Mittwoch, 16. Juni 2021Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:27 Uhr

Das war Mittwoch, der 16. Juni 2021

Liebe Leserinnen und Leser, die Corona-Regelungen haben sich schon wieder geändert. Auf welche Lockerungen sich Gesundheitsminister von Bund und Ländern geeinigt haben, lesen Sie hier.

Und hier noch ganz kurz die wichtigsten Themen des Tages:

Ich verabschiede mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht! Bis morgen!

21:48 Uhr

Retter bergen Mädchen aus dem Rhein - zwei weitere vermisst

Nach einem Badeunfall im Rhein werden zwei Mädchen im Alter von 13 und 15 Jahren vermisst. Ein weiteres wurde geborgen und auf dem Weg ins Krankenhaus reanimiert.

Wie die "WAZ" berichtet, badeten die Jugendlichen am Alsumer Steig in Duisburg-Marxloh, als es zum Unglück kam. Der Rhein ist demnach an der Unglücksstelle für die Schifffahrt gesperrt, Taucher und ein Hubschrauber sind im Einsatz.

21:16 Uhr

Vater meldet Kind als vermisst - Polizei findet es in Wohnung

Ziemlich blöd gelaufen. Weil er seine vier Jahre alte Tochter nicht finden kann, wählt ein Mann in Kaiserslautern den Notruf. Nach kurzer Zeit stellen die eingetroffenen Beamten jedoch die Suche ein - weil das Mädchen schlafend auf dem Balkon der Wohnung entdeckt wird.

21:00 Uhr
20:33 Uhr

Fahrschülerin erfasst 13-jährigen Radler - Junge in Lebensgefahr

Bei einem Unfall mit einem Fahrschulauto ist in Espelkamp in Nordrhein-Westfalen ein 13-jähriger Junge lebensgefährlich verletzt worden.

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Der 13-jährige Radfahrer wurde schwer verletzt.

(Foto: Polizei Kreis Minden-Lübbecke)

Nach Angaben der Polizei war der Radfahrer zusammen mit seinem jüngeren Bruder auf dem Weg zum Fußballtraining. Dabei sollen die beiden nach ersten Ermittlungen zuerst an einer Kreuzung gestoppt haben und dann plötzlich wieder losgefahren sein. Dabei kam es dann zum Zusammenstoß. Der Fahrlehrer soll nach Angaben der Polizei noch versucht haben, den Aufprall zu verhindern.

Der 13-Jährige kam mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus. Die Fahrschülerin und der Bruder standen unter Schock. Der Fahrlehrer wurde leicht verletzt.

19:49 Uhr

Bär zerfleischt Spaziergänger in der Slowakei

Ein Spaziergänger ist in der Slowakei von einem Bären getötet worden. Die zerfleischte Leiche des 57-Jährigen war am Montag umgeben von frischen Bären-Spuren im Bansko-Tal entdeckt worden. Laut der Forstbehörde ergab eine Autopsie, dass der Mann an Bären-Bissen in Kopf und Nacken starb.

Es handele sich um den ersten tödlichen Zwischenfall mit einem Bären in der Geschichte des Landes, sagte eine Sprecherin der Forstbehörde.

19:15 Uhr

Konstanzer Schülerin reist zum IS und hält Sklaven - Sechseinhalb Jahre Haft

Eine junge Frau aus Konstanz ist vom Düsseldorfer Oberlandesgericht als IS-Terroristin und Sklavenhalterin zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

Die Gymnasiastin Sarah O. hatte im Alter von 15 Jahren die Bodenseeregion verlassen und sich in Syrien dem IS angeschlossen. Ihre Schwiegereltern sollen sie und ihren Ehemann und damit die Terrororganisation unterstützt haben. Die Schwiegermutter wurde zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt, der Schwiegervater zu drei Jahren.

Sarah O. habe gemeinsam mit ihrem Ehemann insgesamt fünf jesidische Frauen und zwei minderjährige jesidische Mädchen als Sklavinnen gehalten, führte das Gericht in der Urteilsbegründung aus. Drei von ihnen traten als Nebenklägerinnen im Verfahren auf. Zwei der drei Nebenklägerinnen habe der Ehemann von Sarah O. mit deren Einverständnis vergewaltigt, befand das Gericht. Sie habe ihren Ehemann darin sogar bestärkt. Eine 14-jährige Sklavin sei bei einer durch Sarah O. gebilligten Fahrt über eine unter Beschuss stehende Straßenverbindung ums Leben gekommen.

18:48 Uhr

Meer aus Spinnweben überzieht Teile Australiens

Es ist ein Naturschauspiel, das auch gut in einen Gruselfilm passen könnte: Spinnen überziehen im Südwesten von Australien weite Landstriche mit riesigen Netzen. Das selten Naturschauspiel ist die Folge heftiger Regenfälle und Überflutungen.

 

18:46 Uhr

Dax bleibt in Wartestellung

Der deutsche Aktienmarkt hat sich vor der geldpolitischen Entscheidung der US-Notenbank am Abend nur wenig bewegt.

"Das ist heute wieder so ein Tag, der erst abends richtig losgeht", sagte Marktstratege Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Im Zentrum stehe die Frage, wie die US-Notenbank auf den jüngsten Inflationsanstieg reagieren werde. Möglicherweise stelle sie langsam und vorsichtig erste Reduzierungen ihrer monatlichen Anleihekäufe in Aussicht.

Der Dax verlor 0,1 Prozent auf 15.711 Punkte.

Dass sich der Dax und auch anderen Leitwerte kaum bewegten, heißt aber nicht, dass am Aktienmarkt nichts los war: Bankenwerte wurden vor der Entscheidung gemieden. Der Sektor habe über den Anleihemarkt das größte Exposure, hieß es im Handel. Deutsche Bank gaben 2,3 Prozent nach, Commerzbank fielen 2,5 Prozent. Gemieden wurden auch Autopapiere - hier belastete nach Aussage aus dem Handel, dass die Produktion bereits unter dem branchenweiten Chipmangel leide. Der Abgabedruck auf den Stahlsektor dauerte an. Im Handel wurde als Grund für die Schwäche auf China verwiesen. Dort gibt es offenbar Pläne, Reserven an Industriemetallen freizugeben, um so der Rally bei den Rohstoffpreisen etwas entgegenzusetzen.

Heute wurde zum ersten Mal die Aktie des Online-Modehändlers About You an der Börse gehandelt. Sie wurde mit 23 Euro bei Investoren platziert. Der erste Kurs lag bei 25,60 Euro. Der Gesamtumfang des Angebots des Zalando-Wettbewerbers betrug damit 842 Millionen Euro, wie die Tochter des Hamburger Versandhändlers Otto nach Abschluss eines Bookbuilding-Verfahrens mitteilte. About You schlossen bei 25,49 Euro, Zalando stiegen 1,2 Prozent

Mehr börsenrelevante Nachrichten finden Sie im Börsen-Tag.

18:10 Uhr

Pilot stirbt bei Absturz von Ultraleichtflugzeug

Im Harz ist ein motorisiertes Ultraleichtflugzeug abgestürzt. Der 72-jährige Pilot kam dabei ums Leben. Wie und warum das Flugzeug abstürzte, ist noch unklar. Die Kriminalpolizei und die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung in Braunschweig nahmen Ermittlungen zur genauen Unfallursache auf.

18:06 Uhr
Breaking News

USA und Russland vereinbaren Rückkehr ihrer Botschafter

US-Präsident Joe Biden und der russische Staatschef Wladimir Putin haben sich nach Angaben Putins bei ihrem Gipfel in Genf auf eine Rückkehr ihrer Botschafter nach Moskau und Washington geeinigt. Das sagte Putin nach dem Treffen. Die Diplomaten waren im Frühjahr im Zuge wachsender Spannungen zwischen beiden Ländern jeweils in ihre Heimat zurückgekehrt.

Mehr dazu lesen Sie hier.
17:37 Uhr

Treffen von Biden und Putin nach nur gut drei Stunden beendet

Die beiden haben einander wohl nicht viel zu sagen: Das Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Joe Biden und dem russischen Staatschef Wladimir Putin in Genf ist schon zu Ende. Nach nur drei Stunden und 21 Minuten. Das Treffen dauerte weniger, als beide Seiten vorher in Aussicht gestellt hatten. Die russische Delegation hatte sich auf mindestens vier- bis fünfstündige Gespräche eingestellt.

 

16:35 Uhr

Mann hat fünf Promille - Sanitäter schöpfen keinen Verdacht

Weil sie bei einem zu Boden gestürzten volltrunkenen Mann mit einem Alkoholwert von fünf Promille nur geringe alkoholbedingte Ausfallerscheinungen feststellten, haben Sanitäter den 48-Jährigen an einem S-Bahnhof bei München nach der Versorgung seiner Sturzverletzung nicht weiter behandelt. Als sich der Zustand des Manns aber zusehends verschlechterte, kümmerte sich die Bundespolizei um den Mann und stellte den Grad der Alkoholisierung fest, wie die Bundespolizei in München mitteilte. Dieser kam schließlich in ein Krankenhaus.

Der in Feldmoching im Münchner Norden lebende Mann zog sich demnach bei einem Sturz eine Platzwunde zu, die von den Sanitätern versorgt wurde. Bundespolizisten stellten danach fest, dass der Volltrunkene zeitlich und örtlich nicht mehr orientiert war. Gegenüber den Beamten gab er an, eineinhalb Liter Wodka getrunken zu haben.

15:53 Uhr

Militär verbrennt ganzes Dorf in Myanmar

Die Lage in Myanmar ist weiterhin katastrophal, die Gewalt ebbt nicht ab, sie nimmt nur weiter zu. So hat das Militär eine ganze Ortschaft angezündet und zum Großteil in Schutt und Asche gelegt. Mindestens zwei Menschen kamen Augenzeugen und Medienberichten zufolge in Kin Ma in der zentral gelegenen Region Magway ums Leben.

Vorausgegangen waren Kämpfe zwischen sogenannten zivilen Verteidigungsgruppen und der Armee. In einem Hinterhalt seien zuvor 15 Soldaten getötet worden, berichtete die Zeitung "The Irrawaddy". Als Vergeltung hätten rund 150 Militärs Feuer in dem Ort gelegt.

Von den ursprünglich rund 240 Häusern in Kin Ma seien nur noch 40 übrig, erzählte ein Dorfbewohner.

15:31 Uhr

Eskalation in der Rigaer Straße - 60 Polizisten verletzt

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(Foto: picture alliance/dpa)

Es sind Szenen wie aus einem Krieg. In Berlin-Friedrichshain haben Linksradikale heute Polizisten mit Steinen beworfen - 60 Beamte wurden verletzt.

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(Foto: picture alliance/dpa/TeleNewsNetwork)

Nach ersten Schätzungen der Polizei griffen etwa 200 Vermummte die Einsatzkräfte mit massiven Steinwürfen von Dächern und Straße an. Zudem errichteten sie Barrikaden an drei Stellen auf der Rigaer Straße und zündeten sie an. Später löschte die Polizei die Feuer mit einem Wasserwerfer, mit dem Räumfahrzeug räumte sie Barrikaden weg.

Morgen früh soll eine Brandschutzprüfung in dem teilbesetzten Haus "Rigaer 94" beginnen. Die Bewohner aus der linksradikalen Szene hatten Widerstand dagegen angekündigt.

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15:00 Uhr

Schichtwechsel

Max Raudszus verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend, weiter geht's mit mir. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

14:50 Uhr

Kardinal Marx: "Hat Jesus Kinder geprügelt?"

Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, will Fälle von Gewalt in katholischen Kinderheimen weiter aufarbeiten. "Können wir uns vorstellen, dass Jesus Kinder geprügelt hat? Wohl kaum!", sagte Marx laut Mitteilung zum 101-jährigen Bestehen des Landesverbands katholischer Einrichtungen und Dienste der Erziehungshilfen in Bayern (LVkE). "Und doch ist es auch in unseren Einrichtungen geschehen." Er forderte einen "nüchternen Blick in die Vergangenheit", der deutlich mache: "Die Aufarbeitung auch der dunklen Seiten unserer Geschichte ist nicht zu Ende." Die Kirche müsse gemeinsam mit Wissenschaft und Gesellschaft betrachten, "was an neuen Erkenntnissen da ist und was an Möglichkeiten wie auch an Nöten und Herausforderungen" vorhanden sei. "Die Aufarbeitung in den einzelnen Einrichtungen, den Blick in die Geschichte - das können wir nicht einfach beiseiteschieben."

14:25 Uhr

Bundeswehr zieht Panzergrenadierzug nach Skandal-Party ab

Die Bundeswehr zieht nach schwerem Fehlverhalten von eigenen Soldaten der Nato-Mission in Litauen morgen einen ganzen Panzergrenadierzug zurück nach Deutschland ab. Bei den Hauptbeschuldigten werde zudem eine fristlose Entlassung nach dem Soldatengesetz geprüft, teilte das Verteidigungsministerium mit. Im Zuge der Untersuchung gebe es auch Verdachtsmomente zu weiteren Unregelmäßigkeiten, darunter ein Fehlbestand an Munition in dreistelliger Höhe. Ermittlungen hätten bereits einen Anfangsverdacht auf Straftaten wie sexuelle Nötigung, Beleidigung, womöglich mit rassistischem Hintergrund, und Nötigung sowie auf extremistische Verhaltensweisen ergeben. Bei der Party Ende April in einem Hotel sollen demnach rechtsradikale und antisemitische Lieder gesungen worden sein. Von einem mutmaßlichen sexuellen Übergriff gebe es auch Film-Aufnahmen.

13:54 Uhr

Jahrgänge mit "voller Dröhnung DDR": Ostbeauftragter legt gegen Ost-Bürger nach

Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Marco Wanderwitz von der CDU, hat seine Kritik an Teilen der ostdeutschen Gesellschaft verteidigt. "Ich will nicht hinnehmen, dass wir es im Osten mit einer großen Minderheit von rechtsradikalen Wählern zu tun haben", sagte Wanderwitz in einem Lesergespräch mit der "Leipziger Volkszeitung". Als Generalkritik an den Ostdeutschen wolle er seinen Appell nicht verstanden haben. Auch nicht jeder, der heute die AfD wähle, sei tatsächlich rechtsradikal. "Aber einen Anspruch darauf, besonders liebevoll behandelt zu werden, weil man eine rechtsradikale Partei wählt, gibt es auch nicht", sagte Wanderwitz der LVZ.

Die größten Probleme mit rechtsradikalen Ansichten gibt es aus Sicht von Wanderwitz vor allem in den ostdeutschen Jahrgängen der 1960er und 1970 Jahre. "Die haben alle noch die volle Dröhnung DDR bekommen, damals war Margot Honecker mit ihrem Erziehungs- und Bildungssystem noch in vollem Saft", so der Ostbeauftragte. Das Jahrzehnt nach dem Fall der Mauer habe überall im Osten auch große Wunden hinterlassen. "Aber: Diese schweren Jahre sind schon eine ganze Weile vorbei. Ich verstehe nicht, wie man daraus immer noch eine Geschichte der Gegenwart und Zukunft erzählt."

13:29 Uhr

Beine ragen noch raus - Frau findet Toten in Altkleider-Container

Im westfälischen Hilchenbach hat eine Frau einen Toten in einem Altkleidercontainer auf dem Parkplatz eines Supermarkts entdeckt. Wie die Polizei in Siegen mitteilte, ragten die Beine des leblosen Manns aus der Einwurfklappe, während sich der übrige Körper im Container befand. Die Feuerwehr barg die Leiche aus dem Behältnis. Bei dem Toten handle es sich um einen 30 bis 45 Jahre alten Mann, dessen Identität noch nicht geklärt sei. Nach ersten Erkenntnissen könnte der Mann obdachlos gewesen sein. Da zunächst keine erkennbaren Hinweise auf eine Gewalteinwirkung vorlagen, ging die Polizei von einem tragischen Unglücksfall aus. Die Kriminalpolizei ermittelt.

13:26 Uhr

Glück für Greenpeace-Protestler: Scharfschützen erkennen Logo und greifen nicht ein

Bei der missglückten Protestaktion vor dem EM-Spiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft hat die Polizei nach Darstellung des bayerischen Innenministers bewusst nicht auf den Motorschirmflieger geschossen. "Man hat aufgrund der Beschriftung "Greenpeace" davon abgesehen, dass Scharfschützen hier eingegriffen haben. Wenn die Polizei zu einer anderen Einschätzung gekommen wäre, dass es sich um einen Terror-Anschlag handeln könnte, dann hätte der Flieger die Aktion möglicherweise mit seinem Leben bezahlen müssen", sagte CSU-Politiker Joachim Herrmann der "Bild".

Ein 38 Jahre alter Mann aus Baden-Württemberg war am Vorabend kurz vor dem Anpfiff des Fußballspiels gegen Frankreich auf dem Platz im Münchner EM-Stadion gelandet und hatte im Landeanflug zwei Männer verletzt, die ins Krankenhaus kamen. Der Motorschirm-Pilot wurde festgenommen, sein Flieger sichergestellt. Gegen ihn wird wegen verschiedener Delikte ermittelt.

Torben Siemer im "Sport-Tag".

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13:00 Uhr

FBI warnt vor neuer Gewalt, weil Qanon-Prophezeiungen nicht eintreten

Das FBI warnt in einer aktuellen Risikoeinschätzung vor neuen gewalttätigen Ausschreitungen und Aktionen durch Qanon-Anhänger als Reaktion darauf, dass zentrale Vorhersagen des Verschwörungsmythos nicht einträten. Der Verschwörungsmythos besagt etwa, dass ein Komplott globaler Eliten und Regierungen Satan verehrt und einen Kinder-Sex-Ring betreibt - diese Personen sollten demnach nun bald verhaftet und bestraft werden. Anschließend werde Donald Trump wieder als US-Präsident eingesetzt, so die Prophezeiung. Qanon-Anhänger waren von ihren Vordenkern seit dem Ende von Trumps Amtszeit immer wieder dazu aufgefordert worden, diesem "Plan zu vertrauen". Die prophezeiten Verhaftungen bleiben jedoch aus, auch Trump ist nicht ins Weiße Haus zurückgekehrt. In einem Bericht von Anfang des Monats, der nun von US-Medien öffentlich gemacht wird, erwartet das FBI, dass Anhänger, die das Vertrauen in "den Plan" verlieren, selbst zur Tat in der realen Welt schreiten und zu gewaltsamen Mitteln greifen könnten. Andere Enttäuschte könnten sich schlicht von der Verschwörungsmythos-Bewegung abwenden.

12:39 Uhr

In Berlin brennen Barrikaden: Linksextreme richten "autonome Zone" ein

Kurz bevor die Polizei eine Sperrzone am besetzten Haus "Rigaer Straße 94" in Berlin-Friedrichshain einrichtete, haben Unterstützer der Bewohner am Vormittag Barrikaden errichtet und zum Teil angezündet. Im Internet schrieben sie: "Die Verteidigung der Rigaer94 hat begonnen." Und weiter: "In dieser Minute wird die Straße verbarrikadiert und eine autonome Zone eingerichtet, um die Rote Zone des Senats zu verhindern. Kommt schnell vorbei." Auf Fotos waren brennende Gegenstände, Rauchschwaden, Holzgerüste, Stacheldraht und Autoreifen auf einer Kreuzung am Haus zu sehen. Die Polizei bestätigte das Feuer und kündigte einen Einsatz zusammen mit der Feuerwehr an, Beamte rücken mit Wasserwerfern und Räumfahrzeugen an.

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Die linksradikalen Bewohner leisten Widerstand gegen eine Brandschutzprüfung.

(Foto: REUTERS)

Die linksradikalen Bewohner und ihre Unterstützer hatten seit Längerem heftigen Widerstand gegen die Brandschutzprüfung durch Eigentümer-Vertreter am morgigen Donnerstag angekündigt. Die Polizei bereitete sich auf einen großen Einsatz vor und verhängte vom Nachmittag bis Freitagabend eine Sperrzone mit einem Demonstrationsverbot. Zugang zum abgesperrten Bereich haben nur Anwohner.

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12:03 Uhr

Von Orcas umzingelt: Fischer filmen dramatischen Ansturm panischer Seelöwen-Meute

Bei ihrer Tour vor der Küste Chiles geraten Fischer in eine hektische Jagdszene. Orcas haben eine große Gruppe Seelöwen eingekesselt. Die Tiere versuchen panisch, sich auf das Boot zu retten und drohen es mit ihrem Gewicht zu versenken. Für die Besatzung eine extrem gefährliche Situation.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:37 Uhr

Hitze lässt Teer schmelzen: Karlsruhes kompletter Straßenbahnverkehr lahmgelegt

Die sengende Hitze der ersten richtigen Sommerwoche hat in der Großstadt Karlsruhe den kompletten Straßenbahnverkehr lahmgelegt. Bereits im Feierabendverkehr gestern Nachmittag wurden sämtliche Fahrten eingestellt, noch immer geht in der Stadt fast nichts. Durch die hohen Temperaturen war teerartiges Vergussmaterial an den Gleisen geschmolzen und in die Schienen gelaufen. Der Karlsruher Verkehrsverbund KVV hat einen provisorischen Ersatzverkehr eingerichtet, es kommt jedoch zu massiven Behinderungen und Ausfällen.

11:13 Uhr

66-Jähriger bucht erotische Dienstleistung - und wird ausgeraubt

Statt eine gebuchte erotische Dienstleistung in Anspruch zu nehmen, ist ein 66-Jähriger in seiner Magdeburger Wohnung ausgeraubt worden. Die Täter erbeuteten dabei eine vierstellige Summe, wie die Polizei mitteilte. Der 66-Jährige hatte demnach über eine Telefonhotline seine Adresse als Treffpunkt ausgemacht. Die Frau sei zwar eingetroffen, jedoch sei auch ein fremder Mann gewaltsam in die Wohnung eingedrungen und habe den 66-Jährigen mit einem Messer bedroht. Der gab sein Bargeld heraus. Die gebuchte Dame durchsuchte teilweise die Wohnung und verschwand samt Beute und ihrem Komplizen.

11:01 Uhr

Moskau: Beziehung zu USA schlechter als im Kalten Krieg

Russland sieht die Beziehungen zu den USA so frostig wie schon lange nicht mehr. "Selbst in der Zeit der sowjetischen Geschichte haben wir nie einen solchen Mangel an Kontakten gehabt", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Diesen Mangel an Dialog gebe es nun "vor dem Hintergrund eines wachsenden Konfliktpotenzials in der Welt". Peskow äußerte sich wenige Stunden vor einem Gipfeltreffen von Russlands Staatschef Wladimir Putin und US-Präsident Joe Biden in Genf. Putins Sprecher verwies auf dringende weltweite Themen wie "regionale Konflikte, Abrüstungsprobleme, Probleme im Bereich der strategischen Stabilität, Rüstungskontrolle". Es wird erwartet, dass die Präsidenten der beiden größten Atommächte darüber reden werden. Putin und Biden meinten vor ihrer Begegnung, die Beziehungen beider Länder seien wegen verschiedener Konflikte auf einem "Tiefpunkt".

10:34 Uhr

"Purer Irrsinn" in Mails: Trump-Team wollte Wahlbetrug durch Italien-Satelliten prüfen

Die Wahlmanipulations-Fantastereien des Ex-US-Präsidenten Donald Trump lassen das Land nicht los. Immer wieder kommen neue Details ans Licht, wie absurd die Jagd nach angeblichen Beweisen hinter den Kulissen ablief. Wie US-Medien berichten, macht der Ausschuss für Aufsicht und Reform im Repräsentantenhaus etwa jetzt E-Mails öffentlich, in denen Mitarbeiter des Trump-Teams im Dezember 2020 massiv auf das Justizministerium einwirkten, dem Verschwörungsmythos des sogenannten "Italygate" nachzugehen. Darin wird behauptet, italienische Militärsatelliten wären dazu eingesetzt worden, Wahlautomaten in den USA zu manipulieren. Trumps Sprecher Mark Meadows etwa soll im Januar persönlich Druck auf Justizminister Jeffrey Rosen ausgeübt haben. Eine andere Mail eines Trump-Mitarbeiters über "Italygate" leitete Rosen etwa an seine ebenfalls von Trump ernannte Nummer zwei weiter, der sie mit den Worten "purer Irrsinn" quittierte.

10:01 Uhr

Sechsjährige fällt aus Pferdeanhänger, wird überrollt und stirbt

Eine Sechsjährige ist in Baden-Württemberg von einem Pferdeanhänger überrollt und tödlich verletzt worden. Eine sofort eingeleitete Reanimation blieb ohne Erfolg, wie die Polizei mitteilte. Das Mädchen saß demnach zuvor in dem Anhänger, der von einem Auto gezogen wurde. Als die 43 Jahre alte Fahrerin in Uttenweiler auf ein Grundstück abbog, öffnete sich nach bisherigen Erkenntnissen eine Seitentür und das Kind stürzte heraus. Im Anschluss wurde es von dem Pferdeanhänger überrollt. Sofort eingeleitete Reanimationsmaßnahmen seien erfolglos geblieben, das Mädchen sei wenig später an der Unfallstelle gestorben. Ein Gutachter soll nun den genauen Unfallhergang rekonstruieren. Ob es sich bei der Frau auch um die Mutter des Kindes handelt, war zunächst nicht bekannt.

09:46 Uhr

Hitzewelle erfasst Deutschland - steigende Gewittergefahr

Sonnencreme auspacken und Getränke kühl stellen: Der Mittwoch wird hochsommerlich heiß. In ganz Deutschland ist es sonnig und trocken, die Temperaturen liegen zwischen 24 Grad im Norden und 34 Grad im Süden. So richtig los mit der Hitzewelle geht es am Donnerstag, dann sind auch wieder Gewitter möglich.

09:31 Uhr

Bezos-Ex MacKenzie Scott spendet erneut Milliarden an Hunderte Organisationen

MacKenzie Scott, die Ex-Ehefrau von Amazon-Chef Jeff Bezos, hat nach eigenen Angaben eine weitere Milliardensumme für gemeinnützige Zwecke gespendet. Die rund 2,7 Milliarden Dollar (etwa 2,2 Milliarden Euro) gehen an 286 Organisationen, die bislang "historisch unterfinanziert und übersehen geworden sind", wie die 51-Jährige auf der Online-Plattform "Medium" schrieb. Die ausgewählten Einrichtungen setzten sich unter anderem gegen Rassismus oder für Kultur und Bildung ein. Scott betonte, dass sie sich eine Verschiebung der öffentlichen Aufmerksamkeit zugunsten dieser Organisationen wünsche: "Große Spender ins Zentrum der Geschichten über sozialen Fortschritt zu stellen, ist eine Verzerrung ihrer Rolle."

Ihr eigenes Vermögen sei durch Systeme ermöglicht worden, die geändert werden müssen, erklärte Scott. Sie glaube zudem, "dass es besser wäre, wenn unverhältnismäßiger Reichtum nicht in einer kleinen Anzahl an Händen konzentriert wäre, und dass die Lösungen am besten von anderen entworfen und ausgeführt würden."

09:07 Uhr

Heuballen erschlägt jungen Mann auf Bauernhof

Ein 27-jähriger Mann ist bei einem Arbeitsunfall durch einen herabfallenden Heuballen tödlich verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, ereignete sich der Unfall auf einem Hof im niedersächsischen Isterberg. Demnach seien aus bisher ungeklärter Ursache beim Stapeln von Heuballen mehrere Ballen aus einer Höhe von etwa sieben Metern heruntergefallen. Ein 300 bis 400 Kilo schwerer Ballen habe den Mann getroffen und eingeklemmt. Er sei an der Schwere seiner Verletzungen verstorben.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:37 Uhr

Zehn Milliarden allein von Bezos: US-Demokrat plant einmalige "Patrioten-Steuer" für Superreiche

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Ob Jeff Bezos bei dieser Idee das Lachen vergeht? Der Amazon-Gründer allein sitzt auf etwa 195 Milliarden Dollar.

(Foto: picture alliance / SvenSimon)

In den USA wächst vor allem in Reihen der Demokraten der Druck für eine schärfere und gerechtere Besteuerung superreicher Bürger. Tom Suozzi, der für die Demokraten im Steuer-Komitee des Repräsentantenhauses sitzt, arbeitet nun an einem Gesetzesvorschlag, der eine große Einmalzahlung der extrem Vermögenden vorsieht, wie die "Daily Mail" berichtet. Die von ihm "Patrioten-Steuer" getaufte Abgabe soll Vermögen über 50 Millionen US-Dollar mit 2,5 Prozent und Vermögen von über 100 Millionen US-Dollar mit 5 Prozent besteuern.

Bei diesem Satz müsste etwa Amazon-Gründer Jeff Bezos, der reichste Mann des Landes, allein etwa zehn Milliarden Dollar zahlen, Tesla-Chef Elon Musk würde die Abgabe aktuell knapp acht Milliarden Dollar kosten, Bill Gates und Mark Zuckerberg müssten jeweils noch einmal etwas mehr als sechs Milliarden Dollar abgeben. Die Einmalzahlung sei laut Erdenker Suozzi eine Gelegenheit für die Superreichen, die von der Pandemie profitiert hätten, ihrem Land zu helfen, sich besser wieder aufzubauen. Suozzi muss seinen Entwurf erst noch offiziell einreichen. Er wäre wahrscheinlich selbst in den Reihen der Demokraten nicht unumstritten – von den Republikanern ganz zu schweigen.

08:16 Uhr

Zweijähriges Kind stürzt in MV aus fünftem Stock

Ein zweijähriges Kind ist gestern am späten Nachmittag aus dem fünften Stock eines Mehrfamilienhauses in Mecklenburg-Vorpommerns Landeshauptstadt Schwerin gestürzt. Wie die Polizei nun mitteilte, ging sie nach ersten Ermittlungen von einem Unfall aus. Das Kind sei schwer verletzt und mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht worden.

07:45 Uhr

Kim Jong Un warnt sein Volk: Lebensmittel werden knapp

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat die Bevölkerung auf eine Verschlechterung der Nahrungsmittelversorgung vorbereitet. Die Landwirtschaft habe im vergangenen Jahr infolge eines Taifuns weniger Getreide produzieren können, sagte Kim zum Auftakt eines mehrtägigen Treffens des Zentralkomitees der herrschenden Arbeiterpartei in Pjöngjang. Die Nahrungssituation für die Menschen werde nun "angespannt" sein, zitierten ihn die Staatsmedien. Kim, der auch Parteichef ist, wies die Teilnehmer an, Maßnahmen zur Lösung des Problems zu ergreifen. Eine gute Ernte sei die "militante Aufgabe, die unsere Partei und der Staat mit oberster Priorität" erfüllen müsse, sagte Kim. Nordkorea ist nach mehreren Naturkatastrophen und aufgrund der eigenen Misswirtschaft seit vielen Jahren auf Nahrungshilfe von außen angewiesen. Nach Schätzung der südkoreanischen Regierung fehlen dem Nachbarland in diesem Jahr 1,2 bis 1,3 Millionen Tonnen Nahrungsmittel für eine halbwegs ausreichende Versorgung der Bevölkerung.

07:41 Uhr

Ronaldos Handbewegung kostet Aktionäre 4 Milliarden US-Dollar

Für Cristiano Ronaldo war es nur eine kurze Handbewegung, für einen Cola-Hersteller jedoch ein mittleres Unglück. Als der Portugiese vor dem EM-Spiel gegen die Ungarn zwei Flaschen eines Sponsors zur Seite schiebt, lachend eine Wasserflasche in die Luft reckt, löst das überall ein Schmunzeln aus. Der Perfektionismus des großen CR7 macht eben auch vor Kleinigkeiten nicht halt.

Aber diese kleine Handbewegung löst auch ein kleines Erdbeben an der Börse aus. Innerhalb weniger Minuten verlor die Aktie 1,6 Prozent und der Marktwert des Unternehmens sank um vier Milliarden US-Dollar von 242 Milliarden US-Dollar auf 238 Milliarden US-Dollar.

Der Softdrink-Gigant, einer der Sponsoren der Euro 2020, gab sich in einem ersten Statement gelassen. "Jeder hat ein Recht auf seine Getränkevorlieben", teilte der Konzern mit.

Stephan Uersfeld im "Sport-Tag"

07:36 Uhr

Das wird heute wichtig

Einen wunderschönen guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser, willkommen zum "Tag" bei ntv.de.

Zum Start in diesen Tag erst mal eine kleine, sportliche Beruhigungspille für alle Fans der deutschen Fußball-Nationalmannschaft: Es ist noch alles drin. Theoretisch. Für alle, die es nicht mitbekommen haben: Die EM läuft nun auch ganz offiziell mit Deutschland im Turnier, zum Auftakt setzt es gegen Weltmeister Frankreich allerdings eine Niederlage – per Eigentor vom Weltmeister-Rückkehrer Mats Hummels. Alle, die von der bitteren Pleite noch nicht genug haben, können hier nachlesen und hier nachschauen, was passiert ist. Glauben Sie noch an eine erfolgreiche deutsche EM?

Nun aber, wie man im Fußball so schön sagt, „Mund abputzen“, Kopf hoch und den Blick voraus. Keine Sorge, heute passiert auch wieder Wichtigeres als Fußball.

So steht heute etwa für US-Präsident Joe Biden das wohl brisanteste Treffen auf seinem Europa-Gipfelmarathon auf dem Programm. Nach Zusammenkünften mit den G7, der NATO und der EU, ist heute das erste Aufeinandertreffen mit Russlands Präsident Wladimir Putin geplant. Afghanistan, Syrien, Ukraine, Belarus, US-Wahlen, Nawalny – reichlich zu besprechen hätten die beiden Staatsoberhäupter. Und jeder Punkt birgt Sprengkraft.

Die Gesundheitsminister der Bundesländer kommen heute zu einer Konferenz per Videoschalte zusammen. Dabei soll es neben der allgemeinen Corona-Politik vor allem um die gesundheitlichen Auswirkungen gehen, die die Pandemie auf Kinder hat. Alle Entwicklungen rund um die Corona-Pandemie lesen Sie ausführlich jederzeit in unserem Liveticker.

Und dann doch noch einmal kurz Fußball: Bei der Europameisterschaft beginnt heute der zweite Spieltag der Gruppenphase. Quer durch Europa verteilt steigen dort heute folgende Partien:

  • Finnland – Russland (15 Uhr)

  • Türkei – Wales (18 Uhr)

  • Italien – Schweiz (21 Uhr)

Alle Partien können Sie im Liveticker hier auf ntv.de mitverfolgen.

Und damit, liebe Leserinnen und Leser, starten wir gemeinsam in dieses Gipfelfest der Woche. Mein Name ist Max Raudszus, ich versorge Sie bis in den Nachmittag mit allerhand wissenswerten, wichtigen, bewegenden und kuriosen Geschichten aus Deutschland und der Welt. Wenn Sie Fragen, Kritik, Anregungen oder Bemerkungen haben, erreichen Sie mich per E-Mail an max.raudszus[at]nama.de. In diesem Sinne: Mein Kaffee ist frisch, ich hoffe, Ihrer auch. Ich freue mich, dass Sie da sind!

07:13 Uhr

Unglück an Kölner Badestrand: Vermisster Achtjähriger muss wiederbelebt werden

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Ersthelfer zogen den Jungen aus dem Fühlinger See, ein Rettungswagen war zufällig in der Nähe.

(Foto: picture alliance / Eibner-Pressefoto)

Ein Achtjähriger ist am Abend an einem Badestrand des Fühlinger Sees in Köln von Rettungskräften wiederbelebt worden. Zuvor war das Kind vermisst worden. Der nach Polizeiangaben acht Jahre alte Junge wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Ein Rettungswagen, der zufällig in der Nähe war, sei schnell am See gewesen, berichtete die Feuerwehr. Ersthelfer hätten das Kind da bereits aus dem Wasser gerettet. Die Besatzung des Rettungswagens habe sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen.

Die Angehörigen des Jungen seien mit einem Rettungswagen ebenfalls ins Krankenhaus gebracht worden. Über den Gesundheitszustand des Achtjährigen konnten Polizei und Feuerwehr keine Angaben machen; auch nicht dazu, wie lange er vermisst war.

06:41 Uhr

Deutlich mehr Fälle: Baden-Württemberg rechnet mit Hantavirus-Epidemiejahr

Das Landesgesundheitsamt von Baden-Württemberg rechnet in dem Bundesland mit einem Hantavirus-Epidemiejahr. Seit Jahresbeginn wurden der Behörde 894 Fälle im Südwesten gemeldet. Im letzten Hantavirus-Epidemiejahr 2019 seien es insgesamt 833 Fälle gewesen, teilte das Regierungspräsidium mit. Das Hantavirus kann von der Rötelmaus auf den Menschen übertragen werden. Die Maus frisst hauptsächlich Bucheckern. Wegen einer Buchenmast im vergangenen Herbst hatten die Nager gute Nahrungsbedingungen. Betroffen sind deshalb vor allem Regionen mit erhöhtem Buchenwaldanteil.

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Rötelmäuse ernähren sich von Bucheckern, treten also in Regionen mit Buchenwäldern vermehrt auf.

(Foto: imago images/Reiner Bernhardt)

Menschen können sich anstecken, wenn sie Speichel, Kot oder Urin von infizierten Nagetieren einatmen - etwa bei Wald- und Gartenarbeiten. "Eine Hantavirus-Infektion sollte ernst genommen werden, da sie das Risiko schwerer Verläufe birgt, auch wenn der überwiegende Teil der Infektionen in der Regel unbemerkt oder sehr leicht verläuft. Macht sich die Krankheit bemerkbar, sind die Symptome ähnlich einer Grippe", teilte LGA-Leiter Gottfried Roller mit.

06:18 Uhr

Bundeswehr will mit Biosensoren aufrüsten

Leistungssteigerung und mehr Gesundheitsdaten: Auch die Bundeswehr setzt zunehmend auf Biosensoren. Die Koblenzer Koordinationsstelle für die Sanitätsdienste von Nato und EU strebt den Aufbau eines internationalen Zentrums an, um Projekte mit unterschiedlichen digitalen Messfühlern am Körper voranzutreiben - und Gefahren zu erkennen. Manipulation der Daten von Fitnessuhren, Bestrahlung gegnerischer Soldaten mit Ultraschall - auch dies ist in Streitkräften inzwischen denkbar. Die Koordinierungsstelle Multinational Medical Coordination Centre/European Medical Command hat kürzlich einen digitalen Workshop mit 30 Referenten und 130 Teilnehmern in rund 20 Staaten zu Biosensoren veranstaltet.

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Die Sensoren könnten etwa helfen, in unübersichtlichen Situationen den Überblick zu behalten.

(Foto: imago stock&people)

Besonders wichtig können digitale Messfühler bei gefährlichen Einsätzen werden. Oberleutnant Alexander Schäbler sagt: "Bei einem Ereignis mit vielen Verletzten kann die verzugslose Messung und Übertragung von Casualty-Data, also der Daten der verletzten und verwundeten Soldaten, unabhängig vom menschlichen individuellen Stressresistenzlevel sichergestellt werden und dadurch Leben retten." Daten wie Herzfrequenz und Körpertemperatur sollen rascher einen Überblick verschaffen, wer zuerst und wie behandelt werden muss.

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