Mittwoch, 16. September 2020Der Tag

mit Friederike Zörner
Friederike Zörner
22:44 Uhr

Das war Mittwoch, der 16. September 2020

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Österreichs Hauptstadt Wien gilt nun als Corona-Risikogebiet. Eine entsprechende Reisewarnung sprach das Auswärtige Amt aus.

(Foto: picture alliance/dpa)

"Es liegt an uns, welches Europa wir wollen", sagt Ursula von der Leyen. Welches Europa sie will, hat die Christdemokratin heute in ihrer ersten Rede zur Lage der Europäischen Union umrissen. Die EU-Kommissionspräsidentin warb im Brüsseler Europaparlament für einschneidende Reformen in der Klima-, Gesundheits- und Migrationspolitik. "Reden wir Europa nicht schlecht. Arbeiten wir lieber daran. Machen wir Europa stark." Wie das ihrer Meinung nach gelingen soll, präsentierte von der Leyen in einer gut 77-minütigen Rede vor den Abgeordneten.

Die Frage ist nun, wie viele ihrer ambitionierten Ideen tatsächlich umgesetzt werden können und vor allem von den EU-Mitgliedsstaaten mitgetragen werden. Der Plan ist ehrgeizig und riskant genug, um von der Leyen in ein paar Jahren um die Ohren zu fliegen, analysiert meine Kollegin Judith Görs.

Diesen Themen bestimmten außerdem das Tagesgeschehen:

Kommen Sie gut durch die Nacht. Bis morgen.

22:23 Uhr

Thunberg stänkert gegen von der Leyen

"Für einige zu viel und nicht genug für andere": EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen weiß, dass ihr Vorschlag für ein ehrgeizigeres Klimaziel bei einigen nicht gut ankommt. Die Christdemokratin will den Ausstoß von Treibhausgasen in der EU bis 2030 um mindestens 55 Prozent unter den Wert von 1990 zu drücken - statt der bisher anvisierten 40 Prozent.

Greta Thunberg gehört zu der Seite, der das nicht weit genug geht. Für Wissenschaftler und diejenigen, die der Ansicht seien, man solle die Versprechen des Pariser Weltklimaabkommens erfüllen, sei der Vorschlag nicht genug, schrieb die schwedische Klimaaktivistin auf Twitter. Für Konzerne und Lobbyisten aus der Branche der fossilen Brennträger sei das Ziel dagegen in der Tat zu hoch. "Unsere Wirtschaft könnte das hinbekommen, aber die Ökosysteme nicht. Und wir können mit der Natur nicht verhandeln", so die 17-Jährige.

22:01 Uhr

Erdogan zeigt sich offen für Gespräche über Gas-Streit

Seit Wochen spitzt sich im östlichen Mittelmeer der Streit zwischen der Türkei, Griechenland und Zypern zu. Die drei Staaten beanspruchen Seegebiete, in denen Erdgasvorkommen vermutet werden, für sich und untermauern dies zuweilen durch die Entsendung von Kriegsschiffen. Einzelne Militärmanöver wurden bereits und werden nach wie vor abgehalten. Innerhalb der Europäischen Union wächst die Sorge, dass der Zwist zu einem militärischen Konflikt führen könnte.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat nun für etwas verbale Entspannung gesorgt. Nach eigenen Angaben ist er offen für Verhandlungen, um den Streit zu beenden. Das sagte er zumindest dem türkischen Präsidialamt zufolge in einer Video-Konferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Voraussetzung sei jedoch ein "konstruktiver und fairer Ansatz". Erdogan habe auch "unterstrichen, weiterhin eine entschlossene und aktive Politik bezüglich der Rechte der Türkei" machen zu wollen. Von deutscher Seite wurden zum Inhalt des Gesprächs keine genaueren Angaben gemacht.

21:38 Uhr

US-Studie bei Erwachsenen: Zwölf Prozent wissen nicht, was der Holocaust ist

Eine Studie hat in den USA einige Wissenslücken im Hinblick auf den Holocaust zutage gefördert. Bei einer landesweiten Umfrage unter 18- bis 40-Jährigen stellte sich heraus, dass elf Prozent der Erwachsenen der Meinung sind, dass Juden den Holocaust verursacht haben. Zugleich wissen 63 Prozent nicht, dass dabei etwa sechs Millionen Juden ermordet wurden. Zwölf Prozent der befragten US-Bürger gaben an, noch nie vom Holocaust gehört zu haben.

  • Im Bundesstaat New York macht knapp jeder Fünfte unter der befragten Altersgruppe die Juden für den Holocaust verantwortlich. Die Unwissenheit über die Opferzahl war besonders hoch in Arkansas (69 Prozent) und Delaware (68 Prozent).
  • Befragt wurden 1000 Personen für die landesweiten Zahlen und zusätzlich jeweils 200 in den einzelnen Bundesstaaten, um die Situation vor Ort zu ermitteln.
  • Holocaust ist die nahezu weltweit gebräuchliche Bezeichnung für den Völkermord an der jüdischen Bevölkerung Europas durch die Nationalsozialisten.
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21:10 Uhr

Raser liefert sich Rennen mit Zivilstreife auf Autobahn

Das war wohl anders geplant: Auf der A66 in Hessen sucht ein 39-Jähriger einen Kontrahenten für ein illegales Rennen. Mit seinem 7er BMW überholt er auffällig einen anderen Wagen, um dessen Fahrer anzustacheln. Was er in diesem Moment nicht weiß: Hinterm Steuer sitzt ein Zivilpolizist der Autobahnpolizei. Der Beamte und seine Kollegen nehmen die Verfolgung auf.

Der 39-Jährige erhöht stetig die Geschwindigkeit und fährt mit seinem PS-starken Wagen sehr nah auf andere Fahrzeuge auf. "Bei seiner Fahrt beschleunigte der Mann auf über 190 bei erlaubten 100 Stundenkilometern und fuhr dann mit hoher Geschwindigkeit und quietschenden Reifen von der A66 auf die Tangente zur A643 in Fahrtrichtung Wiesbaden", berichtet die Polizei. Schließlich gelingt es der Streife, das Auto mit Sondersignalen zu überholen und auf einem Parkplatz in Wiesbaden zu stoppen. Der 39-Jährige habe sich uneinsichtig und unkooperativ verhalten, erklärt die Polizei. Auto und Führerschein wurden beschlagnahmt.

20:48 Uhr

Opel schließt betriebsbedingte Kündigungen nicht mehr aus

Eigentlich sollten auf freiwilliger Basis 2100 Opel-Mitarbeiter bis Ende kommenden Jahres ihren Posten räumen. Doch weil ein entsprechendes Programm bislang auf niedrige Akzeptanz stößt, schließt der der Autobauer betriebsbedingte Kündigungen nicht mehr aus. Bisher hätten sich nur 500 Beschäftigte dafür entschieden, über sozial verträgliche beziehungsweise freiwillige Alters- und Abfindungsprogramme zu gehen, hieß es. "Die Situation wird Ende November bewertet. Darauf basierend würde auch die Umsetzung betriebsbedingter Kündigungen geprüft", erklärte nun ein Sprecher. Bisher sei man weit entfernt von der erforderlichen Anzahl ausscheidender Beschäftigter.

20:20 Uhr

Diplomat entschuldigt sich für Verzehr von Schildkrötensuppe

Der australische Botschafter in Kambodscha hat sich für den Verzehr einer Schildkrötensuppe entschuldigt. Der Diplomat Pablo Kang hatte auf Twitter ein Foto von einem offiziellen Besuch in der Stadt Pailin verbreitet, auf dem eine Schüssel mit Schildkrötensuppe zu sehen war. Nach einem Sturm der Entrüstung löschte er den Tweet und entschuldigte sich schließlich offiziell. "Ich habe meinen Tweet über Weichschildkröten und Aale gelöscht und entschuldige mich bei allen, die sich angegriffen fühlten", schrieb Kang.

In Kambodscha erregte der kulinarische Fauxpas des Diplomaten kaum Aufsehen. Eine bestimmte Weichschildkröten-Art darf in dem südostasiatischen Land legal gezüchtet und verkauft werden. Aus dem Fleisch wird oft eine Suppe gekocht, die vor allem in der Hauptstadt Phnom Penh als Delikatesse gilt. Viele andere Arten von Schildkröten mit weichen Panzern sind aber stark gefährdet und in Teilen der Welt streng geschützt.

20:00 Uhr

Videos des Tages

19:42 Uhr

Briten: Russische Spione stecken hinter Nawalny-Anschlag

"Aus Sicht Großbritanniens ist es sehr schwierig, eine plausible alternative Erklärung dafür zu finden, dass das von den russischen Geheimdiensten ausgeführt wurde." Der britische Außenminister Dominic Raab ist sich "nahezu sicher", dass hinter der Vergiftung des Kreml-Kritikers Alexej Nawalny russische Spione stecken. Das sagte er bei einem Treffen mit seinem US-Amtskollegen Mike Pompeo in Washington. Die russische Regierung stehe in der Pflicht zu erklären, was Nawalny zugestoßen sei.

Während russische Behörden nach eigener Darstellung bei Nawalny keinen Giftstoff gefunden haben, stellte eine von der Berliner Charité in Auftrag gegebene Analyse bei einem spezialisierten Bundeswehrlabor nach Angaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel "zweifelsfrei" ein Gift der Nowitschok-Gruppe fest. Labore in Schweden und Frankreich haben dies inzwischen bestätigt. Nowitschok war in der Sowjetunion entwickelt worden.

19:29 Uhr
Breaking News

Wien und Budapest zu Corona-Risikogebieten erklärt

Die Bundesregierung hat Wien und Budapest zu Corona-Risikogebieten erklärt. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilte, sind von der Einstufung als Risikogebiet auch weitere Regionen unter anderem in den Niederlanden, Kroatien, Frankreich und der Schweiz betroffen. So gelten nun auch die französische Region Hauts-de-France und die Insel La Réunion als Risikogebiete. In der Schweiz kam das Kanton Freiburg neu hinzu, in den Niederlanden die Provinzen Nordholland und Südholland.

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19:15 Uhr

Spanische Polizei sucht schwarzen Panther

In Deutschland ist es ein Krokodil, in Spanien ein schwarzer Panther. Die Sichtung eines gefährlichen Tieres versetzt die Behörden in Andalusien in helle Aufregung. Mehrere Dorfbewohner wollen einen Panther in der Ortschaft Ventas de Huelma beobachtet haben. Nach Behördenangaben entdeckten Experten Pfotenabdrücke am Boden, die tatsächlich auf die Raubkatze hindeuten könnten.

Im Laufe des Tages suchten mehrere Polizeistreifen und ein Hubschrauber mit einer Wärmebildkamera nach dem Panther. "Dieses Tier ist nachts sehr aktiv, und man kann nie wissen, wie es reagieren würde. Also gehen Sie nachts möglichst nicht nach draußen", erklärte die Gemeindeverwaltung. Unklar ist, woher das Tier - sollte es tatsächlich ein Panther sein - stammen könnte.

18:51 Uhr

Anklage gegen Oppositionelle Kolesnikowa erhoben

Ihr drohen zwischen zwei und fünf Jahren Haft: In Belarus ist die inhaftierte Oppositionspolitikerin Maria Kolesnikowa wegen Gefährdung der staatlichen Sicherheit angeklagt worden. Trotz internationaler Proteste sitzt die 38-Jährige seit mehr als einer Woche in Untersuchungshaft. Kolesnikowa selbst hat wegen Morddrohungen gegen die Polizei und den Geheimdienst KGB Anzeige erstattet. Ihre Anwältin Ljudmila Kasak wies Anschuldigungen, die Oppositionspolitikerin habe versucht, illegal die Macht zu ergreifen, als absurd zurück.

Dagegen erklärte die Ermittlungsbehörde, Kolesnikowa habe mit Hilfe des Internets und der Massenmedien zu Handlungen aufgerufen, die gegen die nationale Sicherheit gerichtet gewesen seien. Ziel sei gewesen, dem Land Schaden zuzufügen.

18:23 Uhr

Plastik-Krone von Notorious B.I.G. für horrende Summe versteigert

Das Foto, auf dem Notorious B.I.G. kurz vor seinem Tod 1997 eine Krone trägt, ist berühmt. Nun kam das darauf abgebildete Schmuckstück bei Sotheby's in New York unter den Hammer - und übertraf jegliche Erwartungen: Die Plastik-Krone wurde für 594.750 Dollar (etwa 500.000 Euro) versteigert. Das sei etwa doppelt so viel wie erhofft, teilte das Auktionshaus mit.

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Eine Wertsteigerung um 9.912.500 Prozent.

(Foto: picture alliance/dpa)

Das von dem Rapper mit dem bürgerlichen Namen Christopher Wallace signierte Stück war seit der Aufnahme des Bildes im Besitz des Fotografen Barron Claiborne gewesen, der die Plastik-Krone eigenen Angaben zufolge einst für sechs Dollar gekauft hatte. Bei der Online-Auktion wetteiferten nun fünf Mitbieter mehr als sieben Minuten lang um das Stück. Um wen es sich bei dem neuen Besitzer handelt, ist nicht bekannt.

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17:58 Uhr

Rußpartikel von US-Bränden wirkten sich auf deutschen Himmel aus

Bei den Bränden an der Westküste der Vereinigten Staaten wurden bislang 30,3 Megatonnen Kohlenstoff ausgestoßen. Das hat der Copernicus-Atmosphärenüberwachungsdienst berechnet. Durch die Feuer sind auch zahllose feine Rußpartikel in die Atmosphäre gelangt. Bestimmte Windverhältnisse brachten diese in den vergangenen Tagen sogar Tausende Kilometer weit bis nach Deutschland. Sie sorgten hierzulande dafür, dass besonders farbenprächtige Sonnenauf- und -untergänge zu beobachten waren. So wirkte der Himmel nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes DWD am Wochenende milchig und gelblich. Derzeit sei das Phänomen allerdings nicht mehr zu sehen, da die Konzentration der Partikel in der Luft zurückgegangen sei.

17:36 Uhr

MV bringt Rostock-Laage als Weltraumbahnhof ins Gespräch

Nicht nur Bayern denkt in galaktischen Dimensionen: Einer aktuellen Studie zufolge eignet sich der Airport Rostock-Laage in Mecklenburg-Vorpommern als Standort für einen Weltraumflughafen. Von dort könnten Trägerflugzeuge abheben, die in geeigneter Höhe als fliegende Startrampen für Raketen oder Raumschiffe dienten, teilte das Landesverkehrsministerium mit. Auch wiederverwendbare flugzeugartige Shuttles könnten auf der Piste des Flughafens starten und landen.

  • Weltraumflughäfen als Basis für solche Fluggeräte werde in der Zukunft eine größere wirtschaftliche Bedeutung zugemessen, hieß es aus Schwerin.
  • "Es geht nicht um ein deutsches Cape Canaveral, sondern primär um unbemannte kleine Raketen, die von sicheren Gebieten über dem Meer aus mit Satelliten ins All starten", erklärte Verkehrsstaatssekretärin Ina-Maria Ulbrich.
  • Die aktuelle Studie wurde vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt im Auftrag der Landesregierung erstellt.
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17:12 Uhr

Barbados will sich von der Queen lossagen

Was haben Rihanna und Adele gemeinsam? Nun, ganz offensichtlich benötigen die beiden lediglich ihren Vornamen, um wiedererkannt zu werden, und sie haben sich mittels ihrer markanten Stimme jede für sich eine Weltkarriere als Sängerin aufgebaut. Aber es gibt noch eine Gemeinsamkeit: Trotz ihrer unterschiedlichen Herkünfte (Barbados und England) ist ihr Staatsoberhaupt Queen Elizabeth II. Doch damit könnte bald Schluss sein. Denn der Inselstaat Barbados will sich aus dem Commonwealth lösen und eine unabhängige Republik werden.

"Es ist Zeit, unsere koloniale Vergangenheit hinter uns zu lassen", zitierte die Generalgouverneurin von Barbados, Sandra Mason, aus einer Rede ihrer Premierministerin. "Die Menschen in Barbados wollen ein Staatsoberhaupt aus Barbados." Es könne kein Zweifel daran bestehen, dass das Land die Fähigkeit besitze, sich selbst zu regieren. Ziel sei es, den Schritt zum 55. Jahrestag der Unabhängigkeit des Inselstaates zu vollziehen - das wäre im November des kommenden Jahres. Die Reaktionen aus London fielen betont nüchtern aus: Die Angelegenheit sei "Sache der Regierung und des Volkes des Commonwealth-Staates", hieß es aus dem Buckingham-Palast.

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17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:46 Uhr

38 Geflüchtete retten sich durch laute Rufe aus Kühlanhänger

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Die Menschen bekamen in dem Lastwagen-Anhänger kaum Luft.

(Foto: picture alliance/dpa)

Rettung in letzter Sekunde: In Österreich sind mindestens 38 Migranten aus einem Kühllastwagen befreit worden, nachdem sie durch laute Rufe auf sich aufmerksam gemacht hatten. Wie die Polizei mitteilte, waren die von Schleppern nach Österreich gebrachten Menschen aus Syrien, dem Irak und der Türkei in einem schlechten gesundheitlichen Zustand. Der Kühllastwagen habe keine Möglichkeit zur Belüftung gehabt.

Die Betroffenen berichteten nach Polizeiangaben von Todesangst und Sauerstoffmangel während der Fahrt. Zahlreiche Menschen seien demnach zeitweise ohnmächtig gewesen, eine Person sei kollabiert. Es sei ihnen gelungen, so laut auf sich aufmerksam zu machen, dass der Transporter kurz angehalten habe. Zeugen beobachteten anschließend, wie mehrere Menschen von der Ladefläche ins Freie sprangen und alarmierten die Polizei. Der Vorfall ereignete sich bereits vor einer Woche und wurde erst jetzt öffentlich gemacht.

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16:25 Uhr

Massenmörder Breivik will vorzeitig auf freien Fuß kommen

Es klingt wenig, aber nach damaligem norwegischen Recht ist der Massenmörder Anders Behring Breivik im Jahr 2012 zu 21 Jahren Sicherheitsverwahrung mit einer Mindestdauer von zehn Jahren verurteilt worden. Zur Erinnerung: Der Rechtsterrorist, der sich mittlerweile Fjotolf Hansen nennt, hatte am 22. Juli 2011 bei Anschlägen im Osloer Regierungsviertel und auf der Insel Utøya insgesamt 77 Menschen getötet.

Im Namen seines Mandanten stellte Anwalt Øystein Storrvik nun einen Antrag zur Freilassung auf Bewährung. Wie Storrvik der Zeitung "Verdens Gang" sagte, habe Breivik Anspruch auf gerichtliche Prüfung eines solchen Antrags nach Ablauf der Mindestdauer in Verwahrung. Zudem plant Breivik nach Angaben des Anwalts aufgrund seiner Haftbedingungen eine erneute Klage gegen den norwegischen Staat - wegen Verstoßes gegen seine Menschenrechte. Mit einem ähnlichen Vorgehen war er bereits vor Jahren vor mehreren Instanzen gescheitert.

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16:01 Uhr

Affe klaut Handy und filmt sich selbst

Als er am Morgen sein Smartphone nicht finden kann, denkt sich Zackrydz Rodzi zunächst nichts weiter dabei. Der 20-jährige Student aus Malaysia wählt einfach seine Nummer und hofft darauf, dass er seinen Klingelton hört. Und tatsächlich klingelt es - hinter seinem Haus, in einem angrenzenden Stück Regenwald. Dort liegt das Gerät unter einer Palme.

Rodzi staunt nicht schlecht, als er sich das Handy genauer ansieht. Seine Bildergalerie ist voller Selfies und Videos eines Affen. Der Primat hatte sich offenbar - wenn auch zumeist unscharf - selbst fotografiert und in einem Baum sitzend Videos gedreht. In einer Szene, die das Innere seines Mundes zeigt, versucht das Tier sein Diebesgut zu essen, ohne Erfolg. Wie der Affe ins Haus kommen konnte und an das Handy gelangte, ist noch unklar.

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15:33 Uhr

Drogentod von Jugendlicher: 18-Jähriger festgenommen

Noch muss das Ergebnis der Obduktion und der toxikologischen Untersuchung abgewartet werden, doch es deutet vieles daraufhin, dass eine 16-Jährige am Wochenende starb, weil sie Alkohol und Ecstasy konsumierte. Die Jugendliche war auf einer Privatfeier in Hamburg kollabiert. Der herbeigerufene Notarzt konnte sie nicht mehr wiederbeleben.

Inzwischen hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Er stehe im Verdacht, der Jugendlichen Betäubungsmittel verabreicht oder zum unmittelbaren Gebrauch überlassen und dadurch leichtfertig ihren Tod verursacht zu haben, erklärte ein Polizeisprecher. Die Staatsanwaltschaft bestätigte, dass der 18 Jahre alte Beschuldigte vor einen Haftrichter kommen soll.

15:17 Uhr

Stand der Deutschen Einheit: "Es gibt immer noch zu tun"

Dieses Jahr feiert Deutschland 30 Jahre Deutsche Einheit. Das geschichtsträchtige Datum bietet Anlass, zurückzublicken. Was ist gut gelaufen und wo gibt es noch Nachholbedarf? Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Marco Wanderwitz, zieht eine überwiegend positive Bilanz. Es gebe mehr Gemeinsames als Trennendes. Bei der Angleichung der Lebensverhältnisse in Ostdeutschland gebe es große Fortschritte. Zugleich sieht der CDU-Politiker weiter wirtschaftliche Unterschiede: "Es gibt immer noch zu tun."

Aus dem Jahresbericht zum Stand der Einheit geht hervor, dass sich die Wirtschaftskraft der ostdeutschen Bundesländer seit der Wiedervereinigung vervierfacht hat. Allerdings fehlten nach wie vor wirtschaftsstarke Regionen mit einer hohen Dichte an Arbeitsplätzen, die vor allem von größeren, forschungsstarken und international orientierten Unternehmen angeboten werden. Für die Bundesregierung bleibe es zudem wichtig, alle Tendenzen zur Verklärung und Verharmlosung der DDR entgegenzutreten, heißt es in Schlussfolgerungen des Kabinetts zum Jahresbericht. "Die Aufarbeitung der SED-Diktatur und ihrer Folgen ist heute nach wie vor notwendig für ein gesamtdeutsches Selbstverständnis, welches das Leid der Opfer einbezieht und auf dem uneingeschränkten Bekenntnis zu Freiheit, Demokratie und Rechtsstaat basiert." Zugleich sollten die Lebensleistungen vieler Bürger angemessen gewürdigt werden.

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14:47 Uhr

Trump über Österreicher und Finnen: "Sie leben in Wald-Städten"

Für US-Präsident Donald Trump ist die Sache klar: Nicht die Erderwärmung ist schuld an den verheerenden Bränden an der Westküste seines Landes (den Klimawandel gibt es seiner Meinung nach nämlich gar nicht), sondern das schlechte Forstmanagement in den betroffenen Regionen. Um diese These zu unterstützen, machte der Staatschef in den vergangenen Tagen im Gespräch mit mehreren Medienvertretern, nun ja, etwas skurril formulierte Vergleiche. Seiner Meinung nach hausen die Menschen in Österreich und Finnland nämlich quasi im Wald. Diese Länder betrachteten sich sogar als "Wald-Nationen", die Menschen dort lebten in "Wald-Städten", so Trump.

In einem Interview mit Fox News, das etwa der "Independent" zusammenfasst, präzisierte er seine Aussagen noch weiter. Demnach hätte die Alpenrepublik sogar "viel explosivere Bäume" als die betroffenen US-Bundesstaaten. "Sie haben Bäume, die sich leichter entzünden", so Trump. Aber sie würden den Flammen den "Treibstoff" nehmen, indem sie das, was auf dem Boden liegt (Blätter, umgefallene, trockene Bäume etc.) aus dem Weg räumen. Diese Dinge würden sonst wie "Streichhölzer" wirken. Tatsächlich konnte Finnland, dessen Forstmanagement Trump bereits in der Vergangenheit lobte, zuletzt schwere Waldbrände verhindern, berichtet der "Independent". Doch die dortigen Witterungsbedingungen seien kaum vergleichbar mit denen in Kalifornien & Co. Auf Twitter verselbstständigten sich die Aussagen Trumps bereits. Unter Hashtags wie #forestcities und #explosivetrees entwickelten zahlreiche User fantastische Ansichten des waldverliebten Österreich.

14:30 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser, mein Kollege Christoph Rieke hat sich hoffentlich inzwischen entschieden, wie er diesen wunderbar sonnigen Nachmittag gestalten will. Ab jetzt übernehme ich bei "Der Tag" und versorge Sie bis zum späten Abend mit Nachrichten aus aller Welt. Mein Name ist Friederike Zörner. Bei Fragen und Anregungen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]nama.de

14:24 Uhr

US-Justiz nimmt Bolton wegen Trump-Buch ins Visier

Vor einem Jahr hatte US-Präsident Donald Trump seinen engen Vertrauten John Bolton als Nationalen Sicherheitsberater geschasst - woraufhin dieser sich im Juni dieses Jahres mit einem Enthüllungsbuch revanchierte. Nun steht der 71-Jährige offenbar im Fokus der Justiz.

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Bolton hat mit seinem Trump-Buch "The Room Where It Happened" die Aufmerksamkeit der US-Justiz auf sich gezogen.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

  • Laut US-Medien soll eine strafrechtliche Untersuchung Aufschluss verschaffen, ob Bolton mit seinem Buch geheime Informationen preisgegeben hat.
  • Demnach hat eine Grand Jury den Verlag Simon & Schuster sowie Boltons Agenten unter Strafandrohung angewiesen, Unterlagen zu deren Kommunikation mit Bolton auszuhändigen.
  • Bolton kündigte zwar uneingeschränkte Kooperation an, bestritt jedoch jegliche kriminelle Handlungen.
13:28 Uhr

Nach Warntag-Panne: Amtspräsident muss gehen

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Unger muss nach der Warntag-Panne seinen Posten als BBK-Präsident räumen.

(Foto: dpa)

Erinnern Sie sich noch an den vergangenen Donnerstag, als um 11 Uhr in weiten Teilen des Landes nichts passierte? Der bundesweite Probealarm für mögliche Ernstfälle ging mächtig schief. Und diese Panne kostet den Präsidenten des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) offenbar den Job. Wie der RBB berichtet, hat Bundesinnenminister Horst Seehofer die Absetzung von Christoph Unger beschlossen. Unger steht dem BBK seit 2004 vor. Nach der weitreichenden Panne am Warntag hatte Seehofer eine umfangreiche Aufarbeitung angekündigt und dabei auch personelle Konsequenzen nicht ausgeschlossen.

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13:08 Uhr

Nawalny-Behandlung beansprucht keine Steuergelder

Seit 22. August befindet sich der vergiftete Kremlkritiker Alexej Nawalny zur Behandlung in der Berliner Charité - auf Initiative der Bundesregierung. Die Kosten tragen aber offenbar weder die Hauptstadt noch die Bundesrepublik.

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Alexej Nawalny, hier mit seiner Frau Julia, hatte sich gestern via Instagram aus der Charité gemeldet.

(Foto: dpa)

  • "Es liegt eine Kostenübernahmezusage durch Privatpersonen vor", antwortete die Senatskanzlei Wissenschaft und Forschung auf eine parlamentarische Anfrage aus Reihen der AfD.
  • Zur Höhe der angefallenen oder erwarteten Behandlungskosten machte der Senat mit Verweis auf mehrere Unwägbarkeiten keine Angaben.
  • Zudem erklärte die Senatskanzlei, dass der Transport Nawalnys von Russland nach Berlin im Rahmen einer privaten Hilfsmission erfolgt sei.
12:37 Uhr

Kompost-Lkw kippt um und verletzt Radlerin schwer

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Die Radfahrerin wurde von der Lkw-Ladung Kompostmüll komplett verschüttet.

(Foto: dpa)

Im niedersächsischen Uchte hat sich am Morgen ein gleichermaßen schwerer wie schauriger Unfall ereignet: Beim Überholen einer Radfahrerin ist ein Sattelzug ins Schlingern geraten und kippte zur Seite. Die Ladung des Lastwagens - Kompostmüll - erfasste dabei die Frau, warf sie zur Seite und verschüttete sie. Nach Polizeiangaben mussten Feuerwehrleute die 65-Jährige aus dem Abfallhaufen befreien, der sie komplett bedeckte. Sie kam mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus. Der 42-jährige Fahrer des Lasters erlitt leichte Verletzungen und kam ebenfalls in eine Klinik. Die Staatsanwaltschaft beschlagnahmte sein Fahrzeug für Ermittlungen.

12:14 Uhr

Schäuble will's noch mal wissen: erneute Wahlkreiskandidatur

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Schäuble will 2021 in seinem Wahlkreis erneut für den Bundestag kandidieren.

(Foto: imago images/Eibner)

Der dienstälteste Abgeordnete des Bundestags ist er bereits - und das will er auch bleiben: Parlamentspräsident Wolfgang Schäuble will bei der Wahl im kommenden Jahr erneut im Wahlkreis Offenburg für den Bundestag kandidieren. Das teilte sein badischer CDU-Kreisverband Ortenau mit. Der 77-jährige Schäuble gehört dem Bundestag seit 1972 mit einem Direktmandat an.

12:02 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:33 Uhr

Landkreis kapituliert bei Krokodilsuche

Deutlicher Punktsieg für das "Unstrudil": Der Kyffhäuserkreis in Thüringen hat die Suche nach dem von mehreren Zeugen gesichteten Reptil offiziell aufgegeben. Landrätin Antje Hochwind-Schneider verkündete die Kapitulation laut MDR mit der Begründung, dass die Fahndung nach dem Krokodil in der Unstrut bisher ergebnislos geblieben sei. Demnach ist der Uferbereich des Flusses ab morgen wieder freigegeben. Zuvor hatte das Landratsamt bereits den Abbau der Fotofallen angekündigt. Somit hat das "Unstrudil" bis auf Weiteres freie Bahn - zumindest im Norden Thüringens.

11:13 Uhr

Rechtsextreme Chats: Razzien bei NRW-Polizei

Bei der Polizei in Nordrhein-Westfalen werden mehrere Beamte verdächtigt, an mindestens fünf rechtsextremen Chat-Gruppen beteiligt gewesen zu sein. Das teilte Innenminister Herbert Reul in Düsseldorf mit. Seit dem Morgen finden deshalb zahlreiche Razzien statt. Laut Reul sollen 29 Polizistinnen und Polizisten an den Chats beteiligt gewesen sein. Alle seien am Morgen suspendiert worden. Reul sprach von einer "Schande für die Polizei".

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11:11 Uhr

Von der Leyen fürchtet um EU-Handelsabkommen mit Briten

Wie geht's weiter in den Beziehungen zwischen der EU und Großbritannien? EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hält ein Handelsabkommen mit Großbritannien zum Ende der Brexit-Übergangsphase für immer weniger wahrscheinlich.

  • "Mit jedem Tag schwinden die Chancen, dass wir doch noch rechtzeitig ein Abkommen erzielen", sagte von der Leyen in ihrer Rede zur Lage der Europäischen Union.
  • Die Gespräche seien nicht so weit wie erhofft, und es bleibe nur noch sehr wenig Zeit.
  • Die Pläne des britischen Premiers Boris Johnson, Teile des bereits gültigen Brexit-Abkommens auszuhebeln, kritisierte von der Leyen: "Es geht hier um Recht, um Vertrauen und um guten Glauben."

10:41 Uhr

Frachter rammt Schleuse zum Nord-Ostsee-Kanal

Hoppla: Bei der Einfahrt in den Nord-Ostsee-Kanal hat ein Containerschiff nicht ganz die Ideallinie erwischt - und eine Schleuse gerammt. Der unter der Flagge Gibraltars fahrende Frachter "Wybelsum" sei beim Auslaufen aus der großen Südschleuse in Brunsbüttel mit dem linken Heck gegen das Mauerwerk der Schleusenmittelmauer geraten, teilte die Polizei mit. Demnach ist der Schaden begrenzt, die Schleuse wieder in Betrieb.

10:22 Uhr

Feueralarm in Seniorenheim: Vier Verletzte

Es ist mitten in der Nacht, als die Bewohner eines Seniorenheims im schwäbischen Dietmannsried aus dem Schlaf gerissen werden. Der Grund: ein offenes Feuer in einem Schlafzimmer im Erdgeschoss des Gebäudes. Glücklicherweise konnte die Feuerwehr noch rechtzeitig anrücken. Dennoch wurden vier Bewohner verletzt, wie die bayerische Polizei in Kempten mitteilte. Demnach hat ein Bewohner eine schwere Rauchgasvergiftung erlitten. Insgesamt mussten 22 Bewohner aus dem komplett verrauchten Gebäude gebracht werden. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an, womöglich hatte es einen technischen Defekt gegeben.

09:51 Uhr

Von der Leyen ruft neues EU-Klimaziel aus

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen fordert, die Treibhausgase der Europäischen Union bis 2030 um mindestens 55 Prozent zu reduzieren - und zwar unter den Wert von 1990 zu bringen. Diese drastische Verschärfung des EU-Klimaziels schlug sie in ihrer Rede zur Lage der Europäischen Union in Brüssel vor.

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09:49 Uhr

Seehofer: Wurde nicht zu neuer Moria-Entscheidung gedrängt

Mit seiner ursprünglichen Ankündigung, lediglich bis zu 150 Geflüchtete aus Moria aufzunehmen, hatte Horst Seehofer viel Kritik auf sich gezogen. Gestern hat die Bundesregierung dann die Zahl um das mehr als Zehnfache nach oben korrigiert. Der Bundesinnenminister sieht darin keinen Widerspruch zu seinem Handeln.

  • "Mich hat niemand gedrängt", sagte Seehofer vor einer Sitzung des Innenausschusses des Bundestages.
  • "Wenn ich überzeugt bin, dass etwas nicht geht, dann mache ich es auch nicht", erklärte er weiter.
  • Deutschland hatte gestern angekündigt, insgesamt 2750 Geflüchtete von den griechischen Inseln aufnehmen zu wollen.

09:13 Uhr

Laschet-Bruder glaubt an Abstammung von Karl dem Großen

Haben Sie sich schon mal mit dem Stammbaum Ihrer Familie auseinandergesetzt? Dabei kommen oft spannende Details ans Licht. Die Familie des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet meint gar, von einem der berühmtesten europäischen Machthaber abzustammen.

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Laschet teilt sich sein Staatskanzlei-Büro mit einer goldene Büste von Karl dem Großen.

(Foto: imago images/sepp spiegl)

  • Laschets Bruder Patrick sieht sich und seine Familie als Nachfahren von Karl dem Großen, wie aus der Laschet-Biografie "Der Machtmenschliche" von Tobias Blasius und Moritz Küpper hervorgeht.
  • Demnach habe Patrick Laschet mehrere Stammbäume detailliert zusammengetragen und in insgesamt 40 Schritten eine Linie zum einstigen Frankenkaiser ausmachen können.
  • Nun denn: Da der Mittelalterherrscher Karl der Große wohl mindestens 18 Kinder gezeugt hat, sind die Laschet-Behauptungen zumindest nicht unrealistisch.
09:01 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:53 Uhr

Hans "in Sorge" wegen möglicher CDU-Lagerbildung

Anfang Dezember will die CDU einen neuen Vorsitzenden wählen. Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans sieht in dem parteiinternen Wahlkampf Gefahren für den Bundestagswahlkampf.

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Hans betrachtet die Entwicklung des CDU-internen Wahlkampfes mit Sorge.

(Foto: imago images/Becker&Bredel)

  • "Ich bin in Sorge: Wir hatten erst vor zwei Jahren bei der Wahl von Annegret Kramp-Karrenbauer eine Lagerbildung. Wenn wir jetzt zu kontrovers über einen neuen Vorsitzenden diskutieren, könnte sich diese Situation verschärfen", sagte Hans der "Neuen Osnabrücker Zeitung".
  • Hans warb deshalb - auch mit Blick auf die Bundestagswahl - für eine Teamlösung.
  • Bislang stehen Außenpolitiker Norbert Röttgen, NRW-Ministerpräsident und CDU-Vize Armin Laschet sowie der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz für den CDU-Vorsitz zur Wahl.
08:20 Uhr

Cardi B hat genug: Rap-Star reicht Scheidung ein

Bis zur sogenannten ledernen Hochzeit haben sie es durchgehalten: Nach nur drei Jahren steht nun das Ende der Ehe zwischen dem Hip-Hop-Paar Cardi B und Offset bevor.

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Die Ehe zwischen Offset und Cardi B ist futsch.

(Foto: imago images/ZUMA Press)

  • Die 27-jährige Cardi B reichte die Scheidung von ihrem 28-jährigen Ehemann ein, wie US-Medien berichten.
  • Laut "USA Today" beantragte sie zudem das Sorgerecht für die gemeinsame zweijährige Tochter Kulture.
  • Dem Magazin "People" zufolge gab Cardi B an, dass es "keine Aussicht auf eine Versöhnung" mit Offset gebe.
07:50 Uhr

Ludwigsburger Student gewinnt Oscar

Großer Erfolg für die Filmakademie Baden-Württemberg: Ein Abschlussfilm der Hochschule in Ludwigsburg hat im US-amerikanischen Beverly Hills einen Studierenden-Oscar gewonnen.

  • Der Kurzfilm "The Beauty" von Regisseur Pascal Schelbli siegte in der Sparte Animation im internationalen Wettbewerb, wie die Oscar-Akademie mitteilte.
  • Das animierte Werk des 1987 in der Schweiz geborenen Regisseurs ist nur vier Minuten lang.
  • Es zeigt eine auf den ersten Blick idyllische Unterwasserwelt mit Fischschwärmen und Meeresfauna, die aber bei genauem Hinsehen mit Plastikmüll versetzt ist.
  • Schelbli kann seinen Film auch für den Oscar-Wettbewerb im Jahr 2021 einreichen.

07:35 Uhr

Es wird noch mal spätsommerlich warm

Das Hoch "Leiki" verliert zunehmend an Einfluss auf unser Wetter. Dennoch steht heute noch in weiten Teilen des Landes ein herrlicher Spätsommertag an.

Nach vereinzeltem Frühnebel scheint häufig die Sonne. Zwar werden die Wolken am Nachmittag dann etwas zahlreicher, doch nur im Westen sowie im Südosten Bayerns bilden sich gegen Abend vereinzelte Regenschauer oder Gewitter. Davor wird es nochmals hochsommerlich warm mit 25 bis 32 Grad, nur an der Küste kühlt es mit Nordwind bereits auf 20 bis 22 Grad ab.

Derweil beginnt ein Tief über der nördlichen Ostsee mit Nordwind deutlich kühlere Luft Richtung Deutschland zu lenken. Damit geht die letzte große Hitze in diesem Jahr zu Ende.

07:28 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!

Die Mitte der Arbeitswoche ist erreicht - und zur Feier des Tages gibt's noch einmal für die meisten Sonne satt. Wenn Sie sich gleich einen Kaffee zubereiten (wie ich), können Sie ja schon mal Pläne für den spätsommerlichen Feierabend schmieden (wie ich). So oder so: Hier im Tag erfahren Sie wie gewohnt, mit welchen Ereignissen dieser Mittwoch aufwartet.

Hier sind die harten Themen, die heute auf dem Plan stehen:

  • Noch vor der Kabinettssitzung um 9.30 Uhr verantwortet sich Bundesinnenminister Horst Seehofer vor dem Innenausschuss des Bundestages. Wichtigstes Thema dürfte die Flüchtlingspolitik nach der Brandkatastrophe im griechischen Lager Moria sein.
  • Danach will die Bundesregierung den Weg für eine Verlängerung des konjunkturellen Kurzarbeitergeldes frei machen.
  • Zudem will das Bundeskabinett eine Elterngeldreform auf den Weg bringen, wonach unter anderem Mütter und Väter, die gemeinsam über ein Einkommen von mehr als 300.000 Euro (bisher 500.000) verfügen, kein Elterngeld mehr bekommen sollen.
  • Derweil beginnt der Bundestag erstmals eine Art Themenwoche mit Debatten rund um das Thema Nachhaltigkeit.
  • Wie steht's 30 Jahre nach der Wiedervereinigung um die Deutsche Einheit? Antworten stellt ab 11.30 Uhr der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Marco Wanderwitz, in seinem Jahresbericht vor.
  • Auch in Brüssel wird berichtet: Ab 9 Uhr hält EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen im Europaparlament ihre erste Rede zur Lage der Europäischen Union seit ihrem Amtsantritt 2019.
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    Von der Leyen wird ihre erste Rede zur Lage der EU halten.

    (Foto: dpa)

  • Mit einer Grundsatzrede von Ministerpräsident Markus Söder endet in München die Herbstklausur der CSU-Landtagsfraktion.
  • Im Prozess um den rechtsextremen Terroranschlag von Halle sollen vier Polizisten befragt werden, die am Tattag vor Ort waren.
  • Und natürlich Corona: Selbstredend gibt es auch heute einen Liveticker zu den aktuellsten Entwicklungen rund um das Coronavirus.

Volles Programm an diesem Mittwoch. Mein Name ist Christoph Rieke und ich wünsche Ihnen einen wunderbaren Spätsommertag! Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, schreiben Sie mir doch an christoph.rieke(at)nama.de. Bleiben Sie fit!

07:07 Uhr

Suga ist neuer japanischer Premier

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Suga (m.) ist der älteste Regierungschef Japans seit rund drei Jahrzehnten.

(Foto: REUTERS)

Nun ist es amtlich: Yoshihide Suga ist neuer Regierungschef von Japan. Das Parlament in Tokio hat den bisherigen Kabinettschef zum neuen Ministerpräsidenten gewählt, wie der Sprecher des Unterhauses, Tadamori Oshima, nach Auszählung der Stimmen bekannt gab. Der 71 Jahre alte Suga tritt die Nachfolge von Shinzo Abe an, der nach einer Rekordamtszeit von fast acht Jahren aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten war.

06:49 Uhr

Trump: Hätte Assad lieber ausgeschaltet

Noch im vergangenen Jahr hatte Donald Trump energisch einen Bericht dementiert, wonach er den syrischen Machthaber Baschar al-Assad im Jahr 2017 hätte töten lassen wollen. Nun hat der US-Präsident seine Version noch einmal aktualisiert.

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Trump hegte offenbar Attentatspläne gegen Assad.

(Foto: AP)

  • "Ich hätte ihn lieber ausgeschaltet. Ich hatte ihn schon so weit", sagte Trump dem Sender Fox News.
  • Demnach habe sich der damalige US-Verteidigungsminister Jim Mattis jedoch gegen die Operation ausgesprochen: "Mattis wollte es nicht tun."
  • Dass es nicht zu einem Angriff auf Assad gekommen sei, bedaure Trump nicht: "Ich hielt ihn sicher nicht für einen guten Menschen, aber ich hatte die Chance, ihn auszuschalten, wenn ich gewollt hätte, und Mattis war dagegen", sagte er.
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06:24 Uhr

Vater von Bill Gates ist tot

Microsoft-Gründer Bill Gates trauert um seinen Vater: Wie der US-amerikanische Unternehmer auf seiner Webseite mitteilt, ist William H. Gates im Alter von 94 Jahren gestorben. Gates machte keine genauen Angaben zur Todesursache - er schrieb lediglich, sein Vater sei friedlich zu Hause gestorben. Demnach sei dessen Tod aufgrund der sich verschlechternden gesundheitlichen Verfassung nicht unerwartet gewesen. Gates senior hatte sich zwei Jahrzehnte lang im engeren Führungskreis der Stiftung von Bill und Melinda Gates engagiert.

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06:03 Uhr

Feuer frisst sich an berühmtes US-Observatorium heran

Noch immer sind die schweren Waldbrände im US-Bundesstaat Kalifornien nicht unter Kontrolle. Die Flammen haben bereits Tausende Quadratkilometer Land verwüstet. Nun ist eine der berühmtesten Stätten der Astronomie in Gefahr.

  • Ein Waldbrand in Südkalifornien bedroht das historische Mount-Wilson-Observatorium nahe Los Angeles.
  • Nach Angaben der Feuerwehr fraßen sich die Flammen des sogenannten Bobcat-Feuers bis auf mehrere Hundert Meter an das 116 Jahre alte Gebäude heran.
  • In Gesamt-Kalifornien kämpfen mehr als 16.600 Feuerwehrleute gegen 25 größere Feuer an, wie die Behörde CAL Fire mitteilte.

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05:45 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht