Mittwoch, 28. Oktober 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:34 Uhr

Das war Mittwoch, der 28. Oktober 2020

Es ist wieder soweit: Der Lockdown ist zurück. Ab Montag heißt es dann wieder: Essen zu Hause, Sport treiben zu Hause, Filme gucken zu Hause, auch arbeiten sollte man wieder – wenn möglich – von zu Hause. Hier finden sie alle Beschlüsse im Überblick.

Was war heute sonst wichtig:

Ich wünsche Ihnen einen schönen Restabend und eine gute Nacht! Bis morgen!

22:10 Uhr

Madrid kontrolliert Corona-Regeln auf Friedhöfen mit Drohnen

Memento mori und halte Abstand. Die Behörden in Madrid wollen an Allerheiligen die Einhaltung der Corona-Regeln auf den zwei größten Friedhöfen mit Drohnen kontrollieren.

  • Die Besucherkapazitäten auf den Friedhöfen um die Hälfte reduziert. Besuchergruppen dürfen demnach aus maximal sechs Menschen bestehen; diese müssen die Abstandsregeln einhalten.
  • Neben den Drohnen sollen ab dem 30. Oktober drei Tage lang bis zu 300 Polizisten auf den Friedhöfen eingesetzt werden. Das sind etwa 20 Prozent mehr als im vergangenen Jahr.
  • Es ist nicht das erste Mal, dass die Polizei in Madrid Drohnen verwendet, um die Corona-Regeln zu überwachen: Als im März ein landesweiter Lockdown verhängt wurde, nutzte die Polizei auf Drohnen montierte Lautsprecher, um die Menschen in Parks und auf Plätzen über die Maßnahmen zu informieren.
21:27 Uhr

Gesundheitsgefahr: Hersteller ruft Käse zurück

Der Hersteller Jermi Käsewerk GmbH ruft einen französischen Rohmilch-Weichkäse wegen des Verdachts auf gesundheitsschädigende Bakterien zurück. Das Produkt wurde bei Lidl vertrieben.

  • Betroffen ist der "Meine Käserei Brie de Nangis" in der 100 Gramm Verpackung. Das Produkt wurde bei Lidl vertrieben.
  • Betroffen sind Exemplare mit dem Haltbarkeitsdatum 27. Oktober 2020 und den Losnummern 394 und 395 mit den Identitätskennzeichen DE BW 331 EG.
  • Der Grund sind Kolibakterien. Diese können zu teils fieberhaften Magen-Darm-Störungen und Nierenkomplikationen führen.
20:40 Uhr

Kampfhahn tötet Polizisten

Hahnenkämpfe sind sehr beliebt auf den Philippinen. Dabei werden zwei Kampfhähne mit Klingen an den Füßen aufeinander losgelassen. Das blutige Spektakel endet meist mit dem Tod eines der Tiere. Doch diesmal war es anders.

Im Ort San Jose 480 Kilometer südlich von Manila ist ein Polizist beim Versuch, einen illegalen Kampf zu beenden, von einem Hahn getötet worden. Der Mann hob eines der Tiere vom Boden auf, dabei schnitt der messerscharfe Sporn am Fuß des Hahns ihn in den Oberschenkel und durchtrennte dort eine Arterie. Der Mann wurde noch ins Krankenhaus gebracht, war aber bei der Ankunft schon tot.

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Der Polizist ist von einer an den Hahnenkrallen befestigten Klinge getroffen und getötet worden.

(Foto: imago/Westend61)

20:07 Uhr

Vier Frauen bekommen gleichzeitig Wehen - Großeinsatz mit Löschfahrzeug

Wer nicht an Zufälle glaubt, sollte das hier lesen: In einer Flüchtlingsunterkunft in Hamburg-Rahlstedt haben vier schwangere Frauen gleichzeitig ihre Wehen bekamen. Die Feuerwehr musste mit einem Großaufgebot anrücken. Die vier Frauen wurden von Sanitätern versorgt und ins Krankenhaus gebracht.

Insgesamt wurden ein Löschfahrzeug, ein Einsatzleitwagen und vier Rettungswagen zu der Erstaufnahme-Einrichtung entsandt.

19:45 Uhr

Biden hat schon gewählt

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Biden darf jetzt auch so einen Sticker tragen.

(Foto: imago images/Pacific Press Agency)

Einer von 74 Millionen: Der demokratische Kandidat Joe Biden hat sechs Tages vor dem eigentlichen Termin seine Stimme für die US-Präsidentschaftswahl abgegeben.

  • Er hoffe, dass er und weitere Demokraten gewählt würden, um "Dinge ändern" und das Leben gewöhnlicher Menschen "besser machen" zu können, sagte Biden kurz vor seiner Stimmabgabe in seinem Wohnort Wilmington im Bundesstaat Delaware.
  • Biden zählt damit zu den rund 74 Millionen US-Bürgern, die wegen der Corona-Krise vorzeitig vor der Wahl am 3. November gewählt haben.
  • Amtsinhaber Donald Trump hatte bereits am vergangenen Samstag in Florida seine Stimme abgegeben. "Ich habe für einen Typen namens Trump gestimmt", sagte Trump, als er das Wahllokal in West Palm Beach verließ.
19:30 Uhr

"Und morgen die ganze Welt" ist deutscher Oscar-Beitrag

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Regisseurin Julia von Heinz und Hauptdarstellerin Mala Emde in Venedig.

(Foto: imago images/Future Image)

Der Spielfilm "Und morgen die ganze Welt" von Julia von Heinz geht für Deutschland ins Oscar-Rennen. Der Streifen wurde unter zehn Bewerbern als Kandidat für die Kategorie "International Feature Film" des besten internationalen Spielfilms ausgewählt. Dies teilte German Films, die Auslandsvertretung des deutschen Films, in München mit.

18:49 Uhr

Heiratete dreimal dieselbe Frau - Sänger Billy Joe Shaver ist tot

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Billy Joe Shaver ist im Alter von 81 Jahren gestorben.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Der Country-Sänger und Songschreiber Billy Joe Shaver ist tot. Er ist im Alter von 81 Jahren in Waco im US-Bundesstaat Texas an den Folgen eines Schlaganfalls gestorben.

  • Der 1939 in Texas geborene Shaver hatte Songs wie "Honky Tonk Heroes", "Georgia on a Fast Train", "Old Five and Dimers Like Me" oder "Live Forever" geschrieben, die oft auch von anderen Sängern wie Kris Kristofferson, Johnny Cash oder Elvis Presley aufgenommen wurden.
  • Shaver ließ sich zweimal von derselben Frau scheiden und heiratete sie dreimal.  
  • 2010 musste der Country-Star eine Strafe von 1000 Dollar zahlen, weil er in einer Bar in Texas einem Mann ins Gesicht geschossen hatte. Die Verletzungen waren nicht lebensgefährlich. Shaver gab an, er habe in Notwehr gehandelt.
18:18 Uhr

Arm eingeklemmt - Bahn schleift Mann hundert Meter mit

Für einen Mann in Hannover ist heute ein Alptraum wahr geworden. Gegen Mittag stieg der 40-Jährige aus einer Stadtbahn aus, griff dann aber in den Waggon, um noch etwas aufzuheben. Die Türen gingen zu und der Arm des Mannes wurde eingeklemmt.

  • Der Mann wurde etwa einhundert Meter mitgeschleift, bevor sich sein Arm aus der Tür löste. Der 40-Jährige erlitt schwere Verletzungen und wurde in eine Klinik gebracht.
  • Der Fahrer der Straßenbahn bekam von dem Unfall zunächst nichts mit und fuhr weiter. Erst als er von der Leitstelle informiert wurde, brachte er die Bahn zu einem Betriebshof, wo der Waggon untersucht wurde.
  • Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung und bittet Zeugen, sich zu melden.
18:02 Uhr

Dax verliert in der Spitze 600 Punkte

Der deutsche Aktienmarkt hat einen schwarzen Mittwoch erlebt. Der Dax rutscht im Tagesverlauf bis auf ein Tief von 11.460 Punkten. Das war ein Abschlag von fünf Prozent oder rund 600 Zählern. Am Ende verabschiedet sich der deutsche Börsenleitindex mit einem Minus von 4,2 Prozent und 11.561 Punkten in den Feierabend.

"Es sieht dramatisch aus", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel. "Lockdown-Sorgen lähmten die Anleger." Sie verweist auf Befürchtungen der Investoren vor einem zweiten kompletten Lockdown und die damit einhergehende Schließung der Wirtschaft. Eine solche wäre "Gift für die Wirtschaft, das hat das Frühjahr gezeigt", unterstreicht sie. "Man muss lernen, mit dem Virus zu leben."

Unter den Dax-Werten stechen Delivery Hero als positiver Ausreißer heraus: Die Titel verteuern sich nach einer Prognoseanhebung am Ende um rund zwei Prozent. Mit einem Auf und Ab reagieren dagegen die Aktien der Deutschen Bank auf besser als erwartet ausgefallene Geschäftszahlen.

Mehr börsenrelevante Meldungen finden Sie im Börsen-Tag.

Dax
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17:54 Uhr
Breaking News

Merkel fordert "nationale Kraftanstrengung"

Bundeskanzlerin Angela Merkel fordert im Kampf gegen Corona eine "nationale Kraftanstrengung" im November. Dazu treten in der kommenden Woche zahlreiche neue Auflagen in Kraft. Unter anderem gibt es weitere Kontaktbeschränkungen sowie die Schließung von Kultur- und Freizeiteinrichtungen. Schulen und Kitas bleiben aber geöffnet.

Mehr dazu lesen Sie hier.
17:29 Uhr

Todes-Crash auf A66: Flüchtiger Raser stellt Bedingungen

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Nach diesem Mann wird weiter gesucht.

(Foto: Polizei Westhessen)

Nach der tödlichen Kollision auf der A66 bei Hofheim am Taunus ist ein Lamborghini-Fahrer weiter auf der Flucht. Wie sich nun herausstellt, hat der Mann inzwischen die Behörden kontaktiert - allerdings nicht, um sich zu stellen.

Er habe der Frankfurter Staatsanwaltschaft einen Deal angeboten, auf den die Behörde aber nicht eingegangen sei, sagte deren Sprecherin Nadja Niesen. Der Verdächtige Fahrer des Sportwagens habe sich stellen wollen unter der Bedingung, dass der Haftbefehl gegen ihn aufgehoben werde. Die Voraussetzungen dafür bestünden aber weiter, sagte Niesen.

17:28 Uhr
16:22 Uhr

Arzt entfernt aus Versehen falsches Organ - Opfer bekommt 90.000 Euro

In einem Krankenhaus in Bremen hatte im Oktober 2017 ein Arzt einem jungen Mann aus Unachtsamkeit die linke, gesunde Niere statt der Milz entfernt. Gegen den Mediziner wurde deshalb im Juni 2019 ein Strafbefehl wegen fahrlässiger Körperverletzung erlassen, er musste 30.000 Euro zahlen.

Das 21 Jahre alte Opfer erhält nun 90.000 Euro Schadenersatz und Schmerzensgeld. Auf diese Summe haben sich der Kläger, die Krankenhausgesellschaft und der betroffene Arzt in einem Vergleich vor dem Landgericht Bremen geeinigt.

Der Arzt sowie die Krankenhausgesellschaft haften außerdem für zukünftige, heute noch nicht vorhersehbare Schäden, die auf den Behandlungsfehler zurückzuführen sind.

16:08 Uhr
Breaking News

Auch Gastronomiebetriebe müssen schließen

Auch Gastronomiebetriebe müssen ab 2. November für den restlichen Monat schließen. Das erfuhr die dpa aus den Beratungen von Kanzlerin Merkel mit den Ministerpräsidenten am Mittwoch. Davon ausgenommen sein soll die Lieferung und Abholung von Speisen für den Verzehr zu Hause, Kantinen sollen offen bleiben dürfen.

16:01 Uhr
Breaking News

Freizeiteinrichtungen müssen ab Montag schließen

Bund und Länder wollen Veranstaltungen, die der Unterhaltung und der Freizeit dienen, im November deutschlandweit weitgehend untersagen. So sollen Theater, Opern oder Konzerthäuser vom 2. November an bis Ende des Monats schließen. Die Regelung betrifft auch den Freizeit- und Amateursportbetrieb, Individualsport soll ausgenommen werden.

15:35 Uhr

Legendäres Flugzeug Tu-154 absolviert letzten Flug

Es ist das Ende einer Ära: Das legendäre Passagierflugzeug Tupolew Tu-154, entwickelt in den 60er Jahren für die sowjetische Zivilluftfahrt, hat seinen letzten Linienflug absolviert. Auf dem Flug der Airline Alrosa von Mirny im Fernen Osten Russlands nach Nowosibirsk in Sibirien waren 140 Passagiere an Bord.

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Nach mehr als 50 Jahren verabschiedet sich die Tu-154 aus dem Passagierdienst.

(Foto: imago images/ITAR-TASS)

Von der Tupolew Tu-154, die erstmals 1968 startete, wurden mehr als tausend Exemplare angefertigt. Nach dem Zerfall der Sowjetunion war die Maschine noch lange für die russische Fluggesellschaft Aeroflot im Einsatz, bevor sie nach der Jahrtausendwende unter anderem wegen ihres zu hohen Treibstoffverbrauchs allmählich aus dem Verkehr gezogen wurde. 2013 wurde die Fertigung eingestellt.

15:06 Uhr

Lukaschenko über seine Gegner: Terroristen, Alkoholiker, Junkies

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Belarus, ein Land voller Junkies.

(Foto: AP)

Am Sonntag war in Belarus eine Frist abgelaufen, die die demokratische Opposition dem seit 1994 regierenden Diktator Lukaschenko für dessen Rücktritt gesetzt hatte. Sie forderte zudem die Freilassung aller politischen Gefangenen sowie ein Ende der Gewalt gegen friedliche Demonstranten.

Am Montag folgten trotz eines massiven Aufgebots an Sicherheitskräften Tausende Menschen dem Aufruf zum Generalstreik. Als Zeichen der Solidarität mit den streikenden Arbeitern gingen in Minsk und anderen Städten Tausende Studenten und Rentnerinnen auf die Straße. Landesweit wurden nach Behördenangaben mehr als 580 Menschen festgenommen. Die Streiks gehen trotzdem weiter.

Und was sagt Lukaschenko dazu? "Dies sind die Aktionen organisierter krimineller Gruppen mit Anzeichen für Terrorismus", sagte er bei einer Kabinettssitzung. Der Machthaber forderte zudem Universitäten auf, Studenten, die sich dem Streik angeschlossen haben, rauszuwerfen und sie entweder in die Armee "oder auf die Straße zu schmeißen". Teilnehmer des friedlichen Protestmarschs am Sonntag nannte er zum wiederholten Mal einen "geistesgestörten Mob voller Betrunkener und Junkies".

14:40 Uhr

Schichtwechsel

Volker Petersen hat sich vor ein paar Minuten in den wohlverdienten Feierabend verabschiedet. Ab sofort und bis zum späten Abend begleite ich Sie durch den "Tag". Mein Name ist Uladzimir Zhyahchou, ich wünsche Ihnen einen wunderschönen Nachmittag!

14:20 Uhr

"Masked Singer" erzählt, wie er probte

Moderator und Schauspieler Jochen Schropp hat den Gesang für seine Auftritte bei "The Masked Singer" zum Teil in Videoschalten einstudiert. "Wir hatten ein Treffen auf Abstand mit dem Vocal-Coach, das war es dann leider auch schon. Der Rest lief über Videoschalten, was natürlich ein bisschen schwierig war", sagte Schropp. Gesang sei eigentlich ja etwas, das man lieber im direkten, persönlichen Austausch probe. Dass es in Corona-Zeiten nur so möglich war, sei aber natürlich in Ordnung. "Wir wollen ja, dass alle gesund bleiben", sagte Schropp.

13:51 Uhr

Sächsische Stadt sticht alle anderen aus und wird Kulturhauptstadt

Ein Mann fährt vor dem Karl-Marx-Denkmal entlang. Foto: Jan Woitas/zb/dpa/Archivbild

Ein Mann fährt vor dem Karl-Marx-Denkmal entlang. Foto: Jan Woitas/zb/dpa/Archivbild

(Foto: Jan Woitas/zb/dpa/Archivbild)

Wenn Sie schon immer mal ein Selfie vor einer großen Karl-Marx-Statue machen wollten, sollten Sie nach Chemnitz fahren. Falls Ihnen das nicht zusagt, gibt es spätestens in fünf Jahren weitere Gründe für den Städtetrip - dann nämlich wird Chemnitz deutsche Kulturhauptstadt Europas.

  • Die sächsische Stadt setzte sich in dem von der Kulturministerkonferenz der deutschen Bundesländer organisierten Verfahren gegen Hannover, Hildesheim, Magdeburg und Nürnberg durch.
  • Die Empfehlung des Gremiums bildet die Grundlage für die finale Entscheidung der Kulturministerkonferenz von Bund und Ländern. Sie soll laut Planung bis Ende dieses Jahres fallen.
  • Das Kulturhauptstädteprogramm ist eine EU-Initiative, mit der die Verbundenheit zur gemeinsamen europäischen Kultur gefördert und die Vielfalt Europas verdeutlicht werden soll. Pro Jahr gibt es zwei Kulturhauptstädte aus zwei Mitgliedsstaaten.

Welche Länder in welchem Jahr gemeinsam Kulturhauptstädte benennen, wird lange vorab festgelegt. 2025 sind dies Slowenien und Deutschland.

13:29 Uhr

EU-Abgeordneter startet Hungerstreik

Hungerstreiks halten Menschen meist ab, wenn es um Leben und Tod geht - oder um den EU-Haushalt. Zumindest ist dieser nun der Grund, warum der französische EU-Parlamentarier Pierre Larrouturou nichts mehr essen will.

  • "Ich werde Tag und Nacht ohne zu essen im Parlament bleiben", sagte der Sozialist. Er fordert demnach vor allem eine "echte" Finanztransaktionssteuer, damit die EU ihre Aufgaben etwa beim Klimaschutz und in der Gesundheitspolitik erfüllen kann.
  • Die Staats- und Regierungschefs hatten sich im Juli nach tagelangen Verhandlungen auf einen EU-Mehrjahres-Haushalt mit einem Volumen von 1074 Milliarden Euro geeinigt. Die Verhandlungen mit dem Europaparlament darüber kommen aber seit Wochen kaum voran, weil die Abgeordneten ein deutlich höheres Budgetvolumen fordern. Die Mitgliedstaaten lehnen höhere Mitgliedsbeiträge aber strikt ab.
  • "Die einzige Lösung ist es, die Eigenmittel der EU mit einer echten Finanztransaktionssteuer zu erhöhen", sagte Larrouturou. So könnten die Schulden für den zusätzlich zum Haushalt geplanten 750 Milliarden schweren Corona-Fonds getilgt und zugleich Gesundheit und Klima gefördert werden.
13:00 Uhr

Deutschland versorgt Jemen-Kriegspartei mit Waffen

Die deutsche Bundesregierung setzt ihre Waffenlieferungen an im Jemen-Krieg involvierte Länder fort.

  • Zwar gilt der Exportstopp an Saudi-Arabien, das die Militärkoalition anführt, noch bis Jahresende, jedoch wurden von Januar bis Juni Ausfuhrgenehmigungen im Wert von 312 Millionen Euro für Ägypten erteilt. Das geht aus dem Zwischenbericht zur Rüstungsexportpolitik im ersten Halbjahr 2020 hervor, den das Bundeswirtschaftsministerium vorlegte.
  • Damit steht das Land auf Platz zwei aller Genehmigungen für Drittstaaten - nach Israel (533 Millionen Euro) und noch vor den USA (266 Millionen Euro). Die Exporte nach Ägypten sind besonders wegen der Menschenrechtsverletzungen umstritten, die der Führung des Präsidenten Abdel Fatah Al-Sisi vorgeworfen werden.
12:37 Uhr

Frankfurt hat zeitweise mehr Passagiere als Heathrow

In der Corona-Krise hat der Frankfurter Flughafen kurzfristig mehr Passagiere abgefertigt als Europas ewiger Branchen-Primus London-Heathrow.

  • Im dritten Quartal dieses Jahres nutzten noch knapp 4 Millionen Passagiere den Rhein-Main-Flughafen, während in Heathrow nur gut 3,5 Millionen Gäste gezählt wurden.
  • Die Briten verloren wegen der besonders starken Rückgänge um 84,1 Prozent zum Vorjahresquartal ihren ersten Platz an Paris Charles-de-Gaulle mit 5,2 Millionen Passagieren.
  • Dann folgt Amsterdam-Schipol mit 4,5 Millionen Fluggästen. Auch für die ersten neun Monate dieses Jahres liegt Paris in Europa vorn.
12:15 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:55 Uhr

Organspende-Skandal - Arzt bekommt Millionenentschädigung

Unschuldig im Gefängnis zu sitzen, ist ein Albtraum - ein Arzt bekommt deswegen nun 1,2 Millionen Euro Entschädigung zugesprochen. Er war wegen des Göttinger Organspendeskandals freigesprochen worden und hätte die Zahlung eigentlich schon nach einem entsprechenden Urteil im vergangenen Jahr vom Land Niedersachsen bekommen sollen. Doch das Land ging in Berufung und scheiterte nun erneut vor dem OLG Braunschweig.

2015 war der frühere Chirurg an der Göttinger Uniklinik in einem bundesweit aufsehenerregenden Prozess vom Vorwurf des elffachen versuchten Totschlags und der dreifachen Körperverletzung mit Todesfolge freigesprochen worden. Zuvor hatte der heute 53-Jährige fast das komplette Jahr 2013 in Untersuchungshaft verbracht und wurde nach Zahlung einer Kaution von 500.000 Euro entlassen.

Mehr dazu lesen Sie hier.
11:21 Uhr

Sieben neue Missbrauchsvorwürfe im Bistum Würzburg

Binnen eines Jahres sind die Missbrauchsbeauftragten der Diözese Würzburg in Bayern sieben neuen Missbrauchsvorwürfen nachgegangen.

  • Vier Priester des Bistums werden des sexuellen Missbrauchs von Kindern beschuldigt, wie die Diözese am Mittwoch mitteilte. Zwei der Verdächtigen seien bereits tot, die anderen beiden ihrer Arbeit entbunden. Zudem steht ein kirchlicher Laienmitarbeiter unter Missbrauchsverdacht.
  • Hinzu kommen zwei Vorwürfe wegen Grenzüberschreitungen eines weiteren Priesters und eines sonstigen Mitarbeiters. Die Anschuldigungen wurden den Missbrauchsbeauftragten zwischen September 2019 und September 2020 gemeldet.
10:56 Uhr

Röttgen spielt Ball im Büro

*Datenschutz

Dieses Video habe ich auf Twitter aufgeschnappt. Es ist schon witzig, mitanzusehen, wie da Norbert Röttgen im Büro Ball spielt, nicht wahr? Aber hämische Kommentare sollte er sich jetzt nicht fangen, kann ja sein, dass das nur eine Pause ist. Beim Arbeiten im Sitzen sollte man ja nicht vergessen, sich auch mal ein bisschen zu bewegen. Und ist es nicht ein wenig wie in der Politik? So hart wie man den Ball an die Scheibe wirft, so hart kommt er auch zurück.

10:36 Uhr

Trump würde sagen: Deutschland gewinnt noch immer

Die USA sind trotz der Abschottungspolitik der Regierung von US-Präsident Donald Trump auch in den vergangenen Jahren das wichtigste Abnehmerland für deutsche Exporte geblieben. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes nahmen die Ausfuhren von Waren "Made in Germany" in die Vereinigten Staaten seit 2017 um sechs Prozent zu.

  • Im vergangenen Jahr wurden Güter im Wert von 118,7 Milliarden Euro in die USA exportiert, wie die Wiesbadener Behörde am Mittwoch mitteilte. Damit lag der Wert noch einmal höher als in den beiden Vorjahren. Die gesamten deutschen Exporte nahmen von 2017 auf 2019 um 3,8 Prozent zu.
  • Zwar stiegen auch die Einfuhren aus den Vereinigten Staaten. Das Importvolumen legte von 61,9 Milliarden Euro im Jahr 2017 auf 71,4 Milliarden Euro im vergangenen Jahr zu. Unter dem Strich exportiert Deutschland jedoch mehr Waren in das Land, als es von dort bezieht.
  • Der Exportüberschuss im Handel mit den USA war in den vergangenen drei Jahren den Angaben zufolge größer als bei jedem anderen Staat der Welt. US-Präsident Trump kritisiert dies regelmäßig.

Er würde wohl nun sagen: "Deutschland gewinnt noch immer gegen uns." Obwohl es so einfach ja nun nicht ist. So können sich die USA das Handelsdefizit leisten, weil sie über die weltweite Leitwährung, den Dollar, verfügen.

10:00 Uhr

Mindestlohn steigt spürbar an

Der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland steigt bis Mitte 2022 auf 10,45 Euro pro Stunde. Die Bundesregierung beschloss nach Angaben aus Regierungskreisen eine entsprechende Verordnung von Arbeitsminister Hubertus Heil. In vier Halbjahresschritten steigt der Mindestlohn von 9,35 Euro ab 1. Januar 2021 um 15 Cent, 10 Cent, 22 Cent und 63 Cent. Insgesamt bringt dies Arbeitnehmern laut der Reuters vorliegenden Verordnung Lohnerhöhungen von über 1,3 Milliarden Euro.

Mehr dazu lesen Sie hier.
09:57 Uhr

Lockdown-Sorgen: Dax verliert 3,2 Prozent

"Lockdown light", "Schock-Lockdown": Die Sorge vor weiteren gesellschaftlichen Einschnitten zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie drücken den Dax immer tiefer ins Minus. Nachdem der Start mit einem Abschlag von 1,8 Prozent oder rund 200 Punkten schon deutlich ausgefallen war, notiert der Leitindex nun bereits 3,2 Prozent tiefer bei 11.673 Zählern.

Diese Nachricht erschien zuerst im Börsen-Tag.

09:33 Uhr

Ende Gelände protestiert vor Grünen-Zentrale

*Datenschutz

Für die Grünen dürfte das eine schmerzhafte Aktion sein - vor ihrer Parteizentrale in Berlin demonstrieren ausgerechnet Klimaschützer von Ende Gelände. Die protestieren eigentlich in Hessen gegen den Ausbau der A49, weil dafür Wald gerodet wird. Dass die Grünen dabei nicht an ihrer Seite sind, stört sie.

  • Einigen Aktivisten gelang es, mit einer Leiter auf einen Balkon des Hauses zu steigen. Dort entfalteten sie ein Transparent "Autopartei? Nein Danke". Die Grünen sind in Hessen an einer Regierungskoalition mit der CDU beteiligt. Die A49 soll nach dem Lückenschluss Kassel und Gießen direkter miteinander verbinden.
  • Für den Weiterbau der Trasse laufen derzeit Rodungen im Herrenwald bei Stadtallendorf (Landkreis Marburg-Biedenkopf). Im Dannenröder Forst nahe Homberg/Ohm (Vogelsbergkreis) stehen ebenfalls Fällarbeiten an, auch im Maulbacher Wald bei Homberg/Ohm gab es Baumfällungen.
  • "Wer 2020 eine neue Autobahn bauen will, ignoriert die Grausamkeit der Klimakrise", hieß es in einer Mitteilung der Aktivisten.
09:05 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:54 Uhr
Breaking News

Neuer Höchststand bei Infektionszahlen

In Deutschland sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts binnen 24 Stunden 14.964 neue Corona-Fälle verzeichnet worden. Das ist ein Höchstwert seit Beginn der Pandemie.

Mehr dazu lesen Sie hier.
08:21 Uhr

Erzbistum Freiburg muss 10,8 Millionen Euro nachzahlen

Vor drei Jahren wurde bekannt, dass das Erzbistum Freiburg versäumte, Millionen Euro an Sozialversicherungsbeiträgen zu zahlen. Seitdem zittert man ein wenig vor der Strafe der Herren von der Rentenversicherung. Nun gibt es eine Einigung: 10,8 Millionen Euro müssen nachgezahlt werden, davon sind knapp die Hälfte Säumniszuschläge. Im Bistum ist man erleichtert, man hatte mit einer härteren Strafe gerechnet.

07:56 Uhr

Sawatzki: Ehe in mancherlei Hinsicht ziemlicher Verzicht

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(Foto: imago/Future Image)

Schauspielerin Andrea Sawatzki (57) hofft, dass sich ihre Söhne "noch viel Zeit" mit Heiraten und Kinderkriegen lassen. "Eine Ehe ist in der heutigen Zeit nicht das Ende der Freiheit, aber ich finde schon, dass man dafür eine gewisse Reife mitbringen muss", sagte sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Es ist ja doch in mancherlei Hinsicht ein ziemlicher Verzicht, gerade wenn man dann schnell ein Kind bekommt."

Dass sie selbst eher spät Kinder bekommen hat, hatte aber andere Gründe. "Bei mir lag es daran, dass ich vorher nicht den richtigen Mann gefunden habe", sagte Sawatzki dem RND. Umso dankbarer sei sie dafür, dass ihr das noch passiert sei. "Kinder sind das Schönste und Wichtigste für mich." Sawatzki lebt mit ihrem Partner Christian Berkel und den beiden Söhnen (1999 und 2002 geboren) in Berlin.

07:37 Uhr

Proteste und Plünderungen in Philadelphia

Nach dem erneuten Tod eines Afroamerikaners durch Polizeischüsse haben in den USA am Dienstagabend wieder Hunderte Menschen protestiert. Die zweite Nacht in Folge kam es in der Stadt Philadelphia im Osten der USA zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften sowie zu Plünderungen.

  • Die Polizei teilte auf Twitter mit, "eine große Menge" von rund tausend Menschen plündere in den Bereichen Castor und Aramingo Geschäfte. Sie rief dazu auf, die Gebiete zu meiden. Aus einem Hubschrauber aufgenommene Bilder zeigten, wie Menschen in ein Sportgeschäft und andere Läden einbrachen.
  • Ein AFP-Reporter beobachtete in West Philadelphia, wie sich dort ebenfalls rund tausend Menschen versammelten. Mit Schlagstöcken bewaffnete Polizisten lieferten sich Auseinandersetzungen mit mehreren Dutzend Demonstranten.
07:17 Uhr

Nach gynäkologischer Zwangsuntersuchung - Katar lenkt ein

Unfassbares mussten mehrere Frauen am Flughafen von Doha in Katar über sich ergehen lassen. Weil ein neugeborener Säugling auf einer Flughafentoilette gefunden wurde - an sich schon eine Geschichte - unterzog das Flughafenpersonal mehrere Frauen einer Zwangsuntersuchung gynäkologischer Art. Sie wurden auf eine kürzliche Geburt hin untersucht. Jetzt lenkt die Regierung ein, nach Protesten aus Australien, von wo mehrere der Betroffenen stammten. Es soll jetzt eine Untersuchung geben. Katar bedauere "jegliches Leid und jede Beeinträchtigung persönlicher Freiheiten von Reisenden durch diese Aktion", hieß es.

06:56 Uhr

Das wird heute wichtig

Wenn sich bei Borussia Mönchengladbach gestern doch jemand wie Günter Netzer selbst eingewechselt hätte, wäre vielleicht noch ein Sieg gegen Real Madrid möglich gewesen. Wobei es bei der 2:0-Führung vielleicht lieber jemand wie Berti Vogts hätte sein müssen. Aber wie sagte schon Gladbach-Gewächs Lothar Matthäus: Wäre, wäre Fahrradkette. Hier ein Blick in den Kalender:

  • Die Menschen breiten das Coronavirus durch ihr unachtsames Verhalten weiter aus, daher spricht Kanzlerin Merkel heute wieder mit den Ministerpräsidenten, diesmal aber per Videokonferenz. Die haben für ihre Länder das letzte Wort, Merkel kann nur auffordern, argumentieren und moderieren. Anschließend gibt es eine Pressekonferenz.
  • Auch die kassenärztliche Bundesvereinigung gibt mit den Virologen Streeck und Chanasit eine Pressekonferenz zu einem Positionspapier. Wir sind gespannt.
  • In der Berliner SPD steht eine spannende Entscheidung an. Michael Müller, immerhin Regierender Bürgermeister, kämpft um seine Pläne, nächstes Jahr in den Bundestag einzuziehen. Das will er versuchen, indem er für den Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf kandidiert. Doch es gibt eine Kampfkandidatur - auch die Staatssekretärin für bürgerschaftliches Engagement, Sawsan Chebli will dorthin.
  • Konzerne wie Boeing, BASF und die Deutsche Bank legen heute Quartalszahlen vor.
  • In der Fußball-Champions-League empfängt Dortmund heute Zenit St. Petersburg, Rasenball Leipzig tritt bei Manchester United an.

Ich heiße Volker Petersen, ziehe den Schal fester und proste Ihnen mit Kamillentee zu. Guten Morgen! Kontakt: volker.petersen (at) nama.de.

Korrektur: Zunächst hieß es hier, Michael Müller und Sawsan Chebli kandidierten im Berliner Bezirk Tempelhof-Schöneberg. Sie kandidieren aber in Charlottenburg-Wilmersdorf.

06:31 Uhr

Schon 70 Millionen Amerikaner haben gewählt

Jeden Tag melden wir, wie viele Amerikaner schon gewählt haben - es ist jeden Tag wieder bemerkenswert, wie viele hinzugekommen sind. Nun haben wieder sechs Millionen ihre Stimme abgegeben, insgesamt nun also schon 70 Millionen. Wegen der Corona-Pandemie nutzen viele die Briefwahl, um sich nicht am Wahltag zu infizieren. Andere wollen nicht stundenlang Schlange stehen, was mancherorts passieren dürfte. Wieder andere können es einfach kaum erwarten, ihre Stimme für oder gegen Trump abzugeben, der die Leidenschaft auf beiden Seiten anfacht. Das Wahl-Projekt der Uni Florida rechnet daher mit der höchsten Wahlbeteiligung seit 1908.

06:18 Uhr

Verkettung unglücklicher Umstände führt zu tödlichem Unfall

Zwei Menschen sterben bei einem Autounfall in Oberbayern. Wie so oft bei solchen Unglücken geriet gestern Abend ein Mann mit seinem Fahrzeug auf die Gegenfahrbahn - aus ungeklärter Ursache. Das hätte noch glimpflich ausgehen können, weil es dort drei Fahrspuren gibt. Ausgerechnet zum gleichen Zeitpunkt setzte aber jemand aus dem Gegenverkehr zu einem Überholmanöver an. Die beiden Fahrzeuge stießen auf der B300 bei Schrobenhausen zusammen. Die beiden Fahrer wurden in ihren Autos eingeklemmt und starben. Auch der Fahrer des Wagens, der nur überholt werden sollte, wurde schwer verletzt. Die beiden Todesopfer waren 38 und 35 Jahre alt.