Mittwoch, 14. April 2021Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:28 Uhr

Das war Mittwoch, der 14. April 2021

Der digitale Impfpass soll bis zu den Sommerferien in Deutschland zur Verfügung stehen. Die App wird zwischen Mitte Mai und Ende Juni bereitgestellt und soll dann das Reisen in der EU erleichtern. Schneller geimpft wird dadurch allerdings nicht. Abhilfe schaffen sollen aber 50 Millionen zusätzliche Biontech-Dosen, die der EU im zweiten Quartal geliefert werden. Mehr dazu lesen Sie hier.

Was war heute sonst wichtig:

Liebe Leserinnen und Leser, ich wünsche Ihnen einen schönen Restabend und eine gute Nacht! Bis morgen!

22:00 Uhr

Pentagon-Chef räumt ein: Gewaltniveau in Afghanistan weiterhin zu hoch

US-Verteidigungsminister Lloyd Austin hat eingeräumt, dass das Gewaltniveau in Afghanistan weiterhin zu hoch sei. "Es gibt sicherlich immer noch zu viel Gewalt", sagte Austin bei einer Pressekonferenz im Nato-Hauptquartier in Brüssel. Er wisse auch, dass die Taliban versuchen würden, einige der Errungenschaften in Afghanistan zurückzudrehen.

  • Austin betonte aber, er unterstütze den von Präsident Joe Biden kurz zuvor angekündigten Abzug der US-Truppen aus Afghanistan bis zum 11. September vollständig. 
  • Zur Begründung sagte der Pentagon-Chef, die afghanischen Sicherheitskräfte hätten Fortschritte beim Schutz der Grenzen und der Bevölkerung gemacht. Die USA würden die Sicherheitskräfte auch nach einem Abzug finanziell unterstützen. Die USA stünden auch hinter dem innerafghanischen Friedensprozess.
  • Austin sagte, ein Truppenabzug sei "selbst unter den besten Umständen unglaublich schwere Arbeit". Der Abzug werde in Koordination mit den Nato-Partnern geschehen.
21:34 Uhr

Mörder der 16-jährigen Nicole Schalla bekommt Fußfessel

Das Amtsgericht Münster hat für einen auf freiem Fuß befindlichen verurteilten Mörder das Tragen einer elektronischen Fußfessel angeordnet. Das teilte das Gericht mit. Nach einem Urteil des Landgerichts Dortmund hatte die Polizei Münster diesen Schritt zur Überwachung beantragt.

Der Mann war am 25. Januar 27 Jahre nach dem gewaltsamen Tod der damals 16-jährigen Nicole-Denise Schalla zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Weil die Justiz keine Fluchtgefahr sah und das Urteil noch nicht rechtskräftig ist, blieb er nach dem Schuldspruch frei.

20:57 Uhr

NRW-Innenminister Reul greift Söder scharf an

Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul hat den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder scharf kritisiert. "Es macht mich fassungslos, dass man am Sonntag etwas erklärt, von dem man am Montag nichts mehr wissen will", sagte Reul dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Söder hatte gesagt, er würde nur dann als Kanzlerkandidat der Union zur Verfügung stehen, wenn auch die CDU ihn breit unterstütze.

"Die Union hat sich immer dadurch ausgezeichnet, dass sie ihren Grundüberzeugungen gefolgt ist und nicht schwankenden Stimmungslagen", sagte Reul. "Hätten wir nur auf Meinungsumfragen gehört, hätten wir auch manch unangenehme Entscheidung in der Pandemie nicht treffen können."

20:17 Uhr

Deutsche Sozialpädagogin in Türkei wegen Terrorvorwürfen vor Gericht

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Yüksel Wessling droht eine drakonische Haftstrafe.

(Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress)

27 Jahre lang arbeitete sie bei der Stadt Hannover als Sozialpädagogin, in der Türkei muss sich Yüksel Wessling nun wegen Terrorvorwürfen vor Gericht verantworten. Sie werde seit anderthalb Jahren in der Türkei festgehalten, sagte ihr Ehemann Jürgen Wessling der Deutschen Presse-Agentur. Nach Angaben des Ehemanns wird an diesem Donnerstag vor einem Gericht in Istanbul das Urteil gegen die 65-Jährige erwartet. Ihr drohen bis zu sechs Jahre und drei Monate Haft.

Demnach wurde Yüksel Wessling, die auch die türkische Staatsbürgerschaft besitzt, im Oktober 2019 an der Ausreise gehindert und darf das Land seitdem nicht mehr verlassen. Ihr Anwalt Emre Dogan sagte der dpa, seiner Mandantin werde Mitgliedschaft in einer Terrororganisation vorgeworfen. Damit ist die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK gemeint.

20:14 Uhr
Breaking News

Nato leitet offiziell Rückzug aus Afghanistan ein

Die Nato leitet nach der Rückzugsentscheidung der USA das Ende ihres Einsatzes in Afghanistan ein. Die Alliierten hätten entschieden, mit dem Abzug aus dem Land zu beginnen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur nach einer Videokonferenz der Außen- und Verteidigungsminister der 30 Bündnisstaaten von Diplomaten.

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19:34 Uhr

Todesschuss auf Schwarzen: US-Polizistin festgenommen

Nach dem tödlichen Schuss auf einen jungen Afroamerikaner nahe der US-Stadt Minneapolis ist die verantwortliche Ex-Polizistin festgenommen worden. Der 48-jährigen Kim Potter wird "Totschlag zweiten Grades" zur Last gelegt, wie die Behörden des Bundesstaates Minnesota mitteilten. Das entspricht in Deutschland in etwa der fahrlässigen Tötung und kann mit bis zu zehn Jahren Gefängnis bestraft werden.

Potter wurde festgenommen. Sie sollte im Verlauf des Tages in ein Gefängnis gebracht und formal beschuldigt werden. Bis zu einem Prozess können sich die Anklagepunkte gegen Potter, die nach dem tödlichen Schuss auf den 20-jährigen Daunte Wright den Polizeidienst quittiert hat, aber noch ändern.

Die Polizistin hatte Wright am Sonntag in Brooklyn Center offenbar versehentlich erschossen, als der Afroamerikaner sich nach einer Verkehrskontrolle gegen seine Festnahme wehrte.

19:05 Uhr

"Bridgerton" bekommt zwei weitere Staffeln

"Bridgerton"-Fans können jubeln: Die Netflix-Erfolgsserie bekommt zwei weitere Staffeln. Das teilte der Streamingdienst per Twitter mit.

Die erste Staffel der Historienserie war Ende 2020 gestartet und zu einer der erfolgreichsten in der Geschichte von Netflix geworden. Weltweit schauten rund 82 Millionen Haushalte innerhalb des ersten Monats nach Veröffentlichung zu. In fast allen Ländern schaffte es die Show in die Top 10 - in 83 Ländern sogar auf den ersten Platz. An der zweiten Staffel wird derzeit gearbeitet.

18:30 Uhr

Auma Obama trauert um ihre Mutter - zwei Wochen nach Tod von Oma

Auf dem Tanzparkett der RTL-Show "Let's Dance" legt Auma Obama Woche um Woche ein strahlendes Gesicht auf. Einfach dürften diese Tage für die Halbschwester des ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama allerdings nicht sein. Nachdem Ende März bereits die Großmutter der Autorin gestorben war, muss diese nun erneut Abschied nehmen.

"Habe gestern meine geliebte Mutter verloren. Habe keine Worte", teilt Obama ihren Instagram-Followern mit. Begleitet wird die traurige Nachricht von einem Schwarz-Weiß-Bild, das in ihrem Geburtsland Kenia aufgenommen wurde. Es zeigt neben Mutter Kezia eine damals noch junge Auma sowie vermutlich eines ihrer sechs Geschwister.

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17:50 Uhr
17:45 Uhr

Zwei Männer schlagen auf 32-Jährigen ein - wegen "Pokemon Go"

In Mainz haben zwei erwachsene Männer einen anderen erwachsenen Mann angegriffen - wegen eines Handyspiels! Die Drei hatten am Dienstagabend zufällig am selben Ort "Pokemon Go" gespielt und wollten dabei in einen virtuellen Raum eintreten - das gelang dem 32-Jährigen. Da dies bei dem Spiel an einem Ort immer nur einem Teilnehmer möglich ist, hatten damit die beiden anderen Männer im Alter von 33 und 40 Jahren das Nachsehen. Sie beleidigten den 32-Jährigen und versuchten, ihn zu verjagen, anschließend attackierten sie ihn. Dabei schlug der 40-Jährige dem 32-Jährigen mit der flachen Hand ins Gesicht und hielt ihn in einem "Schwitzkasten" fest. Während dieser sich zu befreien versuchte, wurde er von dem 33-Jährigen gestoßen und getreten.

17:07 Uhr

Muslim ermordet Jüdin in Paris - schuldunfähig, weil auf Drogen

Der brutale Mord an der 65-jährigen Jüdin Sarah Halimi in Paris kommt nicht vor Gericht: Der Täter, ein muslimischer Nachbar der Frau, gilt wegen einer Psychose infolge von Drogenkonsum als schuldunfähig, wie der französische Kassationshof nun bestätigte. Das Gericht wies damit einen Einspruch der Familie des Opfers zurück.

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Jüdin Sarah Halimi wurde in Paris unter "Allahu Akbar"-Rufen ermordet. Der Täter muss sich dafür nicht verantworten, weil er auf Drogen war.

(Foto: picture alliance / abaca)

Der Fall Sarah Halimi hat international für Entsetzen gesorgt: Halimis 27-jähriger Nachbar hatte auf die ältere Frau im April 2017 unter "Allahu-Akbar"-Rufen (Gott ist groß) eingeprügelt, dabei Koranverse zitiert und sie über die Balkonbrüstung ihres Sozialbaus in die Tiefe geworfen.

Das Pariser Berufungsgericht entschied dann aber Ende 2019 aufgrund von drei übereinstimmenden Gutachten, der Täter habe wegen seines Cannabis- und Alkoholkonsums in einem "Anfall von Wahn" gehandelt. Er sei deshalb juristisch schuldunfähig und könne nicht verurteilt werden. Der zur Tatzeit 27-Jährige sitzt für mindestens 20 Jahre in der geschlossenen Psychiatrie.

16:24 Uhr

Diktator-Tochter vor Einzug in Stichwahl in Peru

Ihr Vater sitzt wegen schwerer Menschenrechtsverletzungen in Haft, auch ihr selbst droht in einem laufenden Korruptionsverfahren eine langjährige Freiheitsstrafe. Rechtspopulistin Keiko Fujimori, die Tochter des peruanischen Ex-Diktators Alberto Fujimori, dürfte neben dem Sozialisten Pedro Castillo in die zweite Runde der Präsidentenwahl am 6. Juni einziehen. Fujimori kam beim ersten Wahlgang am Sonntag auf 13,37 Prozent der Stimmen, wie das Wahlamt nach der Auszählung von 98,7 Prozent der Stimmen mitteilte. Fujimori steht für eine liberale Wirtschaftspolitik und eine Sicherheitsstrategie der harten Hand.

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Ihr Vater ließ Zehntausende Frauen zwangssterilisieren - Keiko Fujimori will Präsidentin von Peru werden.

(Foto: imago/Agencia EFE)

Ihr Vater Alberto Fujimori ließ in seiner Amtszeit (1990-2000) Sicherheitskräfte rigoros gegen linke und angeblich subversive Kräfte vorgehen, das Parlament wurde entmachtet. Zudem wurden Zehntausende indigene Frauen zwangssterilisiert.

Nach der Scheidung der Eltern galt Keiko Fujimori jahrelang als First Lady und begleitete ihren Vater auf zahlreichen Auslandsreisen. Im Falle eines Wahlsiegs will sie ihren Vater begnadigen.

Mehr dazu lesen Sie hier.
15:27 Uhr

Mann nachts zu Fuß auf Autobahn unterwegs - tot

Auf der Autobahn 12 in Brandenburg ist ein Fußgänger ums Leben gekommen. Der 27-Jähirge ging kurz vor Mitternacht auf dem Standstreifen zwischen Storkow und Friedersdorf entlang. Der Fahrer eines Kleinlasttransporters übersah den Fußgänger, streifte ihn und verletzte ihn schwer. Der Mann erlag seinen schweren Verletzungen noch an der Unfallstelle.

Warum der Mann mitten in der Nacht auf der Autobahn zu Fuß unterwegs war, ist unklar.

14:52 Uhr

Trauerfeier für Philip: Prinz Andrew will unbedingt Uniform tragen

Queen Elizabeth II. steht nur wenige Tage nach dem Tod ihres Mannes, Prinz Philip, vor einem Problem: Prinz Andrew hat laut "Daily Mail" darum gebeten, zur Beerdigung seines Vaters die Militäruniform des Admirals tragen zu können. Die "Sunday Times" hatte zuvor berichtet, dass die beiden von ihren Pflichten zurückgetretenen Royals Prinz Harry und Prinz Andrew nicht in Militäruniformen an der Beerdigung teilnehmen werden, sondern in normalen Anzügen.

Prinz Andrew hatte Ende 2019 seine royalen Pflichten auf Eis gelegt. Hintergrund war seine enge Freundschaft mit dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. 2020 sollte der jetzige Ehrenvizeadmiral der Royal Navy eigentlich zum Admiral befördert werden, was aufgrund des Epstein-Skandals bisher aufgeschoben wurde.

Die Entscheidung der Queen soll in den nächsten 24 Stunden fallen.

14:30 Uhr

Schichtwechsel

Volker Petersen verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend. Aber der "Tag" geht natürlich weiter. Ab sofort mit mir, Uladzimir Zhyhachou. Ich wünsche Ihnen einen schönen und entspannten Nachmittag!

14:28 Uhr

Dänemark stellt Impfungen mit Astrazeneca dauerhaft ein

Dänemark verzichtet nun dauerhaft auf den Einsatz des Corona-Impfstoffes von Astrazeneca. Die Impfkampagne werde ohne das Präparat des britisch-schwedischen Unternehmens fortgesetzt, gab der Direktor der dänischen Gesundheitsverwaltung, Søren Brostrøm, auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen bekannt.

Hier geht's zum Corona-Liveticker.

14:16 Uhr

Iran droht Israel

Die vom Iran angekündigte verstärkte Urananreicherung auf 60 Prozent ist nach den Worten von Präsident Hassan Ruhani eine Reaktion auf Israels "nuklearen Terrorismus".

  • Drei Tage nach der Explosion in der iranischen Atomanlage Natans sagte Ruhani, die Erhöhung der Urananreicherung auf 60 Prozent sei "die Antwort auf Eure Bosheit".
  • "Was Ihr tut, ist nuklearer Terrorismus. Was wir tun, ist legal", sagte Ruhani in einer Erklärung vor dem Ministerrat, die im Fernsehen übertragen wurde.

In der Atomanlage Natans im Zentrum des Iran hatte es am Wochenende - nur Stunden nach der Inbetriebnahme neuer, nach dem Atomabkommen verbotener Zentrifugen - einen Zwischenfall gegeben. Die iranischen Behörden sprachen von einem "Terrorakt", für den sie Israel verantwortlich machten und kündigten "Vergeltung" sowie die Ausweitung ihrer nuklearen Aktivitäten an.

13:47 Uhr
Breaking News

EU bekommt 50 Millionen Dosen Biontech

Die Impfkampagne in der EU könnte bald neuen Schub bekommen: Biontech und Pfizer wollen bis Ende Juni zusätzlich 50 Millionen Dosen Corona-Impfstoff an Deutschland und die übrigen EU-Staaten liefern. Das hat soeben EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen in Brüssel mitgeteilt.

13:39 Uhr

USA: Bis zu 25.000 russische Soldaten an Ukraine-Grenze

Dass Russland an der Grenze zur Ukraine Truppen zusammenzieht, wussten wir ja schon. Nun sagt eine US-Diplomatin, wie viele es sein dürften. Schätzungen zufolge sind es 15.000 bis 25.000 Soldaten.

  • "Nach Informationen aus verfügbaren Quellen hat Russland seit 2014 noch nie so viele Soldaten an der ukrainischen Grenze stationiert wie heute", sagte die US-Diplomatin Courtney Austrian bei einer Sitzung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).
  • Um Spannungen abzubauen, solle Russland ausländische Vertreter zu einem Besuch in diese Gebiete einladen, schlug Austrian vor. Moskau müsse Klarheit über diese Bewegungen schaffen. Militärische Übungen seien als Erklärung nicht plausibel.
13:15 Uhr

Neue Mallorca-Serie startet Dreharbeiten

Lange angekündigt, nun in der Realisierung: Auf Mallorca haben die Dreharbeiten zur Serie "Der König von Palma" über den Partytourismus der 90er Jahre begonnen. Die Potsdamer Filmfirma Ufa Fiction produziert nach eigenen Angaben bis Mitte Juli im Auftrag der RTL-Mediengruppe und des Streamingdienstes TVNOW die sechsteilige Familienserie.

  • In seiner ersten Serienhauptrolle seit "Der letzte Bulle" sei der Schauspieler Henning Baum (48) im Einsatz. Weitere Rollen übernehmen zum Beispiel Sandra Borgmann, Pia-Micaela Barucki, Martin Semmelrogge und Lucas Cordalis.
  • Die Serie soll 2022 bei TVNOW laufen und später auch im linearen Fernsehsender RTL. Zum Inhalt der Serie schreibt die Produktionsfirma: "Nach dem Mauerfall boomt der Massentourismus auf Mallorca - und Familie Adler wandert aus, um einen kleinen Biergarten an der berühmten Playa de Palma zu eröffnen. Schnell erlebt der unscheinbare Laden einen kometenhaften Aufstieg."

Na dann, salud!

12:48 Uhr

Erzieherin erwischt schlafende Einbrecher

Einbrüche finden oft zu nachtschlafender Zeit statt, da kann man schon mal müde werden. Einschlafen ist für den Missionserfolg allerdings kontraproduktiv. Diese Lektion mussten in Freiburg drei junge Männer erlernen, die in einen Kindergarten eingebrochen waren. Eine Erzieherin entdeckte sie am Morgen.

  • Diebesgut habe man bei dem Trio jedoch nicht gefunden. Die Ermittler verdächtigen die drei mutmaßlichen Täter aber auch in einem anderen Fall. Demnach könnten sie in derselben Nacht auch in das nahe gelegene Pfarrheim eingebrochen sein.
  • In dem Gebäude seien Büromöbel gewaltsam geöffnet worden. Dabei sei in der Nacht zum Dienstag ein Schaden in Höhe von 12.000 Euro entstanden.
12:30 Uhr

Blinken: NATO soll Afghanistan ebenfalls verlassen

Die USA verlassen Afghanistan, aber was ist mit den anderen NATO-Staaten? Deutschland wird sich anschließen, und so sollen es die anderen Länder auch halten. Das sagte nun US-Außenminister Anthony Blinken beim virtuellen NATO-Treffen in Brüssel.

  • "Es ist Zeit, unsere Streitkräfte nach Hause zu bringen", sagte Blinken. Die USA würden gemeinsam mit den Bündnispartnern den Weg für einen "sicheren, überlegten und koordinierten Abzug" zu ebnen.
  • Die US-Regierung hatte am Dienstag verlauten lassen, dass Präsident Joe Biden bis spätestens zum 11. September dieses Jahres alle US-Truppen aus Afghanistan abziehen will. Für Mittwoch wurde daraufhin die Sondersitzung der NATO-Minister anberaumt. Er sei nach Brüssel gekommen, um den Truppenabzug mit den Bündnispartnern zu organisieren, sagte Blinken mit Blick auf die Sondertagung.
  • "Wir sind gemeinsam nach Afghanistan gegangen, (...) um sicherzustellen, dass Afghanistan nicht wieder zu einem Zufluchtsort für Terroristen wird", sagte der Außenminister weiter. Die gesetzten Ziele habe das gemeinschaftliche Militärbündnis erreicht und nun sei auch ein gemeinsamer Truppenabzug geboten.
12:09 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:43 Uhr

Chris Tall weist Facebook-Kritiker zurecht

Der Comedian Chris Tall (29) möchte - wenn schon - richtig beleidigt werden im Internet. "Hals Maul" sind einfach nur zwei Körperteile. "Halts Maul" wäre die Aufforderung, die du meintest", schrieb er bei Facebook als Reaktion auf falsche Rechtschreibung bei der Beschimpfung durch einen Mann im Internet ("Fettsack Hals Maul du bist nicht witzig").

"Dieser würde ich selbstverständlich dennoch nicht nachkommen. Dein Fettsack", führte Tall aus. Darunter ergänzte er mahnend: "Liebe Leute, mein Post soll ein Zeichen sein, dass man sich, auch wenn man in der Öffentlichkeit steht, nicht alles gefallen lassen muss. Wir sind auch Menschen. Es sollte aber nicht darauf abzielen, ihn jetzt anzuprangern, zu beleidigen, zu bedrohen." Dann sei man auch nicht besser.

11:24 Uhr

Pony flieht vor Hunden in den Tod

Ein Pony wird in München von einem Güterzug erfasst und tödlich verletzt.

  • Das Tier sei in Panik geraten und auf einen Bahndamm gelaufen, teilte die Bundespolizei am Mittwoch mit. Drei Hunde hatten sich beim Gassigehen mit einer 45-Jährigen von ihren Leinen losgerissen, um eine Katze zu jagen.
  • Sie stürmten die Pferdekoppel und scheuchten zwei Minishetlandponys und ein Pferd auf. Eines der Ponys starb durch den Zugunfall, die anderen beiden Tiere konnten laut Bundespolizei wieder eingefangen werden.
11:10 Uhr

Spinnennetz macht Musik

Für gewöhnlich ist die Lebenswelt der Spinnen mit dem menschlichen Ohr nicht zu erfassen. Doch Forscher am MIT ändern das nun. Mithilfe künstlicher Intelligenz übersetzen sie ein Spinnennetz in Musik und lassen die Fäden wie Saiten erklingen.

10:38 Uhr

In Berlin brennen wieder Autos

In Berlin haben wieder Autos gebrannt - diesmal waren es 20 Stück in Köpenick, tief im Südosten der Stadt. Die Ermittler gehen von Brandstiftung aus, wie eine Sprecherin der Polizei sagte.

  • Über Täter und Motiv gab es demnach noch keine Erkenntnisse. Die Ermittlungen übernahm ein Brandkommissariat des Landeskriminalamts. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.
  • Nach Angaben der Berliner Feuerwehr brannten zu Beginn des Einsatzes 16 Fahrzeuge, darunter auch drei Elektroautos. Die Feuerwehr war mit acht Fahrzeugen und 36 Einsatzkräften vor Ort und konnte den Brand innerhalb einer Dreiviertelstunde unter Kontrolle bringen.
09:58 Uhr

Folkerts spricht über ihr Coming Out

Die Schauspielerin Ulrike Folkerts.jpg

Ulrike Folkerts

(Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild)

Vor mehr als 20 Jahren machte Ulrike Folkerts öffentlich, dass sie lesbisch ist. Die Schauspielerin empfand das als große Erleichterung: "Wenn man so ein tiefgreifendes Geheimnis schützen möchte, ist das emotional belastend", sagte die Darstellerin der "Tatort"-Kommissarin Lena Odenthal der Zeitschrift "Bunte". Das Comingout 1999 sei "nur aus diesem Grund für mich befreiend" gewesen. Viele homosexuelle Schauspieler und Schauspielerinnen hätten "Angst, ihren Beruf nicht mehr ausüben zu können", sagte die 59-Jährige. Sie fürchteten, "nicht mehr für Hetero-Rollen angefragt zu werden". "Viele Menschen verstehen nicht, dass viele Schauspieler und Schauspielerinnen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung jede Rolle spielen können."

09:33 Uhr

Hasselhoff-Tochter erstes "Curvy Model" auf deutschem "Playboy"

Geht es um Models, ist meist der Verweis nicht weit, dass die Damen alle zu dünn sind - zumindest auf dem deutschen "Playboy"-Cover ändert sich das nun. Dort ist im Mai Hayley Hasselhoff zu sehen, die Tochter von David Hasselhoff, bekannt von Kinderzimmerpostern der 80er- und 90er-Jahre. Und die 28-Jährige ist eben nicht so dünn wie andere Vertreterinnen ihres Fachs, sie gilt als "kurvig" oder auch "Curvy Model".

  • "Ich möchte zeigen, dass wir Frauen die Power haben, unsere Körper zu lieben, ohne dabei auf Schönheitsideale Rücksicht zu nehmen", sagte Hasselhoff im "Playboy"-Interview. "Das Cover ist für all die Frauen da draußen, die kurviger sind und ihre Körper oder ihre Lust infrage gestellt haben. Du bist es wert, du bist gefragt, du wirst geliebt!"
  • Hayley Hasselhoff ist die jüngere von zwei Töchtern, die David Hasselhoff mit der US-Schauspielerin Pamela Bach hat. Bereits mit 14 Jahren erhielt sie ihren ersten Modelvertrag. "Damals gab es in den Medien kaum Curvy Models", berichtete sie, "aber hier gab es Frauen, zu denen ich aufschauen konnte, die aussahen wie ich. Ich habe viel über die Liebe zu mir selbst gelernt"

Bisher wurden für den "Playboy" nur selten kurvigere Frauen fotografiert. Als erstes Curvy Model bekam 2017 die US-Amerikanerin Molly Constable eine Fotostrecke in der US-Ausgabe des Männermagazins.

09:02 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:32 Uhr

AKK: Bundeswehr verlässt Afghanistan mit USA

Die USA wollen bis zum September aus Afghanistan abziehen, das hat Präsident Biden angekündigt. Und was ist dann mit der Bundeswehr? Die wird auch abziehen. In der ARD sagte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer am Morgen, sie gehe davon aus, dass die deutschen Truppen das Land am Hindukusch ebenfalls verlassen werden - gemeinsam mit den Amerikanern. Damit würde der seit 2001 laufende Einsatz enden. Derzeit sind bis zu 1300 deutsche Soldaten im Rahmen der Nato-Mission "Resolute Support" ("Entschlossene Unterstützung") vor Ort.

07:52 Uhr

Reifenspringender Hund aus Hannover stellt Weltrekord auf

Gil gibt alles.

Gil gibt alles.

(Foto: dpa)

Falls Sie dachten, einen Weltrekord kann man nur mit 100-Meter-Läufen, Speerweitwurf oder Ähnlichem aufstellen, liegen Sie falsch. Schritt eins ist es, sich einfach selbst eine etwas abseitige Disziplin auszudenken. So wie die Hundetrainerin Jutta Gaßmann aus Bad Münder nahe Hannover. Ihr schwarzer Amerikanischer Cockerspaniel Gil sprang innerhalb von 60 Sekunden 43 Mal durch einen Reifen. Das hat vor ihm noch kein Hund - jedenfalls nicht offiziell beobachtet - geschafft. Das Rekord-Institut Hamburg zertifizierte das Spektakel. Dabei handelt es sich um eine von weltweit rund 20 Firmen, die so etwas macht. Haben Sie auch einen sprungbegabten Hund? Dann ist er vielleicht der nächste in der neuen Disziplin.

07:24 Uhr

Jäger besorgt: Immer weniger Rebhühner

Ein Rebhuhn (Perdix perdix) steht im Morgenlicht in einer Wiese.jpg

Ein Rebhuhn (Perdix perdix) auf einer Wiese.

(Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild)

Wann haben Sie zuletzt ein Rebhuhn gesehen? Gut, ich muss gestehen, dass ich vermutlich noch nie eins gesehen habe. Aber irgendwo da draußen zwischen Cottbus und Cochem flattern sie umher - und landen immer seltener vor der Flinte der Jäger. Das dürfte daran liegen, dass es immer weniger gibt, der Jagdverband (DJV) schlägt nun Alarm.

  • Ihre Dichte habe sich innerhalb von zehn Jahren etwa halbiert, teilte der Verband mit. Demnach registrierten Jäger bei einer Erhebung 2019 im Schnitt noch 0,27 Rebhuhnpaare pro Quadratkilometer - zehn Jahre zuvor waren es durchschnittlich noch 0,45 Paare.
  • Durch eine intensivere Flächennutzung in der Landwirtschaft fehle den Bodenbrütern vegetationsreicher Lebensraum wie etwa Brachen, Feldränder und Gräben. Der Jagdverband fordert Einkommensanreize für Landwirte, die sich für Artenvielfalt einsetzen.
Mehr dazu lesen Sie hier.
07:11 Uhr

Floyd-Prozess: Ausbilder stützt Angeklagten

Als Zeuge der Verteidigung sagte Brodd, Chauvin habe keine tödliche Gewalt angewandt.

Als Zeuge der Verteidigung sagte Brodd, Chauvin habe keine tödliche Gewalt angewandt.

(Foto: AP)

In den USA verfolgen die Medien den Prozess gegen den Polizisten Derek Chauvin mit großer Aufmerksamkeit. Kein Wunder, schließlich ist das der Mann, der den Afroamerikaner George Floyd tötete und damit landes- und schließlich sogar weltweite Proteste auslöste. Nun hat ein Polizeiausbilder als Zeuge der Verteidigung vor dem Gericht in Minneapolis ausgesagt.

  • Seiner Ansicht nach habe der 45-Jährige "mit objektiver Angemessenheit" und "den aktuellen Standards der Strafverfolgung" entsprechend gehandelt, sagte der pensionierte Polizeiausbilder Barry Brodd. Chauvin habe keine tödliche Gewalt angewandt, sagte er.
  • Chauvins Anwalt Eric Nelson argumentiert, der Afroamerikaner sei an den Folgen einer Drogen-Überdosis oder aufgrund einer Herzerkrankung gestorben.

Der weiße Polizist Chauvin hatte bei dem Einsatz im Mai 2020 dem festgenommenen Floyd minutenlang das Knie auf den Nacken gedrückt. Die Staatsanwaltschaft macht den Sauerstoffmangel infolge dieser Fixierung für Floyds Tod verantwortlich. Zuletzt hatte ein Arzt und Lungenexperte ausgesagt, der Sauerstoffmangel hätte auch gesunde Menschen getötet.

06:45 Uhr

Das wird heute wichtig

Die Bayern sind raus aus der Champions League, während der Bayer noch unbedingt rein will. Ohne Lewandowski reicht es im Fußball nicht, in der Politik hofft Söder noch auf eine bessere Chancenverwertung. Abpfiff ist für ihn wohl spätestens Ende der Woche. Wir sind gespannt, hier ein Blick auf die heutigen Termine:

  • Die Außen- und Verteidigungsminister der Nato-Staaten treffen sich zu einer Videokonferenz. Es dürfte auch um die Sammlung russischer Truppen an der Grenze zur Ukraine gehen. US-Außenminister Antony Blinken und US-Verteidigungsminister Lloyd Austin werden persönlich in Brüssel erwartet.
  • In Berlin wird der Weltbevölkerungsbericht der UN vorgestellt. Mit dabei ist auch Bundesentwicklungsminister Gerd Müller.
  • EU-Haushaltskommissar Johannes Hahn erklärt, wie die geplanten 750 Milliarden Euro Corona-Hilfen der EU gegenfinanziert werden sollen.
  • Einer Erhebung des Deutschen Jagdverbandes zufolge hat sich die Rebhuhn-Dichte in Deutschland innerhalb von zehn Jahren halbiert. Als Grund wird der schwindende Lebensraum für die Tiere angesehen.
  • In der Fußball-Champions-League trifft heute Abend Dortmund auf Manchester City (ab 21 Uhr im ntv.de-Liveticker). Das Hinspiel hatten die Borrussen mit 1:2 verloren. Jürgen Klopp trifft mit Liverpool auf Real Madrid - gegen die Königlichen war seine Mannschaft mit 1:3 im Hinspiel unterlegen.

Ich heiße Volker Petersen und wünsche Ihnen einen guten Morgen. Erreichbar bin ich unter volker.petersen (at) nama.de. Ich begleite Sie nun bis zum frühen Nachmittag. Gehen wir es an!

P. S.: Alles Wissenswerte zum Coronavirus erfahren Sie im Corona-Ticker.

06:20 Uhr

Umfrage: Bürger goutieren Söder-Vorstoß

Eine Mehrheit der Bundesbürger sieht die Bewerbung von CSU-Chef Markus Söder um die Kanzlerkandidatur der Union positiv. In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der "Augsburger Allgemeinen" nannten es 58 Prozent der Befragten richtig, dass der bayerische Ministerpräsident seine Bereitschaft erklärt hat, Kanzlerkandidat der Union zu werden. 30 Prozent erklärten, dass sie Söders Griff nach der Spitzenkandidatur für falsch halten. Zwölf Prozent zeigten sich unentschieden. Wie die Parteien im neuen Trendbarometer von RTL und ntv dastehen, lesen Sie hier.

05:59 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht

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