Mittwoch, 02. Dezember 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:36 Uhr

Das war Mittwoch, der 2. Dezember 2020

Wer noch darauf gehofft hat, Silvester in einem schönen Restaurant oder in einer Eckkneipe zu feiern, kann das nun vergessen. Der Teil-Lockdown wird bis zum 10. Januar verlängert. "Im Grundsatz bleibt der Zustand, wie er jetzt ist", sagte Kanzlerin Merkel nach Beratungen mit Ministerpräsidenten der Länder. Mehr dazu lesen Sie hier.

Was war heute sonst wichtig:

Ich verabschiede mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht!

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21:57 Uhr

"Mad Max"-Star Hugh Keays-Byrne ist tot

Schauspieler Hugh Keays-Byrne, der nicht nur einen, sondern zwei Hauptschurken im "Mad Max"-Franchise gespielt hat, ist tot.

  • Die traurige Nachricht hat Filmemacher Ted Geoghegan via Twitter mitgeteilt. Demnach starb der australische Schauspieler im Alter von 73 Jahren. "Hugh Keays-Byrne, einer der unbesungenen Helden des australischen Kinos, ist mit 73 Jahren gestorben. (...) Sir, danke für all die Unterhaltung", schreibt Geoghegan zu zwei Bildern von Keays-Byrne, die ihn in seinen Rollen als erstes und bislang letztes "Mad Max"-Scheusal zeugen.
  • Denn Keays-Byrne war von der ersten Stunde von George Millers filmischer Tour de Force mit von der Partie. Im Ersten Teil von 1979 spielte er Bösewicht Toecutter, den Anführer einer Motorradgang, die dem Titelhelden Max Rockatansky, damals noch dargestellt von Mel Gibson, das Leben zur Hölle machte.
  • Und auch im Oscar-Abräumer "Mad Max: Fury Road" von 2015 mit Tom Hardy  war Keays-Byrne als zentraler Antagonist dabei - dieses Mal als diabolischer Immortan Joe.
21:27 Uhr

Insider: Trump deutet Pläne für US-Präsidentenwahl 2024 an

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"Sonst sehe ich Sie in vier Jahren wieder".

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

US-Präsident Donald Trump hat einem Insider zufolge angedeutet, dass er bei der Wahl 2024 erneut antreten könnte. Er kämpfe weiter um eine zweite Amtszeit nach der Abstimmung in diesem Jahr, sagte Trump bei einem Empfang im Weißen Haus einem republikanischer Teilnehmer zufolge. "Sonst sehe ich Sie in vier Jahren wieder", habe er erklärt.

US-Präsidenten dürfen insgesamt zwei Amtszeiten zu je vier Jahren absolvieren. Bislang absolvierte allein Grover Cleveland zwei nicht aufeinanderfolgende Amtszeiten. Er war von 1885 bis 1889 und von 1893 bis 1897 US-Präsident.

20:51 Uhr

Drake verkauft Kerze, die nach ihm riecht

Drake erschließt sich neue Geschäftszweige. Der Rapper hat sich mit dem Schweizer Unternehmen Givaudan, dem größten Hersteller von Aromen und Duftstoffen, zusammengetan, und bringt eine eigene Duftkerzen-Kollektion heraus. Die verschiedenen Sorten tragen Namen wie "Good Thoughts" oder "Sweeter Tings" und kosten pro Stück 47 Euro. Dafür erhält man eine Kerze in einem blauen Glas sowie einen Goldstift zum Personalisieren.

Nicht ganz billig, doch eine Geruchsrichtung ist noch deutlich teurer: Für "Carby Musk" muss der Kunde oder die Kundin 78 Euro auf den Tisch legen. Dafür soll diese Duftkerze den persönlichen Duft des Rappers transportieren. Den kann man sich laut Beschreibung wie folgt vorstellen: "Mit Noten von Moschus, Bernstein, Kaschmir, Wildleder und Samt. Riecht tatsächlich nach Drake".

20:30 Uhr
Breaking News

Teil-Lockdown wird bis 10. Januar verlängert

Der Teil-Lockdown mit geschlossenen Restaurants, Museen, Theatern und Freizeiteinrichtungen wird bis zum 10. Januar verlängert. Das haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder bei ihren Beratungen beschlossen, wie die CDU-Politikerin im Anschluss mitteilte. "Im Grundsatz bleibt der Zustand, wie er jetzt ist", sagte Merkel.

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20:06 Uhr

Auch Diplomat aus Estland bei illegaler Corona-Sex-Party in Brüssel

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In diesem Haus in Brüssel fand die illegale Party statt.

(Foto: imago images/Belga)

Nach einer illegalen Sex-Party am vergangenen Freitag in Brüssel hat bereits ein EU-Abgeordneter sein Amt niedergelegt. Jetzt wird bekannt, dass auch ein Diplomat aus Estland bei der Feier dabei war. Das Außenamt in Tallinn bestätigte estnischen Medien, dass der Staatsvertreter nach eigenen Angaben bei der Party gewesen war und wegen eines Verstoßes gegen Corona-Auflagen festgenommen worden war.

Obgleich der Diplomat als Privatperson an der Versammlung teilgenommen habe, sei es "bedauerlich", dass die Person nicht die geltenden Beschränkungen in Belgien eingehalten habe, sagte Ministeriumssprecherin Aari Lemmik.

In Belgien hatte Polizei am Freitagabend eine Party in Brüssel wegen Verstoßes gegen die Corona-Vorschriften aufgelöst. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatten die Beamten in einer Wohnung in der Innenstadt rund 20 Menschen angetroffen. Belgischen Medien zufolge handelte es sich um eine Sex-Party.

19:13 Uhr

Schmuggler nähen lebende Reptilien in Puppen ein

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In diesen Puppen waren die Tiere versteckt.

(Foto: Zoll)

Gruselfund am Flughafen Köln/Bonn: Der Zoll hat in Paketen aus Mexiko mehr als zwei Dutzend artgeschützte Reptilien entdeckt - die Tiere waren in kleine Stoffpuppen eingenäht. Die insgesamt 26 Dosenschildkröten, Baumschleichen und Krötenechsen seien auf dem Weg zu Privatleuten in Deutschland gewesen - eingebettet in mexikanische Süßigkeiten, Souvenirs und Spielsachen, teilte die Behörde mit.

Als man die Pakete geöffnet habe, sei den Zöllnern schon ein spezieller Geruch entgegen gekommen, sagte Sprecher des Hauptzollamts Köln. Beim Abtasten seien die Tiere dann gefunden worden. Ohne ausreichende Belüftung überlebten mehrere von ihnen die Reise allerdings nicht. Zwölf Tiere sind gestorben.

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Nicht alle überlebten die Reise.

(Foto: Zoll)

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18:24 Uhr

Sohn 28 Jahre in Wohnung isoliert: Verdacht gegen Mutter abgeschwächt

In Schweden soll eine Frau ihren Sohn fast 30 Jahre isoliert haben - nun hat die Staatsanwaltschaft ihren Verdacht jedoch abgeschwächt. Wie die Justizbehörde berichtete, ergab sich dies aus den jüngsten Ermittlungen. Der Mann sei inzwischen verhört worden. Die Untersuchungen seien aber nicht abgeschlossen, hieß es in einer Mitteilung. Gegen die 70-Jährige werde weiterhin wegen Freiheitsberaubung und schwerer Körperverletzung ermittelt.

Die Tochter der Frau wirft ihr vor, den heute 41-Jährigen von der Außenwelt isoliert zu haben, seit er zwölf Jahre alt war. Sie sagte schwedischen Medien, ihren Bruder am Sonntag in der völlig verwahrlosten Wohnung der Mutter gefunden zu haben, als diese im Krankenhaus war. Der Mann habe kaum sprechen können und kaum noch Zähne gehabt, seine Beine seien mit Wunden übersät gewesen.

17:49 Uhr

Mann erdrosselt Frau in Dusche nach Streit um Bier und Luxus-Auto

Das Bonner Landgericht hat einen Rentner wegen der Tötung seiner Ehefrau zu sechs Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Der frühere Manager wurde des Totschlags und der Körperverletzung schuldig gesprochen. Er hatte in einer Nacht im Mai 2020 seine 65 Jahre alte Frau nach einem Streit in der Dusche mit einem Nylonseil erdrosselt.

  • Die Richter schlossen nicht aus, dass der 67-Jährige wegen einer "depressiven Episode" - unter anderem mit der unbegründeten Angst zu erblinden - und durch eine starke Alkoholisierung bei der Tat vermindert steuerungsfähig war. 
  • Der Angeklagte hatte die Tötung im Prozess gestanden. Kurz vor der Tat hatte er sich ein teures Auto gekauft und beschlossen, an die Côte d'Azur zu ziehen. Seine Frau, die noch als Arzthelferin arbeitete, hatte sich allerdings gegen die Pläne gestellt.
  • In der Untersuchungshaft hatte der Angeklagte erzählt, dass er sich am Tatabend bei seiner Frau eine weitere Flasche Bier geordert habe. Sie habe ihm aber erklärt, er solle sein Bier selber aus dem Keller holen. Daraufhin soll er in die Garage gegangen sein und das blaue Seil geholt haben.
17:24 Uhr

Mann greift in Den Haag Supermarkt-Mitarbeiter mit Messer an und legt Feuer

In einem Supermarkt im Zentrum von Den Haag hat ein Mann drei Mitarbeiter mit einem Messer verletzt und versucht, einen Brand zu legen. Er wurde wenige Stunden danach an einem Bahnhof in der Nähe festgenommen, berichtete die Nachrichtenagentur ANP.

Zum Motiv des 43-jährigen Verdächtigen sei zunächst nichts bekannt, hieß es von der Polizei. Anzeichen für einen terroristischen Hintergrund gebe es nicht. Drei Polizisten begaben sich aufgrund von Atemproblemen durch den Brand zur Kontrolle ins Krankenhaus.

Nach Angaben des Senders NOS berichteten Augenzeugen, der Täter habe eine Flasche mit Alkohol aus einem Regal genommen, die Flüssigkeit ausgeschüttet und entzündet. Aus dem Markt geflohene Kunden sprachen von panikartigen Reaktionen und einem Chaos.

16:43 Uhr

Rätsel um das Verschwinden von Utah-Monolith scheint gelöst

Wilde Theorien ranken sich binnen kurzer Zeit um den mysteriösen Monolith in Utahs Wüste. Findige Neugierige machen den geheimen Ort ausfindig - doch dann verschwindet das Objekt über Nacht. Nun macht im Internet ein mutmaßliches Bekennervideo die Runde.

 

16:08 Uhr

Betrunkener Linienbusfahrer baut Unfall und fährt weiter

Ein Linienbusfahrer war gestern Abend in Augsburg betrunken unterwegs. Und nicht nur das - er streifte mit seinem Fahrzeug eine Mauer und fuhr einfach weiter. Der Bus befand sich dabei auf dem Weg zur Endhaltestelle seiner Linie. Mehrere Zeugen des Unfalls alarmierten die Polizei, die Beamten stoppten den im vorderen Bereich beschädigten Bus kurze Zeit später.

Fahrgäste befanden sich nicht mehr an Bord. Der 65-jährige Fahrer kam bei einem Alkoholtest auf 1,7 Promille. Sein Führerschein wurde eingezogen. Gegen den Mann wird außerdem wegen Straßenverkehrsgefährdung und Unfallflucht ermittelt.

15:55 Uhr
Breaking News

Tui-Konzern einigt sich auf neues Rettungspaket

Der Tui-Konzern bekommt weitere Staatshilfen gegen einen möglichen finanziellen Absturz in der Corona-Krise. Wie der weltgrößte Reiseanbieter aus Hannover am Mittwoch mitteilte, einigte sich Tui mit privaten Investoren, Banken und dem Bund auf ein Finanzierungspaket im Volumen von 1,8 Milliarden Euro.

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15:29 Uhr

Bauern blockieren Lager - Lidl fordert "Dringlichkeitsgipfel"

Nach der Blockade eines Lidl-Zentrallagers durch aufgebrachte Bauern will sich der Discounter für faire Preise für landwirtschaftliche Produkte einsetzen.

In einem Schreiben an die anderen großen Handelsketten, Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner sowie Vertreter von Handel und Landwirtschaft forderte der Chef der Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland), Klaus Gehrig, einen "Dringlichkeitsgipfel", um konkrete Maßnahmen zur Unterstützung der Landwirte auf den Weg zu bringen, wie Lidl mitteilte. 

Gehrig betonte, nur ein gemeinsames Vorgehen von Produktion, Verarbeitung, Handel und Politik könne eine Lösung bringen. Er schlug vor, pragmatische und unbürokratische Lösungen zu suchen, um für Landwirte eine Verbesserung der Situation zu erzielen.

15:13 Uhr

Amokfahrt von Trier: Zahl der Verletzten steigt auf 18

Nach der Amokfahrt von Trier hat sich die Zahl der Verletzten auf 18 erhöht. Darunter seien sechs Schwerverletzte, teilte der Leitende Oberstaatsanwalt in Trier, Peter Fritzen, mit. Zudem gebe es weiterhin fünf Todesopfer. Am Dienstagabend war von 14 Verletzten die Rede gewesen. Inzwischen habe es noch Nachmeldungen gegeben. "18 Verletzte ist der aktuellste Stand", sagte Fritzen.

14:48 Uhr

Lebensgefahr: Einbrecher stehlen giftige Schlangen

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Die Hornviper ist giftig.

(Foto: imago images/imagebroker)

Hoffentlich wissen sie, dass ihr Diebesgut giftig ist. Unbekannte haben aus einem Zoogeschäft im Harz sechs Schlangen gestohlen. Das heikle daran: Fünf davon sind giftig.  

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei drangen die Täter in der Nacht gewaltsam in die Tierfachhandlung in Blankenburg ein. Aus einer Vitrine im Vorraum stahlen sie zunächst eine albinoartige Python. Anschließend verschafften sie sich Zugang zu einem weiteren, abgeschlossenen Raum und holten dort aus einer Vitrine fünf giftige Hornvipern. Das Gift der Schlangen kann zu Nekrosen und Lähmungen führen. Bei Kindern oder geschwächten Personen kann das Gift auch zu Todesfällen führen. Insgesamt kosteten die Schlangen rund 1275 Euro.

14:14 Uhr

Amokfahrer von Trier kommt in Untersuchungshaft

Nach der tödlichen Amokfahrt mit einem Auto in der Trierer Innenstadt kommt der dringend tatverdächtige Mann in Untersuchungshaft. Das teilte ein Polizeisprecher am Mittwoch mit. Wegen Hinweisen auf eine mögliche psychische Erkrankung war auch die Unterbringung in einer geschlossenen psychiatrischen Einrichtung infrage gekommen.

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14:10 Uhr

Schichtwechsel

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser! Meine Kollegin Juliane Kipper verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend und ich übernehme ihren Platz in der Redaktion. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen eine schönen Nachmittag!

14:01 Uhr

Gericht revidiert Urteil: Slowakischer Journalistenmörder muss 25 Jahre ins Gefängnis

Das Oberste Gericht der Slowakei hat den Mörder des slowakischen Investigativ-Journalisten Jan Kuciak zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt. Wie Gerichtssprecherin Alexandra Vazanova bestätigte, ist dieses Urteil der Berufungsinstanz gegen den Ex-Soldaten Miroslav Marcek rechtskräftig und kann nicht mehr angefochten werden. Er hatte im Januar 2020 gestanden, Kuciak und seine Verlobte Martina Kusnirova im Februar 2018 durch Schüsse in Kopf und Brust getötet zu haben.

Das Höchstgericht korrigierte mit seiner Entscheidung ein milderes Urteil des für organisierte Kriminalität zuständigen Sondergerichts in Pezinok bei Bratislava. Die dortigen Richter hatten Marcek im April zu 23 Jahren verurteilt, weil sie ihm als mildernd anrechneten, dass er geständig war und den Ermittlern wertvolle Informationen zu vermutlichen Auftraggebern lieferte.

13:29 Uhr

Mann mit Axt betritt Friseursalon und fragt nach Haarschnitt

Ein 28-Jähriger soll in Bergisch Gladbach eine Axt auf die Theke eines Friseursalons gelegt und einen Haarschnitt verlangt haben. Ein Mitarbeiter habe die Polizei verständigt, teilten die Beamten mit. Der offenbar alkoholisierte und unter Drogen stehende Mann habe die Beschäftigten jedoch nicht bedroht, sagte eine Sprecherin.

Erst beim Eintreffen der Polizei habe er sich aggressiv gezeigt und versucht, die Beamten zu schlagen. Diese fesselten den Mann und brachten ihn auf die Wache. Der 28-Jährige gab an, Kokain genommen zu haben. Ein Alkoholtest ergab zudem einen Wert von 1,2 Promille. Er kam in eine psychiatrische Klinik. Ein Strafverfahren wegen Bedrohung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte wurde eingeleitet.

13:00 Uhr

Totes Kind in Fulda: Polizei hat keine Hinweise auf Fremdeinwirkung

Nach dem Fund eines toten Kindes in einem Kanal in Fulda liegen der Polizei derzeit keine Hinweise auf eine Fremdeinwirkung vor. Das sagte ein Polizeisprecher. Bei der Kinderleiche handelt es sich nach ersten Erkenntnissen der Polizei sehr wahrscheinlich um die seit Montagabend vermisste zweijährige Timnit. Das Mädchen hatte nach bisherigen Ermittlungen an dem Abend unbemerkt die elterliche Wohnung verlassen. Die genauen Umstände sind noch unklar.

12:16 Uhr

Chinesische Mondsonde sammelte erste Bodenproben ein

Nach der erfolgreichen Mondlandung fängt die chinesische Sonde "Chang'e-5" mit dem Einsammeln von Bodenproben an. Wie die Nationale Raumfahrtbehörde Chinas (CNSA) mitteilt, nimmt die Sonde zuvor Bohrungen an der Mondoberfläche vor. Von den Gesteinsproben erhoffen sich die Forscher Aufschluss über die Entstehung des Mondes und mögliche vulkanische Aktivitäten. Die Bohrungen waren auch in einem Video zu sehen, das der staatliche Fernsehsender CCTV verbreitete. Einem Bericht des Fachmagazins "Nature" zufolge soll die Sonde rund zwei Kilogramm Gesteins- und Bodenproben aus einer bislang unerforschten Mondregion zur Erde bringen. Dort wollen chinesische Wissenschaftler laut CCTV Teile der Mondoberfläche anhand von Aufnahmen der Sonde nachbauen.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zum Mittag

11:50 Uhr

Trier trauert um Opfer von Amokfahrt

Bei einem bewegenden Gedenken am Trierer Wahrzeichen Porta Nigra haben Hunderte Menschen der Opfer der Todesfahrt in der Mosel-Stadt gedacht. Zahlreiche Kerzen und Blumen an dem früheren römischen Stadttor erinnerten an die 5 Toten und 14 Verletzten.

  • "Trier trauert, Trier leidet, Trier resigniert aber nicht", sagte Oberbürgermeister Wolfram Leibe. Gemeinsam mit der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer legte er Kränze nieder.
  • "Wir trauern mit den Angehörigen der Toten, und wir beten für die Verletzten", sagte Dreyer. "Ein Leben lang werden sie die Folgen tragen müssen dieser vier tödlichen Minuten." Die Regierungschefin, die selbst in Trier wohnt, sprach von einem traurigen Tag. "Eine Nacht hat nicht geholfen. Keiner von uns hat sich jemals vorstellen können, dass so etwas hier passieren könnte." Kein Wort könne das Leid der Betroffenen lindern, sagte die SPD-Politikerin. "Nichts, wirklich gar nichts kann diese brutale und schreckliche Tat rechtfertigen."
11:13 Uhr

Interpol warnt: Kriminelle wollen Lieferketten von Corona-Impfstoff stören

Interpol warnt weltweit vor Kriminalität im Zusammenhang mit Corona-Impfstoffen. "Während Regierungen die Markteinführung von Impfungen vorbereiten, planen kriminelle Organisationen, Lieferketten zu unterwandern oder zu stören", sagte Interpol-Generalsekretär Jürgen Stock.

Wie die Organisation mitteilte, geht es etwa um Diebstahl, Fälschung und das illegale Bewerben von Impfstoffen. Die Behörden müssten auf die Bekämpfung dieser kriminellen Aktivitäten vorbereitet sein. Stock warnte, dass falsche Webseiten und falsche Heilmittel ein erhebliches Risiko für die Gesundheit oder gar das Leben darstellen könnten. Mit einer Wiederaufnahme des internationalen Reiseverkehrs sei es zudem wahrscheinlich, dass nicht genehmigte und gefälschte Corona-Tests in Umlauf gebracht würden.

10:39 Uhr

Polizei geht im großen Stil gegen Corona-Soforthilfebetrug vor

Wegen des Betrugs mit Corona-Soforthilfen und Steuerhinterziehung in großem Stil sind am Morgen zahlreiche Wohnungen in Nordrhein-Westfalen und Österreich durchsucht worden. Laut Polizeibericht gab es Razzien in Köln, Bergheim, Pulheim, Krefeld und Essen. Zeitgleich seien Ermittler in Österreich im Einsatz gewesen.

Demnach durchsuchten seit 6.30 Uhr rund hundert Beamte der Polizei und der Finanzkontrolle Privatwohnungen und eine Firmenhalle. Ergebnisse wurden zunächst noch nicht bekannt gegeben.

10:05 Uhr

In Singapur kommt bald Laborfleisch auf den Teller

Der Fleischverbrauch weltweit wächst stark. Die Produktion ist ein Treiber des Klimawandels - für die Viehhaltung und den Futteranbau sind große Flächen nötig, und die Tiere erzeugen zudem große Mengen Ammoniak. Nur langsam denken die Verbraucher um. Immer mehr Ersatzprodukte sind inzwischen auch in den Discountern angekommen. Aber es gibt auch eine andere Lösung. In Singapur dürfen bald Chicken Nuggets aus Laborfleisch angeboten werden: Als erstes Land weltweit genehmigte der asiatische Stadtstaat im Labor erzeugtes Hähnchenfleisch in Form von Chicken Nuggets für den Verkauf an die Verbraucher, wie der US-Produzent Eat Just mitteilte. Das sei "ein Durchbruch für die Lebensmittelindustrie weltweit", erklärte Eat-Just-Chef Josh Tetrick.

Eat Just produziert das Laborfleisch aus Zellen, die dem Tier entnommen werden. Das Unternehmen erklärte, die Herstellung sei in mehr als 20 Produktionsläufen in 1200 Liter fassenden Bioreaktoren gründlich getestet und untersucht worden. Das gezüchtete Produkt erfülle alle Anforderungen an ein Lebensmittel. Die Lebensmittelaufsicht in Singapur habe das Laborfleisch "umfangreich" getestet.

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09:30 Uhr

Taxi fünfmal in 30er-Zone geblitzt

Ein Taxi-Fahrer ist in Bergisch-Gladbach binnen zwei Stunden fünfmal zu schnell durch die gleiche Radarfalle vor einer Schule gefahren. Wie die Polizei über den Vorfall aus der vergangenen Woche berichtete, war der Mann um 14.19 Uhr das erste Mal mit 42 km/h durch die 30er-Zone gefahren. Zwanzig Minuten später wurde er wieder geblitzt - mit 41 km/h. "Das Gleiche passierte um 15:07 Uhr, um 15:16 Uhr und um 16:08 Uhr", so die Polizei. Die Blitzanlage war in einem Auto der Polizei. Warum der Fahrer immer wieder zu schnell durch die 30er-Zone fuhr, sei zurzeit nicht bekannt. "Aber ihn erwarten nun Verwarngelder von insgesamt 100 Euro", teilte die Polizei mit.

09:03 Uhr
08:49 Uhr

Kritik von Amnesty: Hinrichtungswelle überrollt Ägypten

Amnesty International prangert eine "entsetzliche" Hinrichtungswelle in Ägypten an. Allein im Oktober und November seien in dem nordafrikanischen Land mindestens 57 Männer und Frauen hingerichtet worden, erklärte die Menschenrechtsorganisation. Das seien fast doppelt so viele Hinrichtungen gewesen wie im gesamten vergangenen Jahr. In einigen Fällen seien die Todesurteile nach "grob unfaireren Massenprozessen" vollstreckt worden, kritisierte der Amnesty-Experte Philip Luther.

Die Menschenrechtsorganisation geht davon aus, dass die Zahl der Hinrichtungen in Wirklichkeit sogar noch höher ist. Die ägyptischen Behörden veröffentlichten keine Statistiken zur Zahl der Hinrichtungen oder der Häftlinge im Todestrakt. Vor einer Hinrichtung würden auch nicht die Familien und Anwälte der Verurteilten informiert.

08:30 Uhr
Breaking News

Biontech und Pfizer: Großbritannien lässt Impfstoff zu

Die britische Aufsichtsbehörde für Arzneimittel hat nach Angaben des Mainzer Pharma-Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer eine Notfallzulassung für deren Corona-Impfstoff erteilt. Das teilten die beiden Unternehmen mit. Damit bekommen die Briten früher grünes Licht für einen Corona-Impfstoff als die EU und die USA.

08:09 Uhr

Amokfahrer von Trier stellt sich Fragen der Polizei

Nach der Amokfahrt in der Trierer Innenstadt mit fünf Toten hat der dringend Tatverdächtige laut Polizei ausgesagt. "Er spricht mit uns", teilte ein Polizeisprecher am Morgen mit. Zu den Inhalten der Aussage könne man aber keine Angaben machen. Der 51-Jährige sollte demnach am Vormittag einem Haftrichter vorgeführt werden. Nach ersten Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft gibt es Hinweise auf eine mögliche psychische Erkrankung des Mannes. Die Justizbehörde muss daher noch entscheiden, ob sie Untersuchungshaft beantragt oder die Unterbringung in einer geschlossenen psychiatrischen Einrichtung.

07:45 Uhr

Nebel und Wolken machen es der Sonne schwer

Heute bleibt es in großen Teilen Deutschlands trüb - der Osten bildet eine kleine Ausnahme. Kalt ist es aber überall, in einigen Regionen liegen die Temperaturen auch tagsüber unter dem Gefrierpunkt. Dabei stellenweise etwas Nieselregen, im Bergland Schneegriesel möglich. Längere sonnige Abschnitte gibt es nur im Osten des Landes. Höchstwerte -3 bis +3, im Westen und Nordwesten +4 bis +6 Grad.

07:26 Uhr

Ist Trump mangelnde Empathie zum Verhängnis geworden?

Der amtierende US-Präsident Donald Trump hätte nach Ansicht seines ehemaligen Wahlkampfmanagers mit einem "Erdrutschsieg" gegen Joe Biden gewinnen können, hätte er in der Corona-Pandemie Einfühlungsvermögen gezeigt. "Ich denke, die Menschen hatten Angst", sagte Brad Parscale in einem Interview des Senders Fox News. Es sei ein Fehler gewesen, auf die Wiedereröffnung der Wirtschaft zu dringen, während die Menschen Angst gehabt hätten. Parscale äußerte die Vermutung, dass viele potenzielle Wähler einen einfühlsamen Präsidenten erleben wollten, was er Trump auch gesagt habe. "Er wählte einen anderen Weg."

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07:15 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

die Ministerpräsidenten der Länder schalten sich heute wieder zu einer Videokonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel zusammen. Im Unterschied zu den vorherigen Beratungen dieser Art stehen dieses Mal jedoch nicht die Eindämmung der Corona-Pandemie und Beschlüsse dazu im Mittelpunkt. Vielmehr soll es um Digitalisierung, Energiewende und die deutsche EU-Ratspräsidentschaft gehen. Außerdem werden heute noch diese Themen wichtig:

  • Zum zweiten Mal im laufenden Jahr lädt Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zu einer internationalen Hilfskonferenz für den krisengeschüttelten Libanon. Die Videokonferenz soll nach Angaben aus dem französischen Präsidialamt von UN-Generalsekretär António Guterres und Macron geleitet werden.
  • Unter Vorsitz von Kanzlerin Angela Merkel berät das Klimakabinett über den Stand der Anstrengungen für mehr Klimaschutz in Deutschland. Gerade die Bereiche Verkehr und Gebäude müssen aus Sicht von Experten Ergebnisse liefern, damit mittel- und langfristige Klimaziele erreicht werden.
  • Im Prozess um einen ungenehmigten Protest wird gegen den prominenten Hongkonger Aktivisten Joshua Wong ein Urteil erwartet. Ihm drohen bis zu fünf Jahren Haft. Zum Auftakt der Verhandlung vor gut einer Woche hatte sich Wong schuldig bekannt, am 21. Juni des Vorjahres einen nicht genehmigten Protest vor dem Polizeipräsidium im Stadtteil Wan Chai organisiert zu haben.
  • Israels Regierung steht erneut auf der Kippe. Eine Abstimmung über die Auflösung des Parlaments könnte ihr Ende einläuten. Die Koalition zwischen dem rechtskonservativen Likud von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und dem Mitte-Bündnis Blau-Weiß von Verteidigungsminister Benny Gantz besteht erst seit Mai.
  • Im Prozess um den rechtsterroristischen Anschlag von Halle haben nach der Bundesanwaltschaft auch erste Überlebende und deren Anwälte ihre Schlussvorträge gehalten. Am 23. Prozesstag sollen weitere Betroffene aussagen.
  • Viele Deutsche sind Bargeld-Fans - das belegen Umfragen seit Jahren. Doch wie zahlen die Menschen in anderen europäischen Ländern am liebsten? Die Europäische Zentralbank (EZB) stellt ihre neueste Datensammlung zum Bezahlverhalten von Verbrauchern im Euroraum vor.
  • Ein fast 500 Jahre altes, wertvolles Fachwerkhaus beginnt im niedersächsischen Martfeld bei Diepholz eine dreitägige Reise. Dabei kommt nach Angaben der Organisatoren eine althergebrachte Technik zum Einsatz: Das Pastorenhaus von 1535 wird auf untergelegten Rundhölzern 140 Meter weit an einen neuen Standort gerollt.

Mein Name ist Juliane Kipper und ich begleite Sie bis in den frühen Nachmittag durch den Tag. Sie haben Fragen oder Anregungen? Melden Sie sich unter: juliane.kipper@nama.de.

06:48 Uhr

Betrunkener Lastwagenfahrer parkt für Schläfchen auf Autobahn

Ein betrunkener Lastwagenfahrer hat seinen mit Öl beladenen Tanklastzug auf dem rechten Fahrstreifen der Autobahn abgestellt und sich schlafen gelegt. Zuvor sei er bereits in Schlangenlinien über mehrere Spuren der Autobahn 5 bei Fulda gefahren, teilte die Polizei mit. Dabei habe er einen anderen Sattelzug ausgebremst und sei mehrfach fast mit der Leitplanke kollidiert. Am Hattenbacher Dreieck habe der 34 Jahre alte Fahrer seinen Lastwagen dann auf dem rechten Fahrstreifen abgestellt, seine Gardinen zugezogen und sich bettfertig gemacht.

Der Laster sei mit 23 Tonnen Öl beladen gewesen, teilte die Polizei weiter mit. Eine alarmierte Streife habe das Fahrzeug abgesichert und den Fahrer festgenommen. Ein Atemalkoholtest ergab laut Polizei den Wert von rund zwei Promille. Die Polizei hat dem Mann den Führerschein abgenommen.

06:19 Uhr

Pariser fischen 51 Leihfahrräder aus Kanal

Fahrrad statt Fisch: Aus einem Kanal am Rand von Paris haben zwei engagierte Angler mithilfe von Starkmagneten 51 Leihfahrräder gefischt. "Es war unglaublich, wir haben 20 in der ersten halben Stunde hochgezogen", sagte der 20-jährige Student Clement Charret über den Fang vom Wochenende. Zusammen mit seinem Kumpel Enzo hat er es sich zur Aufgabe gemacht, die Stadtkanäle aufzuräumen.

"Wir machen es aus Spaß, aber hauptsächlich, um aufzuräumen", sagte Charret. Rund 15 Fahrräder, die offenbar noch nicht so lange im Wasser gelegen hatten, holten Mitarbeiter des städtischen Fahrradverleihs "Velib" wieder ab. Neben den Rädern zogen die beiden Männer auch einen Motorroller sowie Verkehrsschilder aus dem Ourcq-Kanal, der durch ein immer beliebter werdendes Gebiet außerhalb des Pariser Rings führt.