Montag, 13. Juli 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:38 Uhr

Das war Montag, der 13. Juli 2020

Das war sehr knapp: Nach der Präsidentenwahl in Polen stehen die amtlichen Ergebnisse fest. Der nationalkonservative Amtsinhaber Andrzej Duda bekommt 51 Prozent der Stimmen. Für seinen Herausforderer von der liberalkonservativen Bürgerkoalition, Warschaus Oberbürgermeister Rafal Trzaskowski, stimmen rund 49 Prozent. Die Wiederwahl Dudas ist keine gute Nachricht für Europa. Warum, erklärt mein Kollege Benjamin Konietzny hier.

Was war heute sonst alles wichtig:

Damit verabschiede ich mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht!

22:20 Uhr

Unbekannte erschießen Einjährigen im Kinderwagen in New York

Nach Schüssen in New York ist ein einjähriges Kleinkind ums Leben gekommen. Der kleine Junge sei in der Nacht zum Sonntag während einer Grillparty in einem Park im Stadtteil Brooklyn in seinem Kinderwagen gewesen, als zwei Männer aus bislang ungeklärter Ursache zu schießen anfingen, teilte die Polizei mit. Drei Männer wurden verletzt, das Kleinkind wurde in den Bauch getroffen und starb kurz danach im Krankenhaus.

Die Zahl der Schießereien in der Millionenmetropole ist in den vergangenen Wochen stark gestiegen. In den ersten rund sechs Monaten des Jahres gab es laut New Yorker Polizei 585 Vorfälle mit Schüssen, im vergangenen Jahr waren es 381 gewesen. Dabei starben 181 Menschen im Vergleich zu 147 im Vorjahr.

21:52 Uhr

Deutsche Wanderin in Tirol von Kühen attackiert und verletzt

Sie sind süß und ein beliebtes Fotomotiv: Kühe in den Alpen. Was Touristen aber manchmal vergessen - die Tiere können auch gefährlich werden.

Eine Frau aus Nürnberg ist bei einer Wanderung im österreichischen Bundesland Tirol von Kühen attackiert und verletzt worden.

Die 57-Jährige habe am Sonntagnachmittag trotz ausgeschilderter Warnhinweise eine abgezäunte Weide nahe der Gemeinde Neustift im Stubaital betreten, wie die Polizei mitteilte. "Plötzlich und unerwartet" seien daraufhin mehrere Jungtiere auf die Frau losgegangen und hätten sie über den Wegrand hinaus in einen Wald gestoßen, wo sie verletzt liegenblieb.

Zum Glück konnte die Frau selbst einen Notruf absetzen. Wegen einer ungenauen Wegbeschreibung fanden die Rettungskräfte sie allerdings erst nach längerer Suche. Sie wurde in ein Krankenhaus gebracht.

20:31 Uhr

Polizei stoppt Mann mit 39 Vögeln und neun Katzen im Auto

Als Brandenburger Polizisten am Sonntagabend auf der Bundesstraße 1 in Märkisch-Oderland ein Auto sahen, das in Schlangenlinien fuhr, hielten sie es sofort an. Während der Kontrolle fanden die Beamten schnell eine Erklärung für die auffällige Fahrweise:   

Im Fahrzeug entdeckten die Polizisten elf Vogeltransportboxen, darin 39 Vögel und neun junge Katzen.

  • Der 69-jährige Fahrer gab an, er habe die Vögel bei einer Vogelschau in Polen gekauft. Er hatte jedoch kein Schriftstück darüber bei sich. Die Katzen seien ihm geschenkt worden.
  • Die Polizei beschlagnahmte die Tiere und informierte das Veterinäramt.
  • Der 69-Jährige musste seine Fahrt allein fortsetzen: Die Tiere kamen in ein Tierheim.
19:56 Uhr

Vermisste Schauspielerin Naya Rivera - Leiche entdeckt

Seit Mittwoch fehlt von der aus der Musical-Serie "Glee" bekannten US-Schauspielerin Naya Rivera jede Spur. Nun machen die Einsatzkräfte einen traurigen Fund.

In einem See in Kalifornien wurde eine Leiche entdeckt;  Der Leichnam werde derzeit geborgen, teilte der zuständige Sheriff per Twitter mit. Dass es sich um die Leiche der Vermissten handelt, wurde zunächst nicht bestätigt.

Die 33-Jährige hatte am Mittwoch ein Boot gemietet, um mit ihrem kleinen Sohn im Lake Piru nordwestlich von Los Angeles schwimmen zu gehen. Stunden später fanden Insassen eines anderen Bootes den Vierjährigen alleine schlafend an Bord, von der Mutter fehlte jede Spur.

19:19 Uhr

Merkel kritisiert China wegen Hongkong

Kanzlerin Angela Merkel hat sich besorgt über die Einwicklung zwischen China und Hongkong geäußert und erneut eine gemeinsame Antwort der Europäischen Union verlangt.

"Es ist schon eine besorgniserregende Entwicklung im Blick auf etwas, was immer gegolten hat, nämlich: Ein Land, zwei Systeme. Und das wird jetzt durchaus in Frage gestellt", sagte Merkel bei einem Treffen mit dem italienischen Premier Giuseppe Conte.

Zugleich betonte die Kanzlerin aber auch: "Es ist alles kein Grund, nicht weiter mit China im Gespräch zu bleiben. Aber es ist ein schwieriger Punkt, ohne Frage." Wichtig sei eine gemeinsame China-Politik der EU und eine gemeinsame Antwort der Mitgliedsstaaten auf diese Entwicklung, sagte Merkel.

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18:53 Uhr

Mann auf Autobahn von Lkw überfahren - Gaffer behindern Verkehr

Ein Autofahrer ist auf der A2 in Hannover nach einer Panne von einem Lastwagen erfasst und tödlich verletzt worden. Der Mann sei aus seinem Wagen auf die Fahrbahn getreten, sagte ein Polizeisprecher.

Die A2 wurde ab Hannover-Langenhagen in Richtung Berlin komplett gesperrt. Wie das "Göttinger Tageblatt" berichtet, behindern Gaffer den Verkehr auf der Gegenfahrbahn.

Ein Rettungshubschrauber war im Einsatz. Das Unglück ereignete sich gegen 17.25 Uhr zwischen den Anschlussstellen Hannover-Bothfeld und -Lahe.

18:19 Uhr

"Es gibt nur eine Lösung": 100-Jährige tritt in Hungerstreik

Im Moselraum ist eine 100-Jährige in Hungerstreik getreten. Sie sei ihres Lebens wegen der Schmerzen und der Eintönigkeit überdrüssig, sagte Hélène Wuillemin der AFP. "Ich bin nicht krank, aber ich leide", betonte die hochbetagte Frau.

  • "Es gibt nur eine Lösung: Sterbehilfe", sagte die frühere Lehrerin und Mutter von drei erwachsenen Kindern, die alleine in ihrer Wohnung in der Gemeinde Laxou rund 50 Kilometer südwestlich von Saarbrücken lebt. Sterbehilfe sei in Frankreich allerdings nicht möglich, bedauert sie. In der Schweiz sei ihr Wunsch abgelehnt worden, und in Belgien sei das Vorgehen zu "kompliziert".
  • Wuillemin nimmt nach eigenen Worten nur noch Getränke und Schmerzmittel zu sich. "Ich möchte so schnell wie möglich sterben und in meinem Sessel einschlafen", sagt sie. Ihr Arzt sei damit allerdings nicht einverstanden.
  • Die am 6. März 1920 geborene Wuillemin leidet nach eigenen Angaben unter anderem an Schmerzen in den Beinen und in der Hüfte. Ihr Leben bezeichnet sie als extrem eintönig: "Ich schlafe, mache einige dumme Spiele am Computer und schaue Fernsehen. Ist das ein Leben? Ich denke nein!"
17:36 Uhr

Hamburger Schauspieler Peter Maertens ist tot

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Peter Maertens stand fast sein ganzes Leben auf der Bühne.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Hamburger Schauspieler Peter Maertens ist am Samstag im Alter von 88 Jahren gestorben. Das gab das Thalia Theater auf seiner Homepage bekannt.

Maertens, seit 1961 Mitglied des Thalia Theaters, stammte aus einer Schauspielerfamilie. Sein Vater Willy Maertens war von 1945 bis 1964 Intendant des Thalia Theaters. Mehr als sechs Jahrzehnte wirkte Peter Maertens mit Unterbrechungen an dem renommierten Theater. Peter Maertens war auch Ehrenmitglied des Theaters in der Hansestadt.

Maertens, 1931 in Hamburg geboren, studierte von 1950 bis 1952 Schauspiel an der Hamburger Hochschule für Musik und Theater. Es folgten Engagements in Oldenburg, Hannover und Freiburg. Seit 1961 war Maertens Mitglied am Thalia Theater, das er 1970 für freie Arbeiten und Gastspiele an verschiedenen Häusern für einige Jahre verließ.

17:05 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:59 Uhr

Mindestens 66 Tote bei Erdrutschen in Nepal

Mindestens 66 Menschen sind während der vergangenen Tage in Nepal nach Erdrutschen und Überflutungen gestorben. Diese wurden durch den starken Monsunregen ausgelöst, der seit Mitte der vergangenen Woche anhält. Mindestens 40 weitere Menschen würden noch vermisst, hieß es vom nationalen Katastrophenschutz.

Die starken Regenfälle sollten laut Wetterdienst noch mindestens bis Dienstag anhalten. Die Monsunzeit dauert in Südasien gewöhnlich von Juni bis September. Zwar ist der Regen für die Landwirtschaft lebenswichtig, er richtet aber auch immer wieder große Schäden an.

16:20 Uhr

Rapper Lil Marlo in eigenem Auto erschossen

Rapper Lil Marlo ist in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia erschossen worden. Das berichten übereinstimmend mehrere US-Medien. Demnach wurde die Polizei am späten Samstagabend wegen eines Unfalls gerufen. Als die Beamten ankamen, fanden sie den 30-Jährigen erschossen in einem Auto vor. Die Polizei geht davon aus, dass der Rapper absichtlich umgebracht wurde.

Marlos Label-Kollege Lil Yachty postete am Sonntag auf Instagram ein Foto und schrieb dazu: "Wir haben gerade bis 4 einen Song aufgenommen. RIP, mein Bruder."

*Datenschutz

15:46 Uhr

Harry und Meghan ernten Shitstorm für Protz-SUV

Verfangen sich Prinz Harry und Herzogin Meghan in Widersprüchen? Das Paar, das sich in der Vergangenheit immer wieder für den Umwelt- und Klimaschutz ausgesprochen hat, wird für seinen jüngsten Auftritt in Beverly Hills, Kalifornien, stark kritisiert. Der Grund: Mit einem umweltfreundlichen Fortbewegungsmittel hat ihr über 400 PS starker Geländewagen nichts zu tun.

Bilder, die die britische "Daily Mail" veröffentlicht hat, zeigen das Paar am vergangenen Freitag vor dem schwarzen Protz-SUV.

Bei Twitter spricht ein User etwa von "Heuchelei". Die beiden würden in der Öffentlichkeit zwar Umweltschutz predigen, ihr CO2-Fußabdruck sei zum Teil aber "größer als der von den meisten kleinen Gemeinden".

"Meghan und Harry wurden beim Fahren eines Cadillac Escalade mit benzinfressendem Sechs-Liter-Motor gesichtet. So viel zu ihren grünen Referenzen", schreibt unterdessen ein anderer Nutzer.

15:15 Uhr

Wahl in Belarus: Mehr als 700 Menschen festgenommen

Weniger als einen Monat vor der Präsidentenwahl in Belarus (Weißrussland) sitzen nicht nur zwei der aussichtsreichen Kandidaten hinter Gittern: Bei den wochenlangen Protesten sind Bürgerrechtlern zufolge insgesamt mehr als 700 Menschen festgenommen worden.

  • Seit Beginn des Wahlkampfes sei fast ein Fünftel von ihnen zumindest für kurze Zeit hinter Gittern gelandet und 252 hätten Geldstrafen erhalten, teilte die Menschenrechtsgruppe Wjasna in Minsk mit. "Die Behörden setzen ihre Politik der Repression von Teilnehmern friedlicher Versammlungen, Bloggern und politischen Aktivisten fort", schrieb die Gruppe.
  • Die Präsidentenwahl ist für den 9. August angesetzt. Dabei will sich Alexander Lukaschenko für eine sechste Amtszeit bestätigen lassen. Lukaschenko regiert das Land seit mehr als 25 Jahren mit harter Hand; seine Wiederwahl gilt als sicher.
  • Einige Oppositionelle wurden festgenommen, darunter der populäre Viktor Babariko. Amnesty International bezeichnet ihn als politischen Gefangenen.
  • In Haft sitzt auch der Blogger Sergej Tichanowski. Seine Frau Swetlana Tichanowskaja sammelte allerdings ausreichend Unterschriften, um selbst zu kandidieren.
14:38 Uhr

Suche nach Serienvergewaltiger: Verdächtiger identifiziert

Mindestens sieben Vergewaltigungen oder versuchte Vergewaltigungen in Berlin und Brandenburg sollen auf sein Konto gehen: Nachdem die Polizei vergangene Woche Aufnahmen des Verdächtigen veröffentlicht hat, ist der Mann nun identifiziert worden. Es handelt sich um einen 30-Jährigen, dessen Aufenthaltsort weiterhin unbekannt ist, teilt die Polizei mit. Die Ermittlungen dauern an.

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14:30 Uhr

Schichtwechsel

Ina Bullwinkel verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend, ich übernehme ihren Platz in der Redaktion. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

14:15 Uhr

Deutscher Paragleiter verunglückt tödlich in den Alpen

Ein Paragleiter aus Baden-Württemberg ist in den österreichischen Alpen tödlich verunglückt. Der 60-Jährige aus Meckenbeuren in Oberschwaben stürzte am Sonntag aus zunächst ungeklärter Ursache mit seinem Gleitschirm in Andelsbuch im Bundesland Vorarlberg ab, wie die Polizei mitteilte. Er fiel demnach rund 100 Meter eine Felswand hinab und starb noch an der Unfallstelle.

13:42 Uhr

Stuttgarter Krawalle: Polizei fragt Herkunft von elf Verdächtigen ab

Die Stuttgarter Polizei hat nach eigenen Angaben in elf Fällen den Migrationshintergrund von Verdächtigen der Stuttgarter Krawallnacht bei Standesämtern abgefragt. Das bestätigte eine Sprecherin. Einige der mutmaßlichen Täter hatten sich demnach in der Vernehmung nicht zu ihrer Herkunft äußern wollen.

Die Information fließe in den Ermittlungsbericht ein und sei besonders für Präventionskonzepte wichtig. Die Polizei hatte am Sonntag bestätigt, dass sie bei ihren Ermittlungen in Einzelfällen bei Standesämtern nachforscht, welche Nationalität die Eltern von Tatverdächtigen haben. Es gehe darum, weitere Täter zu identifizieren sowie die Lebens- und Familienverhältnisse der bereits bekannten Verdächtigen umfassend festzustellen, hatte das Polizeipräsidium erklärt.

13:17 Uhr

China: Mehr als 140 Tote und Vermisste bei Fluten

Bei schweren Überschwemmungen und Erdrutschen in China sind mehr als 140 Menschen ums Leben gekommen oder vermisst gemeldet worden. Betroffen sind vor allem Städte und Gemeinden entlang des Jangtse-Flusses, darunter auch die Metropole Wuhan. Mehr als 30 Flüsse im Zentrum und Osten Chinas führen inzwischen Rekord-Hochwasser mit sich, für mehr als 430 weitere Flüsse gelten Warnungen, wie das Ministerium für Wasserwirtschaft mitteilte.

Heftiger Regen und Überschwemmungen begleiten jeden Sommer die Menschen in den betroffenen Regionen - vor allem im dicht besiedelten Jangtse-Becken. Seit Ende Juni regnet es aber praktisch ununterbrochen, und in der vergangenen Woche wurde der Regen so heftig, dass die Behörden ihre Warnstufen weiter erhöhten. Mehr als 28.000 Häuser sind demnach bereits zerstört und fast 38 Millionen Menschen betroffen.

12:50 Uhr

Urlauber stürzt von Balkon auf Mann - beide tot

Zwei Männer sind in einem spanischen Luxushotel gestorben, nachdem einer von ihnen vom Balkon fiel und auf dem anderen landete. Das bestätigte der lokale Notdienst. Das Unglück soll am Samstag in den frühen Morgenstunden in Marbella passiert sein.

Polizeiquellen berichteten Europa Press zufolge, dass es sich bei dem gestürzten Mann um einen britischen Hotelgast um die 50 Jahre handelte. Der zweite Mann war demnach ein 43-jähriger Spanier, der auf der Terrasse mit Freunden an einem Tisch saß. Der Brite soll laut den Angaben aus einem oberen Stockwerk gefallen sein.

Weitere Informationen zum Unfallhergang sind bisher nicht bekannt.

11:35 Uhr

China will US-Senatoren sanktionieren

Die USA werfen der chinesischen Regierung vor, die muslimische Minderheit der Uiguren zu unterdrücken. Deswegen hat das Land Strafmaßnahmen gegen hochrangige Vertreter der Volksrepublik erlassen. China gefällt das natürlich gar nicht und kündigt Vergeltung gegen amerikanische Einrichtungen und hochrangige Politiker an. Zu den Betroffenen zählten die republikanischen Senatoren Marco Rubio und Ted Cruz, sagte eine Sprecherin des Außenministeriums.

"Die amerikanischen Sanktionen sind eine schwerwiegende Einmischung in interne Angelegenheiten", sagte die Ministeriumssprecherin. Sie ließ offen, woraus die Vergeltungsmaßnahmen konkret bestehen.

Zwischen den USA und China wachsen seit Wochen die Spannungen. Neben ungelösten Handelsstreitigkeiten belasten aus amerikanischer Sicht auch mangelhafte chinesische Maßnahmen gegen die Coronavirus-Pandemie und das neue Sicherheitsgesetz für Hongkong das bilaterale Verhältnis.

11:09 Uhr

Deutsche Ermittler fassen zwei mutmaßliche Dschihadisten

Der Generalbundesanwalt hat zwei Syrer festnehmen lassen, die 2012 an der Hinrichtung eines Oberstleutnants der Regierungstruppen beteiligt gewesen sein sollen. Die Männer stünden unter dem dringenden Verdacht, ein Kriegsverbrechen begangen zu haben, teilte die Bundesanwaltschaft mit.

  • Die Beschuldigten wurden demnach am Morgen in Naumburg in Sachsen-Anhalt und Essen gefasst, auch ihre Wohnungen dort wurden durchsucht. Der Oberstleutnant wurde den Angaben zufolge am 10. Juli 2012 in dem Bürgerkriegsland getötet.
  • Einer der Männer soll den gefesselten und schwer misshandelten Gefangenen auf dem Weg zum Hinrichtungsort bewacht haben. Der zweite soll die Erschießung für Propaganda gefilmt und "in verherrlichender Art und Weise" kommentiert haben.
  • Die Ermittler bringen beide Festgenommene mit der Terrormiliz Al-Nusra-Front in Verbindung, den einen als Mitglied, den anderen als Unterstützer. Das Alter der Männer wurde nicht mitgeteilt.
10:31 Uhr

Russland zu Syrien-Versorgung: Ein Grenzübergang reicht

Russland hält einen einzigen Grenzübergang im Bürgerkriegsland Syrien für die Versorgung der notleidenden Bevölkerung mit Hilfsgütern für ausreichend. Es gebe keinen Anlass zur Sorge, sagte Vize-Außenminister Sergej Werschinin der Agentur Interfax zufolge. "Wir stehen nun vor der Aufgabe, die Situation und das Leben aller Syrer zu verbessern." Humanitäre Hilfe sollte nur in Abstimmung mit der "legitimen Regierung des Landes" erfolgen.

Der UN-Sicherheitsrat hatte sich am Wochenende nach langem Ringen doch noch auf eine eingeschränkte Fortsetzung der humanitären Syrienhilfe geeinigt. Demnach gibt es für Hilfslieferungen in das Bürgerkriegsland nur noch einen Grenzübergang aus der Türkei, zuletzt waren es zwei. Das entspricht in einem Kernpunkt den Forderungen Russlands. Moskau hatte zuvor mehrere deutsche Vorschläge mit zwei Grenzübergängen zusammen mit China durch Vetos verhindert.

10:12 Uhr
Breaking News

Duda gewinnt Präsidentschaftswahl in Polen knapp

Die Stichwahl um das Amt des polnischen Präsidenten zwischen dem konservativen Duda und dem liberalen Herausforderer Trzaskowski bleibt lange ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Amtsinhaber Duda entscheidet die Wahl am Ende knapp für sich und stärkt damit die Rolle der Regierungspartei PiS.

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09:56 Uhr

Trump soll gefragt haben: "Können wir Puerto Rico verkaufen?"

Als Puerto Rico 2017 von einem Hurrikan schwer getroffen wird und sich danach nur schwer von der Katastrophe erholt, soll US-Präsident Donald Trump einen Verkauf der Insel vorgeschlagen haben. Das berichtet zumindest die damalige Heimatschutzministerin Elaine Duke gegenüber der "New York Times".

"Can we sell the island?", soll er gefragt haben. Die anfänglichen Ideen Trumps seien eher die eines Geschäftsmannes gewesen, sagt Duke heute über das Gespräch. So soll er in dem Meeting damals auch gefragt haben, ob die Elektrizität outgesourct werden könne.

Puerto Rico ist ein Außengebiet der USA, damit ist Trump das Staatsoberhaupt der Insel.

09:23 Uhr

Jüngste Tochter von Nelson Mandela gestorben

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Zindzi Mandela wurde 59 Jahre alt.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die jüngste Tochter des früheren südafrikanischen Präsidenten und Nationalhelden Nelson Mandela, Zindzi Mandela, ist tot. Wie der öffentlich-rechtliche Sender SABC berichtete, starb sie am frühen Morgen in einem Krankenhaus in Johannesburg. Sie wurde 59 Jahre alt.

Zum Zeitpunkt ihres Todes war Mandela Botschafterin ihres Landes für Dänemark. Woran sie starb, ist bisher nicht bekannt.

09:08 Uhr

Gleitschirmflieger stürzt ab - und rettet sich auf Gondel

Ein Gleitschirmflieger ist in Bayern mit seinem Schirm in den Seilen einer Gondel hängen geblieben - und hat sich mit einer gewagten Aktion selbst gerettet. Der 52-Jährige ist laut Angaben der Bergwacht Lenggries durch einen Windstoß überrascht worden und in die Seile der Brauneckbahn in Lenggries geflogen. Er schaffte es dann aber, sich auf die Gondel zu retten. Die Gondel fuhr langsam zur nächsten Stütze der Seilbahn, dort konnte er von Bergrettern geborgen werden.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:48 Uhr

Christchurch-Attentäter mimt den eigenen Anwalt

Der Moschee-Attentäter von Christchurch verzichtet bei der bevorstehenden Urteilsverkündung auf Anwälte. Wie bekannt wurde, wolle der Mann von seinem Recht Gebrauch machen und sich selbst vertreten, gab Richter Cameron Mander bekannt. Das Urteil soll am 24. August verkündet werden.

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Im März gestand der Angeklagte, das Attentat begangen zu haben.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der angeklagte Rechtsextremist hatte sich im März in einer Videoschalte überraschend schuldig bekannt. Dem Australier werden 51 Morde, 40 versuchte Morde sowie Terrorismus zur Last gelegt. Ihm droht lebenslange Haft. Ein Anwalt werde für den Fall bereitstehen, dass sich der Angeklagte später doch noch entscheiden werde, sich rechtlich vertreten zu lassen, hieß es.

Bei dem Attentat im März 2019 hat der Täter in zwei Moscheen in Christchurch auf muslimische Gläubige geschossen. Die Attacke übertrug er per Helmkamera live im Internet. Vor dem Blutbad hatte er eine Kampfschrift mit rassistischen Parolen ins Netz gestellt.

08:23 Uhr

John Travolta trauert um seine Ehefrau

*Datenschutz

"Mit sehr schwerem Herzen informiere ich euch, dass meine wunderschöne Frau Kelly ihren zweijährigen Kampf gegen den Brustkrebs verloren hat", schreibt US-Schauspieler John Travolta auf Instagram.

Kelly Preston, ebenfalls Schauspielerin, ist mit 57 Jahren gestorben. Travolta bedankt sich in seinem Post bei den Ärzten und Krankenschwestern, die seiner Frau geholfen haben. Gleichzeitig kündigt er an, sich jetzt um seine Kinder kümmern und sich für eine Zeit zurückziehen zu wollen.

08:09 Uhr

30-Jähriger stirbt nach "Covid-19-Party"

Ist eine Party momentan wirklich so gefährlich? Antwort: Ja.

Glauben konnte das eine Gruppe junger Leute im US-Bundesstaat Texas nicht. Um der Sache mit dem Coronavirus auf den Grund zu gehen, feierte sie zusammen. Die Gruppe wollte herausfinden, ob das Virus wirklich existiert und ob es gegebenenfalls besiegt werden kann.

Die Folgen dieses Experiments sind verheerend: Einer der Partygäste ist jetzt an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Der Gastgeber der Party sei selbst mit dem Virus infiziert gewesen, teilte die Chefmedizinerin am Methodisten-Krankenhaus in San Antonio, Jane Appleby, in einem von US-Medien verbreiteten Video mit.

Der nun Verstorbene habe kurz vor seinem Tod über seinen Partybesuch gesagt: "Ich glaube, ich habe einen Fehler gemacht." Der Patient habe das Coronavirus für einen "Schwindel" und sich aufgrund seines jungen Alters ohnehin für "unbesiegbar" gehalten.

07:47 Uhr

Woche startet sonnig - vorerst

Das Wetter zum Wochenstart kann sich heute definitiv sehen lassen. Hoch "Yoann" liegt ziemlich genau über uns und damit überwiegt erst einmal der Sonnenschein.

Später bilden sich dann insbesondere im Umfeld der Berge ein paar dickere Quellwolken. Es bleibt aber trocken und die Sonnenbilanz liegt im zweistelligen Bereich mit 10 bis 14 Sonnenstunden.

Björn Alexander

ntv-Meteorologe Björn Alexander

Die Temperaturen: durchaus angenehm bei Tageshöchstwerten zwischen 19 Grad bei den Nordlichtern und 29 Grad am Oberrhein.

Die weiteren Aussichten: Beständigkeit ist nicht die Sache des Sommers 2020. Morgen kommen nämlich im Westen und Nordwesten erneut Schauer auf, die sich zur Wochenmitte ausbreiten und für eine Abkühlung sorgen, bevor es am Wochenende schöner und wärmer wird. Hier die Details, mit denen ich Ihnen einen guten Start in die neue Woche wünsche. Ihr Björn Alexander

07:20 Uhr

Polizisten entwaffnet: 31-Jähriger weiter flüchtig

Der 31-Jährige, der Polizisten in Oppenau im Schwarzwald bedroht und ihnen ihre Waffen abgenommen hat, ist weiter auf der Flucht. Ab dem Morgen werde man nach dem Mann noch einmal mit verstärkten Kräften fahnden, sagte eine Polizeisprecherin. Bereits in der Nacht zu Montag hatte die Polizei mit einem Großaufgebot gesucht. "Bleiben Sie möglichst zu Hause und nehmen Sie keine Anhalter mit", sagte die Sprecherin weiter. Es könne derzeit nicht genau beurteilt werden, welche Gefahr von dem Mann ausgeht, hieß es. "Die Möglichkeit besteht, dass wir Straßen sperren werden, wenn es die Situation erfordert."

Der Polizei war am Sonntag gemeldet worden, dass sich an einer Hütte ein verdächtiger Mann aufhalte. Bei einer Polizeikontrolle stellten die Beamten fest, dass der Mann bewaffnet war. Der 31-Jährige bedrohte die Ermittler mit einer Schusswaffe und ergriff anschließend die Flucht.

06:52 Uhr

Elvis-Enkel stirbt mit 27 Jahren

*Datenschutz

Benjamin Keough, Sohn von Lisa Maria Presley und Enkel von Elvis Presley, ist mit 27 Jahren gestorben, wie "The Hollywood Reporter" berichtet. Ein Sprecher von Keoughs Mutter sagte gegenüber dem Blatt, ihr Herz sei gebrochen und sie untröstlich. Sie versuche jetzt stark für ihre anderen drei Kinder zu sein. Nach Angaben des Portals TMZ hat sich Keough am Sonntag das Leben genommen.

Der letzte Instagram-Post von Lisa Maria Presley mit ihrem Sohn stammt aus dem Jahr 2018 - und dieser ist ein Throwback ins Jahr 2012. Viel bekannt ist nicht über den Enkel von Elvis und Priscilla Presley. Laut "Hollywood Reporter" hatte Keough 2009 einen Plattendeal an Land gezogen und versucht, in die Fußstapfen seines Opas zu treten.

Rat und Nothilfe bei Suizid-Gefahr und Depressionen

  • Bei Suizidgefahr: Notruf 112
  • Beratung in Krisensituationen: Telefonseelsorge (0800/111-0-111 oder 0800/111-0-222 oder 116-123, Anruf kostenfrei) oder Kinder- und Jugendtelefon (Tel.: 0800/111-0-333 oder 116-111; Mo-Sa von 14 bis 20 Uhr)
  • Bei der Deutschen Depressionshilfe sind regionale Krisendienste und Kliniken zu finden, zudem Tipps für Betroffene und Angehörige.
  • In der deutschen Depressionsliga engagieren sich Betroffene und Angehörige. Dort gibt es auch eine E-Mail-Beratung für Depressive.
  • Eine Übersicht über Selbsthilfegruppen zur Depression bieten die örtlichen Kontaktstellen (KISS).

06:34 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

in Polen wurde gewählt, und wie es aussieht, gewinnt Amtsinhaber Andrzej Duda das Rennen um die Präsidentschaft. Laut Prognosen liegt Duda mit 51 Prozent der Stimmen knapp vor seinem Herausforderer Rafal Trzaskowski (49 Prozent). Der Sieger dürfte aber frühestens heute Abend feststehen. Denn die Zahlen beruhen bisher nur auf der Grundlage von Nachwahlbefragungen und nicht auf Hochrechnungen.

Folgende Themen werden heute außerdem wichtig:

  • Spahn äußert sich zur Corona-Lage: In den Sommerferien reisen Millionen Bundesbürger ins In- und Ausland - was bedeutet das für die weitere Eindämmung des Coronavirus? Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will um 10 Uhr zusammen mit RKI-Chef Lothar Wieler Stellung nehmen.
  • EU-Außenminister treffen sich persönlich: Erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie treffen sich die EU-Außenmnister wieder persönlich. Thema der Beratungen in Brüssel sind die Konflikte mit der Türkei und eine mögliche EU-Reaktion auf das chinesische Gesetz zum Schutz der nationalen Sicherheit in Hongkong.
  • Merkel trifft Conte: Wenige Tage vor dem EU-Sondergipfel sucht Kanzlerin Angela Merkel ab 16 Uhr mit dem italienischen Premier Giuseppe Conte nach einem Ausweg aus dem Streit über den EU-Wiederaufbaupakt in der Corona-Krise.
  • Sportgericht entscheidet über CL-Sperre: Der englische Topclub Manchester City und Trainer Pep Guardiola erfahren um 10.30 Uhr, ob sie für die nächsten beiden Saisons aus der Champions League ausgeschlossen werden. Der internationale Sportgerichtshof Cas wird dann verkünden, ob eine Sperre wegen Verstößen gegen die Finanzregeln der Uefa bestehen bleibt.
  • Und alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Pandemie finden Sie natürlich wie immer in unserem Live-Ticker.

Starten Sie gut in diese Woche. Mein Name ist Ina Bullwinkel und ich begleite Sie heute durch den "Tag". Haben Sie Fragen oder Kritik? Sie erreichen mich per Mail unter: ina.bullwinkel[at]nama.de.

06:11 Uhr

Dobrindt: Kindesmissbrauch soll lebenslang in Führungszeugnis stehen

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Die Straftäter könnten mit dem Eintrag nie wieder in einem Job mit Kindern arbeiten.

(Foto: picture alliance/dpa)

Man könnte meinen, es wäre vielleicht schon so, dass wegen Kindesmissbrauch verurteilte Straftäter ihr ganzes Leben lang keinen beruflichen oder ehrenamtlichen Umgang mit Kindern mehr haben dürfen. Ist es aber nicht. Und die CSU möchte das nun ändern.

Es müsse dafür gesorgt werden, dass ein solches Urteil "dauerhaft, lebenslang in das erweiterte Führungszeugnis eingetragen wird. Und nicht nur begrenzt auf zehn Jahre", sagte der Chef der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Alexander Dobrindt. "Wer sich an den Schwächsten unserer Gesellschaft vergeht, der darf auch nie wieder beruflich oder ehrenamtlich Umgang mit Kindern haben."

05:56 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht