Mittwoch, 12. Juni 2019Der Tag

mit Volker Petersen
22:43 Uhr

Das war Mittwoch, der 12. Juni 2019

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Geschafft! Alexandra Popp und Trainerin Martina Voss-Tecklenburg freuen sich.

(Foto: imago images / Jan Huebner)

Bei der Fußball-WM der Damen hat es heute einen Sieg der DFB-Elf gegen - gegen einen Gegner, gegen den sich die Herren in den vergangenen Jahren extrem schwer taten: Spanien. Mit einem 1:0-Sieg ziehen die Frauen damit ins Achtelfinale ein. Glückwunsch!

Der Tag geht, Johnny Walker bleibt im Schrank und ich darf mich verabschieden. Gute Nacht und vielleicht bis morgen!

22:15 Uhr

Russische S-400 gekauft - Türkei brüskiert USA

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Trump sagt gern, wo es lang geht, Erdogan lässt sich das ungern sagen.

(Foto: REUTERS)

Die USA haben unter Trump ihren Führungsstil insofern verändert, als der Präsident nun sagt, was gemacht wird und die anderen Länder setzen das dann um. Doch so richtig klappt das nicht - zumindest nicht bei der Türkei. Erdogan kauft nun tatsächlich das russische Raketenabwehrsystem S-400, obwohl die USA strikt dagegen sind. Druck hatte Trump mit den Kampfjets vom Typ F-35 gemacht, die die Türken verwenden. Die USA bilden vorerst keine Piloten mehr aus und liefern auch keine Ersatzteile mehr. Hat nicht geklappt.

21:33 Uhr

Dafür will Scholz die 5G-Milliarden verwenden

6,5 Milliarden Euro wären ein schönes Extra-Plus für den Bundeshaushalt - diese Summe hat die Versteigerung der 5G-Lizenzen eingebracht. Nun sagt Finanzminister Olaf Scholz, was er damit vorhat. Es soll an all den Bundesministerien vorbei direkt in Schulen und dünn besiedelte Regionen fließen - dort soll es bei der Digitalisierung helfen, sprich für bessere Internetanschlüsse und Computerausstattung ausgegeben werden.

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21:22 Uhr

Drei Stunden befragt - Trumps Sohn sagt vor Senat aus

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Drei Stunden wurde der Trump-Sohn Donald Trump Jr. befragt.

(Foto: dpa)

Was wusste Trumps Sohn Donald Trump Junior über die Einmischungsversuche Russlands in den Wahlkampf? Dazu haben ihn heute drei Stunden lang US-Senatoren befragt. Die Sitzung war nicht öffentlich, daher bleiben die Ergebnisse unklar - doch anschließend äußerte sich "Don Junior" gegenüber Journalisten. Er sagte...

  • ... er habe den Kongress bei früheren Befragungen nicht über Russlandkontakte belogen und fürchte daher keine Strafverfolgung wegen Meineids.
  • ... er habe an seinen früheren Aussagen nichts zu ändern gehabt und sei froh, dass "dies endlich vorbei ist".

Trumps Sohn war zwangsvorgeladen worden, was bemerkenswert war, da im Senat Trumps Republikaner die Mehrheit haben.

20:46 Uhr

Schweres Gewitter sorgt für Chaos in Berlin

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Wir hatten in unserer Redaktion einen Platz in der ersten Reihe, als sich das Naturschauspiel entfaltete - ein schweres Gewitter ist über Berlin hinweggezogen und hat für chaotische Zustände gesorgt.

  • Bäume stürzten um und blockierten S-Bahnen und teilweise auch die Autobahn 117. Züge fielen aus, auf dem Wannsee kenterten Boote.
  • Die Feuerwehr war mehr als 200 Mal im Einsatz.
  • Straßen wurden zeitweise überflutet, Gullys liefen über.
  • An den Flughäfen Schönefeld (dort wurden Böen mit 109 km/h gemessen) und Tegel wurden Flüge verschoben.

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20:09 Uhr

Trump: Mehr US-Soldaten nach Polen wegen Deutschland

US-Präsident Trump hat gerade Besuch vom polnischen Staatschef Andrzej Duda - während des Besuchs stellte er in Aussicht, 2000 weitere US-Soldaten nach Polen zu schicken. Die Truppenverlagerung sei derzeit in der Diskussion, eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen. Der US-Präsident begründete die Überlegungen damit, dass Deutschland weiterhin zu wenig für die Verteidigung ausgebe. Dagegen lobte er Polen für die Höhe seines Verteidigungshaushalts. Trump bezog sich auf das unter den Nato-Staaten vor fünf Jahren vereinbarte Ziel, ihre Verteidigungsausgaben bis 2024 auf zwei Prozent ihres Bruttoinlandsproduktes zu steigern.

Mehr dazu hier.

19:20 Uhr

Helikopter-Absturz in New York - Ursache geklärt

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Die Absturzstelle am Tag danach. Der Hubschrauber brannte nahezu vollständig aus.

(Foto: REUTERS)

Bei schlechter Sicht stürzt am Montag ein Hubschrauber auf einem Hochhaus in New York ab - nun bestätigt die Polizei, dass der Nebel ein Grund für das Unglück war. Der Pilot habe nicht gewusst, wo er war. Er habe der Flugüberwachung kurz vor dem Absturz gesagt, er wolle zum Startplatz zurückkehren, kenne aber seinen Standort nicht. Kurz danach stürzte der Hubschrauber auf ein Gebäude mitten in Manhattan. Der Pilot kam ums Leben. Zuvor hatte der Mann mit seinem Hubschrauber am Vormittag noch einen Passagier aus einem Vorort von New York an die Ostseite Manhattans gebracht.

18:55 Uhr

AfD wirft Nazi-Sympathisanten raus

Das Mitglied der Jungen Alternative, Lars Steinke, geht an Fachwerkhäusern vorbei. Foto: Swen Pförtner/Archivbild

Steinke.

(Foto: Swen Pförtner/dpa)

Dieser Mann war selbst der AfD zu rechts und muss sie nun verlassen: Ein Landesschiedsgericht der Partei schließt Lars Steinke aus den Reihen der Populisten aus. Steinke hatte im vergangenen August den Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg in einem nicht öffentlich einsehbaren Facebook-Eintrag als Verräter bezeichnet.

Er war daraufhin bereits als Chef der Jungen Alternative abgesetzt worden. Das Landesschiedsgericht der AfD in Nordrhein-Westfalen urteilte nun, Steinke habe mit seinen Äußerungen zu Stauffenberg "erheblich gegen die Ordnung der Partei verstoßen und der Partei dadurch einen schweren Schaden zugefügt".

Die AfD-Landesvorsitzende und Fraktionschefin Dana Guth sagte, sie sei froh über dieses Urteil. Rechtsextreme Gesinnungen und verschrobene, entschuldigende Ansichten zum Nationalsozialismus hätten in der AfD keinen Platz. Und was ist dann mit Björn Höcke? Nur mal so als Frage.

18:31 Uhr

Nachbarn getötet und zerstückelt - Haftstrafe

Manche denken ja bei Städten wie Berlin oder noch größeren Metropolen an schlimme Verbrechen, doch dann passieren die übelsten Taten an beschaulichen Orten - wie zum Beispiel Katlenburg-Lindau. Dort hat ein 29-Jähriger seinen Nachbarn ermordet und zerstückelt. Das Landgericht Göttingen sah das als erwiesen an und hat den Mann nun zu acht Jahren Haft verurteilt. Er erschlug den Nachbarn während eines Trinkgelages. Nachdem er ihn zerteilt hatte, vergrub er die Leichenteile in Tüten auf einem Feld. Das Gericht sprach von einem "eskalierenden Streit zwischen zwei Männern in schwierigem Milieu".

17:49 Uhr

Panzerknacker schlagen während Öffnungszeiten zu

Immer nur nachts arbeiten, das war diesen Verbrechern wohl zu eintönig. In Düsseldorf haben Panzerknacker ein Schließfach im Tresorraum einer Bank während der Öffnungszeiten aufgebrochen. Sie erbeuteten Schmuck und Bargeld in Höhe von mehreren Tausend Euro. Wie die Täter überhaupt in den Tresorraum kamen? Das versucht die Polizei nun herauszufinden. Zeugen berichteten von zwei Männern, die für die Tat in Frage kämen. Sie beschrieben sie als 30 bis 35 Jahre alt, gekleidet mit dunkelblauen Blousons, blauen Hosen und Baseball-Kappen. Einer von ihnen habe eine dunkle Sporttasche getragen.

17:29 Uhr

Schröder kann nur Billy-Regale

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Schröder besuchte die Fabrik mit Brandenburgs SPD-Vizechefin Katrin Lange und seiner Frau Soyeon Schröder-Kim.

(Foto: dpa)

Mit dem Aufbauen von Ikea-Möbeln hat Altkanzler Gerhard Schröder so seine Probleme. Das Bücherregal Billy sei früher das einzige gewesen, das er zusammenbauen konnte, sagte der 75-Jährige beim Besuch einer Möbelfabrik im brandenburgischen Meyenburg. Schon beim Schuhschrank dagegen habe er versagt - "da guckten oben die Schrauben raus". "Meine handwerklichen Fähigkeiten sind sehr begrenzt", gab Schröder zu. Inzwischen habe er auch die Regale ausgemustert. In der besuchten Fabrik wird auch für Ikea produziert.

16:56 Uhr

Gefährliche Gewitter bewegen sich durch Deutschland

Björn Alexander

Björn Alexander.

Es braut sich was zusammen. Aktuell erlebt Deutschland ganz extreme Gegensätze: 20 Grad Temperaturunterschied auf nicht mal 200 Kilometern werden in den nächsten Stunden zu einem wahrscheinlich schweren Sturmereignis führen. Eine sehr gefährliche Gewitterlinie bewegt sich auf Berlin zu. Nach jetzigem Stand können hierbei auch Orkanböen über 120km/h nicht ausgeschlossen werden. Außerdem drohen großer Hagel und Starkregen sowie ein leicht erhöhtes Tornado-Risiko. Die Hauptstadt dürfte ab etwa 18:30 Uhr von Süden her von den schweren Gewittern überquert werden.

Ihr Björn Alexander.

16:39 Uhr

Mutter nimmt 15-Jährigen für "Fortnite"-Karriere von der Schule

Benjy Fish ist 15 Jahre alt und einer der besten "Fortnite"-Spieler auf der Welt. Einen Profivertrag bei "NRG eSports" hat er ebenfalls bereits in der Tasche, wenn da die lästige Schule nicht wäre. Seine fürsorgliche Mutter denkt bei ihrem Filius vor allem an die Konsolen-Karriere und hat ihn deshalb auch von der Schule abgemeldet. "Als meine Mama mir vorschlug, die Schule zu verlassen, sodass ich rund um die Uhr Computer spielen kann, dachte ich zuerst, ich hätte mich verhört", sagt der Teenie dem "Daily Mirror".

Benjy soll sich voll und ganz auf die bevorstehende Weltmeisterschaft im Battle-Royal-Shooter konzentrieren. Dem Sieger winken dort drei Millionen Dollar (2,65 Millionen Euro) Prämie. Benjys Mutter wurde das Talent ihres Sohnes erst bewusst als er beim einem Online-Turnier 11.000 Euro gewann.

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16:20 Uhr

Chinesische Zahnpasta-Fabrik kommt unter den Hammer

Mein Haus, mein Auto, mein Boot, meine Zahnpasta-Fabrik - das macht natürlich Eindruck. Um mit Letzterem angeben zu können, muss man aber tief in die Tasche greifen. Auf der chinesischen Verkaufsplattform Taobao kommt nämlich eine Fabrik für Zahnpasta unter den Hammer.

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Tianqi -Zahnpasta

(Foto: imago/ZUMA Press)

Das Mindestgebot für die Marke Tianqi und den Hersteller Guangxi Aoqili lag am Dienstag bei 163,24 Millionen Yuan, umgerechnet knapp 21 Millionen Euro. Der Käufer bekommt dafür eine Fabrik, die Produktionsanlagen sowie 57 auf Tianqi eingetragene Warenzeichen, wie es auf der Seite heißt.

In der ersten Runde der Versteigerung fand sich noch kein Käufer, es meldeten sich auch nur zwei Interessenten. Warum der Zahnpasta-Hersteller überhaupt verkauft wird, war auf Taobao nicht zu erfahren.

15:22 Uhr

Bundeswehr-Fahrer stoppt Sattelzug mit leblosem Fahrer

Ein Lastwagenfahrer der Bundeswehr hat in Thüringen eine Heldentat vollbracht. Er dürfte einen schweren Unfall mit einem anderen Sattelschlepper verhindert haben. Er sah, wie dieser langsam durch eine Baustelle auf der A4 zwischen Gera und Ronneburg rollte und die Absperrung zur Gegenfahrbahn rammte. Mehrere Autofahrer versuchten, in das Führerhaus zu gelangen, schafften es aber nicht. Auftritt des besagten Bundeswehr-Fahrers: Er sah das Problem, fuhr mit seinem Lkw vor den rollenden Sattelschlepper und bremste ihn aus. Ein Notarzt, der zufällig in der Nähe war, stellte den Tod des Fahrers fest. Todesursache und -zeitpunkt sind laut Polizei noch nicht ganz klar.

14:46 Uhr

Mann fährt seine Freundin absichtlich an

Ein 52-Jähriger hat seine Lebensgefährtin in Kassel nach einem Streit absichtlich angefahren und dadurch schwer verletzt.

  • Der Mann ist am Dienstag mit seinem Auto auf seine 50-jährige Lebensgefährtin zugefahren und erfasste sie auf einem Gehweg. Die Frau wurde in ein Krankenhaus gebracht.
  • Zeugen hatten den Vorfall beobachtet und die Polizei verständigt.
  • Die Beamten nahmen den 52-Jährigen zunächst fest, ließen ihn jedoch anschließend wegen nicht ausreichend vorhandener Haftgründe wieder frei.
  • Gegen den Mann bestand zunächst der Verdacht eines versuchten Tötungsdelikts. Die Ermittler suchen nun nach weiteren Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben.
14:19 Uhr

Mann stürzt beim Efeuschneiden aus Fenster und stirbt

In München ist ein Mann beim Gärtnern aus einem Fenster gefallen und gestorben. Der 43-Jährige wollte Efeu vor dem Fenster seiner Wohnung zurückschneiden, als er aus zunächst ungeklärten Gründen das Gleichgewicht verlor und rund zehn Meter in die Tiefe fiel. Ein Notarzt konnte den Mann nicht mehr wiederbeleben - der 43-Jährige starb noch an der Unfallstelle im Ortsteil Untersendling.

13:49 Uhr

Amanda Knox kehrt nach Italien zurück

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Die US-Amerikanerin Amanda Knox hat sich nach einem jahrelangen Justizkrimi erstmals wieder auf den Weg nach Italien gemacht.

  • "Auf geht's... Wünscht uns "Buon viaggio!"", schrieb die 31-Jährige am Dienstagabend auf Instagram und postete ein Foto von sich und ihrem Freund Christopher Robinson in einem Auto. Am Samstag soll sie bei einem Kongress zu Justizirrtümern in Modena auftreten.
  • Es ist Knox' erste Reise nach Italien, nachdem sie dort 2009 wegen des Mordes an der britischen Austauschstudentin und ihrer damaligen Mitbewohnerin Meredith Kercher zu einer langen Haftstrafe verurteilt worden war. Knox saß in Italien fast vier Jahre in Haft, wurde nach jahrelangem Justizgerangel aber im Jahr 2015 endgültig freigesprochen. Der Fall wurde nie komplett aufgeklärt.
  • Laut Nachrichtenagentur Ansa soll Knox am Donnerstag in Mailand eintreffen. Begleitet wird sie demnach von ihrem Partner und ihrer Mutter.
13:24 Uhr

Boris Johnson will Brexit-Deal nachverhandeln

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Boris Johnson hat sehr gute Chancen, nächster Premierminister Großbritanniens zu werden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Favorit im Rennen um die Führung der britischen Konservativen und das Amt des Premierministers, Boris Johnson, will das Abkommen über den EU-Austritt nachverhandeln.

  • Das sagte der ehemalige Außenminister Großbritanniens in London bei einer Rede zum Auftakt seiner Kampagne um die Nachfolge von Theresa May.
  • Ein "besserer Deal" sei möglich, sagte Johnson. Er wolle keinen Austritt ohne Abkommen, aber das Land müsse sich darauf vorbereiten, um den Druck auf die Verhandlungspartner in Brüssel zu erhöhen. "Es ist wichtig robust, entschlossen und entschieden zu sein", so Johnson. Zudem müsse die Austrittsfrist am 31. Oktober auf jeden Fall eingehalten werden.
  • Brüssel hat bereits mehrfach klargemacht, dass es keine Nachverhandlungen an dem Austrittsvertrag geben kann.
12:24 Uhr
Breaking News

Nawalny bei Kundgebung in Moskau festgenommen

Der russische Oppositionsführer Alexej Nawalny ist bei einer nicht genehmigten Demonstration in Moskau festgenommen worden. Das teilte die Sprecherin des Kreml-Kritikers via Twitter mit. Der Protestzug war zunächst als Solidaritätsveranstaltung für den Enthüllungsjournalisten Iwan Golunow geplant, der wegen angeblichen Drogenhandels festgenommen und unter Hausarrest gestellt worden war, bevor das Verfahren am Dienstag überraschend eingestellt wurde.

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12:05 Uhr

FDP wirbt für Seitenstreifen-Freigaben auf Autobahnen

Im Kampf gegen Staus sollten aus Sicht der FDP viel öfter auch Seitenstreifen auf bestimmten Autobahnen zeitweise für den Verkehr freigegeben werden. Dies könne die Kapazität stark belasteter Autobahnen erheblich erhöhen, ohne dabei die Verkehrssicherheit zu gefährden, sagte der FDP-Verkehrspolitiker Torsten Herbst der DPA.

  • "Leider wird dieses Instrument zur Verkehrsentlastung in Deutschland viel zu selten eingesetzt." Laut einer Antwort der Bundesregierung auf eine FDP-Anfrage wurden in den vergangenen zehn Jahren nur vereinzelt Seitenstreifen an Strecken mit flexiblen Verkehrssteuerungs-Anzeigen temporär freigegeben, an denen dies prinzipiell möglich wäre.
  • Herbst forderte: "Wir brauchen dringend eine Entbürokratisierung der Genehmigungsverfahren, eine bessere Personalausstattung der zuständigen Behörden sowie mehr finanzielle Mittel für ein flexibles Baumanagement, das Staugefahren vor allem bei stark belasteten Autobahnabschnitten vermeidet."
  • Die Bundesregierung erläutert in der Antwort, dass zeitweise Seitenstreifen-Freigaben in der Regel auch Umbauten an dem betreffenden Abschnitt voraussetzten - etwa für Nothaltebuchten oder Anpassungen bei Ein- und Ausfädelstreifen.
11:35 Uhr

AKK bekennt sich zum Zwei-Prozent-Ziel der Nato

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat sich klar zum Ziel der Nato bekannt, zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung auszugeben.

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  • "Es geht um gegenseitiges Vertrauen. Es geht auch um die Frage, ob Deutschland ein verlässlicher Partner ist", sagte sie bei der Deutsch-Amerikanischen Konferenz der Atlantik-Brücke und des American Council on Germany in Berlin.
  • Das Zwei-Prozent-Ziel sei ihr auch deshalb so wichtig, weil es ein Signal an die Nato-Staaten in Osteuropa sei, die sich von Russland bedroht fühlen. Das habe "etwas mit europäischem Zusammenhalt zu tun".
  • Die Nato hat auf ihrem Gipfel in Wales 2014 beschlossen, dass sich jeder Mitgliedstaat bis 2024 dem Ziel annähern soll, zwei Prozent für Verteidigung auszugeben.
  • Kramp-Karrenbauer betonte, dass die Verteidigungsausgaben aus eigenem deutschen Interesse erhöht werden müssten. "Das hat nichts mit Präsident Trump zu tun, das hat nichts mit der Nato zu tun, das hat etwas mit Fürsorgepflicht für unsere Soldaten zu tun", sagte sie.
11:10 Uhr

Macron wäre für Merkel als EU-Kommissionspräsidentin

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Macron hätte gern Merkel auf dem Posten der EU-Kommissionspräsidentin gesehen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Hätte, hätte, Fahrradkette… Der französische Präsident Emmanuel Macron würde Angela Merkel als EU-Kommissionspräsidentin seine Stimme geben. "Wenn sie es machen wollte, würde ich sie unterstützen", sagte er dem französischsprachigen Schweizer Fernsehsender RTS.

  • Dabei hat aber Merkel selbst bereits ausgeschlossen, dass sie nach dem Ende ihrer Kanzlerschaft auf EU-Ebene ein Spitzenamt übernimmt.
  • "Europa braucht Gesichter, starke Persönlichkeiten, es braucht Leute, die eine persönliche Glaubwürdigkeit haben und die Kompetenzen, um die Posten auszufüllen", sagte Macron.
  • Er bekräftigte seine Vorbehalte gegen Manfred Weber, den von Merkel für das Amt unterstützten Spitzenkandidaten der Europäischen Volkspartei (EVP). "Keiner kennt diese Spitzenkandidaten", sagte Macron, der dafür das deutsche Wort benutzte.
10:40 Uhr

Einwohnerzahl im Osten so niedrig wie zuletzt 1905

Die Einwohnerzahl in den neuen Bundesländern schrumpft weiter und erreicht nun eine historische Tiefstmarke.

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Leerstehender Plattenbau in Chemnitz.

(Foto: picture alliance / Jan Woitas/dp)

  • In Ostdeutschland leben einer Studie zufolge so wenige Menschen wie seit 1905 nicht mehr. Gleichzeitig zählt das Gebiet der alten Bundesrepublik so viele Einwohner wie niemals zuvor in der Geschichte, wie aus einer wirtschaftshistorischen Studie der Dresdner Niederlassung des Ifo-Instituts hervorgeht.
  • "Die Einwohnerzahlen beider Landesteile driften trotz Wiedervereinigung nahezu ungebremst auseinander", sagte Studienautor Felix Rösel.
  • Hauptursache für den Bevölkerungsschwund ist dem Institut zufolge die Massenflucht aus Ostdeutschland von 1949 bis zum Mauerbau im Jahr 1961. Darüber hinaus fehlte in der DDR auch die Zuwanderung junger Gastarbeiter in den 60er- und frühen 70er-Jahren. Schließlich habe die Abwanderung nach der Wende vor 30 Jahren zur unterschiedlichen Bevölkerungsentwicklung beigetragen.
  • Vor der deutschen Teilung vor rund 70 Jahren hatten sich Ost- und Westdeutschland dagegen nahezu parallel entwickelt.
10:03 Uhr

Geister-Radfahrer kracht auf Autobahn mit Pkw zusammen

Ganz schön leichtsinnig - Ein Radfahrer fährt auf der Autobahn nachts entgegen der Fahrtrichtung!

Der 62-jährige Radler war aus noch unbekannten Gründen entgegen der Fahrtrichtung auf der linken Spur der Frankfurter Stadtautobahn A648 zwischen der Anschlussstelle Frankfurt-Rebstock und dem Katharinenkreisel unterwegs. Dabei stieß er mit einem Auto zusammen. Der 34 Jahre alte Autofahrer blieb bei dem Unfall unverletzt. Der Fahrradfahrer wurde schwer verletzt.

09:17 Uhr

Lafontaine will Fusion der Linken mit der SPD

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Oskar Lafontaine

(Foto: picture alliance/dpa)

Der ehemalige Vorsitzende der SPD und spätere Mitbegründer der Linkspartei, Oskar Lafontaine, hält einem Bericht zufolge eine Fusion beider Parteien für notwendig. Lafontaine vertrete diese Position in internen Gesprächen bereits seit Längerem, berichten die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland unter Berufung auf das Umfeld des 75-Jährigen.

  • Der Vorsitzende der Internationalen Kommission der Linken und langjährige Lafontaine-Vertraute Heinz Bierbaum sagte dem RND, als früherer SPD-Chef bedaure Lafontaine den Zustand der Partei. "Deshalb liegen solche Überlegungen bei ihm sehr nahe."
  • Bierbaum selbst sagte, er könne sich einen Zusammenschluss "gut vorstellen". Allerdings sehe er "gegenwärtig noch nicht die politischen Bedingungen dafür". Eine Vereinigung käme "jetzt viel zu früh". Zunächst müsste sich die SPD programmatisch und auch in der praktischen Politik deutlich bewegen.
  • Die Linksfraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht äußerte sich kritisch zu einer möglichen Fusion: "Wenn man die SPD, von der die Wähler aktuell nicht wissen, wofür sie eigentlich steht, mit der heutigen Linken, in der wichtige Strategiefragen ebenfalls ungeklärt sind, einfach zusammenwirft, kommt ganz sicher kein Erfolgsprojekt heraus", erklärte sie gegenüber dem RND.
08:51 Uhr

Mann von ICE erfasst und getötet

An einem Bahnübergang in Dinslaken in Nordrhein-Westfalen ist gestern Abend ein Mann von einem ICE erfasst worden. Der Mann wurde so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle starb.

  • Die Bahnstecke zwischen Wesel und Oberhausen war in beide Richtungen für etwa zweieinhalb Stunden gesperrt.
  • Die Identität des Opfers ist noch unklar.
  • Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgenommen.
08:32 Uhr

Rot-Grün-Rot in Bremen soll bis Ende Juni stehen

SPD, Grüne und Linke wollen möglichst bis Ende Juni in Bremen ein rot-grün-rotes Bündnis schmieden. "Der Zeitplan ist ambitioniert, aber machbar", hieß es aus Parteikreisen.

  • Erstmals treffen sich heute ab 10.00 Uhr die Delegationen der Parteien zum Auftakt der Koalitionsverhandlungen in großer Runde.
  • Sollte ein Bündnis zustande kommen, wäre es das erste rot-grün-rote in einem westdeutschen Bundesland, was auch Bedeutung für die Bundespolitik hätte. Dort sucht vor allem die SPD nach neuen Handlungsoptionen.
  • Heute wollen die insgesamt rund 40 Delegationsteilnehmer der Parteien zunächst einen Verhandlungsfahrplan skizzieren und fachpolitische Untergruppen bilden.
  • Für den 6. Juli hat die SPD einen Parteitag einberufen, der über den Koalitionsvertrag entscheiden soll. Auch bei den Grünen und den Linken wird bei Parteitagen abgestimmt, die Linken wollen einen Vertragsentwurf zudem durch einen Mitgliederentscheid bestätigen lassen. Klimaschutz, Verkehr, Finanzen und Bildung dürften zentrale Themen und auch Knackpunkte sein.
08:07 Uhr

Journalistin in Mexiko erschossen

In Mexiko ist erneut eine Journalistin getötet worden. Norma Sarabia wurde im Bundesstaat Tabasco im Südosten des Landes ermordet.

  • Sie wurde in der Nähe ihrer Wohnung in der Stadt Huimanguillo von zwei Bewaffneten auf einem Motorrad erschossen. Die beiden Angreifer konnten fliehen.
  • Sarabia hatte 15 Jahre lang als Korrespondentin für die Zeitung "Tabasco Hoy" und zuletzt für andere Medien in Tabasco gearbeitet.
  • Es handelt sich um den bereits sechsten Journalistenmord in Mexiko seit Jahresbeginn. Reporter ohne Grenzen stuft Mexiko als eines der gefährlichsten Länder für Journalisten ein - nach den Kriegsländern Syrien und Afghanistan. Seit dem Jahr 2000 wurden mehr als hundert Journalisten ermordet, allein zehn im vergangenen Jahr. Die Täter werden in den meisten Fällen nie gefunden und bestraft.
07:44 Uhr

Erfolg für Demonstranten in Hongkong

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Zehntausende Demonstranten blockieren Straßen in Hongkong.

(Foto: REUTERS)

Nach Massenprotesten in Hongkong ist die zweite parlamentarische Lesung des umstrittenen Auslieferungsgesetzes verschoben worden. Die für den Vormittag angesetzte Sitzung des Parlaments der chinesischen Sonderverwaltungszone werde bis auf Weiteres verschoben, teilte der Präsident des sogenannten Legislativrats mit. Zuvor hatten zehntausende Demonstranten aus Protest wichtige Verkehrsadern und Regierungsgebäude in Hongkong blockiert.

Gegen das geplante Gesetz, das Auslieferungen künftig auch an das chinesische Festland ermöglichen würde, hatten am Sonntag in Hongkong hunderttausende Menschen demonstriert. Es war die größte Demonstration seit der Übergabe der ehemaligen britischen Kronkolonie an China im Jahr 1997.

Mehr dazu lesen Sie hier.

 

07:22 Uhr

Zwei Giraffen sterben durch Blitzschlag in US-Park

Zwei Giraffen sind in einem Safaripark im US-Staat Florida durch einen Blitz erschlagen worden.

  • "Lily und Jioni waren auf ihrer Weide in ihrem Lebensraum, als vor sechs Wochen ein schweres Gewitter aufzog", schrieb der Lion Country Safaripark gestern auf seiner Facebook-Seite.
  • Die Obduktion habe bestätigt, dass die Tiere durch Blitzschläge augenblicklich ums Leben gekommen seien. Eigentlich hätten die Tiere Zutritt zu vielen Unterständen.
  • Da die Tierpfleger und das ganze Team "wegen dieses plötzlichen und tragischen Verlusts am Boden zerstört" gewesen seien, habe man mit der Bekanntgabe dieser Information bis jetzt gewartet.
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06:53 Uhr

Die Welt wird wieder friedlicher

So etwas kommt leider äußerst selten vor: Heute starten wir in den Tag mit guten Nachrichten. Trotz aller Gewalt und Konflikte ist die Welt erstmals seit 2013 etwas friedlicher geworden. Das geht aus dem in London veröffentlichten Global Peace Index hervor. Die Studie der Denkfabrik Institute for Economics and Peace (IEP) bewertet jedes Jahr die Lage in mehr als 160 Ländern der Welt anhand von Kriterien wie beispielsweise Krieg, Terrorismus, Polizeigewalt und Waffenexporten.

  • Der Studie zufolge stabilisierte sich die Situation im vergangenen Jahr vor allem in der Ukraine, in Syrien und im Irak.
  • Syrien ist erstmals seit mehreren Jahren nicht mehr das Land mit dem geringsten Maß an Frieden. Diesen Platz nimmt nun Afghanistan ein. In Nicaragua, der Türkei und im Jemen ist die Lage schlechter geworden.
  • Europa ist nach wie vor die friedlichste Region der Welt, im vergangenen Jahr trug dazu vor allem ein Rückgang an Terroranschlägen bei. Auch die Zahl der Menschen, die als Flüchtlinge Schutz in Europa suchten, ging zurück.
06:35 Uhr

Das wird heute wichtig

"Alle hatten Spaß, bis auf den Gegner." Mit diesen Worten von Joshua Kimmich lässt sich das Spiel der DFB-Elf gegen Estland am besten beschreiben. Wenn Sie es nicht gesehen haben, lesen Sie hier, was Sie verpasst haben.

Was wird heute alles wichtig? Hier eine kurze Übersicht:

  • Das Weiße Haus will anlässlich des Besuches von Polens Präsident Andrzej Duda heute in Washington eine "wichtige Ankündigung" zur Zukunft der polnisch-amerikanischen Militär-Kooperation machen. Ob dies eine permanente US-Truppenpräsenz in Polen beinhalten könnte, ließen Beamte des Weißen Hauses gestern offen.
  • SPD, Grüne und Linkspartei beginnen ihre Verhandlungen über eine rot-grün-rote Koalition in Bremen. Sollte in den kommenden Wochen ein Bündnis zustande kommen, wäre es die erste rot-grün-rote Koalition in einem westdeutschen Bundesland.
  • Japans Regierungschef Abe reist in den Iran, um im Konflikt mit den USA zu vermitteln. Medienberichten zufolge sind in Teheran Gespräche mit Präsident Ruhani und Irans geistlichem Oberhaupt Ayatollah Chamenei geplant. Es ist der erste Besuch eines japanischen Ministerpräsidenten im Iran seit 41 Jahren.
  • Die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft bestreitet gegen Spanien ihr zweites Gruppenspiel bei der WM in Frankreich. Nach dem 1:0-Auftakterfolg gegen China könnte das Team von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg mit dem zweiten Sieg den Einzug ins Achtelfinale vielleicht schon perfekt machen.

Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen guten Start in den Tag!

06:25 Uhr

Gewitterserie reißt nicht ab

Nachdem die Unwetter der Nacht im Osten abgezogen sind, geht es hier heute erst einmal sonnig und warm bis heiß weiter. Von Vorpommern und Rügen über Sachsen bis herunter nach Niederbayern werden es nämlich hochsommerliche 30 bis 35 Grad. Erst später steigt in der Osthälfte neuerlich die Gefahr von teils schweren Gewittern mit Unwettergefahr durch Starkregen, Hagel und Sturmböen.

Björn Alexander

Björn Alexander

Im übrigen Land sind die Temperaturen nach wie vor deutlich gemäßigter bei Spitzenwerten zwischen 18 und 24 Grad. Doch gewitterfrei bleibt es auch nicht unbedingt. Besonders in den westlichen Landesteilen sind am Vormittag zum Teil kräftige Regengüsse und Gewitter drin, die allerdings im Tagesverlauf tendenziell abklingen. Und dementsprechend wird es in der Südwesthälfte am Nachmittag häufig freundlich bis sonnig und überwiegend trocken.

Die weiteren Aussichten: morgen wird es deutlich ruhiger und auch im Osten weniger heiß bei 20 bis 28 Grad. Am Freitag kommt aus Nordafrika nochmal ein Schub Saharaluft und lässt die Werte 23 bis 33 Grad anstiegen. Jedoch wird es hierbei rasch schwül, so dass spätestens am Samstag bei 22 bis 35 Grad abermals örtliche Schwergewitter drohen. Ab Sonntag ist allmählich wieder durchatmen angesagt, denn ab dann versprechen uns die Wettercomputer eher normal temperiertes und leicht wechselhaftes Sommerwetter. Ihr Björn Alexander