Mittwoch, 15. Juli 2020Der Tag

mit Nicole Ankelmann
Nicole Ankelmann
22:29 Uhr

Mehrere tote Bergsteiger in den französischen Alpen

In den französischen Alpen sind am Dienstag sieben Menschen bei mehreren Unglücken zu Tode gekommen: Die Leichen eines 40-jährigen Niederländers und einer 30 Jahre alten Französin wurden nach Angaben der Rettungskräfte am Mittwoch auf rund 2200 Meter Höhe gefunden. Die Umstände des Unfalls seien bislang ungeklärt.

Zwei italienische Bergsteiger im Alter von 66 und 67 Jahren wurden am Mittwochmorgen tot am Fuße der Nordwand des Mount Maudit entdeckt. Die beiden erfahrenen Sportler waren laut Polizei am Dienstagabend während des Abstiegs abgestürzt.

Außerdem kam es zu einem Unfall mit einem Gleitschirm in der Gemeinde La Chapelle-d'Abondance. Dabei starben der Fluglehrer und sein Schüler, nachdem beide 200 Meter in die Tiefe gestürzt waren.

Auch ein 71-jähriger Wanderer kam nahe des Mont de Grange südlich von Evian am Genfer See ums Leben. Er stürzte der Polizei zufolge auf rund 2400 Meter Höhe ab, seine Frau blieb unverletzt.

22:24 Uhr

George Floyd Familie verklagt Minneapolis und vier Polizisten

Am 25. Mai stirbt der Afroamerikaner George Floyd durch massive Polizeigewalt. Jetzt reicht seine Familie Klage gegen die Stadt Minneapolis und vier Polizisten ein.

Der Bürgerrechtsanwalt Ben Crump erklärte, der Fall sei "der Wendepunkt für die Polizeiarbeit in Amerika". Die Klage wegen widerrechtlicher Tötung wurde vor einem Bundesgericht in der Stadt im Bundesstaat Minnesota eingereicht.

Floyds Tod hatte in zahlreichen US-Städten und in anderen Ländern Demonstrationen gegen Rassismus und Polizeigewalt ausgelöst.

21:51 Uhr

Zerstückelte Leiche in New Yorker Wohnung gefunden

Ausgerechnet die eigene Schwester hat in einer Wohnung in New York die vermutlich mit einer Kettensäge zerstückelte Leiche eines 33-Jährigen gefunden.

Bei dem Toten soll es sich um den Hauptgeschäftsführer einer in Nigeria beheimateten Motorrad-Firma handeln, die seinen Tod bei Twitter bereits bestätigte. Außerdem soll der Mann in verschiedene andere Unternehmen investiert haben.

Neben den in seinem Luxus-Apartment im Süden Manhattans entdeckten Leichenteilen lag eine Kettensäge, die per Kabel mit einer Steckdose verbunden war. Die Hintergründe der Tat sind bislang noch völlig unklar.

21:16 Uhr

Prozess gegen Journalist Yücel in der Türkei wird fortgesetzt

Morgen wird in der Türkei der umstrittene Prozess gegen den "Welt"-Journalisten Deniz Yücel fortgesetzt. Am 24. Juni war er kurz nach Verhandlungsbeginn überraschend vertagt worden. Zur Begründung sagten die Richter in Istanbul seinerzeit, sie wollten das Abschlussplädoyer der Verteidigung bewerten.

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(Foto: dpa)

Die Staatsanwaltschaft in Istanbul fordert bis zu 15 Jahre und drei Monate Haft gegen ihn wegen "Volksverhetzung" und "Terrorpropaganda". Yücel lebt in Deutschland und wird dem Prozess fernbleiben. Eine Urteilsverkündung ist bereits am selben Tag möglich.

Yücel arbeitete als Auslandskorrespondent für die "Welt" in der Türkei, bis er am 14. Februar 2017 wegen seiner Artikel festgenommen wurde. Erst nach einem Jahr kam er wieder frei. Der Fall hatte das deutsch-türkische Verhältnis außerordentlich belastet.

20:41 Uhr

WHO und Unicef warnen vor sinkender Impfrate wegen Corona

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imago images / Stefan Trappe

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind laut WHO und UN-Kinderhilfswerk Unicef deutlich weniger Kinder geimpft worden. In den ersten vier Monaten dieses Jahres habe sich die Zahl der verabreichten DTP3-Impfungen gegen Diphterie, Tetanus und Keuchhusten "bedeutend" und erstmals seit 28 Jahren überhaupt reduziert, heißt es. Auch seien wegen der Pandemie mindestens 30 Impfkampagnen gegen Masern abgesagt worden.

Der Schaden durch fehlende Impfungen könnte sogar größer ausfallen als durch die Pandemie an sich. "Wir können nicht eine Gesundheitskrise gegen eine andere tauschen", warnte Unicef-Chefin Henriette Fore.

Jahrelange Fortschritte waren aber wohl bereits vor der Pandemie teilweise zum Stillstand gekommen. Etwa seien die historisch hohen Impfraten in Lateinamerika und der Karibik zuletzt rückläufig gewesen, erklärten WHO und Unicef weiter. In Brasilien, Bolivien, Haiti und Venezuela ging die Impfrate im Laufe der vergangenen zehn Jahre demnach um 14 Prozent zurück.

2019 erhielten rund 14 Millionen Kinder lebensrettende Impfstoffe nicht. Zwei Drittel dieser Kinder lebt demnach in zehn Ländern: in Angola, Brasilien, der Demokratischen Republik Kongo, Äthiopien, Indien, Indonesien, Mexiko, Nigeria, Pakistan und auf den Philippinen.

19:59 Uhr

Schulbusfahrer wegen Geiselnahme zu langer Haft verurteilt

Er brachte 51 Schüler in seine Gewalt und drohte ihnen mit dem Tod: Wegen der Entführung eines Schulbusses im März 2019 ist ein Italiener am Mittwoch zu 24 Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht in Mailand sprach den Angeklagten Ousseynou Sy wegen gewaltsamen Freiheitsentzugs mit terroristischer Absicht schuldig, wie italienische Medien berichteten.

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Alle Schüler entkamen rechtzeitig aus dem Bus.

(Foto: imago images / Independent Photo Agency Int.)

Der aus dem Senegal stammende Italiener hatte den Schulbus in der Nähe von Mailand mit Benzin begossen und in Brand gesetzt. Nach eigener Aussage wollte er mit der Tat auf den Tod afrikanischer Flüchtlinge im Mittelmeer aufmerksam machen.

Die Jugendlichen konnten damals in letzter Minute gerettet werden. Zwei Schülern an Bord des Busses gelang es, die Polizei zu alarmieren. Polizisten blockierten den Bus daraufhin südöstlich von Mailand und schlugen dessen hintere Scheiben ein. Während das Fahrzeug in Flammen aufging, brachten sie die Kinder in Sicherheit.

19:22 Uhr

Gestohlene Sklavenhändler-Statue durch Aktivistin ersetzt

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REUTERS

 

Anfang Juni stürzen Demonstranten im Zuge der Proteste gegen den gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd in der britischen Stadt Bristol die Statue des Sklavenhändlers Edward Colston. Seither herrschte auf dem Sockel gähnende Leere. Bis jetzt.

Über Nacht wurde dort nämlich heimlich die Skulptur einer Black-Lives-Matter-Aktivistin aufgestellt. Sie stammt von dem Künstler Marc Quinn, der sich von einem Foto der Aktivistin Jen Reid inspirieren ließ, die den leeren Sockel erklommen und ihren Arm mit geballter Faust in die Höhe gereckt hatte.

Bristols Bürgermeister Marvin Rees, der zuvor Sympathien für die Proteste geäußert hatte, kündigte an, die neue Statue wieder entfernen zu lassen. "Die Zukunft des Sockels und was darauf angebracht wird, muss von den Menschen in Bristol entschieden werden", twitterte Rees, der selbst jamaikanische Wurzeln hat.

18:43 Uhr

Terror-Verdächtiger tot in seiner Zelle gefunden

In Baden-Württemberg nahmen Ermittler Anfang Februar zwölf Personen wegen des Verdachts auf eine rechtsterroristische Vereinigung fest. Alle kamen in Untersuchungshaft. Wie der SWR meldet, wurde einer von ihnen, ein 46-jähriger Mann aus Nordrhein-Westfalen, jetzt tot in seiner Zelle in der Justizvollzugsanstalt Dortmund aufgefunden.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Dortmund sowie der Generalbundesanwalt bestätigten das dem SWR auf Nachfrage. Der Mann sei zur Mittagszeit leblos in seiner Einzelzelle gefunden worden. Ihm wurde die Unterstützung der rechtsterroristischen "Gruppe S." vorgeworfen. Er soll zugegeben haben, die Gruppe finanziell beim Kauf von Waffen unterstützt und deren Ziele geteilt zu haben.

Auf die "Gruppe S." waren die baden-württembergischen Ermittler nach dem Hinweis eines V-Mannes aufmerksam geworden, der von rechtsterroristischen Anschlagsplänen berichtete. Nach Informationen des SWR nahmen an dem Gründungstreffen der "Gruppe S." Ende September 2019 15 Männer und eine Frau teil. Sieben Teilnehmer stammten aus dem östlichen Baden-Württemberg.

Es soll über Anschläge auf die Grünen-Politiker Robert Habeck und Anton Hofreiter sowie auf Moscheen gesprochen worden sein. Das Hauptziel sei gewesen, einen Bürgerkrieg zu provozieren. Bei dem Treffen der Gruppe sollen Schieß- und Wurfübungen absolviert und teils geladene Pistolen gezeigt worden sein.

18:14 Uhr

Schichtwechsel

Meine Kollegin Vivian Micks geht heute etwas früher in den Feierabend. Ich übernehme für sie den "Tag" und versorge Sie bis in den späten Abend mit Nachrichten aus aller Welt. Mein Name ist Nicole Ankelmann, und ich wünsche Ihnen einen schönen Abend!

Bei Anregungen, Kritik oder Lob, senden Sie mir eine E-Mail an nicole.ankelmann[at]nachrichtenmanufaktur.de.

17:41 Uhr

Staatsschutz ermittelt gegen AfD-Politikerin Beatrix von Storch

Nach der Verhüllung einer Karl-Marx-Statue in Berlin ermittelt der Staatsschutz gegen die AfD-Bundestagsabgeordnete Beatrix von Storch. Gegen die Politikerin werde wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz ermittelt, sagte eine Polizeisprecherin. Von Storch hatte die Statue nach eigenen Angaben gemeinsam mit Mitgliedern der AfD-Jugendorganisation Junge Alternative am Dienstag offenbar mit schwarzem Plastik verhüllt.

Damit wollte von Storch nach eigener Aussage auf rassistische Aussagen von Marx aufmerksam machen. Sie bezeichnete Anhänger linker Politik in ihrem Einsatz gegen Rassismus "verlogen", da Marx "einer der übelsten Rassisten" gewesen sei.

16:45 Uhr

Psychisch Kranker sticht auf drei Frauen ein - eine Tote

Ein Mann hat in Norwegen in der Nacht zum Mittwoch drei Frauen mit einem Messer attackiert - an drei verschiedenen Orten. Die Frauen waren in der südlich von Oslo gelegenen Stadt Sarpsborg angegriffen worden; ein rund 50 Jahre altes Opfer starb nach seinen schweren Stichverletzungen, ein weiteres wurde schwer, das dritte leicht verletzt.

Um einen terroristischen Angriff soll es sich der Polizei in Norwegen zufolge nicht handeln. Sie hat bereits einen Verdächtigen festgenommen. Der 31-Jährige muss sich wegen Mordes und versuchten Mordes verantworten. Er hatte laut Polizei in seiner Vergangenheit psychische Probleme. Er kannte zudem mindestens zwei seiner Opfer. Warum er sie angriff, war allerdings zunächst unklar.

Einer der Ehemänner schilderte der Lokalzeitung "Sarpsborg Arbeiderblad" den Angriff. "Wir haben gerade ferngesehen, als wir plötzlich laute Schläge an der Haustür hörten. Als ich öffnete, versuchte er auf mich einzustechen, doch ich konnte ihm ausweichen", berichtete er. Der Mann sei dann in ihr Heim eingedrungen und habe seiner Frau Stichverletzungen am Arm zugefügt.

16:08 Uhr

Stadt sucht Känguru: Tier hoppelt frei herum

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Das entlaufene Tier sei ganz sicher ein Känguru und kein "großes Kaninchen", versicherte die Stadtsprecherin.

(Foto: picture alliance/dpa)

Plötzlich hoppelt mitten in der Stadt ein Känguru vorbei - die Stadt Herzogenrath bei Aachen sucht nun das frei laufende Tier. Jetzt versuche die Stadt mit allen Kräften, den Standort des Tieres auszumachen, sagte eine Stadtsprecherin. Vermutlich kommt es aus den Niederlanden, im Grenzgebiet sucht man nämlich schon seit Tagen nach einem Känguru, schreibt der "WDR". Offenbar ist es dort einem privaten Züchter entwischt - der sucht nach einem solchen Tier. Das hat wohl die Grenze überquert und ist in Herzogenrath unterwegs.

Die Kommune bat die Bewohner um Unterstützung. Es handele sich ganz sicher um ein Känguru und nicht um "ein großes Kaninchen", versicherte die Stadtsprecherin. Wer das Känguru sieht, sollte nicht versuchen, es einzufangen, sondern den Standort dem Ordnungsamt oder der Feuerwehr in Herzogenrath melden.

16:07 Uhr
Breaking News

Tönnies darf nach Corona-Ausbruch wieder schlachten

Der Produktionsstop bei Tönnies ist mit sofortiger Wirkung aufgehoben: Rund vier Wochen nach dem Corona-Ausbruch bei Deutschlands größtem Fleischbetrieb Tönnies in Rheda-Wiederbrück darf das Unternehmen an seinem Hauptstandort wieder schlachten.

*Datenschutz

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15:36 Uhr

Mann springt bei Polizeieinsatz aus Fenster und stirbt

Eigentlich wollten Polizisten einen Mann wegen häuslicher Gewalt nur aus seiner Wohnung verweisen. Doch der Einsatz endet tödlich: Der 40-Jährige, der in einer Wohnung im vierten Stock im nordrhein-westfälischen Herne wohnte, packte zunächst im Beisein der Beamten seine persönlichen Sachen. Dann sprang er plötzlich unvermittelt aus dem Fenster - und starb. Trotz Wiederbelebungsversuchen eines Notarztes, erlag der Mann seinen schweren Verletzungen. Die Staatsanwaltschaft Bochum ordnete eine Obduktion der Leiche an. Aus Neutralitätsgründen übernahm das Polizeipräsidium Essen die Ermittlungen in dem Fall.

15:14 Uhr

Unbekannte besudeln Straßen in Chemnitz mit braunen Hakenkreuzen

Eine widerliche Aktion: In Chemnitz haben Unbekannte mehrere Hakenkreuze auf die Straße geschmiert. An einer Stelle hinterließen die Täter auf einer Länge von etwa 50 Metern insgesamt fünf Hakenkreuze in brauner Farbe, teilte die Polizei mit. Wenig später wurden an einem mehrere hundert Meter entfernten Radweg vier Hakenkreuze in brauner Farbe entdeckt. Es wurden Ermittlungen wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen sowie Sachbeschädigung aufgenommen.

14:45 Uhr

US-Kriegsschiff brennt seit fast drei Tagen bei San Diego

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Löschhubschrauber und mehr als 400 Marinesoldaten kämpfen gegen Brand an.

(Foto: picture alliance/dpa)

Auch fast drei Tage nach dem Ausbruch eines Feuers brennt es noch im Inneren eines gigantischen US-Kriegsschiffs. Das "Bonhomme Richard" liegt im Marinehafen der US-Metropole San Diego. Der Sender ABC berichtete, dass mindestens eines der beiden Feuer weiterbrenne, es aber Fortschritte beim Löschen gebe. Der Brand war am Sonntagmorgen aus noch ungeklärten Gründen ausgebrochen.

Es brenne weiterhin an zwei Stellen - im vorderen sowie im hinteren Teil - im Schiff, hatte Philip Sobeck, Kommandant des US-Marineverbandes, zu dem das Schiff gehört, am Dienstagmittag (Ortszeit) gesagt und in Aussicht gestellt, dass das Feuer binnen 24 Stunden gelöscht sein könnte. 61 Menschen - 38 Seeleute und 23 Zivilisten - seien wegen leichter Verletzungen, etwa wegen Rauchvergiftungen, behandelt worden, sagte Sobeck. Es werde Ermittlungen zur Brandursache und zum entstandenen Schaden geben. Es sei aber noch zu früh zu sagen, wie schwer das Schiff beschädigt wurde. Feuerwehrleute und mehr als 400 Marinesoldaten bekämpften den Brand im Inneren des Schiffes, von Booten aus und aus der Luft.

14:34 Uhr

Schichtwechsel

Meine Kollegin Ina Bullwinkel verabschiedet sich in den verregneten Feierabend. Ich übernehme den "Tag" und versorge Sie mit Nachrichten aus aller Welt bis in den späten Abend. Mein Name ist Vivian Micks und ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

Bei Anregungen, Kritik oder Lob, senden Sie mir eine E-Mail an vivian.micks[at]nachrichtenmanufaktur.de.

13:46 Uhr

Gartenstein entpuppt sich als größter Steinmeteorit Deutschlands

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Jahrzehntelang liegt der Brocken, einst beim Ausheben eines Grabens entdeckt, im Garten eines Hausbesitzers in Baden-Württemberg. Auf die Idee, dass es sich bei dem mehr als 30 Kilogramm schweren und eisenhaltigen Fundstück um einen ganz besonderen "Stein" handeln könnte, kam der Hausbesitzer erst zu Beginn dieses Jahres. Im Januar meldete er deshalb seinen Fund beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) - 31 Jahre nachdem er ihn gefunden hatte.

Die Laboruntersuchungen in mehreren wissenschaftlichen Einrichtungen mündeten in eine wissenschaftliche Sensation: Der Mann hatte den größten Steinmeteorit entdeckt, der je in Deutschland gefunden wurde. Vor gut einer Woche bestätigte nun die Meteoritical Society, die internationale Organisation der Meteoritenforscher, in einem Bulletin den Fund als anerkannten Meteoriten. Nach seinem Fundort trägt der stolze Brocken jetzt den offiziellen Namen "Blaubeuren".

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13:19 Uhr

Ein Toter bei Polizeieinsatz in Baden-Württemberg

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(Foto: picture alliance/dpa)

Bei einem Polizeieinsatz in Bad Schussenried in Baden-Württemberg ist ein Mensch getötet worden. Ein weiterer wurde nach Polizeiangaben verletzt. Die Beamten hätten ihre Schusswaffen nutzen müssen, sagte ein Sprecher. Die Hintergründe sind bisher unklar.

12:34 Uhr

Polizei entdeckt 31 Migranten in Kühllaster

Bei der Kontrolle eines Kühllasters auf der Autobahn 17 an der tschechisch-sächsischen Grenze sind 31 Migranten im Laderaum entdeckt worden. Ein Sprecher der Bundespolizei sagte, das Fahrzeug mit türkischer Zulassung sei in Richtung Dresden unterwegs gewesen. Beamte der Bundespolizei und des Zolls hatten den Laster am Dienstagabend kontrolliert. Details sollen im Laufe des Tages bekannt gegeben werden.

Immer wieder werden Migranten in Kühllastern in Europa von einem Land ins andere geschleust, teils mit tödlichen Folgen. 2015 waren in Österreich im luftdicht verschlossenen Laderaum eines aus Ungarn gekommenen Fahrzeugs die Leichen von 71 erstickten Migranten entdeckt worden. 2019 wurden in einem Kühllaster in Großbritannien 39 tote Vietnamesen entdeckt, die aus Belgien eingeschleust worden waren.

12:10 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:55 Uhr

Junge rettet Schwester vor Hundeattacke - und wird übel zugerichtet

Als ein Hund seine Schwester angreifen will, stellt sich ein sechsjähriger Junge mutig dazwischen und rettet das Mädchen so vor der Attacke. Die Tante der Kinder hat auf ihrem Instagram-Kanal auf den Vorfall aufmerksam gemacht, wie "Express" berichtet. Demnach stammt die Familie aus dem US-Bundesstaat Wyoming.

In ihrem Post schreibt die Tante, Nicole Walker, dass ihr Neffe Bridger vergangene Woche seiner kleinen Schwester das Leben gerettet habe. Nachdem der angreifende Hund ihn mehrfach ins Gesicht und in den Kopf gebissen habe, soll der "kleine Held" seine Schwester an die Hand genommen und mit ihr weggelaufen sein. Später soll er gesagt haben: "Wenn jemand sterben muss, dachte ich, dann soll ich es sein."

Um seine massiven Wunden im Gesicht zu versorgen, ist er nach Angaben seiner Tante mit etwa 90 Stichen genäht worden. In ihrem Post, der mehrere Fotos des Geschwisterpaars zeigt, schreibt Walker, der Junge sei schon wieder relativ gut gelaunt, nur lächeln kann er wegen seiner Nähte noch nicht so gut. Ein Foto zeigt ein blaues Auge, Kratzer und eine große Naht auf Bridgers linker Wange. Walker betont, dass die Familie den Hundebesitzern keinen Vorwurf macht, sie seien "außerordentlich nette Menschen". Sie hätten entschieden, das Tier einschläfern zu lassen.

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11:32 Uhr

48 Tage unterwegs: Grieche radelt wegen Corona von Schottland nach Hause

Alle Flüge gestrichen und keine Aussicht auf eine baldige Reise in die Heimat - so erging es dem Griechen Kleon Papadimitriou. Der 20-jährige Student saß laut einem CNN-Bericht Ende März in Schottland fest und konnte wegen der Corona-Pandemie nicht ohne Weiteres das Land verlassen.

Deshalb überlegte er sich einen wahnwitzigen Plan: mit dem Fahrrad von Aberdeen nach Griechenland fahren. Und tatsächlich hat er die Strecke von etwas mehr als 3000 Kilometern auf zwei Rädern erfolgreich hinter sich gebracht. 48 Tage war er dafür unterwegs. "Ich habe viel über mich selbst gelernt, über meine Grenze, meine Stärken und Schwächen. Und ich hoffe wirklich, dass meine Reise zumindest eine andere Person dazu motiviert, aus ihrer Komfortzone zu treten und etwas Neues, Großes zu wagen", sagte Papadimitriou gegenüber CNN.

Sein Durchhaltevermögen ist wirklich nicht zu verachten. Mir tut allerdings alles weh, wenn ich daran denke, anderthalb Monate lang Rad zu fahren. Andererseits: Um meine Familie zu sehen, würde ich auch so einiges auf mich nehmen.

11:00 Uhr

Die Queen verkauft jetzt ihren eigenen Gin

Dass Queen Elizabeth II. einem Glas Gin nicht abgeneigt ist, dürfte allgemein bekannt sein. Täglich vor dem Mittagessen soll die 94-Jährige den Schnaps als Aperitif zu sich nehmen.

Wer ein großer Fan der britischen Royals ist, kann das Lieblingsgetränk der Queen ab sofort sogar im offiziellen Online-Souvenirshop des britischen Königshauses kaufen, wie der Royal Collection Trust mitteilt. Besonderes Feature: Zu den Zutaten gehören unter anderem Lorbeerblätter, Weißdorn und Zitronenstrauch - aus dem Garten des Buckingham-Palasts. Ob die Queen ihrer Sorte treu bleibt oder jetzt die eigene "Hausmarke" trinkt, ist nicht bekannt.

Die Flasche "Buckingham Palace small-batch Dry Gin" kostet 40 Pfund (rund 44 Euro). Der Wacholderschnaps wird aber leider nur innerhalb Großbritanniens versendet. Na dann: Cheers, liebe Brits!

10:16 Uhr
Breaking News

Verfassungsrichter kippen Paritätsregelung in Thüringen

Der Thüringer Verfassungsgerichtshof hat das Landesgesetz zur paritätischen Besetzung von Männern und Frauen auf den Wahllisten der Parteien für nichtig erklärt. Dies verkündete das Gericht und gab damit einer Klage der AfD statt. Es ist bundesweit die erste Entscheidung zu einem zur Erhöhung der Frauenanteile in den Parlamenten gedachten Paritätsgesetz.

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09:44 Uhr

"In Wahlkampf-Modus abgeglitten": CNN kappt Trump-Schalte

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CNN wollte US-Präsident Trumps Statement nicht länger als nötig übertragen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Eigentlich sollte US-Präsident Donald Trump bei seiner Pressekonferenz gestern Abend vom neuen Sanktionsgesetz gegen China berichten. Das tut er anfangs auch, doch dann driftet er ab. Wie "The Hill" berichtet, überträgt CNN das Statement, unterbricht aber die Übertragung, als Trump nach Aussage des Moderators Wolf Blitzer "eindeutig in Wahlkampf-Modus abgleitet" und gegen Joe Biden, den designierten Präsidentschaftskandidaten der Demokraten, stänkert.

Anstatt über die wirklich wichtigen Themen, mit denen die USA sich derzeit auseinandersetzen müssen, wie etwa die Corona-Krise oder die Spannungen mit China, höre man Trump nur über Biden schimpfen, wird Blitzer zitiert. Gloria Borger, eine Politik-Journalistin bei CNN wirft Trump vor, seine Pressekonferenz für seinen Wahlkampf missbraucht zu haben.

Interessieren wird den US-Präsidenten die Kritik des Senders wahrscheinlich herzlich wenig. Er ist CNN gegenüber schon seit Beginn seiner Amtszeit feindlich eingestellt.

09:26 Uhr

Razzia bei zwölf Verdächtigen aus islamistischer Szene

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Den Verdächtigen wird unter anderem Terrorismusfinanzierung vorgeworfen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Polizei in Berlin ist am Morgen mit einer groß angelegten Razzia gegen Tatverdächtige aus der islamistischen Szene ausgerückt. 450 Beamte seien im Einsatz, sagte ein Polizeisprecher. Es würden 19 Objekte in den Bezirken Reinickendorf, Charlottenburg-Wilmersdorf, Friedrichshain-Kreuzberg sowie Tempelhof-Schöneberg durchsucht. Es gehe vor allem um Wohnungen und Gewerberäume, Moscheen seien nicht darunter.

Die Ermittler vollstrecken im Auftrag der Staatsanwaltschaft 20 Durchsuchungsbeschlüsse gegen 12 Tatverdächtige, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Den Verdächtigen werden mehrere Straftaten zur Last gelegt, unter anderem Terrorismusfinanzierung. Weitere Informationen will die Staatsanwaltschaft zu einem späteren Zeitpunkt mitteilen.

08:58 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:12 Uhr

Regenschirm-Wetter löst Sonnenschein vorerst ab

Der Sommer geht nach wie vor wechselhaft weiter. Heute mit den Resten von Tief "Yvonne". Morgen kommt dann Tief "Zanarin" ins Spiel, bevor uns am Wochenende Sonne und zunehmend sommerliche Temperaturen erwarten. Somit passt zumindest das Timing im "Schaukelsommer".

Heute geht es erst einmal verbreitet wolkig mit zeitweiligem Regen los. Später wird es dann im Westen und Norden allmählich freundlicher und überwiegend trocken, während es anderswo wiederholt nass wird. Zum Teil sind auch gewittrige Regengüsse mit dabei. Die Temperaturen verweilen unterhalb der Sommermarke von 25 Grad und bringen es maximal auf 16 bis 24 Grad.

Die weiteren Aussichten: Morgen erwartet uns erneut ein wechselhafter, teils trüber und kühler Tag. Mit höchstens 15 bis 22 Grad wird es sogar der Tiefpunkt der Wetterwoche. Denn am Freitag gibt es schon mal erste Aufwärtstrends mit 17 bis 25 Grad und einer Stabilisierung im Westen und Norden. Am Wochenende setzt sich dann verbreitet die Sonne durch und die Temperaturen bringen uns am Samstag zwischen 22 und 28 Grad. Am Sonntag werden es 22 bis 31 Grad. Ihr Björn Alexander

07:40 Uhr

Forscher suchen in Gemälden nach Hinweisen zu Evolution

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Früchte malte im 17. Jahrhundert auch Abraham Brueghel.

(Foto: imago/Artokoloro)

Kunst und Evolution sind auf den ersten Blick zwei völlig unterschiedliche Bereiche, die sich eher nicht überschneiden. Auf den zweiten Blick könnte sich Kunst jedoch als Quelle wichtiger Informationen für die Forschung entpuppen. Zwei Wissenschaftler hoffen, mithilfe von teils jahrhundertealten Gemälden, mehr über die Evolutionsgeschichte von Früchten und Gemüse zu erfahren.

"Wir besitzen vielleicht einen Teil des genetischen Codes für bestimmte antike Pflanzen, haben aber oft keine gut erhaltenen Exemplare", erklärte der Biologe Ive De Smet vom Flämischen Institut für Biotechnologie im belgischen Gent. Kunst zu betrachten könne deshalb helfen, die Evolution dieser Arten zurückzuverfolgen.

Beispielsweise hatten Wissenschaftler auf Abbildungen aus dem alten Ägypten dieselben Streifen auf Wassermelonen festgestellt, die die Früchte heutzutage haben, wie De Smet und der Kunsthistoriker David Vergauwen im Fachblatt "Trends in Plant Science" schreiben.

06:58 Uhr

Vergeltung geplant: China will USA "notwendige Antwort" geben

Im Streit um die Autonomie Hongkongs hat China als Vergeltung für die neuen Sanktionen der USA seinerseits Strafmaßnahmen gegen US-amerikanische Bürger und Einrichtungen verhängt. Ein Außenamtssprecher verurteilte scharf das Sanktionsgesetz, das US-Präsident Donald Trump unterzeichnet hatte. China müsse die "notwendige Antwort" geben, um seine legitimen Interessen zu schützen, und verhänge Sanktionen gegen "betreffende Personen und Einrichtung in den USA".

Details wurden bisher nicht genannt, aber ein Außenamtssprecher hatte im Juni bereits als Reaktion auf die US-Pläne angedroht, Visabeschränkungen gegen US-Bürger zu erlassen, die sich in Hongkong-Fragen "schlecht benehmen". Das US-Repräsentantenhaus und der Senat hatten das Hongkong-Autonomiegesetz zu Monatsbeginn ohne Gegenstimmen verabschiedet. Gestern unterzeichnete Trump das Dekret, womit es in Kraft trat.

06:40 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

vielleicht können Sie das C-Wort schon nicht mehr hören. Ein wichtiges Thema bleibt die Corona-Pandemie dennoch - vor allem jetzt in der Urlaubszeit. Ein mögliches lokales Ausreiseverbot für bestimmte Regionen wäre weniger einschränkend, als ganze Landkreise abzusperren. Die Umsetzung dürfte allerdings schwierig sein. Heute will die Bundesregierung ihre Gespräche mit den Ländern fortsetzen. Was dabei herauskommt, erfahren Sie im Corona-Liveticker.

Folgende Themen werden heute außerdem wichtig:

  • Steuernachzahlung für Apple? In dem Streit um die Rekord-Steuernachforderung von 13 Milliarden Euro für Apple in Irland fällt heute die erste Gerichtsentscheidung. Für die EU-Kommission könnte der politisch aufgeladene Konflikt zur wichtigen Weichenstellung in ihrem jahrelangen Ringen mit diversen Mitgliedstaaten um Steuervergünstigungen für Unternehmen werden.
  • Streit um Paritätsregelungen: In Thüringen verkündet der Verfassungsgerichtshof um 10 Uhr ein Urteil für die Listenaufstellung von Parteien für Landtagswahlen. Wird das Paritätsgesetz erlaubt, müssen künftig genauso viele Frauen wie Männer auf dem Wahlzettel stehen.
  • AKK in Polen: Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer besucht von heute an vier Tage lang die militärischen Partner Deutschlands an den Ostgrenzen der Europäischen Union. Erste Station ist Polen. AKK will mit ihren Amtskollegen über Ziele der laufenden EU-Ratspräsidentschaft und die Zusammenarbeit in der Verteidigungspolitik sprechen.
  • Statistiker geben Auskunft zu Scheidungszahlen: Rund jede dritte Ehe in Deutschland scheitert. Die absolute Zahl der Scheidungen aber war zuletzt rückläufig. Das Statistische Bundesamt gibt heute einen Überblick über die Fallzahlen für das vergangene Jahr.
  • Vereinfachter Behördengang: Das Bundeskabinett will mit einer Reform des Bundesmeldegesetzes die Anmeldung bei einem Umzug durch eine digitale Lösung vereinfachen.
  • Neue Züge: Die Bahn will um 11.30 Uhr weitere Milliardeninvestitionen in die Fernzugflotte verkünden.

Starten Sie gut in diesen Mittwoch. Und falls Sie gerade im Urlaub sind (oder auch anderswo): Passen Sie gut auf sich und Ihre Mitmenschen auf. Wir leben leider immer noch inmitten einer Pandemie. Mein Name ist Ina Bullwinkel und ich begleite Sie heute durch den "Tag". Haben Sie Fragen oder Kritik? Sie erreichen mich per Mail unter: ina.bullwinkel[at]nama.de.

06:11 Uhr

Nie handgreiflich: Angestellte entlasten Johnny Depp vor Gericht

Hat Hollywood-Star Johnny Depp seine Ex-Frau Amber Heard je geschlagen? Seine Angestellten sagen nein. Vor Gericht haben sie ihren Chef jetzt gegen die Gewalt-Vorwürfe verteidigt. Er habe nie gesehen, dass der US-Schauspieler Heard schlug, sagte Depps Leibwächter Malcolm Connolly am sechsten Tag des Verleumdungsprozesses in London. Auch die langjährige Stylistin des ehemaligen Glamour-Paares entlastete den 57-Jährigen. Ihr seien nie Verletzungen an der Schauspielerin aufgefallen, sagte Samantha McMillen aus.

In dem Verfahren geht es um einen Artikel der britischen Zeitung "Sun" aus dem Jahr 2018, in dem Depp als "Ehefrauen-Schläger" (wife beater) bezeichnet wird. Der Artikel bezieht sich auf eine Reihe von Heards Aussagen zu Depps angeblichem gewalttätigem Verhalten.

Der "Fluch der Karibik"-Star beschuldigt dagegen seine 34-jährige Ex-Frau, der "aggressive Teil" in ihrer konfliktreichen Beziehung gewesen zu sein. Depp verklagte den Verlag der Zeitung, NGN, und Wootton wegen Diffamierung. In den USA hat Depp ein separates Verleumdungsverfahren gegen seine Ex-Frau angestrengt.

06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht