Mittwoch, 22. Juni 2022Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:32 Uhr

Das war Mittwoch, der 22. Juni 2022

Nachdem die ukrainischen Truppen die Russen vor wenigen Wochen aus der Region Charkiw im Osten des Landes zurückgedrängt hatten, kehrte das Leben in die Millionen-Metropole nach und nach zurück. Doch jetzt nehmen die Angreifer die Großstadt wieder in Visier. Bei heutigem Raketenbeschuss wurden in Charkiw und Umgebung 20 Menschen getötet und 16 verletzt. Die Regierung in Kiew vermutet, dass Russland mit den Angriffen auf Charkiw von der Hauptschlacht im Donbass um die Stadt Sjewjerodonezk ablenken will. Dort erleiden die prorussischen Separatisten nach Einschätzung des britischen Verteidigungsministeriums enorme Verluste. Demnach hätten sie seit Kriegsbeginn rund 55 Prozent ihrer ursprünglichen Kampfstärke verloren. Mehr dazu lesen Sie hier.

Was war heute sonst wichtig:

Liebe Leserinnen und Leser, ich wünsche Ihnen einen ruhigen Restabend und eine gute Nacht. Bis morgen!

21:55 Uhr

Radfahrerin in Krefeld von Lkw erfasst und getötet

Ein Lastwagen hat eine Radfahrerin in Krefeld beim Abbiegen erfasst und lebensgefährlich verletzt. Die 79-Jährige starb später in einer Klinik, wie die Polizei mitteilte. Sie war unter den Lkw geraten, als der 70-jährige Fahrer rechts abbog. Mitarbeiter einer benachbarten Arztpraxis hatten Erste Hilfe geleistet, ein Rettungshubschrauber brachte die Frau ins Krankenhaus. Dort erlag sie Stunden später ihren Verletzungen.

21:23 Uhr

Polizei entdeckt Babyleiche in Keller

Im Keller eines Wohnhauses im nordrhein-westfälischen Lüdenscheid ist ein totes Neugeborenes gefunden worden. Das kleine Mädchen wurde versteckt abgelegt, wie Staatsanwaltschaft und Polizei mitteilten. Wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts nahm eine Mordkommission Ermittlungen gegen die 43-jährige Kindsmutter auf.

Die Frau wurde nach dem Fund der Leiche am Dienstag vorläufig festgenommen, mangels dringenden Tatverdachts jedoch am Tag darauf wieder entlassen. Die Ermittlungen zur Todesursache laufen noch. In einer rechtsmedizinischen Untersuchung habe bisher nicht zweifelsfrei geklärt werden können, ob das Mädchen lebend geboren wurde.

20:51 Uhr

Stadt Bremen schenkt jedem Kind 60 Euro für Freizeitgestaltung

Wie cool ist das denn: Alle Kinder und Jugendliche in Bremen erhalten eine sogenannte Freikarte mit einem Guthaben über 60 Euro für Freizeitangebote wie Schwimmbad-, Eislaufhallen- oder Kinobesuch. Sie werde an jeden Minderjährigen verschickt und könne mit Beginn der Herbstferien eingesetzt werden, teilte der Senat mit. Mit der "Freikarte" können die Kinder neben dem Eintritt auch andere Dinge bezahlen wie etwa Leihausrüstungen oder Essen und Getränke. Im nächsten Jahr soll die Karte erneut mit 60 Euro aufgeladen werden.

Die "Freikarte" solle helfen, versäumte Aktivitäten während der Corona-Pandemie nachzuholen. "Kinder und Jugendliche haben während der Pandemie auf sehr viel verzichten müssen", sagte Bürgermeister Andreas Bovenschulte. Die Bürgerschaft hatte sich Ende März für die Einführung der Karte ähnlich eines Modells in Stuttgart ausgesprochen. Für das Projekt werden aus dem Bremen-Fonds zur Bewältigung der Corona-Folgen 12,2 Millionen Euro freigegeben.

19:58 Uhr

Unbekannte flößen Obdachlosem Wodka ein - Lebensgefahr

Unbekannte sollen in der Düsseldorfer Altstadt einem Obdachlosen so viel Wodka eingeflößt haben, dass er in Lebensgefahr geriet. Als der Mann von Rettungskräften reanimiert wurde, hatte er rund 5 Promille. Der Mann war am Dienstagabend gefunden worden. Es hätten sich Hinweise ergeben, dass "sich zuvor mehrere Personen eng um den Obdachlosen scharten und ihm offensichtlich Alkohol aus einer Flasche einflößten", so die Polizei. Der Zustand des 50-Jährigen sei noch immer kritisch. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und sucht Zeugen.

18:49 Uhr

Regierung in Bulgarien durch Misstrauensvotum gestürzt

imago0161284973h.jpg

Kiril Petkows Regierung war seit einem halben Jahr im Amt.

(Foto: IMAGO/NurPhoto)

In Bulgarien ist die prowestliche Regierung von Ministerpräsident Kiril Petkow durch ein Misstrauensvotum gestürzt worden. Für den Antrag der bürgerlichen Oppositionspartei GERB und damit gegen die Regierung stimmte im Parlament von Sofia eine Mehrheit von 123 Abgeordneten. Petkow wurde nur noch von 116 Abgeordneten unterstützt. Seine liberal-sozialistische Koalition hatte nach dem Rückzug von Populisten vor zwei Wochen im Parlament bereits keine absolute Mehrheit mehr.

18:23 Uhr

Vierjähriges Kind stirbt nach Badeunfall in Strandbad

Bei einem Badeunfall in einem See ist in Baden-Württemberg ein vierjähriges Kind ums Leben gekommen. Wie das Polizeipräsidium in Freiburg mitteilte, starb es nach mehrtägiger Behandlung in einem Krankenhaus. Badegäste hatten das reglose Kind den Angaben zufolge am Sonntagabend im Strandbad des Titisees im Wasser entdeckt und ans Ufer gebracht.

Rettungskräfte begannen aufgrund ausbleibender Lebenszeichen mit Wiederbelebungsmaßnahmen. Anschließend wurde das Kind in eine Spezialklinik eingeliefert, wo es nun starb. Die Kriminalpolizei übernahm die Ermittlungen in dem Fall.

17:25 Uhr

Schüler greift Lehrerin an: Kleid zerrissen, Pädagogin steht entblößt vor Klasse

In Oberhausen im Ruhrgebiet soll ein 13-Jähriger seine Lehrerin an der Gesamtschule Osterfeld im Unterricht angegriffen haben. Die Polizei ermittelt wegen Beleidigung und vorsätzlicher einfacher Körperverletzung. Die 38-Jährige habe eine Beule am Kopf und ein Hämatom am linken Arm davongetragen, teilte die Polizei mit. Der Angriff ist längst nicht der einzige Vorfall an der Schule, der die Polizei beschäftigt.

imago0119402555h.jpg

Allein in den vergangenen fünf Monaten wurden an der Gesamtschule Osterfeld in Oberhausen 27 Vorkommnisse polizeilich bekannt.

(Foto: imago images/Werner Otto)

  • Der Angriff datiert bereits auf den 18. Mai und wurde nun durch einen Bericht der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" öffentlich.
  • Der Sechstklässler habe die Pädagogin mit dem Rücken gegen die Tafel geknallt, dabei sei auch ihr Kleid zerrissen worden, so dass die Lehrerin entblößt vor der Klasse gestanden habe, berichtete die "WAZ" unter Berufung auf die Mail einer Person, die anonym bleiben wolle. Der Schüler habe ihr auch an die Brust gefasst.
  • Die Bezirksregierung Düsseldorf teilte mit, der Junge werde nicht mehr an der Schule unterrichtet und komme nach den Sommerferien auf eine Förderschule.
  • Die "WAZ" berichtete unter Berufung auf die Mail von ständiger Gewalt an der Schule. Wie die Polizei mitteilte, wurden allein zwischen Januar und Mai 2022 27 Vorkommnisse an der Schule polizeilich bekannt - darunter auch Beleidigungen und Körperverletzungen.
17:15 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

15:52 Uhr

Deutsche Touristen mit 800 Muscheln im Gepäck erwischt

Was kann man aus dem Urlaub als Souvenir mitbringen? Einen Magnet, eine Flasche Wein, Schmuck … oder einfach Steine, sehr viele Steine. Wenn man sich aber für das Letztere entscheidet, müsste man zuerst die Zollbestimmungen des jeweiligen Landes lesen. Sonst kann's böse enden.

294190196.jpg

Die Behörden veröffentlichten Fotos des "Schmuggelguts".

(Foto: picture alliance/dpa/Guardia di Finanza)

Die italienischen Behörden haben auf Sardinien vier Deutsche mit Hunderten Steinen und Muscheln im Gepäck ertappt. Zwei Frauen seien den Fahndern der Finanzpolizei und des Zolls vor ihrer Rückreise am Flughafen in Cagliari ins Netz gegangen, teilte die Guardia di Finanza mit. Sie hätten fast 220 Steine mit einem Gewicht von rund 8,6 Kilogramm und rund 160 Muscheln von verschiedenen Stränden dabeigehabt. Bei zwei weiteren Deutschen habe man etwa 480 und rund 180 Muscheln gefunden. 

Es ist illegal, Muscheln, Sand oder Steine ohne Erlaubnis der Behörden von den Stränden oder aus dem Meer Sardiniens zu entfernen. Wer erwischt wird, dem droht eine Strafe zwischen 500 und 3000 Euro, wie aus dem sardinischen Regionalgesetz hervorgeht.

15:21 Uhr

Lauterbach bekräftigt Bürgertest-Plan

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat seinen Plan bekräftigt, von den kostenlosen Corona-Bürgertests für alle abzurücken. Man müsse die Bürgertests etwas einschränken, sagte der SPD-Politiker vor der Gesundheitsministerkonferenz in Magdeburg. In der Vergangenheit seien Tests abgerechnet worden, die nicht durchgeführt wurden, und es seien Tests durchgeführt worden, die nicht notwendig gewesen seien. Nötig sei eine bessere Qualitätskontrolle, betonte Lauterbach. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministers soll das Testangebot künftig stärker auf diejenigen ausgerichtet werden, "die tatsächlich den Test brauchen". So sollten besonders diejenigen geschützt werden, die Menschen in Pflegeeinrichtungen besuchen. Außerdem sollen Tests vor großen Veranstaltungen möglich sein.

Die Forderungen einiger Länder, rasch die gesetzlichen Voraussetzungen für schärfere Schutzmaßnahmen zu schaffen, hat Lauterbach vernommen. "Wir werden uns schnell einigen", sagte er mit Blick auf die Beratungen von Bund und Ländern. Ziel sei es, dass man in diesem Herbst besser vorbereitet sei auf die Pandemie als in den vergangenen Jahren. Dabei soll über verschiedene Instrumente wie eine Maskenpflicht diskutiert werden. Eine Impfpflicht spielt dabei keine Rolle. "Wir werden eine Impfpflicht nicht mehr verfolgen, auch nicht ab 60", sagte Lauterbach.

14:26 Uhr

Benzin statt Diesel getankt - Dutzende Autofahrer bleiben liegen

Dutzende Autofahrer in Frankreich durften am eigenen Leib erfahren, was passiert, wenn man falschen Sprit getankt hat. Denn bei einer Tankstelle in Cosne-sur-Loire wurde der Tank für Diesel irrtümlicherweise mit Benzin gefüllt. Nach dem Tanken kamen manche Fahrer noch mit stotterndem Motor bis nach Hause oder zu einer Werkstatt, andere blieben auf freier Strecke stehen, wie die Zeitung "Le Journal du Centre" berichtete.

Den Fehler hatte der Fahrer des Tankwagens gemacht. Die Tankstelle bemühte sich, alle Betroffenen zu lokalisieren und sicherte Entschädigung zu. Die Tankfüllung als auch das Auspumpen des Tanks und die Wartung der Autos werden demnach erstattet.

14:10 Uhr

Schichtwechsel

Hallo und einen schönen Tag, liebe Leserinnen und Leser! Meine Kollegin Christina Lohner verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend. Ab jetzt begleite ich Sie durch den "Tag". Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou und ich bin bis zum späten Abend für Sie da.

13:53 Uhr

Mann will mit dem Auto zum "Idiotentest" und baut Unfall

Ein 21-Jähriger ohne Führerschein hat sich in Bayern mit dem Auto auf den Weg zum sogenannten Idiotentest gemacht. Er sei von seinem Garagenvorplatz auf die Straße gefahren und habe dabei einen Mann auf seinem Motorroller umgefahren, teilt die Polizei in Kempten mit. Der Rollerfahrer kam ins Krankenhaus, erlitt aber nur leichte Verletzungen.

Den Polizisten sagte der Unfallverursacher, dass er keinen Führerschein habe und auf dem Weg zur medizinisch-psychologischen Untersuchung gewesen sei. Als ihm eröffnet wurde, dass dies eine Straftat darstelle, habe er nachträglich das Autofahren geleugnet. Stattdessen gab er an, dass sich sein Auto selbstständig gemacht habe und er zufällig vor Ort gewesen sei. Der Begriff Idiotentest scheint hier den Nagel auf den Kopf zu treffen.

13:33 Uhr

Streik droht deutsche Seehäfen lahmzulegen

Die coronabedingt ohnehin schon chaotische Abfertigung von Container- und Frachtschiffen in Deutschlands Seehäfen droht wegen eines Warnstreiks der Hafenarbeiter vollends aus dem Tritt zu geraten. Unzufrieden mit den Ergebnissen der laufenden Tarifverhandlungen fordert die Gewerkschaft Verdi Tausende Beschäftigten auf, morgen für 24 Stunden die Arbeit niederzulegen. Betroffen seien die Häfen Hamburg, Emden, Bremerhaven, Bremen, Brake und Wilhelmshaven.

Derzeit warten in der Nordsee Dutzende Schiffe auf ihre Abfertigung. Nach Angaben des Kieler Instituts für Weltwirtschaft stecken dort nun mehr als zwei Prozent der globalen Frachtkapazität im Stau und können weder be- noch entladen werden. Alleine in der Deutschen Bucht warteten derzeit 15 große Containerschiffe auf ihre Abfertigung in Hamburg oder Bremerhaven. Und ein Ende ist nicht in Sicht: Nach dem Ende des Lockdowns am weltgrößten Containerhafen in Shanghai rollt nun eine Welle an Containerfrachtern auf Europa zu.

13:08 Uhr

Emirates will mehr A380 in die Luft schicken

Die weltweit größte Flotte des Großraumflugzeugs A380 soll angesichts steigender Passagierzahlen möglichst bald wieder vollständig in der Luft sein. Das kündigt der Chef der Fluggesellschaft Emirates, Tim Clark, am Rande der Luftfahrtmesse ILA an. Derzeit fliegen demnach 65 bis 70 der insgesamt 119 einsatzfähigen Emirates-Exemplare des größten Passagierflugzeugs der Welt. Die übrigen Flugzeuge sollen aktiviert werden, sobald die Crews ausgebildet sind.

12:43 Uhr

Demonstranten beschmieren Kanzleramt

ba7484a86a0fab48667c95ca6f6cd274.jpg

(Foto: dpa)

Die Initiative "Letzte Generation" hat bei einer Protestaktion eine Wand des Bundeskanzleramtes mit schwarzer Flüssigkeit beschmiert. "Öl sparen statt bohren" stand auf Transparenten der etwa 20 jungen Menschen, die sich an der Aktion beteiligten. Auch auf den Boden gossen sie schwarze Flüssigkeit. Die Polizei war schnell vor Ort.

Die Initiative verlangt eine Erklärung von Kanzler Olaf Scholz, dass keine neue Infrastruktur für die Nutzung fossiler Energieträger gebaut wird. Zumindest seine Aufmerksamkeit dürften die Demonstranten erreicht haben. Am Montag und Dienstag hatten die selbsternannten Klimaschützer bereits Ausfahrten der Stadtautobahn A100 in Berlin blockiert.

12:18 Uhr

Teenager sollen Jugendliche in Salzgitter getötet haben

Nach dem Fund einer toten 15-Jährigen in Salzgitter in Niedersachsen gehen die Ermittler von einem Verbrechen unter Jugendlichen aus. Als dringend tatverdächtig gelten ein 13-Jähriger und ein 14-Jähriger, wie die Staatsanwaltschaft in Braunschweig mitteilt. Gegen den 14-Jährigen sei Haftbefehl wegen Mordes beantragt.

Bei dem noch nicht strafmündigen 13-Jährigen ist nach Angaben der Behörde eine Inhaftierung nicht möglich, in seinem Fall wurde daher das Jugendamt eingeschaltet. Das Motiv sei noch nicht endgültig geklärt, liege aber "im persönlichen Bereich".

12:05 Uhr

Wissing erteilt Verlängerung des 9-Euro-Tickets Absage

Fahrgäste können vorerst nicht mit einer Fortsetzung des 9-Euro-Tickets für Busse und Bahnen über den August hinaus rechnen. Diese Maßnahme als Reaktion auf die hohen Energiepreise sei zeitlich befristet im Gesetz angelegt, macht Verkehrsminister Volker Wissing deutlich. "Dementsprechend gibt es derzeit keine Überlegungen, das zu verlängern." Wäre ja auch zu schön gewesen.

Die Ergebnisse des Tickets sollten aber ausgewertet werden, um für vereinbarte Gespräche mit den Ländern wertvolle Erkenntnisse zu gewinnen, so Wissing - auch zu mehr Anreizen für eine Nahverkehrsnutzung im normalen Tarifsystem.

11:48 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:23 Uhr

Dänemark bietet allen über 50 vierte Impfung an

Wieder einmal in der Pandemie wird der Blick auf unser Nachbarland spannend. Die dänische Regierung stimmt die Bevölkerung auf neue Corona-Auffrischimpfungen ein. Etwa 2,5 Millionen Bürgerinnen und Bürger bekommen im Herbst eine Einladung für eine vierte Impfung, wie Ministerpräsidentin Mette Frederiksen ankündigt: Pflegeheimbewohner und andere Anfällige ab dem 15. September, alle Menschen im Alter von über 50 Jahren ab dem 1. Oktober.

10:57 Uhr

Familie von getötetem Daunte Wright erhält Millionen

Nach der Tötung des Afroamerikaners Daunte Wright durch eine Polizistin hat sich seine Familie mit der US-Stadt Brooklyn Center auf eine Vergleichszahlung von 3,25 Millionen Dollar (rund 3,1 Millionen Euro) geeinigt. Die Übereinkunft sei aber erst perfekt, wenn es auch eine Einigung zu erheblichen Leistungen über das Finanzielle hinaus gebe, teilen die Anwälte von Wrights Familie laut US-Medien mit.

Erwartet werde, dass sich die Stadt im Bundesstaat Minnesota bereiterkläre, ihre Polizeikräfte zusätzlich zu trainieren, etwa in Deeskalation, dem Umgang mit unterschwelligen Vorurteilen oder dem Verhalten bei psychischen Krisen. Hoffentlich setzen sie sich mit der Forderung durch.

10:32 Uhr

Flugzeug fängt bei Landung in Miami Feuer

Ein aus der Dominikanischen Republik kommendes Passagierflugzeug ist unmittelbar nach der Landung in Miami in Brand geraten. Alle Menschen an Bord von Flug 203 der Airline Red Air seien in Sicherheit gebracht worden, berichtet der US-Sender NBC. Demnach befanden sich 126 Passagiere sowie die Crew-Mitglieder an Bord. Drei Menschen seien mit leichteren Verletzungen in Krankenhäuser gebracht worden, teilt der Flughafen mit.

Nach Angaben des Flughafens war das vordere Fahrgestell der Maschine zusammengebrochen. Daraufhin sei Feuer ausgebrochen. Zum Glück ist nichts Schlimmeres passiert.

eed85c727755349bd54b5f4df0c53089.jpg

(Foto: AP)

10:16 Uhr

Lauterbachs Pläne ärgern Bundesländer

Die Überlegungen von Gesundheitsminister Karl Lauterbach zur Einschränkung der kostenlosen Corona-Bürgertests stoßen auf Kritik. "Es ist wichtig, dass die Menschen ein kostenloses Testangebot haben", sagte Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. "Aufgrund steigender Infektionszahlen ist dies notwendig." Andere Ländervertreter äußerten sich ähnlich. Kein Wunder.

09:51 Uhr

8-jähriger Joe wird seit sechs Tagen vermisst

Nach dem Verschwinden eines achtjährigen Jungen in Oldenburg fehlt immer noch jede Spur von ihm, wie die Polizei mitteilt. "Unsere Einsatzkräfte suchen weiterhin umfangreich nach dem 8-jährigen Joe und gehen allen Hinweisen nach", heißt es auf Twitter. Der Junge, der eine geistige Behinderung hat, war am Freitagnachmittag zum letzten Mal gesehen worden. Viele Freiwillige beteiligen sich an der Suche. Hoffentlich haben sie Erfolg!

09:34 Uhr

Frau stürzt zwölf Meter tief aus Fenster - und überlebt

Beim Feiern ist eine Frau auf Rügen aus dem Fenster einer Wohnung zwölf Meter in die Tiefe gestürzt und schwer verletzt worden. Nach Zeugenangaben habe sie größere Mengen Alkohol getrunken und auf dem Fensterbrett getanzt, berichtet die Polizei. Schließlich habe sie den Halt verloren und sei auf eine Wiese unter dem Fenster gefallen.

Die Frau war nach dem Sturz ansprechbar und wurde per Hubschrauber in eine Klinik gebracht. Sie habe schwere Verletzungen im Brust- und Beckenbereich erlitten, die aber nicht lebensbedrohlich seien. Klingt nach einem Schutzengel.

09:10 Uhr

Missbrauchsopfer verklagt emeritierten Papst Benedikt

Ein Opfer des pädophilen Priesters Peter H. hat Klage gegen den emeritierten Papst Benedikt XVI. und weitere Kirchenvertreter eingereicht. Das berichten der Rechercheverband Correctiv, die "Zeit" und der Bayerische Rundfunk. Der Papst hatte "Kenntnis von allen Umständen und hat es zumindest billigend in Kauf genommen, dass dieser Priester ein Wiederholungstäter ist", heißt es demnach in der Klageschrift.

Der Kläger wirft dem emeritierten Kirchenoberhaupt demnach vor, H. trotz besseren Wissens bei der Gemeindearbeit mit Kindern und Jugendlichen eingesetzt zu haben. Papst Benedikt hatte den Priester in seiner Zeit als Erzbischof Anfang der 1980er Jahre in sein Bistum München und Freising aufgenommen, obwohl H. als pädophil vorbestraft bekannt war. In Bayern beging der Priester dann weitere Missbrauchstaten.

Mehr dazu lesen Sie hier.
09:00 Uhr

Immer mehr Pestizid-Rückstände: "Haben wehrloses Gemüse gezüchtet"

Als Nicole van Dam in den USA lebt, putzt eine Mitbewohnerin ihr Obst und Gemüse mit Bürste und einer speziellen Obstseife. Das findet die Professorin für Molekulare Interaktionsökologie von der Universität Jena damals übertrieben, aber jetzt muss sie zugeben: Wahrscheinlich hatte ihre Mitbewohnerin recht. Das Pesticide Action Network Europe hat öffentliche Daten ausgewertet und festgestellt, dass immer mehr Obst und Gemüse in der EU Rückstände von Pestiziden aufweist, obwohl der Einsatz dieser giftigen Stoffe bis 2030 um 50 Prozent reduziert werden sollte.

Die Ursachen dafür können sehr unterschiedlich sein, erklärt die Forscherin im "Klima-Labor" von ntv. Unsere Vorliebe für Süßes hängt damit genauso zusammen wie die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Landwirte. Neue Anbaumethoden aber, die zum Beispiel in Afrika schon verwendet werden, zeigen, wie Landwirte ihre Ernte auch ohne Pestizide um 20 bis 30 Prozent verbessern können:

Klima-Labor von ntv

Was hilft gegen den Klimawandel? Klima-Labor ist der ntv-Podcast, in dem Clara Pfeffer und Christian Herrmann Ideen und Behauptungen prüfen, die toll klingen, es aber selten sind. Klimaneutrale Unternehmen? Gelogen. Klimakiller Kuh? Irreführend. Aufforsten? Verschärft Probleme. CO2-Preise für Verbraucher? Unausweichlich. Windräder? Werden systematisch verhindert.

Das Klima-Labor - jeden Donnerstag eine halbe Stunde, die informiert und aufräumt. Bei ntv und überall, wo es Podcasts gibt: Audio Now, Apple Podcasts, Amazon Music, Google Podcasts, Spotify, RSS-Feed

Mehr dazu lesen Sie hier.
08:38 Uhr

Ausbilder schießt bei Training Polizeischüler an

Bei einem Schießtraining ist ein Polizeischüler in Schleswig-Holstein angeschossen worden. Er könne bestätigen, dass es im Rahmen der Ausbildung einen Unfall gegeben habe, sagt ein Sprecher der Polizei Lübeck. Demnach löste sich ungewollt ein Schuss aus der Waffe eines Ausbilders und traf den 22-Jährigen am Oberarm.

Der junge Mann wurde in ein Krankenhaus gebracht. Gegen den Ausbilder wird nun wegen des Verdacht des Körperverletzung im Amt ermittelt.

08:13 Uhr

Kim Kardashian berät sich mit Therapeuten

Jedes Scheidungskind weiß, dass das eine gute Idee ist: Reality-Star Kim Kardashian wollte nach eigenen Worten ihre Kinder nicht überstürzt mit ihrem neuen Freund bekannt machen. "Ich habe mich mit einigen Therapeuten beraten und mit Freunden, die das selbst erlebt haben", sagt die 41-Jährige in der "Today"-Show des US-Senders NBC. Im März hatte sie ihre Beziehung zum Comedian Pete Davidson (28) öffentlich gemacht.

Zum Vorwurf, sie habe ein Kleid von Marilyn Monroe beschädigt, sagt Kardashian: "Es gab Helfer in Handschuhen, die es mir anlegten." Es habe ein ganzer "Prozess" hinter ihrem Auftritt gesteckt: "Ich bin in einem Bademantel und Hausschuhen zum roten Teppich gekommen, habe das Kleid unten auf dem Teppich angezogen und bin die Treppe hochgegangen. Ich hatte es wahrscheinlich drei, vier Minuten an, und dann habe ich mich gleich oben an der Treppe umgezogen."

Mehr dazu lesen Sie hier.
07:48 Uhr

Kurz vor G7-Gipfel brennen acht Polizeiwagen aus

Der nächste G7-Gipfel ist vom 26. bis zum 28. Juni auf Schloss Elmau in der Nähe von Garmisch-Partenkirchen geplant. In München sind nun acht Polizeiautos in Flammen aufgegangen. Die Mannschaftsbusse der Bundesbereitschaftspolizei standen am frühen Morgen vor einem Hotel, in dem Einsatzkräfte für den G7-Gipfel untergebracht waren, wie ein Sprecher der Polizei berichtet.

Die Ermittler gehen von Brandstiftung aus. Die Polizei fahndet unter anderem mit einem Hubschrauber nach möglichen Tätern.

f6c66e59c82b2abd628dc43bbe614b64.jpg

(Foto: dpa)

Mehr dazu lesen Sie hier.
07:34 Uhr

Mindestens 40 Menschen sterben bei Erdbeben in Afghanistan

Die nächste Tragödie für die afghanische Bevölkerung: Bei einem nächtlichen Erdbeben sind in Afghanistan mindestens 40 Menschen gestorben und 60 weitere verletzt worden. "Wir rufen die Hilfsorganisationen auf, den Opfern des Erdbebens sofortige Hilfe zu leisten, um eine humanitäre Katastrophe zu verhindern", erklärt ein Regierungssprecher. Das Beben der Stärke 5,9 hatte sich laut der US-Erdbebenwarte USGS an der Grenze zu Pakistan ereignet.

Update um 7:55 Uhr: Nach offiziellen Angaben sind mindestens 255 Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 155 weitere seien verletzt worden, meldet die staatliche Nachrichtenagentur Bakhtar.

Update um 11:14 Uhr: Mindestens 920 Menschen sind ums Leben gekommen, mindestens 600 verletzt.

Mehr dazu lesen Sie hier.
07:09 Uhr

Campino feiert seinen 60. Geburtstag

Erst einmal feiern wir heute aber ein besonderes Geburtstagskind: Andreas Frege, besser bekannt als Campino, ist nun stolze 60 Jahre alt. Glückwunsch!

Campino wurde am 22. Juni 1962 in Düsseldorf geboren. Zu seinem Künstlernamen kam er bereits in der Schulzeit: Nach einem Kampf mit seinen Mitschülern um die gleichnamigen Bonbons sollen sie ihn Campino genannt haben.

Mit 16 Jahren gründete Campino die Punkband Zentralkomitee Stadtmitte, kurz ZK. Mit an Bord waren unter anderem die späteren Toten-Hosen-Mitglieder Gitarrist Andreas von Holst und Andreas Meurer als Roadie. Mit den beiden sowie seinem Jugendfreund Michael Breitkopf, Trini Trimpop und Walter Hartung gründete er dann 1982 Die Toten Hosen. Bei ihrem ersten Konzert in Bremen wurden sie noch als "Die Toten Hasen" angekündigt.

06:44 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

auch dieser Mittwoch steht im Zeichen des Ukraine-Kriegs, aber auch die Corona-Pandemie rückt wieder mehr in den Blick der Öffentlichkeit:

  • Kanzler Olaf Scholz nimmt am Nachmittag im Bundestag zu den anstehenden Gipfeltreffen von EU, G7 und NATO Stellung. Zu Beginn der Sitzung stellt sich Verteidigungsministerin Christine Lambrecht den Fragen der Abgeordneten.
  • Die Spitzen der Ampelkoalition beraten über mögliche Schritte gegen die Preissteigerungen, insbesondere von Gas und Energie infolge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine.
  • Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern kommen in Magdeburg zusammen. Auf der Tagesordnung stehen rund 50 Punkte - etwa eine beschleunigte Digitalisierung im Gesundheitssektor sowie das weitere Vorgehen mit Blick auf die Corona-Pandemie.
  • In Brüssel unternimmt das EU-Parlament einen neuen Anlauf für eine wichtige Klima-Abstimmung. Dabei geht es um einen neuen Kompromiss für die Reform des EU-Emissionshandels sowie um einen Klimasozialfonds und die Einführung eines CO2-Zolls an den EU-Außengrenzen. Vor zwei Wochen war eine Einigung überraschend missglückt.
  • In Berlin startet nach einer Corona-Pause wieder die Luftfahrtmesse ILA. 550 Aussteller aus Luft- und Raumfahrt präsentieren am Flughafen BER ihre Neuheiten. Dabei geht es häufig um Lösungen, mit denen das Fliegen weniger dem Klima schaden soll. Wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine steht daneben der militärische Teil der Messe im Blickpunkt. Zu sehen sein werden etwa künftige Kampfflugzeuge und Hubschrauber der Bundeswehr.

Über alle Entwicklungen im Ukraine-Krieg halten wir Sie in unserem Liveticker auf dem Laufenden. Trotz des Krieges wünsche ich allen, bei denen heute die Sonne scheint, einen schönen Sommertag - und allen anderen erst recht einen guten Start in den Tag. Mein Name ist Christina Lohner und ich versorge Sie bis zum Nachmittag mit aktuellen Nachrichten. Sie erreichen mich unter christina.lohner(at)nachrichtenmanufaktur.de

06:19 Uhr

Gut 119.000 neue Corona-Fälle - Inzidenz steigt weiter

Auch wenn wir gerade in diesen Sommertagen Corona gern vergessen würden, steigen die Fallzahlen weiter. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gibt die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Morgen mit 488,7 an. Gestern hatte der Wert noch bei bei 458,5 gelegen (Vorwoche: 472,4; Vormonat: 322,4). Experten gehen zudem von einer hohen Zahl nicht erfasster Fälle aus.

Die Gesundheitsämter meldeten dem RKI zuletzt 119.232 Neuinfektionen (Vorwoche: 92.344) und 104 Todesfälle (Vorwoche: 112) innerhalb eines Tages.

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen