Montag, 12. April 2021Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:46 Uhr

Das war Montag, der 12. April 2021

Geht es nach der CDU-Spitze, ist die Kanzlerkandidatur von Parteichef Armin Laschet eine ausgemachte Sache. Doch kommt es wirklich dazu, kann die Union nur mit den Stimmen von 13 Prozent aller Wahlberechtigten rechnen, wie das aktuelle Trendbarometer von RTL und ntv zeigt. Mit einem Kanzlerkandidaten Markus Söder an der Spitze der Union könnten sich dagegen 37 Prozent der Deutschen vorstellen, CDU oder CSU zu wählen. Warum Söder trotzdem grundsätzlich schlechtere Chancen als Laschet hat, lesen Sie hier.

Was war heute sonst wichtig:

Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht, bis morgen!

22:07 Uhr

Fußgänger stürzt auf Fahrbahn und wird von Lkw überfahren

In Bonn ist ein Mann von einem Lastwagen erfasst und tödlich verletzt worden. Der 62-Jährige habe ersten Ermittlungen zufolge in sein geparktes Auto einsteigen wollen, sei dabei ins Straucheln geraten und auf die Fahrbahn gestürzt, teilte die Polizei mit. Ein Lastwagen erfasste den Senioren, der noch an der Unfallstelle starb.

21:32 Uhr

Von der Leyen zu Michel: Nie wieder "Sofagate"-Situation zulassen

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat erstmals seit der "Sofagate"-Affäre Ratspräsident Charles Michel getroffen. Michel und von der Leyen hielten nach Angaben der EU-Kommission in Brüssel ihr wöchentliches Treffen ab. Von der Leyen habe dabei deutlich gemacht, "dass sie eine solche Situation nicht noch einmal zulassen werde", hieß es aus EU-Kreisen.

Bei dem Treffen am Dienstag vergangener Woche war für Michel ein großer Stuhl neben dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan reserviert. Von der Leyen bekam hingegen einen Platz auf einem Sofa zugewiesen. Michel wurde kritisiert, weil er nichts dagegen unternommen habe.

20:47 Uhr

Tod eines Schwarzen bei Minneapolis - US-Polizistin verwechselte Pistole mit Taser

Bei dem tödlichen Schuss auf einen jungen Afroamerikaner nahe Minneapolis hat eine US-Polizistin offenbar ihre Pistole mit einem Taser verwechselt. Bei einer Pressekonferenz iveröffentlichte die Polizei Bodycam-Aufnahmen vom Versuch der Festnahme des 20-jährigen Daunte Wright. Dabei ist zu hören, wie die Polizistin mehrfach "Taser" ruft, dann aber einen Schuss mit ihrer Dienstwaffe - und nicht mit einem Elektroschocker - abgibt.

Die Polizei hatte Wright am Sonntag wegen eines mutmaßlichen Verkehrsdelikts gestoppt. Die Aufnahmen der Körperkamera der Polizistin zeigen, wie der 20-Jährige sich losreißt, als die Beamten ihm Handschellen anlegen wollen, und zurück in sein Auto steigt.

Mehr dazu lesen Sie hier.
20:30 Uhr

Die Videos des Tages

19:59 Uhr

Macaulay Culkin ist Vater geworden

Schauspieler Macaulay Culkin genießt das Elternglück. Der "Kevin - Allein zu Haus"-Star ist Vater eines Sohnes geworden. Wie das Magazin "Esquire" berichtet, habe Partnerin Brenda Song bereits am 5. April einen Jungen zur Welt gebracht. Der Name des Kleinen: Dakota Song Culkin, vermutlich in Anlehnung an Culkins jung verstorbene Schwester Dakota (1978-2008).

Für beide Schauspieler ist es das erste Kind. Sie lernten sich bei Dreharbeiten zu dem Film "Changeland" 2019 kennen und verliebten sich. Dem Magazin bestätigte das Paar die Geburt seines Sohnes mit den Worten "Wir sind überglücklich".

19:34 Uhr

Iran setzt Kooperation mit EU in mehreren Bereichen aus

Als Reaktion auf neue Sanktionen der EU setzt der Iran seine Kooperation mit der Europäischen Union in mehreren Bereichen aus. Wie das Außenministerium in Teheran erklärte, suspendiert werde der Dialog zu Menschenrechtsfragen, zu Anti-Terror-Maßnahmen, zur Bekämpfung des Drogenhandels und zu Flüchtlingsangelegenheiten. Die EU hatte zuvor ihre Strafmaßnahmen wegen Menschenrechtsverletzungen im Iran ausgeweitet.

18:32 Uhr

Nach vier Monaten Auszeit: Nazan Eckes ist zurück bei RTL

Nach ihrer viermonatigen TV-Auszeit wird Nazan Eckes ab heute wieder die Moderation des RTL-Magazins "Extra" übernehmen. Die 44-Jährige hatte Anfang des Jahres eine Unterbrechung ihrer Arbeit angekündigt, um sich um ihren an Alzheimer erkrankten Vater zu kümmern. Seit dem 11. Januar hatte ihre Moderationskollegin Jana Azizi in Vertretung das Magazin präsentiert.

"Fast vier Monate war ich jetzt nicht auf Sendung, weil ich Zeit für meine Familie und mich gebraucht habe", schreibt Eckes auf Instagram und bedankt sich bei allen, die ihre Auszeit möglich gemacht hätten. Nun sei ihr Kopf wieder dort, wo er hingehöre. "Umso mehr freue ich mich, heute Abend wieder für 'Extra' vor der Kamera zu stehen und durch die Sendung zu führen und ich freue mich auf euch!!!", so die Moderatorin weiter.

18:15 Uhr

Elefanten-Baby stürzt in engen Brunnen

Im indischen Bundesstaat Odisha sorgt ein kleines Elefanten-Kind für mächtig Wirbel. Das Kalb war in einen engen Brunnen gestürzt und schrie um Hilfe. Um an das Tier zu gelangen, mussten Einsatzkräfte tonnenweise Erde wegbaggern. Am Ende gelang es ihnen aber, den kleinen Dickhäuter zu retten.

17:52 Uhr

Auto kracht mit Linienbus zusammen - zwei Schwerverletzte

Bei einem Unfall mit einem Linienbus sind in Mönchengladbach zwei Menschen schwer verletzt worden. Sieben weitere Menschen erlitten leichte Verletzungen, wie die Polizei mitteilte.

Aus zunächst unbekannten Gründen geriet eine 38-jährige Frau mit ihrem Auto auf die Gegenfahrbahn und kollidierte dort mit dem Bus. Die Frau und ihr gleich alter Beifahrer kamen schwer verletzt ins Krankenhaus.

Der Busfahrer und fünf Fahrgäste erlitten leichte Verletzungen, ebenso eine weitere Autofahrerin, die auf die Unfallstelle auffuhr.

17:43 Uhr

Schlagzeilen am Abend

17:07 Uhr

Zwei Radfahrerinnen nutzen Autobahn "für Training"

Auf der Autobahn 661 hat die Polizei nahe Neu-Isenburg in Hessen zwei Rennradfahrerinnen gestoppt. Die beiden 17 und 18 Jahre alten Sportlerinnen gaben an, die Autobahn für ihr Training zu nutzen, teilte die Polizei mit. Nach einer Belehrung verließen sie die Autobahn auf kürzestem Weg wieder. Sie müssen sich nun wegen einer Ordnungswidrigkeit verantworten.

16:48 Uhr

CSU-Präsidium spricht sich einstimmig für Söder aus

Das CSU-Präsidium hat sich einstimmig für CSU-Chef Markus Söder als Kanzlerkandidat der Union ausgesprochen. Es gebe in der CSU die Überzeugung, dass Söder der am besten geeignete Kandidat der Union sei, sagte CSU-Generalsekretär Markus Blume im Anschluss an die Sitzung des Präsidiums. Nun solle in einer "Verhandlungsdelegation" von CDU und CSU über den Kanzlerkandidaten beraten werden.

15:55 Uhr

Söder will Entscheidung über K-Frage erst Ende der Woche

Die Entscheidung über die Kanzlerkandidatur der Union soll nach dem Willen von CSU-Chef Markus Söder erst Ende der Woche getroffen werden. Es sei jetzt noch nicht der Tag der Entscheidung, vielmehr werde man sich Ende der Woche zusammensetzen, sagte Söder nach Teilnehmerangaben in einer Schalte des CSU-Präsidiums. Und er werde auch darum bitten, dass sich nicht nur zwei Personen zusammensetzten, sondern dass weitere Vertreter beider Parteien mit dabei seien.

15:50 Uhr
Breaking News

Söder oder Laschet? CSU-Landtagsfraktion fordert Mitgliederbefragung

Die CSU-Fraktion im bayerischen Landtag verlangt eine Mitgliederbefragung über die Kanzlerkandidatur der Union. Er fordere solch eine Befragung sowohl unter den Mitgliedern der CDU als auch der CSU, erklärt Landtagsfraktionschef Kreuzer.

Mehr dazu lesen Sie hier.
15:24 Uhr

Schüsse vor Pariser Klinik und Impfzentrum

Vor einem Pariser Krankenhaus und Corona-Impfzentrum hat ein Mann das Feuer eröffnet. Ein Mensch starb durch Schüsse, ein weiterer wurde schwer verletzt.

Die Schüsse fielen vor der Henry-Dunant-Klinik des Roten Kreuzes im bürgerlichen 16. Verwaltungsbezirk von Paris im Westen der Stadt. Der Täter floh laut Polizei auf einem Zweirad. Das Krankenhaus ist auf die Behandlung älterer Menschen spezialisiert; es beherbergt derzeit auch ein Corona-Impfzentrum.

Mehr dazu lesen Sie hier.
14:24 Uhr

Zwei Tote bei Flucht vor Polizei

Auf der Flucht vor der Polizei ist in Niederbayern ein mit sieben Menschen besetztes Auto gegen einen Baum gefahren. Der 29 Jahre alte Fahrer der Limousine und eine Frau mit noch ungeklärter Identität seien im Bereich der Stadt Regen gestorben, teilte die Polizei mit. Warum sich die ungarischen Staatsangehörigen einer Kontrolle entziehen wollten, ist noch unklar.

  • Der Polizei zufolge trug das Auto ein deutsches Ausfuhrkennzeichen. Beim Versuch der Kontrolle am späten Sonntagabend habe der Fahrer das Auto gewendet und sei mit stark erhöhter Geschwindigkeit geflohen. Die Polizeistreife habe das Auto aus dem Blick verloren. Auch eine Fahndung sei ergebnislos verlaufen.
  • Eine gute Viertelstunde später sei ein Notruf wegen eines Unfalls des mit drei Männern und vier Frauen im Alter von 17 bis 29 Jahren besetzten Autos eingegangen.
  • Auch die weiteren fünf Insassen kamen mit teils schweren Verletzungen ins Krankenhaus. Die Polizei prüft nun die Hintergründe der Flucht.
14:15 Uhr

Schichtwechsel

Christian Herrmann verabschiedet sich in den Feierabend, ich übernehme jetzt den "Tag". Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

13:50 Uhr

Zahl der Hartz-IV-Sanktionen schrumpft wegen Corona deutlich

Wegen der Corona-Pandemie sind im vergangenen Jahr deutlich weniger Verstöße gegen die Hartz-IV-Regeln geahndet und sanktioniert worden. Das hat die Bundesagentur für Arbeit in ihrer Jahresstatistik mitgeteilt.

  • Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 171.100 Sanktionen - Kürzungen der Leistungen - gegen Hartz-IV-Empfänger ausgesprochen und damit 635.700 weniger als 2019.
  • In 127.000 Fällen handelte es sich um Melde- oder Terminversäumnisse, also kleinere Verfehlungen. Nur 18.400 Sanktionen wurden wegen der Weigerung ausgesprochen, einen Job oder eine Fortbildungsmaßnahme anzunehmen.
  • Damit waren lediglich 0,9 Prozent der Hartz-IV-Empfänger von Sanktionen betroffen, nach 3,1 Prozent im Jahr zuvor.
13:33 Uhr

Mit Laschet drohen Union herbe Verluste

Die CDU-Spitze unterstützt die Kanzlerkandidatur ihres Vorsitzenden Armin Laschet. Ob sie sich das noch einmal überlegen sollte? Das aktuelle Trendbarometer von RTL und ntv verheißt jedenfalls nichts Gutes für den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten. Demnach kann die Union derzeit nur mit den Stimmen von 13 Prozent aller Wahlberechtigten rechnen, sollte Laschet Kanzlerkandidat werden. Mit CSU-Chef Markus Söder können sich dagegen 37 Prozent der Deutschen vorstellen, bei der Bundestagswahl im September CDU oder CSU zu wählen. Autsch.

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13:16 Uhr

George, Charlotte und Louis fehlen bei Trauerfeier von Philip

Die Kinder von Prinz William und Herzogin Kate werden am kommenden Samstag nicht bei der Trauerfeier von Prinz Philip dabei sein. George (7), Charlotte (5) und Louis (2) seien noch zu jung, um bei der im Fernsehen übertragenen Veranstaltung dabei zu sein, berichtet unter anderem die Nachrichtenagentur PA.

  • Gleiches gilt demnach auch für den Nachwuchs der Queen-Enkelinnen Zara Tindall und Prinzessin Eugenie.
  • Prinz Harry ist Berichten zufolge ebenfalls ohne Ehefrau Meghan und Sohn Archie nach England zurückgekehrt.
  • Die Trauerfeier für Prinz Philip findet in der St.-Georgs-Kapelle auf Schloss Windsor statt. Sie wird in Deutschland live von RTL im Fernsehen übertragen. Der Gottesdienst soll um 16.00 Uhr mit einer landesweiten Schweigeminute beginnen.
  • Wegen der Corona-Regeln sind nur 30 Trauergäste erlaubt. Premierminister Boris Johnson hat seine Teilnahme abgesagt, um Familienmitgliedern den Vortritt zu lassen.

12:51 Uhr

Kiew: Russland hat 40.000 Soldaten im Donbass zusammengezogen

Der Kommunikationskrieg zwischen der Ukraine und Russland geht weiter. Nach Angaben der ukrainischen Regierung hat Russland mehr als 40.000 Soldaten an der Grenze zur Ostukraine zusammengezogen. Das Gleiche sei auf der Halbinsel Krim geschehen, sagte Iuliia Mendel, die Sprecherin des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.

  • Ihren Angaben zufolge hat Selenskyj um ein Gespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin gebeten. Dieser habe auf das Ersuchen aber bislang nicht geantwortet.
  • Der Sprecher des russischen Präsidialamtes, Dmitri Peskow, sagte, ihm sei in den vergangenen Tagen keine solche Anfrage bekannt geworden.
  • Die Ukraine und Russland machen einander für die wachsenden Spannungen in der Ostukraine, dem Donbass, verantwortlich. Die Angaben beider Seiten lassen sich nicht überprüfen.

12:23 Uhr

Skiwanderer überlebt 50-Meter-Absturz

In Österreich ist ein 49-jähriger Skitourengeher 50 Meter in die Tiefe gestürzt und hat überlebt. Er sei sogar mit nur leichten Verletzungen davongekommen, sagt die Polizei. Ein Airbag, der Wintersportler vor allem vor Lawinen schützen soll, und ein Geistesblitz haben ihm das Leben gerettet.

  • Auf der Suche nach der richtigen Route auf den Hochkönig habe der Österreicher sehr steiles und felsiges Gelände durchquert, sei ausgerutscht und dann in die Tiefe gestürzt, sagt die Polizei.
  • Während er fiel, konnte er über einer Felswand das Luftkissen auslösen. Durch den Airbag sei sein Aufprall gedämpft worden.
  • Ein anderer Tourengeher hörte seine Hilfeschreie und leistete Erste Hilfe.
  • Ein Rettungshubschrauber brachte den Österreicher mit Abschürfungen, Prellungen und einer offenen Wunde am Knie ins Krankenhaus.
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Der Hochkönig ist der höchste Gebirgsstock der Berchtesgardener Alpen.

(Foto: imago images/Westend61)

12:04 Uhr

Jugendliche in Münster stehlen Zeiger der Schlossuhr

Ein Verbrechen, über das man schmunzeln kann: In Münster haben sechs Jugendliche die Uhrzeiger des stadtbekannten Schlosses gestohlen. Oder es zumindest versucht. Besonders weit sind sie nämlich nicht gekommen.

  • Zeugen haben Freitagabend beobachtet, wie vier der Jugendlichen über ein Baugerüst zur Uhr geklettert sind und die Zeiger abmontiert haben. Zwei weitere Jugendliche hätten währenddessen neben dem Gebäude gestanden und Alkohol getrunken, berichtet die Polizei.
  • Nach getaner Arbeit machten die jungen Männer auf dem Schlossplatz ein Foto von sich und ihrer Beute. Als die Beamten eintrafen, ergriffen sie die Flucht. Ein 16-Jähriger war allerdings zu langsam. Eine gute Erklärung, warum ein großer Uhrzeiger in seinem Rucksack steckt, hatte er auch nicht parat.
  • Die gesamte Gruppe im Alter von 15 bis 17 Jahren hat sich am Samstag gestellt.
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Das Schloss ist Wahrzeichen von Münster.

(Foto: imago images/Schöning)

11:37 Uhr

"Nuklearer Terrorismus" wirft Irans Atomprogramm Monate zurück

Der mutmaßlich israelische Angriff auf das iranische Atomprogramm war anscheinend erfolgreich. Nach Informationen der "New York Times" ist die Urananreicherung in der Atomanlage Natans um mehrere Monate zurückgeworfen worden.

  • Die Zeitung beruft sich auf zwei US-Geheimdienstmitarbeiter.
  • Demnach hat der Angriff eine heftige Explosion ausgelöst. In deren Folge sei das gesamte Stromnetz einer Untergrundanlage, wo die Zentrifugen für die Urananreicherung hergestellt werden, zerstört worden.
  • Es werde mindestens neun Monate dauern, die Schäden zu beheben.
  • Die iranische Führung nannte den Angriff "nuklearen Terrorismus".

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11:17 Uhr

Deutsche Industrie setzt auf "Konjunktur-Loks" USA und China

"Der Außenhandel wird zum zentralen Wachstumshebel", beschreibt BDI-Präsident Siegfried Russwurm die aktuelle Situation der deutschen Industrie. Bei der Hannover Messe hat er verkündet, dass die Exporte dieses Jahr um 8,5 Prozent zulegen sollen. Bisher war der BDI von nur sechs Prozent ausgegangen.

  • Verantwortlich für den positiven Ausblick sind die "Konjunktur-Lokomotiven USA und China". Nordamerika und Asien brächten die Weltwirtschaft wieder auf Trab, sagt BDI-Chef Russwurm.
  • Unter anderem sorge das billionenschwere Konjunkturprogramm von US-Präsident Joe Biden für einen zusätzlichen Schub.
  • Voriges Jahr waren die Industrie-Ausfuhren um 9,3 Prozent gefallen.
Mehr dazu lesen Sie hier.
10:28 Uhr

Britische Eisenbahn gedenkt Prinz Philips in Schwarz und Weiß - und macht Nutzer wahnsinnig

Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht. Unter diesem bekannten Ausspruch lässt sich die Entscheidung des britischen Eisenbahnverbunds National Rail zusammenfassen. Der hat seine Webseite in Gedenken an Prinz Philip nämlich für diese Woche in Schwarz und Weiß getaucht. Und nicht bedacht, welche Konsequenzen das für die Nutzer haben könnte.

  • Das offensichtlichste Problem zuerst: Manche Menschen leiden an Sehschwäche. Starke Kontraste und farbliche Absetzungen helfen dabei, sich trotzdem zurechtzufinden. Ein schwarz-weiß-grauer Einheitsbrei hilft nicht.
  • Auch Menschen ohne Sehschwäche beschreiben auf Twitter den ganz normalen Wahnsinn der neuen Darstellung. Beispielsweise sind manche Schaltflächen durch die Farbwahl nicht mehr zu erkennen. Schwierig, wenn man ein Ticket buchen möchte.

Sie wollten schon immer wissen, wie sich blinde Menschen im Internet zurechtfinden? Hören Sie rein in diese Folge unseres Podcasts "Wieder was gelernt":

09:55 Uhr

Skandal-Abgeordneter Gaetz bekommt kein Treffen mit Trump

Der umstrittene republikanische Abgeordnete Matt Gaetz aus Florida ist in Sex- und Drogenvorwürfe verstrickt. Wen fragt man in solchen Situationen um Rat? Jemanden, der sich mit Skandalen auskennt. Der frühere US-Präsident Donald Trump scheint allerdings kein Interesse an Gaetz'scher Nähe zu haben.

  • Der amerikanische TV-Sender CNN berichtet, Gaetz habe versucht, ein Treffen mit Trump in dessen Luxusresort Mar-a-Lago zu vereinbaren.
  • Zur Anfrage kam es demzufolge, nachdem die Vorwürfe gegen ihn öffentlich wurden. Enge Berater des Ex-Präsidenten hätten ihn aber abgewiesen, heißt es. Ihre Empfehlung soll lauten: So viel Abstand wie möglich zu Gaetz wahren.
  • Ein Sprecher des Abgeordneten widerspricht dieser Darstellung. Gaetz habe nicht versucht, sich mit Trump zu treffen, sagte er zu CNN. Vielmehr habe er vergangene Woche mit seiner Verlobten relaxt.

09:30 Uhr

Indonesischer Zyklon verwüstet australische Kleinstädte

Vor knapp einer Woche hat Zyklon "Seroja" Indonesien verwüstet. Mehr als 200 Menschen starben, Tausende wurden obdachlos. Nun hat der Wirbelsturm in Australien gewütet und in zwei Kleinstädten schwere Schäden angerichtet.

  • Wie eine Behördensprecherin mitteilt, hat der Wirbelsturm vor allem in der 1500-Einwohner-Stadt Kalbarri und in der Stadt Northampton mit knapp tausend Einwohnern "erhebliche Schäden" angerichtet. Rund 70 Prozent der Gebäude sollen beschädigt worden sein.
  • Australien wird nur selten von Zyklonen getroffen. In den betroffenen Gegenden hatte es seit Jahrzehnten keine Verwüstungen durch Wirbelstürme gegeben.
  • "Seroja" gilt als einer der zerstörerischsten Stürme in der Region seit Jahren.
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Mithilfe eines Baggers suchen Rettungskräfte in Indonesien am 8. April nach Vermissten.

(Foto: Via REUTERS)

09:05 Uhr

Sturgeon: Johnson akzeptiert zweites schottisches Unabhängigkeitsreferendum

Der britische Premierminister Boris Johnson wird ein zweites Unabhängigkeitsreferendum von Schottland nicht blockieren. Das sagt die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon. Einziger Haken: Ihre Partei muss nächsten Monat die Parlamentswahlen gewinnen.

  • "Wenn die Menschen in Schottland für eine Partei stimmen, die ein Unabhängigkeitsreferendum unterstützt, darf niemand im Weg stehen - und ich glaube nicht, dass dies passieren wird", deutete Sturgeon die Position von Johnson im britischen "Guardian" an.
  • Insidern zufolge soll Johnson privat aber strikt gegen die Pläne sein und seine konservative Partei angewiesen haben, die Euphorie öffentlich mithilfe der Botschaft "Eine Abstimmung während der Pandemie wäre unverantwortlich" zu bremsen.
  • 2014 hatten die Schotten mit 55 zu 45 Prozent gegen eine Loslösung von Großbritannien gestimmt. In Umfragen gab es zuletzt aber eine Mehrheit für das Vorhaben.
09:00 Uhr
08:32 Uhr

Prinz Harry ist zurück in Großbritannien

Er hat sich sicherlich einen schöneren Anlass für seine Rückkehr gewünscht: Prinz Harry ist erstmals seit seinem Abschied von der britischen Königsfamilie wieder in Großbritannien. Er soll am kommenden Samstag an der Trauerfeier für Prinz Philip teilnehmen.

  • Medienberichten zufolge ist Harry bereits am Sonntagnachmittag am Londoner Flughafen Heathrow angekommen.
  • Seine Frau Herzogin Meghan ist demnach nicht mitgereist. Der Schwangeren sei von ihrem Arzt von der Reise abgeraten worden, heißt es.
  • Harry und Meghan hatten sich vor etwas mehr als einem Jahr aus dem engeren Kreis der Königsfamilie zurückgezogen und ihren Lebensmittelpunkt mit ihrem ein Jahr alten Sohn Archie nach Kalifornien verlegt.

Mehr dazu lesen Sie hier.
08:25 Uhr

Öko-Alternative zu Google: Ecosia pflanzt Bäume und markiert RWE

Fast alle Internetnutzer stellen ihre Suchanfragen über Google. Der Rest? Nutzt Bing von Microsoft, die chinesische Variante Baidu oder einen Exoten. Zum Beispiel Ecosia. Das Unternehmen aus Berlin pflanzt mit seinen Einnahmen neue Bäume und macht Umweltsünder kenntlich. "Im letzten Jahr haben wir einen Umsatz von 21 Millionen Euro gemacht. Davon gingen 50 bis 60 Prozent in die Baumpflanz-Projekte", sagt Deutschland-Chefin Génica Schäfgen in unserem Podcast "Wieder was gelernt". Hören Sie rein!

"Wieder was gelernt"-Podcast

"Wieder was gelernt" ist ein Podcast für Neugierige: Bekommt die Deutsche Bank ihr Geld von Donald Trump zurück? Warum müssen manche Berufspiloten Geld für ihren Job zahlen? Warum ist Chiphersteller TSMC das wichtigste Unternehmen auf der Welt? Hören Sie rein und werden Sie dreimal die Woche ein bisschen schlauer.

Alle Folgen finden Sie in der ntv-App, bei Audio Now, Apple Podcasts und Spotify. Für alle anderen Podcast-Apps können Sie den RSS-Feed verwenden. Kopieren Sie die Feed-URL und fügen Sie "Wieder was gelernt" einfach zu Ihren Podcast-Abos hinzu.

08:10 Uhr

China schaltet Denunzianten-Hotline frei

Die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) feiert im Juli ihren 100. Geburtstag. Anlässlich dieses Ehrentags hat sich die Führung anscheinend ein Schmankerl für die besonders treuen Anhänger ausgedacht: Die für Cybersicherheit zuständige Verwaltung hat eine Hotline freigeschaltet, unter der Onlinekritik an der KP gemeldet werden kann.

  • Mithilfe der Hotline will die Partei Internetnutzer erfassen, die die Geschichte der KP "verzerren" oder Partei- und Staatschef Xi Jinping kritisieren, wie es heißt.
  • "Wir hoffen, dass die Mehrheit der Internetnutzer aktiv daran teilnimmt, die Gesellschaft zu überwachen und enthusiastisch Verfehlungen meldet", schreibt die Verwaltung in einer Bekanntmachung.
  • Chinas Internet wird bereits durch die "Große Firewall" zensiert und kontrolliert. Unabhängige ausländische Nachrichtenangebote, Suchmaschinen oder soziale Netzwerke sind verboten.
07:46 Uhr

Bundeswehr erhält neuen Such- und Rettungshubschrauber

Der Such- und Rettungsdienst der Bundeswehr bekommt einen neuen Hubschrauber. Am Vormittag wird dem SAR-Kommando des Heeres im sächsischen Schönewalde der leichte Unterstützungshubschrauber (LUH) auf Basis des Airbus H145 überreicht, kurz H145 LUH SAR.

  • Der Such- und Rettungsdienst ist 365 Tage im Jahr und 24 Stunden am Tag im Einsatz.
  • Bereits seit 60 Jahren rettet er verunglückte Wald- und Bergwanderer, über Bord gegangene Seemänner und -frauen, lokalisiert abgestürzte Flugzeuge oder transportiert kranke und verletzte Personen.
  • Der H145 LUH SAR wird bei Airbus Deutschland in Donauwörth produziert und wird die Bell UH-1D schrittweise ersetzen.
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Der H145 LUH ...

(Foto: imago images/Björn Trotzki)

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... ist ein mit modernster Technik ausgestatteter ...

(Foto: imago images/Björn Trotzki)

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... fliegender Krankenwagen.

(Foto: imago images/Björn Trotzki)

07:17 Uhr

Grabgeheimnis gelüftet: Bischof liegt mit Enkel im Sarg

Der evangelisch-lutherische Bischof Peder Winstrup starb 1679 in Schweden. Seine Leiche gilt als einer der am besten erhaltenen menschlichen Körper aus dem 17. Jahrhundert. Unklar war aber, zu wem die fremden Knochen gehören, die Historiker vor einigen Jahren in seinem Sarg entdeckt haben. Bis jetzt.

  • Der in ein Stück Leinentuch eingewickelte Fötus soll fünf bis sechs Monate alt gewesen sein. Vermutlich handelt es sich um einen Enkel von Winstrup.
  • Schwedische Forscher haben mithilfe von DNA-Material des Bischofs und des Fötus einen familiären Zusammenhang hergestellt, wie die Universität Lund mitteilt.
  • Demnach teilen der Junge und Winstrup 25 Prozent der Gene, es handelt sich um eine Verwandtschaft zweiten Grades.
  • "Es war für die damalige Zeit nicht ungewöhnlich, dass kleine Kinder mit Erwachsenen in Särge gelegt wurden", sagen die Forscher.
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Das Röntgenbild zeigt den Fötus im etwa 342 Jahre alten Sarg des Bischofs Peder Winstrup.

(Foto: picture alliance/dpa/Universität Lund)

07:00 Uhr

Microsoft vor Mega-Übernahme einer KI-Firma?

Gerade erst hat sich Microsoft einen 22 Milliarden Dollar schweren Auftrag der US-Armee für AR-Headsets gesichert. Dieses Geld will der Tech-Riese aus Seattle anscheinend direkt wieder investieren. Einem Insider zufolge bereitet das Unternehmen einen milliardenschweren Zukauf im Bereich Künstlicher Intelligenz (KI) vor.

  • Dem Bericht zufolge befindet sich Microsoft in fortgeschrittenen Gesprächen, um den KI-Spezialisten Nuance Communications für rund 16 Milliarden Dollar zu kaufen.
  • Gelingt die Übernahme, wäre es die zweitgrößte in der Geschichte von Microsoft. 2016 hatte der Konzern die Karriereplattform LinkedIn für 26,2 Milliarden Dollar übernommen.
  • Nuance war mit seiner Spracherkennungs-Technologie am Apple-Sprachdienst Siri beteiligt.

Sie interessieren sich für die Finanzmärkte? Dann schauen Sie gerne bei meinen Kollegen im Börsen-Tag vorbei.

Microsoft
Microsoft 246,06

06:53 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

es läuft nicht gut für CDU-Chef Armin Laschet. Nach langem Zögern hat CSU-Kollege Markus Söder gestern offiziell seinen Hut in den Ring geworfen, um Angela Merkel im Bundeskanzleramt zu beerben. Ginge es nach den Umfragen, wäre längst klar, wer im Herbst für die Union kandidieren darf. Kleiner Tipp: Es ist nicht der nachdenkliche Landeschef aus NRW. Das weiß der bayerische Ministerpräsident nur allzu gut. "Spätestens" in zehn Tagen soll die Frage geklärt sein, erklärte er gestern im ZDF. Nachvollziehbar, dass Söder aufs Tempo drückt - bevor sich das Bild in den Umfragen doch noch ändert.

Alles Wichtige zur K-Frage bei der Union erfahren Sie natürlich bei uns auf ntv.de und in der ntv-App. Das sind die anderen wichtigen Themen des Tages.

  • In vielen Bundesländern beginnen nach den Osterferien die Schulen. Trotz steigender Fallzahlen darf in großen Teilen Schleswig-Holsteins auch die Außengastronomie öffnen.
  • Weitere Lockerungen gibt es auch in England. Durch die hohe Zahl an geimpften Menschen können Kneipen und Restaurants ihre Außenbereiche öffnen. Fitnessstudios, Frisöre, Bibliotheken und Zoos dürfen ihren Betrieb ebenfalls wieder aufnehmen.
  • Der Verteidigungsausschuss des Bundestags kommt zu einer Sondersitzung zusammen. Es geht um die Munitionsaffäre beim Kommando Spezialkräfte (KSK) im baden-württembergischen Calw. An der Sitzung soll auch Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer teilnehmen.
  • In Hannover beginnt die Hannover Messe - ausschließlich online. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier eröffnet die weltweit wichtigste Industriemesse um 10 Uhr.

Soweit der kurze Überblick. Kommen Sie gut in den Tag!

06:39 Uhr

Positive Werbung für Zucker oder Fett bei Kindern bald tabu

Kinder und ihre Eltern sind bald besser vor irreführender Werbung geschützt. Die Werbewirtschaft will sich selbst entsprechend strengere Verhaltensregeln verpassen. Unter anderem soll es künftig verboten sein, positive Eigenschaften von Lebensmitteln mit viel Zucker, Fett oder Salz in Werbung hervorzuheben, die an Kinder gerichtet ist.

  • Die neue freiwillige Selbstverpflichtung tritt am 1. Juni in Kraft, wie der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) mitteilt.
  • Angaben wie "unter Zusatz wertvoller Vitamine und Mineralstoffe" etwa bei Fruchtgummis oder "hoher Vollkornanteil für körperliche Leistungsfähigkeit" etwa bei Schokoriegeln sind damit tabu.
  • Außerdem darf Werbung Kinder und Eltern nicht mehr direkt auffordern, ein bestimmtes Produkt zu kaufen oder zu konsumieren.

Mehr dazu lesen Sie hier.
06:10 Uhr

Bande verschleppt Nonnen und Priester auf Haiti

Haiti wird immer wieder von Gewalt erschüttert. Teile des bitterarmen Karibikstaats werden von bewaffneten Banden kontrolliert. Nun fürchtet die katholische Kirche um das Leben von fünf Priestern und zwei Nonnen. Sie sind entführt worden.

  • Zu der Entführung kam es laut der Bischofskonferenz des Karibikstaats in der Gemeinde Croix-des-Bouquets, nordöstlich der Hauptstadt Port-au-Prince. Unter den Geiseln befinden sich demnach auch zwei französische Staatsbürger.
  • Laut der haitianischen Nachrichtenagentur "Juno7" soll eine bewaffnete Gruppe namens "400 Mawozo" für die Entführung verantwortlich sein und eine Million Dollar Lösegeld fordern.
  • In einem anderen Viertel wurden ein Arzt und ein Buchhalter entführt.
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Haiti ist bitterarm.

(Foto: picture alliance / AA)

05:47 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht

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