Montag, 08. Juli 2019Der Tag

mit Juliane Kipper
22:31 Uhr

Das war Montag, der 8. Juli 2019

Liebe Leserinnen und Leser,

der Tag neigt sich dem Ende zu. Ich verabschiede mich an dieser Stelle von Ihnen in den Feierabend. Aber vorher noch ein kurzer Überblick über die Geschehnisse des Tages: Im Zuge des angekündigten Konzernumbaus hat die Deutsche Bank schon mit den ersten Entlassungen begonnen - unter Tränen räumen die Deutschbanker die Büros. Die Welle werde sich nun auf die anderen Weltregionen ausweiten. Die Stellenstreichungen seien "schmerzhaft aber unvermeidbar", sagte Bankchef Christian Sewing. Mein Kollege Hannes Vogel schreibt in seinem Kommentar: Niemand in der Chefetage der Deutschen Bank sollte sich selbst bemitleiden. Ansonsten waren heute noch diese Themen wichtig:

Wenn Sie mögen, lesen wir uns morgen wieder. Gute Nacht.

21:49 Uhr

Kleinkind stirbt bei Sturz von Kreuzfahrtschiff

Im Hafen von San Juan/Puerto Rico ist ein Kind vom Kreuzfahrtschiff "Freedom of the Seas" gestürzt und ums Leben gekommen. Das eineinhalbjährige Mädchen habe im 11. Stock des Schiffs mit seinem Großvater an einem Fenster gespielt, als es den Halt verlor und abstürzte, sagte der Minister für öffentliche Sicherheit von Puerto Rico, Elmer Román der Zeitung "El Nuevo Día". Die Familie des Kindes stamme aus den USA und werde psychologisch betreut.

Die Polizei wolle nun Videoaufzeichnungen auswerten, um den genauen Unfallhergang zu rekonstruieren, sagte Román. Die "Freedom of the Seas" hatte nach Angaben der Hafenverwaltung am Sonntagmorgen in San Juan festgemacht.

21:04 Uhr

Boris Becker könnte bald wieder flüssig sein

122128229.jpg

Mark Ford, der Insolvenzverwalter des ehemaligen Tennis-Stars Boris Becker.

(Foto: picture alliance/dpa)

Sportlegende Boris Becker könnte bereits in einem halben Jahr schuldenfrei sein. Das sagte der Insolvenzverwalter des ehemaligen Tennis-Stars. "Ich hoffe sehr, diese Insolvenz in den nächsten sechs bis neun Monaten abzuschließen", so Mark Ford bei der Präsentation von Erinnerungsstücken Beckers, die bei einer Online-Auktion derzeit zwangsversteigert werden.

Das ehemalige Tennis-As war 2017 von einem Gericht in London für insolvent erklärt worden. Bis Donnerstag können noch Gebote abgegeben werden für die rund 80 Gegenstände aus Beckers Privatbesitz, darunter Trophäen, Preise wie den Bambi, Uhren und sogar ein Paar Trainingssocken. Am Montag stand die Summe der Gebote bei rund 130.000 Britischen Pfund (umgerechnet rund 145.000 Euro).

Ford rechnet damit, dass die Gebote bis zum Schluss noch erheblich steigen werden. Das höchste galt mit  15.750 Pfund (rund 17 560 Euro) einer Trophäe, die Becker beim Sieg der US-Open 1989 erhalten hatte.

Mehr zum Thema lesen Sie hier.

20:18 Uhr

Bürgermeisterin von Christchurch hat Angreifer-Namen "vergessen"

Die Bürgermeisterin von Christchurch hat sich geweigert, den Namen des Mannes in Erinnerung zu rufen, der in der Stadt Anschläge auf Muslime verübt hat. Die Entscheidung, so sagt Lianne Dalziel, werde auch von ihrer Gemeinde unterstützt und sei ein wesentlicher Bestandteil davon, wie sich die Menschen von den schrecklichen Ereignissen erholen wollen, berichtet der britische "Guardian".

Den Angreifer namenlos zu machen, sei instinktiv gewesen. "Warum sollte ich ihm geben, was er will? Er sehnt sich nach Aufmerksamkeit". Und die Politikerin geht sogar noch weiter, indem sie behauptet, inzwischen habe sie den Namen des Angreifers sogar vergessen.

19:44 Uhr

Primark-Gründer im Alter von 83 Jahren gestorben

49950249 (1).jpg

Primark-Chairman Arthur Ryan (l-r), der irische Ministerpräsident Enda Kenny und Primark-CEO Paul Marchant schneiden in Berlin bei der Eröffnung einer Primark-Filiale das Band durch.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Gründer der irischen Modekette Primark, Arthur Ryan, ist im Alter von 83 Jahren gestorben. Das bestätigte ein Sprecher des Primark-Mutterkonzerns ABF (Associated British Foods). Ryan eröffnete den ersten Laden in 1969 in Dublin, wo die Textil-Discounterkette bis heute unter dem Namen Penneys firmiert.

Inzwischen hat das Unternehmen 370 Filialen in zwölf Ländern und beschäftigt mehr als 75.000 Mitarbeiter. Ryan galt als medienscheu und führte ein zurückgezogenes Leben. ABF-Chef George Weston würdigte ihn in einer Mitteilung als "einen der echten Giganten des Einzelhandels".

19:03 Uhr

Waldbrand bei Lübtheen gelöscht

Der Waldbrand auf dem früheren Truppenübungsplatz bei Lübtheen in Südwestmecklenburg ist weitgehend gelöscht. Der Landrat des Kreises Ludwigslust-Parchim und Chef des Einsatzstabs, Stefan Sternberg, hob am Nachmittag den seit dem 30. Juni bestehenden Katastrophenalarm auf. Damit werde der Einsatz für beendet erklärt.

  Das Feuer auf dem stark mit Munition belasteten Areal hat nach Angaben Sternbergs etwa 1200 Hektar Wald in Mitleidenschaft gezogen. Es gilt damit als größter Waldbrand in der Nachkriegsgeschichte Mecklenburg-Vorpommerns. Bei einem Kontrollflug seien keine offenen Feuer mehr entdeckt worden, hieß es.

Doch gebe es auf einer Fläche von etwa 500 Hektar weiterhin Glutnester im Boden, die immer wieder aufflackern könnten und daher weiter beobachtet würden. Für die sogenannte Brandnachsorge veranschlagte Sternberg mehrere Wochen.

18:25 Uhr

Französische Stadt führt überall Tempo 30 ein

Überall Tempo 30: Darauf setzt die Stadt Bègles, als erste Kommune dieser Größe in Frankreich. In der 27.000-Einwohner-Gemeinde südlich von Bordeaux im Westen des Landes gilt ab sofort das neue Tempolimit.

  • "Ziel ist, dass die Bewohner den öffentlichen Raum zurückgewinnen", sagte der Grüne Bürgermeister Clément Rossignol Puech.
  • Die Stadtverwaltung hofft, dass durch die Maßnahme die Zahl der Verkehrstoten sinkt. "Bei Tempo 30 braucht man 14 Meter zum Anhalten statt 28" wie bei Tempo 50, betont Puech.
  • Gleichzeitig soll es weniger Emissionen geben und die Lärmbelastung für die Bürger sinken.
  • Bis September haben die Autofahrer noch eine Gnadenfrist, um zu entschleunigen, wie Bürgermeister Puech sagt: Bis dahin soll es keine Kontrollen geben.
17:45 Uhr

Unbekannter klettert ohne Sicherung auf Spitze von Wolkenkratzer

*Datenschutz

Ich habe zwar keine Höhenangst, aber früh am Morgen ohne Sicherung einen Wolkenkratzer erklimmen, muss ich jetzt auch nicht unbedingt. In London hat ein unbekannter Mann aber genau das getan. Laut Polizei bewegte sich der Mann ohne Seil und Kletterausrüstung auf die Spitze des pyramidenförmigen Hochhauses "The Shard" in London am Ufer der Themse zu.

Einem Augenzeugen zufolge gelang es dem Kletterer, die Spitze des Wolkenkratzers zu erreichen, bevor die Polizei ihn erwischte. Scotland Yard erklärte, dass der Mann sich mittlerweile in den Händen der Beamten befinde, er sei jedoch nicht festgenommen worden.

Der Wolkenkratzer war bereits in der Vergangenheit das Ziel von waghalsigen Kletteraktionen. Im Jahr 2013 kletterte eine Gruppe von Greenpeace-Aktivisten auf das Gebäude, um gegen Ölbohrungen in der Arktis zu protestieren.

17:02 Uhr

Michelle Obama überrascht, dass Töchter Freunde haben

Das Leben als Teenager ist nicht selten schon kompliziert genug. Stellen Sie sich jetzt einmal vor, ihr Vater ist der Präsident der Vereinigten Staaten. Als Barack Obama 2009 sein Amt antritt, stehen plötzlich auch seine beiden Töchter Malia und Sasha in der Öffentlichkeit. In einem Interview mit "Entertainment Tonight" sagt Michelle Obama jetzt, sie habe immer verhindern wollen, dass ihren Töchtern der Ruhm zu Kopf steige. "Ja, euer Vater ist Präsident. Aber das hat nichts mit dir zu tun. Beweg deinen Hintern zur Schule. Ja, ihr habt Security, ignoriert sie einfach", sagte die 55-Jährige.

Eine "ganz normale Kindheit" dürften Malia und Sasha aber trotzdem nicht gehabt haben - allein schon wegen der immer präsenten Secret-Service-Agenten. "Meine Kinder hatten immer bewaffnete Wachleute dabei", sagte Obama. "Stell dir vor, du versuchst deinen ersten Kuss, und um dich herum stehen ein paar Männer mit Gewehren und Ohrstöpseln."

Wenn ihre Töchter bei Freundinnen übernachteten, habe das eine ganze Reihe an Sicherheitsmaßnahmen bedeutet: Die Eltern hätten ihre Sozialversicherungsnummer und Geburtsdaten preisgeben und ihre Häuser durchsuchen lassen müssen. Die ganze Nacht habe dann ein bewaffneter Mann mit einer Waffe auf der Veranda gesessen. Obama sei deswegen regelrecht "überrascht, dass meine Kinder überhaupt Freunde haben".

Mehr zum Thema lesen Sie hier.

16:35 Uhr

Söder: Bayern nicht geeignet als Atommüll-Endlager

Nach jahrzehntelangen Protesten hat der Bund 2017 ein neues Suchverfahren nach einem Endlager für radioaktiven Atommüll gestartet. Ziel ist es bis 2031 einen geeigneten Ort zu finden. Der Atommüll soll unterirdisch tief in einem Bergwerk entsorgt werden. CSU-Chef Markus Söder schließt ein Endlager im Freistaat Bayern wegen Sicherheitsaspekten kategorisch aus: "In Bayern macht ein Atommüllendlager keinen Sinn. Geologisch gesehen passt Bayern nicht, da das vorhandene Gestein eine deutlich schlechtere Sicherheit aufweist als zum Beispiel Gorleben", sagte der bayerische Ministerpräsident. "Deshalb wird es hier auch kein sicheres Endlager geben."

Söder reagierte damit auf die Kritik seines niedersächsischen Amtskollegen Stephan Weil. Dieser hatte moniert, dass Bayern und Sachsen versuchten, sich von der bundesweiten Suche nach einem Standort zu drücken. Söder lässt das nicht gelten: "Die Frage nach einem Atommüllendlager darf nicht politisch, sondern muss wissenschaftlich entschieden werden. Die größtmögliche Sicherheit muss an oberster Stelle stehen." Ursprünglich hatte Deutschland ein Endlager im niedersächsischen Gorleben geplant.

15:56 Uhr

Exfrau von Paul McCartney erstreitet Rekord-Entschädigung

Heather Mills, die frühere Ehefrau von Pop-Legende Paul McCartney, hat wegen eines Telefon-Abhörskandals in Großbritannien nach eigenen Angaben eine Rekord-Entschädigung erstritten.

  • Als Resultat einer Sammelklage gegen die Verlagsgruppe News Group Newspapers (NGN) habe sie gemeinsam mit anderen Opfern "die höchste Entschädigungssumme in einem Fall von Verleumdung durch Medien erreicht, die jemals in der britischen Rechtsgeschichte verhängt wurde", sagte Mills nach einer Anhörung am High Court in London.
  • Einen Betrag nannte sie nicht. Die NGN-Gruppe gehört zum Imperium von Medienmogul Rupert Murdoch.
  • Journalisten des später eingestellten Sonntags-Boulevardblattes "News of the World" hatten jahrelang Handygespräche von Tausenden Verbrechensopfern und Prominenten abgehört und Polizisten bestochen.
  • Neben Mills gehörten dazu auch Schauspieler, Politiker, Soldaten und Mitarbeiter des britischen Königshauses.

Durch das Abhören von Telefonaten zwischen 1999 und 2010 seien "unzählige Unwahrheiten" verbreitet worden, so Mills. Ein Anwalt der Verlagsgruppe entschuldigte sich vor Gericht bei Mills und ihrer Schwester Fiona, die ebenfalls entschädigt werden solle.

Mehr zum Thema finden Sie hier.

15:12 Uhr

Bereits 60 Lotto-Millionäre freuen sich über Geldregen

Spielen Sie Lotto? Oder gehören Sie wie ich zu denjenigen, die eh nicht an den großen Gewinn glauben? Vielleicht sollte ich das Ganze nochmal überdenken, denn: Deutschlandweit haben 60 Lottospieler in den ersten sechs Monaten dieses Jahres Millionengewinne eingefahren. Den größten erspielte Anfang Februar ein Tipper aus der Südpfalz, der sich in der Lotterie Eurojackpot über 63,2 Millionen Euro freuen durfte, wie Lotto Rheinland-Pfalz in Koblenz mitteilte.

Allein zwölf der 60 Lotto-Millionäre aus dem ersten Halbjahr kommen den Angaben zufolge aus Nordrhein-Westfalen, zehn aus Niedersachsen, gefolgt von Bayern mit neun. Nach wie vor bringt das Spiel "6 aus 49" den Angaben zufolge die meisten Einsätze. Im ersten Halbjahr seien es über 1,77 Milliarden Euro gewesen, knapp drei Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

14:51 Uhr

Der Countdown zum Oktoberfest beginnt

Zweieinhalb Monate bevor auf der Theresienwiese das erste Fass Bier angestochen wird, werden in München die Bierzelte aufgebaut. Das 31 Hektar große Festgelände ist deshalb aus Sicherheitsgründen für Fußgänger und Radfahrer gesperrt. Nur einige Durchgänge bleiben offen. Bis kurz vor dem Start des größten Volksfestes der Welt am 21. September werden Sattelschlepper und Gabelstapler rollen.

Die über das Jahr in Containern eingelagerten Teile der Bierburgen werden ausgepackt und aufgebaut. Später folgen die Fahrgeschäfte. Der Aufbau kostet viele Millionen Euro. So müssen etwa die Küchen für die Bierzelte jedes Jahr aus Hygienegründen neu betoniert werden. Nach dem Fest werden sie wieder abgerissen.

Das Bier wird auch dieses Jahr teuer: Die Maß kostet bis zu 11,80 Euro, das sind 30 Cent mehr als der Höchstpreis des Vorjahres. Durchschnittlich steigt der Bierpreis um 3,11 Prozent, wie das Referat für Wirtschaft und Arbeit der Stadt kürzlich mitteilte.

14:22 Uhr

14 Häftlinge sterben nach Brot-Verzehr

Nach dem Verzehr von Brot sind in Tadschikistan 14 Gefängnisinsassen gestorben. Die Männer hätten in einem Transporter das Bewusstsein verloren, nachdem ihnen ein anderer Gefangener die Brotlaibe gereicht hatte, teilte das Justizministerium des zentralasiatischen Landes in der Hauptstadt Duschanbe mit.

  • Die Behörden in der autoritär regierten Ex-Sowjetrepublik alarmierten den Notarzt, der aber nur drei Insassen retten konnte.
  • Ob das Brot verdorben war oder absichtlich vergiftet wurde, ist nach offiziellen Angaben bislang unklar.
  • Der Vorfall ereignete sich bereits am Sonntagabend, wurde aber erst später bekannt.
  • Bei dem Transport sollten rund 130 Insassen von einem Gefängnis im Norden des verarmten Berglandes in den Süden verlegt werden.
14:27 Uhr

Schichtwechsel

Der Kollege Janis Peitsch hat sich in den Feierabend verabschiedet. Ab jetzt begleite ich Sie durch den restlichen Nachmittag bis in den späten Abend. Mein Name ist Juliane Kipper und Sie erreichen mich unter juliane.kipper[at]nama.de.

13:45 Uhr

Ikea startet bundesweit Rückkauf von Gebrauchtmöbeln

Das nenne ich Service: Der Einrichtungskonzern Ikea bietet seinen Kunden zukünftig an, gebrauchte Möbel zurückzugeben. Für die umgetauschten Ikea-Produkte erhalten die Kunden dann eine Guthabenkarte. Das Programm soll ab dem 15. Juli in allen deutschen Filialen gelten.

Die erhaltenen Second-Hand-Möbel wollen die Schweden zusammen mit Ausstellungstücken und Retouren in der "Fundgrube" weiterverkaufen. Für den Rückkauf akzeptiert Ikea nur eigene Produkte in gutem Zustand.

Bei dieser Meldung ärgere ich mich jetzt ein wenig, dass ich bei meinem letzten Umzug so viele Ikea-Möbel verschenkt oder weggeschmissen habe.

13:18 Uhr

Pfandbetrug: Verdächtige sollen 40.000 Obstkisten geklaut haben

Sechs Wochen rätselte die Polizei über den Diebstahl von 40.000 leeren Obstkisten aus einem Supermarktlager in Meckenheim bei Bonn. Nun könnte der Fall gelöst sein. Ermittler haben drei Verdächtige gefasst. Der mutmaßliche Hintergrund: Jede der Kisten hat einen Pfandwert von vier Euro.

  • Laut Polizei hatte ein Mitarbeiter, der wegen der vorangegangenen Diebstähle regelmäßig an dem Gelände vorbei fuhr, die Männer in der Nacht entdeckt. Sie hätten bereits tausend Plastikkisten in einem Transporter verstaut.
  • Als der Mitarbeiter die Männer ansprach, schmissen sie die Kisten von der Ladefläche und rasten davon. Eine Polizeistreife stoppte den Wagen mit den drei Verdächtigen nahe dem Tatort.
  • Im leeren Laderaum fanden die Polizisten noch Spuren, die darauf hindeuten, dass in dem Wagen auch vorher schon Obstkisten waren.

Ob die Männer für den Diebstahl aller 40.000 Kisten verantwortlich sind, sei noch "Gegenstand der Ermittlungen", so ein Polizeisprecher.

12:40 Uhr

Deutschland will keine Bodentruppen nach Syrien schicken

Die Bundesregierung hat den USA in Sachen Syrien eine Absage erteilt. Regierungssprecher Steffen Seibert teilte mit, Berlin will keine Bodentruppen zum Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat in das Bürgerkriegsland entsenden.

  • Die Regierung fasse aber ins Auge, die bisherigen Maßnahmen fortzusetzen. Es solle nun Gespräche mit den Beteiligten an der Anti-IS-Koalition geben, wie das Engagement weiterentwickelt werden könne.
  • Seibert reagierte damit auf die Forderung der USA, Deutschland solle sich mit Bodentruppen in Syrien engagieren.
  • Das Bundestagsmandat für das deutsche Syrien-Engagement läuft zum 31. Oktober aus. Nach Seiberts Worten wird nun eine Verlängerung angestrebt.
12:12 Uhr

Eltern von Wachkoma-Patienten wollen Sohn sterben lassen

121807114.jpg

Jahrelang beschäftigte der Fall Lambert die Gerichte.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Eltern von Frankreichs wohl bekanntestem Wachkoma-Patienten wollen nun nichts mehr unternehmen, um das Leben ihres Sohnes zu verlängern. "Wir können uns heute nicht mehr vorstellen, den tödlichen Prozess aufzuhalten", sagte der Anwalt der Eltern dem Sender Franceinfo.

Die Behandlung von Vincent Lambert war am vergangenen Dienstag nach einem juristischen Tauziehen erneut eingestellt worden. Seitdem habe sich Lamberts Zustand verschlechtert.

Lambert war vor rund zehn Jahren bei einem Verkehrsunfall verunglückt und hatte sich schwer am Kopf verletzt. Er ist seitdem in einer Art Wachkoma. Die katholischen Eltern wollten den Tod ihres heute 42 Jahre alten Sohnes mit aller Macht verhindern und klagten sich erfolglos durch alle Instanzen. Lamberts Ehefrau kämpfte hingegen dafür, dass ihr Mann sterben darf.

Mehr dazu lesen Sie hier.

11:50 Uhr

Iran meldet Überschreitung der Urananreicherung

Der Iran macht ernst: Wie angekündigt hat das Land am Morgen die Internationale Atomenergiebehörde in Wien über die Überschreitung des Urananreicherungslimits informiert.

"Mit der Überschreitung der 3,67 Prozent-Grenze wurde schon gestern (Sonntag) begonnen", sagte der Sprecher der iranischen Atomorganisation, Behrus Kamalwandi, dem Staatssender IRIB.

Der neue Anreicherungsgrad sei flexibel und liege je nach Bedarf zwischen 3,67 und 20 Prozent, sagte Kamalwandi. Auf 90 Prozent hochangereichertes Uran kann für den Bau von Atombomben benutzt werden. Vorerst soll Uran nur bis zu einem Wert von 4,5 Prozent angereichert werden, sagte Kamalwandi.

Die USA haben den Iran vor weiteren Verstößen gegen das Atomabkommen gewarnt. Mehr zu den Hintergründen lesen Sie hier.

11:38 Uhr

"Keine großen Fans" - Trump reagiert auf Botschafter-Kritik

US-Präsident Trump hat einmal mehr bewiesen, wie dünnhäutig er auf Kritik reagiert. Nach der Veröffentlichung geheimer Briefings des britischen Botschafters in den USA sagte Trump, er und seine Regierung seien "keine großen Fans" des britischen Diplomaten. Kim Darroch habe Großbritannien "nicht gut gedient".

Zuvor hatte die britische Zeitung "Mail on Sunday" über geheime Briefings Darrochs an das Außenministerium in London berichtet, in denen der Botschafter Trump und die US-Regierung als "inkompetent" und "einzigartig dysfunktional" bezeichnet haben soll. Trump wird dem Bericht zufolge als "unsicher" und "inkompetent" beschrieben.

Das britische Außenministerium hat die Echtheit der Vermerke nicht infrage gestellt. Außenminister Jeremy Hunt distanzierte sich aber von der Einschätzung des Botschafters.

10:57 Uhr

Umfrage: Jeder fünfte Deutsche geht fremd

Interessante Zahlen, die der "Playboy" uns da präsentiert. Mehr als jeder Fünfte in Deutschland soll mindestens einmal während einer Beziehung fremdgegangen sein. Das ergab eine repräsentative Umfrage, welche das Magazin in Auftrag gegeben hat.

Demnach gaben 22,5 Prozent der befragten Frauen an, in einer festen Partnerschaft mindestens einmal einen Seitensprung gewagt zu haben. Bei den Männer waren das 21,7 Prozent.

  • Dabei waren die Gründe unterschiedlich: Frauen gingen am häufigsten fremd, weil sie sich von ihrem Partner oder ihrer Partnerin vernachlässigt fühlten (45,8 Prozent).
  • Männer begründeten ihre Untreue dagegen mit dem zeitweisen Bedürfnis nach einem sexuellen Abenteuer (38,8 Prozent).
  • Zugleich glaubt das weibliche Geschlecht mit 79,6 Prozent eher an die große Liebe - bei den befragten Männern waren es nur 76,1 Prozent.

Für die Umfrage wurden 1069 Männer und Frauen in Deutschland befragt.

Nun stellt sich bei mir die Frage: Haben Sie liebe Leserinnen und Leser schon einmal einen Seitensprung gewagt? Keine Sorge: Unsere Umfrage absolut diskret und anonym.

99393810.jpg

Sind Sie in einer festen Partnerschaft schon mal fremdgegangen?

 

10:26 Uhr

Weitere Verletzte bei Stierhatz in Pamplona

imago41076767h.jpg

Drei Menschen wurden am Morgen bei dem Stierlauf verletzt.

(Foto: imago images / Agencia EFE)

Das traditionelle "Sanfermines"-Festival im spanischen Pamplona hat erneut Opfer gefordert. Am zweiten Tag der umstrittenen Stiertreiben sind am Morgen drei Teilnehmer verletzt worden.

Bei den Verwundeten handele sich um zwei 45- und 61-jährige Männer aus der Region, die an der Schulter beziehungsweise am Kopf verletzt worden seien, sowie um eine 19-jährige Frau, die Verletzungen an Rücken und Hals davongetragen habe, berichtete der Fernsehsender RTVE.

Nach dem ersten der insgesamt acht Stierläufe mussten am Sonntag bereits fünf Menschen im Krankenhaus behandelt werden, drei von ihnen waren auf die Hörner genommen worden. Bei dem umstrittenen Spektakel werden jedes Jahr Dutzende Teilnehmer verletzt. Das letzte Todesopfer gab es im Jahr 2009.

09:54 Uhr

Bill Kaulitz spricht über Klum-Hochzeit

120434458.jpg

(Foto: picture alliance/dpa)

Für die Boulevardpresse ist die Trauung von Tokio-Hotel-Gitarrist Tom Kaulitz und Heidi Klum wohl DAS Thema des Jahres: Nun hat sich mal wieder Bruder Bill Kaulitz zum Thema Hochzeit zu Wort gemeldet. "Dass die Leute so ein Thema daraus machen, hätte, glaube ich, keiner von uns gedacht", sagte der Tokio-Hotel-Sänger dem Sender RTL. Er verstehe zwar, dass die Leute interessiert seien. Aber die ständigen Nachfragen zu Ort und Zeit der Trauung hätten ihn schon überrascht.

Zu den Gerüchten, Klum und sein Zwillingsbruder hätten sich bereits standesamtlich getraut, sagte Bill Kaulitz: "Ich kann euch eins verraten: Die Hochzeit steht noch an." Ob er damit lediglich eine kirchliche Zeremonie oder ein großes Fest meinte, blieb unklar.

09:22 Uhr

Mieterbund sieht Enteignungen kritisch

Viele Großstädte haben mit Wohnungsknappheit und steigenden Mieten zu kämpfen. Neben dem Berliner Mietendeckel wird in der Politik auch immer wieder über Enteignungen privater Wohnungsunternehmen diskutiert. So brachte Bundesjustizministerin Christine Lambrecht das Thema am Wochenende erneut ins Gespräch.

Der Deutsche Mieterbund sieht den Vorschlag allerdings skeptisch. "Die entscheidende Frage bleibt, wie man zu bezahlbarem und genügend vorhandenem Wohnraum kommt. Und da ist durch Vergesellschaftungen aktuell nichts gewonnen", sagte Mieterbund-Direktor Lukas Siebenkotten nun der "Saarbrücker Zeitung".

"Wesentlich wichtiger ist, erstens, zu bauen und zweitens, den Mietpreisanstieg im Bestand zu dämpfen."

08:44 Uhr

Dutzende Tote: Bus stürzt in Indien von Autobahnbrücke

AP_19189215267051.jpg

(Foto: AP)

Bei einem schweren Busunglück sind in Indien mindestens 29 Menschen gestorben. Der Bus sei auf einer Autobahnbrücke südlich von Neu Delhi zunächst gegen eine Leitplanke gefahren und dann durch die Lücke zwischen den Fahrbahnen in die Tiefe gestürzt, erklärte die Polizei. Demnach war der Fahrer vermutlich am Steuer eingeschlafen. Der Bus fiel zwölf Meter tief in einen Fluss, das Dach wurde zerquetscht.

Wie ein Verwaltungsbeamter mitteilte, wurden 18 Menschen verletzt. Der Bus hatte etwa 50 Menschen an Bord und war auf dem Weg von Neu Delhi nach Lucknow im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh.

Mehr als 150.000 Menschen sterben jedes Jahr auf Indiens Straßen wegen schlechter Infrastruktur und zu schnellen Fahrens.

08:20 Uhr

Justin Bieber fordert Tom Cruise erneut heraus

*Datenschutz

Kennen Sie schon die "Bottle Cap Challenge"? Dabei öffnen Teilnehmer den Schraubverschluss einer Wasserflasche gekonnt mit einem Fußtritt. Ein Video von der Aktion wird anschließend ins Netz gestellt.

Viele Prominente machen mittlerweile bei der "Challenge" mit. Auch  Popstar Justin Bieber, der bei dieser Gelegenheit erneut gegen Schauspieler Tom Cruise austeilte. In einem Video auf Instagram tönte Bieber: "Das könnte der Kopf von Tom Cruise sein." Danach trat er nach dem Schraubverschluss und nominierte im Anschluss seine Frau Hailey und Cruise.

Schon vor einigen Wochen sorgte Bieber für Aufsehen, als er ankündigte, sich mit Cruise bei einem Mixed-Martial-Arts-Kampf in einem Käfig prügeln zu wollen. Allerdings machte Bieber kurz nach der Ankündigung einen Rückzieher. Ob es diesmal zum Duell der beiden US-Stars kommt?

07:46 Uhr

Waliser räumen bei Schafscherer-WM ab

RTS2KXK7 (1).jpg

5000 Schafen ging es am Wochenende an die Wolle.

(Foto: REUTERS)

Es gibt schon sehr kuriose Wettbewerbe auf dieser Welt. Oder haben Sie schon einmal von der Weltmeisterschaft der Schafscherer gehört? Diese fand in diesem Jahr nämlich in der französischen Gemeinde Le Dorat statt.

Dabei gewann der Waliser Richard Jones den Titel in der Kategorie maschinelle Schur. Sein Landsmann Aled Jones gewann beim Sortieren der Wolle. In der Kategorie Scheren-Schur ging der Sieg an den Neuseeländer Allan Oldfield.     

Insgesamt traten mehr als 300 Teilnehmer aus 34 Ländern gegeneinander an. Insgesamt wurden bei dem viertägigen Wettbewerb 5000 Schafe geschoren. Da bleibt nur noch die Frage offen: Was passiert mit der ganzen Wolle?

07:17 Uhr

Erneute Ausschreitungen in Hongkong

122107983.jpg

Seit Wochen halten die Proteste in Hongkong an.

(Foto: picture alliance/dpa)

Hongkong kommt einfach nicht zur Ruhe: Am Rande einer Demonstration ist es in der Stadt erneut zu Zusammenstößen zwischen einigen Protestlern und der Polizei gekommen. Wie die Regierung der chinesischen Sonderverwaltungszone mitteilte, wurden sechs Demonstranten festgenommen.

Zuvor hatten am Sonntag Zehntausende Menschen friedlich gegen das umstrittene Auslieferungsgesetz an China demonstriert, das die Finanzmetropole seit Wochen in Atem hält. Dieses würde es den Behörden erlauben, von China beschuldigte Personen an die Volksrepublik auszuliefern.

In den vergangenen Wochen erlebte die Metropole wegen des Gesetzes die größten Proteste seit drei Jahrzehnten. Regierungschefin Lam hatte das Auslieferungsgesetz nach dem Aufschrei in der Bevölkerung zunächst auf Eis gelegt.

06:42 Uhr

Der Sommer hält sich weiter bedeckt

Björn Alexander

Björn Alexander

Die neue Woche startet ziemlich frisch. Am kühlsten ist es hierbei im Bereich der Mittelgebirge, zum Teil mit Frühwerten knapp über dem Gefrierpunkt - beispielsweise in Nettersheim und Kalterherberg (beides Eifel), Bad Berleburg (Siegerland), Morgenröthe-Rautenkranz oder in Marienberg-Kühnhaide (beides Erzgebirge). Stellenweise ist auch Bodenfrost dabei.

Ansonsten beginnt der Tag mit 5 bis 16 Grad. Und das hat - genau wie die heutigen Tageshöchstwerte - nichts mit dem Sommer zu tun. Heute bekommen wir nämlich maximal 16 bis 23 Grad. Wettertechnisch bleibt es hierbei besonders im Norden teils windig und wechselhaft mit Schauern. Der Alpenrand bekommt ebenfalls noch Regengüsse sowie nachmittags ein erhöhtes Gewitterrisiko.

Im übrigen Land geht es unterdessen aber freundlicher und überwiegend trocken weiter. Doch so richtig beständig wird unser Wetter in dieser Woche nicht bleiben. Zwar mischt ab der Wochenmitte wieder wärmere Luft mit, doch die könnte allerdings teilweise sogar von nennenswerten Niederschlägen begleitet sein. Hier die Details. Ihr Björn Alexander

 

06:30 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

die schlechte Nachricht zuerst: Meinen geschätzten Kollegen Uladzimir Zhyhachou hat es böse erwischt. Krankheitsbedingt werde ich ihn daher heute vertreten. Ich hoffe zumindest, dass Sie das Wochenende in vollen Zügen genossen haben. Folgende Themen stehen heute auf der Tagesordnung.

  • (Noch)-Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen trifft die Fraktionsspitze der Grünen im Europaparlament, um Werbung in eigener Sache zu machen.
  • Die Klimaschützer von "Fridays for Future" wollen ab heute fünf Tage lang nonstop in Köln demonstrieren.
  • Der Jurist Egils Levits tritt sein Amt als Staatsoberhaupt Lettlands an.
  • Das Weltstrafgericht in Den Haag fällt ein Urteil über den Ex-Rebellenchef des Kongos Bosco Ntaganda.
  • In München startet auf der Theresienwiese der Aufbau für das Oktoberfest.

Mein Name ist Janis Peitsch. Bei Fragen, Anregungen und Kritik erreichen Sie mich unter janis.peitsch[at]nama.de.

 

06:14 Uhr

Kreuzfahrtschiff in Venedig entgeht nur knapp einer Kollision

Das war haarscharf: Die Hafenstadt Venedig ist nur knapp einem Schiffsunfall entkommen. Die "Costa Deliziosa" kam gestern Abend bei einem schweren Unwetter dem Pier im Stadtteil Castello gefährlich nahe.

Das fast 300 Meter lange Schiff verfehlte nur knapp eine Yacht und weitere Boote, wie italienische Medien berichteten und auf Videos im Internet zu sehen ist.

Der letzte Unfall mit einem Kreuzfahrtschiff in der Lagunenstadt ist übrigens noch nicht lange her. Erst Anfang Juni war ein Boot der MSC Cruises beim Anlegen plötzlich außer Kontrolle geraten und in ein Boot voller Reisegäste gekracht. Vier Menschen wurden damals verletzt.