde, wobei die Halsschlagader nur knapp verfehlt wurde. Die Verletzung hätte in sehr kurzer Zeit zum Verbluten führen können, erklärte die Staatsanwaltschaft. Sie wirft dem Beschuldigten gefährliche Körperverletzung vor.

11:08 Uhr

Erdogan vergleicht griechisches Verhalten mit Nazi-Verbrechen

Der Ton zwischen der Türkei und Griechenland wird rauer: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat das Vorgehen der griechischen Behörden gegen Migranten an der Grenze mit den Verbrechen der Nazis verglichen. "Zwischen dem, was die Nazis gemacht haben, und diesen Bildern an der griechischen Grenze besteht gar kein Unterschied", sagte Erdogan in Ankara. "Was sie in den Nazi-Camps gemacht haben, machen auch die Griechen im Namen des Westens, geradezu als bezahlte Beamte des Westens", fügte er hinzu. "Und sie töten auch. Das sind bezahlte Legionäre des Westens."

Erdogan hatte Ende Februar erklärt, die Grenzen in die EU seien für Flüchtlinge und andere Migranten geöffnet. Daraufhin machten sich Tausende Menschen auf den Weg zur griechischen Grenze, wo noch immer viele von ihnen ausharren. Griechenland drängt die Migranten immer wieder auch mit dem Einsatz von Tränengas zurück.

Die Türkei wirft den griechischen Behörden außerdem vor, mindestens zwei Migranten an der griechisch-türkischen Grenze erschossen zu haben. Athen weist das entschieden zurück.

10:49 Uhr

Berlin bekommt Zentralstelle für Fälle von Hasskriminalität

Bei der Berliner Staatsanwaltschaft wird eine Zentralstelle zur Bekämpfung sogenannter Hasskriminalität eingerichtet. Das kündigten Justizsenator Dirk Behrendt von den Grünen und Generalstaatsanwältin Margarete Koppers in der Hauptstadt an. Die Stelle soll die Arbeit der Ermittlungs- und Anklagebehörde in diesem Bereich koordinieren und vertrauensbildend nach außen wirken, etwa indem sie sich mit Organisationen und Betroffeneninitiativen vernetzt.

"Die Anschläge von Halle und Hanau haben auch bei uns dazu geführt, bestehende Strukturen zu überdenken", erklärte Behrendt. Die Stelle werde sich vor allem um rassistische Taten kümmern. Die Berliner Staatsanwaltschaft hat bereits zentrale Ansprechpartner für Opfer antisemitischer sowie homo- und transphober Hassverbrechen. Die Zentralstelle soll an deren Arbeit anknüpfen.

10:35 Uhr
Breaking News

Österreich stellt Personen-Zugverkehr von und nach Italien ein

Der Zugverkehr für Personen von und nach Italien über die österreichische Grenze ist eingestellt. "Wir folgen den Anweisungen der Behörden", sagte ein Sprecher der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB). Nicht betroffen sei der Güterverkehr.

10:22 Uhr

Klimarat: Australische Brände kosten Tourismus 2,6 Milliarden Euro

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Premierminister Scott Morrison sprach von einem "Schwarzen Sommer" für das Land.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die verheerenden Buschbrände in Australien haben nicht nur Millionen Hektar niedergebrannt, sondern auch zu erheblichen wirtschaftlichen Schäden geführt. Einer Schätzung zufolge beträgt allein im Tourismus der Verlust eine Summe von umgerechnet mindestens 2,6 Milliarden Euro. Das geht aus einer Bilanz des australischen Krisensommers hervor, den der Klimarat veröffentlichte. Fast 80 Prozent aller Australier seien von den Folgen der monatelangen Brände direkt oder indirekt betroffen gewesen, erklärte der Climate Council.

"Ich kämpfe seit 50 Jahren gegen Feuer - und einen australischen Sommer wie diesen habe ich noch nie erlebt", sagte der frühere Feuerwehrchef des am schwersten betroffenen Bundesstaats New South Wales, Greg Mullins. Der Klimawandel habe die noch dagewesenen Feuer angeheizt. Laut der Mitteilung gingen zwischen November und Februar bei den Versicherungen in vier Bundesstaaten 23.000 Schadensmeldungen ein.

Insgesamt brannten in Australien über Monate 12,5 Millionen Hektar nieder, das ist mehr als ein Drittel der Fläche von Deutschland. 33 Menschen starben, 3000 Häuser wurden zerstört. Premierminister Scott Morrison sprach von einem "Schwarzen Sommer" für das Land. Besonders schlimm war die Situation im Januar und im Südosten. In den vergangenen Wochen half der Regen, die Lage unter Kontrolle zu bringen, er löste aber auch Überschwemmungen aus.

10:15 Uhr
Breaking News

Auch Geisterspiel für Eintracht Frankfurt

Das Bundesliga-Spiel von Eintracht Frankfurt gegen Borussia Mönchengladbach am Sonntag wird als Geisterspiel ausgetragen. Das teilt der Frankfurter Gesundheitsdezernent Stefan Majer mit. Anders sieht es beim Europa-League-Spiel drei Tage zuvor gegen den FC Basel aus.

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09:54 Uhr

Kurioser Diebstahl: Riesenkrebs unter Verdacht

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Der Riesenkrebs wird auch Palmendieb genannt.

(Foto: imago/OceanPhoto)

Eine Forscherin auf den Weihnachtsinseln im Indischen Ozean vermisst eine teure Kamera und hat einen Verdächtigen ausgemacht: einen Riesenkrebs, genauer gesagt einen sogenannten Palmendieb. Wie der australische Sender ABC berichtete, hatte die Wissenschaftlerin der Western Sydney Universität, die Flughunde erforscht, schon öfter Erfahrungen mit den Tieren, die bis zu vier Kilo schwer werden können. So habe sie mehrfach verhindern müssen, dass die Krebse mit Teilen ihrer Ausrüstung verschwinden. Nun fehlt ihr laut dem ABC-Bericht eine 6000 Dollar (ca. 5300 Euro) teure Wärmebildkamera.

Das Stativ sei umgeworfen worden, sie hätte Spuren von Klauen gefunden, berichtete die Forscherin. Sie vermutet laut ABC, dass ein Krebs damit einfach im Wald verschwunden ist. Sie hätte vergeblich nach der Kamera gesucht.

Nach den Worten von Nationalparkchef Rob Muller sind die Räuberkrabben für ihre kleptomanischen Züge bekannt. Sie seien neugierig und hätten einen sehr guten Geruchssinn, der sie an alle möglichen Orte führe. Die Weihnachtsinseln liegen südlich von Indonesien und nordwestlich von Australien.

09:40 Uhr
Breaking News

Russisches Parlament ermöglicht Putin weitere Amtszeit

Das russische Parlament beschließt die größte Verfassungsänderung der Geschichte des Landes. Dadurch könnte Kremlchef Wladimir Putin bis maximal 2036 regieren.

Mehr dazu lesen Sie hier.
09:23 Uhr

Polizei entdeckt ganzes Waffenarsenal bei Verdächtigem

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Dutzende Waffen stellte die Polizei sicher.

(Foto: Collage/Polizei)

Eigentlich hatte die Polizei Stadtallendorf nur nach einer bestimmten Waffe in der Wohnung eines Verdächtigen gesucht. Der 40-Jährige soll im Januar einen Mann verbal und mit einem Baseballschläger massiv bedroht haben, wie die Polizei mitteilt.

Anfang März durchsuchten Beamte schließlich die Wohnung des 40-Jährigen und fanden dabei nicht nur einen Baseballschläger. Ein ganzes Waffenarsenal entdeckten sie. Neben Betäubungsmitteln stellte die Polizei außerdem drei Luftdruck- und drei Soft-Air-Waffen, drei Äxte, eine Machete, sechs Messer, einen Schlagring, einen Laserpointer, Pfefferspray sowie diverse Munition sicher.

Wegen der gefundenen Betäubungsmittel und den gefundenen verbotenen Waffen und Gegenständen muss sich der Mann nun zusätzlich zur versuchten gefährlichen Körperverletzung und Bedrohung auch wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittel- und Waffengesetz verantworten.

09:02 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:47 Uhr

Mann muss 2500 Euro Strafe für Hakenkreuz-Deko zahlen

Weil er vor Weihnachten im vergangenen Jahr einen beleuchteten Holzbogen mit einem Hakenkreuz in sein Fenster stellte, ist ein 36-Jähriger aus dem sächsischen Chemnitz zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, wurde der Mann vom Amtsgericht mit einer Strafe von 2500 Euro belegt. Die Entscheidung fiel demnach Anfang Januar in einem sogenannten beschleunigten Verfahren wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und ist rechtskräftig.

Den Angaben zufolge hatte der Chemnitzer den Bogen mit einem fünf mal fünf Zentimeter großen Hakenkreuz Ende November 2019 ins Fenster gestellt. Dieser sei von der Straße aus gut sichtbar gewesen.

08:19 Uhr

Jeder Zehnte arbeitet 48 Stunden die Woche

Arbeiten Sie regelmäßig mehr als 40 Stunden die Woche? Falls ja, sind Sie in guter Gesellschaft: Mehr als jeder zehnte Erwerbstätige in Deutschland arbeitet mehr als 48 Stunden in der Woche. Das geht aus der Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtete. Das Ministerium beruft sich demnach auf Daten der jüngsten Erwerbstätigenbefragung des Bundesinstituts für Berufsbildung sowie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.

  • Rund 15 Prozent der Befragten gaben demnach 35 bis 39 Stunden als ihre tatsächliche Wochenarbeitszeit an, bei fast 46 Prozent sind es 40 bis 47 Stunden. 48 bis 59 Stunden pro Woche arbeiten nach eigenen Angaben 10,6 Prozent der abhängig Beschäftigten und Selbstständigen, 3,2 Prozent sogar mehr als 60 Wochenstunden.
  • Nach vorläufigen Ergebnissen einer anderen Beschäftigtenbefragung, dem sogenannten Linked Personnel Panel, haben knapp elf Prozent der Männer sowie knapp vier Prozent der Frauen "normalerweise" eine Wochenarbeitszeit von mehr als 48 Stunden, wie das Redaktionsnetzwerk berichtete.
08:15 Uhr

Britische Notenbank senkt Leitzins

Euro / Britisches Pfund
Euro / Britisches Pfund ,89

Die britische Notenbank wird angesichts der Coronavirus-Epidemie ihren Leitzins senken. Er werde von 0,75 auf 0,25 Prozent gesenkt, teilte die Bank of England in London mit. Sie kündigte zugleich ein Maßnahmenpaket wegen der Virus-Krise an. Zuvor hatten bereits andere Zentralbanken ihre Geldpolitik gelockert, darunter die US-Notenbank Fed. Die Europäische Zentralbank entscheidet morgen über ihren Kurs.

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07:39 Uhr

Afghanistan will 5000 Taliban-Gefangene freilassen

Die afghanische Regierung geht auf die Taliban zu und lässt sich auf einen Gefangenenaustausch mit der militant-islamistischen Gruppe ein. Rund anderthalb Wochen nach dem Abkommen zwischen den USA und den Taliban hat Präsident Aschraf Ghani einen entsprechenden Erlass unterzeichnet, wie Regierungssprecher Sedik Sedikki in der Nacht zu Mittwoch twitterte.

Demnach sollen in zwei Phasen 5000 Taliban-Gefangene freigelassen werden. Die Freilassung von Gefangenen war als Vorbedingung für innerafghanische Friedensgespräche zwischen der Regierung in Kabul und den Taliban in ein Abkommen aufgenommen worden, das die USA mit den Taliban am 29. Februar unterzeichnet hatten.

07:12 Uhr

Hefner-Sohn erwartet Kind mit Harry-Potter-Schauspielerin

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Hugh Hefner mit seinem Sohn Cooper.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Der 28-jährige Sohn von "Playboy"-Gründer Hugh Hefner, Cooper Hefner, und die britische Schauspielerin Scarlett Byrne werden Eltern. "In diesem Sommer werden wir ein neues Familienmitglied willkommen heißen", schrieb Hefner am Dienstag auf Instagram zu einem Foto von seiner schwangeren Ehefrau. Sie könnten es kaum erwarten, den "neuesten kleinen Hefner" zu treffen, teilte die Schauspielerin auf Instagram mit.

Das Paar hatte im vorigen November in Kalifornien geheiratet. Sie waren vier Jahre lang miteinander verlobt. Byrne wurde vor allem durch ihre Rolle als Pansy Parkinson in drei Harry-Potter-Filmen bekannt. Cooper wirkte zeitweise als Kreativ-Chef bei Playboy Enterprises mit. Hugh Hefner war 2017 im Alter von 91 Jahren gestorben. Sohn Cooper stammte aus Hefners zweiter Ehe mit dem Model Kimberley Conrad.

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07:02 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

im US-Präsidentschaftsrennen der Demokraten gelingt Joe Biden offenbar eine richtige Siegesserie. Laut Prognosen hat der frühere Vizepräsident die Vorwahlen in den Bundesstaaten Michigan, Mississippi, Missouri und Idaho für sich entschieden. Für Konkurrent Bernie Sanders ist das ein Rückschlag. Neben den USA beschäftigen uns natürlich weiterhin das Coronavirus und seine Auswirkungen auf den Alltag in Deutschland. Aktuelle Meldungen dazu finden Sie in unserem Ticker. Ich empfehle Ihnen auch den Artikel meines Kollegen Kai Stoppel zum Thema nützliche Panik.

Folgende Themen werden heute außerdem wichtig:

  • Folgen der Corona-Krise: Führende Wirtschaftsforscher in Deutschland äußern sich um 9.30 Uhr in Berlin zu den Auswirkungen des Coronavirus für die Wirtschaft. Die Krise könnte zu deutlichen Rückgängen beim Wirtschaftswachstum führen, wie Institute und Wirtschaftsverbände deutlich gemacht hatten. Das Risiko einer Rezession sei gestiegen. Die schwarz-rote Koalition will mit einem Notfallpaket gegensteuern.
  • Strafmaß für Harvey Weinstein: Rund zwei Wochen nach dem Schuldspruch gegen den früheren Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein wegen Sexualverbrechen soll heute Nachmittag das Strafmaß verkündet werden. Dem 67-Jährigen drohen bis zu 29 Jahre Haft.
  • BVB spielt in Paris: Borussia Dortmund steht im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League bei Paris Saint-Germain vor einer Herausforderung. Aus Sorge vor einer weiteren Verbreitung des Coronavirus wird die Partie um 21 Uhr im Prinzenpark-Stadion vor leeren Rängen gespielt.
  • Prozess um WM in Deutschland: Vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona wird heute der Sommermärchen-Prozess um die dubiosen Millionenzahlungen im Zusammenhang mit der Fußball-WM 2006 in Deutschland fortgesetzt.

Starten Sie gut in diesen Mittwoch. Ich hoffe, Sie erfahren heute nicht so viel Gegenwind wie ich gerade auf dem Fahrrad. Mein Name ist Ina Bullwinkel und ich begleite Sie heute durch den "Tag". Haben Sie Fragen oder Kritik? Sie erreichen mich per Mail unter: ina.bullwinkel[at]nama.de.

06:44 Uhr

Missbrauch in Lügde: Ermittlungen gegen Jugendämter eingestellt

Die Staatsanwaltschaft Detmold hat mehrere Ermittlungsverfahren gegen Mitarbeiter der Polizei und zweier Jugendämter zum Kindesmissbrauch auf einem Campingplatz in Lügde eingestellt. Dort hatte es über viele Jahre hundertfache kriminelle Übergriffe auf Kinder gegeben, viele wurden für Pornodrehs missbraucht.

Ein Vater, der den Haupttäter ertappte, hatte damals nach eigenen Angaben bei Polizei und Jugendamt kein Gehör gefunden. Die Ermittlungen haben nicht zu einem hinreichenden Tatverdacht geführt, teilte die Staatsanwaltschaft am Morgen mit.

06:12 Uhr

Mittwoch-Wetter gibt Vorgeschmack auf Frühling

Heute geht es sehr mild und windig in den Tag. Die Frühwerte bewegen sich zwischen sieben und zwölf Grad; wobei es in den westlichen Landesteilen am mildesten ist. Und auch tagsüber dominieren der teilweise stürmische Wind und die teils schon frühlingshaften Temperaturen. Am wärmsten ist es am Alpenrand bei bis zu 18 Grad. Im Breisgau bekommen Sie bis zu 17 Grad. Im großen Rest werden es zwischen 10 Grad bei den Nordlichtern und 15 Grad im Rheinland.

Dabei wohnen die Sonnensieger in der zugleich kühlsten Region: der Norden kann sich heute nämlich über acht bis zehn Sonnenstunden freuen. Auch im Süden schaut es alles in allem gar nicht so übel aus mit vier bis sieben sonnigen Betriebsstunden.

ntv-Meteorologe Björn Alexander

ntv-Meteorologe Björn Alexander

Deutlich weniger Sonne gibt es entlang der breiten Mitte. Vom Münsterland bis rüber ins südliche Brandenburg und dann bis runter in den Bereich zwischen Main und Donau überwiegen nämlich die Ausläufer von Tief "Gisela". Somit bleibt es dort grau und immer wieder nass.

Die weiteren Aussichten: Morgen im Süden nochmals sonnig bei Werten bis knapp 20 Grad, während im Norden eine Kaltfront für ungemütliches und sehr windige bis stürmisches Wetter mit schweren Sturmböen sorgt.

Der Freitag zeigt sich ebenfalls wechselhaft mit einem lebhaften Wind. Dabei wird es kühler bei 5 bis 13 Grad und Schneeflocken im Bergland. Dafür zeigt der Trend am Wochenende und in der kommenden Woche endlich mal in Richtung Beständigkeit mit mehr Sonne und Frühlingsfeeling. Ihr Björn Alexander

05:58 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht