Mittwoch, 22. Mai 2019Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
22:41 Uhr

Das war Mittwoch, der 22. Mai 2019

Theresa May tritt doch nicht zurück, die Deutsche Bank darf Unterlagen über Geschäfte mit Trump herausgeben, die WM 2022 wird nicht auf 48 Mannschaften aufgestockt - es war ein ziemlich ereignisreicher Tag. Der neigt sich aber dem Ende, für mich ist es Zeit, sich in den Feierabend zu verabschieden. Aber natürlich nicht bevor ich Ihnen die bestgelesenen Meldungen des Tages vorgestellt habe:

So, jetzt aber. Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht! Bis morgen!

22:13 Uhr

Annullierung der Istanbul-Wahl: Das ist der offizielle Grund

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Ekrem Imamoglu von der CHP hatte die Bürgermeisterwahl in Istanbul gewonnen, doch dann wurde das Ergebnis annulliert.

(Foto: imago images / Depo Photos)

Fast zwei Monate nach der Kommunalwahl in der Türkei hat die Wahlbehörde das offizielle Endergebnis veröffentlicht. Die Hohe Wahlkommission legte zugleich eine mehr als 200 Seiten lange schriftliche Begründung zur umstrittenen Annullierung der Bürgermeisterwahl in Istanbul vor.

  • In der Erklärung heißt es nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu unter anderem, dass insgesamt 30.281 Stimmen von 108 Wahlurnen für ungültig erklärt worden seien. Die Stimmen konnten demnach nicht ordnungsgemäß erfasst werden - das betreffende Ergebnis sei daher nicht vertrauenswürdig.
  • An 754 Urnen seien die Vorsitzenden der Wahlräte - anders als gesetzlich vorgesehen - keine Beamten gewesen. Angesichts des geringen Stimmenunterschieds sei davon auszugehen, dass all dies Einfluss auf das Endergebnis habe.
  • Die AKP hatte die Kommunalwahl Ende März landesweit gewonnen. Nach den offiziellen Endergebnissen erhielt sie 51,72 Prozent der Großstadt-Bürgermeisterposten im Land. Die CHP 34,48 Prozent und die pro-kurdische Oppositionspartei HDP 10,34 Prozent.
21:55 Uhr

Ibiza-Video: Informant veröffentlicht neue Details

Ein nach eigenen Angaben mit Spionage vertrauter Experte hat im österreichischen Fernsehen neue Hinweise zur Entstehung des Skandal-Videos von Ibiza geliefert.

  • Sascha Wandl behauptete bei "oe24", dass ein ehemaliger Geschäftspartner, den er selbst im Bereich Spionage ausgebildet habe, die Videofalle gemeinsam mit einem Wiener Anwalt gelegt habe.
  • Zudem erklärte er, dass er höchstpersönlich seinen Ex-Geschäftspartner und den Wiener Anwalt miteinander bekannt gemacht habe. Er selbst sei 2016 aus dem Spionagegeschäft ausgestiegen.
  • Konkrete Informationen über mögliche Absprachen der beiden und Details zu Hintermännern habe er daher nicht.

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21:42 Uhr

Zählfehler beim ESC - Deutschland jetzt noch schlechter

Deutschland hat beim Eurovision Song Contest in Tel Aviv noch schlechter abgeschnitten als bisher gedacht. Das Duo S!sters rückt nach einer erneuten Berechnung nun vom drittletzten auf den vorletzten Platz der Finalisten. Schuld ist ein Zählfehler durch "menschliches Versagen". Das teilte der internationale Ausrichter, die Europäische Rundfunkunion EBU in Genf, erst heute Abend mit.

  • Hintergrund war die Disqualifikation der weißrussischen Jury, die ihre vergebenen Punkte ausgeplaudert hatte.
  • Weil deren Jury-Ergebnis nun im Finale nicht mehr zählte, hatte die EBU ein "Ersatzergebnis" berechnen lassen, einen Mittelwert mit Daten vergleichbarer ESC-Nationen.
  • Bei dieser Berechnung sei "aufgrund menschlichen Versagens" ein falsches Endergebnis zustande gekommen. Dies habe für den ESC-Sieger Niederländer Duncan Laurence und die Künstler auf den Plätzen zwei, drei und vier keine Auswirkungen.
  • Allerdings tauschen nun beispielsweise im Keller des Rankings Deutschland mit dem Duo S!sters und Weißrussland mit Zena die Plätze.

Die aktuellen Ergebnisse finden Sie hier.

21:10 Uhr

Jessica Alba hält Liebesszenen für "eklig"

Im Showgeschäft ist Jessica Alba mittlerweile ein alter Hase. In den vergangenen rund 25 Jahren spielte sie in unzähligen Filmen und Serien mit. Doch die Schauspielerin scheint immer noch nicht sonderlich gerne Liebesszenen zu drehen. Das verriet sie nun an der Seite ihres Ehemannes Cash Warren im "The Skinny Confidential Him & Her Podcast", aus dem "Entertainment Tonight" zitiert.

Das Drehen derartiger Szenen sei einfach nur "seltsam", selbst wenn man mit Männern wie Bruce Willis oder Pierce Brosnan arbeite, die sie als "sehr attraktive Gentlemen" bezeichnete. "Es ist die meiste Zeit einfach nur eklig, weil es normalerweise ein Fremder ist", mit dem gedreht werde. Doch Alba habe einen kleinen Trick: Vor Liebesszenen genehmige sie sich ein Gläschen Tequila.

21:03 Uhr

Trump bricht Treffen mit Demokraten nach fünf Minuten ab

US-Präsident Donald Trump hat nach weniger als fünf Minuten ein Treffen mit führenden Demokraten über ein geplantes milliardenschweres Infrastrukturprogramm abgebrochen.

  • Der Republikaner kritisierte anschließend im Rosengarten des Weißen Hauses in scharfen Worten die anhaltenden Diskussionen über ein etwaiges Amtsenthebungsverfahren.
  • Er habe den Demokraten gesagt, dass er zwar die Infrastruktur angehen wolle. "Aber wissen Sie was? Unter diesen Umständen kann man das nicht." Die Demokraten müssten ihre Ermittlungen gegen ihn einstellen.
  • Die Präsidentin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, hatte Trump zuvor Vertuschung vorgeworfen. Trump wies den Vorwurf zurück.
  • Das politische Klima in Washington bleibt auch nach der Veröffentlichung des Russland-Berichts stark angespannt. Gegen Trump laufen mehrere weitere Ermittlungen. Besonders jüngere demokratische Abgeordnete drängen auf ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump, was Pelosi bislang ablehnt.

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20:36 Uhr

UN: Großbritannien soll Chagos-Archipel zurückgeben

Die Mitgliedsländer der Vereinten Nationen haben mehrheitlich in einer Resolution Großbritannien aufgefordert, den Chagos-Archipel im Indischen Ozean an Mauritius zurückzugeben.

  • 116 Länder stimmten in New York dafür. Deutschland und 55 weitere Staaten enthielten sich. Dagegen stimmten 6 Staaten, darunter Großbritannien, die USA, Australien und Israel.
  • Die rechtlich nicht bindende Resolution fordert Großbritannien auf, die Kontrolle über den Archipel "so schnell wie möglich" an Mauritius zurückzugeben.
  • Der Chagos-Archipel war 1965 von Mauritius abgespalten worden, drei Jahre vor der Unabhängigkeit des Inselstaates östlich des afrikanischen Kontinents. Die Hauptinsel des Archipels, Diego Garcia, verpachtet Großbritannien seit 1966 an die USA, die dort einen Militärstützpunkt unterhalten.
19:57 Uhr

Regierung dementiert Gerüchte über Mays Rücktritt

Die britische Regierung hat Spekulationen über einen unmittelbar bevorstehenden Rücktritt der britischen Premierministerin Theresa May zurückgewiesen. Es werde am Abend keine Erklärung der Premierministerin mehr geben, sagte eine Regierungssprecherin auf Anfrage der DPA.

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19:34 Uhr

Meret Becker verlässt den Berliner "Tatort"

Die Schauspielerin Meret Becker steigt aus dem Berliner "Tatort" aus. "Ab 2022 möchte sie sich anderen künstlerischen Aufgaben widmen und sich auf Neues konzentrieren", teilte der RBB mit.

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Meret Becker hört 2022 als Berliner "Tatort"- Kommissarin auf.

(Foto: picture alliance/dpa)

  • Becker sagte dazu: "Wir werden am Ende 15 Folgen Berliner 'Tatort' zusammen gemacht haben." Das seien rund sieben gut verbrachte Jahre Lebenszeit.
  • Mit Becker gibt es für den RBB noch fünf "Tatort"-Folgen, die letzte im Frühjahr 2022.
  • Zu einem möglichen Nachfolger oder einer Nachfolgerin konnte der Sender noch nichts sagen.
  • Waschke bleibt laut der Mitteilung dem "Tatort" erhalten.
  • Der jüngste "Tatort" aus Berlin Anfang Mai war ein Quotenerfolg: Mehr als 9 Millionen Zuschauer sahen die Folge "Der gute Weg".
19:01 Uhr

Bakterienfressende Viren retten todkranke Patientin

Mukoviszidose ist eine unheilbare Stoffwechselkrankheit. Doch mit einem neuartigen Verfahren der Genmanipulation können erstmals erfolgreich bakterienfressende Viren gezüchtet werden. Sie retten der 17-Jährigen Isabelle das Leben, als Ärzte kaum noch daran glauben.

 

18:39 Uhr

Gerüchte über May-Rücktritt in der Nacht

Britische Medien verbreiten Berichte über angebliche Rücktrittspläne von Premierministerin Theresa May.

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  • Der Politik-Chefredakteur von Sky, Jon Craig, erklärte auf Twitter unter Berufung auf einen hochrangigen Abgeordneten, May werde noch in der Nacht ihren Rückzug bekannt geben. Allerdings seien diese Angaben nicht bestätigt.
  • Sein Kollege von der Zeitung "Daily Mail", Jason Groves, schrieb von Gerüchten, dass May in der Nacht eine Erklärung an ihrem Amtssitz in der Downing Street abgeben wolle. Auch diese Angaben seien nicht bestätigt, jedoch auch nicht dementiert worden.
  • Die Zeitung "Times" und der Sender BBC berichteten, dass Innenminister Sajid Javid sich mit May treffen wolle. Er gilt als Schwergewicht im Kabinett.
  • "Die Lage wird sehr ernst", schrieb die BBC-Journalisten Laura Kuenssberg auf Twitter. Später ergänzte sie, Außenminister Jeremy Hunt habe um ein Treffen mit May unter vier Augen gebeten.

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18:15 Uhr

Frau übergibt Betrüger Gold im Wert von 500.000 Euro

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Ein falscher Polizist hat in Bayern Gold im Wert von 500.000 Euro erbeutet.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein Betrüger konnte vermutlich sein Glück kaum fassen, als ihm sein Opfer nichts ahnend Goldbarren und Goldmünzen im Wert von einer halben Million Euro übergeben hatte.

  • Polizeiangaben zufolge riefen bei der Frau mittleren Alters ein angeblicher Polizeioberkommissar und ein angeblicher Oberstaatsanwalt an. Sie erzählten ihrem Opfer, dass im Rahmen von verdeckten Ermittlungen bei rumänischen Clan-Mitgliedern Wertdepot- und Kontodaten von ihr gefunden worden seien. Die Frau müsse sofort ihr Schließfach räumen.
  • Die Frau habe tatsächlich daraufhin ihr Schließfach bei einer Bank in Prien am Chiemsee ausgeräumt und auf einem Supermarktparkplatz dem angeblichen Polizisten übergeben. Der habe alles Gold in einen Aktenkoffer gepackt und mitgenommen, angeblich um die Echtheit zu überprüfen.
  • Erst danach kamen der Frau Zweifel und sie ging zur Polizeiinspektion. Sofortige Fahndungsmaßnahmen brachten keinen Erfolg, der als gepflegt beschriebene 30 bis 40 Jahre alte Mann blieb verschwunden.
18:07 Uhr

Cyril Ramaphosa als Südafrikas Präsident wiedergewählt

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Cyril Ramaphosa bleibt Südafrikas Präsident.

(Foto: picture alliance/dpa)

Zwei Wochen nach der Parlamentswahl in Südafrika haben die Abgeordneten Amtsinhaber Cyril Ramaphosa erneut zum Staatspräsidenten gewählt.

  • In der ersten Sitzung der neuen Legislaturperiode des Parlaments in Kapstadt wurde der 66-Jährige ohne Gegenkandidat zum Staatschef bestimmt, teilte das Präsidentenamt mit.
  • Ramaphosas Partei, der einst vom Anti-Apartheid-Kämpfer Nelson Mandela geführte Afrikanische Nationalkongress (ANC), hatte die Parlamentswahl vom 8. Mai mit einer Mehrheit von 57,5 Prozent der Stimmen gewonnen.
  • Ramaphosa war im Februar 2018 an die Staatsspitze gelangt, nachdem der damalige Präsident Jacob Zuma infolge von Korruptionsvorwürfen zurückgetreten war.
17:53 Uhr

Drei Katzenbabys vor Schrottpresse gerettet

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Ein Mann rettete diesen süßen Katzenbabys in letzter Minute das Leben.

(Foto: picture alliance/dpa)

Drei Katzenbabys sind in Berlin in letzter Minute vor der Schrottpresse gerettet worden. Ein Mitarbeiter habe die winzigen Jungen gerade noch rechtzeitig hinter dem Fahrersitz eines alten Autos entdeckt, teilte der Tierschutzverein Berlin mit.

  • "Die Schrottpresse wurde angehalten, die kleinen Findlinge in Sicherheit gebracht und die Polizei verständigt."
  • Ermittlungen gibt es nicht: Laut Tierschutzverein suchen sich wildlebende Katzen gern perfekte Verstecke, um Junge zur Welt zur bringen - in diesem Fall wohl das schrottreife Auto. Die Tiere seien etwa zwei Wochen alt gewesen, als sie gefunden wurden, sagte eine Sprecherin. Über die Mutter sei nichts bekannt.
  • Nach einem Besuch beim Tierarzt wurden die Jungen ins Tierheim gebracht, eine Tierärztin kümmert sich um die Aufzucht.
17:15 Uhr

Diebe klauen Jan Hofers Räder

"Tagesschau"- Chefsprecher Jan Hofer muss heute mit dem Taxi zur Arbeit fahren: Jemand hat die Räder von seinem Auto abmontiert und gestohlen.

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Diese Foto postete heute Jan Hofer in seinen Instagram-Stories.

(Foto: Instagram Jan Hofer)

  • Ein Foto, das Hofer auf seinem Instagram-Account postete, zeigt den kleinen schwarzen Smart räderlos im Hamburger Bezirk Eimsbüttel am Straßenrand stehen. "Heute Morgen vor meiner Haustür. Oh Schreck, die Reifen sind weg!", schrieb der TV-Sprecher dazu.
  • Er habe bereits Anzeige gegen Unbekannt erstattet, sagte Hofer der "Bild". Dass die Diebe sich ausgerechnet seinen Wagen ausgeguckt hätten, wundere ihn allerdings: "Die Straße ist beleuchtet, weiter hinten parken teure Limousinen, Porsche und sogar ein Bentley", sagte er.
  • "Dass Gangster sich ausgerechnet an einen kleinen Smart ranmachen, kann nur ein Auftrag für eine gezielte Bestellung gewesen sein."
  • Zumindest zur Arbeit kommt Hofer laut eigener Aussage aber noch problemlos: "Ich bin versichert und fahre jetzt mit dem Taxi zum Sender, bis die Reparaturen erledigt sind."
16:46 Uhr

Lkw-Fahrer fährt mit 4 Promille auf Autobahn

Was passiert bei 4 Promille? Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sollte man mit Lähmungen, unkontrollierten Ausscheidungen, Koma, Atemstillstand und Tod rechnen. Ein Sattelzugfahrer aus der Ukraine hat seine 4,07 nicht nur überlebt, er hat sich sogar ans Steuer gesetzt. Auf einer Autobahn in Hessen wurde er dann erwischt. Ein schwerer Unfall konnte nur durch einen anderen Lkw-Fahrer verhindert werden.

  • Der alkoholisierte 37-Jährige fuhr am Samstag auf der Autobahn 7 bei Niederaula in Schlangenlinien über die Fahrbahn.
  • Ein hinter ihm fahrender Lasterfahrer aus Rumänien hinderte andere Autos daran, den Sattelzug zu überholen, der von der rechten Spur immer wieder auf den Standstreifen und den mittleren Fahrstreifen kam. Der Rumäne machte eine überholende 29-Jährige auf den alkoholisierten Fahrer des Sattelschleppers aufmerksam. Die Frau verständigte daraufhin die Polizei.
  • Der 37-Jährige verließ die Autobahn an einem Rastplatz. Sein Kollege aus Rumänien sicherte den Sattelzug nach hinten ab und nahm dem Ukrainer den Fahrzeugschlüssel weg.
16:11 Uhr

Explosion im Allgäu: Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung

Nach der Explosion eines Wohnhauses im Allgäu haben Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen Unbekannt wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung aufgenommen.

  • "Am Endstück einer Flüssiggasleitung hat ein Deckel gefehlt. Das Gas konnte durch das Erdreich zum Haus gelangen", sagte ein Polizeisprecher.
  • Vermutlich war die Leitung vor zwei Jahren durch Bauarbeiten auf dem Grundstück beschädigt worden.
  • Das Haus in Rettenbach am Auerberg im Landkreis Ostallgäu war zwar nicht an das Flüssiggasnetz im Ort angeschlossen, allerdings führt eine Hauptringleitung durch das Neubaugebiet. Diese endete in etwa einem Meter Entfernung zum betroffenen Haus.
  • Bei der Explosion am Sonntag kamen ein Vater und seine siebenjährige Tochter ums Leben. Die Mutter liegt schwer verletzt im Krankenhaus. Zwei Söhne überlebten, da sie zum Zeitpunkt der Explosion nicht im Haus waren.
15:53 Uhr

Russische Bomber erneut vor US-Küste

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Die russischen Bomber vom Typ Tu-95MS wurden von den amerikanischen F-22 aus einer von den Amerikanern überwachten Flugüberwachungszone begleitet.

(Foto: imago images / UPI Photo)

Am zweiten Tag in Folge ist es vor Alaska zu Zwischenfällen mit amerikanischen und russischen Kampfflugzeugen gekommen.

  • Russische Bomber seien in eine von den Amerikanern überwachte Flugüberwachungszone eingedrungen, teilte das nordamerikanische Luftraum-Verteidigungskommando NORAD mit. US-Jets hätten die russischen Flugzeuge wieder hinaus begleitet.
  • Die russischen Flieger seien jedoch zu keiner Zeit in US-Luftraum oder kanadischen Luftraum eingedrungen, erklärte NORAD.
  • Die russische Nachrichtenagentur Tass berichtete unter Berufung auf ein Statement des russischen Verteidigungsministeriums, es habe sich um geplante Beobachtungsflüge gehandelt.
15:20 Uhr

Zeitung verlost Kurzurlaub in Strache-Villa

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Die versteckten Kameras sind hoffentlich schon weg.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nicht Sebastian Kurz, nicht mal die SPÖ - der Inhaber der Villa auf Ibiza, in der die heimlichen Aufnahmen entstanden, wird der größte Gewinner der Strache-Affäre sein: Die Luxus-Immobilie ist bis auf weiteres komplett ausgebucht, behauptet das Boulevardblatt "Österreich", und verlost zugleich einen Kurzurlaub in der Villa.  

  • "Machen Sie sich selbst ein Bild vor Ort" - unter diesem Motto kündigte die Zeitung heute die Aktion an.
  • In dem Haus war im Jahr 2017 heimlich das Video gedreht worden, das in den vergangenen Tagen zu Straches Rücktritt als Vize-Kanzler und Chef der rechtspopulistischen FPÖ sowie dem Bruch der Regierungskoalition in Österreich führte.
  • Ein Wochenende in der Luxus-Villa für zwei Personen, einschließlich Hin- und Rückflug - das winkt dem Gewinner der Verlosung.
  • Airbnb verlangt für eine Übernachtung in der Villa mit vier Schlafzimmern und Pool zwischen 800 und 1100 Euro.
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Über Airbnb kann theoretisch jeder diese Villa mieten.

(Foto: imago images / Reichwein)

 

14:50 Uhr

Experten: Zahl von Krebspatienten wird stark steigen

Experten rechnen aufgrund der demografischen Entwicklung mit einer weiter steigenden Zahl von Krebspatienten. Die Zahl der jährlichen Krebsneuerkrankungen werde zwischen 2014 und 2025 voraussichtlich um etwa zehn Prozent auf rund 523.000 zunehmen, erklärte die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und medizinische Onkologie in Berlin.

  • Den stärksten Zuwachs an Patientenzahlen werden demnach Krebsarten haben, die im Alter häufig sind - bei Männern der Prostata- und Dickdarmkrebs, bei Frauen der Brust- und Darmkrebs.
  • Auch die Zahl der Menschen, die mit Krebs leben, und der Betroffenen mit chronischen Begleiterkrankungen wie Diabetes oder Demenz wird in Deutschland stark ansteigen, wie aus der Studie hervorgeht.
  • Für die von der Universitätsmedizin Greifswald erstellten Studie wurden Datenquellen wie Bevölkerungsregister und epidemiologische Krebsregister ausgewertet.
14:30 Uhr

Schichtwechsel

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser, hier ist Uladzimir Zhyhachou. Ab sofort bin ich für den "Tag" zuständig. Meine Kollegin Friederike Zörner hat sich bereits in den wohlverdienten Feierabend verabscheidet. Ich wünsche ihr - genauso wie Ihnen - einen schönen Nachmittag!

14:12 Uhr

Jüngere müssen doppelt soviel für die Rente sparen

Das Leben im Ruhestand dürfte für viele Menschen, die sich mitten in der Erwerbsarbeit befinden, abstrakt erscheinen. Doch schon jetzt, Jahrzehnte vor der Rente, müssen sich eben diese Gedanken darüber machen, wie sie später über die Runden kommen wollen. Diese Thematik wird für jüngere Jahrgänge immer dramatischer, wie eine aktuelle Studie des Forschungsinstituts Prognos im Auftrag der Versicherungswirtschaft veranschaulicht.

  • Wer in den 70er Jahren geboren ist, muss deutlich mehr Geld für die Rente zurücklegen als ältere Generationen. Während etwa der Jahrgang 1960 rund 2,1 Prozent seines Erwerbseinkommens sparen muss, um die Versorgungslücke im Alter zu schließen, sind es bei den 1975 Geborenen rund 4,4 Prozent.
  • Der höhere Sparbedarf resultiert demnach aus dem sinkenden Rentenniveau und der steigenden Lebenserwartung. Darüber hinaus litten die jüngeren Jahrgänge unter den dramatisch gesunkenen Zinsen.
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13:46 Uhr

Polizei erschießt Mann in Hamburg

In Deutschland kommt es vergleichsweise selten vor, dass die Polizei auf Menschen schießt. Doch bei einem Einsatz in einer Hamburger Wohnung wussten sich die Beamten nun nicht anders zu helfen. Ein Mann hatte zuvor eine Frau und deren Kleinkind bedroht, sagte eine Polizeisprecherin. Als die Beamten eintrafen, sei der Mann mit einem Messer auf sie losgegangen. Daraufhin sei es zu der "Schussabgabe" gekommen.

Der Angreifer wurde schwer verletzt und erlag kurz darauf seinen Verletzungen. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei handelte es sich bei dem Angreifer um den Partner der Frau. Die Frau und das Kleinkind sowie die Polizisten seien nicht verletzt worden.

13:19 Uhr

Vengaboys feiern mit Ibiza-Lied Comeback - dank Böhmermann?

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Ich entschuldige mich im Voraus, dass ich Ihnen mit dieser Meldung vermutlich einen ungewollten Ohrwurm verpasse (Tipp vom Kollegen: Lied einmal komplett anhören, dann ist der Ohrwurm wieder weg). Die aktuelle österreichische Regierungskrise hat einen 20 Jahre alten Hit wieder in die Charts katapultiert. In der Alpenrepublik ist "We're Going to Ibiza" von der niederländischen Band Vengaboys sogar auf Platz eins der iTunes-Charts gelandet.

Die Band verbreitete ihr Erstaunen darüber nun auf Twitter. Verbunden mit der Frage: "Hey @janboehm Did you make this happen?!" Der Satiriker Jan Böhmermann hatte kurz nach Veröffentlichung des Ibiza-Videos am vergangenen Freitag kommentarlos einen Link zu dem Musikvideo getwittert. Sollten Sie nun also Unbehagen angesichts dieses musikalischen Schmankerls aus den 90ern verspüren, bitte richten Sie Ihre Beschwerden an Herrn Böhmermann persönlich.

12:51 Uhr

Touristenbus verunglückt in Italien - Verletzte

Ein Touristenbus ist in der Toskana verunglückt. Dutzende Menschen wurden bei dem Unfall zwischen Florenz und Siena verletzt, teilten die Rettungskräfte mit. Darunter seien sieben oder acht Schwerverletzte und 30 Menschen mit leichten Verletzungen. Möglicherweise sei auch ein Mensch gestorben, hieß es. Der Bus kam demnach bei Monteriggioni von der Autobahn ab. Laut italienischer Medienberichte stammen die Passagiere alle aus Osteuropa. Eingeklemmte Passagiere mussten aus dem Bus gerettet werden, wie die Feuerwehr mitteilte. Fotos zeigten das Fahrzeug an einem Abhang in der Böschung. Wie es zu dem Unfall kam, ist unklar.

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12:26 Uhr

Kabinett billigt Abschuss von ganzen Wolfsrudeln

Das Bundeskabinett kommt Nutztierhaltern entgegen. Nach Wolfsrissen soll es künftig einfacher sein, die Raubtiere in der Region abzuschießen. Ein entsprechender Gesetzentwurf von Umweltministerin Svenja Schulze, der den Abschuss von Wölfen auch dann ermöglicht, wenn unklar ist, welches Tier genau zum Beispiel die Schafherde angegriffen hat, wurde nun von den Bundesministern durchgewunken. Es können so lange Wölfe geschossen werden, bis es keine Schäden mehr gibt, auch wenn damit ein ganzes Wolfsrudel getötet wird. Die Behörden müssen aber jeden Fall genehmigen, es gibt zeitliche und räumliche Grenzen.

Die Pläne sehen vor, dass künftig schon "ernste" Schäden für die Abwehr ausreichen. Sie müssen nicht mehr "erheblich" sein. Das Füttern und Anlocken wilder Wölfe soll ausdrücklich verboten werden, damit sie sich nicht an die Nähe von Menschen gewöhnen. Mischlinge aus Wolf und Hund, sogenannte Hybriden, sollen geschossen werden.

Ein Wolf steht im Wildpark Eekholt (Fotografiert durch ein Zielfernrohr). Foto: Carsten Rehder/Arhcivbild

Wann sollen Wölfe abgeschossen werden dürfen?

 

11:58 Uhr

Tausende auf der Flucht vor Waldbränden in Kanada

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Auch der Ort High Level im Norden Albertas wird von einem Waldbrand bedroht.

(Foto: REUTERS)

Seit zwei Tagen wüten mehrere Waldbrände in der kanadischen Provinz Alberta. Sie haben sich bereits auf einer Fläche von etwa 800 Quadratkilometern ausgebreitet, wie der US-Sender CNN berichtete. Das entspricht fast der Größe Berlins. Die Feuerwehr ist unter anderem mit Löschflugzeugen und schwerem Gerät im Einsatz, um die Flammen zu löschen. Die Trockenheit begünstigt aber, dass die Brandgefahr weiter steigt.

Fast 5000 Menschen haben inzwischen Medienberichten zufolge ihre Häuser deswegen verlassen müssen. Eine entsprechende und verbindliche Anordnung gab die Provinzegierung in Edmonton für den Ort High Level im Norden Albertas sowie für die Gemeinden Bushe River und Meander River, wie sie auf ihrer Homepage mitteilte. Berichte über Schäden oder Opfer gab es noch nicht. Die Ursache der Brände ist nicht bekannt.

11:29 Uhr

Luxusautos, Gold, Diamanten: Schmugglerbande hochgenommen

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Acht Millionen Euro Bargeld, Diamanten, Goldbarren und Luxusautos: Das ist die Bilanz der Operation "Eisbrecher". Der von der europäischen Polizeibehörde Europol koordinierten Aktion gelang ein Schlag gegen ein kriminelles Netzwerk, das mit dem Schmuggel von Drogen und Zigaretten 680 Millionen Euro kassiert haben soll. Im Zuge der Operation wurden in Litauen, Polen, Großbritannien und Spanien 23 Menschen festgenommen. Die Bande soll das mit der Schmuggelware verdiente Geld in Polen gewaschen und dann in Spanien und anderen Ländern in Immobilien investiert haben. Der mutmaßliche 48 Jahre alte litauische Anführer der Bande wurde in Spanien gefasst.

11:06 Uhr

Youtuber dreht Anti-CDU-Video und kriegt Morddrohungen

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Der Clip ist gut 55 Minuten lang. Er hat den Titel "Die Zerstörung der CDU". Mehr als 3,1 Millionen Mal wurde er inzwischen aufgerufen. Ein voller Erfolg für den Youtuber Rezo. Doch sein Ruhm hat einen Preis. Wie er dem Magazin "t3n" nun verriet, wolle er zwar weitere Videos mit politischen Inhalten produzieren. "Aber durch den immensen Aufwand, Kosten und anderweitige Probleme wie die Erzeugung von Feinden und Morddrohungen werde ich das nicht sehr häufig machen", so der 26-Jährige.

Normalerweise veröffentlicht er Videos, die sich im Themenspektrum Comedy und Musik bewegen. Mit seinem aktuellen Video, das neben der CDU auch Parteien wie die SPD, CSU und AfD kritisiert, rief er nun aber junge Menschen dazu auf, bei der Europawahl ihre Stimme abzugeben. Seit der Veröffentlichung habe bisher kein CDU-Politiker den Dialog, etwa über die angeprangerte Klimapolitik, mit ihm gesucht. Stattdessen habe es "Diskreditierung, Lügen, Trump-Wordings und keine inhaltliche Auseinandersetzung" gegeben. Welche Partei er nun an diesem Sonntag wählt, wisse er indes noch nicht.

10:42 Uhr

Lisa Kudrow hungerte freiwillig für ihre Rolle bei "Friends"

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Phoebe Buffay (rechts) neben ihren Freunden

(Foto: imago/Cinema Publishers Collection)

"Du siehst dich im Fernsehen und denkst: 'Oh mein Gott, ich bin ein Berg von einer Frau'." US-Schauspielerin Lisa Kudrow ist vielen als Phoebe Buffay aus der Sitcom "Friends" bekannt. Die Rolle spielte sie von 1994 bis 2004. Eine Zeit, in der sie sich mit ihren Kolleginnen Courteney Cox und Jennifer Aniston verglich und zu dem Schluss kam: Sie ist zu dick. Das erzählte die 55-Jährige nun in einem Interview für den Podcast "WTF with Marc Maron".

Also hungerte sie nach eigenen Angaben freiwillig. Dass sie für das Ergebnis ihres Hungerns im Nachhinein Komplimente bekam, ist für Kudrow eine Enttäuschung: "Leider ist es so, dass du als Frau gut aussiehst, wenn du untergewichtig bist." Die Abmagerungskur hinterließ jedoch ihre Spuren: "Als ich zu dünn war, war ich andauernd krank." Inzwischen habe sie eine gesündere Einstellung zu sich.

10:16 Uhr

Mann tötet Ex-Freundin und stürmt Kirche - vier Tote

Ein Mann sucht im Südosten Brasiliens seine frühere Lebensgefährtin im Haus ihrer Mutter auf. Er sticht mit einem Messer zu und tötet die 59-Jährige. Anschließend geht er zu der nahegelegenen Kirche in der Stadt Paracatu im Staat Minas Gerais. Er überwindet den Schutzzaun. Im Gotteshaus findet gerade eine geschlossene Versammlung statt, als der 39-jährige frühere Militärangehörige zur Waffe greift. Er erschießt den Vater des Pastors und zwei weitere Frauen. Sein eigentliches Ziel - der Pastor selbst, der mit seiner Ex-Freundin verheiratet ist - kann flüchten. Alarmierte Sicherheitskräfte schießen schließlich auf den mutmaßlichen Täter. Er wird schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht.

09:49 Uhr

Mönche beschweren sich: Thailand braucht neues Hymnen-Video

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Blühende Landschaften sowie stolze, singende Soldaten, Bauern, Schulkinder und Sportfans. So inszeniert Thailand seine Nationalhymne. Doch eine Bevölkerungsgruppe fühlt sich durch dieses offizielle Video benachteiligt: die buddhistischen Mönche. Der Premierminister der gegenwärtigen Militärregierung, Prayut Chan-o-cha, sah sich nach Protesten der Gläubigen nun genötigt, eine neue Produktion in Auftrag zu geben, in der mehr Buddhisten bei der Ausübung ihrer Religion zu sehen sein werden.

Das neue Video soll nach einem Bericht der "Bangkok Post" bereits nächste Woche fertig sein. Das etwa einmütige alte Video war erst Anfang Mai nach der Krönung von König Maha Vajiralongkorn veröffentlicht worden. In dem südostasiatischen Land sind von knapp 70 Millionen Einwohnern etwa 95 Prozent buddhistischen Glaubens.

09:22 Uhr

Aretha Franklin hat wohl doch Testament hinterlassen

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Schwer zu lesen, aber mit bedeutsamem Inhalt

(Foto: AP)

Manchmal lohnt es sich, nochmal genauer zu gucken. Etwa hinter die Sofakissen oder in einen abgeschlossenen Schrank. Vor allem wenn die Person, in deren Wohnung ein weiteres Mal gesucht wird, verstorben ist und bislang nicht klar ist, wie ihr Erbe geregelt ist. Auf diese Idee ist nun tatsächlich das Umfeld der Soul-Legende Aretha Franklin gekommen. Im Haus der verstorbenen Sängerin fanden sie hinter den besagten Gegenständen und in bisher unzugänglichen Möbelstücken handgeschriebene Dokumente. Die 16 schwer zu entziffernden Seiten sind einem Bericht der Zeitung "Detroit Free-Press" zufolge auf die Jahre 2010 bis 2014 datiert und scheinen den Nachlass Franklins zu regeln. Vermögenswerte wie Immobilien, Schmuck, Pelze, Stereoanlagen und Tantiemen werden an ihre Angehörigen darin verteilt.

Ihre Familie war bisher davon ausgegangen, dass die Sängerin kein Testament hinterlassen hat. In diesem Fall würde ihr Vermögen, das auf 80 Millionen Dollar (rund 72 Millionen Euro) geschätzt wird, zu gleichen Teilen auf ihre vier erwachsenen Söhne aufgeteilt. Das könnte nun hinfällig sein.

Mehr dazu lesen Sie hier.

 

08:52 Uhr

Mexikaner kaufen Fake-Handys wegen Raubüberfällen

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Auf den ersten Blick ist nicht zu erkennen, dass es sich nicht um echte Smartphones handelt.

(Foto: AP)

In Mexiko City sind bewaffnete Raubüberfalle in Bussen so häufig, dass Pendler mit einer ungewöhnlichen Methode ihr Hab und Gut schützen: Sie kaufen Handy-Attrappen, um diese den Dieben anstatt ihrer echten Smartphones zu übergeben. Der Nachrichtenagentur AP zufolge kosten diese Utensilien zwischen 300 und 500 Mexikanische Pesos (zwischen 14 und 24 Euro). Sie besitzen einen Startbildschirm. Ein Metallstück im Inneren des Gehäuses verleiht ihnen ein ähnliches Gewicht wie die Originale.

In den ersten vier Monaten dieses Jahres soll es im Durchschnitt zu 70 gewalttätigen Überfällen in Mexiko City gekommen sein. Zwei Drittel davon wurden AP zufolge bei Fußgängern verübt. Der Rest der Fälle teile sich auf Buspassagiere und Autofahrer auf, die an Ampeln stehen bleiben müssten oder im Verkehr feststeckten.

08:28 Uhr

Rapper Ice-T: Beinahe Amazon-Lieferanten erschossen

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In den USA arbeitet Amazon im Rahmen seines Programms "Amazon Flex" mit Menschen zusammen, die gelegentlich Pakete ausliefern wollen. Die Lieferanten können sich ihre Aufträge je nach Verfügbarkeit frei einteilen und müssen dabei anscheinend keine Uniform tragen. Das wäre einem Angestellten nun beinahe zum Verhängnis geworden. US-Rapper und Schauspieler Ice-T gab nämlich an, beinahe einen solchen Amazon-Lieferanten erschossen zu haben. Weil er ihn nicht als Boten erkannt hatte.

Auf Twitter schrieb der 61-Jährige in einer "Nachricht an Amazon", dass auch Privatleute eine Uniform tragen sollten, wenn sie für den Konzern Pakete auslieferten. "Ich mein ja nur", schrieb Ice-T. Er habe fast einen Scheißkerl (seine Wortwahl im englischen Original ist noch etwas härter) erschossen, der auf seinem Grundstück rumgeschlichen sei. Dave Clark, Manager bei Amazon, antwortete auf den erschreckenden Tweet in ausgesprochener Höflichkeit: "Danke für den Vorschlag." Es werde an Innovationen gearbeitet, viele gebe es schon. "Vielen Dank, dass Sie Kunde bei uns sind."

Mehr dazu lesen Sie hier.

08:02 Uhr

Ibiza-Skandal: Ex-FPÖ-Politiker vermutet K.-o.-Tropfen

Im Zuge der Affäre um das Ibiza-Video steht vor allem der frühere Vizekanzler und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache im Fokus der Öffentlichkeit. Doch auch sein Mitstreiter in den Filmaufnahmen, Johann Gudenus, will ein Wörtchen bei der Nachlese des politischen Bebens in Österreich mitreden. Wie österreichische Medien berichten, sieht sich der ehemalige FPÖ-Politiker als "willkommenes und willfähriges Opfer". Sein Verhalten in dem Video, das ihn und Strache im Gespräch mit einer angeblichen Oligarchen-Nichte auf Ibiza zeigt, begründet Gudenus gar als Folge von "K.-o.-Tropfen oder ähnlichen Substanzen und Drogen", mit denen er womöglich gefügig gemacht wurde. Ihm fehlten streckenweise Erinnerungen über mehrere Stunden hinweg.

Der Agentur APA gestand er zudem: "Ich befürchte weiteres Material, das mich in kompromittierenden Situationen zeigt." Daher habe er sich vorsorglich aus der Politik vollständig zurückgezogen. Denn in den bisherigen veröffentlichten Aufnahmen sind derartige Situationen in Bezug auf Gudenus nicht zu erkennen. Über das stundenlange Treffen in einer Villa auf Ibiza sagte er zudem: "Ich war in dieser längeren Zeitspanne sichtlich in einer Ausnahmesituation. Erschöpft, überarbeitet, nahe einem Burn-out und in einer persönlichen Krise. Zu wenig Schlaf, zu viel Alkohol, gemixt mit Energydrinks, und psychotrope Substanzen, um die innere Anspannung und Unruhe zu bekämpfen."

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07:42 Uhr

Sophie Turner findet "GoT"-Petition respektlos

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Sieht nicht glücklich aus, ist aber mit ihrer Figur Sansa Stark zufrieden: Sophie Turner.

(Foto: imago images / Cinema Publishers Collection)

Haben Sie das Ende von "Game of Thrones" schon gesehen? Wenn nicht, ist das für diese Meldung nicht so schlimm. Ich verspreche, nichts zu spoilern. Die achte und letzte Staffel der Fantasy-Serie musste in den vergangenen Wochen viel Kritik einstecken. Fans reagierten teilweise so verärgert über angeblich zu schlecht verknüpfte Handlungsstränge und schlecht erzählte Charakterentwicklungen, dass sie eine Petition ins Leben riefen. Ziel: Der Sender HBO soll die komplette Staffel noch einmal neu verfilmen - mit kompetenten Autoren.

Eine der Hauptdarstellerin findet diese Reaktion der Serienanhänger weniger gut. "All diese Petitionen und so - ich denke das ist respektlos der Crew, den Autoren und den Filmmachern gegenüber, die über zehn Jahre daran gearbeitet und elf Monate für die letzte Staffel gedreht haben." In einem Interview mit der "New York Times" sagte Sophie Turner, die Sansa Stark verkörpert, dass sie die Kritik allerdings auch nicht überrasche. "Die Leute haben immer eine Vorstellung in ihrem Kopf, wie eine Serie enden sollte und wenn das Ende dem nicht entspricht, regen sie sich auf und fangen an zu rebellieren." Ihrer Meinung nach habe die Serie schon immer mit unerwarteten Wendungen brilliert.

07:23 Uhr

Tausende registrieren sich nach TV-Serie als Knochenmarkspender

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Der Serien-Club wirkt bis in die reale Welt.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Erfolg von TV-Serien wird in der Regel an den Einschaltquoten und der Anzahl der gewonnenen Preise gemessen. Doch nimmt man noch einen zusätzlichen Faktor dazu, dann dürfte der "Club der roten Bänder" eine der erfolgreichsten Serien Deutschlands sein. Denn seit Beginn der Ausstrahlung haben sich etwa 10.000 Zuschauer bei der Knochenmarkspenderdatei DKMS als Spender registrieren lassen. 19 von ihnen hätten bereits Stammzellen gespendet, teilte eine DKMS-Sprecherin vor dem Weltblutkrebstag am 28. Mai mit. Die TV-Serie wurde zwischen 2015 und 2017 beim Sender Vox ausgestrahlt und thematisiert Krebserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen.

Leukämie ist laut Zentrum für Krebsregisterdaten (ZfKD) mit knapp 33 Prozent die häufigste Krebsart bei Kindern. Laut ZfKD erkranken in Deutschland jährlich rund 650 unter 18-Jährige. Eine Stammzelltransplantation sei für viele Betroffene die einzige oder letzte Chance auf Leben, sagte die DKMS-Sprecherin.

07:04 Uhr

Abschiebeflug aus Deutschland in Kabul eingetroffen

Um 7 Uhr Ortszeit landet eine Maschine mit 26 abgeschobenen Afghanen an Bord in Afghanistans Hauptstadt Kabul. Ihr Flug markiert die 24. Sammelabschiebung aus Deutschland seit Dezember 2016. Bei den bisherigen 23 Abschiebungen hatten Bund und Länder 565 Männer nach Afghanistan zurückgebracht.

Die Sicherheitslage in dem Land am Hindukusch ist weiter angespannt. Der Krieg gegen die radikalislamischen Taliban und die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) fordert täglich Opfer. Insgesamt starben einem UN-Bericht zufolge von Januar bis Ende März 581 Zivilisten in dem Konflikt, 1192 wurden verletzt. Das waren 23 Prozent weniger Opfer als im gleichen Vorjahreszeitraum.

06:55 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen,

im Artikel drei des Grundgesetzes steht geschrieben: "Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden." Den Bundestagsfraktionen von Grünen, FDP und Linken geht diese Formulierung nicht weit genug. Sie haben eine parlamentarische Initiative ins Leben gerufen, die heute vorgestellt werden soll.

Diese hat zum Ziel, den "Schutz der sexuellen Identität" in der Verfassung zu verankern. Wie die Grünen feststellen, schreibt der Artikel in seiner jetzigen Form "einen der zentralen Mechanismen von Homo- und Transfeindlichkeit fort", nämlich das "Unsichtbarmachen" und "Bagatellisieren" von Diskriminierungen.

Das Grundgesetz wurde am 23. Mai 1949 in Bonn unterzeichnet und trat mit Ablauf des Tages in Kraft. Mit einer Ansprache von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier beginnen heute Abend in Karlsruhe die Feierlichkeiten anlässlich seines 70-jährigen Bestehens.

Das wird heute außerdem wichtig:

  • Die britische Premierministerin Theresa May will das Parlament in London heute über ihren neuen Brexit-Plan informieren. Gestern hatte sie überraschend eine Abstimmung über ein mögliches zweites Brexit-Referendum in Aussicht gestellt. Voraussetzung sei aber, dass die Abgeordneten den Gesetzesentwurf zum Abkommen für einen britischen EU-Austritt billigen.
  • Das Bundeskabinett will endgültig den Weg freimachen für die Zulassung von Elektro-Tretrollern in deutschen Städten. Der Bundesrat hatte am vergangenen Freitag Änderungen an den ursprünglichen Plänen von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer beschlossen. Diese Änderungen werden nun in einer geplanten Verordnung übernommen.
  • Mit einer neuen Struktur will der Autobauer Daimler künftig schneller und effizienter auf den Wandel in der Branche reagieren können. Bei der heutigen Hauptversammlung in Berlin stimmen die Aktionäre über den Vorschlag ab, den Konzern in drei rechtlich selbstständige Sparten aufzuteilen - eine für Autos und Vans, eine für Lastwagen und Busse und eine für Mobilitäts- und Finanzdienstleistungen.
  • Der Bundesgerichtshof (BGH) entscheidet über zwei Eigenbedarfskündigungen wegen Härtefalls. In dem einen Verfahren hat ein Familienvater einer 80 Jahre alten Mieterin gekündigt, die seit 45 Jahren in einer Berliner Wohnung lebt. Grund: Die junge Familie des Eigentümers braucht selbst mehr Platz. Im zweiten Fall wehren sich zwei Mieter mit Verweis auf verschiedene Krankheiten gegen den Rauswurf aus einer Doppelhaushälfte in Sachsen-Anhalt.
  • Maike Kohl-Richter hat ein neues Gerichtsverfahren gegen das Buch "Vermächtnis: Die Kohl-Protokolle" angestrengt. Die Witwe des früheren Bundeskanzlers Helmut Kohl will zusätzlich zu den bereits verbotenen Passagen aus dem Buch des ehemaligen Ghostwriters von Kohl, Heribert Schwan, noch weitere Textstellen verbieten lassen.

Ich hole mir gleich erst einmal einen Kaffee und lese nochmal die Textstellen durch, die ich bislang am heutigen Morgen verfasst habe. Mein Name ist Friederike Zörner. Ich versorge Sie in der ersten Tageshälfte mit Meldungen aus aller Welt. Bei Fragen und Anregungen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]nama.de

06:42 Uhr

Hochwasserhöhepunkt hat den Süden erreicht

Inzwischen hat der Süden den Hochwasserhöhepunkt erreicht. Binnen 48 Stunden sind im Alpenvorland verbreitet 80 bis 150 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen sowie in den Allgäuer Alpen sind stellenweise sogar über 200 Liter pro Quadratmeter zusammen gekommen.

Dementsprechend verteilen sich die besonders kritischen Gebiete im Bereich der zweithöchsten Hochwassermeldestufe 3 (von 4) derzeit wie folgt: die Iller bei Kempten und im Mündungsbereich der Iller bei Ulm. Die Isar auf dem Weg nach München. Und an der Donau mit Schwerpunkten bei Neuburg und Ingolstadt, weil diese beiden Städte in einer größeren Senke liegen und außerdem flussaufwärts der Lech in die Donau mündet.

Björn Alexander

n-tv Wetterexperte Björn Alexander

Derweil kann meteorologisch gesehen aber jetzt einmal Entwarnung gegeben werden. Denn Tief "Axel" ist durch. Heute bekommt die Osthälfte von der Ostsee über das Erzgebirge bis an die Alpen zwar noch letzten Regen. Die Intensität lässt aber immer weiter nach und von Westen her sorgt Hoch "Ophelia" im übrigen Land häufiger für Sonnenschein.

Die Temperaturen verweilen nach wie vor unter ihren jahreszeitlichen Möglichkeiten bei 13 Grad an den Alpen, 16 Grad in Berlin, München oder Hamburg und bis zu 21 Grad am Rhein.

Die weiteren Aussichten: morgen überall trocken und zeitweise sonnig bei 17 bis 23 Grad. Danach bleibt es wechselhaft mit örtlichen Schauern und Gewittern, aber auch freundlichen Abschnitten. Dazu am Freitag weiterhin 17 bis 23 Grad. Am Samstag wird es dann besonders im Norden kühler mit 13 bis 22 Grad. Ihr Björn Alexander

06:24 Uhr

Großeinsatz gegen Rockerbande in elf Städten

Mit einem Großaufgebot geht die Polizei in Nordrhein-Westfalen seit den frühen Morgenstunden gegen mutmaßliche Schleuser vor. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, soll es sich dabei um Mitglieder der irakischen Rocker-Organisation "Al-Salam-313" handeln. Mehrere Hundert Einsatzkräfte durchsuchten Wohnungen in Essen und zehn weiteren Städten, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei in Essen mit. Der Schwerpunkt der Maßnahmen liege im Raum Köln und dem Ruhrgebiet, sagte ein Polizeisprecher.

Neben dem Handel mit Waffen und Betäubungsmitteln gehe es vor allem um gefälschte Ausweise. Haftbefehle seien bislang nicht vollstreckt worden, sagte der Sprecher. Weitere Angaben machte er nicht. Der Großeinsatz soll nach Polizeiangaben bis in den Nachmittag hinein dauern.

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06:09 Uhr

Barley will Ministeramt noch am Wahlsonntag abgeben

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Katarina Barley hat schon eine Wohnung in Brüssel gefunden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ihre Abkehr von Berlin steht fest: Die SPD-Spitzenkandidatin für die Europawahl, Katarina Barley, will noch am Wahlabend als Justizministerin zurücktreten. "Am 26. Mai ist Schluss", sagte Barley dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Mein Gesuch auf Entlassung als Justizministerin ist schon geschrieben. Ich werde es noch am Wahlabend der Bundeskanzlerin weiterleiten. Mein Wort drauf."

Ihre Wohnung in Berlin habe sie bereits gekündigt, den Mietvertrag in Brüssel unterschrieben. Barley hatte immer wieder betont, die Bundespolitik nach der Europawahl verlassen zu wollen. Das konkrete Datum hatte sie aber nicht genannt.

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