Mittwoch, 17. Februar 2021Der Tag

mit Michael Bauer
Michael Bauer
22:32 Uhr

Das war Mittwoch, der 17. Februar 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

der Mittwoch neigt sich dem Ende entgegen. Das Thema Corona hat uns auch heute wieder intensiv beschäftigt. Alle Entwicklungen rund um die Pandemie können Sie in unserem Ticker dazu verfolgen.

Als Abendlektüre kann ich Ihnen noch diese Artikel empfehlen:

Erneut gibt es schlechte Nachrichten für den Corona-Impfstoff von Astrazeneca: Diesmal geht es um scheinbar gehäufte Nebenwirkungen. Psychologieprofessor Winfried Rief glaubt, dass dabei auch psychologische Effekte eine Rolle spielen. Dadurch könnte ein Teufelskreis in Gang gesetzt werden.

So viele Symbole, so viele Andeutungen und zwischendrin eine staatstragende Corona-Rede: Der Auftritt von CSU-Chef Söder beim politischen Aschermittwoch lässt aufhorchen. Dass CDU-Chef Laschet bei der CSU ein Grußwort sprechen darf, erweist sich als giftiges Geschenk.

In Großbritannien wurden schon mehr als 15 Millionen Menschen gegen das Coronavirus geimpft. Unter ihnen auch der Ehemann der Queen, Prinz Philip. Nun wird der 99-Jährige offenbar im Krankenhaus behandelt. Er soll sich zuvor "unwohl" gefühlt haben.

Özcan Arkoc ist der erste Spieler, der jemals in der Fußball-Bundesliga ausgewechselt wurde. Nach seiner Karriere wird er der erste türkischstämmige Cheftrainer im deutschen Oberhaus. Nun ist der ehemalige Torhüter im Alter von 81 Jahren verstorben.+

Damit entlasse ich Sie in den späten Mittwochabend und wünsche Ihnen eine erholsame Nacht! "Der Tag" lehrt morgen in aller früh zurück.

22:04 Uhr

Facebook droht Australien mit Nachrichtensperre

Das soziale Netzwerk Facebook hat im Streit mit Australien über ein geplantes Mediengesetz mit einer Sperre von Nachrichten auf seinen Websites gedroht. Nutzer und Verleger in dem Land könnten dann entsprechende Inhalte weder sehen noch teilen, teilte der US-Konzern mit. Dem Gesetz liege ein "grundsätzliches Missverständnis" zum Verhältnis der Internet-Konzerne zu Verlagen zugrunde. Google hat seinerseits gedroht, seine Suchmaschine nicht mehr in Australien anzubieten. Das Gesetz soll diese Woche ins Parlament eingebracht werden.

21:27 Uhr

Trump nutzt Kondolenz-Anruf für Wahlbetrugsvorwürfe

Auch vier Wochen nach seinem Abschied aus dem Weißen Haus behauptet der frühere US-Präsident Donald Trump, ihm sei der Sieg bei der Präsidentschaftswahl im November gestohlen worden. Trump meldete sich per Telefon beim Fernsehsender Fox News zu Wort - eigentlich, um den verstorbenen konservativen Radio-Moderator Rush Limbaugh zu würdigen. Trump nutzte den - inzwischen raren - Medienauftritt aber erneut dazu, seine unbelegten Wahlbetrugsbehauptungen zu verbreiten. "Rush war der Meinung, dass wir gewonnen haben. Ich auch", sagte Trump. "Er war ziemlich wütend deswegen."

Das gehe vielen Menschen so. "Sie wissen gar nicht, wie wütend dieses Land ist." Was geschehen sei, sei eine Schande. Trump hatte den klaren Sieg des Demokraten Joe Biden bei der Präsidentschaftswahl am 3. November nicht anerkannt. Beweise für eine Manipulation der Wahl legte er nie vor. Sein Lager scheiterte mit Dutzenden Klagen gegen den Wahlausgang. US-Demokraten beschuldigen Trump, er habe schon lange vor der Präsidentschaftswahl im November gezielt damit begonnen, Misstrauen zu säen und seine Basis so aufzustacheln.

21:02 Uhr

Heiko Maas witzelt über bevorstehenden Frisörbesuch

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(Foto: imago images/photothek)

Außenminister Heiko Maas freut sich, dass Friseursalons in der Corona-Pandemie bald nicht mehr geschlossen bleiben müssen. "Nach diversen Selbstversuchen begrüße ich sehr, dass die Friseure am 1. März öffnen können", verriet er online beim Politischen Aschermittwoch der SPD Saar. Dabei sollte er in einer Videobotschaft spontan etwas zum Begriff "Frisur" sagen. Maas ergänzte, dass er auch an andere Gewerbetreibende und Fitnessstudios denke, "für die das nicht gilt und bei denen ich hoffe, dass es nicht mehr allzu lange dauert, bis sie endlich auch öffnen können".

20:37 Uhr

USA klagen drei Nordkoreaner wegen filmreifer Hackerangriffe an

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In "The Interview" machen sich Seth Rogen und James Franco über das nordkoreanische Regime lustig.

(Foto: imago images/Everett Collection)

Das US-Justizministerium hat drei Nordkoreaner wegen einer weltweiten Serie von Hackerangriffen angeklagt, bei denen mehr als 1,3 Milliarden Dollar erbeutet worden sein sollen.

  • Die Programmierer im Alter von 27 bis 36 Jahren sollen der Anklageschrift zufolge unter anderem am Angriff auf Sony Pictures 2014 im Zusammenhang mit dem Film "The Interview" sowie der Entwicklung der Erpressersoftware Wannacry 2.0 beteiligt gewesen sein.
  • Auch Angriffe auf Banken in Südostasien, Mexiko und Afrika sowie Diebstahl von Kryptowährungen werden ihnen zur Last gelegt. Die drei Angeklagten sollen für die nordkoreanische Regierung arbeiten. Die Anklage wurde ursprünglich im Dezember 2020 erhoben und nun öffentlich gemacht.
20:11 Uhr

Umstrittener US-Radiomoderator Rush Limbaugh ist tot

Der erzkonservative US-Radiomoderator Rush Limbaugh ist im Alter von 70 Jahren gestorben. Dies teilte seine Familie auf Onlinedienst Facebook mit.

  • Der Verschwörungstheoretiker und große Unterstützer von Ex-Präsident Donald Trump hatte im vergangenen Jahr mitgeteilt, dass er an Lungenkrebs erkrankt sei. Er galt in den USA als der einflussreichste Moderator unter konservativ bis rechts ausgerichteten Radiomachern und verfügte über eine große rechte Anhängerschaft.
  • Limbaugh, der auch für rassistische Äußerungen bekannt war, hatte vor rund einem Jahr von Trump die Freiheitsmedaille erhalten, die höchste Auszeichnung für US-Bürger.

19:49 Uhr

Polizei findet Viertelmillion versteckt in Pkw

Bei der Kontrolle eines Autos auf einem Rastplatz an der Autobahn 13 bei Dresden haben Zollbeamte 244.000 Euro Bargeld gefunden. Der Fahrer und sein Begleiter seien auf dem Weg nach Tschechien gewesen, teilte das Hauptzollamt Dresden mit. Sie hätten angegeben, kein Bargeld dabei zu haben.

Als die Zöllner den Wagen durchsuchten, fanden sie aber hinter dem Fahrersitz einen Rucksack, in dem ein Beutel mit dem Geld versteckt war. Die beiden Männer wurden mit zur Wache genommen.

19:23 Uhr

Russland weist EU-Urteil zu Nawalny-Freilassung zurück

Russland hat die vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) geforderte Freilassung des Kreml-Kritikers Alexej Nawalny abgelehnt. Das Urteil sei "unbegründet und rechtswidrig", hieß es in einer Erklärung von Justizminister Konstantin Tschuitschenko. Russischen Nachrichtenagenturen zufolge sprach er zudem von einer noch nie dagewesenen Einmischung ins Justizsystem des Landes. Der EGMR mit Sitz in Straßburg hatte die sofortige Freilassung von Nawalny verlangt und dies mit möglicher Lebensgefahr begründet. Der 44-Jährige war im Januar nach seiner Rückkehr aus Deutschland festgenommen worden, wo er wegen eines Giftanschlags behandelt worden war. Kurz darauf wurde er zu der Haftstrafe verurteilt.

18:56 Uhr

Mann fliegt mit gefälschten Reisechecks auf

Gefälschte Reisechecks über insgesamt 69.000 Euro haben Bundespolizisten bei einem Mann im Düsseldorfer Hauptbahnhof entdeckt. Der 41-Jährige wollte zehn falsche Schecks à 500 Euro in einer Bank im Bahnhof einlösen, wie die Bundespolizei mitteilte.

Der Bankmitarbeiter schöpfte Verdacht und rief die Polizei hinzu. Die Beamten fanden daraufhin bei dem Mann weitere 128 gefälschte Schecks über jeweils 500 Euro. Der 41-Jährige wurde festgenommen. Gegen ihn ermittelt die Polizei nun wegen des Gebrauchs und des Sichverschaffens von gefälschten Schecks.

18:22 Uhr

Stereo-Total-Musikerin Françoise Cactus gestorben

Die Künstlerin und Musikerin Françoise Cactus ist tot. Sie starb nach langer Krankheit in Berlin, wie ihr Management bestätigte. Zuvor hatte der RBB-Sender Radio Eins über den Tod berichtet. Dort hatte Cactus als Moderatorin gewirkt. Die 1964 als Françoise van Hove im französischen Villeneuve-l'Archevêque in der Region Bourgogne (Burgund) geborene Cactus kam Mitte der 80er Jahre nach West-Berlin. Bekannt wurde sie vor allem als Sängerin und Schlagzeugerin der Band Stereo Total ("Liebe zu dritt", "Du bist schön von hinten").

18:08 Uhr

Söder liebäugelt mit FDP als Koalitionspartner

Vor wenigen Wochen war CSU-Vorsitzender Markus Söder noch auf Kuschelkurs mit den Grünen, jetzt sieht die Sache anders aus. Er bringt eine Koalition der Union mit der FDP auf Bundesebene ins Gespräch und kritisiert die Grünen scharf.

  • "Die FDP wäre immer der prioritäre Partner, wenn es reicht", sagte Söder beim virtuellen politischen Aschermittwoch der CSU in Passau. Er betonte, FDP-Parteichef Christian Lindner sei ein "sehr seriöser Partner". Eine Koalition mit den Grünen sei möglich, aber "nicht einfach", sagte Söder und fügte hinzu: "Das derzeitige Programm, das sie haben, ist nicht koalitionsfähig."
  • Mit Blick auf die Diskussion über eine Einschränkung von Einfamilienhäuser-Neubauten sagte der bayerische Ministerpräsident: "Dies ist eigentlich das typische linke Gesicht der Grünen, das wollen wir eigentlich nicht." Sein Bundesland stehe aus ökologischer Sicht gut da. "Bayern ist ein grünes Land, ohne Grüne im Amt", sagte Söder.
18:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

17:42 Uhr

Schweiz: Kind stirbt im eingestürzten Iglu

Ein siebenjähriger Junge ist in der Schweiz unter dem Schnee eines eingestürzten Iglus gestorben. Wie die Polizei mitteilte, hatten Vater und Sohn die Schneehütte in Tarasp im Unterengadin gebaut. Beide hielten sich zum Zeitpunkt des Unglücks in dem Iglu auf. Der Vater konnte sich aus dem Schnee befreien. Mit einem Helfer suchte er nach seinem Kind. Es wurde rund eine Viertelstunde nach dem Einsturz geborgen. Rettungskräfte begannen mit der Reanimation des Jungen und flogen ihn ins Krankenhaus. Trotz aller Bemühungen starb der Siebenjährige dort.

17:16 Uhr

Briefbombe in Lidl-Zentrale explodiert

In der Lidl-Zentrale in Neckarsulm hat es nach Polizeiangaben eine Explosion gegeben. Wie die "Heilbronner Stimme" berichtet, soll es sich dabei um eine Briefbombe handeln. Drei Mitarbeiter wurden verletzt und ins Krankenhaus gebracht.

16:52 Uhr

Berliner Zoo freut sich über Gorilla-Baby

Gorilla-Mutter Bibi hält Jungtier im Arm. Foto: ---/Zoo Berlin/dpa/Handout

Mutter Bibi auf Kuschelkurs mit ihrem Nachwuchs.

(Foto: ---/Zoo Berlin/dpa/Handout)

Im Zoo Berlin gibt es zuckersüßen Nachwuchs: Anfang der Woche ist die Gorillafamilie um ein Junges angewachsen. Zum ersten Mal seit 16 Jahren wurde in Berlin wieder ein kleiner Gorilla geboren, wie der Zoo mittelte. Sowohl dem Baby als auch der 24-jährigen Mutter Bibi scheint es gutzugehen: "Wir sind wirklich erleichtert, dass der Nachwuchs einen fitten Eindruck macht und sich die Gorilla-Mutter fürsorglich um ihr Jungtier kümmert", sagte Zoodirektor Andreas Knieriem. Auch die anderen Gorillas sollen reges Interesse an dem Neuzugang zeigen. Zu der Familie gehört unter anderem die Seniorin Fatou, die mit 63 Jahren als ältester Gorilla der Welt gilt.

16:25 Uhr

Corona-Held Sir Tom Moore Opfer von Online-Mobbing

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Sir Tom Moore

(Foto: AP)

Sir Tom Moore hat Millionen Pfund für Mitarbeiter des Gesundheitswesens gesammelt, vor einigen Tage ist er im Alter von 100 Jahren gestorben. Nach seinem Tod kondolierten sogar Königin Elizabeth und US-Präsident Joe Biden. Vor seinem Tod soll er zum Opfer von Online-Mobbing geworden sein, wie die BBC berichtet.

Tochter Hannah Ingram-Moore sagte, die Online-Nachrichten einer "abscheulichen Minderheit" seien geheim gehalten worden, denn sie hätten Tom das Herz gebrochen. Moore eroberte die Herzen der Briten, indem er mithilfe einer Gehhilfe durch seinen Garten wanderte und 38,9 Millionen Pfund (54,04 Millionen US-Dollar) für den National Health Service sammelte.

15:51 Uhr

Altes Trump-Casino in Atlantic City gesprengt

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Das ehemalige Trump Plaza stürzt in sich zusammen.

(Foto: dpa)

Mit 3000 Stangen Dynamit ist ein früheres Casino von Ex-US-Präsident Donald Trump in der Stadt Atlantic City gesprengt worden. Das einstige Trump Plaza Hotel and Casino in der Ostküstenstadt im Bundesstaat New Jersey wurde kontrolliert zum Einsturz gebracht.

  • Fernsehbilder zeigten, wie anschließend eine dichte Staubwolke aufstieg und über den angrenzenden Strand zog. Das 1984 eröffnete Casino hatte 2014 seine Pforten geschlossen, seitdem wurde das Gebäude nicht mehr instandgehalten. Bei Stürmen stürzten mehrmals Fassadenteile auf den Gehweg.
  • Trump setzte nach der Schließung gerichtlich durch, dass sein Name von der Fassade entfernt wird. Der Immobilienmogul fürchtete, das leerstehende Hochhaus könnte seinem Ruf schaden. Seit 2016 gehört der Gebäudekomplex dem Milliardär Carl Icahn.
15:18 Uhr

Aufreizende Rihanna erzürnt gläubige Hindus

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(Foto: instagram.com/badgalriri)

Erst verdirbt sie es sich mit Indiens Regierung, nun sind auch strenggläubige Hindus nicht mehr gut auf Rihanna zu sprechen: Weil sie mit nacktem Oberkörper und einer Kette mit dem Hindu-Gott Ganesha um den Hals für ihre Dessous-Linie warb, laufen Politiker und Internetnutzer in dem Land derzeit Sturm gegen die 32-jährige Musik-Ikone.

  • Auf dem auf Twitter und Instagram verbreiteten Werbefoto ist die lange Kette mit dem Hindu-Gott deutlicher zu sehen als Rihannas Brüste, die sie mit ihrem Arm verdeckt. Indische Politiker und Internetnutzer reagierten mit heftigem Protest. Sie warfen der Sängerin und erfolgreichen Unternehmerin vor, keinen Respekt vor den Gottheiten der Hindus zu haben und damit die Gefühle der Gläubigen zu verletzen.
  • "Es ist empörend, wie Rihanna unseren geliebten Hindu-Gott Ganesha schamlos verhöhnt", schrieb der Abgeordnete Ram Kadam von der regierenden hindu-nationalistischen BJP auf Twitter.
14:56 Uhr

Angelo Kelly wehrt sich gegen Vorwurf der Kinderarbeit

Im Sommer 2019 lässt Musiker Angelo Kelly seinen damals vierjährigen Sohn William im Rahmen eines Open-Air-Konzerts auf Schloss Eyrichshof bei Ebern in Unterfranken nach 17 Uhr auf die Bühne. Dafür wurde ihm ein Bußgeld in Höhe von 5000 Euro aufgebrummt. Der Vorwurf lautet Kinderarbeit. Der Auftritt seines Sohns habe gegen das Jugendschutzgesetz verstoßen.

Der Musiker erkennt das Urteil für ein Bußgeld nach einem Bühnenauftritt seines jüngsten Sohnes nicht an. Das Amtsgericht Haßfurt bestätigte, dass Rechtsbeschwerde eingelegt worden ist. "William war und ist bei unseren Shows zu keiner Zeit verpflichtet, mit uns aufzutreten. Wenn er es tat, dann nur, weil er es wollte", schrieb Angelo Kelly auf Facebook. "Als Vater ist mir das Wohlbefinden meiner Kinder am Allerwichtigsten!" "Wir halten das Urteil rechtlich für falsch", sagte sein Anwalt.

14:40 Uhr

Schichtwechsel

Meine Kollegin Vivian Micks hat sich in den Feierabend verabschiedet. Mein Name ist Michael Bauer und ich betreue "Der Tag" bis in den späten Abend.

13:55 Uhr

Positive Lockdown-Folge: Weniger Ozon über Nordhalbkugel

Zumindest für die Erdatmosphäre haben Corona-bedingte Lockdowns positive Folgen: Das Ozon in der freien Troposphäre bis etwa zehn Kilometer Höhe ist auf der Nordhalbkugel im Frühjahr und Sommer des vergangenen Jahres um durchschnittlich sieben Prozent zurückgegangen, wie eine Studie des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zeigt.

  • Daten wurden unter anderem zur Wechselwirkung von Stickoxid und Ozon gesammelt - in der freien Troposphäre führt weniger Stickoxid auch zu weniger Ozon.
  • Da Verkehr eine Hauptquelle von Stickoxid in der Atmosphäre ist, hat der Rückgang von Flugverkehr und Mobilität auf der Straße dafür gesorgt, dass die weltweiten Stickoxid-Emissionen durch Landverkehr um rund 14 Prozent, beim Flugverkehr sogar um 40 Prozent zurückgingen.
  • Allerdings wurde in Ballungsgebieten mit stark verschmutzter Luft weltweit eine Zunahme bodennaher Ozonwerte infolge der Lockdowns registriert. Denn in verschmutzter Luft, nahe an den Emissionsquellen, zerstört Stickoxid Ozon, wie es hieß. Die Reduzierung von Stickoxid-Emissionen führe dann zu mehr Ozon.

Am Hohenpeißenberg sei zuletzt im Jahr 1976 so wenig Ozon in der freien Troposphäre im Sommer gemessen worden wie 2020 nach den Lockdowns.

13:06 Uhr

Bei Zwangsräumung: Mieter attackiert Gerichtsvollzieher und sperrt Nachbarin ein

Eine geplante Zwangsräumung ist in Thüringen völlig eskaliert: Der betroffene Mieter hat laut Polizei eine Flasche mit vermutlich brennbarer Flüssigkeit nach dem Gerichtsvollzieher und den Beamten im Treppenhaus geworfen. Der Brandsatz habe aber glücklicherweise nicht gezündet. Zudem verbarrikadierte der 34-Jährige seine Nachbarin in deren Wohnung, in dem er ihre Wohnungstür zugestellt hatte. Seit Monaten soll der laut Polizei der gewaltbereite und psychisch labile Mann seine Nachbarn terrorisiert haben. Aus Angst, dass der Mann noch weitere Sprengsätze oder Waffen in seiner Wohnung im fünften Stock hatte, wurde der Aufgang des Wohnblocks geräumt. Nach etwa dreieinhalb Stunden wurde er in seiner Wohnung festgenommen. Seine Nachbarin konnte per Drehleiter über den Balkon befreit werden, sie steht unter Schock. Auch alle anderen Mieter mussten ihre Wohnungen verlassen. Mehr als 70 Einsatzkräfte der Polizei waren vor Ort, das Gebiet wurde weitläufig gesperrt.

12:19 Uhr

Demenzkranke Frau erfriert vor Seniorenheim

Im Harz kam es zu einem schrecklichen Vorfall: Eine demenzkranke Frau ist vor den Türen ihres Pflegeheims erfroren. Die 81-Jährige sei am frühen Morgen vergangenen Sonntag in Herzberg im Schnee tot aufgefunden worden, sagte Oberstaatsanwalt Andreas Buick. Vieles spreche dafür, dass die Seniorin erfroren sei. Das Ergebnis der Obduktion steht noch aus. In der Nacht, als die Leiche der Frau gefunden wurde, herrschten eisige Minusgrade. Die Seniorin war dement und orientierungslos. Das Pflegeheim, in dem sie wohnte, war der Staatsanwaltschaft zufolge keine geschlossene Station für Demenzkranke, sondern eine offene Einrichtung. Beschäftigte des Heims sollen jetzt vernommen werden, hieß es. "Wir prüfen, ob jemanden ein Verschulden trifft", sagte Buick.

12:07 Uhr

Schlagzeilen zum Mittag

11:51 Uhr

Politischer Aschermittwoch: Scholz will, dass "mehr Respekt im Land herrscht"

Ihre Reden halten die Politiker am heutigen Aschermittwoch nur virtuell - und verzichten offenbar auch auf Zuspitzungen und Angriffe auf die politischen Gegner, wie sie sonst eigentlich bei der Veranstaltung üblich sind. Stattdessen fielen diese Zitate:

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    Zwar ohne Blaskapelle, aber was wäre der politische Aschermittwoch ohne ein Bierchen?

    (Foto: picture alliance/dpa)

    SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat stattdessen zum gesellschaftlichem Zusammenhalt in der Pandemie aufgerufen. "Auch in unserem Land können wir feststellen, dass die Gesellschaft auseinanderdriftet", sagte Scholz in seiner im Internet übertragenen Rede. "Ich wünsche mir, dass in diesem Land wieder Respekt herrscht".
  • Grünen-Chefin Annalena Baerbock kritisiert die Pandemiepolitik: "Und auch wenn ich als Kind der 80er zugebe, dass ich ein riesengroßer Nena-Fan war und auch immer noch bin: Dieses Handeln nach dem Motto 'Irgendwo, irgendwie, irgendwann', das ist die falsche Platte." Außerdem hofft sie auch noch auf Schnee im Jahr 2050: "Jetzt taut es zwar gerade wieder, aber ich will im Februar 2050 mit meinen Enkelkindern Schlitten fahren wie ich's am letzten Wochenende mit meinen Kindern gemacht habe und abends beim Wein ihnen erzählen können, wie wir das damals gemacht haben."
  • CDU-Chef Armin Laschet sieht sich mit der Schwesterpartei CSU stark verbunden: " CDU und CSU liegen so eng beieinander wie lange nicht mehr." Es gebe in den kommenden acht Monaten mit den diesjährigen Landtagswahlen und dann der Bundestagswahl im September viel zu kämpfen. Wenn dies erfolgreich gelinge, werde die Union "ein Modernisierungsjahrzehnt gestalten mit Lust, mit Freude, mit neuen Ideen."
11:35 Uhr
Breaking News

Anteil der britischen Virus-Mutation in Deutschland bei über 20 Prozent

Die in Großbritannien entdeckte, wohl deutlich ansteckendere Variante des Coronavirus B.1.1.7 breitet sich nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in Deutschland schnell aus. Nach neuen Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) stieg der Anteil dieser Mutation an den untersuchten positiven Proben binnen zwei Wochen von knapp 6 Prozent auf mehr als 22 Prozent, wie Spahn in Berlin sagte.


Mehr dazu lesen Sie hier.
11:20 Uhr

Nach Anschlag auf Bundeswehrfahrzeuge: 80.000 Euro Belohnung für Hinweise

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Mindestens vier Wagen brannten vollständig aus.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Nach einem Brandanschlag auf Bundeswehrfahrzeuge in Leipzig haben die Ermittler eine Belohnung von 80.000 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zur Aufklärung der Tat aus der Silvesternacht führen. Von dem Brand am Abend des 31. Dezember 2020 waren laut dem sächsischen Landeskriminalamt elf Fahrzeuge der Bundeswehr betroffen. Der Brandanschlag wurde demnach "auf bisher unbekannte Art und Weise" begangen. Wegen eines am 1. Januar 2021 im Internet veröffentlichten Bekennerschreibens schließen die Ermittler ein politisches Motiv nicht aus.

10:42 Uhr

Christoph Waltz über Querdenker: "Eine Gruppe von asozialen Vollidioten"

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Christoph Waltz hat eine klare Meinung über Masken-Verweigerer.

(Foto: picture alliance / Tony Forte/MediaPunch)

Zweifacher Oscar-Preisträger Christoph Waltz hat kein Verständnis für Privilegierte und Promis, die in der Pandemie jammern - und schon gar nicht für Querdenker. "Diese Leute, die sich 'Querdenker' nennen, denken entlang des Brettes, das sie vorm Kopf haben", sagte der 64-Jährige dem Magazin GQ. Wer das Tragen einer Maske als Beschränkung seiner Grundrechte empfinde, habe im Denkvorgang ein Problem. "Der ist nicht quer. Der ist einfach nur deppert." Seine Botschaft an die Randgruppe: "Setzt die blöde Maske auf und bleibt zwei Meter entfernt von mir." Querdenker seien "eine Gruppe von asozialen Vollidioten", die die Institutionen in die Enge treiben würden. Sich selbst sieht er als privilegierten Menschen in der Corona-Krise, der "keine Not", sondern "eigentlich nur Unannehmlichkeiten" habe. "Ich denke aber an die Menschen, die auf 50 Quadratmetern zu dritt leben und ihren Job verlieren. Das ist eine andere Sache. Für mich ist es, solange ich gesund bin, nicht existenziell." Deswegen könne er nicht mehr hören, "über was für Befindlichkeiten Promis reden, wie schlimm die Krise für sie sei. Sie können gar nicht mehr ins Restaurant oder sich mit Freunden treffen. Ja, dann triffst dich halt nicht!"

10:25 Uhr

Bewaffnete Angreifer entführen Hunderte Schuljungen in Nigeria

Im Zentrum Nigerias haben bewaffnete Angreifer nach Angaben aus Sicherheitskreisen hunderte Schuljungen entführt. Auch die Lehrer der Kinder seien in der Gewalt der Entführer, berichtet AFP. Den Angaben zufolge ereignete sich der Angriff am Dienstagabend in der Stadt Kagara im Bundesstaat Niger.

10:13 Uhr

Frau von Kim Jong Un taucht nach einem Jahr wieder auf

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Über ihr Privatleben ist nur wenig bekannt: Der südkoreanische Geheimdienst vermutet, dass beide gemeinsam drei Kinder haben.

(Foto: picture alliance / YONHAPNEWS AGENCY)

Über ein Jahr lang war sie wie vom Erdboden verschluckt, die Gerüchteküche brodelte - nun ist die Frau des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un, Ri Sol Ju, erstmals wieder in der Öffentlichkeit gesehen worden. Ri habe an der Seite ihres Mannes ein Konzert zum Geburtstag des 2011 gestorbenen Vaters von Kim, Kim Jong Il, besucht, berichteten Staatsmedien. Bilder zeigen das Paar bei dem Konzert am Dienstag. Laut der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap wurde Ri, deren Alter auf 31 Jahre geschätzt wird, davor das letzte Mal im Januar des vergangenen Jahres (ebenfalls bei einem Konzert) mit ihrem Mann gesehen. Ihre Abwesenheit fachte im Ausland Spekulationen über eine Erkrankung oder Schwangerschaft an.

09:26 Uhr

Epsteins Ex-Freundin Ghislaine Maxwell im Gefängnis angeblich missbraucht

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Das jüngste Missbrauchsopfer des Pärchens soll erst 14 Jahre alt gewesen sein. Maxwell streitet die Vorwürfe ab.

(Foto: picture alliance/dpa)

Sie steht unter Verdacht, minderjährige Mädchen für den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein rekrutiert zu haben, die von ihm und seinen reichen Freunden sexuell missbraucht wurden, nun beklagt sie selbst sexuellen Missbrauch: Die Ex-Freundin des verstorbenen Investmentbankers, Ghislaine Maxwell, ist nach Angaben ihrer Anwältin im Gefängnis "körperlich missbraucht" worden. Der Übergriff auf die 59-Jährige fand demnach während einer Routine-Durchsuchung in ihrer Zelle statt. Ein Justizbeamter habe Maxwell außerhalb der Sichtweite der Sicherheitskamera in ihrer Isolationszelle platziert, um sie abzutasten und dabei "körperlich missbraucht". Als Maxwell angekündigt habe, den Vorfall öffentlich zu machen, sei ihr gedroht worden. Bereits in der Vergangenheit hatten Maxwells Anwälte bei den Behörden Beschwerden wegen der Haftbedingungen ihrer Mandantin eingereicht und ihre Freilassung gegen Kaution beantragt. Die wurden aber immer wieder abgelehnt, wegen eines Fluchtrisikos Maxwells.

08:36 Uhr

US-Polizisten verbreiten George-Floyd-Valentinskarte: "Du nimmst mir den Atem"

Am diesjährigen Valentinstag gab es nicht nur rote Rosen und Liebesgrüße: Eine abscheuliche Aktion, die seinen Ursprung vermutlich in einer Polizeistation in Los Angeles hatte, zeigt eine Valentinskarte mit einem Foto von dem ermordeten George Floyd, berichtet der US-Nachrichtensender CNN. Daneben standen die Worte: "You take my breath away" (Du nimmst mir den Atem). Das geschmacklose Wortspiel bezieht sich auf Floyds letzte Worte, bevor er starb: "I can't breathe" (Ich kann nicht atmen), die er mehrfach wiederholte, als ein US-Polizist sich acht Minuten lang auf seinen Hals kniete. In einer Reihe von Tweets kündigte das LAPD an, eine interne Untersuchung einzuleiten, und sagte, es gebe "keine Toleranz für diese Art von Verhalten". Das Foto wurde von Mitarbeitern in der Abteilung herumgereicht, bis einer von ihnen eine interne Beschwerde einreichte. Woher das Bild stammt, ist Gegenstand aktueller Untersuchungen.

08:07 Uhr

Biden ist es leid, über Trump zu sprechen

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Joe Biden macht in Milwaukee Ansagen.

(Foto: REUTERS)

US-Präsident Joe Biden will sich nicht länger mit seinem Vorgänger Donald Trump beschäftigen. "Ich bin es leid, über Trump zu reden", sagte der 78-Jährige am Dienstagabend bei einer Fragestunde mit Bürgern in Milwaukee im Bundesstaat Wisconsin. Biden sagte auch: "Vier Jahre lang war alles, was in den Nachrichten war, Trump." In den kommenden vier Jahren - also in seiner Amtszeit - wolle er dafür sorgen, dass das amerikanische Volk im Mittelpunkt stehe. An anderer Stelle nannte Biden Trump lediglich als "den ehemaligen Typen". Bei seiner ersten Amtsreise versprach Biden auch, allen US-Amerikanern bis Ende Juli ein Impf-Angebot gegen Corona zu machen.

Mehr dazu lesen Sie hier.
07:30 Uhr

Großbrand im Allgäu: Lagerhalle mit Öltanks verursacht Millionen-Schaden

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Die Löscharbeiten dauerten bis tief in die Nacht an.

(Foto: picture alliance/dpa/TNN)

In Kaufbeuren stand am späten Dienstagabend ein Mehrfamilienhaus in Flammen. Das Feuer griff offenbar von einem Holzanbau über, das als Lager für Öltanks genutzt wurde, teilte ein Polizeisprecher mit. Dabei entstand ein Schaden von rund einer Million Euro. Auch die Bewohner der umliegenden Häuser mussten laut Polizei ihre Wohnräume verlassen, berichtete die "Allgäuer Zeitung". Verletzt wurde glücklicherweise niemand, da das brennende Mehrfamilienhaus nach derzeitigem Stand nicht mehr bewohnt wurde.

07:04 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

heute werden wir erfahren, ob der politische Aschermittwoch auch digital funktioniert. Wegen der Corona-Krise werden die Reden der Politiker heute virtuell übertragen, statt wie sonst im Bierzelt mit Maß und Brezn. Ein ganz steriler Wahlkampf eben, unter Einhaltung der Aha-Regeln. Wir werden sehen, ob er auch ohne Blaskapelle die gleiche Stimmung bringt - wahrscheinlich aber eher nicht.

Weitere Termine heute:

  • Politischer Aschermittwoch der deutschen Parteien: Über den Tag verteilt sind virtuelle Reden mehrerer Vertreter geplant. Um 11 Uhr spricht CSU-Chef Markus Söder mit einem Grußwort von CDU-Parteichef Armin Laschet.

  • Vertrauensvotum in Italien: Um 10 Uhr hält Regierungschef Mario Draghi eine Rede im Senat.

  • US-Präsident Joe Biden unternimmt seine erste offizielle Reise als Präsident - in den Bundesstaat Wisconsin.

  • Ursula von der Leyen stellt Strategie für den weiteren Verlauf der Corona-Pandemie und neue Virus-Varianten vor.

  • Skepsis gegen Astrazeneca-Impfstoff: Um 17 Uhr Online-Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung mit Bundesforschungsministerin Anja Karliczek.

  • Mehrere Prozesse um Corona-Pflegebonus: Vor dem Verwaltungsgericht sind rund 200 Klagen im Zusammenhang mit dem an Pflegekräfte ausgezahlten Corona-Bonus anhängig. Geklagt haben unter anderem Pfleger in ambulanten Einrichtungen, die jeweils leer ausgingen.

Die neuesten Entwicklungen zur Pandemie finden Sie in unserem Corona-Ticker.

Bei Fragen oder Anregungen können Sie mich über vivian.micks(at)nachrichtenmanufaktur.de erreichen. Ich wünsche Ihnen einen schönen Mittwoch!

06:23 Uhr

Tote und Verletzte nach Kälteeinbruch im Süden der USA

Eiszapfen hängen an Ventilatoren von der Decke, Millionen Haushalte harren bei Minustemperaturen ohne Strom und Heizung in ihren Wohnungen aus. Durch den Wintereinbruch in den USA und im Nachbarland Mexiko sind Medienberichten zufolge bereits mehr als 20 Menschen ums Leben gekommen. Der südliche Bundesstaat Texas ist am stärksten von dem Kälteeinbruch betroffen.

  • In Texas, Kentucky und Missouri starben mehrere Menschen bei wetterbedingten Verkehrsunfällen.
  • Das extreme Winterwetter löste mindestens vier Tornados aus, wie es auf der Website Weather.com hieß, darunter einen in North Carolina, durch den mindestens drei Menschen getötet und zehn weitere verletzt wurden.
  • Im Norden von Mexiko starben nach Angaben der Behörden sechs Menschen, fünf von ihnen an Unterkühlung, einer erstickte wegen einer defekten Heizung, wie die örtlichen Behörden mitteilten.

Durch die Kälte waren Gas-Leitungen eingefroren, was Stromausfälle zur Folge hatte. In den USA waren am Dienstagabend mehr als 3,5 Millionen Wohnungen und Geschäfte ohne Strom. Um eine Überlastung der Netze zu verhindern, schalteten die Stromversorger in Texas seit dem Wochenende immer wieder einzelne Werke ab.

Mehr dazu lesen Sie hier.
06:01 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht