Mittwoch, 11. November 2020Der Tag

mit Yuki Schubert
Yuki Schubert
22:31 Uhr

Das war Mittwoch, der 11. November 2020

Liebe Leserinnen und Leser,

Sie ahnen es sicher - auch heute waren die bestimmenden Themen die Corona-Pandemie und die US-Präsidentschaftswahl. So wurde nun bekannt, dass im Bundesstaat Georgia die abgegebenen Stimmen erneut per Hand gezählt werden. Das hatten Expterten bereits prognostiziert, da Biden nur einen hauchdünnen Vorsprung mit etwa 14.000 Stimmen vor Trump hat. Entscheidend für den Wahlsieg von Biden ist der US-Bundesstaat nicht. Zudem verändern sich bei Neuauszählungen die Resultate meist nur leicht.

In Nordrhein-Westfalen wurde außerdem entschieden, dass Kinder früher in die Weihnachtsferien starten als geplant. So soll dort der 18. Dezember der letzte Schultag sein, um die Kinder in eine Art "Vorquarantäne" vor dem Weihnachtsfest zu schicken. Andere Bundesländer müssen über diesen Vorschlag, der ursprünglich von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidenten Armin Laschet kam, noch beraten. Dazu möchte ich Ihnen den Text von Frauke Niemeyer ans Herz legen.

Diese Artikel möchte ich Ihnen auch noch zur Abend-Lektüre empfehlen:

Damit verabschiede ich mich von Ihnen. "Der Tag" kehrt morgen frisch und munter wieder zurück. Ich wünsche Ihnen einen geruhsamen Schlaf und bleiben Sie schön fit!

22:10 Uhr

St. Martin ohne Umzüge, aber mit erhellten Fenstern

Heute war es leider nichts mit "Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne". Doch trotz ausgefallenen St. Martins-Umzügen wurde es deutschlandweit hell. Mit der Aktion #Laternenfenster wurde dazu aufgerufen zumindest die eigenen vier Wände mit den bunten Laternen zu verzieren. Herausgekommen sind wahre Funkelwelten auf den Fensterbänken. Einige wurden besonders kreativ, was die Aufhängemöglichkeiten angeht.

21:29 Uhr

Video: Truthähne werden in Sacramento zur Plage

21:02 Uhr

Bundespolizist soll Teil einer Einbrecherbande sein

Insgesamt sechs Personen hat die Hamburger Staatsanwaltschaft wegen Wohnungseinbrüchen und Diebstähle im Visier. Darunter ein Bundespolizist, der nun als mutmaßlicher Einbrecher in Untersuchungshaft sitzt. Gegen drei der Beschuldigten sei Haftbefehl erlassen worden, darunter der Polizist, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Sonst hielt sie sich bedeckt.

Nach Berichten von "mopo.de" und des Fernsehsenders Hamburg1 wurden die drei mutmaßlichen Einbrecher am vergangenen Donnerstag von Beamten der LKA-Dienststelle "Castle" im Stadtteil Alsterdorf festgenommen. Unter den Festgenommenen sei auch eine schwangere Frau gewesen, hieß es bei "mopo.de". Das Online-Portal zitierte den Leiter der Bundespolizeiinspektion Hamburg, Christian Linkogel, mit den Worten: "Ich bedauere, dass der engagierte Dienst und die herausragende Leistung der Kolleginnen und Kollegen der Bundespolizei in dem anspruchsvollen Einsatzraum Hamburg in Misskredit gebracht werden könnte." Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, "hat dieser Kollege keinen Platz in unseren Reihen".

20:36 Uhr

Rapper Bushido spricht von "Zaun-Streit" mit Abou-Chaker

Nach der Zwangspause vor Gericht durch Bushidos Corona-Erkrankung ging es wieder in den Zeugenstand. Dort schildert der Rapper erneut von der mehr als komplizierten Beziehung zu seinem ehemaligen Geschäftspartner und Freund dem Berliner Clanchef Arafat Abou-Chaker. Der 42-Jährige beschreibt dabei eine totale Überwachung: "Wenn ich was machen wollte, musste ich erklären, warum und weshalb". Diese Strenge soll dann in einen heftigen Nachbarschaftsstreit gegipfelt sein. Der Auslöser soll der Wunsch nach ein Stückchen Autonomie gewesen sein. Bushido wollte nach eigenen Angaben auf dem gemeinsam erworbenen Grundstück mit Abou-Chaker mit einer Größe von 16.000 Quadratmetern einen Zaun um seine Villa setzen.

Abou-Chaker sei nicht begeistert gewesen. "Er und meine Frau brüllten sich an", so der Rapper. Abou-Chaker habe dann zu ihm gesagt, dass er "mit Frauen nicht über Grundstücke redet". Der Clanchef habe sich eine der drei Villen auf dem Gelände "unter den Nagel gerissen".

Mehr dazu lesen Sie hier.
20:01 Uhr

Videos des Tages

19:42 Uhr

Archäologische Zeugnisse aus der Zeit von König David auf Golanhöhen gefunden

Israelische Archäologen sind auf eine Festung aus der Zeit von König David gestoßen. Die 3000 Jahren alten archäologischen Zeugnisse wurden bei den Vorarbeiten zur Errichtung einer jüdischen Siedlung in Hispin entdeckt. Nach Einschätzung des Grabungsleiters Barak Zin maß die Anlage ursprünglich mehr als tausend Quadratmeter.

Unter den bisherigen Fundstücken:

  • ein großer Stein, in den zwei Figuren mit Waffen in der Hand eingraviert wurden sowie eine Frauenfigur mit einem Musikinstrument, womöglich einer Trommel.

"Das stellt auch eine Verbindung zur Eisenzeit her", sagte Zin unter Verweis auf ähnliche Funde in Betsaida, einem Fundort, der mit dem Königreich der Gesurer, westlich von Hispin, verbunden gewesen sei. Zwischen dem Königreich der Gesurer und dem Königreich Davids habe es offenbar "Familienbande" gegeben. Er gehe davon aus, dass das Königreich der Gesurer sich nach Syrien ausgeweitet habe.

19:10 Uhr

Lufthansa und Verdi einigen sich auf Corona-Sparpaket über 200 Millionen Euro

Die wegen der Corona-Krise angeschlagene Airline und die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi haben sich geeinigt. 35.000 Bodenbeschäftigte sollen bis Ende März 2022 vor Entlassungen geschützt sein. Dafür sollen sie auf Geld verzichten. Die Einsparungen aufseiten der Mitarbeiter belaufen sich dabei auf mehr als 200 Millionen Euro, wie Lufthansa und Verdi am Abend mitteilten. Gespart werde unter anderem am Weihnachts- und Urlaubsgeld - das vorerst flach fällt. Und bis Ende 2021 gebe es keine Gehaltserhöhungen.

18:47 Uhr

"Oh wie süß, ein Elefantenbaby"

Der Münchner Tierpark Hellabrunn ist seit der Nacht um einen sehr fotogenen Elefantenbullen reicher. Ziemlich kess präsentiert sich "Otto" nebst seiner Mutter "Temi", die den Kleinen exakt 652 Tage in ihrem Bauch getragen hat. Elefanten sind fast zwei Jahre schwanger - das ist länger als bei jedem anderen Säugetier. Auf die Welt ist "Otto" ganz ohne die Hilfe von Tierpflegern oder Tierärzten gekommen, denn seit 2017 leben die Hellabrunner Elefanten im sogenannten geschützten Kontakt.

18:06 Uhr

Frankfurts Innenstadt ist bald 40er Zone

Wer es wie Massive Töne machen und cool durch die City düsen will, muss ab 1. Januar 2021 das Tempolimit von 40 Kilometern pro Stunde in der Frankfurter Innenstadt auf dem Schirm haben. Also eher gemächlich "cruisen". Laut SPD-Verkehrsdezernent Klaus Oesterling soll damit versucht werden, drohende Fahrverbote zu verhindern. Das Land Hessen habe die für ein Tempolimit notwendige Genehmigung erteilt.

Hintergrund:

  • Im Dezember hatte der Verwaltungsgerichtshof in Kassel entschieden, dass die Stadt zur Reduzierung des Stickstoffdioxid-Ausstoßes Fahrverbote in kleinen Zonen oder auf bestimmten Strecken prüfen und umsetzen muss.
  • Das Gericht war damals zu der Überzeugung gelangt, dass die bisher geplanten Vorhaben der Stadt nicht geeignet seien, die Grenzwerte einzuhalten.
17:39 Uhr

Zeppelin kreist über Karneval-Hochburg

Ein Zeppelin mit der Aufschrift «bliev zohuss» (Bleib zu Hause) der Roten Funken fliegt hinter dem Reiterdenkmal am Himmel.

Ein Zeppelin mit der Aufschrift "bliev zohuss" (Bleib zu Hause) der Roten Funken hinter dem Reiterdenkmal am Himmel.

(Foto: picture alliance/dpa)

Keine fliegenden "Kamelle" und "Konfetti": Trotz des wichtigen Datums für Karnevalisten blieb es am 11.11. in Hochburgen wie Köln, Düsseldorf und Mainz still. Die Jecken beherzigten die Appelle wegen der Corona-Pandemie und blieben vorbildlich zu Hause. Dafür gab es auf Twitter ein Dankeschön von Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz, der laut eigener Aussage als Norddeutscher kein "Karneval-Gen" hat. "Bewahrt eure Fröhlichkeit, die wird gerade jetzt gebraucht. Bald geht's wieder aufwärts", sagte der SPD-Politiker.

In Köln ließ der Traditions-Karnevalsverein Rote Funken einen Zeppelin über die Innenstadt schweben. Darauf zu lesen "bliev zohuss" (bleib zu Hause).

17:15 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:55 Uhr

Mutmaßlicher "Finanzier" des Ruanda-Völkermords vor UN-Gericht

26 Jahre war Félicien Kabuga auf der Flucht. Er gilt als einer der mutmaßlichen Drahtzieher hinter dem Völkermord in Ruanda und wurde am 16. Mai 2020 in Frankreich verhaftet. Nun muss er sich vor einem UN-Gericht in Den Haag verantworten. Dem weit über 80 Jahre alten Geschäftsmann wird laut der heutigen ersten Anhörung Völkermord sowie Beihilfe und Anstiftung dazu in etlichen Fällen vorgeworfen.

  • Kabuga soll die Hutu-Miliz Interahamwe finanziert und mit Hieb- und Stichwaffen ausgerüstet haben, die 1994 einen Großteil der Morde an mindestens 800.000 Tutsi und gemäßigten Hutu verübte.
  • Der Angeklagte soll zudem direkt für den in den Genozid verstrickten Radio- und TV-Sender RTLM und dessen öffentliche Aufrufe zu Massakern an der Tutsi-Minderheit verantwortlich gewesen sein.
  • Der Beschuldigte wies die Vorwürfe bereits vor der Anhörung zu seinem Prozess vor dem sogenannten UN-Mechanismus für Kriegsverbrechertribunale IRMCT als „Lügen“ zurück.

Kleine Watch-Empfehlung: Die Netflix Doku-Serie "World's Most Wanted" beschäftigt sich in einer Folge mit Kabuga, der so lange untertauchen konnte.

16:31 Uhr

Tödliches Virus bei Jagdhund im Hunsrück nachgewiesen

Haben Sie schon mal etwas von der "Aujeszkyschen Krankheit" gehört? Der Zungenbrecher wird als AK abgekürzt. Dahinter verbirgt sich laut Landesuntersuchungsamt (LUA) Rheinland-Pfalz eine Herpesviruserkrankung, die hierzulande vor allem unter Wildschweinen ausbricht. Bei Hausschweinen sei die Krankheit bereits seit Jahren getilgt worden. Überträgt sich die Krankheit auf Hunde oder Katzen, dann endet es nach ein bis drei Tagen immer tödlich für die Tiere.

Nun ist bei einem toten Jagdhund im Hunsrück das Virus gefunden worden. Das Tier habe sich bei einer Jagd bei Wildschweinen angesteckt. Eine Impfung für Hunde gebe es nicht. Für den Menschen sei das Virus ungefährlich. Zuletzt war das Virus in Rheinland-Pfalz 2017 ebenfalls bei Jagdhunden entdeckt worden. Als Schutzmaßnahme sollen Jäger ihre Hunde von erlegtem Schwarzwild fernhalten und keine entnommenen Innereien roh verfüttern.

15:59 Uhr

Zivil-Polizisten stoppen illegales Autorennen auf A3 - Fahrer auf Drogen

Zwei Autofahrer haben sich ein Rennen auf der Autobahn 3 bei Neustadt im Landkreis Neuwied geliefert. Dabei seien sie teils mit bis zu 250 Stundenkilometern durch eine 130er-Zone in Richtung Köln gerast, teilte die Polizei nun mit.

Die beiden Bleifüße wurden in ihren hochmotorisierten Wagen, ein roter Ferrari und ein schwarzer Maybach, allerdings von zivilen Polizisten entdeckt. Und auch Zeugen waren die Autos aufgefallen. Ein Ende hatte das illegale Rennen allerdings erst bei Siegburg in Nordrhein-Westfalen als die Beamten die Fahrer anhalten und kontrollieren konnten. Dabei hat sich demnach herausgestellt, dass beide Fahrer unter Drogen standen. Ein 44-Jähriger soll Kokain konsumiert haben, und sein Rennpartner stand den Angaben zufolge unter Amphetamin-Einfluss. Die Autos wurden sichergestellt, und beide Männer mussten auch eine Blutprobe abgeben.

15:32 Uhr

Südkorea will bis 2025 Lufttaxi-Service starten

Sieben Minuten lang dauerte heute der erste Testflug einer zweisitzigen pilotfreien Drohne in Seoul. Sie flog ohne Passagiere etwa 1,8 Kilometer über den Han-Fluss und sollte Schaulustigen zeigen, wie Fortbewegung 2025 ausschauen kann. Für den Flug kam ein elektrisch angetriebenes Fluggerät des Typs EH 216 des chinesischen Herstellers EHang zum Einsatz. Bei der Veranstaltung stellten auch südkoreanische Firmen einschließlich des Autoherstellers Hyundai sowie Hanwha Systems eigene Modell-Flugtaxis aus.

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15:00 Uhr

Polizei findet Waffenarsenal in Baden-Württemberg

Bei einem 36-jährigen Mann haben Ermittler bei zwei Durchsuchungen - Mitte August im Landkreis Calw und Anfang Oktober in den Kreisen Calw und Böblingen - eine Vielzahl an Schusswaffen und Chemikalien entdeckt. Das hat nun die Staatsanwaltschaft Stuttgart und die Polizei Pforzheim mitgeteilt. Der 36-jährige Deutsche sitzt bereits seit dem 15. August in U-Haft. Die Polizisten hatten den Angaben zufolge Hinweise bekommen, dass der Mann Substanzen besaß, mit denen man Sprengstoff herstellen kann. Weitere Einzelheiten sind bisher nicht bekannt.

14:40 Uhr

Verletzte bei Anschlag auf Gedenkzeremonie in Saudi-Arabien

Bei einem Sprengstoff-Anschlag auf eine Gedenkzeremonie im Beisein europäischer Diplomaten in Saudi-Arabien sind mehrere Menschen verletzt worden. Eine genaue Zahl ist bisher nicht bekannt. Vor Ort waren Vertreter mehrerer Konsulate, darunter aus Frankreich. Sie seien bei dem Gedenken auf einem nicht-muslimischen Friedhof in Dschidda zur Erinnerung an das Ende des Ersten Weltkriegs dabei gewesen, bestätigt das französische Außenministerium. Frankreich verurteile nachdrücklich diesen "niederträchtigen Anschlag". Deutsche Diplomaten waren nicht bei der Gedenkzeremonie vertreten. Über die Nationalität der Opfer ist bisher aber noch nichts bekannt.

Dschidda liegt im Westen Saudi-Arabiens, und erst Ende Oktober kam es dort zu einem Angriff auf einen Wachmann vor dem französischen Konsulat. Der Wachmann wurde verletzt, der einheimische Angreifer festgenommen. Die Botschaft hatte daraufhin alle Franzosen in Saudi-Arabien zu "erhöhter Wachsamkeit" aufgerufen.

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14:20 Uhr

Britney Spears hat "Angst vor ihrem Vater"

Seit ihrem emotionalen Zusammenbruch 2008 steht Britney Spears unter der Vormundschaft ihres Vaters Jamie. Er verfügt seitdem nicht nur über ihre Karriere und ihr Vermögen. Doch die Popsängerin hat jetzt genug. "Meine Mandantin hat mich darüber informiert, dass sie Angst vor ihrem Vater hat", zitierten US-Medien Spears' Anwalt. Die 38-Jährige werde nicht auftreten, solange ihr Vater die Kontrolle über ihre Karriere und ihr Vermögen habe.

In dem Streitfall fand am Dienstag per Videokonferenz eine Anhörung vor einem Gericht in Los Angeles statt. Die Musikerin selbst nahm daran nicht teil. In der Anhörung habe die Richterin die Vormundschaft zwar bestätigt, hieß es. Sie habe aber auf Antrag der Musikerin einen Finanz-Treuhänder als Co-Vormund benannt und damit die Möglichkeit offen gelassen, den Vater zu einem späteren Zeitpunkt aus dieser Rolle zu entlassen.

14:10 Uhr

Schichtwechsel

Meine liebe Kollegin Hedviga hat sich ihren Feierabend redlich verdient und ich wünsche ihr nun einen entspannten Nachmittag. Mein Name ist Yuki Schubert und ich habe die Ehre, Sie bis zum späten Abend mit News aus aller Welt zu versorgen. Mal gucken, was dieser Mittwoch noch so bringt! Spannung! Falls Sie Fragen, Wünsche oder Anregungen haben, können Sie mich unter yuki.schubert[at]nama.de anfunken.

13:44 Uhr

50 Jugendliche feiern Party auf Spielplatz - und kassieren Bußgeld

Auf einem Spielplatz in der Oberpfalz ging es gestern anscheinend feucht-fröhlich zu: Mehrere Dutzend Jugendliche feierten eine Party - trotz Corona-Pandemie. Beim Eintreffen der Streifen seien sie sofort in alle Richtungen geflüchtet, teilte die Polizei mit. Obwohl es erst etwa halb vier am Dienstagnachmittag war, ließen die Feiernden bei ihrem jähen Aufbruch hochprozentigen Alkohol auf dem Spielplatz in Lappersdorf zurück. "Wodka, Jägermeister - solche Sachen", sagte eine Sprecherin der Polizei. Von einigen der Jugendlichen notierten sich die Polizisten die Personalien. Sie könnte nun ein Bußgeld erwarten. Derzeit dürfen in Bayern höchstens zehn Menschen zusammenkommen - in privaten wie in öffentlichen Räumen.

13:07 Uhr

Zoll beschlagnahmt fast eine Tonne Pyrotechnik auf Autobahn

Fast eine Tonne Pyrotechnik haben Zollbeamte auf einer Autobahn in Brandenburg beschlagnahmt. Wie das Hauptzollamt in Frankfurt an der Oder mitteilte, fanden sie bei der Überprüfung eines Kleintransporters rund 941 Kilogramm Feuerwerkskörper. Der Fahrer hatte demnach keine Erlaubnis für den Transport. Er hatte darüber hinaus auch keine Gefahrgutsymbole an seinem Fahrzeug angebracht.

Die Zollbeamten hatten das aus Belgien stammende Auto demnach auf der Autobahn 12 bei Frankfurt an der Oder beobachtet und sich für eine Kontrolle entschieden. Die Fracht wurde beschlagnahmt, gegen den Fahrer läuft ein Steuerstrafverfahren. Laut Zoll unterliegt der Umgang von Pyrotechnik gesetzlichen Vorgaben. Das gilt auch für die Einfuhr nach Deutschland und den Transit durch die Bundesrepublik.

12:20 Uhr

Schulleitung gibt internen Mailverteiler an Corona-Leugner weiter

Die Leitung mindestens einer Hamburger Schule hat Mails der Schulbehörde sowie den zugehörigen internen Mailverteiler an Corona-Leugner weitergeleitet. Behördensprecher Peter Albrecht wurde auf diesen Vorfall aufmerksam, nachdem er am vergangenen Freitag eine Hinweismail zu eventuell für Montag geplanten Aktionen aus dem Querdenker-Umfeld über einen internen Verteiler an alle Leiter und Leiterinnen der 412 staatlichen Hamburger Schulen geschickt hatte. "Bereits am Samstag bekam ich via Mail eine Reaktion auf genau diese Mail, und zwar von Hamburger Aktivisten namens 'Eltern stehen auf' mit eindeutigem Bezug auf meine Mail an die Schulleiter", erklärte Albrecht.

Am Montagmorgen dann habe er von etlichen Schulleitungen eine weitere Mail von "Eltern stehen auf" weitergeleitet bekommen, darin wäre über vermeintlich "wissenschaftliche Fakten zur bestehenden Gefährdung durch die Verwendung einer Mund-Nasen-Bedeckung bei Kindern und Jugendlichen" informiert worden.

Um einen weiteren Missbrauch zu verhindern, sperrte Albrecht den Verteiler. "Das ist ein massiver Verstoß gegen die Dienstvorschriften, wir werden jetzt rechtliche Schritte prüfen."

11:44 Uhr

"Der Bergdoktor" - eine feministische Serie?

Wer hätte das gedacht? Die Feministin Alice Schwarzer erkennt in der ZDF-Serie "Bergdoktor" Erfolge des Feminismus. "In dieser wirklich guten Unterhaltungsserie ist der Feminismus angekommen", sagte die 77-Jährige der Illustrierten "Bunte". Ihre Begründung: "Die Männer sind nachdenklich und versuchen, Beruf und Familie zu vereinbaren", sagte Schwarzer. "Und die Frauen haben gern mal einen jüngeren Liebhaber - ist doch gut, oder?"

11:08 Uhr

Tanker prallt auf Fischerboot: Vier Menschen sterben

Bei einem Zusammenstoß eines Tankers unter griechischer Flagge und einem türkischen Fischerboot vor der Küste der Südtürkei sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Eine Person werde noch vermisst, teilte der Gouverneur der südtürkischen Provinz Adana mit. Der Vorfall habe sich am frühen Morgen 15 Seemeilen vor dem Bezirk Karatas ereignet. Die türkische Küstenwache sucht mit drei Booten und einem Taucherteam nach dem Vermissten.

Andere Fischer haben das Boot laut der Nachrichtenagentur DHA gekentert auf offener See entdeckt. Wie es zu dem Unglück kommen konnte, ist bislang nicht klar.

10:31 Uhr

Riesiger Eisberg bedroht Pinguine und Robben im Südatlantik

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picture alliance / dpa

Ein riesiger Eisberg ist auf Kollisionskurs mit der Insel Südgeorgien im Südatlantik. Der Eisberg A68a könnte das Tierleben dort gefährden, wie die europäische Weltraumbehörde Esa mitteilte. Der Koloss könnte demnach für bis zu zehn Jahre vor der Insel, die mit rund 3500 Quadratkilometern Fläche etwa gleich groß ist wie er, auf Grund laufen. Das könnte die Nahrungssuche von Pinguinen und Robben behindern und das Leben auf dem Meeresboden zerstören. A68a war den Angaben zufolge zuletzt 350 Kilometer von Südgeorgien entfernt. Es bestehe noch Hoffnung, dass Meeresströmungen ihn an der Insel vorbeileiten.

Auf der Insel 1400 Kilometer östlich der argentinischen Küste leben Millionen Pinguine. Im Jahr 2004 war vor der Insel ein anderer Eisberg auf Grund gelaufen. Damals seien viele tote Pinguin- und Robbenjunge entlang der Küste gefunden worden, hieß es von der Esa.

09:53 Uhr

Im Streit mit der Nachbarin: Mutter schießt versehentlich auf eigenes Baby

Dramatische Szenen in einem Wohnviertel in Detroit: Im Streit über eine Essenslieferung mit einer Nachbarin eröffnet eine Mutter plötzlich das Feuer - und trifft ihr eigenes Kind. Das einjährige Mädchen wird schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht, berichten mehrere Medien.

Das Baby saß demnach in einem Auto, als der Streit zwischen ihrer Mutter und einer Nachbarin entbrannte. Auslöser war wohl eine gestohlene Uber-Eats-Bestellung, berichtet MLive.com unter Berufung auf die Polizei. Laut Zeugenaussagen hat die Nachbarin einen Hammer in der Hand gehabt, als die Mutter eine Pistole zog und zu schießen begann. Die Polizei nahm beide fest.

09:10 Uhr

"Spektakuläre Lichtershow": 100.000 Blitze gehen in Australien nieder

Ein beeindruckendes Naturereignis mit schwerwiegenden Folgen: Bei Unwettern im australischen Bundesstaat South Australia sind rund 100.000 Blitze niedergegangen. Der Sender "ABC" sprach von einer "spektakulären Lichtershow", die aber in vielen Gebieten zu Stromausfällen geführt habe. Zeitweise seien mehr als 30.000 Häuser ohne Strom gewesen.

Zudem wurden lokalen Medien zufolge mehr als 140 Buschbrände registriert. Das schlimmste Feuer habe in Lake Gilles nordwestlich der Hauptstadt Adelaide gewütet, wo 95 Hektar in Flammen gestanden hätten, teilte die Feuerwehr mit. Die Brände seien bei Hitze von der Trockenheit angefacht worden. Sie seien aber weitgehend unter Kontrolle.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:50 Uhr

Keine schönen Aussichten: Heute bleibt es grau und kalt

Die Sonne kommt auch am Mittwoch weiter nur selten durch den dichten, grauen Nebel. Wo sie es schafft, wird es etwas wärmer. Sonst bleiben die Temperaturen im kalten einstelligen Bereich. Am Donnerstag streift dann ein Tief den deutschen Westen.

08:12 Uhr

Vater verkauft Neugeborenes aus finanzieller Not

Für 20.000 Euro soll ein Mann in China Medienberichten zufolge seinen neugeborenen Sohn an eine Fremde verkauft haben, die er zuvor im Internet kennengelernt hatte. Eine Verzweiflungstat? In der Coronakrise habe der Lohnarbeiter, der bereits Vater von zwei Söhnen ist, seinen Job verloren und sei so unter extremen finanziellen Druck geraten. Um die Familie zu entlasten, habe er seine Frau überredet, dem illegalen Deal zuzustimmen.

Nach chinesischem Recht droht dem Mann wegen Kinderhandels eine Haftstrafe von fünf bis zehn Jahren.

07:49 Uhr

Das wird heute wichtig

Helau liebe Leserinnen und Leser,

es ist der 11.11. und somit der Start in die Karnevalssaison. Doch närrisches Feiern in großer Gemeinschaft, Singen und Schunkeln auf Straßen und Plätzen fällt dieses Jahr aus. Die Corona-Pandemie zwingt die Karnevalisten zum Verzicht auf das große Partymachen. Die Hochburg Köln will Karnevalstouristen sogar mit einem Alkoholverbot abschrecken. Derweil nimmt der Wahl-Zirkus in den USA kein Ende. Alle Entwicklungen können Sie in unserem Liveticker zur US-Wahl verfolgen. Außerdem gibt es heute noch diese spannenden Themen:

  • Die EU-Kommission will heute den Weg für den Kauf von bis zu 300 Millionen Einheiten des vielversprechenden Corona-Impfstoffs der Firmen Biontech und Pfizer frei machen. Darüber hinaus will Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides ein Gesetzespaket vorstellen, mit dem sich die Europäische Union besser gegen künftige Pandemien und ähnliche Gefahren wappnen will.
  • Vor dem Hintergrund der anhaltenden Corona-Krise legen die "Wirtschaftsweisen" ihr Jahresgutachten vor. Die Ökonomen erwarten einen etwas weniger starken Einbruch der Wirtschaftsleistung in Deutschland als die Bundesregierung.
  • Der gewählte US-Präsident Joe Biden hat Deutschland und anderen europäischen Verbündeten eine Wiederbelebung der schwer angeschlagenen transatlantischen Beziehungen zugesagt.
  • Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft startet mit dem Testspiel gegen Tschechien in die letzten Länderspiele des Jahres 2020. Bundestrainer Joachim Löw gibt ab 20.45 Uhr mehreren Ergänzungs- und Perspektivspielern eine Einsatzchance. Erst morgen werden sieben Stammkräfte um Kapitän Manuel Neuer, Leon Goretzka und Timo Werner zur DFB-Elf stoßen.

Außerdem interessant:

  • Das Bundeskabinett befasst sich mit dem 16. Kinder- und Jugendbericht.
  • Im Spionage-Prozess gegen einen Kooperationsanwalt der Deutschen Botschaft in der Türkei wird heute in Ankara ein Urteil erwartet.
  • Mehr Klimaschutz mit alternativen Antrieben im Schwerlastverkehr wird bei einem Spitzengespräch von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer mit Branchenvertretern in Berlin diskutiert.
  • Der Prozess gegen einen Berliner Clanchef wird nach einer zweiwöchigen Zwangspause wegen einer Corona-Infektion von Rapper Bushido fortgesetzt.

Mein Name ist Hedviga Nyarsik und ich begleite Sie heute durch den Tag. Bei Fragen oder Anregungen schreiben Sie mir gerne unter hedviga.nyarsik@nama.de.

07:27 Uhr

Im Notfall wird es eng: Krankenhäuser sind auf dem Land nur schwer zu erreichen

Notfallpatienten auf dem Land haben oft einen weiten Weg zurückzulegen bis zum nächsten Krankenhaus. Darauf weist das Bundeslandwirtschaftsministerium in einem Bericht hin. Darin heißt es: "Kritisch zu sehen ist die aufgrund unzulänglicher Verkehrsangebote oftmals schwierige Erreichbarkeit von Krankenhäusern für die Bevölkerung in einigen ländlichen Regionen, besonders wenn es um die Versorgung zeitkritischer Erkrankungen wie etwa Schlaganfälle oder Herzinfarkte geht. Krankenhäuser seien in rund 100 Landkreisen mit dem Pkw im Schnitt erst in 20 bis 30 Minuten zu erreichen, im Vergleich zu den meisten kreisfreien Städten, wo es nur circa 5 bis 10 Minuten dauere, so das Ministerium.

In Städten seien auch Fachärzte vielfach zu Fuß oder mit dem Rad erreichbar. Landbewohner bräuchten hingegen mit dem Rad in der Regel 25 bis 50 Minuten etwa zu einem Kinderarzt. Insgesamt sei die stationäre Versorgungssicherheit aber auch in ländlichen Regionen gewährleistet. "98,8 Prozent der Bevölkerung kann in weniger als 30 Minuten ein Krankenhaus der Grundversorgung erreichen."

06:53 Uhr

Ungarn will Homosexuellen- und Transgender-feindliche Verfassungsregeln

"Die Mutter ist eine Frau und der Vater ein Mann": Die Regierung des rechtskonservativen ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban will Homosexuellen- und Transgender-feindliche Definitionen von Elternschaft und Geschlecht in der Verfassung des Landes verankern. So soll auch festgelegt werden, dass das Geschlecht eines Menschen allein als jenes zum Zeitpunkt seiner Geburt zu definieren ist - eine Regelung, die sich gegen Transgender richten würde. Seit Mai ist es in Ungarn bereits verboten, eine Änderung des Geschlechts bei den Behörden eintragen zu lassen.

Der Entwurf für die Verfassungsänderungen wurde zu einem Zeitpunkt eingebracht, zu dem sich Ungarn in einem erneut verschärften Streit mit der EU um die Wahrung der Grundrechtecharta der Europäischen Union befindet. Die Charta sieht unter anderem den Schutz sexueller Minderheiten vor.

06:13 Uhr

Kinderlose sollen mehr für Pflegeversicherung zahlen

Schon heute zahlen Menschen ohne Kinder ab 23 Jahren einen um 0,25 Prozentpunkte höheren Beitragssatz für die Pflegeversicherung als Mütter und Väter. Nun will Gesundheitsminister Jens Spahn diesen um weitere 0,1 Prozentpunkte erhöhen. Dies geht aus einem Eckpunktepapier zur geplanten Pflegereform 2021 hervor, das dem Redaktionsnetzwerk Deutschland vorliegt. Das Geld soll in den sogenannten Pflegevorsorgefonds fließen. Dieser wiederum ist für die Versorgung der Pflegebedürftigen ab dem Jahr 2035 bestimmt, wenn rein rechnerisch die sogenannten Baby-Boomer Jahrgänge pflegebedürftig werden.

Die Begründung für die Erhöhung: "Das Bundesverfassungsgericht hat in seinem Urteil aus dem Jahr 2001 die besondere Bedeutung von Familien mit Kindern für die Funktionsfähigkeit der sozialen Sicherungssysteme hervorgehoben und gefordert, dies im Finanzierungssystem der Pflegeversicherung zu berücksichtigen."

05:53 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht