Mittwoch, 10. August 2022Der Tag

mit Janis Peitsch
Janis Peitsch
22:32 Uhr

Das war Mittwoch, der 10. August 2022

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(Foto: picture alliance/dpa)

Liebe Leserinnen und Leser,

in der Redaktion gehen langsam die Lichter aus und die Nachtschicht übernimmt das Ruder. Bevor auch ich mich auf den Heimweg mache, möchte ich Ihnen noch folgende Artikel ans Herz legen.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend und eine erholsame Nacht. Bis zum nächsten Mal.

22:01 Uhr

Frau kurz nach Hochzeit ermordet - Ehemann schuldig gesprochen

Nur wenige Stunden nach der gemeinsamen Hochzeitsfeier soll ein Mann in England seine Frau ermordet haben. Später legte er die Leiche in einem Koffer verpackt im Unterholz ab. Zu diesem Schluss kam eine Gerichtsjury im englischen Bradford. Das Strafmaß soll am 19. August verkündet werden, wie die Nachrichtenagentur PA meldet. Der Täter muss mit einer lebenslangen Haftstrafe rechnen.

Die Tat spielte sich im Oktober 2021 in der englischen Grafschaft West Yorkshire ab. Nach der Eheschließung soll das Paar in einem Pub gefeiert haben. Doch noch am selben Abend oder am nächsten Tag soll der 45-Jährige seine 52 Jahre alte Braut getötet haben. Erst Tage später meldete er sie als vermisst.

20:58 Uhr

Harry und Meghan sorgen sich um ihre Hühner

Prinz Harry und Herzogin Meghan haben bekanntermaßen ein Herz für Tiere und geben auf ihrem Anwesen in Kalifornien geretteten Hühnern ein neues Zuhause. Nun ist deren Leben dennoch in Gefahr, denn ein Puma soll in der Nachbarschaft umherstreifen. Das Paar wurde laut einem Medienbericht angewiesen, sein 14,6 Millionen Dollar teures Anwesen in Montecito zu sichern.

Wie die "Daily Mail" meldet, war der Puma auf Überwachungsvideos nur acht Kilometer von Harrys und Meghans Haus entfernt gesichtet worden. Der Clip zeigt, wie das Tier die Einfahrt eines Hauses entlang schleicht, vorbei an Mülltonnen und einem Auto, bevor es in die Ferne verschwindet.

Experten vermuten, dass die Raubkatze eigentlich in den Bergen auf der Suche nach Nahrung und Wasser war. Wegen der derzeit großen Dürre in Kalifornien könnte sie in die bewohnten Gegenden vorgedrungen sein.

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20:03 Uhr

US-Justiz: Iraner plante Mordkomplott gegen Trumps Ex-Berater

Wegen eines Mordkomplotts gegen den ehemaligen Sicherheitsberater des früheren US-Präsidenten Trump, John Bolton, ist in den USA ein Mitglied der iranischen Revolutionsgarde angeklagt worden.

Dem 45 Jahre alten Mann aus Teheran wird vorgeworfen, einen Mord in Auftrag gegeben und als Lohn 300.000 US-Dollar in Aussicht gestellt zu haben, wie das Justizministerium mitteilte. Er befindet sich nach Angaben des Ministeriums im Ausland auf freiem Fuß.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass es sich bei dem Plan um eine Vergeltungsmaßnahme für einen Anschlag im Januar 2020 handeln sollte, bei dem der iranische General Ghassem Soleimani getötet wurde.

20:00 Uhr

Videos des Tages

18:59 Uhr

Berlusconi liebäugelt mit Comeback

Silvio Berlusconi will es noch einmal wissen: Der frühere italienische Ministerpräsident wird wohl bei der Parlamentswahl Ende September für den Senat kandidieren.

Er sei dazu "von so vielen gedrängt worden", erklärte der 85 Jahre alte Chef der konservativen Partei Forza Italia im italienischen Radio. Deshalb glaube er, dass er kandidieren wolle. Der Senat ist die kleinere der beiden Parlamentskammern.

Berlusconi war viele Jahre Abgeordneter im italienischen Parlament, Anfang 2013 wurde er dann in den Senat gewählt. Nach seiner rechtskräftigen Verurteilung wegen Steuerbetrugs wurde er im November desselben Jahres jedoch aus der Kammer ausgeschlossen. In der Folge durfte er sechs Jahre lang nicht wieder kandidieren.

18:02 Uhr

Mit Schwimmring abgetrieben - Fünfjährige ertrinkt in See

Ein auf einem Schwimmring abgetriebenes Mädchen ist in einem großen See an der französischen Mittelmeerküste ertrunken. Zwar hätten Retter die Fünfjährige noch aus dem Wasser bergen können, Wiederbelebungsversuche blieben jedoch erfolglos, teilte die Polizei mit.

Ein zweites drei Jahre altes Mädchen, das sich ebenfalls an den Schwimmring geklammert hatte, konnte unterkühlt aus dem großen See bei Marignane geborgen werden.

Wie die Zeitung "La Provence" berichtete, waren die Kinder weggetrieben worden, und der Ring überschlug sich. Die zuerst eintreffenden Feuerwehrleute seien sofort ins Wasser gesprungen und 500 Meter weit geschwommen, um die Dreijährige zu retten.

Das ältere Kind habe ein Taucher erst später von einem Hubschrauber aus lokalisiert. Für sie kam jede Hilfe zu spät.

17:24 Uhr

Festivalbesucher tot in See gefunden - Polizei schließt Verbrechen aus

Mit Freunden besuchte Tobias D. ein Blasmusik-Festival nordöstlich von München. Doch dann verschwand der 25-Jährige spurlos. Die bayerische Polizei startete eine großangelegte Suchaktion. Gestern fanden Badegäste die Leiche des jungen Mannes im Echinger See.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei ist D. keiner Straftat zum Opfer gefallen. Die Kriminalpolizei in Erding habe auch nach der Obduktion der Leiche keine Hinweise auf eine mögliche Beteiligung Dritter am Tod des 25-Jährigen, teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Nord mit. Der Tote sei inzwischen zweifelsfrei identifiziert. Die Ermittlungen dauern an.

16:29 Uhr

Ben Affleck verkauft seine Junggesellenbude

Vor drei Wochen geben sich Ben Affleck und Jennifer Lopez das Jawort. Natürlich will das Paar zusammenleben und könnte auf der Suche nach einem passenden Haus sogar schon fündig geworden sein. Wohl auch deshalb versucht Affleck nun, seine Single-Immobilie zu verkaufen.

Auf der Immobilienseite "The Agency" ist seit wenigen Tagen eine Villa in Los Angeles gelistet, die laut mehreren Medienberichten dem Schauspieler gehören soll.

Auf einem rund 1250 Quadratmeter großen Grundstück gelegen, umfasst die Luxusimmobilie drei Stockwerke mit sieben Schlafzimmern und neun Bädern. Das Haus, das 2017 gebaut wurde, hat Affleck laut US-Promi-Portal "TMZ" 2018 für 19,3 Millionen US-Dollar gekauft. Jetzt soll es für gut 30 Millionen US-Dollar einen neuen Besitzer finden.

Dabei hat die Villa einiges zu bieten. Ein Fitnessraum, ein Privatkino, ein Privat-Spa sowie ein begehbarer Kleiderschrank sind nur einige der Highlights, die in der Immobilienanzeige aufgelistet werden.

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15:38 Uhr

Saudischer Geschäftsmann bricht bei Rede tot zusammen

Schockmoment bei der arabisch-afrikanischen Konferenz in Ägypten: Ein saudi-arabischer Geschäftsmann ist während seiner Rede in Kairo vor Publikum kollabiert und gestorben, wie mehrere Medien berichten.

  • Bei dem Geschäftsmann soll es sich nach Angaben des australischen Nachrichtenportals news.com.au um Muhammad Al-Qahtani handeln.
  • Demnach lebte er in der Vereinigten Arabischen Emiraten und war Vorstandsmitglied der Al-Salam Holding Company, einer saudischen Investmentfirma.
  • In Kairo trat er dem arabischen Nachrichtenportal Aarabi21 zufolge bei einer Veranstaltung zu Ehren der Errungenschaften des ägyptischen Machthabers Abdel Fattah Al-Sisi auf.
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14:33 Uhr
Breaking News

US-Inflation verliert an Fahrt

Der Inflationsdruck in den USA schwächt sich ab. Im Juli stiegen die Verbraucherpreise in der weltweit größten Volkswirtschaft um 8,5 Prozent. Damit liegt die Teuerung unter dem im Juni erreichten 40-Jahres-Hoch von 9,1 Prozent.

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14:15 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

meine Kollegin Kristin Hermann verabschiedet sich in den Feierabend. Mein Name ist Janis Peitsch und bis zum Abend versorge ich Sie im "Tag" mit spannenden und unterhaltsamen Nachrichten aus aller Welt.

Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an dertag[at]n-tv.de.

Los geht's!

13:59 Uhr

Während Mutter und Baby schliefen: Böller explodiert in Schlafzimmer

Mitten in der Nacht ist im niederbayerischen Landshut ein Böller in einem Schlafzimmer explodiert, in dem eine Mutter und ihr Baby schliefen. Zwar riss der Sprengkörper am Mittwoch ein Loch in den Boden, die 38-Jährige und ihr einjähriger Sohn blieben körperlich aber unverletzt, wie die Polizei mitteilt. Beide seien mit dem Schrecken davon gekommen. Eine Nachbarin sah laut Polizei kurz nach dem lauten Knall vier Jugendliche wegrennen, die durch das offene Fenster den Böller in das Schlafzimmer geworfen haben sollen. Nach dem Quartett sucht die Polizei nun.

13:29 Uhr

Berichte: Trump wird in New Yorker Rechtsstreit unter Eid aussagen

Der frühere US-Präsident Donald Trump soll Medienberichten zufolge an diesem Mittwoch in einem zivilrechtlichen Streit um die Geschäftspraktiken seines Unternehmens in New York unter Eid aussagen. Dies berichten die "New York Times" und andere US-Medien übereinstimmend am frühen Morgen (Ortszeit). Trump werde sich mit Mitarbeitern der New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James hinter verschlossenen Türen treffen, schreibt der Sender Fox News. Es sei unklar, welche Fragen gestellt würden und ob Trump bereit sei, alle zu beantworten.

Die Demokratin James leitet seit Jahren zivilrechtliche Ermittlungen gegen das Firmenimperium des Republikaners wegen möglicherweise betrügerischer Geschäftspraktiken. Trump und die Trump Organization haben James zufolge irreführende Finanzberichte verwendet, um wirtschaftliche Vorteile zu erlangen. Es geht auch um den Verdacht, dass die Firma des ehemaligen Präsidenten falsche Angaben zum Wert von Immobilien gemacht haben soll. Trumps Konzern weist die Anschuldigungen zurück.

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13:05 Uhr

Waldbrand an der Bastei mit Shisha ausgelöst? - Vier Verdächtige ermittelt

Im Fall des Waldbrandes unterhalb des Basteifelsens in der vorletzten Juli-Woche hat die Polizei vier Männer im Alter von 24 und 25 Jahren als mutmaßliche Brandstifter ermittelt. Sie stehen im Verdacht, auf einer zwischen der Bastei und der Kanapee-Aussicht gelegenen Fläche außerhalb der Wanderwege im Nationalpark Sächsische Schweiz Shisha geraucht und den Waldbrand ausgelöst zu haben, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft Dresden mit. Die Ermittler hätten am Tatort mehrere Beweismittel sicherstellen können. "Nach zahlreichen Zeugenhinweisen auf ein Shisha rauchendes Quartett am Brandtag konnten die Tatverdächtigen ermittelt werden", hieß es.

Bei Wohnungsdurchsuchungen am Dienstag im Stadtgebiet von Dresden seien unter anderem Handys sichergestellt worden, die nun ausgewertet werden. In der Nacht vom 17. zum 18. Juli war ein Brand auf einer Fläche von rund 2500 Quadratmetern nahe der Basteibrücke in Rathen ausgebrochen. Es dauerte mehr als zwei Tage, bis das Feuer in dem schwer zugänglichen Gebiet gelöscht werden konnte.

12:34 Uhr

Dramatische Rettung für Belugawal gescheitert: Meeressäuger muss eingeschläfert werden

Die Rettungsaktion für den Belugawal in Nordfrankreich ist gescheitert: Tierärzte mussten den aus der Seine befreiten Wal nach dem Transport zum Ärmelkanal einschläfern, wie die Behörden mitteilen. Der geschwächte Meeressäuger sei unmittelbar nach seiner Ankunft in der Hafenstadt Ouistreham tierärztlich untersucht worden, teilt die Präfektur des Départements Calvados mit. Dabei sei leider festgestellt worden, dass sich sein Zustand während des Transports stark verschlechtert habe. In einer dramatischen Rettungsaktion hatten Einsatzkräfte den geschwächten Wal in der Nacht aus der Seine befreit (Eintrag 6.33 Uhr).

Der vier Meter lange und etwa 800 Kilogramm schwere Meeressäuger wurde mit einem Netz und einem Kran aus der Schleuse gehoben und nach einer ersten tierärztlichen Untersuchung auf einem Lastkahn in einen Kühllastwagen verladen.

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In einer dramatischen Rettungsaktion hatten Einsatzkräfte den geschwächten Wal in der Nacht aus der Seine befreit.

(Foto: picture alliance/dpa/AFP)

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12:11 Uhr

Dortmunder Zoo vermeldet süßen Orang-Utan-Nachwuchs

Der Dortmunder Zoo freut sich über süßen Nachwuchs bei seinen Orang-Utans. Am Mittwoch zeigt Affenmutter Suma erstmals öffentlich ihre Tochter in einem Außengehege, wie die Stadt Dortmund mitteilt. Geboren wurde das noch namenlose weibliche Jungtier bereits am 21. Juli. Abgeschottet von den Besuchern haben Mutter, Tochter und Vater Walter die ersten Wochen nach der Geburt im Regenwaldhaus verbracht. Da Suma 2017 eine Totgeburt hatte, ist die Freude laut Stadt nach der Geburt im Zoo besonders groß. 

"Daher stand die zweite Trächtigkeit der Primatin unter besonderer tierärztlicher und auch tierpflegerischer Betreuung und Überwachung", heißt es in einer Mitteilung. So brachten die Tierpflegerinnen der werdenden Mutter bei, ihren Bauch gegen das Gitter im Gehege zu strecken. So waren regelmäßige Ultraschall-Untersuchungen durch die Tierärztin möglich. 

11:56 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:30 Uhr

Strafgefangener klagt erfolgreich gegen Urinkontrollen unter Aufsicht

Ein Strafgefangener aus Nordrhein-Westfalen, der zur Drogenkontrolle mehrmals Urinproben vor den Augen eines Aufsehers abgeben musste, hat dagegen erfolgreich in Karlsruhe geklagt. "Eingriffe, die den Intimbereich und das Schamgefühl des Inhaftierten berühren, lassen sich im Haftvollzug zwar nicht immer vermeiden", teilt das Bundesverfassungsgericht mit. Sie seien aber "von besonderem Gewicht". Gefangene hätten daher "Anspruch auf besondere Rücksichtnahme". Der Kläger, der sich inzwischen in Sicherungsverwahrung befindet, hatte seit 2014 seine Haftstrafe abgesessen, seit 2020 in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Bochum. Dort musste er ohne konkreten Verdacht binnen weniger Wochen gleich vier Mal eine beaufsichtigte Urinprobe abgeben. Dabei konnte ihm der männliche Bedienstete frei von vorne zuschauen. Die JVA wollte so Tricksereien vermeiden .

Das Landgericht Bochum und das Oberlandesgericht Hamm, an die sich der Mann zuerst wandte, hatten die Kontrollen für rechtmäßig erklärt. Das war nach der Entscheidung der Verfassungsrichterinnen und -richter gleich aus mehreren Gründen falsch. Sie bezweifeln schon, dass die Urinkontrollen ohne konkreten Verdacht auf Drogenmissbrauch zulässig waren - und wirklich so häufig durchgeführt werden mussten. Vor allem aber ist im nordrhein-westfälischen Strafvollzugsgesetz seit 2017 beim Drogentest die Möglichkeit vorgesehen, mit Einwilligung des Gefangenen etwas Blut aus der Fingerbeere zu entnehmen. Der Mann hatte dies ausdrücklich gewünscht - trotzdem musste er gegen seinen Willen immer wieder Urinproben abgeben. Seine Verfassungsbeschwerde sei daher "offensichtlich begründet". Das Landgericht muss den Fall nun noch einmal beurteilen.

11:06 Uhr

Polizei erschießt bewaffneten Mann am Pariser Flughafen

Am Pariser Flughafen Roissy-Charles-de-Gaulle haben Polizisten einen mit einem Messer bewaffneten Mann erschossen. Der Mann habe die Beamten am Morgen mit dem Messer bedroht, erklärte das Polizeipräsidium der französischen Hauptstadt bei Twitter. Wie aus der Flughafenverwaltung verlautete, hatten Sicherheitsleute des Flughafens die Grenzpolizei gerufen, um einen Obdachlosen aus dem Terminal 2F hinauszuwerfen. Der Mann habe die Beamten beleidigt, sei aber zunächst weggegangen, hieß es. Dann habe er sich umgedreht und ein Messer gezückt. Einer der Beamten habe dann auf ihn geschossen. Ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP, der die Szene beobachtet hatte, berichtete, der großgewachsene Mann sei trotz einer Warnung auf die Beamten zugelaufen. Der Polizist habe ihn daraufhin mit einem einzelnen Schuss getötet.

10:57 Uhr

Lindner: Bund soll auf Steuererhöhung verzichten

Finanzminister Christian Lindner will mit Plänen für einen Ausgleich der hohen Inflation eine "heimliche Steuererhöhung" verhindern. Das sagte der FDP-Politiker in Berlin. In einer Zeit steigender Lebenshaltungskosten könnten die Menschen Anfang 2023 mit rund 10 Milliarden Euro zusätzlich belastet werden. Eine solche Steuererhöhung wäre nicht fair und für die wirtschaftliche Entwicklung gefährlich. Hintergrund ist die kalte Progression. Damit bezeichnet man eine Art schleichende Steuererhöhung, wenn Gehaltserhöhungen durch die Inflation aufgefressen werden, aber dennoch zu einer höheren Besteuerung führen.

Dann fallen höhere Steuern an, obwohl die Kaufkraft real gar nicht steigt. Die Idee des Steuerrechts sei es, dass starke Schultern mehr tragen als schmale Schultern, sagte Lindner. "Durch die Inflationsentwicklung werden aber Menschen, deren Schultern gar nicht breiter geworden sind, trotzdem im Steuertarif nach oben geschoben und belastet." Diese Steuererhöhung durch Unterlassung solle nun abgewendet werden.

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10:36 Uhr

China sourct Gewalt und Gift aus: Bericht deckt massiven Raubbau für grüne High-Tech auf

Hochgiftiger Schlamm und enorme Erdrutsch-Gefahr: Der Abbau seltener Erden ist extrem invasiv. China will die Kontrolle über den Rohstoff-Weltmarkt, die Folgen aber nicht im eigenen Land haben. Ein Bericht deckt nun auf, wie sich Peking mit den Militärs im Nachbarstaat Myanmar zusammentut.

10:04 Uhr

Forscher entdecken in China neues Henipavirus - 35 Infizierte

In China sind 35 Menschen an einem neu nachgewiesenen Henipavirus erkrankt. Die Infektionen mit dem Langya-Henipavirus (LayV) benannten Erreger traten in den Provinzen Shangdong und Henan vor allem bei Farmern auf, die zuvor in engem Kontakt mit Tieren standen. Das berichtete ein Team von Wissenschaftlern aus China, Singapur und Australien im Fachmagazin "New England Journal of Medicine". Die Infektionen wurden demnach im Zeitraum zwischen Ende 2018 und Anfang 2021 entdeckt. Hinweise auf eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch seien nicht gefunden worden. Von Todesfällen berichteten die Forscher nichts.

Unter den 35 Patienten waren 26 ausschließlich mit LayV infiziert. Diese Patienten litten unter Symptomen wie Fieber, Müdigkeit, Husten und Muskelschmerzen. Bei einem Teil der Patienten gab es Hinweise auf Leber- und Nierenschäden. Bei Tests in Tieren wurde das Virus vorwiegend in Spitzmäusen entdeckt, wie die Forscher um Wei Liu vom Institute of Microbiology and Epidemiology in Peking berichten. Das Virus sei wahrscheinlich tierischen Ursprungs und trete wohl nur sporadisch bei Menschen auf.

09:38 Uhr

Mann stürzt vor etwa 100 Menschen aus fünftem Stock

Ein 38-Jähriger ist in Weißenfels (Sachsen-Anhalt) aus dem fünften Stock gestürzt und hat sich dabei tödlich verletzt. Der Mann habe sich am Dienstagabend zunächst außerhalb seines Fensters an der Hauswand festgehalten, bevor er schließlich abrutschte und in die Tiefe fiel, teilte die Polizei mit. Warum er überhaupt aus seinem Fenster geklettert war, war den Angaben zufolge zunächst noch unklar. Einen Suizidversuch hält die Polizei aber für unwahrscheinlich. Das tragische Geschehen wurde von etwa 100 Menschen beobachtet. 

Rat und Nothilfe bei Suizid-Gefahr und Depressionen
  • Bei Suizidgefahr: Notruf 112
  • Deutschlandweites Info-Telefon Depression, kostenfrei: 0800 33 44 5 33

  • Beratung in Krisensituationen: Telefonseelsorge (0800/111-0-111 oder 0800/111-0-222, Anruf kostenfrei) oder Kinder- und Jugendtelefon (Tel.: 0800/111-0-333 oder 116-111)
  • Bei der Deutschen Depressionshilfe sind regionale Krisendienste und Kliniken zu finden, zudem Tipps für Betroffene und Angehörige.
  • In der Deutschen Depressionsliga engagieren sich Betroffene und Angehörige. Dort gibt es auch eine E-Mail-Beratung für Depressive.
  • Eine Übersicht über Selbsthilfegruppen zur Depression bieten die örtlichen Kontaktstellen (KISS).

09:12 Uhr

CSU-Generalsekretär Huber erwartet Ampel-Streit über Lindners Entlastungspläne

CSU-Generalsekretär Martin Huber rechnet nicht damit, dass die Bundesregierung die Entlastungsvorschläge von Finanzminister Lindner komplett umsetzen wird. Man müsse zunächst abwarten, ob Lindner für seine Pläne in der Koalition überhaupt eine Mehrheit habe, sagt Huber im "ntv Frühstart". "Wir erleben es ja bei allen zentralen Fragen dieser Tage, dass die Ampel streitet wie die Kesselflicker."

Huber forderte, anders als von Lindner vorgeschlagen, Entlastungen über die Pendlerpauschale und eine Absenkung der Mehrwertsteuer auf alle Grundnahrungsmittel. "Wir mahnen schon seit Langem an, dass in dieser Zeit die Menschen Entlastungen brauchen." Bei einer Nachfolgelösung für das 9-Euro-Ticket sieht die CSU den Bund in der Pflicht. "Wir wollen schon einen günstigen ÖPNV, aber es kann auch nicht sein, dass der Bund bestellt und die Länder zahlen."

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08:30 Uhr

China droht erneut mit notfalls gewaltsamer Einnahme Taiwans

Vor dem Hintergrund der anhaltenden Spannungen um Taiwan hat China erneut damit gedroht, die Inselrepublik notfalls auch mit militärischen Mitteln einzunehmen. China werde stets große Anstrengungen unternehmen, eine friedliche Wiedervereinigung mit Taiwan zu erreichen, hieß es in einem von der chinesischen Regierung veröffentlichten Weißbuch zur Taiwan-Frage. "Aber wir werden nicht auf die Anwendung von Gewalt verzichten, und wir behalten uns die Möglichkeit vor, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen", hieß es weiter.

Die Anwendung von Gewalt sei "unter zwingenden Umständen" der "letzte Ausweg". Man werde keine ausländische Einmischung in Taiwan tolerieren, so die chinesische Führung. "Wir werden jeden Versuch, unser Land zu spalten, vereiteln", hieß es. "Das historische Ziel der Wiedervereinigung unseres Heimatlandes muss und wird verwirklicht werden."

08:04 Uhr

Emotionaler Beckenbauer-Brief an Seeler: "Du bleibst für immer unvergessen"

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Seeler (l.) und Beckenbauer.

(Foto: imago/Fred Joch)

Mit emotionalen Worten hat sich Franz Beckenbauer von der im Juli gestorbenen Hamburger Fußball-Legende Uwe Seeler verabschiedet. "Mit Dir, mein Freund, in der deutschen Nationalmannschaft spielen zu dürfen, war mir, dem neun Jahre jüngeren, eine große Ehre", schreibt der 76 Jahre alte Weltmeister von 1974 in dem Brief, den das "Hamburger Abendblatt" veröffentlichte. "Ich habe Dich schon beim Umziehen in der Kabine aus der Distanz respektvoll bewundert", berichtet er.

Seeler war am 21. Juli im Alter von 85 Jahren gestorben. Er wurde am vergangenen Donnerstag im Familienkreis beigesetzt. Heute findet im Volksparkstadion für das größte Idol des Hamburger SV eine Trauerfeier statt. "Am Mittwoch gehört der Volkspark Dir ganz allein", schreibt Beckenbauer. Der langjährige Kapitän und Präsident des FC Bayern München und Seeler spielten unter anderem bei den WM-Turnieren 1966 in England und 1970 in Mexiko zusammen. Er habe schon damals "eine ganz besondere Zuneigung" gespürt. Der Brief endet mit den Worten: "Lieber Uwe, dieser letzte Gruß kommt aus tiefstem Herzen: Du bleibst für immer unvergessen. Servus und Tschüs."

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07:49 Uhr

"Grease"-Star Olivia Newton-John bekommt Staatsbegräbnis

Die Familie der britisch-australischen Sängerin und Schauspielerin Olivia Newton-John will das Angebot eines Staatsbegräbnisses annehmen. Das betätigte Newton-Johns Nichte, Tottie Goldsmith der Nachrichtensendung "A Current Affair". "Wir werden es tun. Nicht nur im Namen unserer Familie, sondern auch im Namen Australiens, das sie so sehr geliebt hat. Ich denke, unser Land braucht es, also werden wir es annehmen", so Goldsmith. Die mit der Musicalverfilmung "Grease" Ende der 70er weltberühmt gewordene Newton-John war am Montag im Alter von 73 Jahren gestorben. Newton-John kämpfte seit Jahrzehnten gegen Krebs an.

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07:21 Uhr

Anwälte beantragen Haftprüfung für "Querdenken"-Gründer Ballweg

Die Anwälte des inhaftierten "Querdenken"-Gründers Michael Ballweg wollen erreichen, dass der 47-Jährige schon bald auf freien Fuß kommt. Am kommenden Montagnachmittag werde es einen von ihnen beantragten Haftprüfungstermin geben, sagte der Anwalt Alexander Christ. Ein Sprecher des Amtsgerichts Stuttgart bestätigte den Termin. Dabei solle geprüft werden, ob der dringende Tatverdacht und die Fluchtgefahr weiterhin bestehen, sagte Christ. Das Anwaltsteam sei zuversichtlich, dass Ballweg nach der Haftprüfung auf freien Fuß komme. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt wegen Betrugs und Geldwäsche gegen Ballweg. Dieser sitzt seit dem 29. Juni wegen Fluchtgefahr in Untersuchungshaft. Nach Angaben aus Justizkreisen besteht der Verdacht des Betruges in Höhe von rund 640.000 Euro sowie der Geldwäsche in Höhe von rund 430.000 Euro.

07:05 Uhr

Hochsommer auf der Überholspur: Hoch "Oscar" bringt trockenen und warmen Mittwoch

Auch am Mittwoch ist weiterhin kein Regen in Sicht. Die Temperaturen liegen zwischen 25 Grad an der Küste und 33 Grad im Süden, Wolken sind eine Seltenheit. In den Folgetagen bleibt es heiß, im Süden kann es zu Hitzegewittern kommen.

07:02 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

mit einer Trauerfeier im Hamburger Volksparkstadion nimmt die Hansestadt heute Abschied von Fußball-Ikone Uwe Seeler. Zu den geladenen Gästen zählen auch Bundeskanzler Olaf Scholz und Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher.

Ansonsten sind heute noch diese Themen wichtig:

  • Nach Explosionen auf einer russischen Luftwaffenbasis auf der Krim hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj seinen Landsleuten eine Heimholung der verlorenen Halbinsel versprochen. "Die Krim ist ukrainisch, und wir werden sie niemals aufgeben", sagte er gestern am späten Abend in Kiew. Alle Entwicklungen rund um den Ukraine-Krieg finden Sie wie gewohnt in unserem Liveticker.
  • Bundesfinanzminister Christian Lindner stellt vor, wie er die hohe Inflation für die Bürger abfedern will. Geplant ist dafür ein sogenanntes Inflationsausgleichsgesetz, das unter anderem ein höheres Kindergeld und eine Steuersenkung vorsieht.
  • Das Bundeskabinett befasst sich mit Trinkwasser. Das Ziel des Umweltministeriums ist es, den Bürgerinnen und Bürgern verstärkt Trinkwasser aus dem Leitungsnetz in der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Dafür will die Ministerrunde einen Gesetzentwurf auf den Weg bringen.
  • Nach der mutmaßlichen zweifachen Vergewaltigung einer geflüchteten Ukrainerin in Düsseldorf beginnt der Prozess gegen zwei Männer. Angeklagt sind zwei Flüchtlinge im Alter von 27 und 38 Jahren, die mit der Frau auf einem Hotelschiff auf dem Rhein untergebracht waren.
  • Eintracht Frankfurt will knapp drei Monate nach dem Europa-League-Titel von Sevilla die nächste internationale Trophäe gewinnen. Das Team von Trainer Oliver Glasner tritt am Abend in Helsinki im UEFA-Supercup gegen Champions-League-Gewinner Real Madrid an.

Die Entwicklungen an der Börse können Sie unter anderem in unserem Börsen-Tag verfolgen.

Mehr Nachrichten zum Thema Sport finden Sie in unserem Sport-Tag.

Mein Name ist Kristin Hermann und ich versorge Sie bis zum frühen Nachmittag mit Nachrichten. Sie haben Fragen oder Anregungen? Sie erreichen mich unter: kristin.hermann@nachrichtenmanufaktur.de. Kommen Sie gut durch den Tag!

06:33 Uhr

Dramatische Rettungsaktion: Verirrter Belugawal aus der Seine geborgen

In einer dramatischen sechsstündigen Rettungsaktion haben französische Einsatzkräfte den in der Seine verirrten Belugawal aus dem Wasser gezogen. Der vier Meter lange und etwa 800 Kilogramm schwere Meeressäuger wurde in der Nacht in einem Netz mit einem Kran aus der Schleuse der nordfranzösischen Gemeinde Saint-Pierre-la-Garenne gehoben. Der Belugawal wurde dann zunächst auf einem Frachtkahn abgelegt, wo sich umgehend zahlreiche Tierärzte um ihn kümmerten. Die aufwendige Rettungsaktion in der Normandie, an der unter anderem 24 Taucher beteiligt waren, hatte am Dienstagabend kurz vor 22 Uhr begonnen.

Das Tier soll in einem nächsten Schritt mit einem Kühllastwagen in die am Ärmelkanal gelegene Stadt Ouistreham gebracht werden. Im dortigen Hafen wurde ein Meerwasser-Becken für den Belugawal vorbereitet. Das Tier soll dort drei Tage lang untersucht und gepflegt und dann ins offene Meer gebracht werden - "recht weit von der Küste entfernt", wie die Generalsekretärin der Präfektur des Départements Eure, Isabelle Dorliat-Pouzet, sagte.

Retter ziehen ein Netz auf, um einen in der Seine gestrandeten Belugawal bei Notre Dame de la-Garenne zu retten.

Retter ziehen das Netz auf, um den in der Seine zu retten.

(Foto: picture alliance/dpa/AFP)

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06:09 Uhr

RKI registriert 72.737 Neuinfektionen - Inzidenz bei 366,8

In Deutschland steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Zahl der bekannten Infektionen um 72.737 auf über 31,3 Millionen. Das sind 14.944 Fälle weniger als am Mittwoch vor einer Woche, als 87.681 Ansteckungen verzeichnet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz fällt auf 366,8 von 381,5 am Vortag. Das RKI meldet 213 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Die bekannte Gesamtzahl liegt damit bei 145.241.

Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem, weil bei Weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

05:56 Uhr

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