Mittwoch, 14. Oktober 2020Der Tag

mit Yuki Schubert
Yuki Schubert
22:24 Uhr

Das war Mittwoch, der 14. Oktober 2020

Liebe Leserinnen und Leser, der Tag neigt sich dem Ende zu. Angesichts der steigenden Corona-Fälle haben sich Kanzlerin Angela Merkel und die Länder-Chefs auf eine generelle Sperrstunde um 23 Uhr in der Gastronomie geeinigt, und zwar dort wo es 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche gibt. Außerdem sollen private Feiern auf maximal zehn Teilnehmer aus zwei Hausständen begrenzt werden und die Maskenpflicht soll ebenfalls ausgeweitet werden.

Ebenfalls haben uns folgende Themen beschäftigt:

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend, passen Sie auf sich auf und bleiben Sie gesund!

22:08 Uhr

Tiktok bringt Fleetwood Mac-Oldie wieder in die Charts

Zum Abend noch einen Ohrwurm gefällig? Der Klassiker "Dreams" aus dem Jahr 1977 der Countryrock-Band Fleetwood Mac landet auf Platz 21 der Billboard Hot 100. Und warum? Die einen können argumentieren es liegt an der hohen Qualität des Songs - und sie hätten recht. Und die anderen wissen, dass es an einem Tiktok-Video liegt, wo ein 37-Jähriger sich auf einem Skatboard filmt, Saft trinkt und den Text synchronisiert sind. Peng: Millionen Zuschauer.

21:43 Uhr

Ungewöhnlicher Fund: Toter im Juweliergeschäft

Ein Fall für einen gewieften Kriminologen: In Wien haben Passanten einen 74-jährigen Mann mit schweren Verletzungen in einem Juwelierladen entdeckt und den Notarzt gerufen. Der Mann verstarb jedoch, wie die Polizei nun bestätigte. Seine Verletzungen würden auf eine Gewalttat hindeuten. Allerdings blieb noch offen, mit was der Mann attackiert wurde und ob Schmuck im Laden fehlte. Kurios: Anscheinend hat die Polizei auch keine Überfallmeldung erhalten. Die Fahndung nach möglichen Tätern läuft.

21:31 Uhr
Breaking News

Keine Einigung über Corona-Beherbungsverbote

Bund und Länder haben bei ihren Corona-Beratungen im Kanzleramt keinen einheitlichen Kurs zu den Beherbergungsverboten für Urlauber aus innerdeutschen Risikogebieten gefunden. Bis zum 8. November soll diese umstrittene Maßnahme demnach auf ihre Wirksamkeit überprüft werden, wie die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus Teilnehmerkreisen erfuhr.

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20:48 Uhr

82-Jährige übernachtet unfreiwillig im Straßengraben

In Niedersachsen erlebt eine ältere Autofahrerin eine äußerst unbequeme Nacht. Wie die Unfallspuren nahe legen, ist sie bei einem Wendemanöver zu weit rückwärts auf den Straßenstreifen gefahren und in den Graben gerutscht. Niemand entdeckt sie. Erst am heutigen Morgen wurde sie laut Polizei gefunden. Die geschwächte Frau wurde ins Krankenhaus gebracht.

20:20 Uhr

Deutsche kaufen wieder mehr Klopapier

Kaum steigen die Zahlen bei den Corona-Infektionen in Deutschland, scheint Klopapier wieder der Renner zu werden. So vermelden die Discounter Aldi Süd und Lidl, dass ihre Absatzzahlen wieder nach oben gehen.

"Aktuell verzeichnen wir in unseren Filialen erstmals wieder einen leichten Anstieg der Nachfrage nach vereinzelten Produkten, darunter auch Toilettenpapier", erklärte der Discounter Aldi Süd gegenüber der "Wirtschaftswoche" laut Vorabmeldung vom Mittwoch. Sprecher betonen dabei, dass es für Hamsterkäufe keinen Anlass gebe.

Rewe, DM und Kaufland hingegen konnten bislang keine Veränderungen im Kaufverhalten feststellen.

19:39 Uhr

Umfrage: 58 Prozent der Schotten wollen Unabhängigkeit von Großbritannien

Die Schotten wollen in der EU bleiben - das hat eine Abstimmung bereits 2016 bestätigt. Eine nun veröffentlichte Umfrage des Instituts Ipsos Mori befeuert erneut Unabhängigkeitsgedanken, denn so viel Schotten wie noch nie sprechen sich dafür aus. Nämlich 58 Prozent der Befragten.

Die Details zu der Umfrage:

  • Anfang Oktober wurden 1045 Schotten ab 16 Jahren zur Unabhängigkeit von Großbritannien befragt
  • 72 Prozent waren demnach zufrieden mit der Arbeit der schottischen Regierungschefin Nicola Sturgeon und ihre Schottische Nationalpartei (SNP)

Sollte Sturgeons Partei bei der schottischen Parlamentswahl im kommenden Jahr die Mehrheit erhalten, erhöhe das auch die Wahrscheinlichkeit eines neuen Unabhängigkeitsreferendums, sagte Institutsdirektorin Emily Gray.

19:15 Uhr

Simpsons liefern 50 Gründe gegen Trump

Dass der "Simpsons"-Erfinder Matt Groening kein Fan von Donald Trump ist, hat er schon mehrfach in seiner erfolgreiche Serie gezeigt. In der "Halloween"-Episode, die am 18. Oktober auf Fox in den USA zu sehen sein wird, gibt es gleich 50 Gründe, die gegen eine Wiederwahl des US-Präsidenten Trump sprechen. Darunter etwa "weil, er in einem Tennisoutfit lausig aussieht" oder "seine Frau nicht zum Händchenhalten" bewegen kann. Aber sehen Sie selbst...

18:42 Uhr

Kreml-Vertrauter will Nawalny verklagen

Jewgeni Prigoschin - seines Zeichens Milliardär und Kreml-Vertrauter will den russischen Oppositionellen Alexej Nawalny und die Juristin Ljubow Sobol wegen Rufschädigung auf fünf Millionen Rubel (umgerechnet 54.900 Euro) verklagen. Der Grund: Nawalnys Anti-Korruptions-Fonds hat Recherchen zu Prigoschin erstellt, der von den russischen Behörden immer wieder lukrative Aufträge etwa in der Schulspeisung bekommt. Nawalnys Team beklagte hier Korruption und hinterfragte die Qualität des Essens, nachdem massive Gesundheitsprobleme bei Kindern aufgetreten sein sollen.

Es ist jedoch nicht die erste Klage von Prigoschin. Deutschland verfolge die Aktivitäten des Milliardärs "seit längerem mit großer Sorge", heißt es in einer Antwort der Bundesregierung auf eine Parlamentsanfrage der Grünen. So werde Prigoschin Verbindungen zu der Söldner-Gruppe "Wagner" nachgesagt. Diese Söldner sollen in den Bürgerkriegsländern Libyen und Syrien im Einsatz sein.

18:21 Uhr

Sturmtief "Gisela" bringt an der Ostsee Hochwasser

Der Herbst hat das erste größere Hochwasser der Saison mitgebracht. Das Sturmtief "Gisela" lässt Straßen und Strände unter Wasser stehen. Schon am Vormittag sind Teile des Stralsunder Hafens unter Wasser. "Der Pegel steigt etwa alle zehn Minuten um einen Zentimeter an", sagte ein Sprecher der Stadt. Das Wasser stand da knapp einen Meter über Normal, 20 Zentimeter wurden noch erwartet. Besitzer von Häusern in Hafennähe sicherten diese vorsorglich. In Lübeck und Travemünde stieg das Hochwasser der Trave bisher auf rund 6,26 Meter. Dadurch wurden der Straßenzug Obertrave in der Lübecker Altstadt und Teile der Promenade in Travemünde überflutet. Unfälle mit Verletzten und größere Schäden wurden zunächst nicht bekannt.

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17:51 Uhr

28 Jahre Haft für Hammer-Angreifer von Notre-Dame

Im Juni 2017 ist ein algerischer Islamist auf dem Vorplatz von Notre Dame in Paris auf drei Polizisten zugestürmt und hatte einen von ihnen mit dem Hammer geschlagen. Dabei rief er: "Das ist für Syrien!" Nun ist der 43-jährige Farid I. von einem Schwurgericht der "versuchten vorsätzlichen Tötung" mit terroristischem Motiv schuldig gesprochen worden. Das Urteil lautet 28 Jahre Haft.

Bei der Attacke wurde der Angreifer von einem der Beamten niedergeschossen und schwer verletzt. Der angegriffene Polizist erlitt nur leichte Verletzungen. Bei einer anschließenden Durchsuchung wurde ein Video gefunden, in dem sich der Algerier zur Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekannte.

17:32 Uhr

Rentier-Besitzer wird Weihnachtsgeschäft vermiest

Für den Weihnachtsmann sind sie die wichtigsten Fortbewegungsmittel - aber zu Zeiten der Pandemie wollen Einkaufscenter und Schulen keine Rentiere für Weihnachtsmann-Auftritte und Schlittenfahrten mieten. Die bittere Bilanz: 95 Prozent weniger Buchungen für Rentiere. Das stellt George Richardson fest, Besitzer einer der größten Herden in England.

Während viele Veranstaltungen wegen der Krise verschoben werden, ist das für Rentiere nicht machbar. "Niemand will ein Rentier mitten im Sommer", sagte Richardson.

17:12 Uhr

"Weiblicher" Gesetzesentwurf liest sich wieder männlich

Ein Gesetzentwurf für ein neues Insolvenzrecht aus dem Haus der SPD-Justizministerin Christine Lambrecht machte einen Vorstoß, was eine geschlechtergerechte Sprache angeht, und schrieb Personenbezeichnungen mit weiblicher Endung. Etwa "Geschäftsführerin" statt "Geschäftsführer". Jetzt wurde diese Idee doch wieder verworfen und die männliche Endung wieder eingefügt, weil laut Justizministerium, die Reform mit "hoher politischer Priorität" vorangebracht werden soll. Gegen den Entwurf hatte es Widerstand gegeben.

Das Innenministerium hält den Entwurf mit weiblichen Endungen sogar für "höchstwahrscheinlich verfassungswidrig". Das generische Femininum sei "zur Verwendung für weibliche und männliche Personen bislang sprachlich nicht anerkannt." Möglicherweise gelte das Gesetz dann nur für Frauen, hieß es.

16:59 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:20 Uhr

Kölner springt für seinen Hund vor die Straßenbahn - und wird schwer verletzt

Ein 33-jähriger Hundebesitzer ist seinem besten, tierischen Freund mit vollem Einsatz zu Hilfe gekommen. Laut Polizei ist der Mann in Köln in eine Bahn gestiegen, doch als sich die Türen schlossen, blieb der Vierbeiner auf dem Bahnsteig zurück. Die Leine hatte sich dabei in der Tür eingeklemmt. Die anfahrende Bahn zog den Hund mit.

Der Mann hat der Polizei zufolge dann die Notbremse gezogen, die Tür entriegelt und ist nach draußen gesprungen. Dabei ist er gestürzt und hat sich eine Platzwunde am Kopf zugezogen. Dem Hund geht es den Angaben zufolge gut.

15:47 Uhr

Streit um Songrechte der Ex-Band Puhdys

Sie sind DIE DDR-Rockgruppe: die Puhdys! 1989 lösten sie sich zum ersten Mal auf, legten nach dem Mauerfall aber noch mal los. 2015 folgte das endgültige Aus. 2016 gab es noch eine Abschiedtour - jetzt gibt es aber schon länger Streit um Songrechte. Eigentlich sollte das Berliner Landgericht am Donnerstag sich mit den Pudhys beschäftigen. Jetzt wurde der Prozesstermin allerdings verschoben, denn ein Bandmitglied habe einen Befangenheitsantrag gegen den Richter gestellt.

Worum geht es bei dem Streit?

  • Der einstige Sänger Dieter "Maschine" Birr will, dass ihm die Rechte an den Kompositionen bestimmter Lieder, darunter der bekannte Song "Alt wie ein Baum", alleinig zugesprochen werden
  • Er sagte vor knapp einem Jahr der "Berliner Zeitung", er habe 300 Titel der Band komponiert und 218 davon geteilt. "Das heißt, ich bin nicht allein als Urheber ausgewiesen, sondern nur zusammen mit Peter Meyer oder als Teil der Puhdys. Das will ich ändern."
  • Er habe sich die Titel zu Hause an der Gitarre ausgedacht.

15:18 Uhr

Nach Wendler-Ausstieg: Dieter Bohlen verrät, wie es bei DSDS weitergeht

*Datenschutz

14:48 Uhr

Trump setzt TV-Fragestunde auf gleiche Zeit wie Biden

Nach der Corona-Infektion des US-Präsidenten sind die Planungen rund um die US-Wahl durcheinandergeraten. Der nächste Schlagabtausch zwischen Herausforderer Joe Biden und Donald Trump sollte daher online stattfinden. Trump sagte daraufhin seine Teilnahme ab, und Biden setzte seine eigene TV-Veranstaltung an. Jetzt legte der amtierende Präsident seine Fragestunde auf die gleiche Zeit - es wird also im doppelten Sinne ein TV-Duell.

Der Fernsehsender NBC kündigte nämlich eine Zusammenkunft von Trump mit Wählern am Donnerstagabend um 20 Uhr Ortszeit (2 Uhr MESZ am Freitag) in Miami an. Exakt für diese Zeit ist bereits seit vergangener Woche eine ähnliche Veranstaltung Bidens in Philadelphia vereinbart, die beim Sender ABC übertragen wird.

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14:28 Uhr

Erdogan bestreitet, syrische Kämpfer nach Berg-Karabach geschickt zu haben

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan bestreitet, dass er zur Unterstützung Aserbaidschans Kämpfer aus Syrien in die umstrittene Südkaukasus-Region Berg-Karabach verlegt hat. "Wir verfolgen keine solche Agenda", sagte Erdogan im Hinblick auf die von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erhobenen Anschuldigungen.

Die syrischen "Mudschaheddin" hätten "genug in ihrem eigenen Land zu tun" und würden es nicht verlassen, sagte Erdogan in der vom Fernsehen übertragenen Rede. Die Türkei unterstützt im syrischen Bürgerkrieg zum Teil islamistische Milizen, die gegen Truppen der Regierung von Staatschef Baschar al-Assad kämpfen.

14:19 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser, Michael Bauer hat nun seinen Feierabend angetreten und ich, Yuki Schubert, übernehme nun für ihn. Bis zum späten Abend werde ich Sie mit News aus aller Welt versorgen. Ich freu mich Sie durch den Tag zu begleiten. Falls sie Anregungen, Fragen oder Kritik haben, schreiben Sie mir gerne eine Mail an yuki.schubert[at]nama.de.

14:04 Uhr

Stevie Wonder kehrt mit politischen Songs zurück

Musikalisch war es recht ruhig geworden um Stevie Wonder - sein bisher letztes Studioalbum "A Time To Love" erschien 2005. Rund ein halbes Jahr nach seinem 70. Geburtstag und kurz vor der US-Präsidentschaftswahl meldet sich der Sänger nun aber mit zwei neuen Liedern zurück - und mit einer klaren politischen Botschaft.

  • Das Hip-Hop/Soul-Stück "Can't Put It In The Hands Of Fate" spiegelt den Protest gegen die sozialen Ungerechtigkeiten in den USA wider, wie der langjährige Menschenrechtsaktivist in einer Internet-Pressekonferenz erklärte. Auch die Ballade "Where Is Our Love Song" drehe sich um die gesellschaftlichen Herausforderungen, um den Wunsch nach Frieden und Einigkeit. Die Plattencover-Artworks verweisen auf die aktuelle Bewegung Black Lives Matter.
  • "In diesen Zeiten erleben wir die dringlichsten Weckrufe und Tränen um diese Nation und die Welt", so Wonder, der sich bereits seit den 70er-Jahren unter anderem für Bürgerrechte und soziale Belange von Afroamerikanern einsetzt. Die Erlöse von "Where Is Our Love Song" wolle er an die Organisation Feeding America spenden.
13:37 Uhr

Offenherziges Foto von finnischer Regierungschefin sorgt für Wirbel

Eine Regierungschefin, die mit tiefem Dekolleté für ein Modemagazin posiert: Ein Porträtfoto der finnischen Ministerpräsidentin Sanna Marin hat eine Diskussion in den sozialen Netzwerken ausgelöst. Kritiker der Aufnahme monierten, das Bild sei unprofessionell und unangebracht für eine Frau in Marins Position. Darauf ist zu sehen, wie die 34-jährige Finnin mit einer Halskette und einem Blazer ohne erkennbares Oberteil darunter lächelnd vor einem See steht.

*Datenschutz

Die Ministerpräsidentin erhielt umgehend die Unterstützung vieler Nutzer, die auf Instagram und Twitter selbst Bilder von sich ohne Kleidung unter dem Blazer oder Sakko veröffentlichten - nicht nur Frauen, sondern auch Männer. Marins Unterstützer kritisierten, dass Frauen anders als Männer noch immer häufig nach ihrem Aussehen und nicht nach ihrer Position beurteilt würden.

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12:41 Uhr

Gas-Streit: Griechenland fordert EU-Sanktionen gegen Türkei

Der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis will beim EU-Gipfel am Donnerstag und Freitag in Brüssel Sanktionen gegen die Türkei einfordern. Dies sei eine Konsequenz der erneuten Provokationen seitens Ankara, erklärte Regierungssprecher Stelios Petsas im griechischen Fernsehsender Skai am Mittwoch. Die erneute Entsendung des türkischen Forschungsschiffes "Oruc Reis" in das Seegebiet südlich der griechischen Inseln Kastelorizo und Rhodos sei "eine ernste Eskalation".

Die EU hat wiederholt der Türkei mit Sanktionen gedroht, sollten die Erkundungsfahrten der "Oruc Reis" in dem Gebiet andauern. Ankara hat - gegen internationales Seerecht - erklärt, die griechischen Inseln Kreta, Rhodos und kleinere Eilande hätten keinen Anspruch auf Ausschließliche Wirtschaftszonen (AWZ), und die Seegebiete außerhalb der Sechs-Meilen-Zone südlich dieser Inseln seien türkisches Seegebiet.

12:06 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:39 Uhr

Missbrauchsfall Bergisch Gladbach: Verurteilter geht in Revision

Der im Missbrauchsfall Bergisch Gladbach zu zwölf Jahren Haft verurteilte Vater hat Revision gegen die Entscheidung des Kölner Landgerichts eingelegt. Das teilte ein Gerichtssprecher der Deutschen Presse-Agentur mit. Nun muss sich voraussichtlich der Bundesgerichtshof (BGH) mit dem Fall von Jörg L. beschäftigen, der als Schlüsselfigur in Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach gilt. Der 43-Jährige war in der vergangenen Woche in Köln unter anderem wegen Vergewaltigung, schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes und Herstellens kinderpornografischer Schriften verurteilt worden.

Nach Feststellung der Strafkammer hatte er immer wieder seine 2017 geborene Tochter missbraucht, davon Aufnahmen gemacht und diese über Chats an Gleichgesinnte verschickt. Neben der Freiheitsstrafe ordnete das Gericht die Unterbringung des gelernten Kochs und Hotelfachmanns in der Sicherungsverwahrung an.

11:12 Uhr

Frau aus "Sklavenstamm" klagt sich erfolgreich Asylrecht ein

Eine Asylbewerberin aus Mauretanien, die nach eigenen Angaben einem "Sklavenstamm" angehört, hätte nicht einfach so abgewiesen werden dürfen. Das Bundesverfassungsgericht gab einer Verfassungsbeschwerde der Frau statt, diese sei "offensichtlich begründet", wie das Gericht mitteilte.

  • Die Frau, die seit 2016 in Deutschland ist, gehört dem Volk der Peul an. Nach der Abweisung ihres Asylantrags hatte sie vor dem Verwaltungsgericht Greifswald geltend gemacht, dass sie als Frau ohne Papiere, Schulbildung und Familie in ihrem Heimatland nur überleben könne, indem sie wieder als Sklavin in einem Haushalt arbeite. Damit hätte sich das Verwaltungsgericht auseinandersetzen müssen, entschieden die Karlsruher Richter.
  • Aus den Quellen, auf die sich die Klägerin berufe, ergebe sich, "dass Angehörige ehemaliger "Sklavenstämme", besonders Frauen, in Mauretanien nach wie vor von extremer Armut und einem existenzbedrohenden Ausschluss aus der Gesellschaft betroffen sind". Damit könne sich eine Abschiebung in das Land im Nordwesten Afrikas verbieten. Über das Schicksal der Frau muss nun erneut in Greifswald verhandelt werden.
10:07 Uhr

Özil ergreift Partei im Berg-Karabach-Konflikt

Rio-Weltmeister Mesut Özil hat im Bergkarabach-Konflikt Partei für Aserbaidschan ergriffen. "Aserbaidschans Problem ist unser Problem, seine Freude ist unsere Freude", schreibt der frühere Nationalspieler in den sozialen Medien auf Türkisch: "Eine Nation, zwei Staaten."

  • Dem Zitat, das dem türkischen Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk zugeschrieben wird, folgt eine Erklärung auf Englisch. "Mir ist es wichtig, dass jeder auf der Welt um die Tatsache weiß, dass die Bergkarabach-Region international rechtlich als Teil Aserbaidschans anerkannt, aber aktuell widerrechtlich besetzt ist", schreibt der 31-Jährige.
  • Özil verweist auf eine Erklärung der UN aus dem Jahr 2008, in der Armenien aufgefordert worden sei, seine Truppen aus der Region abzuziehen. "Ich dränge darauf, dass diese Entscheidung (...) von allen anerkannt wird", betont er. Özil beschließt seine Stellungnahme mit einem Aufruf zum Frieden und zu einer Zukunft "ohne Gewalt". Jeder Tote, egal auf welcher Seite, sei "ein Verlust für alle".
10:39 Uhr

US-Justizministerium verklagt Autorin nach Enthüllungsbuch über Melania

Stephanie Winston Wolkoff war von 2017 bis 2018 als unbezahlte Beraterin von Melania Trump tätig und als solche keine Mitarbeiterin der US-Regierung. Dann schrieb sie ein Enthüllungsbuch über die First Lady. Wolkoffs Buch "Melania and Me. The Rise and Fall of My Friendship With the First Lady" (Melania und ich. Die Entstehung und das Scheitern meiner Freundschaft mit der First Lady) war im September erschienen. In dem Buch wird die Frau von US-Präsident Donald Trump als erbitterte Rivalin ihrer Stieftochter Ivanka Trump dargestellt.

Das US-Justizministerium hat nun Klage gegen die Autorin erhoben. Die ehemalige Beraterin der First Lady habe durch die Publikation gegen ihre vertragliche Verpflichtung verstoßen, Informationen aus dem Weißen Haus vertraulich zu behandeln, begründete das Ministerium den Schritt. Laut der Klage des Justizministeriums hatte sie eine vertragsähnliche und somit vollstreckbare Vereinbarung unterzeichnet, durch die es ihr untersagt wurde, unautorisiert Informationen aus dem Weißen Haus weiterzugeben. Sollte das Justizministerium sich mit der Klage durchsetzen, könnte es alle Erträge aus Wolkoffs Buch beschlagnahmen.

09:29 Uhr

Twitter sperrt Konten von falschen Trump-Anhängern

Rund drei Wochen vor der US-Präsidentschaftswahl hat der Twitter mehrere gefälschte, angeblich von Afroamerikanern angelegte Konten gesperrt, in denen zur Wahl von US-Präsident Donald Trump aufgerufen wurde. Die betroffenen Konten hätten binnen weniger Tage mehrere Tausend Anhänger gewonnen, gab Twitter bekannt. Derartige Vorgänge würden als Manipulation der öffentlichen Debatte gewertet.

Bei den meisten der Konten seien Bilder echter Afroamerikaner verwendet worden, sagte der auf die Verbreitung von Falschinformationen im Internet spezialisierte Wissenschaftler Darren Linvill von der Clemson University. In einem Tweet hieß es demnach: "Ja, ich bin schwarz und ich wähle Trump! Die Liberalen werden das nicht mögen, aber das ist mir egal." Die Nachricht vom 17. September wurde 6000 Mal geteilt.

09:04 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:56 Uhr

Amur-Tiger bringt Fotograf Auszeichnung ein

Der Russe Sergej Gorschkow ist mit dem Foto eines sibirischen Tigers im Wald zum Wildlife Photographer des Jahres 2020 gekürt worden. Das Natural History Museum in London vergab die jährliche Auszeichnung der besten Naturfotografen.

*Datenschutz

  • "Es ist wirklich spektakulär", sagte Herzogin Kate, die selbst Fotografin ist und die Preisträger verkünden durfte, über ihren Eindruck von den prämierten Fotos.
  • Das Siegerfoto "The Embrace" ("Die Umarmung") von Gorschkow zeigt einen Amur-Tiger, der in einem kargen Wald in Sibirien einen Baum umarmt. Die Tigerart gilt als vom Aussterben bedroht und kommt nur in Sibirien vor.
08:26 Uhr

Drei Raumfahrer zur ISS gestartet

Unter schärfsten Hygienevorschriften wegen der Corona-Pandemie sind drei Raumfahrer in einem Rekordflug zur Internationalen Raumstation ISS aufgebrochen. Die Sojus-Rakete mit Kathleen Rubins, Sergej Ryschikow und Sergej Kud-Swertschkow hob plangemäß um 7.45 Uhr MESZ bei Bilderbuchwetter vom Weltraumbahnhof Baikonur in der Steppe der Ex-Sowjetrepublik Kasachstan in Zentralasien ab. Die Sojus-Raumkapsel Crew soll bereits nach gut drei Stunden um 10.52 Uhr MESZ am Außenposten der Menschheit in rund 400 Kilomtern über der Erde andocken. Das gilt als Rekordzeit für einen bemannten Raumflug.

07:44 Uhr

Cheerleader fast von Football-Torpfosten erschlagen - Intensivstation

Für die 15-jährige Cheerleaderin Jenessa Thompson endet das Fotoshooting mit ihrem Team tragisch. Die Highschool-Schülerin wurde von einem umkippenden Football-Torpfosten schwer am Kopf getroffen und befindet sich nun auf der Intensivstation, wie US-Medien berichten.

Das Stimmgabel-förmige Tor war umgekippt, weil ihre Cheerleader-Kollegen für das gemeinsame Gruppenfoto darauf geklettert waren. Per Helikopter wurde die Schülerin anschließend ins Krankenhaus von Oklahoma City gebracht.

07:10 Uhr

Japaner bieten Masken in Automaten an

Apotheke oder Supermarkt? Wenns schnell gehen muss, tut es in Japan auch ein Automat. Das gilt künftig auch für Gesichtsmasken sowie Feuchttücher zum Desinfizieren. Ab diesem Monat bietet der Getränkekonzern Dydo angesichts der andauernden Coronavirus-Pandemie beides in Getränkeautomaten an, wie eine Unternehmenssprecherin mitteilte.

Geplant sei, rund 3000 Getränkeautomaten im Land mit den Masken und Tüchern auszurüsten - einsortiert neben den üblichen Getränken wie Tee und Kaffee. Die Gesichtsmasken werden im Zweierpack und Desinfektionstücher zu je zehn pro Tüte angeboten.

06:53 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

in Sachen Coronavirus wird heute wieder in der Politik entschieden, welche weitere Maßnahmen ergriffen werden. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder beraten ab 14 Uhr über das weitere Vorgehen zum Eindämmen der Pandemie. Das Treffen steht unter dem Eindruck eines heftigen Streits über die Beherbergungsverbote vieler Länder für Reisende aus innerdeutschen Risikogebieten. Zu einem Ärgernis für die Bürger sind unter anderem die von Bundesland zu Bundesland verschiedenen Regelungen geworden. Alle weitere Nachrichten rund um das Thema Coronavirus finden Sie in unserem Ticker.

Und diese Themen werden heute ebenfalls wichtig:

  • Vor dem Hintergrund steigender Corona-Infektionszahlen in Deutschland legen führende Wirtschaftsforschungsinstitute um 10 Uhr ihre Herbstprognose vor.
  • Wie steht es um das Thema Grippeimpfung in Zeiten von Corona - darüber informieren um 11.30 Uhr Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, in Berlin.
  • Das Bundeskabinett berät heute voraussichtlich über das von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey geplante Gesetz für mehr Kinder- und Jugendschutz im Internet.
  • In München wird um 9.15 Uhr der Prozess gegen Ex-Audi-Chef Stadler und drei Ingenieure fortgesetzt.
  • Mitten in der Corona-Pandemie wollen eine US-Astronautin und zwei Kosmonauten heute zur Internationalen Raumstation ISS aufbrechen.

Alle weiteren wichtigen und wissenswerten Nachrichten liefert Ihnen "Der Tag" natürlich ebenfalls. Mein Name ist Michael Bauer und ich wünsche Ihnen einen guten Start in den Mittwoch.

06:33 Uhr

Sturmflut an deutscher Ostseeküste erwartet

Für die gesamte deutsche Ostseeküste ist ab Mittwochmittag eine Sturmflut vorhergesagt. Die Wasserstände sollen bis 1,20 Meter über mittlerem Wasserstand erreichen, in der Lübecker und Wismarer Bucht und dem Greifswalder Bodden sind sogar Wasserstände bis 1,40 Meter über mittlerem Wasserstand möglich, wie das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie im Internet warnte. In der Kieler Bucht sowie westlich und östlich von Rügen sei mit bis zu 1,20 Metern über mittlerem Wasserstand zu rechnen, im kleinen Haff mit bis zu 0,85 Metern.

Verantwortlich dafür ist Tief "Gisela" über Polen. Im Laufe des Tages breitet sich der Regen von Osten her auf weite Teile Deutschlands aus, dabei fällt vor allem in Sachsen ergiebiger Dauerregen mit 30 bis 50 Litern pro Quadratmeter innerhalb von 12 Stunden. Nur der äußerste Süden und Südwesten sowie die Regionen an der Nordsee bleiben verschont und hier scheint vor allem am Vormittag sogar noch zeitweise die Sonne. Höchstwerte zwischen 6 und 10 Grad im Dauerregen und 11 bis 13 Grad mit etwas Sonne.

05:59 Uhr

Dutzende Tote durch gepanschten Alkohol in der Türkei

In der Türkei sind laut Medienberichten innerhalb einer Woche mindestens 44 Menschen an Vergiftungen mit schwarz gebranntem Alkohol gestorben. 30 weitere Menschen befinden sich nach Konsum des gepanschten Getränks im Krankenhaus, wie der staatliche Fernsehsender TRT berichtete.

  • Die Polizei nahm nach eigenen Angaben 58 Verdächtige fest, die das gefährliche Getränk hergestellt haben sollen. Die Todesfälle nach Konsum des schwarz gebrannten Alkohols traten laut TRT in acht Provinzen auf, darunter in der Metropole Istanbul.
  • Den türkischen Medienberichten zufolge soll der schwarz gebrannte Alkohol in vielen Fällen Methanol enthalten haben. Die auch als Methylalkohol bezeichnete Substanz kann schwere Erkrankungen verursachen, darunter dauerhafte Erblindung.
  • Die illegale Herstellung von Alkohol hat in den vergangenen Jahren in der Türkei stark zugenommen. Seit die konservative AKP-Partei von Staatschef Recep Tayyip Erdogan im Jahr 2002 an die Regierung kam, stieg der Preis des Nationalgetränks Raki um ein Vielfaches an. 2002 kostete eine Flasche des Anis-Schnapses im Schnitt noch 8 Lira, heute sind es etwa 170 Lira (mehr als 18 Euro).
05:37 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht