Montag, 16. Dezember 2019Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
22:43 Uhr

Das war Montag, der 16. Dezember 2019

Nach der "Schande" und "Frustration" auf dem UN-Klimagipfel in Madrid gibt es in Deutschland Bewegung. Bei Verhandlungen über das Klimapaket haben Bund und Länder heute einen Durchbruch erzielt. Der CO2-Preis soll höher ausfallen als geplant - die Pendlerpauschale aber auch. Mehr dazu lesen Sie hier.

Was war heute sonst wichtig? Hier eine kurze Übersicht:

Ich verabschiede mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht! Bis morgen!

22:10 Uhr

Egon Krenz nach Unfall in Krankenhaus

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Egon Krenz, Ex-SED-Chef und Staatsratsvorsitzender der DDR, war am Sonntag in einen schweren Unfall verwickelt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der frühere SED-Chef Egon Krenz ist nach einem Autounfall zur Beobachtung in ein Krankenhaus in Rostock gekommen. Der 82-Jährige sei am Sonntag unverschuldet in einen schweren Unfall verwickelt gewesen, sagte sein Anwalt Peter-Michael Diestel.

Nach dpa-Informationen geschah der Unfall, als sich Krenz auf dem Heimweg von Berlin zum Ostseebad Dierhagen in Mecklenburg-Vorpommern befand. Nur wenige Meter von seinem Wohnort entfernt, fuhr ihm demnach ein anderer Wagen in die linke Fahrzeugseite. Am Auto von Krenz soll Totalschaden entstanden sein.

21:33 Uhr

Schauspieler Nicky Henson gestorben

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Nicky Henson erlag im Alter von 74 einem Krebsleiden.

(Foto: imago/Matrix)

Der britische Schauspieler Nicky Henson ist im Alter von 74 Jahren nach langer schwerer Krankheit verstorben. Der beliebte Film- und Fernsehschauspieler, der unter anderem in Serien wie "Downton Abbey" und "EastEnders" zu sehen war, erlag einem Krebsleiden.

Den Tod des Darstellers hatte sein Freund und Schauspielkollege Ian Ogilvy auf Facebook bekannt gemacht: "Nach einer Krankheit, die vor 20 Jahren begann und mit großer Kraft und gutem Humor geboren wurde, ist mein ältester und liebster Freund, mein Kumpel Nicky Henson, von uns gegangen", schreibt Ogilvy in seinem Post.

20:56 Uhr

Johnson gibt Bericht über russische Einmischung frei

Der britische Premierminister Boris Johnson hat einen Bericht des Geheimdienstausschusses im britischen Parlament über russische Einmischung in Wahlen und Politik seines Landes freigegeben. Das teilte ein Regierungssprecher vor Journalisten mit.

Allerdings: Der Bericht kann veröffentlicht werden, sobald der Ausschuss wieder zusammentritt. Damit wird nicht vor Januar gerechnet.

Kritiker hatten Johnson vor der Wahl am vergangenen Donnerstag vorgeworfen, den Bericht absichtlich zurückzuhalten. Einem Bericht der "Sunday Times" zufolge wurden in dem Report unter anderem die Beziehungen mehrerer russischer Großspender von Johnsons Konservativen zum russischen Inlandsgeheimdienst FSB unter die Lupe genommen.

20:41 Uhr

Merkel lobt Klimakompromiss: "Exzellente Arbeit"

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat angesichts der Grundsatzeinigung von Bund und Ländern beim Klimapaket die Handlungsfähigkeit der deutschen Politik gelobt. Es sei exzellente Arbeit geleistet worden, sagte die CDU-Politikerin. "Und was mich besonders freut, ist, dass es doch parteiübergreifend einen großen Willen gab, hier eine Lösung zu finden und keine Hängepartie zu haben. Das hat die Sache etwas von der Madrider Klimakonferenz unterschieden, möglicherweise positiv auf jeden Fall."

Bei der internationalen Klimakonferenz hatte es kaum Fortschritte gegeben. In Deutschland hatten Bund und Länder einen Kompromiss erzielt bei Verhandlungen über das Klimapaket der Bundesregierung.

19:59 Uhr

Karikaturist vergleicht Auschwitz mit EU und verliert Job

Ein italienischer Karikaturist hat das Konzentrationslager in Auschwitz mit der EU verglichen. Dafür ist er in die Kritik geraten - und hat seinen Job verloren.    

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  • Mario Improta hatte eine Zeichnung zum Brexit veröffentlicht: Darauf ist augenscheinlich Premier Boris Johnson zu sehen, wie er jubelnd aus dem Vernichtungslager mit der Tür-Inschrift "Europäische Union" - statt "Arbeit macht frei" - flieht.
  • Die Worte "Arbeit macht frei" seien der Inbegriff für den menschlichen Hass, twitterte die Gedenkstätte Auschwitz. Es sei schmerzlich für die Opfer, wenn "dieses Symbol instrumentalisiert und auf beschämende Weise missbraucht wird". In dem Lager ermordeten die Nazis mehr als eine Million Menschen.
  • Improta arbeitete unter anderem für die Stadt Rom als Karikaturist. Bürgermeisterin Virginia Raggi habe nach dem Vorfall die Zusammenarbeit mit ihm aufgekündigt, berichteten italienische Medien. Improta schrieb dazu, er wolle keine weiteren Umstände machen und habe sich dazu entschlossen, nicht mehr mit der Kommune zusammenzuarbeiten.
19:23 Uhr

Drei Tschetschenen sollen Anschlagserie geplant haben

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Der Weihnachtsmarkt am Stephansplatz in Wien soll als Anschlagsziel im Gespräch gewesen sein.

(Foto: imago images/UIG)

Drei Männer stehen in Österreich im Verdacht, mehrere Terroranschläge geplant zu haben. Die österreichische Polizei hat daher zwei Männer festgenommen, der dritte Mann saß bereits im Gefängnis. Wie die Anwälte der beiden Festgenommenen bestätigten, wird ihren Mandanten die Planung von Anschlägen auch in Deutschland vorgeworfen. Weitere Ziele sollten demnach der Wiener Stephansplatz, Frankreich und Luxemburg sein. Die beiden Männer sitzen in Untersuchungshaft.

Die Staatsanwaltschaft bestätigte lediglich die Festnahme von zwei Männern wegen Terrorverdachts, ohne weitere Details zu nennen. Die Festnahmen erfolgten bereits vor einigen Tagen.

Wie "Der Standard" berichtet, soll es sich bei den Männern um Tschetschenen handeln. Der Hauptverdächtige soll die Anschlagsserie von Gefängnis aus geplant haben. Den – behördlich unbestätigten – Ermittlungen zufolge wäre zunächst der Ausbruch des Häftlings aus dem Gefängnis geplant gewesen.

18:42 Uhr

Video zeigt Greta in ICE-Gang

Ich hoffe, dass das Thema damit erledigt ist. Keiner zweifelt mehr daran, dass Greta Thunberg in einem deutschen ICE auf dem Boden sitzen musste, weil er so voll war. Genauso zweifelt keiner mehr daran, dass sie später einen Sitzplatz in der ersten Klasse bekam.

Das Foto, das sie auf Twitter gepostet hatte, ist also offenbar echt und nicht gestellt. Wer daran noch Zweifel hat, kann sich dieses Video anschauen. Es wurde von Journalisten der schwedischen Zeitung "Dagens Nyheter" aufgenommen, die Thunberg auf der Zugfahrt begleiteten.   

Ich würde Ihnen aber eher empfehlen, diesen Kommentar von Markus Lippold zu lesen.

Update: Jetzt hat auch Greta Thunberg alles selbst nochmal erklärt: "Überraschenderweise scheinen die Medien stärker an Zugfahrten eines Teenagers interessiert zu sein als an der Tatsache, dass die #COP25 (Klimakonferenz) gescheitert ist", schrieb sie auf Twitter. Da es nun aber Verschwörungstheorien gebe, könne man in dem Video sehen, was genau passiert sei. "Manchmal ist es eine glückliche Fügung, dass du mit Journalisten reist, die eine Geschichte bestätigen können...", twitterte sie.

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17:58 Uhr

Diebe stehlen Schmuck für 60 Millionen Euro von Ecclestone-Tochter

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Tamara Ecclestones Vater Bernie ist einer der reichsten Menschen Großbritanniens.

(Foto: imago sportfotodienst)

Tamara Ecclestone, die Tochter des ehemaligen Formel-1-Chefs Bernie Ecclestone, ist in ihrem Londoner Anwesen bestohlen worden. Wie die britische "Sun" erfuhr, haben die gestohlenen Schmuckstücke einen Wert von 50 Millionen Pfund, also umgerechnet etwa 60 Millionen Euro.

  • Ecclestone und ihr Mann Jay Rutland waren den Berichten zufolge zur Zeit des Einbruchs auf dem Weg in den Weihnachtsurlaub.
  • Ein Sicherheitsmann hatte das Haus mit 57 Zimmern in der Nähe des Kensington Palasts bewacht, die Einbrecher aber erst nach einer knappen Stunde bemerkt.
  • Auch die Nachbarschaft in der sehr schicken Gegend ist nun verunsichert. "Es ist eines der am besten gesicherten Häuser in London in einer der am besten gesicherten Straßen Londons", wird eine besorgte Nachbarin von der "Sun" zitiert.
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17:27 Uhr

Sachsens SPD gibt grünes Licht für Kenia-Koalition

Sachsens SPD hat deutlich für eine gemeinsame Regierung mit CDU und Grünen gestimmt. 74 Prozent der SPD-Mitglieder votierten für die Koalition. Knapp 64 Prozent der rund 5000 stimmberechtigten SPD-Mitglieder hatten sich an der Befragung beteiligt, wie die Partei mitteilte.

Als erste Partei hatte die CDU auf ihrem Parteitag am 11. Dezember den Weg für ein Dreierbündnis in Sachsen freigemacht.

Auch bei den Grünen läuft noch eine Mitgliederbefragung zum Koalitionsvertrag - das Ergebnis soll an diesem Donnerstag verkündet werden.

17:04 Uhr

Unterhaus stimmt bereits am Freitag über Brexit-Deal ab

Der britische Premierminister Boris Johnson will seinen Brexit-Deal bereits an diesem Freitag den Abgeordneten zur Abstimmung vorlegen.

  • Johnsons Konservative verfügen nach dem überwältigenden Wahlsieg vergangene Woche über einen Vorsprung von 80 Sitzen vor allen anderen Parteien. Die Zustimmung zum Brexit-Abkommen gilt daher als sicher.
  • Das entsprechende Ratifizierungsgesetz soll nach den Plänen der Regierung bereits am Freitag die erste und zweite Lesung im Unterhaus durchlaufen.
  • Formell genehmigen muss diesen Zeitplan aber noch Parlamentspräsident Lindsay Hoyle. Dessen Wiederwahl am Dienstag galt ebenfalls als gesetzt.
  • Außerdem steht noch die Vereidigung der 650 Abgeordneten an, bevor Königin Elizabeth II. am Donnerstag das Parlament mit der Queen's Speech offiziell wiedereröffnet.
16:39 Uhr

Wütender Rentner will Jogger überfahren

Nach einem Streit mit einem Jogger hat ein Senior aus Hamm versucht, den Mann zu überfahren.

  • Der 72-Jährige stieg nach der heftigen Auseinandersetzung verärgert in seinen Wagen und fuhr mit laut aufheulendem Motor gezielt auf den Läufer zu, teilte die Polizei mit.
  • Der 49-Jährige konnte sich mit einem Sprung über einen Findling retten und blieb unverletzt.
  • Das Auto des aggressiven Seniors kollidierte mit dem großen Stein und ist nicht mehr fahrbereit.
  • Gegen den 72-Jährigen wird nach dem Vorfall vom Samstag wegen versuchter Tötung ermittelt. Sein Führerschein wurde sichergestellt.
16:03 Uhr

Bremer IS-Unterstützerin muss lange in Haft

Eine Unterstützerin der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ist vom Hanseatischen Oberlandesgericht wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung zu fünf Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden.

"Eine ernsthafte Abkehr der Angeklagten vom IS hat nicht stattgefunden", begründete die Vorsitzende Richterin in Hamburg ihr Urteil.

  • Laut Urteilsbegründung habe die Frau bereits 2015 "zum Teil brutalste Hinrichtungsvideos" der Terrormiliz im Internet angesehen und sei Mitglied in Facebook-Gruppen gewesen, in denen "zur Tötung von Ungläubigen" aufgerufen worden sei.
  • Zudem habe sie die Absicht gehegt, gemeinsam mit ihren drei minderjährigen Söhnen in ein vom IS besetztes Gebiet nach Syrien auszureisen.
  • In konkrete Anschlagspläne "gegen eine musikalische Großveranstaltung im Hildesheimer Raum" sei die Angeklagte "spätestens seit Herbst 2016" eingebunden gewesen und habe sich außerdem dazu bereit erklärt, einem potenziellen Attentäter Unterschlupf zu gewähren.
15:34 Uhr

Mutter gab ihrem Kind regelmäßig Methadon

Methadon ist ein hochwirksames Schmerzmittel, es wird zur Drogenersatztherapie etwa von Heroinsüchtigen benutzt und kann selbst süchtig machen. Eine 34-jährige Frau hat vor dem Landgericht Münster gestanden, ihrer Tochter regelmäßig Methadon verabreicht zu haben.

  • Die Angeklagte will selbst seit vielen Jahren abhängig von Medikamenten sein und auch während der Schwangerschaft im Jahr 2015 regelmäßig Schmerzmittel eingenommen haben.
  • Nach der Geburt ihrer Tochter habe sich sehr schnell herausgestellt, dass sich das Mädchen nur verzögert entwickelte. Unter anderem habe das Mädchen so gut wie nie durchgeschlafen, sagte die Steinfurterin den Richtern. Deshalb habe sie im März 2019 damit begonnen, dem Kind täglich Methadon zu geben.
  • Die Medikamentengabe war bei einem Krankenhausaufenthalt des Kindes in Münster festgestellt worden. Die Anklage lautet auf Misshandlung von Schutzbefohlenen.
15:14 Uhr

Experten warnen vor Verschlucken von E-Zigaretten-Liquids

Nach Hunderten Notrufen wegen Vergiftung durch sogenannte Liquids von E-Zigaretten mahnen nun deutsche Experten eine kindersichere Aufbewahrung an.

  • In Deutschland habe es von Januar 2015 bis Februar diesen Jahres 851 Vergiftungen oder entsprechende Verdachtsfälle im Zusammenhang mit E-Zigaretten gegeben, teilte das Bundesinstitut für Risikobewertung mit.
  • In 82 Prozent der Fälle hatten Menschen versehentlich Liquids verschluckt, häufig seien Kleinkinder betroffen.
  • Das in den meisten Liquids enthaltene Nikotin könne schon in geringen Mengen zu deutlichen Beschwerden wie starkem Erbrechen führen, schreibt das Bundesinstitut. "Bei der Aufnahme größerer Mengen von Nikotin kann es zu lebensbedrohlichen Vergiftungserscheinungen kommen."
  • Liquids sollten daher immer in dafür geeigneten, etikettierten Behältnissen mit kindergesichertem Verschluss aufbewahrt werden, mahnt das Institut.
14:46 Uhr

Weinstein sieht sich als Frauenförderer

Am 6. Januar startet der Prozess gegen Harvey Weinstein wegen sexueller Übergriffe. In seinem ersten Interview seit mehr als einem Jahr fordert der Ex-Filmmogul Anerkennung für seine Verdienste für Frauen.

  • "Ich habe mehr Filme produziert, die von Frauen gedreht wurden und die von Frauen handelten als jeder andere", sagte Weinstein der "New York Post". Der 67-Jährige betonte, dass er schon vor 30 Jahren Frauen in der Branche gefördert habe. Er fühle sich wie "der vergessene Mann".
  • Weiter sagte er, er fühle sich, als sei seine Arbeit in Vergessenheit geraten. "Ich möchte, dass diese Stadt erkennt, wer ich war und nicht, wer ich geworden bin."
  • Fragen zu den schweren Vorwürfen gegen ihn wollte Weinstein laut der Zeitung nicht beantworten, sondern drohte mehrmals, das Interview zu beenden.
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14:30 Uhr

Schichtwechsel

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

ich freue mich, Sie im "Tag" wieder begrüßen zu dürfen. Mein Kollege Janis Peitsch verabschiedet sich jetzt in den wohlverdienten Feierabend. Bis zum späten Abend versorge ich Sie mit den aktuellsten Nachrichten aus der ganzen Welt. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

14:25 Uhr

Gitarrist John Frusciante rockt wieder mit den Chili Peppers

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Ist bei den Red Hot Chili Peppers wieder an den Saiten: John Frusciante.

Er gilt als einer der besten Gitarristen aller Zeiten und hat die Band in ihren erfolgreichsten Zeiten mitgeprägt - nun kehrt John Frusciante zehn Jahre nach seinem Ausstieg wieder zurück zu den Red Hot Chili Peppers. Das teilte die Band auf Instagram mit. Josh Klinghoffer - der Gitarrist der letzten Jahre - verlässt die Band dafür.

Frusciante hat bereits eine bewegte Geschichte mit den Red Hot Chili Peppers hinter sich. 1988 stieß er zu der Band - pünktlich zu deren weltweiten Durchbruch mit den Alben "Mothers Milk" und "Blood Sugar Sex Magik". In den Neunzigern hatte er mit einer schweren Drogensucht zu kämpfen und verließ die Band 1992 während einer Tour. Sechs Jahre später stieg Frusciante wieder bei seiner Erfolgsband ein, bis er sich 2008 seiner Solokarriere widmen wollte.

Passend zu dieser Nachricht einer der größten Hits der Band: Californication.

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13:52 Uhr

13-Jähriger mit falscher Todesanzeige gemobbt

Makabere Schikane: Mit einer falschen Todesanzeige ist ein Schüler in Bayern gemobbt worden. Am vergangenen Freitag erschien die Trauerannonce in einer Zeitung, in der der angebliche Tod des 13-Jährigen mitgeteilt wurde, wie die Polizei berichtete.

Nach den bisherigen Ermittlungen soll ein 14 Jahre alter Mitschüler einer Schule in Nördlingen die Anzeige aufgegeben haben. Bei einer Durchsuchung der Wohnung des Jugendlichen wurden nach Angaben der Polizei Beweismittel sichergestellt. Der Verdächtige bestreite eine Beteiligung an dem Erscheinen der gefälschten Anzeige.

Schon zuvor hatte die Polizei wegen Mobbings an der Realschule ermittelt. Im November hatte die Kripo mitgeteilt, dass fünf Mädchen und Jungen der achten Jahrgangsstufe Opfer von Angriffen über soziale Medien wurden. Den Kindern wurden unter anderem pornografische Inhalte übermittelt.

12:55 Uhr

Streit um Gasvorkommen: Türkei schickt Kampfdrohne nach Nordzypern

Seit der Entdeckung großer Gasvorkommen um Zypern gibt es Streit zwischen der Türkei und Griechenland um ihre Ausbeutung. Der Hintergrund: Zypern ist seit einem Militärputsch 1974 in einen griechischen Süden und einen türkischen Norden geteilt. Nun sendet Ankara mit der Verlegung einer Kampfdrohne nach Nordzypern eine deutliche Botschaft.

  • Die bewaffnete Drohne vom Typ Bayraktar TB2 landete am Morgen auf dem Gecitkale-Flughafen in Famagusta, wie eine AFP-Reporterin berichtet.
  • Der Schritt diene "dem Schutz der legitimen Rechte und Interessen" der Türkischen Republik Nordzypern und der Türkei, erklärte die Regierung in Ankara vergangene Woche.
  • Verkehrsminister Tolga Atakan sagte, die Verlegung der türkischen Drohne sei auch eine Reaktion auf den Kauf israelischer Drohnen durch Zypern im Oktober.
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12:31 Uhr

Steinmeier erinnert an Opfer der Ardennenoffensive

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Die Ardennenoffensive habe "unendliches Leid, Zerstörung und Tod" gebracht, sagte Steinmeier.

(Foto: imago images/Belga)

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat anlässlich des 75. Jahrestags der Ardennenoffensive vor Nationalismus gewarnt und zum Zusammenhalt in Europa aufgerufen. Ein geeintes, friedliches Europa sei die Lehre, die die Europäer aus dem Krieg gezogen hätten, sagte Steinmeier bei einer Gedenkzeremonie im belgischen Bastogne. "Bitte lasst uns das nicht vergessen. Gerade in dieser Zeit, in der Nationalismus und völkisches Denken wieder an Verführungskraft gewinnen."

In nahezu aussichtsloser Lage an allen Fronten hatte der deutsche Diktator Adolf Hitler am 16. Dezember 1944 in Südbelgien einen letzten Vorstoß gegen die vorrückenden Alliierten gewagt. Nach rund sechswöchigen Gefechten wurde die Wehrmacht zurückgedrängt.

Die Ardennenoffensive habe "unendliches Leid, Zerstörung und Tod" gebracht, sagte Steinmeier. Die Toten seien "Opfer von Hass, Verblendung und Zerstörungswut, die von meinem Lande ausgegangen waren", sagte der Bundespräsident. "Wir stehen zu dieser Verantwortung, und wir tragen sie weiter".

An der offiziellen Gedenkzeremonie nahmen unter anderem auch der belgische König Philippe und seine Frau Mathilde teil.

 

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12:00 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:59 Uhr

Teenager für Kampfhundeattacke auf Radfahrer verurteilt

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Die Hunde verletzten den Teenager schwer.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im Prozess um die Attacke zweier Kampfhunde auf einen Teenager hat das Landgericht Heidelberg den 17-jährigen Hauptangeklagten zu zweieinhalb Jahren Jugendstrafe verurteilt.

  • Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der 17-Jährige am Pfingstsonntag auf einem Feld bei Leimen in Baden-Württemberg die zwei American-Staffordshire-Terrier auf einen radelnden Jungen losgelassen hatte. Zuvor hatte das spätere Opfer gebeten, die verbotswidrig nicht angeleinten Hunde in Schach zu halten.

  • Die Tiere verletzten den 16-Jährigen im Gesicht, am Arm und am Hinterkopf. Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft hat er es einem Zufall zu verdanken, dass er noch lebt.

  • Der 22-jährige Hundehalter, der seinem minderjährigen Bruder entgegen den Vorschriften die Hunde überlassen hatte, wurde wegen fahrlässiger Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt.

11:33 Uhr

Neue "Düsseldorfer Tabelle": Höhere Sätze für Trennungskinder

Am 1. Januar tritt die neue "Düsseldorfer Tabelle" in Kraft. Sie sieht höhere Bedarfssätze vor allem für minderjährige Trennungskinder vor. Allerdings steigt auch der sogenannte Selbstbehalt der Unterhaltspflichtigen. Deswegen kommt es auf den Einzelfall an, ob wirklich mehr für die Kinder herausspringt.

  • Der Mindestunterhalt beträgt danach ab dem 1. Januar 2020 für Kinder im Alter bis fünf Jahre 369 Euro statt bislang 354 - ein Plus von 15 Euro. Das gilt für die niedrigste Einkommensgruppe der Unterhaltspflichtigen bis 1900 Euro Nettoeinkommen. 
  • Kinder zwischen sechs und elf Jahren haben in dieser Einkommensklasse Anspruch auf mindestens 424 Euro statt bislang 406 Euro. In der dritten Altersgruppe bis zur Volljährigkeit sind es 497 Euro - ein Plus von 21 Euro.
  • Für volljährige Trennungskinder steigen die Sätze dagegen nur gering: von 527 auf 530 Euro in der niedrigsten Einkommensgruppe. Die Bedarfssätze volljähriger Kinder waren 2018 und 2019 völlig unverändert geblieben. Der Bedarfssatz von Studenten, die nicht bei den Eltern wohnen, steigt dagegen deutlich von 735 auf 860 Euro. 
  • Erstmals seit 2015 ändert sich der sogenannte Selbstbehalt, der dem Unterhaltspflichtigen zusteht. Der Selbstbehalt von nicht erwerbstätigen Unterhaltspflichtigen steigt von 880 auf 960 Euro, der von Erwerbstätigen von 1080 auf 1160 Euro - ausgehend von einer Warmmiete von 430 Euro.
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10:41 Uhr

Deutscher stirbt nach Balkonsturz im Winterurlaub

Ein junger Bayer ist in einem österreichischen Wintersportort in seiner Unterkunft vom Balkon gestürzt und ums Leben gekommen. Wie die Polizei in Salzburg mitteilte, hatte der 25-Jährige am Samstagabend in Bad Hofgastein mit Freunden eine Veranstaltung und ein Lokal besucht.

Am nächsten Morgen wurde der Mann unterhalb seines Balkons leblos auf dem Boden gefunden. Nach Angaben der Ermittler hatte keiner seiner Freunde den Sturz in mehr als neun Meter Tiefe bemerkt. Die Polizei geht nicht von Fremdverschulden aus.

10:07 Uhr

Säure-Attentat: Innogy-Manager hat eine Person im Verdacht

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Bei dem Anschlag wurde Bernhard Günther schwer verletzt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der bei einem Säure-Attentat schwer verletzte Innogy-Manager Bernhard Günther sieht das Motiv hinter der Tat im "beruflichen Umfeld". Er habe als Auftraggeber eine spezielle Person im Verdacht, sagte Günther in einem Interview mit dem "Handelsblatt". Ein Tatverdächtiger war vor wenigen Wochen verhaftet und dann wieder freigelassen worden.

Nach der Festnahme hatten bereits mehrere Medien über Verdachtsmomente gegen einen Konkurrenten berichtet.

Günther sagte auf die Frage des "Handelsblatts", ob er eine ganz spezielle Person in Verdacht habe: "Ja. Interessanterweise hat die Staatsanwaltschaft diesen Medienberichten ja auch nicht widersprochen. Offensichtlich hat die Justiz jedoch bisher nicht ausreichend Beweise vorliegen."

Günther verwies in dem Interview auf die Unruhe bei Innogy zur Zeit des Säure-Anschlags. Wäre er damals "aus dem Spiel genommen" worden, hätte es Platz im Vorstand gegeben. Der Manager geht nach eigenen Angaben davon aus, dass er durch den Anschlag erblinden sollte.

Der Innogy-Finanzchef wurde am 4. März 2018 nach dem Joggen in der Nähe seines Wohnhauses in Haan bei Düsseldorf von Vermummten überfallen und mit hochkonzentrierter Säure übergossen.

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09:29 Uhr

Polizei stoppt betrunkene Freunde beim Abschleppen ihres Autos

Im Münsterland hat die Polizei zwei betrunkene Freunde am Abschleppen eines beschädigten Autos gehindert.

  • Einer der Männer war am Sonntagabend mit dem Wagen in einer Kurve in der Stadt Ennigerloh bei Warendorf von der Straße abgekommen und gegen eine Scheunenwand gefahren, wie die Polizei mitteilte.
  • Der alkoholisierte 25-Jährige rief daraufhin einen ebenfalls betrunkenen 24-jährigen Freund zu Hilfe, um das Auto abzuschleppen.
  • Soweit kam es dann aber nicht: Ein Anwohner hatte die Polizei gerufen, die beide Männer mit auf die Wache nahm. Ein Atemalkoholtest ergab beim Fahrer einen Wert von rund zwei Promille.
  • Der Wert des verhinderten Helfers war nicht bekannt.
09:00 Uhr

Schule verbietet Jogginghosen

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Am Oskar-Kämmer-Gymnasium sind Jogginghosen nicht gerne gesehen.

(Foto: picture alliance / Jan-Philipp S)

Zu Lebzeiten sagte Designer Karl Lagerfeld einmal: "Jogginghosen sind ein Zeichen der Niederlage. Wer Jogginghosen trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren."

Ein Gymnasium in Hannover scheint den Rat des Modezaren zu beherzigen. Wie die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" berichtet, dürfen Schüler am privaten Oskar-Kämmer-Gymnasium im neuen Jahr keine Jogginghosen mehr tragen.

In einer E-Mail an die Eltern schrieb die Schulleiterin, dass Jogginghosen "keine angemessene Kleidung" für den Unterricht seien. Wer gegen die Regel verstößt, müsse mit Sanktionen rechnen - wie "den Schulhof saubermachen, Tische in der Mensa wischen oder Ähnliches".

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08:23 Uhr

Krankenkassen fürchten schwere Zeiten - steigen 2020 die Beiträge?

Die gesetzlichen Krankenkassen stellen sich auf eine schwierigere Finanzlage ein. Die Ausgaben für die Versorgung stiegen derzeit stark an, sagte der Chef der Techniker Krankenkasse (TK), Jens Baas - aktuell mit einer Rate von mehr als fünf Prozent in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Die gute Konjunktur mit steigenden Einnahmen der Sozialsysteme habe bisher dennoch eine stabile Finanzsituation und den Aufbau von Rücklagen ermöglicht.

In den ersten neun Monaten des Jahres rutschten die Kassen etwas tiefer ins Minus. Verbucht wurde ein Defizit von 741 Millionen Euro. Die Rücklagen betrugen Ende September rund 20,6 Milliarden Euro. Das sei immer noch etwa das Vierfache der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestreserve, erklärte das Bundesgesundheitsministerium.

Brisanter werde es aber beim Blick in Richtung 2021, sagte Baas: "Wenn die steigenden Ausgaben, getrieben auch durch eine Reihe gesetzgeberischer Maßnahmen und eine eventuell schwächere Konjunktur, diese Rücklagen aufbrauchen, wird sich die Kostenentwicklung auf die Beitragssätze auswirken." Für manche Versicherte könnte daher im neuen Jahr der Beitrag steigen.

08:23 Uhr
Breaking News

Bund und Länder erzielen Durchbruch bei Klima-Vermittlung

Vertreter von Bund und Ländern erreichen nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur einen Durchbruch bei den komplizierten Vermittlungsverhandlungen über das Klimapaket der Bundesregierung. Demnach soll der CO2-Preis zum 1. Januar 2021 von derzeit 10 auf 25 Euro steigen.

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07:48 Uhr

Das ist die schönste Frau der Welt

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Bereits vier Mal ging der "Miss World"-Titel an eine Frau aus Jamaika.

(Foto: imago images/Matrix)

Sie ist die schönste Frau der Welt: Toni-Ann Singh aus Jamaika ist zur neuen "Miss World" 2019 gekürt worden. Die 23-jährige Psychologie-Studentin konnte im Finale in London die Jury überzeugen und setzte sich gegen ihre Konkurrentinnen aus Frankreich und Indien durch.

Überreicht wurde der neuen "Miss World" ihre Krone von der Vorjahressiegerin Vanessa Ponce de León aus Mexiko.

"An dieses kleine Mädchen aus St. Thomas, Jamaika, und an alle Mädchen auf der ganzen Welt: Glaub an dich selbst. ... Diese Krone gehört nicht mir, sondern dir", schrieb die Gewinnerin euphorisch bei Twitter.

Übrigens ist es bereits das vierte Mal, dass der "Miss World"-Titel an eine Jamaikanerin geht. Nur Indien und Venezuela haben mehr. Mit jeweils sechs Titeln stehen die beiden Länder bislang an der Spitze der Rangliste.

07:04 Uhr

Unbekannte öffnen Grab von Nazi-Verbrecher

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Heydrich starb an den Folgen eines Attentats im Jahr 1942.

(Foto: picture alliance / dpa/dpa)

In Berlin haben Unbekannte versucht, die Gebeine des NS-Kriegsverbrechers Reinhard Heydrich auszugraben. Wie mehrere Medien berichten, hatte ein Mitarbeiter des Invalidenfriedhofs die Graböffnung bereits am Donnerstag entdeckt und die Polizei verständigt. Entwendet wurde offenbar nichts. Nun wird wegen Störung der Totenruhe ermittelt.

Nach ersten Erkenntnissen müssen die Unbekannten über Insiderwissen verfügt haben, denn das Grab wurde, wie das anderer Nazis, anonymisiert und eingeebnet.

Reinhard Heydrich war einer der führenden Köpfe im NS-Apparat. Seit September 1941 war der SS-Offizier stellvertretender Reichprotektor von "Böhmen und Mähren". Wegen seiner Brutalität erhielt er den Spitznamen "Henker von Prag". Von Hermann Göring wurde er mit der "Endlösung der Judenfrage" beauftragt. Im Mai 1942 wurde er bei einem Attentat in Prag schwer verletzt. Acht Tage später starb er.

 

06:43 Uhr

Woche startet mit Sonne und milden Temperaturen

Die neue Wetterwoche bringt uns eher Frühling als Winter. Denn in den nächsten Tagen erwarten uns Temperaturen bis um die 15 Grad. Bereits heute bringen es die Höchstwerte auf 7 Grad in Vorpommern und 13 Grad am Oberrhein. Dabei dominiert im Süden abseits von Nebelfeldern häufig die Sonne. Ansonsten ist es wolkiger und vor allem in der Mitte bis in die Nordhälfte hinein fällt noch etwas Regen oder Nieselregen.

Die weiteren Aussichten: oft freundlich und überwiegend trocken mit frühlingshaften Temperaturen. Hier die Details, mit denen ich Ihnen ein guten Start in den Tag und in die neue Woche wünsche. Ihr Björn Alexander

06:20 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

der Countdown läuft: Mit gar nicht so winterlichen Temperaturen starten wir heute in die letzte Arbeitswoche vor den Feiertagen. Folgende Themen stehen an diesem Montag auf der Tagesordnung:

  • Bundesregierung, Wirtschaftsverbände und Gewerkschaften kommen im Kanzleramt zu einem Spitzentreffen zur Einwanderung von Fachkräften zusammen.
  • Im belgischen Bastogne gedenken Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sowie der belgische König Philippe und Königin Mathilde der Opfer der deutschen Ardennenoffensive vor 75 Jahren.
  • Sachsens SPD verkündet das Ergebnis ihrer Mitgliederbefragung zur Bildung einer gemeinsamen Regierung mit CDU und Grünen.
  • Der in den USA wegen Doppelmordes verurteilte Deutsche Jens Söring wird nach Angaben seiner Unterstützer voraussichtlich aus der Auslieferungshaft freikommen.

Bis zum Nachmittag begleite ich Sie durch den "Tag". Bei Fragen, Anregungen oder Kritik können Sie mir gerne eine Mail an janis.peitsch[at]nama.de schreiben. Los geht's!

06:08 Uhr

Navi lotst Autofahrer in überflutete Unterführung

Und wieder ein Beweis dafür, dass man sich nicht alleine auf Navigationsgeräte verlassen sollte: In Rheinland-Pfalz ist ein Mann blind der Ansage seines Navigationsgeräts gefolgt - und mit seinem Auto in einer von Hochwasser gefluteten Unterführung stecken geblieben.

  • Der ortsunkundige 23-Jährige war am späten Sonntagabend auf einer Landstraße im Ort Enkirch an der Mosel unterwegs gewesen und hatte zu spät bemerkt, dass die Unterführung mit Wasser vollgelaufen war, wie die Polizei mitteilte.
  • Er kletterte aufs Dach seines Fahrzeugs und wartete dort auf die Feuerwehr. Die befreite ihn schließlich aus seiner misslichen Lage.
06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht