Mittwoch, 07. Oktober 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:32 Uhr

Das war Mittwoch, der 7. Oktober 2020

Was darf man noch? Was darf man nicht mehr? Kaum jemand blickt bei den Corona-Regeln noch durch. Die Bundesländer haben heute ein Beherbergungsverbot für Bürger aus deutschen Corona-Hotspots beschlossen. Ob Sie in so einem Risikogebiet wohnen und in welchen Ländern die neue Maßnahme nicht gilt (obwohl sie ja eigentlich bundesweit gilt), erfahren Sie hier.

Was war heute sonst wichtig:

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend und eine gute Nacht! Bis morgen!

22:09 Uhr

Frank Zander sagt seine berühmte Weihnachtsfeier ab

Der Berliner Entertainer Frank Zander hat seine diesjährige Weihnachtsfeier für Obdachlose und Bedürftige wegen der Corona-Pandemie abgesagt. "Als Veranstalter trage ich eine besondere Verantwortung gegenüber unseren Gästen, Helfern und Partnern", schrieb Zander bei Facebook.

  • "Dieser Verantwortung kann ich aber guten Gewissens nicht mehr nachkommen, da unsere Gäste leider alle in die sogenannte Risikogruppe fallen." Die Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen seien für ihn und das Team nicht umsetzbar.
  • Es wäre bereits Zanders 26. Weihnachtsfeier für Bedürftige gewesen. Zander lädt traditionell Tausende Obdachlose zum Gänse-Essen in das Berliner Hotel "Estrel" ein, Prominente helfen als Kellner und beim Servieren.
  • Alternativ will Zander dieses Jahr ein anderes Projekt für die gute Sache unterstützen: den Berliner-Foodtruck, der täglich etwa 150 warme Mahlzeiten an Bedürftige verteile.

21:35 Uhr

Linienbus kracht in Häuserfront in Dortmund

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Der Unfall ging relativ glimpflich aus.

(Foto: Feuerwehr Dortmund)

In Dortmund ist ein Linienbus in eine Häuserfront gefahren. Der Fahrer sowie eine Mitfahrerin wurden leicht verletzt. Beide kamen in ein Krankenhaus. Weitere Fahrgäste konnten den Bus selbstständig verlassen. Warum der Bus in das Haus fuhr, ist noch unklar. Das Gebäude wurde offenbar nicht beschädigt, jedoch wurde zur Begutachtung ein Statiker zur Einsatzstelle angefordert.

21:08 Uhr

Fall George Floyd: Haupttäter kommt auf Kaution frei

Acht Minuten drückte er sein Knie auf George Floyds Nacken. Auch wenn dieser sagte, er könne nicht atmen, hörte er nicht auf. Der Haupttäter im Verfahren um den Tod des Afroamerikaners George Floyd ist nun auf Kaution von einer Million Dollar aus dem Gefängnis entlassen worden. Der Polizist bestreitet genauso wie die anderen an dem Einsatz beteiligten Beamten eine Schuld an Floyds Tod.

Mehr dazu lesen Sie hier.
20:30 Uhr

Geiselnahme in Berlin - Täter äußert sich zum Motiv

Nach der Geiselnahme in einer Bankfiliale in Berlin ist gegen den 33-jährigen Täter Haftbefehl wegen erpresserischen Menschenraubs erlassen worden. Er befindet sich in Untersuchungshaft.

Der Mann hatte am Dienstagnachmittag in einer Bankfiliale in einem Einkaufszentrum in Berlin-Köpenick eine Angestellte mit einem Messer bedroht. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll der 33-Jährige stark betrunken gewesen sein. Hintergrund der Tat seien wohl Beziehungsprobleme und auch eine gewisse Absicht gewesen, von der Polizei getötet zu werden. Eine Spezialeinheit der Polizei hatte ihn schließlich überwältigt.

Rat und Nothilfe bei Suizid-Gefahr und Depressionen
  • Bei Suizidgefahr: Notruf 112
  • Beratung in Krisensituationen: Telefonseelsorge (0800/111-0-111 oder 0800/111-0-222 oder 116-123, Anruf kostenfrei) oder Kinder- und Jugendtelefon (Tel.: 0800/111-0-333 oder 116-111; Mo-Sa von 14 bis 20 Uhr)
  • Bei der Deutschen Depressionshilfe sind regionale Krisendienste und Kliniken zu finden, zudem Tipps für Betroffene und Angehörige.
  • In der deutschen Depressionsliga engagieren sich Betroffene und Angehörige. Dort gibt es auch eine E-Mail-Beratung für Depressive.
  • Eine Übersicht über Selbsthilfegruppen zur Depression bieten die örtlichen Kontaktstellen (KISS).

20:00 Uhr
19:48 Uhr

Fünf Dörfer müssen Tagebau Garzweiler weichen

Im rheinischen Braunkohlerevier sollen in den kommenden Jahren gleich fünf Dörfer abgebaggert werden.

Das sieht die neue Leitentscheidung der schwarz-gelben Landesregierung zum Braunkohleabbau vor. Die Umsiedlung sei bis spätestens zum Jahr 2028 abzuschließen, heißt es in dem Entwurf.

Die Grünen hatten einen Abbruch-Stopp am Braunkohletagebau Garzweiler gefordert. Ebenso wie Umweltverbände und Anwohner bezweifeln sie die energiepolitische Notwendigkeit der Umsiedlungen.

19:19 Uhr

Universität macht Nobelpreisträgern praktisches Geschenk

Jahrelange harte Arbeit hat sich gelohnt! Die US-Biochemikerin Jennifer Doudna ist von ihrer Universität als Reaktion auf die Zuerkennung des Nobelpreises für Chemie mit einem Parkplatz auf dem Campus-Gelände geehrt worden. Sie erhalte einen Ausweis, der ihr lebenslang umsonst einen Parkplatz auf diesem Gelände garantiere, teilte Carol Christ, Kanzlerin der University of California in Berkeley, bei einer Online-Pressekonferenz mit.

"Das freut mich wirklich riesig", sagte Doudna. "Nach 18 Jahren kann ich jetzt endlich auf dem Campus parken."

Die Parkplatz-Ehrung für Nobelpreisgewinner hat an der kalifornischen Universität, wo es nur sehr wenige Stellplätze auf dem Campus gibt, Tradition. Auch dem deutschen Astrophysiker Reinhard Genzel, dem am Dienstag der Nobelpreis für Physik zuerkannt worden war, und der emeritierter Professor an der University of Berkeley ist, steht nun ein lebenslanges Recht auf freies Parken auf dem Campus zu. 

18:50 Uhr

Vettel: "Ich bin gescheitert"

Sebastian Vettel blickt selbstkritisch auf seine Formel-1-Zeit bei Ferrari zurück. "Es stimmt, dass ich gescheitert bin, weil ich mir das Ziel gesetzt habe, die Weltmeisterschaft mit Ferrari zu gewinnen", räumte der 33-Jährige in einem vor dem Grand Prix der Eifel auf dem Nürburgring veröffentlichen Podcast der Formel 1 ein, "ich bin gescheitert, ich habe es nicht hinbekommen".

Vettel war zur Saison 2015 von Red Bull als viermaliger Weltmeister zu Ferrari gewechselt und wollte wie sein Idol Michael Schumacher mit der Scuderia eine Titel-Ära einläuten. Über WM-Platz zwei mit Ferrari 2017 und 2018 kam er aber nicht hinaus. Ab kommender Saison fährt der Heppenheimer für das Werksteam von Aston Martin, das aktuell noch als Rennstall Racing Point an den Start geht.

Mehr Sport-Meldungen finden Sie im Sport-Tag.

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17:44 Uhr

Berlin und Paris schlagen neue EU-Sanktionen gegen Russland vor

Kein schönes Geschenk zu Putins Geburtstag: Deutschland und Frankreich wollen der EU neue Sanktionen gegen Russland wegen des Giftanschlags auf Alexej Nawalny vorschlagen. Es gebe "keine andere plausible Erklärung für die Vergiftung von Herrn Nawalny als eine russische Beteiligung und Verantwortung", erklärten Bundesaußenminister Heiko Maas und sein französischer Kollege Jean-Yves Le Drian gemeinsam. "Frankreich und Deutschland werden die notwendigen Schlüsse aus diesen Tatsachen ziehen und ihren europäischen Partnern Vorschläge für zusätzliche Sanktionen unterbreiten."

17:21 Uhr

Autofahrerin zu betrunken für Alkoholtest

Die Polizei in Baden-Württemberg hat eine Autofahrerin aus dem Verkehr gezogen, die selbst für einen Atemalkoholtest zu betrunken war.

  • Die Frau fiel den Beamten auf, als sie an einem Streifenwagen vorbeifuhr und sich anschließend auf einem Parkplatz in ihrem Auto versteckte. "Bei der Kontrolle wurde den Ordnungshütern sofort klar, warum: Die Frau war so betrunken, dass ihr nicht einmal ein Atemalkoholtest gelang", hieß es im Polizeibericht.
  • Die Beamten bemerkten bei ihr starken Alkoholgeruch und fanden eine halbleere Schnapsflasche. Die Autofahrerin musste sich deshalb einer Blutentnahme in einer Klinik unterziehen, ihren Führerschein behielten die Beamten ein.
  • Die Fahrerin muss sich nun wegen Trunkenheit im Straßenverkehr verantworten.
17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:34 Uhr

Russland setzt Tichanowskaja auf Fahndungsliste

Während sie sich in Berlin mit Bundeskanzlerin Merkel und Außenminister Maas trifft, wird woanders gegen sie ermittelt. Das russische Innenministerium hat die belarussische Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja auf die Fahndungsliste gesetzt. Nach Angaben des Ministeriums wird sie im Zusammenhang mit einem Artikel des Strafgesetzbuches gesucht. Mit welchem, ist unklar. Wann genau ihr Name in die Datenbank aufgenommen wurde, ist auch nicht bekannt.

Die Nachrichtenagentur Tass berichtete unter Berufung auf eine Quelle in Strafverfolgungsbehörden, Tichanowskaja sei in Belarus auf die Fahndungsliste gesetzt worden. Diese gelte jedoch auch in Russland, da es sich um eine zwischenstaatliche Suche handele.

16:10 Uhr
Breaking News

Bundesweites Beherbergungsverbot für Urlauber aus Corona-Hotspots beschlossen

Die Bundesländer haben ein Beherbergungsverbot für Urlauber aus inländischen Gebieten mit hohen Corona-Infektionszahlen beschlossen. Das Verbot gelte bundesweit, heißt es aus Teilnehmerkreisen nach einer Schaltkonferenz der Chefs der Staatskanzleien der Länder mit Kanzleramtschef Helge Braun. Darin sollte es angesichts teils unterschiedlicher Regelungen um einen einheitlichen Rahmen gehen.

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15:55 Uhr

Munitionslager brennt in Russland - heftige Explosionen

Nahe der russischen Stadt Rjasan ist in einem Munitionslager ein Feuer ausgebrochen. Es kam zu zahlreichen Explosionen. Dennoch wurde nach Angaben eines Militärsprechers niemand verletzt.

Nach Medienberichten wurden mindestens zehn Dörfer im Umkreis von fünf Kilometern evakuiert. Mehr als 1600 Menschen wurden in Sicherheit gebracht.

*Datenschutz

15:29 Uhr

Nord Stream 2: Polen verhängt Milliardenstrafe gegen Gazprom

Polen hat im Zusammenhang mit dem Bau der umstrittenen Gaspipeline Nord Stream 2 eine Strafe von gut 29 Milliarden Zloty (6,4 Milliarden Euro) gegen den russischen Gaskonzern Gazprom verhängt.

  • Zudem bekamen fünf Partner von Gazprom in dem Projekt, darunter die deutschen Firmen Uniper und Wintershall, eine Strafe von insgesamt umgerechnet 52 Millionen Euro.
  • Gazprom kündigte an, gegen die Entscheidung Berufung einzulegen.
  • Die sechs Unternehmen hätten eine Reihe von Absprachen getroffen, ohne vorher die Genehmigung der polnischen Behörden abzuwarten, hieß es. Das habe die zwei Jahre dauernde Untersuchung ergeben.
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15:13 Uhr

Maskenverweigerer attackieren Bahnmitarbeiter - drei Verletzte

Alkoholisiert und ohne Masken waren zwei Männer in einem Geschäft am Dortmunder Hauptbahnhof unterwegs. Drei Bahnmitarbeiter wiesen die beiden auf die Tragepflicht eines Mund-Nasen-Schutzes hin. Daraufhin kam es zu einem Streit zwischen dem Duo und den drei Bahnmitarbeitern. Dann griffen die Männer im Alter von 26 und 28 Jahren die Bahnmitarbeiter an. Alle drei wurden verletzt.

Die Tatverdächtigen liefen davon, konnten aber von der Polizei festgenommen werden. Gegen sie werde nun wegen Körperverletzung ermittelt.

14:27 Uhr

Putin feiert Geburtstag: Neue Hyperschallrakete abgefeuert

Am 68. Geburtstag von Präsident Wladimir Putin hat Russland den erfolgreichen Test einer neuen Hyperschallrakete bekannt gegeben. Die Rakete vom Typ "Zirkon" sei von der Fregatte "Admiral Gorschkow" im Weißen Meer auf ein Ziel in der Barentssee abgefeuert worden, berichtete der Chef des russischen Generalstabs, Waleri Gerassimow, dem Präsidenten laut einer Mitteilung des Kreml.

Putin gratulierte den Streitkräften zu ihrem Erfolg und sagte, es gebe auf der ganzen Welt derzeit kein vergleichbares Raketensystem.

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14:10 Uhr

Schichtwechsel

Johanna Ohlau verabschiedet sich in den Feierabend, ich übernehme ihren Platz in der Redaktion und versorge Sie bis zum späten Abend mit Nachrichten aus aller Welt. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

14:02 Uhr
Breaking News

Kabarettist Herbert Feuerstein ist tot

Der Journalist und Entertainer Herbert Feuerstein ist im Alter von 83 Jahren gestorben. Das meldet der WDR. Feuerstein erreichte Kultstatus durch die WDR-Sendung "Schmidteinander". Dort trat er an der Seite von Harald Schmidt auf.

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13:26 Uhr

Hacker könnten "Keuschheitsgürtel" für Männer dauerhaft verschließen

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Sexspielzeug mit ungeahntem Risikofaktor: Der "Keuschheitsgürtel" könnte von Hackern dauerhaft geschlossen werden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der "Keuschheitsgürtel" für Männer einer chinesischen Firma dient wohl eher als Sexspielzeug als dem Zweck der Enthaltsamkeit. Doch bei dem Spaß im Bett könnte ungewollt tatsächlich eine sehr verzwickte Situation entstehen - wenn noch jemand "mitspielt": Der per App gesteuerte "Keuschheitsgürtel" könnte von Hackern dauerhaft geschlossen werden. "Angreifer könnten das über Bluetooth gesteuerte Schloss blockieren und somit den Benutzer dauerhaft einsperren", erklärte die britische Sicherheitsfirma PTP nach einer Prüfung des Geräts namens "The Cellmate". Es wird von der chinesischen Firma Qiui für umgerechnet rund 160 Euro vertrieben.

Dieser "Zellenkamerad" lässt sich nämlich mit einem Stahlring verschließen und einmal geschlossen, kann er nur noch über eine Smartphone-App geöffnet werden. Sollten wirklich Hacker die Kontrolle übernehmen und den Ring dauerhaft verschließen, helfe im Zweifel wohl nur noch eine Flex oder anderes schweres Gerät zur Befreiung.

13:17 Uhr

Altkanzler Schröder verklagt "Bild" für Nawalny-Interview

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Schröder (rechts) hatte in seiner Zeit als Kanzler eng mit Putin zusammengearbeitet und ist mit ihm bis heute befreundet (Archivbild aus 2005).

(Foto: picture alliance/dpa)

Einen "Laufburschen Putins" hat Kremlkritiker Alexej Nawalny Altkanzler Gerhard Schröder in einem "Bild"-Interview genannt und als jemanden beschrieben, "der Mörder beschützt". Sicherlich kein Grund zur Freude für den SPD-Politiker, aber es war am Ende eine andere Äußerung Nawalnys im Interview des Boulevard-Blatts, die das Fass wohl zum Überlaufen gebracht hat: Der Kremlgegner spricht in dem Interview auch über "verdeckte Zahlungen" von Kremlchef Wladimir Putin an Schröder. Diese Anschuldigungen will der Altkanzler nicht auf sich sitzen lassen und schaltet deshalb seine Anwälte ein. Die Aussage sei wissentlich falsch und die "Bild"-Zeitung habe diese Anschuldigungen ohne eine Stellungnahme Schröders verbreitet.

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13:05 Uhr

Gericht: Neonazi-Partei Goldene Morgenröte ist eine kriminelle Vereinigung

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15.000 Menschen sollen sich laut Polizei vor dem Gerichtsgebäude in Athen versammelt haben - am Rande kam es zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Einsatzkräften.

(Foto: imago images/ANE Edition)

Jubelrufe von Tausenden Menschen waren heute Vormittag vor einem Gerichtsgebäude in Athen zu hören: Das Gericht hat den Gründer der griechischen Neonazi-Partei Goldene Morgenröte, Nikolaos Michaloliakos, und andere Mitglieder der Parteiführung der "Führung einer kriminellen Vereinigung" schuldig gesprochen. Der Holocaust-Leugner und Nazi-Verehrer Michaloliakos stand gemeinsam mit 67 weiteren Angeklagten in dem mehr als fünf Jahre dauernden Verfahren um den Mord an dem linksgerichteten Rapper Pavlos Fyssas sowie wegen zwei Mordversuchen und der Bildung einer kriminellen Vereinigung vor Gericht. Dem Parteichef und weiteren Mitgliedern der Parteiführung sowie Ex-Parlamentsabgeordneten drohen nun Haftstrafen zwischen fünf und 15 Jahren. "Pavlos, du hast gewonnen!", rief die Mutter des ermordeten Rappers beim Verlassen des Gerichtsgebäudes und reckte die Arme in die Höhe. Sie hatte an den meisten der 453 Sitzungstage des Prozesses teilgenommen.

Die Goldene Morgenröte, die enge Kontakte zur Neonazi-Szene unterhält, ist wegen ihrer Angriffe auf Migranten und politische Gegner berüchtigt. Die in den 80er Jahren gegründete Partei hatte im Zusammenhang mit der schweren Wirtschaftskrise ab dem Jahr 2010 an Einfluss gewonnen und wurde bei der Parlamentswahl 2015 drittstärkste Kraft. Seit der Wahl im Juli vergangenen Jahres ist sie erstmals seit Jahren nicht mehr im Parlament vertreten. Unter den Verurteilten ist auch der im vergangenen Jahr aus der Partei ausgetretene Giannis Lagos, der als fraktionsloser Abgeordneter im Europaparlament sitzt.

12:30 Uhr

Kampf gegen Islamisten: Frankreich will "Jungfräulichkeits-Attest" verbieten

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Präsident Macron bei seiner Grundsatzrede und seinem Kampf gegen den "islamistischen Separatismus" in Les Mureaux.

(Foto: REUTERS)

Liberté, Égalité, Fraternité (Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit) - das ist in Frankreich nicht nur eine viel beschworene Parole aus der Zeit der Aufklärung, sondern auch ein in der Verfassung verankerter Grundsatz. Doch den sieht Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zunehmend in Gefahr - durch das Entstehen islamistischer Parallelgesellschaften. Diesen hat er kürzlich den Kampf angesagt. Mit einem Gesetzesentwurf nimmt die Regierung deshalb jetzt sogenannte "Jungfräulichkeits-Atteste" ins Visier. Ärzten, die solche Bescheinigungen ausstellen, drohen künftig ein Jahr Haft und eine Geldbuße von 15.000 Euro. Verboten werden soll nach Angaben des französischen Innenministeriums "jede Praxis, die darauf abzielt, die Jungfräulichkeit einer Frau zu bescheinigen". In Frankreich gab es Fälle, in denen muslimische Männer versuchten, ihre Ehe wegen angeblich fehlender Jungfräulichkeit der Gattin annullieren zu lassen.

Das ist aber nur ein Teil eines ganzen Maßnahmenpakets, mit denen die Regierung den Islamismus, der vor allem in den Vororten problematisch ist, bekämpfen will. So soll auch das Verbot von Vereinen erleichtert werden, die "psychischen oder physischen Druck auf Menschen und vor allem auf Kinder ausüben". Zudem soll die gesetzliche Schulpflicht für Kinder ab drei Jahren gelten. Präsident Macron hatte vergangene Woche kritisiert, gerade Mädchen würden gezielt von Schulen ferngehalten, dürften keinen Sport treiben und müssten Kopftuch tragen. Innenminister Gérald Darmanin will das Gesetz am 9. Dezember im Kabinett vorstellen.

12:00 Uhr

Schlagzeilen am Mittag

11:51 Uhr
Breaking News

Chemie-Nobelpreis geht an Genforscherinnen aus Frankreich und den USA

Der Nobelpreis für Chemie geht in diesem Jahr an Emmanuelle Charpentier (Frankreich) und Jennifer A. Doudna (USA) für die Entwicklung von Methoden zur Erbgut-Veränderung. Das teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm mit. Sie haben die Genschere Crispr-Cas9 entwickelt.

11:37 Uhr

Tiergartenmord - Angeklagter schweigt zu Vorwürfen

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Mord im Auftrag Moskaus? Der Tiergartenmord besitzt außenpolitische Sprengkraft.

(Foto: dpa)

Nicht nur die Vergiftung des Kremlgegners Alexej Nawalny stellt die deutsch-russischen Beziehungen auf die Probe. Auch der sogenannte Tiergartenmord belastet das Verhältnis zwischen Berlin und Moskau. Heute hat der Prozess um den mutmaßlichen Auftragsmord im Kleinen Tiergarten vor dem Berliner Kammergericht begonnen. Laut Anklage der Bundesanwaltschaft sollen staatliche russische Stellen dem Russen Vadim K. den Auftrag erteilt haben, den Georgier Tornike K. zu töten. Demnach soll sich der Angeklagte auf einem Fahrrad dem Opfer genähert und ihn mit Kopfschüssen getötet haben. Vadim K. wurde kurz danach festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Hintergrund der Tat am 23. August 2019 soll die mutmaßliche Gegnerschaft des tschetschenischstämmigen Opfers unter anderem zum russischen Zentralstaat gewesen sein.

Die Verteidigung des Angeklagten gab an, er werde sich zunächst nicht zu den Vorwürfen äußeren. Sie verlas jedoch zu seinen Personalien eine Erklärung: Der Angeklagte selbst gibt demnach an, bei ihm handle es sich nicht um den 55-jährigen Vadim K., sondern um den 50-jährigen Vadim S. Die Ankläger werfen ihm vor, er sei zur Tat mit Aliaspersonalien nach Deutschland eingereist. Die Sicherheitsvorkehrungen zu Prozessbeginn waren hoch. Pressevertreter im Saal mussten jegliche Gegenstände bis auf Block und Stift draußen lassen.

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11:15 Uhr
Breaking News

Erste Frau an MAD-Spitze: Martina Rosenberg wird Chefin des Bundeswehr-Geheimdienstes

Weniger Frauen in den Chef-Etagen der Dax-Konzerne, aber dafür zum ersten Mal eine an der Spitze des militärischen Geheimdienstes in Deutschland: Die Bundeswehr-Disziplinaranwältin Martina Rosenberg wird die neue Präsidentin des Militärischen Abschirmdienstes (MAD). Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer informierte darüber in Berlin den Verteidigungsausschuss des Bundestages. Rosenberg ist die erste Frau in dieser Funktion und Nachfolgerin von Christof Gramm. Dieser hatte nach einer Serie von rechtsextremen Vorfällen in der Bundeswehr das Vertrauen der Verteidigungsministerin verloren und musste deshalb seinen Posten räumen.

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10:46 Uhr

Fettester Bär gekürt - "Jumbo Jet" gewinnt "Fat Bear"-Wahl in Alaska

Das ist mal ein Schönheitswettbewerb nach meinem Geschmack! Der Katmai-Nationalpark in Alaska hat den fettesten Braunbären gekürt: Nummer 747 mit dem Spitznamen "Jumbo Jet" hat den Titel in diesem Jahr mit der überzeugendsten Fettschwarte errungen. Gewählt wurde der fetteste Braunbär von einer sehr großen Jury: dem Internet. Jeder, der Lust hatte, konnte bei der #FatBearWeek mit abstimmen. Auf der Website und auch in den sozialen Netzwerken wie Instagram stellte der Park die Bären vor - mit Vorher- und Nachher-Bild. Dabei hat sich "Jumbo Jet" gegen richtige "Schwergewichte" durchgesetzt. Das bärenstarke Finale bestritt er gegen Anwärter Nummer 32 mit dem ebenfalls vielsagenden Beinamen "Chunk" (zu Deutsch "Klotz"). Zwölf Braunbären waren in dem Nationalpark eine Woche lang im Rennen, beim Finale wurde Bär 747 mit gut 68 Prozent der Stimmen zum klaren Gewinner. Der "Graf der Üppigkeit" sei zum Champion gewählt worden, teilte der Nationalpark im nördlichsten US-Bundesstaat mit. 747 würde nun seinem Schicksal folgen, "fett und fabelhaft" zu überwintern.

Übrigens: Das genaue Gewicht des über 16 Jahre alten Männchens ist nicht bekannt, im vorigen Jahr schätzten die Ranger rekordverdächtige 630 Kilogramm. In diesem Sommer habe der Bär so viele Lachse verspeist, dass sein Bauch scheinbar den Boden streifte, witzelten die Tierhüter in einer Mitteilung. Zum sechsten Mal veranstaltete der Park im Südwesten von Alaska die "Fat Bear Week". Der Wettstreit hat einen ernsten Hintergrund: Der Park will so über das Ökosystem und den Lebensraum der über 2000 Braunbären in der Region informieren. Dann mal einen schönen Winterschlaf!

*Datenschutz

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10:08 Uhr

"I Can See Clearly Now"-Sänger Johnny Nash gestorben

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(Foto: imago images/ZUMA Press)

Der mit seinem Hit "I Can See Clearly Now" weltweit bekannt gewordene US-Musiker Johnny Nash ist tot: Der Sänger und Texter starb gestern im Alter von 80 Jahren in seinem Haus in Texas. "Er war ein wunderbarer Vater und Familienmensch. Er liebte Menschen und die Welt." sagte sein Sohn Johnny Jr. der Website TMZ.

Der Pop- und Reggae-Musiker eroberte die Welt mit seinem 1972 veröffentlichten Song "I Can See Clearly Now", drei Jahre später stürmte er mit "Tears on My Pillow" erneut die Hitparaden. Nash war laut seiner Website der erste nicht-jamaikanische Sänger, der auf der Karibikinsel Reggae-Musik aufnahm.

09:55 Uhr

Tausende Menschen sollen auf der Flucht vor Kämpfen um Berg-Karabach sein

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(Foto: dpa)

Seit Tagen liefern sich Armenische Truppen und das aserbaidschanische Militär in und um die Kaukasusregion Berg-Karabach gekämpft. Nach ersten Schätzungen sei etwa die Hälfte der Bevölkerung auf der Flucht, darunter etwa 90 Prozent aller Frauen und Kinder, sagte der Bürgerbeauftragte der selbsternannten Republik Berg-Karabach, Artak Belgarjan. Rund 70.000 bis 75.000 Menschen seien betroffen.

In Berg-Karabach toben seit anderthalb Wochen heftige Kämpfe. Die ehemaligen Sowjetrepubliken Armenien und Aserbaidschan liefern sich seit Jahrzehnten einen erbitterten Konflikt um die Region im Südkaukasus, die mehrheitlich von Armeniern bewohnt wird. Die selbsternannte Republik Berg-Karabach wird international nicht anerkannt und gilt völkerrechtlich als Teil Aserbaidschans.

09:30 Uhr

AC/DC lüftet Geheimnis hinter #PWRUP und kündigt neues Album an

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AC/DC-Leadgitarrist Angus Young bei einem Konzert in Leipzig 2016.

(Foto: dpa)

Was hat es mit #PWRUP auf sich? Diese Frage stellten sich viele Fans der australischen Rockband AC/DC. Denn die Hardrocker aus Australien haben mit diesem Schriftzug zuletzt mehrfach kurze Clips und Fotos veröffentlicht. Neben dem Blitz-Symbol aus dem Bandlogo war häufig der Schriftzug "PWRUP", kurz für "Power Up" ("Einschalten"), zu sehen. Jetzt ist klar: AC/DC meldet sich mit einer neuen Platte zurück - na ja, fast! Bis zum 13. November müssen sich Fans der Kultband ("Highway To Hell") noch gedulden. Dann erscheint das neue Album "Power Up" mit zwölf Songs der Hardrocker.

Das Quintett um Sänger Brian Johnson und Leadgitarrist Angus Young präsentiere auf der neuen Platte den typischen Sound, teilte die Plattenfirma Columbia/Sony mit. Einen ersten Vorgeschmack gibt es mit der Single "Shot In The Dark", die AC/DC bereits vergangene Woche zusammen mit einem kurzen Videoclip veröffentlicht hat.

Die 1973 gegründeten AC/DC gehören zu den wichtigsten Rockbands der Geschichte. Nach Label-Angaben verkauften sich ihre Alben weltweit mehr als 200 Millionen Mal.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:46 Uhr

Busse und Bahnen fallen aus wegen Warnstreiks im Nahverkehr

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Weitere Warnstreiks sollen in den nächsten Tagen wie in Berlin und Brandenburg folgen.

(Foto: dpa)

Wegen eines Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr fallen heute in Niedersachsen und Bremen vielerorts Busse und Bahnen aus. Die Gewerkschaft Verdi rechnet mit etwa 3500 Beschäftigten der Nahverkehrsbetriebe, die sich am ganztägigen Warnstreik beteiligen, sagte ein Verdi-Sprecher. So sollen nach Angaben der Gewerkschaft Busse und Bahnen in Bremen, Hannover, Braunschweig, Göttingen, Goslar und Wolfsburg in ihren Depots bleiben. "Aus unserer Sicht läuft es hervorragend", sagte der Verdi-Sprecher. Wie viele Beschäftigte genau ihre Arbeit niederlegten, könne aber erst später festgestellt werden. Mit dem Dienstbeginn am Donnerstagmorgen um 3.30 Uhr sollen Busse und Bahnen wieder wie gewohnt fahren.

Verdi will einen bundesweiten Tarifvertrag für die rund 87.000 ÖPNV-Beschäftigten durchsetzen. Dafür wurde in dieser Woche auch in anderen Teilen der Bundesrepublik zu Streiks aufgerufen. Bereits gestern war es in mehreren Großstädten in Hessen zu Warnstreiks gekommen. In Berlin soll der Bahn- und Busverkehr der Berliner Verkehrsbetriebe BVG am Freitag zum Stillstand kommen. In Brandenburg sind die Beschäftigten aufgerufen, von Betriebsbeginn bis zum Mittag die Arbeit ruhen zu lassen.

08:26 Uhr

Klimaforscher: 2020 weltweit wärmster September seit Temperaturaufzeichnungen

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(Foto: dpa)

Der vergangene Monat war laut EU-Forschungsdaten weltweit der wärmste September seit dem Beginn der Temperaturaufzeichnungen. In den zwölf Monaten bis September lag die durchschnittliche Temperatur um fast 1,3 Grad Celsius über den Werten des vorindustriellen Zeitalters, wie das europäische Erdbeobachtungsprogramm Copernicus mitteilt. Dies ist knapp unter der von 1,5 Grad, die im Pariser Klimaschutzabkommen festgelegt sind.

08:17 Uhr

Gegen internationalen Trend: Weniger Frauen in Vorständen von Dax-Konzernen

Etwas aus der Kategorie "Trends, die niemand braucht": Der Frauenanteil in den Top-Etagen deutscher Börsenschwergewichte ist erstmals seit Jahren wieder gesunken. Zum Stichtag 1. September 2020 saßen in den 30 Dax-Konzernen 23 Managerinnen im Vorstand, wie aus einer Untersuchung der gemeinnützigen Allbright Stiftung hervorgeht. Vor einem Jahr waren es noch 29. Der Anteil verringerte sich somit auf 12,8 Prozent - das ist der erste Rückgang seit der ersten Studie im Jahr 2016. Demnach gab es zum Stichtag elf der 30 Dax-Konzerne ohne eine einzige weibliche Führungskraft im Vorstand. In allen liegt der Frauenanteil im Vorstand demnach unter 30 Prozent. In nur vier Unternehmen sitzen mehrere Managerinnen in der Topetage. Dazu zählen Allianz, Daimler, Deutsche Telekom und Fresenius Medical Care. Dagegen haben beispielsweise 97 Prozent der US-Großunternehmen und 87 Prozent der französischen Topkonzerne mindestens zwei Frauen im Vorstand.

Deutschland fällt somit im internationalen Vergleich weiter zurück: In den USA machen weibliche Führungskräfte einen Anteil von 28,6 Prozent aus, in Großbritannien 24,5 und in Frankreich 22,2 Prozent.

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07:39 Uhr

Es bleibt herbstlich-regnerisch in Deutschland

Auch wenn es gerade noch nicht ganz danach aussieht: Packen Sie lieber doch eine regen- und vor allem windfeste Jacke ein! Tief "Cathrin" ist zwar zur Ostsee weitergezogen, lenkt aber weiterhin feuchte und recht kühle Atlantikluft nach Deutschland. Mit kräftigem, auf den Bergen stürmischem Wind ziehen heute immer wieder Regenschauer durch, vereinzelt sind auch Gewitter möglich. Zwischen den Schauern reicht es meist nur für kurze Wolkenauflockerungen. Etwas freundlicher wird das Wetter nur ganz im Osten, an der Nordsee sowie im Rhein-Main-Gebiet. Die Temperaturen erreichen 14 bis 17, im Bergland 10 bis 13 Grad. In den Alpen sinkt die Schneefallgrenze bis gegen 1500 Meter Höhe.

Für den morgigen Donnerstag sind die Aussichten auch nicht viel besser: Da beeinflusst das nächste Atlantiktief "Doris" dann vor allem den Nordwesten und Norden mit kräftigem Regen.

07:24 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

dann gebe ich Ihnen mal einen ersten Überblick, was der 7. Oktober so bereithält. Der Tag beginnt mit dem Prozess um einen Mord, der vielen sicherlich noch gut in Erinnerung sein dürfte: der sogenannte Tiergartenmord im August 2019 in Berlin. Angeklagt ist ein 55-jähriger Russe. Ihm wird zur Last gelegt, in der Parkanlage Kleiner Tiergarten einen 40-jährigen Georgier erschossen zu haben, der als Asylbewerber in Deutschland lebte. Die Bundesanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeklagte von "staatlichen Stellen der Zentralregierung der Russischen Föderation" beauftragt wurde. Der Ausgang des Prozesses dürfte von erheblicher Bedeutung für das deutsch-russische Verhältnis sein.

Daneben ist Sitzungswoche im Bundestag in Berlin und da soll es zum einen um internationale Krisenherde wie Berg-Karabach, Libyen und das östliche Mittelmeer gehen. Dabei steht Bundesaußenminister Heiko Maas den Abgeordneten Rede und Antwort. Zum anderen beschäftigen sich die Bundestagsabgeordneten in einer Aktuellen Stunde um die Forderung der Grünen nach einem Moratorium beim Bau von Autobahnen und Bundesstraßen. Darüber hinaus soll das Abgeordnetengesetz verschärft werden.

Am Vormittag wird ebenfalls in Berlin der Alternative Drogen- und Suchtbericht (ADSB) vorgestellt. Seit 2014 veröffentlicht der Verein akzept in Kooperation mit der Deutschen AIDS-Hilfe und mit JES den ADSB mit dem Ziel, die Unzufriedenheiten mit der nationalen Drogenpolitik zu bündeln, Wege der Veränderungen zu beschreiben und die dringend erforderlichen Ergänzungen zum Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung zu liefern.

Der Skandal um den insolventen deutschen Finanzdienstleister Wirecard beschäftigt heute nicht den Bundestag, sondern die Europäische Union in Brüssel. In einer Debatte am Nachmittag soll es um europäische Kontrollmöglichkeiten gehen.

In Niedersachsen und Bremen brauchen alle, die im öffentlichen Nahverkehr unterwegs sind, wieder gute Nerven beziehungsweise eine Alternative: Wegen eines Warnstreiks fallen seit dem frühen Morgen vielerorts Busse und Bahnen aus. Die Gewerkschaft Verdi rechnet mit etwa 3500 Beschäftigten der Nahverkehrsbetriebe, die sich am ganztägigen Warnstreik beteiligen, sagte ein Verdi-Sprecher.

Finnland hat mit Sanna Marin schon eine sehr junge Regierungschefin. Doch heute wird das Land von einer Teenagerin regiert: Ministerpräsidentin Marin übergibt ihr Amt für einen Tag an die 16-jährige Aava Murto, um auf die Rechte junger Frauen aufmerksam zu machen.

Außerdem blicken wir wieder gespannt nach Stockholm: In Schweden wird heute bekannt gegeben, wer den Nobelpreis in Chemie erhält. Gestern hat die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften verkündet, dass der Physik-Nobelpreis an den deutschen Astrophysiker Reinhard Genzel und zwei weitere Forscher verliehen wird. Ob erneut jemand aus Deutschland dabei ist, erfahren Sie, wie schon an den beiden Tagen zuvor, etwa gegen Mittag - also Daumen drücken!

Fußballfans wissen längst Bescheid: Heute Abend läuft die deutsche Fußball-Nationalmannschaft gegen die Türkei auf (Anstoß 20:45 Uhr). Das Testspiel in Köln sollte ursprünglich vor 9200 Menschen auf den Rängen stattfinden, aber wegen steigender Corona-Infektionszahlen dürfen nur maximal 300 Zuschauer im Stadion dabei sein. Macht nichts: Sie können die Partei auch live im Fernsehen verfolgen ab 20:15 Uhr bei RTL. Es ist auch eine Premiere für Lukas Podolski als Fußballexperte, der aus dem RheinEnergieSTADION an der Seite von Moderator Florian König das Spiel analysieren wird.

Mein Name ist Johanna Ohlau und ich begleite Sie heute durch den Tag. Sie haben Fragen oder Anregungen? Melden Sie sich gern unter: johanna.ohlau[at]nama.de

07:09 Uhr

Vierte Staffel "Babylon Berlin" soll 2021 gedreht werden

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Kriminalkommissar Gereon Rath (Volker Bruch) ermittelt auch in Staffel 3 wieder mit Charlotte Ritter (Liv Lisa Fries) im Berlin der 1920er Jahre.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach der Premiere beim Bezahlsender Sky ist die neue Staffel der beliebten Serie "Babylon Berlin" ab 9. Oktober für alle im Netz verfügbar. Wir müssen uns erst mal durch die zwölf Folgen schauen, um zu erfahren, wie es mit Kriminalkommissar Gereon Rath (Volker Bruch) und Charlotte "Lotte" Ritter (Liv Lisa Fries) im 20er-Jahre-Krimi weitergeht, aber die Regisseure wissen bereits, wie es darüber hinaus weitergeht: "Wir haben Ende August zwölf Bücher abgegeben und werden ab Oktober mit Hochdruck daran arbeiten, dass sie verfilmbar werden", sagte Regisseur Achim von Borries. "Die Idee ist, dass wir nächstes Jahr drehen, ab Frühjahr." Was laut von Borries schon feststeht: "In der vierten Staffel wird es einen Sprung ins Jahr 1931 geben."

06:43 Uhr

Fünf Menschen sterben bei Unfall auf der A1

In der Nacht ist es auf der Autobahn 1 zu einem schweren Unfall gekommen mit fünf Toten. Auf Höhe Wildeshausen (Kreis Oldenburg) sei ein in Richtung Osnabrück fahrender Transporter auf einen Sattelzug aufgefahren und unter den Lastwagen geraten, sagte ein Polizeisprecher. Fünf Insassen des Transporters seien ums Leben gekommen. Zuvor sei es zu einem Stau gekommen, weil die Fahrbahn wegen einer Baustelle verengt sei. Die A1 wurde in Richtung Osnabrück gesperrt.

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06:27 Uhr

Obdachlose gewinnen 50.000 Euro mit geschenktem Los

In Frankreich hat das Losglück wohl genau die Richtigen getroffen: Vier Bettler haben dort mit einem geschenkten Rubbellos 50.000 Euro im Lotto gewonnen. Die Obdachlosen im Alter von etwa 30 Jahren hatten vor dem Lotto-Geschäft in Brest in der Bretagne gewartet und gebettelt, wie die französische Lottogesellschaft FDJ mitteilte. Ein Kunde schenkte ihnen dann ein Rubbellos, das er für einen Euro in dem Laden gekauft hatte.

"Was für eine Überraschung für die vier jungen Männer, als sie herausfanden, dass sie nicht 5 Euro, sondern 50.000 Euro gewonnen haben", erklärte die Lottogesellschaft. Den Gewinn teilten sie demnach gerecht auf, jeder erhielt also 12.500 Euro. Nach Angaben eines FDJ-Sprecher haben sie noch keine Pläne, was sie mit dem Geld anstellen wollen - außer schnell die Stadt zu verlassen.