Mittwoch, 18. Dezember 2019Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
22:37 Uhr

Das war Mittwoch, der 18. Dezember 2019

Liebe Leserinnen und Leser,

höchstwahrscheinlich wird in wenigen Stunden ein Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Donald Trump formell eröffnet. Zurzeit diskutieren die Abgeordneten im Repräsentantenhaus darüber. Danach wird über zwei Anklagepunkte abgestimmt: Machtmissbrauch und Behinderung der Ermittlungen des Kongresses. Nimmt eine einfache Mehrheit der Abgeordneten mindestens einen der beiden Punkte an, wird das Amtsenthebungsverfahren eröffnet. Ob es dazu kommt oder nicht, erfahren Sie gleich nach der Abstimmung auf n-tv.de.

Was war heute sonst wichtig:

Damit verabschiede ich mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht! Bis morgen!

21:59 Uhr

Vater bietet Tochter kostenlos zum Sex an

Ein Vater soll in Wuppertal seine 15-jährige Tochter fremden Männern kostenlos zum Sex angeboten haben.

  • Acht Männer seien auf das Angebot eingegangen, sagte ein Sprecher der Wuppertaler Staatsanwaltschaft. Der 50-Jährige sei am Dienstag festgenommen worden, gegen wurde ein Haftbefehl beantragt.  
  • Die Anklage wirft dem Mann sexuellen Missbrauch Schutzbefohlener und Förderung sexueller Handlungen Minderjähriger vor.
  • Der 50-Jährige habe dabei zugesehen, wie die Fremden seine Tochter missbrauchten. Das Mädchen habe er zuvor unter Druck gesetzt. 
  • Er habe seine Tochter auf einer frei zugänglichen Internetplattform angeboten. Die Ermittlungen gegen den Mann dauerten bereits seit April an. Einer der acht Männer, ein 41-Jähriger, habe im Nachhinein Anzeige erstattet. Ihm sei das Ganze seltsam vorgekommen. Der Vater habe ihm gegenüber behauptet, das Mädchen sei volljährig.
21:20 Uhr

US-Regierung will Asylrecht verschärfen

Die US-Regierung will das Asylrecht für straffällig gewordene Migranten verschärfen.

Ein entsprechender Vorschlag des Justiz- und Heimatschutzministeriums sieht vor, dass Migranten, die sich wegen bestimmter Vergehen in den Vereinigten Staaten strafbar gemacht haben, dort kein Asyl mehr bekommen sollen. Dazu sollen Delikte wie Alkohol und Drogen am Steuer, die illegale Wiedereinreise in die USA und häusliche Gewalt zählen, wobei bei letzterem keine Verurteilung vorliegen müsse, geht aus einer Mitteilung des Justizministeriums zu der angestrebten Änderung hervor.

20:48 Uhr

Stormtrooper kassieren Knöllchen von Berner Polizei

Morgen startet "Star Wars IX: Der Aufstieg Skywalkers" in den Kinos. Pünktlich zur Premiere kommen drei Stormtrooper mit einem Raumschiff nach Bern. Die Polizisten Limacher und Moser - Protagonisten dieses Image-Spots der Kantonspolizei Bern - überrascht das aber wenig.

Was die beiden aber gar nicht in Ordnung finden, ist, dass die Soldaten des Imperiums mitten auf dem Bundesplatz geparkt haben - im absoluten Halteverbot!

*Datenschutz

 

20:17 Uhr

Kind ertrank in Fäkalien - Familie erhält Entschädigung

Der fünfjährige Michael Komape war 2014 in der Provinz Limpopo im Nordosten von Südafrika in menschlichen Fäkalien ertrunken, nachdem der Boden über der Schullatrine zusammengebrochen war.

  • Das Oberste Berufungsgericht hat seiner Familie nun eine Entschädigung von 1,4 Millionen Rand (88.000 Euro) zugesprochen. Die Familie werde für den "emotionalen Schock und die Trauer" entschädigt, entschied das Gericht.
  • Die Leiche des Jungen war erst vier Stunden nach dem Unglück entdeckt worden. "Seine Hand ragte aus dem Abwasser, als ob er um Hilfe bat", berichtete sein Vater dem lokalen Fernsehsender eNCA von dem Moment, als der Junge gefunden wurde.
  • Offene Latrinen sind an ländlichen Schulen in Südafrika immer noch üblich. Nach dem Tod eines weiteren Schülers unter ähnlichen Umständen im Jahr 2018 versprach Präsident Cyril Ramaphosa, offene Latrinen innerhalb von zwei Jahren aus den Schulen zu verbannen.
20:00 Uhr

Die Videos des Tages

19:35 Uhr

Das sind die beliebtesten Passwörter 2019

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"dragon" ist auf Platz elf.

(Foto: picture alliance / dpa)

Liebe Leserinnen und Leser, es tut mir leid, wenn ich jetzt Ihr Passwort der ganzen Welt verrate. Wenn das der Fall ist, dann hat FDP-Chef Christian Lindner hier einen originellen Tipp für Sie:

*Datenschutz

 

  • Ja, das beliebteste Passwort in Deutschland ist schon wieder "123456", wie das Hasso-Plattner-Institut in Potsdam ermittelte.
  • Schwache und unsichere Zahlenreihen folgen: "123456789", dann "12345678" und "1234567". Auf den fünften Platz schafft es das "password", auf Platz elf "dragon".
  • Auch "iloveyou" und "monkey" sind beliebt (Plätze zwölf und 14).

Das HPI veröffentlicht jedes Jahr die meistgenutzten Passwörter der Deutschen. Datengrundlage sind laut Institut in diesem Jahr rund 67 Millionen Zugangsdaten aus dem Datenbestand des HPI Identity Leak Checker, die auf E-Mail-Adressen mit .de-Domäne registriert sind und dieses Jahr geleakt wurden. Der Identity Leak Checker ist ein Online-Sicherheitscheck des HPI, wo jeder Internetnutzer kostenlos durch Eingabe seiner E-Mail-Adresse prüfen lassen kann, ob Identitätsdaten von ihm frei im Internet kursieren und missbraucht werden könnten. Das Beste daran: Sie müssen kein Passwort eingeben.

19:01 Uhr

Vestager lobt von der Leyens Handy-Verbot

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Wird nicht mehr von ihrem Handy abgelenkt: Margrethe Vestager.

(Foto: picture alliance/dpa)

Gar nicht "stinklangweilig", ganz im Gegenteil: Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager hat die neue EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen dafür gelobt, eine "andere Atmosphäre" in Brüssel geschaffen zu haben.

Im Gespräch mit der "Süddeutschen Zeitung" schwärmte Vestager von der Entscheidung der CDU-Politikerin, Mobiltelefone aus den Sitzungen zu verbannen: "Alle müssen die in einen kleinen Schrank sperren." Plötzlich könne kein Kommissar noch schnell per E-Mail Aufträge aus der Sitzung heraus erteilen. Sie habe das mitunter auch gemacht, gab Vestager zu, denn es sei "so schwer", sich nicht ablenken zu lassen. "Nun hört man sich gegenseitig zu."

Vestager begrüßte auch das neue Erscheinungsbild der EU-Kommission: "Unter Juncker sah ich eigentlich nur Männer am Tisch." Unter von der Leyen herrsche "weniger Gleichförmigkeit", es gebe "weniger dunkle Anzüge". Diese Bemerkung richte sich nicht gegen Männer, betonte Vestager, aber früher seien viele Fragen nicht gestellt worden, weil alle annahmen, dass Konsens herrsche.

18:18 Uhr

Toter Hirsch hat sechs Kilo Plastik im Magen

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Sechs Kilo Plastikmüll wurden bei der Untersuchung des Kadavers entdeckt.

(Foto: picture alliance/dpa)

In der Schweiz ist ein Hirsch erlegt worden, der sechs Kilogramm Plastik - darunter Plastikhandschuhe, Schnüre und Vogelfutternetze - im Magen hatte. Doch in diesem Fall ist nicht im Wald herumliegender Plastikmüll das Problem, betont ein Sprecher des Amtes für Jagd und Fischerei.

Beim ersten Schnee locke das Nahrungsangebot etwa auf Komposthaufen oder in Vogelhäuschen Tiere in die Bergdörfer Arosa und Langwies im Kanton Graubünden. Es sei schwierig, sie vor Plastik zu schützen, sagte Reinhard Schnidrig vom Bundesamt für Umwelt im SRF. Tiere würden auf der Suche nach Futter auch Plastikabfälle aufnehmen, wenn darin Nahrungsmittel verpackt waren und sie entsprechend riechen.

Es sei wichtig, organische Abfälle vor Wildtieren zu schützen, sagte Schniedrig. "Deckt organische Abfälle zu, stellt diese Komposthaufen so in eure Gärten, dass sie eben nicht von Wildtieren angegangen werden können", meinte er.

18:01 Uhr

Silvester: Köln verbietet Wunderkerzen vor Dom

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Kein Schnee, keine Wunderkerzen: klingt nach einer coolen Silvesterparty.

(Foto: imago images/Cavan Images)

Rund um den Kölner Dom wird an Silvester wieder eine feuerwerksfreie Zone eingerichtet - und sie gilt sogar für Wunderkerzen.

Der Sicherheitsbereich ist Teil des Silvesterkonzepts, das die Stadt mit der Polizei abgestimmt hat. Die sogenannte böllerfreie Zone gilt demnach am Silvesterabend ab 18 Uhr - Besucher und deren Taschen, Koffer und Rucksäcke werden an verschiedenen Zugängen kontrolliert. "In diesen Bereich dürfen keine Böller, Raketen oder anderes Feuerwerk mitgenommen werden - dazu gehören auch Wunderkerzen", teilte die Stadt mit.

Die Maßnahmen sind Lehren aus der Silvesternacht 2015/16, in der es rund um den Kölner Dom zu massiven sexuellen Übergriffen auf Frauen gekommen war.

17:35 Uhr

Mann radelt mit Fitness-App Kunstwerke auf Landkarten

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Für dieses Kunstwerk radelte Hoyte neun Stunden lang rund 127 Kilometer in und um London.

(Foto: imago images/ZUMA Press)

Hier mal ein kreativer Tipp gegen den Weihnachtsspeck. Der Brite Anthony Hoyte zeichnet gerne Bilder auf Landkarten. Er nimmt dazu aber keinen Stift in die Hand, sondern setzt sich auf sein Fahrrad.

Mithilfe von Strava, einer Mischung aus sozialem Netzwerk und Fitness-App, wird seine Route auf einer digitalen Landkarte nachgezeichnet. Heraus kommen dabei Bilder, die Hoyte als "Strava-Art" bezeichnet.

"Ich glaube, meine Familie und Freunde denken, dass ich ein bisschen verrückt bin", sagte Hoyle der BBC. Aber er genieße die Tatsache, dass er Leute mit seinen Bildern unterhalten könne, so der Mann aus dem englischen Cheltenham.

Hoyle ist nicht der einzige Strava-Künstler. Hier finden Sie eine Auswahl an beeindruckenden GPS-Kunststücken

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142 Killometer musste Hoyte zurücklegen, um dieses Bild zu "zeichnen".

(Foto: imago images/ZUMA Press)

17:03 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:59 Uhr

AfD-Bundestagsabgeordneter verlässt Partei aus Protest

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Lars Herrmann ist Bundestagsabgeordneter und Polizist.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der sächsische AfD-Bundestagsabgeordnete Lars Herrmann ist aus seiner Partei und Fraktion ausgetreten - aus Protest gegen deren Kurs. Er werde aber als fraktionsloser Abgeordneter weiter im Bundestag bleiben, sagte er.

Zur Begründung gab er an, er sei wegen Kritik am thüringischen AfD-Vorsitzenden und "Flügel"-Chef Björn Höcke aus der Landesgruppe Sachsen im Bundestag ausgeschlossen worden, ohne angehört worden zu sein. "Das war für mich der Zeitpunkt, um zu sagen, dass mich hier nichts mehr hält."

Herrmann begründete seinen Schritt auch damit, dass der sächsische Landesverband und sein Kreisverband Leipzig-Land mit Vertretern des rechtsnationalen "Flügels" besetzt seien.

Mehr dazu lesen Sie hier.
16:01 Uhr

Drei Jugendliche vor S-Bahn gestoßen: Haftstrafen verhängt

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Nach Ansicht des Gerichts hatten die 17-Jährigen keine Tötungsabsicht, als sie die drei Kontrahenten auf die Gleise vor einen durchfahrenden Zug stießen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im Prozess um tödliche Stöße auf ein Nürnberger S-Bahn-Gleis sind mehrjährige Haftstrafen verhängt worden.

  • Die Jugendkammer am Landgericht Nürnberg-Fürth wertete die Taten der zwei 17 Jahre alten Angeklagten als Körperverletzung mit Todesfolge. Einer der Jugendlichen muss dreieinhalb Jahre ins Gefängnis, der zweite drei Jahre und drei Monate.
  • Die Richter sahen es als erwiesen an, dass die beiden Männer bei einem Streit auf dem S-Bahnsteig im Januar drei etwa gleichaltrige Jugendliche ins Gleisbett gestoßen haben. Zwei von ihnen wurden von einem durchfahrenden Zug erfasst und tödlich verletzt.
  • Die Staatsanwaltschaft hatte vier Jahre und fünf Monate für den einen Angeklagten sowie drei Jahre und neun Monate für den anderen gefordert. Die Verteidigung hatte auf Bewährungsstrafen plädiert. Die Nebenklage im Auftrag der Eltern der Opfer sah dagegen eine Tötungsabsicht bei den Angeklagten und forderte längere Haftstrafen wegen Totschlags.
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15:27 Uhr

Trumps Anhänger sollen für ihn beten

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US-Präsident Donald Trump hat seine Anhänger angesichts des bevorstehenden Amtsenthebungsverfahrens gegen ihn zum Gebet aufgerufen. "Sprechen Sie ein Gebet!", schrieb Trump vor der entscheidenden Sitzung des Repräsentantenhauses auf Twitter.

  • Er drückte zugleich seinen Unglauben darüber aus, dass die "radikalen linken" Demokraten ihn des Amtes entheben wollten. In Großbuchstaben schrieb er: "Und ich habe nichts falsch gemacht!"
  • Das Impeachment-Verfahren sei "eine furchtbare Sache", die keinem anderen Präsidenten widerfahren sollte.
  • Das Repräsentantenhaus in Washington ist zusammengekommen, um über die zwei gegen Trump erhobenen Anklagepunkte rund um die Ukraine-Affäre zu debattieren. Am Ende soll über die Eröffnung eines Impeachment-Verfahrens gegen den republikanischen Präsidenten abgestimmt werden.
15:00 Uhr

Merkel bleibt bei Nord Stream 2 hart - und setzt auf Dialog

Kanzlerin Angela Merkel will im Streit mit den USA über die Ostsee-Gas-Pipeline Nord Stream 2 nicht mit Gegensanktionen reagieren.

Die Bundesregierung lehne die sogenannten extraterritorialen US-Sanktionen zwar ab, sagte Merkel im Bundestag. Man habe nicht die Absicht, hier zurückzuweichen. Gegensanktionen ziehe sie aber nicht in Betracht: "Ich sehe keine andere Möglichkeit, als Gespräche zu führen, dass wir diese Praxis nicht billigen."

Nach dem US-Repräsentantenhaus hatte auch der Senat am Dienstag die Sanktionen gegen Unternehmen im Zusammenhang mit der Pipeline gebilligt, die russisches Gas nach Deutschland transportieren soll. Nun muss US-Präsident Donald Trump das Gesetz noch in Kraft setzen, was als sicher gilt.

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14:46 Uhr

Farage: Von der Leyen ist "stinklangweilig"

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Im Europaparlament wird ihn wohl niemand vermissen: Nigel Farage.

(Foto: picture alliance/dpa)

Undankbar und respektlos: Brexit-Vorkämpfer Nigel Farage hat sich im Europaparlament verabschiedet.

  • "Nach dreieinhalb Jahren Täuschung und Unehrlichkeit werden wir dieses Gefängnis der Nationen Ende Januar verlassen", sagte der Chef der britischen Brexit-Partei in Straßburg.
  • Er nannte die neue EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen und EU-Ratschef Charles Michel "stinklangweilig".
  • Und der EU sagte er ein jähes Ende voraus: "(Der) Brexit ist der Anfang vom Ende dieses Projekts."
  • Mehrere seiner Fraktionskollegen stimmten ein. Einer verabschiedete sich mit dem Ruf: "Freiheit!", eine Abgeordnete wünschte: "Merry Brex-mas".
14:34 Uhr

Schichtwechsel

Janis Peitsch verabschiedet sich in den Feierabend, ich übernehme den "Tag". Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

14:25 Uhr

Drogen und Waffen bei Razzia gegen rechte Szene entdeckt

Bei einer Razzia gegen die rechtsextremistische Szene in Hessen hat die Polizei NS-Devotionalien, Drogen und Waffen sichergestellt. Zudem wurde eine Person festgenommen, teilte das hessische Innenministerium mit. Die Durchsuchung der zwölf Wohnungen und Immobilien fand demnach bereits am Dienstag statt.

Die Ermittler hätten "der rechten Szene einen abermaligen Schlag versetzt", erklärte Hessens Innenminister Peter Beuth. Neben Waffen und Drogen stellten die Beamten auch Schießpulver, Pyrotechnik und Schwefelsäure sicher.

13:53 Uhr

Russland beschlagnahmt japanische Fangschiffe

Russland hat fünf japanische Fischereischiffe vor der Küste der nördlichen Insel Hokkaido beschlagnahmt. Die Fangschiffe seien zu einer der zwischen Russland und Japan umstrittenen Kurilen-Inseln gebracht worden, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf Regierungsquellen.

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Russische Behörden vermuteten Unstimmigkeiten zwischen den realen und den registrierten Fangmengen, berichtete Kyodo. Das japanische Außenministerium legte wegen des Vorfalls vom Dienstag Beschwerde in Moskau ein.

Die Kurilen liegen zwischen der russischen Halbinsel Kamtschatka und Hokkaido. Russland hatte die Inselkette zum Ende des Zweiten Weltkriegs besetzt und verwaltet sie noch heute. Japan erhebt Anspruch auf die vier südlichen Inseln. Wegen des Streits haben beide Länder bis heute keinen Friedensvertrag unterzeichnet.

13:13 Uhr

Ausgesetztes Baby überlebt, weil die Müllabfuhr zu spät ist

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Eine Passantin fand das Baby im Müll.

(Foto: picture alliance / Eurokinissi/E)

Die Verspätung der Müllabfuhr hat ein ausgesetztes Neugeborenes in der westgriechischen Stadt Kalamata vor dem Tod bewahrt. "Das Baby hatte Glück im Unglück", sagte Kalamatas Bürgermeister Thanassis Vassilopoulos dem Fernsehsender Alpha TV. Am Mittwoch, als der Säugling in einen mehrere Meter langen Müllabwurfschacht geworfen worden sei, sei das Müllauto in dem Viertel spät dran gewesen.

In der Zwischenzeit fand eine Passantin das Kind. Es wurde dem Bericht zufolge mit Atembeschwerden in eine Klinik gebracht. Die Ärzte gehen aber davon aus, dass es sich vollständig erholen werde, hieß es.

Wie gefährlich die Lage war, aus der das Kind gerettet wurde, machte Bürgermeister Vassilopoulos noch einmal deutlich: "Die Müllautos nehmen den Müll nicht nur mit, sie pressen ihn."

12:34 Uhr

Arzt wandert für OP-Pfusch lange ins Gefängnis

Wegen schwerer und gefährlicher Körperverletzung hat das Rostocker Landgericht einen Neurochirurgen zu einer Haftstrafe von zehn Jahren und sechs Monaten verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mediziner eine Patientin im Jahr 2010 zu einer unnötigen Halsoperation überredet und diese zudem fehlerhaft ausgeführt hatte. Die inzwischen 48 Jahre alte Frau ist seit der Operation dauerhaft krank und berufsunfähig.

Das Gericht lag damit deutlich über dem Strafmaß von acht Jahren Haft, das die Staatsanwaltschaft in ihrem Plädoyer gefordert hatte. Die Verteidigung hatte die Vorwürfe der Anklage bestritten und höchstens fünf Jahre Haft beantragt.

12:08 Uhr

Kim Kardashian gibt Foto-Schummelei zu

Reality-TV-Star Kim Kardashian hat eine kleine Foto-Schummelei zugegeben: Ihre Tochter North wurde auf der diesjährigen Instagram-Weihnachtskarte nachträglich eingefügt. Das beichtete die 39-Jährige in der TV-Show von US-Moderatorin Ellen DeGeneres.

Zur Erklärung sagte Kardashian: "North hatte einen schlechten Tag. Sie war nur am Weinen, weil sie eine spezielle Haarfrisur etc. wollte." Sie sei aber einverstanden gewesen, nicht auf der Karte abgebildet zu sein. Am nächsten Morgen habe die sechsjährige North gesagt, sie wolle ein Bild nur mit ihrer Mutter.

"Ich habe den Fotografen angerufen, ihm gesagt, ich würde heute total anders aussehen, er solle uns fotografieren, aber mich ausschneiden und sie per Photoshop einsetzen", erklärte Kardashian. "Und jetzt sieht es aus wie eine perfekte Karte."

*Datenschutz

 

12:00 Uhr
11:22 Uhr

Russland bietet der EU einen "Neustart" an

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Russlands Außenminister Sergej Lawrow

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen sind seit der russischen Annexion der ukrainischen Schwarzmeer-Halbinsel schwer belastet. Doch nach dem Willen Moskaus könnte sich das bald ändern. Denn Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat der Europäischen Union nun einen "Neustart" in den Beziehungen angeboten.

Unter der neuen EU-Führung in Brüssel gebe es "Anlass, ernsthaft darüber nachzudenken, wer wir füreinander in einer sich rasch verändernden Welt sind", schrieb Lawrow in einem Beitrag für die Regierungszeitung "Rossijskaja Gaseta". Nach einigem Stillstand sei die Zusammenarbeit Russlands mit der Mehrheit der EU-Staaten wieder lebendig.

30 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer und dem Ende des Kalten Krieges sollten sich Russland und die EU wieder auf eine Partnerschaft besinnen. "Wir sind offen für eine gegenseitig nützliche, gleichberechtigte und pragmatische Zusammenarbeit mit der EU", schrieb Lawrow.

10:41 Uhr

Diese Babynamen lehnten Standesämter 2019 ab

Eltern in Deutschland bleiben ihrem Geschmack bei Babyvornamen treu. Auch 2019 werden Marie und Paul bei den beliebtesten Kindernamen ganz vorne stehen. Das ergab eine erste Stichprobe der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) unter Standesämtern. So weit, so langweilig.

Viel interessanter ist, welche Namen die Standesämter im aktuellen Jahr ablehnten. Dazu gehören: Voice, Ewert, Seestern, Lord, Regenbogen, O'Connor oder Decay (Englisch: Verfall).

Für die Namensvergabe gibt es keine festen Gesetze - aber Richtlinien und Empfehlungen. "Wir überlegen, ob sich das Kind - in welchem Kulturkreis auch immer - mit dem Namen wohlfühlt und nicht gehänselt wird", erklärt GfdS-Sprachberater Lutz Kuntzsch. Außerdem müsse der Begriff unter anderem Namenscharakter haben und verständlich sein.

Grünes Licht gab es von den Experten übrigens für die ursprünglichen Namens-Kurzformen Iggy und Bex, den englischen Namen Curly-Fay oder auch für Bear, Magic, Juno, Filian oder Castiel.

09:59 Uhr

Produktionsfirma sucht Ork-Darsteller per Anzeige

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Kleingewachsene Menschen haben als Ork-Darsteller bessere Chancen.

(Foto: imago/Prod.DB)

Nach dem Erfolg der "Herr der Ringe"-Trilogie soll nun eine von Amazon produzierte Serie folgen. Mit einer Stellenanzeige suchen die Macher nun nach Komparsen, die in die Rolle der bösen Orks schlüpfen. 

Wenn Sie also über besonders schrumpelige Haut, schiefe Zähne und starke Körperbehaarung verfügen, sind Sie vielleicht ideal für den Job.

Wie der "Guardian" schreibt, wird der Job mit 300 Dollar Tagesgage entlohnt - plus eine warme Mahlzeit. Allerdings: Die Dreharbeiten finden in Neuseeland statt.

09:28 Uhr

Flügel von Frank Sinatra für mehr als 100.000 Dollar versteigert

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Der Flügel war im Besitz von Sinatras erster Ehefrau Nancy.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein 1949 vom legendären US-Sänger Frank Sinatra gekaufter Flügel ist in Kalifornien für über 106.000 Dollar, gut 95.000 Euro, versteigert worden. Der Steinway-Flügel war zuvor auf 40.000 Dollar geschätzt worden, wie das Auktionshaus Julien's Auctions mitteilte. Musikgrößen wie Nat King Cole, Sammy Cahn, Milton Berle und Michael Feinstein hätten im Haus von Frank und Nancy Sinatra in Los Angeles darauf gespielt.

Der Flügel gehörte zu fast 600 Stücken aus dem Nachlass von Sinatras erster Ehefrau Nancy. Das Paar hatte drei Kinder. Nancy Sinatra starb 2018 im Alter von 101 Jahren.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:41 Uhr

Forscher lüften weiteres Geheimnis um Ötzi

Sein Mageninhalt, seine Krankheiten und seine Zähne sind bereits bis ins kleinste Detail erforscht. Jetzt ist wohl ein weiteres Geheimnis um Ötzi gelüftet. Die Schnur, die er bei sich trug, sei seine Bogensehne, sind Forscher überzeugt. "Die in Ötzis Köcher enthaltene Schnur dürfte weltweit die älteste erhaltene Bogensehne sein", teilte das Südtiroler Archäologiemuseum in Bozen mit.

Bisher war nicht klar, was die Schnur genau für eine Funktion hatte. Man war davon ausgegangen, dass die mehrfach gedrillte Kordel aus Pflanzenfasern bestand. Die Wissenschaftler hätten nun herausgefunden, dass sie aus Tierfasern gemacht ist - und daher belastbar und als Sehne geeignet, hieß es vom Museum.

Über Ötzi weiß man bereits auch, dass er Karies hatte. Augenfarbe, DNA und Blutgruppe sind bekannt - ebenso, dass der Gletschermann laktoseintolerant und tätowiert war.

08:07 Uhr

Helene Fischer will es wie Stefan Raab machen

Deutschlands wohl erfolgreichster Schlagerstar macht sich Gedanken über das Ende ihrer Showkarriere: Helene Fischer könnte sich - ähnlich wie Stefan Raab - irgendwann einen kompletten Rückzug aus der großen Öffentlichkeit vorstellen. "Ja, und zwar von heute auf morgen, ohne Probleme", sagte die 35-Jährige der dpa. Ihre Passion würde sie aber nicht aufgeben. "Ohne Musik? Niemals!", sagte Fischer.

Die Schlagersängerin hatte sich für 2018 eine Auszeit genommen und ist in den vergangenen Monaten kaum aufgetreten. Am ersten Weihnachtsfeiertag ist sie nun wieder im ZDF zu sehen.

07:51 Uhr
Breaking News

Offiziell: Opel-Mutter PSA und Fiat Chrysler beschließen Fusion

Nach wochenlangen Verhandlungen kommt es nun tatsächlich zur Mega-Fusion in der Automobilbranche: Der französische Konzern PSA schließt sich mit Fiat Chrysler zusammen. Das teilen die Unternehmen am Morgen mit. Die Konzerne wollen den viertgrößten Autohersteller der Welt schmieden.

Mehr dazu lesen Sie hier.
07:31 Uhr

Behindert Scheuer den U-Ausschuss zur Pkw-Maut?

Beamte des Verkehrsministeriums von Andreas Scheuer sollen wichtige Akten zur Pkw-Maut aus dem Bundestag transportiert und als vertrauliche Verschlusssache eingestuft haben. Das berichtet der "Spiegel". Demnach waren die Dokumente zuvor vom Untersuchungsausschuss zur Pkw-Maut als Beweismittel angefordert worden. Für die Öffentlichkeit sind die Akten nun voraussichtlich gesperrt.

Nach Informationen des "Spiegels" sind die Akten für die Aufarbeitung der Pkw-Maut von zentraler Bedeutung. So sollen sie beispielsweise dokumentieren, wie das Verkehrsministerium in Verhandlungen mit den Maut-Betreibern Kosten in einen Schattenhaushalt auslagerte und damit verschleierte.

Mehr dazu lesen Sie hier.
07:12 Uhr

13 vermisste Bergleute nach Grubenunglück gerettet

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Rettungskräfte am Ort des Geschehens.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach 80 Stunden unter Tage sind 13 vermisste Bergleute aus einer Grube in Südwestchina gerettet worden. Rund zehn Kilometer entfernt vom Eingang des Shanmushu-Kohlebergwerks in der Provinz Sichuan waren die Kumpel durch einen Wassereinbruch eingeschlossen worden. Fünf weitere Bergleute kamen ums Leben.

In mehr als 300 Meter Tiefe habe sich einer der vermissten Bergleute in der Nacht den Weg zu den Bergungskräften bahnen können und berichtet, dass die anderen zwölf in Sicherheit seien. Die Rettungskräfte hätten wegen der großen Entfernung zwei Stunden gebraucht, um zu den Vermissten zu gelangen.

Chinas Gruben gelten als besonders gefährlich. Jedes Jahr kommen nach offiziell unbestätigten Schätzungen Tausende Arbeiter ums Leben. Schlechte Sicherheitsvorkehrungen, mangelnde Aufsicht und Vetternwirtschaft werden häufig als Ursachen genannt.

07:00 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

für Trump wird es ernst. Denn die Abgeordneten des US-Repräsentantenhauses kommen heute zusammen, um über die Einleitung eines Impeachment-Verfahrens abzustimmen. Da die Demokraten die Mehrheit im Repräsentantenhaus besitzen, gilt eine Zustimmung als wahrscheinlich. Vor Trump waren erst zwei Präsidenten einem Impeachment-Verfahren ausgesetzt. Richard Nixon wurde die Watergate-Affäre zum Verhängnis - er dankte noch vor der Abstimmung über eine Amtsenthebung ab. Bill Clinton überstand die Lewinsky-Affäre mit einem blauen Auge und blieb US-Präsident.

Was heute sonst noch auf der Tagesordnung steht:

  • Kanzlerin Angela Merkel stellt sich im Bundestag bei der Regierungsbefragung den Fragen der Abgeordneten.
  • Der Vermittlungsausschuss von Bundesrat und Bundestag stimmt über einen Kompromiss zum Klimapaket ab.
  • Das Bundeskabinett will ein Verbot sogenannter Konversionstherapien auf den Weg bringen. Dabei geht es um umstrittene Methoden zur "Heilung" oder "Umpolung" von Homosexuellen.
  • Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer reist nach Zypern zu einem Weihnachtsbesuch bei deutschen Soldaten.
  • Der Bundesgerichtshof verkündet ein Urteil zu Falschparkern auf Privatparkplätzen.
  • Die erste Prognose zu den beliebtesten Babynamen 2019 wird veröffentlicht.

Ich wünsche Ihnen einen guten Morgen. Bis zum Nachmittag betreue ich für Sie den "Tag". Fragen, Anregungen und Kritik bitte per Mail an janis.peitsch[at]nama.de

06:09 Uhr

Erst Regen - dann freundlich und trocken

Auch heute geht es wieder nur selten mal frostig los. Frühwerte um den Gefrierpunkt gibt es höchstens im Donauraum sowie in Ostbayern und in Teilen Sachsens. Die kälteste Wetterstation befindet sich derzeit noch auf unserem höchsten Berg, der Zugspitze mit knapp 3000 Metern und einer Temperatur von minus 4 Grad. Aber auch das ist natürlich für Mitte Dezember viel zu mild. Im großen Rest ist es ebenfalls absolut unwinterlich mit Frühwerten zwischen 6 und 12 Grad.

Am mildesten ist es dabei bevorzugt unter den kompakteren Wolken, die sich vormittags besonders vom Südwesten bis in den Nordosten erstrecken und zum Teil noch Regen oder Nieselregen mitbringen. Nachmittags wird es dann aber häufiger freundlich und mehrheitlich trocken. Insgesamt am meisten Sonne bekommt der Süden Bayerns. Und dort wird es bei bis zu 15 Grad auch am mildesten. Sonst bringen es die Temperaturen auf 7 bis 14 Grad. Damit ist es zwar deutlich weniger warm als gestern, als wir gerne mal zwischen 13 und 19 Grad bekommen haben. Jedoch zeichnet sich keine Trendwende zum Winter ab.

Die weiteren Aussichten werden nämlich nach wie vor von deutlich zu warmen Temperaturen dominiert. Morgen bei 5 bis 15, am Freitag bei 8 bis 15 Grad. Die Werte am zunehmend wechselhaften Wochenende bewegen sich zwar „nur“ noch bei 4 bis 10 Grad. Das reicht aber für Schnee im Flachland bei Weitem nicht aus, sodass der Trend für die weiße Weihnacht ebenfalls allmählich gegen 0% geht. In den Gipfellagen der Mittelgebirge könnte es dagegen pünktlich zu den Weihnachtstagen für ein paar Flocken reichen. Ihr Björn Alexander

06:03 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht